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Dokumentenidentifikation DE10126359B4 22.07.2004
Titel Kolben für einen Verbrennungsmotor
Anmelder Federal-Mogul Nürnberg GmbH, 90441 Nürnberg, DE
Erfinder Linz, Roland, 90471 Nürnberg, DE;
Arnold, Roland, 90453 Nürnberg, DE
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Anmeldedatum 30.05.2001
DE-Aktenzeichen 10126359
Offenlegungstag 02.01.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse F02F 3/20
IPC-Nebenklasse F02F 3/22   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kolben für einen Verbrennungsmotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Die in Verbrennungsmotoren eingesetzten Kolben unterliegen einer hohen Wärmebelastung infolge der Verbrennungen, die in dem Verbrennungsraum, der unter anderem durch den Kolben begrenzt wird, stattfinden. Durch geeignete Maßnahmen wird dafür Sorge getragen, dass die Kolben gekühlt werden.

Stand der Technik

Insbesondere bei den Kolben von hochbelasteten Verbrennungsmotoren ist es zur Kühlung der Kolben bekannt, diese von ihrer Unterseite her mit Kühlöl zu beaufschlagen. Ferner sind im Stand der Technik Kühlkanäle bekannt, die in dem Kolben in verschiedensten Formen im Bereich des Kolbenbodens, also möglichst nahe an dem besonders hoch belasteten, oberen Bereich, ausgebildet sein können.

Ein Kolben nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der DE 196 18 625 C1 bekannt. Dieser Kolben weist einen Kühlkanal auf, der insofern diffusorförmig gestaltet ist, als sich sein Querschnitt ausgehend von dem Öleinlass zu dem Ölauslass erweitert. Hierdurch soll eine ungehinderte Abströmung des Kühlöles gewährleistet und eine gute Kühlwirkung erreicht werden. Zu diesem Zweck sind ferner Turbulenzkanten und/oder Querschnittssprünge vorgesehen.

Auch die JP 56-124650 A beschreibt einen Kolben mit einem Kühlkanal, der sich von dem Ein- zu dem Auslass erweiternd ausgebildet ist.

Die DE 197 36 135 C1 offenbart einen flüssigkeitsgekühlten Kolben mit einem Kühlkanal, der mit zwei getrennten Schenkeln ausgehend von einem Einlass, der in einem radialen Randbereich vorhanden ist, bis zur Mitte schräg nach oben und anschließend bis zu dem gegenüberliegenden Auslass schräg nach unten verläuft.

Aus der DE 100 81 224 T1 geht ein Kolben mit einem ringförmigen Kühlkanal hervor, der zur Vergrößerung der Fläche, die zur Wärmeübertragung genutzt werden kann, mit zahlreichen lokalen Erweiterungen versehen sein kann. Diese Erweiterungen sind unter Ausbildung von Kanten und damit unstetig an den Kühlkanal angebunden. und vergleichsweise tief, so dass ein Kühlmittel im Rahmen der Bewegung des Kolbens dazu neigt, im Bereich der Erweiterungen zu verbleiben.

Schließlich beschreibt die DE 198 10 937 C1 einen Kolben für einen Verbrennungsmotor mit schräg angeordneten Zylindern, der einen Kühlkanal mit Mulden und Rampen aufweist, wobei gemäß der Schrägstellung des Kolbens der Öleinlass oben angeordnet sein soll.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kolben mit einem Kühlkanal zu schaffen, der derart gestaltet ist, dass die erreichbare Kühlwirkung optimiert wird, wobei die Ausgestaltung des Kühlkanals möglichst einfach sein soll.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch den Kolben gemäß Anspruch 1.

Demzufolge weist der erfindungsgemäße Kolben zumindest einen Kühlkanal auf, der zumindest einen Einlass und zumindest einen Auslass besitzt. Der erfindungsgemäße Kolben zeichnet sich dadurch aus, dass der Kühlkanal bezüglich des Kolbenbodens ausgehend von dem Einlass zumindest geringfügig und zumindest abschnittsweise nach unten geneigt ausgebildet ist. Hierbei bleibt der Querschnitt des Kühlkanals bevorzugt über seinen Verlauf weitgehend gleich, so dass der Kühlkanal des Kolbens gemäß der Erfindung nicht mit dem bekannten Kühlkanal vergleichbar ist, der sich diffusorartig erweitert. Die Begrenzung des Kühlkanals ist an nur einer Seite, bevorzugt an der Oberseite wellenförmig gestaltet, so dass sieh lokale Querschnittserweiterungen ergeben. Hierdurch kann der vorteilhafte Wärmeübergang infolge einer wellenförmigen Gestaltung und einer dadurch vergrößerten Wärmeübergangsfläche genutzt werden, ohne dass der Kühlkanal insgesamt über seinen Verlauf vom Ein- zum Auslass erweiternd gestaltet ist. Vielmehr ergeben sich lediglich lokale Erweiterungen, die jedoch nicht mit einem Diffusor zu verwechseln sind. Der sichere Verbleib des Öles und das sichere Nachströmen von frischem, kühlem Öl können dadurch gewährleistet werden, dass die Achse des Kühlkanals, die in der Mitte des Kühlkanals parallel zu den verbleibenden, geraden Innenwänden des Kühlkanals verläuft, geneigt ausgerichtet ist.

Insbesondere sind in dem Kühlkanal des erfindungsgemäßen Kolbens lokale Erweiterungen des Querschnitts vorgesehen, da die Begrenzungen des Kühlkanals wellenförmig, insbesondere mehrfach wellenförmig ausgebildet sein können, wie nachfolgend noch genauer erläutert wird. Die beispielsweise im Bereich der ("von dem verbleibenden Material aus gesehen") ausgebildeten Wellentäler vorhandenen Erweiterungen sind jedoch nicht mit einer Erweiterung in Form eines Diffusors vergleichbar, da sie lediglich lokal vorgesehen sind, und auf eine derartige Erweiterung eine lokale Verengung durch den nachfolgenden Wellenberg ausgebildet ist.

Dementsprechend kommt es gemäß der Erfindung nicht auf die Begünstigung der Strömung durch Ausbildung einer sich von dem Ein- zu dem Auslass insgesamt erweiternden Querschnittsgestaltung an. Vielmehr liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass durch die Art und Weise, wie der Kühlkanal eines Kolbens mit Öl befüllt wird, und welche Kräfte und Beschleunigungen hierauf wirken, nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich hier eine Strömung ausbildet, für welche die Kontinuitätsgleichung angewendet werden kann. Dementsprechend wurde im Rahmen der Entwicklungsarbeit, die zu dem erfindungsgemäßen Kolben geführt hat, festgestellt, dass mit einem sich diffusorartig erweiternden Kühlkanal nicht immer ein zufriedenstellender Kühlmittelfluss und dementsprechend eine gute Kühlwirkung erreicht werden kann.

Durch die erfindungsgemäße Maßnahme kann dies jedoch sichergestellt werden. Insbesondere erfolgt dies durch die geneigte Gestaltung des Kühlkanals. Hierunter wird erfindungsgemäß verstanden, dass die Längsachse des Kühlkanals unter einem Winkel zur Kolbenachse von weniger als 90° von dem Einlass zu dem Auslass verläuft. Hierdurch können, ohne die Notwendigkeit einer vergleichsweise aufwendigen, diffusorartigen Gestaltung des Kühlkanals, die folgenden Effekte erzielt werden. Im Rahmen des Bewegungszyklus eines Motorkolbens kehrt der Kolben an dem oberen und dem unteren Totpunkt seine Bewegungsrichtung um. An diesen Punkten wird das in dem Kühlkanal befindliche Öl aufgrund seiner Trägheit derart bezüglich des Kolbens bewegt, dass es an dem oberen Totpunkt an die obere Begrenzung oder die Decke des Kühlkanals geschleudert wird, und an dem unteren Totpunkt gegen die untere Begrenzung oder den Boden des Kühlkanals gedrückt wird. Hierbei besteht insbesondere an dem unteren Totpunkt die große Gefahr, dass das in dem Kühlkanal vorhandene Öl an dessen Einlass ungewollt heraustritt und somit, ohne die zur Kühlung des Kolbens erforderliche Wärmemenge aufgenommen zu haben, den Kühlkanal verlässt. Ferner kann das in der beschriebenen Weise bewegte Öl frisches, kühles Öl, das an dem Einlass in den Kühlkanal gespritzt werden soll, am Eintritt hindern. Auch dieser Effekt verschlechtert die Kühlwirkung.

Demgegenüber sorgt die erfindungsgemäße, vom Einlass zum Auslass zumindest abschnittsweise geneigte Gestaltung des Kühlkanals dafür, dass das Öl bei den beschriebenen Bewegungen zwar – im unteren Totpunkt – auf den Boden des Kühlkanals gedrückt wird, jedoch weitgehend daran gehindert wird, am Einlass aus dem Kühlkanal herauszutreten. Vielmehr wird es aufgrund der geneigten Ausrichtung des Kühlkanals zuverlässig zum Auslass strömen, die zur Kühlung des Kolbens erforderliche Wärmemenge aufnehmen und den Eintritt von frischem Öl weniger umfangreich behindern. Mit anderen Worten wird mit Zuhilfenahme der Trägheitskräfte das im Kühlkanal vorhandene Öl in Richtung des Auslasses gezwungen. Dies kann, wie erwähnt, durch eine Maßnahme erreicht werden, die zum einen wirksamer und zum anderen weniger aufwendig ist als die Ausbildung eines Kühlkanals mit sich zum Auslass erweiterndem Querschnitt. Der Kühlkanal kann nämlich gemäß der einfachsten Ausführungsform einen weitgehend gleichbleibenden Querschnitt aufweisen und muss lediglich, in der Verwendungsstellung betrachtet, bezüglich des Kolbenbodens, geringfügig vom Ein- zum Auslass geneigt ausgebildet werden.

Durch die wellenförmigen Begrenzungen des Kühlkanals wird allgemein erreicht, dass der Kühlkanal verlängert wird, so dass das zugeführte Öl in erhöhtem Umfang Wärme von dem Kolben aufnehmen und diesen damit kühlen kann. Ferner wird in vorteilhafter Weise diejenige Fläche vergrößert, über welche der Wärmeübergang erfolgen kann. Hierdurch kann erfindungsgemäß ohne eine insgesamt vorgesehene Querschnittserweiterung ein günstiger Wärmeübergang und durch die in diesem Fall wellenförmig und hinsichtlich der Achse des Kühlkanals geneigte Gestaltung ein sicherer Verbleib des Öls im Kühlkanal gewährleistet werden. In diesem Zusammenhang wird insbesondere die Offenbarung der DE 199 30 630 A1 der Anmelderin hinsichtlich der verschiedenen Ausgestaltungen eines wellenförmigen Kühlkanals zum Gegenstand der vorliegenden Anmeldung gemacht.

Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kolbens sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

Bei der wellenförmigen Gestaltung der inneren Begrenzungen des Kühlkanals bietet es Vorteile, wenn unmittelbar am Einlass des Kühlkanals insbesondere die obere und/oder die untere Begrenzung des Kühlkanals einen Wellenberg aufweist. Mit anderen Worten verläuft beispielsweise die untere Begrenzung des Kühlkanals vom Einlass ausgehend zunächst in Richtung eines Wellentales, was die Wirkung, die bereits durch die insgesamt geneigte Ausrichtung des Kühlkanals erreicht wird, weiter verstärkt. Das Öl, das im unteren Totpunkt gegen die untere Begrenzung des Kühlkanals gedrückt wird, strömt nämlich durch die Neigung und das zusätzlich vorhandene Wellental von dem Einlass weg in Richtung des weiteren Verlaufs des Kühlkanals. Ebenso kann diese Wirkung für die obere Begrenzung des Kühlkanals erzielt werden, indem das Öl, das im oberen Totpunkt gegen die Decke des Kühlkanals gedrückt wird, zunächst von dem im Einlass ausgebildeten Wellenberg (von der Seite des verbleibenden Materials aus gesehen) in Richtung eines Wellentales strömt, somit von dem Einlass weggeführt wird, in das Innere des Kühlkanals strömt und den Eintritt von frischem Öl nicht behindert.

Wenngleich grundsätzlich denkbar ist, dass der Kühlkanal in dem erfindungsgemäßen Kolben lediglich abschnittsweise und auch über seinen Verlauf mit unterschiedlicher Neigung geneigt sein kann, wird zur Ausbildung eines besonders einfach gestalteten Kühlkanals bevorzugt, dass dieser vom Ein- zum Auslass kontinuierlich und bevorzugt mit der gleichen Neigung geneigt ist.

Bei Versuchen hat sich ferner herausgestellt, dass besonders günstige Eigenschaften bei dem erfindungsgemäßen Kolben dann erreicht werden können, wenn der Kühlkanal ringförmig ausgebildet ist. Die Ringform ist in etwa konzentrisch zur Grundfläche des Kolbens. Die erfindungsgemäß erzielbaren Vorteile infolge der Neigung des Kühlkanals lassen sich jedoch auch für beliebige sonstige Gestaltungen von Kühlkanälen mit zumindest teilweise radial oder insgesamt sternförmig verlaufenden Abschnitten von Kühlkanälen, die auch mehrfach verzweigt sein können, erhalten. Es ist jeweils dafür Sorge zu tragen, dass der Kühlkanal ausgehend von dem Einlass, an dem das Öl üblicherweise durch eine Düse eingespritzt wird, in Richtung des Auslasses oder der Auslässe zumindest geringfügig geneigt verläuft.

Besonders bevorzugt wird derzeit eine Ausführungsform eines Kolbens, der einen insgesamt ringförmigen Kühlkanal aufweist, der jedoch in zwei halbkreisförmige Hälften unterteilt ist. Hierbei befinden sich die Einlässe der beiden Hälften unmittelbar benachbart zueinander und sind beispielsweise durch eine Rippe voneinander getrennt. Hierdurch kann durch eine geneigt ausgerichtete Ölspritzdüse in dem einen Bereich der Kolbenbewegung das Öl in die eine Hälfte und in dem anderen Bereich in die andere Hälfte eingespritzt werden. Eine derartige Gestaltung eines Kühlkanals kann aus einem einzigen Gießkern hergestellt werden. Am Ölauslass ist eine größere, gemeinsame Öffnung für die beiden Hälften des Kühlkanals vorgesehen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, die beispielhaft in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen:

1 schematisch einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines Kolbens;

2 schematisch einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Kolbens; und

3 schematisch einen Querschnitt durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kolbens.

Ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung

In 1 ist schematisch ein Querschnitt durch einen Kolben 10 mit der Kolbenachse 12 angedeutet. In der Umgebung des Kolbenbodens, also des oberen Bereichs des Kolbens, der den Verbrennungsraum abgrenzt, und der einer besonderen Wärmebelastung ausgesetzt ist, ist ein Kühlkanal 14 ausgebildet, der zumindest einen Einlass 16 und zumindest einen Auslass 18 aufweist. Über den Einlass 16 wird mittels einer Ölspritzdüse Kühlmittel, beispielsweise Öl, in den Kühlkanal 14 eingespritzt. Damit eine sichere Strömung des Kühlmittels von dem Einlass 16 in Richtung des Auslasses 18 sichergestellt wird, ist der Kühlkanal 14 in dem erfindungsgemäßen Kolben 10 insgesamt von dem Einlass 16 zu dem Auslass 18 geneigt ausgebildet. Mit anderen Worten bildet die Achse des Kühlkanals mit der Kolbenachse 12 einen Winkel von weniger als 90°. Unter der Annahme, dass der Kühlkanal 14 ringförmig verläuft, gilt diese Angabe für die seitliche Draufsicht des Kühlkanals 14, wie in 1 angedeutet.

Die geneigte Ausrichtung des Kühlkanals 14 hat die Wirkung, dass insbesondere im unteren Totpunkt des Kolbens das an den Boden 20 des Kühlkanals 14 gedrückte Öl aufgrund der geneigten Ausbildung in Richtung des Auslasses 18 geführt wird, und die Gefahr deutlich verringert wird, dass dieses ungewollt über den Einlass 16 austritt oder hier den Eintritt frischen Öls verhindert.

Diese Wirkung kann auch für die in 2 gezeigte Ausführungsform eines Kolbens erhalten werden, wobei hier der Wärmeübergang von dem Kolben zu dem in dem Kühlkanal 14 strömenden Öl durch eine insgesamt mehrfach wellenförmige Ausbildung des Kühlkanals 14 verstärkt wird. Auch in diesem Fall ist jedoch die Mittelachse 22 des Kühlkanals 14 gegenüber der Kolbenachse 12 von dem Einlass 16 ausgehend, der gemäß 2 im Gegensatz zur 1 rechts vorhanden ist, zu dem Auslass 18 geneigt. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise bei dieser Ausführungsform der infolge der wellenförmigen Ausgestaltung des Kühlkanals 14 verbesserte Wärmeübergang mit der Verbesserung der Kühlwirkung durch die Unterstützung der Strömung von dem Einlass 16 zu dem Auslass 18 kombiniert werden.

Insbesondere ist bei der gezeigten Ausführungsform vorgesehen, dass sich in der unteren Begrenzung des Kühlkanals 14 an dem Einlass 16 zunächst ein Wellenberg 24 befindet, so dass der Kühlkanal an dieser Stelle zusätzlich zu der insgesamt geneigten Ausbildung von dem Einlass 16 ausgehend "abfällt", so dass der beschriebene Effekt hinsichtlich einer Wegführung des Öls von dem Einlass 16 noch verstärkt werden kann. Dies gilt bei der gezeigten Ausführungsform auch für die obere Begrenzung des Kühlkanals 14, da auch hier an dem Einlass 16 ausgehend von einem (im Hinblick auf das verbleibende Material gesehen) Wellenberg ein Wellental 26 ausgebildet ist, in welches das Öl bei der Bewegungsumkehr des Kolbens im oberen Totpunkt strömt. Hierdurch kann es zumindest über eine gewisse Strecke von dem Einlass weggeführt werden, wodurch verhindert wird, dass dies an dem Einlass austritt, was die Kühlwirkung verschlechtern würde, und wodurch darüber hinaus der Eintritt frischen Öls möglichst wenig behindert wird.

Ergänzend sei für die in 2 gezeigte Ausführungsform darauf hingewiesen, dass der insgesamt zwischen der wellenförmigen Unterseite und der wellenförmigen Oberseite des Kühlkanals 14 vorgesehene Querschnitt desselben über den Verlauf weitgehend gleich bleibt, so dass mit anderen Worten keine Diffusorwirkung genutzt wird. Vielmehr wird durch die wellenförmige Gestaltung lediglich der Wärmeübergang insgesamt verbessert, und durch die insgesamt geneigte Ausrichtung des Kühlkanals 14, zu erkennen an der Neigung von dessen Achse 22, wird das Öl zuverlässig von dem Einlass 16 weg geleitet. Insbesondere hat sich herausgestellt, dass durch die gezeigten und die erfindungsgemäßen Maßnahmen im Gegensatz zu den im Stand der Technik bekannten Kolben keine Abreißkanten oder Querschnittssprünge erforderlich sind, um den Wärmeübergang zu verbessern. Dies kann vielmehr durch die vergleichsweise einfachen Maßnahmen gemäß der Erfindung erreicht werden.

Auch bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform von 3, bei welcher der Einlass 16 wiederum auf der linken Seite vorgesehen ist, während sich der Auslass 18 auf der rechten Seite befindet, kann dies gewährleistet werden, ohne dass eine Diffusorwirkung genutzt werden müsste. Bei der Ausführungsform von 3 ist der Boden 20 des Kühlkanals 14 weitgehend gerade ausgebildet, während die Oberseite des Kühlkanals 14 mehrfach wellenförmig gestaltet ist. Hierdurch kann insbesondere in dem oberen Bereich, der dem Kolbenboden zugewandt ist und deshalb einer besonderen Wärmebelastung ausgesetzt ist, ein verbesserter Wärmeübergang und eine besonders gute Kühlwirkung erreicht werden. Durch die wellenförmige Gestaltung der oberen Begrenzung des Kühlkanals 14 ergeben sich im Bereich der (von dem verbleibenden Material aus gesehen) Wellentäler lokale Erweiterungen, die jedoch mit einer insgesamt diffusorförmigen Gestaltung des Kühlkanals nicht zu verwechseln sind. An den Wellenbergen dazwischen liegen nämlich Querschnittsverengungen vor. Erfindungsgemäß kommt es darauf an, dass die Achse 22 des Kühlkanals 14, die bei dieser Ausführungsform parallel zu dem Boden 20 des Kühlkanals 14 verläuft, von dem Einlass 16 zu dem Auslass 18 geneigt ist, was die Strömung des Öls in Richtung des Auslasses begünstigt und eine vorteilhafte Strömung des Kühlmittels gewährleistet.

Bei der gezeigten Ausführungsform ist an der Oberseite im Einlassbereich, ausgehend von einem Wellenberg zunächst ein Wellental 26 ausgebildet, welches eine Strömung des Öls derart, dass es sich von dem Einlass 16 weg bewegt und hier den Eintritt frischen Öls nicht behindert, begünstigt. Im Hinblick auf die Ausführungsform von 3 versteht sich, dass anstelle der Oberseite auch der Boden 20 des Kühlkanals 14 wellenförmig gestaltet sein könnte, wobei auch in diesem Fall zu bevorzugen wäre, an dem Einlass einen Wellenberg vorzusehen, um insbesondere im unteren Totpunkt eine günstige Ableitung des Öles von dem Einlass 16 zu erreichen.

Ferner ist es selbstverständlich ebenso denkbar, sowohl die untere als auch die obere Begrenzung des Kühlkanals wellenförmig auszubilden, jedoch diese nicht derart zueinander zu versetzen, dass, wie in 2 dargestellt, einem Wellental auf der einen Seite ein Wellenberg auf der anderen Seite gegenüberliegt. Auch wenn sich jeweils Wellentäler und Wellenberge gegenüberliegen, ergeben sich lediglich lokale Erweiterungen und Verengungen, die mit der erfindungsgemäßen geneigten Gestaltung des Kühlkanals 14 insgesamt derart kombiniert werden können, dass die erfindungsgemäßen Wirkungen erhalten werden können. Im Übrigen versteht sich, dass bei dem erfindungsgemäßen Kolben der Kühlkanal auch derart vorgesehen sein könnte, dass die Seitenwände wellenförmig gestaltet sind, um hier den Wärmeübergang zu verbessern. Dies gilt insbesondere für jede beliebige Querschnittsform des Kühlkanals, die weitgehend kreisförmig oder auch oval sein kann. Bei einer ovalen Gestaltung könnte der Kühlkanal ferner ein wenig nach außen geneigt sein.


Anspruch[de]
  1. Kolben (10) für einen Verbrennungsmotor mit zumindest einem Kühlkanal (14), der zumindest einen Einlass (16) und zumindest einen Auslass (18) aufweist und bezüglich des Kolbenbodens ausgehend von dem Einlass (16) zumindest geringfügig und zumindest abschnittsweise nach unten geneigt ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung des Kühlkanals (14) an nur einer Seite stetig wellenförmig gestaltet ist, so dass sich lokale Erweiterungen des Querschnitts ergeben, und so dass ein Kühlmittel durch die Neigung und die wellenförmige Gestaltung im Rahmen der Bewegung des Kolbens vom Einlass (16) zum Auslass (18) geführt wird.
  2. Kolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung des Kühlkanals (14) an der Oberseite wellenförmig gestaltet ist.
  3. Kolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar am Einlass (16) an der oberen und/oder unteren Begrenzung (20) des Kühlkanals (14) ein Wellenberg (24) vorgesehen ist.
  4. Kolben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (14) vom Ein- (16) zum Auslass (18) kontinuierlich, bevorzugt mit einer gleichbleibenden Steigung, geneigt ist.
  5. Kolben nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (14) ringförmig gestaltet ist.
  6. Kolben nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (14) durch eine am Einlass (16) vorgesehene Rippe in zwei Hälften geteilt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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