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Dokumentenidentifikation DE20023474U1 24.06.2004
Titel Baugruppe eines Ölversorgungssystems für einen Ölbrenner
Anmelder Löffeld, Hermann jun., 49536 Lienen, DE
Vertreter Hoffmeister, H., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 20023474
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.06.2004
Registration date 19.05.2004
Application date from patent application 05.05.2000
File number of patent application claimed 100 21 958.6
IPC-Hauptklasse F23K 5/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Baugruppe eines Ölversorgungssystems für ein Ölbrenner-Element, zu dem neben dem Brenner eine ansaugende, elektrisch betriebene Brennerpumpe gehört, mit der über eine Saugleitung von einem Zwischenbehälter Öl ansaugbar ist sowie mit einer Öl-Rücklaufleitung, durch die das nicht von der Brennerdüse verbrauchte Öl in den Zwischenbehälter zurückfließen kann, wobei von einem Öl-Hauptvorratsbehälter der über eine Einstrang-Saugleitung an eine Hauptförderpumpe angeschlossen ist, Öl aus dem Öl-Hauptvorratsbehälter in den Zwischenbehälter pumpbar ist.

Bei Ölversorgungssystemen für Ölheizungen, bei denen der Brenner über eine in das Brennergehäuse eingebaute Brennerpumpe beschickt wird und bei denen mit einem Zwischenbehälter gearbeitet wird, der über eine Hauptförderpumpe über eine Einstrang-Saugleitung ständig auf einem bestimmten Füllniveau gehalten wird, sind bei getrennten Pumpensystemen entsprechende Steuerungs- und Regeleinrichtungen erforderlich. Dies führt zu einem unerwünschten betrieblichen Aufwand. Insbesondere dann, wenn es sich erweist, daß die Brennerpumpe allein die Ölförderung über die Einstrang-Saugleitung nicht bewältigt, ist es erforderlich, eine zusätzliche Hauptförderpumpe einzubauen. Dieser Einbau erfordert als Nachrüstung einen erheblichen Aufwand.

Aus der Schrift DE 299 13 236.6 ist ein Heizöl-Förderaggregat mit einer Baugruppe für einen Ölbrenner entsprechend der eingangs genannten Gattung bekannt. Bei der bekannten Baugruppe ist ein kugeliger Zwischenbehälter vorhanden, an dessen Unterseite ein Entnahmestutzen mit Ölanschluss für den Brenner vorgesehen ist. Zusammen mit der Hauptförderpumpe, einem Manometer, einer Verzweigung und dem Zwischenbehälter ergibt sich ein Förderaggregat, das auf eine Wand als Bauelement mit einer Öl-Auffangwanne montiert werden kann.

Nachteilig hierbei ist, dass der kugelige Öl-Zwischenbehälter eine spezielle Konstruktion aufweist, die ihn nur sehr schwer in Bezug auf den eigentlichen Ölbrenner anbringen lässt. Darüber hinaus wird die Pumpleistung des Brenners nicht ausgenutzt.

Es stellt sich die Aufgabe, den Zwischenbehälter in seiner Zuordnung zur Brennerpumpe und zum Brenner zu einer Baugruppe zusammenzufassen, so dass ein einfacher Zusammenbau, ein leichterer Austausch und eine Rechts-Links-Vertauschung, entsprechend der Anbringungssituation leicht möglich sind.

Diese Aufgabe wird gelöst bei einer Baugruppe gemäß Oberbegriff des Anspruches 1, bei der in einem Gehäuse kompakt die Hauptförderpumpe mit Antriebsmotor und der Zwischenbehälter angeordnet sind, wobei der Zwischenbehälter den Boden des Gehäuses und mit seinem Deckel eine Standfläche für den Elektromotor der Hauptförderpumpe bildet.

Es ist bekannt, bei Ölversorgungssystemen sogenannte Wieland-Stecker zu verwenden, um die elektrischen Elemente miteinander zu verbinden, beispielsweise die Brennerpumpe mit einem Thermostat-Steuerungssystem. Demnach sind bei vorhandenen Ölversorgungssystemen derartige Wieland-Stecker vorhanden, so daß bei kompatibler Verwendung der Wieland-Stecker eine Installation erleichtert wird. So wird vorgeschlagen, daß die steuernde Bedarfsschaltung der Brennerpumpe und der Steuerkreis der Hauptförderpumpe durch derartige Wieland-Stecker zu verbinden.

Im allgemeinen wird die Schaltung bei einem Ölversorgungssystem gemäß Erfindung so vorgenommen, daß das Steuerungssignal der Bedarfsschaltung zunächst die Hauptförderpumpe erreicht und von dort an die steuernde Bedarfsschaltung der Brennerpumpe und den Steuerkreis der Hauptförderpumpe weitergeleitet wird.

Aus Sicherheitsgründen ist der Brenner mit einem Flammenwächter-Signalgeber ausgestattet. Die Schaltung ist so angelegt, daß ein Signal, das vom Flammenwächter-Signalgeber ausgeht und die Brennerpumpe abschaltet, auch die Hauptförderpumpe abschaltet.

Eine wesentliche Rolle bei der Betriebssteuerung des Ölversorgungssystems bildet der Zwischenbehälter. Dieser wird vorzugsweise im wesentlichen druckdicht geschlossen sein, so daß durch den Druck im Zwischenbehälter die Pumpleistung der Hauptförderpumpe beeinflußbar ist. So kann bei Druckanstieg in Zwischenbehälter die Pumpleistung der Hauptförderpumpe umgekehrt proportional sinken (und umgekehrt bei Druckabsinken steigen). Darüber hinaus kann bei einem gewählten Maximum des Drucks in Zwischenbehälter die Pumpleistung auch bei laufender Hauptförderpumpe auf Null gehen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Die Figuren der Zeichnung zeigen:

1 in schematischer Darstellung ein Ölversorgungssystem gemäß Erfindung;

2 eine in ein Gehäuse gestellte Baugruppe für die Installation eines Ölversorgungssystems.

Das in der 1 der Zeichnung schematisch dargestellte Ölversorgungssystem für eine Ölheizung 100 ist für übliche Haushaltsanlagen mit einer Verbrauchsleitung von 1 bis 5 Liter pro Stunde Heizöl (Typ Heizöl EL) ausgelegt. Erfindungswesentlich ist, daß nur eine Einstrang-Saugleitung 2 zwischen einem Heizöltank 1 und der Ölheizung 100 vorgesehen ist.

Ein Brenner 12 ist mit einer Brennerpumpe 13 bestückt, die das Heizöl durch eine Brennerdüse drückt, wobei dieses im Heizraum eines Kessels 10 verbrennt. Die elektrisch betriebene Brennerpumpe 13 ist mit einem sogenannten Wieland-Stecker 11 versehen und wird über eine elektrische Leitung 14a mit einem Signal beaufschlagt, welches die Brennerpumpe 13 zum Laufen bzw. zum Stillstand bringt. Hierauf wird noch eingegangen.

Das für die Brennerpumpe 13 erforderliche Heizöl wird aus einem geschlossenen Zwischenbehälter 6 bezogen. Hierzu ist eine Saugleitung 7 zur Brennerpumpe 13 vorgesehen, die vom Zwischenbehälter 6 bis zur Brennerpumpe 13 reicht. Da der größere Teil des Heizöls bei üblicher Leistung der Brennerpumpe und der Brennerdüse unverbraucht bleibt, ist für diesen Teil des Öls eine Rücklaufleitung 8 zum Zwischenbehälter 6 vorgesehen.

Der geschlossene, im wesentlichen Druckdichte Zwischenbehälter 6 faßt etwa 2 bis 6 Liter Heizöl. Er ist an seinem geschlossenen Deckel 24 mit einem Entlüftungsventil 5 versehen, das ebenfalls ein Teil des geschlossenen Systems ist, das heißt keinen Druckabfall im Zwischenbehälter verursacht.

Dem Zwischenbehälter 6 vorgeschaltet ist die Einstrang-Saugleitung 2, die zu einem entfernt angeordneten Heizöltank 1 führt und mit diesem verbunden ist. Die Saugleitung 2 endet über ein Bypass-Filter 19 und eine Zwischenleitung 18 an einer Hauptförderpumpe 16, mit der das aus dem Heizöltank 1 herangeschaffte Heizöl in den Zwischenbehälter 6 gegen den dort herrschenden Druck über die Leitung 25 eingepumpt wird.

Mit Hilfe einer Bypass-Leitung 3 kann die Pumpe 16 Heizöl aus dem Zwischenbehälter 6 auch bei Trockenlauf-Gefahr heranziehen, so daß ein Trockenlaufen der Pumpe verhindert wird. Der Pumpe 16 ist weiterhin eine Rücklaufleitung 17 zugeordnet, die in dem Bypass-Filter 19 endet, so daß ein eventueller Überschuß der Pumpe in diesem Bypass 171918 geführt wird.

Die Hauptförderpumpe 16 wird im vorliegenden Fall direkt durch eine Kesselsteuerung 9, die die Hauptförderpumpe entsprechend einer Thermostat-Bedarfschaltung anstellt und abstellt, gesteuert. Gleichzeitig ist über die Leitung 14 die Brennerpumpe 13 mit dem Steuerkreis der Hauptförderpumpe 16 gekoppelt, so daß die beiden Pumpen 13 und 16 immer gleichzeitig laufen.

Wie erkennbar ist, kann die Hauptförderpumpe 16 ebenfalls über einen genormten Wieland-Stecker 15, 15' mit der zugehörigen Leitung verbunden werden. Es ergibt sich damit der Vorteil, daß die beiden Pumpen 13 und 16 bei der Montage und bei einer eventuellen Nachrüstung des Ölheizungssystems gekoppelt eingebaut werden können und über einen einzigen Steuerkreis vertrieben werden.

Die Funktion des vorbeschriebenen Ölheizungssystems ist demnach wie folgt: Sobald ein Thermostat 30 die Kesselschaltung 9 aktiviert, wird die Hauptförderpumpe 16 in Betrieb gesetzt. Sie fördert Heizöl aus dem Heizöltank 1. Gleichzeitig läuft die Brennerpumpe an und das verbrennende Öl erwärmt den Kessel 10. Sollte die Hauptförderpumpe 16 mehr Öl fördern, als die Brennerpumpe 13 gleichzeitig verbraucht, so steigen der Ölspiegel und der Druck im Behälter 6. Ist der Gegendruck im Behälter 6 dann zu groß, was sich durch den entsprechenden Ölstand von selbst einstellt, so fördert die Pumpe 16 nicht mehr und zwar so lange, bis der entsprechende Gegendruck im Behälter 6 durch Verbrauch durch die Brennerpumpe 13 wieder abgesunken ist.

2 zeigt eine Baugruppe 22 bei der wesentliche Teile, die zur Installation eines Ölversorgungssystems erforderlich sind, in einem Gehäuse 20 kompakt vereint sind. So finden sich die Hauptförderpumpe 16 mit dem Antriebsmotor 21 und ein Entlüftungsventil 5. Wesentlich ist, daß der für das System erforderliche Zwischenbehälter 6 sich als Doppelboden innerhalb des Gehäuses 20 findet, wobei der Deckel 24 des Zwischenbehälters 6 wiederum die Stellfläche für den Antriebsmotor und die Förderpumpe bilden. Das Volumen des quaderförmigen Gehäuses 22 beträgt insgesamt etwa 20 Liter, wobei der Zwischenbehälter nur ein Volumen von etwa 2 bis 4 Liter einnimmt.

Von der Hauptförderpumpe 16 führen zwei stutzenartige Leitungen 17, 18 durch eine Gehäusewand 26 nach außen, wo der Ölfilter 19 vorgesehen ist. Vom Zwischenbehälter 6 führen zwei Stutzen 27 und 28 nach außen, die die Anschlüsse zu den beiden Leitungen 7 bzw. 8 bilden. An der Außenseite des Gehäuses des benachbarten Antriebsmotor 21 der Hauptförderpumpe 16 sind elektrische Kabelverbindungselemente 23 zu erkennen, von denen eines ein Teil eines Wieland-Steckers 15 ist.

Es ist ersichtlich, daß die Baugruppe, wie in 2 dargestellt ist, bei Bedarf, insbesondere bei einer Nachinstallation einer Hauptförderpumpe sehr leicht in das Ölversorgungssystem eingestellt werden kann, ohne daß es großer Montage- und Lötarbeiten bedarf. Das selbstregulierende System aus Zwischenbehälter und Pumpenleistung erfordert zudem keine weiteren Regelungen und Regelkreise, so daß auch hier eine wesentliche Vereinfachung gegeben ist. Die Brennerpumpe holt sich jeweils eine ausreichende Menge Heizöl, wobei die Pumpenleistung der beiden Pumpen 13 und 16 soweit aufeinander abgestimmt werden kann, daß ein redundanter Energieverbrauch vermieden wird. Alle Teile die verschließen können sind hierbei leicht zugänglich. Auch ein Auswechseln ist durch die Verwendung der genannten Wieland-Stecker weitgehend vereinfacht. Der Einsatz von Flammenwächter-Signalgebern, die in die Kesselsteuerung eingebaut sind, wird zuverlässig eingesetzt. Ein Signal, das vom Flammenwächter-Signalgeber ausgeht und die Brennerpumpe abschaltet schaltet auch die Hauptförderpumpe ab.


Anspruch[de]
  1. Baugruppe eines Ölversorgungssystems für ein Ölbrenner-Element, zu dem neben dem Brenner eine ansaugende, elektrisch betriebene Brennerpumpe (13) gehört, mit der über eine Saugleitung (7) von einem Zwischenbehälter (6) Öl ansaugbar ist, mit einer Öl-Rücklaufleitung (8), durch die das nicht von der Brennerdüse verbrauchte Öl in den Zwischenbehälter (6) zurückfließen kann, wobei von einem Öl-Hauptvorratsbehälter (1), der über eine Einstrang-Saugleitung (2) an eine weitere Pumpe (Hauptförderpumpe 16) angeschlossen ist, Öl aus dem Öl-Hauptvorratsbehälter (1) in den Zwischenbehälter (6) pumpbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Gehäuse (20) kompakt die Hauptförderpumpe (16) mit Antriebsmotor (21) und der Zwischenbehälter (6) angeordnet sind, wobei der Zwischenbehälter den Boden des Gehäuses (20) und mit seinem Deckel (24) eine Standfläche für den Elektromotor (21) der Hauptförderpumpe (16) bildet.
  2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die steuernde Bedarfsschaltung der Brennerpumpe (13) und der Steuerkreis der Hauptförderpumpe (16) derart gekoppelt sind, daß die Brennerpumpe (13) und die Hauptförderpumpe (16) immer gleichzeitig laufen.
  3. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die steuernde Bedarfsschaltung der Brennerpumpe (13) und der Steuerkreis der Hauptförderpumpe durch sog. Wieland-Stecker (11, 15) verbunden sind.
  4. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenbehälter (6) im wesentlichen druckdicht geschlossen ist, so daß durch den Druck im Zwischenbehälter (6) die Pumpleistung der Hauptförderpumpe (16) beeinflußbar ist, wobei bei Druckanstieg im Zwischenbehälter die Pumpleistung der Hauptförderpumpe umgekehrt proportional sinkt und umgekehrt bei Druckabsinken die Pumpleistung steigt.
  5. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenbehälter (6) mit einem Entlüftungsventil versehen ist.
  6. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Gehäuses benachbart zum Antriebsmotor der Hauptförderpumpe (16) elektrische Kabelverbindungselemente (23) angebracht sind.
  7. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ölfilter (19) außerhalb des Gehäuses, jedoch starr verbunden mit den beiden Leitungen (17, 18) zur Hauptförderpumpe, vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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