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Dokumentenidentifikation DE19621331B4 01.07.2004
Titel Vorrichtung zur Aufteilung eines Produktstroms
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Cote, Kevin Lauren, Durham, N.H., US;
Curley, Richard Daniel, Dover, N.H., US
DE-Anmeldedatum 28.05.1996
DE-Aktenzeichen 19621331
Offenlegungstag 23.01.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.07.2004
IPC-Hauptklasse B65G 47/71
IPC-Nebenklasse B65G 47/22   B65G 17/48   B65H 29/58   B65H 5/12   B65H 29/66   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufteilung eines Produktstroms und insbesondere eine Vorrichtung zur Aufteilung eines Stroms gedruckter Produkte in zwei oder mehrere Ströme.

Die Exemplare eines Druckproduktstroms werden in bekannter Weise durch die Greifer eines Förderbandes erfaßt. Oft ist es erwünscht, den ursprünglichen Produktstrom in zwei oder mehrere separate Ströme aufzuteilen. Bei dem herkömmlichen Verfahren der Aufteilung eines Produktstroms, insbesondere eines Druckproduktstroms, wird der ursprüngliche Strom über ein Vakuumband, das sich langsamer als das Fördersystem fortbewegt, geschleppt und jedes zweite Exemplar von dem jeweiligen Förderbandgreifer freigegeben, sobald das Exemplar mit dem Vakuumband in Kontakt kommt. Dies hat jedoch oft eine Relativbewegung zwischen den auf dem Vakuumband abgelegten Exemplaren und den Exemplaren, die von dem Fördersystem erfaßt bleiben, zur Folge. Somit kann eine genaue Ausrichtung und ein fester Abstand, (d. h. der Abstand zwischen den Vorderkanten zweier in einem Produktstrom aufeinanderfolgender Exemplare) bei den auf dem Vakuumband abgelegten Exemplaren nicht mehr gewährleistet werden.

In einer Anzahl von Patenten sind Greifer beschrieben, welche für andere Zwecke als die Aufteilung eines Produktstroms verwendet werden.

US 4,550,822 offenbart z. B. eine Vorrichtung für den Transport von flachem Gut, insbesondere von Druckprodukten. Bei dieser Ausführung umfaßt jede Greifereinheit eine unbewegliche Klemmbacke, eine schwenkbare Klemmbacke und einen plattenförmigen Anschlag. Die schwenkbare Klemmbacke wird durch eine Nockenkonstruktion o. ä. gegen die Kraft einer Schließfeder geschwenkt. Die Produkte werden erst beschleunigt und dann in die Greiferöffnungen geschoben bis sie an dem Anschlag anliegen und somit an ihren Vorderkanten ausgerichtet sind. Mit ihren Hinterkanten bleiben die Produkte mindestens so lange auf dem sich fortbewegenden Förderband, bis die Greifereinheiten geschlossen sind.

US 4,072,228 zeigt eine Vorrichtung zum Abgleichen eines Druckproduktstroms. Diese Vorrichtung umfaßt eine Vielzahl von rotierenden Mitnehmerelementen, die in Schleppverbindung miteinander stehen. Die Mitnehmerelemente werden in dem Fortbewegungsbereich ihres Pfades geführt, in dem Startbereich ihres Pfades durch Schubkraft angetrieben und in dem Endbereich ihres Pfades durch Zugkraft angetrieben. Die Mitnehmerelemente kontaktieren die Produkte und die Schubkraft- und Zugkraftantriebe bewirken eine Änderung des festen Abstandes der Mitnehmerelemente und folglich des festen Abstandes der Produkte.

US 3,809,214 offenbart eine schwenkende Fördereinrichtung für flache Gebilde, insbesondere für Druckprodukte. Diese schwenkende Fördereinrichtung umfaßt eine Vielzahl von Mitnehmerelementen, die sich mit den zu fördernden Exemplaren fortbewegen und individuell mit einem jeweiligen der Exemplare in Kontakt gebracht werden können. Die Mitnehmerelemente werden so gesteuert, daß diese mindestens zum Zeitpunkt ihres Kontaktes mit einem Exemplar eine Relativbewegung bezüglich der Bewegungsrichtung der Hauptfördereinrichtung ausführen, um die Exemplare um eine zu diesen senkrechte Achse zu schwenken.

Aus DE 29 11 304 C2 ist eine Vorrichtung zum Bilden eines Zweigstromes aus einem Hauptstrom von kontinuierlich anfallenden flächigen Erzeugnissen, insbesondere Druckerzeugnissen bekannt. Diese Vorrichtung umfasst einen ersten Förderer mit aneinandergereihten Greifern und einen unter diesem angeordneten zweiten Förderer in Form eines Bandförderers. Der erste Förderer transportiert zunächst eine Hauptstrom von unmittelbar aufeinanderfolgenden Erzeugnissen. Von diesem Hauptstrom wird ein sodann mittels des Bandförderers transportierter Zweigstrom dadurch abgeteilt, dass über dem Bandförderer angekommene Erzeugnisse durch Öffnen jeweiliger voneinander beabstandeter Gruppen aufeinanderfolgender Greifer des ersten Förderers an den Bandförderer übergeben werden.

Bei entsprechender Abstimmung der Fördergeschwindigkeit des zweiten Förderers auf den ersten und geeigneter Wahl der Zeitintervalle zwischen dem Öffnen der Gruppen aufeinanderfolgender Greifer des ersten Förderers lässt sich zwar auf dem zweiten Förderer ein geordneter Produktstrom erzeugen. Der Hauptstrom weist jedoch nach erfolgter Abzweigung des Zweigstromes Lücken derart auf, dass die Erzeugnisse in Form von Pulks weiterbefördert werden, zwischen welchen sich leere Greifer befinden.

Aus der Druckschrift DE 22 37 472 ist es bekannt, einen Produktstrom durch Drehung von dessen Produkten zu manipulieren. Dabei ist zum Transport des Produktstromes ein Förderband vorgesehen, welches die Produkte einem Wendebereich zuführt und nach erfolgter Wendung wiederum in Form eines einzigen Produktstromes weiter beifördert. Im Wendebereich wirken an wenigstens einem endlosen umlaufenden Zugmittel angeordnete Manipulatoren drehend auf die Produkte ein und geben diese nach erfolgter Drehung derselben zum weiteren Transport seitens des Förderbandes frei.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mittels Greifern transportierten Produktstrom in wenigstens zwei geordnete Teilströme aufzuteilen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Förderer mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgesehen.

Bei einem solchermaßen ausgebildeten Förderer können ausgewählte von dem ursprünglichen Produktstrom in einen davon abgezweigten Teilstrom zu bewegende Produkte auf einer weitgehend horizontalen Förderebene verbleiben während der Teilstrom gebildet wird.

Dies verhindert eine Beschädigung der Produkte bei deren Bewegung aus dem ursprünglichen Produktstrom in den Teilstrom. Zudem wird kein zweiter Förderer benötigt, da auch der Teilstrom mittels Greifern entlang eines einzigen Förderpfades fortbewegt wird. Da die einzelnen Greifer auch individuell betätigt werden können, kann eine ganze Reihe von Produktaufteilungsmustern geschaffen werden, wobei gewählte Produkte da eingefügt oder freigegeben werden können, wo dies erforderlich ist. Außerdem sind der feste Abstand und die Ausrichtung der Produkte jedes Teilstroms gewährleistet, da sich sämtliche Produkte im Greiferschluss befinden.

Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung werden die Produkte in dem ursprünglichen Produktstrom so transportiert, daß sie sich im wesentlichen an einer Seite des Förderpfades bewegen. Die Produkte können dann wahlweise auf die andere Seite des Förderpfades geschwenkt und weitgehend auf der gleichen horizontalen Ebene gehalten werden.

In einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann sich ein stufenloser Transportmechanismus an der Seite des Förderpfades befinden, wo die aus dem ursprünglichen Produktstrom abgezweigten Produkte geführt werden. Nach dem Eintritt der Produkte in den stufenlosen Transportmechanismus geben die Greifer die in diesen eingetretenen Produkte frei, und ein fester Abstand und eine korrekte Ausrichtung der Produkte sind für alle Teilströme gewährleistet, da sich die Produkte während ihrer Bewegung und Übertragung ununterbrochen im Greiferschluss befinden.

Gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung kann eine gleichartige Vorrichtung auch die in dem ursprünglichen Produktstrom verbleibenden Produkte übertragen.

In einem vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind entlang dem gesamten einzigen Förderpfad individuelle, miteinander verbundene Greifer vorgesehen, wobei ein kontinuierlicher Produkttransport erzielt ist. Je nach den unterschiedlichen Anforderungen kann dieser einzige Förderpfad eine erste, eine zweite, eine dritte, eine vierte und sogar eine fünfte Greifergruppe aufweisen, wobei die Greifer jeder Gruppe individuell betätigt werden können.

In einem fünften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung umfaßt jeder Greifer einen um eine Drehachse drehbaren Greiferkopf mit einem bewegbaren unteren Teil für das Ergreifen und Freigeben der Produkte. Es ist ein erstes Betätigungsorgan zur Bewegung des bewegbaren unteren Teils zwischen einer Freigabeposition und einer geschlossenen Position vorgesehen. Dieses erste Betätigungsorgan kann z. B. ein mit einem Federmechanismus verbundener Betätigungsstift, ein hydraulischer Mechanismus, ein pneumatischer Mechanismus oder eine andere, zum Bewegen des bewegbaren unteren Teils des Greiferkopfes geeignete Vorrichtung sein. Es ist ein zweites Betätigungsorgan vorgesehen, wodurch der Greiferkopf von einer ersten Position (in welcher die Produkte in dem ursprünglichen Produktstrom gehalten werden) in eine zweite Position (in welcher die Produkte in dem zusätzlichen Produktstrom gehalten werden) gedreht wird. Das zweite Betätigungsorgan kann z. B. ein zweiter Betätigungsstift sein, der z.B. mit einem Federmechanismus, einem hydraulischen Mechanismus, einem pneumatischen Mechanismus, einem elektrisch gesteuerten Motor oder einer anderen, zum Drehen des Greiferkopfes geeigneten Vorrichtung verbunden ist.

Die vorliegende Erfindung wird in der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend erklärten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Ansicht eines Förderpfades für aus einem Falzapparat austretende Produkte;

2a2c eine Vielzahl von sich entlang dem Förderpfad fortbewegenden Greifern;

3a3d detaillierte Ansichten von einem der Greifer;

4 eine Ansicht eines schuppenförmigen Produktstroms, aus welchem wahlweise Produkte entnommen werden;

5 eine Darstellung der Produkte, die wahlweise aus ihrem ursprünglichen Förderpfad bewegt wurden;

6 eine Draufsicht auf den Förderer und einen stufenlosen Transportmechanismus;

7 eine Seitenansicht des stufenlosen Transportmechanismus und der Vielzahl von Greifern vor und nach einer Produktfreigabe;

8 eine Draufsicht des Förderbandes und einer ersten Ausführungsform eines Betätigungsmechanismus zur Freigabe von Produkten durch die Greifer des Förderbandes;

9 eine Seitenansicht des Förderbandes und einer zweiten Ausführung eines Betätigungsmechanismuses zur Freigabe der Produkte durch die Greifer des Förderbandes.

1 zeigt einen Förderpfad 4 für bogenförmige Produkte. Ein Falzapparat 1 weist zwei durch Traversen 2 verbundene Rahmen auf (wie schematisch in 1 gezeigt). Der Falzapparat 1 ist eines herkömmlichen Typs, welcher Produkte oder Signaturen auslegt. Der Rahmen des Falzapparats 1 ist auf einem Fundament 3 auf dem Fußboden einer Druckerei montiert. Der Falzapparat 1 umfaßt einen Produktübergabeabschnitt 6, wo die ankommenden Produkte von einem Förderband 9 mit Greifern (nicht gezeigt) erfaßt werden. Dieses Förderband 9 passiert einen Ausgangsabschnitt 8 des Falzapparats 1 und bewegt die erfaßten Produkte entlang dem Förderpfad 4 in Transportrichtung 5.

Nachdem die erfaßten Produkte an den verschiedenen Freigabestationen an Binde- oder Hefteinrichtungen übergeben oder in Druckmaterial, z. B. Zeitungen, Zeitschriften o. ä. eingefügt worden sind, läuft das Förderband über den Eingangsabschnitt 7 wieder in den Falzapparat 1 ein.

Die 2a2c zeigen das Förderband 9 in seinen Einzelheiten. Das einzige Förderband 9 umfaßt Greifer 10, die miteinander verbunden sind. Die Greifer 10 weisen Führungsrollen 11, 12 auf, die in einem U-förmigen Gehäuse 190 gelagert sind, so daß das Förderband 9 einer stationären Förderbahn 200 folgt, die z. B. L-förmig ausgebildet sein kann. Wie in den 2b und 2c gezeigt, sind die Führungsrollen 11 in Rollkontakt mit dem horizontalen Teil der stationären Förderbahn 200, und die Führungsrollen 12 sind in Rollkontakt mit dem vertikalen Teil der stationären Förderbahn 200. Jeder der Greifer 10 ist mit einem ersten, durch eine Feder 13.3 vorgespannten Betätigungsstift 13 versehen. Der Betätigungsstift 13 betätigt einen bewegbaren Teil eines Produktgreiferkopfes 15 zum wahlweisen Ergreifen und Freigeben eines von dem Greifer 10 gehaltenen Produkts. Wie schematisch gezeigt, umfaßt jeder der Greifer 10 eine Auflage 19, die sich senkrecht zur Transportrichtung erstreckt. Auf der Auflage 19 sind der Greiferkopf 15, die Feder 13.3 und der Betätigungsstift 13 angebracht, wie in den 3a3d im Detail gezeigt.

Bei der in 2 gezeigten Ausführung umfaßt das Förderband 9 einen ersten Satz 17 Greifer 10, im folgenden A-Greifer genannt, und einen zweiten Satz 18 Greifer 10, im folgenden B-Greifer genannt. Selbstverständlich könnte auch eine dritte oder vierte oder sogar fünfte Art von Greifern bestimmt werden. Um das Prinzip zu verdeutlichen, genügt es jedoch, ein A-Greiferset 17 und ein B-Greiferset 18 zu bestimmen. Wie in 2 gezeigt, weisen die Greifer 10 eine Drehachse 20 auf, um welche der Greiferkopf 15 drehbar ist.

Die 3a3d zeigen einen Greifer 10 im Detail. Der Greifer 10 wird in herkömmlicher Weise in Transportrichtung 27 bewegt und über Führungsrollen 11, 12 entlang einer Förderbahn 200 geführt. Die Drehachse 20 erstreckt sich senkrecht zur Transportrichtung 27, so daß der Greiferkopf 15 sich drehen kann. Die Drehbewegung des Greiferkopfes 15 erstreckt sich auf ungefähr 90° in dem gegebenen Winkel 25, wie in 3b gezeigt.

3c zeigt einen Querschnitt eines Teils des Greifers 10. Der erste Betätigungsstift 13 ist über einen Stab 13.4 mit einem bewegbaren Teil 23 eines Produktgreiferkopfes 15 verbunden. Ein unbewegbarer Teil 22 des Produktgreiferkopfes 15 ist an der Auflage 19 angebracht. Durch Ausübung von Druck auf den ersten Betätigungsstift 13 wird der bewegbare Teil 23 des Greifers 10 nach unten bewegt, und das zwischen dem unbewegbaren Teil 22 und dem bewegbaren Teil 23 gehaltene Produkt wird freigegeben. In dem Gehäuse 13.1 befindet sich eine Feder 13.3, die zwischen einem oberen Widerlager 13.5 und einem unteren Widerlager 13.2 vorgespannt ist, wobei das obere Widerlager 13.5 an dem Stab 13.4 befestigt ist. Wenn Druck auf den Betätigungsstift 13 ausgeübt wird und der Stab 13.4 den bewegbaren Teil 23 nach unten bewegt, wie oben beschrieben, wird dabei die Feder 13.3 zusammengedrückt. Wenn der Stab 13.4 von dem Druck befreit wird, dehnt sich die zusammengedrückte Feder wieder aus, wobei der bewegbare Teil 23 nach oben gegen den unbewegbaren Teil 22 des Produktgreiferkopfes bewegt wird.

3d zeigt eine Vorspanneinrichtung, z. B. eine Feder 14, die auf der Auflage 19 angebracht ist, um die Drehbewegung des Greiferkopfes 15 zu erleichtern. Es ist ein zweiter Betätigungsstift 130 für die Drehbewegung des Greiferkopfes 15 um die Achse 20 vorgesehen. Unmittelbar vor dem Eingangsabschnitt 7 (siehe 1) kontaktiert ein Spannmechanismus (z. B. ein an geeigneter Stelle in dem Pfad des Greiferkopfes 15 angebrachter Bolzen) den Greiferkopf 15 und dreht diesen in eine erste (gespannte) Position, wie in 3b gezeigt. In der ersten Position wird die Feder 14 durch ein Betätigungselement (z. B. durch einen das eine Ende der Feder 14 haltenden Vorsprung) gespannt gehalten. Das anschließende Drücken des zweiten Betätigungsstiftes 130 veranlaßt den Betätigungsmechanismus, die Feder 14 wieder zu entspannen, und der Greiferkopf 15 dreht sich allmählich entgegen dem Uhrzeigersinn in einem Winkel 25 in die zweite Drehposition, wie in 3b gezeigt. Wie im folgenden genauer beschrieben, kann die Auslösung des zweiten Betätigungsstiftes 130 und die Auslösung des ersten Betätigungsstiftes 13 durch Betätigungsmechanismen auf verschiedene Art und Weise erzielt werden.

Obschon die Drehbewegung des Greiferkopfes 15 hier im Zusammenhang mit einem durch eine Feder betätigten Mechanismus beschrieben worden ist, schließt dies nicht aus, daß auch andere Drehmechanismen geeignet sind. Es könnte z. B. die Drehbewegung des Greiferkopfes 15 mit einem herkömmlichen hydraulischen oder pneumatischen Mechanismus erzielt werden. Alternativ könnte ein elektrisch gesteuerter und angetriebener Motor verwendet werden. Ferner kann der Greiferkopf 15 durch pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch gesteuerte Mechanismen wieder in seine erste Position zurückgebracht werden. Die Drehbewegung von der zweiten in die erste Position kann z. B. durch einen zusätzlichen Betätigungsstift oder durch den Betätigungsstift 130, der mit einem Kniegelenk versehen sein könnte, ausgelöst werden.

Ähnlich verhält es sich mit dem Betätigungsstift 13, der den Greifer 15 mittels eines Federmechanismus öffnend dargestellt ist. Selbstverständlich kann auch ein hydraulischer oder pneumatischer Mechanismus oder eine andere geeignete Einrichtung verwendet werden.

4 zeigt einen geschuppten Produktstrom, aus welchem wahlweise Produkte entnommen werden können. Das Förderband 9 transportiert einen geschuppten Strom von Produkten 32, einschließlich der Produkte 29, 30, in Transportrichtung 27 entlang des Förderpfades 5. Jedes der Produkte 29, 30 wird durch einen Greiferkopf 15 erfaßt.

Wie oben beschrieben, weisen die Greifer 10 eine Drehachse 20 auf, die es dem Greiferkopf 15 erlaubt, sich zu drehen. Der Klarheit halber zeigt 4 einen Satz 17 von A-Greifern, die jeweils ein Produkt 29 führen, und einen Satz 18 von B-Greifern, die jeweils ein Produkt 30 führen. Die B-Greifer 18 verbleiben weitgehend in ihrer Position relativ zur Transportrichtung 27 und halten somit die Produkte 30 in einem festen Abstand auf der einen Seite der Förderbahn. Jedoch die Produkte 29, die jeweils von einem A-Greifer 17 ergriffen sind, werden um die Drehachse 20 gedreht und verlassen somit die Schuppenformation des Produktstroms. Nach einer Drehung von ungefähr 90° wird die bisherige Vorderkante der Produkte 29 zur Seitenkante und folglich die bisherige Seitenkante zur neuen Vorderkante der Produkte 29, die nun auf der anderen Seite der Förderbahn transportiert werden.

Es kann also eine Aufteilung eines Produktstroms in mindestens zwei verschiedene Produktströme mit einem jeweiligen festen Abstand erzielt werden, indem wahlweise eine erste Gruppe von Greifern 17, d. h. A-Greifer um die Achse 20 gedreht werden. Wie in 4 ersichtlich, weist der einzelne Produktstrom vor der wahlweisen Drehung der A-Greifer einen festen Abstand 45 zwischen den Produkten 29, 30 auf. Nach der wahlweisen Drehung der A-Greifer weist sowohl der Strom der Produkte 30 als auch der Strom der Produkte 29 jeweils einen festen Abstand 35 zwischen den Produkten auf.

5 zeigt nur die Produkte der 4, welche wahlweise aus ihrer ursprünglichen Förderposition herausgeschwenkt werden, so daß die 90° Bewegung deutlicher ersichtlich ist. Die sich in Transportrichtung 27 erstreckende gestrichelte Linie deutet die Mitte der Drehachsen 20 an, und die dazugehörigen Greiferköpfe 15 werden in ihrer bestimmten Position parallel zu dem Förderpfad 4 (siehe 1) transportiert. Es ist die allmählich ausgeführte Drehung eines gewählten Produkts 29 ersichtlich. Nach vollendeter Drehbewegung haben demgemäß die gewählten Produkte 29 ihre Transportposition geändert, und die bisherige Vorderkante 300 ist zur Seitenkante geworden, und die bisherige Seitenkante 310 ist zur Vorderkante geworden.

6 zeigt einen stufenlosen Steuermechanismus 34 zur Aufrechterhaltung eines festen Abstandes und korrekter Produktausrichtung nach Freigabe der Produkte 29 durch die Greifer 10. Nach deren wahlweiser Drehung werden die Produkte 29, 30 mit einem festen Abstand 35 auf den jeweiligen Seiten des Förderpfades transportiert. Mit der Vollendung der wahlweisen Drehbewegung wird der weitere Transport der gedrehten Produkte 29 dem stufenlosen Transportmechanismus 34 übertragen. Dieser kann z. B. einen Satz Bänder umfassen, welcher sich an der Seite der Förderbahn befindet, auf welche die gedrehten Produkte 29 hinbewegt werden. Wenn sich die Produkte 29 in dem stufenlosen Transportmechanismus 34 befinden, werden sie von den A-Greifern 17 bei einem festen Abstand 35 freigegeben.

Somit ist die Aufteilung eines ursprünglichen Produktstroms in zwei separate Ströme , in denen die Produkte einen festen Abstand 35 aufweisen, und die Freigabe der Produkte 29, 30 an unterschiedlichen Freigabestationen erzielt. Da die ersten und zweiten Greifersätze 17, 18 in einer endlosen Anordnung miteinander verbunden sind, kann eine kontinuierliche Ablage der Produkte 29, 30 auf beiden Seiten des Förderpfades erfolgen.

7 zeigt eine Seitenansicht des Förderbandes 9 mit dem stufenlosen Transportmechanismus 34, in den die gedrehten Produkte 29 bewegt und dann freigegeben werden. Der stufenlose Transportmechanismus 34 umfaßt ein Paar durch Zylinder angetriebene umlaufende Bänder 36, 37, die einen Einlaufspalt 500 und einen Auslaufspalt 600 bilden. Wie oben beschrieben, umfaßt das Förderband 9 A-Greifer 17 zum Erfassen der Produkte 29 und B-Greifer 18 zum Erfassen der Produkte 30, wobei die A-Greifer 17 zum Drehen der Produkte gewählt werden und somit der Produktstrom in mindestens zwei separate Ströme aufgeteilt wird. In 7 sind die in einer Seitenansicht gezeigten A-Greifer 17 mit den Produkten 29 um 90° gedreht. Die B-Greifer 18 befinden sich jedoch in ihrer ursprünglichen, die Produkte 30 haltenden Position.

Wie oben beschrieben, werden die gewählten Produkte 29 von den jeweiligen A-Greifern 17 freigegeben, nachdem die Produkte von dem oberen und dem unteren Band 36, 37 erfaßt worden sind. Andererseits verbleiben die Produkte 30 in ihrer ursprünglichen Position und werden in Transportrichtung 27 weiterbefördert. Die Freigabe der gewählten Produkte 29 durch die A-Greifer 17 wird durch Druck auf den ersten Betätigungsstift 13 mit einem hier nur symbolisch angedeuteten Betätigungsmechanismus 340 erreicht. Nach Freigabe der Produkte sind nun die A-Greifer 17 leere Greifer 38 geworden und werden entlang dem Förderpfad 4 transportiert. Mittels des oberen und des unteren Bandes 36, 37 werden die Produkte 29 in Zeitschriften o. ä. eingefügt oder an eine Binde- oder Hefteinrichtung oder andere Nachbearbeitungseinrichtungen übertragen.

Ferner können die auf dem Förderpfad 4 verbleibenden Produkte 30 von einem zweiten Satz Förderbänder erfaßt und zu separaten Nachbearbeitungseinrichtungen geleitet werden.

Die Auslösung der Betätigungsstifte 13, 130 durch Betätigungsmechanismen kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Wie in 8 dargestellt, kann die Position des Betätigungsstiftes 13 an den A-Greifern 17 auf einer anderen Ebene vorgesehen sein als die Position des Betätigungsstiftes 13 an den B-Greifern 18. Ein Betätigungsmechanismus kann als eine auf geeigneter Ebene positionierte Schaltwelle 49 ausgebildet sein, um die Produkte entweder von den A-Greifern 17 oder von den B-Greifern 18 zu lösen. Wenn die A-Greifer 18 die Schaltwelle 49 erreichen (siehe 8), kontaktieren deren jeweilige Betätigungsstifte die Schaltwelle 49, wodurch eine Bewegung des bewegbaren Teils 23 des Greiferkopfes 15 nach unten und somit eine Freigabe der Produkte 29 bewirkt wird. Da andererseits die Betätigungsstifte 13 der B-Greifer sich nicht auf der gleichen Ebene wie die Schaltwelle 49 befinden, werden die Produkte 30 nicht freigegeben. Zur Freigabe der Produkte 30 wird eine Schaltwelle auf geeigneter Ebene an der gewünschten Stelle entlang dem Förderpfad 4 angeordnet. Die Auslösung der Betätigungsstifte 130 kann auf die gleiche Art und Weise erreicht werden.

Die Freigabe oder Drehung der Produkte 29, 30 kann auch auf andere Weise erzielt werden. Wenn z. B. die A-Greifer 17 und die B-Greifer 18 identisch sind, kann ein eingekerbtes Rad 50 über einem Förderpfad 5 angeordnet werden, wie in 9 gezeigt. Durch richtiges Einsetzen des Rades und durch Synchronisieren der Drehbewegung des Rades mit der Laufgeschwindigkeit des Förderbandes 9 kann die Dreh- oder Freigabebewegung entweder der A-Greifer 17 oder der B-Greifer 18 erzielt werden.

1 Falzapparat 2 Traversen 3 Fundament 4 Förderpfad 5 Förderpfad 6 Produktübergabeabschnitt des Falzapparats 7 Eingangsabschnitt des Falzapparats 8 Ausgangsabschnitt des Falzapparats 9 Förderband 10 Greifer des Förderbandes 11 Führungsrollen 12 Führungsrollen 13 Betätigungsstift 13.1 Gehäuse 13.2 unteres Widerlager 13.3 Feder 13.4 Stab 13.5 oberes Widerlager 14 Feder 15 Greiferkopf 17 Greifergruppe A 18 Greifergruppe B 19 Auflage des Greifers 10 20 Drehachse 22 unbewegbarer Teil des Greiferkopfes 15 23 bewegbarer Teil des Greiferkopfes 15 25 Winkel 27 Transportrichtung 29 Produkte (Greifergruppe A) 30 Produkte (Greifergruppe B) 32 Produkte 33 Fördereinrichtung 34 stufenloser Transportmechanismus 35 Abstand 36 oberes Förderband 37 unteres Förderband 38 leere Greifer 49 Schaltwelle 50 eingekerbtes Rad 130 zweiter Betätigungsstift 190 U-förmiges Gehäuse 200 stationäre Förderbahn 300 Vorderkante der Produkte 29 310 Seitenkante der Produkte 29 340 Betätigungsmechanismus 500 Einlaufspalt 600 Auslaufspalt

Anspruch[de]
  1. Förderer mit aneinandergereihten Greifern (10), die eine erste Greifergruppe (17) und wenigstens eine zweite Greifergruppe (18) bilden, betriebsmäßig Produkte zunächst in Form eines einzigen Produktstromes entlang einer ersten Spur transportieren und unter Schwenkung von Klemmelementen (22, 23) einer der Greifergruppen (17, 18) den Produktstrom in wenigstens zwei Teilströme aufteilen, von welchen ein erster Teilstrom entlang der ersten Spur und ein zweiter Teilstrom entlang einer zur ersten äquidistanten zweiten Spur mittels der am Förderer befindlichen Greifer (10) transportiert wird.
  2. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Spur neben der ersten Spur verläuft.
  3. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (10) der ersten Greifergruppe (17) und der zweiten Greifergruppe (18) alternierend aneinandergereiht sind.
  4. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (10) jeweils einen jeweilige der Klemmelemente (22, 23) umfassenden Greiferkopf (15) aufweisen.
  5. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von einem jeweiligen Greifer (10) der zweiten Greifergruppe (18) entlang der ersten Spur transportierten Produkte in den zweiten Teilstrom bewegt werden.
  6. Förderer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (10) der ersten und zweiten Greifergruppe (17, 18) miteinander verbunden sind und ein Förderband (9) bilden.
  7. Förderer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferköpfe (15) wenigstens einer der Greifergruppen (17, 18) zwischen einer ersten und einer zweiten Position drehbar sind, dass die Greifer (10) einen Betätigungsstift (13) zum Öffnen der mittels einer Feder (13.3) in eine Schießstellung vorgespannten Klemmelemente (22, 23) umfassen, dass eine weitere Feder (14) in einem gespannten Zustand derselben den drehbaren Greiferkopf (15) in seiner ersten Position hält und unter Entspannung derselben eine Drehung des Greiferkopfs (15) in seine zweite Position bewirkt.
  8. Förderer nach Anspruch 4, mit einer am jeweiligen Greifer (10) vorgesehenen Auflage (19), an der der Greiferkopf (15) drehbar angebracht ist.
  9. Förderer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferkopf (15) zwischen einer ersten und einer zweiten Position drehbar ist und in seiner ersten Position parallel zur Längsachse der Auflage (19) angeordnet ist.
  10. Förderer nach Anspruch 1, welcher ferner einen stufenlosen Transportmechanismus (34) umfasst, der die Produkte (29, 30) eines der Teilströme aufnimmt, wobei die Greifer (10) der einen der Teilströme führenden Greifergruppe (17, 18) die diesen Teilstrom bildenden Produkte freigeben, nachdem diese von dem stufenlosen Transportmechanismus (34) aufgenommen sind.
  11. Förderer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der stufenlose Transportmechanismus (34) mindestens ein Förderband umfasst.
  12. Förderer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der stufenlose Transportmechanismus (34) ein um einen ersten Zylinder geführtes erstes Förderband (36) und ein um einen zweiten Zylinder geführtes zweites Förderband (37) umfasst, wobei das erste und das zweite Förderband (36 und 37) am ersten und zweiten Zylinder einen Spalt bilden und die den zur Aufnahme im Transportmechanismus (34) vorgesehenen Teilstrom führende Greifergruppe (17, 18), die Produkte (29, 30) dieses Teilstromes vor deren Freigabe in den Spalt hineinbewegen.
Es folgen 13 Blatt Zeichnungen






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