Diese Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zum Reinigen
von Ammoniak, wobei ein Ammoniak enthaltender Strom durch eine Adsorptionseinheit
geleitet wird, um Feuchtigkeit abzuscheiden, und durch eine Membraneinheit geleitet
wird, um das Ammoniak zu konzentrieren. Mehr im einzelnen bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf ein solches Verfahren und ein solches Gerät, bei welchem der Strom,
der durch Bearbeitung des Ammoniak enthaltenden Stroms in der Adsorptionseinheit
und der Membraneinheit gebildet wird, teilweise kondensiert und dann teilweise auf
einem Förderdruck verdampft wird, um einen druckbeaufschlagten Produktstrom zu bilden,
der arm an schweren und leichten Verunreinigungen ist.
Es gibt zahlreiche industrielle Prozesse, die Ammoniak mit ultrahoher
Reinheit erfordern. Typischerweise wird ein Ammoniakspeisematerial zum Erzeugen
eines Produkts mit etwa 1 ppm Feuchtigkeit, schweren Verunreinigungen mit einem
Pegel von etwa 0,5 ppm und leichten Verunreinigungen von etwa 0,5 ppb gereinigt.
Schwere Verunreinigungen umfassen bewegliche Ionen wie beispielsweise Natrium und
Kalium, Leichtmetalle wie beispielsweise Aluminium oder Kalzium, solche Schwermetalle
wie Eisen, Nickel oder Chrom, und schwere Kohlenwasserstoffe. Leichte Verunreinigungen
können Stickstoff und Sauerstoff umfassen. Die Reinigung des Ammoniakspeisematerials
wird durch Destillation bewirkt. Jedoch haftet der Destillation das Problem an,
daß sie bei niedrigem Druck durchgeführt wird und deshalb der Produktstrom rückverdichtet
werden muß. Das Rückverdichten bringt die Gefahr der Verunreinigung mit Schmiermitteln
und dergleichen mit sich, die in Verbindung mit dem Verdichter eingesetzt werden.
Die Destillation erfordert außerdem eine beträchtliche Menge an Energiezufuhr, da
sie bei niedriger Temperatur betrieben wird.
Die Erfindung beinhaltet allgemein ein Verfahren zur Reinigung eines
Ammoniak enthaltenden Stroms, bei welchem Verdichter und dergleichen nach dem Reinigen
des Ammoniaks nicht eingesetzt werden.
Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Erzeugen eines gereinigten
druckbeaufschlagten Ammoniakstroms aus einem Ammoniak, Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen
enthaltenden Speisestrom vorgesehen, wobei das Verfahren das Einleiten des Speisestroms
in eine Membran, die so gewählt ist, dass ein an dem Ammoniak und an der Feuchtigkeit
angereicherter Durchlassstrom gebildet wird, das Bilden eines Zwischenproduktstroms
durch Adsorbieren von Feuchtigkeit aus dem Durchlassstrom, das teilweise Kondensieren
des Zwischenproduktstroms zum Erzeugen von flüssigem Ammoniak, das an leichten Komponenten
der anderen Verunreinigung arm ist, und das Einleiten eines Stroms der Flüssigkeit
auf einem Förderdruck, wodurch druckbeaufschlagter Ammoniakdampf gebildet wird,
der arm an schweren Komponenten der anderen Verunreinigungen ist, und das Bilden
des gereinigten druckbeaufschlagten Ammoniakstroms aus dem druckbeaufschlagten Ammoniakdampf
umfasst.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung kann ein Verfahren durchgeführt
werden, bei welchem Feuchtigkeit vor dem Einsatz des Membransystems absorbiert werden
kann. In diesem Aspekt wird die Feuchtigkeit aus dem Speisestrom adsorbiert, um
einen Zwischenproduktstrom zu erzeugen, und der Zwischenproduktstrom wird in die
Membran eingeleitet, um einen Durchlassstrom zu bilden, der an dem Ammoniak angereichert
ist. Danach wird der Durchlassstrom teilweise kondensiert, um flüssigen Ammoniak
zu erzeugen, der arm an leichten Verunreinigungen ist. Ein Strom des flüssigen Ammoniaks
wird in einen Produktdruckbehälter eingeleitet und auf einen Abgabedruck teilweise
verdampft, wodurch druckbeaufschlagter Ammoniak gebildet wird, der arm an schweren
Verunreinigungen ist. Der gereinigte druckbeaufschlagte Ammoniakstrom wird aus dem
druckbeaufschlagten Ammoniakdampf gebildet.
Nach einem weiteren Aspekt beinhaltet die Erfindung ein Gerät zum
Erzeugen eines gereinigten druckbeaufschlagten Ammoniakstroms aus dem Ammoniak,
Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen enthaltenden Speisestrom. Bei diesem Gerät
ist eine Membraneinheit vorgesehen. Die Membraneinheit hat mindestens eine Membran,
die so ausgewählt ist, daß sie einen an Ammoniak und Feuchtigkeit angereicherten
Durchlassstrom bildet. Eine Adsorptionseinheit ist vorgesehen, um Feuchtigkeit aus
dem Durchlassstrom zu adsorbieren. Ein Produktkondensationsbehälter wird eingesetzt,
um den Zwischenproduktstrom teilweise zu kondensieren, um flüssigen Ammoniak zu
erzeugen, der arm an leichten Verunreinigungen ist. Ein Produktdruckbehälter ist
mit dem Produktkondensationsbehälter verbunden, um einen Strom der Flüssigkeit aufzunehmen
und die Flüssigkeit teilweise auf einen Förderdruck zu verdampfen, wodurch druckbeaufschlagter
Ammoniak gebildet wird, der arm an schweren Verunreinigungen ist. Der Produktdruckbehälter
hat einen Auslaß zum Bilden des gereinigten druckbeaufschlagten Ammoniakstroms aus
dem druckbeaufschlagten Ammoniakdampf.
Nach einem noch weiteren Aspekt beinhaltet die Erfindung ein Gerät,
bei welchem die Adsorptionseinheit zuerst die Feuchtigkeit aus dem Speisestrom adsorbiert,
um einen Zwischenproduktstrom zu erzeugen. Eine Membraneinheit ist vorgesehen. Die
Membraneinheit hat mindestens eine Membran und ist so gewählt, daß sie einen Durchlassstrom
bildet, der an dem Ammoniak in dem Zwischenproduktstrom angereichert ist. Eine Kondensationseinheit
ist zum teilweisen Kondensieren des Durchlassstroms vorgesehen, um eine Flüssigkeit
zu erzeugen, die arm an leichten Verunreinigungen ist. Ein Produktdruckbehälter
ist mit der Kondensationseinheit verbunden, um einen Strom der
Flüssigkeit aufzunehmen und die Flüssigkeit teilweise auf einen Förderdruck zu verdampfen,
wodurch ein druckbeaufschlagter Ammoniakdampf gebildet wird, der arm an schweren
Verunreinigungen ist. Der Produktdruckbehälter hat einen Auslaß, um den druckbeaufschlagten
Ammoniakstrom aus dem druckbeaufschlagten Ammoniakdampf zu bilden.
Die Kondensation mit nachfolgender Reinigung bildet sowohl einen Reinigungsschritt
als auch einen Rückdruckbeaufschlagungsschritt ohne Verwendung eines mechanischen
Verdichters und ermöglichen Kontaminierung, die dadurch eingeführt werden könnte.
Hier und in den Patentansprüchen umfasst der Begriff leichte Verunreinigungen Stickstoff,
Sauerstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und leichte Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise
Methan, und der Begriff schwere Verunreinigungen umfasst die Metalle und schwere
Kohlenwasserstoffe.
Die DD-A-159 259 (VEB Leuna-Werke) beschreibt die Eliminierung niedrigsiedender
Kohlenwasserstoffe und Wasser durch zwei Adsorptionsschritte, gefolgt durch Abscheidung
hochsiedender Kohlenwasserstoffe durch fraktionelle Kondensation.
Chemical Abstracts Zugriffsnummer 123: 117586 (Xu u. a.) beschreibt
die Konzentration von Ammoniak durch Abtrennen von Wasser hieraus mittels einer
Membran und anschließendes Trocknen des Ammoniaks durch Absorption mit einem flüssigen
Absorptionsmittel, beispielsweise Schwefelsäure, oder als Produktstrom durch Kondensation
erhalten.
Die vorliegende Erfindung definiert jedoch Adsorptionsschritte und
dann eine teilweise Verdampfung. Andere Verunreinigungen können ebenfalls behandelt
werden.
Für ein besseres Verständnis der Erfindung wird nun lediglich beispielshalber
auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genomen, in welchen zeigt:
1 eine schematische Darstellung eines
Geräts zur Ausführung eines Verfahrens nach der Erfindung,
2 eine alternative Ausführungsform von
1 zum Ausführen eines Verfahrens nach der Erfindung,
3 eine alternative Ausführungsform, die
sowohl auf 1 als auch auf 2
anwendbar ist.
Die Zeichnungen zeigen alternative Ausführungsformen der Erfindung.
Um eine Doppelung zu vermeiden, sind Bezugszahlen für die gleichen Elemente in den
verschiedenen Figuren wiederholt.
In den 1 und 2
sind ein Gerät 1 und ein Gerät 2 zum Ausführen von Verfahren gemäß
der Erfindung dargestellt. Grundsätzlich wird in beiden Geräten 1 und
2 ein Speisestrom 10 aus Ammoniak durch einen Verdichter
12 verdichtet und durch einen Filter 14 gefiltert. Der Speisestrom
10 hat typischerweise einen Verunreinigungsgehalt von nicht mehr als 100
ppm an gasförmigen Verunreinigungen und außerdem bis zu etwa 100 ppm an metallischen
Verunreinigungen. Ammoniak und/oder Ammoniak und Feuchtigkeit (je nach der jeweiligen
Ausführungsform gemäß den 1 und 2)
im Speisestrom 10 wird in einer Membraneinheit 16 konzentriert,
und Feuchtigkeit wird in einer Absorptionseinheit 18 abgeschieden, um den
Ammoniak zu reinigen.
Der aus den Betrieb der Membraneinheit 16 und der Absorptionseinheit
18 resultierende Strom wird teilweise in einem Produktkondensationsbehälter
20 kondensiert und wird dann in einem Produktdruckbehälter 22
teilweise auf einen Förderdruck verdampft. Die Kondensation erzeugt Ammoniakflüssigkeit,
die arm an leichten Verunreinigungen ist, und die Verdampfung erzeugt Ammoniakdampf
der arm an schweren und leichten Verunreinigungen ist. Die Verdampfung innerhalb
eines festen Volumens des Produktdruckbehälters 22 hebt den Druck des Ammoniaks
auf einen Förderdruck an ohne nachfolgende Verdichtung durch einen Verdichter und
erzeugt dadurch einen Produktstrom 34.
Wie spezifisch aus 1 hervorgeht, wird
der Speisestrom 10 nach dem Verdichten durch den Verdichter 12
in den Filter 14 eingeleitet, der vorzugsweise so ausgelegt ist, daß er
Teilchen einer Größe oberhalb etwa 0,1 &mgr;m abscheidet. Es ist jedoch möglich,
daß der Filter 14 stromauf der Pumpe 12 positioniert werden kann.
Danach wird der Speisestrom 10 und ein Rezirkulationsstrom 24,
der unten noch mehr im einzelnen erörtert wird, in die Membraneinheit
16 eingeleitet. Die Membraneinheit 16 ist so ausgelegt, daß sie
einen Durchlassstrom 26 erzeugt, in welchem Feuchtigkeit und Ammoniak konzentriert
sind, und einen zurückgehaltenen Strom 28 erzeugt, der an Kohlendioxid,
Kohlenmonoxid, Sauerstoff Argon, Wasserstoff, Stickstoff, Methan und dgl. konzentriert
ist.
Die Membraneinheit 16 kann aus einer oder mehreren Membranen
bestehen, die beispielsweise aus einem Copolymer von Tetrafluorethylen und Perfluro-3,6-Dioxa-4-Methyl-7-Okten-Sulfonsäure
gebildet sind. Vorzugsweise kann eine solche Membran aus NAFION-Polymer (Handelsmarke)
hergestellt sein, die von E.I. du Pont de Nemours und Wilmington Company, Delaware,
Vereinigte Staaten, erhältlich ist. Die Membraneinheit 16 kann eine einstufige
oder eine bekannte mehrstufige Einheit der Bauart sein, bei welcher ein Speisematerial
weiter verdichtet und rezirkuliert wird, so daß ein Durchlaß- oder Rückhaltestrom
durch mehrere Kaskaden von Membranen gelangen.
Der Durchlassstrom 26 gelangt durch die Adsorptionseinheit
18, die beispielsweise so ausgelegt sein kann, daß sie gemäß einem Temperaturwechsel-Adsorptionszyklus
arbeitet. In dieser Hinsicht kann die Adsorptionseinheit 18 aus mehrfachen
Adsorptionsmittelbetten bestehen, die entweder Aluminiumoxid oder Zeolithe wie beispielsweise
das 5A- oder 13X-Zeolith zum Abscheiden von Feuchtigkeit und etwaigen restlichem
Kohlendioxid enthalten können.
Bei einem Temperaturwechsel-Adsorptionsprozeß werden Absorptionsmittelbetten
regeneriert und so betrieben, daß jedes Adsorptionsmittelbett einer Adsorptionsphase
unterzogen wird, in welcher das Bett zugeschaltet ist und Feuchtigkeit und restliches
Kohlendioxid adsorbiert. Während ein zuvor regeneriertes Bett zugeschaltet wird,
wird das gegenwärtig zugeschaltete Bett zur Regeneration abgetrennt. Obwohl nicht
besonders dargestellt, aber in bekannter Weise und unter Verwendung bekannter Ventilbäume,
wird das Bett während der Regeneration zuerst in die Atmosphäre von seinem Einlaß
her entlüftet, um die Desorption des zuvor adsorbierten Ammoniaks einzuleiten. Danach
wird das Bett mit einem Spülstrom zum Abscheiden von Ammoniak aus den Leerräumen
innerhalb des Adsorptionsmittelbetts gespült. Ein heißer Spülstrom folgt als nächstes,
um Feuchtigkeit auszutreiben, die zuvor durch das Adsorptionsmittel adsorbiert worden
ist. Eine Produktspülung kann dann benutzt werden, um restliche Bestandteile des
kalten und des heißen Spülstroms auszutreiben. Der abschließende Schritt ist das
Abschließen des Bodens des Adsorptionsmittelbetts und das Rückdruckbeaufschlagen
des Betts mit Produkt.
In der dargestellten Ausführungsform wird dann ein kalter Stickstoffstrom
30 in das Bett im oben erörterten Reinigungsbett eingeleitet. Dieser kalte
Stickstoff wird als Spülstrom 32 zurückgewonnen. Danach wird der kalte
Stickstoffstrom 30 erhitzt und als heißer Spülstrom eingeleitet. Der heiße
Spülstrom treibt Feuchtigkeit aus dem Adsorptionsmittel aus und, obwohl nicht dargestellt,
kann dann zu einem Reiniger geleitet werden, um etwaiges restliches Ammoniak abzuscheiden,
bevor er entlüftet wird. Ein Teil des Ammoniakproduktstroms 34 kann als
Produktspülstrom 36 rezirkuliert und in die Temperaturwechsel-Adsorptionseinheit
zum Austreiben von Stickstoff eingeleitet werden. Dies erzeugt einen Ammoniakproduktspülstrom,
der auch als Spülstrom 32 zurückgewonnen wird. Diese Tätigkeit wird durch
ein Ventil 38 gesteuert. Das Einlassventil zu dem regenerierten Bett wird
dann geschlossen, so daß der Produktspülstrom 36 das Bett auf den Betriebsdruck
rückdruckbeaufschlagt und das Bett anschließend wieder zugeschaltet werden kann.
Ein Ventil 40 kann geöffnet werden, um den Spülstrom
32 in einen Spülstromkondensationsbehälter 42 einzuleiten. Der
Spülstromkondensationsbehälter 42 kann ein Behälter oder Gefäß sein, das
in einem Kohlendioxidbad oder einer anderen Niedertemperaturquelle sitzt. Der Spülstrom
32 verflüssigt sich teilweise innerhalb des Spülstromkondensationsbehälter
42 zum Abscheiden von Stickstoff als Dampf. Der Rest aus flüssigem Ammoniak
(mit der Bezugszahl 44 bezeichnet), der im Spülstromkondensationsbehälter
42 enthalten ist, ist auch arm an leichten Komponenten der Verunreinigungen.
Ein flüssiger Strom 46, der aus solcher restlicher Flüssigkeit gebildet
wird, wird dann unter der Steuerung eines Ventils 48 in die Produktkondensationskammer
20 eingeleitet, die wiederum ein Behälter oder ein Druckgefäß sein kann,
das innerhalb eines Kohlendioxidbads oder einer anderen geeigneten Niedertemperaturquelle
angeordnet ist. Ein Zwischenproduktstrom 19 wird in den Produktkondensationsbehälter
20 zusammen mit dem flüssigen Ammoniakstrom 46 eingeleitet. Flüssiger
Ammoniak wird dann als Flüssigkeitsstrom 50, gesteuert durch ein Ventil
52, in den Produktdruckbeaufschlagungsbehälter 22 eingeleitet,
wo er teilweise verdampft, um Ammoniakdampf zu ergeben. Ein Teil des Ammoniakdampfes
kann als Rezirkulationsstrom 54 (durch Öffnen eines Ventils 56)
zurück in den Kondensationsbehälter 20 zur weiteren Reinigung durch teilweise
Kondensation rezirkuliert werden. Der Rezirkulationsstrom 24 (vorstehend
erwähnt) besteht aus Ammoniakflüssigkeit, die innerhalb des Produktverdampfungsbehälters
22 gebildet worden ist. Beim Öffnen eines Ventils 58 wird der
Rezirkulationsstrom 24 durch einen Verdampfer 60 verdampft und
dann zur Membraneinheit 16 zur weiteren Reinigung rezirkuliert.
Unter zusätzlicher Bezugnahme auf 2 wird
der Zwischenproduktstrom 19 aus der Adsorptionseinheit 18 erzeugt
und dessen Feuchtigkeit ist bis herab auf Pegel von etwa unterhalb 1 ppm abgeschieden
worden. Zurückgewonnener flüssiger Ammoniak 44 aus dem Spülstrom
32 kann in einem Verdampfer 47 verdampft und mit dem Zwischenproduktstrom
19 kombiniert werden. Der kombinierte Strom wird dann in die Membraneinheit
16 eingeleitet. Bei beiden oben beschriebenen Ausführungsformen ist die
Rückgewinnung von Ammoniak aus dem Spülstrom 32 optionell. Der resultierende
Durchlassstrom 26 wird durch Öffnen eines Ventils 62 in den Kondensationsbehälter
20 eingeleitet. Obwohl nicht dargestellt, kann ein Rezirkulationsstrom,
beispielsweise der in 1 dargestellte Rezirkulationsstrom
24, zurück zur Membraneinheit 16 rezirkuliert werden. Jedoch ist
die Verwendung eines Rezirkulationsstroms für beide hier beschriebenen Ausführungsformen
optionell. Der Produktspülstrom 34 kann entweder vom Endprodukt
34 (wie dargestellt) oder vom Zwischenproduktstrom 19 kommen.
In allen Fällen können ein oder mehrere Produkt- und Speisematerialtanks für die
Speicherung von Speisematerial und Produkt während des Reinigungsvorgangs eingesetzt
werden.
Mit zusätzlicher Bezugnahme auf 3 kann
die in 2 (oder in 1) gezeigte
Ausführungsform durch Vorsehen eines Ventils 66 modifiziert werden. Das
Ventil 66 kann so geöffnet werden, daß ein Flüssigkeitsstrom
64 zum Produktkondensationsbehälter 20 zurück rezirkuliert oder
zu einem Ablauf geleitet werden kann. Die Ventils 68 und 70 steuern
die Strömungsrichtung für solche Zwecke. Der Vorteil einer solchen Ausführungsform
liegt darin, daß die rezirkulierte Flüssigkeit teilweise kondensiert und dann teilweise
wieder verdampft, um die Produktreinheit zu steigern.
Bei allen oben erörterten Ausführungsformen kann ein Packungsmaterial
in dem Produktkondensationsbehäletr 20 und/oder im Produktdruckbehälter
22 installiert sein, um die Reinigungswirkung zu erhöhen. Ein weiter Punkt
liegt darin, daß der Druckerzeugungsmechanismus auch dazu benutzt werden kann, Speiseverdichter
wie beispielsweise den Verdichter 12 zu ersetzen, um einen Speisestrom
mit dem erforderlichen Druck für die Druckwechseladsorption oder Membranbetrieb
zu erzeugen.