| Dokumentenidentifikation |
EP1424134 08.07.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001424134 |
| Titel |
Zyklonabscheider |
| Anmelder |
Mann + Hummel GmbH, 71638 Ludwigsburg, DE |
| Erfinder |
Huurdemann, Bernhard Dr., 71691 Freiberg, DE; Wolf, Michael, 66539 Neunkirchen, DE; Greif, Volker Dr., 67376 Harthausen, DE; Thalmann, Christian, 67346 Speyer, DE; Andres, Thomas, 67240 Bobenheim, DE |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
28.11.2003 |
| EP-Aktenzeichen |
031044522 |
| EP-Offenlegungsdatum |
02.06.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
08.07.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
B04C 9/00
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Zyklonabscheider für die Trennung von
dispergierten Stoffen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
Aus der EP 1 062 047 B1 ist ein Zyklonabscheider mit einem Gehäuse
bekannt, in dem ein Filterelement angeordnet ist. Am Außenumfang des Filterelements
sind Strömungsleitvorrichtungen angeordnet, die um die Längsmittelachse des Filterelements
rotierbar gelagert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zyklonabscheider der
gattungsgemäßen Art zu schaffen, der eine wirksame Abreinigung des Filterelements
schon bei geringen Motordrehzahlen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch einen Zyklonabscheider mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
Für die Verbesserung der Abreinigung des Filterelements ist der erzielbare
Düseneffekt an der Strömungsleitfläche maßgeblich. Zu den wesentlichen Kriterien
zur Bewertung des Düseneffekts an der Filteroberfläche durch die Strömungsleitfläche
gehört die resultierende Geschwindigkeit des Fluids in radialer Richtung nach außen.
Ein weiteres Kriterium ist die Verweildauer von radial nach außen beschleunigten
dispergierten Feststoffen im Bereich zwischen der Filteroberfläche und der Gehäusewand.
Es hat sich gezeigt, daß eine Verbesserung des Düseneffekts durch die Anordnung
von mindestens zwei Verbindungsstreben zwischen dem oberen und dem unteren Haltering
erreicht werden kann. Dabei ist mindestens eine Verbindungsstrebe eine Strömungsleitfläche.
Die Verbesserung des Düseneffekts gewährleistet eine wirksame Abreinigung des Filterelements.
Gleichzeitig kann die Rotationsgeschwindigkeit von Strömungsleitfläche und/oder
Filterelement reduziert werden. Dadurch werden die wirksamen Kräfte auf die Lagerung
und die durch Unwucht erzeugten Kräfte vermindert. Die elektrische Antriebsleistung
und der Energieeintrag in das Fluid kann dadurch gesenkt werden. Die Bauteile des
Zyklonabscheiders werden mechanisch weniger beansprucht. Dadurch steigt die Lebensdauer
des Zyklonabscheiders.
Eine Verbesserung des Düseneffekts läßt sich insbesondere durch
die Anordnung von mindestens vier Verbindungsstreben erzielen. Als vorteilhaft für
eine Verbesserung des Düseneffekts hat sich insbesondere eine gerade Anzahl von
Verbindungsstreben herausgestellt, wobei die Verbindungsstreben zweckmäßig
symmetrisch um die Längsmittelachse des Filterelements angeordnet sind und sich
gegenüberliegende Verbindungsstreben jeweils gleichartig ausgebildet sind. Hierdurch
sind die im Betrieb auftretenden Kräfte in radialer Richtung ausgeglichen, d. h.
es tritt durch die Kräfte keine Unwucht auf. Zweckmäßig haben sich gegenüberliegende
Verbindungsstreben den gleichen Abstand zur Längsmittelachse. Ein guter Abreinigungseffekt
läßt sich erzielen, wenn in Umfangsrichtung benachbarte Verbindungsstreben
gegeneinander in radialer Richtung versetzt sind.
Um eine hohe Stabilität bei geringem Strömungswiderstand zu erreichen,
ist vorgesehen, daß mindestens eine Verbindungsstrebe ein Stützprofil ist.
Zweckmäßig ist mindestens eine Strömungsleitfläche ein Paddel, ein Flügel
und/oder ein Blech. Das Blech ist vorteilhaft gegenüber der tangentialen Richtung
zur Längsmittelachse des Filterelements angestellt. Ein gutes Abreinigungsergebnis
bei geringer notwendiger Rotationsgeschwindigkeit läßt sich erzielen, wenn
mindestens vier Strömungsleitflächen vorgesehen sind.
Das Filterelement umfaßt zweckmäßig eine auf einem Lochblechträger
gehaltene perforierte Folie. Vorteilhaft wird der Zyklonabscheider mit einer automatischen
Steuerungseinheit betrieben. Die Strömungsleitflächen und/oder das Filterelement
sind insbesondere von einem Elektromotor angetrieben, der mit einem Frequenzumrichter
betrieben ist. Hierdurch läßt sich auf einfache Weise eine Anpassung der Drehzahl
auf den jeweiligen Anwendungsfall realisieren. Insbesondere sind Mittel zur Messung
des Differenzdrucks zwischen Rohseite und Reinseite des Zyklonabscheiders und zur
Anpassung der Drehzahl des Elektromotors entsprechend dem gemessenen Differenzdruck
vorgesehen.
Zweckmäßig ist ein Auslaßventil zur Kontrolle des Flusses
durch den Auslaß für abgeschiedene Stoffe vorgesehen. Um die Filterleistung
über längere Zeiträume aufrecht erhalten zu können, müssen die bereits abgeschiedenen
Stoffe abgeführt werden. Im Falle einer zu starken Aufkonzentration auf der Rohseite
des Zyklonabscheiders könnte der Feststoffanteil durch die rotierende Strömungsleitfläche
aufgewirbelt werden und die Oberfläche des Filterelements zusetzen. Eine ausreichende
Abreinigung durch die Strömungsleitfläche könnte dann nicht mehr gewährleistet werden.
Bei der dauerhaften Öffnung des Auslasses für abgeschiedene Stoffe strömt mit den
abgeschiedenen Stoffen jedoch eine vergleichsweise große Menge von Rohfluid
ab, das in weiteren Separationsstufen aufbereitet werden muß oder verworfen
wird. Das Auslaßventil ermöglicht die Öffnung des Auslasses für abgeschiedene
Stoffe derart, daß die Aufkonzentration der Feststoffe im Gleichgewicht mit
der durch den Auslaß für Fluid abgeführten Fluidmenge steht. Insbesondere
ist das Auslaßventil mit der Steuerungseinheit gekoppelt. Die Steuerungseinheit
kann das Auslaßventil nach einer voreingestellten, zeitabhängigen Steuerung
öffnen und schließen. Das Auslaßventil kann durch die Steuerungseinheit
jedoch auch in Abhängigkeit des Differenzdrucks zwischen Rohseite und Reinseite
geöffnet und geschlossen werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Zyklonabscheiders,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Zyklonabscheider aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung von Filtermaterial,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Schnitts entlang der Linie IV-IV in Fig.
2,
- Fig. 5 - Fig. 8
- Schnittdarstellungen von Zyklonabscheidern auf der Höhe der Linie IV-IV in Fig.
2.
Der in Fig. 1 dargestellte Zyklonabscheider 1 besitzt einen zylindrischen
Behälter 2, an dessen einem Ende ein Wulst 35 mit vergrößertem Außendurchmesser
angeordnet ist. Der Wulst 35 ist durch einen Deckel 17, der sich quer zur Längsachse
des Behälters 2 erstreckt, verschlossen. In den Wulst 35 mündet in tangentialer
Richtung ein Einlaß 3 in den Behälter 2. An dem dem Wulst 35 gegenüberliegenden
Ende 36 des Behälters 2 ist ein sich in Richtung der Längsachse des Behälters 2
erstreckender Auslaß 4 für Fluid sowie ein etwa tangential aus dem Behälter
2 mündender Auslaß 5 für abgeschiedene Stoffe angeordnet. Der Behälter 2 ist
von drei Beinen 15 gehalten, die insbesondere aus U-Profilen gebildet sind und die
symmetrisch im Abstand von 120° am Behälter 2 festgelegt sind. Die Beine 15 ragen
dabei an dem den Auslässen 4 und 5 zugewandten Ende 36 des Behälters 2 über den
Behälter 2 hinaus.
Wie im Schnitt in Fig. 2 dargestellt, mündet der Einlaß 3 in
einen im Wulst 35 ausgebildeten Ringkanal 16. Durch die tangentiale Anordnung des
Einlasses 3 strömt das Fluid im Behälter 2 im wesentlichen in Umfangsrichtung um
die Längsmittelachse des Behälters 2. Im Behälter 2 ist ein Filterelement 6 angeordnet,
dessen Längsmittelachse 7 koaxial zur Längsmittelachse des Behälters 2 angeordnet
ist. Das Filterelement 6 trennt die außerhalb des Filterelements 6 gebildete
Rohseite von der Reinseite auf der Innenseite des Filterelements 6. Am Außenumfang
des Filterelements 6 ist mindestens eine Strömungsleitfläche angeordnet, die sich
zwischen einem oberen Haltering 8 und einem unteren Haltering 9 erstreckt. Der obere
Haltering 8 ist über Schrauben 20 an einem Flansch 19 fixiert, der drehfest mit
der Antriebswelle 18 eines Elektromotors 14 verbunden ist. Der Elektromotor 14 ist
mit Schrauben 21 auf dem Deckel 17 des Behälters 2 fixiert. Der Deckel 17 ist wiederum
über Schrauben 22 drehfest mit dem Wulst 35 verbunden. Die Strömungsleitfläche zwischen
dem oberen Ring 8 und dem unteren Ring 9 ist somit um die Längsmittelachse 7 des
Filterelements 6 drehbar im Behälter 2 gelagert. Der untere Haltering 9 erstreckt
sich außerhalb des Außenumfangs des Bodens 24 des Filterelements 6.
Der aus den Ringen 8 und 9 und mindestens zwei Verbindungsstreben gebildete Rotor
ist somit fliegend gelagert.
Das Filterelement 6 besitzt einen scheibenförmigen Deckel 23 und einen
ringförmigen Boden 24. Zwischen diesen erstreckt sich das in Fig. 3 vergrößert
dargestellte Filtermaterial 37. Das Filtermaterial 37 besteht aus einem Lochblechträger
34, der von einer perforierten Folie 33 bedeckt ist. Die in Fig. 3 dargestellte
Folie ist eine Schlitzfolie mit schlitzförmigen Öffnungen 47. Die perforierte Folie
kann jedoch auch runde oder hexagonale Öffnungen aufweisen. Auch andere Formen für
die Öffnungen 47 können zweckmäßig sein. Das Filtermaterial 37 des Filterelements
6 erstreckt sich zylindrisch zwischen dem Boden 24 und dem Deckel 23. Das Filtermaterial
37 ist am Deckel 23 bzw. am Boden 24 im Bereich von Nuten 38 eingeleimt. Innerhalb
des ringförmigen Bodens 24 erstreckt sich die scheibenförmige Bodenplatte 26, die
gegenüber dem Boden 24 über einen O-Ring 39 abgedichtet ist. Die Bodenplatte 26
ist auf einem Rohr 27 fixiert, das am Boden 28 des Behälters 2 festgelegt ist und
dessen Innenraum mit dem Auslaß 4 für Fluid in Verbindung steht. Hierzu ist
in der Bodenplatte 26 mindestens eine Öffnung 40 vorgesehen. Auf der Bodenplatte
sind keilförmige Elemente 30 angeordnet, die die Zentrierung des Filterelements
6 nach einem Filterwechsel erleichtern. Das Filterelement 6 ist über einen Bolzen
25, der sich vom Boden 23 bis zur Bodenplatte 26 erstreckt, auf der Bodenplatte
26 fixiert.
Im Behälter 2 ist ein Trichter 29 angeordnet, der sich vom Behälter
2 in Richtung auf das Rohr 27 erstreckt und der sich zum Auslaß 4 hin verengt.
Zwischen dem Trichter 29 und dem Rohr 27 ist ein ringförmiger Öffnungsspalt 31 gebildet,
durch den abgeschiedene Stoffe in den zwischen dem Trichter 29 und dem Boden 28
des Behälters 2 gebildeten Schmutzsammelraum 32 gelangen können. Der Schmutzsammelraum
32 ist mit dem Auslaß 5 für abgeschiedene Stoffe fluidisch verbunden.
Im Betrieb des Zyklonabscheiders 1 tritt zu separierendes Fluid durch
den Einlaß 3 in den Ringraum 16. Durch die Strömungsrichtung des Fluids in
Umfangsrichtung des Behälters 2 werden abzuscheidende Stoffe in den Bereich der
Behälterwand beschleunigt und sinken von dort zum Trichter 29 und in den Schmutzsammelraum
32, den sie durch den Auslaß 5 verlassen. Das im Behälter 2 verbleibende Fluid
tritt durch das Filterelement 6, das weitere Feststoffpartikel zurückhält. Das abgeschiedene
Fluid verläßt den Zyklonabscheider 1 durch die Öffnung 40, das Rohr 27 und
den Auslaß 4. Um ein Zusetzen des Filterelements 6 zu vermeiden, rotieren
der obere Haltering 8 und der untere Haltering 9 mit den zwischen ihnen gehaltenen
Verbindungsstreben und Strömungsleitflächen und erzeugen hierdurch einen Düseneffekt
am Filterelement 6, der zur Abreinigung des Filterelements 6 führt.
Der obere Haltering 8 und der untere Haltering 9 sind über mindestens
zwei, insbesondere mindestens vier Verbindungsstreben miteinander verbunden. Die
Verbindungsstreben können dabei Strömungsleitflächen und/oder Stützprofile sein.
In Fig. 4 ist schematisch ein Schnitt entlang der Linie IV-IV dargestellt, bei dem
die Verbindungsstreben im Querschnitt sichtbar sind. Bei der Darstellung in Fig.
4 ist das Rohr 27 strichpunktiert dargestellt. Zwischen dem Filterelement 6 und
dem Behälter 2 sind zwei Stützprofile 10 und zwei Flügel 13 angeordnet, die sich
jeweils zwischen dem oberen Haltering 8 und dem unteren Haltering 9 erstrecken.
Dabei sind die beiden Stützprofile 10 einander gegenüberliegend angeordnet. Jedes
Stützprofil 10 besitzt zur Längsmittelachse 7 des Filterelements 6 einen Abstand
b. Die Stützprofile 10 erstrecken sich in Umfangsrichtung zur Längsmittelachse 7.
Gegenüber den Stützprofilen jeweils um 90° um die Längsmittelachse 7 gedreht sind
zwei Flügel 13 angeordnet, die zur Längsmittelachse 7 einen Abstand a haben. Der
Abstand a ist dabei kleiner als der Abstand b, so daß bei Rotation der Verbindungsstreben
um die Längsmittelachse 7 in Richtung des Pfeils 41 hintereinanderfolgende Verbindungsstreben
in radialer Richtung jeweils zueinander versetzt sind. Die Flügel 13 besitzen ein
Tragflügelprofil, das an der vorlaufenden Kante 45 abgerundet ausgebildet ist und
an der nachlaufenden Kante 46 spitz zuläuft. Die Flügel 13 sind gegenüberliegend
voneinander angeordnet, so daß sich Auftriebskräfte an den Flügeln genau ausgleichen
und keine Kräfte auf die Lagerung ausgeübt werden.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind symmetrisch
um die Längsmittelachse 7 des Filterelements 6 vier Paddel 11 angeordnet, die bei
Drehung um die Längsmittelachse 7 in Richtung des Pfeils 41 am Filterelement 6 einen
Unterdruck erzeugen. Hierzu ist der Abstand der Paddel 11 zum Filterelement 6 an
der nachlaufenden Kante 42 größer als an der vorlaufenden Kante 43. Die vier
Paddel 11 weisen jeweils den gleichen Abstand zur Längsmittelachse 7 auf.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 6 sind zwei Flügel 13 und zwei
Bleche 12 jeweils einander gegenüberliegend angeordnet, wobei Bleche 12 und Flügel
13 um 90° um die Längsmittelachse 7 zueinander versetzt sind. Die Bleche 12 sind
gegenüber der Tangentialen 44 zur Längsmittelachse 7 um einen Winkel α angestellt,
der beispielsweise zwischen 3° und 10°, insbesondere etwa 5,7° beträgt. Die Flügel
13 weisen dabei zur Längsmittelachse 7 einen größeren Abstand auf als die
Bleche 12.
In Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem vier Flügel
13 im Abstand von jeweils 90° zueinander um die Längsmittelachse 7 angeordnet sind.
Dabei weisen zwei der Flügel 13 einen Abstand d zur Längsmittelachse 7 auf, der
größer als der Abstand c der beiden anderen Flügel 13 zur Längsmittelachse
7 ist. Die Flügel 13 sind dabei in Umfangsrichtung gesehen jeweils versetzt zueinander
angeordnet, wobei gegenüberliegende Flügel zur Längsmittelachse 7 den gleichen Abstand
aufweisen. Die im radial größeren Abstand d liegenden Flügel 13 besitzen dabei
in radialer Richtung eine geringere Erstreckung als die im kleineren Abstand c angeordneten,
radial innen liegenden Flügel 13.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Flügel
13 und zwei Paddel 11 jeweils gegenüberliegend angeordnet. Die Paddel 11 sind zu
den Flügeln 13 jeweils im Abstand von etwa 90° angeordnet. Die Flügel 13 besitzen
zur Längsmittelachse 7 einen größeren Abstand als die Paddel 11.
Bei den in den Fig. 4 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiele kann
die Drehzahl der Strömungsleitflächen gegenüber bekannten Anordnungen um bis zu
25% reduziert werden. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, daß die Strömungsleitflächen,
beispielsweise bei der Anordnung von zueinander versetzten Flügeln, sehr strömungsgünstig
ist. Bei der Verwendung von Paddeln anstatt Flügeln kann die erforderliche Radialgeschwindigkeit
des Fluids, die zur Abreinigung des Filterelements 6 notwendig ist, bereits bei
kleineren Drehzahlen erreicht werden. Die Verwendung von Blechen ermöglicht zudem
eine einfache Herstellung. Insbesondere sind der obere Haltering 8 und der untere
Haltering 9 mit Aufnahmen ausgerüstet, die die Anordnung verschiedener Strömungsleitflächen
zwischen den Halteringen erlauben. Hierdurch ist eine einfache Anpassung auf den
jeweiligen Anwendungsfall ermöglicht. Auch die Anzahl der Strömungsleitflächen kann
variiert werden. Es kann jedoch zweckmäßig sein, die Verbindungsstreben an
den Halteringen anzulöten oder anzuschweißen. Hierdurch ergibt sich eine hohe
Stabilität.
Eine gute Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall läßt sich
durch den Betrieb des Elektromotors 14 mit einem Frequenzumrichter erreichen. Um
eine automatische Anpassung zu ermöglichen, sind insbesondere Mittel zur Messung
des Differenzdrucks zwischen Rohseite und Reinseite des Zyklonabscheiders 1 vorgesehen.
Der Zyklonabscheider 1 besitzt beispielsweise eine automatische Steuerungseinheit,
mit der die Drehzahl des Elektromotors 14 entsprechend dem Differenzdruck zwischen
Rohseite und Reinseite angepaßt werden kann. Insbesondere wird die Drehzahl
des Elektromotors im Falle einer übermäßigen Belegung des Filtermaterials
37 mit Feststoffen kurzzeitig erhöht. Der Düseneffekt an den Strömungsleitflächen
und damit die Abreinigung des Filtermediums wird dadurch erhöht. Sobald das Filtermedium
wieder frei ist, kann die Drehzahl des Elektromotors wieder abgesenkt werden. Dies
wird zweckmäßig ebenfalls über eine Differenzdruckmessung zwischen Rohseite
und Reinseite festgestellt. Ein optimaler Betriebspunkt des Zyklonabscheiders 1
kann erreicht werden, wenn der Auslaß 5 für abgeschiedene Stoffe mit einem
Auslaßventil versehen ist. Das Auslaßventil kann entweder dauernd teilweise
geöffnet sein oder zeitabhängig geöffnet und geschlossen sein. Dabei soll die Aufkonzentration
der Feststoffe im Gleichgewicht mit der durch den Auslaß 4 für Fluid abgeführten
Fluidmenge stehen. Das Auslaßventil kann auch in Abhängigkeit des Differenzdrucks
zwischen Rohseite und Reinseite des Zyklonabscheiders geöffnet und geschlossen werden.
Es können auch andere Anordnungen der Verbindungsstreben zweckmäßig
sein. So kann insbesondere eine höhere Anzahl von Strömungsleitflächen, insbesondere
von mindestens vier Strömungsleitflächen, zweckmäßig sein.
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| Anspruch[de] |
- Zyklonabscheider für die Trennung von dispergierten Stoffen aus Fluiden, mit
einem Behälter (2), der einen Einlaß (3), einen Auslaß (4) für Fluid
sowie einen Auslaß (5) für abgeschiedene Stoffe besitzt, wobei in dem Behälter
(2) ein zylindrisches Filterelement (6) angeordnet ist, dessen Reinseite mit dem
Auslaß (4) für Fluid in Verbindung steht und an dessen Rohseite mindestens
eine Strömungsleitfläche angeordnet ist, wobei die Strömungsleitfläche und/oder
das Filterelement um die Längsmittelachse (7) des Filterelements (6) drehbar gelagert
sind, und die Strömungsleitfläche an einem oberen Haltering (8) und einem unteren
Haltering (9) festgelegt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der obere Haltering (8) und der untere
Haltering (9) über mindestens zwei Verbindungsstreben (10, 11, 12, 13) miteinander
verbunden sind, wobei mindestens eine Verbindungsstrebe als Strömungsleitfläche
ausgebildet ist.
- Zyklonabscheider nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens vier Verbindungsstreben (10,
11, 12, 13) vorgesehen sind.
- Zyklonabscheider nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß eine gerade Anzahl von Verbindungsstreben
(10, 11, 12, 13) vorgesehen ist, die symmetrisch um die Längsmittelachse (7) des
Filterelements (6) angeordnet sind, wobei sich gegenüberliegende Verbindungsstreben
jeweils gleichartig ausgebildet sind.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß sich gegenüberliegende Verbindungstreben
den gleichen Abstand (a, b, c, d) zur Längsmittelachse (7) haben.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in Umfangsrichtung benachbarte Verbindungsstreben
gegeneinander in radialer Richtung versetzt sind.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Verbindungsstrebe ein Stützprofil
(10) ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Strömungsleitfläche ein
Paddel (11) ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Strömungsleitfläche ein
Blech (12) ist.
- Zyklonabscheider nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Blech (12) gegenüber der tangentialen
Richtung zur Längsmittelachse (7) des Filterelements (6) angestellt ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Strömungsleitfläche ein
Flügel (13) ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens vier Strömungsleitflächen vorgesehen
sind.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement (6) eine auf einem Lochblechträger
(34) gehaltene perforierte Folie (33) umfaßt.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zyklonabscheider (1) mit einer automatischen
Steuerungseinheit betrieben ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsleitflächen und/oder das Filterelement
(6) von einem Elektromotor (14) angetrieben sind, der mit einem Frequenzumrichter
betrieben ist.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Messung des Differenzdrucks
zwischen Rohseite und Reinseite des Zyklonabscheiders (1) und zur Anpassung der
Drehzahl des Elektromotors (14) entsprechend dem gemessenen Differenzdruck vorgesehen
sind.
- Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Auslaßventil zur Kontrolle des
Flusses durch den Auslaß (5) für abgeschiedene Stoffe vorgesehen ist.
- Zyklonabscheider nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaßventil mit der Steuerungseinheit
gekoppelt ist.
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