| Dokumentenidentifikation |
DE10256862A1 24.06.2004 |
| Titel |
Schnellmontagemutter |
| Anmelder |
Hilti AG, Schaan, LI |
| Erfinder |
Unverzagt, Stefan, 86929 Penzing, DE; Herb, Armin, 86974 Apfeldorf, DE; Hoffmann, Armin, 86899 Landsberg, DE |
| Vertreter |
TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München |
| DE-Anmeldedatum |
05.12.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10256862 |
| Offenlegungstag |
24.06.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.06.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
F16B 37/08
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| Zusammenfassung |
Eine Schnellmontagemutter (1), die teilweise drehbewegungsfrei axial zu einem Gewindebolzen beweglich ist, umfasst ein, teilweise einen Gewindegang eingreifendes, federndes Halteelement (4) innerhalb des Muttergehäuses (2) mit einer durchgehenden koaxialen Öffnung (3). Das Halteelement (4) ist zweischenklig mit relativ zueinander federnden Halteabschnitten (5.1, 5.2) ausgeführt. Die Öffnung (3) im Muttergehäuse (2) ist als ein, sich radial verjüngender Innenkonus zur Aufnahme des Halteelements (4) ausgebildet. Die Halteabschnitte (5.1, 5.2) des Halteelements (4) weisen zumindest einen flächigen Wandabschnitt auf, der an der Wandung der Öffnung (3) anlegbar ist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Schnellmontagemutter, die zumindest teilweise
drehbewegungsfrei axial zu einem Gewindebolzen beweglich ist, mit einem, teilweise
in zumindest einen Gewindegang eingreifenden, federndem Halteelement innerhalb eines
Muttergehäuses mit einer durchgehenden koaxialen Öffnung. Das Halteelement ist zweischenklig
mit relativ zueinander federnden Halteabschnitten ausgeführt und die Öffnung im
Muttergehäuse ist als ein, sich radial verjüngender Innenkonus zur Aufnahme des
Halteelements ausgebildet.
Eine Mutter weist allgemein ein, in den äusseren Gewindegang eines
Bolzens formschlüssig eingreifendes, radial inneres Eingriffsmittel auf, das als
alleinigen Bewegungsfreiheitsgrad der auf dem Bolzen positionierten Mutter eine
Schraubbewegung längs des Gewindegangs zulässt. Über Haftreibung des Gewindeganges
mit dem Eingriffsmittel der axial verspannten Mutter wird diese fixiert.
Es sind sogenannte Schnellmontagemuttern bekannt, die einen, zwei
federnde Schenkel umfassenden Drahtbügel aufweisen. Nach der DE
197 37 262 A1 weist eine, in C-förmige Profile montierbare Fassadenbefestigungsvorrichtung
einen Drahtbügel mit zwei federnden Schenkeln auf, die kraftschlüssig in langgestreckte
hinterschnittene Öffnungen eines axialen Tragelements einschnappt und formschlüssig
in diese eingreift. Eine derartige, kraftschlüssig einschnappende Befestigung ist
für Gewindegänge mit schrägen Flanken ungeeignet.
Nach der EP 0 084 280 A1
greift ein, als Drahtmutter ausgebildeter zweischenklig federnder Drahtbügel mit
beiden radialen Schenkeln spulenartig in die Gewindegänge eines Bolzens ein. Nach
der US 3,880,041 A beinhaltet ein,
als Mutter ausgebildetes federndes Befestigungselement im hohlen Inneren einen koaxial
spulenförmig gewickelten Drahtbügel, der in die Gewindegänge eingreift. Diese Muttern
ermöglichen keine schraubbewegungsfreie axiale Positionierung.
Nach der DE 43 07 645 A1
greift der Drahtbügel einer Schnellmontagemutter nur teilweise in die Gewindegänge
ein, wodurch die Schnellmontagemutter durch axialen Druck axial positioniert werden
kann. Nach der DE 198 31 001 A1
ist eine Schnellmontagemutter mit einem koaxial spulenförmig gewickelten Drahtbügel
im Inneren eines Muttergehäuses als selbstarretierende Flügelmutter ausgebildet,
die eine schraubbewegungsfreie axiale Positionierung ermöglicht und durch eine Schraubbewegung
fixiert sowie durch ein Lösemoment längs des Drahtes entarretiert werden kann. Der
nur kraftschlüssig erfolgende Eingriff in die Gewindegänge ermöglicht keine lastbeständige
Fixierung der Schnellmontagemutter.
Um Rohrleitungen in Installationsschienen zu befestigen, werden als
Teil eines Befestigungssystems spezielle, den Installationsschienen zugeordnete,
Schienenmuttern verwendet, die mit einem metrischen oder zölligen Gewinde versehen
sind. Eine Gewindestange dient hierbei als Verbindungselement zwischen der Rohrschelle
und der Schienenmutter sowie zur Höhenjustierung. Die als Meterware vorliegenden
Gewindestangen werden zur Montage auf die benötigte Länge abgelängt, beispielsweise
geschnitten, wodurch sich Schnittgraten ausbilden, die vor Einschrauben in eine
Schienenmutter über ein Anfasen entfernt werden müssen. Das Anfasen und die Höhenjustierung
sind sehr zeitintensiv.
Nach der DE 44 03 974 A1
sind Schnellmontagemuttern bekannt, die ohne Schraubbewegung axial der Gewindestange
positioniert werden können. Dazu sind die als Gewindesektoren ausgeführten, in das
Gewinde der Gewindestange formschlüssig eingreifenden, Eingriffsmittel der Schnellmontagemutter
axial federnd ausschwenkbar. Nach einer Schraubbewegung zur Fixierung der Schnellmontagemutter
greifen die eingeschwenkten, an einem Anschlag fixierten Eingriffsmittel formschlüssig
in das Gewinde der Gewindestange ein. Nach der DE
100 52 445 A1 weist eine Schnellmontagemutter einen, mit relativ zueinander
federnden Schenkel ausgeführten Drahtbügel auf, der innerhalb einer koaxialen, einen
radial verjüngenden Innenkonus aufweisenden Öffnung teilweise anlegbar ist. Bei
diesen Schienenmuttern ist der Drahtbügel innerhalb des Muttergehäuses derart verschieblich,
dass der Eingriff des Drahtbügels an der Gewindestange nicht immer einwandfrei gewährleistet
ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schnellmontagemutter
zu schaffen, die formschlüssig einen Gewindebolzen fixiert und eine sichere Verbindung
gewährleistet.
Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Gemäss
der Erfindung umfasst eine Schnellmontagemutter, die zumindest teilweise drehbewegungsfrei
axial zu einem Gewindebolzen beweglich ist, ein, teilweise in zumindest einen Gewindegang
eingreifendes, federndes Halteelement innerhalb eines Muttergehäuses mit einer durchgehenden
koaxialen Öffnung. Das Halteelement ist zweischenklig mit relativ zueinander federnden
Halteabschnitten ausgeführt und die Öffnung im Muttergehäuse ist als ein, sich radial
verjüngender Innenkonus zur Aufnahme des Halteelements ausgebildet. Die Halteabschnitte
des Halteelements weisen zumindest einen flächigen Wandabschnitt auf, der an der
Wandung der Öffnung anlegbar ist.
Das Halteelement bildet mit den flächigen Wandabschnitten im Wesentlichen
einen Aussenkonus aus, der nach der Fixierung der Schnellmontagemutter an der Wandung
der Öffnung des Muttergehäuses anliegt. Über die Schraubbewegung
ist das Halteelement teilweise axial in den Innenkonus der Öffnung verschiebbar.
Durch den Innenkonus der Öffnung wird ein äusserer Zwang auf das Halteelement ausgeübt,
so dass sich mit dem in den Gewindegang des Gewindebolzens eingreifenden Halteelement
eine schraubenartig formschlüssige Befestigung der Schnellmontagemutter ergibt.
Der Innenkonus der Öffnung gewährleistet eine Führung des mit den flächigen Wandabschnitten
versehenen Halteelements, womit ein Verkanten oder eine ungenügende Ausrichtung
des Halteelements in der Öffnung im Muttergehäuse verhindert ist. Zudem ist das
Halteelement bis zur Anlage an dem Innenkonus der Öffnung begrenzt federnd radial
aufweitbar, wenn beispielsweise der Gewindebolzen durch dieses hindurchgesteckt
wird.
Vorzugsweise wird die Schnellmontagemutter zur Fixierung einer Gewindestange
an einer C-förmigen Montageschiene verwendet. Die Grundform der Schnellmontagemutter
weist für eine solche Verwendung eine Breite auf, die geringfügig kleiner als die
Öffnung der Montageschiene ist, wodurch die Schnellmontagemutter durch die Öffnung
in die Montageschiene eingeführt werden kann. Die Länge der Schnellmontagemutter
beträgt etwas weniger als das Innenmass der Montageschiene, wodurch die quer zur
Längsachse der Montageschiene orientierte Schnellmontagemutter axial formschlüssig
lagerbar und längs der Montageschiene frei beweglich ist. Die Schnellmontagemutter
kann zwei diagonal gegenüberliegende axiale Kanten aufweisen, die entsprechend des
in die Montageschiene einschreibbaren Kreises mit einem Durchmesser abgerundet sind,
wodurch die längs der Schienenachse eingeführte Schnellmontagemutter z.B. nur rechtsdrehend
in die Montageschiene eingedreht werden kann. Des Weiteren ist die Schnellmontagemutter
im Wesentlichen prismatisch ausgebildet.
Dabei können zwei Schnellmontagemuttern ein Befestigungssystem ausbilden,
wobei eine erste als Schienenmutter ausgebildete Schnellmontagemutter fest mit einem
Gewindebolzen verbunden in die Montageschiene zum Hintergreifen von in der Montageschiene
vorgesehenen Haltevorsprüngen eingeführt wird. Die zweite Schnellmontagemutter beaufschlagt
stirnaussenseitig die, die Montageöffnung begrenzenden freien Ränder der Montageschiene.
Mittels dem Gewindebolzen werden die beiden Schnellmontagemuttern drehschraubbar
verbunden. Die zweite Schnellmontagemutter ist als Kontermutter ausgeführt und über
Entarretierungsmittel wieder lösbar.
Vorzugsweise sind die Halteabschnitte des Halteelements vollständig
mit der Kontaktfläche am Innenkonus der Öffnung in Anlage bringbar. Damit ergibt
sich ein, gegenüber einer teilweisen Anlage der Halteabschnitte, erhöhter äusserer
Zwang auf das Halteelement und eine verbesserte Gewährleistung der formschlüssigen
Befestigung der Schnellmontagemutter. Das Halteelement wird in dieser Ausführungsform
beim Montagevorgang des Gewindebolzens derart ausgerichtet, dass ein einwandfreier
Eingriff zwischen dem Halteelement und dem Gewindebolzen gegeben ist. Ein Verkippen
oder Verkanten des Halteelements innerhalb des Muttergehäuses ist ausgeschlossen.
Bevorzugt bilden die Halteabschnitte des Halteelements innerhalb der
Radialebene des Gewindebolzens jeweils einen kreisbogenförmig geformten Mittelteil
aus, der teilweise längs der Gewindegänge des Gewindebolzens in Eingriff bringbar
ist. Die kreisbogenförmigen Mittelteile bilden das Gewinde aus, das in die Gewindegänge
des Gewindebolzens eingreifen kann.
Vorteilhafterweise ist der kreisbogenförmig geformte Mittelteil über
eine Kröpfung axial versetzt. Bevorzugt weisen die beiden Schenkel des Halteelements
jeweils eine Neigung auf, die der Steigung der Gewindegänge des Gewindebolzens entspricht,
um eine formschlüssige Verbindung zwischen der Aussenkontur des Gewindebolzens und
dem Halteelement sicherzustellen.
Vorzugsweise ist das Halteelement über zumindest eine Lagerstelle
innerhalb des Muttergehäuses axial begrenzt beweglich gelagert. Diese Lagerstellen
gewährleisten eine Begrenzung der axialen Verschiebung des Halteelements während
dem Setzvorgang oder Verspannen der Schnellmontagemutter innerhalb des Muttergehäuses.
Ist das Muttergehäuse, in Setzrichtung der Schnellmontagemutter oder in der Gegenrichtung
dazu, offen ausgebildet, kann in beide Richtungen jeweils eine Lagerstelle zur Begrenzung
der axialen Verschiebung des Halteelements vorgesehen werden. Dabei sind die relativ
zueinander beweglichen Halteabschnitte des Halteelements bevorzugt über Einrastmittel
miteinander verbunden, die weiter zusätzlich eine Führung längs des, im Muttergehäuse
einbettbaren Halteelements ausbilden.
Bevorzugt umfasst das Muttergehäuse eine Deckschale, an der optional
ein radial nach innen gerichteter Keil ausgebildet ist, der zwischen die Enden der
Halteabschnitte des Halteelements einführbar ist. Der Keil in der Deckschale ist
als Entarretierungsmittel ausgebildet, der in einer ersten Position relativ zu der
Deckschale zwischen die freien Enden der Schenkel des Drahtbügels, diese entgegen
ihrer Vorspannung spreizend, einführbar ist, wodurch die Schnellmontagemutter schraubbewegungsfrei
axial positionierbar ist. Durch die Betätigung des Keils ist die Schnellmontagemutter
sowohl fixierbar als auch lösbar.
Vorteilhafterweise ist längs des Halteelements an den Halteabschnitten
jeweils ein angeordneter Kragarm vorgesehen, wobei die Kragarme sich gegenüberliegend,
beziehungsweise gegenständig zueinander angeordnet sind. An der Deckschale sind
beispielsweise zwei gegenständig angeordnete Lagerbolzen ausgebildet, die, die auskragenden,
axial federnden Kragarme seitlich halten. Durch Betätigung eines,
vorteilhaft durch gleichzeitige Betätigung beider, Kragarme ist das somit axial
verspannte Halteelement aus der Aufnahme heraus begrenzt axial versetzbar, womit
der Eingriff zwischen dem Gewindebolzen und dem Halteelement gelöst ist. Werden
die Kragarme entlastet, rastet das Halteelement an dem Gewinde am Gewindebolzen
erneut ein. Ist die Schnellmontagemutter mit einer Deckschale versehen, weist diese
bevorzugt eine Öffnung oder Ausnehmung zum Ergreifen und Betätigen der Kragarme
des Halteelements auf.
Vorzugsweise ist das Muttergehäuse, die Deckschale und/oder das Halteelement
aus einem Blech in einem Stanz-/Biegeverfahren gefertigt. Des Weiteren können die
einzelnen Teile aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt sein. Um besondere Anforderungen
an die Schnellmontagemutter erfüllen zu können, ist auch die Kombination verschiedener
Werkstoffe für die Fertigung der Schnellmontagemutter verwendbar. Zur Gewährleistung
einer hohen Sicherheit der Befestigung oder bei einer Verwendung der Schnellmontagemutter
in einer aggressiven Atmosphäre ist zumindest das Halteelement bevorzugt aus einem
rostfreien Stahl hergestellt.
Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche
ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der
Erfindung.
Die Erfindung wird nachstehend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
1 Eine Draufsicht auf das Muttergehäuse
eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Schnellmontagemutter;
2 einen Schnitt entlang der Linie II–II
in der 1;
3 einen Schnitt entlang der Linie III–III
in der 1; und
4 einen Querschnitt durch ein zweites
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schnellmontagemutter als Schienenmutter.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Eine Draufsicht auf das Muttergehäuse eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemässen Schnellmontagemutter ist in 1
dargestellt. Die Schnellmontagemutter 1 weist ein Muttergehäuse
2 auf, das mit einer durchgehenden koaxialen Öffnung 3 versehen
ist. Die Öffnung 3 weist einen sich verjüngenden Innenkonus 9
auf. In der Öffnung 3 ist das Halteelement 4 angeordnet. Das Halteelement
4 umfasst zwei relativ zueinander federnde Halteabschnitte 5.1
und 5.2, die an einem Ende über eine Umlenkung 6 miteinander verbunden
sind, und die an deren freien Enden jeweils einen Kragarm 7.1 und
7.2 aufweisen. Die Halteabschnitte 5.1 und 5.2 bilden
zusammen einen, im Wesentlichen komplementär zum Innenkonus 9 ausgebildeten
Aussenkonus aus, wobei sich die Aussenseiten 10.1 und 10.2 der
Halteabschnitte 5.1, bzw. 5.2 an den Innenkonus 9 anlegen
können. Bei der Betätigung eines Kragarms 7.1 oder 7.2, beziehungsweise
bei der gleichzeitigen Betätigung beider Kragarme 7.1 und 7.2,
weiten sich die Halteabschnitte 5.1 und 5.2 relativ zueinander
auf und die Schnellmontagemutter 1 kann entlang der Gewindestange
22 axial verschoben werden. Die Schnellmontagemutter 1 ist auf
die Gewindestange 22 auch dann aufsetzbar, wenn die Gewindestange
22 infolge der Ablängung an deren Enden Schnittgrate aufweist. Steht die
Gewindestange 22 bereits mit der Schnellmontagemutter 1 in Eingriff,
kann mittels Betätigung der Kragarme 7.1 und 7.2 der Eingriff
zwischen den Halteabschnitten 5.1 und 5.2 und einer zu fixierenden
Gewindestange gelöst werden. Die Schnellmontagemutter 1 ist wieder axial
verschiebbar. Durch Loslassen der Kragarme kommen die Halteabschnitte
5.1 und 5.2 erneut mit der Gewindestange 22 in Eingriff.
Durch Drehen der Schnellmontagemutter 1 und/oder der Gewindestange
22 wird die Schnellmontagemutter 1 erneut verspannt.
Die Halteabschnitte 5.1 und 5.2 weisen jeweils einen
kreisbogenförmig geformten Mittelteil 8.1, bzw. 8.2 auf. Die Mittelteile
8.1 und 8.2 sind über eine Kröpfung radial nach innen versetzt
und in der Steigung des Gewindes geneigt, um einen einwandfreien Eingriff längs
der Gewindegänge der Gewindestange 22 zu gewährleisten. In 2
ist ein Schnitt entlang der Linie II-II in der 1 dargestellt.
Die, den Innenkonus 9 aufweisende Öffnung 3 weist eine, in der
Öffnung radial umlaufende Lagernocke 21 auf, die eine axiale Bewegung des
Halteelements 4 in der Öffnung 3 in Setzungsrichtung der Schnellmontagemutter
1 begrenzt.
In 3 ist ein Schnitt entlang der Linie
III-III in der 1 gezeigt. In dem Muttergehäuse
2 ist eine Öffnung 26 vorgesehen, durch die ein Führungsstift
eingesetzt werden kann, der das Halteelement 4 im Bereich der Umlenkung
6 des Halteelements 4 gegen eine Verschiebung radial zur Setzrichtung
verhindert.
Die Schnellmontagemutter 1 kann optional eine Deckschale
31 umfassen, die mit dem Muttergehäuse 2 verbunden ist und das
Halteelement 4 zumindest teilweise abdeckt. Zur Betätigung der Kragarme
7.1 und 7.2 des Halteelements 4 kann in der Deckschale
31 eine Greiföffnung 32 vorgesehen sein.
Optional dazu kann die Deckschale 31 das Muttergehäuse
2 im Wesentlichen vollständig abdecken. An der Deckschale 31 wird
ein radial nach innen gerichteter Keil 36 vorgesehen, der zwischen den
Längsabschnitten 37.1 und 37.2 des Halteelements 4 bei
dessen Betätigung eindringen kann und so das Halteelement 4 aufweitet.
In einer solchen Ausführung kann auf die Anordnung von zwei gegenständig
zueinander angeordneten Kragarmen 7.1 und 7.2 an dem Halteelement
4 verzichtet werden. An den Enden der Längsabschnitte 38.1 und
38.2 weist das Halteelement 4 beispielsweise eine Umlenkung analog
der Umlenkung 6 auf.
Ein Querschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Schnellmontagemutter in Verwendung als Schienenmutter ist in der 4
dargestellt. Die Schienenmutter 41 umfasst ein Hintergreifteil
42 zum Hintergreifen von, in der C-förmigen Montageschiene 43
vorgesehenen Haltevorsprüngen 44.1 und 44.2 und ein, als Anschlag
ausgebildetes Muttergehäuse 45 zur stirnaussenseitigen Beaufschlagung der,
die Montageöffnung 46 begrenzenden freien Ränder der Montageschiene
43. Das Muttergehäuse 45 weist eine koaxiale Öffnung
47 auf, in der ein sich radial verjüngender Innenkonus 48 ausgebildet
ist. Das Halteelement 49 umfasst zwei kreiszylindrisch ausgeformte Halteabschnitte
50.1 und 50.2, die zusammen eine Aufnahmehülse bilden, und die
analog der Halteabschnitte 5.1 und 5.2 des Halteelements
4 miteinander verbunden sind. Die Halteabschnitte 50.1 und
50.2 sind mit Innengewindeabschnitte 51.1, bzw. 51.2
zur Aufnahme der Gewindestange 52 versehen. Am Ende in Setzungsrichtung
des Halteelements 49 weisen die Halteabschnitte 50.1 und
50.2 jeweils eine Umfaltung 53.1, bzw. 53.2 auf, die
jeweils einen flächigen Wandabschnitt ausbilden, der an den Innenkonus
48 des Muttergehäuses 45 anlegbar ist.
Beispielsweise wird die Gewindestange 52 in das Hintergreifteil
42 eingedreht und das Hintergreifteil 42 wird mittels Verdrehen
der Gewindestange 52 nach dem Einführen in die Montageschiene
43 unter die Haltevorsprünge 44.1 und 44.2 gedreht. Das
Muttergehäuse 45 wird über die Gewindestange 52 bis zum Anschlag
an der Montageschiene 43 geführt. Das Halteelement 49 wird anschliessend
ebenfalls über die Gewindestange 52 im aufgeweiteten Zustand geführt. Mittels
Verdrehen der Gewindestange 52 wird die gesamte Schienenmutter
41 an der Montageschiene 43 verspannt, wobei das Hintergreifteil
42 mit den Haltevorsprüngen 44.1 und 44.2 in einen festen
Eingriff tritt. Alternativ dazu kann mittels Verspannen des Muttergehäuses
45 die Schienenmutter an der Montageschiene 43 verspannt werden.
In einer weiteren möglichen Ausführung der Schienenmutter
41 ist das Hintergreifteil 42, das Muttergehäuse 45 mit
dem Halteelement 49 und die Gewindestange 52 bereits werkseitig
zu einer Schienenmutter 41 zusammengesetzt. Nachdem das Hintergreifteil
42 zum Hintergreifen der Haltevorsprünge 44.1 und 44.2
ausgerichtet in die Montageschiene 43 eingeführt ist, wird durch Drehen
des Muttergehäuses 45 die positionierte Schienenmutter 41 an der
Montageschiene 43 verspannt. Mittels dem in der Öffnung 47 umlaufend
angeordneten Vorsprung 53 ist das Halteelement 49 nur begrenzt
axial verschieblich gelagert.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die erfindungsgemässe Schnellmontagemutter
eine formschlüssige Fixierung eines Gewindebolzens ermöglicht, wobei eine hohe Sicherheit
der erstellten Verbindung und die Gebrauchstauglichkeit der Schnellmontagemutter
gewährleistet ist.
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| Anspruch[de] |
- Schnellmontagemutter, die zumindest teilweise drehbewegungsfrei axial
zu einem Gewindebolzen (22; 52) beweglich ist, mit einem, teilweise
in zumindest einen Gewindegang eingreifenden, federndem Halteelement (4;
49) innerhalb eines Muttergehäuses (2; 45) mit einer
durchgehenden koaxialen Öffnung (3; 47), wobei das Halteelement
(4; 49) zweischenklig mit relativ zueinander federnden Halteabschnitten
(5.1, 5.2; 50.1, 50.2) ausgeführt ist und die
Öffnung (3; 47) im Muttergehäuse (2; 45) als
ein, sich radial verjüngender Innenkonus (48) zur Aufnahme des Halteelements
(4; 49) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Halteabschnitte (5.1, 5.2; 50.1, 50.2) des Halteelements
(4; 49) zumindest einen flächigen Wandabschnitt aufweisen, der
an der Wandung der Öffnung (3; 47) anlegbar ist.
- Schnellmontagemutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Halteabschnitte (5.1, 5.2; 50.1, 50.2) des
Halteelements (4; 49) vollständig mit der Wandung der Öffnung
(3; 47) in Anlage bringbar sind.
- Schnellmontagemutter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Halteabschnitte (5.1, 5.2; 50.1, 50.2)
des Halteelements (4; 49) innerhalb der Radialebene des Gewindebolzens
(22; 52) jeweils einen kreisbogenförmig geformten Mittelteil (8.1,
8.2) ausbilden, der teilweise längs der Gewindegänge des Gewindebolzens
(22; 52) eingreifbar ist.
- Schnellmontagemutter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der kreisbogenförmig geformte Mittelteil (8.1, 8.2) über eine
Kröpfung axial versetzt ist.
- Schnellmontagemutter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (4; 49) über zumindest eine Lagerstelle
(21; 53) innerhalb des Muttergehäuses (2; 45)
axial begrenzt beweglich gelagert ist.
- Schnellmontagemutter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass das Muttergehäuse (2) eine Deckschale (31) umfasst, an der
optional ein radial nach innen gerichteter Keil (36) ausgebildet ist, der
zwischen die freien Enden (37.1, 37.2) der Halteabschnitte (5.1,
5.2) des Halteelements (4) einführbar ist.
- Schnellmontagemutter nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass längs des Halteelements (4; 49)
an den Halteabschnitten (5.1, 5.2; 50.1, 50.2)
jeweils ein angeordneter Kragarm (7.1, 7.2) vorgesehen ist, wobei
die Kragarme (7.1, 7.2) sich gegenüberliegend angeordnet sind.
- Schnellmontagemutter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schnellmontagemutter (1; 45) und/oder das Halteelement
(4; 49) aus einem Blech in einem Stanz-/Biegeverfahren gefertigt
ist.
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