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Dokumentenidentifikation DE69817184T2 17.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000996818
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM STARTEN EINER 4-TAKT EINSPRITZMASCHINE
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder NEIDENSTRÖM, Bo, S-151 47 Södertälje, SE;
WESTMAN, Björn, Columbus, US
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69817184
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.06.1998
EP-Aktenzeichen 989340088
WO-Anmeldetag 26.06.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/SE98/01252
WO-Veröffentlichungsnummer 0099002838
WO-Veröffentlichungsdatum 21.01.1999
EP-Offenlegungsdatum 03.05.2000
EP date of grant 13.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.06.2004
IPC-Hauptklasse F02D 41/40
IPC-Nebenklasse F02D 41/06   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und einen Viertakt-Verbrennungsmotor gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 bzw. 3 (vgl. mit DE-A-41 43 053 und SE-B-46 77 03).

Stand der Technik

Viertakt-Dieselmotoren mit mehreren Zylindern werden üblicherweise mit einer Kraftstoffeinspritrpumpe ausgerüstet, die über einen Satz Zahnräder mit der Kurbelwelle des Motors mechanisch verbunden ist, von der die Pumpe ihren Antrieb erfährt. Die Kraftstoffeinspritrpumpe pumpt Kraftstoff unter hohem Druck über mehrere Leitungen zu den Einspritröffnungen jedes Zylinders. Während der Motorherstellung werden der Motor und die Kraftstoffeinspritrpumpe so synchronisiert, daß eine Einspritzung im richtigen Zylinder zur rechten Zeit stattfinden kann und dadurch eine korrekte Kraftstoffeinspritrsequenz erzielt wird. Die Entwicklung von Kraftstoffeinspritrern hat dazu geführt, daß es heutzutage Bauarten gibt, die aus einem Einspritrer mit einer mehr oder weniger integrierten Pumpe bestehen. Es gibt Ausführungsformen, bei denen die Pumpe und der Einspritrer in einer einzigen Einheit vollintegriert sind, und es gibt andere Ausführungsformen, bei denen diese Einheiten nicht in einer einzigen Einheit vollintegriert sind, sondern statt dessen jeder Kraftstoffeinspritrer von einem separaten Pumpelement in der Umgebung der Einspritröffnung versorgt wird. Diese neuen Bauarten eines Kraftstoffeinspritrers machen es möglich, die Kraftstoffeinspritrung in jedem Zylinder erheblich genauer als früher einzustellen. Diesen neuen Bauarten eines Kraftstoffeinspritrers fehlt jedoch jegliche mechanische Kopplung zwischen der Kraftstoffeinspritrpumpe und der Kurbelwelle des Motors, wie sie herkömmlicherweise benutzt wurde. Dies bedeutet, daß die Synchronisierung der Kraftstoffeinspritrer und der Kurbelwelle, die die Stellung der Kolben in den Zylindern des Motors bestimmt, in unterschiedlicher Weise bestimmt werden muß. Diese moderneren Motoren enthalten gewöhnlich einen Sensor auf der Kurbelwelle und einen Sensor auf der Nockenwelle des Motors. Der Kurbelwellensensor wird benutzt, um die Stellung der Kolben zu bestimmen; diese Sensoren können aber nicht unzweideutig bestimmen, in welchem Takt ein Zylinder ist. Dies zu bestimmen erfordert auch einen Sensor auf der Nockenwelle, der unzweifelhaft bestimmt, in welchen Takten die betreffenden Zylinder des Motors sind. Ein Nachteil von Nockenwellensensoren ist, daß ihre Auflösungsgenauigkeit erheblich schlechter als diejenige des Kurbelwellensensors ist. Aus diesen Gründen sind Motoren mit diesen Kraftstoffeinspritrsystemen mit einer elektronischen Steuerung versehen, die das Nockenwellensignal zum Bestimmen der Arbeitstakte des Motors und den Kurbelwellensensor zum genaueren Bestimmen, wann die Einspritrung in jeden Zylinder stattfinden soll, benutzt.

Ein Problem in dieser Hinsicht ist, daß beim Anlassen des Motors die Steuerung nichts darüber weiß, in welchen Stellungen die Zylinder sind und in welchen Arbeitstakten sie sind. Dies macht es unmöglich, eine korrekte Einspritzsequenz zu bestimmen. Die Steuerung muß somit auf Signale von sowohl dem Kurbelwellensensor als auch dem Nockenwellensensor warten, bevor eine korrekte Einspritrsequenz endgültig eingerichtet werden kann. Dies bringt es mit sich, daß der Motor eine verhältnismäßig große Anzahl von Umdrehungen ausführen muß.

Eine Einstellung der Kraftstoffeinspritrung kann durch eine elektrische Steuerung eines Drosselventils in der Kraftstoffleitung vom betreffenden Einspritrer erreicht werden. Das Verfahren und die Anordnungen gemäß einer bekannten Technik für diese moderneren Motoren verwenden somit drehzahlanzeigende Signale von der Nockenwelle des Motors und Signale von der Kurbelwelle des Motors, um die Verengung oder Sperrung des Entlastungskreises zu steuern, so daß sie bei der vorgesehenen Phasenstellung und im Einklang mit einer Aktivierung einer Einspritrpumpe stattfindet.

Im Normalbetrieb versorgt folglich der Motor den Steuerkreis mit zwei drehzahlanzeigenden Signalen, von denen dasjenige von der Kurbelwelle ein zunehmendes Signal, eine Impulsfolge, aber mit einer zusätrlichen Phasenstellungsanzeige pro Umdrehung ist, während das Nockenwellensignal die Form einer Impulsfolge mit einer Phasenstellungsanzeige pro Umdrehung der Nockenwelle hat. Die Nockenwellendrehzahl entspricht jedoch der halben Kurbelwellendrehzahl, so daß ihre Anzeige der Phasenstellung genutzt werden kann, um die korrekte Phasenstellung für den Viertaktmotor zu bestimmen, d. h. wenn die zur Nockenwelle gehörende Anzeige der Phasenstellung festgestellt wird, zeigt sie, in welcher Phase der Viertaktmotor ist, und im Fall von zwei oder mehr Zylindern wird die Phasenstellung für jeden der Motorzylinder mit Hilfe dieser Anzeige dargestellt, solange die Phasenstellungsanzeige der Nockenwelle durch einen zum Steuerkreis gehörenden Detektor festgestellt wird.

Im Gegensatr dazu gibt das Signal der Kurbelwelle im Prinzip nur die Stellung des Kolbens im Zylinder an, ohne zum Beispiel anzeigen zu können, ob der Zylinder in einer Kompressions- oder einer Ausstoßphase ist.

In den Viertakt-Einspritzmotoren, für die die vorliegende Erfindung anwendbar ist, wird eine Einspritrung mit Hilfe einer Einspritrpumpe ausgeführt, die durch eine Nockenwelle angetrieben wird und mit einer Kraftstoffzufuhrleitung und einem Entlastungskreis (Rückführkreis) zum Entfernen von überschüssigem Kraftstoff verbunden ist. Wenn die Einspritzung aktiviert werden soll, wird auf die Einspritzpumpe durch ihren zugeordneten Nocken eingewirkt, während gleichzeitig der Strom durch den Entlastungskreis mit Hilfe eines (in diesem Kreis befindlichen) Drosselventils beschränkt wird, das vom Steuerkreis mit einem Signal in der verengenden Richtung versorgt wird, mit dem kombinierten Ergebnis, daß eine gewichtete Kraftstoffmenge in den Zylinderraum eingespritzt wird.

Wenn ein Motor, in dem das herkömmliche Verfahren verwendet wird, angelassen wird, tritt eine Aktivierung des Steuerkreises, um ein verengendes Signal abzugeben, nur auf, nachdem geeignete drehzahlanzeigende Signale von sowohl der Kurbelwelle des Motors als auch seiner Nockenwelle empfangen worden sind. Erst danach kann der Steuerkreis aktiviert werden, um im Einklang mit der Einspritrpumpe zu arbeiten, so daß eine Einspritrung in den betreffenden Zylinder in der korrekten Phasenstellung ausgeführt werden kann.

Das herkömmliche Verfahren bedeutet somit, daß die erste Einspritzung erst nach bis zu zwei Umdrehungen des Motors stattfinden kann, was aus Energie- und Zeitgesichtspunkten ungünstig ist und daher einen wesentlichen Nachteil bildet.

Aus DE-A1-42 30 616 kennt man schon eine Anordnung zum Registrieren der Phasenstellung für einen Viertaktmotor mit dem Ziel, ein schnelleres Anlassen des Motors zu erreichen. Bei dieser bekannten Anordnung wird dies jedoch erreicht, indem die Stellung der betreffenden Welle in einem zur Steuerung gehörenden Speicher gespeichert wird, so daß beim Anlassen des Motors das System von Anfang an die korrekte Phase für eine Einspritzung kennt. Diese bekannte Technik ist jedoch kompliziert und daher anfällig für Fehlfunktionen verschiedener Art. Sie ist auch mit erhöhten Kosten des Steuerkreises verbunden.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung sind, die mit dem Stand der Technik verbundenen Probleme zu eliminieren und ein Verfahren und eine Anordnung anzugeben, die die Anlaßzeit deutlich verkürzen.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Diese Aufgaben werden gemäß der Endung durch ein Verfahren und eine Anordnung der in der Einleitung erwähnten Art mit den in den Patentansprüchen 1 bzw. 5 angegebenen Merkmalen gelöst.

Die Tatsache, daß nur die Signale von der Kurbelwelle vom Steuerkreis zum Ausführen der Verengung oder Sperrung des Entlastungskreises verwendet werden und dies für jede Umdrehung der Kurbelwelle (und natürlich in der korrekten Stellung des Kolbens im betreffenden Zylinder) stattfindet, bedeutet, daß eine Verengung oder Sperrung des Entlastungskreises nicht nur im Einklang mit der aktivierten Einspritzpumpe, sondern auch eine ganze Umdrehung außer Phase mit ihrer Aktivierung stattfindet. Da auf die Einspritrpumpe nur durch ihren Nocken eingewirkt wird, um ihre Pumpfunktion in der korrekten Phasenstellung des Motors, d. h. in der korrekten Einspritrphase auszuführen, wird kein Kraftstoff in den Zylinder eingespritzt, wenn der Entlastungskreis im "falschen" Takt verengt oder gesperrt wird. Die Einspritzpumpe zusammen mit der Verengungs- oder Sperrfunktion kann insbesondere als eine logische UND-Einheit beschrieben werden, was bedeutet, daß beide Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine Aktivierung stattfindet, wobei die jeweiligen Bedingungen hier eine aktivierte Einspritrpumpe und ein verengter oder gesperrter Entlastungskreis sind.

Die Erfindung erreicht eine wesentlich reduzierte Anlaßzeit für einen Viertakt-Einspritrmotor, da die Steuerung vor einem Ingangsetren der Einspritrung und daher des Anlaßprozesses des Motors nicht auf das Nockenwellensignal warten muß. Da der Steuerkreis nur auf das Kurbelwellensignal warten muß, wird statt dessen die durchschnittliche Zeit bis zur ersten Einspritrung zum Anlassen des Motors im wesentlichen halbiert. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung dar und ist mit großen Vorteilen hinsichtlich des Energieverbrauchs zum Laufenlassen des Anlassermotors sowie einer merklichen Verringerung der Anlaßzeit und daher eines schnelleren Anlassens der betreffenden Motoren verbunden.

Die beigefügten Unteransprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung an. Ein Gesichtspunkt der Erfindung bezieht sich darin auf die Betriebszuverlässigkeit im Falle eines Ausfalls oder Fehlers des Nockenwellensignals, da man unter solchen Umständen den Motor laufen lassen kann, sogar wenn die Steuerung nur ein (korrektes) Signal von der Kurbelwelle des Motors empfängt. Dieser Gesichtspunkt wird weiter verbessert, falls die Steuerung dafür eingerichtet ist, die korrekte Phasenstellung des Motors zu überwachen, und auf dieser Grundlage der Steuerkreis entweder fortfährt, im Einklang mit der angenommenen Phasenstellung zu arbeiten, oder die Zeitsteuerung der Verengung oder Sperrung des Entlastungskreises um eine Umdrehung der Kurbelwelle ändert.

Liste der Zeichnungen

Die Erfindung wird nun auf der Grundlage einer Ausführungsform mit Verweis auf die Zeichnungen erläutert, in denen:

1 eine Anordnung gemäß der Erfindung in Verbindung mit einem Viertakt-Einspritrmotor schematisch zeigt,

2 ein Anzeigerad für eine Nockenwelle darstellt;

3 ein Detail eines Schwungrades mit Anzeigevorrichtungen darstellt;

4 Kurbelwellen- und Nockenwellensignale für ein Drosselventil veranschaulicht; und

5 ein Blockdiagramm einer Anordnung gemäß der Erfindung schematisch zeigt.

Beschreibung einer Ausführungsform

In 1 bezeichnet die Bezugsziffer 1 einen Zylinder für einen Viertakt-Einspritrmotor und die Bezugsziffer 2 einen im Zylinder beweglichen Kolben. Der Motor kann z. B. die Form eines für ein Schwerlastfahrzeug vorgesehenen Dieselmotors mit mehreren Zylindern haben. Eine Einspritzung in den Zylinder wird durch eine Steuereinheit 3 gesteuert, die Informationen von Detektoren 16 und 17 empfängt, die zu der Nockenwelle 9 bzw. der Kurbelwelle 15 gehörende Anzeigevorrichtungen feststellen. Eine am oberen Teil des Zylinders 1 angeordnete Einspritreinheit 4 enthält eine Einspritrpumpe 5, die selbst einen in einem Pumpgehäuse 10 beweglichen Pumpkolben 6 enthält. Auf den Pumpkolben 6 wird durch einen Kipphebel 7 eingewirkt, auf den selbst durch einen auf der Nockenwelle 9 des Motors angeordneten Nocken 9' über eine Schubstange 8 eingewirkt wird. Zum Pumpgehäuse 10 führt eine Kraftstoffzufuhrleitung 11 und von ihm geht eine Leitung ab, die zu einem Entlastungskreis 12 gehört, in dem ein steuerbares Drosselventil 13 eingebaut ist. Eine Aktivierung des Drosselventils 13, so dass es den Entlastungskreis 12 verengt oder sperrt, ermöglicht eine Einspritzung in den Zylinder 1 zur gleichen Zeit, wenn mit Hilfe des Nockens 9' auf den Pumpkolben 6 eingewirkt wird.

2 zeigt ausführlicher die Anzeigeanordnung, die zur Nockenwelle 9 gehört und über ihren Umfang verteilte Anzeigeelemente 18 umfaßt, mit einem Drehstellungen anzeigenden Element 18', das in der Praxis die Form eines Doppelanzeigeelements 18 hat. 3 zeigt ein Detail eines auf einer Kurbelwelle 15 angeordneten Schwungrades 14 mit Anzeigevorrichtungen 19, die in diesem Fall die Form mehrerer, in der Schalenfläche des Schwungrades in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilter Löcher haben. Die Bezugsziffer 19' bezeichnet eine Drehstellungsanzeige, die durch die lokale Weglassung einer Anzeigevorrichtung 19 an einem Punkt pro Umdrehung ziemlich einfach repräsentiert wird.

4 stellt mehrere, für die Erfindung relevante Signale als Funktion der Winkelstellung eines Viertakt-Einspritzmotors dar, wobei A ein Schwungradsignal ist, bei dem jeder Impuls oder, im Diagramm, jede Impulslinie 21 einen Zahn des Anlaßzahnkranzes angibt, d. h. eine von der in 3 dargestellten verschiedene Lösung. B zeichnet ein sogenanntes Auslösersignal vom Schwungrad, das durch einen separat vom oben erwähnten Zahnkranz angeordneten Zahn erzeugt wird, was bedeutet, daß die Linie 22 einen Impuls für jede Kurbelwellenumdrehung repräsentiert.

C ist ein Nockenradsignal, wobei 23 ein Passieren des Detektors eines Anzeigeelements repräsentiert und 24 ein Passieren des Detektors des Doppelanzeigeelements repräsentiert. D repräsentiert eine Aktivierung des Einspritzers für den betreffenden Zylinder, wobei die Punktspitzen 25 jeweils einen elektrischen Impuls repräsentieren, der von der Steuerung der Anordnung an das Drosselventil abgegeben wird, um letzteres zu aktiveren. E bezeichnet eine Aktivierung des Pumpkolbens und F die tatsächlich ausgeführte Einspritzung.

Wie oben erwähnt wurde, führt die Kurbelwelle in einem Viertaktmotor zwei Umdrehungen aus, um einen Zyklus des Motors auszuführen, was bedeutet, daß die Stellung der Kurbelwelle nur zum Beschreiben der Stellung des Kolbens im Zylinder, nicht aber zum präzisen Beschreiben, in welcher Phase (z. B. Kompression oder Ausstoß) der Motor ist, genutzt werden kann. Gemäß der Erfindung wird jedoch das auf die Kurbelwellendrehzahl bezogene Auslösersignal genutzt, um das Drosselventil zu aktivieren und daher die Bedingungen zu erzeugen, die für eine Einspritrung erforderlich sind, falls der Pumpkolben ebenfalls aktiviert ist.

Die Erfindung ist am einfachsten auf der Grundlage von 4 zu beschreiben, in der ganz links im Diagramm der Motor angelassen wird, indem der Anlassermotor gestartet wird. Das Auftreten des Auslösersignals 22 liefert eine unmittelbare Anzeige in der Steuereinheit bezüglich der Kolbenstellung in jedem der Zylinder, die einen Teil des betreffenden Viertaktmotors bilden. Wie oben gibt es jedoch keine präzise Anzeige der Phasenstellung, in der der Motor ist. Gemäß der Erfindung ist das Drosselventil, das nun am schnellsten aktiviert wird, nachdem das Auslösersignal 22 empfangen wurde, dasjenige, das zu dem Zylinder gehört, der nach Empfang des Auslösersignals am ehesten einen Kolben aufweist, dessen Stellung darin der Stellung entspricht, in der eine Einspritzung in den Zylinder stattfinden soll. In dieser Phase wird folglich ein elektrischer Impuls 25 an das geeignete Drosselventil abgegeben. Unter der Annahme, daß der Pumpkolben in dieser Phase durch seinen zugeordneten Nocken (E) ebenfalls aktiviert wird, wird eine Einspritzung in den betreffenden Zylinder tatsächlich ausgeführt (F). Falls statt dessen der Kolben in einer Ausstoßphase statt einer Kompressionsphase gewesen war, würde keine Einspritrung stattgefunden haben, sondern sie würde eine Kurbelwellendrehung von 360° später für diesen Zylinder stattgefunden haben, wie durch die gestrichelten Linien weiter rechts von E und F angegeben ist.

Wie vorher angegeben wurde, ist die Erfindung natürlich geeignet für Viertakt-Einspritrmotoren mit mehr als einem Zylinder ungeachtet dessen, ob die Anzahl von Zylindern ungerade oder gerade ist. Im Falle einer geraden Anzahl Zylinder, wobei zwei Zylinder immer in Gegenphase arbeiten, wird eine Aktivierung des Drosselventils in den beiden Zylindern gleichzeitig stattfinden, die am weitesten außer Phase, d. h. in Gegenphase sind. Wie man aus dem vorhergehenden erkennen kann, wird jedoch die tatsächliche Einspritrung nur in demjenigen dieser beiden Zylinder stattfinden, auf dessen Pumpkolben der zugeordnete Nocken gleichzeitig eingewirkt hat. Im Falle einer ungeraden Anzahl Zylinder arbeiten letztere nicht in Gegenphase, und die Aktivierung der verschiedenen Drosselventile wie auch die tatsächliche Einspritrung wird in einer Sequenz stattfinden. 4 veranschaulicht auch die Vorteile der Erfindung in Bezug auf die herkömmliche Technik, die damit verbunden ist, nicht nur auf das Auslösersignal 22 der Kurbelwelle, sondern auch auf das Nockenwellensignal 24 zu warten, bevor die Steuerung damit beginnen kann, das Drosselventil und daher die eigentliche Einspritzung zu aktivieren. Ein Beispiel, das erwähnt werden kann, ist, daß in einem Dieselmotor mit zwei Zylindern die erste eigentliche Einspritrung bei der ersten Impulsanzeige für F in einem Motor stattfinden wird, der eine Anordnung gemäß der Erfindung enthält, wohingegen bei der herkömmlichen Technik im gleichen Viertaktmotor mit zwei Zylindern die erste Einspritzung beim in gestrichelten Linien rechts von F angegebenen Impuls stattfinden wird, d. h. es gibt eine Verzögerung von einer ganzen Umdrehung, bevor die erste Einspritzung stattfindet. Entsprechende Unterschiede ergeben sich natürlich mit Motoren, die eine andere Anzahl Zylinder aufweisen.

Sobald das Nockenwellensignal festgestellt und die korrekte Phasenstellung bekannt ist, ist es vorteilhaft, daß der Motor möglichst schnell umschaltet, um ihn mit einer Drosselventilaktivierung im Einklang mit der Tätigkeit des Pumpkolbens laufen zu lassen.

5 zeigt ein logisches Blockdiagramm eines Verfahrens gemäß der Erfindung, wobei Block 30 ein Anlassen des Anlassermotors, 31 ein Überwachen, daß das Auslösersignal der Kurbelwelle empfangen ist, 32 das Aussenden eines elektrischen Impulses an das Drosselventil, 33 ein Überwachen, daß das Auslösersignal der Nockenwelle empfangen ist, 34 eine Anpassung an eine korrekte Phasenstellung, 35 ein Überwachen der Phasenstellung, 36 ein Überwachen der Betriebsparameter des Motors, 37 eine Änderung der Einstellung der Phasenstellung, 38 einen fortgesetzten Betrieb mit einer angenommenen Phasenstellung und 39 einen Notbetrieb auf der Grundlage des Nockenwellensignals bezeichnet. Ausführlicher beschrieben gilt der folgende Sachverhalt für einen Betrieb in Fällen, in denen das Auslösersignal der Nockenwelle fehlerhaft oder einfach komplett ausgefallen ist. In solchen Fällen kann der Betrieb wie oben fortgesetzt werden, d. h. mit einer Aktivierung einmal je Umdrehung der Kurbelwelle, da dies aber u. a. wegen eines unnötig großen elektrischen Energieverbrauchs unerwünscht ist, ist es wünschenswert, auf eine Betriebsform umschalten zu können, wodurch das Drosselventil im Einklang mit einer Aktivierung des Pumpkolbens aktiviert wird (dies gilt auch allgemein für ein Umschalten in einen Normalbetrieb wie oben). Dies wird gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung durch die Steuereinheit unter der Annahme erreicht, daß eine bestimmte Phasenstellung in den Zylindern vorliegt, die statt dessen zur Folge hat, daß das Drosselventil einmal bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle aktiviert wird. Danach werden die Betriebsparameter des Motors überwacht, und falls sie sich z. B. durch eine Drehzahlabnahme, Änderung in der Abgaszusammensetrung etc. ändern, kann dies als eine Anzeige genommen werden, daß die Annahme falsch war, woraufhin sie durch Verschieben der angenommenen Phasenstellung um 360° korrigiert wird. Falls das oben erwähnte Überwachen der Betriebsparameter des Motors keine Änderung feststellt, dauert der Betrieb mit der angenommenen Phasenstellung an.

Es kann auch erwähnt werden, daß die Steuerung gemäß der Erfindung wahlweise Einrichtungen enthalten kann, die einen Notbetrieb ermöglichen, selbst wenn das Kurbelwellensignal ausfällt oder fehlerhaft ist. In solchen Fällen wird ein Notbetrieb ganz auf der Grundlage des Nockenwellensignals ausgeführt.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Anlassen eines Viertakt-Einspritzmotors der Bauart mit einer Einspritzpumpe (5), bei dem ein mit der Einspritzpumpe verbundener Entlastungskreis (12) im normalen Betrieb verengt oder gesperrt wird, während im Einklang damit die Einspritzpumpe aktiviert wird, damit in Verbindung mit dieser und in Abstimmung mit von der Nockenwelle (9) und der Kurbelwelle (15) des Motors empfangenen geschwindigkeitsanzeigenden Signalen eine Einspritzung in den betreffenden Zylinder (1) bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlassen des Motors, ehe seine Phasenstellung vom Nockenwellensignal geprüft worden ist, nur die Signale von der Kurbelwelle verwendet werden, um eine Verengung oder Sperrung des Entlastungskreises (12) für den betreffenden Zylinder einmal je Umdrehung der Kurbelwelle (15) zu bewirken, und dass eine normale Steuerung, durch die der Entlastungskreis (12) einmal bei jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle im Einklang mit der Aktivierung der Einspritzpumpe (5) verengt oder gesperrt wird, frühestens aktiviert wird, nachdem die Phasenstellung des Motors durch das Nockenwellensignal geprüft worden ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer vorbestimmten Zeitspanne nach dem Anlassen das Nockenwellensignal überwacht wird, und dass im Falle eines Ausfalls oder Fehlers dieses Signals der Betrieb auf der Grundlage des Kurbelwellensignals fortgesetzt wird.
  3. Viertaktmotor (1,2) der Bauart mit einer Einspritzpumpe (5), bei dem ein mit der Einspritzpumpe über einen Steuerkreis (3) verbundener Entlastungskreis (12) so eingerichtet ist, dass er in normalem Betrieb im Einklang mit einer Aktivierung der Einspritzpumpe verengt oder gesperrt wird, damit in Verbindung mit letzterer eine Einspritzung in den betreffenden Zylinder (1) in Abstimmung mit von der Nockenwelle (9) und der Kurbelwelle (15) des Motors empfangenen geschwindigkeitsanzeigenden Signalen eine Einspritzung in den betreffenden Zylinder (1) bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlassen des Motors nur die Signale von der Kurbelwelle (15) dazu eingerichtet sind, vom Steuerkreis (3) verwendet zu werden, um den Entlastungskreis bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle zu verengen oder zu sperren, bis die Phasenstellung des Motors vom Nockenwellensignal geprüft worden ist, und dass eine normale Steuerung, durch die der Entlastungskreis in Einklang mit einer Aktivierung der Einspritzpumpe einmal während jeder zweiten Umdrehung der Kurbelwelle verengt oder gesperrt wird, dazu eingerichtet ist, frühestens aktiviert zu werden, nachdem die Phasenstellung des Motors vom Nockenwellensignal geprüft worden ist.
  4. Motor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (3) so eingerichtet ist, dass sie nach einer vorbestimmten Zeitspanne nach dem Anlassen das Nockenwellensignal überwacht und im Falle eines Ausfalls oder Fehlers dieses Signals einen fortdauernden Betrieb auf der Grundlage des Kurbelwellensignals bewirkt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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