PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69727602T2 08.07.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001161932
Titel Flexibler Behälter und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder B. Braun Medical Inc., Bethlehem, Pa., US
Erfinder Barney, Ward W., Medford, US;
McLonis, Mark R., Playa Del Rey, US;
Sacca, Guiseppe, Laguna Niguel, US;
Smith, Steven L., Lake Forest, US;
Gharibian, Noel, Glendale, US;
Peara, Christopher D., Milwaukee, US;
Sandberg, Sharilyn J., Rossmoor, US;
Walter, William V., Huntington Beach, US;
Harvey, Douglas G., Mission Viejo, US;
Pool, Scott L., Laguna Niguel, US;
Sakaguchi, Thomas R., Redlands, US;
Chung-Hui Wu, Nicholas, Irvine, US;
York, Walter A., Bethlehem, US;
Young, Theodore H., Bethlehem, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69727602
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.04.1997
EP-Aktenzeichen 011219995
EP-Offenlegungsdatum 12.12.2001
EP date of grant 11.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.07.2004
IPC-Hauptklasse A61J 1/10
IPC-Nebenklasse B29C 65/02   B65D 81/32   B32B 27/08   C08L 23/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen flexiblen Aufbewahrungsbehälter mit einem flexiblen, rückwärtigen Lage und einer flexiblen, vorderen Lage, und auf ein Verfahren zum Herstellen des flexiblen Behälters.

Viele Medikamenten-(Drogen)Lösungen werden gewöhnlich intravenös (über IV) aus sterilen Behältern an Patienten verabreicht. Oft enthalten solche Lösungen eine gemischte Kombination eines flüssigen Lösungsmittels, beispielsweise einer wässrigen Dextrose- oder NaCl-Lösung, und ein Medikament. Bevorzugt wird das Medikament und das Lösungsmittel getrennt im Behälter unter aseptischen Bedingungen aufbewahrt und nicht miteinander gemischt bis unmittelbar vor der Anwendung, um einen Verderb des Endproduktes zu verhindern. Das bisherige Verpacken des Lösungsmittels und des Medikaments wird oft zusätzlich durch den Charakter des Medikaments kompliziert, das ein Pulver sein kann, das empfindlich auf Flüssigkeitskontakt ist, oder das ein Pulver oder eine Flüssigkeit sein kann, die empfindlich gegen Licht- oder Sauerstoffeinfluss ist.

Demgemäß wurden verschiedene Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika, die mit der Zeit unstabil in Lösung werden, getrennt in feuchtigkeits- und gasundurchlässigen Ampullen, Behältern oder dergleichen bis zur Verwendung aufbewahrt. Bevor sie dem Patienten verabreicht werden, müssen Medikamente, die in dieser Weise gelagert werden, in physiologischen Lösungen oder Lösungsmitteln eingemischt oder gelöst werden, die ebenfalls getrennt aufbewahrt werden. Obwohl es möglich ist, damit die Medikamentenstabilität und Wirksamkeit aufrechtzuerhalten, ist eine getrennte Lagerung der Komponenten umständlich und beinhaltet das Risiko einer bakteriologischen Kontamination während der Handhabung, der Mischung und dem nachfolgenden Verabreichen an einen Patienten. Demgemäß wurden medizinische Behälter entwickelt, die ein Abteil zum Aufbewahren eines unstabilen Medikaments und ein Abteil enthalten, das eine verdünnende Flüssigkeit enthält.

Unmittelbar vor der IV-Verabreichung an einen Patienten, werden die Abteile in Verbindung miteinander gebracht, so dass sich die Inhaltsstoffe miteinander aseptisch vermischen können.

Behälter mit mehreren Abteilen, die eine getrennte Lagerung von flüssigen Lösungsmitteln und Medikamenten erlauben, sind bekannt. Derartige Behälter sind beispielsweise im US-Patent 4,608,043, Larkin, und dem US-Patent 5,176,634, Smith 4,608,043 und 5,176,634 u. a. offenbart. Die Abteile der Behälter, die in den obigen Patenten offenbart sind, werden voneinander durch trennbare Wärmeabdichtungen getrennt. Die Abdichtungen werden durch Handhabung des Behälters zerrissen, so dass die Inhaltsstoffe der Abteile miteinander gemischt werden könne, um dadurch eine Lösung zu bilden, die über eine standardisierte IV-Anordnung an den Patienten abgegeben wird.

Gegenwärtig auf dem Markt befindliche Lösungsbehälter werden im Allgemeinen aus Materialien hergestellt, die PVC-Kunststoffe enthalten. PVC-Material ist im Allgemeinen sehr dunkel im Erscheinungsbild, was es schwierig macht, die Inhaltsstoffe eines Behälters, der aus einem solchen Material hergestellt ist, zu inspizieren. Demgemäß ist die Inspektion derartiger Behälter auf Undichtigkeiten und Feuchtigkeitskontamination ziemlich schwierig, sowie es schwierig ist, festzustellen, ob vor der Abgabe an einen Patienten eine vollständige Vermischung des Medikaments und des Lösungsmittels stattgefunden hat. Zusätzlich werden verschiedene gefährliche Chemikalien bei der Herstellung von PVC-Material verwendet, das auf umweltschonende Weise entsorgt werden muss. PVC-Behälter müssen nach Verwendung sorgfältig weggeworfen werden, da PVC beim Verbrennen ein toxisches Gas abgibt und einen toxischen Weichmacher enthält, der in die Umgebung eintreten kann, wenn der Behälter in einer Müllkippe vergraben wird. Dieser toxische Weichmacher kann ebenfalls in die IX-Lösungen übertreten, was PVC-Behälter ungeeignet für eine Verwendung mit verschiedenen Arten von Medikamenten macht.

Das Medikamentenabteil eines derartigen Mehrabteilbehälters ist bevorzugt gegen Feuchtigkeit und atmosphärische Gase sowie gegen die Einwirkung von UV und Umgebungsstrahlung geschützt, um einen Abbau des darin enthaltenen Medikaments zu verhindern. Ein bekanntes Verfahren zum Schutz des Medikamentenabteils gegen beispielsweise eine Kontamination mit Feuchtigkeit und Sauerstoff ist im US-Patent 5,267,646, Inouye, i. a., offenbart, in dem das Medikamentenabteil durch ein sekundäres Abteil umgeben ist, das ein Trocknungsmittel und einen Sauerstoffabsorber enthält. Freier Sauerstoff und Feuchtigkeitsdampf kann in das Material des sekundären Abteils eintreten und wird durch das Trocknungsmittel und den Sauerstoffabscheider absorbiert, bevor sie das Material des Medikamentenabteils beeinflussen können.

Obwohl dieses Verfahren einen gewissen Grad eines Schutzes für das Medikamentenabteil gegen freien Sauerstoff und Feuchtigkeit bietet, erfordert das Verfahren eine zusätzliche Schicht eines Materials (ein sekundäres Abteil), die um das Medikament herum vorgesehen werden muss, was es schwieriger macht, die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils vor dem Aufschluss zu inspizieren. Weiterhin ist kein Schutz gegen die Wirkungen des Abbaus durch UV oder Umgebungslicht auf die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils vorgesehen.

Das US-Patent 5,176,634, Smith u. a., das als nächstliegender Stand der Technik berücksichtigt wurde, offenbart einen Medikamentenbehälter mit mehreren Abteilen, die durch aufziehbare Abdichtungen getrennt sind, die zerrissen werden können, indem man einen Druck auf das Äußere des Behälters manuell ausübt. Der Behälter ist aus zwei Lagen eines flexiblen Materials gebildet, die entlang ihrer Umfänge miteinander versiegelt sind. Getrennte Abteile für Lösungsmittel und Medikament sind im Behälter durch aufziehbare Wärmedichtungen ausgebildet. Die rückwärtige Lage ist gegen Wasserdampf undurchlässig und ist aus einem laminierten Material hergestellt, das eine innere Schicht aus Polypropylen, eine mittlere Schicht aus einer Aluminiumfolie und eine äußere Schicht aus einem Polyesterfilm enthält. Die Dampfundurchlässigkeit der rückwärtigen Lage verlängert die Lagerdauer des Produktes, indem der Durchtritt von Lösungsmitteldampf aus dem Container und der Durchtritt von Dampf aus der Atmosphäre in das Medikamentenabteil um die Hälfte reduziert wird. Eine zusätzliche Verringerung der Dampfdurchlässigkeit wird beim Medikamentenabteil vorgesehen, indem man eine dritte Lage aus laminierten Material, die identisch mit der rückwärtigen Lage ist, über die vordere Lage des Behälters im Bereich des Medikamentenabteils abziehbar befestigt. Diese dritte Lage aus laminierten Material ist so bemessen, dass sie das Medikamentenabteil überdeckt, und, in Kombination mit der rückwärtigen Lage, eine dampfundurchlässige Umhüllung bildet.

Wenn jedoch einmal die dampfundurchlässige, dritte Lage vom Medikamentenabteil abgezogen wurde, ist das Medikamentenabteil nicht länger eingeschlossen und demnach einem Dampfeintritt aus der Atmosphäre ausgesetzt. Zusätzlich kann Feuchtigkeitsdampf aus dem Verdünnungsmittelabteil in das Medikamentenabteil durch das Material der auftrennbaren Abdichtung, die die beiden trennt, hindurchtreten. Da die dampfundurchlässige Abdeckung routinemäßig vom Medikamentenabteil während der Eingangskontrolle im Krankenhaus abgezogen wird, ist eine längerdauernde Lagerung derartiger Behälter problematisch. In Fällen, in denen das Medikament ein Pulver ist, das hochempfindlich gegen einen Verderb durch Feuchtigkeit ist, ist die Lagerdauer eines Behälters, dessen flüssigkeitsundurchlässige Abdeckung entfernt wurde, oft nicht mehr als ein paar Tage.

Im Hinblick darauf ist es ersichtlich, dass es ein Bedürfnis gibt für eine Verbesserung gegenüber den Behältern des Standes der Technik, demgemäß, dass es ein Bedürfnis gibt für Medikamentenbehälter, die im Hinblick auf den Umweltschutz sicher hergestellt und entsorgt werden können. Solche Behälter sollten ebenfalls fähig sein, pulverförmige und andere empfindliche Medikamente gegen Feuchtigkeit und atmosphärische Gase zu schützen, während sie gleichzeitig eine leichte visuelle Zugänglichkeit zu den Inhaltsstoffen des Medikamentenabteils gestatten. Einen Schutz gegen UV und Strahlung im sichtbaren Spektrum ist ebenfalls erwünscht.

In verschiedenen Mehrabteilbehältern des Standes der Technik werden einfache aufreißbare oder abziehbare Dichtungen verwendet, um die Medikamenten- und Lösungsmittelabteile zu trennen, um die unbeabsichtigte Ausgabe jedes der Bestandteile vor dem Mischen zu verhindern. Solche einfachen Abdichtungen werden quer über den Behälter in Richtung seiner Breite ausgebildet und haben eine gleichmäßige Querschnittdicke und Länge über die gesamte Abdichtung. Wenn der Behälter bearbeitet wird, um die Abdichtungen zu brechen, und dadurch das Medikament und das Lösungsmittel vor der Ausgabe miteinander zu vermischen, wird der mechanische Druck des flüssigen Lösungsmittels gegen die Abdichtung entspannt, sobald ein Bereich der Abdichtung bricht und dem Lösungsmittel gestattet, in das Medikamentenabteil einzutreten. Ein solcher teilweiser Bruch der linearen Abdichtung erlaubt oft nicht eine vollständige Übergabe der Strömungsmittelbestandteile des Lösungsmittelabteils an das Medikament. Merkliche Mengen des Lösungsmittels können im Lösungsmittelabteil verbleiben, festgehalten in den Ecken, die durch die Seitenwand des Abteils und die linken und rechten Enden der Abdichtung gebildet werden. Ein solcher teilweiser Bruch kann ebenfalls zu einem unvollständigen Vermischen der Medikamente mit den Lösungsmitteln und eine unvollständige Ausgabe des gemischten Produktes an den Patienten führen.

Es ist deshalb wünschenswert, einen IV-Behälter mit mehreren Abteilen für die Aufbewahrung von Lösungsmitteln und Medikamenten in einer gemeinsamen Packung vorzusehen, die aufziehbare Dichtungen aufweist, die die Abteile trennen, die so ausgebildet sind, dass sie entlang ihrer gesamten Länge vollständig aufbrechen, um die Inhaltsstoffe vollständig zu kombinieren und zu mischen, und um sicherzustellen, dass die gesamte Menge des fertiggemischten Produktes ausgegeben wird.

Es ist ferner wünschenswert, dass die Behälteranordnung das unbeabsichtigte Ausgeben irgendeiner der Bestandteile vor dem Mischen verhindert, jedoch eine visuelle Feststellung des Zustandes der Bestandteile im Anschluss an den Empfang des Behälters durch einen pharmazeutischen Service des Krankenhauses, jedoch vor der Lagerung und der nachfolgenden Ausgabe gestatten. Die Fähigkeit für einen erhöhten Schutz der Inhaltsstoffe eines oder mehrerer der Abteile des Behälters gegen Feuchtigkeit, Sauerstoffeintritt oder den Abbau durch Licht ist ebenfalls wünschenswert.

Diese Bedürfnisse werden durch den Behälter des Anspruches 1 und das Verfahren des Anspruches 17 erfüllt.

Die vorliegende Erfindung schafft einen Behälter mit mehreren Abteilen, die durch aufziehbare Abdichtungen getrennt sind, die aufgebrochen werden können, indem man einen manuellen Druck auf das Äußere des Behälters aufbringt. Der Behälter wird aus zwei Lagen eines flexiblen, laminierten Materials gebildet, die entlang ihrer Umfänge miteinander abdichtend verbunden sind. Einzelne Abteile im Behälter werden durch aufziehbare Wärmedichtungen gebildet. In einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung werden drei Abteile im Behälter ausgebildet, das erste Abteil enthält ein flüssiges Verdünnungs- oder Lösungsmittel, das zweite Abteil enthält ein pulverförmiges Medikament, das mit einem flüssigen Lösungsmittel gemischt werden kann, indem man die aufziehbare Dichtung trennt, die die beiden Abteile teilt, und das dritte Abteil ist ein Auslassabteil, aus dem die gemischte Medikamentenlösung ausgegeben wird.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist der Behälter aus einer flexiblen, rückwärtigen Lage und einer flexiblen vorderen Lage hergestellt, die mit der rückwärtigen Lage entlang einer gemeinsamen Umfangskante versiegelt ist. Eine erste aufziehbare Abdichtung erstreckt sich zwischen zwei Seiten der gemeinsamen Umfangskante und verbindet die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar miteinander, um ein Abteil zu bilden, das ein Lösungsmittel enthält. Eine zweite aufziehbare Abdichtung erstreckt sich zwischen den beiden Seiten der gemeinsamen Umfangskante und verbindet die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar miteinander, um dadurch ein Auslassanteil und ein Abteil zu bilden, das ein Medikament enthält, das sich zwischen dem Auslassabteil und dem Lösungsmittelabteil befindet. Ein klarer, hochabsperrender Laminatfilm ist so bemessen, dass er das Medikamentenabteil abdeckt und ist mit der vorderen Lage versiegelt. Ein undurchsichtiger, hochabsperrender Schutzfilm ist so bemessen, dass er sich über den klaren, hochabsperrenden Laminatfilm und das Medikamentenabteil erstreckt, und ist trennbar mit dem klaren hochabsperrenden Laminatfilm versiegelt. Der klare, hochabsperrende Film und der opake, hochabsperrende Film bilden zusammen eine hochabsperrende Schutzabdeckung über das Medikamentenabteil.

In einem Ausführungsbeispiel enthält der opake, hochabsperrende Schutzfilm eine Schicht aus einem Ethylenvinylacetatpolymer an seiner nach innen weisenden Oberfläche, eine Schicht aus einem Polyesterpolymer mit einer höheren Schmelztemperatur als die Schicht aus Ethylenvinylacetatpolymer an seiner nach außen weisenden Oberfläche, und eine undurchsichtige, hochabsperrende Aluminiumfolienschicht zwischen den Schichten aus Ethylenvinylacetat und Polyester. Die opake, hochabsperrende Schutzabdeckung ist abziehbar über dem Medikamentenabteil befestigt, um sie leicht zu entfernen und nachfolgend die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils inspizieren zu können.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält der klare, hochabsperrende Laminatfilm klare, transparente, feuchtigkeits- und sauerstoffabsperrende Laminatfilme, angeordnet zwischen dem undurchsichtigen aluminiumfolienhaltigen Schutzfilm an der vorderen Lage des Behälters im Bereich des Medikamentenabteils. Insbesondere enthält der klare, hochabsperrende Laminatfilm eine innere Schicht aus Polypropylen benachbart der vorderen Lage des Behälters, eine äußere Schicht aus Polyester und entweder eine klare, transparente, hochfeuchtigkeitssperrende Schicht, eine klare, transparente, hochsauerstoffsperrende Schicht, oder beide, angeordnet zwischen den inneren und äußeren Schichten.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die abziehbaren Abdichtungen so ausgebildet, dass sie eine gekrümmte Widerstandscharakteristik gegen den Hydraulikdruck an der Dichtung bieten, wie er beim Behandeln des Behälters verursacht wird. Die gekrümmte Widerstandscharakteristik ist im Zentrum der aufziehbaren Abdichtung fester und verringert sich in Richtung auf jede Seite. Das Trennen der Dichtung wird begleitet durch eine Handhabung des Behälters, um einen Druck auf das Lösungsmittel im ersten Abteil zu erzeugen, der dann die Abdichtung auf hydraulische Weise vollständig entlang ihrer Länge zwischen den Abteilen trennt, damit sich das Lösungsmittel und das Medikament mischen können. Ein drittes Abteil, benachbart dem zweiten Abteil und dem Lösungsmittelabteil gegenüberliegend, enthält eine Auslassöffnung zum Ausgeben der gemischten Flüssigkeit. Eine aufziehbare Abdichtung zwischen dem zweiten und dritten Abteil verhindert das Ausgeben der Bestandteile vor dem Mischen der Bestandteile der ersten beiden Abteile. Nach dem Mischen wird durch eine zusätzliche Handhabung des Behälters, um einen Druck auf die Bestandteile auszuüben, die zweite Abdichtung im Wesentlichen vollständig entlang ihrer Länge zerrissen, wodurch die Medikamentenflüssigkeit durch die Öffnung ausgegeben werden kann.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird zwischen dem Lösungsmittel- und dem Medikamentenabteil ein zusätzliches, schützendes, gegen Feuchtigkeitsdampf absperrendes Abteil durch die Ausbildung einer zusätzlichen, aufziehbaren Wärmedichtung vor der aufziehbaren Dichtung, die das Lösungsmittel- vom Medikamentenabteil trennt, ausgebildet. Zusätzlich bietet das schützende Feuchtigkeitsdampf-Barriereabteil einen zusätzlichen Schutz für das Medikamentenabteil gegen ein unbeabsichtigtes Zerstören der Abdichtung des Medikamentenabteils.

In einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das Medikamentenabteil gegen einen vorzeitigen Kontakt mit dem flüssigen Lösungsmittel dadurch geschützt, dass der Behälter im Bereich der zwischen dem Medikamenten- und dem Lösungsmittelabteilen ausgebildeten, aufziehbaren Abdichtung übergefaltet wird. Indem man den Behälter zusammenfaltet, klemmt man das Behältermaterial in einen Bereich vor der ersten aufziehbaren Abdichtung zusammen, wodurch man die Abdichtung gegen einen hydraulischen Druck verstärkt, wie er durch eine unbeabsichtigte Handhabung des Behälters verursacht werden kann. Wenn der Behälter gefaltet ist, sind Einrichtungen vorgesehen, um den Behälter in dem übergefalteten Zustand zu halten. In einem Ausführungsbeispiel ist eine Lasche in einen Rückhalteschlitz eingesetzt, wobei sowohl die Lasche als auch der Rückhalteschlitz einstöckig mit dem Behälter aus den Behältermaterialien gebildet werden. Der Behälter kann dadurch wiederholt für eine periodische Inspektion der Behälterinhaltsstoffe aufgefaltet und wieder zum Lagern zusammengefaltet werden.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der undurchsichtige, hochsperrende Schutzfilm abziehbar über dem klaren, hochsperrenden Laminatfilm befestigt, um eine leichte Entfernung und eine Inspektion des Medikamentenabteils zu gestatten. Nur ein Bereich der Oberfläche des klaren, hochabsperrenden Laminatfilms wird durch den undurchsichtigen, hochabsperrenden Schutzfilm berührt, wobei die Festigkeit der Anbringung direkt proportional der Fläche des Oberflächenkontaktes ist. Der undurchsichtige, hochabsperrende Schutzfilm wird über dem klaren, hochabsperrenden Laminatfilm durch einen gemusterten Wärmeschweißkopf befestigt, der eine regelmäßige Anordnung von im Wesentlichen kreisförmigen Nicht-Kontakt-Bereichen definiert. Die Festigkeit der abziehbaren Abdichtung, die dadurch gebildet wird, ist leicht einstellbar, indem man die Anzahl der Nicht-Kontakt-Bereiche variiert.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Herstellen eines flexiblen Behälters für eine kombinierte Lagerung und Ausgabe von Medikamenten und Lösungsmitteln für IV-Lösungen, die Verfahrensschritte des Verschweißens einer flexiblen, transparenten Vorderlage mit einer flexiblen, dampfundurchlässigen, rückwärtigen Lage entlang einer gemeinsamen Umfangskante; des Erwärmens der vorderen und rückwärtigen Lagen in einem ersten lokal begrenzten Flächenbereich, um die erwärmten Bereiche der benachbarten Oberflächen miteinander zu verschmelzen, um dadurch eine erste aufziehbare Abdichtung zu bilden, die sich zwischen zwei Seiten einer gemeinsamen Umfangskante erstreckt, und des Erwärmens der vorderen und rückwärtigen Lagen in einem zweiten lokal begrenzten Flächenbereich, um die erwärmten Bereiche der benachbarten Oberflächen miteinander zu verschmelzen, um dadurch eine zweite aufziehbare Abdichtung zu bilden. Die erste aufziehbare Dichtung verbindet die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar miteinander, um dadurch ein erstes Abteil zu bilden, das ein Lösungsmittel enthält. Die zweite, aufziehbare Abdichtung verbindet die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar miteinander, um dadurch ein Auslassabteil und ein Abteil zum Aufnehmen eines Medikaments zu bilden, das sich zwischen dem Auslassabteil und dem Lösungsmittelabteil befindet. Erste und zweite Schutz- oder Opfer- oder Hilfsöffnungen sind zwischen den vorderen und rückwärtigen Lagen angeordnet und stehen in Verbindung mit jeweils dem Lösungsmittel- und dem Medikamentenabteil. Das Lösungsmittelabteil wird aseptisch mit einer Lösungsmittellösung durch seine entsprechende Schutzöffnung befüllt, und die Abdichtung entlang des Umfangs des Behälters im Bereich der Öffnung wird vervollständigt. In gleicher Weise wird das Medikamentenabteil aseptisch gefüllt mit einem Medikament durch seine entsprechende Schutzöffnung, wobei diese Öffnung entlang dem Umfang des Behälters verschweißt wird, wodurch die Schutzöffnungen vom Behälter verschwinden. Die Behälterausbildung und -befüllung wird durchgeführt, ohne dass die Behälter einem Sterilisationsvorgang nach dem Befüllvorgang für das erste Abteil unterworfen werden.

Insbesondere werden die Lösungsmittel- und Medikamentenabteile aseptisch mit vorsterilisiertem Lösungsmittel und vorsterilisierten Medikamenten in einer sterilen Umgebung befüllt. In einem Ausführungsbeispiel wird die sterile Umgebung in einem Isolator geschaffen, indem die Umgebungsatmosphäre in einem sterilen Zustand gehalten wird.

In einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel der Erfindung werden unbefüllte Behälter in einem Transportträger angeordnet, der dann gegen Umgebungskontamination abgedichtet wird. Der Transportträger und die Behälter darin werden einer Elektronenstrahlsterilisation unterworfen. Der Transportträger und die darin befindlichen Behälter werden in den Isolator durch einen UV-Dekontaminationstunnel eingeführt, der die Aufrechterhaltung einer sterilen Umgebung im Inneren des Isolators sichert.

Diese und andere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung können besser verstanden werden, wenn sie in Verbindung mit der folgenden detaillierten Beschreibung, den anhängenden Ansprüchen und den beiliegenden Zeichnungen berücksichtigt werden, wobei:

1 ist eine schematische Vorderansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels des gemäß der Ausführung der vorliegenden Erfindung geschaffenen Behälters, die die Anordnung der Abteile und der dazwischenliegenden gekrümmten Abdichtungen zeigt, der eine Auslassöffnung und übergefaltete Verriegelungslaschen enthält;

2 ist eine halbschematische Seitenansicht im Querschnitt entlang der Linie II-II der 1, die die flexiblen, den Behälter bildenden Lagen darstellt, wobei die Dicke der Lagen aus Gründen der Klarheit übertrieben ist;

3 ist eine halbschematische, teilweise geschnittene Darstellung entlang der Linie III-III der 2, die die Ausbildung der flexiblen Lagen eines ersten Ausführungsbeispiels des Behälters der vorliegenden Erfindung zeigt, ohne die wahlweise vorgesehene, transparente, hochabsperrende Zwischenschicht;

4 ist eine halbschematische, teilweise Querschnittsdarstellung der Ausbildung der flexiblen Lagen eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung, die einen wahlweise vorgesehenen, transparenten, hochabsperrenden Zwischenfilm zeigen;

5 ist eine halbschematische, teilweise Querschnittsdarstellung der Laminatausbildung der flexiblen Lagen eines zweiten Ausführungsbeispiels des Behälters der vorliegenden Erfindung, die ein zweites Ausführungsbeispiel eines wahlweise vorgesehenen, transparenten, hochabsperrenden Zwischenfilms zeigen;

6 ist eine halbschematische Vorderansicht des Ausführungsbeispiels des Behälters gemäß 1, die den Behälter in übergefaltetem Zustand für die Lagerung zeigen;

7 ist eine halbschematische Vorderansicht eines zusätzlichen Ausführungsbeispiels des gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehenen Behälters, der eine zusätzliche aufziehbare Abdichtung und ein Pufferabteil zeigt, das zum Schutz des Medikamentenabteils gegen den Eintritt von Feuchtigkeit und Dampf vorgesehen ist;

8 ist eine halbschematische Vorderansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels eines gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Behälters in einem Zwischenstadium seiner Herstellung, der die Anordnung von Schutzöffnungen zum Befüllen des Behälters zeigt;

8a ist eine halbschematische Seitenansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels eines Behälters, die im Detail die Anordnung und Konstruktion der Schutzöffnungen zum Befüllen mit Pulver und Flüssigkeit zeigt, einschließlich einer Kappe gemäß der vorliegenden Erfindung;

8b ist eine halbschematische Draufsicht auf die Schutzöffnungen der 8a, die im einzelnen die Form und die Anordnung der Öffnungsflansche zeigt;

9 ist eine halbschematische Draufsicht auf eine Ausführungsbeispiel einer modularen Herstellungsvorrichtung für Behälter gemäß der vorliegenden Erfindung;

10 ist eine halbschematische, perspektivische Darstellung eines Handhabungsbehälters vorgesehen gemäß der vorliegenden Erfindung, der ein Behältertablett zur Aufnahme einer Führungspatrone enthält und durch einen versiegelbaren Filmdeckel abgedeckt ist;

11a ist eine halbschematische, perspektivische Darstellung der Bestandteile der Führungspatrone der 10, die die Führungspatrone in Explosionsdarstellung, fertig für den Zusammenbau, zeigt;

11b ist eine halbschematische, perspektivische Darstellung der vollständig zusammengesetzten Führungspatrone der 11a;

12a ist eine halbschematische Draufsicht auf die Führungspatrone der 11a und 11b, die Behälter zeigt, die auf die Führungen gemäß der vorliegenden Erfindung aufgeladen wurden;

12b ist eine halbschematische Vorderansicht der beladenen Führungspatrone der 12a, die zeigt, wie die Behälter innerhalb der Führungen durch die Schutzöffnungen gehalten sind;

13 ist ein Ablaufdiagramm des Sterilisations- und aseptischen Befüllvorgangs für ein Ausführungsbeispiel eines Behälters gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

14 ist eine halbschematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer modularen Behälterbefülleinrichtung, die die aufeinanderfolgenden Verfahrensstatonen gemäß der Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigen;

15a ist eine halbschematische, bildhafte, geschnittene Ansicht eines Bereichs eines Behältertransportbandes gemäß der Ausführung der vorliegenden Erfindung;

15b ist eine halbschematische, teilweise perspektivische Darstellung der Anordnung eines Pulverbefüllrades und eines Transportbandes, die die Richtung der Bewegung der Behälter unter dem Befüllrad zeigt;

16 ist eine halbschematische, bildhafte Darstellung, die zeigt, wie eine abziehbare Abdeckung für das Medikamentenabteil für eine Inspektion des Medikaments vor dem Vermischen und der Verwendung entfernt wurde;

17 ist eine halbschematische, bildhafte, weggeschnittene Darstellung, die die Handhabung des Behälters demonstriert, um die erste aufziehbare Abdichtung zu trennen, um das Lösungsmittel und das Medikament zu mischen;

18 ist eine halbschematische, bildhafte, weggeschnittene Darstellung, die die Handhabung des Behälters demonstriert, um die zweite aufziehbare Abdichtung zu trennen, um die Medikamentenlösung auszugeben;

19 ist eine halbschematische, teilweise Vorderansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels eines medizinischen Behälters, die die Konstruktion und die Anordnung der gekrümmten Abdichtungen zeigt;

20 ist eine halbschematische Vorderansicht einer konventionellen, abziehbaren Abdichtung, die in einer Phantomdarstellung die fortschreitenden Phasen eines unvollständigen Aufreißens der Abdichtung zeigt.

21 ist eine halbschematische Vorderansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels einer gekrümmten aufziehbaren Abdichtung, vorgesehen gemäß der Ausführung der vorliegenden Erfindung, die in Phantomdarstellung die forschreitenden Phasen eines vollständigen Aufreißens der Abdichtung zeigt.

Die 1 und 2 zeigen jeweils schematische Vorder- und geschnittene Seitenansichten eines bevrzugten Ausführungsbeispiels eines flexiblen, sterilen Behälters 10, der gemäß der Ausführung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung geschaffen wurde. Obwohl der Behälter 10 in jeder Orientierung angesehen werden kann, wird die Position der Abteile des Behälters relativ zueinander zum Zwecke der vorliegenden Erläuterung so beschrieben, wie sie in den 1 und 2 positioniert sind. Der Behälter 10 ist aus einer Vorderlage 12 und einer hinteren oder rückwärtigen Lage 14 (nur in 2 gezeigt) gebildet. Die vorderen und rückwärtigen Lagen können aus einer einzigen Lage eines flexiblen Materials oder aus mehrschichtigen Laminaten eines flexiblen Materials hergestellt werden, wie es nachfolgend im einzelnen erläutert wird. Die den Behälter bildeden Lagen können getrennt vorbereitet und dann miteinander an ihrer gemeinsamen Umfangskante verschweißt werden, um eine Kantenabdichtung 16 zu bilden, die sich um den gesamten Umfang des Behälters erstreckt. Solche Umfangsabdichtungen knnen in der Ausbildung und Breite variieren. Eine gemusterte Abdichtung, wie beispielsweise anhand des oberen Abdichtungsbereiches 16a und des Bodenabdichtungsbereches 16b in 1 gezeigt, kann verwendet werden, um Greifbereiche für den Benutzer vorzusehen, damit der Behälter gehandhabt werden kann, und damit der Behälter irgendwo, beispielsweise an einem IV-Tragständer, befestigt werden kann. Die vorderen und rückwärtigen Lagen können jedoch auch aus einer einzigen Filmlage gebildet werden, die nachfolgend übereinandergefaltet und durch eine Heißversiegelung abgedichtet werden, die sich um den Umfangsbereich des Behälters erstreckt. Die miteinander versiegelten Lagen werden nachfolgend als "Schale" oder "Gehäuse" des Behälters bezeichnet.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Behälter 10 in drei getrennte Abteile unterteilt; ein oberes Abteil 18, ein Zwischenabteil 20 und ein unteres Abteil 22, von denen jedes steril ist. Das obere und das Zwischenabteil 18 und 20 sind voneinander durch eine erste aufziehbare Abdichtung 24 getrennt, und das Zwischen- und das untere Abteil 20 und 22 sind voneinander durch eine zweite aufziehbare Abdichtung 26 getrennt. Die aufziehbaren Abdichtungen 24 und 26 erstrecken sich zwischen den beiden Seiten des Behälters, d. h. zwischen der rechten Seite 10a und der linken Seite 10b, und verbinden die vorderen und rückwärtigen Lagen. Eine "aufziehbare" Abdichtung, wie der Begriff hier verwendet wird, ist eine Abdichtung, die ausreichend dauerhaft ist, um eine normale Handhabung des Behälters zu gestatten, die jedoch aufziehbar ist, wobei die Trennung der vorderen Lage von der rückwärtigen Lage im Bereich der Abdichtung erfolgt, unter hydraulischem Druck, der durch die Handhabung des Behälters aufgebracht wird, um dadurch ein Vermischen und eine Ausgabe der Behälterinhaltsstoffe zu gestatten. Eine aufziehbare Abdichtung wird durch ein teilweises Zusammenschmelzen der in den benachbarten Schichten der vorderen und rückwärtigen Lagen vorhandenen Polymere gebildet. Die Abdichtung wird durch einen Wärmeversiegelungsprozess erhalten, der durchgeführt wird mit variierenden Zeiten, Temperaturen und Drücken, wie dies nachfolgend näher erläutert wird. Im Gegensatz dazu, ist die Umfangskantenabdichtung 16 merklich fester als die "aufziehbaren" Abdichtungen, und wird nicht reißen durch Drücke, wie sie erzeugt werden, um die aufziehbaren Abdichtungen zu trennen. Die Ausbildung der aufziehbaren Abdichtungen mit einem nicht-linearen Widerstand gegen den hydraulischen Öffnungsdruck eines gehandhabten Behälters, im Gegensatz zu konventionell ausgebildeten, geradlinigen Abdichtungen, fördert das im Wesentlichen vollständige Aufziehen der gesamten Abdichtung während der Verwendung des Behälters, wie dies nachfolgend näher erläutert wird.

In einem typischen Anwendungsfall des Behälters 10 der vorliegenden Erfindung, ist das obere Abteil 18 mit einem flüssigen Verdünnungs- oder Lösungsmittel und das Zwischenabteil 20 mit einem Medikament gefüllt, das gewöhnlich in Pulverform vorliegt. Das untere Abteil 22 wirkt als Sicherheitsschnittstelle für eine Auslassöffnung 30 und bleibt leer bis der Behälter benutzt wird. Die Auslassöffnung 30 erstreckt sich von einem angepassten Sattel 32 nach unten, der, von oben gesehen, wie eine Ellipse geformt ist, wobei seine zulaufenden Enden abgeflacht sind, und in etwa in der Mitte der unteren Kante des Behälters zwischen der vorderen Lage 12 und der rückwärtigen Lage 14 angeordnet ist. Die abgeflachten, zulaufenden Enden des Sattels 32 bilden Flansche 34, die am besten in 1 zu sehen sind, die nach unten gegen die abgeflachten Kanten des Sattels 32 zulaufen. Die abgeflachte elliptische Form erzeugt eine glatt gekrümmte Oberfläche, an der die vorderen und rückwärtigen Lagen beispielsweise durch eine dauerhafte Heißversiegelung 36 (hier als "Auslassabdichtung" bezeichnet) (siehe 2) fest angeordnet sind. Die Auslassöffnung 30 umfasst einen Gehäusebereich 38 und eine Düse 40, die für eine Anordnung an einem standardisierten IV-Verabreichunggerät ausgebildet ist. Eine Kappe (nicht gezeigt) ist vorgesehen, um die Düse abzudecken und sie steril zu halten. Die Kappe wird unmittelbar vor der Anordnung eines IV-Satzes an der Auslassöffnung entfernt. Rippen 39 sind in beabstandeter Anordnung um den Gehäusebereich 38 der Auslassöffnung 30 vorgesehen, um eine Oberfläche zu bilden, die leicht ergriffen werden kann, wenn ein IV-Satz an dem Behälter befestigt wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Rippen 39 vorgesehen, die sich in Längsrichtung von der Oberfläche des Gehäusebereichs 38 des Behälters 10 erstrecken. Obwohl vier Längsrippen dargestellt sind, wird es dem Fachmann klar sein, dass verschiedene andere Arten von Oberflächenausbildung vorgesehen werden kann, die es gestatten, dass die Öffnung leicht ergriffen werden kann, wie beispielsweise Umfangsrippen, Querrippen, Riffelungen oder eine Kreuzschraffur der Oberfläche des Gehäusebereichs oder dergleichen.

Die Materialien, die für die vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters 10 verwendet werden, werden auf der Basis der darin zu lagernden Materialien ausgewählt. Bevorzugt ist mindestens eine der Lagen transparent, um zu gestatten, dass die Inhaltsstoffe des Behälters visuell inspiziert werden können und um zu gestatten, dass der Füllstand der Lösung im Behälter während der Ausgabe beobachtet werden kann. Geeignete Materialien zum Herstellen der transparenten Lage sind gewöhnlich einlagige oder mehrlagig laminierte Polymerfilme.

Insbesondere wenn die die vorderen und rückwärtigen Lagen 12, 14 des Behälters 10 umfassenden Materialien aus einem einlagigen oder einem mehrschichtig laminierten Polymerfilm konstruiert sind, werden sie im Hinblick auf ihre Klarheit und Transparent ausgewählt. Konventionelle Behältermaterialien aus Polyvinylchlorid (PVC) sind im Allgemeinen sehr dunkel im Aussehen, was es schwierig macht, das Innere des Behälters zu überblicken und den Stand irgendeines darin enthaltenen Strömungsmittels öder die Anwesenheit von Teilchenmaterial zu bestimmen. Dies ist insbesondere dann eine gefährliche Situation, wenn das Medikament intravenös verabreicht wird. Es ist äußerst wichtig, dass eine Krankenschwester oder ein Krankenhausangestellter mit einem Blick feststellen kann, dass das Strömungsmittel in jeder dieser aus einem medizinischen Behälter verabreichten Medikamente frei von Teilchenmaterial ist.

Erstes Ausführungsbeispiel

In einem ersten Ausführungsbeispiel des Behälters der vorliegenden Erfindung, der in teilweiser, schematischer Querschnittsdarstellung in 3 dargestellt ist, ist die vordere Lage 12 aus einem transparenten, einlagigen, thermoplastischen Polymerfilm 44 hergestellt. In diesem Ausführungsbeispiel umfasst der transparente Film eine Mischung von etwa 80 Gew.-% eines Polypropylen-Polyethylen-Copolymers, erhältlich bei Fina Oil and Chemical Company, Deerpark, Texas, mit der Handelsbezeichnung von Z9450, und etwa 20 Gew.-% thermoplastisches Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer (SEBS), erhältlich bei Shell Chemical Corporation unter der Warenbezeichnung Kradon®, und mit der Handelsbezeichnung G1652. Das thermoplastische Elastomer Kradon® G1652 ist ein Dreiblockcopolymer mit Polystyrolendblöcken und einem Gummi-Poly(Ethylen-Butylen)-Mittelblock. Nachfolgend wird der transparente Film 44 aus den gemischten Pellets in einem herkömmlichen Extrusionsapparat geformt. Der transparente Polymerfilm 44, der die Vorderlage 12 umfasst, kann mit unterschiedlichen Dicken hergestellt werden, in Abhängigkeit von der Verwendung, für den der Behälter bestimmt ist, und der Dauerhaftigkeit, die für diese Anwendung erforderlich ist. Geeignete Dicken des Materials für die vordere Lage 12 können im Bereich zwischen etwa 76,2 bis etwa 831 &mgr;m (etwa 3 bis etwa 15 mils) betragen. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat der transparente Polymerfilm 44 der vorderen Lage 12 eine Dicke von 304,8 &mgr;m (12 mils).

Zusätzlich zu seiner Klarheit und Transparenz ist der transparente Polymerfilm 44 (der auch als der "80 : 20-Film" bezeichnet werden kann) besonders geeignet, sowohl die "aufziehbaren" Abdichtungen als auch die dauerhaften Kantenabdichtungen entlang des Umfangs des Behälters 10 zu bilden. Wie nachfolgend näher erläutert wird, ist der 80 : 20-Film gemäß der vorliegenden Erfindung fähig, Herstellungsverfahren sowohl für aufziehbare Abdichtungen mit niedriger Temperatur als auch permanenter Abdichtungen mit höherer Temperatur unterworfen zu werden, ohne dass der Materialzusammenhalt oder seine Fähigkeit beeinflusst wird, eine effektive, aufziehbare Abdichtung zu schaffen.

Für bestimmte Kombinationen von Lösungsmitteln und Medikamenten, kann die rückwärtige Lage 14 die gleiche einlagige Zusammensetzung und Ausbildung wie die vordere Lage 12 aufweisen. Es können jedoch auch mehrlagige Filme, die beispielsweise Schichten enthalten, die gegen Feuchtigkeit und Licht undurchlässig sind, für die rück- wärtige Lage bevorzugt werden, um die Lagerdauer eines befüllten Behälters zu verlängern. Im Ausführungsbeispiel des in 3 dargestellten Behälters wird eine dreischichtigen, laminierte rückwärtige Lage 14 eingesetzt, die gegen Wasserdampf und Licht undurchlässig ist, um die Wirksamkeit und Aktivität der beiden Komponenten (das Medikament und das Lösungsmittel in ungemischten Zustand) erhalten und dadurch die Lagerdauer des befüllten Behälters erhöhen.

In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel enthält die rückwärtige Lage 14 eine innere Versiegelungslage 46 an seiner nach innen weisenden Oberfläche, hergestellt aus einer 80 Gew.-%/20 Gew.-% Mischung aus Polypropylen-Polyethylen-Copolymer und einem thermoplastischen Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer mit einer Dicke von etwa drei bis sechs mils (der 80 : 20-Film). In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die innere Versiegelungsschicht 46 aus 80 : 20-Film einen 152,4 &mgr;m (sechs mil) dicke Zusammensetzung, die durch einen geeigneten transparenten Kleber 48 mit einer etwa 17,78 bis 33,02 &mgr;m (0,7 mil bis 1,3 mil) (bevorzugt 25,4 &mgr;m oder 1,0 mil) dicken, hochabsperrenden Aluminiumfolienschicht 40 verbunden ist. Eine äußere Schicht 54 mit hoher Schmelztemperatur ist an der nach außen weisenden Oberfläche der rückwärtigen Schicht vorgesehen und ist mit der hochabsperrenden Aluminiumfolienschicht 50 durch einen geeigneten transparenten Kleber 52 verbunden. Im Ausführungsbeispiel der 3 umfassen die Klebstoffschichten 48 und 52 einen modifizierten aliphatischen Polyester-Polyurethan-Klebstoff, zu beziehen bei Liofol Co., Cary, North Carolina, unter der Handelsbezeichnung Tycel 7909. Die Aluminiumfolienschicht 50 ist bevorzugt hergestellt aus einer kommerziell erhältlichen, 25,4 &mgr;m (1 mil) dicken Aluminiumfolie, wie beispielsweise Alcan 1145, zu bezeihen bei Alcan Rolled Products Company, Louisville, Kentucky.

Da der Heißversiegelungsprozess, der zum Herstellen der Umfangskantenabdichtung und der querverlaufenden aufziehbaren Abdichtungen die hochabsperrende Aluminiumfolienschicht dort beschädigen könnte, wo diese Schicht offen liegen bleibt, wird die äußere Hochtemperaturschicht 54 aus einem relativ hochschmelzenden Polymer hergestellt und wirkt als Schutzschicht, um den Kontakt zwischen der Folienschicht und den heißen Mustern des Heißversiegelungsgerätes zu verhindern. Weiterhin wirkt die Hochtemperaturschicht 54 als Heißversiegelungs-Ablöseschicht (auch als Formtrennung bezeichnet), da sie nicht schmilzt und an den Heißversiegelungsplatten haftet bei den zur Ausbildung der Versiegelungen verwendeten Temperaturen.

Die äußere Hochtemperaturschicht 54 ist bevorzugt ein Polyethylenterephthalat (hier bezeichnet als PET oder Polyester) zu beziehen bei Rhone-Poulanc unter der Handelsbezeichnung Terphane 10.21, mit einer Dicke im Bereich von etwa 10,2 bis etwa 15,24 &mgr;m (0,4 bis 0,6 mils). In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel betragen die Dickenabmessungen für den mehrschichtigen Laminatfilm 14 12,19 &mgr;m (0,48 mils) für die äußere, Hochtemperatur-Polyesterschicht 54, 25,4 &mgr;m (1,0 mils) für die hochabsperrende Aluminiumfolienschicht 50, und 152,4 &mgr;m (6,0 mils) für die innere Abdichtungsschicht 46 des 80 : 20-Films.

Es wurde festgestellt, dass eine bevorzugte Materialauswahl für die vorderen und rückwärtigen Lagen, die zu einer optimalen Leistung der abziehbaren Abdichtungen führt, eine Grenzflächen-Versiegelungsschicht an beiden Lagen umfasst, die den 80 : 20-Film enthält. Die Grenzflächen-Versiegelungsschichten der vorderen und rückwärtigen Lagen können jedoch auch Polypropylen-Polyethylen-Copolymer und thermoplastisches Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer-Mischungen mit unterschiedlichen relativen, prozentualen Anteilen enthalten. Die verwendeten relativen prozentualen Anteile hängen ab von den Merkmalen der verschiedenen Abdichtungen, die für die Verwendung in Zusammenhang mit einem speziellen medizinischen Behälter in Betracht gezogen werden, und den Parametern der Temperatur und des Drucks des Versiegelungsverfahrens. Andere Arten flexibler Filme, die zweckmäßig bei der Herstellung der vorderen und rückwärtigen Lagen der Schale des Behälters 10 der vorliegenden Erfindung sind, sowie als Grenzflächen-Versiegelungsschichten in beiden Lagen, sind in den US-Patenten 4,803,102, 4,910,085, 5,176,634 und 5,462,526 offenbart.

Bei bestimmten Anwendungsfällen, insbesondere wenn das Medikament in Pulverform vorliegt, ist ein zusätzlicher Schutz für das zweite oder Zwischenabteil 20 des Behälters 10 bevorzugt. Ein derartiger zusätzlicher Schutz ist vorgesehen, um einen Durchtritt von Feuchtigkeit, Sauerstoff und/oder Licht durch den die Vorderseite des Zwischenabteils bildenden Film zu verhindern, um das Medikamentenpulver gegen Abbau zu schützen. Dieser zusätzliche Schutz gestattet es, dass der Behälter 10 über eine größere Zeitdauer aufbewahrt werden kann, ohne seine medizinische Wirksamkeit zu verlieren.

Insbesondere die 2 und 3 zeigen, dass ein undurchsichtiger, hochabsperrender Schutzfilm 55 im dargestellten Ausführungsbeispiel verwendet wird, um das Zwischenabteil 20 abzudecken. Der Film 55 schaltet in das Medikamentenabteil eine Barriere gegen das Eindringen von Feuchtigkeitsdampf und freiem Sauerstoff ein. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel umfasst der hochabsperrende Schutzfilm 55 eine mehrschichtige Laminatstruktur mit einer hochabsperrenden Aluminiumfolienschicht. Die Verwendung eines undurchsichtigen Aluminiumfolienlaminats hilft ferner, das im Zwischenabteil 20 enthaltene Medikament gegen einen Abbau durch visuelles Licht und UV-Strahlung zu schützen. Demzufolge verhindert im vorliegenden Ausführungsbeispiel die so im Schutzfilm 55 als auch in der rückwärtigen Lage enthaltene undurchsichtige Aluminiumfolie das Eindringen von UV und des visuellen Spektrum des Lichtes in das Zwischenabteil 20 des Behälters.

Der hochabsperrende Schutzfilm 55 ist ein mehrschichtiges Laminat, hergestellt aus einer inneren Versiegelungsschicht 56 an seiner nach innen weisenden Oberfläche. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist die Versiegelungsschicht 56 ein weiches, koextrusionsbeschichtetes Harz, das ein modifiziertes Ethylenvinylacetatpolymer enthält, erhältlich bei Dupont Chemical Company unter der Handelsbezeichnung Appeel 1181, vorgesehen in einer Dicke von etwa 5,08 bis etwa 10,16 &mgr;m (0,2 bis etwa 0,4 mils). Mit der inneren Versiegelungsschicht 56 ist eine Aluminiumfolienschicht 58, wie beispielsweise Alcan 1145 von etwa 17,78 bis etwa 22,02 &mgr;m (0,7 bis etwa 1,3 mils) (bevorzugt etwa 25,4 &mgr;m oder 1,0 mils) mit Hilfe eines geeigneten, transparenten Klebstoffs 57 befestigt. Eine äußere Heißversiegelungs-Löseschicht 60, die einen Polyethylenterephthalat(PET)-Film, wie beispielsweise Terphane 10.21 enthält, mit einer Dicke von etwa 12,19 &mgr;m (0,48 mils), bildet die nach außen weisende Oberfläche des hochsperrenden Schutzfilms 55 und ist mit Hilfe eines geeigneten transparenten Klebers 59 über der Aluminiumfolienschicht 58 befestigt. Die Klebstoffschichten 57 und 59 des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfassen einen modifizierten, aliphatischen Polyester-Polyurethan-Klebstoff, erhältlich bei Liofol Co. unter der Handelsbezeichnung Tycel 7909.

Da die innere Versiegelungsschicht 56 des hochsperrenden Schutzfilms 55 ein koextrusionsbeschichtetes Harz ist, ist sie fähig, eine abziehbare Abdichtung über einen breiten Temperaturbereich zu schaffen, wenn sie auf eine Anzahl unterschiedlicher Materialien aufgebracht wurde. Materialien, auf denen ein solches koextrusionsbeschichtetes Harz eine abziehbare Abdichtung bildet, enthalten Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polyethylen hoher Dichte (HDPE), hochschlagfestes Polystyrol CHIPS), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS), Polyvinylchlorid (PVC), und den 80 : 20-Film, der in der Vorderlage 12 enthalten ist. Der hochsperrende Schutzfilm 55 kann demzufolge entfernbar (abziehbar) an der äußeren Oberfläche der vorderen Lage 12, das Zwischenabteil 20 überdeckend, befestigt sein.

Bevorzugt ist der hochsperrende Schutzfilm 55 vor der Verwendung vom Behälter 10 entfernbar (abziehbar), um eine Begutachtung des Zustandes des Medikamentenpulvers im Inneren des Zwischenabteils 20 zu gestatten. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel, das am besten in 1 ersichtlich ist, enthält der Schutzfilm 55 eine abstehende Lasche 62, die ergriffen werden kann, um den Schutzfilm 55 von der transparenten Vorderlage 12 abzuziehen. Die Bestandteile des Zwischenabteils 20 werden dadurch freigelegt und können visuell begutachtet werden.

Wie in Verbindung mit 1 ersichtlich, ist der hochsperrende Schutzfilm 55 mit dem Behälter nicht durch eine Abdichtung über seinen gesamten Oberflächenbereich verbunden, vielmehr ist der Film 55 nur teilweise mit dem Unterlagenmaterial abdichtend verbunden. Jene Bereiche des hochsperrenden Schutzfilms 55, die nicht abdichtend verbunden sind, definieren eine gleichmäßige Anordnung von im Wesentlichen kreisförmigen, erhabenen Kräuselungen oder Vertiefungen 51, die die fühlbare Hinterlassenschaft einer Heißversiegelungsstange sind, in die eine rechtwinklige Anordnung von Löchern geschnitten wurde. Wenn die Heißversiegelungsstange über die Oberfläche des hochsperrenden Schutzfilms 55 gepresst wird, wird eine Heißversiegelung nur an den Oberflächenkontaktbereichen der Heißversiegelungsstange bewirkt und nicht in den Bereichen, wo das Stangenmaterial entfernt wurde (den Löchern). Da zusammen mit der Wärme während des Verfahrens auch Druck aufgebracht wird, bekommt der hochsperrende Schutzfilm 55 einen Abdruck des Heißversiegelungskopfes, was dadurch Anlass für die texturierte, erhabene und vertiefte Oberfläche gibt.

Die Eindrücke 51 gestatten es, dass der hochsperrende Schutzfilm 55 in geeigneter Weise auf dem Unterlagenmaterial des Medikamentenbehälters befestigt wird, schaffen, jedoch zu gleicher Zeit die Voraussetzung für eine leichte Entfernung des Films 55, ohne dass eine unnötige Kraft aufgebracht werden muss. Wäre die gesamte Schutzschicht 55 auf der Oberfläche des Behälters durch Heißversiegeln befestigt, würde eine höhere als die erwünschte Kraft erforderlich sein, um sie vollständig abzuziehen. Indem man den Oberflächenbereich der Versiegelung reduziert, ist eine geringere Kraft (proportional zur Versiegelungsfläche) erforderlich, um den abziehbaren Aluminiumstreifen zu entfernen. Aus der vorangegangenen Beschreibung ist es ersichtlich, dass die Höhe der Kraft, die erforderlich ist, den abziehbaren Aluminiumstreifen zu entfernen, umgekehrt proportional zur Anzahl der Vertiefungen (51 der 1) ist, die im Film 55 ausgebildet sind. In Abhängigkeit von der Anwendung, auf die der medizinische Behälter zugeschnitten ist, kann eine mehr oder weniger einfach zu entfernende, hochsperrende Schutzschicht auf einfache Weise konstruiert werden, indem man die Anzahl der Vertiefungen 51, die in der Schicht während des Heißversiegelungsverfahrens ausgebildet sind, erhöht oder verringert.

In der praktischen Verwendung wird der gefüllte Behälter durch einen Pharmazieservice des Krankenhauses in Empfang genommen und wird dann für eine Zeitdauer aufbewahrt, bis er benötigt wird. Gewöhnlich entfernt der Apotheker die hochsperrende Folienschicht 55 von der Oberfläche des Behälters vor der Ausgabe, wodurch das Medikamentenabteil 20 freigelegt wird, damit die Integrität der Bestandteile visuell begutachtet werden kann. Wenn der Behälter nicht zu dieser Zeit verwendet wird, wird er in die Apotheke zurückgebracht und bei der nächsten Anforderung wieder ausgegeben. Die Entfernung des abziehbaren, hochsperrenden Films 55 vom Medikamentenabteil 20 setzt die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils einem Abbau durch Feuchtigkeit, Licht und durchgehendem Sauerstoff aus. Vorzugsweise können die befüllten Behälter der vorliegenden Erfindung in Apothekerdiensten über eine Zeitdauer bis zu 30 Tagen bis zur Verwendung aufbewahrt werden, ohne dass das Medikament stärker abgebaut wird, weil es Feuchtigkeit und freiem Sauerstoff ausgesetzt ist, nachdem der hochsperrende Schutzfilm über dem Medikamentenabteil entfernt wurde. Demgemäß ist, wie in 4 gezeigt, in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ein transparenter, hochsperrender, laminierter Zwischenfilm 64 wahlweise zwischen dem hochsperrenden Schutzfilm 55, der die Aluminiumfolie enthält, und dem Medikamentenabteil 20 zwischengelegt. Der transparente, hochsperrende Zwischenfilm 64 bedeckt und schützt die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils 20, nachdem der abziehbare Schutzfilm 55 vom Behälter entfernt wurde, mindestens gegen das Eindringen von Feuchtigkeitsdampf und freiem Sauerstoff für eine ausreichende Zeitdauer, die, in Abhängigkeit von der Aktivität der Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils, 30 Tage betragen kann. Mit anderen Worten, bildet der undurchsichtige, hochsperrende Schutzfilm 55 in Kombination mit dem transparenten, hochsperrenden Zwischenfilm 64 eine hochsperrende Schutzabdeckung über dem Medikamentenabteil.

Polymere werden eingeteilt im Hinblick auf dem Grad, bis zu dem sie den Durchtritt von durchdringenden Gasen, wie beispielsweise Sauerstoff oder Feuchtigkeitsdampf beschränken. Die Kategorien reichen von hoher Barrierewirkung (niedriger Durchlässigkeit) bis zu niedriger Barrierewirkung (hohe Durchlässigkeit). Die Kategorie, in die ein Polymer eingeteilt ist, kann entsprechend dem eindringenden Gas variieren. Wie hier verwendet, bedeutet der Begriff "hochsperrend", wenn er sich auf die Wasserdampfdurchlässigkeit bezieht, einen Film mit einer Durchlässigkeit von weniger als etwa 1,5 g/25,4 &mgr;m/m2/24h/105Pa (g/mil/m2/24 h/atm), bei 38°C, 100% relative Feuchtigkeit. Wie hier verwendet, bedeutet der Begriff "hochsperrend", wenn er sich auf die Sauerstoffdurchlässigkeit bezieht, einen Film mit einer Durchlässigkeit von weniger als etwa 50 cm3/25,4 &mgr;m/m2/24h/105Pa (cc/mil/m2/24h/atm), bei 25°C, 100% relative Feuchtigkeit.

In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel umfasst der transparente, hochsperrende Zwischenfilm 64 eine dreischichtige, hochsperrende Laminatstruktur, die im wesentlichen widerstandsfähig ist gegen die Durchlässigkeit von freiem Sauerstoff und Wasserdampf, um die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils zu schützen und die Lagerzeit des binären Behälters zu erhöhen. In einem Ausführungsbeispiel, enthält der Zwischenfilm 64 eine äußere Schicht 66 aus mit Siliciumoxid abgelagerten Polyethylenterephthalat (auch als SiOx-beschichtetes Polyester oder SiOx-beschichtetes PET bezeichnet), erhältlich bei Mitsubishi Kasei unter der Handelsbezeichnung Tech BarrierTM H, in Kontakt mit der Verschweißschicht 56 des hochsperrenden Schutzfilms 55. Die äußere Schicht 66 ist mit einer Zwischenschicht 68 verbunden, die einen mit Siliciumoxid abgelagerten (SiOx-beschichteten) Polyvinylalkohol(PVA)-Film umfasst, der erhältlich ist bei Mitsubishi Kasei unter der Handelsbezeichnung Tech BarrierTM S. Auf seiner nach innen weisenden Oberfläche enthält der transparente, hochsperrende Zwischenfilm 64 eine innere Verschweißlage 70, die ein Polypropylen-Polyethylen-Copolymer umfasst, das gemischt sein kann mit einem thermoplastischen Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer in verschiedenen Verhältnissen. Jedoch ist eine 100%ige Polypropylen-Polyethylen-Copolymerschicht bevorzugt. Die einzelnen Schichten des laminierten Zwischenfilms 64 sind klebend miteinander verbunden. Um die Klarheit zu verbessern, sind jedoch diese Klebschichten nicht gezeigt, umfassen jedoch ein modifiziertes aliphatisches Polyester-Polyurethan-Laminat, erhältlich bei Liofol Co., unter der Handelsbezeichnung Tycel 7909. Die innere Verschweißschicht 70 ist fest mit der äußeren Oberfläche der vorderen Lage 12 des Behälters durch eine geeignete, permanente Wärme- oder Ultraschallschweißung, einer klebenden Druckschweißung oder dergleichen verbunden. Der transparente, hochsperrende, laminierte Zwischenfilm 64 ist horizontal und vertikal so dimensioniert, dass er den gesamten Oberflächenbereich des Medikamentenabteils überdeckt und sich soweit erstreckt, dass er die abziehbaren und permanenten Abdichtungen, die benachbart des Medikamentenabteils ausgebildet sind, ebenfalls überdeckt.

Wie im Falle des flexiblen Kunststoffmaterials, das die Vorderlage 12 des Behältergehäuses umfasst, ist die dreilagige Laminatstruktur der Zwischenschicht 64 im Wesentlichen transparent, um eine Inspektion der Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils 20 zu gestatten. Demgemäß ist die Zwischenschicht 64 der vorliegenden Erfindung, im Gegensatz zu Polyvinylchlorid (PVC) und anderer ähnlicher Materialien, die ziemlich betrübt (durchscheinend) sind, im Wesentlichen klar und transparent, so dass die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils leicht inspiziert werden können, während sie einen merklichen Schutz gegen den Abbau durch Feuchtigkeit und freiem Sauerstoff bieten.

Insbesondere sind die Barriereeigenschaften des transparenten, hochsperrenden, laminierten Zwischenfilms 64 im Wesentlichen größer als jene konventioneller Filme, wie beispielsweise aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), Polyethylen mittlerer Dichte (MDPE), linearem Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE), Ethlyen-Vinylacetat-Copolymere (EVA), oder Mischungen dieser Polymere, in Bereichen, die wichtig sind für die Funktion des Behälters, beispielsweise die Durchlässigkeit für Feuchtigkeit und Sauerstoff. Die Sauerstoffdurchlässigkeit der Zwischenschicht 64 liegt bei etwa 10 cm3/25,4 &mgr;m/m2–24h/105 PA (10 cc/mil/m2-24 h/atm). Im Gegensatz dazu ist die Sauerstoffdurchlässigkeit von EVA-Copolymere, LDPE und MDPE jeweils etwa 2500 (EVA 5%), 8300 (LDPE) und 8500 (MDPE) cm2/25,4 &mgr;m/m2-24 h/105 Pa (cc/mil/m2– 24h/atm). Die Sauerstoffdurchlässigkeit von LLDPE ist etwa die gleiche oder leicht höher als die LDPE. Demgemäß ist die Sauerstoffdurchlässigkeit der transparenten, hochsperrenden Zwischenschicht 64 um Größenordnungen größer als die Sauerstoffdurchlässigkeit der Polymere, die gewöhnlich verwendet werden, um binäre Medizinbehälter herzustellen.

Wegen der Barriereeigenschaften des laminierten Zwischenfilms kann der die Aluminiumfolie enthaltene, abziehbare Schutzfilm 55 durch den Apotheker entfernt werden, um eine Inspektion des Behälterinhalts vor der Abgabe durchzuführen, und der Behälter kann dann für eine zusätzliche Zeitdauer gelagert werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass Sauerstoff oder Feuchtigkeit einen Abbau des Medikaments bewirken. Nachdem die Schutzfolienschicht entfernt wurde, ist es bevorzugt, dass der Behälter eine Lagerdauer von etwa 30 Tagen hat. Nach dem Entfernen der Aluminiumfolienschicht hängt die präzise Lagerdauer eines Behälters, der einen klaren, hochsperrenden Laminatfilm 64 enthält, notwendigerweise von der Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit des im Medikamentenabteil enthaltenen Medikaments ab. Substanzen mit einer relativ niedrigen Feuchtigkeitsempfindlichkeit können ihre Wirksamkeit über Zeiträume wesentlich länger als 30 Tage aufrechterhalten, da sie durch den klaren, hochsperrenden Laminatfilm 64 geschützt sind. Zusätzlich können Substanzen mit einer extremen Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit, d. h. jene Substanzen, die normalerweise beginnen würden, ihre Wirksamkeit im Wesentlichen sofort nach der Entfernung der Aluminiumfolienschicht zu verlieren, über eine Zeitdauer von bis zu zwei Wochen gelagert werden, ohne ihre Wirksamkeit zu verlieren, wegen der Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften des klaren, hochsperrenden Films, der das Medikamentenabteil überlagert.

Obwohl der Barrierezwischenfilm 64 im beispielhaften Ausführungsbeispiel als an der äußeren Oberfläche des Medikamentenabteils befestigt beschrieben wurde, ist es für den Fachmann klar, dass die Zwischenschicht so bemessen sein kann, dass sie sowohl das Medikamenten- als auch das Lösungsmittelabteil überdecken kann, wenn dies erforderlich ist. Die Art der Anbringung der Zwischenschicht an der äußeren Oberfläche des Behälters kann ebenfalls variiert werden, ohne vom Schutzbereich der Erfindung abzuweichen. Die Zwischenschicht 64 kann dauerhaft an der äußeren Oberfläche des Behälters durch einen geeigneten Klebstoff oder auch durch eine permanente Wärme- oder Ultraschallversiegelung befestigt werden. Alternativ kann der Zwischenfilm 64 entfernbar an der Oberfläche des Behälters vorgesehen werden, indem man die Temperatur- und Druckmerkmale einer Wärmeversiegelung einstellt, um die Versiegelung aufziehbar zu machen. In diesem Falle könnte der Film 64 vom Behälter 10 abgezogen werden, wie dies beim Film 55 der Fall ist.

Es soll darauf hingewiesen werden, dass im beispielhaften Ausführungsbeispiel das Medikament in Form eines trockenen Pulvers beschrieben wurde. Solche trockenen Pulver können beispielsweise antibiotische Zusammensetzungen oder antiemetische Zusammensetzungen sein, wobei Beispiele davon u. a. sein können: Cefazolin, Cefuroxim, Cefotaxim, Cefoxitin, Ampicillin, Nafcillin, Erythromycin, Ceftriaxon Metoclopramid und Ticar/clav. In diesem System kann jedoch auch ein flüssiges Medikament verwendet werden. Ein solcher Zustand kann sich ergeben, wenn ein flüssiges Medikament und ein flüssiges Lösungsmittel über längere Zeitdauer nicht kompatibel sind und unmittelbar vor der Abgabe an einen Patienten gemischt werden müssen. Das Medikament kann ebenfalls in Form eines Kolloids, eines Kristalloids, eines flüssigen Konzentrats, einer Emulsion oder dergleichen vorliegen. Zusätzlich muss das Medikamentenabteil nicht an sich mit einem Arzneimittel gefüllt werden. Andere medizinische Zusammensetzungen, wie beispielsweise lyophilisierte Blutfraktionen, Blutfaktor 8, Faktor 9, Prothrombinkomplex und dergleichen sind ebenfalls geeignet. Obwohl beim Behälter der vorliegenden Erfindung ein einziges Medikamenten- und ein einziges Lösungsmittelabteil offenbart sind, können auch Behälter mit mehreren Abteilen, gefüllt mit unterschiedlichen Verdünnungs- oder Lösungsmitteln und/oder unterschiedlichen Medikamenten gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet werden.

Zweites Ausführungsbeispiel

In einem zweiten beispielhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, das in einer schematischen Querschnittsdarstellung in 5 gezeigt ist, wird eine alternative Konstruktion des transparenten, hochsperrenden, laminierten Zwischenfilms (64 der 4) dargestellt, der das Medikamentenabteil abdeckt.

Wie beim ersten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den 2, 3 und 4, kann der klare, hochsperrende, laminierte Zwischenfilm 71 der 5 in Kombination mit einem undurchsichtigen, hochsperrenden, eine Aluminiumfolie enthaltenden Schutzfilm (55 der 2 und 3) vorgesehen werden, der über dem Zwischenfilm 71 angeordnet ist und demgemäß ebenfalls über dem Medikamentenabteil des Behälters. Demgemäß umfasst der klare, hochsperrende Zwischenfilm 71 in Kombination mit einem undurchsichtigen, hochsperrenden Schutzfilm eine hochsperrende Schutzabdeckung, die über dem Medikamentenabteil angeordnet ist. Wie nachfolgend näher erläutert, kann die hochsperrende Schutzabdeckung entweder eine hoch gegen Feuchtigkeit sperrende Schicht, eine hoch gegen Sauerstoff sperrende Schicht oder beide enthalten. Der opake, die Aluminiumfolie enthaltende Schutzfilm 55 ist so vorgesehen, dass er das Eindringen von UV-Strahlung und Licht im sichtbaren Spektrum in das Medikamentenabteil des Behälters verhindert, wenn ein solcher Schutz erforderlich ist.

Der alternative, hochsperrende Zwischen-Laminatfilm besteht aus einem transparenten, mehrschichtigen Laminat aus thermoplastischen Polymer, bezeichnet insgesamt mit 71, mit hochsperrenden Eigenschaften gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff. Im beispielhaften Ausführungsbeispiel der 5, umfasst der transparente, mehrschichtige, hochsperrende Film 71 eine Siegelschicht 72 an seiner nach innen weisenden Oberfläche, bestehend aus 100% Polypropylen mit einer Dicke von 76,2 &mgr;m (3,0 mils). Eine Sauerstoffbarriereschicht 74 ist mit der Siegelschicht 72 über eine erste Bindungsschicht 76 laminiert, die ein kommerziell erhältliches Extrudat aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) in Kombination mit einem Primer enthält, und die zwischen der Sauerstoffbarriereschicht 74 und der Siegelschicht 72 angeordnet ist. Verschiedene flexible Polymerfilme wurden als geeignet bestimmt, geeignete Barrieren gegen eine Sauerstoffdurchlässigkeit zu bilden, wie nachfolgend näher erläutert wird, die Sauerstoffbarriereschicht 74 des mehrschichtigen, hochsperrenden Films 71 ist jedoch bevorzugt aus einem konventionell erhältlichen Ethylenvinylalkohol (EVOH) mit einer Dicke von etwa 13,97 &mgr;m (0,55 mils) hergestellt.

Ethylenvinylalkohol ist primär wegen seiner Barriereeigenschaften gegen eine Sauerstoffdurchlässigkeit berücksichtigt. Insbesondere sind seine Barrierewerte gegen eine Sauerstoffdurchlässigkeit gewöhnlich um ein vierfaches größer als die konventioneller, hauptsächlicher Beutelfilme, wie beispielsweise Ethylenvinylacetat (EVA) Surlyn®, Polyethylen mittlerer und hoher Dichte (MDPE, HDPE). Während jedoch Ethylenvinylalkohol eine merkliche Barriere gegen eine Sauerstoffdurchlässigkeit bildet, kann es allein keinen ausreichenden Schutz gegen Wasserdampf bieten. Demgemäß wird eine Feuchtigkeitsbarriereschicht 78 mit der Ethylenvinylalkohol-Sauerstoffbarriereschicht 74 über eine zweite Bindungsschicht 80 aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) laminiert. Die Feuchtigkeitsbarriere 78 ist ein transparenter, flexibler Film, der ein Polyethylenpolymer hoher Dichte (oHDPE) enthält, erhältlich bei Tredegar Co., Richmond, Virginia, unter der Handelsbezeichnung MonaxTM, Grad HD. Die sich ergebende, zusammengesetzte Barrierestruktur enthält eine Polyester(PET)-Heißsiegellöseschicht 82 (wie beispielsweise Terphane 10.21) an seiner nach außen weisenden Oberfläche, die wiederum mit der Feuchtigkeitsbarriere 78 über eine dritte Bindungsschicht 84 aus einem Polyethylenextrudat niedriger Dichte laminiert ist.

Der mehrschichtige, hochsperrende, laminierte Polymertilm 71 des in Verbindung mit 5 beschriebenen, beispielhaften Ausführungsbeispiels ist ein feuchtigkeitsundurchlässiger, flexibler Film mit einer hohen Sauerstoffbarriere, der geeignet ist zur Herstellung der Zwischenschicht (64 der 1), die das Medikamentenabteil (20 der 1) des Medikamentenbehälters überdeckt. Alle das Laminat bildenden Materialien sind im Wesentlichen klar oder transparent und zeigen keine wesentliche Farbgebung. Demgemäß ist der zusammengesetzte Film des in 5 dargestellten Ausführungsbeispiels besonders geeignet zum Abdecken des Medikamentenabteils eines Medikamentencontainers, so dass seine Inhaltsstoffe leicht mit einem Blick inspiziert werden können.

Eine höherer Transparenz wird beim mehrschichtigen Laminatfilm 71 der 5 erreicht, im Gegensatz zum SiOx-haltigen Laminatfilm 64 der 4. Insbesondere zeigt der SiOx-enthaltende Film, obwohl er transparent ist, eine leicht gelbliche Färbung, wobei dessen Fehlen beim mehrschichtigen Laminatfilm 71 als Hauptgrund dafür angesehen wird, dass der Laminatfilm eine höhere Transparenz aufweist.

Zusätzlich ist das SiOx-haltige Material relativ fest und spröde und kann während der Herstellung, des Befüllens und/oder des Handhabens des Hauptbehälters reißen. Wegen dieser inhärenten Festigkeit verringern sich die Barriereeigenschaften eines SiOx-haltigen Films, wenn der SiOx-Film mehr als 1% gedehnt wird, wegen der Zerstörung des SiOx-Filmsubstrats. Zusätzlich ist der Stand der SiOx- Beschichtungstechnologie derart, dass die Barriereeigenschaften des SiOx-Films über die Oberfläche des Films von Punkt zu Punkt variieren. Dies liegt daran, dass die gegenwärtig anwendbaren SiOx-Zerstäubungsverfahren nicht fähig sind, einen glatten Film mit gleichmäßiger Dicke zu bilden. Diese Variationsbreite von Barriereeigenschaften ist gewöhnlich größer als jene, die sich bei extrudierten Polymermaterialien zeigen, die eine niedrigere Variationsbreite wegen ihres inhärent homogenen Charakters haben. Die Barriereeigenschaften eines homogenen, polymeren Barrierefilms sind primär eine Funktion der Filmdicke, die während des Herstellungsverfahrens sehr genau kontrolliert werden kann.

Obwohl bevorzugte Materialien für den klaren, hochsperrenden Zwischenfilm sowohl eine Sauerstoffbarriereschicht als auch eine Feuchtigkeitsbarriereschicht enthalten können, können alternative Materialien verwendet werden, um eine Medikamentenabteilabdeckung zu schaffen, die an den speziellen Anwendungszweck angepasst ist. So kann beispielsweise eine der hochsperrenden Schichten weggelassen werden, was einen hochsperrenden Zwischenfilm ergibt, der nur eine Feuchtigkeitsbarriereschicht oder nur eine Sauerstoffbarriereschicht enthält. Weiterhin kann der hochsperrende Zwischenfilm eine Feuchtigkeitsbarriereschicht, wie oben beschrieben, in Kombination mit einer Wärmeversiegelungs-Löseschicht enthalten, die hergestellt ist aus einem Material mit hohem Schmelzpunkt, das ebenfalls Sauerstoffbarriereeigenschaften aufweist.

Tabelle 1 ist eine nicht abschließende Liste, die den beispielhaften Film 71 der 5 und vier zusätzliche Beispiele von mehrschichtigen Filmen oder Laminaten zeigt, die für die Herstellung von verschiedenen Ausführungsbeispielen einer klaren, hochsperrenden Zwischenschicht gemäß der Erfindung geeignet sind. In der Liste bezieht sich oHDPE auf ein orientiertes Polyethylen hoher Dichte, wie beispielsweise ein HD, Grad Monax, ein Polyvinylidenchlorid beschichtetes PET bezieht sich auf ein Produkt, das erhältlich ist bei DuPont Chemical Co., unter der Handelsbezeichnung 50M44, und AclarTM bezieht auf einen Polychlorotrifluoroethylen-Film, erhältlich von Allied Signal Corporation, das ebenfalls bekannt ist unter der Handelsbezeichnung ULTRX2000.

Tabelle 1

Gemäß der Durchführung der vorliegenden Erfindung, kann jeder der oben diskutierten mehrschichtigen Laminatfilme zum Ausbilden einer klaren, hochsperrenden Abdeckung über dem Medikamentenabteil 20 des medizinischen Behälters 10 verwendet werden. Bevorzugt besteht die rückwärtige Lage 14 jedes dieser Behälter aus einer mehrschichtigen Laminatstruktur, die einen hoch gegen Feuchtigkeit sperrenden, eine Aluminiumfolie enthaltenden Film umfasst, der den 80 Gew.-%/20 Gew.-%-Film an seiner nach innen weisenden Oberfläche aufweist, wie in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel der 3 beschrieben.

Indem man die rückwärtige Lage 14 des Behälters aus einem undurchsichtigen, eine Aluminiumfolie enthaltenden hochsperrenden Laminatfilm herstellt, kann man die Inhaltsstoffe des Behälters gegen eine Einwirkung durch UV-Strahlung und dem sichtbaren Lichtspektrum schützen, die seine Inhaltsstoffe verändern können. Im praktischen Gebrauch wird der abziehbare, die Aluminiumfolie enthaltende Film, der das Medikamentenabteil abdeckt, gewöhnlich vor der Ausgabe durch die Krankenhausapotheke entfernt. Da die hochsperrenden Zwischenfilme klar sind, bewirken sie keinen Schutz gegen eine Lichteinwirkung und es muss Sorgfalt aufgewendet werden, um die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils dagegen zu schützen, versehentlich einem UV-Licht oder einer intensiven Lichtstrahlung im sichtbaren Spektrum während der nachfolgenden Behälteraufbewahrung auszusetzen. Demgemäß wird der Behälter auf sich zurückgefaltet im Bereich einer der aufziehbaren Abdichtungen, so dass der die Aluminiumfolie enthaltende Film (oder die rückwärtige Lage) die nach außen weisende Oberfläche des übergefalteten Behälters bildet und dazu beiträgt, die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils gegen eine Einwirkung von UV-Strahlung oder einer intensiven Lichtstrahlung im sichtbaren Spektrum zu schützen.

6 zeigt den Behälter, wie er entlang der Linie einer der aufziehbaren Abdichtungen oder vor einer der aufziehbaren Abdichtungen übergefaltet ist. Wenn er so gefaltet ist, wird das Material der vorderen und rückwärtigen Lagen des Beutels durch die Faltung zusammengeklemmt, wodurch die Abdichtung zusätzlich geschützt wird. Die Faltung bietet einen zusätzlichen Widerstand gegen einen hydraulischen Druck, der beispielsweise durch ein unbeabsichtigtes Zusammenquetschen des Lösungsmittelabteils des Beutels verursacht wird.

Gemäß bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind Mittel vorgesehen, um den Behälter in einem übergefalteten Zustand zu sichern, um ihn beispielsweise gegen eine unbeabsichtigte Aktivierung abzuschirmen und mitzuhelfen, die Inhaltsstofte des Behälters gegen eine Strahlungseinwirkung zu schützen, indem man nur die eine Aluminiumfolie enthaltende, rückwärtige Lage dem Umgebungslicht aussetzt.

Wie die 1 und 6 zeigen, enthalten die Mittel zum Festhalten des Beutels in einem übergefalteten Zustand bevorzugt eine Verriegelungslasche 28, die aus dem primären Beutelmaterial gebildet ist und sich von einer Seite des Behälters erstreckt, und einen passenden Eingriffsschlitz 37, der so ausgebildet ist, dass er die Lasche 28 aufnimmt, wenn der Beutel entlang einer Linie im Bereich der ersten aufziehbaren Abdichtung 24 zwischen dem Lösungsmittel- und dem Medikamentenabteil übergefaltet wird. Nachdem der Behälter übergefaltet ist und die Verriegelungslasche 28 im passenden Schlitz 27 aufgenommen ist, sind die Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils an beiden Seiten gegen eine unbeabsichtigte Bestrahlung durch die die Aluminiumfolie enthaltende, rückwärtige Lage geschützt.

Demgemäß ist es zu verstehen, dass man dann, wenn man den Beutel in einen übergefalteten Zustand bringt, zum Schutz der Inhaltsstoffe des Medikamentenabteils gegen einen Strahlungsabbau beiträgt, während man ebenfalls einen Schutz gegen eine unbeabsichtigte Beutelaktivierung schafft, indem man die Festigkeit der aufziehbaren Dichtung, entlang der der Beutel gefaltet ist, erhöht. Zusätzlich sind die Mittel zum Aufrechterhalten des Beutels im übergefalteten Zustand an einen leichten Eingriff und eine leichte Lösbarkeit anpassbar, wodurch die klare innere Fläche des medizinischen Behälters periodisch aufgedeckt werden kann, damit die Inhaltsstoffe des medizinischen Behälters periodisch für eine visuelle Inspektion des Zustands des Abteils zugänglich ist.

In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel gemäß 7 ist ein zusätzlicher Schutz für das Medikamentenabteil vorgesehen, indem man einen wiederentfernbaren Eindringpfad für Feuchtigkeitsdampf vorsieht, der im flüssigkeitsenthaltenden Lösungsmittelabteil ausgebildet werden kann. Der wiederentfernbare Feuchtigkeitsdampf-Eindringpfad ist vorgesehen, indem man eine zusätzliche, aufziehbare Abdichtung 25 quer über den Medizinbehälter mit einem kurzen Abstand vor oder über der abziehbaren Abdichtung 24 vorsieht, die das Medikamentenabteil vom Lösungsabteil trennt. Die zusätzliche abziehbare Abdichtung 25 ist bevorzugt etwa 3,17 bis 12,7 mm (1/8 bis 1/2 Zoll) oberhalb der aufziehbaren Abdichtung 24 angeordnet, d. h. in Richtung auf das Lösungsmittelabteil 18. Die erste aufziehbare Dichtung 24 und die zusätzliche aufziehbare Dichtung 25 definieren zusammen ein Pufferabteil 29, das zwischen dem Lösungsmittelabteil 18 und dem Medikamentenabteil 20 angeordnet ist. Das Pufferabteil 29 ist bevorzugt leer.

Wenn der medizinische Behälter mit der zusätzlichen, aufziehbaren Abdichtung 25 und dem Pufferabteil 29 versehen ist, wird ein schützender Durchtrittsweg für Feuchtigkeitsdampf vorgesehen, der die pulverförmigen Arzneimittel im Medikamentenabteil 20 gegen Feuchtigkeit schützt, die vom Lösungsmittelabteil durch das Material des Behälters hindurchtritt. Obwohl das Medikamentenabteil 20 durch eine aus einer Vielzahl von hochsperrenden Schutzabdeckungen abgedeckt ist, wie oben beschrieben, existiert ein Pfad, auf dem Feuchtigkeit vom Lösungsmittelabteil zum Medikamentenabteil hindurchtreten kann, durch die Behälterhauptmaterialien, die die erste aufziehbare Abdichtung 24 bilden. In dem in 7 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird Feuchtigkeitsdampf, der durch die Behälterhauptmaterialien im Bereich der zusätzlichen aufziehbaren Dichtung 25 aus dem Lösungsmittelabteil hindurchtreten könnte, innerhalb des Pufferabteils 29 eingefangen. Da der Oberflächenbereich des Pufferabteils 29, der für den Dampfdurchtritt zur Verfügung steht, viel größer ist als die Durchtrittsoberfläche, die von der abziehbaren Dichtung 24 bereitgestellt wird, wird der Feuchtigkeitsdampf im Pufferabteil bevorzugt in die Atmosphäre entweichen, statt durch das Material der ersten aufziehbaren Dichtung 24 hindurch – und in das Medikamentenabteil einzutreten.

Es kann deshalb festgestellt werden, dass die zusätzliche aufziehbare Dichtung 25 und das Pufferabteil 29 Einrichtungen zum Schutz des trockenen Medikaments im Medikamentenabteil gegen eine Beeinträchtigung durch Feuchtigkeit schaffen.

Herstellung und Zusammensetzung des Behälters

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung, schließen sich die vorderen und rückwärtigen Lagen 12 und 14 eines beispielhaften Ausführungsbeispiels des Behälters 10 über eine 80 : 20-Filmschicht aneinander an. Obwohl andere Anschlussfilme innerhalb des Schutzbereichs und des Sinns der vorliegenden Erfindung liegen, umfasst in jedem der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele die nach innen weisende Schicht der vorderen Lage 12 einen 80 : 80-Film, der in Kontakt mit der nach innen weisenden 80 : 20-Filmschicht der rückwärtigen Lage 14 angeordnet ist.

Die Zusammensetzung der vorderen und rückwärtigen Lagen 12 und 14 des Behälters 10 gestatten es, Umfangsabdichtungen und aufziehbare Abdichtungen unter Verwendung von Heißversiegelungstechniken zu erzeugen. Erhitzte Stangen oder Formen werden mit unterschiedlichen Temperaturen, Drücken und Aufbringzeiten angewandt, um einen zueinander gewandten Bereich der verwendeten Materialien und Laminate auf Temperaturen in der Nähe oder oberhalb ihrer Schmelzpunkte zu bringen, um eine Vermischen von Material über die Grenzschicht zu gestatten, um dadurch eine Bindung der gewünschten Festigkeit und der gewünschten Merkmale zu schaffen.

Für entweder einen einzellagigen Film oder einen mehrlagigen Laminatfilm für die Vorderlage 12 und das Aluminiumfolienlaminat der rückwärtigen Lage 14, wird ein Herstellungsverfahren des Behälters 10 des dargestellten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit 8 beschrieben. Das Verfahren umfasst das Schneiden der vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters auf die gewünschten vertikalen Behälterabmessungen, jedoch überdimensioniert bezüglich der horizontalen Abmessungen.

Wenn der Behälter 10 mit einer einschichtigen vorderen Lage 12 hergestellt wird, wird die hochsperrende, die Aluminiumfolie enthaltende Schutzschicht 55 (der 3) und die transparente, hochsperrende Zwischenschicht (64 der 4 oder 71 der 5), die in den hochabsperrenden Abdeckungen des Medikamentenabteils 20 enthalten sind, auf die gewünschte Größe geschnitten, über den Bereich positioniert, der zum Medikamentenabteil wird und nachfolgend an der vorderen Lage 12 des Behälters befestigt. Gemäß der Erfindung, wird die transparente, hochsperrende Zwischenschicht zuerst über der Oberfläche der vorderen Lage laminiert, und die die Aluminium enthaltende Schutzschicht 25 darauf liegend angeordnet.

Insbesondere wird die transparente, hochsperrende Zwischenschicht 64 oder 71 über dem Medikamentenabteil positioniert und durch ein paar Stangen an Ort und Stelle gehalten, während sie auf die Oberfläche der vorderen Lage 12 laminiert wird. Der Bereich der Schicht, der in Kontakt mit den Stangen steht, ist demzufolge nicht für den Heißversiegelungskopf erreichbar, was zu einen kleinen Bereich des Films führt, der nicht mit der Oberfläche der vorderen Lage versiegelt ist. Durch die Verwendung von Stangen, um die transparente, hochsperrende Zwischenschicht in Position zu halten, verbleibt somit ein nicht versiegelter Flächenbereich, der den Kontaktabdruck der Stange trägt. In dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stangenkontaktfläche im Wesentlichen kreisförmig und führt zu zwei kreisförmigen, nicht versiegelten Bereichen 41, die sichtbar bleiben, wegen des Rückkehreindruckes, verursacht durch den Druck, der während des Versiegelungsverfahrens aufgebracht wird.

Nach der Laminierung der Zwischenschicht 64 oder 71, wird die Aluminiumfolienschicht 55 über ihre Oberfläche aufgebracht, unter Verwendung einer gemusterten Heißversiegelungsform wie oben beschrieben.

Nach dem Anbringen der Aluminiumfolienschicht 55 und der transparenten, hochsperrenden Schicht 64 oder 71 werden die vorderen und rückwärtigen Lagen zusammengelegt und die Auslassöffnung 30 wird in ihrer gewünschten Endposition zwischen die vorderen und rückwärtigen Lagen eingesetzt. Die Auslassöffnung 30 des dargestellten Ausführungsbeispiels ist spritzgeformt und hat eine Zusammensetzung mit 40% FI-NA Z9450, Polyethylen-Polypropylen-Copolymer, und 60% Shell KratonTM G1652, ein thermoplastisches Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer. Nach dem Einsetzen der Auslassöffnung wird eine erwärmte Form benutzt, um eine Abdichtung zwischen den Flanschen 34 der Auslassöffnung und der unteren Kante der vorderen und rückwärtigen Lagen benachbart des Flansches zu erzeugen.

Dann werden die aufziehbaren Abdichtungen 24 und 26 (und wahlweise die zusätzliche aufziehbare Dichtung 25), die die Abteile und den Behälter 10 unterteilen, hergestellt, beispielsweise unter Verwendung von doppelten Heißstangen, die eine vordere Stange in Ausrichtung mit einer rückwärtigen Stange aufweisen, die die Elemente des Behälters zwischen sich zusammendrücken, um dadurch die Abdichtung zu bilden. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist die vordere Stange, die die vorher fertiggestellte Kombination aus dem hochsperrenden Schutzfilm 55, den Zwischenfilmen 64 oder 71 und der vorderen Lage 12 berührt, auf einer Temperatur im Bereich von etwa 118°C (245°F) bis etwa 129°C (264°F) gehalten. Die rückwärtige Stange, die die rückwärtige Lage 14 berührt, wird im Wesentlichen auf der gleichen Temperatur wie die vordere Stange (im Bereich zwischen etwa 118°C oder 245°F bis etwa 129°C oder 265°F) gehalten, und kann wahlweise eine dünne Gummibeschichtung aufweisen, um ein gleichmäßiges Druckaufbringen zu erreichen. Die doppelten Stangen werden in Kontakt mit den vorderen und rückwärtigen Lagen gepresst, mit einem Druck im Bereich von etwa 1,59 MPa (230 psi) bis etwa 2,35 MPa (340 psi) und auf dieser Temperatur und Druck für eine Zeitdauer zwischen etwa 1,5 bis etwa 2,5 Sekunden gehalten. Die aufziehbaren Abdichtungen 24 und 26, wie sie in 2 gezeigt sind, können einzeln mit einer einzelnen Doppelstangenanordnung oder gleichzeitig mit einer verdoppelten Doppelstangenanordnung hergestellt werden. Die zusätzliche, aufziehbare Abdichtung 25 kann leicht durch eine verdreifachte Doppelstangenanordnung hergestellt werden.

Eine weitere Ausgestaltung des oben beschriebenen Ausführungsbeispiels der Ausbildung aufziehbarer Dichtungen umfasst die Herstellung eines Heißsiegelkopfes mit einer Doppel-Siegelstangenanordnung, bei dem ein Ende der Doppelstangen miteinander durch eine Quersiegelungsstange verbunden ist, so dass sie eine rechteckige, langgestreckte U-Form beschreiben. Wenn ein derartiger Versiegelungskopf in Kontakt mit den vorderen und rückwärtigen Lagen gebracht und im oben beschriebenen Temperatur- und Druckbereich gehalten sind, wird eine zusätzliche aufziehbare Dichtung 25 vorgesehen, die die querverlaufenden aufziehbaren Dichtungen 24 und 26 verbindet und benachbart und parallel der permanenten Umfangsabdichtung 16 angeordnet ist, die entlang der Kante des Behälters, den Schutzöffnungen gegenüberliegend, ausgebildet ist. Diese zusätzliche Abdichtung 25 wird bevorzugt dann ausgebildet, wenn der Behälter für eine Aufnahme eines hochsperrenden Schutzfilms ausgebildet ist, der über der Oberfläche des Medikamentenabteils angeordnet ist.

In solchen Fällen wird die Materialdicke, die dem Heißversiegelungskopf vorgelegt wird, im Bereich, der das Medikamentenabteil 20 definiert, unterschiedlich (dicker) sein, als im Bereich, der durch das Material definiert wird, das die permanente Umfangsabdichtung 16 umfasst. Die Differenz der Materialdicke zwischen diesen beiden Bereichen erfordert es, dass der Heißsiegelungskopf Druck gegen eine Ausgleichsunterlage, wie beispielsweise Gummi, ausübt, um einen gleichmäßigen Versiegelungsdruck über die Grenzfläche sicherzustellen. Wenn man die zusätzliche aufziehbare Dichtung 25 innerhalb des Umfangs des Medikamentenabteils ausbildet, vermeidet man das Erfordernis einer ausgleichenden Unterlage für den Versiegelungskopf. Die Materialdicke, die durch den Heißversiegeler festgestellt wird, wird demnach konstant sein, was eine gleichmäßige, austrittssichere, aufziehbare Abdichtung sicherstellt.

Nach dem Ausbilden der aufziehbaren Abdichtung, werden die vorderen und rückwärtigen Lagen durch eine permanente Heißversiegelung 16 in Umfangsrichtung zusammengestellt, die sich über die Oberseite, die Unterseite und entlang einer kontinuierlichen Seite des Behälters erstreckt, in einer Weise, dass sie einen Bereich der aufziehbaren Abdichtung 25 überlagert, die die querverlaufenden Abdichtungen 24 und 26 verbindet, wodurch austrittsgesicherte Abdichtungen zwischen dem Lösungsmittel-Medikamenten- und den unteren Abteilen sichergestellt wird. Wie man am besten in 8 sieht, ist an der gegenüberliegenden Seite des Behälters die permanente Abdichtung 16 von der überdimensionierten Kante der vorderen und rückwärtigen tagen beabstandet und ist in unterbrochener Weise vorgesehen entlang der gewünschten Kante des endgültigen Beutels, d. h. die Abdichtung ist entlang des oberen vertikalen Bereichs 110a, eines vertikalen Bodenbereichs 110b und eines mittleren, vertikalen Bereichs 110c ausgebildet, wodurch zwischen den drei vertikalen Bereichen zwischenliegende Abstände definiert sind.

Schutz- oder Hilfs- oder Opfer- oder wiederentfernbare Öffnungen 102 und 104 sind zwischen den vorderen und rückwärtigen Lagen in Positionen entlang der Kante ihrer überdimensionierten Bereiche benachbart den Spalten in der permanenten Heißversiegelung angeordnet. Ähnlich wie bei der Auslassöffnung 30, werden die vorderen und rückwärtigen Lagen mit den Schutzöffnungen 102 und 104 entlang jeweils abgeschrägter Flansche 106 und 108 versiegelt, die für diesen Zweck vorgesehen sind. Die Schutzöffnungen 102 und 104 sind ebenfalls spritzgegossen und, da sie in einem späteren Stadium des Verfahrens entfernt und weggeworfen werden, aus irgendeinem kostengünstig erhältlichen, thermoplastischen Material hergestellt. Insbesondere können die Schutzöffnungen aus dem wiederverwendeten 80 : 20-Filmmaterial, einfaches Polypropylen, oder dergleichen hergestellt werden.

Die Schutzöffnungen 102 und 104 sind im einzelnen in den 8a und 8b dargestellt, wobei 8a jeweils die Lösungsmittelfüllöffnung 102 und die Pulverfüllöffnung 104 in Seitenansicht zeigt, und wobei 8b die Öffnungen in einer halbschematischen Draufsicht zeigt. Die Schutzöffnungen 102 und 108 enthalten jeweils eine Kappe 109, die in die Lösungsmittelbefüllöffnung 102 eingesetzt wurde und dargestellt ist als über der Pulverbefüllöffnung 104 schwebend.

Die Schutzöffnungen 102 und 104 sind wichtige Merkmale der vorliegenden Erfindung und bilden, wie nachfolgend weiter beschrieben, eine Möglichkeit zum aseptischen Befüllen eines Behälters mit einem einzigen oder mit mehreren Abteilen mit pulverförmigen Medikamenten, flüssigen Lösungsmitteln und dergleichen. Zusätzlich sind die Schutzöffnungen mit einer Konstruktion versehen, die es gestatten, dass die Öffnungen und dadurch die medizinischen Behälter durch automatisierte Robotergeräte getragen und gehandhabt werden können.

Wie in 8a dargestellt, enthalten die Schutzöffnungen 102 und 104 jeweils zwei vertikal zueinander beabstandete Flansche, einen unteren Flansch 103 und einen oberen Flansch 105. Jeder der Flansche ist im Wesentlichen rechtwinklig geformt (am besten in 8b zu sehen), wobei ihre langen Kanten sich etwa 3 mm zu jeder Seite über den im Wesentlichen rohrtörmigen Füllstutzen 107 jeder entsprechenden Schutzöffnung erstrecken. Wie in 8b gezeigt, hat jede kurze Seite (oder breite) des Flansches die gleiche Abmessung wie der äußere Durchmesser des im Allgemeinen rohrtörmigen Fischbundes der Öffnung (12 mm). Jeder der Flansche 103 und 105 ist mit einer Dicke von etwa 1,5 mm konstruiert und ist in einer vertikalen, zueinander beabstandeten Anordnung angeordnet, und mit einer Überschneidung jedes Öffnungsstutzens mit seinem entsprechenden abgeschrägten Flansch (106 und 108). Der unterste Flansch 103 an jeder Öffnung ist etwa 4 bis 5 mm oberhalb des Schnitts des Öffnungsstutzens mit dem abgeschrägten Flansch der Öffnung angeordnet, während der oberste Flansch 105 so angeordnet ist, dass seine Bodenfläche etwa 4 mm oberhalb der oberen Fläche des Bodenflansches 103 angeordnet ist, was zu einem Abstand von etwa 4 mm zwischen den Flanschen und zwischen dem Bodenflansch und der Behälterkante führt.

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, hat der im Allgemeinen rohrförmige Stutzen 107 jeder Schutzöffnung 102 und 104 einen äußeren Durchmesser von etwa 12 mm und eine Länge oder Höhe, die davon abhängt, ob es eine Lösungsmittelbefüllöffnung 102 oder eine Pulverbefüllöffnung 104 ist. Bei einer Lösungsmittelöffnung 102 hat in einem beispielhaften Ausführungsbeispiel der Stutzen eine Höhe von etwa 13 mm und bei einer Pulverbefüllöffnung 104 hat der Stutzen eine Höhe von etwa 18 mm. Der Fachmann wird verstehen, dass die inneren und äußeren Durchmesser des Befüllstutzens im Wesentlichen die gleichen sind wie einer konventionellen Arzneimittelampulle aus Glas oder Kunststoff. Diese Ausbildung gestattet es, dass die Befüllstutzen der Schutzöffnungen über konventionelle Befüllgeräte für Arzneimittelampullen gehandhabt werden können.

Jeder der im Allgemeinen rohrtörmigen Stutzen ist mit einer Durchgangsöffnung versehen, wodurch eine zylindrische Form definiert wird. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der Durchmesser jeder Durchgangsöffnung etwa 10,4 mm, wodurch sich eine Dicke einer zylindrischen Seitenwand von etwa 0,8 mm ergibt. Die obere Kante jedes Stutzens hat eine Abschrägung, die unter einem Winkel von etwa 45° in Richtung auf das Innere des Stutzens vorgesehen ist.

Eine im Allgemeinen zylindrische Kappe (oder Stöpsel) 109 ist für jede der Öffnungen vorgesehen und mit einem äußeren Durchmesser (10,5 mm) ausgebildet, der geringfügig größer als der innere Durchmesser des Befüllstutzens jeder Öffnung (10,4 mm) ist, so dass die Grenzfläche zwischen dem äußeren Durchmesser der Kappe und dem inneren Durchmesser der Öffnung eine hermetische Abdichtung erzeugen, wenn die Kappe 109 in eine Öffnung eingesetzt ist. Diese Abdichtung ist erforderlich, um zu verhindern, dass Fremdstoffe in den Behälter vor dem Befüllen gelangen, und um zu verhindern, dass pulverförmige Medikamente oder flüssige Verdünnungsmittel austreten, nachdem der Behälter aseptisch befällt wurde. Wie man in 8a sieht, ist die Bodenkante 109a der Kappe 109 unter einem Winkel von etwa 45° abgeschrägt, so dass sie mit der 45°-Abschrägung jedes Stutzens der Öffnung in Eingriff treten kann, und das Einsetzen unterstützt.

Zusätzlich zu den Flanschen 103 und 105 an den Öffnungen, sind auch an der Kappe ein paar vertikal beabstandeter Flansche vorgesehen. Im beispielhaften Ausführungsbeispiel der 8a, definiert ein im wesentlicher sich in Umfangsrichtung erstreckender, oberer Flansch 110 die Oberseite der Kappe und hat eine Dicke von etwa 1,0 mm und einen Durchmesser von etwa 12.0 mm, so dass er sich über den Kappenkörper um etwa 0,75 mm hinauserstreckt. Der Überhang des oberen Flansches gestattet somit einem "Anhebe"-Mechanismus, die Unterseite des oberen Flansches 110 zu ergreifen und ein Mittel zu bilden, die Kappe vertikal aus ihrer entsprechenden Stutzenöffnung herauszuheben. Ein unterer Flansch 111 ist vorgesehen, um die Einsatztiefe der Kappe zu steuern, wenn die Kappe beispielsweise in die Stutzenöffnung eingesetzt oder nach dem Befüllvorgang wieder eingesetzt wird. Der untere Flansch 111 kann sich vollständig in Umfangsrichtung erstrecken oder kann als Teilflansch ausgebildet sein, der einen einfachen seitlichen Vorsprung vom Körper der Kappe definiert. Wie beim oberen Flansch 110 hat auch der untere Flansch 111 eine Dicke von etwa 1 mm und ist so ausgebildet, dass er sich über den Körper der Kappe um etwa 0,75 mm hinauserstreckt. Die oberen und unteren Flansche 110 und 111 sind voneinander in Vertikalrichtung entlang des Körpers der Kappe beabstandet, so dass sie einen Zwischenraum von etwa 3 mm definieren.

Wie demnach ersichtlich ist, fügt jede Kappe 109 nach dem Einsetzen etwa 5 mm zur Gesamthöhe ihrer entsprechenden Schutzöffnung hinzu. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass die Kombination aus der Lösungsmittelöffnung 102 und der Kappe eine Höhe von 18 mm aufweist, was die gleiche ist, wie die Höhe der Medikamentenöffnung 104, ohne dass ihre Kappe eingesetzt wurde. Dieses besondere Merkmal gestattet es, dass die Kappe aus der Medikamenten-Schutzöffnung 104 entfernt und der Behälter unter einem herkömmlichen, drehbaren Pulverbefüllmechanismus eingefügt wird, während die Öffnung des Lösungsmittelabteils abgedichtet bleiben kann. Wenn man die abgedichtete Öffnung des Lösungsmittelabteils auf einer Höhe gleich oder geringer als die Höhe einer Öffnung des Medikamentenabteils in unverschlossenen Zustand hält, bewirkt man, dass sich beide Öffnungen unter einem Pulverrad hindurchbewegen können und hindurchtreten können, während sie in einer effektiven, durchlaufenden Weise automatisch gehandhabt werden.

Wie 8 zeigt, werden die permanenten Abdichtungen 110a, 110b und 110c danach in Richtung auf die überdimensionierte Kante des Behälters durch jeweilige Abdichtungsverlängerungen 110d, 110e und 110f verlängert. Diese Abdichtungsverlängerungen sind mit einer geeigneten Breite ausgebildet, um zu gestatten, dass der überdimensionierte Behälterbereich, der die Schutzöffnungen enthält, vom befüllten Behälter abgeschnitten werden kann, nachdem das Herstellungsverfahren vervollständigt wurde, ohne die Gefahr, dass man die Umfangsabdichtung des Behälters entlang der weggeschnittenen Kante schwächt.

Insbesondere haben die überdimensionierten Bereiche 110e und 110f eine Breite, die ausreicht, dass der Rückhalteschlitz (27 der 1) und die Rückhaltelasche (28 der 1) aus dem relativ steifen Material der jeweiligen Abdichtungsverlängerungen 110e und 110f herausgeschnitten werden.

Die Abdichtungen und Abdichtungsverlängerungen, die im überdimensionierten Bereich des Behälters ausgebildet sind, definieren Hohlräume oder Kanäle 112a und 112b im zwischen den Abdichtungen liegenden Behältermaterial. Der Kanal 112 gestattet die Verbindung zwischen der Schutzöffnung 102 und dem Inneren des Lösungsmittelabteils 118, während der Kanal 112b die Verbindung zwischen der Schutzöffnung 104 und dem offenen Medikamentenabteil 20 gestattet. Wie nachfolgend näher beschrieben, werden die Kanäle 112a und 112b durch eine nachfolgende, permanente Heißversiegelung geschlossen, die die verschiedenen voneinander beabstandeten, vertikalen Abdichtungsbereiche (110a–f) am überdimensionierten Bereich des Behälters verbindet.

Behälterherstellungsvorrichtung

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung, wird nachfolgend in Verbindung mit 9 ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen des Behälters 10 der 8 beschrieben. Wie man der nachfolgenden Beschreibung einer Behälterherstellungsvorrichtung entnehmen kann, sind sowohl die Vorrichtung als auch das Verfahren so angepasst, dass sie für eine Herstellung von medizinischen Behältern mit vorderen und rückwärtigen Lagen geeignet sind, die entweder einschichtige oder mehrschichtige Laminatfilme umfassen. Wie es ebenfalls der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen ist, kann die Anzahl, die Form, die Ausbildung und Anordnung der verschiedenen Abdichtungen des Behälters 10 der 8 in einfacher Weise verändert oder selbst weggelassen werden, wegen der modularen Anordnung der Bestandteile der Vorrichtung.

9 ist eine halbschematische Draufsicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels einer Behälterherstellungsmaschine 120, die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist, wobei die Anordnung und die Positionierung verschiedenster Abdichtungs-Ausbildungsstationen und die Anordnung und Ausbildung der hauptsächlichen Zufuhrrollen der Filmbahnen für den Behälter gezeigt sind.

Das Rohmaterial für die vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters (beispielsweise 12 und 14 der 2) wird der Behälterherstellungsmaschine 120 in Form entsprechender Vorratsrollen 122 und 124 für die Rohfilmbahn zugeführt, die in Bahnvorratsrollen-Stationen am Eingangsende der Behälterherstellungsmaschine 120 montiert sind. Beispielsweise wird Bahnmaterial von der Vorratsrolle 122 für die vordere Lage durch eine Tänzerstation 123 geschickt, die das Bahnmaterial unter einer geeigneten Zugspannung halten kann, wenn die Bahn durch die verbleibenden Stationen der Herstellungsmaschine 120 hindurchgezogen wird. Nach der Tänzerstation 123 wird das Bahnmaterial durch Vakuumförderräder durch eine erste Bahnsäuberungsstation 125 und danach durch eine Reihe von optionsweise vorgesehenen Sperrfilm-Aufbringstationen 126 und 127 geführt, die in Reihe entlang des Bahnpfades angeordnet sind. Wenn der Behälter (10 der 1) in einer oben beschriebenen Weise konstruiert ist, d. h. eine einschichtige Vorderlage 12, einen transparenten, hochsperrenden Zwischenfilm (64 der 4 oder 71 der 5) und eine hochsperrende, eine Aluminiumfolie enthaltende Schutzschicht (55 der 3) enthält, werden die hochsperrenden Abdeckungen des Medikamentenabteils 20 zunächst größenmäßig zugeschnitten, anschließend über den Flächenbereich angeordnet, der das Medikamentenabteil wird, und dann der Reihe nach an der Vorderlage des Behälters jeweils in den Sperrfilm-Aufbringstationen 126 und 127 befestigt. Gemäß der Erfindung, wird die transparente, hochsperrende Zwischenschicht zunächst über die Oberfläche der vorderen Lage in der Aufbringstation 126 laminiert und die die Aluminiumfolie enthaltende Schutzschicht wird in der Aufbringstation 127 darüberliegend angeordnet.

In ähnlicher Weise wird das Bahnmaterial, das die rückwärtige Lage des Behälters bilden wird, von seiner entsprechenden Rohbahn-Vorratsrolle 124 durch eine entsprechende Tänzerstation 128 abgezogen und durch Vakuumförderräder durch eine entsprechende Bahnreinigungsstation 129 gefördert.

Wenn der kontinuierliche Film der vorderen und rückwärtigen Bahnlagenmaterialien ihre entsprechenden Vorbereitungsstationen verlassen, werden die kontinuierlichen Filme in Ausrichtung miteinander gefördert und so orientiert, dass die 80 : 20-Oberflächen jedes kontinuierlichen Filmes der 80 : 20-Oberfläche des anderen Films gegenüberliegt. Nachdem die kontinuierlichen Filmbahnen in Ausrichtung zueinander gebracht wurden, wird das Bahnmaterial kontinuierlich automatisch gehandhabt und in Längsrichtung durch den Abdichtungskern 130 der Herstellungsvorrichtung 120 bewegt. Die Schutzöffnungen für Lösungsmittel und Medikament werden entlang den übereinanderliegenden Bahnen angeordnet und zwischen den vorderen und rückwärtigen Filmlagenbahnen eingelegt, und verschiedene Abdichtungen werden an dem übereinanderliegenden Bahnmaterial ausgebildet, um die Bahnen miteinander zu verbinden und den Behälter im Wesentlichen so in einen Zwischenzustand zu bringen, dass er geeignet ist für eine aseptische Befüllung.

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, umfasst der Abdichtungskern 130 der Herstellungsmaschine eine Vielzahl von Abdichtungspress- und Öffnungseinsetz-Stationen, die in Reihe entlang des Bewegungspfades der übereinanderliegenden Filmbahnen für den Behälter angeordnet sind. Eine erste einer derartigen Station ist eine Verabreichungsöffnung-Beladestation 131, in der eine Verabreichungsöffnung oder die Auslassöffnung (30 der 8) in ihre korrekte Position zwischen den vorderen und rückwärtigen Lagen eingesetzt wird. Eine erhitzte Presse, die eine gestaltete Form aufweist, wird über das Bahnmaterial gedrückt, um eine Abdichtung zwischen dem Auslassöffnungs-Flansch (34 der 8) und der späteren unteren Kante der vorderen und rückwärtigen Lagen benachbart des Flansches in der Verabreichungsöffnung-Abdichtstation 132 zu erzeugen. Die Verabreichungs- oder Auslassöffnung 30 besteht aus einem Kunststoffmaterial und ist spritzgegossen aus einer Zusammensetzung mit 40% FINA Z9450, ein Polypropylencopolymer, und 60% Shell Kraton G1652, ein thermoplastisches Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer. Wegen der Ähnlichkeiten zwischen der Materialzusammensetzung der Verabreichungsöffnung 30 und des Materials der inneren, die Abdichtung bildenden Oberflächen der vorderen und rückwärtigen Lagen, kann festgestellt werden, dass die vorderen und rückwärtigen Lagen mit dem Flansch 34 der Verabreichungsöffnung abdichtend verbunden werden können, unter Verwendung der im Wesentlichen gleichen Wärmebehandlung wie diejenige, die zum Herstellen der permanente Umfangsabdichtung verwendet wird, was nachfolgend näher erläutert wird.

Nach dem Einsetzen und Abdichten der Verabreichungsöffnung 30 mit dem Behältermaterial, werden die übereinanderliegenden Filmbahnen danach einer Schutzöffnungs-Einsetzstation 134 übergeben, an der Schutzöffnungen (102 und 104 der 8) zwischen die vorderen und rückwärtigen Lagen an Stellen entlang der entsprechenden Seiten der Behälterbereiche eingesetzt werden, an denen das Lösungsmittel- und das Medikamentenabteil 18, 20 ausgebildet wird. Die Schutzöffnungen 102 und 104 werden bevorzugt aus einem 100%igen Polypropylenmaterial spritzgegossen, können jedoch auch aus einem Material hergestellt werden, das eine ähnliche Zusammensetzung wie die Zusammensetzung der Auslassöffnung 30 aufweist. Ähnlich wie die Auslassöffnung 30 werden auch die vorderen und rückwärtigen Lagen mit den Schutzöffnungen 102 und 104 entlang jeweils abgeschrägter Flansche 106 und 108 verschweißt, die für diesen Zweck ausgebildet sind.

Nach dem Einsetzen der Schutzöffnungen 102 und 104 wird das Filmmaterial der vorderen und rückwärtigen Lagen durch eine permanente Umfangs-Heißversiegelung (16 der

8) zusammengebracht, die sich über Stellen erstreckt, die die Oberseite, den Boden und eine kontinuierliche Seite des fertigen Behälters bilden. Entlang der gegenüberliegenden Seite des Behälters wird die permanente Heißversiegelung 16 parallel jedoch beabstandet von der Kante der übereinanderliegenden Filmbahnstreifen vorgesehen und unterbrochen entlang der gewünschten Kante des fertigen Behälters (110a und 110b und 110c der 8) ausgeführt.

Nach dem Ausbilden der Umfangsabdichtung an der Umfangsabdichtungsstation 136, wird das Behältermaterial zu einer ersten, wahlweise vorzusehenden, Medikamenten-Schutzöffnungs-Versiegelungsstation 138 zugeführt. Das Material der vorderen und rückwärtigen Lagen wird mit dem abgeschrägten Flansch 108 der Medikamenten-Schutzöffnung 104 versiegelt, indem man das Material der vorderen und rückwärtigen Lagen an den abgeschrägten Flansch der Öffnung durch ein Paar von konkaven, angepassten, erhitzten Versiegelungsformen anpresst. Wie bei der Verabreichungsöffnungs-Form ist die Heißversiegelungsform der Medikamentenversiegelungsstation 138 entsprechend geformt, so dass dann, wenn die beiden Hälften des Versiegelungswerkzeuges zusammengepresst werden, sie eine im Wesentlichen elliptische Tasche mit einer Form bilden, die ein Spiegelbild der konvex abgeschrägten Versiegelungsfläche der Medikamentenöffnung ist.

Danach wird das Bahnmaterial einer zweiten, wahlweisen Versiegelungsstation 140 für die Lösungsmittelabteil-Schutzöffnung zugeführt, wo das Material der vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters an den abgeschrägten Flansch 160 der Medikamentenabteil-Schutzöffnung 120 gedrückt und mit ihr heißversiegelt wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Reihenfolge der Versiegelungen der Schutzöffnungen mit dem Behälter rein zufällig ist, und dass die Versiegelungsstation 138 für die Medikamentenöffnung ebenso leicht der Versiegelungsstation 140 für die Lösungsmittelöffnung folgen kann, als auch umgekehrt. Zusätzlich können die Versiegelungsstationen zum Versiegeln der Schutzöffnungen mit dem Behälter der Umfangsversiegelungsstation 136 vorausgehen. Zusätzlich kann eine weitere, wahlweise Versiegelungsstation, eine Herstellungsstation 142 für eine aufziehbare Abdichtung, die in 9 der Schutzöffnungs-Einsetzstation 134 nachfolgend und der Umfangs-Versiegelungsstation 136 vorangehend dargestellt ist, wahlweise vorgesehen werden, um aufziehbare Dichtungen zu bilden, die den Behälter 10 halbieren und ihn in eine Vielzahl von Abteilen unterteilen. Alternativ, kann die wahlweise vorgesehene Station 142 zum Herstellen einer aufziehbaren Abdichtung so ausgebildet sein, dass sie vor der Einsetzstation 134 für die Schutzöffnungen angeordnet ist, indem man die Station für die aufziehbare Dichtung mehrfach entlang des Filmbahnweges neu positioniert. Es ist auch offensichtlich, dass eine Vielzahl von Stationen für aufziehbare Dichtungen vorgesehen sein können, wenn der Behälter mit mehreren Abteilen hergestellt werden soll.

Es ist für den Fachmann offensichtlich, dass eine in Reihe angeordnete, jedoch unabhängige Mehrzahl von Versiegelungsstationen jeweils für einen automatischen Betrieb ausgebildet sind, wenn die Filmbahn automatisch zu ihren entsprechenden Stationen gefördert wird. Alternativ können Versiegelungsstationen in der Behälter-Herstellungsmaschine vorhanden jedoch inaktiv gehalten werden, so dass ihre bestimmten Abdichtungen nicht in einem spezifischen Herstellungsdurchlauf ausgebildet werden.

Nach dem Versiegeln der Schutzöffnungen, wird das Behälterbahnmaterial zu einer Versiegelungsstation 144 für Beschneidzonen gebracht, die auf das Behältermaterial eine permanente Heißversiegelung aufbringt, die den durchbrochenen Bereich der permanenten Umfangsabdichtung kontaktiert und überlappt, und sich bis zur Kante des Behälterfilmmaterials erstreckt. Die Beschneidungszonen-Versiegelungsbereiche (110d, 110e und 110f der 8) sind im Filmbereich zwischen der Umfangsabdichtung des Behälters und der Bahnkante vorgesehen, so dass sie einen Materialbereich mit einer relativ niedrigen Flexibilität definieren, der eine Breite aufweist, die ausreicht, um den Rückhalteschlitz (27 der 1) und die Rückhaltelasche (28 der 1) aus dem relativ steifen Material der Beschneidungszonen-Abdichtung herauszuschneiden. Zusätzlich liefert die Beschneidungszonen-Abdichtung eine zusätzliche Breite zu den Umfangsabdichtungen (110a, 110b und 110c), so dass die Umfangsabdichtungen in diesem Bereich mit einer ausreichenden Breite ausgebildet sind, damit dieser Bereich des Behälters (der die Schutzöffnungen umfasst) vom Behälter abgeschnitten werden kann, nacdem der Herstellungs- und Befüllprozess beendet wurde, ohne die Umfangsabdichtung des Behälters entlang der weggeschnittenen Kante wesentlich zu schwächen und den Zusammenhalt des befüllten Behälters zu gefährden.

Wie in 8 zu sehen, definieren die Beschneidungszonen-Abdichtungen 110d, 110e und 110f Hohlräume oder Kanäle 112a und 112b im zwischenliegenden Behältermaterial zwischen den Abdichtungen. Der Kanal 112a erlaubt demzufolge eine Verbindung zwischen der Schutzöffnung 102 und dem Inneren des Lösungsmittelabteils 18, während der Kanal 112b eine Verbindung zwischen der Schutzöffnung 104 und dem Medikamentenabteil 20 gestattet, wodurch beide Abteile durch ihre entsprechenden Schutzöffnungen zugänglich sind. Wie weiter unten beschrieben, werden die Kanäle 112a und 112b durch eine nachfolgende permanente Heißversiegelung verschlossen, die die Beschneidungszonen-Abdichtungsbereiche (110a–f) in diesen Bereichen des Behälters verbinden.

Nach den Heißversiegelungs-Verfahrensschritten wird der Behälter durch eine Aufhängungs-Stanzstation 146 geführt, die einen Aufhängungs-Ausschnitt in der oberen Mitte des Behälters bildet. Die folgenden Stationen 147 und 148 trennen die Behälter, indem die Materialbahn zunächst am Öffnungsende (147) schneidet, eine obere Beschneidstation 148 schneidet das Behältermaterial am Aufhängungsende ab, worauf der Behälter aus der Herstellungsmaschine 120 herauskommt und die Behälterherstellung im Wesentlichen vollständig ist.

Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die Anzahl und die Ausbildung der Abteile, die im Behälter vorgesehen sind, nur durch die Anzahl und die Anordnung der verschiedenen Wärmeversiegelungen bestimmt ist, die zum Herstellen des Behälters verwendet werden. Zusätzlich, in Abhängigkeit von der Anzahl der im fertigen Produkt vorgesehenen Behälter, kann eine geeignete Anzahl von Schutzöffnungen vorgesehen und entlang ihrer entsprechenden Materialbahnkanten angeordnet werden. Es ist ersichtlich, dass der modulare Herstellungsprozess gemäß der vorliegenden Erfindung an die Herstellung von Medikamentenbehältern mit einem einzigen Hauptabteil oder ein Behälter mit mehreren Abteilen, die jede Anzahl von Abteilen aufweisen können, anpassbar ist, indem man einfach zusätzliche aufziehbare Abdichtungen und zusätzliche Hilfsöffnungen, über die die Abteile gefüllt werden können, vorsieht. Für jede Ausbildung von Abteilen und Schutzöffnungen, kann die Beschneidungszonen-Versiegelungspresse an der Beschneidungszonen-Versiegelungsstation 144 geeignet neu ausgebildet werden, indem man eine Pressfläche entfernt und eine andere ersetzt, die ausgebildet ist, um einen, drei, vier oder dergleichen Kanäle oder Öffnungen vorzusehen, um so eine Vielzahl von Schutzöffnungen mit einer Vielzahl von Abteilen zu verbinden.

In gleicher Weise ist es dem Fachmann klar, dass die Zusammensetzung der vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters in geeigneter Weise verändert werden kann, indem man die Vorratsrollen für die Filmbahnen für die vorderen und rückwärtigen Lagen mit anderen geeigneten Materialien austauscht. Insbesondere können die Vorratsrollen sowohl für die vordere als auch die rückwärtige Lage einen einschichtigen 80 : 20-Film enthalten, so dass der fertige Behälter von beiden Seiten transparent ist. Wegen der modularen Natur der Herstellungsvorrichtung können sowohl die Aufbringstation für die klare Barriere als auch die Aufbringstation für die Folienbarriere beide stillgesetzt werden, wie dies auch bei der Herstellungsstation für die aufziehbare Abdichtung möglich ist, wodurch die Behälterherstellungsmaschine so verändert wird, dass sie einen Behälter mit einem einzigen Abteil herstellt, der vollständig transparent ist, und der eine Vielzahl von Auslassöffnungen umfasst, wie z. B. getrennte Medikamentenöffnungen und Verabreichungsöffnungen.

Demgemäß sieht man, dass die Behälterherstellungsmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist, für die Herstellung einer großer Vielzahl von Medikamentenbehältern, mit einer großen Variationsbreite von Größen, und einer Variationsbreite von Ausbildungen der Abdichtungen und Positionen der Öffnungen. Alle auf diese Weise hergestellten Behälter sind ersichtlich geeignet für eine aseptische Befüllung gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, sowie geeignet für die Verwendung in Kombination mit einem nachfolgenden Sterilisationsverfahren, wenn dies erwünscht ist.

Herstellung der Abdichtung

Die während des oben beschriebenen Herstellungsverfahrens hergestellten, aufziehbaren Abdichtungen sind geradlinige Abdichtungen, die eine dünne, rechteckige Form haben. Während sie anscheinend ähnlich den konventionellen, geradlinigen Abdichtungen sind, sind die aufziehbaren Abdichtungen dieses Ausführungsbeispiels insofern verbessert, dass sie eine ihr voraussehbare Reißcharakteristik über die Herstellungspartien zeigen, d. h. sie zeigen gleichmäßige Widerstandsmerkmale beim Handhabungsdruck.

Ohne sich auf eine spezielle Theorie festzulegen, glaubt man, dass die Aufziehbarkeit der Dichtungen erreicht wird, indem man die Zeit, den Druck und die Temperatur auf Werte begrenzt, die notwendig sind, die Grenzflächen zwischen den inneren Schichten der vorderen und rückwärtigen Lagen zu verschmelzen, die eine niedrigere Schmelztemperatur als die Zwischen- und andere Lagen der rückwärtigen Schicht aufweisen. Die Tiefe der Strukturveränderung in den inneren Schichten in der Schmelzzone ist begrenzt, wodurch man der Abdichtung die aufziehbaren Merkmale verleiht, während man eine ausreichende Festigkeit erhält, um ein Aufbrechen beim normalen Handhaben des Behälters zu verhindern. Bevorzugt wird die Aktivierungskraft beim Behälter der vorliegenden Erfindung streng kontrolliert, um einen Behälterzusammenhalt unter extremen Handhabungsbedingungen zu schaffen und er noch einfach zu aktivieren für alle Benutzer ist. Diese Aktivierungswirkung oder -kraft wird charakterisiert durch einen Berstdruck, der bevorzugt etwa 0,028 ± 0,007 MPa (4 ± 1 Pfund pro Quadratzoll) ist.

Um eine solche Gleichmäßigkeit des Berstdruckes einer im Wesentlichen rechtwinkligen Abdichtung zu erreichen, wurde festgestellt, dass der kritische Parameter, der kontrolliert werden muss, die Temperatur ist. Ein gleichmäßiger Berstdruck kann erreicht werden, indem man die Abdichtungstemperatur so kontrolliert, dass sie innerhalb ±1°C (2°F) liegt. Herkömmlich erhältliche Vorrichtungen zum Herstellen von Heißversiegelungen sind nicht fähig, die Variationsbreite der Heißversiegelungstemperatur innerhalb dieses gewünschten Bereichs zu steuern. Die Heißversiegelungszeit kann jedoch sehr präzise gesteuert werden. Demgemäß wurde die Zeit als Steuerparameter ausgewählt und so eingestellt, dass sie die Änderungen in der Heißversiegelungstemperatur kompensiert. Die Zeit und der Druck des Versiegelungskopfes werden überwacht, um sicherzustellen, dass sie sich in den oben beschriebenen akzeptierten Bereichen bewegen, und die Heißversiegelungszeit wird entsprechend eingestellt. Während der Kontaktdruck sich bevorzugt im Bereich von etwa 1,59 MPa (230 psi) bis etwa 2,35 MPa (340 psi) bewegt, ist es für den Fachmann klar, dass der untere Wert im Bereich (etwa 1,59 MPa oder 230 psi) zum Erleichtern des Einstellens der Parameter einer Heißversiegelungsherstellungsmaschine geeignet ist. Solange wie der durch die Heißversiegelungsstangen auf das Behältermaterial ausgeübte Druck ausreichend ist, die Materialversiegelungsschichten in Kontakt miteinander über die Oberfläche der gewünschten Abdichtung zu drücken, wird eine abziehbare Abdichtung ausgebildet, vorausgesetzt ist eine angemessene Temperatur und Zeit. Tatsächlich wurde experimentell festgestellt, dass Unterschiede in der Heißversiegelungstemperatur und der zeit jenseits der in der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogenen Werte, zu Abdichtungen führen, die nicht nur die gewünschten, gleichmäßigen Widerstandsmerkmale nicht zeigen sondern ebenfalls nicht fähig sind, entlang der Länge der Abdichtung vollständig zu reißen. Ein unvollständiges Abreißen der Dichtung führt oft dazu, dass beispielsweise Lösungsmittelreste in den 90°-Ecken eingeschlossen bleiben, wo die aufziehbaren Dichtungen die permanenten Umfangsabdichtungen des Behälters berühren. Demgemäß kann das Lösungsmittel/Medikamenten-Mischverhältnis nicht so wie eingestellt erreicht werden, und die Medikamentenausgabe kann bei einer höheren Konzentration erfolgen, als dies gewünscht ist.

Beispiele spezieller Zeit-, Temperatur- und Druckeinstellungen, die aufziehbare Dichtungen im 80 : 20-Film der dargestellten Ausführungsbeispiele ausbilden, die einen Berstdruck von etwa 0,028 ± 0,007 MPa (4 ± 1 psi) haben, umfassen: Druck 1,62 MPa (235 psi), Temperatur = 125°C (257°F), und Zeit = 1,9 Sekunden; und Druck = 1,62 MPa (235 psi), Temperatur = 128°C (263°F), Zeit = 1,75 Sekunden.

Höhere Temperaturen und zugeordnete Drücke und Zeiten werden verwendet, um die permanenten Umfangsabdichtungen und die Abdichtung der Auslassöffnung herzustellen, die Strukturveränderungen in größerem Umfang oder Tiefe in den Versiegelungsschichten bewirken. Solche Abdichtungen können durch eine Heißversiegelung bei einer Temperatur von 143°C (290°F) und einem Druck von bis zu 1,38 MPa (200 psi) über etwa zwei Sekunden hergestellt werden. Der Fachmann wird feststellen, dass unterschiedlichste Verfahren zum Herstellen sowohl der permanenten als auch der abziehbaren Abdichtungen bei der Herstellung des Behälters der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Insbesondere ist es klar, dass das Steuern der Abdichtungstemperatur in einem größeren Maßstab (innerhalb etwa ±1°C oder 2°F) ebenfalls die Ausbildung von aufziehbaren Abdichtungen mit gleichmäßigem Berstdruck gestatten. Zusätzlich wird die Zeit als Steuerparameter für die Herstellung der Abdichtung ausgewählt, da diese präzise gesteuert werden kann. Eine präzise Steuerung der Temperatur, des Druckes oder beider würden zum gleichen Ergebnis führen.

Weiterhin ist es dem Fachmann klar, dass die Reihenfolge der Herstellung des Behälters 10 der vorliegenden Erfindung nicht kritisch ist, und definiert wurde in Anpassung an einen bestimmten Herstellungsprozess und ein bestimmtes Ausführungsbeispiel des fertigen Behälters. Die verschiedenen Abweichungen in der Reihenfolge der Herstellungsschritte sowie in der Positionierung und Ausrichtung der verschiedenen Komponenten, die den Behälter 10 bilden, können alle modifiziert werden, ohne von den Prinzipien der vorliegenden Erfindung abzuweichen.

Nachdem der Behälter in den in 8 hergestellten Herstellungszustand gebracht wurde, ist der Behälter nunmehr bereit, mit einem Medikament, einem Lösungsmittel, mit beiden oder mit irgendeiner anderen gewünschten Kombination der beschriebenen Schritte aseptisch befüllt zu werden. In einem beispielhaften Befüllprozess enthält das bestimmte Ausführungsbeispiel des zu befüllenden Behälters gemäß der Erfindung eine vordere Lage aus entweder einem einlagigen Film oder einem mehrschichtigen Laminat, und eine rückwärtige Lage aus einem mehrschichtigen Aluminiumfolien-Laminatfilm, und wurde hergestellt mit einem Lösungsmittelabteil 18 und einem Medikamentenabteil 20, wobei beide Umfangskanten haben, die noch nicht versiegelt wurden, um durch entsprechend vorgesehene Schutzöffnungen 102 und 104 befüllt zu werden. Dieses Ausführungsbeispiel des Behälters befindet sich in einem Herstellungszustand, wie er in 8 dargestellt ist. Die vorangegangene Behälterherstellung, einschließlich der Anordnung einer Auslassöffnung und Schutzöffnungen, wird durch das oben beschriebene Verfahren und die Vorrichtung durchgeführt.

Für einen aseptischen Befüllprozess, wie er für medizinische Zwecke akzeptiert wird, muss sich der zu befüllende Behälter in einem sterilen Zustand befinden. Herkömmlich findet die Behältersterilisation in einem getrennten Herstellungsareal oder einer Vorrichtung statt, wegen der ziemlich umfangreichen und komplexen Ausrüstung und des entsprechenden Verfahrens, die erforderlich sind, um Material zu sterilisieren. Ein besonders unerwünschtes Merkmal des Sterilisationsverfahrens ist es, dass der Behälter zur Sterilisationseinrichtung zur Behandlung transportiert werden muss, wobei darauffolgend die Sterilität des Behälters während der nachfolgenden Lagerung und des Transports zu einer aseptischen Befülleinrichtung aufrechterhalten werden muss. Der Behälter muss in die aseptische Befüllzone durch einen sterilen Übertragungsvorgang eingesetzt werden, um eine Kontamination der aseptischen Zone durch den Behälter zu verhindern. Nachdem der Behälter in die aseptische Zone eingeführt wurde, kann er aseptisch befällt werden, muss jedoch weiterhin in einem sterilen Zustand gehandhabt werden.

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, werden nach der ursprünglichen Behälterherstellung eine Vielzahl von leeren Behältern in einen Handhabungsbehälter eingesetzt, der dann abgedichtet wird, um die darin enthaltenen Beutel gegen eine Umgebungskontamination zu schützen.

In 10 wird ein Handhabungsbehälter, generell mit 150 bezeichnet und "Träger" genannt, als transportabler, steriler Aufbewahrungsisolator zum Sterilisieren und Transportieren von leeren Behältern und zu ihrem Einsetzen in die aseptische Zone in einer systematischen Weise verwendet. Der Träger 150 umfasst drei Komponenten; ein im Allgemeinen rechtwinkliges Behältertablett 152, einen abdichtbaren Filmdeckel 154 und eine Führungspatrone 162 zum Lagem einer Vielzahl von Behältern innerhalb des Tabletts, die im einzelnen in Verbindung mit den 11a und 11b nachfolgend näher erläutert werden.

Das im Wesentlichen rechteckige Behältertablett 152 ist aus einem wärmegeformten Polystyrolmaterial hergestellt, das ausgewählt wurde, um mehreren Sterilisationszyklen ohne merklichen Abbau zu widerstehen. Das Tablett 152 ist im Allgemeinen in Form einer Wanne ausgebildet, wobei ihre obere Umfangskante nach außen übergebogen wurde, um eine flache, horizontal ausgerichtete Umfangslippe 156 zu bilden, die sich über die Seiten des Tabletts 152 in einen Abstand von zwischen etwa 6,3 mm (1/4 Zoll) bis etwa 25,4 mm (1 Zoll) erstreckt. Bevorzugt erstreckt sich die Lippe 156 über 19 mm (3/4 Zoll) über die Seiten des Tabletts, es ist jedoch jeder Erstreckung, die dem Tablett 152 Steifheit verleiht und eine ausreichende Oberfläche aufweist, um eine Abdichtung zu tragen, geeignet. Zwei gegenüberliegende Taschen 158 und 160 sind etwa in der Mitte der beiden gegenüberliegenden kurzen Seiten des Tabletts ausgebildet und erstrecken sich von der Ebene der kurzen Seiten nach außen. Die Taschen 158 und 160 erstrecken sich nur teilweise entlang der Seiten des Tabletts nach unten und bilden dadurch zwei gegenüberliegende Vertiefungen, in die die Enden der Führungspatrone 162 eingesetzt werden können. Die Führungspatrone 162 stützt sich an den Bodenflächen der Taschen 158 und 160 ab und ist somit oberhalb des Bodens des Tabletts 152 in einer Höhe aufgehängt, die ausreicht, dass die Behälter, die an der Führungspatrone angeordnet sind, frei in das innere Volumen des Tabletts hängen. Demgemäß halten die Taschen 158 und 160 in Verbindung mit der Führungspatrone 162 eine Vielzahl von Behältern in einer speziellen Ausrichtung während des Transports, der Lagerund und der UV-Sterilisation fest.

Nachdem die Führungspatrone 162 mit Behältern beladen und in die Taschen 158 und 160 eingesetzt wurde, wird das Tablett 152 gegen die Umgebung abgedichtet, indem man den Kunststofffilmdeckel 154 am Tablettflansch 156 in einer genauen Ausrichtung heißversiegelt. Zum Zwecke der Erläuterung ist in 10 der Filmdeckel 154 in der Hälfte seines Versiegelungsverfahrens dargestellt, wobei ein Bereich des Deckels angehoben ist, um die innerhalb des Tabletts 152 untergebrachte Führungspatrone 162 zu zeigen. Der Filmdeckel 154 ist auf dem Flansch 156 so angeordnet, dass es keinen "Überhang" des Filmdeckelmaterials über die Kante des Tablettflansches um den Umfang des Tabletts gibt. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der Kunststofffilmdeckel 154 mit Abmessungen ausgebildet, die es gestatten, dass der Filmdeckel am Tablettflansch so positioniert wird, dass die Filmdeckelkante von der Tablettflanschkante entlang des gesamten Flanschumfanges nach innen versetzt ist. Zusätzlich wird die Heißversiegelung des Filmdeckes so aufgebracht, dass sie sich über die Kante des Filmdeckels 154 hinauserstreckt, um sicherzustellen, dass kein Bereich der Filmdeckelkante unversiegelt bleibt, was eine lose Kanten-"Klappe" erzeugen würde. Die Ausrichtung und Anordnung des Filmdeckels und das Vermeiden von losen Kanten ist besonders wichtig beim Oberflächen-Dekontaminationsverfahren mit ultraviolettem Licht (UV), das am Träger 150 durchgeführt wird, wenn der Träger in die aseptische Zone eingesetzt wird. Durch lose Filmdeckelkanten und/oder Klappen verursachte Spalten können einen lokalen Schatten verursachen, wenn sie UV-Strahlung ausgesetzt sind, wobei der Schatteneffekt das UV-Dekontaminationsverfahren vereiteln kann.

Nachdem der Filmdeckel 154 mit dem Tablettflansch 156 versiegelt wurde, definiert der Träger 150 eine hermetisch abgedichtete Umgebung, die seine Inhaltsstoffe gegen eine äußere Kontamination isoliert. Der Träger 150 wird nachfolgend in einen Kunststoffbeutel-Überzug (nicht gezeigt) eingesetzt, der als "Staubabdeckung" wirkt, und wird mit einem Klebstoffetikett, das auf dem Überzug angeordnet ist, identifiziert.

In den 11a und 11b ist die Träger-Führungspatrone 162 in 11a mit ihren Bestandteilen, fertig zum Zusammenbau, und in 11b in ihrem fertig zusammengebauten Zustand gezeigt. Die Träger-Führungspatrone 162 umfasst in geeigneter Weise eine Vielzahl von spritzgegossenen T-Trägern 163a, b, c, d, e und f aus Polystyrol, die in beabstandeten Intervallen angeordnet sind, um dazwischen in Längsrichtung verlaufende Schlitze 164a, b, c und d zu bilden. Die Polystyrol-T-Stangen 163af sind so angeordnet, dass die Schenkel des T nach oben weisen (aus der Perspektive der 11a und 11b) und enthalten Stifte 165 für einen Druck- oder Schnappsitz, die so ausgebildet sind, dass sie mit entsprechenden Aufnahmen 166 an einer oder mehreren Trennplatten 167 zusammenpassen. Die Trennplatten 167, wie auch die T-Führungen 163af, sind aus einem spritzgegossenen hochschlagfesten Polystyrolmaterial hergestellt, wie bespielsweise FINA 825, hergestellt und verkauft durch Fina Oil and Chemical Company, Deerpark, Texas. Die Trennplatten 167 der Trägerführungspatrone 162 sind vorgesehen, um die T-Führungen 163af zu trennen und sie in einem vorbestimmten Abstand zueinander zu halten. Die Trennplatten können Ausschnitte 168 aufweisen, die so angeordnet sind, dass sie Handgriffe bilden, so dass die fertige Trägerführungspatroneneinheit leicht ergriffen, angehoben und bewegt werden kann. Alternativ, kann ein dünner, flexibler Kunststoffhandgriff so angeordnet sein, dass er Trennplatten 167 überspannt, oder andere gut bekannte Mittel können vorgesehen sein, durch die die Trägerführungspatrone ergriffen und gehandhabt werden kann.

Nachdem die Trägerführungspatrone zusammengesetzt wurde, können hergestellte Behälter in die Patrone gemäß der Erfindung eingeladen werden, in einer Weise, wie sie in den 12a und 12b dargestellt ist. In 12a, die eine Draufsicht einer beladenen Trägerführungspatrone ist, werden fertiggestellte Behälter, wie jene, die in 8 dargestellt sind, in die Trägerführungspatrone 162 eingeladen, indem man ihre Schutzöffnungen 102, 104 in die Schlitze 164ad einsetzt, die zwischen den T-Führungen 163af der Patrone ausgebildet sind, in einer Weise, wie in 12b dargestellt. Die Flanschkanten der T-Führungen 163af sind mit ausreichenden Abständen (etwa 13,0 mm) voneinander beabstandet, so dass der zentrale Befüllstutzen 107 jeder Schutzöffnung dazwischen aufgenommen werden kann, und sie sind so ausgebildet, dass sie die Schutzöffnungen zwischen den Umfangsflanschen (103 und 105 der 8) so aufnehmen, dass jeder Behälter 10 durch die T-Führungsflansche unterhalb seines obersten Umfangsflansches 105 der Schutzöffnung ergriffen wird.

In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel der in den 12a und 12b dargestellten Trägerführungspatrone sind vier Schlitze 164a, b, c und d vorgesehen, um die Behälter aufzunehmen, wobei die Behälter in die Führungspatrone 162 abwechselnd in linker und rechter Ausrichtung eingeladen sind. Die Hilfsöffnungen 102 und 104 jedes Behälters werden in zwei der Schlitze 164a–f eingesetzt. Wie in 12b dargestellt, ist ein erster Behälter 10' in die ersten und vierten Schlitze (164b und 164d) eingesetzt und in einer ersten Horizontalrichtung ausgerichtet, so dass sein Aufhängeende nach rechts ausgerichtet ist (bezüglich der Perspektive der 12b) und seine Verabreichungsöffnung nach links. Der zweite Behälter 10 (der vordere Behälter in der Perspektive der 12b) ist in die Führungspatrone 162 so eingeladen, dass seine Hilfsöffnungen 102 und 104 in die ersten und dritten Patronenschlitze 164a und 164c eingesetzt sind. Der zweite Behälter 10 ist in einer Horizontalrichtung eingeladen, wobei seine Verabreichungsöffnung 30 um 180° bezüglich des ersten Behälters ausgerichtet ist. In dem Beispiel der 12b befindet sich die Verabreichungsöffnung 30 des ersten Behälters 10 an der rechten Seite, betrachtet in der Perspektive der 12b. Weitere Behälter werden in gleicher Weise in die Trägerführungspatrone 162 eingeladen, wobei die horizontale Ausrichtung der Behälter alternierend links oder rechts ist; die Schutzöffnungen des linksorientierten Behälters wird in die zweiten und vierten Schlitze eingesetzt, die Verabreichungsöffnungen der nach rechts ausgerichteten Behälter werden in die ersten und dritten Schlitze, wie oben beschrieben, eingeladen, bis die Trägerführungspatrone 162 vollständig voll ist.

Wie wiederum 12a zeigt, ist es ersichtlich, dass die spezielle Ausgestaltung der Flansche der Hilfsöffnungen 102 und 104, in Zusammenarbeit mit der Trägerführungspatrone 162 zu einer maximierten Packungsdichte der Behälter innerhalb des Behältertabletts 152 führt. Wie aus 12a ersichtlich, erstrecken sich die Schutzöffnungsflansche nur entlang der Längsrichtung jedes Behälters, und nicht entlang seiner Breite oder Dicke. Demgemäß ist die Dicke jedes bestimmten Behälters, wenn die Trägerführungspatrone gefüllt ist, definiert durch die Dicke seines Schutzöffnungsstutzens (etwa 12,0 mm). Beim aufeinanderfolgenden Einladen der Behälter in die Trägerführungspatrone kommen nur die Befüllstutzen der Schutzöffnungen jedes zweiten Behälters in Kontakt miteinander. Indem man die horizontale Ausrichtung aufeinanderfolgender Behälter abwechselt, und ebenfalls ihre Schlitzversatzpositionen abwechselt, kann man auch die Packungsdichte der Behälter in einer vollbeladenen Führungspatrone erhöhen.

Wie man am besten in 12a sieht, kann man durch die Anordnung eines zweiten Satzes von Schlitzen, die Packungsdichte im Wesentlichen verdoppeln, im Gegensatz zu einem Trägerführungspatronensystem mit nur einem einzigen Paar von Schlitzen.

Es ist für den Fachmann klar, dass die Behälter in die Trägerführungspatrone geladen und darin gehalten sind in einer im Wesentlichen fluchtenden Ausrichtung, so dass jeder zweite Behälter um 180° zum vorangegangenen Behälter entgegengesetzt und ebenfalls seitlich vom vorangegangenen Behälter durch den Schlitzabstand der Patrone versetzt ist. Man versteht, dass diese abwechselnde Behälterorientierung die Packungsdichte der Behälter entlang der Länge der Patrone maximiert, wie auch eine spezifische Orientierung und Anordnung der Vielzahl der Behälter bezüglich der Patronenführungen definiert, um die Patroneneinheit an ein automatisches Beladungs- und Entladungssystem in einfacher Weise anzupassen. Die Beladungssequenz der Trägerführungspatrone und des Behälters gestattet es, dass die Patrone vorübergehend an einer automatischen Aufnahme- und Anordnungsvorrichtung montiert oder "angedockt" wird. Ferner gestatten die Ausschnitte (oder Daumenlöcher) 168 in den Trennplatten 167, dass eine Bedienperson eine vollbeladene Patrone in das Trägertablett einsetzen und es daraus enffernen kann, ohne dass die Patrone unerwünscht gedreht wird, was die Möglichkeit minimiert, dass Behälter von der Führung abfallen.

Nach dem Beladen wird die Trägerführungspatrone in das Tablett 152 eingesetzt, wobei die Enden der T-Führungen 163a–f in die in den Enden des Tabletts ausgebildeten Taschen 158 und 160 eingesetzt werden. Die Taschen 158 und 160 tragen die Trägerführungspatrone 162 innerhalb des inneren Volumens des Tabletts und bewirken eine zusätzliche seitliche Unterstützung, die die Patrone daran hindert, sich während des Transports, der Sterilisation und der Lagerung zu verschieben.

Der versiegelte Träger, der die leeren Behälter enthält, wird mit einem Kunststoffbeutel umhüllt und zu einer Strahlungssterilisationseinrichtung transportiert, wo er und seine Inhaltsstoffe steril beispielsweise durch ein Elektronenstrahl-Sterilisationsverfahren gehalten wird.

Behälterbefüllverfahren

Nachdem die vorangegangenen Verfahren des Beladens des Trägers und der Elektronenstrahlsterilisation beendet sind, werden die sterilen medizinischen Behälter zu einer aseptischen Befüllstation transportiert, und die Behälter werden gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wie es unter Bezugnahme auf eine beispielhafte Fließdarstellung gemäß 13 und einer beispielhaften Befüllvorrichtung, dargestellt in halbschematischer Draufsicht in 14, erläutert wird, aseptisch befällt.

Die Beutelbefüllung stützt sich hauptsächlich auf die Vorteile der Herstellungstechnologie, die in Verbindung mit der Schaltkreisherstellung entwickelt wurde, die mehr und mehr in der medizinischen Industrie Eingang findet. Diese Technologie umfasst im Allgemeinen eine Wegwendung von der herkömmlichen Behälterbefüllung in aseptischen Umgebungen der Klasse 100, hin zu einer Behälterbefüllung innerhalb einer "Isolator"-Einheit, in der die Umgebung steril ist. Der Hauptunterschied zwischen den aseptischen Umgebungen der Klasse 100 und der "Isolatoren" liegt in der Trennung des Bedienpersonals von der Umgebung. Ein Isolator ist im Grunde eine "Miniumgebung", die die direkte Vorrichtung und das Behälterbefüllverfahren innerhalb eines kontrollierten Raumes umfasst. Die Bedienperson ist von diesem Raum getrennt und hat ihre Schnittstelle mit den darin enthaltenen Materialien durch Handschuhöffnungen und/oder "Halbanzügen". Indem man die Bedienperson von der Umgebung trennt, ist es möglich, eine kleine, sterile Umgebung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten, da die Bedienperson gewöhnlich die Hauptquelle biologischer Kontaminationen bildet.

Der Isolator wird zunächst mit einem Sterilisierungsmittel, wie beispielsweise verdampften Wasserstoffperoxid (VHP) sterilisiert. Innerhalb des Isolators, wird die Umgebungsatmosphäre in einem sterilen Zustand gehalten, indem man ihn mit HEPA- und ULPA-Filterluft versorgt. Die Umgebungsatmosphäre innerhalb des Isolators wird auch unter einem höheren Druck als die den Isolator umgebende Atmosphäre gehalten. Ein positiver Luftdruck sichert, dass die Strömung immer von der Innenseite des Isolators nach außen verläuft. Alle Komponenten oder Hilfseinheiten, die in den Isolator eintreten, sind entweder vorsterilisiert oder werden unmittelbar vor ihrem Anordnen im Isolator sterilisiert, so dass die sterile Umgebung aufrechterhalten wird. Die Bestandteile werden gewöhnlich in den Isolator über Türen oder durch Eintritts-/Austritts-Öffnungen eingebracht, die gewöhnlich als RTP (Schnellübertragungsöffnungen) bezeichnet werden.

RTP sind so konstruiert, dass sie mechanisch in einer Weise verriegeln, dass die Sterilität nicht leidet. Behälter, die sterile Bestandteile zum Isolator tragen, sind an der Innenseite steril und enthalten eine RTP, die integral mit dem Behälter sind.

Wie die 13 und 14 zeigen und insbesondere in Bezug auf 13, wird die Kunststoffbeutel-Umhüllung, bevor die Träger in die Befülllinie eingesetzt werden, von jedem beladenen Träger unter einer gleichgerichteten Strömung von HEPA-Filterluft entfernt, um ein niedriges Niveau von Partikelteilchen und Biomasse an der Außenseite der Träger aufrechtzuerhalten. Nach dem Entfernen des Kunststoffbeutel-Überzugs, wird jeder Träger individuell auf seinen hermetischen Abschluss durch Druckabfall getestet, wiederum unter einer gleichgerichteten Strömung von HEPA-Filterluft.

Wie 14 in Kombination mit 13 zeigt, und angenommen, dass die Integrität des Trägers im Verlaufe des Transports und der Elektronenstrahl-Sterilisation aufrechterhalten wurde, wird der Träger in die Befüllstrecke, generell mit 170 bezeichnet, eingebracht, indem man ihn durch einen UV-Dekontaminationstunnel 172 schickt, indem die Außenseite des Trägers durch UV-Strahlung oberflächendekontaminiert wird, bevor die Behälter aus dem Träger zum Befüllen entnommen werden. Der Träger wird in das Eingangsende des UV-Tunnels 172 eingesetzt, wobei UV-Strahlungslampen den Träger umgeben und die gesamte äußere Oberfläche bestrahlen, um zu verhindern, dass potentielle Kontaminationen in die nachfolgenden Isolatoren der Befüllstrecke eingetragen werden.

Nachdem der UV-Zyklus beendet wurde, wird der Träger durch eine Kammerübertragungstür in eine Trägereintrittskammer (nicht gezeigt) gefördert, in der der Trägerfilmdeckel geöffnet und die Führungspatrone, die die Behälter enthält, aus dem Träger entfernt wird. Die Behälter werden von den Führungen der Patrone entfernt und auf Bahnen angeordnet, von denen sie einem Aufnahme-Verlagerungs-Schwingarm 177 zum Übertragen in einen ersten Befüllisolator 174 übergeben werden, der im beispielhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung eine kontrollierte Umgebung zum Befüllen der Behälter mit beispielsweise pulverförmigen Medikamenten ist. Obwohl die vorangegangenen Förderungen durchgeführt werden können unter Verwendung einer automatisierten Einrichtung, wird die Förderung gewöhnlich manuell durchgeführt, indem man in die Trägereintrittsstation durch "Handschuhöffnungen" oder alternativ durch die Arme eines "Halbanzuges" eingreift und den Träger, den Deckel und die Patrone handhabt. Zu dieser Zeit wird die leere Führungspatrone und der Träger zurück in die UV-Kammer transportiert und die Transporttür wird geschlossen vor dem Entfernen der Patrone und des Trägers aus der UV-Kammer 172.

Der Aufnahme-Anordnungs-Arm 177 dreht einen Behälter in eine Position, in der er auf einen kontinuierlichen Bandtransportmechanismus geladen wird, durch den die Behälter in den Pulverbefüllisolator 174 eingeführt und nachfolgend durch die Verfahrensschritte des Pulverbefüllverfahrens stufenweise hindurchgeleitet werden. Ein Bereich der kontinuierlichen Bandtransportvorrichtung 176 ist in 15a dargestellt und umfasst im We- sentlichen ein flaches Band eines geeigneten flexiblen Materials, wie beispielsweise Metall oder Kunststoff, die eine Schleife um die äußere Umfangsfläche einer Antriebsrolle 171 bildet. Die Antriebsrolle 171 ist mit einem Antriebsmotor, wie beispielsweise einem herkömmlichen Gleichstrommotor oder einem Schrittmotor verbunden, der bewirkt, dass das Transportband 176 stufenweise in vorbestimmten, voneinander beabstandeten Schritten durch den Isolator bewegt wird. Das Transportband 176 enthält eine Reihe von zueinander beabstandeten Schlitzen 175, die in das Bandmaterial in einer Richtung rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Bandes eingeschnitten sind. Jeder Schlitz 175 hat eine Breite von etwa 12,4 mm, so dass er den Befüllstutzen einer Schutzöffnung des Behälters aufnehmen kann. Demgemäß sind die Schlitze 175 mit einer Breite ausgebildet, die ausreicht, den Befüllstutzen aufzunehmen, die jedoch auch ausreichend eng sind, um die nach weisende Oberfläche des untersten Flansches (103 der 8a) einer Schutzöffnung zu berühren.

Zwischen einem Paar von Schlitzen ist ein Loch 173 angeordnet, und erstreckt sich vollständig durch das Material des Transportbandes 176. Jedes Loch 173 hat einen Durchmesser von etwa 11,0 mm und bildet eine bequeme Aufnahme zum Aufnehmen einer Schutzöffnungskappe (109 der 8a), wenn eine Kappe zum Befüllen von der Schutzöffnung abgenommen wurde. Obwohl das Loch 173 im beispielhaften Ausführungsbeispiel der 15a gleichmäßig beabstandet zwischen zwei Schlitzen 175 angeordnet dargestellt ist, ist es klar, dass die Stelle des Loches (oder der Kappenaufnahme) 173 irgendwo in der Nähe der Schlitze 175 vorgesehen werden kann. Wenn eine automatische Aufnahme-Bewegungs-Ausrüstung verwendet wurde, um beispielsweise die Kappen von den Schutzöffnungen zu entfernen, ist es nur erforderlich, dass jede Kappenaufnahme 173 eine spezielle Beziehung zu den Schlitzen 175 aufweist, derart, dass die Position der Kappenaufnahme 173 in die automatische Ausrüstung einprogrammiert werden kann.

Wie 14 zeigt, können die Behälter von Hand von der Führungspatrone entfernt und auf das Transportband 176 geladen werden, wobei eine Bedienperson, die in den Isolator durch einen Halbanzug oder flexible Armüberdeckungen reicht, einen Zugriff durch abgedichtete Öffnungen hat, oder, alternativ, können die Behälter auf das Transportband 176 durch einen automatisierten, Aufnahme-Anordnungs-Schwingarm 177 geladen werden, der jeden Behälter ergreift und ihn über etwa 90° dreht, um die Flansche der Schutzöffnungen mit den Vertiefungen des Transportbandes auszurichten.

Anfänglich bewegt das Transportband 176 jeden Behälter durch einen Tara-Gewichtsausgleich 178 (gezeigt in 14), an dem das Taragewicht jedes Behälters bestimmt wird, um ein Referenz-Leergewicht zu schaffen, mit dem nachfolgende Gewichtskontrollen abgestimmt werden. Der leere Behälter kann vom Transportband 176 entfernt und auf dem Taragewichtsausgleich angeordnet werden entweder von Hand oder durch einen automatisierten Aufnahme-Anordnungs-Roboterarm 179. Danach wird der Behälter dem Transportband wieder zugeführt und zu einem aseptischen, eingebauten Dreh-Pulverfüller 180 gefördert. Am Pulverfüller 180 schwingt ein Roboterarm 181 durch einen Bogen, um mit der Kappe an der Schutzöffnung des Medikamentenabteils (104 der 8) in Eingriff zu treten. Die Kappe wird entfernt, indem sie an ihrem Entfernungsflansch (wie in Verbindung mit 8a beschrieben) ergriffen wird und auf sie eine vertikal aufwärts gerichtete Kraft ausgeübt wird. Nach dem Entfernen wird die Kappe der Schutzöffnung des Medikamentenabteils in der Kappenaufnahme (173 der 15a) abgelegt, die zwischen den Schutzöffnungsschlitzen auf dem Transportband angeordnet ist. Die Kappe der Schutzöffnung des Medikamentenabteils befindet sich nunmehr an einer bekannten Stelle bezüglich der Schutzöffnung des Medikamentenabteils, so dass die Automatik nunmehr die Kappe zum Wiedereinsetzen in die Schutzöffnung des Medikamentenabteils leicht finden kann, wie dies weiter unten beschrieben wird. Nach dem Entfernen der Kappe, wird das Medikamentenabteil geöffnet (deblockiert) mit einem Strahl von 0,2 &mgr;m gefiltertem Stickstoff oder Luft, der durch den Füllspund der Schutzöffnung des Medikamentenabteils eingeleitet wird.

Wie 15b zeigt, bewegt das Transportband anschließend den Behälter in eine Position, wo sich die Schutzöffnung des Medikamentenabteils unterhalb eines konventionellen, im Wesentlichen kreisförmigen Dosierrades 182 befindet, das automatisch eine vorbestimmte Menge eines pulverförmigen Medikamentes durch die offene Öffnung in das Medikamentenabteil ausgibt. Das Dosierrad 182 ist in einer Richtung rechtwinklig zur Richtung der Bewegung des Transportbandes 176 und der daran hängenden Behälter 10 ausgerichtet. Demgemäß wird der Grund dafür, dass die Öffnung des Medikamentenabteils höher steht als die Öffnung des Lösungsmittelabteils klar. Damit die gesamte Pulvercharge, die im Dosierrad enthalten ist, in das Medikamentenabteil ohne unerwünschtes Verschütten eingebracht wird, ist die Öffnung des Medikamentenabteils so bemessen, dass sie ihren offenen Schlund in der Nähe des Dosierrades unter einem Abstand von etwa 1,0 Millimeter anordnet. Damit die Öffnung des Lösungsmittelabteils einschließlich der noch darauf befestigten Kappe, unter der Unterseite des Dosierrades hindurchtreten kann, nachdem die Dosierung abgeschlossen ist und der Behälter zur nächsten Station bewegt wird, darf die Gesamthöhe der Kombination der Öffnung des Lösungsmittelabteils und der Kappe nicht größer als die Höhe der Öffnung des Medikamentenabteils ohne Kappe sein, d. h. nicht größer als der Abstand zwischen dem Transportband 176 und dem Dosierrad 182.

Eine alternative Ausführungsform kann bezüglich der Ausrichtung der Behälter und des Dosierrades konstruiert werden. Beispielsweise könnten die Behälter, anstatt sich hintereinander entlang ihrer langen Achsen zu bewegen, in eine Ausrichtung mit dem Dosierrad derart gebracht werden, dass nur die Schutzöffnung des Medikamentenabteils unter dem Boden des Bogens des Dosierrades hindurchtritt. Diese spezielle Ausrichtung würde es gestatten, dass die Lösungsmittelöffnung den engen Spalt zwischen dem Transportband und dem Boden des Dosierradbogens vermeidet und demzufolge die Notwendigkeit ausschließen, dass man Schutzöffnungen mit getrennten Höhen schafft.

Wie die 13 und 14 zeigen, wird nach der Pulverbefüllung in den Kopfraum des Medikamentenabteils ein 0,2 &mgr;m gefiltertes Stickstoffgas oder Luft eingeführt, und das Transportband 176 fördert das Abteil zu einer Heißversiegelungsstation 184. Obwohl sowohl 0,2 &mgr;m gefiltertes Stickstoffgas oder Luft für die vorliegende Erfindung verwendet werden können, ist es klar, dass die Wahl zwischen diesen beiden Gasen oder anderen gefilterten sterilisierten Gasen (Inertgasen oder anderen) von den Empfindlichkeiten der speziellen Arzneistoffe abhängt, die in das Medikamentenabteil eingeführt werden. Wenn beispielsweise ein Arzneistoff extrem empfindlich gegen Oxidation ist, wird der Kopfraum des Medikamentenabteils bevorzugt mit gefiltertem, sterilisiertem Stickstoff oder ähnlichen inerten Gasen gefüllt. In der Heißversiegelungsstation 184 werden gegenüberliegende Heißversiegelungsköpfe an jeder Seite des Behälters zusammengebracht, um dadurch den Kanal (112b der 8) zwischen der Schutzöffnung und dem Medikamentenabteil zu verschließen. Die dadurch gebildete Wärmeversiegelung führt die permanente Versiegelung zwischen den überdimensionierten Kantenversiegelungen 110e und 11f, dargestellt in 8, wirkungsmäßig fort, um dadurch das Medikamentenabteil zu versiegeln.

Anschließend wird die Kappe in die Schutzöffnung des Medikamentenabteils wieder eingesetzt und der mit Pulver befüllte Behälter wird zu einer Bruttogewichtsabgleicheinrichtung 186 geführt, wo das Bruttogewicht genommen wird, um zu kontrollieren, dass die korrekte Menge an pulverförmigen Arzneistoffen in jeden Behälter eingegeben wurde. Das in der Station 186 bestimmte Bruttogewicht wird mit dem Gewicht des leeren Behälters, wie in der Taragewichtsstation festgestellt, abgeglichen. Wenn der Bruttogewichts-Abgleicher 186 feststellt, dass eine falsche Menge eines pulverförmigen Arzneistoffes in das Medikamentenabteil des Behälters eingefüllt wurde, wird der Behälter zurückgewiesen und einer Zurückweisungs-Führungspatrone zugeführt für eine nachfolgende Entfernung aus dem Pulverbefüllisolator 174. Wenn der Gewichtskontrolleur bestimmt, dass die Menge des pulverförmigen Arzneimittels im Medikamentenabteil korrekt ist, wird angenommen, dass der Behälter korrekt befüllt wurde, und er wird der nächsten Station oder den nächsten Stationen zugeführt, wenn eine zusätzliche Bearbeitung erwünscht ist.

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, können zusätzliche Abteile des Behälters mit zusätzlichen Medikamenten oder mit Lösungsmitteln (ein nachfolgendes Befüllen) in einer nachfolgenden Isolatoreinheit oder mehreren nachfolgenden Isolatoreinheiten befüllt werden. Obwohl der erste Befüllschritt in Verbindung mit dem Einfüllen einer pulverförmigen Droge in das Medikamentenabteil beschrieben wurde, ist es klar, dass dies in Verbindung mit einem Mehrabteil-Medizinbehälter durchgeführt wurde, der unterschiedliche Abteile für ein pulverförmiges Medikament und ein flüssiges Lösungsmittel hat. Es ist jedoch klar, dass ein Medikamentenbehälter mit einem einzigen Abteil gemäß der vorliegenden Erfindung befüllt werden kann, entweder mit einem pulverförmigen Arzneimittel in der oben beschriebenen Weise oder einem flüssigen Verdünnungsmittel oder Arzneimittel in einer nachfolgend beschriebenen Weise.

Wie insbesondere 14 zeigt, wird der teilweise befüllte Behälter mit mehreren Abteilen des beispielhaften Ausführungsbeispiels der Erfindung nun in eine zweite Isolatoreinheit 190 für eine Flüssigbefüllung eingesetzt, um aseptisch mit einem Verdünnungsmittel befüllt zu werden.

Insbesondere, zum Vervollständigen des Pulverbefüllverfahrens, und in einer Weise, wie in der beispielhaften Fließdarstellung der 13 gezeigt, wird der teilweise befüllte Behälter vom Pulverbefüllisolator 174 zum Flüssigkeiten-Befüllisolator 190 durch einen Übertragungstunnel 192 bewegt, der mit den beiden Isolatoreinheiten verbunden ist. Nach dem oben beschriebenen Pulverbefüllvorgang, wird der Behälter vom Transportband 176 des Pulverbefüllisolators 174 entfernt und auf einem Transportband 194 angeordnet, das durch den Übertragungstunnel 192 hindurchläuft und die beiden Isolatoreinheiten verbindet. Es ist für den Fachmann klar, dass der Übertragungstunnel 192 und das Übertragungsband 194 in Kombination miteinander ein wesentliches Merkmal bilden, das die modulare Natur des Befüllprozesses auf der Basis von Isolatoren der vorliegenden Erfindung fördert. Tatsächlich ist es klar, dass eine Vielzahl von Isolatoren miteinander durch Übertragungstunnel verbunden werden können, so dass man zusätzliche Befüllschritte mit möglicherweise einer Vielzahl von Inhaltsstoffen dem Verfahren hinzufügen kann. Die modulare Natur des Behälterherstellungsverfahrens, durch die Behälter mit einem oder mit mehreren Abteilen hergestellt werden können, trifft sich leicht mit der modularen Natur des Befüllvorgangs. So viele Befüllisolatoren wie notwendig, um die gewünschte Anzahl der Abteile zu befüllen, können auf einfache Weise durch Übertragungstunnel miteinander verbunden werden, um dadurch eine Herstellung- und Befüll-Verfahrenslinie mit vollständiger Flexibilität zu realisieren.

Kehrt man nun zum Befüllvorgang und der -vorrichtung der 13 und 14 zurück, werden die teilweise befüllten Behälter in den Flüssigkeit-Befüllisolator 190 über den Übertragungstunnel 192 eingeführt und wieder auf einem endlosen Transportband 196 angeordnet, das die Behälter durch die Schritte des Flüssigkeitenbefüllvorganges leitet.

Wie beim vorab beschriebenen Pulverbefüllvorgang, wird jeder Behälter einer Befüllstation 198 zugeführt, an der ein Roboterarm sich durch einen Bogen bewegt, um die Kappe an der Schutzöffnung des Verdünnungsmittelabteils zu ergreifen und zu entfernen und sie in einer Aufnahme am Transportband anzuordnen. Das Verdünnungsmittelabteil wird nachfolgend mit einem Strahl von 0,2 &mgr;m gefiltertem Sauerstoff oder Luft deblockiert und vorwärtsbewegt, um die Schutzöffnung des Verdünnungsmittelabteils unterhalb der Ausgabedüse einer Verdünnungsmittel-Füllmaschine anzuordnen. Eine vorbestimmte Menge Verdünnungsmittel, wie beispielsweise eine normale Salz- oder 5%ige Dextrose-Injektionslösung wird in den Behälter durch die Schutzöffnung abgegeben. Das Verdünnungsmittel wurde gewöhnlich vorab durch entsprechende Vefhahren in einem separaten Mischbereich gemischt und in die Befüllmaschine durch 0,2 &mgr;m Filter geleitet. Dem Fachmann ist bekannt, dass Verdünnungsmittel in den Behälter in einem einzigen Ausgabeschritt eingebracht werden kann, oder dass ein zweistufiges Ausgabeschritt- oder mehrstufiges Ausgabeschritt-Verfahren verwendet werden kann, um die Dosierung genauer zu steuern und Turbulenzen zu verringern.

Nach dem Ausgabeschritt des Lösungs- oder Verdünnungsmittels wird der Behälter zu einer Heißversiegelungsstation 200 für das Verdünnungsmittelabteil gefördert, in der der Kopfraum des Verdünnungsmittelabteils zunächst mit 0,2 &mgr;m gefiltertem Stickstoff oder Luft eingestellt wird. Die Heißversiegelungsstation 200 umfasst eine Heißversiegelungsplatte, die einer Auflageplatte gegenüberliegt, die danach über dem Behälter geschlossen werden, um den Kanal (112a der 8) zwischen dem Verdünnungsmittelabteil und seiner Schutzöffnung zu versiegeln. Dadurch setzt die Heißversiegelung des Verdünnungsmittelabteils die permanente Umfangsversiegelung zwischen den Bereichen 110d und 110e der 8 fort, wodurch der nunmehr fertiggestellte Behälter vollständig gegen den Hilfsstreifen abgesiegelt ist.

Der befüllte Behälter verlässt nunmehr den Flüssigkeits-Befüllisolator 190 über einen Austrittstunneldurchtritt 202 und einem Ausgangsförderer 204. Der Behälter wird gewaschen und getrocknet, um von seiner äußeren Oberfläche restliches Verdünnungsmittel und/oder Medikamente abzuwaschen und wird auf seine endgültigen Abmessungen durch Entfernung des übergroßen Kantenbereichs des Behälters, der die Hilfsöffnungen umfasst, geschnitten. Als wahlweiser Teil des Beschneidungsverfahrens, wird die Umfangsabdichtung entlang der Seite des Behälters, die weggeschnitten wird, verstärkt, was eine Abdichtung des Medikamenten- und des Verdünnungsmittelabteils an allen Seiten des Behälters sicherstellt. Die Herstellung und Befüllung des Behälters ist nun beendet und der fertige und befüllte Behälter wird entlang der Abdichtung zwischen dem Medikamenten- und dem Verdünnungsmittelbehälter übergefaltet, eingepackt und in Versandbehälter verpackt.

Das Herstellungsverfahren zum Herstellen und Befüllen des Behälters erfordert somit nur einen einzigen Sterilisationsvorgang nach der Herstellung des Hauptbehälters. Beim Ausführen der Prinzipien der Erfindung erlaubt es die Konstruktion des Behälters und die Verwendung von Schutz- oder Hilfsöffnungen, die in Verbindung mit den Verdünnungsmittel- und Medikamentenabteilen stehen, dass die Verdünnungsmittel- und Medikamentenabteile nachfolgend aseptisch befällt und versiegelt werden, ohne dass irgendein weiterer Sterilisationsvorgang notwendig ist. Tatsächlich sind die oben beschriebenen aseptischen Befüllverfahren ein notwendiges Attribut bei der Herstellung eines sterilen Endproduktes, da der Behälter der vorliegenden Erfindung nicht endgültig durch Dampf sterilisiert werden kann, wegen der hohen Feuchtigkeitsempfindlichkeit von Medikamentenpulvern und den Feuchtigkeitssperreigenschaften der Abdeckung des Medikamentenabteils. Die Herstellung und Befüllung des Behälters gemäß der Ausführung der Erfindung gestattet es demzufolge, dass der Behälter aus Materialien, einschließlich Laminaten mit hochsperrenden Eigenschaften, hergestellt werden kann, die hoch widerstandsfähig gegen die Wirkungen konventioneller Dampfsterilisation sind. Nachdem das Erfordernis für eine nachfolgende Dampfsterilisation wegfällt, können medizinische Behälter konstruiert werden, die solche hochsperrenden Laminate enthalten, wodurch medizinische Behälter geschaffen werden können, die besonders für eine langdauernde Aufbewahrung geeignet sind, und die effektiv unter niedrigen Herstellungskosten hergestellt werden können.

Zusätzlich ist es dem Fachmann klar, dass die Konstruktion und die Verwendung von Schutz- oder Hilfsöffnungen, die mit den Verdünnungsmittel- und Medikamentenabteilen in Verbindung stehen, eine Möglichkeit schaffen, den Behälter durch den Befüllprozess zu fördern, zurückzuhalten, zu positionieren und zu handhaben. Die Größe der Hilfsöffnungsöffnungen passt den Behälter an die Ausrüstung einer konventionellen Befülltechnologie für medizinische Ampullen an.

Die Hilfsöffnungen sind mit Flanschen versehen, so dass der Behälter an einem Fördermechanismus aufgehängt werden kann, und zwei Flansche sind an jeder Öffnung vorgesehen, so dass der Behälter durch eine automatisierte Aufnahme-Anordnungs-Ausrüstung an unabhängige Gewichts-Feststellstationen übergeben oder zwischen Isolatoren gefördert werden kann. Zusätzlich zeigt es sich, dass die Verwendung von Schutzöffnungen in Verbindung mit den Herstellungs- und Befüllverfahren von medizinischen Behältern in idealer Weise die Modularstruktur in der Abfolge der Herstellung und Befüllung fördert.

Verwendung des Behälters

Die Verwendung des vollständigen Behälters ist im Wesentlichen unabhängig von der verwendeten Herstellungstechnik. Der Behälter 10 mit drei Abteilen und Mischsystem wird durch Personal der Gesundheitsfürsorge, gewöhnlich eine Apothekenabteilung eines Krankenhauses, in der vollständigen Ausbildung, wie sie in den 1 und 2 gezeigt wird, erhalten. Wie 16 zeigt, kann zur Vorbereitung der Verwendung des Behälters das Medikament untersucht werden, indem man die Lasche 62 an der Schutzschicht 55, die die Aluminiumfolie enthält, ergreift und die Schutzschicht vom Behälter abzieht, um eine visuelle Inspektion des Zwischenabteils 20, das das pulvertörmige Medikament enthält, zu gestatten. Wenn das Medikament trocken erscheint und in Normalzustand ist, kann die Lösung wie in 17 gemischt werden, indem man den Behälter handhabt, um die vorderen und rückwärtigen Lagen im Bereich des oberen Verdünnungsmittelabteils 18 zusammenzudrücken. Der mechanische Druck der hydraulischen Kräfte, die durch die Handhabung des Behälters erzeugt werden, reißt die aufziehbare Abdichtung zwischen dem Verdünnungsmittel und Medikamentenabteil (gezeigt im aufgerissenen Zustand bei 24') auf. Eine weitere Handhabung durch Schütteln bewirkt ein Mischen des flüssigen Verdünnungsmittels und des Medikamentenpulvers. Ob ein vollständiges Mischen erreicht wird, kann festgestellt werden, indem man die gemischte Lösung durch die klare, transparente vordere Lage visuell beobachtet. Nachdem die Mischung fertiggestellt wurde, wird die aufziehbare Dichtung zwischen dem Medikamentenabteil und dem unteren Sicherheitsabteil aufgebrochen, wie in 18 gezeigt, indem man wiederum die vorderen und rückwärtigen Lagen des Behälters zusammendrückt, was einen hydraulischen Druck im Behälter erzeugt, um die Abdichtung (gezeigt im aufgerissenen Zustand als 26') aufzureißen. Die gemischte Lösung wird dann aus dem Behälter durch die Auslassöffnung 30 unter Verwendung eines standardisierten IV-Verabreichungsgerätes ausgegeben.

Die Ausbildung des Behälters 10 verhindert das Ausgeben von ungemischtem Verdünnungsmittel durch die Auslassöffnung 30. Ferner erhöht die Anordnung des Zwischenabteils 20 zwischen dem Verdünnungsmittelabteil und der Auslassöffnung die Wahscheinlichkeit einer vollständigen Vermischung und Ausgabe des Medikaments an den Patienten. Bei Behältern, die ein flüssiges Verdünnungsmittel und ein pulverförmiges Medikament enthalten, ist das Aufreißen der ersten aufziehbaren Dichtung zwischen dem Verdünnungsmittelabteil 18 und dem Medikamentenabteil 20 im Wesentlichen sichergestellt, bevor die zweite aufziehbare Dichtung zwischen dem Medikamentenabteil 20 und dem unteren Sicherheitsabteil 22 aufreißt, da die hydraulischen Kräfte, die im Verdünnungsmittel durch die Handhabung des Behälters auftreten, nicht über das Pulver im Medikamentenabteil übertragen werden können, bis die erste Abdichtung aufgerissen ist und die Mischung des Verdünnungsmittels und des Pulvers begonnen hat. Bei jenen Fällen, wo ein flüssiges Medikament verwendet werden kann, sichert ein relativer Größenunterschied zwischen dem Lösungsmittelabteil und dem Medikamentenabteil und die Anordnung eines kleineren Medikamentenabteils zwischen dem größeren Lö-sungsmittelabteil und dem unteren oder Sicherheitsabteil die Entwicklung von hydraulischen Kräften, die die erste Abdichtung zwischen dem Verdünnungsmittel- und dem Medikamentenabteil aufreißen, bevor die zweite Abdichtung, die in das Sicherheitsabteil führt, aufreißt, wobei nur geringfügig aufgepasst werden muss.

In den beispielhaften Ausführungsformen des Behälters, der in den 16, 17 und 18 dargestellt ist, sind die aufziehbaren Dichtungen mit einer herkömmlichen, rechtwinkligen Form gezeigt, ähnlich den Abdichtungen, wie sie im US-Patent 5,176,634, Smith u. a., beschrieben sind, dessen Offenbarung hiermit ausdrücklich durch Bezugnahme eingeschlossen ist. Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung sind die Abdichtungen, obwohl sie herkömmlich ausgebildet sind, in der oben beschriebenen Weise geformt, um eine gleichmäßige, vorhersehbare Antwort auf den Handhabungsdruck zu gestatten, und unter einer aufgebrachten Kraft von etwa 0,028 ± 0,007 MPa (4,0 ± 1,0 psi) aufzuziehen. In einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel der Erfindung, werden gekrümmte aufziehbaren Dichtungen vorgesehen, die sich unter hydraulischem Druck entlang ihrer Längen vollständig aufziehen, und die im Wesentlichen in der gleichen Weise hergestellt werden, wie die oben beschriebenen gleichmäßigen aufziehbaren Dichtungen.

19 zeigt eine halbschematische Ansicht eines beispielhaften Ausführungsbeispiels einer gekrümmten, aufziehbaren Dichtung 86, die gemäß der Ausführung der Erfindung vorgesehen ist. Die gekrümmte Abdichtungsform ist vorgesehen, um zwei einander widerstrebende Leistungsanforderungen zu bedienen, die an aufziehbare oder aufbrechbare Abdichtungen gestellt werden in Verbindung mit einem binären medizinischen Behälter. Das erste Leistungsmerkmal einer aufziehbaren oder brechbaren Dichtung ist es, dass sie einen relativ starken Widerstand gegen eine Kraft bietet, die von einem Benutzer des Produktes aufzubringen ist, um die Abdichtung zu brechen oder aufzuziehen, um eine unbeabsichtigte Zerstörung der Dichtung während der normalen Handhabung zu verhindern. Das zweite Leistungsmerkmal ist das, dass sich die Abdichtung im Wesentlichen vollständig während der Benutzerbetätigung aufzieht, um jede nachfolgende Beschränkung des Fließpfades zwischen in Verbindung stehenden Kammern zu vermeiden. Es wurde bei konventionellen, geradlinigen aufziehbaren Dichtungen festgestellt, dass manchmal die Dichtung, egal ob aufziehbar oder brechbar, sich während der Betätigung unvollständig aufzieht. Dadurch können merkliche Anteile entweder von flüssigem Verdünnungsmittel oder gemischtem Medikament an den ungeöffneten Abdichtungslinienbereichen hängen bleiben. Zusätzlich wurde bei konventionellen, geradlinigen aufziehbaren Dichtungen festgestellt, dass dann, wenn die für die Betätigung notwendige Kraft sich erhöht, sich auch die Wahrscheinlichkeit einer unvollständigen Öffnung der Abdichtung erhöht.

Die Benutzung eines binären medizinischen Behälters im Gebrauch erfordert es, dass die abziehbare Dichtung verschiedene Schläge während der Lebensdauer des Produkts überlebt. Die meisten dieser Schläge werden auftreten, während das Produkt entlang der Abdichtungslinie übergefaltet ist, so dass die aufziehbaren Dichtungen auf diese Weise gut geschützt sind. Merkliche Fälle eines Schlags können jedoch auch auftreten, nachdem das Produkt aufgefaltet wurde und während dieser Zeit sind die aufziehbaren Dichtungen empfänglich gegen eine unerwartete Aktivierung mit nachfolgender Produktaktivierung. Um das Risiko einer unerwarteten Aktivierung zu reduzieren, sollte ein wirksamer binärer medizinischer Behälter mit aufziehbaren Dichtungen versehen sein, die fest genug sind, um den meisten unerwarteten Schlägen zu widerstehen, und sollte trotzdem den Drücken einer gewollten Handhabung vollständig nachgeben.

Demgemäß löst die gekrümmte aufziehbare Dichtung 86 die beiden einander widerstrebenden Leistungsanforderungen, indem sie eine Form hat, die die Form einer konventionelle, gerade aufziehbare Dichtung, wenn sie sich beginnt aufzuziehen, wiederspiegelt. Wie oben in Verbindung mit den 1 und 2 beschrieben und wie in 19 gezeigt, überspannen die aufziehbaren Dichtungen den Behälter horizontal und haben eine Länge 88, die ausreicht, die permanenten Abdichtungen 16 der Seiten des Beutels zu verbinden, wodurch der Behälter in Abteile geteilt wird. Jede Abdichtung 86 umfasst einen ersten, im Wesentlichen rechtwinkligen Bereich 90, der die minimale Breite der aufziehbaren Dichtung 86 an seinem Schnittpunkt mit den permanenten Abdichtungen 16 an den Seiten des Behälters definiert. Die Abmessung des rechwinkligen Bereichs 90 in Richtung der Höhe (die kleine Abmessung) ist etwa 2,54 bis 6,35 mm (1/10 bis 1/4 Zoll) und bevorzugt 3,175 mm (1/8 Zoll). Dieser rechtwinklige Bereich 90 ist demzufolge wie eine konventionelle rechtwinklige (gerade) Abdichtung geformt. Die aufziehbare Dichtung 86 enthält ferner einen zweiten, gekrümmten Bereich 92, der einen gekrümmten Abschnitt umfasst, der über dem rechtwinkligen Bereich 90 angeordnet ist, wobei die Sehne des Abschnittes sich mit einer Kante des rechtwinkligen Bereichs deckt, und wobei der Bogen des Abschnittes so ausgerichtet ist, dass er sich in das Abteil hineinerstreckt, das die Quelle des Öffnungsdruckes für die Abdichtung schafft. Die konvexe Kante 94 des Bogens verläuft im Wesentlichen radial und hat eine maximale Tiefe der Sehne, die mindestens etwa die Hälfte der Breite des rechtwinkligen Bereichs 90 der Abdichtung 86 ist. Die spezielle Form, der Krümmungsradius und die Tiefe der Sehne des gekrümmten Abschnittes 92 variieren selbstverständlich mit der Länge der Abdichtung und der speziellen Anwendung, der der binäre Behälter unterworfen wird, einschließlich der erwarteten Derbheit der unbeabsichtigten Schläge. Die speziellen Formen der Abdichtung können in geeigneter Weise durch den Fachmann berechnet werden, unter Verwendung der Konstruktionstheorie für Tragbalken und unter geeigneter Bestimmung des gewünschten Öffnungsdruckes für die Abdichtung.

Bei der Handhabung liefert die konvexe vorlaufende Kante 94 der aufziehbaren Dichtung 86 eine zusammengesetzte Widerstandscharakteristik gegen den Hydraulikdruck des Verdünnungsmittels oder des gemischten Medikaments, wenn ein entsprechendes Abteil zusammengedrückt wird. Wie in 20 dargestellt, zeigt die Aufziehcharakteristik konventioneller, aufziehbarer Dichtungen eine gekrümmte Aufziehvorderseite, wenn die Abdichtung untersucht wird, nachdem sie nur teilweise aufgezogen wurde. Diese gekrümmte Aufziehvorderseite zeigt an, dass der Hydraulikdruck, der die Dichtung aufdrückt, etwa in der Mitte der Abdichtung am größten ist und sich gleichmäßig jedoch gemäß einem Energiegesetz nach außen in Richtung auf die Kanten der Abdichtung verringert. Eine teilweise aufgezogenen, herkömmliche Abdichtung würde demzufolge ein konkaves Trennmuster aufweisen, wobei der tiefste Bereich der konkaven Form sich etwa in der Mitte der Abdichtung befindet. Es ist deshalb leicht zu sehen, dass konventionelle Abdichtungen dazu tendieren, sich natürlich zunächst in dem mittleren Bereich der Abdichtung zu öffnen, und dazu tendieren, entlang der Seiten der Abdichtung geschlossen zu bleiben, insbesondere dort, wo die aufziehbare Dichtung die permanente Kantenabdichtung berührt.

Gemäß der Ausführung der Prinzipien der Erfindung, schafft die gekrümmte aufziehbare Dichtung 86 der 19 eine konvexe Kante 94, die eine Form hat, die ein Spiegelbild der konkaven Aufziehcharakteristik einer konventionellen Abdichtung ist. Wie in 21 dargestellt, trifft die Widerstandscharakteristik der gekrümmten Abdichtung den gekrümmten Druckgradienten des Verdünnungsmittels oder des gemischten Medikaments, das verwendet wird, um die Abdichtung aufzuziehen. Die Widerstandscharakteristik der gekrümmten Abdichtung 86 ist am stärksten in der Mitte, wo der Druck am größten ist, und verringert sich in einer nichtlinearen Weise, gemäß dem abnehmenden Druck, in Richtung auf die Kante der Abdichtung. Auf diese Weise wird die Abdichtung dazu gebracht, sich gleichmäßig entlang ihrer gesamten Länge aufzuziehen.

Obwohl die gekrümmte, aufziehbare Dichtung 36 mit einer nichtlinearen Widerstandscharakteristik gegen hydraulischen Druck beschrieben wurde, in dem sie eine gekrümmte Breite aufweist, ist es für den Fachmann klar, dass die nichtlineare Widerstandscharakteristik durch andere Maßnahmen geschaffen werden kann. Beispielsweise kann eine gekrümmte Widerstandscharakteristik durch eine rechtwinklig geformte, geradlinige aufziehbare Dichtung erreicht werden, indem man die Temperatur oder den Druck der Heißversiegelungsstange variiert, wenn man die Versiegelung ausbildet. Die Heißversiegelungstemperatur kann im Zentrum am heißesten gemacht werden und kann so ausgebildet werden, dass sie sich in Richtung auf die Enden der Abdichtung in nichtlinearer Weise verringert, wodurch eine aufziehbare Dichtung geschaffen wird, die in der Mitte am festesten ist, da die Dichtung dort am haltbarsten ist. Alternativ, kann eine gekrümmte Versiegelungsstange verwendet werden, um den gleichen Effekt zu erreichen, wobei die Versiegelungsstange so ausgebildet ist, dass sie eine konvexe Kontaktfläche aufweist, die gegen den binären medizinischen Behälter während des Herstellungsverfahrens der aufziehbaren Dichtungen drückt. Obwohl eine derartige Dichtung eine konventionelle, lineare Form zeigen dürfte, wird ihr mittlerer Bereich während des Versiegelungsverfahrens sehr viel fester zusammengedrückt. Die Anwendung von Druck führt dazu, dass der mittlere Bereich der Abdichtung am festesten ist, während die Festigkeit der Abdichtung sich in Richtung auf die Enden in nichtlinearer (gekrümmter) Weise verringert. Alles was erforderlich ist, ist das, dass die aufziehbare Dichtung eine nichtlineare Widerstandscharakteristik hat, die im Wesentlichen mit der nichtlinearen Druckcharakteristik des Verdünnungsmittels oder des gemischten Medikaments zusammenpasst, wenn ein entsprechendes Abteil gequetscht wird.

Ferner wird auch das vollständige Vermischen des Verdünnungsmittels und des Medikaments und die vollständige Abgabe der gemischten Lösung durch die Auslassöffnung an ein standardisiertes IV-Verabreichungsgerät durch die nichtlineare Aufziehcharakteristik der Abdichtung der vorliegenden Erfindung verbessert. Wie oben beschrieben, stellt der nichtlineare Widerstand der aufziehbaren Dichtung gegen hydraulischen Druck sicher, dass sich die Abdichtung im Wesentlichen entlang ihrer gesamten Länge öffnet, und stellt demzufolge sicher, dass im Wesentlichen das gesamte flüssige Verdünnungsmittel in das Medikamentenabteil eintreten und sich mit dem darin enthaltenen Arzneistoff mischen kann. Nach dem Mischen stellt die nichtlineare Abziehcharakteristik der zweiten Abdichtung sicher, dass die Abdichtung im Wesentlichen vollständig entlang ihrer Länge geöffnet wird, was es der gemischten Lösung gestattet, in die Auslassöffnung und das IV-Verabreichungssystem zu gelangen.

Der Fachmann wird feststellen, dass die hauptsächliche Diskussion der Ausführungsbeispiele, die ein flüssiges Verdünnungsmittel und ein einziges pulverförmiges Medikament umfassen, nicht den Schutzbereich der Erfindung begrenzen. Die Verwendung von flüssigen Medikamenten im Zwischenabteil oder einer Vielzahl von Abteilen für pulverförmige und flüssige Medikamente, die mit dem Verdünnungsmittel gemischt werden sollen, kann bei Verwendung der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Mehrfache Schutz- oder Hilfsöffnungen und Verbindungskanäle zwischen den Schutzöffnungen und einem entsprechenden Abteil können gemäß der Ausführung der Prinzipien der vorliegenden Erfindung auf einfache Weise vorgesehen werden. Weiterhin können in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit von irgendeinem der die Inhaltsstoffe der verschiedenen Abteile bildenden Bestandteile gegen eine Kontamination durch Feuchtigkeit oder freiem Sauerstoff, jene Abteile durch zusätzliches Aufbringen eines klaren, transparenten, SiOx-haltigen, hochsperrenden Laminats über der Vorderlage des Behälters in jenen Behälterbereichen geschützt werden. Solche hochsperrenden Laminate können mit oder ohne eine aufziehbare Abdeckung mit einem aluminiumfolienhaltigen, hochsperrenden Laminat versehen werden.

Die obigen Beschreibungen beispielhafter Ausführungsbeispiele von flexiblen, sterilen Behältern sind nur zur Erläuterung gedacht. Wegen den Abweichungen, die dem Fachmann klar sind, ist es nicht beabsichtigt, die vorliegende Erfindung auf die oben beschriebenen speziellen Ausführungsbeispiele zu beschränken. Solche Abwandlungen und andere Modifikationen oder Veränderungen sind im Schutzbereich der Erfindung, wie in den nachfolgenden Ansprüchen beschrieben, eingeschlossen.


Anspruch[de]
  1. Flexibler Aufbewahrungsbehälter (10) mit:

    einer flexiblen, rückwärtigen Lage (14);

    einer flexiblen, vorderen Lage (12), die mit der rückwärtigen Lage (14) entlang einer gemeinsamen Umfangskante (16) versiegelt ist;

    einer ersten, aufziehbaren Dichtung (24), die sich zwischen zwei Seiten der gemeinsamen Umfangskante (16) erstreckt und die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar verbindet, um ein erstes Abteil (18) zu bilden;

    einer zweiten, aufziehbaren Dichtung (26), die sich zwischen den beiden Seiten der gemeinsamen Umfangskante (16) erstreckt und die vorderen und rückwärtigen Lagen trennbar verbindet, um dadurch ein Auslassabteil (22) und ein zweites Abteil (20) zu bilden, wobei sich das zweite Abteil (20) zwischen dem Auslassabteil (22) und dem ersten Abteil (18) befindet;

    dadurch gekennzeichnet,

    dass ein klarer, transparenter, hochabsperrender Laminatfilm (64, 71) trennbar auf der vorderen Lage (12) angeordnet und mit dieser versiegelt ist, wobei der hochabsperrende Laminatfilm (64, 71) so bemessen ist, dass er sich über das zweite Abteil (20) erstreckt; und

    dass ein opaker, hochabsperrender Schutzfilm (55) abziehbar am klaren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71) befestigt ist, wobei der opake Film (55) so bemessen ist, dass er sich über den hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71) und das zweite Abteil (20) erstreckt.
  2. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 1, wobei die vordere Lage (12) und/oder die rückwärtige Lage (14) ein Polypropylen-Polyethylen-Copolymer, gemischt mit einem Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer umfasst.
  3. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 2, wobei das Polypropylen-Polyethylen-Copolymer gemischt ist mit Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer in einem Verhältnis von etwa 80%/20%.
  4. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die rückwärtige Lage (14) ein mehrschichtiges Laminat umfasst, das enthält:

    eine innere Schicht (46) aus einem Polypropylen-Polyethylen-Copolymer, gemischt mit einem Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Elastomer in einem Verhältnis von etwa 80%/20%, anschließend an die vordere Lage (12);

    eine Zwischenschicht (50) aus einer Aluminiumfolie; und

    eine äußere, thermoplastische Schicht (54), die einen höheren Schmelzpunkt als die innere Schicht (46) hat.
  5. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der opake, hochabsperrende Schutzfilm (55) abziehbar befestigt ist über dem klaren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71), wobei der opake, hochabsperrende Schutzfilm (55) nur einen Bereich der Oberfläche des klaren, hochabsperrenden Laminatfilms kontaktiert, wobei die Festigkeit der Befestigung des opaken Films (55) direkt proportional mit dem Flächenbereich des Oberflächenkontakts ist.
  6. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 5, wobei der opake, hochabsperrende Schutzfilm (55) über dem klaren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71) durch einen gemusterten Wärmeversiegelungskopf befestigt ist, wobei der gemusterte Wärmeversiegelungskopf eine regelmäßige Anordnung von im allgemeinen kreisförmigen, kontaktlosen Flächenbereichen definiert.
  7. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 5, wobei der opake, hochabsperrende Schutzfilm (55) über dem klaren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71) durch eine gleichmäßige Heißversiegelung befestigt ist.
  8. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 5, wobei der opake, hochabsperrende Schutzfilm (55) über dem klaren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71) durch eine aufziehbare Umfangsversiegelung befestigt ist.
  9. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Behälter (10) benachbart der ersten aufziehbaren Dichtung (24) übergefaltet ist, so dass die nach außen weisende Oberfläche des übergefalteten Behälters die mehrschichtige, laminierte, rückwärtige Lage (14) umfasst, wobei der flexible Behälter (10) ferner eine Einrichtung (27, 28) enthält, um den Behälter (10) in einem übergefalteten Zustand zu sichern.
  10. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß Anspruch 9, wobei die Einrichtung zum Sichern des Behälters in einem übergefalteten Zustand umfasst:

    eine Befestigungslasche (28), die einstückig mit dem Behälter (10) ausgebildet ist und von einer Seite des Behälters vorsteht; und

    einen Schlitz (27), der einstückig mit der gleichen Seite des Behälters (10) wie die Lasche (28) ausgebildet ist und von dieser Seite vorsteht, wobei die Lasche (28) und der Schlitz (27) in eine Position für einen gegenseitigen Eingriff bewegt werden, wenn der Behälter (10) benachbart der ersten aufziehbaren Dichtung (24) übergefaltet wird, um dadurch den Behälter (10) in einem übergefalteten Zustand zu sichern.
  11. Flexibler Aufbewahrungsbehälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die aufziehbaren Dichtungen (24, 26) so ausgebildet sind, dass sie gleichmäßige Widerstandsmerkmale gegen einen an der Dichtung anliegenden hydraulischen Druck bieten, der durch eine Manipulation des Behälters verursacht wird, wobei die gleichmäßigen Widerstandsmerkmale bewirken, dass die Dichtung bei einem aufgebrachten Druck im Bereich von 0,021 bis 0,035 Mpa (3 bis 5 Pfund pro Quadratzoll) aufgezogen wird.
  12. Flexibler Behälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, zum getrennten Aufbewahren und Mischen von Materialien, wobei der Behälter (10) enthält:

    eine mehrschichtige, laminierte, rückwärtige Lage (14), die eine innere Schicht (46) eines Polypropylen-Polyethylen-Copolymers, gemischt mit einem Elastomer, eine opake, undurchsichtige, hochabsperrende Zwischenschicht (50) und eine äußere, hochtemperaturbeständige Formtrennschicht (54) enthält;

    eine flexible, vordere Lage (12), die aus einem einschichtigen Film aus einem Polypropylen-Polyethylen-Copolymer, gemischt mit einem Elastomer, hergestellt ist, die mit der rückwärtigen Lage (14) gekoppelt ist, wobei die vordere Lage (12) mit der rückwärtigen Lage (14) entlang einer gemeinsamen Umfangskante (16) versiegelt ist;

    mindestens zwei aufziehbare Dichtungen (24, 26), die sich zwischen zwei parallelen Seiten der gemeinsamen Umfangskante (16) erstrecken und die vorderen und rückwärtigen Lagen (12, 14) trennbar verbinden, um mindestens drei Abteile (18, 20, 22) im Behälter (10) zu definieren, einschließlich eines ersten Abteils (18); und

    einen klareren, hochabsperrenden Laminatfilm (64, 71), der mit der vorderen Lage (12) versiegelt ist, wobei der hochabsperrende Laminatfilm (64, 71) so bemessen ist, dass er sich über das erste Abteil (18) erstreckt.
  13. Flexibler Behälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der hochabsperrende Laminatfilm (64, 71) eine innere Polypropylenschicht (70, 72) benachbart der vorderen Lage (12) des Behälters, eine Polyester enthaltende, äußere Schicht (66, 82) und eine klare, transparente, starke Dampfsperre (68, 78) zwischen den inneren und äußeren Schichten umfasst.
  14. Flexibler Behälter nach Anspruch 13, wobei der klare, hochsperrende Laminatfilm (71) weiterhin eine klare, transparente, stark sauerstoffsperrende Filmschicht (74) zwischen der Polypropylenschicht (72) und der Polyesterschicht (82) umfasst.
  15. Flexibler Behälter nach Anspruch 13, wobei die klare, transparente, stark dampfsperrende Filmschicht (68, 78) ein Polymer ist, das ausgewählt wurde aus der Gruppe, die besteht aus orientiertem Polyethylen hoher Dichte, Polychlorotrifluorethylen und siliziumdioxid beschichtetes Polyethylenterephtalat.
  16. Flexibler Behälter gemäß Anspruch 14, wobei die klare, transparente, hoch gegen Sauerstoff sperrende Filmschicht (74) ein Polymer ist, das ausgewählt wurde aus der Gruppe, die besteht aus Ethylenvinylalkohol, mit Polyvinylidenchlorid beschichtetes Polyethylenterephtalat und Siliziumdioxid beschichteter Polyvinylalkohol.
  17. Verfahren zum Herstellen eines flexiblen Aufbewahrungsbehälters (10) mit den folgenden Verfahrensschritten:

    Schaffen einer flexiblen, rückwärtigen Lage (14);

    Schaffen einer flexiblen, vorderen Lage (12) und Versiegeln der vorderen Lage (12) mit der rückwärtigen Lage (14) entlang einer gemeinsamen Umfangskante (16);

    Ausbilden einer ersten, aufziehbaren Dichtung (24), die sich zwischen zwei Seiten der gemeinsamen Umfangskante (16) erstreckt und die vorderen und rückwärtigen Lagen (12, 14) trennbar verbindet, um ein erstes Abteil (18) zum Aufnehmen eines ersten Produktes zu bilden,

    Ausbilden einer zweiten, aufziehbaren Dichtung (26), die sich zwischen den beiden Seiten der gemeinsamen Umfangskante (16) erstreckt und die vorderen und rückwärtigen Lagen (12, 14) trennbar verbindet, um dadurch ein Auslassabteil (22) und ein zweites Abteil (20) zu bilden, wobei das zweite Abteil (20) ein zweites Produkt enthält, das sich zwischen dem Auslassabteil (22) und dem ersten Abteil (18) befindet;

    gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte

    Schaffen eines klaren, transparenten, hochabsperrenden Laminatfilms (64, 71), der trennbar auf der vorderen Lage (12) angeordnet und mit dieser versiegelt ist, wobei der hochabsperrende Laminatfilm (64, 71) so bemessen ist, dass er sich über das zweite Abteil (20) erstreckt;

    wobei der transparente Film (64, 71) eine innere Polypropylenschicht (70, 72) benachbart der vorderen Lage (12) des Behälters, eine äußere Schicht (66, 82), die Polyester umfasst, und eine klare, transparente, starke Feuchtigkeitsbarriere (68, 78) zwischen den inneren und äußeren Lagen umfasst; und

    wobei ein opaker, hochsperrender Schutzfilm (55) abziehbar an dem klaren, hochsperrenden Laminatfilm (64, 71) befestigt ist, wobei der opake Film (55) so bemessen ist, dass er sich über den hochsperrenden Laminatfilm (64, 71) und das zweite Abteil (20) erstreckt.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei der klare, hochsperrende Laminatfilm (71) ferner eine klare, transparente, stark gegen Sauerstoff sperrende Schicht (74) zwischen der Polypropylenschicht (72) und der Polyesterschicht (82) umfasst.
  19. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die klare, transparente, hoch gegen Feuchtigkeit sperrende Filmschicht (68, 78) ein Polymer ist, das ausgewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus orientiertem Polyethylen hoher Dichte, Polychlorotrifluorethylen und siliziumdioxidbeschichteten Polyethylenterephtalat.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die klare, transparente, hoch gegen Sauerstoff sperrende Filmschicht (74) ein Polymer ist, das ausgewählt wurde aus der Gruppe, die besteht aus Ethylenvinylalkohol, mit Polyvinylidenchlorid beschichtetes Polyethylenterephtalat und Siliziumdioxid abgelagertem Polyvinylalkohol.
  21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei die flexible, rückwärtige Lage (14) ein mehrschichtiges Laminat umfasst, das durch die folgenden Verfahrensschritte hergestellt wird:

    Bereitstellen einer inneren Schicht (46) aus einem Polypropylen-Polyethylen-Copolymer, gemischt mit einem Styrol-Ethylen-Butylen-Styrolelastomer in einem Gewichtsverhältnis von etwa 80%/20%, anliegend an die vordere Lage (12);

    Bereitstellen einer Zwischenschicht (50) aus einer Aluminiumfolie; und

    Bereitstellen einer äußeren thermoplastischen Schicht (54) mit einem höheren Schmelzpunkt als die innere Schicht (46).
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21, wobei die ersten und zweiten aufziehbaren Dichtungen (24, 26) ausgebildet werden, in dem man die Heißversiegelungstemperatur im Bereich zwischen 118°C bis 129°C (245°F bis 265°F) hält, während ein Druck im Bereich von etwa 1,59 Mpa bis 2,35 Mpa (etwa 230 psi bis 340 psi) über eine Zeit im Bereich von etwa 1,5 Sekunden bis etwa 2,5 Sekunden aufrechterhält.
Es folgen 17 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com