Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum Berechnen der Summe eines ersten und zweiten optischen binären Wortes,
wobei jedes binäre Wort mehrere optische Bit-Schlitze hat.
Bei der optischen Signalverarbeitung werden zur Datenverarbeitung
optische Signalfolgen verwendet. Diese optischen Folgen bestehen aus einer Reihe
von optischen Pulsen, die in eine Folge von Bit-Schlitzen unterteilt ist. Jeder
Bit-Schlitz mit einer vorgegebenen Länge innerhalb der Pulsfolge repräsentiert ein
einzelnes Datenbit, wobei die Anwesenheit bzw. Abwesenheit eines optischen Pulses
in einem Bit-Schlitz die komplementären logischen Zustände darstellt. Das Vorhandensein
eines Pulses kann daher zum Beispiel eine binäre "1" darstellen, während die Abwesenheit
eines optischen Pulses eine binäre "0" darstellen kann, oder umgekehrt. In dieser
Anmeldung wird der Ausdruck "optisches binäres Wort" daher verwendet, um ein binäres
Wort zu bezeichnen, das auf diese Weise optisch dargestellt wird.
Als grundlegende Funktion muss bei einer optischen Signalverarbeitung
die binäre Summe zweier binärer optischer Worte gebildet werden können, wobei jedes
Wort aus mehreren Bit-Schlitzen besteht.
Serielle optische Zähler mit mehreren optischen Schaltern und zwei
Kreisschleifen sind bekannt (VP Heuring et al., "Bit-serial architecture for optical
computing", Applied Optics, Band 31, Nr. 17 vom 10. Juni 1992, pp. 3213–3224).
Als ein erster Aspekt der vorliegenden Erfindung wird gemäß dem unabhängigen
Anspruch 1 eine Addiervorrichtung zum Bestimmen der Summe eines ersten optischen
binären Worts und eines zweiten optischen binären Worts geschaffen.
Als ein zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung wird gemäß dem unabhängigen
Anspruch 11 ein Verfahren zum Addieren eines Paares optischer binärer Worte angegeben.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung werden in den angefügten abhängigen Ansprüchen
spezifiziert.
Es wurde eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bilden der Summe eines
ersten und eines zweiten optischen binären Wortes entwickelt. Dazu erzeugen ein
erstes und ein zweites logisches Element ein erstes bzw. ein zweites Ausgabewort,
das jeweils eine erste und eine zweite logische Verknüpfung der optischen binären
Worte darstellt. Diese optischen Ausgabeworte werden dann gegeneinander versetzt
und erneut verknüpft, um weitere Ausgangsworte zu bilden. Indem dieses Verfahren
wiederholt wird, bis jeder Bit-Schlitz eines ersten Ausgabewortes denselben logischen
Zustand hat, kann die Summe des ersten und zweiten binären Wortes berechnet werden.
Normalereise haben das erste und zweite optische logische Element
einen ersten und einen zweiten Eingang zum Empfangen der zu kombinierenden binären
Worte, obwohl ein einziger Eingang verwendet werden könnte, wobei die zu kombinierenden
Worte dann nacheinander angelegt werden müssten.
Vorzugsweise werden Mittel zum erneuten Anlegen der bereits erzeugten
ersten und zweiten Ausgabeworte an das erste und zweite logische Element bereitgestellt,
die eine Verbindung vom Ausgang des ersten logischen Elements mit dem zweiten Eingang
des ersten und des zweiten logischen Elements und eine Verbindung vom Ausgang des
zweiten logischen Elements mit dem ersten Eingang des ersten und des zweiten logischen
Elements umfasst. So ergibt sich ein rückgekoppeltes System, wobei das Verknüpfungswort,
das am Ausgang jedes logischen Elements erzeugt wird, erneut an jeweils einen Eingang
der beiden logischen Elemente angelegt wird.
Alternativ kann jedoch auch ein vorwärts geregeltes System verwendet
werden, bei dem die Mittel zum erneuten Anlegen der bereits erzeugten ersten und
zweiten Ausgabeworte an das erste und zweite logische Element N Paare mit ersten
und zweiten logischen optischen Gattern umfassen, wobei jedes Paar mit einem ersten
und einem zweiten optischen logischen Gatter ein erstes optisches logisches Gatter,
das ein erstes Verknüpfungswort erzeugt, das eine erste logische Verknüpfung der
angelegten binären Worte darstellt, ein zweites optisches logisches Gatter, das
ein zweites Verknüpfungswort erzeugt, das eine zweite logische Verknüpfung der angelegten
binären Worte darstellt, und ein Verschiebemittel zum Versetzen des ersten Verknüpfungsworts
um einen Bit-Schlitz gegenüber dem zweiten umfasst, um erste und zweite versetzte
Verknüpfungsworte zu erzeugen, wobei das Verschiebemittel mit dem nachfolgenden
Paar mit einem ersten und einem zweiten optischen logischen Gatter so gekoppelt
ist, dass die erzeugten ersten und zweiten versetzten Verknüpfungsworte an das erste
und zweite logische Gatter des nachfolgenden Paares mit einem ersten und zweiten
optischen logischen Gatter angelegt werden.
Beim Rückkopplungssystem umfasst das Verschiebemittel normalerweise
eine mit dem Ausgang eines ersten optischen logischen Gatters gekoppelte Leitung
zum Verzögern um L Bit-Schlitze und eine mit dem Ausgang eines zweiten optischen
logischen Gatters gekoppelte Leitung zum Verzögern entweder um L + 1 oder um L –
1 Bit-Schlitze. Zum Erzeugen einer Verzögerung um einen Bit-Schlitz kann jedes geeignete
Verfahren verwendet werden, wobei es bei hohen Übertragungsraten allerdings sehr
schwierig ist, Verzögerungen um einzelne Bit-Schlitze zu erreichen. Dementsprechend
ist es vorteilhaft, Verzögerungen um L und entweder L + 1 oder L – 1 Bit zu
verwenden, wodurch eine Versetzung um einen Bit-Schlitz zwischen den relevanten optischen
binären Worten erzeugt werden kann. Außerdem können die Ausgabeworte dann im Bit-Schlitz
L und L + 1 oder L – 1 wieder in die Eingänge der logischen Gatter eingespeist
werden, ohne dass sie sich mit den vorangegangenen Eingabeworten überlagern.
Ob um L + 1 oder L – 1 Bit-Schlitze verzögert wird, hängt vom
Format der optischen binären Worte ab. Wenn der erste Bit-Schlitz des optischen
binären Wortes das am wenigsten signifikante Bit der zu addierenden binären Zahlen
darstellt, wird die Verzögerung um L + 1 Bit-Schlitze verwendet. Wenn der erste
Bit-Schlitz jedoch andererseits das signifikanteste Bit darstellt, wird die Verzögerung
um L – 1 Bit-Schlitze verwendet.
Zur Vereinfachung der Darstellung werden, wenn es nicht anders gesagt
wird, in der folgenden Beschreibung Beispiele erläutert, bei denen der erste Bit-Schlitz
das am wenigsten signifikante Bit der zu addierenden binären Zahlen darstellt. Dementsprechend
wird um L + 1 Bit-Schlitze verzögert, obwohl klar ist, dass für andere Formate optischer
binärer Worte um L – 1 Bit-Schlitze verzögert werden würde.
Beim Rückkoppelsystem umfasst die Verbindung vom ersten logischen
Gatter zum zweiten Eingang des ersten und des zweiten logischen Gatters üblicherweise
die Verzögerungsleitung um L Bit-Schlitze, und die Verbindung vom Ausgang des zweiten
logischen Gatters an den ersten Eingang des ersten und des zweiten logischen Gatters
umfasst entweder die Verzögerungsleitung um L + 1 oder um L – 1 Bit-Schlitze,
wobei auch noch zusätzliche Verbindungen verwendet werden können.
Vorzugsweise umfasst die Rückkopplungsvorrichtung außerdem eine optische
Kopplungseinrichtung, wobei die optische Kopplungseinrichtung einen ersten Überlagerungseingang
hat, der mit der Verzögerungsleitung um L + 1 Bit-Schlitze gekoppelt ist, einen
zweiten Überlagerungseingang, der das erste und zweite optische binäre Wort empfängt,
und einen Überlagerungsausgang, der mit dem ersten Eingang des ersten und des zweiten
logischen Gatters gekoppelt ist.
Obwohl die optische Kopplungseinrichtung für die Berechnung der Summe
zweier optischer binärer Worte nicht benötigt wird, beeinträchtigt die Kopplungseinrichtung
den Betrieb des Schaltkreises nicht. Wie im folgenden beschrieben werden wird, ist
es außerdem manchmal wünschenswert, mehr als zwei optische Worte in den Schaltkreis
einzugeben. In diesem Fall soll die Kopplungseinrichtung verhindern, dass sich die
an den Schaltkreis angelegten optischen Worte mit den bereits im Schaltkreis vorhandenen
optischen Pulsen durch Überlagerung mischen.
Die optische Kopplungseinrichtung verknüpft die am ersten und zweiten
Eingang empfangenen Bit-Schlitze, so dass, wenn die Bit-Schlitze die gleichen logischen
Zustände haben, am Ausgang der Kopplungseinrichtung ein Bit-Schlitz mit dem ersten
logischen Zustand erzeugt wird, und, wenn die Bit-Schlitze unterschiedliche logische
Zustände haben, am Ausgang der Kopplungseinrichtung ein Bit-Schlitz mit dem zweiten
logischen Zustand erzeugt wird. Im Betrieb kann so das erste und zweite Wort nacheinander
an den zweiten Eingang der Kopplungseinrichtung angelegt werden, so dass das erste
und zweite Wort jeweils an den ersten bzw. den zweiten Eingang des ersten und des
zweiten optischen logischen Gatters angelegt wird.
Beim Vorwärtsregelungssystem umfasst das Verschiebemittel üblicherweise
eine Verzögerungsleitung um M Bit-Schlitze, die ein erstes logisches Gatter mit
den zweiten Gattereingängen eines nachfolgenden Paares mit einem ersten und einem
zweiten logischen Gatter koppelt, und eine Verzögerungsleitung um M + 1 Bit-Schlitze,
die ein zweites logisches Gatter mit den ersten Gattereingängen des nachfolgenden
Paares mit einem ersten und einem zweiten logischen Gatters koppelt, so dass die
Übertragung eines ersten Ausgangsworts vom ersten Gatter um einen Bit-Schlitz gegenüber
der Übertragung eines zweiten Ausgangsworts vom zweiten Gatter verzögert ist. Während
jedes geeignete Verfahren zum Erzeugen einer Verzögerung um einen Bit-Schlitz verwendet
werden kann, ist es bei hohen Übertragungsraten sehr schwierig, Verzögerungen um
einzelne Bit-Schlitze zu erzeugen. Dementsprechend ist es geschickter, um M und
M + 1 Bit, wobei M > 1, zu verzögern, so dass die betreffenden optischen binären
Worten um einen Bit-Schlitz gegeneinander versetzt sind.
Wie in Bezug auf das Vorwärtsregelungssystem beschrieben wurde, kann
wiederum eine Verzögerungsleitung für M – 1 Bit-Schlitze statt der Verzögerungsleitung
für M + 1 Bit-Schlitze verwendet werden, wenn bei den optischen binären Worten das
signifikanteste Bit im ersten Bit-Schlitz angeordnet ist.
Vorzugsweise umfasst das N-te Paar mit einem ersten und einem zweiten
logischen Gatter eine Rückkopplungsvorrichtung, wobei die Verzögerungsleitung um
M Bit-Schlitze des N-ten Paares mit einem ersten und einem zweiten optischen logischen
Gatter von der Verzögerungsleitung für L Bit-Schlitze gebildet wird, und die Verzögerungsleitung
für M + 1 Bit-Schlitze des N-ten Paares mit einem ersten und einem zweiten optischen
logischen Gatter von der Verzögerungsleitung für L + 1 Bit-Schlitze gebildet wird.
Diese Anordnung vereinigt die Vorteile der Rückkopplungsanordnung mit denen der
Vorwärtskopplungsanordnung der vorliegenden Erfindung.
Vorzugsweise umfasst jedes erste logische Gatter ein UND-Gatter, und
jedes zweite logische Gatter umfasst ein EXKLUSIV-ODER-Gatter. Es ist jedoch klar,
dass die Erfindung auch mit einer komplementären Logik ausgeführt werden könnte,
wobei dann entgegen gesetzte logische GATTER, wie EXKLUSIV-NICHT-ODER- und NICHT-UND-Gatter
verwendet würden, wobei die Ausdrücke "UND-Verknüpfung" und "EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung"
so gemeint sind, dass sie diese komplementäre Logik umfassen.
Üblicherweise umfasst jedes optisch UND-Gatter ein rein optisches
nicht-lineares Gatter, bei dem ein Bit-Schlitz mit dem zweiten logischen Zustand
am ersten Eingang für die Dauer eines einzelnen Bit-Schlitzes selektiv eine Verbindung
zwischen dem zweiten Eingang und dem Ausgang schaltet, über die ein einzelner Bit-Schlitz
vom zweiten Eingang zum Ausgang übertragen wird, wodurch der am Ausgang erzeugte
Bit-Schlitz, das logische UND der am ersten und zweiten Eingang empfangenen Bit-Schlitze
darstellt. So ergibt sich ein einfaches Mittel zum Verknüpfen optischer Worte, das
das logische UND der beiden Worte erzeugt.
Üblicherweise umfasst jedes optische EXKLUSIV-ODER-Gatter eine optische
Kopplungseinrichtung, wobei die optische Kopplungseinrichtung einen mit dem ersten
Eingang des EXKLUSIV-ODER-Gatters gekoppelten ersten Überlagerungseingang, einen
zweiten mit dem zweiten Eingang des EXKLUSIV-ODER-Gatters gekoppelten Überlagerungseingang
und einen Überlagerungsausgang umfasst, wobei am Überlagerungsausgang ein Bit-Schlitz
mit dem ersten logischen Zustand erzeugt wird, wenn die am ersten und zweiten Überlagerungseingang
empfangenen Bit-Schlitze den gleichen logischen Zustand haben, und wobei am Überlagerungsausgang
ein Bit-Schlitz mit dem zweiten logischen Zustand erzeugt wird, wenn die am ersten
und zweiten Eingang empfangenen Bit-Schlitze unterschiedliche logische Zustände
haben. Mit dieser Vorrichtung kann auf einfache Weise das logische EXKLUSIV-ODER
des ersten und zweiten binären Wortes erzeugt werden.
Üblicherweise umfasst das EXKLUSIV-ODER-Gatter außerdem eine Quelle,
die eine Folge von Bit-Schlitzen mit dem zweiten logischen Zustand erzeugt, und
ein rein optisches nicht-lineares Gatter umfasst, wobei das nicht-lineare Gatter
einen mit der Quelle gekoppelten Gattereingang, einen mit dem Ausgang des EXKLUSIV-ODER-Gatters
gekoppelten Gatterausgang und einen mit dem Ausgang der optischen Kopplungseinrichtung
gekoppelten Eingang zum Schalten des Gatters umfasst, wobei das Anlegen eines Bit-Schlitzes
mit dem zweiten logischen Zustand an den Gatterschalteingang selektiv für die Dauer
eines einzelnen Bit-Schlitzes eine Verbindung zwischen dem Gattereingang und dem
Gatterausgang schaltet, um einen einzelnen Bit-Schlitz vom Gattereingang zum Gatterausgang
zu übertragen. Dadurch wird sichergestellt, dass die optische Qualität des optischen
Wortes, das das logische EXKLUSIV-ODER des verknüpften Wortes darstellt, gut ist
und dass es zur Verwendung im übrigen Schaltkreis das richtige Format hat.
Üblicherweise wird der zweite logische Zustand von einem Bit-Schlitz
festgelegt, der einen einzigen optischen Puls enthält, obwohl dies von der spezifischen
Ausführung des Schaltkreises abhängt, und es ist daher offensichtlich, dass ein
Bit-Schlitz, der einen einzigen optischen Puls enthält, auch den ersten logischen
Zustand festlegen kann.
Üblicherweise stellt das erste Verknüpfungswort dann die binäre Summe
dar, wenn jeder Bit-Schlitz des zweiten binären Worts den ersten logischen Zustand
hat, obwohl dieses wiederum von der speziellen Ausführung des Schaltkreises abhängt.
Üblicherweise werden die Verfahren der Erfindung ständig wiederholt,
bis jeder Bit-Schlitz des zweiten Verknüpfungsworts den zweiten logischen Zustand
hat, obwohl dies von der Ausführung des Verfahrens abhängt.
Vorzugsweise wird der zweite logische Zustand von einem Bit-Schlitz
festgelegt, der einen einzigen optischen Puls enthält, obwohl ein Bit-Schlitz mit
einem einzigen optischen Puls auch den ersten logischen Zustand festlegen kann.
Beispiele der vorliegenden Erfindung werden nun in Bezug zu den beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
1a zeigt eine schematische Darstellung
einer Verzögerungsleitung.
1b zeigt eine schematische Darstellung
einer optischen Kopplungseinrichtung.
1c zeigt eine schematische Darstellung
eines rein optischen nicht-linearen Gatters.
1d zeigt eine schematische Darstellung
einer optischen Pulsquelle.
2 zeigt eine schematische Darstellung
eines Binäraddierers gemäß der vorliegenden Erfindung.
3 zeigt Zeitabläufe von Bit-Schlitzen,
die die optischen Pulse an verschiedenen Orten im Binäraddierer aus 2
darstellen.
4 zeigt schematisch die Anordnung der
logischen Gatter im Binäraddierer aus 2.
5 zeigt einen Binäraddierer, der zurückgesetzt
werden kann, der den mit einem Fenstergenerator gekoppelten Binäraddierer aus
2 enthält.
6 zeigt Zeitverläufe von Bit-Schlitzen,
die die optischen Pulse an verschiedenen Orten des Fenstergenerators aus
5 darstellen.
7 zeigt Zeitverläufe von Bit-Schlitzen,
die für eine alternative Pulsfolge die optischen Pulse an verschiedenen Orten des
Binäraddierers aus 2 darstellen.
8 zeigt eine schematische Darstellung
der Anordnung der logischen Gatter in einem Binäraddierer gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, und
9 zeigt eine schematische Darstellung
der Anordnung der logischen Gatter in einem Binäraddierer gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
Damit die Erfindung verständlich wird, werden bestimmte Symbole in
den Figuren verwendet, die sich auf die Beschreibung beziehen. Diese Symbole werden
in den 1a bis 1d
gezeigt, und ihre Bedeutung wird im folgenden erläutert.
1a zeigt eine Verzögerungsleitung
1, mit der die Übertragung einer an einem Ende der Verzögerungsleitung
1 anliegenden optischen Pulsfolge zum anderen Ende um ein vorgegebenes
Zeitintervall verzögert wird. Dieses Zeitintervall entspricht normalerweise einer
vorgegebenen Anzahl von Bit-Schlitzen. Die Verzögerung wird entweder durch die Länge
einer optischen Faser, eines ebenen Silizium-Wellenleiters oder eines Pfads im freien
Raum oder durch ähnliches erreicht, so dass der optische Puls eine vorgegebene Zeit
benötigt, um das Element zu durchlaufen.
Die Verzögerungsdauer der Verzögerungsstrecke hängt von der physikalischen
Länge des verwendeten Wellenleiters, des Pfads durch den freien Raum oder der optischen
Faser und auch vom Brechungsindex des speziellen Übertragungsmediums (der die Lichtgeschwindigkeit
im Medium beeinflusst) ab.
1b zeigt eine rein optische Kopplungseinrichtung
2 mit zwei Überlagerungseingängen 3, 4 und einem Überlagerungsausgang
5. Die Kopplungseinrichtung 2 verknüpft zwei an die beiden Überlagerungseingänge
3, 4 angelegte optische Pulsfolgen, wobei ein Vermischen der Pulse
durch die Überlagerung vermieden wird.
In der Praxis wird dies normalerweise dadurch erreicht, dass die Pulse
der zwei unterschiedlichen Pulsfolgen in den jeweiligen Bit-Schlitzen an unterschiedlichen
Positionen angeordnet werden, so dass die Pulse sich einerseits zeitlich nicht überlappen,
jedoch anderseits noch im selben Bit-Schlitz sind. Alternativ kann dies auch in
der optischen Kopplungseinrichtung durch orthogonal polarisierende Eingänge erreicht
werden, wobei die empfangenen optischen Pulsfolgen mindestens einige Komponenten
enthalten müssen, die die Polarisationselemente passieren.
Das Ergebnis dieses nicht-überlagernden Mischens der Pulse ist, dass
die gesamte von der optischen Kopplungseinrichtung in jedem einzelnen Bit-Schlitz
abgegebene optische Energie die Summe der gesamten empfangenen optischen Energie
ist.
Die optische Kopplungseinrichtung ist üblicherweise als Koppler von
optischen Fasern, von ebenen Silizium-Wellenleitern oder als fester Strahlteiler
ausgeführt.
1c zeigt ein rein optisches nicht-lineares
Gatter 6, dass eine Ausführung eines nicht-linearen optischen Schaltelements,
wie etwa eines nicht-linearen faseroptischen Schleifenspiegels (NOLM), eines Faser-NOLMs
mit einem Versetzungshalbleiterverstärker oder eines integrierten ebenen NOLMs ist.
Es sind auch Mach-Zehnder-, Michelson- oder zeitliche (time division) Versionen
dieser Geräte möglich, wobei sie in dieser Beschreibung nicht genauer betrachtet
werden. Ein spezieller Typ eines optischen Schaltelements dieser Art ist ein asymmetrischer
optischer Terrahertz-Demultiplexer (TOADS), der in der Veröffentlichung "Asymmetrical
Optical Loop Mirror-Analysis of an all-optical switch" in Applied Optics, Band 23,
Nr. 29, 1994 beschrieben wird.
Das rein optische Gatter hat zwei Gattereingänge 7,
39, zwei Gatterausgänge 8, 9 und einen Gatterschalteingang
10. Jeder Gattereingang 7, 39 ist intern mit einem entsprechenden
Gatterausgang 8, 9 verbunden, wobei die Verbindungen vom Zustand
des Schalters abhängen. Wenn das Gatter in einem ausgeschalteten Zustand ist, dann
wird der Gattereingang 7 mit dem Gatterausgang 9 verbunden, und
der Gattereingang 39 wird mit dem Gatterausgang 8 verbunden. Wenn
das Gatter jedoch in einem eingeschalteten Zustand ist, wird der Gattereingang
7 mit dem Gatterausgang 8 verbunden, und der Gattereingang
39 wird mit dem Gatterausgang 9 verbunden.
Im Betrieb wird der Zustand des Schalters von den angelegten optischen
Pulsen am Gatterschalteingang 10 gesteuert. Dies wird mit einer optischen
Pulsfolge mit mehreren Bit-Schlitzen erreicht, wobei eine Folge mehrere optische
Pulse enthält. Diese optischen Pulse werden vom Gatter empfangen, das die gesamte
in einer vorgegebenen Zeitdauer empfangene optische Energie integriert. Von jetzt
an wird davon ausgegangen, dass diese Zeitdauer einem einzigen Bit-Schlitz entspricht,
obwohl unter bestimmten Bedingungen eine längere oder kürzere Zeitdauer vorteilhaft
ist.
Wenn daher zum Beispiel ein einzelner optischer Puls eine gesamte
Energie E hat, und ein Bit-Schlitz mit einem einzigen optischen Puls an den Gatterschalteingang
10 angelegt wurde, dann würde die gesamte Energie E erfasst werden. Wenn
jedoch zwei optische Pulse innerhalb eines einzigen Bit-Schlitzes vorliegen, dann
erfasst der Schalteingang die gesamte Energie 2 E, die den zwei optischen Pulsen
entspricht.
Das Gatter reagiert näherungsweise sinusförmig auf den gesamten während
der vorgegebenen Zeitdauer empfangenen Energiebetrag, so dass, wenn die gesamte
empfangene Energie ein ungerades ganzzahliges Vielfaches der in einem optischen
Puls enthaltenen Energie ist, der Schalter dann in den eingeschalteten Zustand schaltet,
wobei dann alle an einem der Gattereingänge 7, 39 empfangenen
Daten an den entsprechenden Gatterausgang übertragen werden. Das Gatter kehrt zu
Beginn des nächsten Bit-Schlitzes in den ausgeschalteten Zustand zurück. Wenn ein
gerades ganzzahliges Vielfaches empfangen wird, bleibt der Schalter im ausgeschalteten
Zustand.
Es gibt jedoch eine Grenze für die Anzahl der optischen Pulse, die
in einem Zeitintervall erfasst werden können. Um eine falsche Berechnungen der Anzahl
der empfangenen Pulse zu vermeiden, sollte der Schalter nicht mehr als jeweils zwei
optische Pulse in einem einzigen Bit-Schlitz empfangen. Der Schalter wird daher nur
dann einschalten, wenn in dem Bit-Schlitz ein einziger optischer Puls empfangen
wird. Solch ein am Gatterschalteingang 10 anliegender Bit-Schlitz mit einem
einzigen optischen Puls wird im folgenden als Schaltsignal bezeichnet.
Wenn in einem Bit-Schlitz am Gatterschalteingang 10 keiner
oder wenn zwei optische Pulse angelegt werden, wird die am Gattereingang
7 bereitgestellte optische Pulsfolge, durch das ganze optischen Gatter
zum zweiten Gatterausgang 9 hindurch gehen. Wenn ein einziger optischer
Puls am Gatterschalteingang 10 als Schaltsignal wirkt, wird ein einziger
Bit-Schlitz der am Gattereingang 7 anliegenden optischen Pulsfolge vom
zweiten Gatterausgang 9 zum ersten Gatterausgang 8 abgelenkt.
Alle weiteren Bit-Schlitze der eingegebenen optischen Folge werden danach weiter
vom zweiten Gatterausgang 9 ausgegeben, bis weitere Schaltsignale empfangen
werden.
In der Sprache der Logik arbeitet das Gatter 6, so dass der
Empfang eines Bit-Schlitzes mit einem optischen Puls dem Empfang eines ersten logischen
Signals mit einem ersten logischen Zustand entspricht, während der Empfang eines
Bit-Schlitzes mit keinem oder mit zwei optischen Pulsen dem Empfang eines zweiten
logischen Signals mit dem komplementären logischen Zustand entspricht.
Es ist klar, dass die Gatterausgänge 8, 9 mit dem
Schalteingang 10 eines zweiten Gatters 6 gekoppelt werden können,
um bei Bedarf eine Wellenlängenumsetzung bereitzustellen. In diesem Fall wird das
zweite Gatter 6 die vom entsprechenden Ausgang 8, 9 des
ersten Gatters empfangenen optischen Pulse als Schalteingänge verwenden, so dass
der Ausgang des zweiten Gatters 6 eine regenerierte Kopie des Ausgangs
des ersten Gatters 6 ist. Dieser Aufbau wird in der ebenfalls anhängigen
Anmeldung WO 98/44512 offenbart.
In 1d wird ein optischer Pulsgeber
11 gezeigt, der normalerweise mit einem Halbleiter-Laser realisiert wird,
der Pulse mit einer Wellenlänge von ungefähr 1,5 Mikrometer erzeugt. Die Pulswiederholungsrate
ist ungefähr 1 GHz, wobei der Laser nach einer linearen Chirp-Kompensation entlang
einer nicht-dispersiven optischen Faser Pulse mit 10 ps abgibt, obwohl Pulswiederholungsraten
von über 100 GHz vorstellbar sind. Mit solch einem Pulsgeber 11 kann im
allgemeinen eine von zwei verschiedenen optischen Pulsfolgen erzeugt werden. Bei
der ersten Anordnung, die im folgenden Pulsfolgengenerator genannt wird, wird eine
Folge optischer Pulse mit einem Puls in jedem Bit-Schlitz erzeugt. Bei der zweiten
Anordnung, die im folgenden Sync-Pulsgenerator genannt wird, wird eine Folge optischer
Pulse erzeugt, wobei in nur einem Bit-Schlitz ein optischer Puls ist.
Ein Beispiel eines Binäraddierers gemäß der vorliegenden Erfindung
wird in den 2 und 4
gezeigt, wobei 2 schematisch die Anordnung der Komponenten
des Binäraddierers zeigt und 4 schematisch die Anordnung
der logischen Gatter von 2 zeigt. Wie in der Zeichnung
dargestellt, umfasst der Addierer einen Eingang 12, in den eine optische
Pulsfolge aus zwei oder mehreren aufeinander folgenden optischen Worten in den Addiererschaltkreis
eingegeben wird, wobei jedes binäre Wort L Bit-Schlitze lang ist.
Der Eingang 12 wird mit dem ersten Überlagerungseingang
14 einer optischen Kopplungseinrichtung 13 gekoppelt, die einen
mit einem Gatterschalteingang 18 des optischen Gatters 17 gekoppelten
Überlagerungsausgang 16 hat. Das Gatter 17 wirkt als UND-Gatter,
um an seinem ersten Gatterausgang 20 das logische UND der am Gatterschalteingang
18 und am Gattereingang 19 empfangenen optischen Pulsfolgen zu
erzeugen. Unter diesen Umständen können die Gattereingänge als erster UND-Gattereingang
18 und zweiter UND-Gattereingang 19 angesehen werden, während
der erste Gatterausgang 20 ein UND-Gatterausgang 20 ist. Der zweite
Gatterausgang 21 wird in dieser Anordnung nicht verwendet.
Der UND-Gatterausgang 20 wird über eine optische Verzögerungsleitung
22 an den zweiten Überlagerungseingang 15 der Kopplungseinrichtung
13 gekoppelt. Optische Pulse, die entlang der Verzögerungsleitung
22 laufen, werden um L + 1 Bit-Schlitze verzögert.
Der Überlagerungsausgang 16 ist außerdem mit einem ersten
EXKLUSIV-ODER-Gattereingang 36 eines optischen EXKLUSIV-ODER-Gatters
35 gekoppelt. Das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 umfasst eine optische
Kopplungseinrichtung 23, ein optisches nicht-lineares Gatter
27 und einen Pulsfolgengenerator 33, der eine Folge optischer
Pulse erzeugt.
Der erste Überlagerungseingang 24 der Kopplungseinrichtung
23 wird über den ersten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang 36 mit dem
Überlagerungsausgang 16 verbunden. Der Überlagerungsausgang 26
wird mit dem Gatterschalteingang 28 des Gatter 27 gekoppelt, dessen
Gattereingang 29 mit dem Pulsfolgengenerator 33 gekoppelt ist,
um die Folge optischer Pulse zu empfangen.
Der zweite Gatterausgang 31 ist nicht verbunden, während
der erste Gatterausgang 30 über einen EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang
38 mit einer Verzögerungsleitung 32 verbunden ist, die durchlaufende
optische Pulse um L Bit-Schlitze verzögert.
Durch die Verzögerung um L Bit-Schlitze und durch eine Verzögerung
um L + 1 Bit-Schlitze können die vom EXKLUSIV-ODER-Gatter und vom UND-Gatter ausgegebenen
optischen Worte relativ zueinander um einen Bit-Schlitz versetzt werden. Es ist
vorteilhaft, statt mit alternativen Schaltkreisanordnungen, wie etwa einer Verzögerung
um einen einzelnen Bit-Schlitz, auf diese Weise einen Versatz um einen Bit-Schlitz
zu erzeugen, da bei hohen Übertragungsraten Verzögerungen um einen Bit-Schlitz nur
schwer realisiert werden können.
Die Verzögerungsleitung 32 wird über einen zweiten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
37 mit dem Überlagerungseingang 25 und auch mit dem zweiten UND-Gattereingang
19 des optischen UND-Gatters 17 verbunden.
Wie bereits erwähnt wurde, bildet das optische Gatter 27,
der Pulsfolgengenerator 33 und die optische Kopplungseinrichtung
23 zusammen, wie in 4 gezeigt, ein EXKLUSIV-ODER-Gatter,
das wie folgt arbeitet.
Die optische Kopplungseinrichtung 23 kombiniert alle an den
Überlagerungseingängen 24, 25 empfangenen optischen Pulse, so
dass, wenn an einem der Eingänge 24, 25 in einem der Bit-Schlitze
nur ein einziger optischer Puls empfangen wird, die Kopplungseinrichtung einen einzigen
optischen Puls ausgibt. Dieser optische Puls wirkt dann als Schaltsignal, so dass
das Gatter 27 in den eingeschalteten Zustand wechselt, wodurch ein einzelner
optischer Puls vom Gattereingang 29 zum ersten Gatterausgang
30 übertragen wird.
Wenn jedoch an beiden Eingängen 24, 25 der Kopplungseinrichtung
jeweils ein einzelner optischer Puls empfangen wird, dann gibt die optische Kopplungseinrichtung
23 zwei optische Pulse im selben Bit-Schlitz aus. Wie oben erwähnt, erkennt
der Gatterschalteingang 22 ein gesamtes Energieäquivalent von zwei optischen
Pulsen, das nicht als Schaltsignal wirkt. Dementsprechend bleibt das Gatter in einem
ausgeschalteten Zustand, und die Folge optischer Pulse vom Pulsfolgengenerator
33 wird dann an den zweiten Gatterausgang 31 übertragen. Das Gatter
bleibt auch im ausgeschalteten Zustand, wenn von der optischen Kopplungseinrichtung
23 im entsprechenden Bit-Schlitz keine optischen Pulse empfangen wurden.
Das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 erzeugt daher am EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang
38 das EXKLUSIV-ODER der an den EXKLUSIV-ODER-Gattereingängen
36, 37 empfangenen optischen Pulse. Ein optischer Puls wird vom
EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang 30 ausgegeben, wenn in einem Bit-Schlitz von
einem der beiden EXKLUSIV-ODER-Gattereingänge 36, 37 nur ein einzelner
optischer Puls empfangen wird. Wenn keiner oder beide einen optischen Puls empfangen,
wird kein optischer Puls ausgegeben.
Wenn die Verzögerungsleitung 32 hinzugefügt wird, um den
Ausgang des EXKLUSIV-ODER-Gatterausgangs 38 in den zweiten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
37 zurückzukoppeln, dann wird somit ein EXKLUSIV-ODER-Gatter gebildet,
das die EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung von zwei Worten mit L Bit-Schlitzen durchführt,
die nacheinander an den Eingang 36 des EXKLUSIV-ODER-Gatters angelegt werden.
Der Betrieb des Binäraddierers soll nun beschrieben werden.
Das erste Beispiel, das in Bezug auf Tabelle 1 und 3
beschrieben werden soll, ist eine einfache binäre Addition von zwei binären Worten
mit jeweils L Bit-Schlitzen, wobei L = 10 ist.
In diesem Fall seien die binären Zahlen, die addiert werden sollen,
"0001101011" und "1101000111", was das Ergebnis "1110110010" ergibt.
Tabelle 1
Das erste binäre Wort wird in den Bit-Schlitzen 1–10 vom Eingang
12 an den ersten Eingang 14 der optischen Kopplungseinrichtung
13 übertragen. Anfänglich gibt es in dem Schaltkreis keine anderen optischen
Pulse. Dann wird das erste Wort über die Kopplungseinrichtung 13 an das
UND-Gatter 17 übertragen, das, wie in 3 und
Tabelle 1 gezeigt, keine optischen Pulse am UND-Gatterausgang 20 ausgibt.
Das erste Wort wird auch an das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 übertragen,
das am EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang 38 eine Kopie des Wortes erzeugt. Diese
wird zur Verzögerungsleitung 32 übertragen, die es um L Bit-Schlitze (d.
h. 10 Bit-Schlitze) verzögert, so dass das Wort in den Bit-Schlitzen 11–20
an den zweiten UND-Gattereingang 19 und den zweiten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
37 übertragen wird.
Gleichzeitig wird in den Bit-Schlitzen 11–20 das zweite binäre
Wort an den ersten Überlagerungseingang 14 übertragen. Wiederum wird, wie
in Tabelle 1 und 3 gezeigt, ohne am zweiten Überlagerungseingang
15 anliegende optische Pulse das zweite binäre Wort einfach an den ersten
UND-Gattereingang 18 und den ersten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
36 übertragen.
Das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 erzeugt am Ausgang
38 ein optisches EXKLUSIV-ODER-Wort, das die logische EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung
des ersten und zweiten Wortes darstellt. Dieses optische EXKLUSIV-ODER-Wort wird
zur Verzögerungsleitung 32 übertragen, und wird, nachdem es um L Bit-Schlitze
(d. h. um 10 Bit-Schlitze) verzögert wurde, in den Bit-Schlitzen 21–30 an
den zweiten UND-Gattereingang 19 und den zweiten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
37 übertragen.
Das UND-Gatter 17 erzeugt am UND-Gatterausgang
20 ein optisches UND-Wort, das die logische UND-Verknüpfung des ersten
und zweiten Worts darstellt. Dieses logische UND-Wort wird an die Verzögerungsleitung
22 übertragen, und wird, nachdem es um L + 1 Bit-Schlitze (d. h. 11 Bit-Schlitze)
verzögert wurde, in den Bit-Schlitzen 22–31 an den zweiten Eingang der Kopplungseinrichtung
übertragen. Da vom Eingang 12 keine weiteren binären Worte übertragen werden,
wird das optische UND-Wort in den Bit-Schlitzen 22–31 an den ersten UND-Gattereingang
20 und den ersten Eingang 36 des EXKLUSIV-ODER-Gatters übertragen.
In den Bit-Schlitzen 21–30 empfängt das EXKLUSIV-ODER-Gatter
35 und auch das UND-Gatter 17 daher das während der Bit-Schlitze
11–20 erzeugte optische EXKLUSIV-ODER-Wort und mittels des um einen weiteren
Bit-Schlitz verzögerten optischen UND-Worts, das in den Bit-Schlitzen 10–19
erzeugte optische UND-Wort. Aus diesen optischen Worten werden weitere optische
UND- und EXKLUSIV-ODER-Worte erzeugt und von den UND- und EXKLUSIV-ODER-Gatterausgängen
38 bzw. 20 ausgegeben.
Diese weiteren optischen Worte werden von den jeweiligen Verzögerungsleitungen
32, 22 wiederum verzögert und an die ersten und zweiten UND- und
EXKLUSIV-ODER-Gattereingänge 18, 19, 36, 37
zurückgegeben.
Dieses Verfahren wird wiederholt, bis über eine gesamte Dauer von
L Bit-Schlitzen; d. h. in den Bit-Schlitzen 41–50, wie in 3
und in Tabelle 1 gezeigt, am Ausgang des UND-Gatters 17 keine optischen
Pulse auftreten. Dann stellt das optische Wort am EXKLUSIV-ODER-Ausgang des optischen
EXKLUSIV-ODER-Gatterausgangs 38 die binäre Summe des ersten und zweiten
Worts dar.
Ein zweites Beispiel eines Binäraddierers gemäß der vorliegenden Erfindung
zeigt Tabelle 2. Wiederum sind die zu addierenden binären Zahlen "0001101011" und
" 1101000111". Bei diesem Beispiel wird das signifikanteste Bit im ersten Bit-Schlitz
des optischen binären Worts wiedergegeben. Entsprechend wurde die Verzögerungsleitung
22 aus 1 durch eine Verzögerungsleitung um
L – 1 Bit ersetzt. Wiederum stellt der in den Bit-Schlitzen 41–50 erhaltene
Ausgang die binäre Summe " 1110110010" dar.
Tabelle 2 entspricht daher Tabelle 1, außer dass der optische UND-Wortausgang
vom UND-Gatterausgang 20 um eine Dauer von L – 1 Bit-Schlitzen (d.
h. um 9 Bit-Schlitze) im Gegensatz zu L + 1 Bit-Schlitzen verzögert wird, bevor
es an den zweiten Eingang der Kopplungseinrichtung übertragen wird.
Tabelle 2
Wie in 3 gezeigt, wird das optische Wort,
das die binäre Summe darstellt, solange vom EXKLUSIV-ODER-Gatter ausgegeben, bis
der Schaltkreis zurückgesetzt ist. Der Grund dafür ist, dass die optischen Pulse
vom Ausgang 38 des EXKLUSIV-ODER-Gatters, wieder zurück in den zweiten
Eingang 37 des EXKLUSIV-ODER-Gatters eingespeist werden. Wenn ansonsten
keine weiteren optischen Pulse im Schaltkreis sind, werden alle in den zweiten Eingang
37 des EXKLUSIV-ODER-Gatters zurückgekoppelten Pulse vom EXKLUSIV-ODER-Gatter
35 regeneriert und erneut ausgegeben. Der Schaltkreis wird daher durch
Zurücksetzen des EXKLUSIV-ODER-Gatters 35 zurückgesetzt.
Damit das EXKLUSIV-ODER-Gatter zurückgesetzt wird, dürfen trotz Empfang
eines Schaltsignals am Gatterschalteingang 28 keine optischen Pulse vom
Gattereingang 29 zum ersten Gatterausgang 30 übertragen werden.
Diese Bedingung muss für mindestens L Bit-Schlitze aufrecht erhalten werden, damit
jeder Bit-Schlitz eines optischen Wortes mit L Bit zurückgesetzt wird.
Dazu kann die vom Pulsfolgengeber 33 empfangene Folge optischer
Pulse durch eine Folge optischer Bit-Schlitze in einem Fenster mit einer Länge von
R optischen Bit-Schlitzen ersetzt werden, wobei jeder der R Bit-Schlitze keine optischen
Pulse enthält. Wenn an der Gatterschalteinheit 28 des Gatters
27 ein Schaltsignal empfangen wird, dann wird der entsprechende leere Bit-Schlitz
aus dem Fenster der Folge der R Bit-Schlitze am ersten Gatterausgang 30
zum Ausgang 38 des EXKLUSIV-ODER-Gatters übertragen. Zur Sicherheit werden
alle Bit-Schlitze des Wortes zurückgesetzt. R muss größer oder gleich L sein.
Dieses Fenster mit R Bit-Schlitzen ohne optische Pulse kann ein Fenstergenerator
liefern, wie er in der von uns veröffentlichten, ebenfalls anhängigen Anmeldung
mit der Nummer WO 9914649 beschrieben wird und der im folgenden in Bezug auf die
5 und 6 erläutert
wird.
5 zeigt einen zurücksetzbaren Binäraddierer,
bei dem der Binäraddierer aus 2 mit einem Fenstergenerator
gekoppelt wurde, der einen Pulspaargenerator 52 und ein Schaltgerät
53 umfasst.
Das Schaltgerät 53 hat einen Eingangsanschluss
54, an den ein Pulsfolgengeber 55 gekoppelt ist, zwei Ausgangsanschlüsse
56, 38 und einen Schalteingangsanschluss 57, der mit
dem Generatorausgang 76 des Pulspaargenerators 52 gekoppelt ist.
Das Schaltgerät selbst besteht aus einem rein optischen nicht-linearen
Gatter 58, dessen erster Gatterausgang 59 über eine Rückkopplungsschleife
mit dem zweiten Überlagerungseingang 65 einer optischen Kopplungseinrichtung
63 verbunden ist. Die Rückkopplungsschleife enthält eine Verzögerungsleitung
67, die zum Erzeugen des Fensters um einen einzigen Bit-Schlitz verzögert.
Ein über die Verzögerungsleitung 67übertragener optischer
Puls wird daher am zweiten Überlagerungseingang 65 der optischen Kopplungseinrichtung
63 in dem Bit-Schlitz ankommen, der unmittelbar auf den Bit-Schlitz folgt,
in dem er angekommen wäre, wenn er über eine nicht verzögernde Verbindung übertragen
worden wäre.
Der Gattereingang 61 ist mit dem Eingangsanschluss
54 des Schaltgeräts gekoppelt, um die vom Pulsfolgengenerator
5 erzeugten optischen Pulsfolgen zu empfangen, während der Gatterschalteingang
62 mit dem Überlagerungsausgang 66 der optischen Kopplungseinrichtung
63 gekoppelt ist. Der erste Überlagerungseingang 64 ist mit dem
Schalteingangsanschluss 57 des Schaltgeräts gekoppelt, um vom Pulspaargenerator
52 optische Pulse zu empfangen.
Der Pulspaargenerator 52 besteht aus einer rein optischen
Kopplungseinrichtung 70. Mit dem ersten Überlagerungseingang
71 der optischen Kopplungseinrichtung 70 ist ein Synchronpulsgenerator
74 verbunden. Die ebenfalls mit dem Synchronpulsgenerator 74 gekoppelte
Verzögerungsleitung 75 verzögert um R Bit-Schlitze. Der Überlagerungsausgang
73 der Kopplungseinrichtung 70 ist über den Ausgangsanschluss
76 des Pulspaargenerators 52 mit dem Schalteingangsanschluss
57 des Schaltgeräts 53 verbunden.
Der Betrieb des Fenstergenerators aus 5
soll nun unter Berücksichtigung von 6, in der die Zeitverläufe
der Bit-Schlitze an verschiedenen Orten im Fenstergeneratorschaltkreis dargestellt
sind, beschrieben werden. Jeder Zeitverlauf, der in eine Folge von Bit-Schlitzen
unterteilt ist, zeigt die optischen Pulse an den jeweiligen Stellen im Schaltkreis.
Eine Folge von Pulsen wird als durchgehender Puls dargestellt, obwohl er ebenso
als Folge diskreter Pulse dargestellt werden könnte.
Wie bereits beschrieben, wird das Schaltgerät 53 mit dem
Pulsfolgengenerator 55 gekoppelt, der die optische Pulsfolge an den Eingangsanschluss
54 des Schaltgeräts und somit an den Gattereingang 61 des Gatters
58 liefert.
Am Anfang, wenn keine optischen Pulse am Schalteingangsanschluss
57 des Schaltgeräts anliegen, werden auch keine optischen Pulse an den
Gatterschalteingang 62 des Gatters 58 abgegeben. Dementsprechend
wird die Folge der am Gattereingang 61 eintreffenden optischen Pulse durch
das rein optische Gatter 58 hindurch zum Gatterausgang 60 übertragen.
Somit werden am Gatterausgang 59 keine optischen Pulse abgegeben, und die
Folge von Pulsen wird vom zweiten Gatterausgang 60 ausgegeben.
Im Bit-Schlitz 5 aus 6 wird
vom Synchronpuls-Generator 74 ein einzelner optischer Puls ausgegeben und
zur optischen Kopplungseinrichtung 70 übertragen. Wie in 6
gezeigt, kommt der einzelne optische Puls am Punkt 77 an und wird in zwei
Kopien unterteilt, von denen die eine direkt zum ersten Überlagerungseingang
71 der rein optischen Kopplungseinrichtung 70 übertragen wird
und die andere über die Verzögerungsleitung 75 zum zweiten Überlagerungseingang
72 übertragen wird. Der Puls, der über die Verzögerungsleitung
75 läuft, wird relativ zum Puls, der direkt zur optischen Kopplungseinrichtung
70 übertragen wird, um R Bit-Schlitze (im vorliegenden Beispiel ist R =
10) verzögert. Somit empfängt die optische Kopplungseinrichtung 70 einen
optischen Puls am Überlagerungseingang 71 im Bit-Schlitz 5 und einen zweiten
optischen Puls am Überlagerungseingang 72 im Bit-Schlitz 15, wie
in 6 gezeigt wird.
Diese optischen Pulse werden dann zu einer einzigen optischen Pulsfolge
mit zwei R Bit-Schlitze auseinander liegenden optischen Pulsen kombiniert, die an
den Schalteingangsanschluss 57 des Schaltgeräts 53 übertragen
wird.
Wenn der erste Puls vom Pulspaargenerator 52 empfangen wird,
wird er in den Schalteingangsanschluss 57 des Schaltgeräts eingegeben und
damit, wie dargestellt, in den ersten Überlagerungseingang 64 der optischen
Kopplungseinrichtung 63. Dieser optische Puls wird dann als Schaltsignal
an den Gatterschalteingang 62 des Gatters 58 übertragen. Dadurch
wird im Bit-Schlitz 5 ein erster optischer Puls vom Gattereingang
61 zum Gatterausgang 59 geschaltet.
Dieser optische Puls wird über die Verzögerungsleitung 67
in den zweiten Überlagerungseingang 65 der optischen Kopplungseinrichtung
63 erneut eingespeist. Da die Verzögerungsleitung 67 in der Rückkopplungsschleife
um ein einzelnes Bit verzögert, trifft der zurück gekoppelte optische Puls im Bit-Schlitz
6 dann am Gatterschalteingang 62 ein, wenn der nächste vom Pulsfolgengenerator
55 ausgegebene optische Puls am Gattereingang 61 empfangen wird.
Dementsprechend wirkt der erste vom Gatterausgang 59 ausgegebene optische
Puls im Bit-Schlitz 6 als Schaltsignal, das den folgenden optischen Puls vom Gattereingang
61 zum Gatterausgang 59 schaltet. Dies wiederholt sich in den
Bit-Schlitzen 6 bis 14, wodurch eine Folge von 50 optischen Pulsen am Gatterausgang
59 ausgegeben wird.
Dies geht so weiter, bis der Pulspaargenerator 52 im Bit-Schlitz
15 den zweiten Puls ausgibt. Dieser Puls kommt im Bit-Schlitz
55 zusammen mit einem optischen Puls am ersten Überlagerungseingang
64 an, der über die Rückkopplungsschleife am zweiten Überlagerungseingang
65 der optischen Kopplungseinrichtung 63 empfangen worden ist.
Wenn beide Pulse gleichzeitig an der rein optischen Kopplungseinrichtung
63 ankommen, werden zwei optische Pulse im selben Bit-Schlitz ausgegeben.
Dementsprechend erfasst der Gatterschalteingang 62 eine gesamte Energie,
die zwei optischen Pulsen entspricht. Dies wirkt nicht als Schaltsignal, und daher
wird die Folge optischer Pulse vom Pulsfolgengenerator 55 nicht länger
zum Gatterausgang 59 geschaltet.
Wenn die optische Kopplungseinrichtung 63 mit dem Gatter
58 verknüpft wird, funktionieren sie zusammen als ein
EXKLUSIV-ODER-System, wobei das Gatter 58 nur dann in den eingeschalteten
Zustand wechselt, wenn nur an einem der Eingänge 64, 65 der optischen
Kopplungseinrichtung ein optischer Puls empfangen wird. Wenn keine Pulse oder wenn
an beiden Eingängen gleichzeitig im selben Bit-Schlitz Pulse empfangen werden, wirkt
das von der Kopplungseinrichtung ausgegebene Signal nicht als Schaltsignal, weswegen
das Gatter im ausgeschalteten Zustand bleibt.
Aufgrund der optischen Signalfolge vom Pulspaargenerator
52 mit zwei Pulsen, wobei die Pulse um eine vorgegebene Anzahl von R Bit-Schlitzen
getrennt sind, gibt der Fenstergenerator daher eine optische Signalfolge von K optischen
Pulsen am Gatterausgang 59 aus.
Ebenso wie die Verzögerungsleitung 75, die die Verzögerung
im Pulspaargenerator 52 bewirkt, bestimmt die Länge der Zeitverzögerung
der Verzögerungsleitung 75 außerdem auch die Zahl R der Bits. Im Beispiel
von 6 verursacht die Verzögerungsleitung
75 eine Verzögerung, die 10 Bit-Schlitzen entspricht, weswegen der Fenstergenerator
eine Folge von 50 optischen Pulsen am Ausgangsanschluss 56 ausgibt. Die
Anzahl der Bit-Schlitze, um die die Verzögerungsleitung 75 den optischen
Puls verzögert, könnte geändert werden, wodurch sich die Anzahl der vom Ausgangsanschluss
56 des Schaltgeräts 53 ausgegebenen optischen Pulse entsprechend
ändern würde.
Der zweite Gatterausgang 60 erzeugt eine optische Signalfolge,
die das logische Komplement der vom ersten Gatterausgang 59 erzeugten Signalfolge
ist. Der zweite Ausgangsanschluss 78 wird daher mit dem Gatterausgang
60 gekoppelt, um eine optische Signalfolge zu erzeugen, die ein Fenster
von R Bit-Schlitzen enthält, wobei die R Bit-Schlitze ohne optische Pulse sind und
wobei sich in allen Bit-Schlitzen, die außerhalb des Fensters von R Bit liegen,
ein optischer Puls befindet.
Zum Zurücksetzen des Binäraddierers wird der Ausgangsanschluss
78 des Fenstergenerators mit dem Gattereingang 29 des Gatters
27 des EXKLUSIV-ODER-Gatters 35' gekoppelt, das dem EXKLUSIV-ODER-Gatter
35 aus 2 jedoch ohne Pulsfolgengenerator
33 entspricht.
Der Fenstergenerator erzeugt dann eine Folge optischer Bit-Schlitze
mit optischen Pulsen, mit denen der Addierer normal arbeiten kann. Dann, wenn ein
Zurücksetzten des Addierers erforderlich ist, erzeugt der Fenstergenerator ein Fenster
von R Bit-Schlitzen ohne optische Pulse, woraufhin R optische Bit-Schlitze am Ausgang
des EXKLUSIV-ODER-Gatters 35' zurückgesetzt werden. Dementsprechend wird für R >
L der Addierer vollkommen zurückgesetzt, so dass der Schaltkreis keine optischen
Pulse mehr enthält.
Das dritte Beispiel für den Betrieb eines Binäraddierers aus
2 soll nun in Bezug auf Tabelle 3 und auf
7 beschrieben werden. Hierbei handelt es sich um den
Betrieb des Schaltkreises als einfacher Zählerschaltkreis.
Um als Zähler zu arbeiten, muss der Schaltkreis mit einer Folge binärer
Worte versorgt werden, wobei jedes Wort L Bit-Schlitze lang ist und nur einen einzelnen
optischen Puls enthält, der in diesem Beispiel im ersten Bit-Schlitz liegt. Der
Additionsschaltkreis wird als Resultat am Ausgang 38 des EXKLUSIV-ODER-Gatters
einen binären Wert ausgeben, der die Anzahl der in diesem Format erhaltenen Worte
angibt.
Im Beispiel aus 7 und Tabelle 3 wird
vom Eingang 23 eine Folge von vier Worten mit einer Länge von 6 Bit-Schlitzen
(d. h. L = 6) zum ersten Überlagerungseingang 14 übertragen, wobei jedes
Wort einen einzelnen optischen Puls im ersten Bit-Schlitz enthält.
Wenn das erste binäre Wort vom Eingang 12 zum ersten Eingang
14 der optischen Kopplungseinrichtung 14 in den Bit-Schlitzen
1–6 übertragen wird, gibt es im Schaltkreis keine anderen optischen Pulse.
Daher wird das erste Wort von der Kopplungseinrichtung 13 an das UND-Gatter
17 übertragen, das am Ausgang 20 des UND-Gatters einen Ausgang
ohne optische Pulse erzeugt, wie in 7 und Tabelle 3
gezeigt wird.
Tabelle 3
Das erste Wort wird also an das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 übertragen,
das am Ausgang 38 des EXKLUSIV-ODER-Gatters eine Kopie des Wortes erzeugt.
Diese wird zur Verzögerungsleitung 32 übertragen, die sie um L Bit-Schlitze
(d. h. 6 Bit-Schlitze) verzögert, so dass das Wort in den Bit-Schlitzen 7–12
an den zweiten Eingang 19 des UND-Gatters und an den zweiten Eingang
37 des EXKLUSIV-ODER-Gatters übertragen wird.
Gleichzeitig wird in den Bit-Schlitzen 7–12 das zweite binäre
Wort an den ersten Eingang 14 der Kopplungseinrichtung übertragen. Wiederum
wird, da keine optischen Pulse am zweiten Eingang 15 der Kopplungseinrichtung
anliegen, das zweite binäre Wort einfach an den ersten Eingang 18 des UND-Gatters
und an den ersten Eingang 36 des EXKLUSIV-ODER-Gatters übertragen, wie
es in Tabelle 3 und 7 gezeigt wird.
Das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 erzeugt ein optisches EXKLUSIV-ODER-Wort,
das die logische EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung des ersten und zweiten Worts am Ausgang
38 darstellt und das keine optischen Pulse enthält.
Gleichzeitig erzeugt das UND-Gatter 17 ein optisches UND-Wort,
das die logische UND-Verknüpfung des ersten und zweiten Worts am Ausgang
20 des UND-Gatters darstellt. Dieses wird an die Verzögerungsleitung
22 übertragen, und das optische UND-Wort wird, nachdem es um L + 1 Bit-Schlitze
(d. h. um 7 Bit-Schlitze) verzögert wurde, in den Bit-Schlitzen 14–19 an den
zweiten Eingang der Kopplungseinrichtung übertragen.
Das dritte binäre Wort wird in den Bit-Schlitzen 13–18 am ersten
Eingang 14 der Kopplungseinrichtung 13 empfangen und mit dem in
den Bit-Schlitzen 6–11 erzeugten optischen UND-Wort verknüpft, um ein optisches
Verknüpfungswort zu erzeugen. Dieses optische Verknüpfungswort wird, wie in Tabelle
3 gezeigt, in den Bit-Schlitzen 13–18 an den ersten Gattereingang
18 des UND-Gatters 17 und den ersten Gattereingang 36
des EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 übertragen.
An den zweiten Gattereingängen 19, 37 liegen währenddessen
wegen des in den Bit-Schlitzen 7–12 ohne optische Pulse erzeugten optischen
EXKLUSIV-ODER-Worts keine optischen Pulse an.
Dementsprechend erzeugt das EXKLUSIV-ODER-Gatter 35 ein optisches
EXKLUSIV-ODER-Wort, das, da am zweiten Eingang 37 des EXKLUSIV-ODER-Gatters
keine optischen Pulse anliegen, eine Kopie des optischen Verknüpfungsworts ist.
Dieses optische EXKLUSIV-ODER-Wort wird an die Verzögerungsleitung 32 übertragen,
und es wird nach einer Verzögerung um L Bit-Schlitze (d. h. um 6 Bit-Schlitze) in
den Bit-Schlitzen 19–24 an den zweiten Eingang 19 des UND-Gatters
und an den zweiten Eingang 37 des EXKLUSIV-ODER-Gatters übertragen.
Das UND-Gatter erzeugt ein optisches UND-Wort, das keine optischen
Pulse enthält. Daher liegen in den Bit-Schlitzen 19–24 keine optischen Pulse
am zweiten Eingang 15 der Kopplungseinrichtung an, wenn das vierte binäre
Wort am ersten Eingang 14 der Kopplungseinrichtung ankommt und wenn das
vierte binäre Wort an die ersten Gattereingänge 18, 36 übertragen
wird.
Während der Bit-Schlitze 19–24 empfängt das EXKLUSIV-ODER-Gatter
35 und das UND-Gatter 17 daher das in den Bit-Schlitzen 13 –18
erzeugte optische EXKLUSIV-ODER-Wort und auch das vierte binäre Wort. Aus diesen
werden weitere optische UND- und EXKLUSIV-ODER-Worte erzeugt und von den Ausgängen
38, 20 des UND- bzw. des EXKLUSIV-ODER-Gatters ausgegeben.
Diese weiteren Worte werden von den entsprechenden Verzögerungsleitungen
32, 22 wiederum verzögert und an die ersten und zweiten Eingänge
18, 19, 36, 37 des UND- und EXKLUSIV-ODER-Gatters
zurückgegeben.
Wenn keine weiteren binären Worte vom Eingang 12 übertragen
werden, wird das optische UND-Wort in den Bit-Schlitzen 26–31 an den ersten
Eingang 20 des UND-Gatters und an den ersten Eingang 36 des EXKLUSIV-ODER-Gatters
übertragen. Inzwischen wird das optische EXKLUSIV-ODER-Wort in den Bit-Schlitzen
25–30 an die zweiten Gattereingänge 19, 37 übertragen.
Diese Abfolge wird wiederholt, bis für eine gesamte Dauer von L Bit-Schlitzen
keine optischen Pulse mehr am Ausgang 20 des UND-Gatters 17 anliegen,
d. h. das optische UND-Wort enthält keine optischen Pulse mehr, wie es in den Bit-Schlitzen
31–36 aus 7 und Tabelle 3 gezeigt wird. Dann
ist das vom Ausgang 38 des EXKLUSIV-ODER-Gatters ausgegebene optische EXKLUSIV-ODER-Wort
ein binäres optisches Wort mit dem binären Wert "100", das den dezimalen Wert "4"
darstellt. Der Schaltkreis zählt daher die Anzahl der hereinkommenden binären Worte,
wenn die binären Worte das erforderliche Format haben.
Es sollte beachtet werden, dass im gegenwärtigen Beispiel der maximal
zählbare Wert "111111" (d. h. der dezimale Wert "63") ist. Diese Begrenzung ergibt
sich wegen der binären Worte mit nur 6 Bit-Schlitzen. Wenn die Anzahl der Bit-Schlitze
erhöht wird, wird daher der maximale Wert, der gezählt werden kann, größer. Mathematisch
ausgedrückt, ist der maximale dezimale Wert, bis zu dem der Schaltkreis zählen kann,
(2L – 1), wobei L die Anzahl der optischen Bit-Schlitze der binären
optischen Worte ist.
Ein viertes Beispiel für den Betrieb des Binäraddieres aus
2 wird in Tabelle 4 gezeigt. In diesem Fall arbeitet
der Schaltkreis wiederum als einfacher Zähler mit einem einzelnen optischen Puls,
der in diesem Fall im letzten Bit-Schlitz der eingegebenen optischen binären Worte
ist. Dementsprechend wird die Verzögerungsleitung 22 aus 2
durch eine Verzögerung um L – 1 Bit-Schlitze ersetzt.
Die Tabelle 4 entspricht Tabelle 3, abgesehen davon, dass die Ausgabe
der UND-Worte am Ausgang 20 des UND-Gatters um L – 1 Bit-Schlitze
(d. h. 5 Bit-Schlitze) verzögert wird, bevor sie an den zweiten Eingang der Kopplungseinrichtung
übertragen werden. Dementsprechend wird der Betrieb entsprechend Tabelle 4 nicht
im Detail beschrieben.
Wiederum kann das Zurücksetzten des Schaltkreises mit einem optischen
Bit-Schlitzfenster erreicht werden, wobei die optischen Bit-Schlitze wiederum keinen
optischen Puls enthalten, wie es in Bezug auf die 5
und 6 erläutert wurde.
Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird schematisch
in 8 gezeigt, die eine schematische
Darstellung der Anordnung der in dieser alternativen Auslegung verwendeten logischen
Gatter zeigt. Die Komponenten in 8 stimmen mit denen
in 4 überein, weswegen dieselben Referenzzahlen verwendet
wurden, die lediglich um 100 erhöht wurden.
Tabelle 4
Wie in 8 gezeigt, umfasst der Addierer
ein UND-Gatter 117 und ein EXKLUSIV-ODER-Gatter 135. Der UND-Gatterausgang
120 ist über eine Verzögerungsleitung 122, die um L + 1 Bit-Schlitze
verzögert, mit dem ersten UND-Gattereingang 118 und dem ersten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
136 verbunden. Der EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang 138 ist über eine
Verzögerungsleitung 122, die um L Bit-Schlitze verzögert, mit dem zweiten
UND-Gattereingang 119 und dem zweiten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
137 gekoppelt. Ein Eingang 112, der die zu addierenden Worte bereitstellt,
wird mit dem ersten UND-Gattereingang 118 und dem ersten EXKLUSIV-ODER-Gattereingang
136 gekoppelt.
Der Vergleich von 4 mit 8
zeigt, dass die Vorrichtung aus 8 der aus
4, jedoch ohne optische Kopplungseinrichtung entspricht.
Die Auswertung der optischen Pulse in 3 zeigt, dass
die optische Kopplungseinrichtung 13 in diesem Fall hauptsächlich deswegen
nicht wirklich zum Verknüpfen optischer Pulse benötigt wird, weil vom Eingang
14 der Kopplungseinrichtung keine optischen Pulse empfangen werden, nachdem
das zweite binäre Wort bereitgestellt wurde. Dementsprechend kann der Addierer ohne
die Kopplungseinrichtung 13 betrieben werden, solange sichergestellt ist,
dass nur zwei binäre Worte an den Überlagerungseingang 14 gelangen.
Dementsprechend zeigt 8 ein Beispiel
einer entsprechenden Vorrichtung, die als Addierer zum Addieren zweier binärer Worte
geeignet ist, wie in dem in Bezug auf Tabelle 1 und 3
beschriebenen Beispiel dargestellt wird.
Wenn die Verzögerungsleitung 122 durch eine Leitung ersetzt
wird, die um L – 1 Bit-Schlitze verzögert, kann die Vorrichtung aus
8 natürlich entsprechend dem in Tabelle 2 dargestellten
Beispiel als Binäraddierer verwendet werden.
9 zeigt eine schematische Darstellung
der Anordnung der logischen Gatter in einem Binäraddierer, der einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung entspricht.
Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Rückkopplung
zum wiederholten Erzeugen des optischen EXKLUSIV-ODER-Wortes und des optischen UND-Wortes
durch eine Reihe von Paaren 201, 202, 203,
204 mit jeweils einem optischen UND-Gatter und einem EXKLUSIV-ODER-Gatter
ersetzt.
Da jedes Paar 201, 202, 203,
204 identisch ist, soll daher nur eines aus 9
beschrieben werden. Das UND-/EXKLUSIV-ODER-Paar 201 umfasst ein UND-Gatter
217 und ein EXKLUSIV-ODER-Gatter 235. Der erste Gattereingang
218 des UND-Gatters 217 und der erste Gattereingang
236 des EXKLUSIV-ODER-Gatters 235 sind miteinander und mit einem
Eingabeanschluss 210 für das erste Wort verbunden, der das erste zu addierende
Wort empfängt. Die zweiten Gattereingänge 219, 237 des UND-Gatters
217 und des EXKLUSIV-ODER-Gatters 235 sind ebenfalls miteinander
und mit einem Eingangsanschluss 210 für das zweite Wort verbunden, der
das zweite zu addierende Wort empfängt.
Der UND-Gatterausgang 220 ist über eine Verzögerungsleitung
222, die um M + 1 Bit-Schlitze verzögert, mit einem Ausgangsanschluss
212 verbunden, während der EXKLUSIV-ODER-Gatterausgang 238 über
eine Verzögerungsleitung 232, die um M-Bit-Schlitze verzögert, mit einem
Ausgangsanschluss 212 verbunden ist.
In jedem UND-/EXKLUSIV-ODER-Paar wird aus den an den ersten und zweiten
Eingangsanschlüssen 210, 211 empfangenen ersten und zweiten binären
Worten sowohl am UND-Gatterausgang 220 ein optisches Wort, das das logische
UND darstellt, als auch am Ausgang 238 des EXKLUSIV-ODER-Gatters ein optisches Wort,
das das logische EXKLUSIV-ODER darstellt, erzeugt. Die Übertragung des optischen
UND-Worts und des optischen EXKLUSIV-ODER-Wortes an die entsprechenden ersten und
zweiten Ausgabeanschlüsse 212, 213 wird um M + 1 bzw. M Bit-Schlitze
verzögert, so dass das optische UND-Wort gegenüber dem optischen EXKLUSIV-ODER-Wort
um einen zusätzlichen Bit-Schlitz verzögert ist. Die Worte werden dann an die entsprechenden
ersten und zweiten Eingabeanschlüsse 210, 211 des nächsten UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaars
202 ausgegeben.
Die Vorrichtung arbeitet daher wie die Vorrichtung aus 8,
wobei der Rückkoppelvorgang durch eine Übertragung an ein nachfolgendes UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaar
ersetzt wurde. Wenn genügend UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaare aufeinander folgen, enthält
ein UND-Gatterausgang in der Reihe irgendwann keine optischen Pulse mehr, wobei
dann das vom entsprechenden EXKLUSIV-ODER-Gatter erzeugte optische EXKLUSIV-ODER-Wort
die binäre Summe des ersten und zweiten Worts darstellt. Die Anzahl der benötigten
UND/EXKLUSIV-ODER-Gatter kann jedoch nicht vorhergesagt werden, und diese Auslegung
benötigt daher genügend UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaare, um die richtige Lösung zu
erzeugen. Durch Überwachen des ausgegebenen optischen UND-Worts eines jeden UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaares,
kann bestimmt werden, welches UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaar ein optisches EXKLUSIV-ODER-Wort
erzeugt, das die binäre Summe des ersten und zweiten Worts darstellt.
Ohne Rückkoppelschleife geschieht das Zurücksetzen der Vorrichtung
automatisch, wobei keine optischen Pulse in dem Schaltkreis bleiben, sobald das
Ergebnis erzeugt wurde. Außerdem müssen die Verzögerungsleitungen die Ausgabeworte
nur so verzögern, dass das optische UND-Wort gegenüber dem EXKLUSIV-ODER-Wort um
einen Bit-Schlitz versetzt ist, wodurch die Verzögerungszeit insgesamt verringert
werden kann.
Wenn beispielsweise der Schaltkreis aus 2
verwendet wird, wird bei einer großen Anzahl L von Bit-Schlitzen die Übertragung
der Worte durch die Rückkopplung entsprechend um L Bit-Schlitze verzögert. Bei dem
Aufbau nach 9 jedoch wird die Übertragung nur um M
Bit-Schlitze verzögert, wobei M « L gehalten werden kann, wodurch sich die
Dauer der Verarbeitung verringert.
Es ist jedoch vorteilhaft, den Wert von M > 1 zu halten, da Verzögerungen
um ein Bit bei hohen Übertragungsraten schwierig zu realisieren sind. Daher kann
mit einer Verzögerung um M + 1 Bit-Schlitze und einer Verzögerung um M Bit-Schlitze
ein relativer Versatz um einen Bit-Schlitz leichter erreicht werden.
Wiederum könnte statt einer Verzögerung um M + 1 Bit-Schlitze eine
Verzögerung um M – 1 Bit-Schlitze verwendet werden, wenn binäre Worte mit
dem entsprechenden Format verwendet werden.
Ein alternative Möglichkeit besteht darin, eine Reihe der in der dritten
Ausführungsform der Erfindung beschriebenen optischen UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaare
mit dem Rückkopplungssystem der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zu koppeln. Damit würde das System mit dem Summieren zweier binärer Worte in der
Reihe der UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaare beginnen können, während eine vorangegangene
Berechnung vom Rückkopplungssystem entsprechend der ersten Ausführungsform beendet
würde. Außerdem kann so die Anzahl der UND/EXKLUSIV-ODER-Gatterpaare verringert
werden, wobei immer noch die binäre Summe des ersten und zweiten optischen Wort
bestimmt werden würde.
Anspruch[de]
Addierervorrichtung zum Bestimmen der Summe eines ersten optischen
Binärwortes und eines zweiten optischen Binärwortes, wobei jedes Binärwort mehrere
Bit-Schlitze aufweist und jeder Bit-Schlitz einen jeweiligen ersten oder zweiten
logischen Zustand wiedergibt, wobei die Vorrichtung wenigstens ein optisches logisches
Element eines ersten Typs (17) und wenigstens ein optisches logisches Element
eines zweiten Typs (35) aufweist, wobei jedes optische logische Element
umfasst:
eine Empfangseinrichtung zum Empfangen von Binärworten (18, 19,
36, 37) und
eine Einrichtung zum Erzeugen eines Ausgangswortes (17, 27,
26), das eine logische Verknüpfung der empfangenen Binärworte darstellt,
wobei das oder jedes optische logische Element von dem ersten Typ (17)
so ausgelegt ist, dass es eine Funktion ausführt, bei der die empfangenen Worte
UND-verknüpft werden, und das oder jedes optische logische Element von dem zweiten
Typ (35) so ausgelegt ist, dass es eine Funktion ausführt, bei der die
empfangenen Worte EXKLUSIV-ODER-verknüpft werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
die optischen logischen Elemente durch Kopplereinrichtungen miteinander verbunden
sind, so dass im Betrieb und bei jedem optischen logischen Element das Ausgangswort
von einem optischen logischen Element von dem einen Typ an ein optisches logisches
Element von demselben Typ und an ein optisches logisches Element von dem anderen
Typ weitergeleitet wird, wobei Verzögerungseinrichtungen (22,
32) zwischen den optischen logischen Elementen vorgesehen sind, so dass
die Ausgangsworte von den verschiedenen optischen logischen Elementen (17,
35) in Bezug zueinander um einen Bit-Schlitz verzögert werden,
wobei die Binärsumme durch das Ausgangswort dargestellt wird, das die EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung
wiedergibt, wenn jeder Bit-Schlitz des Ausgangswortes, der durch die UND-Verknüpfung
dargestellt wird, denselben logischen Zustand aufweist.
Addierervorrichtung nach Anspruch 1, bei der ein erstes Element (17)
von dem ersten Typ und ein zweites optisches logisches Element (36) von
dem zweiten Typ vorgesehen sind, wobei die Kopplereinrichtungen so ausgelegt sind,
dass die Ausgangsworte von dem ersten und zweiten optischen logischen Element (17,
35) im Betrieb jeweils sowohl von dem ersten als auch von dem zweiten optischen
logischen Element (17, 35) empfangen werden, wobei die Verzögerungseinrichtungen
(22, 32) so ausgelegt sind, dass die Ausgangswerte von dem ersten
und zweiten optischen logischen Element rekursiv verknüpft werden, wobei das Ausgangswort
eines der optischen logischen Elemente nach einer oder mehreren Rekursionen gleich
der Summe aus dem ersten und dem zweiten empfangenen Binärwort wird.
Addierervorrichtung nach Anspruch 2, bei der jedes Binärwort L Bit-Schlitze
aufweist und die Verzögerungseinrichtungen (22, 32) eine erste
Verzögerungsleitung (22) und eine zweite Verzögerungsleitung (32)
umfassen, wobei die erste und zweite Verzögerungsleitung (22,
32) so ausgelegt sind, dass die Ausgangsworte von dem ersten und dem zweiten
optischen logischen Element um L + 1 bzw. um L Bit-Schlitze verzögert werden.
Addierervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der jedes optische
logische Element einen ersten Eingang (18, 36) und einen zweiten
Eingang (19, 37) aufweist, wobei die Addierervorrichtung einen
Addierereingang aufweist, der mit den ersten Eingängen sowohl des ersten als auch
des zweiten optischen logischen Elements verbunden ist, so dass das erste und das
zweite Wort nacheinander an den Addierereingang (14) angelegt werden kann.
Addierervorrichtung nach Anspruch 4, bei der jedes Element (17,
35) einen Ausgang (20, 38) aufweist, der Ausgang (20)
des ersten Elements über die erste Verzögerungsleitung mit den ersten Eingängen
(18, 36) des ersten und des zweiten optischen logischen Elements
(17, 35) verbunden ist und der Ausgang des zweiten optischen logischen
Elements über die zweite Verzögerungsleitung (32) mit den zweiten Eingängen
(19, 37) des ersten und des zweiten optischen logischen Elements
(17, 35) verbunden ist.
Addierervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
jedes optische logische Element (35) ein nichtlineares optisches Gatter
(27) aufweist mit einem Schalteingang (28), einem Nichtschalteingang
(29) und einem Ausgang (30), wobei über den Schalteingang eine
optische Verbindung zwischen dem Ausgang und dem Nichtschalteingang des Gatters
gesteuert wird, wobei die optische Verbindung hergestellt wird, wenn ein optischer
Puls am Schalteingang (28) ankommt, und die optische Verbindung nicht hergestellt
wird, wenn zwei Pulse an dem Schalteingang (28) ankommen.
Addierervorrichtung nach Anspruch 6, bei der das oder jedes optische
logische Element (35) außerdem eine Quelle für optische Pulse sowie eine
optische Verknüpfungseinrichtung (26) umfasst, die optische Verknüpfungseinrichtung
so ausgelegt ist, dass die optische Intensität des ersten und zweiten Eingangs (36,
37) des zweiten optischen logischen Elements verknüpft wird, die optische
Verknüpfungseinrichtung einen Ausgang aufweist, der mit dem Schalteingang (28)
des nichtlinearen Gatters verbunden ist, die Quelle für optische Pulse mit dem Nichtschalteingang
verbunden ist, so dass ein Puls am Ausgang des nichtlinearen Gatters erzeugt wird,
wenn ein Puls entweder an dem ersten oder an dem zweiten Eingang (36,
37) des zweiten optischen logischen Element anliegt, wie es bei einem EXKLUSIV-ODER-Gatter
der Fall ist.
Addierervorrichtung nach Anspruch 7, bei der Rückstelleinrichtungen
(52, 53) vorgesehen sind, um die Quelle für optische Pulse zu
unterbrechen, so dass die Addierervorrichtung zurückgesetzt werden kann, sobald
das erste und das zweite Binärwort addiert worden sind.
Addierervorrichtung nach Anspruch 1, bei der mehrere optische logische
Elemente (217) von dem ersten Typ und mehrere optische logische Elemente
(235) von dem zweiten Typ vorgesehen sind, wobei das Ausgangswort von jedem
optischen logischen Element an ein weiteres optisches logisches Element von demselben
Typ und an ein weiteres optisches logisches Element von einem anderen Typ weitergeleitet
wird.
Addierervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
das oder jedes optische logische Element (17, 217) von dem ersten
Typ ein UND-Gatter ist und das oder jedes optische logische Element (35,
235) von dem zweiten Typ ein EXKLUSIV-ODER-Gatter ist.
Verfahren zum Addieren eines Paares von Binärworten mit mehreren Bit-Schlitzen
mit einem oder mehreren optischen logischen Elementen (17) von einem ersten
Typ und einem oder mehreren optischen logischen Elementen (35)
von einem zweiten Typ, wobei jeder Bit-Schlitz jeweils einen von einem ersten oder
einem zweiten Zustand wiedergibt, das oder jedes optische logische Element von dem
ersten Typ so ausgelegt ist, dass es daran anliegende Worte UND-verknüpft, das oder
jedes optische logische Element von dem zweiten Typ so ausgelegt ist, dass es daran
anliegende Worte EXKLUSIV-ODER-verknüpft, das die Schritte umfasst:
(i) Eingeben des Wortpaares in ein optisches logisches Element (17) von
dem ersten Typ, wobei ein erstes Ausgangswort erzeugt wird,
(ii) Eingeben des Wortpaares in ein optisches logisches Element (35) von
dem zweiten Typ, wobei ein zweites Ausgangswort erzeugt wird,
(iii) Empfangen der Ausgangsworte von den optischen logischen Elementen von dem
ersten und dem zweiten Typ und Verzögern eines der Ausgangsworte um einen Bit-Schlitz
in Bezug auf das andere Ausgangswort, wobei die beiden Ausgangsworte versetzt werden,
(iv) Anlegen der Ausgangsworte, die auf diese Art versetzt sind, an ein optisches
logisches Element von dem ersten Typ (17),
(v) Anlegen der Ausgangsworte, die auf diese Art versetzt sind, an ein optisches
logisches Element von dem zweiten Typ (35) und
(vi) Wiederholen der Schritte (iii) bis (v), bis die Summe aus erstem und zweiten
Binärwort durch das Ausgangswort dargestellt wird, das die EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung
wiedergibt, wenn jeder Bit-Schlitz des Ausgangswortes, das die UND-Verknüpfung wiedergibt,
denselben logischen Zustand aufweist.