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Dokumentenidentifikation DE10307914A1 01.07.2004
Titel Vorrichtung zum Ausrüsten von Denim-Gewebe
Anmelder A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co.KG, 41238 Mönchengladbach, DE
Erfinder Wersch, Kurt van, 41844 Wegberg, DE
Vertreter von Creytz, D., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 41844 Wegberg
DE-Anmeldedatum 22.02.2003
DE-Aktenzeichen 10307914
Offenlegungstag 01.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.2004
IPC-Hauptklasse D06C 27/00
Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung zum Ausrüsten von Denim-Gewebe beschrieben, welches - ausgehend von einer Rohware - auf vorgegebene Soll-Werte von Fertigbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte zu bringen ist. Die Vorrichtung soll für einen Kontinuebetrieb zum Einregel aller drei Soll-Werte ausgelegt werden. Erfindungsgemäß werden eine Dehneinrichtung, wie Reckwerk oder Schleifentrockner, und eine Krumpfanlage für den kontinuierlichen Durchlauf des Denim-Gewebes hintereinander geschaltet. Unmittelbar hinter der Dehneinrichtung, insbesondere zugleich hinter der Krumpfanlage, wird ein einziges Meßgerät, bevorzugt als optischer Detektor mit Digitalkamera, vorgesehen. Das Meßgerät wird zugleich zum Ermitteln der Ist-Werte von Fertigbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte ausgelegt und soll in Regelkreisen in Steuerverbindung mit Geräten zum Einstellen der Soll-Werte stehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausrüsten einer Denim-Stoffbahn, welche – ausgehend von einer Rohware – auf vorgegebene Soll-Werte von Fertigbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte zu bringen ist, mit einer Dehneinrichtung, z.B. Reckwerk oder Hotflue, welcher sowohl Streckmittel zum Langziehen des Gewebes als auch Schrägstellmittel zum Aufbringen eines Schrägverzugs zugeordnet sind, und mit einer im Kontinuebetrieb zugeordneten, bevorzugt nachgeschalteten, Krumpfanlage mit Stauchmitteln zum Einstellen einer Schußfadendichte. Eine solche Vorrichtung wird auch als Denim-Ausrüstungsstraße bezeichnet.

Die Denim-Prozeßkette bei der Fabrikation von Denim-Kleidungsstücken, z.B. sogenannter Jeans, umfaßt ausgehend vom Rohgewebe die sogenannte Denim-Veredlung – auch Gewebeausrüstung genannt. Hierzu gehören das Trocknen, Längsrecken und das sogenannte Schrägrecken sowie das Krumpffest-Machen der Stoffbahn. Bei dem vorgenannten Schrägrecken (englisch: skewing) wird das Gewebe diagonal in Bezug auf Kette und Schuß (Schrägverzug) gezogen. Hierzu werden in der Praxis spezielle Schrägreckwerke benutzt.

Denim-Rohware wird normalerweise mit einer Rohbreite, z.B. 162 cm, hergestellt, die deutlich größer als die Fertigbreite, z.B. 151 cm, ist. Um die Fertigbreite zu erhalten, wird die Rohware in die Länge gezogen. Die dadurch verkleinerte Schußfadendichte (Fadenzahl pro Längeneinheit) wird anschließend beim Stauchen der Bahn in einer Krumpfanlage – insbesondere mit Gummibandkrumpfaggregat als Kernmaschine – auf den gewünschten Wert gebracht. Ein Meß- und Regelverfahren, mit dem der Sollwert des zu erzielenden Warenschrumpfes ermittelt und als Regelgröße dem Gummibandkrumpfaggregat vorgegeben wird, ist aus DE 43 23 715 A1 bekannt. Der Restschrumpf und die Fadendichte pro Zentimeter stehen für eine gegebene Qualität in direkter Abhängigkeit zueinander, d.h. wenn man die Fadendichte am Ausgang der Ausrüstungsstraße kennt, ist auch der Restschrumpfwert gegeben.

Das Langziehen einer Denim-Stoffbahn kann in einem herkömmlichen, eine Mehrzahl von oberen und unteren Walzen aufweisenden Reckwerk oder beispielsweise auch in einem Schleifentrockner – kurz Hotflue – erfolgen, wenn letzterer entsprechende Längsreckmittel besitzt. Eine geeignete Hotflue wird beschrieben in DE 33 36 328 C2. Sie umfaßt eine obere Serie und eine untere Serie von Leitwalzen. Die beiden Leitwalzenserien werden im Bekannten parallel zueinander und horizontal – im Wesentlichen in je einer Ebene – in einem Gehäuse gelagert. Das Gehäuse besitzt in einer Einlaßwand einen waagerechten Einlaßschlitz, durch welchen die zu behandelnde Stoffbahn ausgebreitet einzuführen ist; entsprechend gibt es in einer Auslaßwand einen Auslaßschlitz.

Die (gerade) Verbindungslinie zwischen vom Einlaß- zum Auslaßschlitz definiert die mittlere Transportrichtung der Stoffbahn in der Hotflue. Tatsächlich wird die Stoffbahn aber schleifenförmig bzw. mäanderförmig abwechselnd über eine untere und eine obere Leitwalze transportiert. Innerhalb des Gehäuses werden parallel zu den Leitwalzen angeordnete Blasdüsenreihen vorgesehen, mit deren Hilfe Behandlungsmittel, insbesondere erhitzte Luft – im Allgemeinen Umluft – auf die Stoffbahn bzw. in die aufgespannten Stoffbahnschleifen zu blasen ist.

Die Stoffbahn wird innerhalb der Hotflue – mit Hilfe von dem Trockner vor- und nachgestellten Bahnspannungsmitteln – unter einer vorgegebenen Stoftbahnlängsspannung gehalten. Diese Längsspannung soll mindestens so groß sein, daß auch bei einem Wareninhalt von dreißig oder mehr Stoffbahn-Metern ein im Wesentlichen faltenfreier Warenlauf innerhalb der Hotflue gewährleistet wird.

Der eingangs genannte Schrägverzug der Schußfäden, das ist eine von 90° deutlich abweichende Schrägstellung der Schußfäden relativ zu den Kettfäden des Gewebes, wird bei Einsatz eines herkömmlichen Reckwerks beispielsweise durch Schrägstellen eines Teils der Reckwerkwalzen erreicht. Meist werden die oberen Reckwerkwalzen einseitig (an einem Längsende) vertikal angehoben oder die unteren Walzen einseitig vertikal abgesenkt.

Als Schrägstellmittel zum Erzeugen eines Schrägverzugs ist auch schon vorgeschlagen worden (nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldungen 102 34 799.9 vom 31. Juli 2002), für Denimware eine Hotflue vorzusehen, der Mittel zum Ausüben eines Längszugs – also Streckmittel – vor- und nachgeschaltet sind und in deren Gehäuse wenigstens eine Gruppe mindestens einer Leitwalzenserie in einer Richtung schräggekippt werden kann. Kern der zugehörigen Erkenntnis ist es, daß allein durch Schrägstellen wenigstens eines Teils der Leitwalzen der Hotflue ein gesondertes Schrägstellgerät ganz einzusparen ist. Durch das Schrägstellen der Leitwalzen wird der übrige normal erwartete Arbeitserfolg der Hotflue nicht beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer Anlage eine Dehneinrichtung, wie Reckwerk oder eine Hotflue mit angeschlossenem Breitstreckfeld (zum Einstellen der Warenbreite), und ein Grummibandkrumpfaggregat (als Kernmaschine für einen einstellbaren Längsschrumpf) zusammenzufassen und die Anlage so zu steuern, daß die für den Warenausfall entscheidenden Parameter Restschrumpf, Schrägverzug und Breite reproduzierbar konstant bleiben. Mit anderen Worten soll in der kombinierten Anlage erreicht werden, daß beim Ausrüsten von Denim-Gewebe vorgegebene Soll-Werte von Stoftbahnbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte in einem Zuge kontinuierlich zu erhalten sind.

Die erfindungsgemäße Lösung wird für die eingangs genannte Vorrichtung im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegeben. Einige Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben.

Die Vorrichtung zum Ausrüsten von Denim-Gewebe ausgehend von einer Rohware umfaßt vorzugsweise als Dehneinrichtung ein Reckwerk oder eine Hotflue, wobei der Dehneinrichtung sowohl Streckmittel zum Langziehen des Gewebes als auch Schrägstellmittel zum Aufbringen eines Schrägverzugs zugeordnet sind, und eine im Kontinuebetrieb arbeitende Krumpfanlage mit Stauchmitteln zum Einstellen einer (insbesondere einer vorgegebenen) Fadendichte. Erfindungsgemäß enthält die Vorrichtung ein einziges Meßgerät zum Erfassen der Ist-Werte von Warenbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte, welches in je einem Regelkreis in Steuerverbindung mit den Streck- und Schrägstellmitteln der Dehneinrichtung einerseits und den Stauchmitteln der Krumpfanlage andererseits zum Einregeln der jeweiligen Soll-Werte steht.

Vorzugsweise soll das Meßgerät der Dehneinrichtung (also insbesondere dem Reckwerk bzw. dem Breitstreckfeld der Hotflue) oder der Krumpfanlage unmittelbar nachgeschaltet werden. „Unmittelbar nachgeschaltet" bedeutet hierbei, daß der Stoffbahnvorrat zwischen der zu steuernden Vorrichtung (Reckwerk bzw. Hotflue oder Krumpfanlage) und dem Meßgerät minimal sein soll, um die Menge der bis zum Schalten des Regelkreises eventuell unvollkommen behandelten Ware klein zu halten. Der in diesem Sinne geringste Stoffbahnverlust ist allerdings zu erwarten, wenn das Meßgerät auch der ersten Stoffbahnausrüstungsstufe – im allgemeinen also dem Reckwerk oder der Hotflue – vorgeschaltet wird. Zwischen der zu steuernden Vorrichtung und dem Meßgerät können Hilfsmittel, z.B. Bahnspannungsregler, angeordnet werden.

Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Soll-Werte von Stoffbahnbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte in einem Zuge unter Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Reckwerks oder einer entsprechend ausgebildeten Hotflue und einer Krumpfanlage sowie von einem einzigen Meßgerät bei kontinuierlichem Weitertransport des in der Anlage in üblicher Weise ausgerüsteten Denim-Gewebes zu erreichen ist.

In einem ersten Schritt werden die Stoffbahnbreite (auf Kosten der Schußfadendichte) und der Schrägverzug der Schußfäden auf einen vorgegebenen Soll-Wert eingestellt. In dem kontinuierlich nachfolgenden zweiten Schritt wird in der Krumpfanlage die zuvor (beim Längsrecken) verkleinerte Schußfadendichte ebenfalls auf einen vorgegebenen Soll-Wert gebracht. Beide Schritte werden erfindungsgemäß mit Hilfe ein und desselben Meßgeräts gesteuert.

Im Rahmen der Erfindung wird als Meßgerät bevorzugt ein optischer Detektor mit Digitalkamera, welche die Fadendichte, den Schrägverzug und die Warenbreite erfassen kann, eingesetzt. Der Detektor soll bei seiner Meß- und Regelarbeit quer zur Transportrichtung der Stoffbahn traversierend geführt werden, um zu erreichen, daß er zugleich die Stoffbahnbreite, das Maß des Schrägverzugs und die Schußfadendichte registrieren und in den zugehörigen Regelkreis eingeben kann.

Wenn das Meßgerät der Dehneinrichtung nach- aber der Krumpfanlage vorgeschaltet ist, sollen von ihm, z.B. von der Digitalkamera mit optischem Detektor, folgende Regelimpulse (zum Einstellen der jeweiligen Sollwerte) ausgehen

  • a) rückwärts auf einen Mechanismus, der gegebenenfalls entweder die obere oder die untere Walzenreihe des Reckwerks oder der Hotflue schrägstellt,
  • b) rückwärts auf den Druckgeber eines z.B. pneumatisch betätigten Pendels oder den Sollwertsteller einer Bahnkraftregelanlage der Dehneinrichtung, welche im Zusammenspiel mit einer angetriebenen Zugwalze die Warenspannung beim Durchlaufen durch die Dehneinrichtung vergrößern oder verkleinern, so daß die Breite dadurch geändert werden kann, und
  • c) vorwärts auf den Stellmotor der Anpreßwalze des Gummibandkrumpfaggregates, damit durch Verändern der Gummibandanpressung der vorgegebene Warenschrumpf erzielt wird.

Wenn das Meßgerät vor der Dehneinrichtung und vor der Krumpfanlage an der Stoffbahn positioniert wird, sind alle drei Parameter vorwärts zu regeln. Es liegt ebenfalls im Rahmen der Erfindung, das Meßgerät am Ende der Ausrüstungsstraße also im Anschluß an die Krumpfanlage, sogar unmittelbar vor dem Aufwickeln, Tafeln oder dergleichen, anzubringen, so daß die drei vorbeschriebenen Parameter alle rückwärts geregelt werden.

Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels mit einer Hotflue als Dehneinrichtung werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen

1 eine erfindungsgemäße Gesamtanlage im vertikalen Längsschnitt; und

2 einen Schnitt längs der Linie II-II von 1.

Nach 1 wird eine Denim-Stoffbahn 1 ab Rolle 2 in Transportrichtung 3 durch ein erstes Spannmittel 4 in eine insgesamt mit 5 bezeichnete Hotflue mit Gehäuse 6 geleitet. Das Gehäuse 6 besitzt einen im Wesentlichen horizontalen Einlaßschlitz 7 mit Umlenkwalze 8 sowie im Innern zwei Serien 9 von Leitwalzen 11. Um die Leitwalzen 11 wird die Stoffbahn 1 in mäanderförmigen Schleifen aufwärts und abwärts geführt und schließlich über eine Umlenkwalze 12 durch einen Auslaßschlitz 13 des Gehäuses 6 zu einem zweiten Spannmittel 14 geleitet. Innerhalb des Gehäuses 6 werden in die – zwischen je zwei Leitwalzen 11 einer Walzenserie 9 aufgespannten – Stoffbahnschleifen 16 gerichtete Blasdüsen 17 vorgesehen. Der auf die Stoffbahn 1 innerhalb der Hotflue 5 definiert aufzubringende Längszug wird zwischen den beiden Spannmitteln 4 und 14 – in Richtung der mittleren Transportrichtung 18 der Stoffbahn 1 – mit Hilfe eines Längszug-Steuergeräts 19 eingestellt.

Im Ausführungsbeispiel nach 1 und 2 werden die oberen Leitwalzen 11 an einem ihrer Längsenden 21 in Gelenklager 22 gesetzt und am anderen ihrer Längsenden 23 an einem Balken 24 gelagert, welcher – wie in 1 und 2 dargestellt – an seinem einen Längsende 25 in einem Kipplager 26 gehalten wird und am anderen (in Bahntransportrichtung 2 nachfolgenden) Längsende 27 auf einem Schrägstellgerät 28 ruht. Letzterem wird ein Schrägstell-Steuergerät 29 zugeordnet. In Transportrichtung 3 kommt zuerst das Kipplager 26 und das Längsende 27 mit dem Schrägstellgerät.

In Transportrichtung 3 schließt sich an das Spannmittel 14 nach 1 erfindungsgemäß ein Meßgerät 30 unmittelbar an. In der Transportrichtung 3 folgt eine Krumpfanlage 31 mit Krumpf-Steuergerät 32 und Stauchmittel 33. Am Schluß kann das ausgerüstete Gewebe über einen Spannungsregler 34 auf eine Rolle 35 aufgewickelt werden.

In dem Meßgerät 30, welches vorzugsweise als optischer Detektor mit Digitalkamera auszubilden ist, werden die Warenbreite, der Schrägverzug und die Schußfadendichte ermittelt. Der Geräteaufwand bleibt relativ gering, wenn man das Meßgerät 30 quer zur Transportrichtung 2 der Stoffbahn 1, z.B. an einer quer zu der Transportrichtung 3 angeordneten Schiene, traversieren läßt. Bei entsprechend definiert gesteuert hin- und herfahrendem Meßkopf ist es auf relativ einfache Weise möglich, die in der Hotflue 5 (vom ersten Spannmittel 4 bis zum zweiten Spannmittel 14) erreichten Ist-Werte von Stoffbahnbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte fast kontinuierlich zu messen. Die so im Meßgerät 30 ermittelten Werte werden den Steuergeräten 19 und 29 (Längszug und Schrägverzug) sowie dem Krumpf-Steuergerät 32 längs der gestrichelten Wirklinien derart zugeleitet, daß je ein entsprechender Regelkreis zum Einregeln vorgegebener Soll-Werte entsteht.

Nach 1 wird das Meßgerät 30 der Krumpfanlage 31 vorgeschaltet. Alternativ kann das Meßgerät der Krumpfanlage nachgeschaltet werden. Als Beispiel wird ein solches Meßgerät 30', das vorzugsweise ebenso wie das Meßgerät 30 ausgebildet wird, in 1 gestrichelt dargestellt. Die zugehörigen Steuerleitungen – Verbindungen zu den Steuergeräten 19, 29 und 32 – werden durch gepunktete Wirklinien charakterisiert.

In einer anderen bevorzugten Alternative wird das Meßgerät 30'' sogar der ersten Ausrüstungsstufe, z.B. auch der Hotflue, vorgeschaltet. Der Verlust an falsch ausgerüsteter Stoffbahnmetrage kann dann sehr niedrig gehalten werden. Die der Position des Meßgeräts 30'' zugeordneten Wirklinien werden strichpunktiert dargestellt.

1 Denim-Stoffbahn 2 Rolle 3 Transportrichtung 4 erstes Spannmittel 5 Hotflue 6 Gehäuse (5) 7 Einlaßschlitz (6) 8 Umlenkwalze 9 Leitwalzenserie 11 Leitwalze 12 Umlenkwalze 13 Auslaufschlitz 14 zweites Spannmittel 16 Stoffbahnschleife 17 Blasdüsen 18 mittlere Transportrichtung 19 Längszug-Steuergerät 21 1. Längsende (10) 22 Gelenklager (21) 23 2. Längsende (10) 24 Balken 25 1. Längsende (24) 26 Kipplager 27 2. Längsende (24) 28 Schrägstellgerät 29 Schrägstell-Steuergerät 30, 30' Meßgerät 31 Krumpfanlage 32 Krumpf-Steuergerät 33 Stauchmittel 34 Spannungsregler 35 Rolle

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Ausrüsten einer Denim-Stoffbahn (1), welche – ausgehend von einer Rohware – auf vorgegebene Soll-Werte von Fertigbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte zu bringen ist, mit einer Dehneinrichtung, z.B. Reckwerk oder Hotflue (5), welcher sowohl Streckmittel (4, 14) zum Langziehen der Stoffbahn (1) als auch Schrägstellmittel (28) zum Aufbringen eines Schrägverzugs zugeordnet sind, und mit einer im Kontinuebetrieb zugeordneten, insbesondere nachgeschalteten, Krumpfanlage (31) mit Stauchmitteln (33) zum Einstellen einer Schußfadendichte, gekennzeichnet durch ein einziges Meßgerät (30) zum Erfassen der Ist-Werte von Warenbreite, Schrägverzug und Schußfadendichte, welches in je einem Regelkreis in Steuerverbindung mit den Streck- und Schrägstellmitteln (4, 14; 28) der Dehneinrichtung (5) einerseits und den Stauchmitteln (33) der Krumpfanlage (31) andererseits zum Einregeln der jeweiligen Soll-Werte stehen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät (30) der Stoffbahn (1) vor der ersten Ausrüstungsstufe, insbesondere vor der Dehneinrichtung (5), zugeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät (30) zumindest der Dehneinrichtung (5) nachgeschaltet ist.
  4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät (30) der Dehneinrichtung (5) und der Krumpfanlage (31) nachgeschaltet ist.
  5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen optischen Detektor mit Digitalkamera als Meßgerät (30).
  6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4 mit einer Hotflue (5), in welcher die Stoffbahn (1) über eine untere und eine obere Serie (9) von Leitwalzen (11) in mäanderförmigen Schleifen auf- und abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Walzenserien (9) einseitig auf einem Balken (24) gelagert ist und daß der Balken (24) an seinem ersten Längsende (25) in einem Kipplager (26) sowie am in der Bahntransportrichtung (3) nachfolgenden, zweiten Längsende (27) auf einem Hubgerät (28) zum geregelten Anheben oder Absenken des Balkenendes (27) ruht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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