Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der thermischen Behandlung
von Müll, Sondermüll oder Klärschlamm. Sie betrifft einen Dampferzeuger für überhitzten
Dampf für Verbrennungsanlagen mit korrosiven Rauchgasen, im wesentlichen bestehend
aus einem Strahlungsteil mit mindestens einer Brennkammer und einem Konvektionsteil,
mit mindestens einem Überhitzer und mit an mindestens einer Wand des Strahlungsteiles
innen angeordneter Platten, wobei zwischen den Platten und der Wand des Strahlungsteiles
ein Raum vorgesehen ist, und mindestens ein Teil des Überhitzers als Wandüberhitzer
in diesem Raum angeordnet ist.
Stand der Technik
Es ist bekannter Stand der Technik, für Müllverbrennungsanlagen Dampfkessel
anzuwenden, wobei vorwiegend Naturumlaufkessel, aber auch Zwangumlauf- oder Zwangdurchlaufkessel
eingesetzt werden.
Zur Zeit werden als Kessel für Müllverbrennungsanlagen in mitteleuropäischen
Ländern bevorzugt Kessel verwendet, bei denen das aus der Brennkammer strömende
Gas über einen ersten Leerzug mit Abwärtsströmung in einen zweiten Leerzug mit
Aufwärtsströmung und anschliessend in einen horizontalen Bündelzug (Konvektionsteil)
strömt. Es sind auch Müllkessel bekannt, bei denen die Gase nach Durchströmen der
Brennkammer direkt in den horizontalen Konvektionszug strömen. Neben diesen horizontalen
Dackelkesseln sind auch vertikale Dampferzeuger für Müllverbrennungsanlagen bekannt,
bei welchen der Konvektionsteil vertikal angeordnet ist und welche meist in 3-
oder 4-Zugbauweise ausgeführt sind (K. J. Thermische Abfallbehandlung. EF Verlag
für Energie- und Umwelttechnik GmbH, 1994, S. 390-402).
Bei diesen bekannten Müllkesseln sind im Konvektionsteil Verdampfer,
Endüberhitzer, Überhitzer und Economiser in dieser Reihenfolge untergebracht. Diese
Anordnung gilt besonders für die typischen Dampfparameter 40 bar, 400 °C. Der
Überhitzer ist aus Korrosionsgründen relativ tiefen Gastemperaturen (< 650 °C)
ausgesetzt und muss deshalb auch gross ausgelegt sein.
Bei diesen Kesseln tritt nachteilig an den Endüberhitzern bei Wandtemperaturen
von über 350 °C Korrosion auf, weil die vom Abgas mitgeführten Verunreinigungen
an den Rohren mit hoher Temperatur teigig sind und zu Verkrustungen und zu Verschmutzungen
führen. Eine höhere Dampftemperatur als 400 °C wäre bezüglich Elektrizitätserzeugung
wünschenswert, scheitert aber erst recht am Korrosionsproblem.
Um die Brennkammerwände von Müllverbrennungsanlagen vor korrosiven
Gasen zu schützen, werden bekanntermassen Platten oder Stampfmassen, z. B. Siliciumcarbid,
mit guter Wärmeleitfähigkeit auf die Wände der Brennkammer aufgebracht. Diese
Platten werden z. T. auch mit einem Raum zwischen Platten und Rohrwand ausgeführt.
Dieser Raum, der eine nicht korrosive Gasatmosphäre enthält, verhindert die Korrosion
der Wandrohre durch Gase, die durch die Bestampfung durchdiffundieren können.
Bekannt sind weiterhin kohlegefeuerte Kraftwerkskessel mit Wandüberhitzer
aus korrosionsbeständigem Stahl, die einerseits Wärme für den Überhitzer bei hohen
Temperaturen aufnehmen, andererseits die gasdichte Kesselwand aus niedriglegiertem
Stahl vor zu hohen Temperaturen schützen (W. Stiefel, M. Caravetti: "Design and
Engineering of the 300-MW Lignite Boiler Plants Sostanj 4 and Yuan Bao Shan", Sulzer
Technical Review (1978), Heft 2, S. 48-57).
Der Nachteil dieser konstruktiven Lösung besteht darin, dass hochlegierter
und damit sehr teurer Stahl für die Wandüberhitzer verwendet werden muss.
Aus DR 496 575 ist eine Auskleidung für Brennkammern bekannt, bei
der die Kammerwände an der Innenseite nach der Feuerung zu mit im Abstand angeordneten
dünnwandigen, wärmedurchlässigen und wärmebeständigen Metallschirmen abgedeckt
sind. Die mit Heizflächen bedeckten Brennkammerwände sollen auf diese Weise vor
zu hohen Temperaturen geschützt werden. Die von den Metallschirmen aufgenommene
Wärme wird durch kalte, hinter den Schirmen vorbeiströmende Gase, die mittels eines
Ventilators eingeblasen werden, abgeführt.
In DE 458 032 wird ein als Wandüberhitzer ausgebildeter Überhitzer
von der Strahlungswärme der Brennkammer beheizt, wobei zwischen dem Überhitzer
und Brennkammer eine feste Wand aus Feuerfeststeinen angeordnet ist. Der Überhitzer
ist von Zusatzluft umströmt und die Trennwand hat grosse Öffnungen für den Austritt
der Zusatzluft. Ziel ist es, durch Kühlung der Überhitzerrohre eine Regelung der
Überhitzertemperatur zu erreichen. Ein Korrosionsschutz ist nicht beabsichtigt
und funktioniert indirekt nur, solange die Luft strömt.
Darstellung der Erfindung
Die Erfindung versucht, die genannten Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dampferzeuger für überhitzten
Dampf für Verbrennungsanlagen mit korrosiven Rauchgasen zu schaffen, bei welchem
eine hohe Überhitzertemperatur ohne Korrosion am Endüberhitzer erreicht werden
kann, so dass der Überhitzer aus preiswertem Material gefertigt sein kann. Der
Überhitzer soll pro Überhitzeroberfläche möglichst viel Wärme aufnehmen. Ausserdem
sollen auch bereits bestehende Kessel relativ problemlos umgebaut werden können.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Dampferzeuger gemäss Oberbegriff
des Patentanspruches 1 dadurch erreicht, dass der Raum zwischen den Platten und
der Wand des Strahlungsteiles, in welchem der Wandüberhitzer angeordnet ist, eine
nicht korrosive gasförmige Atmosphäre enthält, welche einen höheren Druck als der
Druck der Gase in der Brennkammer aufweist.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass im erfindungsgemässen
Dampferzeuger eine hohe Überhitzertemperatur einstellbar ist, wobei Korrosionseinflüsse
weitgehend unterdrückt werden. Die notwendige Gesamtüberhitzerfläche verringert
sich. Da wenigstens ein Teil des Überhitzers der Strahlung ausgesetzt ist, verbessert
sich zudem das Teillastverhalten des Dampferzeugers. Wegen des höheren Druckes
im Raum, in welchem der Wandüberhitzer angeordnet ist, und dem Fehlen von Öffnungen
in den Platten bzw. dem Vorhandensein von nur kleinen Öffnungen (< 1% der Wandfläche)
ist sichergestellt, dass kein Gas aus der Brennkammer in den Raum mit der nicht
korrosiven Atmosphäre eindringen kann.
Es ist zweckmässig, wenn die Platten aus einem nichtmetallischen anorganischen
Material bestehen und diese an ihrer den Rohren des Überhitzers zugewandten Seite
Rippen aufweisen, welche die Rohre des Überhitzers zumindestens teilweise umfassen.
Auf diese Weise wird vorteilhaft die an die Überhitzerrohre übertragene Wärmemenge
vergrössert.
Es ist vorteilhaft, wenn der Raum mit einem Gas, vorzugsweise mit
Luft, welches vorgewärmt ist, in möglichst geringer Menge durchströmt wird, weil
dadurch korrosive Gase, die durch die Platten diffundiert sind, weggespült werden.
Andererseits findet keine unerwünschte Kühlung der Rohre statt.
Es ist besonders zweckmässig, wenn die Wand des Strahlungsteiles eine
Rohr-Steg-Rohr-Verbindung ist, welche als Verdampfer ausgebildet ist, da auf diese
Weise die Gasdichtheit ohne Dehnungsprobleme gewährleistet ist.
Weiterhin ist von Vorteil, wenn nur der Endüberhitzer oder nur der
heisseste Teil des Endüberhitzers als Wandüberhitzer in dem Raum mit nicht korrosiver
Atmosphäre im Strahlungsteil angeordnet ist, weil bei diesen Teilen des Überhitzers
auf Grund der hohen Temperaturen die geschilderten Korrosionsprobleme ohne Gegenmassnahmen
verstärkt auftreten würden. Durch die Verlegung des Endüberhitzers in den Strahlungsteil,
beispielsweise die Brennkammer wird die Heizfläche im konvektiven Zug verkleinert,
daher wird zusätzliche Verdampferheizfläche in den konvektiven Zug eingebaut. Diese
zusätzlich einzubauende Verdampferheizfläche ist geringer als in dem Falle, in
welchem, wie ebenfalls möglich, der gesamte Überhitzer als Wandüberhitzer in den
Raum mit der nicht korrosiven Atmosphäre zwischen der Wand und den Platten angeordnet
ist, um die den Rauchgasen entnommene Wärmemenge konstant zu halten..
Weiterhin ist es zweckmässig, wenn der Wandüberhitzer an allen vier
Wänden des Strahlungsteiles, beispielsweise der Brennkammer angeordnet ist, weil
dann die Höhe des Wandüberhitzers minimal ist.
Es ist aber auch von Vorteil, wenn der Wandüberhitzer nur an einem
Teil der Wände des Strahlungsteiles angeordnet ist, weil diese konstruktive Lösung
einfacher ist, da Dehnungsdifferenzprobleme in den Ecken umgangen werden können.
Ausserdem ist es vorteilhaft, wenn die Höhe des hinterlüfteten Raumes
wesentlich grösser ist als die Höhe des Wandüberhitzers. Damit wird zusätzlich
eine grössere Fläche der Verdampferwand geschützt.
Es ist zweckmässig, wenn der Wandüberhitzer aus einzelnen übereinander
in einer Ebene angeordneten Rohren besteht, welche frei gegeneinander dehnbar
sind, wobei Eintrittssammler und Austrittssammler senkrecht ausserhalb des Strahlungsteiles
angeordnet sind, die Befestigung der Platten und die Befestigung der Überhitzerrohre
durch ein gemeinsames Element sichergestellt wird und die Rohre des Wandüberhitzers
aus niedriglegiertem Kesselbaustahl ausgeführt sind. Dies ist eine relativ einfache
und kostengünstige Konstruktion.
Ein weiterer Vorteil wird durch die Anordnung einer Isolationsschicht
zwischen der Wand des Strahlungsteiles und den Rohren des Wandüberhitzers erzielt,
wobei auf der dem Wandüberhitzer zugewandten Seite die lsolationsschicht mit einer
wärmereflektierenden Oberfläche versehen ist. Damit wird erreicht, dass möglichst
wenig Wärme von den Überhitzerrohren an die Verdampferwand weiterfliesst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
enthalten.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
eines Dampferzeugers mit zwei vertikalen Leerzügen und einem horizontalen konvektiven
Bündelzug, welcher zur Müllverbrennung eingesetzt wird, dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Teillängsschnitt des erfindungsgemässen Dampferzeugers;
- Fig. 2
- ein vergrössertes Detail von Fig. 1 im Bereich des Wandüberhitzers in einer
ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 3
- ein vergrössertes Detail von Fig. 1 im Bereich des Wandüberhitzers in einer
zweiten Ausführungsform der Erfindung.
Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente
gezeigt. Die Strömungsrichtung der Medien ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und
der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Teillängsschnitt des erfindungsgemässen
Dampferzeugers 1, der zur thermischen Behandlung von Müll eingesetzt wird. In
Fig. 2 ist ein vergrössertes Detail von Fig. 1 dargestellt. Zum besseren Verständnis
der Erfindung sind beide Figuren gleichzeitig heranzuziehen.
Der Dampferzeuger 1 ist ein Dackelkessel und besteht im wesentlichen
aus einem Strahlungsteil 2 mit einer Brennkammer 3 und zwei vertikalen Leerzügen
4 und aus einem horizontalen Konvektionsteil 5, in welchem die Heizflächen für
den Economiser 6, Verdampfer 7 und Überhitzer 8 angeordnet sind. Um die Brennkammerwand
9 vor korrosiven Gasen zu schützen, sind an der Brennkammerwand 9 innerhalb der
Brennkammer 3 Platten 10 angeordnet, welche über Plattentragelemente 11 an der
Wand 9 befestigt sind. Die Platten 10 bestehen aus keramischem Material. Die Brennkammerwand
9 ist als Rohr-Steg-Rohr-Verbindung ausgebildet und bildet eine gasdichte Hülle.
Sie dient als Verdampfer.
Die Platten 10 sind nicht direkt auf der Wand 9 angebracht, so dass
sich zwischen der Wand 9 und den Platten 10 ein Raum 12 erstreckt. Dieser Raum
12 weist eine nicht korrosive gasförmige Atmosphäre 13 auf, welche entweder nahezu
ruht. Der Raum 12 kann auch mit Gas 13, in diesem Falle Luft, welche ausserhalb
des Raumes 12 mittels einer Heizeinrichtung 14 vorgewärmt wird, von oben nach unten
durchströmt sein, so wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Dabei sollte aber möglichst
wenig Luft 13 den Raum 12 durchströmen. Nach Durchströmen des Raumes 12 tritt
die Luft 13 in die Brennkammer 3 aus. Im oberen Teil des Raumes 12 ist der Endüberhitzer
des Dampferzeugers 1 als Wandüberhitzer 15 zwischen den Platten 10 und der Rohrwand
3 angeordnet. Die Wärmeübertragung an die Überhitzerrohre erfolgt zum grossen Teil
durch Strahlung der heissen Platten 10.
Es ist von Interesse, wenn die Luftmenge, die durch den korrosionsfreien
Raum fliesst, möglichst klein ist, da dann am wenigsten Wärme den Überhitzerrohren
wieder entzogen wird. Aus diesem Grunde sollen die Austrittsöffnungen für das
Gas 13 möglichst klein sein bzw. keine vorhanden sein. Auch ohne Austrittsöffnung
für das Gas wird, bei Vorhandensein eines Überdruckes, immer noch Gas strömen,
da die Platten nicht absolut dicht sind (Spalten, Risse, Poren usw.). Sind Austrittsöffnungen
vorhanden, so sollen diese in die Brennkammer 3 münden.
Durch den höheren Gasdruck im Raum 12, der vorzugsweise um mindestens
0,2 mbar höher sein soll als in der Brennkammer 3, wird gewährleistet, dass keine
korrosiven Rauchgase aus der Brennkammer 3 in den Raum 12 gelangen.
Der Wandüberhitzer 15 besteht aus einzelnen Rohren 16, die untereinander
in einer Ebene angeordnet sind. Sie können sich frei gegeneinander dehnen. Der
Wandüberhitzer 15 ist bei diesem Ausführungsbeispiel an allen 4 Brennkammerwänden
9 angeordnet. In anderen Ausführungsbeispielen kann er selbstverständlich auch
nur an einem Teil der Wände 9 eingebaut sein. Der Endüberhitzer (Wandüberhitzer
15) befindet sich dampfseitig nach der letzten Einspritzung.
Durch die Verlegung des Endüberhitzers 15 in die Brennkammer 3 wird
die Heizfläche in konvektiven Teil 5 des Dampferzeugers 1 verkleinert. Um die Gase
trotzdem auf die gewünschte Endtemperatur abzukühlen, wird in den konvektiven Zug
5 zusätzliche Verdampferfläche eingebaut. Die Gesamtüberhitzerfläche des Dampferzeugers
1 wird aber kleiner, da ein Teil des Überhitzers, nämlich der Wandüberhitzer 15,
der Strahlung ausgesetzt ist. Daher verbessert sich auch das Teillastverhalten
des Kessels. Mindestens ein Teil des Überhitzers 8 ist aber im Konvektionsteil
5 des Dampferzeugers 1 angeordnet.
Die in Fig. 1 bzw. Fig. 2 nicht gezeigten Eintritts- und Austrittssammler
sind senkrecht ausserhalb der Brennkammer 3 angeordnet, wobei der Eintrittssammler
über dem Austrittssammler liegt, so dass eine gute Entleerbarkeit gegeben ist.
Die Befestigung der Rohre 16 erfolgt gleichzeitig mit der Befestigung der vorgehängten
Platten 10 durch die gemeinsamen Elemente 11.
Die Rohre 16 werden durch die Platten 10 vor Korrosion durch Rauchgase,
die durch die Brennkammer 3 strömen, geschützt, da innerhalb des Raumes 12 keine
korrosive Gasatmosphäre vorherrscht, sondern der Raum 12 und damit auch die Rohre
16 nur von vorgewärmter Luft umspült werden. Es findet somit keine rauchgasseitige
Verschlackung der heissesten Überhitzerrohre 16 statt. Daher ist es problemlos
möglich, die Rohre 16 des Wandüberhitzers 15 auch für den Einsatz bei hohen Dampfparametern
aus normalem billigen Kesselbaustahl zu fertigen, was sich günstig auf die Gesamtkosten
der Anlage auswirkt.
Um zu verhindern, dass möglichst wenig Wärme von den Überhitzerrohren
16 auf die Verdampferwand 9 fliesst, ist zwischen dem Wandüberhitzer 15 und der
Kesselwand 9 eine Isolationsschicht 17 angeordnet. Diese Schicht 17 ist auf der
dem Wandüberhitzer 15 zugewandten Seite mit einer wärmereflektierenden Oberfläche
18 versehen.
Mit der Erfindung ist es möglich, hohe Überhitzertemperaturen ohne
Korrosion am Endüberhitzer zu erreichen.
Die erfindungsgemässe Lösung lässt sich nicht nur beim Neubau von
Müllkesseln realisieren, sondern sie ist auch beim Umbau bestehender Kessel anwendbar.
Ausserdem kann sie für die Klärschlammverbrennung oder Sondermüllverbrennung eingesetzt
werden.
Fig. 3 zeigt ein vergrössertes Detail von Fig. 1 im Bereich des Wandüberhitzers
in einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausführung unterscheidet
sich von dem bereits beschriebenen nur dadurch, dass die Platten 10 an ihren den
Rohren des Überhitzers 8 zugewandten Seite Rippen 19 aufweisen, welche die Rohre
des Überhitzers 8 zumindestens zum Teil umfassen. Das hat den Vorteil, dass auf
Grund der grösseren Fläche die an die Überhitzerrohre übertragenen Wärmemenge vergrössert
wird.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt. So ist es beispielsweise möglich, nicht nur den Endüberhitzer, sondern
den gesamten Überhitzer als Wandüberhitzer 15 in den Raum 12 zwischen der Rohrwand
9 und den Platten 10 zu plazieren. Der Raum 12 kann mit Luft oder einem anderen
Gas geringfügig durchströmt sein, oder er ist vorzugsweise nicht durchströmt.
Ausserdem ist es möglich, nicht den ganzen Endüberhitzer, sondern
nur einen Teil, vorzugsweise den letzten heissesten Teil des Endüberhitzers, im
Raum 12 anzuordnen.
Die Brennkammerauskleidung kann anstelle von Platten 10 auch aus Stampfmasse
oder einem anderen, bei diesen Bedingungen korrosionsfesten Material bestehen.
Selbstverständlich kann der als Wandüberhitzer 15 ausgebildete Überhitzer
8 auch anstelle in der Brennkammer 3 in einem Leerzug 4 des Strahlungsteiles 2
angeordnet sein.
Der Dampferzeuger kann auch für andere Kesseltypen angewendet werden,
wenn wegen der korrosiven Atmosphäre ein Schutz des Überhitzers notwendig ist.
Bezugszeichenliste
- 1
- Dampferzeuger
- 2
- Strahlungsteil
- 3
- Brennkammer
- 4
- Leerzug
- 5
- Konvektionsteil
- 6
- Economiser
- 7
- Verdampfer
- 8
- Überhitzer
- 9
- Wand von Pos. 2
- 10
- Platte
- 11
- Tragelemente für Pos. 10
- 12
- Raum zwischen Pos. 9 und Pos. 10
- 13
- Gas
- 14
- Heizeinrichtung
- 15
- Wandüberhitzer
- 16
- Rohr von Pos. 15
- 17
- Isolationsschicht
- 18
- reflektierende Oberfläche