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Dokumentenidentifikation DE202004004344U1 08.07.2004
Titel Kompost-Lüfter
Anmelder Gamma GmbH, 88285 Bodnegg, DE
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Aktenzeichen 202004004344
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.07.2004
Registration date 03.06.2004
Application date from patent application 20.03.2004
IPC-Hauptklasse C05F 17/02
IPC-Nebenklasse C05F 9/02   

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein Kompost-Lüfter nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Von der französischen Firma Jardins Animees wird ein Kompost-Lüfter vorgeschlagen, der aus einem wesentlichen geraden Rohr besteht, an dessen oberen freien Ende ein davon abgebogener Handgriff befestigt ist.

Am unteren Ende des Rohres ist ein schwenkbarer Flügel ausgebildet, der aus zwei schwenkbaren Flügelhälften besteht.

Zum Lüften des Kompostes wird dieser Stab mit nach oben abgeschwenkten Flügeln in den Kompost eingeschlagen oder eingedrückt, bis er auf der gewünschten Tiefe positioniert ist.

Wenn man dann an dem Stab in Zugrichtung nach oben zieht, klappen die Flügel in eine horizontale Arbeitsstellung und beim Herausziehen wird somit der Kompost angehoben und entsprechend belüftet.

Nachteil des bekannten Kompost-Lüfters ist sein komplizierter Aufbau, denn die Anordnung von Schwenkflügeln ist relativ schwierig herzustellen und umständlich zu betätigen. Es kann vorkommen, dass die Schwenkflügel beim Herausziehen sich nicht ausschwenken oder dass die Schwenkflügel sogar abbrechen. Die Schwenklager an den Schwenkflügeln sind daher auf hohe mechanische Abscherkräfte beansprucht, was den Kompost-Lüfter insgesamt empfindlich macht und seinen Einsatzzweck beeinträchtigt.

Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kompost-Lüfter der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass er wesentlich einfacher ist, dass er kostengünstiger ist und dass er betriebssicherer zu betätigen ist.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe sieht die Neuerung vor, dass der Kompost-Lüfter im Wesentlichen aus einem spiralförmigen Rundstab besteht, der in der Art eines Korkenziehers in den Kompost eingeschraubt wird, wobei am oberen freien Ende dieses Rundstabes ein Handgriff angeordnet ist.

Es wird neuerungsgemäß sozusagen ein „Korkenzieher" für den Komposthaufen vorgeschlagen. Die Bedienung ist nun besonders einfach, weil der Korkenzieher in das Material des Komposthaufens eingedreht werden kann, ohne dass es besonderer Anstrengungen bedarf. Er braucht nicht mehr Eingeschlagen oder Eingepresst werden, was die Bedienung erheblich vereinfacht.

Ist der Kompost-Lüfter mit der korkenzieherförmigen Bewegung in den Komposthaufen in der gewünschten Tiefe eingeschraubt, wird am Handgriff gezogen, wodurch dann – je nach Verrottungsgrad – das Kompostmaterial angehoben und hierbei durchgelüftet wird.

Will man den Kompost-Lüfter wieder aus dem Komposthaufen entfernen, muss man ihn nur in der entgegengesetzten Richtung herausdrehen, was besonders einfach und betriebssicher ist.

Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Neuerung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Schutzansprüche untereinander.

Im Folgenden wird die Neuerung anhand von einer, lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Neuerung hervor.

In der Abbildung ist ein neuerungsgemäßer Kompost-Lüfter 1 dargestellt, der zur Auflockerung des in einem Kompost-Korb 2 befindlichen Kompostes 3 dient.

Er besteht im Wesentlichen aus einem Draht aus einem Rund-Voll-Profil, der an seinem unteren Ende einen Korkenzieher 4 ausbildet, der in eine Spitze 7 ausläuft: Die Windungen 9des Korkenziehers 4 bilden eine etwa zylindrische Füllfläche.

Es ist jedoch ebenso möglich, dass diese Windungen 9 eine konisch in Richtung auf die Spitze 7 zulaufende Mantelfläche definieren.

Die oberste Windung 9 ist als Halbwindung ausgebildet und geht in einen Ansatz 8 über, von dem aus sich nach oben eine gerade Haltestange 5 erstreckt.

Am freien oberen Ende der Haltestange 5 ist ein Handgriff 6 angeformt.

Vorteilhaft ist, dass der gesamte Kompost-Lüfter 1 aus einem einzigen, durchgehenden Drahtabschnitt gebildet ist, wobei der Durchmesser des Drahtmaterials im Bereich von 5 mm bis 30 mm liegen kann.

Um den Kompost aufzulockern, wird der Kompost-Lüfter 1 mit seinem Handgriff 6 erfasst und in Uhrzeiger-Gegenrichtung mit seiner Spitze 7 in den Kompost 3 hineingedreht. Er kann auf eine beliebige Tiefe in den Kompost 3 hineinversenkt werden.

Nach Erreichen der gewünschten Tiefe wird der gesamte Kompost-Lüfter 1 durchziehen am Handgriff 6 nach oben herausgezogen, ohne dass er weitergedreht wird.

Damit wird das zwischen den Windungen 9 befindliche Kompost-Material nach oben herausgezogen und vermischt sich mit dem oberflächlich im Kompost-Korb liegenden Material.

Auf diese Weise kann der Kompost 3 großflächig aufgelockert und verrissen sowie untergemischt werden.

Von Vorteil hierbei ist, dass beim Eindrehen des Korkenziehers 4 mit der Spitze 7 stets ein von oben nach unten verlaufender spiraliger Kanal in den Kompost 3 eingebracht wird, der zum Tiefen-Belüftung des Kompostes 3 dient.

1 Kompost-Lüfter 2 Kompost-Korb 3 Kompost 4 Korkenzieher 5 Haltestange 6 Handgriff 7 Spitze 8 Ansatz 9 Windung

Anspruch[de]
  1. Kompost-Lüfter zur Auflockerung von Kompost, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Korkenzieher (4) besteht, an dessen oberen freien Ende ein Handgriff (6) angeordnet ist.
  2. Kompost-Lüfter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den Korkenzieher (4) eine gerade Haltestange (5) anschließt, an deren freien, oberen Ende die Haltestange (5) angeordnet ist.
  3. Kompost-Lüfter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Stab aus einem Rundprofil besteht.
  4. Kompost-Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Stab aus einem Vollmaterial besteht.
  5. Kompost-Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Stab aus einem Hohlprofi besteht.
  6. Kompost-Lüfter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich zwischen der Haltestange (5) und dem Korkenzieher (4) ein radialer Ansatz (8) ausgebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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