Hintergrund der Erfindung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich generell auf Klangbild-Lokalisierungsvorrichtungen,
die benutzt werden, wenn Tonsignale über Lautsprecher wiedergegeben werden, und
insbesondere auf eine Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung, die benutzt wird, wenn
Raumsignale so wiedergegeben werden, daß sie einen oder mehrere Zuhörer räumlich
umgeben. Hier bedeutet "Klangbild" ein virtuelles Tonquellenbild, das einem Zuhörer
den Eindruck vermittelt, daß ein Ton wiedergegeben wird. Ferner kann das Tonbild
an irgendeiner gewünschten Position lokalisiert werden, die einen Abstand von einem
Lautsprecher oder mehreren Lautsprechern hat.
Beschreibung des Standes der Technik
Üblicherweise werden bisher bei einer stereophonen Tonwiedergabe in
der Weise, daß sich ein Schallfeld hinter einem Zuhörer ausdehnen soll oder ein
Klangbild hinter einem Zuhörer lokalisiert werden soll, zwei Frontlautsprecher vor
einem Zuhörer zur stereophonen Tonwiedergabe und wenigstens ein oder zwei hintere
Lautsprecher zusätzlich hinter dem Zuhörer für eine Raumklang-Wiedergabe oder Rundum-Tonwiedergabe
angeordnet; mit anderen Worten, es werden mindestens drei Lautsprecher um einen
Zuhörer herum angeordnet. Ferner müssen, wenn ein Raumklang (Rundumklang) auf der
Basis eines Ein-System-Raumsignals wiedergegeben wird oder ein Zentrumskanal zusätzlich
wiedergegeben werden soll, wie bei dem 3-1-System eines hochauflösenden Fernsehsystems,
des HDTV (High Definition TV), ein oder zwei zusätzliche zentrale Lautsprecher angeordnet
werden. Daher ist eine der Anzahl der wiederzugebenden Kanäle erforderliche Anzahl
von Verstärkern und Kabeln erforderlich.
Mit anderen Worten, bislang war es erforderlich, wie es beispielsweise
in 1A dargestellt ist, bei einer Raumklang-Wiedergabe
zwei vordere L(Links)- und R(Rechts)-Kanal-Lautsprechersätze für stereophonen Ton
vorne links und rechts. vor einem Zuhörer LM, zwei hintere SL(Linke Raumklang)-
und SR (Rechte Raumklang)-Kanal-Lautsprechersätze für den Raumklang hinten links
und rechts und ferner einen C(Zentrums)-Kanal-Lautsprecher vorne in der Mitte vor
dem Zuhörer anzuordnen.
Da es jedoch in normalen Wohnungen schwierig ist, zwei hintere Lautsprecher
und den Zentrums-Lautsprecher aus Platz- und Kostengründen anzuordnen, werden in
der Praxis, wie 1B zeigt, nur L- und R-Kanal-Lautsprecher
vorne links und rechts vor einem Zuhörer LM installiert. Bei dieser Lautsprecheranordnung
ist es unmöglich, einen zufriedenstellenden Raumklangeffekt zu erzielen. Insbesondere
bei dem Raumklang-Wiedergabesystem mit einem monophonen Raumsignal war es nicht
möglich, obwohl bei diesem System ein Klangfeld hinter einem Zuhörer erzielt oder
das Klangbild verschoben werden kann, solche Effekte, wie vorstehend beschrieben,
ohne hintere Lautsprecher zu erzielen.
Kürzlich ist jedoch eine Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung entwickelt
worden, die in der Lage ist, einen stereophonen Klangeffekt zu erzielen, der dem
bei der Anordnung hinterer Lautsprecher ähnelt, wenn nur links und rechts vorne
Lautsprecher zur Tonwiedergabe angeordnet sind.
Bei dieser Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung werden dadurch Raumklang-Lokalisierungssignale
erzielt, daß die Signale des hinteren Kanals durch zwei Frontlautsprecher wiedergegeben
werden, die an zwei vorbestimmten Stellen vor einem Zuhörer angeordnet werden, und
zwar zusätzlich zu den beiden (L- und R-)Kanal-Stereophonie-Signalen. Alternativ
werden zwei Lautsprecherpaare vor einem Zuhörer angeordnet, wobei nur die originalen
L- und R-Kanal-Signale über ein Lautsprecherpaar wiedergegeben und die Klangbild-Lokalisierungssignale
dem anderen Lautsprecherpaar zugeführt werden. Auf der Basis der Raumklang-Lokalisierung,
wie vorstehend beschrieben, ist es selbst dann, wenn in der Praxis keine Lautsprecher
hinter dem Zuhörer angeordnet werden, möglich, einen Raumklang in der Weise wiederzugeben,
daß der Zuhörer den Schall wahrnimmt, wie wenn er von hinten käme.
Um das gewünschte Raumklang-Lokalisierungssignal durch Transformation
des Rückseiten-Kanalsignals, wie vorstehend beschrieben, zu erzielen, werden entsprechende
Berechnungen auf der Basis der räumlichen Übertragungskennlinien zwischen zwei real
angeordneten Lautsprechern und dem linken und rechten Ohr eines Zuhörers sowie der
räumlichen Übertragungskennlinien zwischen einem Lautsprecher, der nur zur Messung
an einer der beiden vorbestimmten hinteren Lautsprecher-Positionen (an denen Raumklänge
lokalisiert werden sollen) angeordnet ist, und dem linken und rechten Ohr des Zuhörers
durchgeführt. Mit anderen Worten, es werden Filterberechnungen mittels Convolvern
(Faltungsrechnung-Verarbeitungsschaltungen) ausgeführt.
Nachstehend werden der Aufbau und das Prinzip einer bekannten Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
beschrieben, die die Raumklang-Lokalisierungssignale benutzt.
2 stellt die Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
schematisch dar, die auf der Raumklang-Lokalisierungstechnik beruht. In der Zeichnung
empfängt eine Vier-Kanal-Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung 20 Zwei-Kanal-Stereophonie-Signale
L und R, ein Zentrumskanalsignal C zur Verbesserung der Lokalisierung der mittleren
Position des stereophonen Tons und ein Rückseitenkanalsignal S zur Bildung eines
Raumstereophonie-Toneffekts von der Außenseite her. Ferner transformiert
die Verarbeitungsvorrichtung 20 das Rückseitenkanalsignal S und das Zentrumskanalsignal
C in räumliche Lokalisierungssignale zur Lokalisierung von Tonsignalen an irgendwelchen
gewünschten Klangbildpositionen, um die Raum- oder Rundumwiedergabe in der Weise
zu realisieren, daß der wiedergegebene Ton einen Zuhörer LM umgibt.
Bei dieser Klangbildverarbeitungsvorrichtung 20 ist es möglich,
einen Raumstereophonie-Klangeffekt durch Wiedergabe der stereophonen Signale L und
R und der transformierten räumlichen Lokalsierungssignale über zwei Lautsprecher
SP1 und SP2 zu erzielen, die auf der vorderen linken und rechten Seite eines Zuhörers
LM angeordnet sind, ohne hinten links und hinten rechts Lautsprecher SP3 und SP4,
einen vorderen mittleren Lautsprecher SP5 und einen hinteren mittleren Lautsprecher
SP6 anzuordnen.
Ferner ist 3 eine Darstellung zur Unterstützung
der Erläuterung eines Prinzips, wonach ein Klangbild an irgendeiner vorbestimmten
räumlichen Position lokalisiert werden kann, die einen Zuhörer LM durch Benutzung
zweier stereophoner Lautsprecher SP1 und SP2 umgibt. In 3
sind die Übertragungskennlinien (die Frequenzantwort auf einen Impuls) zwischen
dem linken Lautsprecher SP1 und sowohl dem linken als auch dem rechten Ohr eines
Zuhörers LM mit h1L und h1R bezeichnet, während die Übertragungskennlinien zwischen
dem rechten Lautsprecher SP2 und sowohl dem linken als auch dem rechten Ohr des
Zuhörers LM mit h2L und h2R und die Übertragungskennlinien zwischen einem Lautsprecher,
der an einer gewünschten Lokalisierungsposition x angeordnet sei, und sowohl dem
linken als auch dem rechten Ohr des Zuhörers LM jeweils mit pLx und pRx bezeichnet
sind. Dabei können die jeweiligen Übertragungskennlinien durch Anordnung eines Lautsprechers,
eines menschlichen Kopfes (oder einer Kopf-Attrappe) und zweier Mikrofone (die am
Ort seiner beiden Ohren angeordnet sind) gemessen werden. Ferner werden die Kurvenverläufe
der gemessenen Kennlinien in geeigneter Weise verarbeitet.
Dabei wird der Fall berücksichtigt, daß ein Tonquellensignal X, das
lokalisiert werden soll, jeweils durch zwei Signaltransformationsschaltungen
21A und 21B (deren Übertragungskennlinien mit cfLx und cfRx bezeichnet
werden können) geleitet und ferner durch jeweils zwei Lautsprecher SP1 und SP2 wiedergegeben
wird. Dann können die über das linke und rechte Ohr des Zuhörers LM empfangenen
Signale eL und eR unter Anwendung einer Faltungsrechenoperation wie folgt ausgedrückt
werden:
eL = h1L·cfLx·X + h2L·cfRx·X
(11a)
eR = h1R·cfLx·X + h2R·cfRx·X
(11b)
Wenn das Tonsignal X dagegen an der gewünschten Lokalisierungsposition
wiedergegeben wird, können die sowohl vom linken als auch vom rechten Ohr des Zuhörers
LM empfangenen Signale dL und dR wie folgt ausgedrückt werden:
dL = pLx·X (12a)
dR = pRx·X (12b)
Wenn dann die durch die Lautsprecher SP1 und SP2 wiedergegebenen und
dann von beiden Ohren des Zuhörers LM empfangenen Signale mit den Signalen übereinstimmen,
die wiedergegeben werden, wenn das Quellensignal X an der gewünschten Lokalisierungsposition
x wiedergegeben wird, ist es dem Zuhörer LM möglich, das Klangbild so wahrzunehmen,
wie wenn ein Lautsprecher an der gewünschten Lokalisierungsposition x angeordnet
wäre.
Das heißt, die folgenden Gleichungen ergeben sich durch Eliminierung
des Quellensignals X auf der Basis der Bedingungen eL = dL und eR = dR und nach
den Gleichungen (11a), (11b), (12a) und (12d)
h1L·cfLx + h2L·cfRx = pLx (13a)
h1R·cfLx + h2R·cfRx = pRx (13b)
Ferner können cfLx und cfRx nach den Gleichungen (13a) und (13b) wie
folgt ermittelt werden:
cfLx = (h2R·pLx – h2L·pRx)·(1/H)
(14a)
cfRx = (–h1R·pLx + h1L·pRx)·(1/H)
(14b)
mit H = h1L·h2R – h2L·h1R (14c)
Wenn daher das zu lokalisierende Signal durch die Signaltransformationsschaltungen
21a und 21b (die als Lokalisierungsfilter für eine Position x
bezeichnet werden), die mit den Übertragungskennlinien cfLx und cfRx versehen sind,
die jeweils nach den Gleichungen (14a) bis (14c) berechnet werden, verarbeitet wird,
ist es möglich, ein Klangbild an einer Ziellokalisierungsposition x zu lokalisieren.
Mit anderen Worten, ein Klangbild kann an einer Zielposition x lokalisiert
werden, indem das Raumsignal durch zwei Lokalisierungsfilter verarbeitet wird, die
dadurch bestimmt werden, daß eine Rückseiten-Lautsprecher-Anordnungsposition auf
eine Klangbild-Lokalisierungsposition x eingestellt und ferner das gefilterte Tonquellensignal
jeweils durch zwei Frontlautsprecher SP1 und SP2 wiedergegeben wird. In der Praxis
wurde bislang eine Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung durch Kombination einer Vielzahl
von Lokalisierungsfilterpaaren aufgebaut, wie es jeweils in 4
oder 5 dargestellt ist.
Genauer gesagt, stellt 4 eine bekannte
Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung dar, die die Klangbild-Lokalisierung
in der Weise verarbeiten kann, daß zwei Rückseiten-Kanalsignale SL und SR an zwei
symmetrischen hinteren Positionen links und rechts von einem Zuhörer LM auf der
Basis von Zwei-Kanal-Stereophonie-Signalen L und R, einem Ein-Kanal-Zentrums-Signal
C und zwei Rückseiten-Kanal-Raumsignalen SL und SR wiedergegeben werden können,
die alle von einem Raum-Dekoder SD erzeugt werden.
Bei dieser Verarbeitungsvorrichtung sind zwei Lokalisierungsfilter
21A und 21B für jedes der beiden Rückseitenkanal-Signale SL und
SR vorgesehen, und es werden zwei Klangbilder an zwei Positionen der beiden hinteren
Lautsprecher SP3 und SP4 lokalisiert, wie es in 2 dargestellt
ist. Das heißt, die durch Addition der Signale L, R und C und der durch Klangbild-Lokalisierung
verarbeiteten Signale werden jeweils durch die beiden vorderen Lautsprecher SP1
und SP2 wiedergegeben. Mithin wird bei dieser Verarbeitungsvorrichtung die Klangbildlokalisierungsverarbeitung
durch insgesamt vier Filter für zwei Raum(Rückseiten-)-Kanalsignale SL und SR bewirkt.
Obwohl es nicht dargestellt ist, gibt es zwei weitere Verarbeitungsvorrichtungen,
so daß die Klangbildlokalisierungsverarbeitung bei den Frontkanalsignalen L und
R durchgeführt werden kann. Bei dieser Verarbeitungsvorrichtung sind insgesamt acht
Filter erforderlich. Ferner gibt es eine weitere Verarbeitungsvorrichtung, so daß
die Klangbildlokalisierungsverarbeitung bei den Frontkanalsignalen L und R und ferner
bei dem Zentrumssignal C ausgeführt wird. In diesem Fall sind jedoch insgesamt zehn
Filter erforderlich.
Dagegen stellt 5 eine bekannte Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
dar, die für ein Raumwiedergabesystem geeignet ist, bei dem ein monophones (Ein-System)
rückseitiges oder hinteres Raumsignal benutzt wird. Bei dieser Verarbeitungsvorrichtung
sind für einen Kanal zwei Lokalisierungsfilter (21A und 21B) vorgesehen,
und das Raumsignal S kann an der Position des Lautsprechers SP6 lokalisiert werden,
wie es in 2 dargestellt ist, indem insgesamt zwei Filter
verwendet werden.
Bei der vorstehend, erwähnten bekannten Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung,
die in 4 dargestellt ist, nimmt jedoch der Hardware-Aufwand
unvermeidlich zu, weil zwei Paare von Klangbild-Lokalisierungsverarbeitungsfiltern
(21A, 21B, 21A, 21B) für die hinteren Stereophonie-Signale
erforderlich sind, d. h. weil insgesamt vier Filter erforderlich sind, so daß die
Schwierigkeit entsteht, daß diese Verarbeitungsvorrichtung nicht in normalen Heimgeräten,
wie Fernsehgeräten, verwendet werden kann.
Ferner ist es bei einer Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung, die ein
monophones hinteres (Ein-System-)-Raumsignal benutzt, wie es in 5
dargestellt ist, schwierig, das Schallfeld hinter dem Zuhörer LM hinreichend zu
manifestieren und/oder die Schallfeldbewegung verständlich zu manifestieren, weil
das Klangbild an nur einer hinteren Position lokalisiert ist, so daß das Problem
entsteht, daß kein ausreichender Raum- oder Rundumeffekt erreicht wird.
Die DE-A-4241130 offenbart ein Verfahren zur Wiedergabe eines Klangfeldes
mit digitalen Signalprozessoren, bei dem Zwei-Kanal-Stereosignale empfangen und
durch einen ersten DSP (digitaler Signalprozessor) in Vier-Kanal-Schallfeldsignale
umgewandelt werden, und die Vier-Kanal-Schallfeldsignale werden adaptiv entsprechend
einer Kopfhörer- oder Lautsprecherbetriebsart durch einen zweiten DSP wieder so
in Zwei-Kanal-Schallfeldsignale umgesetzt, daß ein Vier-Kanal-Schallfeld-Eindruck
durch zwei Kanäle wiedergegeben wird.
Die EP-A-0354519 offenbart einen Raum-Dekoder zum Verarbeiten linker
und rechter Eingangs-Stereosignale zur Bildung linker und rechter Stereo-Ausgangssignale,
eines Zentrums-Ausgangssignal und eines Raum-Ausgangssignal.
Zusammenfassung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Audio-Video-Wiedergabevorrichtung
anzugeben, die Klangbilder aus hinteren Raumsignalen an vorbestimmten Lokalisierungspositionen
(an zwei virtuellen Positionen hinterer Lautsprecher) in bezug auf einen Zuhörer
lokalisieren kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung gemäß einem ersten
Aspekt in einem Audio-Video-Wiedergabegerät zur Aufnahme eines Eingangssignals mit
wenigstens Zwei-Kanal-Stereophonie-Signalkomponenten, die aufweist:
Dekodiermittel (SD) zum Dekodieren des Eingangssignals zur Erzeugung von Front-Kanal-Stereophoniesignalen
(R, L), eines Zentrumsignals (C) und eines hinteren monophonen Raumsignals (S);
eine Verarbeitungsschaltung (OP, 1) zum Verarbeiten des hinteren monophonen Signals
(S) zum Erzeugen zweier verschiedener und unabhängiger linker und rechter hinterer
Signale, wobei die Verarbeitungsschaltung Filtermittel (5) zum Verarbeiten
wenigstens eines Teils des dekodierten hinteren monophonen Signals (S) entsprechend
vorbestimmter, darin vorgesehener Übertragungskennlinien aufweist,
Umkehrmittel (11) zum Umkehren der Polarität des durch die Filtermittel
(5) verarbeiteten Signals zur Bildung eines Umkehrsignals davon;
erste Addiermittel (6, 9) zum Addieren des durch die Filtermittel
(5) verarbeiteten Signals und eines der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale
(R, L) zum Ausgeben eines ersten Additionssignals und
zweite Addiermittel (8, 7) zum Addieren des Umkehrsignals, das
durch die Umkehrmittel (11) umgekehrt wurde, und des anderen der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale
(R, L) zum Ausgeben eines zweiten Additionssignals; wobei die Vorrichtung ferner
aufweist:
zwei Umformer (SP1, SP2), die in Abhängigkeit
von dem ersten und zweiten Additionssignal die Zwei-Kanal-Stereophonie-Signale (R,
L) zusammen mit den Raumsignalen wiedergeben, um Klangbilder der wiedergegebenen
Raumsignale an anderen Positionen als denjenigen zu lokalisieren, an denen die Umformer
relativ zu einem Zuhörer angeordnet sind; und
eine Anzeigeeinheit (TV, DP), die zur Wiedergabe eines Bildes ausgebildet ist, wobei
die beiden Umformer auf beiden Seiten der Anzeigeeinheit angeordnet und die Übertragungskennlinien
der Filtermittel (5) wie folgt eingestellt sind:
(F – K)/(S – A)
wobei 5 Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer (SP1, SP2)
und jeweils einem der auf der gleichen Seite wie der Umformer positionierten Ohren
des Zuhörers bezeichnet; A Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer (SP1,
SP2) und einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der dem Umformer
gegenüberliegenden Seite positioniert ist; F Übertragungskennlinien zwischen einer
der beiden Positionen, an denen zwei Klangbilder lokalisiert werden sollen, und
jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der gleichen Seite wie
die Klangbildposition positioniert ist; K Übertragungskennlinien zwischen einer
der beiden Positionen, an denen zwei Klangbilder lokalisiert werden sollen, und
einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der der Klangbildposition gegenüberliegenden
Seite positioniert ist; und der Schrägstrich / eine umgekehrte Faltungsrechnung
bedeutet.
Gemäß einem zweiten Aspekt besteht die Erfindung in einer Audio-Video-Wiedergabevorrichtung
zur Aufnahme eines Eingangssignals, das wenigstens Zwei-Kanal-Stereophonie-Komponenten
aufweist, wobei die Vorrichtung aufweist:
Dekodiermittel (SD) zum Dekodieren des Eingangssignals zur Erzeugung von Front-Kanal-Stereophonie-Signalen
(R, L), eines Zentrums-Signals (C) und hinterer Stereophonie-Raumsignale (SL, SR);
Signalbildungsmittel (2, 3) zur Bildung eines ersten Additionssignals
und eines ersten Subtraktionssignals, jeweils auf der Basis des ersten und zweiten
hinteren Stereophonie-Raumsignals (SL, SR),
erste Filtermittel (4) zum Verarbeiten des ersten Additionssignals entsprechend
darin vorgesehener erster Übertragungskennlinien P;
zweite Filtermittel (5) zum Verarbeiten des ersten Subtraktionssignals
entsprechend darin vorgesehener zweiter Übertragungskennlinien N;
Signalbildungsmittel (6, 7) zur Bildung eines zweiten Additionssignals
und eines zweiten Subtraktionssignals, jeweils auf der Basis der durch die ersten
und zweiten Filtermittel (4, 5) verarbeiteten Signale;
erste Addiermittel (9) zum Addieren des zweiten Additionssignals und eines
der Stereophonie-Signale (R, L) zur Ausgabe eines dritten Additionssignals;
zweite Addiermittel (8) zum Addieren des zweiten Subtraktionssignals und
des anderen der Stereophonie-Signale (R, L) zur Ausgabe eines vierten Additionssignals;
zwei Umformer (SP1, SP2), die in Abhängigkeit von den dritten
und vierten Additionssignalen die Zwei-Kanal-Stereophonie-Signale (R, L) zusammen
mit Raumsignalen (SR, SL) erzeugen, um Klangbilder der wiedergegebenen Raumsignale
an anderen Positionen als denen zu lokalisieren, an denen die Umformer relativ zu
einem Zuhörer angeordnet sind;
eine Anzeigeeinheit (TV, DP) zur Wiedergabe eines Bildes, wobei die Umformer auf
beiden Seiten der Anzeigeeinheit angeordnet sind;
wobei die Übertragungskennlinien P und N der ersten und zweiten Filtermittel jeweils
wie folgt eingestellt sind:
P = (F + K)/(S + A)
N = (F – K)/(S – A)
wobei 5 Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer (SP1, SP2)
und einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das jeweils auf der gleichen Seite
wie der Umformer positioniert ist; A Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer
(SP1, SP2) und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet,
das auf der dem Umformer gegenüberliegenden Seite positioniert ist; F Übertragungskennlinien
zwischen einer der beiden Positionen, an denen zwei Klangbilder lokalisiert werden
sollen, und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der gleichen
Seite wie die Klangbildposition positioniert ist; K Übertragungskennlinien zwischen
einer der beiden Positionen, an denen die beiden Klangbilder lokalisiert werden
sollen, und einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der der Klangbildposition
gegenüberliegenden Seite positioniert ist; und der Schrägstrich / eine umgekehrte
Faltungsrechnung bedeutet, und die Vorrichtung ferner aufweist: Klangbildlokalisiermittel
(10), die Amplitudeneinsteller (12) zur Aufnahme der zweiten Additions-
und Subtraktionssignale und zum Erzeugen verarbeiteter Ausgangssignale (Y', X')
aufweist, deren Amplituden relativ zu dem Zentrumssignal (c) eingestellt sind, wobei
die ersten und zweiten Addiermittel (9, 8) so ausgebildet sind,
daß sie die verarbeiteten Ausgangssignale (Y', X') und das Zentrumssignal (c) addieren,
um das Klangbild des Zentrums-Raumsignals in dem mittleren Teil des von der Anzeigeeinheit
angezeigten Bildes zu lokalisieren, wenn das Zentrums-Raumsignal durch die beiden
Lautsprecher wiedergegeben wird.
Gemäß einem dritten Aspekt besteht die Erfindung in einem Audio-Video-Wiedergabeverfahren,
das die folgenden Schritte aufweist:
das Aufnehmen eines Eingangssignals, das wenigstens Zwei-Kanal-Stereophonie-Signalkomponenten
aufweist;
das Dekodieren des Eingangssignals zum Erzeugen von Front-Kanal-Stereophonie-Signalen
(R, L), eines Zentrumssignals (C) und eines hinteren monophonen Raumsignals (S);
das Verarbeiten des hinteren monophonen Raumsignals (S) zum Erzeugen zweier verschiedener
und unabhängiger linker und rechter hinterer Signale;
das Filtern wenigstens eines Teils des hinteren monophonen Signals (S) in Übereinstimmung
mit vorbestimmten Übertragungskennlinien, die in einem Filtermittel (5)
vorgesehen sind;
das Umkehren der Polarität des während des Filterungsschrittes verarbeiteten Signals
zur Bildung eines Umkehrsignals davon;
das Addieren des während des Verarbeitungsschrittes verarbeiteten Signals und eines
der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale (R, L) zum Ausgeben eines ersten Additionssignals;
das Addieren des Umkehrsignals, das während des Umkehrschrittes umgekehrt wurde,
und des anderen der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale (R, L) zur Ausgabe eines
zweiten Additionssignals;
das Wiedergeben – in Abhängigkeit von den ersten und zweiten Additionssignalen
– der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale (R, L) zusammen mit Raumsignalen
durch zwei Umformer (SP1, SP2) zum Lokalisieren von Klangbildern
der wiedergegebenen Raumsignale an anderen Positionen als denjenigen, an denen die
Umformer relativ zu einem Zuhörer angeordnet sind; und
das Wiedergeben eines Bildes durch eine Anzeigeeinheit (TV, DP), wobei die Umformer
(SP1, SP2) auf beiden Seiten der Anzeigeeinheit angeordnet
sind, wobei die Übertragungskennlinien wie folgt eingestellt sind:
(F – K)/(S – A)
wobei S Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer (SP1, SP2)
und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der gleichen Seite
wie der Umformer positioniert ist; A Übertragungskennlinien zwischen dem anderen
der Umformer und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf einer
dem Umformer gegenüberliegenden Seite positioniert ist; F Übertragungskennlinien
zwischen einer der beiden Positionen, an der zwei Klangbilder lokalisiert werden
sollen, und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der gleichen
Seite wie die Klangbildposition positioniert ist; K Übertragungskennlinien zwischen
einer der beiden Positionen, an der die beiden Klangbilder lokalisiert werden sollen,
und einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf einer der Klangbildposition
gegenüberliegenden Seite positioniert ist; und der Schrägstrich / eine umgekehrte
Faltungsrechnung bedeutet.
Gemäß einem vierten Aspekt besteht die Erfindung in einem Audio-Video-Wiedergabeverfahren,
das folgende Schritte aufweist:
das Empfangen eines Eingangssignals, das wenigstens Zwei-Kanal-Stereophonie-Signalkomponenten
aufweist;
das Dekodieren des Eingangssignals zum Erzeugen von Front-Kanal-Stereophonie-Signalen
(R, L), eines Zentrumssignals (C) und hinterer Stereophonie-Raumsignale (SL, SR);
das Bilden eines ersten Additionssignals und eines ersten Subtraktionssignals, jeweils
auf der Basis der ersten und zweiten hinteren Stereophonie-Raumsignale (SL, SR);
und
das Verarbeiten des ersten Additionssignals in Übereinstimmung mit ersten Übertragungskennlinien
P;
das Verarbeiten des ersten Subtraktionssignals in Übereinstimmung mit zweiten Übertragungskennlinien
N;
das Bilden eines zweiten Additionssignals und eines zweiten Subtraktionssignals,
jeweils auf der Basis von Signalen, die in dem Verarbeitungsschritt verarbeitet
wurden;
das Addieren des zweiten Additionssignals und eines der Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signale
(R, L) zur Ausgabe eines dritten Additionssignals;
das Addieren des zweiten Subtraktionssignals und des anderen der Stereophonie-Signale
(R, L) zur Ausgabe eines vierten Additionssignals;
das Wiedergeben – in Abhängigkeit von den dritten und vierten Additionssignalen
– von Raumsignalen zusammen mit den Zwei-Kanal-Front-Stereophonie-Signalen
(R, L) durch zwei Umformer (SP1, SP2) zum Lokalisieren von
Klangbildern aus den wiedergegebenen Raumsignalen an anderen Positionen als denen,
an denen die Umformer relativ zu einem Zuhörer angeordnet sind; und
das Wiedergeben eines Bildes durch eine Anzeigeeinheit (TV, DP), wobei die Umformer
(SP1, SP2) auf beiden Seiten der Anzeigeeinheit angeordnet
sind, und das Lokalisieren eines Klangbildes des Zentrums-Raumsignals auf einem
mittleren Teil des angezeigten Bildes, wenn das Zentrums-Raumsignal (c) durch die
beiden Umformer wiedergegeben wird, durch Amplitudeneinstellung der zweiten Additions-
und Subtraktionssignale relativ zu dem Zentrumssignal zum Erzeugen verarbeiteter
Ausgangssignale, die zum Zentrumssignal addiert werden, wobei die Übertragungskennlinien
P und N der Verarbeitungsschritte jeweils wie folgt eingestellt werden:
P = (F + K)/(S + A)
N = (F – K)/(S – A)
wobei S Übertragungskennlinien zwischen einem der Umformer (SP1, SP2)
und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der gleichen Seite
wie der Umformer positioniert ist; A Übertragungskennlinien zwischen dem anderen
der Umformer und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf einer
dem Umformer gegenüberliegenden Seite positioniert ist; F Übertragungskennlinien
zwischen einer der beiden Positionen, an der zwei Klangbilder lokalisiert
werden sollen, und jeweils einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf der
gleichen Seite wie die Klangbildposition positioniert ist; K Übertragungskennlinien
zwischen einer der beiden Positionen, an der die beiden Klangbilder lokalisiert
werden sollen, und einem der Ohren des Zuhörers bezeichnet, das auf einer der Klangbildposition
gegenüberliegenden Seite positioniert ist; und der Schrägstrich / eine umgekehrte
Faltungsrechnung bedeutet.
Vorzugsweise können bei diesem Verfahren Klangbilder der Front-Stereophonie-Signale
an Positionen lokalisiert werden, die von beiden Seiten einer Anzeigeeinheit entfernt
oder auf dieser angeordnet sind.
Vorzugsweise wird ferner ein Klangbild eines Zentrums-Raumsignals
auf der Anzeigeeinheit lokalisiert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
In den Zeichnungen stellen dar:
1A und 1B
schematische Darstellungen zur Erläuterung des Prinzips eines Raumklangsystems;
2 eine Darstellung zur Erläuterung der
bekannten Raumklang-Lokalisierungs-Verarbeitung;
3 eine Darstellung zur Erläuterung des
Prinzips der Raumklang-Lokalisierungs-Verarbeitung;
4 ein Blockschaltbild einer bekannten
Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
5 ein Blockschaltbild einer weiteren
bekannten Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
6 ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
7 eine Darstellung zur Erläuterung der
Raumklang-Lokalisierungsverarbeitung durch die Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
nach 6;
8 ein Flußdiagramm zur Erläuterung des
Raumklang-Lokalisierungsmeßverfahrens;
9 ein Blockschaltbild eines Raumklang-Lokalisierungsmeßsystems;
10A, 10B
und 10C Darstellungen zur Erläuterung des
Effekts der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung (als eine Audio-Video-Wiedergabevorrichtung);
11 ein Blockschaltbild einer Abwandlung
eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
12A und 12B
Darstellungen zur Erläuterung des Effekts der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
(als eine Audio-Video-Wiedergabevorrichtung);
13 ein Blockschaltbild einer weiteren
Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
14A und 14B
Darstellungen zur Erläuterung des Effekts der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
(als eine Audio-Video-Wiedergabevorrichtung);
15 ein Blockschaltbild eines zweiten
Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
16A und 16B
Darstellungen zur Erläuterung des Effekts der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
(als eine Audio-Video-Wiedergabevorrichtung) nach 15;
17 ein Blockschaltbild zur Erläuterung,
wie das zweite Ausführungsbeispiel der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung vereinfacht
werden kann;
18 ein Blockschaltbild eines dritten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung;
19 ein Blockschaltbild eines vierten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung und
20 ein Blockschaltbild eines fünften
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung.
Ausführliche Beschreibung der Ausführungsbeispiele
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
anhand der beiliegenden Zeichnungen ausführlicher beschrieben.
[Ausführungsbeispiel 1]
6 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung. Die dargestellte Verarbeitungsvorrichtung
besteht aus einer Raumsignal-Verarbeitungsschaltung (einem "surround-decoder") SD,
einer zusätzlichen Signalverarbeitungsschaltung OP und einer Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1. Die Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung 1 ist ein
wesentlicher Teil der vorliegenden Erfindung und besteht aus einem ersten Addierer
2, einem ersten Subtrahierer 3, einem ersten Filter
4, einem zweiten Filter 5, einem zweiten Addierer 6,
einem zweiten Subtrahierer 7 und zwei Amplitudeneinstellern 12.
Die Raumsignal-Verarbeitungsschaltung SD ist ein an sich bekannter
Dekoder zum Demodulieren von ihm zugeführten Signalen, um die Front-Stereophonie-Signale
L und R, das Zentrumssignal C und die hinteren Stereophoniesignale SL und SR zu
erzeugen.
Ferner enthält die zusätzliche Signalverarbeitungsschaltung OP Schaltungen
zum Verarbeiten dieser Signale L, R, S, SL und SR, die von der Raumsignal-Verarbeitungsschaltung
SD erzeugt werden, zur Amplitudeneinstellung, Nachhallverarbeitung, Addition von
reflektiertem Schall usw., die je nach Bedarf vorgesehen sind. Die sich auf diese
Amplitudeneinstellung, Nachhallverarbeitung, Reflektionsschalladdition
usw. beziehenden Informationen werden in einem Speicher 14 gespeichert
und der zusätzlichen Signalverarbeitungsschaltung OP über eine CPU 15 zugeführt,
um eine spezielle Verarbeitung auszuführen. Die Verstärkungskennlinie (Kennlinie
der relativen Amplitude) des Amplitudeneinstellers 12 wird ebenfalls in
dem Speicher 14 gespeichert und den Einstellern 12 über die CPU
15 zugeführt. Das erste Filter 4 und das zweite Filter
5 sind beides Faltungs-Berechnungsmittel (z. B. digitale Signalprozessoren),
z. B. Convolver, die jeweils mit einer P- und einer N-Übertragungskennlinie (die
nachstehend noch ausführlicher beschrieben wird) versehen sind.
Die hinteren Stereophonie-Signale SL und SR, die durch die Raumsignal-Verarbeitungsschaltung
SD und die zusätzliche Signalverarbeitungsschaltung OP erzeugt werden, werden in
die Klangbild-Lokalisierungs-Verarbeitungsschaltung 1 eingegeben.
Darin werden ein erstes Additionssignal (SL + SR) aus beiden und ein
erstes Subtraktionssignal (SL – SR) aus beiden durch den ersten Addierer
2 bzw. den ersten Subtrahierer 3 erzeugt. Das erzeugte Additionssignal
wird durch das erste Filter 4 und das erste Subtraktionssignal durch das
zweite Filter 5 verarbeitet.
Ferner wird ein zweites Additionssignal (P + N) aus beiden und ein
zweites Subtraktionssignal (P – N) aus beiden durch den zweiten Addierer
6 bzw. den zweiten Subtrahierer 7 jeweils als verarbeitetes Ausgangssignal
Y' und X' erzeugt.
Die verarbeiteten Ausgangssignale Y' und X' werden jeweils in die
Amplitudeneinsteller 12 eingegeben, in denen die Amplitude der verarbeiteten
Ausgangssignale Y' und X' relativ zu den Front-Stereophonie-Signalen L und R und
dem Zentrumssignal C eingestellt werden.
Ferner addiert ein dritter Addierer 8 das eingestellte verarbeitete
Ausgangssignal X', das Front-Stereophonie-Signal L und das Zentrumssignal C. Außerdem
addiert ein vierter Addierer 9 das eingestellte verarbeitete Eingangssignal
Y', das Front-Stereophonie-Signal R und das Zentrumssignal C. Zwei der addierten
Stereophonie-Signale werden über zwei Umformer (in diesem Ausführungsbeispiel zwei
Lautsprecher SP1 und SP2) so wiedergegeben, daß ein Zuhörer LM den wiedergegebenen
Ton hören kann. Dabei werden die beiden Lautsprecher SP1 und SP2 vor dem Zuhörer
LM an zwei symmetrischen Stellen in bezug auf ihn angeordnet.
Die vorstehend erwähnten Übertragungskennlinien P und N des ersten
Filters 4 und des zweiten Filters 5 werden wie folgt mathematisch
dargestellt:
P = (F + K)/(S + A)
N = (F – K)/(S – A
)
Darin bezeichnet S, wie in 7 dargestellt,
die Übertragungskennlinien zwischen beiden Lautsprechern SP1 und SP2 und jeweils
einem der Ohren des Zuhörers LM, das sich auf der gleichen Seite wie der betreffende
Lautsprecher befindet; A die Übertragungskennlinien zwischen den beiden Lautsprechern
SP1 und SP2 und jeweils einem der Ohren des Zuhörers, das sich auf der dem jeweiligen
Lautsprecher gegenüberliegenden Seite befindet; F die Übertragungskennlinien zwischen
jedem zweier Positionen, an denen die Klangbilder der Raumsignale lokalisiert werden
sollen (zwei Positionen, an denen zwei virtuelle hintere Lautsprecher SP3 und SP4
symmetrisch in bezug auf den Zuhörer LM angeordnet sind), und jedem Ohr des Zuhörers,
das sich auf der gleichen Seite wie jede der Positionen befindet; und K die Übertragungskennlinien
zwischen jedem von zwei Positionen, an denen die Klangbilder von Raumsignalen lokalisiert
werden sollen, und jedem Ohr des Zuhörers, das sich auf der gegenüberliegenden Seite
zu jeder Position befindet.
Ferner bedeutet in den vorstehenden Gleichungen der Übertragungskennlinien
P und N das Plus-Zeichen eine Addition der beiden Übertragungskennlinien und das
Minus-Zeichen eine Subtraktion der beiden Übertragungskennlinien, während der Schrägstrich
eine umgekehrte Faltungsberechnung bedeutet. Ferner ist vorstehend mit der "gleichen
Seite" gemeint, daß das Ohr (z. B. das rechte Ohr) und der Lautsprecher (z. B. der
rechte Lautsprecher) auf der gleichen Seite angeordnet sind, während mit der "gegenüberliegenden
Seite" gemeint ist, daß das Ohr (z. B. das rechte Ohr) und der Lautsprecher (z.
B. der linke Lautsprecher) auf der jener Seite gegenüberliegenden Seite angeordnet
sind.
Ferner können diese Übertragungskennlinien wie folgt ermittelt werden:
Reale Lautsprecher werden an vorbestimmten hinteren Positionen in einem schallfreien
Raum angeordnet; an den Positionen zweier Ohren eines menschlichen Kopfes (oder
einer Kopfattrappe) werden zwei Mikrofone angeordnet; die von den Lautsprechern
wiedergegebenen Raumsignale werden durch die Mikrofone gemessen; und ferner werden
die Kurvenverläufe der ermittelten Meßdaten entsprechend verarbeitet.
Dieses Meßverfahren wird nachstehend anhand der 8
ausführlicher beschrieben. 8 ist ein Flußdiagramm zur
Veranschaulichung der Verfahrensschritte.
1) Messung von Basisdaten der kopfbezogenen Übertragungskennlinien
(HRTF = Head Related Transfer = kopfbezogene Übertragung) (Schritt 101).
Die HRTF-Messung wird anhand von 9 erläutert,
die ein Blockschaltbild eines HRTF-Meßsystems darstellt. An den Positionen der Ohren
eines menschlichen Kopfes (oder einer Kopfattrappe) DM werden zwei Mikrofone ML
und MR angeordnet. Diese Mikrofone erhalten zu messende Töne aus
einem Lautsprecher SP. Ferner werden ein Quellenton sw(t) (d. h. Bezugsdaten) und
zu messende Töne l(t) und r(t) (d. h. zu messende Daten), L und R durch zwei Rekorder
DAT synchron miteinander aufgezeichnet.
Dabei können Impulstöne und Rauschen, z. B. weißes Rauschen, als Quellenton
sw(t) benutzt werden. Insbesondere aus statistischer Sicht ist ein weißes Rauschen
zur Verbesserung des Störabstands, d. h. des Verhältnisses von Signal zu Rauschen
(S/N) zu bevorzugen, weil das weiße Rauschen ein kontinuierliches Geräusch und die
Energieverteilung des weißen Rauschens über den Hörfrequenzbereich konstant ist.
Zusätzlich wird der Lautsprecher SP an einer Position (nachstehend
auch Meßposition genannt) angeordnet, die einer Vielzahl von Zentrumswinkeln &thgr;
entspricht (wobei die Position des menschlichen Kopfes (oder einer Kopfattrappe)
DM das Zentrum ist und der Zentralwinkel, der einer Stelle unmittelbar vor dem,
menschlichen Kopf entspricht, auf null Grad eingestellt wird). Ferner werden die
von diesen Lautsprechern ausgestrahlten Töne kontinuierlich eine vorbestimmte Zeit
lang aufgezeichnet. Auf diese Weise werden Basisdaten der kopfbezogenen Übertragungskennlinien
gesammelt und gemessen.
2) Abschätzung kopfbezogener Übertragungskennlinien (Impulsantwort)
(Schritt 102)
In diesem Schritt werden der Quellenton sw(t) und die Töne l(t) und
r(t), die im Schritt 101 gemessen und synchron zueinander aufgezeichnet
werden, durch eine (nicht dargestellte) Arbeitsstation verarbeitet.
Dabei seien Sw(&ohgr;), Y(&ohgr;) und IR(&ohgr;) der Quellenton in
Frequenzbereichs-Darstellung (d. h. die Bezugsdaten), der zu messende Ton in Frequenzbereichs-Darstellung
(d. h. die zu messenden Daten) und die kopfbezogenen Übertragungskennlinien in Frequenzbereichs-Darstellung,
die jeweils an den Meßstellen gewonnen wurden. Ferner wird der Zusammenhang zwischen
Eingangs- und Ausgangsdaten durch folgende Gleichung wiedergegeben:
Y(&ohgr;) = IR(&ohgr;)·Sw(&ohgr;) (15)
Mithin wird IR(&ohgr;) wie folgt ermittelt:
IR(&ohgr;) = Y(&ohgr;)/Sw(&ohgr;) (16)
Mithin werden die Bezugsdaten sw(t) und die im Schritt 101
gemessenen Daten 1(t) und r(t) als die Bezugsdaten Sw(&ohgr;) und die Meßdaten Y(&ohgr;)
extrahiert, indem synchronisierte Fenster benutzt werden und damit die FFT ausgeführt
wird, um die extrahierten Daten in endliche Fourier-Reihen in bezug auf diskrete
Frequenzen zu expandieren. Schließlich werden die kopfbezogenen Übertragungskennlinien
IR(&ohgr;), die aus zwei linken und rechten Übertragungskennlinien, die jedem Klangbild-Ort
entsprechen, nach Gleichung (16) berechnet und abgeschätzt.
Auf diese Weise werden die kopfbezogenen Übertragungskennlinien, die
jeweils 12 Positionen entsprechen, die alle 30 Grad eingestellt werden, ermittelt.
Nachstehend werden die aus zwei linken und rechten Übertragungskennlinien zusammengesetzten
Kennlinien einfach als die kopfbezogenen Übertragungskennlinien (d. h. eine Impulsantwort)
bezeichnet. Ferner wird auf die linken und rechten Übertragungskennlinien nicht
individuell Bezug genommen. Darüber hinaus werden die kopfbezogenen Übertragungskennlinien
in Zeitbereichs-Darstellung mit ir(t) und jene in der Frequenzbereichs-Darstellung
mit IR(&ohgr;) bezeichnet.
Ferner wird die Zeitbasis-Antwort (d. h. die Impulsantwort) ir(t)
(d. h. eine erste Impulsantwort) durch Bildung einer inversen FFT aus den berechneten
Frequenzantworten IR(&ohgr;) ermittelt.
Wenn die kopfbezogenen Übertragungskennlinien auf diese Weise abgeschätzt
werden, ist es zur Verbesserung der Genauigkeit der IR(&ohgr;) (d. h. des Signal/Rausch-Verhältnisses
S/N) vorteilhaft, jeweils die Frequenzantworten IR(&ohgr;) zu berechnen, die hunderten
von Fenstern entsprechen, die sich zeitlich unterscheiden, und dann den Mittelwert
der berechneten Frequenzantworten IR(&ohgr;) zu ermitteln.
3) Formung der kopfbezogenen Übertragungskennlinien (Impulsantworten
ir(t) (Schritt 103)
In diesem Schritt wird die Impulsantwort ir(t), die im Schritt
102 ermittelt wurde, geformt. Zunächst wird die erste Impulsantwort ir(t),
die im Schritt 102, ermittelt wurde, bezüglich der diskreten Frequenzen
expandiert, indem die FFT über das sogenannte Hörfrequenzspektrum gebildet wird.
Auf diese Weise wird die Frequenzantwort IR(&ohgr;) ermittelt. Darüber
hinaus werden die Frequenzkomponenten eines nicht erforderlichen Frequenzbereichs
(beispielsweise können in einem Hochfrequenzbereich große Dellen auftreten, der
jedoch für die Klangbild-Lokalisierung nicht erforderlich ist) aus der Frequenzantwort
IR(&ohgr;) durch ein Bandpaßfilter (BPF) eliminiert, das einen Durchlaßbereich von
50 Hz bis 16 kHz aufweist. Durch eine solche Frequenzbereichsbegrenzung werden nicht
erforderliche Spitzen und Dellen, die auf der Frequenzachse oder Basis vorhanden
sind, beseitigt. Mithin werden für die Lokalisierungsfilter nicht erforderliche
Koeffizienten nicht erzeugt. Dadurch kann die Konvergenz verbessert und die Anzahl
der Koeffizienten des Lokalisierungsfilters verringert werden.
Dann wird eine inverse FFT mit der frequenzbandbegrenzten IR(&ohgr;)
durchgeführt, um die Impulsantwort ir(t) zu ermitteln. Anschließend wird eine sogenannte
Fenster-Verarbeitung mit der ir(t) (d. h. der Impulsantwort) auf der Zeitbasis oder
Zeitachse durch Benutzung eines Extraktionsfensters (z. B. eines durch eine Kosinusfunktion
dargestellten Fensters) durchgeführt. Aufgrund der Fensterverarbeitung
kann nur ein effektiver Teil der Impulsantwort extrahiert werden, so daß dessen
Länge (d. h. der Stützbereich) kurz wird. Infolgedessen wird die Konvergenz des
Lokalisierungsfilters verbessert. Darüber hinaus wird die Tonqualität nicht verschlechtert.
Es ist jedoch nicht immer erforderlich, die erste Impulsantwort ir(t)
zu erzeugen. Das heißt, die FFT-Transformation und die inverse FFT-Transformation,
die vor der Erzeugung der ersten Impulsantwort ir(t) durchgeführt werden muß, kann
entfallen. Die erste Impulsantwort ir(t) kann jedoch zur Überwachung benutzt und
als Prototyp der Koeffizienten umgekehrt werden. Beispielsweise können die Effekte
der BPF auf der Zeitbasis durch einen Vergleich der ersten Impulsantwort ir(t) mit
der zweiten Impulsantwort ir(t) bestätigt werden. Darüber hinaus kann bestätigt
werden, ob die anhand der Koeffizienten durchgeführte Filterung nicht konvergiert,
sondern schwingt. Ferner kann die erste Impulsantwort ir(t) als Basis-Übertragungskennlinie
zur rechnerischen Ermittlung statt durch reale Beobachtung der kopfbezogenen Übertragungskennlinie
an der Zwischenposition aufbewahrt werden.
4) Berechnung der Übertragungskennlinien cfLx(t) und cfRx(t)
der Lokalisationsfilter (Schritt 104)
Die Zeitbereichs-Übertragungskennlinien cfLx(t) und cfRx(t) zweier
Lokalisationsfilter, die zur Lokalisierung eines Klangbildes an einer Zielposition
x erforderlich sind, werden durch die Gleichungen (14a) und 14b), wie schon erwähnt,
vorgegeben. Das heißt
cfLx(t) = {h2R(t)·pLx(t) – h2L(t)·pRx(t)}·g(t)(14a')
cfRx(t) = {–h1R(t)·pLx(t) + h1L(t)·pRx(t)}·g(t)
(14b')
wobei g(t) eine inverse Fourier-Transformation der Gleichung G(&ohgr;) = 1/{H1L(&ohgr;)·H2R(&ohgr;)
– H2L(&ohgr;)·H1R(&ohgr;)} ist.
Es sei angenommen, daß die Lautsprecher in Richtungen angeordnet sind,
die Azimutwinkeln von 30 Grad nach links und rechts genau in bezug auf die Geradeausrichtung
der Kopfattrappe entsprechen (was jeweils &thgr; = 330 Grad und &thgr; = 30 Grad
entspricht, nämlich 30 Grad im Gegenuhrzeigersinn und im Uhrzeigersinn vom mittleren
vertikalen Radius aus) und daß die Zielpositionen, die &thgr; entsprechen, alle
30 Grad eingestellt sind. Nachstehend wird beschrieben, wie die Übertragungskennlinien
cfLx(t) und cfRx(t) der Lokalisierungsfilter aus den kopfbezogenen Übertragungskennlinien
ermittelt werden, die aus der linken und der rechten Übertragungskennlinie zusammengesetzt
sind, d. h. aus der linken und der rechten zweiten Impulsantwort (ir(t)), die in
den Schritten 101 bis 103 entsprechend den Winkeln &thgr;
ermittelt und geformt werden.
Zunächst werden in der Gleichung (14b') die kopfbezogenen Übertragungskennlinien
h1L(t) und h1R(t) durch die zweite Impulsantwort ir(t), die dem Winkel &thgr; =
330 Grad entspricht, und in der Gleichung (14a') die kopfbezogenen Übertragungskennlinien
h2L(t) und h2R(t) durch die zweite Impulsantwort ir(t), die dem Winkel &thgr; =
30 Grad entspricht, ersetzt. Außerdem werden in den Gleichungen (14a') und (14b')
die kopfbezogenen Übertragungskennlinien pLx(t) und pRx(t) durch die zweite Impulsantwort
ir(t), die der Ziellokalisierungsposition x entspricht, ersetzt.
Andererseits ist die zeitabhängige Funktion g(t) eine inverse Fourier-Transformation
von G(&ohgr;), die einem inversen Filter mit dem Term {H1L(&ohgr;)·H2R(&ohgr;)
– H2L(&ohgr;)·H1R(&ohgr;)} entspricht. Ferner hängt die Funktion g(t)
nicht von der Ziel-Klangbildposition oder dem Ziel-Klangbildort x, sondern von den
Positionen (d. h. &thgr; = 330 Grad und &thgr; = 30 Grad) ab, an denen die Lautsprecher
angeordnet sind. Die zeitabhängige Funktion g(t) läßt sich leicht aus den kopfbezogenen
Übertragungskennlinien h1L(t), h1R(t), h2L(t) und h2R(t) durch Anwendung der Methode
der kleinsten Quadrate ableiten. Dies ist an sich bekannt und ausführlich beispielsweise
in dem Aufsatz "Inverse filter design program based on least square criterion",
in dem Journal of Acoustical Society of Japan, 43[4], Seiten 67 bis 276, 1987, beschrieben.
Die zeitabhängige Funktion g(t), die nach der Methode der kleinsten
Quadrate ermittelt wurde, wie vorstehend beschrieben, wird in die Gleichungen (14a')
und (14b') eingesetzt. Dann werden die beiden Übertragungskennlinien cfLx(t) und
cfRx(t) für die Lokalisierung eines Klangbildes an jedem der Klangbildorte nicht
adaptiv ermittelt, sondern allein als eine Zeitbasis- oder Zeitbereichs-Impulsantwort
durch Ausführung der Faltungsrechnungen nach den Gleichungen (14a') und (14b').
Ferner werden die Koeffizienten (d. h. die Folge der Koeffizienten) als die Koeffizientendaten
benutzt.
Die Übertragungskennlinien cfLx(t) und cfRx(t) für ein vollständiges
Rundumfeld (360 Grad) werden, wie vorstehend beschrieben, entsprechend den über
einen großen Rundumbereich (d. h. das gesamte Rundumfeld) alle 30 Grad angeordneten
Ziel-Klangbildorten oder -Positionen ermittelt, deren entsprechende Azimutwinkel
in dem Bereich liegen, der von einer genau nach vorn vom menschlichen Kopf aus verlaufenden
Richtung bis zu 90 Grad im Uhrzeigersinn und Gegenuhrzeigersinn liegt (wobei der
gewünschte Ort des Klangbildes in diesem Bereich liegt) und jenseits dieses Bereiches
liegen kann. Nachstehend sei angenommen, daß die Kennlinien cfLx(t) und cfRx(t)
die Übertragungskennlinien (d. h. die Impulsantwort) der Lokalisierungsfilter sowie
die Koeffizienten (d. h. die Folge der Koeffizienten) bezeichnen.
Wie sich aus den Gleichungen (14a') und (14b') ergibt, ist es sehr
wichtig, zur Verringerung der Anzahl der Koeffizienten (d. h. der Anzahl von Abgriffen
der Lokalisierungsfilter (der entsprechenden Übertragungskennlinien
cfLx(t) und cfRx(t)) die kopfbezogenen Übertragungskennlinien h1L(t), h1R(t), h2L(t),
h2R(t), pRx(t) und pLx(t) zu "kürzen" (d. h. ihre sogenannte Länge zu verringern).
Zu diesem Zweck werden verschiedene Prozesse (z. B. der Fensterprozeß und der Formungsprozeß
in den Schritten 101 bis 103, wie vorstehend beschrieben, durchgeführt,
um die kopfbezogenen Übertragungskennlinien (d. h. die Impulsantwort) ir(t), die
für die Terme h1L(t), ..., und h2T(t) eingesetzt werden sollen, zu verkürzen.
Ferner können die Übertragungskennlinien (d. h. die Koeffizienten)
der Lokalisierungsfilter durch Ausführung der FFT mit den Übertragungskennlinien
(d. h. den Koeffizienten) cfLx(t) und cfRx(t), die wie vorstehend beschrieben berechnet
werden, ermittelt werden, um die Frequenzantwort zu ermitteln, und dann kann eine
fortlaufende Mittelwertbildung der Frequenzantwort unter Anwendung einer konstanten
vorbestimmten Verschiebungsweite durchgeführt und schließlich eine inverse FFT mit
dem Ergebnis der fortlaufenden Mittelwertbildung bewirkt werden. Die unnötigen Spitzen
und Dellen können durch die fortlaufende Mittelwertbildung entfernt werden. Mithin
können die Konvergenz der zu realisierenden Zeitantwort beschleunigt und die Abmessungen
des Lokalisierungsfilters verringert werden.
5) Maßstabsfestlegung der Koeffizienten der Lokalisierungsfilter
entsprechend jedem Klangbildort (Schritt 105)
Eine der Spektralverteilungen der Quellentöne der Tonquelle, bei denen
die Klangbildlokalisierung mittels der Convolver (d. h. der Lokalisierungsfilter)
bewirkt wird, gleicht dem eines Rosa-Rauschens. Bei einer anderen Spektralverteilung
der Quellentöne nimmt die Lautstärke in einem sehr langen Bereich ab. In allen Fällen
ist der Quellenton der Tonquelle nicht nur ein Ton. Wenn daher die Faltungsrechnung
(oder Faltungsintegration) ausgeführt wird, kann ein Überlauf auftreten. Infolgedessen
kann eine Signalverzerrung auftreten.
Um daher das Auftreten eines Überlaufs zu verhindern, wird zunächst
der Koeffizient mit der größten Verstärkung unter den Koeffizienten cfLx(t) und
cfRx(t) der Lokalisierungsfilter ermittelt. Die Maßstabsfestlegung aller Koeffizienten
wird dann in der Weise durchgeführt, daß kein Überlauf auftritt, wenn die Faltungsberechnung
der Koeffizienten, die die maximale Verstärkung aufweisen und ein weißes Rauschen
von 0 dB bewirken, ausgeführt wird.
Mithin wird zuerst die Summe der Quadrate aller Gruppen der Koeffizienten
cfLx(t) und cfRx(t) der Lokalisierungsfilter ermittelt. Dann wird das Lokalisierungsfilter
mit der maximalen Summe der Quadrate aller seiner Koeffizienten ermittelt. Danach
wird die Maßstabsfestlegung (Bemaßung oder Normierung oder Skalierung) der Koeffizienten
in der Weise durchgeführt, daß kein Überlauf bei dem ermittelten Lokalisierungsfilter
mit der maximalen Summe auftritt. Sodann wird das gleiche Maßstabsverhältnis bei
der Maßstabsfestlegung der Koeffizienten aller Lokalisierungsfilter benutzt, um
nicht das Gleichgewicht der Lokalisierungsfilter, die jeweils den Klangbildorten
entsprechen, zu verlieren.
Durch diese Art der Maßstabsfestlegung werden die Koeffizientendaten
(d. h. die Daten der Gruppen der Koeffizienten der Impulsantwort); die schließlich
bei den Lokalisierungsfiltern (d. h. den noch zu beschreibenden Convolvern) als
Koeffizienten angewandt werden (d. h. die Folge der Koeffizienten), ermittelt. Auf
diese Weise werden beispielsweise zwölf Gruppen von Koeffizienten cfLx(t) und cfRx(t)
ermittelt, durch die das Klangbild an den Positionen lokalisiert werden kann, die
in Winkelabständen von 30 Grad gewählt wurden.
5) Faltungsrechnung und Wiedergabe von Tonsignalen aus der
Tonquelle (Schritt 106)
Mit den Tonsignalen s(t) aus der Tonquelle wird eine Zeitbasis-Faltungsrechnung
ausgeführt. Die durch die Faltungsrechnung ermittelten Signale werden dann durch
die auseinanderliegenden Lautsprecher sp1 und sp2 wiedergegeben.
Wenn bei der vorstehend beschriebenen Rundum- oder Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
die beiden hinteren Stereophonie-Signale SL und SR (Raumsignale), die durch die
Rundumsignal-Verarbeitungsschaltung SD erzeugt werden, verarbeitet und dann durch
die beiden Lautsprecher SP1 und SP2 wiedergegeben wurden, wird der vom linken Stereophonie-Lautsprecher
SP1 zum rechten Ohr des Zuhörers LM übertragene Ton durch den vom rechten Lautsprecher
SP2 zum linken Ohr desselben Zuhörers LM übertragenen Ton gelöscht, d. h. das Nebensprechen
zwischen den beiden Tonsignalen kann sich gegenseitig aufheben.
Der Zuhörer LM hört daher den vom linken Lautsprecher SP1 ausgesandten
Ton nur mit dem linken Ohr und den vom rechten Lautsprecher SP2 ausgesandten Ton
nur mit dem rechten Ohr. Da die hinteren Rundumsignale SL und SR entsprechend den
Übertragungskennlinien F und K der beiden Filter 4 und 5 verarbeitet
werden, ist es außerdem möglich, die Klangbilder jeweils an einem der beiden gewünschten
Klangbild-Lokalisierungspositionen (bei SP3 und SP4) zu lokalisieren.
Nachstehend wird die erfindungsgemäße Klangbildlokalisierung ausführlicher
im Vergleich zum bekannten Stand der Technik erörtert.
Auf der Basis der Prinzipdarstellung (3)
und der Gleichungen (14a) bis (14c) sei der Prozeß der Lokalisierung zweier verschiedener
Klangbilder an zwei symmetrischen Positionen in bezug auf einen Zuhörer betrachtet.
Hierbei gelten zwei Vorbedingungen: 1) Vorne sind zwei Wiedergabe-Lautsprecher
SP1 und SP2 an zwei grob symmetrischen Positionen in bezug zu und
vor einem Zuhörer LM angeordnet. 2) Zwei Klangbilder zweier verschiedener Rundumsignale
sind an zwei hinteren Positionen (zwei virtuellen Lautsprecher-Positionen SP3 und
SP4) ebenfalls an zwei grob symmetrischen Positionen in bezug zu und hinter dem
Zuhörer LM angeordnet.
Unter diesen Bedingungen kann die Prinzipdarstellung nach
3 so vereinfacht werden, wie es in 7
dargestellt ist. In 7 ist mit der Bezugszahl
1 eine Raumklang-Lokalisierungsverarbeitungsschaltung bezeichnet, die in
6 dargestellt ist und den wesentlichen Teil der Erfindung
zur Lokalisierung zweier verschiedener Klangbilder an zwei symmetrischen Positionen
in bezug auf den Zuhörer LM bildet.
Wie 7 zeigt, ist der Zuhörer LM an einer
mittleren Position zwischen den beiden vorderen Lautsprechern SP1 und SP2 so angeordnet,
daß die Übertragungsfunktionen zwischen den beiden Lautsprechern und dem Kopf des
Zuhörers symmetrisch in bezug auf den Zuhörer LM liegen. Das heißt, da die Übertragungsfunktionen
h1L und h2R von den Lautsprechern SP1 und SP2 zu den auf der gleichen Seite liegenden
Ohren gleich und auch die Übertragungsfunktionen h1R und h2L zwischen den Lautsprechern
SP1 und SP2 zu den auf der gegenüberliegenden Seite liegenden Ohren (Übersprechkomponenten)
einander gleich sind, lassen sich diese Übertragungsfunktionen S und A wie folgt
schreiben (siehe 3 und 7):
h1L = h2R = S
h1R = h2L = A
Ferner können die Übertragungsfunktionen F und K für die Klangbildlokalisierung
wie folgt geschrieben werden (siehe 3 und
7):
pLx = F
pRx = K
Die Klangbilder können daher durch Einsetzen der vier obigen Gleichungen
in die Gleichungen (14a) bis (14c) lokalisiert werden. Mit anderen Worten, wenn
die Eingangssignale der Verarbeitungsschaltung 1 mit X und Y bezeichnet
werden, dann lassen sich die Ausgangstöne X' und Y' der Front-Lautsprecher SP1 und
SP2 wie folgt schreiben:
X' = (SF – AK)·X/(S2 – A2)
(1a)
Y' = (SF – AK)·X/(S2 – A2)
(1b)
Es ist daher möglich, die Klangbilder auf der Basis der Signalverarbeitung
entsprechend den Gleichungen (1a) und (1b) zu lokalisieren.
Wie schon erwähnt, gelten für die in 6
dargestellte Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung 1 die Übertragungskennlinien
P und N des ersten und zweiten Filters 4 und 5:
P = (F + K)/(S + A)
N = (F – K)/(S – A)
Daher lassen sich die Ausgangstöne X' und Y' der beiden Lautsprecher
SP1 und SP2 (die Ausgangssignale der Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1) wie nachstehend angegeben berechnen. Das heißt, da die Addition und
Subtraktion der beiden Eingangssignale X und Y der Klangbild-Lokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1 durch die Filter 4 und 5 bewirkt und ferner das Ergebnis
der Addition und Subtraktion in Form der beiden Ausgangssignale X' und Y' der Klangbild-Lokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1 ausgegeben wird, läßt sich folgende Gleichung aufstellen:
X' = (F + K)·(X + Y)/(S + A) – (F – K)·(Y
– X)/(S – A) = ZÄHLER/(S2 – A2)
Der Zähler kann dann folgendermaßen berechnet werden:
Zähler = 2(SFX + SKY – AFY – AKX)
Für X' ergibt sich dann:
X' = 2(SFX + SKY – AFY – AKX)/(S2 –
A2)
Auf die gleiche Weise kann Y' ermittelt werden:
Y' = 2(SFX + SKY – AFY – AKX)/(S2 –
A2)
Wenn daher als Eingangssignal Y = 0 (X = SL) addiert wird, ergibt
sich folgende Gleichung:
X' = 2(SFX – AKX)/(S – A2) = 2(SF –
AK)·X/(S2 – A2)(2a)
Y' = 2(SKX – AFX)/(S2 – A2 )
= 2(SK – AF)·X/(S2 – A2)(2b)
Infolgedessen ist es daher möglich, den erwähnten Gleichungen (1a)
und (1b) äquivalente Ergebnisse zu erzielen. Mit anderen Worten, wenn dem X-Seiten-Eingang
der Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung nach 7
nur X zugeführt wird, ist es nach den Gleichungen (2a) und (2b) möglich, das Klangbild
des hinteren Raumsignals SL an der Lokalisierungsposition SP3 nach 7
auf der Basis der Faltungsverarbeitung zu lokalisieren.
Wenn der Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1 ferner ein Eingangssignal X = 0 (Y = SR) zugeführt wird, lassen sich
folgende Gleichungen aufstellen:
X' = 2(SKY – AFY) = 2(SF – AF)·Y/(S2
– A2)(3a)
Y' = 2(SFY – AKY) = 2 (SF – AK)·Y/(S2
– A2)(3b)
Ein Vergleich der Gleichungen (3a) und (3b) mit den Gleichungen (2a)
und (2b) ergibt dann, daß die beiden linken und rechten entgegengesetzten oder gegenüberliegenden
Koeffizienten (Übertragungskennlinien) mit dem Eingangssignal Y der Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1 nach 7 konvolviert werden. Mit anderen Worten,
das Klangbild des auf der Y-Seite der Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
1 eingegebenen Signals kann an den linken und rechten, in bezug auf das
auf der X-Seite eingegebene Signal symmetrischen Positionen lokalisiert werden.
Denn nach der Faltungs- (bzw. Konvolu- tions-)-Verarbeitung kann das Klangbild des
hinteren Raumsignals SR an der Lokalisierungsposition (der Stelle des Lautsprechers
SP4) lokalisiert werden, wie es in 7 dargestellt ist.
Wenn daher die hinteren Raumsignale SL und SR als Eingangssignale
X = SL und Y = SR eingegeben werden, ist es möglich, da das Überlagerungsprinzip
realisiert werden kann, das Klangbild des hinteren stereophonen Signals (das Raumsignal)
SL auf der linken Seite SP3 und das Klangbild des hinteren stereophonen Signals
(das Raumsignal) SR auf der rechten Seite SP4 zu lokalisieren, was beides in
7 dargestellt ist.
Das heißt, wenn nach 10A nur zwei Lautsprecher
SP1 und SP2 auf beiden Seiten eines Fernsehempfängers TV angeordnet werden, läßt
sich der gleiche Raumklangeffekt wie mit vier Lautsprechern erzielen, die so angeordnet
sind, wie es in 10B dargestellt ist. Mit anderen Worten,
ohne irgendeinen Lautsprecher hinten anzuordnen, ist es möglich, den stereophonen
Raumklang auf der Basis der vorderen stereophonen Signale und der hinteren stereophonen
Signale (der Raumsignale) wiederzugeben, die hinter einem Zuhörer lokalisiert werden.
Bei der bekannten Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung nach
4 sind dagegen vier Filter erforderlich, um die Klangbilder
der hinteren stereophonen (Raum-)Signale an zwei verschiedenen Positionen zu lokalisieren.
Bei dem vorstehend geschilderten, in 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist es dagegen möglich, die Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
mit nur zwei Filtern 4 und 5 aufzubauen, so daß der Hardware-Aufwand
halbiert werden kann.
Ferner ist es möglich, die Additionssignale aus den vorderen stereophonen
Signalen L und R, dem Zentrumssignal C und ferner die hinteren stereophonen (Raum-)Signale
durch zwei verschiedene Lautsprecherpaare wiederzugeben. In diesem Falle werden
die zusätzlichen vorderen Lautsprecher SP11 und SP12 gemäß 10C
auf der vorderen Seite (z. B. auf beiden Außenseiten) des Fernsehgeräts TV angeordnet.
Bei dieser Anordnung werden die Additionssignale der vorderen stereophonen
Signale L und R und des Zentrumssignals C durch die vorderen Lautsprecher SP1 und
SP2 und die hinteren stereophonen (Raum-)Signale (deren Klangbilder lokalisiert
wurden) jeweils durch die zusätzlichen vorderen Lautsprecher SP11 und SP12 wiedergegeben.
Hierbei ist es nicht erforderlich, die vorderen stereophonen Signale L und R und
das Zentrumssignal C mittels des dritten und vierten Addierers 8 und
9 gemäß 6 mit den hinteren stereophonen (Raum-)Signalen
X' oder Y' zu addieren.
Da die Kennlinien und die Anordnungsrichtungen der Front-Lautsprecher
SP1 und SP2 sowie der zusätzlichen Lautsprecher SP11 und SP12 bei dem beschriebenen
Aufbau separat bestimmt werden können, ist es möglich, einen besseren Rundumeffekt
zu erzielen.
11 zeigt eine Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels
der Verarbeitungsvorrichtung, die in 6 dargestellt
ist, bei der nicht nur die hinteren stereophonen Signale SL und SR, sondern auch
die vorderen stereophonen Signale L und R für die Klangbildlokalisierung verarbeitet
werden.
In der gleichen Weise wie bei der Klangbildlokalisierungsverarbeitung
für die hinteren stereophonen Signale SL und SR werden die Klangbilder der vorderen
stereophonen Signale L und R an zwei in bezug auf einen Zuhörer LM symmetrischen
linken und rechten Positionen (zwei virtuellen Frontlautsprecheranordnungspositionen)
lokalisiert. Wenn dabei die Filterkoeffizienten ebenso optimiert werden, wie es
bereits erläutert wurde, ist es möglich, die Klangbildlokalisierungsverarbeitung
mit einer Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung durchzuführen, die jeweils
nur zwei Filter, Addierer und Subtrahierer aufweist. Ferner werden in der vorderen
Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung 1 (in der nur das erste
Filter 4 und das zweite Filter 5 dargestellt sind) nach
11 die Filterkoeffizienten, der Filter so eingestellt,
daß sie jeweils den Klangbildlokalisierungspositionen entsprechen.
Bei der bekannten Verarbeitungsvorrichtung sind zur Lokalisierung
der Klangbilder der vorderen stereophonen Signale und der hinteren stereophonen
(Raum-)Signale an verschiedenen Positionen insgesamt acht Filter erforderlich. Bei
der vorstehend erwähnten Abwandlung ist es jedoch möglich, die Verarbeitungsvorrichtung
mit zwei ersten Filtern 4 und zwei zweiten Filtern 5 aufzubauen,
d. h. insgesamt nur vier Filtern, so daß der Hardware-Aufwand so weit verringert
werden kann.
Wenn daher gemäß 12A nur zwei Lautsprecher
SP1 und SP2 auf beiden Seiten eines Fernsehgeräts TV angeordnet werden, ist es möglich,
die Klangbilder der vorderen stereophonen Signale an Positionen zu lokalisieren,
die von beiden Seiten des Fernsehgeräts (Anzeigemittels) entfernt sind, wie es in
12B dargestellt ist. Im Falle des in der Nähe angeordneten
Fernsehgeräts ist der Abstand, in dem die beiden Lautsprecher angeordnet werden,
beschränkt. Bei dieser Abwandlung ist es jedoch einem Zuhörer
möglich, den Raumklang ohne Verzerrung des Frontstereophonie-Klanggefühls wahrzunehmen.
Außerdem kann bei diesem modifizierten Aufbau ein Raumklang mit hinreichender Stereophoniewahrnehmung
anhand der vorderen stereophonen Signale und der hinteren stereophonen (Raum)-Signale
(deren Klangbilder hinter einem Zuhörer lokalisiert sind) in Kombination bewirkt
werden. Bei dieser Abwandlung können die Kosten der Vorrichtung verringert werden,
insbesondere weil die Anzahl der Filter im Vergleich zu der der herkömmlichen Verarbeitungsvorrichtung
geringer ist, so daß die Verarbeitungsvorrichtung in preisgünstigen Fernsehgeräten
für den Hausgebrauch eingebaut werden kann.
13 zeigt eine weitere Abwandlung des
ersten Ausführungsbeispiels der Verarbeitungsvorrichtung, bei der das Klangbild
des Zentrumssignals C zusätzlich zu den hinteren stereophonen Signalen SL und SR
und den vorderen stereophonen Signalen L und R lokalisiert wird.
Bei einem Fernsehgerät mit breitem Bild, einem großen Projektor oder
der Leinwand eines Lichtspieltheaters ist es möglich, einen Lautsprecher vor dem
zentralen Signal in der Mitte vor dem Bild (Anzeige- oder Bildwiedergabemittel)
anzuordnen.
Es ist jedoch möglich, die Klangbild-Lokalisierungsverarbeitung vor
dem zentralen Signal C so zu verarbeiten, daß das Klangbild des zentralen Signals
C vorne in der Mitte des Bildes mittels einer zusätzlichen Klangbild-Lokalisierungs-Verarbeitungsschaltung
10 (bei dem die Anzahl der Filter verringert ist) zu lokalisieren, wie
es in 13 dargestellt ist.
Genauer gesagt, wenn das zentrale Signal C auf herkömmliche Weise
wiedergegeben wird, dann müssen die Lautsprecher, weil die Anzeigeeinheit in dessen
Mitte angeordnet ist (in der der zentrale Lautsprecher angeordnet werden muß), sowohl
auf beiden Seiten oder auf der linken oder rechten Seite oder der oberen und der
unteren Seite der Anzeigeeinheit angeordnet werden.
Wenn auf beiden Seiten der Anzeigeeinheit jeweils ein Lautsprecher
angeordnet ist, dann sind die Klangbilder des zentralen Signals C die gleichen wie
bei der Front-Stereophonie-Wiedergabe, so daß die Verständlichkeit des Klangbildes
im Vergleich zu dem Fall, daß der Lautsprecher an einer ursprünglich geforderten
Klangbildposition (einer zentralen Position) angeordnet wird, schlechter ist.
Wenn der Lautsprecher dagegen auf der oberen oder unteren Seite der
Anzeigeeinheit angeordnet wird, tritt unvermeidlich eine Tonverzerrung zwischen
der erforderlichen Klangbild-Lokalisierungsposition und der Lautsprecherposition
auf.
Bei dieser Abwandlung wird daher die Klangbildlokalisierung des zentralen
Signals C so verarbeitet, wie wenn es in der Mitte vor der Anzeigeeinheit lokalisiert
wird. Ferner wird gemäß 14A auf jeder Seite eines Fernsehgeräts
je ein Lautsprecher SP1 und SP2, mit jeweils einer der beiden Seiten der Anzeigeeinheit
DP in Berührung stehend angeordnet. Bei dem vorstehend beschriebenen Aufbau kann
der Raum- oder Rundumeffekt so erzielt werden, wie es in 14B
dargestellt ist, was etwa das gleiche ist, wie wenn das zentrale Signal C von einem
vorderen Lautsprecher wiedergegeben würde, der in der Mitte vor der Anzeigeeinheit
DP angeordnet ist.
Da mithin das erzielte Klangbild in dem optischen Bild lokalisiert
ist, ist das Klangbild verständlicher. Insbesondere im Vergleich zu dem Fall, daß
das zentrale Signal C über einen linken Lautsprecher SP1 und einen rechten Lautsprecher
SP2 als monophones Signal wiedergegeben wird, ist es dem Betrachter möglich, die
mittlere Position des optischen Bildes genauer zu erkennen, ohne daß eine Fehlanpassung
(zwischen der tatsächlichen Mitte des optischen Bildes und der Mitte des Klangbildes)
in vertikaler Richtung des optischen Bildes erfolgt.
Wenn daher das Ton- und Anzeigegerät mit einer Breitbild-Anzeigeeinheit,
z. B. einem Fernsehgerät mit breitem Bildschirm, einem großen Projektor oder der
Leinwand eines Lichtspieltheaters versehen ist, ist es vorzuziehen, die Klangbilder
der vorderen stereophonen Signale L und R an der oberen Seite der Anzeigeeinheit
zu lokalisieren.
[Ausführungsbeispiel 2]
15 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel
der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung, durch die der Rundumton oder Raumklang
auf der Basis eines monophonen hinteren Ein-System-Raumsignals wiedergegeben werden
kann. Das heißt, das hintere Signal S ist ein monophones Ein-System-Raumsignal.
Das durch die Rundum-Verarbeitungsschaltung (den Rundum-Dekoder) SD demodulierte
hintere Signal S wird durch die zusätzliche Signalverarbeitungsschaltung OP zur
Amplitudeneinstellung, Nachhallverarbeitung und Reflektionsschalladdition verarbeitet
und dann weiter in zwei Signale aufgeteilt. Diese zweigeteilten beiden Signale werden
durch die Klangbildlokalisierungs-Verarbeitungsschaltung 1 so weiter verarbeitet,
daß sie jeweils an einer von zwei hinteren Positionen lokalisiert werden.
Bei der vorstehend erwähnten Verarbeitung ist es vorzuziehen, die
beiden Klangbilder der beiden verschiedenen und unabhängigen linken und rechten
hinteren Signale SL und SR (die nicht zusammenhängen) an zwei verschiedenen hinteren
Positionen zu lokalisieren, nachdem diese beiden zweigeteilten hinteren Signale
SL und SR hinsichtlich der verschiedenen Amplitudeneinstellung, Nachhallverarbeitung
und Addition des reflektierten Schalls durch die zusätzliche Signalverarbeitungsschaltung
OP verarbeitet worden sind. Wenn nämlich das Klangbild des monophonen hinteren Signals
S hinten links und rechts, so wie es ist, lokalisiert wird, können die Klangbilder
nicht lokalisiert oder nicht im Kopf eines Zuhörers lokalisiert werden.
Wenn die Klangbildlokalisierung des monophonen Ein-System-Raumsignals,
wie vorstehend beschrieben, verarbeitet und ferner über zwei Lautsprecher, die an
zwei Positionen hinten links und rechts angeordnet sind, als die beiden verschiedenen
hinteren Signale SL und SR wiedergegeben wird, wie es in 16A
dargestellt ist, ist es möglich, das hintere Schallfeld zu manifestieren und die
Klangbilder verständlicher zu verschieben, als bei der bekannten Vorrichtung, wie
es in 5 dargestellt ist, durch die das Klangbild nur
an einer hinteren Position eines Zuhörers lokalisiert werden kann, mit dem Ergebnis,
daß ein hinreichender Rundumeffekt erzielt werden kann. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind nur zwei Filter erforderlich, so daß die Vorrichtung durch einen einfachen
Aufbau realisiert werden kann.
[Ausführungsbeispiel 3]
Das Blockschaltbild nach 17 dient der
Erläuterung, wie das in 15 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel
vereinfacht werden kann, und 18 stellt ein drittes
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung dar.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach 15 wird ein
hinteres linkes Signals SL und ein rechtes hinteres Signal SR benutzt, die voneinander
unabhängig sind und nicht zusammenhängen. Bei dem dritten Ausführungsbeispiel werden
dagegen zwei hintere linke und hintere rechte Signale S und -S benutzt, deren Phasenlagen
entgegengesetzt zueinander sind. Das heißt, in der in 17
dargestellten Vorrichtung ist zusätzlich eine Phasenverschiebungsschaltung
11 im Vergleich zu der in 15 dargestellten
vorgesehen. Das heißt, daß durch die Raumsignal-Verarbeitungsschaltung SD demodulierte
hintere Signal S wird durch die Phasenverschiebungsschaltung 11 in der
Phase so verschoben, daß sich zwei in der Phase entgegengesetzt zueinander verschobene
linke und rechte hintere Signale S und -S ergeben.
Da bei der Vorrichtung nach 17 zwei linke
und rechte hintere Signale S und -S als die hinteren stereophonen Signale benutzt
werden, ist das dem Filter 4 zugeführte Signal 0, so daß das Ein- und Ausgangssignal
dieses Systems nicht verarbeitet zu werden braucht. Das heißt, bei dem in
17 dargestellten Addierer 2 lautet das Additionsergebnis:
S + (-S) = 0
und bei dem in 17 dargestellten Subtrahierer lautet
das Subtraktionsergebnis:
S – (–S) = 2S
Mithin kann das hintere Raumsignal S verdoppelt und dann dem Filter
5 zugeführt werden. Da ferner seine Amplitude durch die zusätzliche Signalverarbeitungsschaltung
OP eingestellt werden kann, ist es nicht immer erforderlich, das hintere Raumsignal
S, das dem Filter 5 zugeführt wird, zu verdoppeln; das heißt, das Raumsignal
S kann so verwendet werden, wie es ist.
Wenn ferner das hintere Raumsignal S verdoppelt wird, können ein Addierer
2, ein Subtrahierer 3, ein erstes Filter 4 und ein weiterer
Addierer 6, ein weiterer Subtrahierer 7 und eine Phasenverschiebungsschaltung
7 alle weggelassen werden, weil das dem Filter 4 zugeführte Signal
0 ist und ferner die eingangsseitige und ausgangsseitige Verarbeitung des
Signals für dieses System entfallen kann. Mit anderen Worten, die Klangbild-Lokalisierungsschaltung
1, die in 17 dargestellt ist, kann weiter
vereinfacht werden, wie es in 18 dargestellt ist, bei
der nur ein Filter 5, ein Amplitudeneinsteller 12 und eine Umkehrstufe
13 vorgesehen sind. Da bei diesem Vorrichtungsaufbau nur ein Filter vorhanden
ist, ist es möglich, die Abmessungen der Hardware weiter zu verringern.
Wenn folglich auf jeder Seite des Fernsehgeräts TV jeweils ein Lautsprecher
SP1 bzw. SP2 vorgesehen ist, wie es in 16B dargestellt
ist, ist es möglich, den Raumklang auf einfache Weise mit nur zwei Lautsprechern
zu erzielen. Da außerdem, wie bereits erläutert, der Aufbau der Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
äußerst einfach ist, wie es in 18 dargestellt ist,
kann dieses Ausführungsbeispiel der Vorrichtung bei preisgünstigen Fernsehgeräten
als normale Einrichtung vorgesehen sein.
Wenn – wie schon erwähnt – das monophone Ein-System-Raumsignal
auf der Basis der beiden linken und rechten entgegengesetzt phasenverschobenen hinteren
Signale wiedergegeben wird, nachdem seine Klangbilder jeweils an der hinteren linken
und rechten Position lokalisiert worden sind, ist es möglich, das hintere Schallfeld
zu manifestieren und die Klangbilder verständlicher zu verschieben, als mittels
der bekannten Vorrichtung, durch die das Klangbild an nur einer hinteren Position
eines Zuhörers lokalisiert werden kann, mit dem Ergebnis, daß ein hinreichender
Raumklangeffekt erzielt werden kann. Da bei diesem Ausführungsbeispiel nur ein Filter
benutzt wird, kann der Aufbau der Vorrichtung erheblich vereinfacht werden. Ferner
ist es bei den vorstehend erwähnten Ausführungsbeispielen möglich, die Klangbilder
an beliebigen Positionen zu lokalisieren, indem die Übertragungskennlinien F und
K zwischen den Positionen, an denen die Klangbilder lokalisiert werden sollen, und
den Ohren des Zuhörers modifiziert werden; das heißt, durch Modifizierung der Übertragungskennlinien
P und N jeweils des ersten und zweiten Filters 4 und 5.
In der Praxis werden die Übertragungskennlinien P und N (die Filterkoeffizienten)
entsprechend einer Vielzahl der Klangbild-Lokalisierungspositionen in dem Speicher
14, z. B. einem RAM oder ROM, gespeichert, wie es in 6
dargestellt ist; die den gewünschten Klangbild-Lokalisierungspositionen entsprechenden
Übertragungskennlinien werden aus dem Speicher 14 durch
die CPU 15 ausgelesen, und die ausgelesenen Übertragungskennlinien werden
jeweils bei dem ersten und zweiten Filter 4 und 5 eingestellt.
Da bei dem beschriebenen Aufbau das linke und rechte Klangbild um
den Zuhörer LM einstellbar gedreht werden kann, ist es möglich, den Rundumklang
optimal für den Zuhörer LM wiederzugeben.
Obwohl ferner bei den zuvor erwähnten Ausführungsbeispielen zwei Lautsprecher
SP1 und SP2 als Umformer benutzt werden, können die Lautsprecher auch durch zwei
kopflose Lautsprecher oder einen Kopfhörer ersetzt werden. Da in diesem Falle die
Übertragungskennlinien, die sich auf das Übersprechen A beziehen, sich gegenseitig
auslöschen und daher grundsätzlich nicht vorhanden sind, können die Übertragungskennlinien
A zwischen einem Paar der Lautsprecher LF und RF und den gegenüberliegenden Ohren
des Zuhörers LM bei den zuvor erwähnten Ausführungsbeispielen grob als null und
daher als nicht vorhanden betrachtet werden. Im Gegensatz dazu ist es möglich, wenn
die Frequenzgänge der Kopfhörer berücksichtigt und zu den Übertragungskennlinien
A addiert werden, ein realistischeres Klangfeld zu realisieren.
Ferner sind bei allen Ausführungsbeispielen, wenn die vorliegende
Erfindung auf die Audio-Video-Wiedergabevorrichtung angewandt wird, z. B. ein Fernsehgerät,
zwei (Stereo) Lautsprecher (SP1 und SP2) normalerweise auf beiden Seiten der Wiedergabevorrichtung
zur Bildwiedergabe angeordnet. Ferner hört der Betrachter (Zuhörer LM) den Ton direkt
vor der Anzeigeeinheit. Daher sind normalerweise zwei Lautsprecher (SP1 und SP2)
weitgehend symmetrisch in bezug auf den Zuhörer (LM) angeordnet. Andererseits werden
zwei Klangbilder zweier verschiedener Raumsignale an zwei verschiedenen hinteren
Positionen ebenfalls weitgehend symmetrisch in bezug auf den Zuhörer (LM) lokalisiert.
In diesem Falle kann es jedoch sein, daß keine Probleme auftreten. Vielmehr ist
dies im Hinblick auf den Raumklangeffekt erwünscht.
Es ist daher äußerst effektiv, die Klangbild-Lokalisierungs-Verarbeitungsvorrichtung
(bei der es sich um den wesentlichen Teil vorliegender Erfindung handelt) mit der
Audio-Video-Wiedergabevorrichtung, z. B. dem Fernsehgerät, zu kombinieren, um dem
Fernsehgerät eine zusätzliche Raumklangfunktion zu geben, weil die erfindungsgemäße
Raumklang-Lokalisierungs-Verarbeitungsvorrichtung die Klangbilder der Raumsignale
an zwei hinteren weitgehend symmetrischen Positionen in bezug auf den Zuhörer lokalisieren
kann, obwohl nur ein Lautsprecherpaar an zwei vorderen etwa symmetrischen Positionen
in bezug auf denselben Zuhörer angeordnet wird.
[Ausführungsbeispiel 4]
19 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung. Die Verarbeitungsvorrichtung
besteht aus einem Rundum-Prozes-sor 10, zwei Amplitudeneinstellern
12 und einem Klangbild-Lokalisierungsprozessor 1 mit einem ersten
Addierer 2, einem ersten Subtrahierer 3, einem ersten Filter
4, einem zweiten Filter 5, einem zweiten Addierer 6 und
einem zweiten Subtrahierer 7. Der Rundum-Prozessor 10 ist ein
Mittel zur Erzeugung hinterer stereophoner (Raum-) Signale RL und RR jeweils aus
eingegebenen vorderen stereophonen Signalen L und R. Der Rundum-Prozessor
10 besteht aus einer Amplitudeneinstellschaltung, einer Nachhalladdierschaltung,
einer Reflektions-Addierschaltung usw., die an sich bekannt sind. Ferner sind das
erste Filter 4 und das zweite Filter 5 beide Faltungsberechnungsmittel,
wie Convolver, die beide mit Übertragungskennlinien P und N versehen sind, wie es
im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel im einzelnen beschrieben wurde.
Die von dem Rundum-Prozessor 10 erzeugten hinteren stereophonen
Signale RL und RR werden jeweils den Amplitudeneinstellern 12 und
12 zugeführt, in denen die Amplituden der hinteren stereophonen Signale
RL und RR relativ zu den vorderen stereophonen Signalen L und R eingestellt und
dann in den Klangbild-Lokalisierungsprozessor 1 eingegeben werden. Hier
wird ein Additionssignal (RL + RR) und ein Subtraktionssignal (RL – RR) aus
beiden Signalen L und R jeweils von dem ersten Addierer 2 und dem ersten
Subtrahierer 3 erzeugt. Das erzeugte erste Additionssignal wird durch das
erste Filter 4 und das erzeugte erste Subtraktionssignal durch das zweite
Filter 5 verarbeitet. Ferner werden die beiden Signale, die durch das erste
und das zweite Filter 4 und 5 verarbeitet wurden, jeweils dem
zweiten Addierer 6 und dem zweiten Subtrahierer 7 zugeführt.
Ferner addiert der zweite Addierer 6 die verarbeiteten Ausgangssignale
der beiden Filter 4 und 5 und das vordere stereophone Signal R.
Andererseits subtrahiert der zweite Subtrahierer 7 das verarbeitete Ausgangssignal
des Filters 5 von der Summe der Ausgangssignale des Filters, 4 und des
vorderen stereophonen Signals L. Die beiden in der beschriebenen Weise erzeugten
stereophonen Signale X' und Y' werden jeweils durch einen der beiden Umformer (zwei
Lautsprecher LF und RF bei diesem Ausführungsbeispiel) wiedergegeben, so daß ein
Zuhörer LM den wiedergegebenen Ton hören kann. Dabei sind die beiden Lautsprecher
LF und RF vor dem Zuhörer LM und symmetrisch in bezug auf den Zuhörer LM angeordnet.
Wenn in der Rundumsignal-Verarbeitungsvorrichtung, die in der zuvor
beschriebenen Weise aufgebaut ist, die hinteren stereophonen Signale RL und RR (Raumsignale),
die durch den Rundum-Prozessor 10 erzeugt werden, verarbeitet und dann
über zwei Lautsprecher LF und RF in der gleichen Weise wie bei den zuvor erwähnten
Ausführungsbeispielen wiedergegeben werden, werden die hinteren stereophonen
Signale, die von dem linken Lautsprecher LF zum rechten Ohr des Zuhörers LM übertragen
werden, durch das vom rechten Lautsprecher RF zum linken Ohr desselben Zuhörers
LM übertragene hintere stereophone Signal löscht; d. h. die Übersprechsignale können
sich gegenseitig löschen. Der Zuhörer LM kann daher nur den durch den linken Lautsprecher
LF wiedergegebenen Ton nur durch sein linkes Ohr und den durch den rechten Lautsprecher
RF wiedergegebenen Ton nur durch sein rechtes Ohr hören. Ferner wird die Klangbild-Lokalisierungsverarbeitung
entsprechend den Übertragungskennlinien F und K wie im Falle des ersten Ausführungsbeispiels
ausgeführt, so daß es möglich ist, die Klangbilder an den beiden erwünschten Klangbild-Lokalisierungspositionen
(jeweils bei LB und RB) zu lokalisieren.
[Ausführungsbeispiel 5]
20 stellt ein fünftes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsschaltung dar. Bei diesem Ausführungsbeispiel
werden die vorderen stereophonen Signale (Lch- und Rch-Stereophonie-Signale) durch
eine Subtrahiermatrix zur Bildung eines (L – R)-Signals und eines (R –
L)-Signals jeweils zur Raumsignalverarbeitung verarbeitet. Die erzeugten Signale
werden als die hinteren stereophonen (Raum-)Signale wiedergegeben, so daß es möglich
ist, den Aufbau der Vorrichtung weiter zu vereinfachen.
Da bei diesem Ausführungsbeispiel das (L – R)-Signal und das
(R – L)-Signal als die hinteren stereophonen Signale benutzt werden, ist das
dem ersten Filter 4 zugeführte Signal 0, so daß es nicht erforderlich
ist, das Signal dieses Systems zu verarbeiten. Das heißt, der in 19
dargestellte erste Addierer 2 führt folgende Funktion aus:
RL + RR = (L – R) + (R – L) = 0
Der in 19 dargestellte Subtrahierer
3 führt die folgende Funktion aus:
RR – RL = (R – L) – (L – R) = 2(R –
L)
Mithin wird die Amplitude des Subtraktionsmatrixsignals (R –
L) durch den Amplitudeneinsteller 12 verdoppelt und dann dem zweiten Filter
5 zugeführt. Da ferner die Amplitudeneinstellschaltung in dem Rundum-Prozessor
10 vorhanden ist, der in 19 dargestellt ist,
ist es nicht immer erforderlich, das Subtraktionsmatrixsignal zu verdoppeln; d.
h. das Signal (R – L) kann so wie es ist benutzt werden.
Mithin kann die in 20 dargestellte Vorrichtung
aus nur einem Filter 5, einem Addierer 6, zwei Subtrahierern
7 und 11 und einem Amplitudeneinsteller 2 aufgebaut sein,
so daß es möglich ist, den Hardware-Aufwand zu verringern.
Wenn daher das Fernsehgerät durch zwei Lautsprecher LF und RF, die
jeweils auf einer Seite einer Anzeigeeinheit DP angeordnet sind, ergänzt worden
ist, ist es möglich, einen Vier-Kanal-Rundumklang auf einfache Weise über zwei Lautsprecher
wiederzugeben. Da ferner, wie schon erwähnt, die Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
einfach aufgebaut sein kann, wie es in 20 dargestellt
ist, kann die Vorrichtung zusammen mit einem preisgünstigen Fernsehgerät als normale
Heimeinrichtung benutzt werden.
Ferner ist es bei den erwähnten Ausführungsbeispielen 4 und
5 möglich, die Klangbilder an beliebigen Positionen zu lokalisieren, wie
es anhand von 6 erläutert wurde, indem die Übertragungskennlinien
F und K zwischen den Positionen modifiziert werden, an denen die Raumklänge lokalisiert
werden und sich der Zuhörer befindet; d. h. durch Modifizierung der Übertragungskennlinie
P und N jeweils des ersten Filters 4 und des zweiten Filters
5. In der Praxis werden, wie anhand von 6
erläutert, die Übertragungskennlinien P und N (die Filterkoeffizienten) und die
relativen Amplitudenkennlinien (die Verstärkungskoeffizienten der Amplitudeneinsteller
12) entsprechend einer Vielzahl der Klangbild-Lokalisierungspositionen
in einem Speicher gespeichert, z. B. dem dargestellten RAM oder ROM, die Übertragungskennlinien
und die relativen Amplitudenkennlinien, die den gewünschten Klangbild-Lokalisierungspositionen
entsprechen, durch die CPU aus dem Speicher ausgelesen und die Filter
4 und 5 sowie die Amplitudeneinsteller 12 jeweils auf
die ausgelesenen Übertragungskennlinien und relativen Amplitudenkennlinien eingestellt.
Da bei dem beschriebenen Aufbau die linken und rechten Klangbilder einstellbar um
den Zuhörer LM herum gedreht werden können, ist es möglich, die Wiedergabe des Raumschalls
oder eine Hervorhebung des Raumklangeffekts unter optimalen Bedingungen für den
Zuhörer LM zu bewirken.
Obwohl bei den zuvor erwähnten Ausführungsbeispielen zwei Lautsprecher
SP1 und SP2 als das Umformerpaar benutzt werden, können die Lautsprecher durch einen
Kopfhörer ersetzt werden. Da in diesem Falle die Übertragungskennlinien A hinsichtlich
des Übersprechens grundsätzlich nicht vorhanden sind, werden bei den zuvor erwähnten
Ausführungsbeispielen die Übertragungskennlinien A zwischen den beiden Lautsprechern
LF und RF und den gegenüberliegenden Seiten der Ohren des Zuhörers LM als weitgehend
null betrachtet, so daß sie weggelassen werden können. Wenn dagegen die Frequenzkennlinien
des Kopfhörers in Betracht gezogen und zu den Übertragungskennlinien A addiert werden,
ist es möglich, ein natürlicheres Schallfeld zu realisieren.
Wie schon erwähnt, ist es bei der erfindungsgemäßen Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
möglich, trotz ihres äußerst einfachen Aufbaus, die Klangbilder der Raumsignale
an zwei verschiedenen hinteren Positionen, unabhängig von den beiden vorderen Positionen,
an denen zwei Lautsprecher angeordnet sind, auf der Basis der
über die Lautsprecher wiedergegebenen Raumsignale zu lokalisieren. Daher ist es
möglich, zwei Pseudo-Raumsignale durch zwei virtuelle hintere Lautsprecher mittels
zweier realer vorderer Lautsprecher wiederzugeben, d. h. ein Vier-Kanal-Rundumsystem
mittels nur zweier Lautsprecher aufzubauen. Da die erfindungsgemäße Raumsignal-Verarbeitungsvorrichtung
kleine Hardware-Abmessungen aufweist und daher preisgünstig ist, kann sie mit preisgünstigen
Heimgeräten, wie Fernsehgeräten, kombiniert werden.
Insbesondere wenn die Erfindung bei dem monophonen Ein-System-Raumsignal-Wiedergabesystem
für hintere Raumsignale angewandt wird, ist es möglich, das hintere Schallfeld auszubilden
und die Klangbilder in Richtung auf eine bessere Verständlichkeit zu verschieben,
so daß ein hinreichender Rundumeffekt erreicht werden kann.