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Dokumentenidentifikation DE69724183T2 17.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000810545
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Drucken von digitalen Halbtonbildern
Anmelder Océ-Technologies B.V., Venlo, NL
Erfinder Oyen, Johannes Paulus Hubertus, 6043 HZ Roermond, NL
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 69724183
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 24.04.1997
EP-Aktenzeichen 972011936
EP-Offenlegungsdatum 03.12.1997
EP date of grant 20.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.2004
IPC-Hauptklasse G06K 15/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reproduktion von Bildern auf der Grundlage von digitalen Bilddaten, die Binärwerte von in einem Raster angeordneten Grundpixeln enthalten, mit einer elektrofotografischen Druckereinheit, die ein elektrisch aufladbares fotoleitendes Medium, eine selektiv aktivierbare Lichtquelle zur bildmäßigen Entladung dieses Mediums und eine Entwicklereinheit zum Entwickeln des Mediums mit Tonerpulver aufweist, wobei Steuersignale zum Aktivieren der Lichtquelle auf der Grundlage der digitalen Bilddaten erzeugt werden und diese Steuersignale so angepaßt sind, daß Eigenschaften der Drukkereinheit kompensiert werden.

Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

Verfahren zur Reproduktion von digitalen binären Bildern (auch als "Halbtonbilder" bezeichnet) sind allgemein bekannt. Das aufgeladene fotoleitende Medium wird mit Hilfe der Lichtquelle, z. B. einer Zeile von LEDs, die quer zur Transportrichtung des fotoleitenden Mediums angeordnet ist, pixelweise belichtet und dadurch entladen. Das Resultat ist ein Ladungsbild, das aus geladenen und ungeladenen Bereichen besteht. Das fotoleitende Medium wird dann an der Entwicklereinheit entlanggeführt, üblicherweise einer rotierenden Magnetwalze mit einem Entwicklerpulver. Unter diesen Bedingungen wird das Ladungsbild mit Toner entwickelt.

Hinsichtlich der Belichtung gibt es zwei alternative Systeme. In einem ersten System werden geladene Bereiche des fotoleitenden Mediums entwickelt, während die entladenden Bereiche des fotoleitenden Medium frei bleiben. Ein System dieser Art wird als "Weißschreiber" bezeichnet. Bei dem anderen System ist es umgekehrt. Das wird dadurch erreicht, daß zwischen der Entwicklereinheit und dem fotoleitenden Medium eine elektrische Spannungsdifferenz angelegt wird, die gleich dem Oberflächenpotential der geladenen Bereiche des fotoleitenden Mediums ist. Ein System dieser Art wird als "Schwarzschreiber" bezeichnet.

In elektrofotografischen Druckern ist die Lichtquelle üblicherweise so ausgebildet, daß sie ein etwas größeres Gebiet belichtet als den Abmessungen eines Pixels entspricht. Der Grund hierfür ist, zu verhindern, daß zwischen den Pixeln unbelichtete Bereiche verbleiben. Im Fall von Weißschreibern führt dies dazu, daß die mit Tonerpulver entwickelten Bereiche kleiner werden als beabsichtigt und dies wird insbesondere sichtbar infolge einer Verengung von Linien und eines teilweisen oder vollständigen Verschwinden von feinen Details. In Schwarzschreibern sind andererseits die zu entwickelnden Bereiche diejenigen, die etwas größer werden, so daß dünne Linien auffällig verbreitert werden und, z. B., kleine Buchstaben miteinander verschmelzen.

Ein weiterer Effekt, der die Ränder von entwickelten Bildbereichen beeinflußt, besteht darin, daß in vielen Entwicklungssystemen, insbesondere solchen, die Entwicklerpulver mit relativ hohem Widerstand benutzen, elektrische Randfelder auftreten, die zu einer verstärkten Entwicklung von Toner an und unmittelbar außerhalb des Randes von zu entwickelnden Bereichen führen. Im Fall von Weißschreibern wirkt dieser elektrische Randeffekt dem genannten Belichtungseffekt entgegen und gleicht diesen teilweise aus, aber in schwarzschreibenden Systemen wirken die beiden Effekte in der gleichen Richtung, so daß insbesondere im Fall dieser letzteren Systeme Gegenmaßnahmen erforderlich sind.

Ein naheliegendes Mittel, der Vergrößerung des belichteten Bereiches entgegenzuwirken, bestünde darin, die pro Pixel belichtete Fläche kleiner zu machen. Dies kann z. B. dadurch geschehen, daß die Intensität der Lichtquelle verringert wird. Die Intensität des auf das fotoleidende Medium projizierten Lichtfleckes für ein Pixel nimmt von der Mitte her ab, häufig annähernd wie eine Gauss-Kurve. Eine Verringerung der Intensität ist deshalb an den Rändern des Lichtfleckes zuerst wahrnehmbar, weil ein größerer Teil der abfallenden Flanken unter die Empfindlichkeitsschwelle des fotoleitenden Mediums fällt.

Ein Nachteil dieser Gegenmaßnahme besteht jedoch darin, daß die Entladung in größeren belichteten Bereichen lokal nicht mehr vollständig ist. In Schwarzschreibern behindern die verbleibenden Ladungsreste die Entwicklung, so daß die optische Dichte eines Druckes in größeren Bereichen unakzeptabel klein wird. In Weißschreibern verursachen die Ladungsreste eine (leichte) Entwicklung mit Tonerpulver in Bereichen, die weiß bleiben sollten.

Eine zweite Maßnahme, der beschriebenen unerwünschten Vergrößerung des belichteten Bereiches entgegenzuwirken, besteht darin, den Zeitpunkt zu verschieben, an dem die Lichtquelle eingeschaltet wird, wenn diese bei ihrer Relativbewegung in bezug auf das fotoleitende Medium in ein zu belichtendes Gebiet eintritt bzw. aus diesem Gebiet austritt. Im Fall eines Weißschreibers wird ein Verfahren dieser Art in dem US-Patent 4 387 983 beschrieben. Auf diese Weise kann der Rand eines belichteten und deshalb entladenen Bereiches auf dem fotoleitenden Medium so verschoben werden, daß die Grenze des entwickelten Bereiches exakt an der gewünschten Stelle liegt. Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß sie einen Eingriff in die Zeitsteuerung der Lichtquelle erfordert. Da hier hochfrequente Signale beteiligt sind, müssen für die Implementierung spezialisierte und teure Komponenten eingesetzt werden. Außerdem sind insbesondere im Fall von LED-Zeilen die zu den im Handel erhältlichen Produkten gehörenden Steuerschaltungen oft nicht dazu geeignet, kleine Änderungen der Zeitsteuerung vorzunehmen, die nur für Teile der Zeile gelten. LED-Zeilen, bei denen dies möglich ist, sind sehr teuer.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung für die oben genannten Probleme anzugeben und dabei eine feste Zeitsteuerung für die Lichtquelle beizubehalten.

Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß für jedes Grundpixel der digitalen Bilddaten zwei Unterpixel erzeugt, nämlich ein erstes Unterpixel, dessen Wert stets demjenigen des zugehörigen Grundpixels entspricht, und ein zweites Unterpixel, dessen Wert:

  • – stets der gleiche ist wie derjenige des zugehörigen Grundpixels, wenn dieses Grundpixel einen Wert hat, der einer Nichtaktivierung der Lichtquelle entspricht, und
  • – andernfalls in Abhängigkeit von den Werten des zugehörigen Grundpixels und den Werten von Grundpixeln in einem vorbestimmten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum bestimmt wird,

    und daß Steuersignale erzeugt werden, zum selektiven Aktivieren der Lichtquelle in Übereinstimmung mit den Werten jedes der erzeugten Unterpixel, um die Eigenschaften der Druckereinheit zu kompensieren.

Erfindungsgemäß wird somit jedes Pixel in zwei Unterpixel aufgeteilt, die durch die Lichtquelle unabhängig voneinander belichtet werden. Das erste Unterpixel wird in Übereinstimmung mit den digitalen Bilddaten belichtet, die für das Pixel gelten, zu dem es gehört. Dasselbe gilt für das zweite Unterpixel, sofern nicht in der unmittelbaren Umgebung, d. h., in dem vorbestimmten Gebiet, ein Übergang zwischen einem zu belichtenden Bereich und einem nicht zu belichtenden Bereich stattfindet. Im letzteren Fall wird eine etwaige Belichtung des zweiten Unterpixels abgeschaltet, so daß dann nur das zugehörige erste Unterpiel belichtet wird. In Form von Bedingungen ausgedrückt bedeutet dies, daß das zweite Unterpixel belichtet wird, wenn die digitalen Bilddaten die Belichtung des Grundpixels spezifieren und die Werte von Grundpixeln in dem genannten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum angeben, das in diesem Gebiet kein Übergang zwischen einem zu belichtenden Bildbereich und einem nicht zu belichtenden Bildbereich stattfindet. Auf diese Weise wird die Lichtenergie an Rändern und kleinen Strukturen so verringert, daß keine Vergrößerung eines belichteten Bereiches eintritt.

Es ist zu bemerken, daß im Stand der Technik die lokale Feinabstimmung der Lichtenergie in einem Belichtungssystem durch Einführung von Unterpixeln zur Vermeidung des Treppeneffektes beschrieben ist. EP 0 526 738 A beschreibt ein Verfahren zum "Glätten" des stufenförmigen Verlaufs einer Kontur zwischen einem belichteten und einem unbelichteten Bildbereich, wenn diese Kontur unter einem kleinen Winkel zu den Richtungen des Grundrasters verläuft. Unterpixel, die zwischen den Grundrasterlinien liegen, werden dazu benutzt, die Belichtungsflecke präziser zu positionieren, um einen schrägen Verlauf zu bilden. Dieses bekannte Verfahren analysiert die Grundpixeldaten und ändert ein gegebenes Grundpixel in Unterpixel in Abhängigkeit von der Nähe einer Konturstufe. Dieses Verfahren löst nicht das Problem einer überschüssigen Tonerentwicklung längs einer gesamten Kontur, unabhängig von ihrem Winkel.

DE 41 06 458 A beschreibt ein anderes Verfahren zur Unterdrückung des Treppeneffektes, bei dem die Grundbilddaten lokal verändert werden, wenn eine Kontur zwischen einem belichteten und einem unbelichteten Bildbereich ein Pixel nicht vollständig enthält. Einem solchen Pixel wird ein Zwischenwert gegeben, der dann in eine Zwischenbelichtungszeit für die Lichtquelle konvertiert wird. Dieses Verfahren erfordert eine teure Steuerschaltung zur Abstimmung der Laser-Energie.

DE 37 29 936 A löst das Problem der überschüssigen Tonerentwicklung an einer Kontur zwischen einem belichteten und einem unbelichteten Bildbereich durch Einstellung der Laser-Energien für Pixel, die an der Kontur liegen. Dieses Verfahren erfordert ebenfalls eine teure Steuerschaltung zur Abstimmung der Laser-Energie.

EP 0 606 139 A beschreibt einen digitalen Kopierer/Drucker. Dieses Dokument befaßt sich nicht mit dem Problem der überschüssigen Tonerentwicklung an einer Kontur zwischen einem belichteten und einem unbelichteten Bildbereich.

Eine Vorrichtung zur Reproduktion eines Bildes, mit einem ersten Generator zum Generieren digitaler Bilddaten in der Form von Binärwerten von in einem Raster angeordneten Grundpixeln, einer elektrofotografischen Druckereinheit zur Reproduktion eines Bildes auf einem Bildträger auf der Grundlage von verarbeiteten digitalen Bilddaten, welche Druckereinheit ein elektrisch aufladbares fotoleitendes Medium, eine selektiv aktivierbare Lichtquelle zur bildmäßigen Entladung des Mediums und eine Entwicklereinheit zur Entwicklung entladener Bereiche dieses Mediums mit Tonerpulver aufweist, und einer Steuereinheit zur Ausgabe von Steuersignalen zum selektiven Aktivieren der Lichtquelle auf der Grundlage der digitalen Bilddaten, welche Steuersignale so angepaßt sind, daß Eigenschaften der Druckereinheit kompensiert werden, ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine Verarbeitungseinheit, die mit dem ersten Generator verbunden ist, um digitale Bilddaten von diesem zu empfangen, und die mit der Steuereinheit verbunden ist, um verarbeitete digitale Bilddaten an sie auszugeben, welche Verarbeitungseinheit ein Analysemodul zum Analysieren der Werte von Grundpixeln in einem Analysegebiet von Grundpixeln und einen zweiten Generator aufweist, der dazu ausgebildet ist, für jedes Grundpixel ein erstes Unterpixel und ein zweites Unterpixel zu generieren und dem ersten Unterpixel einen Wert gleich dem Wert des zugehörigen Grundpixels zu geben und dem zweiten Unterpixel einen Wert zu geben, der:

  • – stets derselbe ist wie der des zugehörigen Grundpixels, wenn dieses Grundpixel einen Wert hat, der einer Nichtaktivierung der Lichtquelle entspricht, und
  • – andernfalls von einer Analyse der Werte der Grundpixel (a–r) in einem vorbestimmten Gebiet um das zugehörige Grundpixel (k) herum durch das Analysemodul (106) abhängig ist,

    und dadurch, daß die Steuereinheit an die Lichtquelle Steuersignale in Übereinstimmung mit jedem der Unterpixel in den verarbeiteten Bilddaten ausgibt, um Eigenschaften der Druckereinheit zu kompensieren.

Der erste Generator kann eine Empfangs- und Interpretationseinheit für codierte Bildinformation sein, die über ein Netzwerk oder ein "front end" zugeführt wird, oder auch ein elektrooptischer Scanner mit einer Halbtoneinrichtung.

In einer Druckvorrichtung, die mit einer Zeile von LEDs zur Belichtung des fotoleitenden Mediums versehen ist, bei der das Medium quer zur Längsrichtung der LED-Zeile transportiert wird, um ein zweidimensionales Ladungsbild zu erzeugen, wird die Aufteilung der Pixel erreicht durch Verdoppeln der Zeilenfrequenz, mit der die LED-Zeile aktiviert wird. Die Unterpixel liegen somit paarweise in der Transportrichtung des fotoleitenden Mediums, d. h., zwei neue Bildzeilen von Unterpixeln bilden eine Bildzeile von Grundpixeln. Die nachfolgende Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung bezieht sich auf eine Druckvorrichtung dieser Art.

Es gibt auch Druckvorrichtungen, bei denen die Belichtung von einem Laser ausgeführt wird, dessen Lichtstrahl mit Hilfe eines rotierenden Polygonspiegels in einer Richtung quer zur Transportrichtung des fotoleitenden Mediums über die Oberfläche des Mediums bewegt wird. In solchen Druckvorrichtungen ist es einfacher, die Unterpixel paarweise in der Richtung der Strahlbewegung anzuordnen, weil andernfalls die Rotationsgeschwindigkeit des Polygonspiegels verdoppelt werden müßte, was zu Schwierigkeiten bei der ingenieurmäßigen Umsetzung führt. Natürlich unterscheidet sich die technische Implementierung der Erfindung in der letzteren Druckvorrichtung in gewissem Ausmaß von derjenigen für eine Vorrichtung mit einer LED-Zeile, doch ist es für den fachkundigen Leser eine einfache Angelegenheit, die Lehre der Erfindung für diesen Zweck anzupassen.

In einer ersten Implementierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander für sämtliche Grundpixel die gleiche, d. h., z. B. im Fall einer LED-Zeile, alle ersten Unterpixel liegen in einer neuen Bildzeile und alle zweiten Unterpixel in der nächsten neuen Bildzeile. In einer zweiten Implementierung wird die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander für jedes Grundpixel gesondert anhand der Werte der umgebenden Grundpixel bestimmt. Auf diese Weise ist es möglich, wenn die beiden Unterpixel verschiedene Werte haben, das belichtete Pixel mit irgendeinem Belichtungsmuster in den benachbarten (Grund-)Pixeln zu verknüpfen.

Ein wichtiger weiterer Aspekt der Erfindung besteht darin, daß die Lichtenergie, mit der die ersten Unterpixel belichtet werden, sich von derjenigen unterscheiden kann, mit der die zweiten Unterpixel belichtet werden. Praktische Untersuchungen haben gezeigt, daß das Verhältnis der Lichtenergien der ersten und zweiten Unterpixel einen beträchtlichen Einfluß auf die erreichte Druckqualität hat und daß die Einstellung dieses Verhältnisses als ein Instrument zur Optimierung der Druckqualität benutzt werden kann. Es können auch unterschiedliche Verhältnisse für digitale Bilddaten aus verschiedenen Quellen gewählt werden.

Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen zeigen:

1 ein Diagramm einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

2 eine Verarbeitungseinheit zur Herstellung von Drucken auf der Grundlage digitaler Bilddaten;

3A ein Raster von Eingangspixeln;

3B ein Raster von Reproduktionspixeln;

4 ein Fenster zur Analyse von Eingangspixelwerten;

5 ein Diagramm zur Illustration des Prinzips einer Verarbeitungseinheit für Pixelwerte.

1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Diese Vorrichtung 1 umfaßt eine Signalquelle 2, einen Pufferspeicher 3, eine Verarbeitungseinheit 4 und eine Druckereinheit 5.

Die Signalquelle liefert digitale Bilddaten, die binäre Pixelwerte enthalten, die ein in Übereinstimmung mit einem Raster von weißen oder schwarzen Pixeln zu druckendes Bild beschreiben, mit einer Auflösung, die in der hier beschriebenen Ausführungsform für die horizontale und die vertikale Richtung die gleiche ist. Die Signalquelle 2 ist z. B. eine Einheit zum Empfang von codierter, zu druckender Bildinformation von einer Workstation und zum Konvertieren dieser Bildinformation in ein binäres Rasterbild, wie sie in Druckern häufig benutzt wird. Die Signalquelle 2 kann auch durch einen elektrooptischen Scanner mit einer Halbtoneinrichtung gebildet werden, die die Scannersignale in binäre Pixelwerte konvertiert, in welchem Fall die Vorrichtung 1 ein digitales Kopiergerät bildet. Die Vorrichtung 1 kann auch sowohl einen Scanner als auch eine Empfangseinheit aufweisen, die beide über den Pufferspeicher 3 mit der Verarbeitungseinheit 4 verbunden sind.

Die Verarbeitungseinheit 4 empfängt digitale Bilddaten vom Speicher 3, verarbeitet sie in einer nachstehend zu beschreibenden Weise und gibt sie, ggf. über einen Puffer (nicht gezeigt), an die Druckereinheit 5 aus, die die verarbeiteten digitalen Bilddaten in einen physikalischen Druck 6 auf einem Papierbogen umwandelt.

Die Druckereinheit 5 ist ein "Schwarzschreiber" und ist im einzelnen in 2 gezeigt. Ein Zylinder 10 ist mit einer Schicht aus fotoleitendem Material beschichtet und ist von Verarbeitungsstationen 16, 17, 18, 19 und 20 umgeben. In einer Aufladestation 16 wird die fotoleitende Schicht mit einer gleichförmigen Oberflächenladung versehen. Die geladene fotoleitende Schicht wird dann in Übereinstimmung mit einem Rastermuster von Pixeln in den Bilddaten, wie sie von der Verarbeitungseinheit 4 geliefert werden, bildmäßig belichtet, wobei die Belichtung in der Belichtungsstation 17 stattfindet, die durch eine LED-Zeile mit einer zugehörigen Steuereinheit gebildet wird. In belichteten Bereichen fließt die Oberflächenladung teilweise ab. Die LED-Zeile belichtet stets einen linearen Bereich in Übereinstimmung mit einer Bildzeile des digitalen Bildes. Da sich der Zylinder mit der fotoleitenden Schicht fortgesetzt unter der LED-Zeile hindurchdreht und diese Zeile stets eine neue Bildzeile belichtet, bildet sich auf der fotoleitenden Schicht ein Muster aus geladenen Bereichen mit Oberflächenpotentialen von 800 V (unbelichtet) bzw. –300 V (belichtet). Die fotoleitende Schicht mit dem so gebildeten Ladungsmuster wird dann an einer Entwicklerstation 18 entlanggeführt, die aus einer Walze mit einem magnetischen Kern besteht und mit einer Schicht aus zweikomponentigem Entwickler bedeckt ist. Hier wird eine Spannung von –700 V angelegt, die im wesentlichen das Oberflächenpotential der unbelichteten Bereiche auf der fotoleitenden Schicht kompensiert, und die belichteten Bereiche werden mit negativ geladenem schwarzen Pulver entwickelt, das als Toner bezeichnet wird.

Das resultierende Tonerbild wird in einer Übertragungsstation 19, die durch eine Corona-Einheit gebildet wird, auf einen Papierbogen übertragen. Die fotoleitende Schicht hat dann etwaige Reste von nichtübertragenem Toner, der in einer Reinigungseinheit 20 entfernt wird, wonach sie für die nächste Operation in dem Prozeß bereit ist.

Der Papierbogen wird von einem Zufuhrtablar (nicht gezeigt) zugeführt und durch ein Walzenpaar 21 zu der Übertragungsstation 19 transportiert. Von hier wird das Papier mit dem Tonerbild zwischen zwei beheizten, gummierten Walzen 22 hindurchgeführt, wo der Toner auf der Papieroberfläche schmelzfixiert wird.

Dieser Prozeß ist in der Elektrofotografie allgemein bekannt und wird deshalb hier nicht näher erläutert.

Die Verarbeitung der digitalen Bilddaten in der Verarbeitungseinheit 4 wird nun unter Bezugnahme auf 3A, 3B und 4 erläutert werden.

Ein zu druckendes Bild wird üblicherweise durch ein Raster von Bildelementen oder Pixeln repräsentiert, deren Grauwerte durch digitale Zahlen gegeben sind. In vielen Systemen, und das gilt auch für das hier beschriebene System, können die Pixel einen von zwei verschiedenen Werten haben, nämlich weiß oder schwarz. Dies wird durch eine binäre Zahl, 1 oder 0 spezifiziert. Das Raster weist Zeilen (häufig als Bildzeilen bezeichnet) und Spalten auf, üblicherweise mit identischer Auflösung, so daß die Pixel quadratisch sind. Die Auflösung beträgt z. B. 400 Punkte pro Zoll (dpi).

Erfindungsgemäß wird jedes Eingangspixel in zwei neue Pixel umgewandelt, die im folgenden als "Pels" bezeichnet werden und die zusammen denselben Raum wie ein Eingangspixel einnehmen. Alle Eingangspixel werden auf die gleiche Weise in Pels aufgeteilt, d. h., entweder indem man in Zeilenrichtung durchschneidet, so daß eine Eingangspixelzeile in zwei parallele neue Bildzeilen umgewandelt wird, oder indem man in Spaltenrichtung durchschneidet, so daß die Auflösung der Pixel in der Zeilenrichtung verdoppelt wird. Die Auswahl hängt vom Abbildungssystem ab: die beiden neuen Pels liegen benachbart zueinander in der Abtastrichtung der Lichtquelle. In dem hier beschriebenen System mit einer LED-Zeile, in dem das fotoleitende Medium an einer Zeile von festen LEDs vorbei transportiert wird, liegen die Pels deshalb eins über dem anderen in der Transportrichtung, und das bedeutet, daß aus einer Eingangsbildzeile zwei neue Zeilen gebildet und nacheinander auf dem Medium belichtet werden.

Von den beiden Pels erhält eines stets denselben Wert, den auch das Eingangspixel hatte. Dieses Pel wird nachfolgend als das "Informationspel" bezeichnet. Das andere Pel, nachfolgend als das "Schwärzungspel" bezeichnet, erhält einen Wert, der auf die folgende Weise von den Werten der umgebenden Eingangspixel abhängig ist. Wenn das betreffende Pixel in einem zu entwickelnden Bereich aber nicht an einem Rand desselben liegt, oder in einem Bereich, der nicht zu entwickeln ist, so erhält das Schwärzungspel denselben Wert wie das Eingangspixel. Wenn das Eingangspixel in einem zu entwickelnden Bereich liegt, aber gerade auf oder in der Nähe eines Randes desselben, oder wenn es Teil einer dünnen zu entwickelnden Linie oder eines anderen kleinen Details ist, so erhält das Schwärzungspel den Wert, der dem des Eingangspixels entgegengesetzt ist, d. h., es erhält einen Wert, der "nicht zu belichten" entspricht.

Dadurch soll verhindert werden, daß Ränder und dünne Linien zu intensiv entwickelt werden, wobei dennoch eine gute Flächenschwärzung sichergestellt wird. Es sollte bemerkt werden, daß der Lichtfleck solche Abmessungen hat, daß die Lichtflecke auf den beiden Pels einander in einem beträchtlichen Ausmaß überlappen und auf dem entwickelten Bild einen Vereinigungseffekt haben, anders als der Effekt, der durch zwei getrennt unterscheidbare Punkte erzielt wird. Wenn beide Pels belichtet werden, ist die entwickelte Fläche etwas größer als die Fläche des Eingangspixels. Dies führt zu einer guten Schwärzung in Bereichen, in denen sich die entwickelten Pixel somit in gewissem Ausmaß überlappen, aber Ränder und dünne Linien werden durch diesen Effekt mit einer zu großen Breite reproduziert. Im letzteren Fall wird deshalb das Schwärzungspel nicht belichtet, so daß die Entwicklung allein durch das Informationspel bewirkt wird.

Zur Illustration des Vorstehenden zeigt 3A einen Teil eines digitalen Bildes, das in Pixel aufgeteilt ist. Pixel, die belichtet (und entwickelt) werden sollen, sind schraffiert gezeigt.

3B zeigt das Muster von Informationspels und Schwärzungspels, wie es erfindungsgemäß aus dem Pixelmuster nach 3A generiert wird. Die Pixel sind vertikal in Informationspels und Schwärzungspels aufgeteilt, und Schraffur gibt an, welche von ihnen belichtet werden.

Die Entscheidung, ob ein Schwärzungspel eines Pixels zu belichten ist, wird gemäß einer Ausführungsform der Erfindung mit Hilfe einer Fensteroperation getroffen. Ein Fenster, wie es in 4 gezeigt ist, wird über das Pixelraster des Bildes gelegt, und die Pixelwerte innerhalb des Fensters werden in Übereinstimmung mit einem vorbestimmten Algorithmus ausgewertet. Die Pixel innerhalb des Fensters sind mit einem Buchstaben bezeichnet. Das Pixel mit dem Buchstaben "k" wird als das Bewertungszentrum betrachtet, und die Bewertung der Pixelwerte innerhalb des Fensters bildet die Grundlage für die Entscheidung, ob das Schwärzungspel des Pixels "k" belichtet wird. Nach einer solchen Bewertung wird das Fenster für die Bewertung des nächsten Pixels um eine Rasterposition verschoben.

Der nachstehende Algorithmus hat sich in der Praxis als zufriedenstellend erwiesen (der Buchstabe "w" bedeutet im folgenden: nicht belichten, und der Buchstabe "z" bedeutet: belichten):

wenn k = w, dann belichte das Schwärzungspel nicht;

wenn k = z, dann belichte das Schwärzungspel, sofern nicht:

p = w oder

f = w und b = w oder

f = w und b = z und &Sgr;w[a, b, c, e, g, j, l] > 3 oder

l = w und g = w und q = w oder

l = w und &Sgr;z[g, q] = 1 und &Sgr;w[f, g, h, m, p, q, r] > 3 oder

j = w und e = w und o = w und i = w oder

j = w und &Sgr;z[e, o, i] = 1 und &Sgr;w[d, e, f, i, n, o, p]>3.

Hier bedeutet "&Sgr;w[a, b, c]": die Anzahl von Pixeln mit dem Wert w in der Menge a, b, c. Der Ausdruck "&Sgr;z" ist analog definiert.

5 ist ein Diagramm, das das Prinzip der wichtigen Teile der Verarbeitungseinheit 4, mit deren Hilfe in Übereinstimmung mit dem oben beschriebenen Algorithmus zwischen Belichtung oder Nichtbelichtung der Schwärzungspels entschieden werden kann, und der Druckereinheit 5 zeigt. Die Verarbeitungseinheit umfaßt vier in Reihe verbundene Schieberegister 101, 102, 103 und 104. Diese Schieberegister haben eine Länge (Anzahl von Zellen) gleich einer Bildzeile (Anzahl von Pixel). Der Eingang des Schieberegisters 101 ist mit dem Pufferspeicher 3 verbunden, so daß er von diesem eine Folge von Pixelwerten für ein zu drukkendes Bild empfängt.

Eine Anzahl von Zellen der Schieberegister ist mit der Analyseschaltung 106 verbunden, die ihrerseits mit dem Zeilenpuffer 107 verbunden ist, der wiederum eine Länge von einer Bildzeile hat. Eine der Zellen (105) des Schieberegisters 103 ist auch mit dem Zeilenpuffer 108 verbunden. Die Zeilenpuffer 107 und 108 sind beide über einen Multiplexer 109 mit einer Druckkopf-Steuereinheit 110 verbunden. Die letztere ist mit dem Druckkopf 111 verbunden. Die Druckkopf-Steuereinheit 110 und der Druckkopf 111 bilden zusammen die Belichtungsstation 17 der Druckereinheit 5 (2). Eine Steuereinheit 112 ist mit den Zeilenpuffern 107 und 108, dem Multiplexer 109 und der Druckkopf-Steuereinheit 110 verbunden, um diese Elemente zu steuern.

Im Betrieb werden die Eingangspixelwerte eines zu druckenden Bildes dem Eingang des Schieberegisters 101 zugeführt, und sie durchlaufen nacheinander die Schieberegister 101, 102, 103 und 104. Auf diese Weise laufen sämtliche Pixel des Bildes durch die Zelle 105. Zu einem gegebenen Zeitpunkt wird das Pixel in dieser Zelle als das zentrale Pixel in einem Analysefenster betrachtet, das durch die Pixel in den Zellen gebildet wird, die mit der Analyseschaltung 106 verbunden sind. Die letztere enthält Logikschaltungen zum Kombinieren der Pixelwerte in den angeschlossenen Zellen, um einen Wert zu erhalten, der dann dem Schwärzungspel zugewiesen wird, das zu dem Pixel in der Zelle 105 gehört. Die so bestimmten Werte der Schwärzungspels werden nacheinander dem Zeilenpuffer 107 zugeführt und bilden darin eine Bildzeile von Schwärzunspels.

Die Werte der Eingangspixel werden von der Zelle 105 dem Zeilenpuffer 108 zugeführt, wo sie eine Bildzeile von Informationspels bilden. Elemente (nicht gezeigt) stellen sicher, daß der Wert des Schwärzungspels und des Informationspels, die zu dem Pixelwert in der Zelle 105 gehören, jederzeit simultan den Zeilenpuffern 107 und 108 zugeführt werden.

Unmittelbar nachdem eine Bildzeile von Informationspels und Schwärzungspels in die Zeilenpuffer 107 und 108 geschrieben worden ist, liest die Druckkopf-Steuereinheit 109 sie auf einen Befehl von der Steuereinheit 112 über den Multiplexer 109 aus und läßt sie durch den Druckkopf drucken, so daß eine erste Zeile von Informationspels und dann eine Zeile von Schwärzungspels synchron mit der Bewegung des fotoleitenden Mediums auf diesem belichtet wird.

In einer ersten Ausführungsform werden die Zeilen von Informationspels und Schwärzungspels mit gleicher Energie belichtet, d. h., die LEDs des Druckkopfes werden so angesteuert, daß sie für beide Zeilen dieselbe Lichtenergie liefern. Die Menge der Lichtenergie kann gesteuert werden durch Verändern der Dauer der elektrischen Erregung der LEDs pro Bildzeile, diese Dauer wird als "Nutzimpulsbreite" bezeichnet.

In der Praxis hat es sich jedoch gezeigt, daß der Effekt häufig besser ist, wenn unterschiedliche Zeilenenergien oder Nutzimpulsbreiten für die beiden Zeilentypen verwendet werden. In einer zweiten Ausführungsform ist deshalb zu der Druckkopf-Steuereinheit 109 eine Steuerung für die Nutzimpulsbreite hinzugefügt. Dies ist in 5 gezeigt, wo der Wert der Nutzimpulsbreite sowohl für die Informationspels als auch für die Schwärzungspels als ein externes Steuersignal der Druckkopf-Steuereinheit 109 zugeführt wird. Die Einstellung der Nutzimpulsbreite kann durch Anpassung der Steuersignale verändert werden. Die Druckkopf-Steuereinheit wählt simultan mit jeder Zeile das zugehörige Steuersignal aus und paßt die Nutzimpulsbreite daran an. Der Wert der Nutzimpulsbreite gilt simultan für sämtliche LEDs, kann jedoch ggf. kombiniert werden mit einer gesonderten Nutzimpulsbreitensteuerung für jede LED, die zur Steuerung der Gleichförmigkeit der einzelnen LEDs dient.

Durch Einstellung der Nutzimpulsbreite ist es möglich, die Belichtung an die Eigenschaften des Bilderzeugungssystems anzupassen. In fetten Entivicklersystemen kann z. B. das Verhältnis der Nutzimpulsbreiten zwischen den Informationspels und den Schwärzungspels wie 1 : 2 gewählt werden. Außerdem könnten Toleranzen in den Bilderzeugungssystemen auf dieselbe Weise kompensiert werden. In diesen Fällen kann die Einstellung der Nutzimpulsbreiten z. B. von einem Wartungsingenieur vorgenommen werden, wobei die Kopiequalität ein (experimenteller) Parameter ist.

Ebenso können auch unterschiedliche Verhältnisse für digitale Bilddaten aus unterschiedlichen Quellen gewählt werden. Bilddaten, die von einem elektrooptischen Scanner generiert werden, haben üblicherweise Rauschpixel, d. h., Pixel, die infolge von Rauschen im Scanner oder aus anderen Gründen den falschen Wert haben. Diese Rauschpixel sind besonders in weißen Flächen störend. Die Verarbeitung der Bilddaten gemäß der Erfindung unterdrückt diese Pixel in unterschiedlichem Ausmaß, je nach eingestelltem Lichtenergieverhältnis. Dieses Verhältnis wird natürlich so optimiert werden, daß Rauschpixel soweit wie möglich unterdrückt werden, während andererseits kleine Details (die natürlich ebenfalls unterdrückt werden) noch in akzeptabler Weise reproduziert werden. Digitale Bilddaten, die von einer Empfangs- und Interpretationseinheit für Druckdaten, z. B. von einer Workstation, generiert werden, haben keinerlei Rauschpixel, sondern im Gegenteil viele feinere Details wie etwa Linien mit einer Dicke von einem Pixel, und folglich wird bei der Optimierung des Lichtenergieverhältnisses die Reproduktion kleiner Details betont werden. Es versteht sich, daß das Lichtenergieverhältnis dann verschieden ist von demjenigen, daß auf Bilddaten aus einem Scanner anzuwenden ist. Um eine solche angepaßte Auswah1 des Lichtenergieverhältnisses zu ermöglichen, ist die Druckkopf-Steuereinheit 109 an die allgemeine Gerätesteuerung angeschlossen, von der sie Daten bezüglich des Ursprungs der zu druckenden speziellen Bilddaten empfängt.

In einer anderen Ausführungsform ist es möglich, für jedes Eingangspixel den Ort des Informationspels und des Schwärzungspels zu wählen, wenn diese Pels verschiedene Werte haben. Auf diese Weise ist es möglich, eine Variation in der Schwärzung in der Umgebung des Pixels zuzulassen. Die für diesen Zweck benötigte Information kann aus einer Analyse der umgebenden Pixel gewonnen werden. Wenn es in diesen Fällen jedoch gewünscht ist, die oben erwähnte ungleichmäßige Verteilung der Nutzimpulsbreiten anzuwenden, so wird eine LED-Zeile benötigt, in der die Nutzimpulsbreiten je LED und je Pel separat gesteuert werden können, und solche LED-Zeilen sind sehr teuer. Es hat sich auch herausgestellt, daß dies nicht immer zu einer Verbesserung in der Bildqualität führt, so daß diese Ausführungsform in einigen Systemen keinen Vorteil gegenüber der Variante mit fester Zuordnung der Informations- und Schwärzungspel hat. Hier kann wieder eine Auswahl je nach Ursprung der zu druckenden Bilddaten getroffen werden.

Obgleich die Erfindung anhand der oben dargestellten Ausführungsformen beschrieben wurde, ist sie nicht hierauf beschränkt. Der fachkundige Leser kann andere Ausführungsformen im Rahmen der nachstehenden Ansprüche in Betracht ziehen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Reproduktion von Bildern auf der Grundlage von digitalen Bilddaten, die Binärwerte von in einem Raster angeordneten Grundpixeln enthalten,

    mit einer elektrofotografischen Druckereinheit (5), die ein elektrisch aufladbares fotoleitendes Medium (10), eine selektiv aktivierbare Lichtquelle (17) zur bildmäßigen Entladung dieses Mediums und eine Entwicklereinheit (18) zum Entwickeln des Mediums mit Tonerpulver aufweist,

    wobei Steuersignale zum Aktivieren der Lichtquelle (17) auf der Grundlage der digitalen Bilddaten erzeugt werden und diese Steuersignale so angepaßt sind, daß Eigenschaften der Druckereinheit (5) kompensiert werden,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    für jedes Grundpixel der digitalen Bilddaten genau zwei Unterpixel (3B) erzeugt werden, nämlich:

    ein erstes Unterpixel (INFORMATIONSPEL), dessen Wert stets demjenigen des zugehörigen Grundpixels entspricht, und

    ein zweites Unterpixel (SCHWÄRZUNGSPEL), dessen Wert:

    – stets der gleiche ist wie derjenige des zugehörigen Grundpixels, wenn dieses Grundpixel einen Wert hat, der einer Nichtaktivierung der Lichtquelle entspricht, und

    – andernfalls in Abhängigkeit von den Werten des zugehörigen Grundpixels (k) und den Werten von Grundpixeln (a–r) in einem vorbestimmten Gebiet um das zugehörige Grundpixel (k) herum bestimmt wird,

    und daß Steuersignale erzeugt werden, zum selektiven Aktivieren der Lichtquelle (17) in Übereinstimmung mit den Werten jedes der erzeugten Unterpixel, um die Eigenschaften der Druckereinheit (5) zu kompensieren.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der Lichtquelle erhält, wenn der Wert des zugehörigen Grundpixels die Aktivierung der Lichtquelle vorschreibt und die Werte der Grundpixel in dem genannten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum angeben, daß in diesem Gebiet kein Übergang zwischen einem zu belichtenden Bildbereich und einem nicht zu belichtenden Bildbereich stattfindet.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckereinheit (5) verwendet wird, in der belichtete Bereiche des fotoleitenden Mediums mit Tonerpulver entwickelt werden, und daß das zweite Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der Lichtquelle erhält, wenn der Wert des zugehörigen Grundpixels die Entwicklung mit Tonerpulver vorschreibt und die Werte der Grundpixel in dem genannten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum angeben, daß in diesem Gebiet kein Übergang zwischen einem zu entwickelnden Bildbereich und einem nicht zu entwickelnden Bildbereich stattfindet.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckereinheit verwendet wird, in der unbelichtete Bereiche des fotoleitenden Mediums mit Tonerpulver entwickelt werden und daß das zweite Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der Lichtquelle enthält, wenn der Wert des zugehörigen Grundpixels keine Entwicklung mit Tonerpulver spezifiziert und die Werte der Grundpixel in dem genannten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum angeben, daß in diesem Gebiet kein Übergang zwischen einem zu entwickelnden Bildbereich und einem nicht zu entwickelnden Bildbereich stattfindet.
  5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundpixel so in Unterpixel aufgeteilt werden, daß eine Bildzeile aus Grundpixeln in zwei aufeinanderfolgende Bildzeilen aus Unterpixeln verwandelt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundpixel so in Unterpixel aufgeteilt werden, daß eine Bildzeile aus Grundpixeln in eine durch die Unterpixel gebildete Bildzeile mit doppelter Auflösung umgewandelt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander für alle Grundpixel die gleiche ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander für jedes Grundpixel gesondert anhand der Werte der umgebenden Grundpixel bestimmt wird.
  9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle so aktiviert wird, daß sie als Reaktion auf Signale entsprechend einem ersten Unterpixel eine erste Lichtenergie liefert und als Reaktion auf Signale entsprechend einem zweiten Unterpixel eine zweite Lichtenergie liefert, wobei die ersten und zweiten Lichtenergien verschieden sind.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtenergie durch die Nutzimpulsbreite bestimmt ist, mit der die Lichtquelle aktiviert wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Schritt der Erzeugung der ersten und zweiten Unterpixel und der Bestimmung eines Wertes für das zweite Unterpixel den folgenden Algorithmus verwendet, der auf eine Fensteranordnung von Grundpixeln angewandt wird, die wie folgt definiert ist:
    wobei der Buchstabe "w" im folgenden bedeutet: keine Aktivierung der Lichtquelle, und der Buchstabe "z" bedeutet: Aktivierung der Lichtquelle; wobei der Algorithmus folgendes spezifiziert:

    wenn k = w, dann aktiviere die Lichtquelle für das zweite Unterpixel nicht;

    wenn k = z, dann aktiviere die Lichtquelle für das zweite Unterpixel, sofern nicht:

    p = w oder

    f = w und b = w oder

    f = w und b = z und &Sgr;w[a, b, c, e, g, j, l] > 3 oder

    l = w und g = w und q = w oder

    l = w und &Sgr;z[g, q] = 1 und &Sgr;w[f, g, h, m, p, q, r] > 3 oder

    j = w und e = w und o = w und i = w oder

    j = w und &Sgr;z[e, o, i] = 1 und &Sgr;w[d, e, f, i, n, o, p] > 3,

    wobei "&Sgr;w[a, b, c]": die Anzahl von Pixeln mit dem Wert w in der Menge a, b, c bedeutet und der Ausdruck "&Sgr;z[g, q]": die Anzahl von Pixeln mit dem Wert z in der Menge g, q bedeutet.
  12. Vorrichtung zur Reproduktion eines Bildes, mit

    einem ersten Generator (2) zum Generieren digitaler Bilddaten in der Form von Binärwerten von in einem Raster angeordneten Pixeln,

    einer elektrofotografischen Druckereinheit (5) zur Reproduktion eines Bildes auf einem Bildträger auf der Grundlage von verarbeiteten digitalen Bilddaten, welche Druckereinheit (5) ein elektrisch aufladbares fotoleitendes Medium (10), eine selektiv aktivierbare Lichtquelle (17) zur bildmäßigen Entladung des Mediums (10) und eine Entwicklereinheit (18) zur Entwicklung entladener Bereiche dieses Mediums mit Tonerpulver aufweist, und

    einer Steuereinheit (112) zur Ausgabe von Steuersignalen zum selektiven Aktivieren der Lichtquelle auf der Grundlage der digitalen Bilddaten, welche Steuersignale so angepaßt sind, daß Eigenschaften der Druckereinheit kompensiert werden,

    gekennzeichnet durch

    eine Verarbeitungseinheit (4), die mit dem ersten Generator (2) verbunden ist, um digitale Bilddaten von diesem zu empfangen, und die mit der Steuereinheit verbunden ist, um verarbeitete digitale Bilddaten an sie auszugeben, welche Verarbeitungseinheit

    ein Analysemodul (106) zum Analysieren der Werte von Grundpixeln in einem Analysegebiet von Grundpixeln und

    einen zweiten Generator (106, 107, 108) aufweist, der dazu ausgebildet ist, für jedes Grundpixel (k) ein erstes Unterpixel und ein zweites Unterpixel zu generieren und dem ersten Unterpixel einen Wert gleich dem Wert des zugehörigen Grundpixels zu geben und dem zweiten Unterpixel einen Wert zu geben, der:

    – stets derselbe ist wie der des zugehörigen Grundpixels, wenn dieses Grundpixel einen Wert hat, der einer Nichtaktivierung der Lichtquelle entspricht, und

    – andernfalls von einer Analyse der Werte der Grundpixel (a – r) in einem vorbestimmten Gebiet um das zugehörige Grundpixel (k) herum durch das Analysemodul (106) abhängig ist,

    und dadurch, daß die Steuereinheit (112) an die Lichtquelle (17, 110, 111) Steuersignale in Übereinstimmung mit jedem der Unterpixel in den verarbeiteten Bilddaten ausgibt, um Eigenschaften der Druckereinheit zu kompensieren.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Generator (106, 107, 108) dem zweiten Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der der Lichtquelle (17) zuweist, wenn die Analyse ergibt, daß der Wert des zugehörigen Grundpixels die Aktivierung der Lichtquelle (17) vorschreibt und daß in dem genannten Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum kein Übergang zwischen einem zu belichtenden Bildbereich und einem nicht zu belichtenden Bildbereich stattfindet.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drukkereinheit (5) von der Art ist, bei der belichtete Bereiche des fotoleitenden Mediums (12) mit Tonerpulver entwickelt werden, und daß der zweite Generator (106, 107, 108) dem zweiten Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der Lichtquelle (17) zuweist, wenn die Analyse ergibt, daß der Wert des zugehörigen Grundpixels eine Entwicklung mit Tonerpulver vorschreibt und daß das genannte Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum keinen Übergang zwischen einem zu entwickelnden Bildbereich und einem nicht zu entwickelnden Bildbereich enthält.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drukkereinheit (5) von der Art ist, in der unbelichtete Bereiche des fotoleitenden Mediums mit Tonerpulver entwickelt werden, und daß der zweite Generator (106, 107, 108) dem zweiten Unterpixel einen Wert entsprechend der Aktivierung der Lichtquelle (17) zuweist, wenn die Analyse ergibt, daß der Wert des zugehörigen Grundpixels die Entwicklung mit Tonerpulver vorschreibt und daß das genannte Gebiet um das zugehörige Grundpixel herum keinen Übergang zwischen einem zu entwickelnden Bildbereich und einem nicht zu entwickelnden Bildbereich enthält.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundpixel so in Unterpixel aufgeteilt sind, daß eine Bildzeile aus Grundpixeln in zwei aufeinanderfolgende Bildzeilen aus Unterpixeln verwandelt wird.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundpixel so in Unterpixel aufgeteilt sind, daß eine Bildzeile aus Grundpixeln in eine durch Unterpixel gebildete Bildzeile mit doppelter Auflösung umgewandelt wird.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander für alle Grundpixel die gleiche ist.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Position der ersten und zweiten Unterpixel relativ zueinander durch die Verarbeitungseinheit für jedes Grundpixel gesondert anhand der Werte der umgebenden Grundpixel bestimmt wird.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß, in Übereinstimmung mit einem ersten Unterpixel, die Steuereinheit (112) an die Lichtquelle (17, 110, 111) ein erstes Steuersignal ((1)) derart ausgibt, daß die Lichtquelle eine erste Lichtenergie liefert, und, in Übereinstimmung mit einem zweiten Unterpixel, die Steuereinheit ein zweites Steuersignal ((2)) derart ausgibt, daß die Lichtquelle eine zweite Lichtenergie liefert, wobei die ersten und zweiten Lichtenergien verschieden sind.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, mit einer Einrichtung (113) zur getrennten Einstellung der ersten und zweiten Lichtenergien.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtenergie durch eine Nutzimpulsbreite bestimmt ist, mit der die Lichtquelle (17, 110, 111) aktiviert wird.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der der erste Generator (2) eine Empfangs- und Interpretationseinheit für über ein Netzwerk zugeführte codierte Bildinformation aufweist.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der der erste Generator (2) einen elektrooptischen Scanner mit einer Halbtoneinrichtung aufweist.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 12, bei der der erste Generator (2) sowohl eine Empfangs- und Interpretationseinheit für über ein Netzwerk zugeführte codierte Bildinformation als auch einen elektrooptischen Scanner mit einer Halbtoneinrichtung aufweist, wobei die Steuereinheit in Übereinstimmung mit einem ersten Unterpixel ein erstes Steuersignal ((1)) an die Lichtquelle (17, 110, 111) ausgibt, derart, daß diese letztere eine vorgegebene erste Lichtenergie liefert, und, in Übereinstimmung mit einem zweiten Unterpixel, die Steuereinheit ein zweites Steuersignal ((2)) ausgibt, woraufhin die Lichtquelle (17, 110, 111) eine vorbestimme zweite Lichtenergie liefert, wobei die ersten und zweiten Lichtenergien verschieden sind, und wobei die vorbestimmten ersten und zweiten Lichtenergien für digitale Bilddaten, die aus der Empfangs- und Interpretationseinheit stammen, verschieden von denen aus dem elektrooptischen Scanner mit Halbtoneinrichtung sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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