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Dokumentenidentifikation DE202004004329U1 15.07.2004
Titel Vorrichtung zum Fräsen und/oder Schleifen von Fasen und Kanten
Anmelder Kohle, Martin, 75210 Keltern, DE
DE-Aktenzeichen 202004004329
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.07.2004
Registration date 09.06.2004
Application date from patent application 19.03.2004
IPC-Hauptklasse B23C 9/00
IPC-Nebenklasse B24B 23/00   B27C 5/00   

Beschreibung[de]

Ein Ausführungsbeispiel der Endungsgemäßen Fasenfräs-Maschine- Hand wird anhand von Zeichnungen erläutert, es zeigen:

1 : Eine Aufsicht auf den Führungsschlitten der Fasenfräs-Maschine-Hand, ohne Fräseinheit,

2 : einen Schnitt aus Richtung des Pfeil A der 1,

3 : eine Seitenansicht der Fasenfräs-Maschine-Hand aus Richtung des Pfeil B der 1, mit der Fräseinheit,

4 : eine Aufsicht auf die Fasenfräs-Maschine-Hand in Richtung des Pfeil C der 3.

Als Basis der Fasenfräs-Maschine-Hand dient ein Grundkörper 1, als Winkel ausgeführt, vorzüglich aus Aluminium. Die Konzeption des Grundkörper 1, ermöglicht es, dass durch die Veränderung des Winkel a, Fasen mit unterschiedlichen Winkelschrägen an Werkstücke angefräst werden können.

Der Grundkörper 1, hat über die Diagonale eine zentrale Ausnehmung 9, zum Durchlass des Fräskopf 10, eine weitere Ausnehmung 17, zur Aufnahme und Zentrierung des Zentrierteller 11, eine Abflachung 18, zur Auflage der Klemmpratzen 4, wobei diese Ausnehmungen und Abflachungen immer im rechten Winkel zu a, sind.

Der Grundkörper 1, der Fasenfräs-Maschine-Hand wird an den Handgriffen 7, welche mit den Schrauben 8, mit dem Grundkörper fest verbunden sind, gehalten und entlang der zu bearbeitenden Werkstückkante geführt, hierfür ist der Grundkörper 1, innen mit gehärteten Verschleißplatten 2, welche mit den Schrauben 3, mit dem Grundkörper 1, verbunden sind versehen.

Der Zentrierteller 11, wird mittels der Klemmpratzen 4, mit der Schrauben 5, (oder Klemmhebel) mit dem Grundkörper 1, gegen Verdrehen verspannt, wobei die Klemmpratzen 4, nach dem Lösen der Schrauben 5, gegen das Wegdrehen mit einem Stift 6, gesichert sind.

Als Basis des Fräserantrieb dient ein handelsüblicher Handarbeitsmotor 16, zum Beispiel von einem handelsüblichen Winkelschleifer, welcher über einen Schalter ein/aus geschaltet werden kann. Damit aus dem Motor eine Fräseinheit 3, wird ist in den Lagerflansch 12, eine Antriebswelle 14, welche im Lagerflansch 12, und im Lagergehäuse 16.1, kugelgelagert 15, ist eingebaut. Die Antriebswelle 14, hat zur Aufnahme des Wendeplattenfräskopf 10, welcher mit 1 und bis zu 8 Plattensitzen zur Aufnahme von speziellen Wendeschneidplatten versehen ist ein Gewinde 14.1, wobei die Zentrizität durch den beidseitigen Pass 14.2, gewährleistet ist.

Der Lagerflansch 12, ist mit dem Lagergehäuse 16.1, über Schrauben fest verbunden.

Der Lagerflansch 12, hat ein Außengewinde auf welchem der Klemmring 13, und der Zentrierteller 11, aufgeschraubt sind. Der Antrieb vom Motor 16, zum Fräskopf 10, erfolgt über Tellerrad und Ritzel 17, wobei sich der Motor 16, vorzugsweise stufenlos Drehzahlregulieren lässt.

Der Fräskopf 10, mit seinen vorzüglich 8 Hartmetallwendeschneidplatten ist stirnschneidend, die bedeutet, er arbeitet wie ein Planfräser.

Die Größe der Fase wird hierdurch bestimmt, dass die Fräseinheit in Richtung des Pfeil C, nach innen für größere Fasen, nach außen für kleinere Fasen axial nach einer Skala, welche im Aufnahmeflansch 12, integriert ist verstellt wird. Die Verstellung erfolgt so, dass der Klemmring 13, gelöst wird, die Klemmpratzen 4, gelöst werden, nun kann der Zentrierteller 11, nach der Skala axial auf dem Aufnahmeflansch 12, verstellt werden bis die vorgesehene Fasengröße stimmt, danach werden alle zuvor gelösten Klemmungen wieder arretiert.

Die Funktion und der Einsatz der Fasenfräs-Maschine-Hand besteht darin, dass wenn die Fasengröße eingestellt ist, die Maschine in Richtung des Pfeil D, auf das Werkstück aufgelegt und in Richtung des Pfeil E, gegen die Werkstückkante gedrückt wird, danach erfolgt der Fräsvorschub manuell, entlang der Werkstückkante und dies vorzüglich in Richtung des Pfeil B.

Mit dieser Neuentwickelung der Fasenfräs-Maschine-Hand besteht nun erstmalig die Möglichkeit mit einem leichten Handgerät große Fasen, zum Beispiel für die Schweißnahtvorbereitung, zu fräsen. Bei den bisher bekannten Maschinen ähnlicher Art, in jedem Fall zum Fräsen von Fasen erfolgt die Materialabnahme ausschließlich im Abwälzverfahren, das heißt, der Fräser schneidet am Zylinder, wobei die Schnittlänge oder Eingriffslänge der Schneidkante am Werkstück immer so lang wie die Fasenlänge ist, was erheblichen Schnittdruck verursacht und zusätzlich bei großen Fasen lange Schneiden des Fräswerkzeug und somit auch hohe Kosten verursacht.

Bei der Neuentwickelung der Fasenfräs-Maschine-Hand wird im Gegensatz nicht wie zuvor beschrieben im Abwälzverfahren, sondern im Planfräsverfahren die Fase gefräst, was die wesentlichen Vorteile hat, dass die Fasenlänge von der Schneidenlänge des Fräswerkzeug unabhängig ist, da die Schneidkante des Fräser nur minder Frästiefe/Zustellung belastet wird.

Wird zum Bespiel eine Fase von fünfzehn mm Breite im Abwälzverfahren gefräst, ist die Fräslänge fünfzehn mm, wird die Fase um nur einen mm verlängert ist die Fräslänge sechzehn mm, wird dieselbe Fase mit den selben Schritten mit der Neuentwickelung im Planfräsverfahren bei gleicher Schnittaufteilung hergestellt, ist die Fräslänge entlang der Schneidkante nur ein mm, wobei wie zuvor beschrieben der Fräsvorschub und das Andrücken der Maschine an das Werkstück manuell erfolgt, ergeben sich für die Neuentwickelung auch vom Kraftaufwand für das halten und dem Fräsvorschub, ebenso für den Antrieb erhebliche Vorteile.

Durch Verändern des Winkel a, am Grundkörper 1, der 3, kann der Anfaswinkel an der Werkstückkante verändert, Beziehungsweise dem Bedarf angepasst werden, wobei die Restmimik zur Aufnahme der Fräseinheit erhalten bleibt.

Ein weiterer Vorteil der Neuentwickelung der Fasenfräs-Maschine-Hand ist, wird die Fräseinheit vom Grundkörper 1, getrennt, kann der Planfräskopf 10, abgeschraubt werden, anstelle des Planfräskopf 10, wird ein anderer Fräskopf für Wendeschneidplatten mit bis zu 3 Plattensitzen und einer an der Stirnseite integrierten Führngsrolle aufgeschraubt.

Der Zentrierteller 11, wird dann zum Auflageteller, nachdem die gewünschte Fasengröße eingestellt ist, dies geschieht durch das axiale Verstellen des Auflageteller 11, nach Skala, wird dieser auf die Werkstückoberfläche aufgelegt, die am Fräskopf angebrachte Führungsrolle wird gegen die Werkstückkante angedrückt und die Kontur des Werkstück im Kopierverfahren abgefahren und angefast.

Durch den Umbau entsteht eine vollwertige Handfasenfräsmaschine, mit dieser können gerade Kanten, Innenkonturen, Außenkonturen, ebenso Bohrungen entgratet oder angefast werden, wobei die Fasengröße gegenüber der wie zuvor beschriebenen Fasenfräs-Maschine-Hand relativ klein ist, was wesentlich mit an den Systemvorteilen der Neuentwickelung liegt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Fräsen und/oder Schleifen von Fasen und Kanten mit: einem Führungswinkel 1, bestehend aus zwei zueinander rechtwinkligen Führungsplatten, wobei der Führungswinkel, in dem Bereich, in dem die Führungsplatten zusammenstoßen, eine Durchbrechung 9, aufweist, einer elektromotorisch 16, angetriebenen, sich durch die Durchbrechung 9, erstreckende Antriebswelle 14, die in einer Ebene liegt, die senkrecht zu den beiden Führungsplatten steht, und deren axiale Position bezüglich des Führungswinkels a, veränderbar und mittels Arretiermitteln 4/5, arretierbar ist, einem an einem Ende der Antriebswelle 14, zwischen den Führungsplatten angeordneten Planfräskopf 10, dessen Schnittfläche senkrecht zur Antriebswelle steht.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel a, in dem die Antriebswelle 14, zu dem Führungswinkel 1, steht, veränderbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, hierdurch gekennzeichnet, dass der Führungswinkel 1, an den Führungsflächen mit gehärteten Verschleißplatten 2, versehen sind, dass an den beiden Winkelschenkel des Führungswinkel 1, zum halten der Vorrichtung und linearen verschieben je ein Handgriff 7, mit den Schrauben 8, verbunden sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit elektronik bestückte handelsübliche Antriebsmotor 16, die Basis zur Aufnahme und Antrieb des Fräskopf 10, hierdurch ist, dass an den Motor 16, ein Lagerflansch 12, durch verschrauben angebaut ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle 14, in dem Lagerflansch 12, mehrfach kugelgelagert 15, ist, der Lagerflansch 12, ein Außengewinde zur Aufnahme und der axialen Verstellung des Zentrierteller 11, und des Klemmring 13, hat.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die im Lagerflansch 12, kugelgelagerte Antriebswelle 14, zur zentrischen Aufnahme des Planfräskopf 10, einen beidseitigen Pass 14.2, und ein Gewinde 14.1, hat.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Position des Planfräskopf 10, nach innen/außen zum Führungswinkel 1, hierdurch verändert wird, dass der Zentrierteller 11, axial auf dem Lagerflansch 12, verstellt wird, dass die Arretierung, axial und radial durch den Klemmring 13, die Klemmpratzen 4, erfolgt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch verändern des Winkel a, der Fräseinheit mit Planfräskopf 10, zum Führungswinkel 1, die Frässchräge am Werkstück verändert wird. Wobei die Fräseinheit am Führungswinkel 1, eine Zentrierung hat, so, dass der Planfräskopf 10, immer koaxial zum Werkstück ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Planfräskopf 10, zu Aufnahme von einer bis zu acht Wendeschneidplatten, vornehmlich aus Hartmetall am Umfang hat.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit am Zentrierteller 11, von dem Führungswinkel 1, getrennt, der Planfräskopf 10, durch einen anderen Wendeplattenfräskopf mit bis zu drei Wendeschneidplatten am Umfang und einer an der Stirnseite integrierten Führungsrolle ersetzt wird.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Umbau der Zentrierteller 11, zum Auflageteller wird, hierdurch die zweiseitige Führung wird, axial vom Auflageteller 11, radial von der am Fräskopf integrierten Führungsrolle.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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