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Dokumentenidentifikation DE69817590T2 24.06.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001015686
Titel PAPIER MIT HALBINSELFÖRMIGEN SEGMENTEN UND PAPIERMASCHINENGEWEBE DAFÜR
Anmelder The Procter & Gamble Co., Cincinnati, Ohio, US
Erfinder TROKHAN, Dennis, Paul, Hamilton, US
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 69817590
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.06.1998
EP-Aktenzeichen 989303904
WO-Anmeldetag 18.06.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/12754
WO-Veröffentlichungsnummer 0098059110
WO-Veröffentlichungsdatum 30.12.1998
EP-Offenlegungsdatum 05.07.2000
EP date of grant 27.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.06.2004
IPC-Hauptklasse D21F 1/10
IPC-Nebenklasse D21F 11/00   D21H 27/02   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich auf Tissuepapier, insbesondere auf ein mit Durchluft getrocknetes Tissuepapier und ganz besonders auf ein mit Durchluft getrocknetes Tissuepapier mit relativ großen diskreten Wölbungen geringer Dichte.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Papierprodukte sind Stapelware des Alltagslebens. Papierprodukte werden als Badtissue, Gesichtstissue, Papierhandtuch, Tischservietten, etc. verwendet. Solche Papierprodukte werden hergestellt, indem ein Brei aus Zellulosefasern in einem wäßrigen Träger von einem Stoffauflaufkasten aus abgelagert wird. Der wäßrige Träger wird entfernt, so daß die Zellulosefasern zurück bleiben und eine embryonische Bahn bilden, und getrocknet, so daß eine Papierlage gebildet wird. Die Zellulosefasern können in herkömmlicher Weise getrocknet werden, das heißt, unter Verwendung von Preßfilzen oder getrocknet durch eine Durchluft-Trocknung.

Eine besonders bevorzugte Durchluft-Trocknung verwendet ein zur Durchlufttrocknung geeignetes Band mit einem kontinuierlichen Netzwerk, das aus einem lichtempfindlichen Harz mit darin vorhandenen diskreten Deflektionskanälen hergestellt ist. Das kontinuierliche Netzwerk liefert eine einprägende Oberfläche; welche ein konespondierendes kontinuierliches Netzwerk in das hergestellte Papier durch Verdichtung ausbildet. Die diskreten, getrennten Deflektionskanäle des Durchluft-Trocknungsbandes bildet Wölbungen in dem Papier aus. Die Wölbungen sind Regionen geringer Dichte in dem Papier und verleihen dem Papier Stärke, Fülligkeit und Weichheit. Die Durchluft-Trocknung auf einem lichtempfindlichen Harzband hat zahlreiche Vorteile, wie sich durch das wirtschaftlich erfolgreiche Papiertuch Bounty und Badetissue Charmin Ultra darstellt, Produkte, die beide durch den Übertragenen der vorliegenden Erfindung verkauft werden.

Die US-A-3,301,746 offenbart ein Verfahren zum Bilden absorbierender Papiere durch Einprägen eines gezeigten textilen Strebmusters. Die DE-A-1 461 082 offenbart ein Verfahren mit einem Prägen eines Papiermacherbandes zum Herstellen einer Papierbahn.

Es hat sich heraus gestellt, daß ein Papier, das auf einem solchen Band gemäß dem allgemein übertragenen US-A-4,637,859, veröffentlicht am 20. Januar 1987 für Trokhan, hergestellt worden ist, die vorteilhafte Eigenschaften hat, daß die Größe der Wölbungen direkt bezogen ist auf die Dehnbarkeit des sich ergebenden Papiers. Wünschenswerte und relativ größere Dehnbarkeiten können von einem relativ gröberen Muster größerer Wölbungen in dem Papier erhalten werden.

Mit dem Vorteil der relativ größeren Dehnbarkeit, der von dem groben Muster größerer Wölbungen erhalten wird, ergibt sich jedoch ein Nachteil. Insbesondere wird, wenn die Wölbungen größer werden und gröber erscheinen, der optische Eindruck der Weichheit vermindert. Deshalb muß man zwischen zwei wünschenswerten Attributen unterscheiden – relativ größere Dehnbarkeit oder ein relativ weicheres Erscheinungsbild.

Demgemäß ist eine Aufgabe dieser Erfindung, diese zwei Eigenschaften, das heißt, ein weiches Erscheinungsbild und eine Dehnbarkeit, welche im Stand der Technik miteinander in Bezug stehen, zu entkoppeln. Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, ein mit Durchluft getrocknetes Papier mit sowohl relativ großen diskreten Wölbungen als auch mit einem weichen Erscheinungsbild zu schaffen.

ZUAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung umfaßt eine Papierbahn. Die Papierbahn hat eine kontinuierlich geprägte Netzwerkregion und eine Mehrzahl von Wölbungen, die in der Netzwerkregion verteilt sind. Die Netzwerkregion hat eine relativ hohe Dichte im Vergleich zu den Wölbungen. Eine Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten erstreckt sich von der kontinuierlichen Netzwerkregion in die Wölbungen hinein.

In einer weiteren Ausführungsform umfaßt die Erfindung ein Papiermacherband, welches für eine Durchluft-Trocknung einer Papierbahn verwendet werden kann. Das Papiermacherband umfaßt eine Verstärkungsstruktur und ein Rahmenwerk. Das Rahmenwerk hat eine profilierte, kontinuierliche Netzwerkoberfläche, welche eine Mehrzahl von diskreten Deflektionskanälen begrenzt. Eine Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten erstreckt sich von der Netzwerkoberfläche in die Deflektionskanäle hinein.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUGNEN

1 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Bandes, das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde.

2 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Papiers, das auf dem Band aus 1 hergestellt wurde.

Es ist so zu verstehen, daß das Papier aus 2 dem Band aus 1 entspricht. Es sei ebenso zu verstehen, daß ein Papier, welches den Bändern aus den 3, 4, 5, 6 und 7 entspricht, ebenso hergestellt sein kann, was durch den Fachmann des Standes der Technik erkennbar ist.

3 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Bandes, das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt worden ist und sich verjüngende halbinselförmige Segmente aufweist, die so angeordnet sind, daß sie Dreizacken bilden.

4 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Bandes gemäß der vorliegenden Erfindung mit halbinselförmigen Segmenten, welche sich in radial in Abstand zueinander liegende distale Enden gabeln und ein gemeinsames proximales Ende aufweisen, wobei die proximalen Enden sowohl angrenzend an als auch in Abstand zu dem kontinuierlichen Netzwerk dargestellt sind.

5 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Bandes gemäß der vorliegenden Erfindung mit verflochtenen halbinselförmigen Segmenten.

6 zeigt eine bruchstückhafte Draufsicht eines Papiermacherbandes gemäß der vorliegenden Erfindung mit gebogenen halbinselförmigen Segmenten.

7 ist eine bruchstückhafte Draufsicht eines Papiermacherbandes gemäß der vorliegenden Erfindung mit Parallelen, foraminösen, halbinselförmigen Segmenten, eines mit einer gegabelten Längsachse und eines geschlitzter Längsachse.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Mit Bezug auf 1 ist das Band 10 gemäß der vorliegenden Erfindung nützlich für eine Durchluft-Trocknung. Das Band 10 umfaßt zwei primäre Komponenten. Ein Rahmenwerk 12 und eine Verstärkungsstruktur 14. Das Rahmenwerk 12 ist vorzugsweise ein gehärtetes, polymeres lichtempfindliches Harz. Das Rahmenwerk 12 und das Band 10 haben eine erste Oberfläche, welche die Papier berührende Seite des Bandes 10 definiert, und eine entgegen gesetzte zweite Oberfläche, die in Richtung der Papier machenden Maschine orientiert ist, auf welchen das Band 10 verwendet wird.

Vorzugsweise begrenzt das Rahmenwerk 12 ein vorbestimmtes Muster, welches ein ebensolches Muster in das Papier 20 der Erfindung einprägt. Das Rahmenwerk 12 ist ein kontinuierliches Netzwerk, wie dies definiert ist in US-A-4,637,859. Es ist zu erkennen, daß andere Muster ebenso geeignet sind, wie dies offenbart ist im allgemein übertragenen US-A-4,514,345, veröffentlicht am 30. April 1985 für Johnson et al. und 5,328,565, veröffentlicht am 12. Juli 1994 für Rasch et al. Die Deflektionskanäle 16 erstrecken sich zwischen der ersten Oberfläche und der zweiten Oberfläche. Das kontinuierliche Netzwerk umgibt die Deflektionskanäle 16 und begrenzt diese. Das Papiermacherband 10 gemäß der vorliegenden Erfindung ist makroskopisch monoplanar. Die Ebene des Papiermacherbarides 10 begrenzt seine X-Y-Richtungen. Senkrecht zu den X-Y-Richtungen und der Ebene des Papiermacherbandes 10 verläuft die Z-Richtung des Bandes 10. Ebenso kann das Papier 20 gemäß der vorliegenden Erfindung als makroskopisch monoplanar angesehen werden und in einer X-Y-Ebene liegen. Senkrecht zu den X-Y-Richtungen und der Ebene des Papiers 20 befindet sich die Z-Richtung des Papiers 20.

Die erste Oberfläche des Bandes 10 berührt das Papier 20, das darauf transportiert wird. Die erste Oberfläche des Bandes 10 kann ein Muster in das Papier 20 entsprechend dem Muster des Rahmenwerks 12 einprägen.

Die zweite Oberfläche des Bandes 10 ist die die Maschine berührende Oberfläche des Bandes 10. Die zweite Oberfläche kann mit einem rückseitigen Netzwerk, mit darin ausgebildeten Durchgangswegen, hergestellt sein, welche von den Deflektionskanälen 16 getrennt sind. Die Durchgangswege liefern Unregelmäßigkeiten in der Textur der Rückseite der zweiten Oberfläche des Bandes 10. Die Durchgangswege erlauben einen Luftdurchlaß in der X-Y-Ebene des Bandes 10, wobei dieser Durchlaß nicht notwendigerweise in der Z-Richtung durch die Deflektionskanäle 16 des Bandes 10 strömt. Eine rückseitige Textur kann dem Band 10 gemäß der Offenbarung des allgemein übertragenen US-A-5,554,467, veröffentlicht am 10. September 1996 für Trokhan et al. verliehen werden.

Die zweite primäre Komponente des Bandes 10 gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Verstärkungsstruktur 14, ebenso wie das Rahmenwerk 12, hat eine erste bzw. papierseitige Seite und eine zweite bzw. maschinenseitige Oberfläche, die der papierseitigen Oberfläche entgegen gesetzt ist. Die Verstärkungsstruktur 14 ist primär zwischen den einander entgegen gesetzten Oberflächen des Bandes 10 angeordnet und kann eine Oberfläche haben, die mit der Rückseite des Bandes 10 zusammen fällt. Die Verstärkungsstruktur 14 liefert eine Abstützung für das Rahmenwerk 12.

Die Verstärkungskomponente ist typischerweise ein Gewebe, wie dies im Stand der Technik allgemein bekannt ist. Die Bereiche der Verstärkungsstruktur 14, die mit den Deflektionskanälen 16 zusammen passen, verhindern, daß Fasern, die bei der Papierherstellung verwendet werden, vollständig durch die Deflektionskanäle 16 hindurch gelangen, und verringern dadurch das Auftreten von Nadellöchern. Falls ein gewebter Textilstoff nicht als Verstärkungsstruktur verwendet werden soll, können ein Vliesstoffelement, ein Sieb, Netz oder eine Platte mit einer Mehrzahl von Durchgangslöchern eine adäquate Festigkeit und Abstützung für das Rahmenwerk 12 der vorliegenden Erfindung liefern. Eine geeignete Verstärkungsstruktur 14 kann hergestellt sein gemäß dem allgemein übertragenen US-A-5,496,624, veröffentlicht am 05. März 1996 für Stelljes et al.

Das Band 10 mit den halbinselförmigen Segmenten 30 gemäß der vorliegenden Erfindung kann gemäß dem Verfahren hergestellt werden, das in den vorerwähnten Patenten von Johnson'345 oder Trokhan'289 offenbart ist. Die vorliegende Erfindung setzt für das Band-Herstellungsverfahren voraus, daß eine Maske mit transparenten Regionen entsprechend den gewünschten halbinselförmigen Segmenten 30 vorhanden ist. Das Harz, welches das Rahmenwerk 14 bildet, wird durch eine chemisch wirksame Strahlung, welche durch die transparenten Regionen der Maske hindurch gelangt, gehärtet, wie das in den vorerwähnten Patenten beschrieben ist.

Mit Bezug auf 2 hat das Papier 20 der vorliegenden Erfindung zwei primäre Regionen. Die erste Region umfaßt eine geprägte Region 22. Die geprägte Region 22 umfaßt ein kontinuierliches Netzwerk. Das kontinuierliche Netzwerk der ersten Region des Papiers 20 ist auf dem Rahmenwerk 12 des oben beschriebenen Papiermacherbandes 10 hergestellt worden und korrespondiert im Wesentlichen mit diesem in seiner Geometrie und wird während der Papierherstellung sehr nahe daran angeordnet.

Die zweite Region des Papiers 20 umfaßt eine Mehrzahl von Wölbungen 24, die in der geprägten Netzwerkregion 22 verteilt sind. Die Wölbungen 24 entsprechen im Wesentlichen in ihrer Geometrie, und während der Papierherstellung in ihrer Position, den Ablenkkanälen 16 in dem oben beschriebenen Band 10. Die Wölbungen 24 stehen von der kontinuierlichen Netzwerkregion 22 des Papiers 20 nach außen vor, indem sie sich an die Deflektionskanäle 16 während des Papierherstellungsverfahrens anpassen. Indem sich die Deflektionskanäle während des Papierherstellungsverfahrens anpassen, werden die Fasern in den Wölbungen 24 in die Z-Richtung zwischen der papierseitigen Oberfläche des Rahmenwerks 12 und der papierseitigen Oberfläche der Verstärkungsstruktur 14 abgelenkt.

Vorzugsweise sind die Wölbungen 24 diskret. Jede Wölbung 24 hat eine Hauptachse, die der größten Abmessung der Wölbung 24 entspricht, und eine Nebenachse senkrecht dazu. Ebenso haben die Deflektionskanäle 16 Haupt- und Nebenachsen.

Ohne durch Theorie gebunden zu sein, wird angenommen, daß die Wölbungen 24 und die kontinuierlichen Netzwerkregionen des Papiers 20 allgemein äquivalente Basisgewichte haben können. Durch das Ablenken der Wölbungen 24 in die Deflektionskanäle 16 wird die Dichte der Wölbungen 24 relativ zu der Dichte der kontinuierlichen Netzwerkregionen 22 vermindert. Darüber hinaus kann die kontinuierliche Netzwerkregion 22 (oder ein anderes Muster, das ausgewählt sein kann) später eingeprägt werden, wie z. B. an einer Yankee-Trocknungstrommel. Eine solche Einprägung erhöht die Dichte der kontinuierlichen Netzwerkregion 22 relativ zu derjenigen der Wölbungen 24. Das resultierende Papier 20 kann später geprägt werden, wie dies im Stand der Technik allgemein bekannt ist.

Das Papiermacherband 10 und das Papier 20 gemäß der vorliegenden Erfindung können hergestellt werden gemäß einem der allgemein übertragenen US-A-4,514,345, veröffentlicht am 30. April 1985 für Johnson et al.; 4,528,239, veröffentlicht am 09. Juli 1985 für Trokhan; 4,529,480, veröffentlicht am 16. Juli 1985 für Trokhan; 5,245,025, veröffentlicht am 14. September 1993 für Trokhan et al.; 5,275,700, veröffentlicht am 04. Januar 1994 für Trokhan; 5,328,565, veröffentlicht am 12. Juli 1994 für Rasch et al.; 5,334,289, veröffentlicht am 02. August 1994 für Trokhan et al., 5,364,504, veröffentlicht für am 15. November 1995 für Smurkoski et al. und 5,527,428, veröffentlicht am 18. Juni für Trokhan et al..

In noch einer weiteren Ausführungsform kann die Verstärkungsstruktur 14 ein Filz sein, das auch als ein Preßfilz bezeichnet wird, wie dieses bei der herkömmlichen Papierherstellung ohne eine Durchluft-Trocknung verwendet wird. Das Rahmenwerk 12 kann an die Filz-Verstärkungsstruktur 14 angelegt werden, wie dies gelehrt wird durch die allgemein übertragenen US-A-5,556,509, veröffentlicht am 17. September 1996 für Trokhan et al. und WO-A-96/00812, veröffentlicht am 11. Januar 1996 in den Namen von Trokhan et al..

Das Band 10 der vorliegenden Erfindung in größerem Detail untersuchend und mit weiterem Bezug auf 1 umfaßt das Band 10 gemäß der vorliegenden Erfindung ferner eine Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten 30. Die Anzahl der Segmente 30 in dieser Mehrzahl kann die gleiche sein wie, ist aber vorzugsweise größer als die Anzahl der Deflektionskanäle 16 in dem Bahn 10 oder ähnlichen Bereich des Bandes 10 mit Deflektionskanälen 16 mit halbinselförmigen Segmenten 30.

Die halbinselförmigen Segmente 30 haben ein proximales Ende, das neben und vorzugsweise angrenzend an das kontinuierliche Netzwerk des Rahmenwerks 12 angeordnet ist. Die halbinselförmigen Segmente 30 erstrecken sich entlang einer Längsachse LA von dem proximalen Ende zu dem distalen Ende, das entfernt von dem proximalen Ende liegt und vorzugsweise im Inneren der Deflektionskanäle 16, nach außen erstreckt.

Die halbinselförmigen Segmente 30 des Papiers 20 gemäß der vorliegenden Erfindung und die halbinselförmigen Segmente 30 des Bandes 10 gemäß der vorliegenden Erfindung erfüllen beide die folgenden Kriterien, um als ein halbinselförmiges Segment 30 angesehen zu werden und gegenüber normalen, vorbestimmten oder zufälligen Variationen in den Konturen der Netzwerkregion des Papiers 20 oder des kontinuierlichen Rahmenwerks 12 des Bandes 10 und insbesondere gegenüber Variationen in den Bereich der Netzwerkregion, die an die Wölbungen 24 oder die Ablenkkanäle 16 angrenzt, unterscheidbar zu sein:

  • 1) Das halbinselförmige Segment 30 hat ein distales Ende, welches frei liegend ist und sich innerhalb der Wölbung 24 des Papiers 20 oder des Ablenkkanals 16 des Bandes 10 oder der diskreten Protuberanz 32 des Bandes 10 befindet, je nachdem, welcher Fall vorliegt; und
  • 2) Entweder:
  • a) hat die Längsachse LA des halbinselförmigen Segments 30 eine Länge von wenigstens 25% der Nebenachse der Wölbung 24 (falls sie sich im Papier 20 befindet) oder der Nebenachse des Deflektionskanals 16 oder der diskreten Protuberenz 32 (falls sie sich im Band 10 befindet); oder
  • b) die Längsachse LA des halbinselförmigen Segments 30 hat eine Länge von wenigstens 10% der Nebenachse der Wölbung 24 (falls sie sich im Papier 20 befindet) oder der Nebenachse des Deflektionskanals 16 (falls sie sich im Band 10 befindet), und das halbinselförmige Segment 30 hat ein Seitenverhältnis, wie unten definiert wird, von wenigstens 1.

Das Seitenverhältnis des halbinselförmigen Segments 30 ist das Verhältnis der Länge der Längsachse LA zur Breite W des halbinselförmigen Segments 30. Wie oben diskutiert, ist die Längsachse LA des halbinselförmigen Segments 30 die Linie, die sich von dem proximalen Ende des distalen Endes des halbinselförmigen Segments 30 aus erstreckt und im Wesentlichen seitlich innerhalb der Breite W des halbinselförmigen Segments 30 zentriert ist. Die Breite W wird senkrecht zu der Längsachse LA gemessen.

Für Zwecke der Bestimmung des Seitenverhältnisses wird die Breite W sowohl am proximalen Ende als auch am Mittelpunkt des halbinselförmigen Segments 30 gemessen. Der Mittelpunkt des halbinselförmigen Segments 30 liegt auf der Längsachse LA, auf halbem Wege zwischen dem proximalen und dem distalen Ende des halbinselförmigen Segments 30. Das vorerwähnte Kriterium des Seitenverhältnisses wird durch die Breite erfüllt, die entweder an dem proximalen Ende oder am Mittelpunkt des halbinselförmigen Segments 30 gemessen wird.

Mit Bezug wiederum auf 2 hat das Papier 20 gemäß der vorliegenden Erfindung ebenso eine erste Mehrzahl von Wölbungen 24 und eine zweite Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten 30, wobei die zweite Mehrzahl vorzugsweise größer ist als die erste Mehrzahl. Jedes halbinselförmige Segment 30 erstreckt sich von dem kontinuierlichen Netzwerk in eine der Wölbungen 24 hinein. Falls es vorzugsweise nur ein halbinselförmiges Segment 30 gibt, erstreckt sich dieses wenigstens halbwegs durch die Wölbung 24 hindurch, um so die Wölbung 24 in kleinere Unterwölbungen 24S optisch zu unterteilen.

Ganz bevorzugt gibt es eine Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten 30, die sich in jede Wölbung 24 hinein erstrecken. Die Wölbungen 24 mit einer Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten 30 können z. B. durch drei halbinselförmige Segmente 30 in Unterwölbungen 24S mit drei Dreizacken, durch vier halbinselförmige Segmente 30 in Quadranten und durch N-halbinselförmige Segmente 30 in N-Unterwölbungen 24S unterteilbar sein. Jede gewünschte Anzahl halbinselförmiger Segmente 30 kann verwendet werden, begrenzt nur durch die Größe und die Auflösung des Musters in dem Papiermacherband 20 der vorliegenden Erfindung.

Falls eine Mehrzahl von halbinselförmigen Segmenten 30 für jede Wölbung 24 in dem Papier 20 gemäß der vorliegenden Erfindung erwünscht ist, sind die halbinselförmigen Segmente 30 vorzugsweise in gleichem umfänglichen Abstand zueinander angeordnet. Der Umfangsabstand zwischen benachbarten halbinselförmigen Segmenten 30 wird bestimmt durch den Bogen, der zwischen benachbarten halbinselförmigen Segmenten 30 entlang des Randes der Wölbung 24 begrenzt ist. Wenn z. B. drei halbinselförmige Segmente 30 verwendet werden, können sie in einem umfänglichen Abstand von etwa 102 Grad voneinander entfernt liegen. Wenn vier halbinselförmige Segmente 30 verwendet werden, sind sie vorzugsweise in einem umfänglichen Abstand von etwa 90 Grad voneinander entfernt, etc.. Der umfängliche Abstand wird gemessen an den Längsachsen LA der halbinselförmigen Segmente 30.

Mit Bezug auf 3 können die halbinselförmigen Segmente 30 des Bandes 10 verjüngt sein. Vorzugsweise verjüngen sich die halbinselförmigen Segmente 30 aus Gründen der Festigkeit von einem breiteten proximalen Ende zu einem schmaleren distalen Ende hin. In einer alternativen Ausführungsform (nicht gezeigt) können die halbinselförmigen Segmente 30 sich von einem schmaleren proximalen Ende zu einem. breiteren distalen Ende hin verjüngen. In einer Variante der letzteren Ausführungsform können die halbinselförmigen Segmente 30 pilzförmig sein. Es ist offensichtlich für den Fachmann, daß sich die halbinselförmigen Segmente nicht monoton von einem breiteren zu einem schmaleren oder von einem schmaleren zu einem breiteren Ende hin verjüngen müssen. Halbinselförmige Segmente 30 mit im Allgemeinen sinusförmigen oder wellenförmigen Seiten können verwendet werden, um die Wölbungen 24 des Papiers 20 gemäß der vorliegenden Erfindung weiter in kleinere Unterwölbungen 24S optisch zu unterteilen.

Mit Bezug auf 4 kann sich in einer weiteren Ausführungsform das halbinselförmige Segment 30 von einem proximalen Ende aus erstrecken und so geteilt sein, daß es sich zu einer Mehrzahl von distalen Enden hin erstreckt. Jedes der distalen Enden ist von dem anderen distalen Ende in Abstand zueinander angeordnet. Jedes der distalen Enden kann sich von einem gemeinsamen proximalen Ende aus nach außen erstrecken. Das proximale Ende kann an das kontinuierliche Netzwerk angrenzen, wie dies in 4 gezeigt ist. Alternativ kann das gemeinsame proximale Ende innerhalb der Wölbung angeordnet sein, wie dies auch in 4 gezeigt ist.

Mit Bezug auf 5 hat vorzugsweise jeder Deflektionskanal 16 wenigstens zwei halbinselförmige Segmente 30. Die halbinselförmigen Segmente 30 können eine im Allgemeinen gemeinsame Orientierung haben, das heißt, die Linien, welche die Längsachsen LA der halbinselförmigen Segmente 30 definieren, sind vorzugsweise im Wesentlichen parallel zueinander. In einer solchen Anordnung werden die halbinselförmigen Segmente 30 als im Wesentlichen parallel zueinander angesehen.

Falls die halbinselförmigen Segmente 30 im Wesentlichen parallel zueinander liegen, wie dies gezeigt ist, sind ganz bevorzugt, wie in 5 gezeigt ist, die parallelen, halbinseförmigen Segmente 30 versetzt zueinander. In einer solchen Anordnung erstreckt sich ganz bevorzugt jedes halbinselförmige Segment 30 wenigstens halbwegs durch den Deflektionskanal 16 oder die Wölbung 24 hindurch, so daß die halbinselförmigen Segmente 30 verflochten erscheinen. Diese Anordnung unterteilt den Deflektionskanal 16 oder die Wölbungen 24 optisch in noch kleiner erscheinende Subdeflektionskanäle 16 oder Subwölbungen 245. Alternativ können die verflochtenen halbinselförmigen Segmente 30 in Bezug zu den anderen halbinselförmigen Segmenten 30 schräg angeordnet sein.

Mit Bezug auf 6 können gebogene halbinselförmige Segmente 30 verwendet werden. Falls mehrere gebogene halbinselförmige Segmente 30 verwendet werden, können sie auch verflochten sein oder Bereiche haben, die verflochten sind, wie dies in 6 dargestellt ist.

Mit Bezug auf 7 können die halbinselförmigen Segmente 30 foraminös sein. Wie hier verwendet, wird ein halbinselförmiges Segment 30 als foraminös angesehen, wenn ein Deflektionskanal 16 durch dieses hindurch verläuft. Es ist offensichtlich, daß foraminöse halbinselförmige Segmente 30 auch verjüngt sein können, wie dies in der Ausführungsform in 3 gezeigt ist. Es ist weiter offensichtlich, daß die Längsachse LA eines foraminösen halbinselförmigen Segments 30 gegabelt oder geschlitzt sein kann, um einen Deflektionskanal 16 aufzunehmen, der innerhalb des halbinselförmigen Segments 30 angeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. Papierbahn umfassend:

    einen profilierten kontinuierlichen geprägten Netzwerkbereich (22),

    eine Vielzahl diskreter Wölbungen (24), wobei die Wölbungen über dem gesamten geprägten Netzwerkbereich (22) verteilt und durch diesen eingeschlossen sind,

    wobei der geprägte Netzwerkbereich (22) eine relativ hohe Dichte gegenüber den Wölbungen (24) aufweist, wobei die Papierbahn dadurch gekennzeichnet ist, dass diese ferner umfasst

    eine Vielzahl halbinselförmiger Segmente (30), wobei jedes halbinselförmige Segment von dem kontinuierlichen Netzwerk in eine der Wölbungen verläuft, die ein distales Ende aufweisen, welches freistehend ist und innerhalb der Wölbung (24) des Papiers (20) ist; und wobei

    – entweder die Längsachse LA des halbinselförmigen Segmentes (30) eine Länge von mindestens 25% der Nebenachse der Wölbung (24) aufweist;

    – oder die Längsachse LA des halbinselförmigen Segmentes (30) eine Länge von mindestens 10% der Nebenachse der Wölbung (24) aufweist und das halbinselförmige Segment (30) ein Längenverhältnis von mindestens 1 aufweist.
  2. Papierbahn (20) nach Anspruch 1, umfassend eine Vielzahl halbinselförmiger Segmente (30), die in jede Wölbung (24) verlaufen, wobei jedes halbinselförmige Segment (30) von dem kontinuierlichen geprägten Netzwerkbereich (22) in eine Wölbung (24) verläuft.
  3. Papierbahn (20) nach Anspruch 1 und 2, wobei die halbinselförmigen Segmente (30) sich verjüngend ausgebildet sind, und wobei vorzugsweise die halbinselförmigen Segmente (30) von einem proximalen Ende, das benachbart zu dem kontinuierlichen geprägten Netzwerkbereich (22) ist, zu einem innerhalb der Wölbung (24) angeordneten distalen Ende verlaufen, wobei sich jedes der halbinselförmigen Segmente (30) von einem breiteren proximalen Ende zu einem distalen Ende verjüngt, das schmäler als das proximale Ende ist.
  4. Papierbahn nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, wobei das halbinselförmigen Segment (30) von einem proximalen Ende verläuft, das benachbart zu dem geprägten kontinuierlichen Netzwerkbereich (22) ist, und geteilt ist, um zu einer Vielzahl distaler Enden zu verlaufen, wobei jedes der distalen Enden beabstandet zu den anderen distalen Enden ist.
  5. Papierbahn (20) nach Anspruch 1, wobei die halbinselförmigen Segmente (30) in Umfangsrichtung beabstandet sind, wobei jedes halbinselförmige Segment (30) von einem proximalen Ende, das benachbart zu dem geprägten kontinuierlichen Netzwerkbereich (22) ist, zu einem distalen Ende verläuft, wobei das distale Ende innerhalb der Wölbung (24) angeordnet ist, wobei die Vielzahl halbinselförmiger Segmente (30) die Wölbung (24) in eine Vielzahl von Unter-Wölbungen (245) unterteilt.
  6. Papierbahn nach Anspruch 5, wobei die Ausrichtungen von mindestens zwei halbinselförmigen Segmenten (30) im wesentlichen parallel sind, und wobei vorzugsweise die halbinselförmigen Segmente (30) ineinander verschachtelt sind.
  7. Papiermacher-Band (10) mit einer Verstärkungsstruktur (14) und einem Rahmenwerk (12), wobei das Rahmenwerk (12) eine profilierte kontinuierliche Netzwerk-Oberfläche aufweist, die innerhalb des Rahmenwerkes (12) eine Vielzahl diskreter Deflektions-Kanäle (16) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Netzwerk-Oberfläche mindestens ein halbinselförmiges Segment (30) aufweist, das von dieser in die Deflektions-Kanäle verläuft, das ein distales Ende aufweist, welches freistehend ist und innerhalb des Deflektions-Kanals (16) des Bandes (10) angeordnet ist; und wobei

    – entweder die Längsachse LA des halbinselförmigen Segmentes (30) eine Länge von mindestens 25% der Nebenachse des Deflektions-Kanals (16) aufweist; oder

    – die Längsachse LA des halbinselförmigen Segmentes (30) eine Länge von mindestens 10% der Nebenachse des Deflektions-Kanals (16) aufweist und das halbinselförmige Segment (30) ein Längenverhältnis von mindestens 1 aufweist.
  8. Papiermacher-Band (10) nach Anspruch 7, wobei das Rahmenwerk (12) eine Vielzahl halbinselförmiger Segmente (30) aufweist, die in den Deflektions-Kanal (16) verlaufen und die Deflektions-Kanäle (16) eine Peripherie aufweisen, wobei die halbinselförmigen Segmente (30) in Umfangsrichtung beabstandet um die Peripherie der Deflektions-Kanäle (16) sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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