Die Erfindung betrifft eine Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine,
bestehend aus gegenläufig antreibbaren profilierten Flachbacken, jeweils gelagert
auf Schlitten mit Führungen, die in einem Maschinengestell mit Zugverankerungen
angeordnet sind.
Bekannt ist aus der DE 100
28 165 A1 eine Kaltwalzmaschine mit zwei synchron gegenläufig bewegten
profilierten Walzstangen, die jeweils über einen Schlitten auf einer Führung gelagert
sind und die beim Kaltwalzvorgang im Eingriff mit einem zwischen den beiden Walzstangen
drehbar gelagerten Werkstück stehen.
Zwecks Verringerung der Stillstandszeiten während der Produktion ist
diese Kaltwalzmaschine für jede Walzstange über eine Zustelleinrichtung mit einem
Zustellantrieb versehen, so daß während des Walzvorganges die Walzstangen in Eingriffsrichtung
verstellbar sind. Diese Kaltwalzmaschine besteht daher im wesentlichen aus einer
vertikal ausgebildeten Brückenkonstruktion mit nach oben vorstehenden Stützschenkeln
und jeweils daran befestigten Stützkörpern, innerhalb deren über Schrägbahnführungen
die Führungsschlitten geführt sind. Diese Schrägbahnführungen der Führungsschlitten
sind dabei derart v-förmig gegeneinander angestellt, beispielsweise im Winkel von
3 Grad, so daß sich deren Abstand zur Aufstellfläche der Walzmaschine hin verringert.
Die Führungsschlitten verfügen nur jeweils über einen NC-Antrieb,
der eine Axialverschiebung der Führungsschlitten, je nach Drehrichtung der NC-Antriebe,
herbeiführt, im Rahmen der v-förmig ausgebildeten Schrägbahnführungen. Im übrigen
sind die Führungsschlitten keilförmig ausgebildet, derart, daß die auf diesen angeordneten
Schlitten mit den Walzstangen entsprechend radial zum zu walzenden Werkstück hin
oder von diesen weg, infolge der Axialverschiebung der Führungsschlitten, verstellt
werden können. Die Schlitten für die beiden Walzstangen werden jeweils durch NC-Antriebe
bewegt.
Die Nachteile dieser Kaltwalzmaschine bestehen nun offensichtlich
darin, daß die Axialverschiebung der Führungsschlitten mit den darauf angeordneten
Schlitten mit den Walzstangen jeweils lediglich im Rahmen der ausgebildeten Schrägführungen
(z. B. 1,5 Grad/Winkel) erfolgen kann. Damit ist zwar während des Walzvorganges
diese Verstellbarkeit möglich, doch lassen sich beim Wechsel zu anderen Profilen
von zu walzenden Werkstücken bzw. Walzstangen unterschiedlicher Dicke keine Zeiteinsparungen
erzielen.
Auch die Stabilität der Kaltwalzmaschine infolge der C-gestell-förmigen
Konstruktion kann durch die Auffederung zu Ungenauigkeiten beim Walzvorgang führen,
da in Höhe des sich drehenden Werkstückes eine gewisse Weichheit dieser Konstruktion
nicht auszuschließen ist.
Desweiteren können sich schließlich über die NC-Antriebe der beiden
Walzschlitten mit den Walzstangen die Walzgeschwindigkeiten lediglich im bisher
bekannten Bereich von höchstens 1,3 m/s bewegen, so daß hier ebenfalls Verbesserungsbedarf
im Hinblick auf eine Produktivitätserhöhung gesehen werden kann.
Desweiteren sind aus der WO 99/64184 A1, WO 99/64185 A1 und WO 99/64196
A1, noch vorbekannte Kaltwalzmaschinen zu erwähnen, bei denen das Maschinengestell
aus mehreren Teilstücken besteht, und diese daher über mehrere vorgespannte Zuganker
verfügen, die diese einzelnen Gestellteile damit zusammenhalten. Andererseits wird
jedoch hier immer eine Lagerung des beweglichen Schlittens angegeben (siehe dort
4), der sich letztlich über Brückenführungen abstützt
und hiermit gleichfalls Durchbiegen beim Walzvorgang zuläßt.
Gemäß der WO 99/43454 A1 ist nun eine andere Kaltwalzmaschine vorbekannt,
die in einem geschweißten Maschinengestell die beim Walzvorgang auftretenden seitlichen
Kräfte über vorgespannte Zugstangen egalisieren sollen, jedoch (siehe dort
4A) infolge der angeordneten beidseitigen Schlittenlagerungen
gerade in der zu walzenden Werkstückhöhe Durchbiegungen zulassen, so daß beim Auftreten
von großen Seitenkräften auch Maßabweichungen an dem zu walzenden Werkstückes eintreten
können. Auch ist hier ein unabhängig arbeitendes Antriebssystem für die beiden Walzstangen
beschrieben, welches die erforderliche Synchronität über Positionssignale an jedem
der Motorenantriebe leitet und dadurch die Walzstangen-Grundpositionen jeweils im
Synchronlauf hält. Jedoch ist auch hier eine weitere Steigerung der Walzgeschwindigkeiten
infolge der bekannten Walzspindelmutter-Antriebe nicht möglich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, an einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
der Eingangs genannten Art, eine andersartige Antriebsart für jeden der Schlittenteile
anzugeben, die Art der Krafteinleitung im Maschinengestell zu verbessern und die
Umrüstzeiten (Werkstückwechselzeiten) generell zu verkürzen, um damit eine Produktivitätssteigerung
an einer derartigen Maschine zu erreichen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruches 1 gelöst, wobei das generell zu einer andersartigen konstruktiven
Neugestaltung bei einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine führt.
Die neue Denkweise besteht nun darin, daß die beiden Walzschlitten
mit je einem elektrischen Linearmotoren-Antrieb oder mit einem hydrostatischen Gewindespindel-Antrieb
wirkverbunden sind und daß hinter jedem Walzbereich jeweils ein fest angeordneter
Führungstisch als Schlittenführung ausgebildet und wenigstens ein Walzschlitten
quer zur Profilwalz-Verfahrrichtung jeweils mittels wenigstens einem Verstell-Antrieb
einstellbar ausgebildet ist.
Infolge der elektrischen Linearmotoren-Antriebe oder der hydrostatischen
Gewindespindel-Antriebe können die Walzstangen grundsätzlich mit höheren Geschwindigkeiten
gefahren werden, regelmäßig im Bereich bis 2 m/s. Desweiteren entfallen hier auf
Grund der exakten Steuerbarkeit der beiden möglichen Antriebe über elektronisch
gesteuerte Synchronitätsregelungen die bisher üblichen mechanischen Kupplungssysteme.
Die Anordnung eines festen Tisches hinter jeder Walzstange in der
Art eines stabilen Pressentisches bringt eine bisher beim Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzen
nicht bekannte Stabilität bei der Einleitung der beim Walzvorgang entstehenden Walzkräfte
in das Maschinen-Körper-Gestell. Desweiteren eröffnet eine Anordnung eines Querverstell-Antriebes
für wenigstens einen Walzschlitten – senkrecht zur Profilwalz-Verfahrrichtung
– die Möglichkeit, die Walzschlitten in derart großen Bereichen exakt wiederholbar
über elektronische Positionssysteme neu einzustellen, so daß letztlich beim Wechsel
zu anderen Profilen von Werkstücken gleiche Walzstangen benutzt werden können. Insgesamt
sind mittels dieser vorgenannten Auswirkungen der erfindungsgemäßen Ausbildung und
Anordnung einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine generelle Produktivitätssteigerungen
bei entsprechenden Walzteilen erzielbar.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
daß jeder der Walzschlitten als ein Walzstangen-Modul mit einem integrierten elektrischen
Linearmotoren-Antrieb oder mit einem hydrostatischen Gewindespindel-Antrieb und
fest angeordneten Führungstisch für die Walzschlitten ausgebildet ist.
In Verbindung mit der weiteren Ausgestaltung der Erfindung, daß insgesamt
jeder der Walzstangen-Module durch einen Planetenrollspindel-Antrieb senkrecht zur
Schlitten-Verfahrrichtung verstellbar ausgebildet ist, können insbesondere auch
beim Wechseln von Walzstangen für ein anderes Walzprofil infolge der wesentlich
besseren Zugänglichkeit im auseinander gefahrenen Zustand Zeiteinsparungen beim
Aus- und Einbau erzielt werden.
Statt des Planetenrollspindel-Antriebes können hier auch wahlweise
Hydraulikzylinder oder Keilverstellungen oder hydrostatische Gewindespindeln für
die Verstellbarkeit der Walzstangen-Module benutzt werden.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung soll darin bestehen, daß
die elektrischen Linearmotoren-Antriebe jeweils seitlich hinter den Walzschlitten
angeordnet sind. Insbesondere durch diese Anordnung wird für ein durchgehendes festes
Tischprofil Platz geschaffen, senkrecht hinter dem Walzteil, was letztlich die Stabilität
der Kaltwalzmaschine erhöht und der Walzteilgenauigkeit förderlich ist.
Auch können die elektrischen Linearmotoren-Antriebe aus zwei fest
angeordneten Primärteilen und einen dazwischen angeordneten Sekundärteil bestehen.
Hierbei können insbesondere höhere Walzgeschwindigkeiten und hohe Walzkräfte erreicht
werden.
Desweiteren können die Walzschlitten über eine Führungsschiene mit
dem jeweiligen feststehenden Führungstisch verbunden sein. Diese Ausbildung der
Walzschlitten gepaart mit jeweils zwei seitlichen Führungswagen, deren Führungsschienen
sich in den Gestell-Teilen der Walzstangen-Module abstützen, schafft äußerst hohe
Führungsgenauigkeiten und dynamische Steifigkeit der Walzschlitten.
Die Erfindung wird auch noch dadurch ausgestaltet, indem innerhalb
jedes Seitenständers beabstandet jeweils zwei durchgehende Führungsschienen angeordnet
sind, an denen die Führungswagen mit den Walzstangen-Modulen einstell- und verfahrbar
sind. Hierdurch können die Walzstangen-Module sehr leichtgängig, auch einzeln, in
kleinen wie in großen Bereichen verfahren werden. In Verbindung mit den Querverstell-Antrieben
und entsprechenden Wegmeßeinrichtungen ist hierdurch auch ein Pendelwalzen möglich.
Nachstehend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel noch näher
erläutert.
Die Zeichnungen zeigen:
1 eine prinzipielle perspektivische Darstellung
einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine in Vorderansicht,
2 Ansicht der Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
ähnlich 1 mit perspektivischen Teileinsichten im Maschinengestell,
Walzstangen-Module und Planetenrollspindel-Trieb,
3 perspektivische Teilansicht in einem
anderen Maßstab des oberen Walzstangen-Moduls gemäß Pfeildarstellung nach
2 mit oberem Planetenrollspindel-Trieb,
Linearmotoren-Antrieb und fest angeordnetem Führungstisch,
4 eine Schnittdarstellung durch den unteren
Walzstangen-Modul – rechtsseitige Ansicht und schließlich
5 eine Schnittdarstellung durch den unteren
Walzstangen-Modul – linksseitige Ansicht Die 1
zeigt perspektivisch den prinzipiellen Aufbau der Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
30, wobei die einzelnen Maschinen-Körper-Teile jeweils aus Stahlplatten
zu Schweißteilen zusammengefügt sind. Die Profilwalzmaschine 30 besteht
demnach aus einem derartigen Maschinen-Körper-Unterteil 1.1 und einem Maschinen-Körper-Oberteil
1.2. Diese beiden Maschinen-Körper-Teile 1.1 und 1.2
werden durch einen rechten Seitenständer 2 und durch einen linken Seitenständer
3 prinzipiell abgestützt.
Mittels eines vorderen Seitenständers 4.1 und eines hinteren
Seitenständers 4.2 (2) werden die radialen
Walzkräfte während des Walzprozesses am Entstehungsort egalisiert.
Zwecks Erhöhung der Gesamtstabilität der Profilwalzmaschine
30 sind die vorgenannten einzelnen Maschinen-Körper-Teile
über Zuganker 7 mittels entsprechender Muttern 8 vorgespannt ausgebildet.
Innerhalb dieses stabil ausgebildeten Maschinen-Körpers sind nun die Walzstangen-Module
5, 6 angeordnet. Das Walzstangen-Modul 5 ist hierbei
als das untere Walzstangen-Modul ausgebildet, während das Walzstangen-Modul
6 als Gesamtanordnung das obere Walzstangen-Modul betrifft. Diese Walzstangen-Module
5, 6 sind gemäß dem Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzen-Prinzip
gleichartig ausgebildet, wobei die gegenläufige Anordnung in der gezeigten Horizontallage
eine linksseitige untere Walzstange 10.1 mit einem entsprechenden unteren
Walzschlitten 11.1 aufzeigt, während rechtsseitig die obere Walzstange
10.2 mit dem oberen Walzschlitten 11.2 (2)
angeordnet ist.
In 2 werden nun Teileinsichten gemäß
der beschriebenen 1 in die Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
30 aufgezeigt. Diese Teileinsichten betreffen insbesondere das Maschinengestell,
wobei der vordere Seitenständer 4.1 sowie der rechte Seitenständer
2 bis auf die in diesen Seitenständern angeordneten vorgespannten Zugstangen
7 fortgelassen wurden, so daß die prinzipielle Anordnung der beiden Walzstangen-Module
5, 6 (1) mit deren elektrischen Linearmotoren-Antriebe
26, 27 sowie die Planetenrollspindel-Triebe 16,
17 der Gesamt-Module einsehbar werden.
In dieser dargestellten Grundposition befindet sich das zu walzende
Werkstück 19 in seiner Walzposition, wobei der das Werkstück
19 tragende Spindelstück nicht gezeigt ist. Der untere Walzstangen-Modul
5 besteht aus der unteren Walzstange 10.1, die auf dem unteren
Walzschlitten 11.1 aufmontiert ist. Dieser untere Walzschlitten
11.1 ist mit der Führungsschiene 21.1 (4)
fest verbunden, wobei diese, die beim Walzvorgang auftretenden radialen Walzkräfte
auf den dahinter fest angeordneten Führungstisch 20.1 überträgt. Daher
ist eine Durchbiegung während jeder Walzposition, sowohl beim Walzbeginn als auch
in Walzmitte oder zum Walzende hin, ausgeschlossen. Aus 2
ist weiterhin einsehbar, daß der elektrische Linearmotoren-Antrieb 26 unterhalb
der festen Tischanordnung 20.1 (4) vorgesehen
ist, wobei das Sekundär-Teil 9 des elektrischen Linearmotors
26 zwischen dem Doppel-Primär-Teil 18.1 vorgesehen ist. Die gleiche
Anordnung des elektrischen Linearmotors 27 ist für den oberen Walzstangen-Modul
6 vorgesehen, lediglich seitenversetzt.
Die obere Walzstange 10.2, in 2
linksseitig, wird vom Walzschlitten 11.2 getragen.
Sowohl der untere Walzschlitten 11.1 als auch der obere Walzschlitten
11.2 sind innerhalb ihrer Module 5, 6 über jeweils beidseitig
ausgebildete Führungswagen 12.1 und Führungsschienen 13.1, gemäß
2 rechtsseitig, unten, oder Führungswagen
12.2 und Führungsschiene 13.2 linksseitig, oben, entsprechend
geführt (siehe auch 3 und 4).
Auch der jeweilige elektrische Linearmotoren-Antrieb 26 des unteren Walzstangen-Moduls
5 und der obere elektrische Linearmotoren-Antrieb 27 des oberen
Walzstangen-Moduls 6 wird mittels entsprechenden gestellfesten Führungswagen
22.1 und 22.2 für das Sekundär-Teil 9 auf verfahrbaren
Führungsschienen 23.1 und 23.2 geführt.
Prinzipiell ist in 2 auch dargestellt,
daß die jeweiligen Walzstangen-Module 5, 6 über jeweils innen
an den beiden Seitenständern 2, 3 angeordnete Führungsschienen
15, zwei an jeden der Seitenständer 2 und 3, verfügen,
in denen die an den Walzstangen-Modulen 5, 6 integrierten Führungswagen
14 exakt vertikal geführt werden. Mittels der Planetenrollspindel-Triebe
16 bzw. 17, die in den Maschinen-Körper-Unterteil 1.1 bzw. im
Maschinen-Körper-Oberteil 1.2 plaziert sind, können nun die Module
5, 6 insgesamt in Maschinenkörper horizontal in großen Bereichen
entsprechend genau und über entsprechende Programme der Steuerungen der Planetenrollspindel-Triebe
16, 17 verstellt werden.
Diese Verstellmöglichkeiten können während des Walzprozesses oder
beim Walzstangenwechsel genutzt werden.
3 zeigt eine perspektivische Teilansicht
(in einem anderen Maßstab) des oberen Walzstangen Moduls 6 gemäß Pfeildarstellung
nach 2 mit dem oberen Planetenrollspindel-Trieb
17, den elektrischen Linearmotoren-Antrieb 27 (2)
und dem fest angeordneten Führungstisch 20.2. Insbesondere zeigt die
3, daß der Planetenrollspindel-Trieb 17 für
den Walzstangen-Modul 6 außerhalb dieses Modul 6 im Maschinen-Körper-Oberteil
1.2 (2) plaziert ist.
Der oberhalb des Walzteiles 19 angeordnete Walzschlitten
11.2, der die Walzstange 10.2 trägt, überträgt die beim Walzvorgang
entstehenden Walzkräfte über die Führungsschiene 21.2 auf den im Walzmodul
6 fest angeordneten Führungstisch 20.2. Dieser Walzschlitten
11.2 ist mit zwei seitlichen Führungswagen 12.2 bestückt und läuft
in den zwei gezeigten seitlichen Führungsschienen 13.2, welche sich an
den seitlichen Gestellteilen des oberen Walzstangen-Moduls 6 abstützen.
Im oberen Teil dieses Walzstangen-Moduls 6 werden desweiteren die feststehende
Anordnung des oberen Doppel-Primär-Teiles 18.2 sowie die horizontalen Längsführungen
des beweglichen Sekundärteiles 9 ersichtlich.
Dem Sekundär-Teil 9 ist im oberen Teil des Walzstangen-Moduls
6 eine beidseitige Längslagerung und im unteren Teil eine Längslagerung
zugeordnet, wobei auf der gestellfesten Führungsschiene 25.2 der verfahrbare
Führungswagen 24.2 beidseitig vorgesehen ist und sowohl der festen Führungstischseite
20.2 als auch dem Planetenrollspindel-Trieb 17 zugewandt ist,
während eine weitere verfahrbare Führungsschiene 23.2, am Mitnehmer
31 des Sekundär-Teiles 9 angeordnet im gestellfesten Führungswagen
22.2 bewegt wird.
Die 4 und 5
stellen jeweils eine Schnittdarstellung durch den unteren Walzstangen-Modul
5 dar, wobei 4 eine rechtsseitige Schnitt-Ansicht
(gemäß 2) und 5 eine linksseitige
Schnitt-Ansicht (gemäß 2) ergeben, um die Anordnung
der wesentlichen Hauptteile im Walzstangen-Modul 5 aufzuzeigen. Auf dem
Walzschlitten 11.1 ist die Walzstange 10.1 fest angeordnet. Mit
dem Walzschlitten 11.1 ist eine Führungsschiene 21.1 fest verbunden,
die über den Führungstisch 20.1 die radialen Walzkräfte in das Walzstangen-Modul
5 weiterleitet. Der Walzschlitten 11.1 besitzt beidseitig Führungswagen
12.1, die in den beiden Führungsschienen 13.1 in Walzstangen-Modul
5 geführt werden. Der Mitnehmer 31 übernimmt die Verbindung vom
elektrischen Linearmotoren-Antrieb, den beweglichen Sekundär-Teil 9, zum Walzschlitten
11.1. Schließlich ist die Längslagerung des Sekundär-Teils 9 aufgezeigt
mit zwei feststehenden Führungsschienen 25.1 und entsprechend verfahrbaren
Führungswagen 24.1 sowie der verfahrbaren Führungsschiene 23.1
und dem gestellfesten Führungswagen 22.1.
Mittels der im einzelnen beschriebenen Anordnung der neuartigen Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
gelingt es erstmalig auf Grund des elektrischen Linearmotoren-Antriebes Walzgeschwindigkeiten
von bis zu 2m/s zu realisieren, die Walzteilgenauigkeiten in wiederholbaren Bereichen
durch hohe Steifigkeit der Tischausbildung zu gewährleisten sowie mittels der Gesamtverstellmöglichkeit
der Walzstangen-Module sowohl beim Wechseln der Walzstangen für andere Walzprofile
als auch beim Werkstückwechsel selbst Einsparungen zu erzielen.
1.1 –
- Maschinen-Körper-Unterteil
1.2 –
- Maschinen-Körper-Oberteil
2 –
- Seitenständer, rechts
3 –
- Seitenständer, links
4.1 –
- vorderer Seitenständer
4.2 –
- hinterer Seitenständer
5 –
- Walzstangen-Modul, unten
6 –
- Walzstangen-Modul, oben
7 –
- Zuganker
8 –
- Mutter
9 –
- Sekundär-Teil beweglich, des elektrischen
- Linearmotors
10.1 –
- Walzstange, unten / Werkzeug-Aktivteil
10.2 –
- Walzstange, oben / Werkzeug-Aktivteil
11.1 –
- Walzschlitten, unten / Walzstangenträger
- unten
11.2 –
- Walzschlitten, oben / Walzstangenträger
- oben
12.1 –
- Führungswagen, rechts, für unteren
- Walzschlitten
12.2 –
- Führungswagen, links, für oberen
- Walzschlitten
13.1 –
- Führungsschiene, rechts, für unteren
- Walzschlitten
13.2 –
- Führungsschiene, links, für oberen
- Walzschlitten
14 –
- Führungswagen für beide Walzstangen-
- Module
15 –
- Führungsschienen für beide Walzstangen-
- Module
16 –
- Planetenrollspindel-Trieb für Walzstangen-
- Module, unten
17 –
- Planetenrollspindel-Trieb für Walzstangen-
- Module, oben
18.1 –
- Doppel-Primär-Teil, fest, des elektrischen
- Linearmoten-Antriebes, unten
18.2 –
- Doppel-Primär-Teil, fest, des elektrischen
- Linearmotoren-Antriebes, oben
19 –
- Werkstück
20.1 –
- Führungstisch, fest, unten
20.2 –
- Führungstisch, fest, oben
21.1 –
- Führungsschiene für unteren Walzschlitten
- 11.1
21.2 –
- Führungsschiene für oberen Walzschlitten
- 11.2
22.1 –
- Führungswagen für Sekundär-Teil 9,
- gestellfest
22.2 –
- Führungswagen für Sekundär-Teil 9,
- gestellfest, oben
23.1 –
- Führungsschiene für Führungswagen 22,
- verfahrbar
23.2 –
- Führungsschiene für Führungswagen 22,
- verfahrbar, oben
24.1 –
- Führungswagen für Sekundär-Teil 9,
- verfahrbar
24.2 –
- Führungswagen für Sekundär-Teil 9,
- verfahrbar
25.1 –
- Führungsschiene für Sekundär-Teil 9,
- gestellfest
25.2 –
- Führungsschiene für Sekundär-Teil 9,
- gestellfest, oben
26 –
- Elektrischer Linearmotoren-Antrieb, unten
27 –
- Elektrischer Linearmotoren-Antrieb, oben
30 –
- Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
31 –
- Mitnehmer