PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60100634T2 24.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001134209
Titel Optisch-aktive Phosphatverbindung und deren Verwendung
Anmelder Tosoh Corp., Shinnanyo, Yamaguchi, JP
Erfinder Inanaga, Junji, Fukuoka-shi, Fukuoka-ken, JP
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 60100634
Vertragsstaaten CH, DE, GB, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.03.2001
EP-Aktenzeichen 011059201
EP-Offenlegungsdatum 19.09.2001
EP date of grant 27.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.06.2004
IPC-Hauptklasse C07C 39/14
IPC-Nebenklasse C07C 37/18   C07F 9/6574   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein optisch aktives Binaphthol-Derivat und ein optisch aktives Phosphat-Derivat sowie deren Verwendung. Es ist zu erwarten, dass das optisch aktive Binaphthol-Derivat und das optisch aktive Phosphat-Derivat der vorliegenden Erfindung beispielsweise als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Katalysatoren für verschiedene asymmetrische Synthesen nutzbar sind, und das optisch aktive Phosphat-Derivat allein ist eine nützliche Verbindung mit einem hohen Asymmetrie-Identifizierungsvermögen.

Beschreibung des Standes der Technik

Das erfindungsgemäße optisch aktive Binaphthol-Derivat und das von diesem abgeleitete optisch aktive Phosphat-Derivat sind bisher nicht bekannt und sind neue Verbindungen.

Als Asymmetrie-Identifizierungsagens ist ein Komplex mit Europium als Mittelmetall, wie etwa Eu-DPM, Eu-PTA, Eu(hfc) oder Eu(Tfc), oder (R)-(+)-2-Methoxy-2-(trifluormethyl)phenylessigsäure, im Handel erhältlich.

Außerdem ist bekannt, dass 1,1'-Binaphthyl-2,2'-diol als Chiralverschiebungsreagens zur Bestimmung der enantiomeren Reinheit einer breiten Palette organischer Verbindungen zweckmäßig ist [z. B. Toda, F. et. al., Chem. Lett., 131 (1988)]. Außerdem ist als Asymmetrie-Identifizierungselement 3,3'-(3,5-Diphenylphenyl)-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylphosphorsäure bekannt (76. Jahres-Frühjahrstagung der Japanischen Chemischen Gesellschaft, 1999, 3C1 05).

Die im Handel erhältlichen herkömmlichen Agenzien, die Metallkomplexe von z. B. Europium verwenden, können in Abhängigkeit von den asymmetrisch zu identifizierenden Verbindungen reagieren, und ihr Anwendungsbereich ist begrenzt. Außerdem haben (R)-(+)-2-Methoxy-2-(trifluormethyl)phenylessigsäure und ähnliche Verbindungen Wasserstoff, der sich bei der kernmagnetischen Resonanzspektralanalyse (nachstehend kurz als NMR bezeichnet) mit sp3-Kohlenstoff verbindet, wodurch je nach Art der asymmetrisch zu identifizierenden Verbindung die chemische Verschiebung wahrscheinlich überlappt wird, sodass keine Bestimmung erfolgen kann.

1,1'-Binaphtyl-2,2'diol ist zwar ein ausgezeichnetes Agens mit einem relativ geringen Vermögen, mit einer asymmetrisch zu identifizierenden Verbindung zu reagieren, aber seine Wechselwirkung mit der asymmetrisch zu identifizierenden Verbindung ist gering, sodass es in großer Menge verwendet werden muss, und sein Asymmetrie-Identifizierungsvermögen ist nicht völlig zufriedenstellend.

3,3'-(3,5-Diphenylphenyl)-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylphosphorsäure zeigt zwar eine gute Leistung als Asymmetrie-Identifizierungsagens, aber ihr Asymmetrie-Identifizierungsvermögen ist noch nicht ausreichend und es besteht der Wunsch nach Entwicklung eines Agens mit einer noch höheren Leistungsfähigkeit.

Kurze Darstellung der Erfindung

Um die vorgenannten Probleme zu lösen, haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung umfangreiche Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt, eine Verbindung mit einem höheren Asymmetrie-Identifizierungsvermögen zu entwickeln, und haben im Ergebnis ein neues Binaphthol-Derivat als Zwischenprodukt und ein neues optisch aktives Phosphat-Derivat als Asymmetrie-Identifizierungsagens gefunden. Die vorliegende Erfindung ist aufgrund dieser Entdeckung realisiert worden.

Und zwar stellt die vorliegende Erfindung Folgendes bereit:

ein optisch aktives Binaphthol-Derivat mit der folgenden Formel (1) oder (2):

ein Verfahren zum Herstellen des optisch aktiven Binaphthol-Derivats, das das Zur-Reaktion-Bringen von 9-Anthrylborsäure mit (R)- oder (S)-3,3'-Diiodo-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylbis(methoxymethyl)ether und anschließende Hydrolyse umfasst;

ein optisch aktives Phosphat-Derivat mit der folgenden Formel (3) oder (4)
ein Verfahren zum Herstellen des Phosphat-Derivats, das das Zur-Reaktion-Bringen eines optisch aktiven Binaphthol-Derivats der vorstehenden Formel (1) oder (2) mit Phosphor(V)-oxidchlorid und anschließende Hydrolyse umfasst; und

ein Asymmetrie-Identifizierungsagens mit einem Phosphat-Derivat der vorgenannten Formel (3) oder (4).

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Nachstehend wird die vorliegende Erfindung anhand der bevorzugten Ausführungsformen näher beschrieben.

Das erfindungsgemäße Binaphthol-Derivat der vorgenannten Formel (1) oder (2) kann durch Zur-Reaktion-Bringen von 9-Anthrylborsäure, die nach einem aus der Literatur bekannten Verfahren gewonnen werden kann, mit 3,3'-Diiodo-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylbis(methoxymethyl)ether, der ebenfalls nach einem aus der Literatur bekannten Verfahren gewonnen werden kann, unter Verwendung von im Handel erhältlichen optisch aktivem (R)- oder (S)-1,1'-Binaphtyl-2,2'diol als Ausgangsstoffe und anschließende Hydrolyse, um alle Schutzgruppen zu eliminieren, hergestellt werden. Das erhaltene Binaphthol-Derivat der vorgenannten Formel (1) oder (2) kann durch Zur-Reaktion-Bringen mit Phosphor(V)-oxidchlorid und anschließende Hydrolyse in das optisch aktive Phosphat-Derivat der vorgenannten Formel (3) oder (4) umgesetzt werden.

Die Bedingungen für die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindung der vorgenannten Formel (1) oder (2) sind nicht besonders beschränkt. Beispielsweise können in einem 1,2-Dimethoxyethan-Lösungsmittel in Gegenwart von Tetrakis(triphenylphosphin)palladium(O) als Katalysator und Bariumhydroxid als Base (R)- oder (S)-3,3'-Diiodo-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylbis(methoxymethyl)ether und 9-Anthrylborsäure etwa 24 Stunden unter Erwärmung zur Reaktion gebracht werden, um 3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylbis(mehoxymethyl)ether zu erhalten, der dann etwa einen Tag unter Erwärmung in einer wässrigen Toluen-Methanol-Chlorwasserstoffsäure-Lösung reagieren gelassen wird, um das gewünschte Produkt zu erhalten.

Die Bedingungen für die Herstellung des erfindungsgemäßen Phosphat-Derivats der vorgenannten Formel (3) oder (4) sind nicht besonders beschränkt. Beispielsweise können das Binaphthol-Derivat der vorgenannten Formel (1) oder (2) und Phosphor(V)-oxidchlorid in einem Dichlormethan-Lösungsmittel in Gegenwart von Triethylamin bei Raumtemperatur etwa 12 Stunden zur Reaktion gebracht werden, dann weitere 12 Stunden in Gegenwart von Natriumcarbonat in einem Tetrahydrofuran(THF)-Wasser-Lösungsmittel unter Erwärmung zur Reaktion gebracht werden und dann nochmals 12 Stunden in einer wässrigren Chlorwasserstoffsäurelösung erwärmt werden, um das gewünschte Produkt zu erhalten.

Für die erfindungsgemäßen Verfahren gibt es keine besonderen Beschränkungen hinsichtlich der Anteile der Reagenzien, der Menge des Lösungsmittels, der Temperatur, der Zeit usw.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen der vorgenannten Formeln (1) bis (4) können als asymmetrische Elemente für Katalysatoren für asymmetrische Synthesen, als optische Auflösungsagenzien, Packungsmaterialien für optisch aktive Säulen und Asymmetrie-Identifizierungsagenzien bei NMR-Messungen verwendet werden.

Nachstehend wird die Verwendung als Asymmetrie-Identifizierungsagens bei NMR-Messungen beschrieben.

Das erfindungsgemäße optisch aktive Phosphat-Derivat hat keinen sp3-Kohlenstoff, sodass sich seine chemische Verschiebung nicht mit einer asymmetrisch zu identifizierenden Verbindung bei der NMR-Messung überlappt.

Als spezielles Verfahren für die Verwendung des erfindungsgemäßen Phosphat-Derivats als Asymmetrie-Identifizierungsagens bei der NMR-Messung werden vorgegebene Mengen des erfindungsgemäßen Phosphat-Derivats und der asymmetrisch zu identifizierenden Verbindung gemischt und in einem Lösungsmittel für NMR-Messungen, wie etwa Chloroform oder Schwerbenzol, gelöst, und danach wird die chemische Verschiebung durch Protonen- oder Kohlenstoff-NMR gemessen.

Verbindungen, für die das erfindungsgemäße Phosphat-Derivat als Asymmetrie-Identifizierungsagens verwendet werden kann, sind nicht besonders beschränkt. Das erfindungsgemäße Phosphat-Derivat zeigt jedoch ein Asymmetrie-Identifizierungsvermögen gegenüber Alkoholen, Aminen, Carbonsäuren und Sulfoxiden, die asymmetrisch sind.

Die Menge des erfindungsgemäßen Phosphat-Derivats, das als Asymmetrie-Identifizierungsagens verwendet werden soll, sollte theoretisch adäquat eine äquimolare Menge zu einem optischen Isomer sein, um eine Koordination zu erreichen, und dadurch kann in der Tat ein hohes Identifizierungsvermögen erreicht werden. Gegebenenfalls kann das Identifizierungsvermögen durch Verwendung des Phosphat-Derivats in einer Menge von etwa 2 Mol weiter erhöht werden. Insbesondere wenn die Asymmetrie-Identifizierung eines racemischen Alkohols durchgeführt wird, wird ein adäquates Asymmetrie-Identifizierungsvermögen durch Zugabe von nur 0,5 Mol des erfindungsgemäßen Phosphat-Derivats erzielt. Normalerweise wird in dem Fall, dass ein racemischer Alkohol unter Verwendung von (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure der vorgenannten Formel (3) asymmetrisch identifiziert wird, der Wasserstoff, der an das Kohlenstoffatom gebunden ist, das mit der Hydroxylgruppe verbunden ist, oder der an das Kohlenstoffatom neben dem Kohlenstoffatom gebunden ist, das mit einer Hydroxylgruppe verbunden ist, mehr zu der Seite mit einem starken Magnetfeld im S-Isomer als im R-Isomer chemisch verschoben.

Das erfindungsgemäße neue optisch aktive Binaphthol-Derivat und das erfindungsgemäße neue optisch aktive Phosphat-Derivat sind Verbindungen, die als Arzneimittel oder als Zwischenprodukte für deren Herstellung; als Agrochemikalien oder als Zwischenprodukte für deren Herstellung; als Funktionsmaterialien, wie elektronische Materialien, oder als Zwischenprodukte für deren Herstellung; als Katalysatoren für asymmetrische Synthesen; als asymmetrische Elemente für die Katalysatoren für asymmetrische Synthesen; als optische Auflösungsagenzien, als optisch aktive Säulenpackungsstoffe und als Asymmetrie-Identifizierungsagenzien bei NMR-Messungen verwendet werden können.

Wenn das erfindungsgemäße Phosphat-Derivat als Asymmetrie-Identifizierungsagens bei der NMR-Messung verwendet wird, hat es ein hohes Asymmetrie-Identifizierungsvermögen, sodass ein einfaches und zweckmäßiges Verfahren zum Messen der optischen Reinheit zur Verfügung gestellt werden kann.

Nachstehend wird die vorliegende Erfindung anhand von Beispielen näher beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist jedoch keineswegs auf diese speziellen Beispiele beschränkt.

Messung der optischen Drehung

Es wurde ein SEPA-300, hergestellt von HORIBA, verwendet.

Messung des Schmelzpunkts

Es wurde ein MP-500D, hergestellt von Yanako Co., Ltd, verwendet.

1H- und 13C-NMR-Messung

Es wurde ein JNM-EX-400, hergestellt von JEOL, verwendet (400 MHz).

HRFABMASS-Messung

Es wurde ein JMS-HX-100A, hergestellt von JEOL, verwendet.

IR-Messung

Es wurde ein JIR-WINSPEC50, hergestellt von JEOL, verwendet.

Elementaranalyse

Sie wurde von Zentralen Analysenzentrum der Universität Kyushu durchgeführt.

BEISPIEL 1: Herstellung von (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diol

In einen 200-ml-Eggplant-Dreihalskolben, der mit einem Rückflusskühler, einer Septumkappe und einem Magnetrührer ausgerüstet war, wurden 134 mg (0,12 mmol) Tetrakis(triphenylphosphin)palladium(O), 2,8 g (12,8 mmol) 9-Anthrylborsäure und 5,5 g (19,0 mmol) Bariumhydroxidoctahydrat gegeben. Dann wurde das Innere des Systems mit Argon gespült, und anschließend wurde eine Lösung, die durch Lösen von 3,64 g (5,8 mmol) (R)-3,3'-Diiodo-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylbis(methoxymethyl)ether in 50 ml 1,2-Dimethoxyethan hergestellt worden war, mit einer 50-ml-Spritze durch die Septumkappe in das System injiziert, und außerdem wurden 10 ml Wasser zugegeben.

Das erhaltene Gemisch wurde im Ölbad auf 80°C unter Rühren erwärmt und 24 Stunden bei dieser Temperatur reagieren gelassen.

Nach Abschluss der Reaktion wurde das Gemisch auf Raumtemperatur abgekühlt und dann mit Ethylacetat extrahiert, anschließend mit einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gereinigt, über Magnesiumsulfat getrocknet, eingedickt und mittels Kieselgel-Säulenchromatografie (Hexan/Ethylacetat = 20/1) gereinigt, um 2,97 g (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylbis(mehoxymethyl)ether als hellgelben Festkörper zu erhalten (Ausbeute: 70%).

Analysenergebnisse
  • Schmelzpunkt: 263 bis 265°C
  • Optische Drehung: [&agr;]D 17,7 + 236,3° (c = 1,00 THF)
  • 1N-NMR(CDCl3) &dgr; 8,53 (s, 2H, aromatisch), 8,07–7,88 (m, 10H, aromatisch), 7,78 (d, 2H, J = 8,79 Hz, aromatisch), 7,64–7,62 (m, 2H, aromatisch), 7,50–7,37 (m, 10H, aromatisch), 7,22–7,19 (m, 2H, aromatisch), 4,25 (dd, 4H, J = 5,38, 18,58 Hz, OCH2O), 1,86 (s, 6H, OCH3)
  • 13C-NMR (CDCl3) &dgr; 152,58, 134,11, 133,35, 133,03, 132,38, 131,35, 131,28, 130,79, 130,71, 130,68, 128,43, 128,19, 128,01, 127,02, 126,73, 126,60, 126,36, 125,81, 125,63, 125,35, 125,15, 125,12, 98,21, 55,37
  • IR (KBr, &ngr; cm–1) 3051, 2995, 2964, 2823, 1622, 1492, 1444, 1429, 1389, 1346, 1320, 1232, 1203, 1160, 1094, 1071, 1032, 976, 921, 890, 844, 791, 739, 618, 538, 511, 476, 418
  • HRFABMASS, m/z, Messwert 726,2770(M)+, (Messwert C52H38O4: 726,2770)

In einen 50-ml-Eggplant-Kolben, der mit einem Rückflusskühler und einem Magnetrührer ausgerüstet war, wurden 558 mg (0,77 mmol) (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylbis(mehoxymethyl)ether, 6 ml Toluen und 3 ml Methanol gegeben und gelöst. Dann wurden fünf Tropfen 12 N Chlorwasserstoffsäure zugegeben, und danach wurde das Gemisch auf 80°C erwärmt und 24 Stunden reagieren gelassen.

Nach Abschluss der Reaktion wurde das Produkt mit Ethylether extrahiert, mit einer gesättigten wässrigen Natriumchloridlösung gereinigt, über Magnesiumsulfat getrocknet und dann mittels Kieselgel-Säulenchromatografie (Hexan/Ethylacetat = 20/1) gereinigt, um 450 mg des gewünschten Produkts (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diol als festes weißes Monohydrat zu erhalten (Ausbeute: 89%).

Analysenergebnisse
  • Schmelzpunkt: 300 bis 302°C
  • Optische Drehung: [&agr;]D 17,4 + 198,65°(c = 1,00 THF)
  • 1H-NMR(CDCl3) &dgr; 8,58 (s, 2H, aromatisch), 8,11–8,04 (m, 4H, aromatisch), 8,02 (s, 2H, aromatisch), 7,94–7,23 (m, 20H, aromatisch), 5,08 (s, 2H, -OH)
  • 13C-NMR (CDCl3) &dgr; 150,98, 133,88, 133,03, 131,46, 131,39, 130,80, 130,73, 129,24, 128,66, 128,52, 128,44, 127,75, 127,37, 127,11, 126,14, 125,31, 124,82, 124,24, 114,49
  • IR (KBr, &ngr; cm–1) 3533, 3051, 2924, 2854, 1929, 1803, 1715, 1624, 1497, 1442, 1405, 1383, 1354, 1257, 1208, 1147, 1093, 1013, 950, 889, 845, 795, 738, 614, 541, 516, 468
  • HRFABMASS, m/z, Messwert 638,2200(M)+, (errechneter Wert: C48H30O2: 638,2246)
  • Elementaranalyse (%): Messwerte: C = 87,92; H = 4,98 (errechnete Werte: C48H32O3: C = 87,78, H = 4,91)
BEISPIEL 2: Herstellung von (R)3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure

In einen 12-ml-Rundkolben, der einen Magnetrührer enthielt, wurden 76,6 mg (0,12 mmol) (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diol, 1 ml Dichlormethan und 0,18 ml (1,96 mmol) Phosphor(V)-oxidchlorid in einen Argonstrom gegeben und unter Rühren auf 0°C gekühlt. Dann wurden 0,41 ml (2,94 mmol) Triethylamin tropfenweise zugesetzt. Nach Abschluss der tropfenweise Zugabe wurde das Gemisch auf Raumtemperatur zurückgebracht und 12 Stunden reagieren gelassen

Nach Abschluss der Reaktion wurde Wasser zugegeben, und das Produkt wurde mit Dichlormethan extrahiert, mit Wasser gereinigt, über Magnesiumsulfat getrocknet und dann eingedickt, um rohes (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäurechlorid zu erhalten, das ohne Reinigung für die nächste Reaktion verwendet wurde.

In einen 10-ml-Rundkolben, der einen Magnetrührer enthielt, wurden die gesamte Menge der gewonnenen rohen (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäurechlorids, 8 ml THF und 1 ml 2%ige wässrige Natriumcarbonatlösung gegeben, unter Rühren erwärmt und bei 70°C 12 Stunden reagieren gelassen. Nach Abschluss der Reaktion wurde das Reaktionsprodukt unter reduziertem Druck eingedickt, und dann wurde der erhaltene Rückstand mit einer 2%igen wässrigen Natriumcarbonatlösung gereinigt.

Der erhaltene Rückstand wurde weiterhin in 8 ml Wasser und 6 ml 6 N Chlorwasserstoffsäure gelöst und bei 80°C 12 Stunden unter Rühren reagieren gelassen. Dann wurde das erhaltene Reaktionsgemisch auf 0°C gekühlt, und der Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt und bei 100°C unter reduziertem Druck getrocknet, um 58,8 mg des gewünschten Produkts (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure als gelben Festkörper zu erhalten (Ausbeute: 70%).

Analysenergebnisse
  • Optische Drehung: [&agr;]D 16,6 – 12,10° (c = 1,00 EtOH)
  • 1H-NMR(CDCl3) &dgr; 8,19 (s, 2H, aromatisch), 8,00 (s, 2H, aromatisch), 7,92 (dd, 4H, J = 8,30, 48,34 Hz, aromatisch), 7,71–7,11 (m, 20H, aromatisch)
  • 13C-NMR (CDCl3) &dgr; 146,48, 146,39, 133,80, 132,63, 131,33, 131,17, 130,88, 130,80 130,71, 130,64, 130,24, 128,46, 127,82, 127,42, 127,33, 126,87, 126,09, 126,01, 125,79, 124,95, 124,79, 122,32
  • HRFABMASS, m/z, Messwert: 701,1884(M + H)+, (errechneter Wert: C48H30O4P: 701,1882)
BEISPIELE 3 bis 7:

In ein NMR-Messrohr wurden 2 bis 5 mg der in Tabelle 1 angegebenen Verbindung und 0,6 ml Schwerchloroform gegeben. Hierzu wurden je Mol der in Tabelle 1 angegebenen Verbindung 0,5 Mol oder 1,0 Mol der im Beispiel 2 hergestellten (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure gegeben, und die Messung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.

VERGLEICHSBEISPIELE 1 und 2

Die Messung wurde unter den in Tabelle angegebenen Bedingungen durch Ändern von (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure in 1,1'-Binapthyl-2,2'-diol durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.

VERGLEICHSBEISPIELE 3 und 4

Die Messung wurde unter den in Tabelle angegebenen Bedingungen durch Ändern der (R)-3,3'-bis(9-Anthryl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure in (R)-3,3'-bis(3,5-Diphenylphenyl)-1,1'-binaphtyl-2,2'-diylphosphorsäure durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1
Anmerkungen:

Verbindung (1):±)-1-Phenethylalkohol: PhCHa(OH)Me Verbindung (2): ±)-1-Phenyl-1-methoxyessigsäure; PhCHa(OMe)COOH Verbindung (3): (±)-2-Octanol: C6H13CHa(OH)Me Verbindung (4): (±)-2-Butanol: C2H5CHa(OH)Me Verbindung (5): (±)-Phenylmethylsulfoxid; PhS(O)Me Chemische Verschiebung des getrennten Peaks, wenn 0,5 Mol Agens zugegeben wurden (ppm). Chemische Verschiebung des getrennten Peaks, wenn 1,0 Mol Agens zugegeben wurden (ppm). Der Peak wurde getrennt, aber mit einem anderen Peak überlappt, sodass keine Berechnung möglich war. 2,0 Mol Agens wurden zugegeben. Es erfolgte kein Peak-Trennung.


Anspruch[de]
  1. Optisch aktives Binaphthol-Derivat der folgenden Formel (1) oder (2)
  2. Verfahren zum Herstellen des optisch aktiven Binaphthol-Derivats nach Anspruch 1, das das Zur-Reaktion-Bringen von 9-Anthrylborsäure mit (R)- oder (S)-3,3'-Diiodo-1,1'-binaphthyl-2,2'-diylbis(methoxymethyl)ether und anschließende Hydrolyse umfasst.
  3. Optisch aktives Phosphat-Derivat der folgenden Formel (3) oder (4):
  4. Verfahren zum Herstellen des Phosphat-Derivats nach Anspruch 3, das das Zur-Reaktion-Bringen eines optisch aktiven Binaphthol-Derivats der folgenden Formel (1) oder (2)
    mit Phosphor(V)-oxidchlorid und anschließende Hydrolyse umfasst.
  5. Asymmetrie-Identifizierungsagens mit einem Phosphat-Derivat der folgenden Formel (3) oder (4):
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com