| Dokumentenidentifikation |
DE10034177B4 15.07.2004 |
| Titel |
Herstellung gebogener Teigwickel für Croissants |
| Anmelder |
A. Fritsch GmbH & Co KG, 97348 Markt Einersheim, DE |
| Erfinder |
Bernhardt, Udo, 97346 Iphofen, DE; Trost, Ernst, 97348 Markt Einersheim, DE |
| Vertreter |
GÖTZ Patent- und Rechtsanwälte, 90402 Nürnberg |
| DE-Anmeldedatum |
13.07.2000 |
| DE-Aktenzeichen |
10034177 |
| Offenlegungstag |
30.08.2001 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
15.07.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
15.07.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
A21C 3/06
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft mehrere Verfahren gemäßen den Oberbegriffen
der Ansprüche 1, 4 und 6 und mehrere Vorrichtungen gemäß den Oberbegriffen der Ansprüche
9 und 11, zur maschinellen Herstellung ring- oder U-artig gebogener Teigwickel für
Croissants aus in sich rundlich gewickelten Teiglingen mit geradliniger Wickel-
bzw. Längsachse.
Bei einer bekannten Vorrichtung zum maschinellen Biegen von Teigstücken
(DE 40 39 793 C2) werden zwei Biegearme
verwendet, mittels welcher der Teigling um einen Dorn herum gekrümmt wird. Die Biegearme
sind zueinander verschwenkbar angeordnet, und wenigstens ein Biegearm ist mit einem
Hubelement zum Verstellen eines Endes des Teigstücks abweichend von der Schwenkebene
des anderen Biegearms versehen.
Ferner ist eine Teig-Biegeanlage bekannt (IT
1 045 079), bei der ein Förderband einer Biegestation längliche Teigstücke
zuführt. Die Biegestation bildet einen sich in Förderrichtung zunehmend verengenden
Durchgangskanal, der von angetriebenen Rollen beidseitig begrenzt ist. Indem die
Drehgeschwindigkeit dieser Rollen höher als die Fördergeschwindigkeit des Förderbandes
ist, werden die an den Rollen anstoßenden Teigstückenden schneller transportiert
als der mittlere Teigstückabschnitt, so dass in Verbindung mit der zunehmenden Kanalverengung
eine Biegung in Förderrichtung stattfindet.
In ähnlicher Weise wird nach US
5 440 974 A für gewickelte Teiglinge ein Biegekanal mit stromabwärts konvergierenden
Biegebändern gebildet, die zueinander und voneinander verschwenkt werden können.
Diesen Biegebändern ist eine eigene Biegerolle vorgeordnet, welche an ihren Stirnseiten
jeweils einen Flansch bildet. Diese werden zum Einprägen von Biegenuten auf der
Oberfläche des Teigstücks eingesetzt. Die Biegerolle ist so angeordnet, dass das
Einprägen der Biegenuten im mittleren Bereich des in sich gewickelten Teigstücks
stattfindet.
Aus DE 32 16 493 A1
ist eine Maschine zur Herstellung von Hörnchen bekannt, bei der zum Biegen der in
sich gewickelten Ausgangsteigstücke radartige, drehbare Bürstenpaare verwendet werden.
Diese Biege-Bürstenräder sind zu ihrer Drehung auf einer gemeinsamen Welle angeordnet,
welche sich senkrecht bzw. im rechten Winkel zur Förderrichtung einer Teig-Fördereinrichtung
erstreckt.
Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, mit einer
vereinfachten Gerätetechnik eine schonende, streßfreie und dauerhafte Teigbiegung
bei hoher Betriebszuverlässigkeit herbeizuführen.
Zur Lösung werden die in den Patentansprüchen 1, 4 und 6 angegeben
Verfahren erfindungsgemäß vorgeschlagen. Es werden also zum Biegen die beiden Endabschnitte
jeweils mit einer maschinell bewegten Biege-Bürste in Eingriff oder Berührung gebracht
und von dieser in Richtung zum jeweils anderen Endabschnitt bewegt, insbesondere
geschleudert Es werden also die Borsten der Biege-Bürste zum Erfassen der Teigling-Endabschnitte
und zu deren Aufeinanderzubewegen verwendet. Insbesondere wenn gemäß einer besonderen
Ausbildung der Erfindung die Borsten aus elastischem Material, insbesondere Kunststoff,
hergestellt sind, kann so der Biegevorgang sehr schonend und weitgehend ohne drastische
Beschädigung der Teiglingsoberfläche erfolgen.
Die Leichtigkeit und Dauerhaftigkeit der Biegung läßt sich gemäß der
Erfindung dadurch fördern bzw. begünstigen, dass der Teigling vor seiner Biegung
auf seinem Umfangsmantel bzw. Oberfläche mit einer oder mehreren Biegenuten versehen
wird, die in Umfangsrichtung um die Wickelachse verlaufen. Die Nuten bzw. Eindrücke
in die Oberfläche dienen gleichsam als Gelenk-, Sollknick- oder Falzstellen. Ohne
diese Eindrücke, Knicksteflen, oder Nuten würden die gebogenen Teigwickel das Bestreben
haben, aufgrund ihrer innewohnenden Elastizität wieder eine geradlinige Gestalt
einzunehmen. Durch diese werden Spannungen im Teigling nach dem Wickeln und vor
dem Biegen reduziert. Erfindungsgemäß ist es dabei, die Biegenuten an den besonders
beanspruchten Stellen des Teiglings auszubilden, nämlich an den „Gelenkstellen",
wo die umzubiegenden Endabschnitte beginnen, und im mittleren Bereich, wo bei Biegung
ebenfalls eine hohe Oberflächenspannung auftritt.
Vielfach werden in der Croissants-Herstellung Teiglinge mit ovalem
bzw. ellipsenartigem Querschnitt gewickelt. In diesem Zusammenhang wird nach der
Erfindung ein solcher gewickelter Teigling vor seiner Biegung um seine Körper- bzw.
Wickelachse so gedreht wird, dass der stärker beziehungsweise enger gekrümmte Mantelabschnitt
(durchsetzt von der längeren der beiden Quer-Ellipsenachsen, die jeweils quer zur
Längs- oder Wickelachse verlaufen) von durch Biegen erzeugte Oberflächenspannungen
am wenigsten beeinträchtigt wird. Dies ist dann der Fall, wenn der Teiglings-Oberflächenabschnitt
mit der geringsten Krümmung durch den Biegevorgang konkav gewölbt wird.
Erfindungsgemäß werden mittels der Rotationsbürsten bzw. deren Borsten
die Enden des gewickelten Teiglings nach vörne befördert oder geschleudert. Erfindungsgemßäß
beträgt die Drehgeschwindigkeit oder sonstige Bahngeschwindigkeit der Borsten mindestens
das Zweifache der Transportgeschwindigkeit eines Förderbandes oder einer sonstigen
Transporteinrichtun Förderrichtung besteht also zwischen dem Förderband und der
Geschwindigkeit der Bürsten eine Differenz bzw. Relativgeschwindigkeit.
Zweckmäßig ist es, wenn im Falle von Rotationsbürsten die Drehgeschwindigkeit extern
mit Hand einstellbar ist. Ein Geschwindigkeitsverhältnis zwischen Bürste und Fördergeschwindigkeit
von 2-3, vorzugsweise 2,5, hat sich in der Praxis bewährt.
Im Rahmen der allgemeinen erfinderischen Idee auf der Basis der Verwendung
bürstenartiger Werkzeuge zum Biegen gewickelter Teiglinge zur Lösung der eingangs
genannten Erfindungsaufgabe die in den Patentansprüchen 9 und 11 angegeben Vorrichtungen
vorgrschlagen. Mittels eines Antriebs werden die Biege-Bürsten in Bewegung versetzt
und dabei in Eingriff bzw. Berührung mit den Teiglingsenden zu deren Biegung nach
innen gebracht. Damit läßt sich der Biegevorgang zur Erzeugung U-förmiger Teigwickel
schonend herbeiführen. Dierfindungsgemäße Ausbildung für die Biege-Bürsten besteht
in der Form radartiger, drehangetriebener Rotationsbürsten, deren Drehachsen schräg
oder senkrecht zur Förderrichtung verlaufen. Bei einem Schrägverlauf bilden die
rotierenden Biege-Bürsten einen sich in Förderrichtung verengenden, konvergierenden
Biegekanal für die Teiglingsenden.
Zur Ausbildung der oben angesprochenen Biegenuten ist nach der Erfindung
eine Nut-Prägeeinrichtung vorgesehen bzw. angeordnet. Diese ist als Präge-Durchgangskanal
für den Teigling ausgebildet. Realisiert wird die Nut-Prägeeinrichtung durch ein
oder mehrere, in Transportrichtung drehbare Rillräder, die im Abstand von der Auflage
der Transporteinrichtung angeordnet sind und so einen Prägedurchgang bilden. Antransportierte
Teiglinge kommen mit den sich drehenden Rillrädern in Berührung und erhalten so
zumindest auf einem Teilabschnitt ihres um die Wickelachse verlaufenden Umfangs
Nuten oder Rillen eingeprägt. Gleichzeitig können die Rillräder dazu verwendet werden,
dem gewickelten Teigling die oben angesprochene Drehung um seine Wickelachse zu
erteilen, so dass der stärker gekrümmte Umfangsmantelabschnitt des Teiglings in
eine Richtung senkrecht zur Biegeebene weist.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist eine Führungseinrichtung
der Transporteinrichtung gegenüberliegend angeordnet, so dass ein die Teiglinge
an Ober- und Unterseite führender und begrenzender Durchgang in Förderrichtung ausgebildet
ist. Dieser läßt sich insbesondere zum Verhindern eines Hochschleuderns der Teiglingsenden
durch die Biege-Bürsten vorteilhaft einsetzen. Eine konstruktive, zweckmäßige Realisierung
dieser ersten Führungseinrichtung läßt sich mittels in Transportrichtung angetriebenen
Endlos-Führungsriemen bewerkstelligen, die voneinander derart beabstandet sind,
dass sie den zu biegenden Endabschnitten des Teiglings zugeordnet sind. Diese Endabschnitte
sind besonders dem Hochschleudern durch Biege-Bürsten ausgesetzt.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung besteht darin, dass die Führungsriemen
sich in den Bewegungsbereich der Borsten der Biegebürsten erstrecken. Dann können
die Borsten (neben den davon erfaßten Teiglings-Endabschnitten) am jeweiligen Führungsriemen
anschlagen, abstreifen und sich so von Teigresten säubern. Umgekehrt werden auch
die Führungsriemen von den Borsten der Biege-Bürste gereinigt. Biege-Bürsten und
Führungsriemen putzen sich gemäß dieser Erfindungsausbildung also gegenseitig. Neben
dieser Putzfunktion kommt den Führungsriemen die bereits angesprochene Funktion
zu, die Schenkel der U-förmig gebogenen Teigwickel zu halten und zu führen.
Diese soeben genannte Funktion sollte zweckmäßig nicht nur an Ober-
und Unterseite der Teigwickel, sondern auch an den Seitenflanken der U-Schenkel
der Teigwickel durchgeführt werden. Zu diesem Zweck ist nach einer Erfindungsausbildung
eine zweite Führungseinrichtung vorgesehen, die den Biege-Bürsten nachgeordnet und
zur Bildung eines Seiten-Durchgangs angeordnet und ausgebildet ist, der die Teiglinge
an ihren U-förmig umgebogenen End- bzw. Schenkelabschnitten führt und begrenzt.
Eine zweckmäßige Ausbildung dieser zweiten Führungseinrichtung besteht in an einer
Auflagefläche der Transporteinrichtung hochstehenden, einander gegenüberliegenden
Seitenführungsbändern. Diese sind zweckmäßig in Transportrichtung angetrieben und
dienen der Anlage der Außenseiten der umgebogenen End- bzw. Schenkelabschnitte der
Teigwickel.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungswege der
Erfindung sowie aus den Zeichnungen. Diese zeigen in:
1 den erfindungsgemäßen Verfahrensverlauf
in schematischer Draufsicht und Seitenansicht,
2 ein Beispiel für eine erfindungsgemäße
Biegevorrichtung in der Draufsicht,
3 eine perspektivische Seitenansicht
auf die Biegestation der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
4 die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß
2 und 3 in perspektivischer
Draufsicht, und
5 eine den Ausgang der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bildende Seiten-Führungseinrichtung.
Gemäß 1 wird ein Teigling 1,
der aus einem dreieckförmigen Teigstück mit der Spitze 5 in sich rund gewickelt
ist, in Förderrichtung 2 angeliefert. Dabei verläuft die Wickelachse
3 des Teiglings 1 quer zur Förderrichtung. Jeweils mittels eines
Rillrades 4 werden drei Biegenuten 5a, 5b in einen Abschnitt
des Teiglings-Umfangsmantels eingeprägt. Die zwei äußeren Biegenuten 5a
grenzen den Mittelabschnitt 6 von den Endabschnitten 7 des Teiglings
1 ab. Entsprechend den Abständen der Biegenuten 5a, 5b
voneinander sind die Rillräder 4 auf einer gemeinsamen Achse angeordnet
und werden entgegen der Förderrichtung 2 auf dem Teiglings-Umfangsmantel
abgerollt, so dass die einzelnen Biegenuten eingeprägt werden. Dabei werden die
Teiglinge um ihre Wickelachse 3 so gedreht, dass die Biegenuten sich auf
einem Abschnitt des Umfangsmantels befinden, welcher Abschnitt der Förderrichtung
2 entgegengesetzt bzw. abgewandt ist. So können die Biegenuten
5a, 5b Falz- bzw. Gelenkstellen für die nachfolgende Biegung durch
die Biege-Rundbürsten 8 bilden. Diese werden mit einer Winkelgeschwindigkeit
gedreht, welche für die Borsten 9 eine Umlaufbahn- bzw. Tangenzialgeschwindigkeit
an den Teiglingen 1 herbeiführt, deren Betrag ein Vielfaches einer Fördergeschwindigkeit
der in Förderrichtung 2 transportierten Teiglinge 1 beträgt. Die
Biege-Rundbürsten 8 werden bezüglich der Förderrichtung 2 im gleichen
Richtungssinn wie die Rillräder 4 gedreht, so dass die Teiglings-Endabschnitte
7 über die elastischen Borsten 9 in Förderrichtung 2
sowie nach oben geschleudert werden. Ferner wird ihnen eine zur Teigbahn-Mittelachse
10 (die parallel zur Förderrichtung 2 ist) konvergierende Bewegungskomponente
erteilt, die auf einer Schrägstellung der Biege-Rundbürsten 8 bzw. ihrer
Drehachsen 11 bezüglich der Teigbahn-Mittelachse 10 beruht. Zweckmäßig
wird mit dieser Schrägstellung ein spitzer Winkel 20 (s. 2)
eingeschlossen. Zudem sind die Biege-Rundbürsten 8 so angeordnet, dass
ihr rad- oder reifenartiger Borstenbüschel mit der Stelle auf dem Umfangsmantel
des Teiglings 1 in Berührung kommt, in welchen Bereich jeweils die äußere
Biegenut 5a, in Richtung entgegen der Förderrichtung 2 weisend,
eingeprägt ist. Um das gegenüber der Transportunterlage erfolgende Hochschwenken
der Endabschnitte 7 der Teiglinge 1 durch die Biege-Rundbürsten
zu begrenzen, ist eine erste Führungseinrichtung 12 vorgesehen, die mit
zwei parallel und bezüglich der Teigbahn-Mittelachse 10 symmetrisch verlaufender
Führungsriemen 13 realisiert ist. Diese erstrecken sich teilweise oberhalb
der Biege-Rundbürsten 8, deren Borsten 9 an den Führungsriemen
13 abstreifen können. Dadurch kommt es zu einem gegenseitigen Reinigungseffekt
für die Borsten 9 und die Führungsriemen 13. An diese können die hochgeschleuderten
und in Förderrichtung 2 umgebogenen Teiglings-Endabschnitte 7
anschlagen. Im weiteren Verlauf entsteht dann ein etwa U-artig gebogener Teigwickel
14, bei dem sich die Biegenuten 5a, 5b durch den Biegevorgang
und zum Ausgleich von Oberflächen- bzw. Außenhautspannungen aufgeweitet haben. Im
Anschluß an die erste Führungseinrichtung 12 ist eine zweite Führungseinrichtung
15 aufgestellt, die aus zwei Seiten-Führungsbändern 16 besteht,
die symmetrisch zur Teigbahn-Mittelachse 10 angeordnet sind und parallel
zur beziehungsweise in Förderrichtung 2 angetrieben werden. Dadurch wird
ein Seiten-Führungsdurchgang 17 gebildet, in dem eine Nachformung der von
den Rund-Biegebürsten 8 erzeugten U-Form stattfindet, indem die Endabschnitte
7 nunmehr beim U-artigen Teigwickel 14 weiter aufeinander zugedrückt
werden. Dabei kann eine geschlossene Ringform entstehen. In jedem Fall dienen die
Bänder 16 zum Stabilisieren der gebogenen Form, da der Teigwickel während
des Durchgangs durch den von den Bändern 16 definierten Formkanal Teigspannungen
abbauen kann. Die Breite des Seiten-Führungsdurchgangs 17 ist dementsprechend
bemessen.
Gemäß 2 besteht die zur Realisierung
des Verfahrens gemäß 1 notwendige Gerätetechnik in
folgenden Funktionskomponenten: Auf einer gemeinsamen quer zur Förderrichtung
2 verlaufenden Antriebswelle 18 sind wie beschrieben die drei
Rillräder 4 zu ihrer Rotation angeordnet. Die Biege-Rundbürsten
8 werden ebenfalls von je einer schräg verlaufenden Drehwelle
19 angetrieben, und ihre Rotationsebenen bilden mit den Führungsriemen
13 einen spitzen Winkel 20. Die Führungsriemen 13 sind
als Endlosriemen ausgebildet und umlaufen einerseits die gemeinsame Antriebswelle
18 direkt an den Innenseiten der beiden äußeren Rillräder 4 und
andererseits parallele Antriebsscheiben 21, die auf einer quer zur Förderrichtung
2 verlaufenden Antriebswelle 22 sitzend von einer Antriebseinrichtung
in Drehung versetzt werden. Ferner ist erkennbar, dass die Teiglinge 1
bzw. Teigwickel 14 auf der Auflagefläche eines Förderbandes 23
in Förderrichtung 2 transportiert werden.
Gemäß 3 und 4
sind die Antriebswellen 18, 22 der Rillräder 4 bzw. der
Antriebsscheiben 21 über einen gemeinsamen Riementrieb 24 zur
Ausführung einander entsprechender Drehgeschwindigkeiten miteinander gekoppelt.
Die Biege-Rundbürsten 8 sind mit je einer Antriebseinheit 25 verbunden
und von dieser getragen, die über Schiebeelemente 26 auf einem quer zur
Förderrichtung 2 verlaufenden Tragjoch 27 in dessen Längsrichtung
hin und her verschiebbar angebracht sind. Durch entsprechende Quer-Schiebebewegeungen
28 läßt sich die Nähe der Biege-Rundbürsten 8 zu den Führungsriemen
13 einstellen. Die Schiebeelemente 26 sind mit entgegen zur Förderrichtung
2 vorspringenden Haltehülsen 29 versehen, in welchen mit der jeweiligen
Antriebseinheit 25 der Biege-Rundbürste 8 verbundene Tragbolzen
30 gleitend drehbar und vertikal verschiebbar eingesteckt sind. Durch die
entsprechende Drehbewegung 31 läßt sich der oben angesprochene Winkel
20 zwischen der Drehebene der Biege-Rundbürsten 8 und den Führungsriemen
13 einstellen. Gemäß 3 ist das Tragjoch
27 mit den darauf beweglichen und feststellbaren Schiebeelementen
26 von einem hochstehenden Traggestell 32 oberhalb des Förderbandes
23 und der Führungsriemen 13 getragen.
Die gerätetechnische Realisierung der zweiten Führungseinrichtung
15 mit Seiten-Führungsbändern 16 ist in 5
veranschaulicht: Vorzugsweise auf einem zweiten Förderband 33, welches
dem ersten, den Biege-Rundbürsten 8 zugeordneten Förderband
23 nachgeordnet ist, werden die U-artigen Teigwickel 14 dem Eingang
34 der zweiten Führungseinrichtung 15 zugeführt. Auf einem quer
zur Förderrichtung 2 verlaufenden, zweiten Tragjoch 35 sind weitere
Schiebeelemente 26 angebracht. An ihrer Unterseite halten sie die jeweiligen
Förderband-Antriebsscheiben 36, welche die Seiten-Führungsbänder
16 in Förderrichtung 2 bewegen. Diese stehen mit ihrer Schmalseite
senkrecht auf dem Förderband 33 auf und bilden Seitenführungen und -begrenzung
für die Außenflanken bzw. Außenseiten der U-Schenkel des Teigwickels 14.
Für diese ist so ein Seitenführungskanal gebildet, dessen Breite durch Querverschiebungen
28 der Schiebeelemente 26 mit den Förderband-Antriebsscheiben
36 auf dem zweiten Quer-Tragjoch 35 einstellbar ist.
1
- Teigling
2
- Förderrichtung
3
- Wickelachse
4
- Rillrad
5
- Spitze
5a
- äußere Biegenut
5b
- innere Biegenut
6
- Mittelabschnitt
7
- Endabschnitt
8
- Biege-Rundbürste
9
- Borsten
10
- Teigbahn-Mittelachse
11
- Drehachse
12
- erste Führungseinrichtung
13
- Führungsriemen
14
- Teigwickel
15
- zweite Führungseinrichtung
16
- Seitenführungsband
17
- Seitenführungsdurchgang
18
- Antriebswelle
19
- Drehwelle
20
- spitzer Winkel
21
- Antriebsscheiben
22
- Antriebswelle
23
- Förderband
24
- Riementrieb
25
- Antriebseinheit
26
- Schiebeelement
27
- Tragjoch
28
- Querschiebebewegung
29
- Haltehülse
30
- Tragbolzen
31
- Drehbewegung
32
- Traggestell
33
- Förderband
34
- Eingang
35
- zweites Tragjoch
36
- Förderband-Antriebsscheiben
|
| Anspruch[de] |
- Verfahren zur maschinellen Herstellung eines ring- oder U-artig gebogenen
Teigwickels (14) für Croissants aus einem in sich rundlich gewickelten
Teigling (1) mit geradliniger Wickel- beziehungsweise Längsachse (3),
indem beide Endabschnitte (7) des Teiglings (1) aufeinander zu
gebogen werden, wobei zum Biegen die beiden Endabschnitte (7) jeweils mit
einer maschinell bewegten Biege-Bürste (8) in Eingriff gebracht und von
dieser in Richtung zum jeweils anderen Endabschnitt (7) hin bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass vor seiner Biegung der Teigling (1)
auf seinem Umfangsmantel oder einem Teil davon mit einer oder mehreren, in seiner
Umfangsrichtung verlaufenden Knick- und/oder Biegenuten (5a, 5b)
und/oder -rillen versehen wird, und die Biegenuten (5a, 5b) im
den Biegebürsten (8) zugeordneten Bereich des Teiglings (1) ausgebildet
werden.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Biegung
des Teiglings (1) nur auf einem Teilabschnitt seines Mantelumfangs die
eine oder mehreren Biegenuten (5a, 5b) ausgebildet werden, und
dann der Teigling (1) derart, vorzugsweise um 90 Grad, um seine Wickelachse
(3) verdreht wird, dass die Längsöffnungen der Biegenuten in eine Richtung
weisen, die der Aufeinanderzubewegung der Endabschnitte (7) und/oder einer
Teiglingsförderrichtung (2) abgewandt beziehungsweise entgegengesetzt ist.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Biegenuten (5a, 5b) auch im Mittelbereich des Teiglings (1)
ausgebildet werden.
- Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei mit einem ovalen
beziehungsweise ellipsenartigen Querschnitt gewickelte Teiglinge (1) verwendet
werden, wobei der Querschnitt senkrecht zur Längs- und/oder Wickelachse des Teiglings
(1) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass der Teigling (1) vor
seiner Biegung derart, vorzugsweise um 90 Grad, um seine Wickelachse (3)
verdreht wird, dass die längere der beiden Ellipsenachsen quer zu einer Biege-Ebene
verläuft, die im Zuge der Biegung von den beiden Endabschnitten (7) aufgespannt
wird.
- Verfahren nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegenuten
(5a, 5b) in dem Teilabschnitt des Teiglings-Mantelumfangs ausgebildet
werden, der von der längeren der beiden Ellipsenachsen etwa mittig durchsetzt wird.
- Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei die gewickelten
Teiglinge (1) während ihrer Biegung auf einem Förderband (23)
transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass den Borsten (9)
der Biegebürste(n) (8) eine Bahngeschwindigkeit erteilt wird, die mindestens
das zweifache der Transportgeschwindigkeit des Förderbandes (23) beträgt.
- Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Biegen von außen an je einem der beiden U-Schenkel beziehungsweise
Endabschnitte (7) Haltemittel (15, 16) in Anlage gebracht
werden.
- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch die außenseitig
anliegenden Haltemittel (15.16} die Endabschnitte (7) zur Bildung
beziehungsweise zum Schließen der Ringform zueinander geführt werden.
- Vorrichtung zur maschinellen Herstellung ring- oder U-artig gebogener
Teigwickel (14) für Croissants aus in sich rundlich gewickelten Teiglingen
(1) mit geradliniger Wickel- beziehungsweise Längsachse (3), mit
einer die Teiglinge (1) in eine Förderrichtung (2) befördernden
Transporteinrichtung, insbesondere Förderband (23), und mit einem oder
mehreren, gegenüber je einem der beiden Endabschnitte (7) des Teiglings
(1) derart angeordneten Biegemitteln, dass den Endabschnitten (7)
zueinander konvergierende Biegebewegungen erteilbar sind, wobei das oder die Biegemittel
mit radartigen, maschinell drehangetriebenen bürsten (8) realisiert sind,
die mit ihren Borsten (9) für den Eingriff mit den Endabschnitten (7)
des von der Transporteinrichtung zugeführten Teiglings (1) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rundbürsten (8) derart angeordnet sind,
dass ihre Drehachsen (11) schräg (20) zur Förderrichtung (2)
verlaufen.
- Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten
(9) mit elastischem Material, insbesondere Kunststoff, hergestellt sind.
- Vorrichtung zur maschinellen Herstellung ring- oder U-artig gebogener
Teigwickel (14) für Croissants aus in sich rundlich gewickelten Teiglingen
(1) mit geradliniger Wickel- beziehungsweise Längsachse (3), mit
einer die Teiglinge (1) in eine Förderrichtung (2) befördernden
Transporteinrichtung, insbesondere Förderband (23), und mit einem oder
mehreren, gegenüber je einem der beiden Endabschnitte (7) des Teiglings
(1) derart angeordneten Biegemitteln, dass den Endabschnitten (7)
zueinander konvergierende Biegebewegungen erteilbar sind, wobei das oder die Biegemittel
mit maschinell angetriebenen Biege-Bürsten (8) realisiert sind, die mit
ihren Borsten (9) für den Eingriff mit den Endabschnitten (7)
des von der Transporteinrichtung zugeführten Teiglings (1) angeordnet sind,
gekennzeichnet durch eine den Biegebürsten (8) vorgeordnete Nut-Prägeeinrichtung
(4, 18), die zum Einprägen von in Förder- oder Umfangsrichtung
des Teiglings (1) verlaufenden Rillen oder Biegenuten (5a,
5b) in den Teiglingsmantel ausgebildet und zur Bildung eines Teigling-Prägedurchgangs
der Transporteinrichtung (23) gegenüberliegend angeordnet ist, wobei die
Nut-Prägeeinrichtung (4, 18) wenigstens drei koaxial nebeneinander
drehgelagerte Rillräder (4) aufweist, die im Abstand voneinander angeordnet
sind und mit der von ihnen beabstandeten Transporteinrichtung (23) den
Prägedurchgang bilden, und von denen eines einem mittleren Längsabschnitt (6),
und die anderen beiden je einem Endbeziehungsweise Biegeabschnitt (7) des
Teiglings (1) zugeordnet sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillräder
(4) von einem Drehantrieb mit einer Geschwindigkeit derart angetrieben
sind, dass sie den Teiglingen (1) eine Drehbewegung um deren Längsachse
(3) erteilen.
- Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 9–12, gekennzeichnet
durch eine erste Führungseinrichtung (12), die der Transporteinrichtung
(23) gegenüberliegend zur Bildung eines die Teiglinge (1) an Ober-
und Unterseite führenden und begrenzenden Durchgangs angeordnet und ausgebildet
ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Führungseinrichtung (12) mit einem oder mehreren, in Transportrichtung
angetriebenen Endlos-Führungsriemen (13) realisiert ist, die den zu biegenden
Endabschnitten (7) des Teiglings (1) zugeordnet sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 11 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsriemen (13) jeweils zwischen zwei Rillrädern (4) verlaufend
angeordnet sind.
- Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass der oder die Führungsriemen (13) sich in den Bewegungsbereich der
Borsten (9) der Biegebürsten (8) derart erstrecken, dass die Borsten
(9) und/oder die davon erfaßten Teiglings-Endabschnitte (7) am
jeweiligen Führungsriemen (13) abstreifen beziehungsweise anschlagen.
- Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 9–16, gekennzeichnet
durch eine den Biege-Bürsten (8) nachgeordnete, zweite Führungseinrichtung
(15), die zur Bildung eines die Teiglinge (1) an ihren U-förmig
umgebogenen End- beziehungsweise Schenkelabschnitten (7) führenden und
begrenzenden Seiten-Führungsdurchgangs angeordnet und ausgebildet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite
Führungseinrichtung (15) an einer Auflagefläche der Transporteinrichtung
(23) hochstehende, gegenüberliegende Seitenführungsbänder
(16) aufweist, die in der Förderrichtung (2) angetrieben und zur
Anlage an die Außenseiten der umgebogenen End- beziehungsweise Schenkelabschnitte
(7) der Teigwickel (14) angeordnet sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
|
|
|