| Dokumentenidentifikation |
DE19906123B4 24.06.2004 |
| Titel |
Verfahren zur Vergrößerung des Arbeitsbereiches von geführten Strömungen |
| Anmelder |
Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG, 89522 Heidenheim, DE |
| Erfinder |
Schilling, Rudolf, Prof.Dr.-Ing., 82343 Pöcking, DE; Kopf, Eberhard, Dr., 89522 Heidenheim, DE |
| Vertreter |
Dr. Weitzel & Partner, 89522 Heidenheim |
| DE-Anmeldedatum |
13.02.1999 |
| DE-Aktenzeichen |
19906123 |
| Offenlegungstag |
14.09.2000 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
24.06.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.06.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
F15D 1/04
|
| IPC-Nebenklasse |
F01D 1/02
F01D 17/10
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vergrößerung des Arbeitsbereiches
oder der Umlenkung von geführten Strömungen, insbesondere bei hydraulischen Strömungsmaschinen
sowie eine hydraulische Maschine, insbesondere Turbine mit mindestens einer Schaufel,
auf die ein flüssiges Medium gelenkt wird, sowie ein Steuer- oder Regelverfahren
zum Einstellen eines Arbeitspunktes einer hydraulischen Maschine.
Die Umwandlung von Strömungsenergie in elektrische Energie bspw. in
Wasserturbinen gehört zu den umweltfreundlichen Energietechniken. Es ist daher wünschenswert,
den Wirkungsgrad derartiger Energieerzeuger zu vergrößern, beispielsweise durch
einen möglichst großen Arbeitsbereich.
Der prinzipielle Aufbau und die Wirkungsweise von Wasserturbinen ist
in "Dubbel, Taschenbuch für den Maschinenbau, Springer-Verlag 1995, Seiten R31–R36",
deren Offenbarungsgehalt in die vorliegende Anmeldung vollumfänglich mit aufgenommen
wird, ausführlich beschrieben.
Francis-Turbinen werden bei größeren Fallhöhen eingesetzt. Das Laufrad
wird von außen nach innen durchströmt, wobei die Abströmung stets axial erfolgt.
Kaplanturbinen sind für relativ niedrige und stark schwankende Fallhöhen
geeignet.
Die Hauptachse einer Kaplanturbine verläuft vertikal. Die Anstellung
der Rotorschaufeln läßt sich einstellen von einer maximalen Öffnung, bei der die
Schaufeln fast parallel zur Hauptachse der Turbine verlaufen, bis zu einer minimalen
Öffnung, bei der sie im wesentlichen senkrecht zur Turbinenachse stehen; damit stehen
die Schaufeln im wesentlichen horizontal und sogleich senkrecht zur Haupt-Strömungsrichtung
des die Turbine durchströmenden Wassers. Es gibt Kaplanturbinen, die eine nicht
voll-sphärische, stromaufwärtige Nabe haben. Sind die Schaufeln bei einer solchen
Turbine nur sehr wenig geöffnet, so entsteht zwischen der Nabe und der angeströmten
Kante der einzelnen Schaufel ein Spalt, das heißt stromaufwärts der Drehachse der
Schaufel relativ zur Nabe.
Bei Francis-Turbinen erfolgt die Regelung durch Verstellen der Leitschaufeln
über Lenker mittels Stellkräften von zwei (in Sonderfällen auch vier) hydraulischen
Servomotoren. Angewendet werden auch Einzelservomotoren für jede Leitschaufel. Bei
einer Änderung der Betriebsverhältnisse aufgrund von Fallhöhen- und/oder Volumenstromschwankungen
wird der Drall vor dem Laufrad durch Leitschaufelverstellung in dem Maße reguliert,
daß die Laufraddrehzahl je nach abgenommener Antriebsleistung des Generators konstant
bleibt. Die Leitschaufeln bewirken in den extremen Betriebsstellungen einen fast
freien oder nahezu geschlossenen Durchflußquerschnitt.
Bei Kaplan-Turbinen sind sowohl Leitrad- wie Laufschaufeln verstellbar,
d.h. der Arbeitspunkt wird durch eine optimale Zuordnung von der Leitschaufel- zur
Laufschaufelstellung bestimmt.
Es wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen, um den Arbeitsbereich
und den Wirkungsgrad von hydraulischen Maschinen mit gelenkten Strömungen zu verbessern.
Durch sämtliche bisher bekannten Maßnahmen gelang es nicht, den Wirkungsgrad
und Arbeitsbereich einer hydraulischen Maschine mit gelenkter Strömung zu steigern.
EP 0 565 805 A1 zeigt
als Maßnahme zur Verhinderung von pulsierenden Druckschwankungen und Leistungsschwankungen
durch Aufsteigen eines bei Abweichung von Nominallast sich ausbildenden Wirbels
im Diffusor (dem sogenannten Vortex Rope) das Einbringen einer zusätzlichen, gesteuerten
pulsierenden Wasserströmung in den Diffusorellenbogen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine hydraulische Maschine anzugeben, mit der der Arbeitsbereich und der Wirkungsgrad
erheblich vergrößert werden kann.
Der Wirkungsgrad und Arbeitsbereich der hydraulischen Maschine wird
im wesentlichen davon bestimmt, daß die Umlenkung der Strömung auf das Laufrad möglichst
vollständig gelingt. Die Erfinder haben erkannt, daß das Problem der Stabilisierung
der Umlenkung darin besteht, daß das Profil der Strömung zu Ablösung neigt. Eine
Stabilisierung und damit Verbesserung der Umlenkung kann man dadurch erreichen,
daß man ein stabileres Anlegeverhalten des Profils anstrebt.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß zur Vergrößerung der
Strömungsumlenkung einer hydraulischen Maschine im Umlenkbereich der Strömung die
Instationärität in derselben vergrößert wird. Bevorzugt wird die Instationärität
in der Strömung durch Energiezufuhr in die Strömung vergrößert.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Energiezufuhr
zur Strömung von außen.
In einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Energiezufuhr durch Umwandlung mechanischer Energie erfolgt, beispielsweise
dadurch, daß Schwingungen der Leitschaufel angeregt werden.
Besonders bevorzugt ist es, wenn nicht das gesamte Bauteil zu Schwingungen
angeregt wird, sondern lediglich lokale zeitliche Änderungen der Oberfläche des
umlenkenden Bauteiles induziert werden.
Alternativ hierzu wäre es möglich, eine Energiezufuhr
in die Strömung mit Hilfe von hydraulischer Energie, beispielsweise durch Einspeisen
eines zusätzlichen Volumenstromes in die umzulenkende Hauptströmung und/oder akustischer
Energie, beispielsweise mit Hilfe von Mikrowellengeneratoren zuzuführen.
Darüber hinaus ist es auch möglich, die Instationarität der Strömung
im Umlenkbereich mit Hilfe von Turbulenzerzeugern, die vor dem Umlenkbereich angeordnet
sind, zu erhöhen und somit den Arbeitsbereich zu vergrößern.
Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Vergrößerung des Arbeitsbereiches
einer hydraulischen Strömungsmaschine stellt die Erfindung auch eine Vorrichtung
selbst zur Verfügung, die sich durch einen derart vergrößerten Arbeitsbereich auszeichnet.
Die erfindungsgemäße hydraulische Maschine weist Mittel zur Erzeugung
von Instationaritäten im Umlenkbereich der Strömung auf.
In einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Mittel zur
Erzeugung von Instationaritäten Mittel zur Umwandlung mechanischer Energie in hydraulische
Energie bzw. Strömungsenergie umfassen. Besonders bevorzugt sind derartige Mittel
als oszillierende und/oder pulsierende Schaufeln oder Teile von Schaufeln der hydraulischen
Maschine ausgebildet. In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Mittel zur Umwandlung mechanischer Energie des weiteren Pulsatoren und/oder
Oszillatoren umfassen, die an den Wänden der Zufuhrleitung vor oder im Umlenkbereich
angeordnet sind. Alternativ können Pulsatoren und/oder Oszillatoren auch auf der
Oberfläche des umlenkenden Bauteiles angeordnet sein.
Weitere Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten in der Strömung
umfassen Mittel zur Umwandlung hydraulischer Energie in Strömungsenergie oder akustischer
Energie in Strömungsenergie.
Neben dem Verfahren und der Vorrichtung stellt die Erfindung auch
ein Steuer- und Regelverfahren zur Steuerung der Energiezufuhr in die Strömung der
hydraulischen Maschine zur Verfügung, bei dem bei vorgegebenen hydraulischen Arbeitspunkt
im Falle einer Steuerung anhand eines Kennfeldes und im Falle der Regelung anhand
rückkoppelter Leistungs- und/oder Verlustindikatoren die Amplitude und/oder Frequenz
für die Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten derart eingestellt werden, daß
sich im vorgegebenen hydraulischen Arbeitspunkt der Maschine ein optimaler Wirkungsgrad
ergibt.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft
näher erläutert werden. Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
1 zeigt eine Wasserturbine mit Verstellschaufeln
im Aufriß und teilweise im Schnitt.
2 zeigt in einer schematischen Ansicht
die Umlenkung der Strömung im Bereich der Leitschaufeln.
3a–c zeigen Ausführungsbeispiele
mechanischer Oszillatoren.
4a zeigt das Ablaufschema eines erfindungsgemäßen
Steuerungsverfahrens.
4b zeigt das Ablaufschema eines erfindungsgemäßen
Regelverfahrens.
Zu 1 ist eine spezielle hydraulische
Anlage, nämlich eine Kaplan-Turbine oder einen Propeller mit verstellbaren Schaufeln
dargestellt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Anwendung bei dieser Art von
Strömungsmaschine beschränkt, sondern allgemein auf jede Art von hydraulischen Maschinen
anwendbar.
Die in 1 dargestellte hydraulische Anlage
10 umfaßt einen Strömungskanal 12, in dem Wasser von einem oberen
Niveau zum stromaufwärtigen Ende der Anlage 10 fließt und zu einem stromabwärtigen
Abgabebereich 16 gelangt. Die Anlage 10 umfaßt eine Turbine
18 mit einer Nabe 20, die eine Längsachse 22 aufweist,
ferner eine Mehrzahl von Laufschaufeln 24, die verstellbar an der Nabe
20 angeordnet sind. Jede Schaufel 24 ist um eine Drehachse
26 verdrehbar, die sich im wesentlichen senkrecht zur Längsachse
22 erstreckt. Die Turbine 18 ist im vorliegenden Falle vertikal
dargestellt. Die Erfindung ist jedoch auch anwendbar auf Turbinen, deren Längsachse
und einem Winkel gegen die Vertikale geneigt ist, beispielsweise mit einer horizontalen
Längsachse, je nach Gestaltung des Strömungskanales 12. Außerdem können
die Drehachsen 26 relativ zur Längsachse 22 auch geneigt sein,
somit nicht unbedingt senkrecht zur Längsachse verlaufen.
Zwischen dem stromaufwärtigen Ende 14 und der Drehachse
26 befindet sich ein Abgabering 27, der den Wasserstrom vom stromaufwärtigen
Ende 14 zur Turbine 18 lenkt. Die Anlage 10 umfaßt zahlreiche
Einlaufschaufeln bzw. Leitschaufeln 28, die verdrehbar sind, um die zum
Strömungskanal 12 geleitete Wasserströmung zu richten, ferner feststehende
Schaufeln 30, die dazu dienen, den oberhalb von Turbine 18 befindlichen
Teil der Anlage 10 zu tragen, nämlich ein Drucklager 32, einen
Generator 34, ein zugeordnetes Steuersystem sowie Bauteile, die üblicherweise
im Kraftwerk angeordnet sind und von denen einige ganz allgemein als Regler bezeichnet
werden.
In 2 ist prinzipiell das Verfahren der
Erfindung dargestellt.
Wiederum deutlich zu sehen ist die Leitschaufel 28 der hydraulischen
Maschine, die die Umlenkung des Profils des in Strömungsrichtung 100 strömenden
flüssigen Mediums um den Winke! &agr; in Richtung 102 auf die Laufschaufeln
24 des Laufrades bewirkt.
Der Wirkungsgrad und Arbeitsbereich der hydraulischen Maschine wird
im wesentlichen davon bestimmt, daß die Umlenkung der Strömung 100 um den
Winkel &agr; auf das Laufrad 24 möglichst vollständig
gelingt. Die Erfinder haben nunmehr erkannt, daß das Problem der Stabilisierung
der Umlenkung darin besteht, daß das Profil der Strömung zu Ablösung neigt. Eine
Stabilisierung und damit Verbesserung der Umlenkung kann man dadurch erreichen,
daß man ein stabileres Anlegeverhalten des Profils anstrebt. Erfindungsgemäß wird
dies dadurch erreicht, daß man in der Grenzschicht im Umlenkbereich bzw. in der
Nähe des Umlenkmittels, vorliegend Leitschaufel 28, Energie in die am Umlenkmittel
entstehende Grenzschicht einbringt. Das Einbringen von Energie läßt sich auf verschiedene
Art und Weise erzielen.
Beispielsweise ist es möglich, daß die Leitschaufel 28, wie
in 3a dargestellt, eine Drehschwingung um Achse
104 in die eingezeichneten Positionen 106, 108 ausführt.
Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, daß die Leitschaufel
28, wie in 3b dargestellt, nicht zu Oszillationen,
sondern Pulsationen angeregt wird. Hierbei ändert sich der Außenumfang
110 der Leitschaufel, beispielsweise durch periodisches Zuführen und Abführen
von Arbeitsmedium, beispielsweise Wasser, oder durch Oberflächenänderung periodisch.
Neben einer mechanischen Schwingungsanregung, wie in den
3a und 3b dargestellt,
ist es auch möglich, daß die Leitschaufel 28, wie in 3c
aufgezeigt, Flüssigkeit über in die Schaufel eingebrachte Öffnungen 112
abgibt. Die Flüssigkeitsabgabe kann ebenfalls periodisch erfolgen, so daß durch
Einleiten einer weiteren Strömung im Umlenkbereich hydraulisch Energie zugeführt
wird.
Neben den in den 3a bis 3c
dargestellten Möglichkeiten der Energiezufuhr im Umlenkbereich der Leitschaufel
28, die keineswegs als abschließend betrachtet werden sollen, sind auch
noch andere Arten der Energiezufuhr denkbar.
So kann bereits vor dem Umlenkbereich die Strömung durch das Einbringen
von Turbulenzerzeugern stabilisiert werden, beispielsweise durch Turbulenzdrähte.
Eine energetische Anreicherung der Grenzschicht im Umlenkbereich ist
auch durch Energieumwandlung akustisch zugeführte Energie oder elektromagnetisch
zugeführte Energie möglich. Bei der akustisch zugeführten Energie ist beispielsweise
an Mikrowellengeneratoren zu denken.
Die mechanischen Oszillatoren und/oder Pulsatoren, wie in den
3a und 3b dargestellt,
sind nicht nur an der Leitschaufel selber denkbar, sondern auch an den Wänden der
Zufuhrleitung vor oder im Umlenkbereich. Derartige Ausführungsformen sind in den
dargestellten Figuren nicht gezeigt.
Neben den zuvor beschriebenen hydraulischen Maschinen stellt die Erfindung
auch ein Steuer- und ein Regelverfahren zur Steuerung der Energiezufuhr in die Strömung
der erfindungsgemäßen hydraulischen Maschine zur Verfügung.
In 4a ist das Ablaufdiagramm einer erfindungsgemäßen
Steuerung dargestellt. Zunächst wird der hydraulische Arbeitspunkt der Maschine,
der durch eine oder mehrere der beispielhaft in 4a
angegebenen Größen Fallhöhe, Öffnung, Unterwasserpegel bestimmt wird, vorgegeben.
Aufgrund des vorgegebenen hydraulischen Arbeitspunktes wird mit Hilfe der Steuerung
200 anhand eines Kennfeldes 202, in dem der Zusammenhang zwischen
hydraulischem Arbeitspunkt und den Amplituden-/Frequenzwerten abgelegt ist, ein
Amplituden- und/oder Frequenzwert für die Energieeinspeisung der Mittel zur Erzeugung
von Instationaritäten im Umlenkbereich der Strömung bestimmt, so daß sich im vorgegebenen
hydraulischen Arbeitspunkt der Maschine 204 der optimale Wirkungsgrad ergibt.
Das Kennfeld der hydraulischen Maschine 204, das in der Steuerung
200 abgelegt wird, wird aus Messungen und/oder Berechnungen erhalten.
In 4b ist eine Regelverfahren zur Steuerung
der Energiezufuhr in die Strömung einer erfindungsgemäßen hydraulischen Maschine
dargestellt, bei der die Optimierung des Wirkungsgrades in einem selbst angepaßten
Prozeß erfolgt. Wie schon bei der zuvor beschriebenen Steuerung wird der hydraulische
Arbeitspunkt der Maschine anhand charakteristischer Größen wie beispielsweise der
Fallhöhe, der Öffnung, dem Unterwasserpegel oder auch der Leitradstellung vorgegeben.
Daneben werden bestimmte Verlustindikatoren und/oder die Leistungsabgabe der hydraulischen
Maschine gemessen. Unter Verlustindikatoren werden hier Strömungsphänomene verstanden,
die Verluste anzeigen, wie beispielsweise die Kavitation, die Vibration und Druckpulsationen.
Diese meßtechnisch erfaßten Größen bzw. die Leistungsabgabe werden dazu benutzt,
um in einem geschlossenen Regelkreis mit Hilfe der Regelvorrichtung 300
und einem dort implementierten Regelalgorithmus Frequenz und/oder Amplitude der
Energieeinspeisung mit Hilfe der Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten unabhängig
von den äußeren Randbedingungen derart einzustellen, daß sich im vorgegebenen hydraulischen
Arbeitspunkt der Maschine 302 ein optimaler Wirkungsgrad der Maschine ergibt.
Neben einer Optimierung des Wirkungsgrades könnte alternativ oder zugleich eine
Optimierung weiterer Größen der hydraulischen Maschine, wie beispielsweise der Laufruhe
mit Hilfe der erfindungsgemäßen Regelung gemäß 4b vorgenommen
werden.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur Vergrößerung des Arbeitsbereiches einer hydraulischen
Strömungsmaschine, welche mindestens eine Leitschaufel (28) aufweist, die
einen Umlenkbereich mit einer geführten Strömung zur Verfügung stellt, mit den folgenden
Schritten:
1.1 die Umlenkung der geführten Strömung im Umlenkbereich der Leitschaufel (28)
wird vergrößert, wobei
1.2 zur Vergrößerung der Umlenkung die Instationarität der Strömung
im oder vor dem Umlenkbereich der Leitschaufel (28) vergrößert wird.
- Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Instationarität
der Strömung durch Energiezufuhr vergrößert wird.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiezufuhr
in die Strömung durch Umwandlung mechanischer Energie erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiezufuhr
in die Strömung mit Hilfe von hydraulischer Energie und/oder akustischer Energie
erfolgt.
- Verfahren gemäß einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Energiezufuhr in die Strömung im Umlenkbereich durch Einbringen von Turbulenzerzeugern
vor dem Umlenkbereich in die Strömung selbst erfolgt.
- Hydraulische Maschine mit
6.1 mindestens einer Leitschaufel (28), welche einen Umlenkbereich einer
geführten Strömung aufweist; die hydraulische Maschine ist dadurch gekennzeichnet,
dass
6.2 Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten im oder vor dem Umlenkbereich der
Leitschaufel (28) vorgesehen sind.
- Hydraulische Maschine gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten Mittel zur Umwandlung mechanischer
Energie in hydraulische Energie umfassen.
- Hydraulische Maschine gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Umwandlung mechanischer Energie oszillierende und/oder pulsierende
Schaufeln oder oszillierende und/oder pulsierende Teile von Schaufeln oder oszillierende
und/oder pulsierende Schaufeloberflächen umfassen.
- Hydraulische Maschine gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel zur Umwandlung mechanischer Energie Pulsatoren und/oder Osziliatoren
an den Wänden den Zufuhrleitungen vor oder im Umlenkbereich umfassen.
- Hydraulische Maschine gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel sich lokal zeitlich ändernde Oberflächen von Bauteilen im Umlenkbereich
umfassen.
- Hydraulische Maschine gemäß einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten Mittel zur Umwandlung
hydraulischer Energie in Strömungsenergie umfassen.
- Hydraulische Maschine gemäß einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erzeugen von Instationaritäten Mittel zur Umwandlung
akustischer oder elektromagnetischer Energie in Strömungsenergie umfassen.
- Steuerverfahren zur Steuerung der Energiezufuhr in die Strömung einer
hydraulischen Maschine gemäß einem der Ansprüche 8 bis 9 umfassend die folgenden
Schritte:
13.1 es wird ein hydraulischer Arbeitspunkt vorgegeben;
13.2 anhand eines Kennfeldes (202) wird bei vorgegebenem hydraulischem
Arbeitspunkt die Amplitude und/oder Frequenz der Mittel zur Erzeugung von Instationarität
derart eingestellt, dass sich im vorgegebenen hydraulischen Arbeitspunkt der Maschine
(204) ein optimaler Wirkungsgrad ergibt;
13.3 der hydraulische Arbeitspunkt wird durch mindestens eine der nachfolgenden
Größen bestimmt:
– bei einer Wasserturbine, die eine Fallhöhe aufweist, durch die Fallhöhe;
– bei einer Wasserturbine, welche verstellbare Rotorschaufeln aufweist, um
eine Öffnung für das durch die Turbine strömende Wasser einzustellen, durch die
Öffnung;
– bei einer Wasserturbine, deren Rotorschaufelrad unterhalb eines Wasserpegels
angeordnet ist, durch den Unterwasserpegel;
– durch die Anstellung der Leitradschaufeln
- Regelverfahren zur Regelung der Energiezufuhr in die Strömung einer
hydraulischen Maschine gemäß einem der Ansprüche 8 bis 9, umfassend folgende Schritte:
14.1 es wird ein hydraulischer Arbeitspunkt vorgegeben;
14.2 es werden Verlustindikatoren und/oder Leistungsgrößen der hydraulischen Maschine
ständig ermittelt, die einer Regeleinrichtung (300) zugeführt werden;
14.3 mit Hilfe eines Regelalgorithmus wird in Abhängigkeit vom vorgegebenen Arbeitspunkt
und den rückkoppelten Verlustindikatoren und/oder Leistungsgrößen die Amplitude
und/oder Frequenz der Mittel zur Erzeugung von Instationaritäten derart eingestellt,
dass sich im vorgegebenen hydraulischen Arbeitspunkt der Maschine (302)
ein optimaler Wirkungsgrad ergibt.
- Regelverfahren gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der
hydraulische Arbeitspunkt durch mindestens eine der nachfolgenden Größen bestimmt
wird:
– bei einer Wasserturbine, die eine Fallhöhe aufweist, durch die Fallhöhe;
– bei einer Wasserturbine-, welche verstellbare Rotorschaufeln
aufweist, um eine Öffnung für das durch die Turbine strömende Wasser einzustellen,
durch die Öffnung;
– bei einer Wasserturbine, deren Rotorschaufelrad unterhalb eines Wasserpegels
angeordnet ist, durch den Unterwasserpegel;
– durch die Anstellung der Leitradschaufeln
- Regelverfahren gemäß einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass ein rückgekoppelten Verlustindikator eine der nachfolgenden Größen ist:
– Kavitation
– Vibration
– Druckpulsation
- Regelverfahren gemäß einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die rückgekoppelte Leistungsgröße die elektrische Leistungsabgabe ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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