Bekannt geworden sind Vorrichtungen für die Energieerzeugung sowie
für die Gewinnung von Tritium, Helium und freien Neutronen (1), (2). Sie beruhen
auf den Kernreaktionen von schweren Wasserstoff-Isotopen mit der Freisetzung von
Helium und Tritium in den Kristallstrukturen von Deuteriden, einiger Metalle und
auf deren Oberfläche bei einigen physikalischchemischen Prozessen. Experimentelle
Zeugnisse für solche Kernreaktionen und theoretische Hypothesen über deren Mechanismen
sind in vielen (mehr als tausend) Publikationen veröffentlicht (Verweisungen darauf
und auf frühere Übersichten siehe in (3) und (4) des auf die Beschreibung folgenden
Literaturverzeichnisse. Die theoretische Analyse in (1), (2), (3), (4) und (5) zeigte,
dass die Geschwindigkeit solcher Reaktionen bei den isostrukturellen Phasenumwandlungen
der Metalle - Deuteride, die sich bei der Veränderung des Deuteriumgehalts vollziehen,
zunehmen soll. Bei den Verfahren und Anlagen, die in (1) und (2) offenbart sind,
wird diese Erscheinung benutzt.
Die erste Vorrichtung, die in (1) und (2) beschrieben ist, schließt
folgende Bestandteile ein: einen hermetisch abgeschlossenen Behälter-Reaktor, in
dem der Arbeitsstoff (Metall) eingelegt wird, der den isostrukturellen Phasenumwandlungen
bei Temperatur- oder Druckveränderungen von gasförmigem Deuterium unterworfen wird;
ein System zur Regelung und Messung des Gasdrucks, das aus einer Hochdruckrohrleitung,
einem Flüssigkeits- und Gasverteiler, einem Manometer, einer hydraulischen Pumpe,
einer Vakuumpumpe, einem Ballon mit komprimiertem, gasförmigen Deuterium und Ventilen
besteht; ein System zur Erwärmung und Temperaturregelung, das einen Widerstandserhitzer
oder einen Ofen zur Erwärmung durch Hochfrequenzströme einschließt; einen
Temperaturregler; ein System zur Übertragung und Benutzung von freigesetzter Wärme,
das aus einem Kühler oder Wärmeaustauscher besteht, der in Form einer hohlen Spirale
mit durchlaufender Flüssigkeit bzw. eines Gefäßes mit durchlaufendem Wärmeträger
ausgeführt ist.
Diese Vorrichtung hat folgende Nachteile:
1. Da notwendige Bedingungen für die Durchführung des Kernprozesses, bei denen
die Energie freigesetzt wird, die zyklische Erwärmung und Abkühlung des Reaktors
mit dem Arbeitsstoff sind, hat die Desorption von Deuterium bei der Temperaturerhöhung
einen Druckanstieg der Gasphase und die Verlangsamung der Phasenumwandlung von Deuterid
zur Folge. Infolgedessen wird die Effizienz der Energieerzeugung verringert.
2. Das Material des Reaktorbehälters wird während des Arbeitsverlaufs und der
Wasserstoffdiffusion brüchig, was auch zu einer Lahmlegung des Reaktors führen kann.
Eine Explosion unter hohem Gasdruck führt zum Verlust des kostspieligen Arbeitsstoffs
und der Gesamtanlage und ist für das Bedienungspersonal gefährlich.
3. Die Anwendung einer hydraulischen Pumpe und eines Separatrohrs zur Trennung
der Flüssigkeit und des Gases macht die Anlage komplizierter und macht den Betrieb
unzuverlässig.
4. Die Elektroenergie wird nicht effektiv ausgenutzt, da ein erheblicher Wärmeanteil,
der von der Heizvorrichtung erzeugt wird, in das umgebende Medium zerstreut wird.
Die zweite Vorrichtung, die auch in (1) und (2) angeführt ist und
als Prototyp der vorliegenden Erfindung ausgewählt worden ist, besteht aus zwei
hermetisch abgeschlossenen Behältern (zwei Reaktoren), die mit Verschlüssen versehen
sind und miteinander durch eine Rohrleitung verbunden sind, sowie aus einem Erhitzer
und Thermozellen, die in speziellen Reaktor-Zusatzräumen untergebracht sind, aus
einem Temperaturregler, aus einem System zur Messung und Steuerung des Gasdrucks,
zu dem eine Hochdruckrohrleitung, ein Druckgasballon, ein Druckmesser mit einem
Separatrohr und Ventile gehören, und auch aus einem Kühlungssystem bzw. Wärmeaustauscher
in Form von hohlen Spiralen oder Behältern mit Flüssigkeit, die auf der Außenoberfläche
der Reaktoren angebracht sind.
Die zweite Vorrichtung hat einen wichtigen Vorteil: eine Temperatursteigerung
führt nicht zu einer vergrößerten Druckerhöhung in dem zu erhitzenden Reaktorbehälter,
da das bei der Desorption freigesetzte Deuterium im zweiten Reaktorbehälter absorbiert
wird. Aber diese Vorrichtung hat auch ihre Mängel:
1. Die Anwendung von zwei Reaktorbehältern macht die Gesamtanlage kompliziert
und teuer und vermindert ihre Zuverlässigkeit.
2. Die große Trägheit der Vorrichtung infolge der Verschlussmasse und
des Vorhandenseins eines Verbindungsrohrs verzögert die Desorption und Sorption
von Deuterium und eine dadurch bedingte Phasenumwandlung, wodurch die Geschwindigkeit
der Energieerzeugung bei der Kernreaktion verringert wird.
3. Infolge bedeutender Wärmeverluste an das umgebende Medium wird die im Erhitzer
umgesetzte Elektroenergie nicht effektiv ausgenutzt.
4. Das Durchdringen des Deuteriums zum Arbeitsstoff, besonders im Unterteil
des Reaktorbehälters, wird erschwert, wodurch auch der Sorptionsverlauf verlangsamt
und die Intensität der Energieerzeugung verringert wird.
5. In der Gesamtanlage ist die Temperaturmessung unmittelbar in den Reaktorräumen
nicht vorgesehen, wodurch die Steuerung der Deuteriumsorption und -desorption in
den Reaktoren verhindert wird.
6. Das bei der Desorption in einem Behälter entstehende Atomardeuterium kann
bei Bewegungen durch das Verbindungsrohr rekombinieren, indem D2-Moleküle
entstehen, dann nimmt die nächste Desorption auf der Arbeitsstoffoberfläche eine
zusätzliche Zeit in Anspruch, das den Diffusionsverlauf im Metall sowie auch die
Phasenverwandlung und Energieerzeugung verlangsamt.
7. Während der Benutzung des Reaktorbehälters dringt Deuterium unter hohen Temperaturen
und unter Hochdruck in die stählernen Schalen des Reaktorbehälters aufgrund der
Diffusion ein, wodurch eine Wasserstoffbrüchigkeit und eine Lahmlegung des Behälters
erfolgen kann.
Kurzfassung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anlage zu schaffen,
die in Bezug auf die erzeugende Energiemenge und auf die Energieausnutzung effektiver
ist, die Konstruktion vereinfacht, die Zuverlässigkeit verbessert und auch Bedingungen
für die Automatisierung der Vorrichtung schafft.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass in der bekannten Vorrichtung
zur Energieerzeugung (sowie auch zur Tritium- und Heliumerzeugung), die einen hermetisch
abgeschlossenen Reaktor mit Arbeitsstoff, geeignet für reversible, isostrukturelle
Phasenumwandlungen mit Veränderung des Deuteriumgehalts, ein Mess- und Regelungssystem
des Gasdrucks, ein System zur Erwärmung und Temperaturregelung und ein System zur
Überführung und Ausnutzung der freigesetzten Wärme umfasst, der Reaktor mit dem
Arbeitsstoff in Form von koaxialen Rohren gebildet ist, die mit Verschlüssen versehen
sind, die den Arbeitsraum in den Rohren mit dem darin befindlichen Arbeitsstoff
hermetisch abschließen, die Erhitzer und Thermozellen des Systems zur Erwärmung
und Temperaturregelung in den Endteilen der Reaktorrohre außerhalb des Arbeitsraums
untergebracht sind, mit der Möglichkeit der Schaffung eines umkehrbaren, längsläufigen
Temperaturgradienten im Reaktor, das System zur Überführung und Nutzung der freisetzenden
Wärme aus einem Wärmetauscher des Primärkreislaufs, aufgestellt am Reaktor an dessen
Seite, radial gegenüber den Wärmeerhitzern und angeschlossen an die Rohre mit dem
Wärmeträger, sowie auch eine hydraulische Pumpe, einen Wärmetauscher des Sekundärkreislaufs
und eine wärmeisolierende Hülle umfasst.
Die dargestellten gesamten Merkmale der Anlage gemäß der Erfindung
ermöglicht, gleichzeitig eine vielfache Desorption des Deuteriums im Arbeitsstoff
des erhitzten Reaktorteils und eine Sorption im gekühlten Reaktorteil durchzuführen
und dafür den Prozess der Kernfusion zu verwenden, der die isostrukturellen Phasenverwandlungen
begleitet, indem eine Überschussenergie im Vergleich zu der verbrauchten Energie
freigesetzt wird.
Eine konkrete Verwirklichung und Entwicklung von Merkmalen, die im
ersten grundlegenden Anspruch der Patentansprüche dargelegt sind, wird in weiteren
Ansprüchen 2-26 formuliert.
In Bezug auf den Reaktor sind diese weiteren Merkmale folgende:
die Innenoberfläche der Reaktorrohre, die aus legiertem Stahl hergestellt sind,
ist mit einer Schicht ausgekleidet, die wasserstoffdicht ist, zum Beispiel durch
eine elektrolytisch aufgetragene Silberschicht oder/und mit silbemen Büchsen, die
fest an den Rohren anliegen;
die Reaktorverschlüsse verbinden die Reaktorrohre fest und es sind spezielle
Zusatzräume für die Aufnahme von Thermozellen im Arbeitsraum und auch durchgehende
Stutzen für die Wiederladung des Arbeitsstoffs und für die Verbindung mit dem Mess-
und Regelungssystem des Gasdrucks vorgesehen;
das innere Reaktorrohr hat ein Sackende mit einer Stirnfläche, wobei der Verschluss
mit einer Abdichtung und mit einer durchgehenden Verschlussplatte über ein Gewinde
am Außenrohr festgeschraubt ist;
der Reaktor weist eine akustische Verbindung mit dem Generator der Überschallschwingungen
auf.
Das Wesen der vorgeschlagenen Vorrichtung besteht in der Erhöhung
ihrer Beständigkeit in Bezug auf die Deuteriumwirkung, in der Auskleidung ihrer
inneren Oberfläche mit einer Schicht, die im Vergleich zum Reaktorbaustoff wasserstoffdichter
ist, in einer Temperaturmessung unmittelbar im Arbeitsraum in speziellen Zusatzräumen,
in die Messthermozellen eingeführt sind, sowie auch in der Erhöhung der Deuteriumbewegung
im Arbeitsstoff durch eine Verbindung vom Reaktor zur Quelle der Überschallschwingungen.
Das Verhältnis der Rohrlänge des Reaktors und der Rohrquerschnitte
werden vom technischen Komfort bestimmt. Im zentralen Teil des Reaktors kann eine
Trennwand aus gasdichtem Material eingesetzt werden, z. B. aus poriger Keramik aus
Aluminium-Oxid.
In Bezug auf den Arbeitsstoff sind diese Merkmale folgende:
auf das innere Reaktorrohr werden mehrere Schichten einer Folie aufgewickelt,
z. B. aus Kupfer oder Silber; auf der Folie ist der Arbeitsstoff als Film mit einer
Stärke von 1 nm bis 100 nm aufgebracht;
der Arbeitsstoff ist auf ein poriges Material, z. B. Aluminium-Oxid oder Silikagel,
aufgebracht;
als Arbeitsstoff werden elementare Metalle und Intermetallide benutzt, deren
Deuteride zu den isostrukturellen Phasenumwandlungen mit Veränderung des Deuteriumgehalts
bei Temperaturen höher als 350 K und einem Druck niedriger als 100 mPa fähig sind,
z. B. Palladium, Vanadium, Niob, Selteneerdelemente, intermetallische Verbindungen
TiFe, TiMn1,5, LaNi5, LaCo6, in Form von Feinkristallpulver
mit der Längenabmessung der Teilchen im Querschnitt von 10-12 bis zu
10-9 m;
der pulverartige Arbeitsstoff ist mit einem porigen Material gemischt, z. B.
mit dem Pulver der Aktivkohle mit einem Volumenanteil des Arbeitsstoffs von 10 %
bis zu 90 %
einige Schichten des Arbeitstoffs, z. B. der Selteneerdelementen, sind so im
Reaktor gelegen, dass die Temperaturen des dreiphasigen Gleichgewichtes ihrer isostrukturellen
Deuteriden mit der Gasphase bei demselben Druck dem radialen Temperaturgradienten
im Reaktor in der Arbeitsflusscharakteristik entsprechen.
Das Wesen der Vorschläge, die sich auf den Arbeitsstoff beziehen,
der einen unverzichtbaren konstruktiven Teil der Anlage gemäß der Erfindung
bildet, wird unten erklärt.
Damit der Wärmeträger zu praktischen Zwecken wirksam genutzt werden
kann, falls seine Temperatur genügend hoch (nicht weniger 80 - 100°C) ist, und der
Gasdruck im Reaktor für die Arbeitssicherheit nicht hoch sein muss, werden die Arbeitsmetalle
und ihre Arbeitsparameter so ausgewählt, dass sich die Temperaturen des dreiphasigen
Gleichgewichts ihrer isostrukturellen Deuteride mit der Gasphase bei einer Temperatur
höher 350 K bei einem Druck unter 100 MPa befinden.
Die Geschwindigkeit der Sättigung mit Deuterium und dementsprechend
die Masse des Arbeitsstoffs, der am Phaseübergang in einer Zeiteinheit beteiligt
ist, befindet sich in umgekehrter Quadrat-Abhängigkeit von der Schichtdichte, wobei
die Diffusion durch diese Schicht erfolgt. Auf diesem Grund ist die Intensität der
Freisetzung der überschüssigen Energie, die den Prozess der isostrukturellen Verwandlung
begleitet, desto höher, je kleiner die Teilchen sind und je größer die spezifische
Oberfläche des Arbeitsstoffs ist. Am wirksamsten ist die Nutzung von fein verteiltem
Pulver des Arbeitsstoffs mit einem möglichst kleinen Umfang der Teilchen, wobei
deren Kristallstruktur noch bewahrt ist. Für die meisten Metalle entspricht dies
der Längenabmessung der Teilchen von etwa einigen Nanometern. Der Arbeitsstoff kann
auch als Kristallschicht mit der Stärke von weniger als 100 nm auf eine Metallfolie
aufgetragen werden, die auf das innere Reaktorrohr aufgewickelt ist. Der feine Film
kann mit der elektrolytischen Methode oder als Pulverschicht aufgetragen werden.
Es ist zulässig, den Film mit einer ungleichmäßigen Stärke zu verwenden. Der
Arbeitsstoff kann auch auf einen Pulverstoff aufgetragen werden, z. B. Aluminium-Oxid
(Al2O3) oder Silikagel, wodurch während des Arbeitsablaufs
das Sintern des Arbeitsstoffs und eine Verkleinerung der Oberfläche verhindert werden.
Wegen des Vorhandenseins des radialen Gradienten der Temperatur im
Reaktor dehnt sich der Prozess der Phaseumwandlung zeitlich aus, wodurch die Wirksamkeit
der Energieumsetzung verringert wird. Für eine Prozessintensivierung können einige
Schichten des Arbeitsstoffs verwendet werden, die so geschichtet werden, dass bei
gleichem Druck die Temperaturen des dreiphasigen Gleichgewichts der isostrukturellen
Deuteriden und der Gasphase dem radialen Temperaturgradienten im Reaktor während
der Betriebsphase entsprechen. Als Beispiele solcher Metalle mit verschiedenen Temperaturen
des Übergangs bei gleichem Druck dienen Selteneerdelemente. Die Schichten dieser
Metalle mit gleichen Molanteilen werden mit einer Metallfolie oder einem Maschendraht
aus Kupfer, Silber oder Stahl getrennt. Es ist auch möglich, Metallfolien mit Filmen
aus verschiedenen Metallen zu verwenden, wobei diese Filme auf das innere Reaktorrohr
so aufgewickelt sind, dass die Phasenübergänge seiner Deuteriden beim Einstelldruck
im Reaktor dem radialen Temperaturgradienten im Reaktor annähernd entsprechen würden.
Bei einer solchen Anordnung geschehen die Phasenumwandlungen der Deuteride in verschiedenen
Zonen des Reaktors fast gleichzeitig, wodurch die erzeugte Leistung erhöht wird.
Für die Versorgung eines besseren Gaszugriffs zu den Teilchen des
Arbeitsstoffes und der Verhinderung des Sinterns der Teilchen ist es zweckmäßig,
den Arbeitsstoff mit einem porigen Material zu mischen, z. B. mit dem Pulver von
Aktivkohle oder von Silikagel.
Zur Erwärmung und Temperaturregelung dienende Merkmale sind folgende:
die Erhitzer, die als Widerstandöfen oder Induktionsöfen mit einem hochfrequenten
elektromagnetischen Feld ausgebildet sind, sind in den Endteilen des inneren Reaktorrohrs
mit der Möglichkeit ihrer abwechselnden Einschaltung untergebracht;
die Erhitzer sind auf den Endteilen des äußeren Reaktorrohrs mit der Möglichkeit
ihrer abwechselnden Einschaltung aufgestellt;
die Erhitzer sind durch einen Schirm mit niedriger Wärmeleitung, z. B. aus poriger
Keramik, getrennt;
der Erhitzer ist mit einem System zur Fortbewegung längs der Längsachse des
Reaktors versehen.
Das Wesen der Vorschläge für das System der Erwärmung und der Temperaturregelung
besteht darin, dass eine schnelle Veränderung der Richtung des längsläufigen Temperaturgradienten
im Reaktor ermöglicht wird: bei einer bestimmten Temperatur im Reaktor oder durch
den vorbestimmten Zeitabstand, auch im automatischen Betrieb werden zwei, abwechselnd
eingeschaltete Erhitzer, verwendet, die in den Endteilen des Reaktors untergebracht
sind, und femer ist ein trennender Schirm zwischen den beiden Erhitzern vorhanden
oder der Erhitzer wird längs der Reaktorachse bewegt.
Dem System der Überführung und Nutzung der freigesetzten Wärme dienen
folgende Merkmale:
der Wärmetauscher des Primärkreislaufs, der in Form zweier koaxialen, hermetisch
durch Verschlüsse abgeschlossene Rohre ausgeführt ist, ist auf dem äußeren
Reaktorrohr angebracht und mit durchgehenden Stutzen versehen, die an dem Rohr mit
dem Wärmeträger, z. B. mit Wasser, angeschlossen sind;
der Wärmetauscher des Primärkreislaufs ist in Form eines Rohrs ausgeführt, das
an das innere Reaktorrohr anliegt, und mit durchgehenden Stutzen versehen, die an
dem Rohr mit dem Wärmeträger angeschlossen sind;
der Wärmetauscher des Primärkreislaufs ist mit einem schraubenförmigen Stromleiler
des Wärmeträgers ausgestattet und besteht aus Metall, z. B. aus Stahl oder Kupfer;
die Anlage ist mit einem Mechanismus zur Regelung und Richtungsänderung des
Stroms des Wärmeträgers im Wärmetauscher des Primärkreislaufs versehen, z. B. mit
einer Reversierpumpe oder einem Drehschieber mit einem elektromagnetischen Schalter;
der Wärmetauscher des Primärkreislaufs ist mit einer Trennwand in seiner Mitte
versehen, und jede seiner zwei Sektionen ist mit einem Stromteiler und durchgehenden
Stutzen ausgerüstet, mit der Möglichkeit einer unabhängigen Zufuhr des Wärmeträgers;
zwischen dem Reaktor und dem Wärmetauscher des Primärkreislaufs ist eine wärmeübertragende
Buchse angeordnet, die z. B. aus Stahl oder Kupfer besteht;
die anliegenden Oberflächen des Reaktors, der wärmeübertragenden Buchse und
des Wärmetauschers des Primärkreislaufs sind konisch ausgeführt und liegen mit einer
Vorspannung aneinander;
die wärmeübertragende Buchse ist hohl und die Höhlung ist zu 40 - 60 % des Hohlraums
mit Schüttmaterial mit hoher Wärmeleitung gefüllt , z. B. mit Kugeln aus Kupfer
oder Silber;
die hohle, wärmeübertragende Buchse ist aus einem unmagnetischen Material, z.
B. aus Kupfer oder Aluminium gefertigt und mit Elektromagneten ausgestattet, mit
der Möglichkeit ihrer abwechselnden Einschaltung, um das Schüttmaterial, das aus
ferromagnetischem Stoff, z. B. Stahlkugeln hergestellt ist, in Längsrichtung der
Buchse zu bewegen;
die Anlage ist mit einem System zur Veränderung des Winkels versehen, wobei
dieses System die Drehung des Reaktors und der wärmeübertragenden Buchse in einer
vertikalen Ebene bis zu 180° gewährleistet;
der Hohlraum der wärmeübertragenden Buchse ist evakuiert;
die wärmeisolierende Hülle der Anlage ist als hohles Vakuumzylindergehäuse gefertigt,
das den Reaktor, die Erhitzer und den Wärmetauscher des Primärkreislaufs umgibt,
und an den Stirnseiten des Reaktors ist ein Deckel aus Material mit niedriger Wärmeübertragung,
z. B. aus poriger Keramik, angeordnet.
Das Wesen der Vorschläge für das System zur Überführung und Ausnutzung
der freigesetzten Wärme wird unten erklärt.
Der Wärmeübertragner des Primärkreislaufs gewährleistet einen wirksamen
Austausch der freigesetzten Wärme durch einen unmittelbaren Kontakt mit dem Reaktor
oder durch eine wärmeübertragende Buchse, einen schraubenförmigen Stromleiler des
Wärmeträgers und der Veränderung der Stromrichtung des Wärmeträgers von der weniger
erwärmten Seite zur mehr erwärmten Seite.
Der Wärmetauscher kann mit einer Trennwand in zwei Teile geteilt sein.
Bei der Führung eines intensiveren Stroms des Wärmeträgers durch jenen Teil, der
den Reaktor abkühlt, wächst der Temperaturgradient im Reaktor, der unter Einschluss
eines der Erhitzer entwickelt ist.
Die wärmeübertragende Buchse ist so ausgebildet, dass ein in der Richtung
umkehrbarer längsläufiger Temperaturgradient im Reaktor erzielt wird. Dafür wird
in der Buchse, die aus einem nicht magnetischen Metall hohl hergestellt ist, ein
schüttfähiges ferromagnetisches Material untergebracht, z. B. aus Stahlkugeln. Bei
der Bewegung des schüttfähigen Materials mit Hilfe der abwechselnd eingeschalteten
Elektromagnete oder durch das Kippen der Buchse zusammen mit dem Reaktor zur Seite
des abgeschalteten Erhitzers werden die Bedingungen für die schnelle Abkühlung des
Arbeitsstoffs in diesem Teil des Reaktors geschaffen. Die andere Reaktorseite, die
vom Wärmetauscher durch einen Luftabstand von der hohlen Buchse isoliert ist (die
außerdem vorher evakuiert werden kann), wird schnell erhitzt und desorbiert
Deuterium. Nach einem Stopp bei einer bestimmten Temperatur, wobei die Temperatur
des dreiphasigen Gleichgewichts von zwei isostrukturellen Deuteriden mit der Gasphase
beim Arbeitsdruck in der heißen Zone des Reaktors übertritt, schaltet sich
der andere Erhitzer ein, und das schüttfähige Material wird zur entgegengesetzten
Seite der wärmeübertragenden Buchse versetzt.
Der Reaktor, die Erhitzer und der Wärmetauscher sind in einer wärmeisolierenden
Hülle eingeschlossen, die aus einem hohlen Vakuumzylindergehäuse und einem Deckel
aus poriger Keramik an den Stirnenden dieses Gehäuses besteht, wodurch ermöglicht
wird, die Verluste der Wärme und der Elektroenergie zu vermindern. Die Rohre mit
dem Wärmeträger werden auch zweckmäßigerweise mit einer wärmeisolierenden
Hülle abgedeckt.
Kurzfassung der Zeichnungen:
In den Fig. 1 und 2 sind Varianten der Anlage gezeigt, bei denen
die Erhitzer an den Endteilen des inneren Reaktorrohrs angeordnet sind und ein Wärmetauscher
auf dem Außenrohr des Reaktors angebracht ist.
In Fig. 3 ist eine Anlage gezeigt, in der die Erhitzer in den Endteilen
des Außenrohrs eines Reaktors liegen und der Wärmetauscher im inneren Rohr
des Reaktors liegt.
In Fig. 4 ist ein allgemeines Schema einer Einrichtung gezeigt, die die
Anlage gemäß der Erfindung und den Betrieb der Anlage gewährleistende Hilfssysteme
umfasst.
In Fig. 5 ist ein prinzipielles Schema des Messblocks eines Kalorimeters
mit den darin angeordneten Zellen gezeigt, in der die Messung der Freisetzung der
überschüssigen Wärme durchgeführt wurde.
In Fig. 6 ist die Abhängigkeit des Thermostroms, der vom Kalorimeter
registriert wird, von der Leistung des elektrischen Impulses gezeigt, wobei der
Impuls auf den Erhitzer für das Palladium-Hydrid gebracht wird.
In Fig. 7 ist die Abhängigkeit der Wärme, die vom Kalorimeter gemessen
wird, von der Wärme, die sich auf dem Erhitzer freisetzt, für die Zelle mit dem
Palladium-Hydrid gezeigt.
In Fig. 8 ist die Abhängigkeit des thermischen Stroms, der vom Kalorimeter
registriert wird, von der Leistung des elektrischen Impulses, der auf den Erhitzer
gegeben wird, für Palladium-Deuterid gezeigt.
In Fig. 9 ist die Abhängigkeit der Wärme, die vom Kalorimeter gemessen
wird, von der Wärme, die vom Erhitzer freigesetzt wird, für die Zelle mit Palladium-Deuterid
gezeigt.
Beispiele zur Verwirklichung der Erfindung
Die Anlage, die von der Gesamtheit der Merkmale charakterisiert wird,
die in Patentansprüchen der Erfindung wiedergegeben sind, kann in verschiedenen
konstruktiven Varianten gefertigt werden, von denen drei unten beschrieben und in
Fig. 1, 2, und 3 gezeigt werden.
In Fig.1 ist der Reaktor 1 als zwei koaxiale (gleichachsig
gelegene) Rohre ausgebildet, und zwar ein Innenrohr 2 und ein Außenrohr 3,
die fest mit Verschlüssen 4 und 5 verbunden sind. Der Querschnitt der Rohre kann
verschiedene Formen haben, aber am vorteilhaftesten sind für die Herstellung und
die Ausbeutung Rohre mit einem runden Querschnitt. Die Rohre und Verschlüsse sind
aus legiertem Stahl hergestellt, und ihre innere Oberfläche ist mit einem Stoff
ausgekleidet, bei dem die Geschwindigkeit der Diffusion geringer als in Stahl ist,
z. B. mit einer elektrolytisch abgelagerten Silberschicht und /oder einer silbernen
Buchse, die dicht an den Rohrwänden anliegt. Die Verschlüsse 4, 5 können als Enddeckel
ausgebildet sein, die mit den Stirnseiten der Rohre durch Schweißen oder Löten
fest verbunden sind, z. B. mit Lot, das Silber enthält und mit dem auch der Arbeitsraum
ausgekleidet ist.
Der Verschluss 4 ist mit einem durchgehenden Stutzen 6 mit Filter
7 ausgerüstet, der für die Verlustverhinderung der kleinen kristallinischen Teilchen
bei der Evakuierung vorgesehen ist, und ist durch eine Hochdruckrohrleitung 8 mit
einem System zur Messung und Regelung des Gasdrucks verbunden.
In dem einen Verschluss 5 in Fig. 1 gibt es Taschen 9 und 10, in denen
Thermomessgeber 11, 12, z. B. Thermoelemente angeordnet sind, wobei es möglich ist,
diese in Längsrichtung fortzubewegen.
Der Verschluss kann eine Schraubenverbindung mit dem Außenrohr
3 des Reaktors aufweisen (in Fig. nicht gezeigt). Eine hermetische Abdichtung wird
dabei durch eine Ringdichtung aus einem Metall, das unter Druck plastisch verformt
wird, z. B. Kupfer, erreicht. Das Innenrohr des Reaktors hat bei dieser Konstruktion
ein Sackende mit einer Stirnfläche. Der Verschluss dieses Typs wird in Autosklaven
verwendet und bietet einen Vorteil bei vielfachem Neuladen des Reaktors.
In den Reaktor wird der Arbeitsstoff 13 unterbracht; in seinem Deuterid
geschieht bei zyklischer Temperaturveränderung ein reversibler, isostruktureller
Phasenübergang mit sprungartiger Veränderung des Deuteriumgehalts, z. B. des Palladiums,
Vanadiums, Niobs oder der Selteneerdmetalle.
In den Endteilen des Reaktors liegen Erhitzer 14 und 15, mit der Möglichkeit
ihrer abwechselnden Einschaltung und Ausschaltung bei einer bestimmten Temperatur
im Reaktor oder durch einen vorbestimmten Zeitabstand, auch im automatischen Betrieb.
Die Erhitzer sind als Wiederstandsofen oder als Induktionserhitzer ausgebildet.
Zwischen den Erhitzern kann ein Schirm 16 aus einem Material mit niedriger Wärmeleitung,
z. B. aus poriger Keramik, angeordnet werden. Der Erhitzer kann mit einem System
für Fortbewegung längs des Innenrohrs des Reaktors versehen sein. Thermomessgeber
17 und 18, z. B. Thermoelemente, sind für die Temperaturregelung vorgesehen.
Eine wärmeübertragende Buchse 19 grenzt unmittelbar an das Außenrohr
3 des Reaktors an, was sich, z. B. durch einen Kegelsitz mit Anwendung eines Trockenschmierens,
z. B. aus Graphit oder Molybdän-Disulphid verwirklichen lässt. Die Buchse 19 kann
voll oder, wie in Fig. 1, hohl sein, dabei ist der Hohlraum zu 40 - 60 % mit einem
schüttfähigen Stoff 20 mit hoher Wärmeleitung gefüllt, z. B. mit Stahlkugeln. Bei
der Bewegung des schütffähigen Stoffs durch den Buchsenhohlraum kann eine schnelle
Wärmeableitung und eine Abkühlung des entsprechenden Reaktorteils erzielt werden.
Die hohle Buchse weist einen durchgehenden Stutzen 21 auf, über den der schüttfähige
Stoff geladen wird und die Evakuierung erfolgt.
An der äußeren Seite der Buchse 19 liegt ein Wärmetauscher 22
des Primärkreislaufs, der als zwei gleichachsig liegende fest verbundene Rohre 23
und 24 ausgebildet ist, die über durchgehende Stutzen 25, 26 versorgt werden und
mit den Rohren 27 und 28 mit dem kühlenden Wärmeträger 29 verbunden sind. Innerhalb
des Wärmetauschers 22 können schraubenförmige Stromteiler des Wärmeträgers angeordnet
sein (in Fig. 1 nicht gezeigt), wodurch eine effektive Erwärmung des Wärmeträgers
gewährleistet ist.
Für die Minderung des Wärmeverlusts ist die Anlage mit einer wärmeisolierenden
Hülle versehen. Die Hülle besteht aus Deckeln 30 und 31, die aus einem Stoff mit
niedriger Wärmeleitung, z. B. aus poriger Keramik bestehen; die Deckel liegen auf
den Stirnseiten des Reaktors und eines hohlen Gehäuses 32, das mit einem durchgehenden
Stutzen 33 versehen ist, der mit einem Schlauch 34 verbunden ist. Das hohle Gehäuse
liegt an der Außenoberfläche des Wärmetauschers 22 des Primärkreislaufs an.
In Fig. 2 ist eine Anlage dargestellt, in der die wärmeübertragende
Buchse fehlt, und der Wärmetauscher 22 des Primärkreislaufes (hergestellt aus zwei
koaxialen Rohren 23 und 24) ist unmittelbar auf einem Reaktor 1 aufgebaut und mit
einer Trennwand 35 versehen. Jede seiner zwei Sektionen weist durchgehende Stutzen
25, 251, 26, 261, auf die mit Rohren 27 und 28, in denen der
Wärmeträger 29 strömt, verbunden sind. In jeder Sektion sind Stromteiler für eine
effektive Abkühlung des Reaktors angeordnet (in Fig. nicht gezeigt). Die übrigen
Bauteile sind denen analog, die anhand der Fig. 1 beschrieben worden sind.
In Fig. 3 ist eine Anlage dargestellt, in der die Erhitzer
14 und 15, der Schirm 16 und die Thermomessgeber 17 und 18 des Systems zur Temperaturregelung
am Außenrohr 3 des Reaktors 1 angebracht sind. Der Wärmetauscher 22 des Primärkreislaufs
ist als Rohr ausgebildet, das mit durchgehenden Stutzen 25 und 26 versehen ist,
die mit Rohren 27 und 28, die den Wärmeträger 29 führen, verbunden sind. Im Reaktor
sind die Stromteiler eingesetzt (in Fig. nicht gezeigt). Die übrigen Bauteile sind
denen analog, die anhand der Fig. 1 beschrieben worden sind.
In Fig. 4 ist ein allgemeines Schema der Anlage gemäß
der Erfindung dargestellt, wobei die Anlage auch Hilfssysteme umfasst, die den Betrieb
der Anlage gewährleisten.
Das System zur Druckregulierung im Reaktor 1 besteht aus einer Vakuumpumpe
36, einem Vakuummesser 37, einer Quelle mit komprimiertem Deuterium 38, Druckmessern
39 und 40, einem Receiver 41, einem Probeentnehmen 42, einer Hochruck-Rohrleitung
43 und Ventilen 44, 45, 46, 47 und 48.
Das System zur Erwärmung und Temperaturregulierung enthält eine Stromquelle
49 für die Erhitzer (14, 15 in Fig. 1, 2 und 3), einen Leistungsmesser 50, einen
Temperaturregler 51 und einen Mehrkanal-Spannungssteller 52, die alle an die Thermomessgeber
angeschlossen sind (10, 11 in Fig. 1, 2 und 3).
Das System zur Fortleitung und Ausnutzung der freigesetzten Wärme
enthält den Wärmetauscher 22 des Primärkreislaufs, eine Hydraulikpumpe 53, einen
Mechanismus zur Regelung und Veränderung der Stromrichtung eines Wärmeträgers 54,
Rohre 55, 56, die den Wärmeträger führen, Mengenmesser 57, 58, einen Wärmetauscher
59 des Sekundärkreislaufs, eine Leitung für den ankommenden Flüssigkeitsstrom 60
(z. B. Wasser) und eine Leitung für die erwärmte Flüssigkeit 61.
Die Anlage arbeitet auf folgende Weise:
In den Reaktor 1 (Fig. 1, 2 und 3) wird der Arbeitsstoff in Form eines
feinen Kristallpulvers oder eines dünnen Films auf der Metallfolie eingebracht,
die auf das Innenrohr aufgewickelt ist. Die Verschlüsse 4, 5 werden fest geschlossen.
Für die Anlage, die in den Figuren 1, 2 und 3 dargestellt sind, wird an die Stirnseiten
des Innenrohrs und des Außenrohrs des Reaktors der Verschluss 4 als Deckel
mit dem durchgehenden Stutzen und der Verschluss 5 als Deckel mit den Taschen angeschweißt
oder mit einem Silberlot angelötet. Für die Anlage nach Anspruch 4 wird der Verschluss
mit einer Schraubenverbindung und einer Druckmutter angezogen, wobei die Kupferdichtung
verformt wird. Eine derartige Konstruktion des Verschlusses ist üblich, z. B. in
Autosklaven, und wird deshalb nicht extra abgebildet.
In den Stutzen 6 wird der Filter 7 zur Verhinderung der Verluste von
kleinen Pulverteilchen bei der Evakuierung eingebracht. Der Reaktor 1 wird durch
den Stutzen 6 mit dem System zur Messung und Regulierung des Gasdruckes verbunden,
und nach der Öffnung der Ventile 46 und 47 bei geschlossenen Ventilen 45 und 48
wird es mit der Vakuumpumpe 36 bis auf einen Druck entlüftet, der 1 Pa (10-2
mm Quecksilbersäule) nicht überschreitet. Der Druck wird vom Vakuummesser 40 gemessen
(Fig. 4). Nach der Schließung des Ventils 46 wird in den Reaktor aus der Quelle
38 oder aus einer anderen Quelle beim Öffnen des Ventils 44 in kleinen Portionen
dichtes Deuterium angeliefert, solange der Druck in der vorbestimmten Höhe konstant
bleibt. Das Ventil 47 wird danach geschlossen. Die Thermomessgeber 17 und 18 werden
an den Temperaturregler 51 und die Thermomessgeber 10 und 11 werden an den Spannungsteiler
52 angeschaltet (Fig. 4).
Der Wärmetauscher 22 des Primärkreislaufs wird mit den Rohren 27 und
28 verbunden, die den Wärmeträger 29, z. B. Wasser, führen und mit dem Wärmetauscher
59 des Sekundärkreislaufs verbunden sind (Fig.4).
Der schüttfähige Stoff 20 mit hoher Wärmeleitung (z. B. Stahlkugellager)
wird in eine Hälfte der wärmeübertragenden Buchse 19 geschüttet, z. B. durch Kippen
nach rechts unten bezüglich der Horizontalebene oder durch Einschaltung des rechten
Elektromagnets (in Fig. nicht gezeigt). Für die Anlage in Fig. 2 wird mit dem Regulierungsgerät
(54 in Fig. 4) der Hauptstrom des Wärmeträgers durch den rechten Teil des Wärmetauschers
22 durchgeleitet, wobei in seinem linken Teil ein kleiner Durchlass zur Vermeidung
der Dampfansammlung gelassen wird.
Der elektrische Strom wird anfangs auf einen der Erhitzer geleitet.
Mit dem Regler 51 wird die Temperatur des Erhitzers bis auf eine Höhe eingestellt,
die nicht die Temperatur des dreiphasigen Gleichgewichts von zwei Deuteriden des
gewählten Arbeitsstoffs mit gasförmigem Deuterium bei einem im Reaktor erzeugten
und vom Manometer 40 angezeigten Druck (Fig.4) übersteigt. Der Wert dieser Temperatur
wird nach dem aus (2) bekannten Diagramm bestimmt. Deuteridzusammensetzung, Temperatur,
Druck des gasförmigen Deuteriums für den verwendeten Arbeitsstoff (siehe das Patent
(2)).
Nach einer Dauer über der Linie des genannten dreiphasigen Gleichgewichts (101
- 103 Sekunden, von der Schichtdicke des Arbeitsstoffs abhängig) wird
der Erhitzer 15 eingeschaltet und gleichzeitig der Erhitzer 14 abgeschaltet. Der
schüttfähige Stoff 20 wird in die linke Hälfte der wärmeübertragenden Buchse 19
(Fig. 1) verbracht, und in der Anlage in Fig. 2 wird der intensivere Strom des Wärmeträgers
zur linken Hälfte des Wärmetauschers 22 mit gleichzeitiger Verminderung des Stroms
durch seine rechte Hälfte gerichtet.
In der Anlage der Figuren 1 und 3 ist das System zur Fortleitung und
Ausnutzung der Wärme im Vergleich zu der gezeigten in Fig. 4 vereinfacht, und bei
der Umschaltung des Erhitzers mit Hilfe des Regulierungsmechanismus (54 in Fig.
4) wird der Strom des Wärmeträgers zum Wärmetauscher des Primärkreislaufs von der
Seite, an der der Erhitzer abgeschaltet ist, geleitet, so dass Bedingungen für eine
schnellere Wärmeableitung vom gekühlten Reaktorteil erzeugt werden.
Der beschriebene Zyklus wird vielfach im Laufe der ganzen Arbeitszeit
der Anlage wiederholt. Die freigesetzte Wärme wird vom Wärmeträger aufgenommen und
zum Wärmetauscher des Sekundärkreislaufs (59 in Fig. 4) geleitet, in dem die Wärme
z. B. für die Wassererwärmung in einer Heizleitung verwendet werden kann.
Das im Laufe des langen Betriebs gestaute Gas, das Helium und Tritium
enthält, kann in den Probenehmer 42 durch Öffnung der Ventile 47 und 48 bei geschlossenen
Ventilen 45 und 46 (Fig. 4) gesammelt und dann in andere Behälter umgepumpt und
vom Deuterium abgetrennt werden.
Beispiele der Messung der überschüssigen Wärme in einer Modellanlage
Für die Messung der überschüssigen Wärme in der Anlage mit der Nutzung
von Palladium-Deuterid als Arbeitsstoff, wurde eine spezielle Methodik zum Vergleich
der thermischen Effekte bei der Sorption bzw. Desorption des Hydroagens in Palladium
auf einem Standard-Abtastkalorimeter "SETARAM DSK-111" entwickelt.
In Anbetracht dessen, dass die Abmessungen der Arbeitskanäle des Kalorimeters
(Länge = 140 mm, Durchmesser = 8 mm) klein sind und es technisch schwer ist, darin
eine genaue Kopie des Reaktors gemäß der Erfindung darzustellen, wurden Versuche
auf einer Modellanlage, an einer Modellampulle, an deren Endteilen die Erhitzer
mit der Möglichkeit ihrer abwechselnden Einschaltung angeordnet sind, durchgeführt.
Eine solche Konstruktion ermöglicht, die Richtung nach umkehrbaren Temperaturgradienten
im Arbeitsstoff zu schaffen und gleichzeitig die Deuteriumdesorption am aufgewärmten
Ampullenende und die Sorption an ihrem anderen Ende, an dem der Erhitzer abgeschaltet
ist, zu verwirklichen. Als Wärmetauscher des Primärkreislaufs wirkt der Messblock
des Kalorimeters. In dieser Weise werden an diesem Modell die physischchemischen
Prozesse, die in der Anlage gemäß der Erfindung erfolgen, vollständig wiedergegeben.
Im Folgenden wird die Methodik der Versuche beschrieben.
Die abgedichtete Stahlampulle mit dem Arbeitsstoff mit einer Gesamtlänge
von 80 mm und einem Durchmesser von 7,6 mm wird in den Messkanal des Kalorimeters
gelegt; die analoge Ampulle mit dem nach der Masse etwa gleichen Pulver aus feinkörnigem
Palladium und mit etwas größerer Wärmekapazität wird in einen vergleichenden
Kanal gleichmäßig eingebracht.
In Fig. 5 ist das Messblockschema des Kalorimeters gezeigt,
in dem
1. eine Vergleichszelle
2. eine Zelle mit Stoff
3. die Erhitzer an den Endseiten der Zelle
4. ein Kalorimetergeber (von Batterien der Thermoelemente)
5. ein Registrierblock der Kalorimeters und
6. eine Stromquelle für Erhitzer
bedeuten.
Es wird das Erhitzen der linken Erhitzer 3 der Zellen gezeigt.
Das feinkörnige Palladium wurde durch Reduktion der Lösung von PdCl2
mit Natriumformiat Na(HCOO)2H2O vorbereitet. Die Messungen
auf einem elektronischen Abtastmikroskop JSM-35 haben gezeigt, dass die Größen
der Pd-Teile 100 - 800 nm betragen, wobei mehr als 70 % von ihnen 300 - 500 nm groß
und der Form nach isometrisch waren.
Das Palladium-Deuterid β-PdDx wurde durch Sättigung
der Palladiumfolie, 5 mkm dick (die Reinheit 99,9 %) bei der Elektrolyse des Schwerwassers
(99,9 % D2O), das 0,1 MLiOH (anlaysenreines Reagens) enthielt, bei einer
Stromdichte von ∼50 mA/cm2 im Laufe von 70 - 100 Stunden gewonnen.
Die Vollständigkeit des Übergangs in die β-Phase und die Zusammensetzung der
letzten wurde mit der Gewichtmethode und röntgenographisch mit einem Diffraktometer
DRON-3 überwacht. Die Zusammensetzung des gewonnenen Deuterids entsprach PdD0.60±0.01.Wegen
der Nutzung von Lithium-Hydroxyd als kleine Beimischung tritt ein leichtes Isotop
des Hydrogens mit dem Verhältnis H/D ∼ 1:300 auf. Analog wurde das Palladium-Hydrid
vorbereitet, aber mit der Verwendung von doppelt abgetriebenen H2O.
In die Messampulle wurden die dem Gewicht nach gleichen Mengen der
Folie des Palladium-Deuterides (oder -Hydrides) ∼0,3g und des feinkörnigen Palladiums
∼0,3g eingegeben. Die Ampulle wurde abdedichtet und bei 650 K für eine Dauer
von 30 Minuten belassen und dann während einer Dauer von 100 Minuten gekühlt. Dabei
verlief die Desorption der Hydrogenisotope aus der Folie, und bei der Abkühlung
verlief die Sorption auf feinkörnigem Palladium, das eine bedeutend große
Oberfläche und Aktivität zur Sorption der Hydrogenisotope hat. Das Fehlen der Verluste
von gasförmigen Hydrogenisotopen wurde mit der Gewichtmethode überwacht. Die Differentialkurve,
die auf dem Kalorimeter gemessen wurde, hat gezeigt, dass die Sorption bzw. Desorption
der Hydrogenisotope im Temperaturbereich 450 - 500 K verlief.
In den Taschen an den Ampullenden wurde ein Erhitzer aus Platindraht
mit ungefähr dem gleichen Widerstand von ∼2,7 Ohm eingesetzt. Auf die rechten
und linken Ampullenerhitzer wurde eine Stromspeisung vom Konstantleistungsgenerator
gepulst gegeben. Die vom Erhitzer freigesetzte Ohmsche Wärme wurde nach den Angaben
des Voltmeters und des Amperemeters berechnet. Vor dem Anfang der Messungen wurden
die Ampullen in den Kanälen einzeln so zentriert, dass die Thermoströme von gleichen
elektrischen Impulsen der linken und rechten Erhitzer gleich waren. Bei der konstanten
Temperatur und ausgeschalteten Ampullenerhitzem ist das Kalorimetersignal konstant.
Wenn die Messungen bei der erhöhten Temperatur durchgeführt wurden, sind die Temperaturen
im Zentrum und an den Enden des Kanals, demnach auch der Ampulle, verschieden.
Der vom Kalorimeter gemessene Thermostrom bildete nur einen Teil des
elektrischen Impulses zusammen: W = I • V • α, wobei I die Stromkraft,
V die Spannung und α den Kalibrierkoeffizient bedeuten, der wie eine Funktion
des Abstands zwischen dem Ampullenerhitzer und dem Kalorimeterdetektor gemessen
wurde.
Nach der Mittlung beider Ampullen, wurden ihre Erhitzer eingeschaltet.
Bei der Stromeinschaltung maß das Kalorimeter den Signalunterschied zwischen
den Mess- und Vergleichampullen. Die Messungen wurden bei einer bestimmten Anfangstemperatur
auf folgende Weise durchgeführt. Bei konstantem Anfangsthermostrom wurden die Erhitzer
für die Dauer von 300 Sekunden eingeschaltet. In der hundertsten und in der zweihundertsten
Sekunde wurde der Strom und die Spannung gemessen, nach denen der thermische Impuls
ausgelegt wurde. Nach 300 Sekunden wurden die Erhitzer ausgeschaltet. Der thermische
Strom kehrte in den Ausgangszustand während einer Dauer von 250 - 400 Sekunden (je
nach der Impulsleistung) zurück. Dann wurden die Erhitzer auf der anderen Ampullenseite
eingeschaltet, und das Verfahren wurde wiederholt. Nachdem der Strom wieder in den
Ausgangszustand zurückkehrte, begann ein neuer Zyklus durch Ausschaltung der Erhitzer,
aber die Spannung wurde um 50 % erhöht. Acht Serien der Versuche wurden durchgeführt
(Tabelle 1).
In Fig.6 ist die Abhängigkeit des Signals gezeigt, das vom
Kalorimeter registriert ist, für die Ampulle mit dem Palladium-Hydrid und der Impulsleistung,
die auf die Erhitzer für die Serie 5 in den Versuchen 1 - 10 gegeben wird:
1 = 0,13 Watt; 2 = 0,28 Watt; 3 = 0,64 Watt; 4 = 1,30 Watt; 5
= 2,3 Watt; 6 = 3,2 Watt; 7 = 4,3 Watt; 8 = 7,1 Watt; 9 = 8,8 Watt; 10 = 10,2 Watt.
Wie zu ersehen ist, bewahrte das Signal seine Form und wuchs praktisch
linear bei der Leistungsvergrößerung des Impulses (Fig. 6 und 7). Eine
ähnliche lineare Abhängigkeit des Signals von der Größe der zugeführten Leistung
des elektrischen Impulses der Erhitzer wurde in den Serien 4, 6-8 beobachtet.
Ein ganz anderer Charakter der Abhängigkeit war bei der Verwendung
des Palladium-Deuterids vorhanden. Als Beispiel werden die Ergebnisse der Serie
2 angeführt. In Fig. 8 ist die Abhängigkeit des Signals, das vom Kalorimeter
registriert wird, von der Leistung des Elektroimpulses, der auf die Erhitzer in
den Versuchen 1-8 gegeben wurde, gezeigt:
1 = 0,37 Watt; 2 = 1,33 Watt; 3 = 2,62 Watt; 4 = 4,5 Watt; 5
= 5,5 Watt; 6 = 6,5 Watt; 7 = 8,9 Watt; 8 = 11,6 Watt;
Bei der Leistungsvergrößerung des Elektroimpulses bis 3 Watt
wuchs das gemessene Signal, aber bei der weiteren Leistungsvergrößerung verringerte
sich das Signal und wechselte sogar das Vorzeichen. Die Abhängigkeit des Signals,
das vom Kalorimeter registriert wurde, von der Leistung des Elektroimpulses, der
auf die Erhitzer in den Versuchen 1-8 gegeben wurde, ist in Fig. 9 gezeigt.
Die anomale Abhängigkeit der Signalgröße vom zugeführten Impuls wurde auf
der Ampulle mit demselben Muster nach 2 Monaten und in den Versuchen mit einer Temperatur
von 440 K und 520 K festgestellt.
Die erhaltenen Ergebnisse bezeugen, dass bei der Sorption bzw. Desorption
des Deuteriums in feinkörniges Palladium überschüssige Energie freigesetzt wird,
während in ähnlichen Versuchen mit gewöhnlichem Hydrogen keine anomalen Effekte
innerhalb der Messungsabweichung entdeckt wurden. Die Bedingungen für die Durchführung
der Versuche sind: die hermetische Abdichtung der Ampulle mit den darin enthaltenen
Arbeitsstoffen, Bewahrung der Ampullenmasse gemäß den Versuchen, die Gleichartigkeit
der Bedingungen bei Durchführung der Messungen bei der Verwendung von Deuterid und
von Palladium-Hydrid lassen nicht den erhaltenen Unterschied mit chemischen Gründen
oder mit der verschiedenen Geschwindigkeit der Diffusion D und H in Palladium erklären.
Die Quelle der überschüssigen Wärme ist die Kernreaktion der Deuteriumatome mit
der Bildung von Helium, mit der Überführung der gewonnenen Energie zum kristallförmigen
Pallaium-Deuterid: D + D → 4He + Q. Die Wahrscheinlichkeit der Interaktion
zu anderen Kanälen: D + D → T + p und D + D → He + n ist bedeutend (um
einige Größenordnungen) geringer. Der Mechanismus der Energieaufnahme der
Kernfusion mit der Kristallstruktur und die Gründe für den großen Wahrscheinlichkeitsunterschied
der Reaktion D + D wurden nach verschiedenen Kanälen im kondensierten Zustand bei
Niederenergien und in den Beschleunigern bei Hochenergien vielfach in der Literatur
besprochen (s. Übersicht in (3,5)). In diesem Vordruck sind die Hinweise auf Arbeiten
angebracht, die von der Freisetzung der überschüssigen Energie in Palladium-Deuterid
und auf seiner Oberfläche in elektrochemischen und anderen Prozessen und von Beweisen
der gleichzeitigen Heliumansammlung zeugen. Diese experimentalen Ergebnisse bestätigen,
dass die Freisetzung der Energie durch die Kernprozesse bedingt ist.
Die maximale Freisetzung der überschüssigen Energie, die festgestellt
wurde, wird zu 10 Joule bewertet, wobei dieser Wert unter Berücksichtigung der Versuchsbedingungen
(die Masse Pd = 0,3 g, t = 300 sek. und Koeffizient α ≈ 0,1) ∼ 1 Watt/g
des Palladiumdeuterids entspricht. Dieser Wert der Betragreihenfolge nach entspricht
den früheren theoretischen Einschätzungen der Geschwindigkeit der Kernreaktoren
im Palladium-Deuterid (3), (4).
Bei der Verwendung von feinkörnigem Kristallpulver mit einer Größe
der Teilchen von 1 - 5 nm und bei der Geschwindigkeitsvergrößerung der Erwärmung
und Abkühlung bis Sekundenzehnern kann die Energieerzeugung laut der theoretischen
Einschätzung mindestens auf zwei Reihen, d. h. nicht weniger als bis zu 100 Watt
auf 1 g Palladiums, vergrößert werden. Auf diese Weise kann im Reaktor mit
dem Volumen 1 Liter (1 dm3) und mit der Masse aus feinkörnigem Palladium
von ∼ 1 Kilo eine erzeugende Leistung bis zu einigen Kilowattzehnern erreicht
werden.
Industrielle Verwendbarkeit
Die Verwendung der Anlage gemäß der Erfindung kann vielfältig
sein.
Am einfachsten ist die Wassererwärmung zur Beheizung von Einzelhäusern, Treibhäusern,
Schwimmbädern zu verwirklichen, d. h. dort, wo die Temperaturen unter 100°C ausreichen.
Es ist auch möglich, eine Fernheizung von Siedlungen, Stadtbezirken von Stationen,
die eine Serie solcher Anlagen einschließen, zu verwirklichen. Die Kosten
der Elektroenergie für die Wassererwärmung werden dabei wesentlich herabgesetzt.
Im Unterschied zu den elektrochemischen Zellen ermöglicht die Anlage
gemäß der Erfindung, den Wärmeträger bis auf Temperaturen von einigen hundert
Celsiusgraden zu erwärmen, wodurch die prinzipielle Möglichkeit gegeben ist, Elektroenergie
mit den bekannten Methoden zu produzieren, z. B. durch Verwendung eines Dampferzeugers,
einer Turbine und eines elektrischen Generators. Auch direkte Methoden für die Transformation
der thermischen Energie in elektrische Energie können verwendet werden. Die Anwendungsmöglichkeiten
der Anlage für industrielle Zwecke werden bedeutend vergrößert.
Die Anlage ist betriebssicher, da die Deuteriumshauptmasse im verbundenen
Zustand als Deuteride auftritt und der Arbeitsdruck bei kleinem Volumen von gasartigem
Deuterium nur ein wenig den Luftdruck übertrifft. Da die Ausgangsstoffe (Deuterium)
und die Endprodukte (Helium) nicht radioaktiv sind, ist die Anlage auch in ökologischer
Beziehung nicht nur bei der gewöhnlichen Ausbeutung, sondern sogar bei der Notzerstörung
sicher.
Die Anwendung der Kernreaktionen der Fusion ermöglicht, für die Energieerzeugung
praktisch unendliche Deuteriumsvorräte im Naturwasser zu verwenden. Bekanntlich
ist 1 Liter gewöhnlichen Wassers nach der Energieausbeute darin enthaltenden Deuteriums
bei der Kernreaktion der Energie gleichwertig, die bei der Verbrennung von mehr
als 300 Liter Erdöls freigesetzt wird. Die Technologie der Teilung der Isotope des
Hydrogens ist bekannt; die Gewinnung des Schwerwassers und gasförmigen Deuteriums
bringt keine wesentliche Beiträge zum Preis der erhaltenen Energie; der Preis wird
dabei wesentlich niedriger als bei Energieherstellung mit traditionellen Methoden
sein.
Literaturverzeichnis
1. International Paten Application PCT/RU 93/00174, A1,
G21B 1/00, G21 G 4/02, puplication number WO 094/03902, 1994.
2. Patent of Russian Federation RU of Nº 2056656, C1, kl G21G
4/02, G21B 1/00, Priorität 03.08.1992, veröffentlicht 20.03.1996, Bull. 8, Teil
2, Seite 267.
3. V. A. Kirkinskii, Yu. A. Novikov. Theoretical simulation of a cold nuclear
fusion, Preprint. Novosibirsk, 48 p (1998) (in Russian).
4. V. A. Kirkinskii, Yu. A. Novikov, Europhysics Letters. 1999. V. 46, N. 4,
p. 448 - 453.
5. V. A. Kirkinskii, Yu. A. Novikov. Theoretical modelling of cold fusion. Novosibirsk:
Novosibirsk State University, 2002, 105 p.
Anspruch[de]
Anlage zur Energieerzeugung, die einen hermetisch abschließbaren Reaktor
mit Arbeitsstoff, der zu reversiblen, isostrukturellen Phasenumwandlungen mit Veränderung
des Deuteriumgehalts geeignet ist, ein Mess- und Regelungssystem für den Gasdruck,
ein System zur Erwärmung und Temperaturregelung und ein System zur Überführung und
Nutzung der freigesetzten Wärme aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Reaktor mit dem Arbeitsstoff in Form von gleichachsig angebrachten
Rohren ausgebildet ist, die mit Verschlüssen versehen sind, die den Arbeitsraum
mit dem darin befindlichen Arbeitsstoff hermetisch abschließen, dass Wärmeerhitzer
und Thermozellen des Systems zur Erwärmung und Temperaturregelung an den Endteilen
der Reaktorrohre außerhalb des Arbeitsraumes untergebracht sind, mit der Möglichkeit
der Schaffung eines umkehrbaren längsläufigen Temperaturgradienten im Reaktor, und
dass das System zur Überführung und Nutzung der freigesetzten Wärme einen Wärmetauscher
des Primärkreislaufs, aufgestellt an der Seite des Reaktors radial gegenüber den
Wärmeerhitzern und angeschlossen an die Rohre mit dem Wärmeträger, eine hydraulische
Pumpe, einen Wärmetauscher des Sekundärkreislaufs und eine wärmeisolierende Hülle
aufweist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenfläche der aus legiertem Stahl hergestellten Reaktorrohre mit
einem gegen das Eindringen von Wasserstoff beständigen Belag, z. B. einer elektrolytisch
aufgetragenen Schicht aus Silber und/oder an den Rohren anliegenden Silberbuchsen
ausgekleidet ist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Reaktorrohrverschlüsse die Reaktorrohre fest zusammenfügen und mit
Zusatzräumen für die Einführung von Thermoelementen in den Arbeitsraum und auch
mit durchgehenden Stutzen für die Wiederbeladung mit Arbeitsstoff und für die Verbindung
mit dem Mess und Regelsystem für den Gasdruck versehen sind.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Innenrohr des Reaktors mit einer Stirnfläche eines Sackendes versehen
ist und der Verschluss mit einer Dichtung und durchgehenden Verschlussplatte über
ein Gewinde mit dem äußeren Rohr des Reaktors festgeschraubt ist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf das innere Rohr des Reaktors eine vielschichtige Metallfolie aufgewickelt
ist, z. B. aus Kupfer oder Silber, auf die der Arbeitsstoff in Form eines Films
der Stärke von 1 nm bis zu 100 nm aufgetragen ist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Arbeitsstoff auf porigem Material, z. B. Aluminiumoxid oder Silikagel,
aufgetragen ist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Arbeitsstoff elementare Metalle oder Intermetallide verwendet werden,
deren Deuteride sich zu reversiblen, isostrukturellen Phasenumwandlungen mit Veränderung
des Deuteriumgehalts bei einer Temperatur über 350 K und einem Druck unter 100 MPa
eignen, z. B. Palladium, Vanadium, Niob, Elemente der seltenen Erden und intermetallische
Verbindungen TiFe, TiMn1.5, LaNi5, LaCo5, ausgebildet
in Form von feinem Kristallpulver mit linearen Querschnittabmessungen der Teilchen
von 10-12 m bis 10-9 m.
Anlage nach Anspruch 1 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der pulverförmige Arbeitsstoff mit porigem Material vermischt ist, z.
B. mit dem Pulver von aktivierter Kohle, mit einem Volumengehalt des Arbeitsstoffs
von 10 % bis 90 %.
Anlage nach einem der Ansprüche 1, 5, 6, 7, 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass einige Schichten des Arbeitsstoffs, z. B. Elemente der seltenen Erden,
im Reaktor so platziert sind, dass die Temperaturen des Dreiphasengleichgewichts
ihrer isostrukturellen Deuteriden zusammen mit der Gasphase bei gleichem Druck dem
radialen Temperaturgradienten im Reaktor im Betriebszustand entsprechen.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erhitzer, ausgeführt als Widerstandsheizungen oder als Induktionsheizungen
an den Endteilen des inneren Reaktorrohrs angeordnet sind, mit der Möglichkeit ihrer
abwechselnden Einschaltung.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erhitzer auf den Endteilen des äußeren Reaktorrohrs angeordnet
sind, mit der Möglichkeit ihrer abwechselnden Einschaltung.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erhitzer durch einen Schirm aus Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit,
z. B. poriger Keramik, getrennt sind.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Erhitzer mit einem System für die Fortbewegung längs der Längsachse
des Reaktors ausgestattet ist.
Anlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher des Primärkreislaufs, ausgeführt in Form zweier gleichachsiger,
hermetisch durch Verschlüsse abgeschlossener Rohre, auf dem äußeren Reaktorrohr
angeordnet und mit durchgehenden Stutzen versehen ist, die an die Rohre angeschlossen
sind, die die Wärmeträger, z. B. Wasser, führen.
Anlage nach Anspruch 1 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher des Primärkreislaufs in Form eines Rohrs ausgeführt
ist, das an das innere Reaktorrohr anliegt und mit durchgehenden Stutzen versehen
ist, die an die den Wärmeträger führenden Rohre angeschlossen sind.
Anlage nach einem der Ansprüche 1, 14, 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher des Primärkreislaufs mit einem schraubenförmigen Stromteiler
des Wärmeträgers ausgestattet ist, wobei der Stromteiler aus Metall, z. B. aus Stahl
oder Kupfer, besteht.
Anlage nach einem der Ansprüche 1, 14, 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie mit einem Mechanismus zur Regelung und Veränderung der Stromrichtung
des Wärmeträgers im Wärmetauscher des Primärkreislaufs versehen ist, z. B. mit einer
umsteuerbaren, hydraulischen Pumpe oder einem Drehschieber mit elektromagnetischem
Schalter.
Anlage nach einem der Ansprüche 1, 14, 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmetauscher des Primärkreislaufs in seiner Mitte mit einer Trennwand
versehen ist und jede seiner zwei Sektionen mit einem Stromteiler und durchgehenden
Stutzen versehen ist, mit der Möglichkeit einer unabhängigen Zufuhr des Wärmeträgers.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Reaktor und dem Wärmetauscher des Primärkreislaufs eine wärmeübertragende
Buchse angeordnet ist, die z. B. aus Stahl oder Kupfer besteht.
Anlage nach Anspruch 1 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass anliegende Oberflächen des Reaktors, der wärmeübertragenden Buchse und
des Wärmetauschers des Primärkreislaufs konisch ausgeführt sind und unter Spannung
aneinander liegen.
Anlage nach einem der Ansprüche 1, 19, 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wärmeübertragende Buchse hohl ist und zu 40 - 60 % des Hohlraums mit
Schüttmaterial hoher Leitfähigkeit ausgefüllt ist, z. B. mit Kugeln aus Kupfer oder
Silber.
Anlage nach einem der Ansprüche 1 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass die hohle wärmeübertragende Buchse aus nichtmagnetischem Material, z.
B. Kupfer oder Aluminium, besteht und mit einem Elektromagneten versehen ist, mit
der Möglichkeit, bei ihrer abwechselnden Einschaltung das Schüttmaterial, hergestellt
aus ferromagnetischem Material, z. B. Stahlkugeln, in Längsrichtung der Buchse zu
bewegen.
Anlage nach einem der Ansprüche 1 oder 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie mit einem System zur Änderung des Winkels versehen ist, der die Drehung
des Reaktors und der wärmeübertragenden Buchse in vertikaler Ebene bis zu einem
Winkel von 180° gewährleistet.
Anlage nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Hohlraum der wärmeübertragenden Buchse evakuiert ist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wärmeisolierende Hülle in Form eines hohlen evakuierten Zylindergehäuses
angefertigt ist, der den Reaktor, die Erhitzer und den Wärmetauscher des Primärkreislaufs
umgibt, und and den Stirnflächen des Reaktors angeordnete Deckel aus Material mit
niedriger Wärmeleitfähigkeit, z. B. poriger Keramik aufweist.
Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Reaktor eine akustische Verbindung mit einem Ultraschallgenerator
hat.