Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von Seltenerdmetall-Sintermagneten.
Technischer Hintergrund
Die Seltenerdmetall-Sintermagnete, die derzeit in großem Umfang auf
verschiedenen Anwendungsgebieten eingesetzt werden, umfassen einen Magneten vom
Samarium-Cobalt (Sm-Co)-Typ und einen Magneten vom Neodym-Eisen-Bor-Typ (nachstehend
als Magnet vom "R-T-(M)-B-Typ" bezeichnet). Unter anderen wird der Magnet vom R-T-(M)-B-Typ
(worin R steht für mindestens eines der Seltenerdmetallelemente einschließlich Yttrium
(Y) und in der Regel Neodym (Nd), T steht entweder für Fe allein oder für eine Mischung
von Fe, Co und/oder Ni, M steht für mindestens ein Additiv, ausgewählt aus der Gruppe,
die besteht als Al, Ti, Cu, V, Cr, Ni, Ga, Zr, Nb, Mo, In, Sn, Hf, Ta und W, und
B steht entweder für Bor allein oder für eine Mischung von Bor und Kohlenstoff),
immer häufiger in verschiedenen Typen von elektronischen Geräten verwendet. Der
Grund ist der, dass der Magnet vom R-T-(M)-B-Typ ein maximales Energieprodukt (BH)max
aufweist, das höher ist als bei jedem der verschiedenen anderen Magnet-Typen, und
er dennoch verhältnismäßig billig ist.
Ein Seltenerdmetall-Sintermagnet wird hergestellt durch Pulverisieren
einer Seltenerdmetall-Legierung zu einem Legierungspulver, durch Pressen und Verdichten
des Legierungspulvers unter einem Magnetfeld, wobei man einen Grünling (Vorpressling)
erhält, und durch anschließendes Sintern des Grünlings in einem Sinterofen. Wenn
das Seltenerdmetallelement, wie z.B. Neodym, das in dem Magneten vom R-T-(M)-B-Typ
enthalten sein soll, während des Sinterverfahrens oxidiert wird, werden die resultierenden
magnetischen Eigenschaften beträchtlich verschlechtert. Deshalb ist, um die nachteilige
Oxidation zu vermeiden, die Atmosphäre im Innern des Sinterofens normalerweise ein
Vakuum oder eine Unterdruck-Inertgasatmosphäre aus Ar, He oder irgendeinem anderen
inerten Gas. Beim Sintern von mehreren Grünlingen werden diese Grünlinge in ein
hermetisch verschließbares Sintergehäuse (das auch als "Sinterpack" bezeichnet wird)
eingefüllt und dann wird das Sintergehäuse einschließlich dieser Grünlinge in seiner
Gesamtheit erhitzt, um die Produktivität zu erhöhen. Wenn eine große Anzahl von
Grünlingen gleichzeitig gesintert werden soll, wird ein Sintergehäuse verwendet,
das mit einer Reihe von Sinter-Basisplatten ausgestattet ist, die aufeinandergestapelt
sind in Form von Regalen (Gestellen). In diesem Fall werden die vorgepressten Grünlinge
auf den Sinter-Basisplatten angeordnet und dann werden diese Platten in Form von
Regalen im Innern des Sintergehäuses gelagert.
Beispielsweise werden Grünlinge 95, die zu Sintermagneten
für einen Motor verarbeitet werden sollen, gesintert, nachdem sie im Innern eines
Sintergehäuses 9, wie in den 3A und
3B dargestellt, angeordnet worden sind.
Bei dem in den 3A und 3B
erläuterten Beispiel umfasst das Sintergehäuse 9 einen Bodenbehälter
90 und einen Deckel 92, der auf den Bodenbehälter 90
passt. Der Bodenbehälter 90 umfasst eine Bodenplatte 90a und eine
Seitenwand 90b. Im Innern des Bodenbehälters 90 ist eine Reihe
von Sinterbasisplatten 94 vertikal aufeinandergestapelt mit einem vorgegebenen
Zwischenraum, der zwischen ihnen durch Abstandhalter 96 erzeugt wird. Das
Sintergehäuse 9 wird beispielsweise während des Sinterverfahrens bis auf
eine erhöhte Temperatur von etwa 1000 °C oder mehr erhitzt. Daher sind der Bodenbehälter
90 und der Deckel 92 beide aus einem Material mit einer hohen
Wärmebeständigkeit (z.B. Molybdän oder SUS 310) hergestellt.
Die Seitenwand 90b des Bodenbehälters 90 umgibt
den Umfang der Sinterbasisplatten 94 und trägt den Deckel 92 auf
ihrem oberen Rand. Der von der Seitenwand 90b umgebene Hohlraum (d.h. der
Lagerraum) hat eine horizontale Dimension (d.h. eine Breite), die etwas größer ist
als die Breite der Sinterbasisplatten 94. Der Unterschied kann in der Größenordnung
von mehreren mm bis zu mehreren cm liegen. In jedem Fall ist dieses Sintergehäuse
9 so gestaltet, dass ein enger Zwischenraum zwischen den Sinterbasisplatten
94 und der Seitenwand 90b vorliegt. Dieser enge Zwischenraum ist
geeignet, um die größtmögliche Anzahl von Grünlingen 95 im Innern des Sintergehäuses
9 gleichzeitig so wirksam wie möglich zu lagern. Deshalb kann die Breite
der Sinterbasisplatten 94 umso größer sein, je enger der Zwischenraum ist.
Wenn der Zwischenraum zwischen den Sinterbasisplatten 94 und der Seitenwand
90b klein ist, können sich außerdem selbst dann wenn, das Sintergehäuse
9 während seines Transports in Vibrationen versetzt wird, die Sinterbasisplatten
94 im Innern des Sintergehäuses 9 nicht so stark bewegen, dass die Zwischenräume
96 auf den Sinterbasisplatten 94 unbeabsichtigt zusammenfallen.
Wie in den 4A bis 4C
dargestellt, weist jeder der Grünlinge 95 gekrümmte (gebogene) Oberflächen
auf, die umfassen eine konkave Oberfläche 95a und eine konvexe Oberfläche
95b. Wenn der in 4A dargestellte Grünling
95 entlang einer Ebene betrachtet wird, welche die konkaven und konvexen
Oberflächen 95a und 95b unter rechten Winkeln kreuzt, hat der
Querschnitt des Grünlings 95 eine Gestalt, die zwei Bögen umfasst. Beispielsweise
können die konkaven und konvexen Oberflächen 95a und 95b die jeweiligen
Abschnitte von zwei zylindrischen Oberflächen darstellen, die voneinander verschiedene
Krümmungsradien aufweisen. In diesem Fall kann der durch die konvexe Oberfläche
95b definierte äußere Radius größer sein als der durch
die konkave Oberfläche 95a definierte innere Radius. Ein Grünling, der
eine solche Gestalt hat, wird hier als "gekrümmter Grünling" oder als "gebogener
Grünling" bezeichnet.
Wie in 4A dargestellt, umfasst dieser
Grünling 95 zwei gekrümmte Oberflächen (d.h. die konkaven und konvexen
Oberflächen 95a und 95b, die nachstehend als "Haupt-Oberflächen"
bezeichnet werden), die einander gegenüberliegend angeordnet sind; zwei seitliche
Oberflächen 95d, die einander gegenüberliegend angeordnet sind mit den
dazwischen angeordneten beiden gekrümmten Oberflächen 95a und
95b; und zwei Stirnflächen 95c, welche die beiden gekrümmten Oberflächen
95a und 95b und die seitlichen Oberflächen 95d im Wesentlichen
unter rechten Winkeln kreuzen. Die Haupt-Oberflächen 95a und
95b haben eine größere Fläche als jede der anderen Oberflächen des Grünlings
95. In der Regel sind die Stirnflächen (oder Bodenflächen) 95c
in ihrer Fläche kleiner als jede andere Oberfläche des Grünlings 95.
Die Grünlinge 95 mit einer solchen Gestalt sind so auf jeder
der Sinterbasisplatten 94 angeordnet, dass sie nicht miteinander in Kontakt
kommen, z.B. so, dass die horizontalen Ränder der konkaven Oberfläche
95a oder das Zentrum der konvexen Oberfläche 95b mit der Sinterbasisplatte
94 in Kontakt steht, wie in den 4B und
4C dargestellt. Diese Anordnungen werden
dazu verwendet, um zu verhindern, dass die Grünlinge 95 sich bei der Herstellungsund
Behandlungsstufe zum Lagern der Grünlinge 95 auf der Sinterbasisplatte
94 oder zum Einführen der Sinterbasisplatte 94 in das Gehäuse
9 beispielsweise umdrehen. Aus diesem Grund sind die Grünlinge
95 so angeordnet, dass ihr Massenzentrum auf einem möglichst tiefen Niveau
angeordnet ist (d.h. dass ihre Oberseite auf einem möglichst niedrigen Niveau angeordnet
ist), wenn sie auf der Sinterbasisplatte 94 angeordnet sind. Um den Grad
der Orientierung zu erhöhen, haben die Grünlinge 95 (z.B. insbesondere
die Grünlinge, die zu Magneten vom R-T-(M)-B-Typ verarbeitet werden sollen) eine
Gründichte, die niedriger ist als diejenige von Grünlingen, die zu Ferrit-Magneten
verarbeitet werden sollen. Die Grünlinge 95, die zu R-T-(M)-B-Magneten
verarbeitet werden sollen, können eine Gründichte von beispielsweise etwa 3,9 bis
etwa 5,0 g/cm3 aufweisen. Daher sind diese Grünlinge 95 sehr
spröde und es tritt leicht eine Rissbildung oder eine Zersplitterung auf beim Zusammenstoß
mit einem harten Gegenstand (beispielsweise, wenn sie herunterfallen oder fallengelassen
werden). Diese Grünlinge 95 sollten daher so angeordnet sein, dass sie
sich nicht so leicht umdrehen. Es sei darauf hingewiesen, dass die auf der gleichen
Sinterbasisplatte 94 angeordneten Grünlinge 95 entweder einem
individuellen Verdichtungsverfahren unterworfen worden sein können oder durch Zuschneiden
und Zerteilen eines einzelnen Grünlinges in mehrere kleinere Körper hergestellt
sein können.
Wenn die Grünlinge 95, die direkt auf der Sinterbasisplatte
94 angeordnet sind, gesintert werden, dann können außerdem die resultierenden
Sinterkörper 95 und die Sinterbasisplatte 94 unbeabsichtigt teilweise
miteinander verschmelzen (fusionieren). Der Grund ist der, dass das Seltenerdmetallelement,
wie z.B. Nd, das in dem Legierungspulver vom R-T-(M)-B-Typ enthalten ist, und ein
Metallelement, das in der Sinterbasisplatte 94 enthalten ist, eine eutektische
Reaktion bewirken können bei einer Temperatur, die gleich der Sintertemperatur oder
niedriger als diese ist. Wenn die Basisplatte 94 und die Sinterkörper
95 teilweise miteinander verschmolzen sind, nimmt die Größe der Grünlinge
95, die gesintert worden sind, mit dem Sinterverfahren nicht glatt ab,
sodass möglicherweise eine Rissbildung oder eine Zersplitterung der resultierenden
Sinterkörper 95 auftreten kann. Auch dann, wenn die Basisplatte
94 und die Sinterkörper 95 nicht miteinander verschmolzen sind,
kann eine ungleichförmige Reibung zwischen der Basisplatte 94 und den Sinterkörpern
95 auftreten, wodurch ebenfalls eine Rissbildung in den Sinterkörpern
95 auf ihrer Oberfläche auftreten kann, die mit der Sinterbasisplatte
94 in Kontakt steht.
Um zu verhindern, dass die Sinterbasisplatte 94 und die Sinterkörper
95 miteinander verschmelzen, wird die Oberfläche der Sinterbasisplatte
94 mit einem Einbettungspulver (nicht dargestellt) unter Anwendung eines
bekannten Verfahrens beschichtet, sodass die Grünlinge 95 auf dem Einbettungspulver
gesintert werden können (vgl. z.B. die offengelegte japanische Patentpublikation
Nr. 4-154 903). Das Einbettungspulver muss ein Pulver aus einem Material sein, das
eine geringe Reaktionsfähigkeit mit den Grünlingen 95 und eine hohe chemische
Beständigkeit (Chemikalienbeständigkeit) bei erhöhter Temperatur aufweist. Wenn
die Grünlinge 95 ein Seltenerdmetall enthalten, kann das Einbettungspulver
ein Pulver aus einem Material sein, das eine geringe Reaktionsfähigkeit mit dem
Seltenerdmetall aufweist, z.B. ein Pulver aus einem Seltenerdmetalloxid wie Neodymoxid
oder Yttriumoxid. Durch Verwendung eines solchen Einbettungspulvers wird verhindert,
dass die Sinterbasisplatte 94 und die Sinterkörper 95 miteinander
verschmelzen, und dadurch werden die Abschnitte der Sinterkörper 95, die
mit der Basisplatte 94 in Kontakt stehen, weder beschädigt (beispielsweise
durch Rissbildung) noch verformt.
Wenn mehrere Grünlinge 95 innerhalb des Sintergehäuses
9 angeordnet sind, wie in den 3A und
3B dargestellt, dann ist die Anzahl der Grünlinge
95, die im Innern des Sintergehäuses 9 gleichzeitig gelagert werden
können, verhältnismäßig gering, und das Sinterverfahren kann nicht so wirksam durchgeführt
werden. Insbesondere dann, wenn Grünlinge 95 in Form einer ebenen Platte
so angeordnet sind, dass ihr Massenzentrum auf einem möglichst niedrigen Niveau
angeordnet ist, ist die Projektionsfläche jedes dieser Grünlinge
95 auf die Basisplatte 94 ziemlich groß, wodurch die Anzahl der
Grünlinge 95 herabgesetzt wird, die innerhalb eines begrenzten Raums angeordnet
sein können. Der hier verwendete Ausdruck "Projektionsfläche" jedes Grünlings
95 steht für die Fläche, die auf der Basisplatte 94 durch den
Grünling 95 bedeckt ist.
Außerdem steht dann, wenn die Grünlinge 95 so angeordnet
sind, wie in 4B oder 4C
dargestellt, jeder dieser Grünlinge 95 mit nur einer kleinen Fläche mit
der Basisplatte 94 in Kontakt. Wenn das Sinterverfahren fortschreitet,
konzentriert sich die (Reibungs)-Spannung, die durch die Schrumpfung des Grünlings
95 erzeugt wird, auf die Kontaktbereiche. In diesem Fall wird selbst dann,
wenn ein Einbettungspulver wie vorstehend beschrieben verwendet wird, der Sinterkörper
95 durch die erzeugte Reibungsspannung noch beschädigt oder verformt.
Wenn der Grünling 95 wie in 4C
gezeigt angeordnet ist, werden außerdem Abschnitte, die um das Zentrum der konvexen
Oberfläche 95b des Grünlings 95 herum angeordnet sind, beschädigt oder
verformt. Es ist somit unmöglich, nur den beschädigten oder verformten Abschnitt
des Sinterkörpers 95 zu entfernen und den restlichen Abschnitt desselben
zu verwenden. Wenn andererseits der Grünling 95 wie in 4B
gezeigt angeordnet ist, sind bei der konkaven Oberfläche 95a des Grünlings
5 die horizontalen Ränder verformt. Diese konkave Oberfläche
95a hat eine Gestalt, die nicht verformt werden darf, sodass der resultierende
Sintermagnet auf den Rotorschaft eines Motors passt. Es ist daher auch schwierig,
nur die verformten Teile desselben zu entfernen und den verbleibenden Teil zu der
vorgegebenen Gestalt für einen Sintermagneten zu verarbeiten. Das heißt, wenn einer
der Sinterkörper, die wie in 4B oder 4C
dargestellt gelagert worden ist, defekt wird, kann der defekte Sinterkörper nicht
mehr verwendet werden, wodurch die Ausbeute an Sintermagneten signifikant abnimmt.
Andererseits ist in der offengelegten japanische Patentpublikation
Nr. 61-125 114 ein Verfahren zur Verringerung der Anzahl von defekten (d.h. der
verzogenen oder verformten) Sinterkörpern bei der Herstellung verhältnismäßig dünner
Seltenerdmetall-Sintermagnete beschrieben. Bei dem in der offengelegten japanischen
Patentpublikation Nr. 61-125 114 beschriebenen Verfahren wird ein Grünling, der
eine geringe Dicke aufweist, sandwichartig zwischen ein Paar von dickeren Grünlingen
gelegt, die aus dem gleichen Material hergestellt sind und die gleiche Gestalt haben
wie der zuerst genannte Grünling. Auch bei diesem Verfahren wird ein Pulver aus
einem Material, das mit den Grünlingen nicht leicht reagiert, zwischen diesen Grünlingen
und/oder zwischen dem Grünling und der Basisplatte, falls erforderlich, angeordnet.
Bei dem in der offengelegten japanischen Patentpublikation Nr. 61-125
114 beschriebenen Verfahren sollten jedoch nicht nur der dünne Grünling, sondern
auch die beiden anderen dickeren Grünlinge so behandelt werden, dass man einen einzigen
Sinterkörper mit der gewünschten geringen Dicke erhält, wodurch die Ausbeute an
Seltenerdmetall-Legierungspulvermaterial verringert wird. Auch ist es bei einem
solchen Verfahren schwierig, die Anzahl der Grünlinge 95 zu erhöhen, die
in dem Sintergehäuse 90 gleichzeitig angeordnet sein können. Beim Sintern
der Grünlinge 95, die eine solche Gestalt haben, wie sie in 4A
dargestellt ist, ist es außerdem schwierig, die Beschädigung oder Verformung der
resultierenden Sinterkörper 95 ausreichend zu verringern, die zurückzuführen
ist auf die Reibungsspannung, die durch die Schrumpfung der Grünlinge 95 beim Sintern
entsteht. Es ist leicht verständlich, dass die Reibungsspannung, die zwischen dem
untersten der aufeinandergestapelten Grünlinge und der Basisplatte entsteht, erhöht
würde unter weiterer Schädigung oder Verformung des resultierenden Sinterkörpers,
weil die Gesamtmasse der vertikal aufeinandergestapelten Grünlinge auf den untersten
Grünling einwirkt, der im Kontakt mit der Basisplatte steht.
Wie vorstehend beschrieben, weist der Grünling aus einem Seltenerdmetall-Legierungspulver
ein hohes spezifisches Gewicht auf (beispielsweise hat ein Grünling aus einem Legierungspulver
vom R-T-(M)-B-Typ ein spezifisches Gewicht von etwa 3,9 g/cm3 oder mehr) und ist
sehr spröde. Daher wird dann, wenn eine Reibungsspannung entsteht als Folge der
Schrumpfung des Grünlings beim Sintern (bei dem dieser bis zu etwa 40 % oder mehr
seines Volumens verliert) der Sinterkörper leicht beschädigt oder verformt. Insbesondere
dann, wenn ein Grünling so angeordnet ist, dass sein Massenzentrum auf einem möglichst
niedrigen Niveau angeordnet ist und die Kontaktfläche mit der Basisplatte klein
ist, wie in 4B oder 4C
dargestellt, wird der resultierende Sinterkörper sehr leicht beschädigt oder verformt.
Außerdem ist es auch schwierig, solche Grünlinge auf wirksame Weise im Innern eines
Sintergehäuses zu lagern.
Beschreibung der Erfindung
Um die vorstehend beschriebenen Probleme zu überwinden, bestehen bevorzugte
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung in einem Verfahren zur Herstellung
von Seltenerdmetall-Sintermagneten, bei denen die Anzahl der beschädigten oder verformten
Sinterkörper minimiert und die Produktivität stark erhöht sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten. Das Verfahren
umfasst vorzugsweise die Stufen Pressen und Verdichten eines Legierungspulvers für
die Seltenerdmetall-Sintermagnete, dadurch Herstellung einer Vielzahl von Grünlingen,
Anordnung der Grünlinge auf einer Aufnahmeebene in einer Richtung, in der die Projektionsfläche
jedes der Grünlinge auf der Aufnahmeebene nicht maximal ist, und
Erhitzen der Grünlinge, wodurch die Grünlinge gesintert werden und eine Vielzahl
von Sinterkörpern erhalten wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst
die Stufe der Anordnung der Grünlinge vorzugsweise eine Stufe der Anordnung der
Grünlinge auf der Aufnahmeebene in einer Richtung, in der die Projektionsfläche
jedes der Grünlinge auf der Aufnahmeebene minimiert ist.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
umfasst die Stufe des Pressens und Verdichtens eines Legierungspulvers vorzugsweise
eine Stufe der Herstellung einer Vielzahl von Grünlingen, die jeweils mindestens
eine gekrümmte Oberfläche aufweisen, und eine Stufe der Anordnung der Grünlinge,
die vorzugsweise umfasst die Stufe der Anordnung der Grünlinge auf der Aufnahmeebene,
sodass die mindestens eine gekrümmte Oberfläche jedes der Grünlinge die Aufnahmeebene
im Wesentlichen unter rechten Winkeln kreuzt.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe (a)
vorzugsweise eine Stufe der Herstellung einer Vielzahl von Grünlingen, von denen
jeder aufweist zwei Haupt-Oberflächen, die einander gegenüberliegen; zwei Seitenflächen,
die einander gegenüberliegend mit den dazwischen angeordneten Haupt-Oberflächen
angeordnet sind; und zwei Stirnflächen, welche die Hauptflächen und die Seitenflächen
im Wesentlichen unter rechten Winkeln kreuzen. Die Stufe (b) umfasst vorzugsweise
eine Stufe der Anordnung der Grünlinge auf der Aufnahmeebene, sodass eine der beiden
Stirnflächen jedes der Grünlinge mit der Aufnahmeebene in Kontakt steht.
Bei noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe
des Pressens und Verdichtens eines Legierungspulvers vorzugsweise eine Stufe des
Pressens und Verdichtens des Legierungspulvers unter einem ausrichtenden Magnetfeld
und die Stufe der Anordnung der Grünlinge umfasst vorzugsweise eine Stufe der Anordnung
der Grünlinge auf der Aufnahmeebene, sodass die Orientierungsrichtungen des Legierungspulvers
im Wesentlichen parallel zu der Aufnahmeebene verlaufen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe des
Pressens und Verdichtens eines Legierungspulvers vorzugsweise eine Stufe der Herstellung
der Grünlinge, die eine Gründichte von etwa 4,1 bis etwa 4,5 g/cm3 aufweisen.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe der
Anordnung der Grünlinge vorzugsweise eine Stufe der Anordnung der Grünlinge auf
der Aufnahmeebene bzw. -fläche, sodass die Grünlinge in einer horizontalen Richtung
(die in der Regel im Wesentlichen parallel zur Dickenrichtung der Grünlinge verläuft)
miteinander in Kontakt stehen.
Bei dieser speziellen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe
der Anordnung der Grünlinge vorzugsweise eine Stufe der Anordnung der Grünlinge,
die bereits magnetisiert worden sind, auf der Empfangsebene, sodass die Grünlinge
durch die magnetische Kraft, die zwischen den Grünlingen entsteht, gegenseitig angezogen
werden.
Alternativ oder zusätzlich kann die Stufe der Anordnung der Grünlinge
das Aufbringen eines Antifusionsmittels auf mindestens Teile der Grünlinge und die
Anordnung der Grünlinge auf der Empfangsebene umfassen, sodass die Grünlinge über
das Antifusionsmittel miteinander in Kontakt kommen. In der Regel wird das Antifusionsmittel
auf einen Teil jedes der Grünlinge aufgebracht.
Das Antifusionsmittel umfasst insbesondere ein Pulver aus Y2O3.
Das Y2O3-Pulver weist vorzugsweise eine mittlere Teilchengröße
von etwa 1 bis etwa 10 &mgr;m, besonders bevorzugt von etwa 3 bis etwa 5 &mgr;m,
auf.
Bei dieser speziellen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stufe
der Anordnung der Grünlinge vorzugsweise eine Stufe des Aufbringens einer Aufschlämmung,
in der das Y2O3-Pulver in einem organischen Lösungsmittel
dispergiert ist, auf die Teile der Grünlinge.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Verfahren
ferner umfassen die Stufe der Entfernung eines Teils jedes der Sinterkörper, der
mit der Aufnahmeebene in Kontakt steht, und eines umgebenden Abschnitts desselben.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform betrifft die vorliegende
Erfindung einen Sintermagneten für die Verwendung in einem Motor. Der Magnet wird
vorzugsweise hergestellt nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren gemäß einer
der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
Weitere Merkmale, Elemente, Eigenschaften, Stufen und Vorteile der
vorliegenden Erfindung gehen aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die 1A und 1
B stellen eine Querschnittsansicht bzw. eine ebene Draufsicht dar, die in schematischer
Form erläutern, wie Grünlinge 95 in einer Sintervertahrensstufe eines Verfahrens
zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung angeordnet sein können.
Die 2 stellt eine perspektivische Ansicht
dar, die erläutert, wie benachbarte Grünlinge 95, die in den
1A und 1B dargestellt
sind, angeordnet sein können.
Die 3A und 3B
stellen eine Querschnittsansicht bzw. eine ebene Draufsicht dar, die in schematischer
Form eine bekannte Anordnung der Grünlinge 95 in einer Sinterverfahrensstufe
eines konventionellen Verfahrens zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten
erläutern.
Die 4A, 4B
und 4C erläutern, welche Probleme durch die
bekannte Anordnung der Grünlinge 95 in der Sinterverfahrensstufe entstehen,
wobei die 4A eine perspektivische Ansicht des Grünlings
95 zeigt, der zu einem Sintermagneten für einen Motor verarbeitet werden
soll, und die 4B und 4C
Querschnittsansichten darstellen, die in schematischer Form erläutern, wie der Grünling
95 auf einer Basisplatte 94 angeordnet sein kann.
Beste Art der Durchführung der Erfindung
Nachstehend werden bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
beispielsweise in Anwendung auf ein Verfahren zur Herstellung von Sintermagneten
vom R-T-(M)-B-Typ für die Verwendung in einem Motor beschrieben. Es sei jedoch darauf
hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die folgenden spezifischen
bevorzugten Ausführungsformen beschränkt ist, sondern allgemein auch anwendbar ist
auf ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten der verschiedenen
anderen Typen.
Ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten nach
verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist hauptsächlich
charakterisiert durch die Herstellungs- und Verarbeitungsstufe der Sinterung von
Grünlingen. Daher ist die nachfolgende Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung konzentriert auf diese Sintervertahrensstufe und die
Beschreibung anderer Herstellungs- und Verarbeitungsstufen, die nach bekannten Verfahren
durchgeführt werden können, wird hier weggelassen.
Ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten nach
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst vorzugsweise
die Stufen des Pressens und Verdichtens eines Legierungspulvers für die Seltenerdmetall-Sintermagnete,
um dadurch eine Vielzahl von Grünlingen herzustellen, die Anordnung der Grünlinge
auf einer Aufnahmeebene in einer Richtung, in der die Projektionsfläche jedes der
Grünlinge auf die Aufnahmeebene nicht maximal ist, und das Erhitzen der Grünlinge,
wodurch die Grünlinge gesintert werden und eine Vielzahl von Sinterkörpern erhalten
wird.
In der Stufe der Anordnung der Grünlinge werden die Grünlinge vorzugsweise
in einem Gehäuse gelagert, das die Aufnahmeebene bzw. -fläche aufweist. Die Sinterstufe
umfasst vorzugsweise die Stufe des Erhitzens des Gehäuses einschließlich der darin
enthaltenen Grünlinge in seiner Gesamtheit. Wenn ein solches Sintergehäuse verwendet
wird, kann beispielsweise die Atmosphäre für die Sinterverfahrensstufe einheitlicher
sein.
Bei diesem Verfahren kann die Stufe der Anordnung der Grünlinge durchgeführt
werden durch Verwendung des Sintergehäuses 9, wie es beispielsweise in
den 3A und 3B
dargestellt ist. In den Zeichnungen, auf die in der nachfolgenden Beschreibung Bezug
genommen wird, ist jedes Element, das im Wesentlichen die gleiche Funktion wie das
in den 3A, 3B,
4A, 4B
oder 4C dargestellte Gegenstück aufweist,
durch die gleiche Bezugsziffer bezeichnet und die Beschreibung desselben wird hier
weggelassen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können
die Grünlinge 95, die zu Sintermagneten für einen Motor verarbeitet werden
sollen, so angeordnet sein, wie es in den 1A,
1B und 2
dargestellt ist.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform können die Grünlinge
95 einen äußeren Durchmesser von etwa 22,13 mm, eine Breite von etwa 26,14
mm, eine Dicke von etwa 9,73 mm und eine Höhe von etwa 45 mm beispielsweise in der
in den 1A und 1B
dargestellten Anordnung haben. In dem Sintergehäuse 9 kann die Bodenplatte
(d.h. der Abschnitt in Form einer ebenen Platte) 90a des Bodenbehälters
90 beispielsweise die ungefähren Dimensionen 270 mm × 305 mm ×
1 mm (Dicke) haben, während sein Deckel 92 die ungefähren äußeren Dimensionen
280 mm × 315 mm × 70 mm (Höhe) und eine Dicke von etwa 1,5 mm haben
kann. Der Bodenbehälter 90 und der Deckel 92 können aus einem
Material hergestellt sein, das gegenüber der Wärme beständig ist, die beim Sintern
und in anderen Verfahrensstufen entsteht, beispielsweise aus rostfreiem Stahl oder
einem feuerfesten Metall, wie z.B. Molybdän, sein. Das Sintergehäuse 9
kann beispielsweise aus SUS 310 hergestellt sein. In diesem Fall wird das
Gehäuse 9 durch die Wärme nicht so stark verformt wie wenn das Gehäuse
9 aus SUS 304 hergestellt ist.
Bei der in den 1A und 1B
erläuterten bevorzugten Ausführungsform sind die Grünlinge 95 auf der Sinterbasisplatte
94 so angeordnet, dass sie auf der Bodenplatte 90a des Bodenbehälters
90 gelagert sind. Alternativ kann die Sinterbasisplatte 94 weggelassen
werden und die Grünlinge 95 können direkt auf der Bodenplatte
90a des Bodenbehälters 90 gelagert sein. Das heißt, entweder die
Oberfläche der Basisplatte 94 oder diejenige der Bodenplatte
90a fungieren als Oberfläche, welche die darauf angeordneten Grünlinge
95 aufnimmt. Vorzugsweise wird die Sinterbasisplatte 94 verwendet,
weil eine große Anzahl von Grünlingen 95 leicht darauf angeordnet werden
kann. Die Sinterbasisplatte 94 kann beispielsweise die ungefähren Dimensionen
250 mm × 300 mm × 1 mm (Dicke) haben. Die Sinterbasisplatte
94 ist vorzugsweise aus Molybdän hergestellt. Der Grund ist der, dass Molybdän
eine geringe Reaktivität gegenüber den Grünlingen aufweist und eine gute Wärmeleitfähigkeit
und Wärmebeständigkeit besitzt. Die Aufnahmeebene dieser Sinterbasisplatte
94 weist vorzugsweise eine durchschnittliche Oberflächenrauheit Ra von
etwa 1 bis etwa 50 &mgr;m auf.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform sind die Grünlinge
95 auf der Basisplatte 94 in einer Richtung angeordnet, in der
die Projektionsfläche jedes der Grünlinge 95 auf der Basisplatte
94 minimiert ist, anders als bei der Anordnung, wie sie in den
4A und 4B dargestellt
ist. Bei einer solchen Anordnung kann eine höhere Anzahl von Grünlingen
95 innerhalb des gleichen begrenzten Raumes angeordnet sein. Natürlich
ist es höchst wirksam, die Grünlinge 95 in einer Richtung anzuordnen, in
der die Projektionsfläche jedes Grünlings 95 auf der Basisplatte
94 minimiert ist. Die Grünlinge 95 können aber auch in einer anderen
Richtung angeordnet sein, so lange die Projektionsfläche jedes Grünlings
95 auf der Basisplatte 94 nicht maximiert ist. Der Grund ist der,
dass dann, wenn die Projektionsfläche nicht maximiert ist, die Projektionsfläche
bis zu einem gewissen Umfang abnimmt und die Grünlinge 95 in dem Gehäuse
9 wirksamer gelagert werden können. Wenn die Grünlinge 95, welche
die Gestalt einer im Wesentlichen ebenen Platte haben, so angeordnet sind, dass
ihr Massenzentrum auf dem niedrigsten Niveau angeordnet ist, wie bei dem Stand der
Technik, dann ist die Projektionsfläche jedes Grünlings 95 auf die Basisplatte
94 maximiert, wie vorstehend beschrieben. Dagegen sind bei dieser bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Grünlinge 95 so angeordnet,
dass sie minimierte Projektionsflächen aufweisen.
Wenn diese Grünlinge 95 gekrümmte Oberflächen (d.h. die konkave
Oberfläche 95a und die konvexe Oberfläche 95b) aufweisen wie die
Grünlinge 95, die zu Sintermagneten für die Verwendung in einem Motor verarbeitet
werden sollen, sind die Grünlinge 95 vorzugsweise so angeordnet, dass ihre
gekrümmte(n) Oberfläche(n) 95a und/oder 95b die Oberfläche der
Basisplatte 94 im Wesentlichen unter rechten Winkeln kreuzt (kreuzen).
Wie in den 4A, 4B
und 4C dargestellt, hat der Grünling
95 die Gestalt einer im Wesentlichen ebenen Platte und die gekrümmten Oberflächen
95a und 95b stellen seine einander gegenüberliegenden Haupt-Oberflächen
dar. Wenn ein solcher Grünling 95 auf der Basisplatte 94 so angeordnet
ist, dass die gekrümmte Oberfläche 95a oder 95b desselben der
Oberfläche der Basisplatte 94 gegenüberliegt, dann ist die Kontaktfläche
zwischen dem Grünling 95 und der Basisplatte 94 klein, es entsteht
eine höhere Reibungsspannung als Folge der Schrumpfung des Grünlings 95,
wenn er gesintert wird, und der resultierende Sinterkörper wird in einem größeren
Ausmaß beschädigt oder verformt, wie bereits unter Bezugnahme auf die
4B und 4C beschrieben.
Wenn dagegen der Grünling 95 auf der Basisplatte 94 so angeordnet
ist, dass eine ebene Oberfläche desselben (z.B. die Bodenfläche 95c) mit
der Oberfläche der Basisplatte 94 in Kontakt steht, wie in den
1A, 1B und
2 dargestellt, dann nimmt die Kontaktfläche
zwischen dem Grünling 95 und der Basisplatte 94 zu und es entsteht
eine geringere Reibungsspannung als Folge der Schrumpfung des Grünlings
95 beim Sintern. Außerdem ist der Grad der maximalen Schrumpfung in der
Kontaktfläche zwischen dem Grünling 95 und der Basisplatte 94
(d.h. der Maximalwert der Längenabnahme in einer Richtung) geringer als bei der
in den 3A und 3B
dargestellten Anordnung. Die Reibungsspannung nimmt somit auch aus diesem Grund
ab. Um zu verhindern, dass der Grünling 95 und die Basisplatte
94 unbeabsichtigt miteinander verschmelzen (fusionieren), wird vorzugsweise
ein Einbettungspulver zwischen dem Grünling 95 und der Basisplatte
94 angeordnet.
Wenn jedoch der Grünling 95 auf der Basisplatte
94 so angeordnet ist, dass seine Bodenfläche 95c nach unten zeigt,
wie in 2 dargestellt, dann weist der Grünling
95 ein Massenzentrum auf, das auf einem höheren Niveau angeordnet ist und
er fällt leichter herunter. Auch ist es in diesem Fall viel umständlicher, eine
große Anzahl von Grünlingen 95 in einer solchen Position anzuordnen. Der
in der 2 erläuterte Grünling 95 in Form einer
quasi-ebenen Platte fällt besonders leicht herunter. Dies ist deshalb so, weil sich
sein Massenzentrum von seiner Bodenfläche 95c leicht verschiebt, selbst
wenn der Grünling 95 sich nur geringfügig neigt. Daher sollten die Grünlinge
95 auf der Basisplatte 94 so angeordnet sein, dass ihre Bodenfläche
95c nach unten zeigt, wobei die Grünlinge 95 vorzugsweise darauf
so angeordnet sind, dass sie miteinander in Kontakt kommen (in der Regel in einer
Richtung, die im Wesentlichen parallel zur Oberfläche der Basisplatte
94 und im Wesentlichen parallel zur Dickenrichtung der Grünlinge
95 verläuft.
Insbesondere dann, wenn die Grünlinge 95 magnetisiert worden
sind (wenn beispielsweise die Grünlinge 95 während des Pressverfahrens,
das unter einem Magnetfeld durchgeführt wird, eine remanente Magnetisierung erworben
haben), ziehen die Grünlinge 95 einander an durch eine magnetische Kraft,
die zwischen ihnen erzeugt worden ist. Als Folge davon können die Grünlinge
95 stabil in einer Reihe angeordnet werden. Die Grünlinge 95,
die zu Sintermagneten für die Verwendung in einem Motor verarbeitet werden sollen,
erhalten eine remanente Magnetisierung M; während sie einem Pressverfahren unter
einem ausrichtenden Magnetfeld unterworfen werden, und ziehen sich gegenseitig an
mittels der remanenten Magnetisierung M, wie in 2 dargestellt.
Die Größe der remanenten Magnetisierung M (d.h. die Remanenz) beträgt vorzugsweise
etwa 0,002 T bis etwa 0,006 T. Der Grünling, der durch Verdichten (Pressen) eines
Legierungspulver-Materials unter einem ausrichtenden Magnetfeld hergestellt worden
ist, um einen anisotropen Sintermagneten herzustellen, wie er vorstehend beschrieben
worden ist, wird vorzugsweise unvollständig entmagnetisiert, um so einen bestimmten
Grad der remanenten Magnetisierung beizubehalten.
Außerdem verläuft, wie in 2 dargestellt,
die Richtung der remanenten Magnetisierung M (die auch nachstehend als "Orientierungsrichtung"
der Grünlinge oder des Legierungspulvers) bezeichnet wird, vorzugsweise
im Wesentlichen parallel zu der Richtung, in der die Grünlinge 95 angeordnet
sind, d.h. in einer im Wesentlichen horizontalen Richtung (die in der Regel im Wesentlichen
parallel zur Oberfläche der Basisplatte 94 verläuft). Die Grünlinge
95 weisen anisotrope magnetische Eigenschaften auf. Die Grünlinge
95 können daher beim Sintern in einer verhältnismäßig hohen Rate in einer
Richtung schrumpfen, die im Wesentlichen parallel zu ihrer Magnetisierungsrichtung
verläuft. Aus diesem Grund werden, um den Grad der Schrumpfung zu minimieren, die
durch Multiplizieren der Schrumpfungsrate mit der Länge erhalten wird, die Grünlinge
95 vorzugsweise in einer Richtung magnetisiert, die durch die kürzeste
der drei Dimensionen der Grünlinge 95 definiert wird. So werden beispielsweise
die Grünlinge 95, die eine quasi ebene Platte darstellen, vorzugsweise
in Richtung der Dicke magnetisiert, wie in 2 dargestellt.
Die Richtung der remanenten Magnetisierung M ist jedoch nicht auf die Dickenrichtung
beschränkt, sondern kann auch jede andere Richtung sein, so lange die Grünlinge
95 in der Weise magnetisiert werden können, dass sie sich gegenseitig anziehen.
Wenn beispielsweise die Grünlinge 95, die so angeordnet werden sollen,
wie in 2 dargestellt, in der Höhenrichtung (d.h. vertikal)
magnetisiert worden sind, dann können die Grünlinge 95 in der Weise angeordnet
werden, dass ihre Magnetisierungsrichtungen in der Richtung, in der die Grünlinge
95 angeordnet sind, alternieren, d.h. dass die Magnetisierungsrichtung
einer der Grünlinge 95 entgegengesetzt zu derjenigen eines horizontal benachbarten
Grünlings verläuft. Dann können die Grünlinge 95 sich auch untereinander
anziehen.
Wenn andererseits keine Notwendigkeit besteht, ein ausrichtendes Magnetfeld
während der Verfahrensstufe zur Herstellung der Grünlinge anzulegen (z.B. bei der
Herstellung von Grünlingen für isotrope Magnete), dann kann auch nachträglich ein
Magnetfeld an die vorgepressten Grünlinge 95 angelegt werden, sodass die
Grünlinge 95 eine Remanenz aufweisen, die innerhalb des oben angegebenen
Bereiches liegt.
Es sei darauf hingewiesen, dass zur Erzielung einer möglichst stabilen
Anordnung der Grünlinge 95 die Anzahl der Grünlinge 95, die jede
Reihe bilden, vorzugsweise in geeigneter Weise festgelegt wird entsprechend der
Gestalt der Grünlinge 95, die erhalten werden sollen. Insbesondere muss
zur Erhöhung der Stabilität der Reihe von Grünlingen 95 die Anzahl der
Grünlinge 95, die miteinander in Kontakt stehen sollen, groß genug sein,
um zu verhindern, dass sich das Massenzentrum der Reihe von Grünlingen
95 vom Boden der Reihe leicht verschiebt, selbst wenn die Reihe in Vibration
versetzt wird oder in einem erwarteten Umfang geneigt wird.
Wenn die Grünlinge 95 so angeordnet sind, dass sie benachbart
zueinander vorliegen, dann können die Grünlinge 95 unbeabsichtigt während
des Sinterverfahrens miteinander verschmelzen (fusionieren). Um diese unerwünschte
Situation zu vermeiden, wird vorzugsweise ein Antifusionsmittel mindestens auf die
Abschnitte aufgebracht, an denen die Grünlinge 95 miteinander in Kontakt
stehen. Das heißt, die Grünlinge 95 stehen vorzugsweise in Kontakt miteinander
mit dem dazwischen angeordneten Antifusionsmittel.
Ebenso wie das konventionelle Einbettungspulver ist auch das Antifusionsmittel
vorzugsweise hergestellt aus einem Material, das eine geringe Reaktivität mit den
Grünlingen 95 aufweist, beispielsweise aus einem Erdmetalloxid. Unter anderem
umfasst das Antifusionsmittel vorzugsweise ein Pulver aus Y2O3.
Der Grund ist der, dass das Y2O3 eine hohe chemische Beständigkeit
aufweist und kaum reduziert wird, wenn die Grünlinge aus einem Seltenerdmetall-Legierungspulver
gesintert werden. Das Y2O3-Pulver hat vorzugsweise eine mittlere
Teilchengröße von etwa 1 bis etwa 10 &mgr;m und besonders bevorzugt von etwa 3 bis
etwa 5 &mgr;m.
Das Antifusionsmittel kann auf vorgegebene Abschnitte der Grünlinge
95 aufgebracht werden durch Beschichten dieser Abschnitt mit einer Aufschlämmung,
in der das Antifusionsmittel (z.B. ein Pulver aus Y2O3) in
einem organischen Lösungsmittel dispergiert ist. Das organische Lösungsmittel ist
vorzugsweise ein Lösungsmittel mit einer hohen Flüchtigkeit, beispielsweise ein
Lösungsmittel auf Kohlenwasserstoff-Basis, wie z.B. Isoparaffin, oder ein Lösungsmittel
auf Basis eines niederen Alkohols wie Ethanol. Wenn ein Pulver aus Y2O3
als Antifusionsmittel verwendet wird, kann die Aufschlämmung, in der das Y2O3-Pulver
in einer Konzentration von etwa 20 g/l in Isoparaffin dispergiert ist, mit einer
Bürste oder mittels eines Sprays aufgebracht werden. Wenn die Aufschlämmung eine
solche Konzentration hat, kann ein unerwünschtes Verschmelzen (Fusionieren) in ausreichendem
Maße verhindert werden durch einmaliges Aufbringen der Aufschlämmung auf diese Abschnitte
mit einer Bürste. Erforderlichenfalls kann die Konzentration der Aufschlämmung geändert
werden (beispielsweise innerhalb eines Bereiches von etwa 10 bis etwa 800 g/l) oder
sie kann häufiger aufgebracht werden.
Gegebenenfalls können die Grünlinge 95 in die Aufschlämmung
eingetaucht werden. Dieses Verfahren ist jedoch nicht bevorzugt, weil eine Menge
von organischem Lösungsmittel in den Grünlingen 95 absorbiert werden muss,
wodurch die Kohlenstoffmenge erhöht wird, die in den resultierenden Sinterkörpern
verbleibt. Auf diesem Grund wird das Antifusionsmittel vorzugsweise selektiv auf
die vorgegebenen Abschnitte der Grünlinge 95, beispielsweise durch Aufbürsten
auf diese Abschnitte, aufgebracht. Außerdem muss dann, wenn eine leicht verflüchtigbare
Aufschlämmung verwendet wird, die eine Konzentration aufweist, die innerhalb des
oben angegebenen Bereiches liegt, keine Trocknungsverfahrensstufe durchgeführt werden.
So können beispielsweise bei der konventionellen Anordnung, wie sie
in den 3A und 3B
dargestellt ist, nur 100 g Grünlinge 95 auf vier Basisplatten
94 (d.h. 25 Grünlinge 95 pro Basisplatte) im Innern des Sintergehäuses
9 angeordnet werden, das die Basisplatten 94 enthält, die ungefähre
Dimensionen von 300 mm × 260 mm haben. Dagegen können bei der Anordnung, wie
sie in den 1A und 1
B dargestellt ist, 130 Grünlinge 95 auf einer einzigen Basisplatte
94 angeordnet werden. Bei der in den 1A und
1B dargestellten Anordnung beträgt der Zwischenraum
zwischen zwei benachbarten Reihen von Grünlingen 95 vorzugsweise etwa 10
mm oder mehr und der Zwischenraum zwischen den Innenwänden des Sintergehäuses
9 und den Grünling-Reihen beträgt vorzugsweise etwa 20 mm oder mehr. Diese
Zwischenräume erlauben es dem Arbeiter, die Grünlinge 95 auf der Basisplatte
94 leicht genug zu positionieren und sie können erforderlichenfalls geändert
werden.
Bei der Anordnung dieser bevorzugten Ausführungsform können die Grünlinge
95 im Innern des Sintergehäuses 9 viel wirksamer angeordnet werden als
bei der konventionellen Anordnung. Außerdem kann auch die Reibungsspannung, die
beim Sintern der Grünlinge 95 entsteht, vermindert werden, sodass die Beschädigung
oder Verformung der resultierenden Sinterkörper minimiert wird.
Je nach Gestalt, Größe oder Orientierungsrichtung der Grünlinge
95 können jedoch die Sinterkörper 95 um ihre Bodenfläche 95c herum verformt
sein. Wenn beispielsweise die Grünlinge verhältnismäßig hoch oder in der Höhenrichtung
(d.h. vertikal) ausgerichtet sind, dann können die Grünlinge 95 in einem
größeren Ausmaß in der Höhenrichtung schrumpfen. Die Bodenfläche 95c und
der umgebende Abschnitt der Grünlinge 95 können dann aufgrund ihres Eigengewichtes
eine Form des vertikalen Querschnitts haben, die wegen ihres Eigengewichtes zu einer
trapezoiden Gestalt verformt ist. Wenn beispielsweise ein Druck von etwa 20 g/cm2
oder mehr auf die Bodenfläche 95c der Grünlinge 95 einwirkt, können
die Grünlinge 95 dort verformt werden. In dieser Situation werden die Grünlinge
95 sozusagen zusammengedrückt und sie weisen eine verbreiterte Bodenfläche
95c auf. Dennoch sind dann, wenn die Grünlinge 95 so angeordnet
sind wie bei dieser bevorzugten Ausführungsform dargestellt, nur die Bodenfläche
95c und der umgebende Abschnitt der Grünlinge 95 wie vorstehend
beschrieben verformt. Durch Entfernen (beispielsweise Abschneiden oder Abschleifen)
nur dieser verformten Abschnitte kann beispielsweise der übrige Teil der Sinterkörper
95 noch verwendet werden, wodurch die Materialausbeute (oder Sinterkörper-Ausbeute)
erhöht wird. Wenn zu erwarten ist, dass es schwierig ist, eine solche Verformung
unter Berücksichtigung der gewählten Gestalt der Grünlinge 95 zu vermeiden,
können die Grünlinge 95 so geformt werden, dass sie größer sind als erforderlich,
um so der Verformung Rechnung zu tragen durch Entfernung der überflüssigen Teile
derselben. Auf diese Weise können ebenfalls Sinterkörper mit der gewünschten Größe
erhalten werden.
Bei dem in den 1A, 1B
und 2 erläuterten Beispiel sind die Grünlinge
95 auf der Basisplatte 94 so angeordnet, dass ihr Boden
95c mit der Basisplatte 94 in Kontakt steht. Alternativ können
je nach Gestalt der Grünlinge 95 die Grünlinge 95 auch so angeordnet
sein, dass ihre Seitenfläche 95d mit der Basisplatte 94 in Kontakt
steht. Es ist jedoch am meisten bevorzugt, die Grünlinge 95 auf der Basisplatte
94 mit ihrer Bodenfläche 95c nach unten anzuordnen, sodass die
Projektionsfläche jedes Grünlings 95 auf die Basisplatte 94 minimiert
ist.
Bei den vorstehend beschriebenen verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können daher Sinterkörper in einer viel höheren Ausbeute
erhalten werden und Sintermagnete beispielsweise für die Verwendung in einem Motor
können viel effizienter hergestellt werden. Das Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten
gemäß bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann besonders vorteilhaft
angewendet werden zur Herstellung von Sinterkörpern mit einer Gestalt, die derjenigen
der schließlich herzustellenden Sintermagnete sehr ähnlich ist.
Bei den vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen weisen
die Grünlinge, die zu Sintermagneten beispielsweise für die Verwendung in einem
Motor verarbeitet werden sollen, innere und äußere gekrümmte Oberflächen mit voneinander
verschiedenen Krümmungsradien auf. Es ist natürlich aber auch möglich, die vorliegende
Erfindung auf Grünlinge anzuwenden, die innere und äußere gekrümmte Oberflächen
mit etwa gleichen Krümmungsradien aufweisen. Auch bei einer solchen alternativen
bevorzugten Ausführungsform ist die Kontaktfläche zwischen jedem Grünling und der
Aufnahmeebene des Sintergehäuses kleiner als die Kontaktfläche zwischen zwei benachbarten
Grünlingen. Ferner ist die vorliegende Erfindung auch anwendbar auf einen Grünling
in Form einer dünnen Platte, der eine im Wesentlichen rechteckige Parallelepiped-Form
hat (beispielsweise für einen IMP-Motor) und in dem das Pulver in Richtung der Dicke
des Grünlings ausgerichtet (orientiert) ist.
Bei den vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen sind
die Grünlinge auf der horizontalen Aufnahmeebene des Sintergehäuses so angeordnet,
dass der Boden (die Bodenfläche) dieser Grünlinge (d.h. eine Fläche, die mit der
Aufnahmefläche des Sintergehäuses in Kontakt steht) und eine Ebene (Fläche), auf
der sich die Grünlinge befinden, in Kontakt miteinander stehen (d.h. einer Seitenfläche
der Grünlinge), die sich unter rechten Winkeln kreuzen. Die vorliegende Erfindung
ist jedoch nicht auf diese spezifischen bevorzugten Ausführungsformen beschränkt.
Wenn beispielsweise die Bodenfläche der Grünlinge schräg ist,
d.h. wenn die Bodenfläche der Grünlinge und die Ebene, auf der die Grünlinge miteinander
in Kontakt stehen (d.h. die Seitenfläche der Grünlinge) sich nicht unter rechten
Winkeln kreuzen, kann ein Sintergehäuse verwendet werden, das eine Aufnahmeebene
hat, die einen solchen Winkel bildet, um die Grünlinge horizontal miteinander in
Kontakt zu bringen. Eine solche Aufnahmeebene kann beispielsweise die aufgeraute
Oberfläche einer Basisplatte mit einem Sägezahn-förmigen Querschnitt sein. Dann
können auch die Grünlinge auf der Aufnahmeebene stabil angeordnet werden.
Ein Seltenerdmetall-Legierungspulver für die Verwendung in dem Verfahren
zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten gemäß bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung unterliegt keiner speziellen Beschränkung. So kann beispielsweise
ein Seltenerdmetall-Legierungspulver vom R-T-(M)-B-Typ, wie es in dem US-Patent
Nr. 4 770 723 oder Nr. 4 792 368 beschrieben ist, verwendet werden. Ein Seltenerdmetall-Legierungspulver
vom R-T-(M)-B-Typ, das nach einem Bandgießverfahren hergestellt worden ist, wie
beispielsweise in dem US-Patent Nr. 5 383 978 beschrieben, ist besonders bevorzugt,
um gute magnetische Eigenschaften zu erzielen. Auf die Offenbarungen in den US-Patenten
Nr. 4 770 723, 4 792 368 und 5 383 978, die vorstehend angegeben worden sind, wird
hiermit ausdrücklich Bezug genommen. Das Verdichtungs- bzw. Pressverfahren kann
nach irgendeiner der verschiedenen bekannte Methoden durchgeführt werden. Die Gründichte
beträgt normalerweise etwa 3,9 bis etwa 5,0 g/cm3 und sie beträgt häufig
etwa 4,1 bis etwa 4,4 g/cm3.
Um ausreichend gute magnetische Eigenschaften und eine gute Pressbarkeit
zu erzielen, weist das Seltenerdmetall-Legierungspulver für die Verwendung zur Herstellung
eines Seltenerdmetallsintermagneten gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung vorzugsweise eine mittlere Teilchengröße (d.h. eine FSSS-Teilchengröße)
von etwa 2 bis etwa 10 &mgr;m, besonders bevorzugt von etwa 3 bis etwa 6 &mgr;m,
auf. Außerdem beträgt die Gründichte vorzugsweise etwa 4,1 bis etwa 4,5 g/cm3.
Der Grund dafür ist folgender. Wenn die Gründichte weniger als etwa 4,1 g/cm3
beträgt, dann können die Grünlinge nach dem Sintern beträchtlich verformt sein.
Wenn andererseits die Gründichte einen Wert von etwa 4,5 g/cm3 übersteigt,
dann weist das Magnetpulver einen geringeren Orientierungsgrad auf. Die vertikale
Länge (d.h. die Höhe) der auf der Basisplatte angeordneten Grünlinge beträgt vorzugsweise
höchstens etwa 70 mm. Die bei den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung angewendete Anordnung ist besonders wirkungsvoll, wenn die Höhe etwa 25
mm oder mehr beträgt.
Nachdem sie in dem Sintergehäuse 9 auf die vorstehend beschriebene
Weise gelagert worden sind, werden die Grünlinge 95 durch Erhitzen des
Sintergehäuses 9 in seiner Gesamtheit gesintert. Das Sinterverfahren kann
auch nach einer bekannten Methode durchgeführt werden und seine Bedingungen können
optimiert werden je nach Typ der Seltenerdmetall-Sintermagnete, die hergestellt
werden sollen. Beispielsweise können die Grünlinge 95 durch die nachstehend
beschriebenen Herstellungs- und Verarbeitungsstufen gesintert werden.
Zuerst wird mindestens das Sintergehäuse 9 in eine Vorbeuhandlungskammer
eingeführt, die am Einlass einer Sintervorrichtung vorgesehen ist, und dann wird
die Vorbehandlungskammer hermetisch verschlossen. Danach wird die Vorbehandlungskammer
bis zu einem Druck von etwa 2 Pa evakuiert zu Antioxidationszwecken.
Danach wird das Sintergehäuse 9 in eine Abbrennkammer überführt,
in der die Grünlinge 95 etwa 1 bis 6 h lang bei einer Temperatur von etwa
100 bis etwa 600 °C und einem Druck von etwa 2 Pa einem Verfahren zur Entfernung
des Bindemittels unterworfen werden. Das Bindemittelentfernungsverfahren wird so
durchgeführt, dass das Gleitmittel (oder Bindemittel) sich verflüchtigt und entfernt
wird, das die Oberfläche des magnetischen Pulvers vor dem Sintern des Pulvers bedeckt
hat. Zur Verbesserung der Orientierung des magnetischen Pulvers während des Press-
bzw. Verdichtungsverfahrens wurde das Gleitmittel mit dem magnetischen Pulver gemischt,
bevor das Pulver gepresst und verdichtet wurde. Das Gleitmittel liegt zwischen den
Teilchen des magnetischen Pulvers vor.
Nachdem das Bindemittelentfernungsverfahren beendet ist; wird das
Sintergehäuse 9 in eine Sinterkammern transportiert, in der die Grünlinge
95 bei etwa 1000 bis etwa 1100 °C etwa 2 bis 5 h lang innerhalb einer
druckverminderten Atmosphäre (beispielsweise in einem Ar-Gas mit einem Druck von
etwa 2 Pa) gesintert werden. Danach wird das Sintergehäuse 9 in eine Abkühlkammer
transportiert, in der die Sinterkörper abgekühlt werden, bis die Temperatur des
Sintergehäuses etwa Raumtemperatur erreicht hat.
Schließlich wird das Sintergehäuse 9 aus der Kühlkammer herausgenommen
und dann in einen Alterungsbehandlungsofen eingeführt, in dem die Sinterkörper einer
normalen Alterungsbehandlung unterworfen werden. Die Alterungsbehandlung kann bei
einer Temperatur von etwa 400 bis etwa 600 °C etwa 1 bis 5 h lang innerhalb
einer inerten Atmosphäre (beispielsweise in Argon) bei etwa 2 Pa durchgeführt werden.
Industrielle Verwendbarkeit
Verschiedene bevorzugte Ausführungsformen der vorstehend beschriebenen
Erfindung stellen ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten
dar, bei dem die Anzahl der beschädigten oder verformten Sinterkörper minimiert
wird und die Produktivität stark erhöht wird. Aber selbst dann,
wenn Sinterkörper teilweise verformt sind, können die verformten Teile (Abschnitte)
entfernt werden und der restliche Teil kann noch verwendet werden, wodurch die Materialausbeute
in vorteilhafter Weise erhöht wird. Das Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten
gemäß den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann besonders
wirksam angewendet werden zur Herstellung von Sintermagneten in Form einer quasi
ebenen Platte, die gekrümmte Oberflächen aufweisen, beispielsweise für die Verwendung
in einem Motor.
Es ist klar, dass die vorstehende Beschreibung nur der Erläuterung
der vorliegenden Erfindung dient. Es können verschiedene Alternativen und Modifikationen
vom Fachmann auf diesem Gebiet vorgenommen werden, ohne dass dadurch der Bereich
der vorliegenden Erfindung verlassen wird. Die vorliegende Erfindung umfasst daher
auch alle diese Alternativen, Modifikationen und Abänderungen, die in den Bereich
der nachfolgenden Patentansprüche fallen.
Zusammenfassung
Ein Verfahren zur Herstellung von Seltenerdmetall-Sintermagneten umfasst
Stufen zum Pressen und Verdichten eines Legierungspulvers für die Seltenerdmetall-Sintermagnete
und dadurch die Herstellung einer Vielzahl von Grünlingen, die Anordnung der Grünlinge
auf einer Aufnahmeebene in einer Richtung, in der die Projektionsfläche jedes der
Grünlinge auf die Aufnahmeebene nicht maximiert ist, und das Erhitzen der Grünlinge,
wodurch die Grünlinge gesintert werden und eine Vielzahl von Sinterkörpern erhalten
wird.