| Dokumentenidentifikation |
DE10257532A1 24.06.2004 |
| Titel |
Markiervorrichtung zum Codieren metallischer Werkstücke mit zweidimensionalen Matrix-Codes |
| Anmelder |
Borries Markier-Systeme GmbH, 72124 Pliezhausen, DE |
| Erfinder |
Fröhlich, Konrad, Dipl.-Ing., 70180 Stuttgart, DE |
| Vertreter |
Schieber und Kollegen, 80469 München |
| DE-Anmeldedatum |
10.12.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10257532 |
| Offenlegungstag |
24.06.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.06.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
B44B 5/00
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| Zusammenfassung |
Es wird eine Markiervorrichtung zum Codieren metallischer Werkstücke (14) mit zweidimensionalen Matrix-Codes vorgeschlagen, die ein durch eine Elektromagnetanordnung (11) antreibbares Schlagwerkzeug (12) zur Bildung der Code-Vertiefungen besitzt. Die Antriebsbewegung erfolgt gegen die Kraft einer Rückstelleinrichtung (13). Eine in den beiden Achsen (x, y) senkrecht zur Schlagrichtung (z) verfahrbare Stelleinrichtung dient zur Positionierung des Schlagwerkzeugs (12) an den gewünschten Code-Positionen. Eine elektronische Steuereinrichtung (16) für die Bewegung des Schlagwerkzeugs (12) besitzt Mittel zur Vorgabe eines höheren Stroms für die Elektromagnetanordnung (11) während einer ersten Beschleunigungsphase des Schlagwerkzeugs (12) und eines niedrigeren Stroms während der anschließenden Bewegungsphase bis zum Auftreffen auf dem Werkstück (14). Hierdurch kann die Präzision der Code-Vertiefungen im Werkstück (14) exakt vorgegeben bzw. eingehalten werden, sodass die Lesbarkeit der Codierung wesentlich verbessert wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Markiervorrichtung zum Codieren metallischer
Werkstücke mit zweidimensionalen Matrix-Codes, bei denen die Information als vertieft
geprägte Punkte in einer quadratischen oder rechteckigen Anordnung vorliegt. Das
Vorhandensein oder Fehlen dieser geprägten Punkte an den jeweiligen Rasterstellen
stellt die binär verschlüsselte Information dar.
Um die Information wieder fehlerfrei rücklesen zu können, kommt der
Präzision bei der Anbringung der geprägten Punkte eine hohe Bedeutung zu. Dabei
sind die exakte Form, Größe und Tiefe der Punkte wichtige Qualitätsmerkmale. Dies
hängt unmittelbar mit der Art der Lesetechnik solcher eingeprägter bzw. eingeschlagener
Codierungen mittels CCD-Kameras zusammen. Eine Beleuchtung von oben oder der Seite
muss aus der jeweiligen Vertiefung über entsprechende Reflexionen einen Hell-Dunkel-Kontrast
erzeugen, was sehr viel schwieriger ist als bei in einer Ebene befindlichen gedruckten
Schwarz-weiß-Flächen, für die der Code ursprünglich entwickelt wurde. Eine abweichende
Form oder Größe der einzelnen Vertiefungen kann dabei leicht eine Reflexion erzeugen
oder eben auch in unerwünschter Weise nicht erzeugen, was zu einer unerwünschten
Informations-Verfälschung führen kann. In der Luft- und Raumfahrtindustrie kommen
bei kritischen, hochbelasteten Bauteilen noch verschärfte Anforderungen hinzu, die
auf eine Vermeidung der Verringerung der mechanischen Festigkeit durch Kerbwirkung
abzielen.
Um die geforderte Präzision zu erreichen, muss das üblicherweise als
Hartmetallnadel ausgebildete Schlagwerkzeug einerseits sehr schnell, jedoch andererseits
mit genau definierter und reproduzierbarer Energie auf das metallische Werkstück
aufschlagen. Als der gewünschten Präzision entgegenstehend sind viele Bedingungen
zu berücksichtigen. Zum Beispiel bei elektrischem Antrieb kann sich die Temperatur
der Kupferwicklung der Elektromagnetanordnung im Betrieb erhöhen, wodurch der Stromfluss
und damit die Energieaufnahme des Elektromagneten verringert wird. Bei längerer
Stillstandszeit der Markiervorrichtung klebt das als Magnetanker ausgebildete oder
mit einem Magnetanker verbundene oder in Wirkverbindung stehende Schlagwerkzeug,
sodass sich die Schlagenergie beim ersten Punkt reduzieren kann. Prinzipiell bewirkt
eine zu langsame Schlagbewegung eine ovale Verformung der Vertiefung, wenn sich
die Schlageinheit während der Kodierung weiterbewegt. Andererseits verursacht eine
zu schnelle Schlaggeschwindigkeit eine große Streuung der Schlagtiefe, da bereits
ganz geringe Unterschiede, zum Beispiel durch überlagerte mechanische Schwingungen
im Schlagwerk, zu geringfügig unterschiedlicher Energieabgabe des Schlagsystems
beim Bilden der Vertiefung führen. Weiterhin beeinflussen auch die Materialeigenschaften
des Werkstücks die Bildung der Vertiefung. Schließlich führen noch mechanische Toleranzen
zu Fehlern, wenn dadurch die Bewegung des Magnetankers den magnetisch im Wesentlichen
linearen Bereich überschreitet.
Bei bekannten Anordnungen ist lediglich das Ein- und Ausschalten des
Stroms für die Elektromagnetanordnung vorgesehen. Dabei dienen Freilauf-Dioden oder
andere Überspannungsschutzeinrichtungen zum Schutz gegen Überspannung beim Ausschalten
der Elektromagnetanordnung als induktiver Last. Bekannt sind auch Vorwiderstände
vor der Elektromagnetanordnung, um über die Erhöhung der Zeitkonstante einen schnelleren
Stromanstieg oder -abfall in der Magnetspule zu erzeugen. Bei diesen Einfachsystemen
kann außer der einmaligen Dimensionierung nach dem Einschalten des Stroms nur noch
der Abschaltzeitpunkt variiert werden, während sich der gesamte zeitliche Verlauf
der Arbeitsbewegung ausschließlich aus der Dimensionierung und den augenblicklichen
Randbedingungen ergibt. Mit derartigen Systemen ist die geforderte Präzision nicht
erreichbar.
Bei der Steuerung von Magnetventilen ist es zwar bekannt, nach dem
zunächst für eine schnelle Bewegung erforderlichen hohen Einschaltstrom auf einen
niedrigeren Haltestrom zurückzuschalten. Diese Umschaltung erfolgt jedoch erst nach
dem Schalten des Ventils, also nach der Bewegung des Ventilglieds, und dient dazu,
einerseits Energie zu sparen und zum anderen die Erwärmung des Magnetventils zu
reduzieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bewegung eines von einer
Elektromagnetanordnung angetriebenen Schlagwerkzeugs so zu verbessern, dass als
Vertiefungen ausgebildete Markierungen mit wesentlich höherer Präzision gebildet
werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Markiervorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
In vorteilhafter Weise kann erfindungsgemäß der Stromfluss durch die
Elektromagnetanordnung für die Beschleunigungsphase und die anschließende Bewegungsphase
des Schlagwerkzeugs verschieden eingestellt werden. Dies führt einerseits zu einer
schnellen Beschleunigung, wobei nach der Umschaltung auf den niedrigeren Strom der
Bewegungsphase das Schlagwerkzeug definiert gegen das Werkstück bewegt wird. Dies
führt zu einer großen Gleichmäßigkeit und Reproduzierbarkeit der gebildeten Vertiefung.
Aufgrund der durch den niedrigeren Strom während der Bewegungsphase im Wesentlichen
gleichförmigen Bewegung ist eine größere Toleranz für den Abstand
der Markiervorrichtung zum Werkstück zulässig. Bei den bekannten Vorrichtungen führt
ein größer werdender Abstand infolge der längeren Beschleunigungsphase zu einer
stärker ausgeprägten Vertiefung. Durch den niedrigeren Strom während der Bewegungsphase
wird auch eine unkontrollierbare, rein ballistische "Freiflug-Phase" des Schlagwerkzeugs
bis zum Auftreffen auf der Werkstück-Oberfläche vermieden, die auftreten würde,
wenn man den Strom vor dem Auftreffen auf das Werkstück abschaltet, was wiederum
mit größeren Toleranzen der Markierungen verbunden wäre.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Markiervorrichtung
möglich.
Die Umsteuerung des Stroms vom höheren zum niedrigeren Wert in einer
oder mehreren Stufen oder kontinuierlich erfolgt in einer einfachen Ausführung durch
eine Zeitsteuerung. Alternativ kann diese Umsteuerung auch positionsabhängig erfolgen,
wozu eine Positionsmessvorrichtung zur Steuerung der Umschaltung in wenigstens einer
vorgebbaren Position vorgesehen ist. Diese Positionsmessvorrichtung kann im einfachsten
Fall ein einfacher Positionssensor in einer bestimmten Position sein oder aber ein
Endlagensensor, der nach einer bestimmten zurückgelegten Wegstrecke bei der Schlagbewegung
anspricht.
Die Positionsmessung kann in vorteilhafter Weise auch zur Erfassung
der Länge der gesamten Bewegungsstrecke des Schlagwerkzeugs, also zur Messung des
Abstands zum Werkstück hin, eingesetzt werden. Der entsprechende Messwert kann dann
als Arbeitsparameter zur Festlegung der Stromstärken und Zeiten bzw. Positionen
miteingesetzt werden.
Um den Strom exakt nach dem Auftreffen des Schlagwerkzeugs auf dem
Werkstück abschalten zu können, sind vorzugsweise Mittel zur Ausschaltung des Stroms
bei Erreichen der Aufschlagposition vorgesehen. In besonders einfacher Weise kann
hierzu der Stromanstieg des Versorgungsstroms für die Elektromagnetanordnung mit
einem Stromsensor erfasst werden, wobei dieser Stromanstieg entsteht, wenn die Bewegung
des Magnetankers, also des Schlagwerkzeugs, gestoppt ist und keine Induktivitätsänderung
in der Spule der Elektromagnetanordnung mehr stattfindet.
Nach dem Aufschlagen des Schlagwerkzeugs auf dem Werkstück wird der
Strom abgeschaltet, sodass das Schlagwerkzeug durch die Kraft der Rückstelleinrichtung,
beispielsweise einer Feder, wieder in die Ruhelage zurückgeführt wird. Um nun zu
verhindern, dass die kinetische Energie des Schlagwerkzeugs beim Auftreffen in die
Ruhelage nicht vollständig durch Dämpfung und/oder Prellen abgebaut werden muss,
sind in vorteilhafter Weise Mittel zur Erzeugung eines Bremsstroms vor dem Erreichen
der Ruheposition bei der Rückbewegung des Schlagwerkzeugs vorgesehen. Diese Mittel
können zeit- und/oder positionsgesteuert sein, und der Stromwert wird so gewählt,
dass das Schlagwerkzeug möglichst bis zur Ruheposition auf die Geschwindigkeit null
abgebremst wird. Hierdurch wird ein sehr schneller Arbeitszyklus gewährleistet.
Die Steuereinrichtung enthält in vorteilhafter Weise einen Mikrorechner
mit einer Speichereinrichtung, in dem die Arbeitsparameter gespeichert sind, insbesondere
Stromstärken, Zeiten, Wegparameter, Werkstückeigenschaften, Temperaturen und dergleichen.
Die Arbeitsparameter sind zweckmäßigerweise als Tabellen enthalten und sind in Abhängigkeit
des jeweiligen Markiervorgangs auswählbar und/oder auch veränderbar. Während einige
Parameter eingegeben werden müssen, die zum Beispiel die Werkstückeigenschaften
des zu markierenden Werkstücks berücksichtigen, können andere Parameter durch Sensoren
erfasst werden, wie die Temperatur, und wieder andere werden in der bereits angegebenen
Weise gemessen, beispielsweise die Position des Schlagwerkzeugs entlang der gesamten
Bewegungsstrecke.
In vorteilhafter Weise ist die Steuereinrichtung zwischen einem Hauptcontroller
für die Markiervorrichtung und der Elektromagnetanordnung geschaltet und vorzugsweise
als separates Modul ausgebildet, das beispielsweise auch noch nachträglich nachgerüstet
werden kann.
Die verschiedenen Stromwerte können positionsabhängig oder zeitabhängig
während der gesamten Bewegungsstrecke gesteuert oder auch geregelt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung der Markiervorrichtung
zum Codieren metallischer Werkstücke mit zweidimensionalen Matrix-Codes,
2 ein erstes Ausführungsbeispiel mit
einer positionsabhängigen Steuerung für die Antriebsbewegung des Schlagwerkzeugs
und
3 ein zweites Ausführungsbeispiel mit
einer zeitabhängigen Steuerung für die Antriebsbewegung des Schlagwerkzeugs.
Der in 1 in einer Prinzipdarstellung
schematisch dargestellte Markierkopf 10 weist eine Elektromagnetspule
11 auf, die zur Erzeugung der Schlagbewegung eines beispielsweise als Hartmetallnadel
ausgebildeten Schlagwerkzeugs 12 ausgebildet ist. Das Schlagwerkzeug
12 ist mit einem Magnetanker 9 verbunden, der gegen die Kraft
einer Rückstellfeder 13 zu einem Werkstück 14 hin bewegbar ist.
Selbstverständlich kann auch eine andere bekannte Rückstellvorrichtung vorgesehen
sein, beispielsweise eine pneumatisch, hydraulisch oder elektromagnetisch wirkende
Rückstellvorrichtung.
Der Markierkopf 10 ist mittels einer nicht dargestellten
Stelleinrichtung in der x- und y-Richtung einer Ebene verfahrbar, die parallel zur
Ebene des Werkstücks 14 angeordnet ist. Hierdurch kann der Markierkopf
10 jede Position des Werkstücks 14 anfahren. Der Markierkopf
10 dient zum Einbringen von als Vertiefungen ausgebildeten Codierpunkten
im metallischen Werkstück 14. Diese Codierpunkte bilden einen zweidimensionalen
Matrix-Code, der eine binär verschlüsselte Information darstellt. Nach dem Anfahren
des gewünschten Rasterpunkts wird durch Betätigung der Elektromagnetspule
11 das Schlagwerkzeug 12 gegen das Werkstück 14 bewegt,
um die gewünschte Code-Vertiefung zu erzeugen.
Die Grundsteuerung des Markierkopfs 10 erfolgt durch einen
Hauptcontroller 15, durch den die Position des Markierkopfs 10
mittels der nicht dargestellten Stelleinrichtung und die Auslösung der Bewegung
des Schlagwerkzeugs 12 steuerbar sind.
Zwischen den Hauptcontroller 15 und die Elektromagnetspule
11 ist eine Steuereinrichtung 16 geschaltet, durch die die exakte
Bewegung des Schlagwerkzeugs 12 gesteuert wird. Ein erstes Ausführungsbeispiel
dieser Steuereinrichtung 16 ist in 2 und
ein zweites Ausführungsbeispiel in 3 dargestellt. Bei
dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel steuert
eine vom Hauptcontroller 15 aus triggerbare Stromsteuerstufe
17 über eine Verstärkereinrichtung 18 die Elektromagnetspule
11 des Markierkopfs 10. Einer Positionsvorgabestufe
19 wird das Positionssignal S einer Positionsmessvorrichtung
20 zugeführt zur Erfassung der jeweiligen Position des Schlagwerkzeugs
12. Bei dieser Positionsmessvorrichtung handelt es sich beispielsweise
um ein induktives Wegmesssystem, das in 1 außerhalb
der Elektromagnetspule 11 angeordnet ist, jedoch auch im Magnetantrieb
integriert sein kann. In der Positionsvorgabestufe 19 wird dieses Wegmesssignal
S bei der Schlagbewegung mit einem gespeicherten Umschaltwert S0 verglichen,
und bei Erreichen desselben erfolgt ein Umschaltung von einem zunächst hohen Stromwert
I1 auf einen kleineren Stromwert I2. Der anfänglich hohe Stromwert
I1 dient der schnellen Beschleunigung des Schlagwerkzeugs 12
während einer Beschleunigungsphase, wobei der kleinere Stromwert I2 so
gewählt ist, dass das Schlagwerkzeug nach dieser Beschleunigungsphase mit möglichst
gleichmäßiger Geschwindigkeit zum Werkstück geführt wird. Die Rückführung auf den
niedrigeren Stromwert I2 kann selbstverständlich auch in mehreren Stufen
erfolgen. Beim Auftreffen des Schlagwerkzeugs 12 auf dem Werkstück
14 erfolgt ein Stromanstieg des Versorgungsstroms für die Elektromagnetspule
11, da bei Beendigung der Bewegung des Magnetankers 9 keine Induktivitätsänderung
der Elektromagnetspule 11 mehr stattfindet. Dieser Stromanstieg wird durch
einen Stromsensor 21 erfasst und einer Auswertestufe 22 für den
Stromanstieg zugeführt, die beispielsweise eine Differenzierstufe enthalten kann.
Wird dieser Stromanstieg erkannt, so erfolgt durch ein Rücksetzsignal R eine Abschaltung
des Stroms für die Elektromagnetspule 11.
Nach dem Abschalten des Stroms erfolgt eine Rückbewegung des Schlagwerkzeugs
12 bzw. des Magnetankers 9 durch die Kraft der Rückstellfeder
13 in die in 1 dargestellte Ruheposition.
Wird bei der Rückbewegung eine Position S1 vor Erreichen der Ruheposition
erkannt, so wird der Strom mittels der Stromsteuerstufe 17 wieder eingeschaltet,
der dann als Bremsstrom dient. Die Position S1 und die Stromstärke werden
dabei so gewählt, dass das Schlagwerkzeug 12 bei Erreichen der Ruheposition
möglichst genau auf die Geschwindigkeit null abgebremst ist. Hierzu kann entweder
einer der Ströme I1 oder I2 oder ein anderer Stromwert vorgegeben
werden.
In einer Speichereinrichtung 23 sind die Arbeitsparameter
für die Einstellung der Positionen und Ströme gespeichert. Solche Arbeitsparameter
sind beispielsweise Stromstärken, Zeiten, Wegparameter, Werkstückeigenschaften,
Temperaturen und dergleichen, die als Tabellen gespeichert sind. Anhand dieser Tabellen
werden dann die Stromstärken I1 und I2 sowie die Positionen
S0 und S1 vorgegeben, beispielsweise berechnet. Es handelt
sich dabei um Parameter, die die Bewegung des Schlagwerkzeugs 12 beeinflussen.
Dabei kann die Temperatur des Markierkopfes 10 bzw. der Elektromagnetspule
11 beispielsweise in nicht näher dargestellter Weise gemessen werden. Andere
Arbeitsparameter, wie die Materialeigenschaften des Werkstücks 14, können
mittels einer nicht dargestellten Eingabevorrichtung eingespeichert werden. Ein
wichtiger Parameter ist noch der Arbeitshub, also die Länge der Arbeitsbewegung
bis zum Auftreffen auf das Werkstück 14. Durch einen vor dem eigentlichen
Markierprozess stattfindende Messbewegung des Schlagwerkzeugs 12 kann der
Abstand mittels der Positionsmessvorrichtung 20 erfasst werden. Die Messung
erfolgt bis zum Auftreffen auf dem Werkstück 14, was durch die Auswertestufe
22 signalisiert wird.
Auf Grund dieses Messwertes werden dann die aktuell zu benutzenden
Steuer-Parameter für das betreffende Werkstück 14 individuell so verändert,
dass die zur Markierung wirksame Schlagenergie wieder dem gewünschten Wert entspricht.
In einer anderen Ausführung kann diese Abstandsmessung auf die Lage
der zu markierenden Werkstückoberfläche bezogen auf die Montage-Höhe des Markierkopfs
10 angewandt werden. Hierzu wird der mit einer dritten NC-Achse die Höhe
des Markierkopfs 10 verstellbar ausgeführt. Jetzt wird das Schlagwerkzeug
12 mit einem zur Überwindung der Rückstellkraft ausreichenden, von der
Stromsteuerstufe 17 eingestellten Strom vollständig ausgefahren und dann
der Markierkopf 10 von einer bekannten, höheren Position gegen die Werkstückoberfläche
gefahren. Sobald das Schlagwerkzeug 12 auf die Oberfläche auftritt, wird
sie eingefahren bis der ohnehin vorhandene Abstandssensor 20 im
Markierkopf 10 ein Signal abgibt. Da der Weg von ganz ausgefahrenem Schlagwerkzeug
12 bis zum Schaltpunkt des Sensors bekannt ist, kann aus dem gesamten Fahrweg
die Lage der Werkstückoberfläche genau ermittelt und zur präzisen Einstellung des
gewünschten Abstandes des Schlagwerkzeuges 12 vom Werkstück 14
benutzt werden. Auch durch dieses Verfahren werden sich negativ auswirkende Werkstücktoleranzen
eliminiert.
Nach einer gewissen Stillstandszeit tritt der Effekt auf, dass der
Magnetanker 9 in seiner Ruheposition stärker haftet (klebt) als während
der Hubbewegungen beim Markiervorgang. Die Steuereinrichtung kann daher den Beschleunigungsstrom
I1 für die erste Hubbewegung anheben. Auch diese Anhebung kann über gespeicherte
Tabellen eingestellt werden.
Die Stromsteuerstufe 17 kann die Stromwerte I1
und I2 oder weitere Stromwerte lediglich steuern, oder sie kann als Stromregelstufe
ausgebildet sein.
In Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann anstelle
der Positionsmessvorrichtung 20 auch ein einfacher Positionssensor vorgesehen
sein, der lediglich ein Umschaltsignal bei einer fest vorgegebenen Position S0
bzw. S1 vorgibt. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Endlagensensor
handeln, der ein Signal abgibt, wenn die Ruhestellung um eine bestimmte Strecke
S0 verlassen worden ist oder wenn sich der Magnetanker 9 bei
Rückbewegung um eine bestimmte Strecke S1 angenähert hat.
Die in 2 dargestellte Steuereinrichtung
16 ist beispielsweise als Mikrorechner bzw. Mikrocontroller realisiert.
Bei der Speichereinrichtung 23 handelt es sich dann um einen nichtflüchtigen
Arbeitsspeicher des Mikrocontrollers.
In 3 ist eine modifizierte Steuereinrichtung
16a dargestellt. Gleiche oder gleichwirkende Baugruppen oder Elemente sind
mit denselben Bezugszeichen versehen und nicht nochmals detailliert beschrieben.
Anstelle der Positionsvorgabestufe 19 tritt beim zweiten
Ausführungsbeispiel eine Zeitvorgabestufe 24. Diese wird durch ein Signal
des Hauptcontrollers 15 getriggert. Nach Ablauf einer Zeit t0
erfolgt die Umschaltung vom höheren Stromwert I1 für die Beschleunigungsphase
zum niedrigeren Stromwert I2 für die Bewegungsphase. Entsprechend wird
der Bremsstrom bei der Rückbewegung des Schlagwerkzeugs 12 nach einer Zeit
t1 eingeschaltet. Die Speichereinrichtung 23 enthält die gespeicherten
Werte t0 und t1, die entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel
anhand der Arbeitsparameter-Tabellen vorgegeben sind.
Zur Stromsteuerung und/oder -regelung können auch Kombinationen der
beiden Ausführungsbeispiele realisiert sein, das heißt, die Einstellung bzw. Regelung
der Ströme erfolgt zum Teil zeitabhängig und zum Teil positionsabhängig.
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| Anspruch[de] |
- Markiervorrichtung zum Codieren metallischer Werkstücke mit zweidimensionalen
Matrix-Codes, mit einem durch eine Elektromagnetanordnung (11) antreibbaren
Schlagwerkzeug (12) zur Bildung der Code-Vertiefungen, wobei die Arbeitsbewegung
gegen die Kraft einer Rückstelleinrichtung (13) erfolgt, mit einer in den
beiden Achsen (x, y) senkrecht zur Schlagrichtung (z) verfahrbaren Stelleinrichtung
zur Positionierung des Schlagwerkzeugs (12) an den gewünschten Code-Positionen
und mit einer elektronischen Steuereinrichtung (16, 16a) für die
Bewegung des Schlagwerkzeugs (12), die Mittel (17) zur Vorgabe
eines höheren Stroms (I1) für die Elektromagnetanordnung (11)
während einer ersten Beschleunigungsphase des Schlagwerkzeugs (12) und
eines niedrigeren Stroms (I2) während der anschließenden Bewegungsphase
bis zum Auftreffen auf dem Werkstück (14) besitzt.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Zeitsteuerung (24) für die Vorgabe der Beschleunigungszeit vorgesehen ist.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Positionssteuerung (19) für die Umschaltung von der Beschleunigungsphase
auf die anschließende Bewegungsphase vorgesehen ist.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Positionsmessvorrichtung (20), insbesondere ein Positionssensor, zur Steuerung
der Umschaltung in wenigstens einer vorgebbaren Position (S0) vorgesehen
ist.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Positionsmessvorrichtung (20) auch zur Erfassung der Länge der gesamten
Bewegungsstrecke des Schlagwerkzeugs (12) und/oder dessen Abstand zum Werkstück
(14) ausgebildet ist.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Positionsmessvorrichtung (20) mit Mitteln zur Ermittlung des toleranzbehafteten
Abstands des Markierkopfs (10) von der Werkstückoberfläche in einem Vorlauf
vor der Markierung und zur Kompensation der Steuerparameter über eine entsprechende
Korrektur in Wirkverbindung steht.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Positionsmessvorrichtung (20) mit Mitteln zur Ermittlung des toleranzbehafteten
Abstands des Markierkopfs (10) von der Werkstückoberfläche in einem Vorlauf
vor der Markierung und zur Kompensation der Steuerparameter über eine Höhenverstelleinrichtung
in Wirkverbindung steht.
- Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Strom positionsabhängig oder zeitabhängig während
der gesamten Bewegungsstrecke gesteuert oder geregelt ist.
- Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass Mittel (21, 22) zur Ausschaltung des Stroms
bei Erreichen der Aufschlagposition vorgesehen sind.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Mittel (21, 22) zur Erkennung eines entsprechenden Stromanstiegs
bei Erreichen der Aufschlagposition ausgebildet sind.
- Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass Mittel zur Erzeugung eines Bremsstroms vor dem Erreichen der
Ruheposition bei der Rückbewegung des Schlagwerkzeugs (12) vorgesehen sind.
- Markiervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Erzeugung eines Bremsstroms zeit- und/oder positionsgesteuert sind.
- Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (16, 16a) zwischen
einem Hauptcontroller (15) für die Markiervorrichtung und die Elektromagnetanordnung
(11) geschaltet ist und vorzugsweise als separates Modul ausgebildet ist.
- Markiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass Mittel zur Anhebung des höheren Stroms (I1) in der
Beschleunigungsphase beim ersten Arbeitshub vorgesehen sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen
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