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Dokumentenidentifikation DE10301448A1 22.07.2004
Titel Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Behr Thermot-tronik GmbH, 70806 Kornwestheim, DE
Erfinder Willers, Eike, Dr., 70469 Stuttgart, DE;
Auweder, Andreas, 71665 Vaihingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 10.01.2003
DE-Aktenzeichen 10301448
Offenlegungstag 22.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
IPC-Nebenklasse F01P 7/16   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl, insbesondere Getriebeöl, eines Kraftfahrzeugs, mit einem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher, einem Thermostatventil zum Einstellen einer Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher durch Mischen von Kühlmittel von einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs und Kühlmittel von einem Kühlmittelkühler des Kraftfahrzeugs, wobei ein thermostatisches Arbeitselement des Thermostatventils vom Kühlmittel in einem Kühlmittelrücklauf stromabwärts des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers umströmbar angeordnet ist.
Erfindungsgemäß sind Mittel vorgesehen, um wenigstens bei nicht mit Kühlmittel durchströmten Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eine Anströmung des thermostatischen Arbeitselements durch Kühlmittel von der Brennkraftmaschine zu bewirken.
Verwendung für Kraftfahrzeuge.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl, insbesondere Getriebeöl, eines Kraftfahrzeugs, mit einem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher, einem Thermostatventil zum Einstellen einer Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher durch Mischen von Kühlmittel von einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs und Kühlmittel von einem Kühlmittelkühler des Kraftfahrzeugs, wobei ein thermostatisches Arbeitselement des Thermostatventils vom Kühlmittel in einem Kühlmittelrücklauf stromabwärts des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers umströmbar angeordnet ist. Die Erfindung betrifft auch ein Thermostatventil für eine erfindungsgemäße Vorrichtung.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 197 15 324 A1 ist eine Vorrichtung zur Schmieröltemperierung eines Kraftfahrzeugs bekannt, bei der eine Kühlwasserströmung durch einen Öl-/Kühlmittelwärmetauscher mittels eines im Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers angeordneten Dehnstoffelements gesteuert wird. Die Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher wird über die Kühlmitteltemperatur im Rücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers geregelt.

Aus der europäischen Patentschrift EP 0 787 929 B1 ist eine Vorrichtung zur Temperierung des Getriebeöls eines Kraftfahrzeugs bekannt, bei der ein erstes Dehnstoffelement im Kühlmittelstrom stromaufwärts eines Öl-/Kühlmittelwärmetauschers angeordnet ist. Das Dehnstoffelement ist in einem Thermostatventil zum Mischen von Kühlflüssigkeit von einem Fahrzeugkühler sowie Kühlflüssigkeit von einer Brennkraftmaschine angeordnet. Mittels des ersten Dehnstoffelements erfolgt somit eine Regelung der Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher auf Basis der Kühlmitteltemperatur des Brennkraftmaschinenkreislaufs. Das erste Dehnstoffelement ist an einem Stößel befestigt, der wiederum von einem zweiten Dehnstoffelement verschoben werden kann. Das zweite Dehnstoffelement wird vom Getriebeöl beaufschlagt. Mittels des zweiten Dehnstoffelements erfolgt somit eine Regelung der Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher auf Basis der Getriebeöltemperatur. Beide Dehnstoffelemente können mit einer elektrischen Beheizung versehen sein.

Mit der Erfindung soll eine zuverlässige Regelung der Schmieröltemperatur eines Kraftfahrzeugs erreicht werden.

Erfindungsgemäß ist hierzu eine Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl, insbesondere Getriebeöl, eines Kraftfahrzeugs mit einem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher und einem Thermostatventil zum Einstellen einer Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher durch Mischen von Kühlmittel von einer Brennkraftmaschine des Kraftfahrzeugs und Kühlmittel von einem Kühlmittelkühler des Kraftfahrzeugs vorgesehen, wobei ein thermostatisches Arbeitselement des Thermostatventils vom Kühlmittel in einem Kühlmittelrücklauf stromabwärts des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers umströmbar angeordnet ist, bei der Mittel vorgesehen sind, um wenigstens bei nicht mit Kühlmittel durchströmtem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eine Anströmung des thermostatischen Arbeitselements durch Kühlmittel von der Brennkraftmaschine zu bewirken.

Bei nicht mit Kühlmittel durchströmten Öl-/Kühlmittelwärmetauscher, insbesondere nach einem Kaltstart während des Motorwarmlaufs ist eine Temperatur des thermostatischen Arbeitselements dadurch von der Temperatur des Kühlmittels, das direkt von der Brennkraftmaschine kommt, abhängig, das sich während des Motorwarmlaufs relativ rasch erwärmt. Sobald das Kühlmittel von der Brennkraftmaschine eine vorbestimmte Temperatur erreicht hat, kann das thermostatische Arbeitselement dadurch eine Durchströmung des Kühlmittel/Ölwärmetauschers mit Kühlmittel freigeben, um dadurch das noch kalte Schmieröl möglichst rasch zu erwärmen. Im normalen Fahrbetrieb erfolgt aufgrund der Anordnung des thermostatischen Arbeitselements, das vom Kühlmittel in einem Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers umströmbar angeordnet ist, eine Regelung der Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher aufgrund der Kühlmitteltemperatur im Rücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers und somit indirekt in Abhängigkeit der Schmieröltemperatur. Auf diese Weise kann mittels eines einzigen thermostatischen Dehnstoffelements sowohl eine rasche Erwärmung des Schmieröls als auch eine zuverlässige Temperierung im Normalbetrieb erreicht werden.

In Weiterbildung der Erfindung wird die Anströmung des thermostatischen Arbeitselements durch Kühlmittel von der Brennkraftmaschine mittels wenigstens einer Leitung bewirkt, die unmittelbar angrenzend an das thermostatische Arbeitselement mündet und deren Querschnitt gegenüber dem Querschnitt eines Kühlmittelzulaufs von der Brennkraftmaschine zum Thermostatventil wesentlich verringert ist.

Vorzugsweise werden lediglich wenige Prozent des möglichen Gesamtzulaufs von heißem Kühlmittel zum Thermostatventil zu dessen thermostatischen Arbeitselement geleitet, so dass zwar eine Auslenkung des thermostatischen Arbeitselements in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur von der Brennkraftmaschine erfolgt und dadurch das Getriebeöl sofort nach Erwärmung des Kühlmittels ebenfalls aufgewärmt werden kann, aber dennoch nur vernachlässigbare Wärmeverluste beim Warmlauf des Motors auftreten.

In Weiterbildung der Erfindung stellt die Leitung eine Strömungsverbindung zwischen dem Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine und dem Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers bereit.

Auf diese Weise kann auf Absperrmittel für die Leitung verzichtet werden und es ist lediglich ein geringer Bauaufwand erforderlich. Dennoch wird die Leitung bei nicht mit Kühlmittel durchströmten Öl-/Kühlmittelwärmetauscher stark durchströmt, da das Druckgefälle zwischen dem Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine und dem Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers dann groß ist. Wird jedoch durch Erwärmung des thermostatischen Arbeitselements die Kühlmittelströmung durch den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher freigegeben, verringert sich die Druckdifferenz über die Leitung, so dass die Leitung nicht mehr oder nur noch in geringem Ausmaß durchströmt wird. Auf diese Weise lassen sich die gewünschten Durchströmungsraten in der Leitung auch ohne zusätzliche Schaltventile einstellen. Zweckmäßigerweise liegt ein Gehäuse des thermostatischen Arbeitselements zwischen einer Mündung der Leitung und einer Saugseite einer Kühlmittelpumpe, so dass eine heiße Kühlmittelströmung aus der Leitung am Gehäuse des thermostatischen Arbeitselements vorbeigesaugt wird.

In Weiterbildung der Erfindung ist das thermostatische Arbeitselement mit einem ersten Gehäuseabschnitt im Kühlmittelrücklauf vom Öl-/Kühlmittelwärmetauscher und mit einem zweiten Gehäuseabschnitt im Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine angeordnet, wobei eine Trennwand zwischen dem Kühlmittelzulauf und dem Kühlmittelrücklauf mit wenigstens einem Strömungskanal versehen ist.

Beispielsweise ist in der Trennwand eine Bohrung vorgesehen, die unmittelbar angrenzend an dem ersten Gehäuseabschnitt in den Kühlmittelrücklauf mündet.

In Weiterbildung der Erfindung ist der Strömungskanal mittels einer Durchgangsbohrung zur Aufnahme des Gehäuses des thermostatischen Arbeitselements bereitgestellt.

Auf diese Weise lässt sich eine gute Anströmung des Gehäuses des thermostatischen Arbeitselements mit geringem Aufwand erreichen. Beispielsweise ist die Durchgangsbohrung geringfügig größer als der Gehäusedurchmesser ausgeführt oder am Umfang der Durchgangsbohrung sind mehrere Nuten für die Kühlwasserströmung vorgesehen. Beispielsweise können drei Nuten oder Kerben vorgesehen sein, die in einem Winkel von 120° beabstandet sind.

In Weiterbildung der Erfindung weist das Thermostatventil von dem thermostatischen Arbeitselement beaufschlagte erste Absperrmittel auf, wobei die ersten Absperrmittel in einer Motorwarmlaufstellung den Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher absperren, in einer Ölaufheizstellung und einer normalen Regelbetriebstellung den Kühlmittelzulauf zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher freigeben und in einer Ölkühlstellung den Kühlmittelzulauf zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher absperren.

Die ersten Absperrmittel können beispielsweise als Doppelteller oder Schieber ausgebildet sein, die mittels eines Stößels von dem thermostatischen Arbeitselement beaufschlagt werden.

In Weiterbildung der Erfindung weist das Thermostatventil von dem thermostatischen Arbeitselement beaufschlagte zweite Absperrmittel auf, wobei die zweiten Absperrmittel in einer Motorwarmlaufstellung einen Kühlmittelzulauf vom Fahrzeugkühler zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher absperren und in einer Ölaufheizstellung und einer normalen Regelstellung sowie einer Ölkühlstellung den Kühlmittelzulauf vom Fahrzeugkühler freigeben.

Beispielsweise kann ein federbelasteter Teller vorgesehen sein, der durch einen Mitnehmer auf einem Stößel aufgedrückt wird.

In Weiterbildung der Erfindung weist das Thermostatventil von dem thermostatischen Arbeitselement beaufschlagte dritte Absperrmittel auf, wobei die dritten Absperrmittel in einer Motorwarmlaufstellung eine Ölzirkulation im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher verhindern und in einer Ölaufheizstellung, einer normalen Regelbetriebstellung sowie einer Ölkühlstellung die Ölzirkulation freigeben.

Beispielsweise kann ein federbelasteter Teller im Ölkreislauf vorgesehen sein, der mittels eines Mitnehmers auf einem Stößel aufgedrückt wird. Eine Regelung der Durchflussmenge des Schmieröls durch den Öl-/ Kühlmittelwärmetauscher kann dadurch in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur im Rücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers geregelt werden.

In Weiterbildung der Erfindung weisen die ersten, zweiten und/oder dritten Absperrmittel einen von dem thermostatischen Arbeitselement beaufschlagten und in einem Gehäuse des Thermostatventils verschiebbar aufgenommenen Stößel auf.

Auf diese Weise lassen sich die gewünschten Steuer- bzw. Regelfunktionen mittels eines kompakten Thermostatventils realisieren.

In Weiterbildung der Erfindung ist das thermostatische Arbeitselement elektrisch beheizbar.

Dadurch kann in den Regelkreis eingegriffen und beispielsweise bei zu erwartender hoher Getriebeöltemperatur eine vorausschauende Steuerung überlagert werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines auslassgeregelten Kühlkreislaufs einer Brennkraftmaschine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Temperierung des Getriebeöls der Brennkraftmaschine,

2 eine schematische Darstellung eines einlassgeregelten Kühlkreislaufs einer Brennkraftmaschine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Temperierung des Getriebeöls der Brennkraftmaschine

3 eine Schnittansicht eines Thermostatventils einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung und

4 eine Schnittansicht eines Thermostatventils einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform.

Die schematische Darstellung der 1 zeigt einen Verbrennungsmotor 10 eines Kraftfahrzeugs, an den ein Getriebe 12 angeflanscht ist. Das Getriebe 12 enthält Getriebeöl und ist mit einem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 über eine Ölzulaufleitung 16 und eine Ölrücklaufleitung 18 verbunden. Mittels des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 soll das Getriebeöl nach einem Kaltstart nach Möglichkeit erwärmt werden, im Fahrbetrieb soll dahingegen eine Überhitzung des Getriebeöls vermieden werden.

Der Verbrennungsmotor 10 ist mit einem Kühlsystem für flüssiges Kühlmittel versehen, wobei in den Kühlmittelkreislauf ein Heizungswärmetauscher 20 für den Innenraum des Fahrzeugs eingebunden ist. Kühlmittel aus dem Verbrennungsmotor 10 tritt aus dem Verbrennungsmotor 10 aus und gelangt zu einem Thermostatventil 22. Je nach Temperatur des aus dem Verbrennungsmotor 10 austretenden Kühlmittels wird die Stellung von Ventiltellern im Thermostatventil 22 verändert, um das Kühlmittel entweder in einen Fahrzeugkühler 24 oder über eine Bypassleitung 26 direkt zu einer Kühlmittelpumpe 28 und weiter zum Verbrennungsmotor 10 zu leiten. Im normalen Fahrbetrieb des Fahrzeugs nimmt das Thermostatventil 22 Zwischenstellungen ein, in denen ein Teil des vom Verbrennungsmotor 10 kommenden Kühlmittels zum Fahrzeugkühler 24 und ein Teil über die Bypassleitung 26 zur Pumpe 28 geleitet wird. Von der Kühlmittelpumpe 28 wird das Kühlmittel wieder in den Motorblock des Verbrennungsmotors 10 gepumpt. Vom Fahrzeugkühler 24 wird Kühlmittel über eine Rücklaufleitung 29 zu einem weiteren Sauganschluss der Kühlmittelpumpe 28 geleitet. Vom Verbrennungsmotor 10 kann darüber hinaus erhitztes Kühlmittel unmittelbar zu dem Heizungswärmetauscher 20 gelangen. Ein Rücklauf des Heizungswärmetauschers 20 ist wiederum mit einem Sauganschluss der Kühlmittelpumpe 28 verbunden.

Die Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 wird mittels eines zweiten Thermostatventils 30 geregelt, das mit einem Dehnstoffelement 32 versehen ist. Das Dehnstoffelement 32 betätigt einen Stößel 34, auf dem mehrere Ventilteller angeordnet sind, die, je nach Stellung des Stößels 34, mit Mitnehmern am Stößel 34 und Ventilsitzen an einem Gehäuse 36 zusammenwirken können. Eine Heißzulaufleitung 38 verbindet das erste Thermostatventil 22 mit dem Gehäuse des zweiten Thermostatventils 30. Über die Heißzulaufleitung 38 kann stets Kühlmittel unmittelbar aus dem Verbrennungsmotor 10 zum zweiten Thermostatventil 30 gelangen. Abgesehen von einer Situation unmittelbar nach einem Kaltstart im Motorwarmlauf gelangt über die Heißzulaufleitung 38 somit vom Verbrennungsmotor 10 erhitztes Kühlmittel zum zweiten Thermostatventil 30.

Eine weitere Kaltzulaufleitung 40 verbindet einen Tieftemperaturabschnitt 42 des Fahrzeugkühlers 24 mit dem Gehäuse 36 des zweiten Thermostatventils 30. Über die Kaltzulaufleitung 40 gelangt somit stets gekühltes Kühlmittel zum zweiten Thermostatventil 30.

Mittels des Thermostatventils 30 werden der heiße Kühlmittelstrom von dem Verbrennungsmotor 10 und der gekühlte Kühlmittelstrom vom Fahrzeugkühler 24 in dem Gehäuse 36 gemischt und in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eingeleitet. Wie bereits ausgeführt wurde, erfolgt die Regelung des Mischungsverhältnisses mittels des Dehnstoffelements 32.

Das Dehnstoffelement 32 ist mit seinem Gehäuse im Kühlmittelrücklauf von dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 angeordnet. Wird der Öl-/ Kühlmittelwärmetauscher 14 von Kühlmittel durchströmt, erfolgt die Regelung der Temperatur des in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eintretenden Kühlmittels somit auf Basis der Temperatur des Kühlmittels im Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14, das das Gehäuse des Dehnstoffelements 32 umströmt. Eine Kühlmittelrücklaufleitung 44 verbindet das Gehäuse 36 des zweiten Thermostatventils 30 mit der Rücklaufleitung 29 vom Hochtemperaturabschnitt 46 des Fahrzeugkühlers 24 zur Kühlmittelpumpe 28. Das Dehnstoffelement 32 ist mit einem elektrischen Heizwiderstand 48 versehen, der mittels eines Steuergeräts 50 wahlweise beaufschlagt werden kann. Mittels des Heizwiderstands 48 kann dadurch eine Stellung des Stößels 34 annähernd unabhängig von der Temperatur des das Dehnstoffelement 32 umgebenden Kühlmittels eingestellt werden.

In der 1 ist eine Stellung des Stößels 34 mit den daran befestigten Ventiltellern dargestellt, die der Situation unmittelbar nach einem Kaltstart im Motorwarmlauf entspricht. In diesem Fall verschließt das Thermostatventil 30 sowohl eine Strömungsverbindung von der Kaltzulaufleitung 40 für gekühltes Kühlmittel zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 als auch eine Strömungsverbindung von der Heißzulaufleitung 38 für erhitztes Kühlmittel zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14. Im Motorwarmlauf wird der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 somit nicht von Kühlmittel durchströmt. Dies hat den Vorteil, dass keine unnötigen Wärmeverluste des Kühlmittels im Motorwarmlauf auftreten und das Kühlmittel vielmehr möglichst rasch erwärmt werden kann. Bekanntermaßen läuft das Kühlmittel vom Verbrennungsmotor 10 im Motorwarmlauf durch Steuerung des Thermostatventils 22 über die Bypassleitung 26 und wieder in den Verbrennungsmotor 10.

Innerhalb des Gehäuses 36 des Thermostatventils 30 wird jedoch aus der Heißzulaufleitung 38 für erhitztes Kühlmittel vom Verbrennungsmotor 10 ein Leckstrom 52 abgezweigt, der mittels eines Pfeiles innerhalb des Thermostatventils 30 symbolisiert ist. Dieser Leckstrom 52 tritt durch Öffnungen in einer Trennwand 54 hindurch, die eine Eintrittskammer für erhitztes Kühlmittel aus der Heißzulaufleitung 38 von dem Kühlmittelrücklauf aus dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 trennt. Die Öffnungen in der Trennwand 54 sind dabei so angebracht, dass der Leckstrom 52 unmittelbar an dem Gehäuse des Dehnstoffelements 32 vorbeistreicht. Über die Rücklaufleitung 44 wird der Leckstrom 52 dann wieder zur Kühlmittelpumpe 28 und in den Verbrennungsmotor 10 zurückgeführt. Die Öffnungen in der Trennwand 54 sind so bemessen, dass der Leckstrom 52 mengenmäßig sehr klein ist und gerade ausreicht, die Temperatur des Dehnstoffelements 32 der Kühlmitteltemperatur in der Heißzulaufleitung 38 nachzuführen. In der dargestellten Motorwarmlaufstellung des Thermostatventils 30 wird die Temperatur des Dehnstoffelements 32 somit durch die Temperatur des erhitzten Kühlmittels in der Heißzulaufleitung 38 bestimmt. Da der Leckstrom 52 mengenmäßig sehr klein ist, sind die Wärmeverluste durch den Leckstrom 52 vernachlässigbar, so dass der Warmlauf des Verbrennungsmotors 10 nicht oder nur unwesentlich verlängert wird.

Sobald das erhitzte Kühlmittel in der Heißzulaufleitung 38 eine Temperatur erreicht hat, die einen Hub des Dehnstoffelements 32 verursacht, wird mittels des Dehnstoffelements 32 und des Stößels 34 eine Strömungsverbindung zwischen der Heißzulaufleitung 38 für erhitztes Kühlmittel und dem Kühlmitteleintritt des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 geöffnet. In einer solchen Ölaufheizstellung wird der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 somit von erhitztem Kühlmittel aus der Heißzulaufleitung 38 durchströmt. Mittels dieses erhitzten Kühlmittelstroms kann dann das Getriebeöl im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 aufgewärmt werden. In der Ölaufheizstellung wird somit der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 von Kühlmittel durchströmt und folglich wird auch der Kühlmittelrücklaufbereich des Gehäuses 36, in dem das Dehnstoffelement 32 angeordnet ist, von Kühlmittel durchströmt. Gegenüber der Motorwarmlaufstellung sinkt dadurch die Druckdifferenz über die Trennwand 54, so dass der Leckstrom 52 mengenmäßig verringert wird. Dies deshalb, da der Strömungswiderstand zwischen der Heißzulaufleitung 38 und der Rücklaufleitung 44 nun hauptsächlich durch den Strömungswiderstand des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 bestimmt ist, der wesentlich geringer ist als der Strömungswiderstand der Durchgangsöffnungen in der Trennwand 54. Näherungsweise kann davon ausgegangen werden, dass die Durchgangsöffnungen in der Trennwand 54 in der Ölaufheizstellung hydraulisch verschlossen werden. In der Ölaufheizstellung wird die Temperatur des Dehnstoffelements 32 somit durch die Temperatur im Kühlmittelrücklauf vom Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 bestimmt. Dadurch wird die Ölaufheizstellung solange beibehalten werden, bis das über die Leitungen 16 und 18 zirkulierende Getriebeöl eine gewünschte Temperatur erreicht hat.

Nach Erwärmung des Getriebeöls wird dann die Temperatur im Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 ansteigen, das Dehnstoffelement 32 weiter erwärmen und dadurch einen weiteren Hub des Dehnstoffelements 32 verursachen. Durch diesen weiteren Hub des Stößels 34 wird zusätzlich eine Strömungsverbindung zwischen der Kaltzulaufleitung 40 für gekühltes Kühlmittel und dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 geöffnet. Dadurch wird erhitztes Kühlmittel aus der Heißzulaufleitung 28 mit gekühltem Kühlmittel aus der Kaltzulaufleitung 40 vom Fahrzeugkühler 24 in der Mischkammer des Gehäuses 36 des Thermostatventils 30 gemischt und in dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eingeleitet. Auch in diesen normalen Regelbetriebsstellungen erfolgt die Regelung der Kühlmittelzulauftemperatur für den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 in Abhängigkeit der Kühlmittelaustrittstemperatur des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14. Das Getriebeöl des Getriebes 12 kann dadurch in einem optimalen Temperaturbereich gehalten werden. Auch für die normalen Regelbetriebsstellungen gilt, dass die Durchgangsöffnungen in der Trennwand 54 näherungsweise hydraulisch verschlossen sind.

Steigt die Temperatur des Getriebeöls im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 im Fahrbetrieb auf Werte oberhalb des gewünschten Temperaturbereichs an, erhöht sich auch die Temperatur im Kühlmittelrücklauf des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 und verursacht dadurch eine weitere Auslenkung des Kolbens des Dehnstoffelements 32. In einem solchen Belastungsfall muss das Getriebeöl gekühlt werden und das Dehnstoffelement 32 verschiebt den Stößel 34 in eine Ölkühlstellung. In dieser Ölkühlstellung verschließen die auf dem Stößel 34 angebrachten Ventilteller eine Strömungsverbindung von der Heißzulaufleitung 38 für erhitztes Kühlmittel vom Verbrennungsmotor 10 und dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14. Gleichzeitig wird die Strömungsverbindung zwischen der Kaltzulaufleitung 40 für gekühltes Kühlmittel vom Fahrzeugkühler 24 und dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 offengehalten oder weiter geöffnet. Der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 wird dadurch ausschließlich von gekühltem Kühlmittel durchströmt, so dass das Getriebeöl wieder abgekühlt werden kann.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mittels des einzigen Dehnstoffelements 32 dadurch eine Regelung erreicht werden, die in einer Motorwarmlaufstellung auf der Temperatur des erhitzten Kühlmittels in der Heißzulaufleitung 38 basiert und in der Ölaufheizstellung, der normalen Regelbetriebsstellung und der Ölkühlstellung dahingegen auf der Kühlmittelaustrittstemperatur des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 basiert. Dennoch treten in der Motorwarmlaufphase keine nennenswerten Wärmeverluste des Kühlmittels auf, da das Dehnstoffelement 32 lediglich von dem mengenmäßig sehr geringen Leckstrom 52 durch die Trennwand 54 hindurch angeströmt wird.

Mittels eines elektrischen Heizwiderstands 48 und einem Steuergerät 50 kann das Dehnstoffelement 32 zusätzlich beheizt werden. Beispielsweise ist im Steuergerät 50 ein Kennfeld abgelegt, über das in Abhängigkeit der Motorlast und gegebenenfalls weiterer Parameter eine Kühlmitteldurchströmung des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers ermöglicht werden kann, noch bevor das Dehnstoffelement 32 ausreichend erwärmt wurde. Dies kann beispielsweise bei starker Beschleunigung, hoher Fahrgeschwindigkeit oder auch bei Anhängebetrieb sinnvoll sein.

Die schematische Darstellung der 2 zeigt einen einlassgeregelten Kühlkreislauf mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Temperierung des Getriebeöls. In der Darstellung der 2 sind Komponenten, die zu den in der 1 gezeigten Komponenten funktionsgleich sind, mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Im folgenden soll zur Vereinfachung der Erläuterung lediglich auf die Unterschiede zu dem in der 1 gezeigten System eingegangen werden.

Das Thermostatventil 22 liegt im Unterschied zum System der 1 in der Rücklaufleitung 29 vom Hochtemperaturabschnitt 46 des Fahrzeugkühlers 24 zur Kühlmittelpumpe 28. Eine Kühlmittelrücklaufleitung 55 verbindet das Gehäuse 36 des zweiten Thermostatventils 30 mit dem ersten Thermostatventil 22. Das erste Thermostatventil 22 ist weiter über eine Zulaufleitung 56 mit dem Kühlmittelauslaß des Verbrennungsmotors 10 verbunden. Eine weitere Heißzulaufleitung 57 verbindet den Kühlmittelauslaß des Verbrennungsmotors 10 mit dem Gehäuse 36 des zweiten Thermostatventils 30.

In einer Warmlaufphase des Verbrennungsmotors 10 wird mittels der an dem Stößel 34 angeordneten Ventilteller eine Durchströmung des Öl-/ Kühlmittelwärmetauschers 14 verhindert, so dass kein Kühlmittel aus der Zulaufleitung 57 durch den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14, durch die Rücklaufleitung 55 und wieder in die Rücklaufleitung 29 gelangen kann. Lediglich eine Leckströmung 52 wird aus der Heißzulaufleitung 57 abgezweigt, streicht am Gehäuse des Dehnstoffelements 32 vorbei und gelangt über die Rücklaufleitung 55, das Thermostatventil 22 und die Rücklaufleitung 29 wieder zur Pumpe 28 und in den Verbrennungsmotor 10. Durch die Leckströmung 52 wird das Dehnstoffelement 32 beim Warmlauf des Verbrennungsmotors 10 erwärmt.

Hat die Leckströmung 52 das Dehnstoffelement 32 ausreichend erwärmt, so verschiebt dieses den Stößel 34 und zunächst wird eine Durchströmung des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers 14 mit erhitztem Kühlmittel aus der Heißzulaufleitung 57 ermöglicht. Dadurch wird ein Aufheizbetrieb für das Öl im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eingestellt.

Bei weiter ansteigender Temperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14, beispielsweise nach Erwärmung des Öls vom Getriebe 12, verschiebt das Dehnstoffelement 32 den Stößel 34 weiter und realisiert einen normalen Regelbetrieb. Im normalen Regelbetrieb wird heißes Kühlwasser aus der Heißzulaufleitung 57 mit kaltem Kühlwasser aus der Kaltzulaufleitung 40 gemischt und in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eingespeist.

Steigt die Öltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 über ein vordefiniertes Niveau an, wird mittels des Stößels 34 und der daran angeordneten Teller der Zulauf von heißem Kühlmittel aus der Heißzulaufleitung 57 unterbunden und lediglich abgekühltes Kühlmittel aus der Kaltzulaufleitung 40 in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 eingespeist. Auf diese Weise kann das Öl im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 gekühlt werden.

Die Schnittansicht der 3 zeigt ein Thermostatventil 60 gemäß einer ersten Ausführungsform für eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Das Thermostatventil 60 weist ein Gehäuse 62 auf, das eine Heißzulauföffnung 64 für erhitztes Kühlmittel von einer Brennkraftmaschine, eine Kaltzulauföffnung 66 für gekühltes Kühlmittel von einem Fahrzeugkühler und eine Austrittsöffnung 68 definiert, aus der Kühlmittel in einen Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eintreten kann. In dem Gehäuse 62 ist darüber hinaus ein Durchgangskanal 70 vorgesehen, über den Kühlmittel aus dem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher in das Gehäuse 62 ein- und aus diesem wieder austritt.

Ein Dehnstoffelement 72 ist mit einem ersten Gehäuseabschnitt in dem Durchgangskanal 70 angeordnet. Ausgehend von dem ersten Gehäuseabschnitt erstreckt sich das Dehnstoffelement durch eine Trennwand 74 in dem Gehäuse und ist mit einem zweiten Gehäuseabschnitt in einem Kanal in dem Gehäuse 62 angeordnet, der in Strömungsverbindung mit der Heißzulauföffnung 64 für erhitztes Kühlmittel steht. Die Trennwand 74 ist im Bereich der Durchgangsöffnung, in die das Dehnstoffelement 72 eingeschoben ist, mit drei jeweils um 120° beabstandeten Nuten am Innenumfang der Durchgangsöffnung versehen. In der Durchgangsöffnung der Trennwand 74 kann dadurch einerseits das Dehnstoffelement 72 befestigt werden, andererseits ist eine Strömungsverbindung zwischen der Heißzulauföffnung 64 für erhitztes Kühlmittel von der Brennkraftmaschine und dem Durchgangskanal 70 geschaffen. Wie anhand der 1 erläutert wurde, kann durch diese in der 3 nicht erkennbaren Nuten an der Durchgangsöffnung in der Trennwand 74 während einer Motorwarmlaufphase erhitztes Kühlmittel von der Heißzulauföffnung 64 in den Durchgangskanal 70 gelangen, wobei lediglich ein Leckstrom am Dehnstoffelement 72 vorbeiströmt, der mengenmäßig ausreicht, um das Dehnstoffelement 72 auf die Temperatur des erhitzten Kühlmittels von dem Verbrennungsmotor zu erwärmen.

Ein Kolben des Dehnstoffelements 72 beaufschlagt einen Stößel 76, der entlang einer Längsachse 78 verschiebbar in dem Gehäuse 62 aufgenommen ist. An seinem, dem Dehnstoffelement 72 zugewandten Ende ist der Stößel 76 mit einem Schieber 80 versehen. Der Schieber 80 weist zwei im Abstand voneinander angeordnete Teller auf, die mittels zweier oder mehrerer Längsstreben miteinander verbunden sind. Mittels des Schiebers 80 wird in der in der 3 dargestellten Motorwarmlaufstellung eine Strömungsverbindung zwischen der Heißzulauföffnung 64 für erhitztes Kühlmittel vom Verbrennungsmotor und der Austrittsöffnung 68 und somit dem Eintritt in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher unterbrochen.

Ausgehend von dem Schieber 80 zu dem, dem Dehnstoffelement 72 gegenüberliegenden Ende, folgt auf den Schieber 80 ein umlaufender Absatz 82 oder Mitnehmer an dem Stößel 76, durch den bei Verschiebung des Stößels 76 ein am Gehäuse 62 abgestützter federbelasteter Teller 84 aufgedrückt werden kann. Der Teller 84 sperrt in der in der 2 dargestellten Motorwarmlaufstellung eine Strömungsverbindung zwischen der Kaltzulauföffnung 66 für gekühltes Kühlmittel von einem Fahrzeugkühler und der Austrittsöffnung 68 und somit dem Eintritt in den Öl-/ Kühlmittelwärmetauscher ab. Der Teller 84 ist verdrehbar auf dem Stößel 76 geführt und dabei in konventioneller Weise gegen diesen abgedichtet. In der in der 2 dargestellten Motorwarmlaufstellung wird der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher somit nicht durchströmt.

An seinem, dem Dehnstoffelement 72 gegenüberliegenden Ende ist der Stößel 76 in einer Führungsbuchse 86 eines Abschnitts des Gehäuses 62 längsverschiebbar aufgenommen. Die Führungsbuchse 86 ist mittels dreier sternartig angeordneter Streben am Gehäuse 62 gehalten. Der Stößel 76 selbst ist mittels einer Feder 88, die sich am Gehäuse 62 abstützt, gegen das Dehnstoffelement 72 vorgespannt, so dass der Stößel 76 und das Dehnstoffelement 72 im abgekühlten Zustand stets die in der 2 dargestellte Position einnehmen.

Die Feder 88 kann auch als sogenannte Überdruckfeder ausgelegt werden und dadurch einen Überdruck im Kühlkreislauf auf einen vordefinierten Wert begrenzen. Steigt nämlich ein Kühlmitteldruck an der Heißzulauföffnung 64 für erhitztes Kühlmittel vom Verbrennungsmotor über einen vordefinierten Wert an, wird der Schieber 80 gegen die Federkraft der Feder 88 in der Darstellung der 3 nach links gedrückt und gibt die Heißzulauföffnung 64 frei. Eine Druckentlastung kann dann über den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher 14 erfolgen.

In der Darstellung der 3 ist gut zu erkennen, dass bei der Konzeption des Thermostatventils 60 auf eine einfache Montierbarkeit geachtet wurde. Das Gehäuse 62 ist zweiteilig ausgeführt, wobei ein zweiter Gehäuseteil 67 in eine passende Bohrung des ersten Gehäuseteils eingeführt und gegen diesen abgedichtet ist. Am zweiten Gehäuseteil 67 stützt sich beispielsweise die Feder 88 ab und in diesem zweiten Gehäuseteil 67 ist die Führungsbuchse 86 angeordnet. Der Stößel 76 ist in Richtung auf das Dehnstoffelement 72 zu mit ansteigenden Durchmessern ausgebildet, so dass der Schieber 80 den größten Durchmesser aufweist. Der Ansatz 82 sowie der darauffolgende Abschnitt des Stößels 76, auf dem der Teller 84 verschiebbar aufgenommen ist, ist dahingegen mit geringerem Durchmesser ausgeführt. Den geringsten Durchmesser schließlich weist derjenige Abschnitt des Stößels auf, der in der Führungsbuchse 86 geführt ist. Zur Montage des Thermostatventils 60 wird zunächst das Dehnstoffelement 72 in die entsprechende Aufnahme in der Trennwand 74 eingepresst. Daraufhin kann der Stößel 76 in das Gehäuse 62 eingeschoben werden. Nach Aufschieben des Tellers 84 und Aufsetzen der Feder 88 sowie der Feder, die den Teller 84 vorspannt, wird dann der zweite Gehäuseteil 67 aufgesetzt und mit dem ersten Gehäuseteil verbunden.

Wie anhand der 1 bereits erläutert wurde, strömt in der dargestellten Motorwarmlaufstellung ein Leckstrom mit erhitztem Kühlmittel am Gehäuse des Dehnstoffelements 72 vorbei, so dass dieses erwärmt wird und sich der Kolben in der Darstellung der 2 nach links verschiebt. In der Folge öffnet der Stößel 76 zunächst die Strömungsverbindung zwischen der Heißzulauföffnung 64 und der Austrittsöffnung 68, so dass vom Verbrennungsmotor erwärmtes Kühlmittel in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher einströmen kann. Sobald der Öl-/Kühlmittelwärmetauscher von Kühlmittel durchströmt ist, sinkt das Druckgefälle über die Trennwand 74 und ist nun hauptsächlich durch den Druckverlust des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers bestimmt. Dadurch wird der Leckstrom über die Trennwand 74 im wesentlichen vollständig unterbunden.

Bei weiterer Erwärmung des Dehnstoffelements 72 wird über den Ansatz 82 des Stößels 76 der federbelastete Teller 84 in der Darstellung der 2 nach links verschoben und öffnet dadurch eine Strömungsverbindung zwischen der Kaltzulauföffnung 66 und der Austrittsöffnung 68, so dass gekühltes Kühlmittel vom Fahrzeugkühler mit erhitztem Kühlmittel von der Brennkraftmaschine im Thermostatventil 60 gemischt und über die Austrittsöffnung 68 in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eingespeist wird. Das Mischungsverhältnis wird in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur im Durchgangskanal 70 geregelt, in den der zweite Gehäuseabschnitt des Dehnstoffelements 72 vorragt.

Bei weiterer Erwärmung des Dehnstoffelements 72 wird mittels des Schiebers 80 eine Strömungsverbindung von der Heißzulauföffnung 64 zur Austrittsöffnung 68 wieder unterbrochen, so dass kein erhitztes Kühlmittel vom Verbrennungsmotor mehr in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eintreten kann. Der Kühlmittelwärmetauscher wird dann nur noch von gekühltem Kühlmittel aus dem Fahrzeugkühler durchströmt, das in diesen über die Strömungsverbindung zwischen der Kaltzulauföffnung 66 und der Austrittsöffnung 68 gelangt.

Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Thermostatventils 90 ist in einer Schnittansicht in der 4 dargestellt. Ein Dehnstoffelement 92 ist mit einem ersten Gehäuseabschnitt in einem Durchgangskanal 94 des Thermostatventils 90 angeordnet, der stromabwärts des Kühlmittelauslasses eines Öl-/Kühlmittelwärmetauschers angeordnet wird. Das Dehnstoffelement 92 durchsetzt mit seinem Gehäuse eine Durchgangsbohrung in einer Trennwand des Gehäuses des Thermostatventils 90 und ist mit einem zweiten Gehäuseabschnitt in einem Kühlmittelzulauf 97 für erhitztes Kühlmittel von einem Verbrennungsmotor angeordnet. Eine Durchgangsbohrung in der Trennwand ist an ihrem Umfang mit Nuten 96 versehen, die eine Strömungsverbindung zwischen dem Kühlmittelzulauf 97 für erhitztes Kühlmittel und dem Durchgangskanal 94 ermöglichen. Das Dehnstoffelement 92 beaufschlagt einen Stößel 98, der analog zu dem in der 2 beschriebenen Stößel einen Schieber und einen Ansatz aufweist. Der Ansatz des Stößels 98 kann einen federbelasteten Teller 100 bewegen. Wie anhand der 2 erläutert wurde, kann dadurch mittels des Dehnstoffelements 72, dem Stößel 98 mit dem Schieber und dem Teller 100 eine Eintrittstemperatur des Kühlmittels in den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher eingestellt werden.

An seinem, dem Dehnstoffelement 92 gegenüberliegenden Ende des Stößels 98 durchsetzt dieser eine weitere Trennwand des Gehäuses, das die Kühlmittelkanäle des Gehäuses von Ölkanälen trennt. Das dem Dehnstoffelement 92 gegenüberliegende Ende des Stößels 98 ist bereits in einem Öldurchgangskanal 102 angeordnet und kann eine Strömungsverbindung durch diesen Öldurchgangskanal 102 dadurch freigeben, dass ein federbelasteter Teller 104 aufgedrückt wird. Der Öldurchgangskanal 102 ist stromaufwärts oder stromabwärts des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers vorgesehen. In der in der 3 dargestellten Motorwarmlaufstellung ist somit eine Ölzirkulation durch den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher unterbunden. Erst nachdem das Dehnstoffelement 72 erwärmt wurde, wird sowohl eine Kühlmittelströmung als auch eine Ölströmung durch den Öl-/Kühlmittelwärmetauscher freigegeben. Auf diese Weise lässt sich die Erwärmung des Getriebeöls in der Kaltstartphase weiter beschleunigen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl, insbesondere Getriebeöl, eines Kraftfahrzeugs, mit einem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14), einem Thermostatventil (30; 60; 90) zum Einstellen einer Kühlmitteltemperatur im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14) durch Mischen von Kühlmittel von einer Brennkraftmaschine (10) des Kraftfahrzeugs und Kühlmittel von einem Kühlmittelkühler (24) des Kraftfahrzeugs, wobei ein thermostatisches Arbeitselement (32; 72, 92) des Thermostatventils (30; 60; 90) vom Kühlmittel in einem Kühlmittelrücklauf (70; 94) stromabwärts des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers (14) umströmbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (96) vorgesehen sind, um wenigstens bei nicht mit Kühlmittel durchströmtem Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14) eine Anströmung des thermostatischen Arbeitselements (32; 72; 92) durch Kühlmittel von der Brennkraftmaschine (10) zu bewirken.
  2. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anströmung des thermostatischen Arbeitselements (32; 72, 92) durch Kühlmittel von der Brennkraftmaschine (10) mittels wenigstens einer Leitung (96) bewirkt wird, die unmittelbar angrenzend an das thermostatische Arbeitselement (32; 72; 92) mündet und deren Querschnitt gegenüber dem Querschnitt eines Kühlmittelzulaufs (38; 64) von der Brennkraftmaschine (10) zum Thermostatventil (30; 60; 90) wesentlich verringert ist.
  3. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (96) eine Strömungsverbindung zwischen dem Kühlmittelzulauf (38; 64) von der Brennkraftmaschine (10) und dem Kühlmittelrücklauf (44; 70; 94) des Öl-/Kühlmittelwärmetauschers (14) bereitstellt.
  4. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das thermostatische Arbeitselement (72) mit einem ersten Gehäuseabschnitt im Kühlmittelrücklauf (70; 94) vom Öl-/Kühlmittelwärmetauscher und mit einem zweiten Gehäuseabschnitt im Kühlmittelzulauf (64) von der Brennkraftmaschine angeordnet ist, wobei eine Trennwand (74) zwischen dem Kühlmittelzulauf (64) und dem Kühlmittelrücklauf (70; 94) mit wenigstens einem Strömungskanal (96) versehen ist.
  5. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungskanal (96) mittels einer Durchgangsbohrung zur Aufnahme des Gehäuses des thermostatischen Arbeitselements (72) bereitgestellt wird.
  6. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermostatventil (30; 60; 90) von dem thermostatischen Arbeitselement (32; 72) beaufschlagte erste Absperrmittel (80) aufweist, wobei die ersten Absperrmittel (80) in einer Motorwarmlaufstellung den Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine (10) zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14) absperren, in einer Ölaufheizstellung und einer normalen Regelbetriebsstellung den Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine (10) zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher freigeben und in einer Ölkühlstellung den Kühlmittelzulauf von der Brennkraftmaschine (10) zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14) absperren.
  7. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermostatventil (30; 60; 90) von dem thermostatischen Arbeitselement (32; 72) beaufschlagte zweite Absperrmittel (84; 100) aufweist, wobei die zweiten Absperrmittel in einer Motorwarmlaufstellung einen Kühlmittelzulauf vom Fahrzeugkühler (24) zum Öl-/Kühlmittelwärmetauscher (14) absperren und in einer normalen Regelbetriebsstellung sowie einer Ölkühlstellung den Kühlmittelzulauf vom Fahrzeugkühler (24) freigeben.
  8. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Thermostatventil (90) von dem thermostatischen Arbeitselement (72) beaufschlagte dritte Absperrmittel (104) aufweist, wobei die dritten Absperrmittel (104) in einer Motorwarmlaufstellung eine Ölzirkulation im Öl-/Kühlmittelwärmetauscher verhindern und in einer Ölaufheizstellung und einer normalen Regelbetriebsstellung sowie einer Ölkühlstellung die Ölzirkulation freigeben.
  9. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten, zweiten und/oder dritten Absperrmittel einen von dem thermostatischen Arbeitselement (32; 72) beaufschlagten und in einem Gehäuse des Thermostatventils (30; 60; 90) verschiebbar aufgenommenen Stößel (76; 98) aufweisen.
  10. Vorrichtung zur Temperierung von Schmieröl nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das thermostatische Arbeitselement (32; 72; 92) elektrisch beheizbar ist.
  11. Thermostatventil (30; 60; 90) zur Verwendung in einer Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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