Diese Erfindung betrifft Verfahren und Geräte zum Beschichten eines
Produkts, insbesondere, aber nicht ausschließlich eines Nahrungsmittelprodukts,
in einer Kühlkammer. Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf die gesteuerte
Aufbringung eines Beschichtungsmaterials auf ein Nahrungsmittelprodukt in einem
Trommelkühlgerät.
Trommelkühler bzw. Trommelgeräte finden verbreitete Anwendung und
sind auf dem Fachgebiet der Verarbeitung von Nahrungsmittelprodukten des Typus bekannt,
der aus einer Vielzahl einzelner Teile oder Stücke besteht, wie beispielsweise rohe
Fleischstücke (zum Beispiel Schinken oder Chicken Nuggets), oder Fisch (zum Beispiel
Garnelen, Scampi, Kabeljaustücke). Das Produkt wird agitiert, indem es in einer
sich um eine etwa horizontale Achse drehenden Trommel umgeworfen wird, während es
mit einem Kühlmittel besprüht wird, entweder einem flüssigen Kryogen wie beispielsweise
Stickstoff, oder einem Gas bei niedriger Temperatur wie beispielsweise Kohlendioxid.
Der flüssige Kryogen mischt sich sorgfältig mit dem teilchenförmigen Produkt, unterstützt
durch das Werfen bzw. die Umwälzwirkung der umlaufenden Trommel, und erzeugt eine
markante Verringerung der Temperatur des Produkts zum Kühlen, Gefrieren oder Tiefgefrieren
des Produkts nach Bedarf. Trommelgeräte können zum Kühlen in Scharchen eingesetzt
werden, wobei das Nahrungsmittelprodukt scharchenweise in das Trommelgerät geladen,
gekühlt und dann aus dem Trommelgerät entladen wird, oder sie können als kontinuierlich
arbeitende Kühlgeräte angeordnet werden, bei denen das Nahrungsmittelprodukt in
ein Ende der zylindrischen Trommel zugeführt wird, entlang der Trommel in axialer
Richtung wandert, während es gekühlt wird, und dann aus dem anderen Ende der Trommel
ausgetragen wird. Diese beiden Arten von Trommelkühlern werden nachstehend als "Chargentrommelkühler
bzw. "kontinuierliche Trommelkühler" bezeichnet (die vorliegende Erfindung ist auf
beide anwendbar).
Solche Trommelgeräte beginnt man nun auch zum Aufbringen von Beschichtungsmaterialien
auf Nahrungsmittelprodukte einzusetzen, beispielsweise Beschichtungsmaterialien
wie Gewürzöle, Soßen, Paniermaterial usw. Dies wird durch Kühlen des Nahrungsmittelprodukts
auf eine wesentlich unter dem Gefrierpunkt des Beschichtungsmaterials und anschließendes
Aufsprühen des Beschichtungsmaterials in den noch umlaufenden Trommelkühler und
auf das umgewälzte Nahrungsmittelprodukt bewerkstelligt, so daß das Beschichtungsmaterial
gefriert und an dem Nahrungsmittelprodukt anhaftet. Wiederum hilft die kontinuierliche
Umwälzung des Nahrungsmittelprodukts sicherzustellen, daß eine gleichmäßige Beschichtung
aufgebracht wird, und daß auch ein Klumpen des Produkts verhindert wird. Ein typischer
Anwendungsfall wäre das Kühlen von Gemüsestücken auf etwa –50°C für eine
Soße mit einem Gefrierpunkt von –3°C, die Soße wird dann während der Bewegung
in dem Trommelkühler auf die Gemüse aufgebracht (aber gewöhnlich erst, wenn das
Besprühen mit flüssigem Kryogen beendet ist, bis ein ziemlich gleichmäßiger Überzug
erzeugt worden ist.
Wenn ein Trommelgerät zum Beschichten eines Produkts eingesetzt wird,
muß die Abkühlung des Produkts auf die korrekte Temperatur erfolgen, und zwar gleichförmig
und homogen, um sicherzustellen, daß jedes Produktstück gleichmäßig beschichtet
wird und daß alle Produktstücke in gleichem Maße beschichtet werden. Wenn das Produkt
zu warm ist, gefriert das Beschichtungsmaterial nicht schnell genug, um fest an
dem Produkt anzuhaften. Wenn das Produkt zu kalt ist, tendiert das Beschichtungsmaterial
dazu, zu schnell zu gefrieren, so daß größere Tröpfchen von Beschichtungsmaterial,
als für eine gleichmäßige Beschichtung wünschenswert sind, sich auf der Oberfläche
des Produkts anhäufen. Wenn das Produkt viel zu kalt ist, kann das Beschichtungsmaterial
gefrieren, aber sich nachfolgend aufgrund der thermischen Zusammenziehung der Beschichtung
vom Produkt lösen. Wenn der Kern sehr viel zu kalt ist, kann die Beschichtung und/oder
das Produkt brüchig werden und aufgrund der mechanischen Spannungen ausbrechen,
die durch das Umwälzen im Trommelgerät erzeugt werden, oder einfach als Ergebnis
der thermischen Spannungen, die in der Beschichtung und/oder im Produkt erzeugt
werden.
Die zur Steuerung der Abkühlung verwendeten herkömmlichen Methoden
in Prozessen, in denen das Trommelgerät nur zum Kühlen/Gefrieren eingesetzt wird,
beispielsweise zur zeitgesteuerten Anwendung von flüssigem Kryogen, gesteuertem
Sprühdruck und Temperaturrückführung (d. h. Einstellen der Flüssigkryogenzufuhr
in Abhängigkeit von der Temperatur des das Trommelgerät verlassenden Kryogendampfs)
sind für Beschichtungsanwendungen des Trommelgeräts ungeeignet, da sie zu grob sind,
und sie können keine ausreichend gleichförmige und ordentlich anhaftende Beschichtung
erzeugen.
Die internationale Veröffentlichung Nr. WO 95/20 324 beschreibt ein
Gerät zum Beschichten eines Nahrungsmittelprodukts mit einer Flüssigkeit, beispielsweise
Wasser, das einen Trommelkühler mit Mitteln zum Besprühen von Produkt im Kühler
mit einem flüssigen Kryogen und weiteren Mitteln zum Besprühen des Produkts mit
Wasser aufweist. Es wird Bezug genommen auf bevorzugte Zuführraten für das Wasser,
den flüssigen Kryogen und das in den Kühler eintretende Produkt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein effektives Verfahren
der Trommelbeschichtung zu schaffen, das eine Verbesserung gegenüber dem Stand der
Technik bringt.
Dementsprechend beinhaltet die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Beschichten eines Nahrungsmittelprodukts mit einem flüssigen oder verflüssigten
Beschichtungsmaterial in einer Kühlkammer mit folgenden Schritten:
a) Messen der Produktmasse in der Kühlkammer, b) Berechnen der Masse eines flüssigen
Kryogens, das bei Einleiten in die Kühlkammer und in Berührung mit dem Produkt ausreicht,
die Temperatur der Produktmasse auf eine erste vorgegebene Temperatur unterhalb
der Schmelztemperatur des Beschichtungsmaterials abzusenken, c) Steuern des Einleitens
der berechneten Masse flüssigen Kryogens in die Kühlkammer und in Berührung mit
dem Produkt, wodurch das Produkt auf die erste vorgegebene Temperatur heruntergekühlt
wird, und d) Aufbringen einer vorgegebenen Masse Beschichtungsmaterial auf das abgekühlte
Produkt zur Bildung eines Überzugs darauf, das gekennzeichnet ist durch die Wiederholung
der Schritte a), b), c) und d) in ihrer Reihenfolge zum Beschichten des Produkts
mit aufeinanderfolgenden Schichten von Beschichtungsmaterial.
Das Produkt ist vorzugsweise ein Nahrungsmittelprodukt, und vorzugsweise
besteht es aus einer Vielzahl einzelner Stücke (idealerweise von etwa der gleichen
Größe).
Das Verfahren wird wiederholt bzw. iterativ durchgeführt, um Schichten
von Beschichtungsmaterial aufzubauen, bis eine gewünschte Beschichtungsdicke präziser
Spezifikation (und aufeinanderfolgende Schichten können von unterschiedlicher Art
Beschichtungsmaterial bestehen) erreicht ist.
Das Zyklieren des Produkts zwischen minimalen und maximalen Beschichtungstemperaturen
(der ersten und der zweiten vorgegebenen Temperatur) unter Verwendung des flüssigen
Kryogens zum Absenken der Produkttemperatur auf das Minimum und Zugeben von Beschichtungsmaterial
derart, daß die mittlere Temperatur des beschichteten Produkts nicht weiter als
auf die Maximaltemperatur ansteigt, ermöglicht die zuverlässige und wiederholbare
Steuerung des Beschichtungsprozesses um gleichförmige, gut anhaftende Überzugsschichten
jeweils mit genauer Dicke zu erzeugen. Die Erfindung macht es nicht nur möglich,
Verschwendung von Beschichtungsmaterial zu minimieren, sondern es ist auch möglich,
die zunehmende Masse des beschichteten Produkts nach jedem Beschichtungsschritt
in Betracht zu ziehen und dadurch sowohl die Anzahl der Beschichtungsschritte als
auch die Gesamtzeit zu minimieren, die erforderlich ist, um eine gegebene Beschichtungsdicke
zu erzeugen.
Die Produktmasse kann zweckmäßigerweise in der Kammer gemessen werden,
oder alternativ durch Messen der in die Kammer geladenen Produktmasse – die
Masse(n) des Beschichtungsmaterials bzw. der Beschichtungsmaterialien werden in
gleicher Weise gemessen oder sind bekannt an der Einführungsstelle in die Kammer.
Vorzugsweise umfasst der Schritt der Steuerung des Einführens der
berechneten Masse an flüssigem Kryogen das Einführen der berechneten Masse an flüssigem
Kryogen in einen Zwischendosiertank und das Austragen des flüssigen Kryogens aus
dem Dosiertank in die Kühlkammer, wobei die Abgaberate des flüssigen Kryogens durch
Ventilmittel gesteuert wird.
Unter Verwendung eines relativ kleinen Dosier- oder Puffertanks für
den flüssigen Kryogen, der ein Mittel zum Messen seines Inhalts (z. B. durch Montieren
des Tanks auf Kraftmesszellen, oder ein Kapazitätsmessgerät, ein Differenzdruckmessgerät
oder sogar ein auf einem Schwimmer basierenden Gerät) aufweist, kann jede gewünschte
Massen-/Thermoausgleichssteuerungsstrategie durch ein geeignetes Programm des Füllens
des Tanks und des Austragens aus dem Tank erreicht werden.
Alternativ kann der Schritt der Steuerung des Einleitens der berechneten
Masse an flüssigem Kryogen das Messen der Massendurchsatzrate des flüssigen Kryogens
und das Betätigen von Ventilmitteln in Abhängigkeit von dem gemessenen Massendurchsatz
umfassen, um den Durchsatz zu verändern, mit welchem flüssiger Kryogen in die Kühlkammer
eingeleitet wird.
Bekanntermaßen ist die Messung der Strömung eines flüssigen Kryogens
aufgrund der Tatsache problematisch, daß es schwierig ist, eine Einphasenströmung
aufrecht zu erhalten. Flüssiger Stickstoff beispielsweise siedet bei –196°C
und daher, sofern nicht sehr komplexe und teure Kühlmittel eingesetzt werden, neigt
die Flüssigkeit zum Aussieden, wenn sie entlang eines Förderrohrs geleitet wird,
wodurch eine Zweiphasenströmung aus Flüssigkeit und Dampf erzeugt wird. Wenn sowohl
Flüssigkeit als auch Dampf vorhanden sind, sind Standardströmungsmessverfahren wie
beispielsweise das Messen des Druckgefälles über einer kalibrierten Öffnung ungenau.
Jedoch kann durch Trennen der beiden Phasen die Strömung jeder Phase unter Einsatz
relativer Standardtechniken genau gemessen werden, um eine genaue Gesamtströmungsmessung
der wieder kombinierten Phasen und daher eine sehr genaue Steuerung der Kühlung
des Produkts im Trommelgerät zu ergeben.
Die dem vorgekühlten Produkt zuzugebende vorgegebene Masse an Beschichtungsmaterial
ist vorzugsweise diejenige Masse, die, wenn sie dem Produkt auf der ersten vorgegebenen
Temperatur zugegeben wird, die mittlere Temperatur des Produkts und des Beschichtungsmaterials
auf eine zweite vorgegebene Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts des Beschichtungsmaterials
(und oberhalb der ersten vorgegebenen Temperatur) anhebt.
Obwohl dies nicht unbedingt nicht auf einmal die gewünschte Beschichtungsdicke
ergibt, stellte es sicher, daß die mittlere Temperatur nicht über diejenige ansteigt,
die zum Verderb entweder des Nahrungsmittelprodukts oder des Überzugs oder zum Ablösen
des Überzugs von dem Produkt führen könnte. Da die zweite vorgegebene Temperatur
niedriger als der Schmelzpunkt ist, verhindert dies auch eine gegenseitige Anhaftung und
ein Agglomerieren des beschichteten Produkts.
Für eine schnelle gleichmäßige Kühlung sollte der flüssige Kryogen
auf das Produkt aufgesprüht werden, während das Produkt sich am schnellsten bewegt.
In den meisten Trommelgeräten gibt es eine Zone, wo die Trommel eine Wand fallenden
Produkts erzeugt. Wenn flüssiger Kryogen auf dieser Fläche aufgesprüht wird, können
hohe Einspritzdurchsätze des flüssigen Kryogens sicher benutzt werden, da die Erneuerungsrate
der Produktoberfläche groß ist, so daß ein Überfrieren nicht auftritt. Das aus dem
flüssigen Kryogen hervorgehende Gas, wenn dieses bei Berührung mit der Produktoberfläche
verdampft, strömt durch das herabfallende Produkt und erzeugt eine gewisse Kühlung
auf das Produkt, das nicht direkt mit dem Flüssigkryogensprühstrahl in Berührung
kommt. Bei einer guten Produktdurchmischungswirkung im Trommelgerät können sehr
hohe Wärmeübergangsraten und eine gleichmäßige Kühlung ohne Beschädigung des Produkts
durch übermäßige Trommeldrehung erreicht werden. Ein typischer Flüssigkryogeneinspritzer
besteht aus einer oder mehreren Sprühdüsen, die nahe der Mittellinie des Trommelgeräts
montiert sind und auf die Wand des fallenden Produkts gerichtet sind, wobei zahlreiche
Sprühmuster eingesetzt werden können, einschließlich eines einfachen, offen endigenden
Rohrs bis zu flachen, hohlkegeligen, quadratischen, vollkegeligen und sprialigen
Düsen.
Um eine schnelle und gleichmäßige Beschichtung sicherzustellen, denn
das Beschichtungsmaterial im allgemeinen auf die gleiche Produktzielfläche wie auch
der flüssige Kryogen zum Abkühlen des Produkts aufgesprüht. Das Beschichtungsmaterial
ist gewöhnlich bei Umgebungstemperaturen flüssig und kann aus einer einzigen Komponenten
bestehen, wird aber im allgemeinen zwei der mehr Komponenten umfassen, die in Form
einer Emulsion, Dispersion, Aufschlämmung oder Lösung vorliegen. Feste Beschichtungsmaterialien
wie beispielsweise Fette können für ein leichtes Ausbringen auf einer erhöhten Temperatur
(oberhalb des Schmelzpunkts) eingesetzt werden. Für Beschichtungen, die feste Materialen
enthalten, wie beispielsweise Gewürze oder Gemüseteilchen, müssen Sprühdüsen eingesetzt
werden, die eine zuverlässige Sprühleistung haben. Die Viskosität des Beschichtungsmaterials
kann derart sein, daß das Pumpen bei Umgebungstemperaturen schwierig ist, wobei
in diesem Fall das Beschichtungsmaterial auf eine Temperatur erwärmt werden kann,
bei der seine Viskosität ausreichend niedrig ist, damit es zu der oder den Sprühabgabedüse(n)
gepumpt werden kann.
Für sehr dicke Überzüge können Luftzerstäubungsdüsen die Überzugsqualität
stark verbessern, indem viel kleinere Überzugströpfchen erzeugt werden, als dies
unter Verwendung hydraulischer Zerstäubungsdüsen bei niedrigen bis mittleren Drücken
möglich ist. Die bei einer Luftzerstäubung möglichen kleinen Tröpfchen ermöglichen
das Erzeugen dünner gleichförmiger Überzüge, wenn die Viskosität des Beschichtungsmaterials
hoch ist.
Um die optimale Dicke und Gleichförmigkeit der Überzüge zu schaffen,
die in manchen Anwendungsfällen kritisch sein könnte, darf die Einleitungsrate für
das Beschichtungsmaterial und die Produktoberflächenerneuerungsrate (ein Faktor
der Trommelkonstruktion und der Betriebsdrehzahl) nicht zu hoch sein).
Wie oben erwähnt, wird das Verfahren wiederholt oder iterativ durchgeführt,
um eine gewünschte Beschichtungsdicke in mehreren Schichten herzustellen. Alternativ
können verschiedene Beschichtungsmaterialien eingesetzt werden, um aufeinanderfolgende
Schichten genauer und gleichförmiger Dicke und aus unterschiedlichen Beschichtungsmaterialien
auf dem Produkt herzustellen, was für manche Nahrungsmittelprodukte in hohem Maße
wünschenswert sein kann. Ein abschließender Prozeß kann das Einspritzen von Wasser
oder anderen Materialien zur Verbesserung des Erscheinungsbilds der Oberfläche des
beschichteten Produkts sein. Das Einleiten von Dampf zum Beispiel kann einen attraktiven
Glanz des Produkts ohne Erfordernis der Zugabe großer Mengen von Wasser erzeugen.
Nachdem das Beschichten des Produkts beendet ist, befindet sich das
beschichtete Produkt normalerweise an der zweiten vorgegebenen Temperatur. Obwohl
diese Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur des Beschichtungsmaterials liegt,
ist das vielleicht nicht die optimale Temperatur für die nachfolgende Verarbeitung
des Produkts (zum Beispiel die Verpackung). Wenn dies der Fall ist, ist es ein relativ
einfaches Verfahren, eine weiter berechnete Menge flüssigen Kryogens aufzubringen,
um die Temperatur des beschichteten Produkts auf diejenige abzusenken, die für die
weitere Verarbeitung erforderlich ist.
Im Hinblick auf die vorstehende Beschreibung der Erfindung ist klar,
daß nach einem anderen Aspekt die Erfindung auch ein Gerät zum Beschichten eines
Nahrungsmittelprodukts mit einem flüssigen oder verflüssigten Beschichtungsmaterial
beinhaltet, das einen Trommelkühler mit Mitteln zum Besprühen von Produkt im Kühler
mit einem flüssigen Kryogen, Mittel zum Besprühen von Produkt im Kühler mit dem
Beschichtungsmaterial, Mittel zur Steuerung des Einleitens einer Masse flüssigen
Kryogens in den Kühler und in Berührung mit dem Produkt, die so berechnet ist, daß
die Temperatur des Produkts auf eine erste vorgegebene Temperatur unterhalb des
Schmelzpunkts des Beschichtungsmaterials abgesenkt wird, Mittel zum Aufbringen einer
vorgegebenen Masse von Beschichtungsmaterial auf das abgekühlte Produkt, um darauf
einen Überzug zu erzeugen, und Mittel zum Messen der Produktmasse im Kühler aufweist,
und das durch separate Mittel zum Aufsprühen mindestens zweier verschiedener Beschichtungsmaterialien
auf das Produkt im Kühler gekennzeichnet ist.
Um Zweifel zu vermeiden, der Begriff "flüssiger Kryogen" bedeutet
ein in hohem Maße flüchtiges Medium, das bei atmosphärischen Temperaturen und Drücken
im großen und ganzen als Dampf existiert, das aber in der Praxis der Erfindung abgekühlt
und/oder druckbeaufschlagt ist, so daß es zum großen Teil in der flüssigen Phase
vorliegt. Vorzugsweise ist der flüssige Kryogen ein atmosphärisches Gas wie beispielsweise
Stickstoff, jedoch könnte der flüssige Kryogen gleichermaßen auch Kohlendioxid oder
das unter der Handelsmarke SLA der Anmelderin vertriebene atembare Gasgemisch sein.
Ebenfalls um Zweifel auszuschließen, der hier – insbesondere in den Ansprüchen
– verwendete Begriff "flüssiges oder verflüssigtes Beschichtungsmaterial"
umfasst irgendein Beschichtungsmaterial, das, wenn es zur Beschichtung verteilt
wird, zum großen Teil flüssig ist. Folglich umfasst dieser Begriff beispielsweise
Emulsionen, feste Partikel und/oder gelöste Gase (wie sie beispielsweise zur Verbesserung
des Aromas und/oder des Dufts der beschichteten Produkte eingebracht werden können)
enthaltende Flüssigkeiten und Gemische hiervon.
Die Erfindung wird nunmehr beispielsweise und mit Bezug auf die anliegende
schematische Zeichnung eines Geräts zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung
und auf das ausgearbeitete Beispiel beschrieben.
Die Zeichnung zeigt ein zylindrisches Trommelgerät 1, das
um eine Achse 3-3 drehbar ist. Wie auf dem Fachgebiet bekannt ist, kann die Achse
3-3 leicht aus der Horizontalen geneigt sein, so daß an einem Einlaß 5
in das Trommelgerät 1 eingeführtes Produkt sich allmählich entlang der
Trommel zu einem Produktauslaß 7 bewegt, so daß es sich um ein kontinuierlich
arbeitendes Trommelgerät handelt. Alternativ dazu ist bei einem Chargentrommelgerät
die Achse 3-3 horizontal, so daß die Trommel durch eine einzige Öffnung (nicht gezeigt)
beladen und entladen werden kann. Die Drehung der Trommel 1 agitiert und
durchmischt das Produkt kontinuierlich, unterstützt durch Paddel und dergleichen
innerhalb der Trommel (nicht dargestellt) wie auf dem Fachgebiet bekannt ist, während
es sich durch die Trommel 1 und zum Auslaß 7 bewegt.
Zum Kühlen des Produkts in der Trommel 1 wird flüssiger Stickstoff
aus einer Quelle 9 in die Trommel 1 und direkt auf das Produkt
durch Sprühdüsen 11 ausgetragen. Zum Beschichten des abgekühlten Produkts
in der Trommel 1 wird Beschichtungsmaterial aus einer Quelle
13 in die Trommel 1 und durch Sprühdüsen 15 direkt auf
das Produkt ausgetragen. Die Sprührate durch die Düsen 11 und
15 wird durch ein Steuergerät 17 gesteuert (der Klarheit halber
sind die Steuerlinien nur für zwei Düsen dargestellt), das auch Signale von einem
Fühler 19 zum Messen der Produktmasse in der Trommel 1, einem
Strömungsmesser 21 zur Messung der Massenströmungsrate von Beschichtungsmaterial
aus der Quelle 13 und in die Trommel 1 und aus einem Gerät
23 in der Zufuhrleitung zwischen der Flüssigkryogenquelle 9 und
den Sprühdüsen 11 empfängt. Das Gerät 23 ist entweder ein Dosiertank
oder ein Flüssigkryogen-Massenströmungsmesser. Der Fühler 19 kann eine
Kraftmesszelle sein und wie dargestellt angeordnet sein, oder es kann eine am Einlaß
5 angeordnetes Massenmessgerät (nicht dargestellt) sein, um die Menge des
in die Trommel 1 geladenen Produkts zu messen, wobei die Masse des beschichteten
Produkts leicht aus der ursprünglichen, in die Trommel geladenen Produktmasse und
der oder den bekannten Masse(n) der Zufuhr von Beschichtungsmaterial(ien) berechenbar
ist.
Der Betrieb des dargestellten Geräts ist folgendermaßen: Daten wie
beispielsweise die Art des Produkts (zum Beispiel seine Temperatur am Einlaß
5 und seine spezifische Wärmekapazität), die Art des Beschichtungsmaterials
(zum Beispiel dessen Temperatur beim Erreichen der Sprühdüsen 15, seine
Gefriertemperatur, seine spezifische Wärmekapazität oberhalb und unterhalb des Gefrierens
und seine latente Gefrierwärme) und Beschichtungseigenschaften) zum Beispiel die
niedrigste Temperatur, auf welche das Produkt abgesenkt werden kann (welches die
oben erwähnte erste vorgegebene Temperatur ist), die optimale maximale gefrorene
Temperatur (OMFT – die Maximaltemperatur, welche das beschichtete Produkt
erreichen darf, welches die zweite oben erwähnte vorgegebene Temperatur ist), die
erforderliche Ausgangstemperatur des beschichteten Produkts und das Gewicht der
erforderlichen Beschichtung (eine Funktion der mittleren Größe des Produkts, der
gewünschten Schichtdicke und der Überzugsmaterialdichte) werde über eine Konsole
25 in das Steuergerät 17 eingegeben.
Das Steuergerät 17 nimmt dann das gemessene Gewicht des Produkts
in der Trommel (vom Sensor 19 gemessen), berechnet die notwendige Masse
von flüssigem Kryogen zum Abkühlen des Produkts auf die erste vorgegebene Temperatur,
und steuert dann den Betrieb der Sprühdüsen 11 zur Steuerung der Einleitungsrate
des flüssigen Kryogens in die Trommel 1. Diese Steuerung wird durch das
Gerät 23 bewirkt, entweder durch Füllen und Entleeren des Dosiertanks in
einer programmierten Weise, um eine relativ grobe Massendurchsatzsteuerung zu erreichen,
oder durch Verwenden der Messungen aus einem Flüssigkryogen-Massenströmungsmesser,
wie in unserer europäischen Patentanmeldung Nr. 0 667 510 A1 beschrieben, um eine
besonders genaue Steuerung des Massendurchsatzes zu erreichen.
Nachdem die berechnete Masse flüssigen Kryogens auf das Produkt ausgetragen
worden ist und das Produkt sich auf der ersten vorgegebenen Temperatur befindet,
betätigt das Steuergerät 17 die Sprühdüsen 15, damit Beschichtungsmaterial
auf das abgekühlte Produkt aufgesprüht und darauf eine Überzugsschicht erzeugt wird.
Die Strömung des Beschichtungsmaterials in die Trommel 1 wird durch einen
Strömungsmesser 21 gemessen, und das Steuergerät 17 stoppt das
Sprühen aus den Düsen 15, wenn die vorgegebene Masse von Beschichtungsmaterial
auf das Produkt aufgebracht worden ist.
Der vom Steuergerät 17 bewirkte Prozeß wird unter Bezugnahme
auf das folgende Beispiel leichter verständlich, wo gekochte Rinderstreifen mit
einer Sahnesoße in einem Chargentrommelgerät überzogen werden.
Die Massenausgleichsberechnungen für Zyklen maximaler Überzugsdicke,
die zwischen der minimalen Anhafttemperatur und der OMFT erreichbar sind, sind folgende:
Wie also ersichtlich ist, waren, um die gewünschten 100% (70 kg) Beschichtung
zu erhalten, sechs Kühlzyklen und 5 Beschichtungszyklen erforderlich. In der Praxis
dauert dies etwa 34 Minuten aufgrund der Verzögerungen zwischen den Zyklen (in einem
späteren Versuch haben Verbesserungen bei der grundsätzlichen Einspritzung und anderen
Techniken das Aufbiringen einer 150%-Beschichtung in nur 16,5 Minuten ermöglicht).
Alternativ kann eine größere Anzahl kleinerer Beschichtungsschritte eingesetzt werden
(d. h. weniger als die maximale Menge Beschichtungsmaterial in jedem Zyklus aufbringen),
aber dies steigert die Gesamtprozeßzeit.
Natürlich hat die Erfindung sehr viele Anwendungen auf dem Nahrungsmittelgebiet,
beispielsweise beim Beschichten von Fleisch (gekocht oder roh), Fisch, Gemüse und
Teigwaren mit allen Arten von Beschichtungsmaterialien wie beispielsweise Gewürzölen,
Soßen, Panierungen und Brotkrümeln, die alle nach den Prinzipien dieser Erfindung
ausgeführt werden können. Tatsächlich und vorausgesetzt, daß die mittlere Größe
(d. h. der Produktteildurchmesser oder mindestens die mittlere maximale Abmessung
der Produktstücke) der Produtkstücke zwischen etwa 1 mm und 200 mm liegt, und vorzugsweise
zwischen etwa 1 mm und 75 mm, dann fast jedes solche Produkt mit einer oder mehren
Schichten überzogen werden; natürlich ist innerhalb dieses Größenbereichs die bevorzugte
Größe vollständig von der An des zu beschichtenden Produkts abhängig. Beispielsweise
haben Herzen eine bestimmte Form und einen begrenzten Größenbereich, während andere
Produkte wie beispielsweise Teigwaren oder Fleischstücke, Hühnerbrust oder Spareribs
völlig andere Formen und eine große Vielfalt von Größen haben, und daher ist als
bevorzugte Größe der nach der Erfindung zu beschichtenden Nahrungsmittelprodukte
zu verstehen, daß dies gewöhnlich die maximale Größe des jeweiligen Nahrungsmittelprodukts
ist (vorausgesetzt, seine maximale Abmessung fällt in den Bereich von etwa 1 mm
bis etwa 200 mm). Das Verfahren nach der Erfindung hat sich bereits als wirksam
erwiesen, wenn bei solchen Nahrungsmittelprodukten die gekochten Rinderstreifen,
Hühnerbrust, Spareribs und Erbsen, die jeweils eine maximale Abmessung im Bereich
von 30 mm (siehe Beispiel) bzw. 150 mm bzw. 200 mm bzw. 5 mm haben.
Zusätzlich zu den oben erwähnten Nahrungsmittelprodukten kann natürlich
ein sehr großer Bereich von Produkten mit dem Verfahren nach der Erfindung beschichtet
werden. Für eine solche Beschichtung besonders geeignete Nahrungsmittelprodukte
umfassen Gemüse wie beispielsweise Erbsen, Rosenkohl, Blumenkohlstücke, beschichtet
mit Bratensoße oder Käse oder weißer Soße beispielsweise, Früchte wie beispielsweise
Erdbeeren, Apfelschnitze oder Kirschen (beschichtet beispielsweise mit Schichten
aus Joghurt oder Sahne), Konfekt wie beispielsweise Süßigkeiten oder Eiskremstücke
(beschichtet beispielsweise in Schichten von Schokolade oder Joghurt), oder Nahrungsmittelzutaten
wie beispielsweise körniges Salz oder Zucker (beschichtet beispielsweise mit einem
schützenden Material). Andere Produkte als Nahrungsmittel, bei denen das vorliegende
Beschichtungsverfahren vorteilhaft angewendet werden kann umfasst Chemikalien und
Pharmazeutika, die mit einer schützenden und/oder wohlschmeckenden Schicht bzw.
Schichten beispielsweise überzogen werden können. Zahlreiche andere spezifische
Beispiele liegen für den Fachmann auf der Hand, der eine Schicht aus Beschichtungsmaterial
auf einem Produkt ausbringen möchte, gleichviel, ob die Beschichtung ästhetischen,
gastronomischen und/oder Schutzzwecken dienen soll. In ähnlicher Weise ist klar,
daß ein sehr breiter Bereich von Beschichtungsmaterialen aufgebracht werden kann.
Nachdem nun eine Ausführungsform eines Trommelkühlgeräts beschrieben
worden ist, das zur Durchführung eines Beispiels des Aufbringens eines Beschichtungsmaterials
nach der Erfindung geeignet ist, liegen für den Fachmann zahlreiche Modifikationen
auf der Hand.
Beispielsweise können mehrere Gruppen von Düsen vorgesehen sein, um
verschiedene Beschichtungsmaterialien zur Bildung aufeinanderfolgender Schichten
aus verschiedenen Beschichtungsmaterialien auf dem Produkt aufzusprühen,
und es können, wie oben beschrieben, andere Kryogene als flüssiger Stickstoff benutzt
werden. Des weiteren kann ein Gerät eine einzige drehbare Trommel mit Bereichen
zur Sprühbeschichtung mit einem oder mehreren Beschichtungsmaterialien haben, oder
es kann eine Reihe von zwei oder mehr gekuppelten Trommeln vorgesehen sein, wo das
Produkt jeweils gekühlt und jeweils mit einer Schicht aus Beschichtungsmaterial
überzogen wird. Die letztere Anordnung wäre zu bevorzugen, da sie besser in der
Lage ist, das Auslecken von "verbrauchtem" Kryogen in einen benachbarten Prozessbereicht
und eine ungünstige Beeinträchtigung jenes Prozesses zu verhindern; stattdessen
wird Kryogen leicht aus jedem Kühlbereich abgeführt. Des weiteren, obwohl die Erfindung
in Zusammenhang mit einem Trommelkühler beschrieben worden ist, ist sie gleichermaßen
auf andere Arten von Geräten anwendbar. Beispielsweise kann das Verfahren zur Beschichtung
nach der Erfindung bei Mischmaschinen eingesetzt werden, wie sie beispielsweise
in der EP-A-219 471 oder EP-A-560 509 beschrieben sind, die mit hoher Drehzahl laufen
und eine fast fluidisierte Materialzone bilden, die in exakt analoger Weise wie
der Trommel-"Vorhang" aus Material in einem Trommelgerät beschichtet werden kann;
der Fachmann versteht, daß bei solchen Mischmaschinen das Kühlen des Produkt nicht
notwendig oder erforderlich sein kann.
Anspruch[de]
Verfahren zum Beschichten eines Produkts mit einem flüssigen oder verflüssigten
Beschichtungsmaterial in einer Kühlkammer, mit folgenden Schritten:
a) Messen der Produktmasse in der Kühlkammer,
b) Berechnen der Masse eines flüssigen Kryogens, das bei Einleiten in die Kühlkammer
und in Berührung mit dem Produkt ausreicht, die Temperatur der Produktmasse auf
eine erste vorgegebene Temperatur unterhalb der Schmelzetemperatur des Beschichtungsmaterials
abzusenken,
c) Steuern des Einleitens der berechneten Masse flüssigen Kryogens in die Kühlkammer
und in Berührung mit dem Produkt, wodurch das Produkt auf die erste vorgegebene
Temperatur heruntergekühlt wird, und
d) Aufbringen einer vorgegebenen Masse Beschichtungsmaterial auf das abgekühlte
Produkt zur Bildung eines Überzugs darauf,
und gekennzeichnet durch die Wiederholung der Schritte a), b), c) und d) in ihrer
Reihenfolge zum Beschichten des Produkts mit aufeinanderfolgenden Schichten von
Beschichtungsmaterial.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Produkt ein Nahrungsmittel ist.
Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Produkt eine Mehrzahl getrennter
Produktstücke umfasst.
Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Stücke eine maximale Abmessung
von zwischen etwa 1 Millimeter und 200 Millimeter und vorzugsweise zwischen etwa
1 Millimeter und 75 Millimeter haben.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schritte
des Steuerns des Einleitens der berechneten Masse flüssigen Kryogens das Einleiten
der berechneten Masse flüssigen Kryogens in einen Zwischendosiertank und das Austragen
des flüssigen Kryogens aus dem Dosiertank in die Kühlkammer umfasst, wobei die Rate
des Flüssigkryogenaustrags durch Ventilmittel gesteuert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Schritt des Steuerns
des Einleitens der berechneten Masse flüssigen Kryogens das Messen des Massenströmungsdurchsatzes
von flüssigem Kryogen und das Betätigen von Ventilmitteln in Abhängigkeit von dem
gemessenen Massenströmungsdurchsatz umfasst, um die Rate zu verändern, mit welcher
flüssiger Kryogen in die Kühlkammer eingeleitet wird.
Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Messen der Massenströmung des
flüssigen Kryogens das Trennen der Strömung flüssigen Kryogens vor dessen Einleiten
in die Kühlkammer in einen Flüssigphasenstrom und einen Dampfphasenstrom, das Messen
des Strömungsdurchsatzes mindestens des Flüssigphasenstroms, und das Rekombinieren
des Flüssigphasen- und des Dampfphasenstroms umfasst.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die vorgegebene
Masse von Beschichtungsmaterial diejenige Masse ist, die bei Hinzufügen zum Produkt
bei der ersten vorgegebenen Temperatur die mittlere Temperatur des Produkts und
des Beschichtungsmaterials auf eine zweite vorgegebene Temperatur unterhalb des
Schmelzpunkts des Beschichtungsmaterials anhebt.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Beschichtungsmaterial
in die Kühlkammer auf das darin befindliche gekühlte Produkt aufgesprüht wird.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches das Bewegen
des Produkts in der Kühlkammer während der Kühl- und Beschichtungsschritte umfasst.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der flüssige
Kryogen Stickstoff, Kohlendioxid, ein atembares lebensunterstützendes Gas oder ein
Gemisch hiervon ist.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches das Einleiten
weiteren flüssigen Kryogens in die Kühlkammer umfasst, um die Temperatur des beschichteten
Produkts weiter abzusenken.
Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Masse
des Produkts in der Kühlkammer vor dessen Einleitung in diese gemessen wird.
Einrichtung zum Beschichten eines Nahrungsmittelprodukts mit einem
flüssigen oder verflüssigten Beschichtungsmaterial, mit einem Trommelkühler (1)
mit Mitteln (11) zum Besprühen von Produkt in dem Kühler mit einem flüssigen
Kryogen, Mitteln (15) zum Besprühen von Produkt in dem Kühler mit dem Beschichtungsmaterial,
Mitteln (17, 23) zum Steuern des Einleitens einer Masse flüssigen
Kryogens, die zur Verringerung der Temperatur des Produkts auf eine erste vorgegebenen
Temperatur unter der Schmelztemperatur des Beschichtungsmaterials berechnet ist,
in den Kühler und in Berührung mit dem Produkt, Mitteln (17,
21) zum Ausbringen einer vorgegebenen Masse von Beschichtungsmaterial auf
das abgekühlte Produkt zum Erzeugen eines Überzugs darauf, wobei Mittel (19)
zum Messen der Produktmasse in dem Kühler vorgesehen sind, und gekennzeichnet durch
separate Mittel (15) zum Sprühen mindestens zwei verschiedener Beschichtungsmaterialien
auf das Produkt in dem Kühler.
Einrichtung nach Anspruch 14, mit Mitteln (28) zum Messen
des Massenströmungsdurchsatzes von flüssigem Kryogen und Ventilmitteln, die in Abhängigkeit
von dem gemessenen Massenströmungsdurchsatz flüssigen Kryogens betätigbar sind,
um die Rate zu verändern, mit welcher flüssiger Kryogen auf das Produkt in dem Kühler
1 aufgesprüht wird.
Einrichtung nach Anspruch 15, wobei die Massenströmungsdurchsatz-Messmittel
(23) Trennmittel zum Trennen des flüssigen Kryogens in seine flüssige Phase
und seine gasförmige Phase, Mittel zum Messen des Strömungsdurchsatzes mindestens
der flüssigen Phase, und Mittel zum Rekombinieren der flüssigen und der gasförmigen
Phase vor dem Einleiten in den Kühler (1) aufweisen.
Einrichtung nach einem der Ansprüche 14, 15 oder 16, mit Mitteln zum
Berechnen der genannten Masse flüssigen Kryogens, die zum Steuern des Einleitens
des flüssigen Kryogens in den Kühler (1) ausgelegt sind.
Einrichtung nach Anspruch 17, wobei die Berechnungsmittel (17)
so ausgelegt sind, daß sie die vorgegebene Masse von Beschichtungsmaterial als diejenige
Masse berechnen, die, wenn sie zum Produkt bei der ersten vorgegebenen Temperatur
zugegeben wird, die mittlere Temperatur des Produkts und des Beschichtungsmaterials
in dem Kühler auf eine zweite vorgegebene Temperatur unter der Schmelztemperatur
des Beschichtungsmaterials anheben, wobei die Berechnungsmittel (17) dafür
ausgelegt sind, die Einleitungsrate des Beschichtungsmaterials in den Kühler (1)
zum Aufbringen auf das Produkt zu steuern.