Gegenstand der Erfindung ist ein Kompost-Lüfter nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Von der französischen Firma Jardins Animees wird ein Kompost-Lüfter
vorgeschlagen, der aus einem wesentlichen geraden Rohr besteht, an dessen oberen
freien Ende ein davon abgebogener Handgriff befestigt ist.
Am unteren Ende des Rohres ist ein schwenkbarer Flügel ausgebildet,
der aus zwei schwenkbaren Flügelhälften besteht.
Zum Lüften des Kompostes wird dieser Stab mit nach oben abgeschwenkten
Flügeln in den Kompost eingeschlagen oder eingedrückt, bis er auf der gewünschten
Tiefe positioniert ist.
Wenn man dann an dem Stab in Zugrichtung nach oben zieht, klappen
die Flügel in eine horizontale Arbeitsstellung und beim Herausziehen wird somit
der Kompost angehoben und entsprechend belüftet.
Nachteil des bekannten Kompost-Lüfters ist sein komplizierter Aufbau,
denn die Anordnung von Schwenkflügeln ist relativ schwierig herzustellen und umständlich
zu betätigen. Es kann vorkommen, dass die Schwenkflügel beim Herausziehen sich nicht
ausschwenken oder dass die Schwenkflügel sogar abbrechen. Die Schwenklager an den
Schwenkflügeln sind daher auf hohe mechanische Abscherkräfte beansprucht, was den
Kompost-Lüfter insgesamt empfindlich macht und seinen Einsatzzweck beeinträchtigt.
Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kompost-Lüfter
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass er wesentlich einfacher ist,
dass er kostengünstiger ist und dass er betriebssicherer zu betätigen ist.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe sieht die Neuerung vor, dass der
Kompost-Lüfter im Wesentlichen aus einem spiralförmigen Rundstab besteht, der in
der Art eines Korkenziehers in den Kompost eingeschraubt wird, wobei am oberen freien
Ende dieses Rundstabes ein Handgriff angeordnet ist.
Es wird neuerungsgemäß sozusagen ein „Korkenzieher" für den
Komposthaufen vorgeschlagen. Die Bedienung ist nun besonders einfach, weil der Korkenzieher
in das Material des Komposthaufens eingedreht werden kann, ohne dass es besonderer
Anstrengungen bedarf. Er braucht nicht mehr Eingeschlagen oder Eingepresst werden,
was die Bedienung erheblich vereinfacht.
Ist der Kompost-Lüfter mit der korkenzieherförmigen Bewegung in den
Komposthaufen in der gewünschten Tiefe eingeschraubt, wird am Handgriff gezogen,
wodurch dann – je nach Verrottungsgrad – das Kompostmaterial angehoben
und hierbei durchgelüftet wird.
Will man den Kompost-Lüfter wieder aus dem Komposthaufen entfernen,
muss man ihn nur in der entgegengesetzten Richtung herausdrehen, was besonders einfach
und betriebssicher ist.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Neuerung ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Schutzansprüche untereinander.
Im Folgenden wird die Neuerung anhand von einer, lediglich einen Ausführungsweg
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer
Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Neuerung hervor.
In der Abbildung ist ein neuerungsgemäßer Kompost-Lüfter
1 dargestellt, der zur Auflockerung des in einem Kompost-Korb
2 befindlichen Kompostes 3 dient.
Er besteht im Wesentlichen aus einem Draht aus einem Rund-Voll-Profil,
der an seinem unteren Ende einen Korkenzieher 4 ausbildet, der in eine
Spitze 7 ausläuft: Die Windungen 9des Korkenziehers
4 bilden eine etwa zylindrische Füllfläche.
Es ist jedoch ebenso möglich, dass diese Windungen 9 eine
konisch in Richtung auf die Spitze 7 zulaufende Mantelfläche definieren.
Die oberste Windung 9 ist als Halbwindung ausgebildet und
geht in einen Ansatz 8 über, von dem aus sich nach oben eine gerade Haltestange
5 erstreckt.
Am freien oberen Ende der Haltestange 5 ist ein Handgriff
6 angeformt.
Vorteilhaft ist, dass der gesamte Kompost-Lüfter 1 aus einem
einzigen, durchgehenden Drahtabschnitt gebildet ist, wobei der Durchmesser des Drahtmaterials
im Bereich von 5 mm bis 30 mm liegen kann.
Um den Kompost aufzulockern, wird der Kompost-Lüfter 1 mit
seinem Handgriff 6 erfasst und in Uhrzeiger-Gegenrichtung mit seiner Spitze
7 in den Kompost 3 hineingedreht. Er kann auf eine beliebige Tiefe
in den Kompost 3 hineinversenkt werden.
Nach Erreichen der gewünschten Tiefe wird der gesamte Kompost-Lüfter
1 durchziehen am Handgriff 6 nach oben herausgezogen, ohne dass
er weitergedreht wird.
Damit wird das zwischen den Windungen 9 befindliche Kompost-Material
nach oben herausgezogen und vermischt sich mit dem oberflächlich im Kompost-Korb
liegenden Material.
Auf diese Weise kann der Kompost 3 großflächig aufgelockert
und verrissen sowie untergemischt werden.
Von Vorteil hierbei ist, dass beim Eindrehen des Korkenziehers
4 mit der Spitze 7 stets ein von oben nach unten verlaufender
spiraliger Kanal in den Kompost 3 eingebracht wird, der zum Tiefen-Belüftung
des Kompostes 3 dient.
1
- Kompost-Lüfter
2
- Kompost-Korb
3
- Kompost
4
- Korkenzieher
5
- Haltestange
6
- Handgriff
7
- Spitze
8
- Ansatz
9
- Windung