Die Erfindung betrifft eine Baugruppe eines Ölversorgungssystems für
ein Ölbrenner-Element, zu dem neben dem Brenner eine ansaugende, elektrisch betriebene
Brennerpumpe gehört, mit der über eine Saugleitung von einem Zwischenbehälter Öl
ansaugbar ist sowie mit einer Öl-Rücklaufleitung, durch die das nicht von der Brennerdüse
verbrauchte Öl in den Zwischenbehälter zurückfließen kann, wobei von einem Öl-Hauptvorratsbehälter
der über eine Einstrang-Saugleitung an eine Hauptförderpumpe angeschlossen ist,
Öl aus dem Öl-Hauptvorratsbehälter in den Zwischenbehälter pumpbar ist.
Bei Ölversorgungssystemen für Ölheizungen, bei denen der Brenner über
eine in das Brennergehäuse eingebaute Brennerpumpe beschickt wird und bei denen
mit einem Zwischenbehälter gearbeitet wird, der über eine Hauptförderpumpe über
eine Einstrang-Saugleitung ständig auf einem bestimmten Füllniveau gehalten wird,
sind bei getrennten Pumpensystemen entsprechende Steuerungs- und Regeleinrichtungen
erforderlich. Dies führt zu einem unerwünschten betrieblichen Aufwand. Insbesondere
dann, wenn es sich erweist, daß die Brennerpumpe allein die Ölförderung über die
Einstrang-Saugleitung nicht bewältigt, ist es erforderlich, eine zusätzliche Hauptförderpumpe
einzubauen. Dieser Einbau erfordert als Nachrüstung einen erheblichen Aufwand.
Aus der Schrift DE 299 13 236.6
ist ein Heizöl-Förderaggregat mit einer Baugruppe für einen Ölbrenner entsprechend
der eingangs genannten Gattung bekannt. Bei der bekannten Baugruppe ist ein kugeliger
Zwischenbehälter vorhanden, an dessen Unterseite ein Entnahmestutzen mit Ölanschluss
für den Brenner vorgesehen ist. Zusammen mit der Hauptförderpumpe, einem Manometer,
einer Verzweigung und dem Zwischenbehälter ergibt sich ein Förderaggregat, das auf
eine Wand als Bauelement mit einer Öl-Auffangwanne montiert werden kann.
Nachteilig hierbei ist, dass der kugelige Öl-Zwischenbehälter eine
spezielle Konstruktion aufweist, die ihn nur sehr schwer in Bezug auf den eigentlichen
Ölbrenner anbringen lässt. Darüber hinaus wird die Pumpleistung des Brenners nicht
ausgenutzt.
Es stellt sich die Aufgabe, den Zwischenbehälter in seiner Zuordnung
zur Brennerpumpe und zum Brenner zu einer Baugruppe zusammenzufassen, so dass ein
einfacher Zusammenbau, ein leichterer Austausch und eine Rechts-Links-Vertauschung,
entsprechend der Anbringungssituation leicht möglich sind.
Diese Aufgabe wird gelöst bei einer Baugruppe gemäß Oberbegriff des
Anspruches 1, bei der in einem Gehäuse kompakt die Hauptförderpumpe mit Antriebsmotor
und der Zwischenbehälter angeordnet sind, wobei der Zwischenbehälter den Boden des
Gehäuses und mit seinem Deckel eine Standfläche für den Elektromotor der Hauptförderpumpe
bildet.
Es ist bekannt, bei Ölversorgungssystemen sogenannte Wieland-Stecker
zu verwenden, um die elektrischen Elemente miteinander zu verbinden, beispielsweise
die Brennerpumpe mit einem Thermostat-Steuerungssystem. Demnach sind bei vorhandenen
Ölversorgungssystemen derartige Wieland-Stecker vorhanden, so daß bei kompatibler
Verwendung der Wieland-Stecker eine Installation erleichtert wird. So wird vorgeschlagen,
daß die steuernde Bedarfsschaltung der Brennerpumpe und der Steuerkreis der Hauptförderpumpe
durch derartige Wieland-Stecker zu verbinden.
Im allgemeinen wird die Schaltung bei einem Ölversorgungssystem gemäß
Erfindung so vorgenommen, daß das Steuerungssignal der Bedarfsschaltung zunächst
die Hauptförderpumpe erreicht und von dort an die steuernde Bedarfsschaltung der
Brennerpumpe und den Steuerkreis der Hauptförderpumpe weitergeleitet wird.
Aus Sicherheitsgründen ist der Brenner mit einem Flammenwächter-Signalgeber
ausgestattet. Die Schaltung ist so angelegt, daß ein Signal, das vom Flammenwächter-Signalgeber
ausgeht und die Brennerpumpe abschaltet, auch die Hauptförderpumpe abschaltet.
Eine wesentliche Rolle bei der Betriebssteuerung des Ölversorgungssystems
bildet der Zwischenbehälter. Dieser wird vorzugsweise im wesentlichen druckdicht
geschlossen sein, so daß durch den Druck im Zwischenbehälter die Pumpleistung der
Hauptförderpumpe beeinflußbar ist. So kann bei Druckanstieg in Zwischenbehälter
die Pumpleistung der Hauptförderpumpe umgekehrt proportional sinken (und umgekehrt
bei Druckabsinken steigen). Darüber hinaus kann bei einem gewählten Maximum des
Drucks in Zwischenbehälter die Pumpleistung auch bei laufender Hauptförderpumpe
auf Null gehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
1 in schematischer Darstellung ein Ölversorgungssystem
gemäß Erfindung;
2 eine in ein Gehäuse gestellte Baugruppe
für die Installation eines Ölversorgungssystems.
Das in der 1 der Zeichnung schematisch
dargestellte Ölversorgungssystem für eine Ölheizung 100 ist für übliche
Haushaltsanlagen mit einer Verbrauchsleitung von 1 bis 5 Liter pro Stunde Heizöl
(Typ Heizöl EL) ausgelegt. Erfindungswesentlich ist, daß nur eine Einstrang-Saugleitung
2 zwischen einem Heizöltank 1 und der Ölheizung 100 vorgesehen
ist.
Ein Brenner 12 ist mit einer Brennerpumpe 13 bestückt,
die das Heizöl durch eine Brennerdüse drückt, wobei dieses im Heizraum eines Kessels
10 verbrennt. Die elektrisch betriebene Brennerpumpe 13 ist mit
einem sogenannten Wieland-Stecker 11 versehen und wird
über eine elektrische Leitung 14a mit einem Signal beaufschlagt, welches
die Brennerpumpe 13 zum Laufen bzw. zum Stillstand bringt. Hierauf wird
noch eingegangen.
Das für die Brennerpumpe 13 erforderliche Heizöl wird aus
einem geschlossenen Zwischenbehälter 6 bezogen. Hierzu ist eine Saugleitung
7 zur Brennerpumpe 13 vorgesehen, die vom Zwischenbehälter
6 bis zur Brennerpumpe 13 reicht. Da der größere Teil des Heizöls
bei üblicher Leistung der Brennerpumpe und der Brennerdüse unverbraucht bleibt,
ist für diesen Teil des Öls eine Rücklaufleitung 8 zum Zwischenbehälter
6 vorgesehen.
Der geschlossene, im wesentlichen Druckdichte Zwischenbehälter
6 faßt etwa 2 bis 6 Liter Heizöl. Er ist an seinem geschlossenen Deckel
24 mit einem Entlüftungsventil 5 versehen, das ebenfalls ein Teil
des geschlossenen Systems ist, das heißt keinen Druckabfall im Zwischenbehälter
verursacht.
Dem Zwischenbehälter 6 vorgeschaltet ist die Einstrang-Saugleitung
2, die zu einem entfernt angeordneten Heizöltank 1 führt und mit
diesem verbunden ist. Die Saugleitung 2 endet über ein Bypass-Filter
19 und eine Zwischenleitung 18 an einer Hauptförderpumpe
16, mit der das aus dem Heizöltank 1 herangeschaffte Heizöl in
den Zwischenbehälter 6 gegen den dort herrschenden Druck über die Leitung
25 eingepumpt wird.
Mit Hilfe einer Bypass-Leitung 3 kann die Pumpe
16 Heizöl aus dem Zwischenbehälter 6 auch bei Trockenlauf-Gefahr
heranziehen, so daß ein Trockenlaufen der Pumpe verhindert wird. Der Pumpe
16 ist weiterhin eine Rücklaufleitung 17 zugeordnet, die in dem
Bypass-Filter 19 endet, so daß ein eventueller Überschuß der Pumpe in diesem
Bypass 17–19–18 geführt wird.
Die Hauptförderpumpe 16 wird im vorliegenden Fall direkt
durch eine Kesselsteuerung 9, die die Hauptförderpumpe entsprechend einer
Thermostat-Bedarfschaltung anstellt und abstellt, gesteuert. Gleichzeitig ist über
die Leitung 14 die Brennerpumpe 13 mit dem Steuerkreis der Hauptförderpumpe
16 gekoppelt, so daß die beiden Pumpen 13 und 16 immer
gleichzeitig laufen.
Wie erkennbar ist, kann die Hauptförderpumpe 16 ebenfalls
über einen genormten Wieland-Stecker 15, 15' mit der zugehörigen
Leitung verbunden werden. Es ergibt sich damit der Vorteil, daß die beiden Pumpen
13 und 16 bei der Montage und bei einer eventuellen Nachrüstung
des Ölheizungssystems gekoppelt eingebaut werden können und über einen einzigen
Steuerkreis vertrieben werden.
Die Funktion des vorbeschriebenen Ölheizungssystems ist demnach wie
folgt: Sobald ein Thermostat 30 die Kesselschaltung 9 aktiviert,
wird die Hauptförderpumpe 16 in Betrieb gesetzt. Sie fördert Heizöl aus
dem Heizöltank 1. Gleichzeitig läuft die Brennerpumpe an und das verbrennende
Öl erwärmt den Kessel 10. Sollte die Hauptförderpumpe 16 mehr
Öl fördern, als die Brennerpumpe 13 gleichzeitig verbraucht, so steigen
der Ölspiegel und der Druck im Behälter 6. Ist der Gegendruck im Behälter
6 dann zu groß, was sich durch den entsprechenden Ölstand von selbst einstellt,
so fördert die Pumpe 16 nicht mehr und zwar so lange, bis der entsprechende
Gegendruck im Behälter 6 durch Verbrauch durch die Brennerpumpe
13 wieder abgesunken ist.
2 zeigt eine Baugruppe 22 bei
der wesentliche Teile, die zur Installation eines Ölversorgungssystems erforderlich
sind, in einem Gehäuse 20 kompakt vereint sind. So finden sich die Hauptförderpumpe
16 mit dem Antriebsmotor 21 und ein Entlüftungsventil
5. Wesentlich ist, daß der für das System erforderliche Zwischenbehälter
6 sich als Doppelboden innerhalb des Gehäuses 20 findet, wobei
der Deckel 24 des Zwischenbehälters 6 wiederum die Stellfläche
für den Antriebsmotor und die Förderpumpe bilden. Das Volumen des quaderförmigen
Gehäuses 22 beträgt insgesamt etwa 20 Liter, wobei der Zwischenbehälter
nur ein Volumen von etwa 2 bis 4 Liter einnimmt.
Von der Hauptförderpumpe 16 führen zwei stutzenartige Leitungen
17, 18 durch eine Gehäusewand 26 nach außen, wo der Ölfilter
19 vorgesehen ist. Vom Zwischenbehälter 6 führen zwei Stutzen
27 und 28 nach außen, die die Anschlüsse zu den beiden Leitungen
7 bzw. 8 bilden. An der Außenseite des Gehäuses des benachbarten
Antriebsmotor 21 der Hauptförderpumpe 16 sind elektrische Kabelverbindungselemente
23 zu erkennen, von denen eines ein Teil eines Wieland-Steckers
15 ist.
Es ist ersichtlich, daß die Baugruppe, wie in 2
dargestellt ist, bei Bedarf, insbesondere bei einer Nachinstallation einer Hauptförderpumpe
sehr leicht in das Ölversorgungssystem eingestellt werden kann, ohne daß es großer
Montage- und Lötarbeiten bedarf. Das selbstregulierende System aus Zwischenbehälter
und Pumpenleistung erfordert zudem keine weiteren Regelungen und Regelkreise, so
daß auch hier eine wesentliche Vereinfachung gegeben ist. Die Brennerpumpe holt
sich jeweils eine ausreichende Menge Heizöl, wobei die Pumpenleistung der beiden
Pumpen 13 und 16 soweit aufeinander abgestimmt werden kann, daß
ein redundanter Energieverbrauch vermieden wird. Alle Teile die verschließen können
sind hierbei leicht zugänglich. Auch ein Auswechseln ist durch die Verwendung der
genannten Wieland-Stecker weitgehend vereinfacht. Der Einsatz von Flammenwächter-Signalgebern,
die in die Kesselsteuerung eingebaut sind, wird zuverlässig eingesetzt. Ein Signal,
das vom Flammenwächter-Signalgeber ausgeht und die Brennerpumpe abschaltet schaltet
auch die Hauptförderpumpe ab.