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Dokumentenidentifikation DE10226058B4 22.07.2004
Titel Teleskopführung
Anmelder Metallbau Nick GmbH, 68623 Lampertheim, DE
Erfinder Nick, Matthias, 69469 Weinheim, DE;
Berlinghof, Thomas, 68775 Ketsch, DE
Vertreter Zellentin & Partner, 67061 Ludwigshafen
DE-Anmeldedatum 12.06.2002
DE-Aktenzeichen 10226058
Offenlegungstag 15.01.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse F16C 29/04
IPC-Nebenklasse A47B 96/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Teleskopführung für ineinander verschiebliche Rohre. Solche Teleskopführungen werden z. B. in der Möbelindustrie verwendet, um höhenverstellbare Tische herzustellen.

Da die an den Rohren zu befestigenden Gegenstände relativ große Kräfte auf die Teleskopführung ausüben, werden an diese hohe Ansprüche hinsichtlich Fertigung und Präzision sowie Leichtgängigkeit der Teieskopbewegung gestellt. Der Stand der Technik verwendet hierzu zwischen die Rohre eingebrachte Manschetten, die Ausnehmungen für Lagerkugeln aufweisen, so dass Außen- und Innenrohr auf diesem Kugellager abrollen.

Aus der US 26 18 492A ist eine Führung für ineinander verschiebliche Rohre bekannt, wobei zwischen diesen die Reibung vermindernde Lager angeordnet sind, die die Rohre auf Abstand voneinander halten. Eines der Rohre weist dabei radial verteilte Fenster auf, in die Käfige mit Rollen eingesetzt sind, wobei obere und untere Käfigsätze vorgesehen sind, wobei die oberen und unteren Käfigsätze einander zugekehrt sind.

Aus dem DE 18 98 060 U ist eine Teleskopführung für die gleichen Zwecke bekannt, die ebenfalls reibungsvermindernde Lager zwischen den Rohren aufweist. Diese Lösung weist in einem der Rohre radial verteilte Fenster auf, in die gelenkig gelagerte Rollen eingesetzt sind, wobei obere und untere Lager vorgesehen sind.

In der US 6,027,279 A ist letzlich offenbart, Bauteile mittels Schrägflächen gegen Druckelemente mit gegensinnig geneigten Schrägflächen anliegen zu lassen, wobei die Druckelemente über Spannschrauben miteinander verbunden sind. Eine gleitende Verschiebung der Bauteile ist hier jedoch ohne Lösen der Spannschrauben nicht möglich.

Nachteilig an einer solchen Lösung ist, dass die Toleranzen bei der Rohrfertigung hierzu sehr gering sein müssen, da bei Abweichung unerwünschtes Spiel entsteht oder die Rohre klemmen. Darüber hinaus sind solche Lager relativ teuer. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass bei Auftreten von Spiel durch Verschleiß ein Nachstellen des Lagers nicht möglich ist.

Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt eine derartige Teleskopführung zu schaffen, die die oben aufgezählten Nachteile nicht aufweist, die insbesondere auf Maßabweichungen einstellbar ist, kostengünstig zu fertigen, nachstellbar und die sehr hohen Kräfte aufzunehmen in der Lage ist.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit einer Teleskopführung für ineinander verschiebliche Rohre, wobei zwischen diesen die Reibung vermindernde Lager angeordnet sind, die die Rohre auf Abstand voneinander halten, bei welcher erfindungsgemäß eines der Rohre radial verteilte Fenster aufweist, in die Käfige mit Rollen eingesetzt sind und obere und untere Käfige vorgesehen sind, die an den Rohren gelenkig gelagert sind. Die Lager der oberen und unteren Käfige sind einander zugekehrt und jeweils am rollenseitigen Ende der Käfige sind an diesen Schrägflächen angeordnet, gegen die Druckelemente anliegen, die gegensinnig geneigte Schrägflächen aufweisen, wobei die Druckelemente über Spannschrauben miteinander verbunden sind.

Der Zusammenbau der Vorrichtung ist sehr einfach. Zunächst werden die Käfige in die Fenster eingesetzt, um danach die Druckelemente auf die Käfige aufzusetzen, wobei die Rollen die Fenster durchgreifen. Danach werden die Spannschrauben angebracht und die Rollen über die korrespondierenden Schrägflächen der Käfige so angezogen, dass die Rolfen am Gegenrohr anliegen über die Rollen die zugehörigen Schrägflächen und die fußseitige Lagerung der Käfige am diesbezüglichem Rohr entsteht eine starre und über die Rollen leicht verschiebliche Führung mit dem Gegenrohr. Durch ein Anziehen der Spannschrauben lässt sich später auftretendes Spiel jederzeit ausgleichen.

In besonders einfacher Weise sind die Käfiglager fußseitige, d. h. den Rollen gegenüberliegende Nuten, welche in die entsprechende obere bzw. untere Kante des Fensters eingreifen und so über diese im unverspannten Zustand verschwenkbar sind.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, im Gegenrohr Längsrinnen vorzusehen, die etwa die Breite der Rollen aufweisen und in denen die Rollen laufen. Auf diese Weise entsteht eine Sicherung der Teleskopstangen gegen Verdrehen.

Die Rollen besitzen, falls keine Längsrinnen vorhanden sind, vorteilhaft bei Inneneinbau eine ausgebauchte Form mit einer der Peripherie des Innenmantels des Außenrohres entsprechender Kontur (Fasswalze). Alternativ können Rollenpaare verwendet werden. Bei Führung in Längsrinnen im Gegenrohr können zylindrische Rollen verwendet werden. Insbesondere werden in jedem Falle mindestens drei obere und untere je gleichbeabstandete Käfige verwendet.

Grundsätzlich können die Käfige in einem Fenster des Außenrohres angebracht sein, wobei die Druckelemente dann Ringe sind, die das Außenrohr umgreifen, was in Sonderfällen vorteilhaft sein kann.

Die häufigere Verwendung besteht im Inneneinbau in das Innenrohr, die Druckelemente sind dabei vorteilhaft ebenfalls Ringe, die den Einbau weiterer Elemente wie z. B. Federungen gestatten. Die Ringe besitzen neben den Schrägflächen Durchführungen für die Spannschrauben, wobei diese auch mit einem Ring verschweißt sein können und die Ringe in den Bereichen zwischen den Schrägflächen Einschnitte für eine Zentrierung im Innenrohr aufweisen.

Der Käfig lässt sich kostengünstig aus einem Blech (Stärke z. B. 2 mm) fertigen, welches zu einem U-Profil gebogen ist und Einschnitte für die Fußlagernut sowie die Rollenachse trägt. Die Schrägflächen sind an obere Rücksprünge angeformt, die das Fenster überragen und als Anschläge für die Montage dienen. Die Rollenachsen sind im Käfig vorzugsweise im Klemmsitz gehalten, wozu die Ausnehmung im U-Profil eine leichte Hinterschneidung aufweist und die vordere Öffnung ein leichtes Untermaß.

Bei Verwendung einer solchen Teleskopführung für höhenverstellbare Tische ist insbesondere mit dem Außenrohr ein Fuß und gegenüberliegend mit dem Innenrohr eine Tischplatte verbunden, im Inneren ist ein üblicher Gasdruckverstellmechanismus untergebracht, wie er z. B. von Bürostühlen her bekannt ist.

Die Rohre können beliebige Formen wie kreisrunde, ovale oder rechteckige besitzen, dies ist für die Funktion unerheblich. Bei breiten Rohren mit geringer Tiefe werden z. B, je vier äußere obere und untere Rollenkäfige verwendet.

Da die Konstruktion auch bei größeren Fertigungstoleranzen der Rohre einen spielfreien Mechanismus gewährleistet, führt dies neben der Verbilligung auch zu einem sehr weiten Einsatzbereich, wobei natürlich mehrere Käfigsätze vorgesehen sein können.

Anhand der beiliegenden Figuren wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigen:

1 einen Schnitt durch einen Zusammenbau,

2 einen Käfig,

3 ein Druckelement und

4 ein Außenrohr in Draufsicht.

1 veranschaulicht eine Teleskopführung zwischen einem Außenrohr 1 und einem Innenrohr 2. In das Innenrohr 2 sind obere und untere rechteckige Fenster 3 eingeschnitten, in welche Käfige 4 mit Rollen 5 eingesetzt sind, welche um Achsen 15 laufen.

Fußseitig sind die Käfige mit Nuten 12 versehen, die in die unteren und oberen Basiskanten der Fenster 3 eingreifen und damit ein verschwenkbares Käfiglager 6 bilden. Die Käfige 4 besitzen rollenseitig nach innen weisende Schrägflächen 8' die mit der Längsachse etwa einen Winkel von 30° einschließen.

Gegen diese Schrägflächen 8, liegen die Schrägflächen 8' der oberen und unteren Druckelemente 9 an, die die Käfige 4 nach außen drücken und damit die Rollen an den Innenmantel des Außenrohres anlegen.

Die Druckelemente 9 sind über Spannschrauben 10 miteinander verbunden, sie sind in diesem Ausführungsbeispiel mit dem unteren Druckelement 9 verschweißt und über Muttern 16 an dem oberen Druckelement verschraubt. Zieht man diese Muttern an, so erhöht sich der Anpressdruck der Rollen 5 gegen das Außenrohr.

In bevorzugter Ausführungsform liegen die Druckelemente 9 am Innenmantel des Innenrohres 2 an und führen den Zusammenbau.

In 2 ist ein erfindungsgemäßer Käfig 4 gezeigt. Er ist aus einem Stahlblech U-förmig gebogen und besitzt oben am rollenseitigen Ende 7 des Käfigs in der Darstellung die Schrägflächen 8 und gegenüberliegend eine Aussparung 17.

Darunter befindet sich das Rollenlager 18, in das die Rollenachsen 15, (1) eingeklemmt werden.

Am unteren Ende sind die Nuten 12 gezeigt, sie befinden sich in einer angeformten Nase 19.

Der Vertikalabstand zwischen dem Nutengrund und der Unterkante 20 der Aussparung 17 entspricht etwa der Höhe der Fenster 3 im Innenrohr (1), so dass die Aussparung nach dem Einfügen des Käfigs 4 in das Fenster mit der Aussparung 17 an das Rohr angelegt werden kann, um danach die Druckelemente 9, 1 einzufügen.

Das Druckelement 9 gemäß 3 ist ringförmig ausgebildet und weist drei Schrägflächen 8' und jeweils dazwischen die Bohrungen 21 auf, wobei der Umfang 21 über die Schrägflächen 8' radial nach außen übersteht. Der Außendurchmesser des Druckelements 9 entspricht dem Innendurchmesser des Innenrohres 2, so dass dieses an der Innenmantelfläche 13 (Fig) des Innenrohres 2 anliegt.

Um eine saubere Zentrierung zu gewährleisten sind in die Peripherie 21 Einschnitte 14 eingebracht.

4 zeigt in der Draufsicht das Außenrohr 1 mit den Längsrinnen 11, in welchen die Rollen 5, (1) der Käfige laufen. Neben den Rinnen 11 sind Führungsflächen 22 angeordnet, so dass nach dem Zusammenbau die Seitenflanken der Rollen hiergegen (mit Spiel) anliegen und ein Verdrehen der Rohre gegeneinander verhindern. Die Laufflächen in den Längsrinnen 11 sind eben, so dass auch die Rollen eine Zylinderform aufweisen können.

1, 2 Rohre 3 Fenster 4 Käfige 5 Rollen 6 Fassung 7 Käfigende 8, 8' Schrägflächen 9 Druckelemente 10 Spannschrauben 11 Längsrinnen 12 Nuten 13 Innenmantelfläche 14 Einschnitte 15 Achsen 16 Muttern 17 Aussparung 18 Rollenlager 19 Nase 20 Unterkante der Aussparung 21 Bohrungen 22 Führungsflächen

Anspruch[de]
  1. Teleskopführung für ineinander verschiebliche Rohre (1, 2), wobei zwischen diesen die Reibung vermindernde Lager angeordnet sind, die die Rohre auf Abstand voneinander halten, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:

    a) eines der Rohre (2) weist radial verteilte Fenster (3) auf, in die Käfige (4) mit Rollen (5) eingesetzt sind,

    b) es sind obere und untere Käfige (4) vorgesehen,

    c) die Käfige (4) sind an den Enden des Rohres (2) gelenkig gelagert, wobei die Lager (6) der oberen und unteren Käfige einander zugekehrt sind,

    d) jeweils am rollenseitigen Ende der Käfige (4) sind an diesen Schrägflächen (8) angeordnet, gegen die Druckelemente (9) anliegen, die gegensinnig geneigte Schrägflächen (8) aufweisen,

    e) die Druckelemente (9) sind über Spannschrauben (10) miteinander verbunden.
  2. Teleskopführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Käfiglager (6) als in die Fenster (3) des Rohres (2) eingreifende Nuten (12) ausgebildet sind.
  3. Teleskopführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (5) der Käfige (4) in Längsrinnen (11) des Gegenrohres (1) laufen.
  4. Teleskopführung nach Anspruch 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckelemente (9) als Ringe ausgebildet sind, welche die Schrägflächen (8) tragen und Bohrungen für die Durchführung der Spannschrauben (10) aufweisen und dass diese an der Innenmantelfläche (13) des Innenrohres anliegen und mit Hilfe von peripheren Einschnitten (14) zentriert sind.
  5. Teleskopführung nach Anspruch 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen (15) der Rollen (5) im Käfig (4) in Klemmsitz gehalten sind, wobei der Käfig (4) ein U-Profil ist.
  6. Teleskopführung nach Anspruch 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Außenrohr (1) ein Fuß und mit dem Innenrohr (2) eine Tischplatte verbunden ist und im Innenraum der Rohre (1, 2) ein Gasdruckverstellmechanismus angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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