Beim Tontaubensport werden Schussziele (als "Tontauben" oder "Tonwaren"
bekannt) durch ein Abschussgerät (als "Falle" bekannt) in die Luft geschleudert,
und ein Sportteilnehmer versucht, das sich bewegende Ziel mit Benutzung eines Gewehrs
zu schiessen. Beim Aufprall des Schusses soll das Ziel brechen.
Tontauben werden herkömmlicherweise mit Benutzung eines Heißformverfahrens
hergestellt, in dem gemahlener Kalkstein und heißes Pech zusammengeformt werden,
wobei das Pech ungefähr 20–40 Gewichts% aufweist. Das Handhaben von heißem
Pech hat Gesundheits- und Sicherheitsfolgen für Arbeiter, die die Tontauben herstellen.
Ein Problem bei wettbewerblichem Tontaubenschiessen ist, das manchmal
ein Aufprall von einem einzigen Schuss nicht ausreicht, um zu verursachen, dass
das Ziel ganz bricht, und dieses kann zu Streit führen, ob eine Tontaube getroffen
wurde. Idealerweise sollte eine Tontaube zerfallen, sogar wenn sie nur von einem
Schuss getroffen wird. Dieses Ideal wird normalerweise nicht angetroffen. Zur gleichen
Zeit sollte die Tontaube stark genug sein, um nicht während des Transports zu zerfallen,
oder wenn sie von der Falle geschleudert wird.
Ein weiteres Problem ist die Menge des Materials, das nach einer größeren
Tontaubenschussveranstaltung über bleibt. Jede Tontaube, die heraufgeht, kommt irgendwo
auf der Erde herunter, entweder intakt oder in Stücken. Es werden ungefähr 350 Millionen
Tontauben pro Jahr in Großbritannien allein verkauft, und dieses stellt eine Menge
Material dar, das auf dem Boden zerstreut ist (gleich ungefähr 3500 Tonnen pro Jahr).
Die Tatsache dass Tontauben, wenn sie nicht getroffen werden, oder nur flüchtig
getroffen werden, große Trümmer hinterlassen, heißt, dass das Material der Tontauben
Zerfall für einige Zeit widersteht. Das in den Tontauben vorhandene Pech verhindert
den Zerfall weiterhin.
Zusätzlich sind Pechteere als mögliche oder tatsächliche Krebserreger
in einigen Kompetenzbereichen klassifiziert worden. und es besteht das Risiko. Grundwasser
zu verunreinigen, die ablaufen, wo eine große Menge von Tontaubentrümmern vorhanden
ist, zum Beispiel auf Schussplätzen.
Die US Patentanmeldungsnummer 569807 beschrieb die Herstellung von
Tontauben, die wenigstens 50 Gewichts% Ton aufweisen, und 5–50% Zusatz, der
Calcium enthält (was Kalksteinpulver sein könnte), das die Trockenschrumpfung des
(nassen) Tons verringert. Eine die Plastizität verbessernde Komponente wie ein Lignosulfonat
könnte auch benutzt werden. Tontauben werden von dieser Mischung durch Pressen der
Mischung in einer Form hergestellt, und durch Entfernen während sie noch in einem
plastischem (nassem) Zustand sind. Da die geformte Tontaube noch nass ist, ist eine
vorsichtige Handhabung erfordert, um die Tontaube von der Form zu entfernen. Trotzdem
wird ein solches Verfahren Probleme bei der Reproduzierbarkeit der Gestalt, Dimensionen,
Gewicht und Struktur der hergestellten Tontauben verursachen, mit einer folgenden
Veränderlichkeit ihrer Flugkennzeichen. Dieses ist nicht erwünscht.
Die vorliegende Erfindung hat die Absicht, das Problem der Handhabung
von plastischen (nassen) Tontauben durch Formen der Tontauben durch Verdichtung
von einem trockenen Pulver zu überwinden.
FR-A-2575818 beschreibt eine Tontaube, die durch Trockenpressen von
einem Ton gebildet ist, und einen Stabilisator enthält (schnell setzender Zement
oder Lignosultit). Die Funktion des Lignosulfits ist, der gepressten Taube mechanische
Stabilität zu liefern. Die Anmelder haben gefunden, dass mit Ton und einem solchen
Bindemittel hergestellte Tontauben zu zerbrechlich sind.
Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, das Problem der Zerbrechlichkeit
von Tontauben durch Liefern eines verbesserten Bindesystems zu überwinden.
GB-A-2337003 beschreibt eine Tontaube, die Schwefel aufweist, einen
Füllstoff, und einen Schwefelmodifizierer, der Ligninsulfonat sein kann. Das Ligninsulfonat
modifiziert das Benehmen des Schwefels. Solche Tontauben sind aber teuer bei ihrer
Bildung, sie erfordern das Schmelzen des Schwefels, Verweilen bei der Temperatur
und nachfolgendes Gießen.
Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, das Problem der Bildungswege
mit hohen Kosten durch Benutzen von Trockenpressen von Pulvern zu überwinden.
Die vorliegende Erfindung liefert folglich ein Verfahren zum Herstellen
von Tontauben durch den Schritt des Verdichtens eines trockenen Pulvers. das einen
anorganischen Füllstoff und ein Bindemittel aufweist, wobei der anorganische Füllstoff
mehr als 50 Gewichts% Calcumcarbonat aufweist.
Der anorganische Füllstoff kann falls erwünscht mehr als 60, 70 oder
80 Gewichts% Calciumcarbonat aufweisen.
Im Zusammenhang dieser Anmeldung muss der Ausdruck "trocken" nicht
völlig frei von Wasser heißen, aber heißt, dass er weniger als 10 Gewichts% Wasser
aufweist, beruhend auf der Menge des anorganischen Pulvers.
Der anorganische Füllstoff kann Ton aufweisen.
Das Bindemittel kann ein Lignosulfonatgemisch aufweisen. Lignosulfonate
sind Materialien, die von Holz erhalten werden können und sind von harten und weichen
Holzen erhältlich. Lignosulfonate können modifiziert werden und schliessen abgeänderte
Kationen ein. Für die vorliegende Erfindung können alle Lignosulfonate
benutzt werden, modifiziert oder nicht modifiziert, und können irgendein geeignetes
Kation oder Kationen einschliessen, zum Beispiel Calcium, Magnesium, Amimonium und
Natrium.
Die Tontaube kann durch ein Verfahren hergestellt werden, in dem der
anorganische Füllstoff und das Bindemittel als ein Schlupf gemischt werden und sprühgetrocknet,
um das trockene Pulver zu bilden.
Die Erfindung wird beispielsweise im folgenden dargestellt.
Calciumcarbonat, Ton und Lignosulfonat und ein Weichmacher wurden
mit ausreichendem Wasser gemischt, um einen Schlupf zu bilden, aber nicht so viel,
um übermässige Energiekosten beim Trocknen und Kugelmahlen für vier Stunden zu erfordern.
Das Calciumcarbonat (geliefert von Omega UK, Dorking, Surrey, England
[ähnliche Härten erhältlich von Gurney Slade Lime and Stome Company Limited, Bath,
England] war 98,4% rein mit einer spezifischen Schwerkraft von 2,7 und einer Teilchengröße,
die fein genug ist, dass weniger als 0,1% auf einem Sieb von 125 Mikron zurückgehalten
wurde.
Der Ton (geliefert von ECC International Ltd. Cornwall England) hatte
die folgende Zusammensetzung (in Gewichts%):
SiO,54%Fe3O41,4%TiO21,2%K2O3,1%Al2O340,3%
Oberflächengebiet (BET) 41
Das benutzte Lignosulfonat war modifiziertes Weichholzlignosulfonat
mit Calciumionen (erhältlich von Borregaard UK Ltd. aus Warrington, Cheshire, England).
Der Weichmacher war ein Polyglycol mit einem Molekulargewicht von
1500 (erhältlich von Hoechst als Produktnummer IOPF205605).
Eine typische Rezeptur nach Gewicht für den Schlupf ist:
Der Schlupf wurde bei einer Einlasstemperatur von 395°C und einer
Auslasstemperatur von 110°C sprühgetrocknet. Das sich ergebende Pulver war freifließend
und hatte die folgenden Eigenschaften:
Es wird dem im Stand der Technik bewandten Leser klar sein, dass andere
Verfahren benutzt werden können, um ein freifließendes gleichförmiges Pulver dieses
Wesens herzustellen, z. B. Schüttelmahlen, um die Bestandteile zu mischen und zu
verteilen und Gefriertrocknen, um das Wasser zu entfernen. Die Erfindung ist nicht
auf Kugelmahlen und Sprühtrocknen begrenzt.
Das Pulver wurde in einer mechanischen Presse bei Zimmertemperatur
und bei einem Druck von 120 MPa gepresst. Das Pulver kann mechanisch oder hydraulisch
durch Stempelpressen oder isostatisches Pressen oder irgendeinen anderen Weg gepresst
werden, der einen ausreichenden Bindedruck anwendet.
Das Lignosulfonatbindemittel reagiert mit dem Calciumcarbonat, um
ein Bindesystem zu bilden. Der genaue Mechanismus wird nicht verstanden, aber eine
gute Annäherung kann durch Bezug auf bekannte Lignineigenschaften und ihren Effekt
auf verschiedene Substrate abgeleitet werden. Lignosulfonate haben eine starke Affinität
für bestimmte Mineralsubstrate wie Kalkstein und heften sich durch Wasserstoffbinden
an die Teilchenoberflächen. Ein wässriger Kalksteinschlamm, der mit einem Polyelektrolyt
wie Calciumlignosulfonat verteilt ist, flockt wegen zwei sich ergänzenden Mechanismen
nicht aus:
(i) Elektrostatische abstoßende Kräfte, die durch die Gegenwart einer elektrischen
Doppelschicht an der Teilchen/Lösungsgrenzfläche erzeugt werden.
(ii) Sterische Abstoßung, die sich von der anscheinenden Ausdehnung des Teilchens
wegen des adsorbierten Dispergiermittels ergibt.
Wenn das Wasser dann von einem solchen System (z. B. durch Sprühtrocknen)
entfernt wird, dann bleibt das Lignin fest an den Mineraloberflächen in einer dünnen
gleichförmigen Schicht gebunden. Das Lignin wirkt aber nicht mehr als ein Polyelektrolytdispergiermittel,
und benachbarte mit Lignin bedeckte Oberflächen werden eine starke Affinität zueinander
haben. Der beobachtete Effekt davon ist eine Erhöhung der Mineralienpackungsdichte.
Es ist auch vorgeschlagen worden, dass, da der vorhergehende Entflockungseffekt
verursacht, dass das Mineral sehr fein verteilt wird, dass diese mehr diskreten
Teilchen zurückgehalten werden, wenn das Mineral wieder kristallisiert wird. (Obwohl
die Wiederkristallisierungsbedingungen deutlich einen ausgeprägten Effekt auf dieses
Phänomen haben werden.) Nachfolgende Anwendung einer Verdichtungskraft gestattet
dem Lignin, harte Agglomerate wegen eines inaktiven Filmbindesystems zu bilden.
Es können natürlich andere Bindemittel benutzt werden, die dasselbe Endergebnis
erreichen.
Die sich ergebende Tontaube könnte sofort nach der Entfernung von
dem Werkzeugstempel gepackt (oder benutzt) werden. Pressen über diesen Weg stellt
Tontauben mit einer extrem hohen Gleichförmigkeit der Gestalt her, Dimensionen,
Gewicht, und Struktur, die daher relativ gleichförmige Flugkennzeichen haben. Die
folgende Tabelle vergleicht Dimensionen einer gewöhnlichen "Mini"tontaube (nomineller
Durchmesser 60 mm und nominelles Gewicht 35 Gramm) mit solchen, die nach der Erfindung
hergestellt werden. Man kann erkennen, dass sich ein gleichförmigeres Produkt ergibt.
Im Gegensatz zum Bilden von nassen Materialien besteht kein Schrumpfen
beim Trocknen, was zu Verspannung und dimensionalen Änderungen führen könnte. Die
Tontauben werden stattdessen in einem Schritt in die fertige Gestalt
und Größe hergestellt.
Die so hergestellten Tontauben bersten statt beim Aufprall eines Schusses
zu brechen, sie zerfallen vollständig. Durch das Bersten verstreuen die Tontauben
ihre Reste dünn über der Erde, verbessern dadurch den Einbau in die Erde.
Das Lignosulfonatbindemittel zerfällt in Wasser und bei biologischer
Aktion, um zu verschwinden, um zu gestatten, dass die Pulverreste der Tontaube in
der Erde aufgenommen werden.
Der Polyglycolweichmacher wird im Zeitablauf biodegradieren, und obwohl
er einen gewissen Grad von Giftigkeit bei hohen Konzentrationen hat, ist es unwahrscheinlich,
dass er giftige Grenzen in dem Feld erreicht.
Der Bereich von anorganischen Füllstoffen und Bindemitteln, die benutzt
werden können, ist groß, und die zu benutzten Anteile sind ein Gegenstand des Versuchs
für irgendeine gegebene Kombination von Füllstoffen und Bindemitteln.
Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen von Tontauben durch den Schritt des Verdichtens
eines trockenen Pulvers, das einen anorganischen Füllstoff und ein Bindemittel aufweist,
die größer als 50 Gewichts% sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel
ein Lignosulfonatgemisch aufweist, und dass der anorganische Füllstoff und das Lignosulfonatgemisch
vor der Verdichtung bei Zimmertemperatur als ein wässriger Schlamm gemischt und
sprühgetrocknet werden, um ein freifließendes, gleichförmiges Pulver zu bilden,
in dem Lignin an die Oberfläche der Calciumcarbonatteilchen in einer gleichförmigen
Schicht gebunden ist, so dass benachbarte, mit Lignin beschichtete Oberflächen eine
starke Affinität zueinander haben.
Verfahren zum Herstellen von Tontauben nach Anspruch 1, in dem der
organische Füllstoff auch Ton aufweist.
Verfahren zum Herstellen von Tontauben nach einem vorhergehenden Anspruch,
in dem ein Weichmacher Teil des Pulvers bildet.
Trockengepresste Tontaube ohne Pech, wenn sie durch das Verfahren von
Anspruch 1 hergestellt wird.