Die Erfindung betrifft ein Rohrnetz- und Verteilsystem mit mehreren
beispielsweise netzwerk- oder gitterförmig angeordneten Luftverteilrohren und mit
einer Rohrleitungsanordnung, insbesondere zur Versorgung von Heiz- und/oder Kühleinrichtungen
in Gebäuden, die in den Luftverteilrohren geführt ist, wobei die Luftverteilrohre
und die Rohrleitungsanordnung jeweils mehrere Versorgungsanschlüsse, mehrere Verteilerknoten
und jeweils wenigstens einen Einspeiseknoten aufweisen. Weiter betrifft die Erfindung
einen Verteilerknoten für ein derartiges System.
Bei Raumluft- und Klimasystemen für Gebäude hat es sich insbesondere
aus installationstechnischen und thermodynamischen Gründen als vorteilhaft erwiesen,
Rohrnetze für die Heizungs- und/oder Klimatechnik innerhalb eines Luftverteil-Kanalnetzes
zu führen. Derartige Raumluft- und Klimasysteme werden häufig ebenso wie das darin
verlaufende primäre Rohrleitungsnetz netzwerk- bzw. gitterförmig aufgebaut, so dass
diese gemeinsam ein multifunktionales Versorgungsnetzwerk bilden. An dieses können
über Versorgungsanschlüsse die raumluft- und klimatechnisch zu versorgenden Endgeräte
angeschlossen werden. Über Einspeiseknoten erfolgt die raumluft- und klimatechnische
Versorgung des multifunktionalen Versorgungsnetzwerkes, wobei die Einspeiseknoten
an einen Versorgungsschacht des Gebäudes angeschlossen sein können. Die einzelnen
Elemente des multifunktionalen Versorgungsnetzwerkes sind dabei über Verteilerknoten
untereinander verbunden. Die einzelnen Rohrleitungsabschnitte des Systems sind an
den ortsfest in Gebäuden positionierten Versorgungsanschlüssen und Einspeiseknoten
fest fixiert. Meist sind die Rohrleitungsabschnitte auch in den Verteilerknoten
befestigt, so dass Bewegungen innerhalb des Rohrnetz- und Verteilersystems weitgehend
unterbunden werden.
Insbesondere im Bereich der Heizungs- und Klimatechnik werden derartige
Rohrnetz- und Versorgungssysteme für Temperaturbereiche des Trägermediums, beispielsweise
Wasser oder eine Wasser-Glykol-Mischung, von 5° C bis etwa 90° C oder darüber
ausgelegt. Auf Grund der Temperaturschwankungen des Trägermediums kann es daher
in Abhängigkeit des Temperaturausdehnungskoeffizienten des verwendeten Rohrmaterials
und der Länge des Rohrnetzstranges zu Längenschwankungen kommen, die bei einer starren
Verbindung des Rohrnetzes auf oder mit einer Trägerkonstruktion, wie beispielsweise
Gebäudeteilen, entsprechende Kompensationsmaßnahmen erforderlich machen.
Zum Ausgleich derartiger Längenschwankungen des Rohrnetzes sind Kompensatorelemente
bekannt, die im Bereich des Rohrnetzes meist in jedem Verteilerknoten derart angeordnet
werden, dass die auftretenden Längenschwankungen ausgeglichen bzw. aufgenommen werden
können. Als Kompensatorelemente werden beispielsweise Schläuche aus Edelstahlwellrohr
mit axialer und ggf. auch lateraler Flexibilität eingesetzt. Die Verwendung derartiger
Wellrohrkompensatoren bringt jedoch aufgrund der großen Anzahl der erforderlichen
Schraub- bzw. Pressverbindungen zum Anschluss an das Rohrnetz einen hohen Material-
und Montageaufwand mit sich, wobei potentielle Quellen für das Auftreten von Undichtigkeiten
bzw. Verbindungsfehlern entstehen, wodurch direkte oder Folgeschäden hervorgerufen
werden können.
Alternativ hierzu ist es bekannt, die aufgrund von Temperaturschwankungen
auftretenden Längenänderungen des Rohrnetzes durch Ausgleichsbögen, d.h. U-förmig
ausgebildete Rohrverläufe, die in dem Verlauf des Rohrnetzes ausgeformt sind, aufzunehmen.
Derartige Ausgleichsbögen müssen jedoch sorgfältig berechnet und platziert werden,
wodurch der Aufwand für Planung und Montage des Rohrnetzes erhöht wird. Insbesondere
bei kleineren Rohrnetzen wird teilweise auf das Vorsehen von Kompensationsmaßnahmen
verzichtet, wenn das Rohrnetz verschiedene geometrische Ebenen durchläuft, die in
sich bereits einen Ausgleichsbogen darstellen. Dies führt jedoch häufig zu einer
unerwünschten Geräuschentwicklung oder dgl. bei einer Temperaturänderung des Trägermediums.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist demgegenüber, ein Rohrnetz-
und Verteilsystem sowie einen Verteilerknoten hierfür bereitzustellen, bei welchem
auf das Einbinden von Kompensationselementen weitgehend verzichtet werden kann und
zudem die Montage des gesamten Rohrnetz- und Verteilsystems erheblich erleichtert
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Rohrnetz- und Verteilsystem
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Rohrleitungsanordnung in den
Luftverteilrohren und den Verteilerknoten in wenigstens einer Richtung frei beweglich
gelagert ist und in den Versorgungsanschlüssen und dem wenigstens einen Einspeiseknoten
fixiert ist. Die Rohrleitungsanordnung ist somit beweglich mit dem rauflufttechnischen
Versorgungsnetzwerk, d.h. den Luftverteilrohren, verbunden, so dass Ausdehnungen
der Rohrleitungsanordnung infolge von Temperaturschwankungen eine Bewegung der Rohrleitungsanordnung
innerhalb der Verteilerknoten ermöglicht. Aufgrund der systemtypischen Auslegungskriterien
der Luftverteilrohre, die sich hauptsächlich an den Luftvolumenströmen orientieren,
sind die Luftverteilrohre derart dimensioniert, dass der maximal erforderliche Bewegungsspielraum
bei einer Temperaturdehnung der Rohrleitungen in den Luftverteilrohren aufgenommen
werden kann. So beträgt die Längenausdehnung einer Kupferrohrleitung bei einer Temperaturschwankung
um 85° C und bei einer Länge von 25 m etwa 34 mm. Ein typischer Durchmesser
der Luftverteilrohre liegt bei etwa wenigstens 100 mm, so dass die Temperaturdehnungen
problemlos in den Luftverteilrohren aufgenommen werden können.
Vorzugsweise ist die Rohrleitungsanordnung in den Luftverteilrohren
und den Verteilerknoten in einer Ebene frei beweglich gelagert, während sie in den
Versorgungsanschlüssen und dem wenigstens einen Einspeiseknoten ortsfest fixiert
ist. Zusätzlich oder alternativ hierzu können die Rohrleitungen in den Luftverteilrohren
und den Verteilerknoten um wenigstens eine Achse frei drehbar gelagert sein und
in den Versorgungsanschlüssen und dem wenigstens einen Einspeiseknoten drehfest
fixiert sein. Bei dieser Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rohrnetz- und Verteilsystems
können die durch unterschiedliche Längendehnungen der Rohrleitungsanordnung auftretenden
Bewegungen erfolgen, ohne dass in den Verteilerknoten Kompensationselemente vorgesehen
sein müssen.
Zur Erleichterung der Montage des Rohrnetz- und Verteilsystems wird
vorgeschlagen, dass die Rohrleitungsanordnung in zumindest einem Luftverteilrohr
und/oder in zumindest einem Verteilerknoten mit wenigstens einem elastischen Element
in einer Montageposition gehalten ist, aus der die Rohrleitungen gegen die Rückstellkraft
des wenigstens einen elastischen Elements verschieb- und/oder verdrehbar sind. Um
die Rohrleitungen positionsgenau in einer Aufhängung oder Befestigungskonstruktion
zu halten und anschließend bei Temperaturschwankungen innerhalb der auslegungsgemäß
zu erwartenden Betriebsbedingungen den jeweils nach allen Seiten größtmöglichen
Bewegungsspielraum zu gewährleisten, werden die Rohrleitungen beispielsweise durch
Federn in einer gewählten Montageposition fixiert. Die Positionierung erfolgt dabei
derart, dass die auftretenden Längeschwankungen gegen die Kraft der Feder oder dgl.
aufgenommen werden können.
Alternativ erfolgt die Positionierung dergestalt, dass der Verteilerblock
für den Montagevorgang eingeschränkt beweglich in dem Rohrnetz- und Verteilsystem
befestigt ist. Dabei besteht die Einschränkung darin, dass der Bewegungsspielraum
für den Montagevorgang gegenüber dem Gesamt-Bewegungsspielraum insoweit geringer
bemessen ist, dass der selbst bei voller Ausnutzung des Montagespielraums verbleibende
Bewegungsspielraum in jedem Fall ausreicht, um die Längenänderungen infolge von
Temperaturschwankungen auszugleichen.
Ein erfindungsgemäßer Verteilerknoten, der beispielsweise für den
Einsatz in dem oben beschriebenen Rohrnetz- und Verteilsystem geeignet ist, weist
ein Gehäuse auf, dass mit mehreren Öffnungen zum Anschluss von Luftverteilrohren
versehen ist. Dabei ist eine auf einem Verteilerblock befestigte Rohrleitungsanordnung,
die aus wenigstens einem ersten Versorgungsrohr und wenigstens einem davon abzweigenden
zweiten Versorgungsrohr sowie wenigstens einem von dem ersten oder zweiten Versorgungsrohr
abzweigenden Anschlussrohr besteht, auf einer ortsfest befestigbaren Halteplatte
oder dgl. des Gehäuses verschiebbar gelagert. Auf diese Weise kann der Verteilerblock
innerhalb des Verteilerknotens Verschiebebewegungen ausführen, die durch Längenänderungen
der Rohrleitungsanordnung infolge von Temperaturschwankungen hervorgerufen werden.
Der Verteilerblock kann nach einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung so ausgestaltet sein, dass die Rohrleitungsanordnung ihn zumindest teilweise
durchdringt. Mit anderen Worten kann der Verteilerblock mehrere Durchgangsbohrungen
aufweisen, in denen die Rohrleitungsanordnung verläuft oder die Durchgangsbohrungen
selbst können Teil der Rohrleitungsanordnung sein.
Wenn die Halteplatte eine Ausnehmung aufweist, durch welche sich ein
in der Ausnehmung verschiebbares Befestigungselement erstreckt, das den Verteilerblock
mit einer auf der diesem gegenüberliegenden Seite der Halteplatte vorgesehenen Arretierungsscheibe
verbindet, kann der Verteilerblock innerhalb des Verteilerknotens in einem definierten
Bereich verschoben werden.
Das Befestigungselement ist dabei vorzugsweise ein Führungsbolzen,
dessen Abmessungen in der Ebene der Halteplatte kleiner als die der Ausnehmung sind.
Die Verschiebung des Verteilerblocks innerhalb des Verteilerknotens wird somit dadurch
begrenzt, dass der Führungsbolzen an den Rand der Ausnehmung anstößt. Um eine gleichmäßige
Verschiebung des Halteblocks in alle Richtungen zu ermöglichen, ist die Ausnehmung
vorzugsweise eine runde Aussparung in der Halteplatte.
Eine unkontrollierte Bewegung des Verteilerblocks innerhalb des Verteilerknotens
kann dadurch vermieden werden, dass die Abmessungen der Arretierungsscheibe in einer
Ebene parallel zu der Halteplatte größer sind als die Abmessungen der Ausnehmung.
Die Arretierungsscheibe überdeckt folglich tellerartig die Ausnehmung in der Halteplatte
und kann gemeinsam mit dem Führungsbolzen und dem Verteilerblock relativ zu der
Halteplatte verschoben werden.
Um die Montage des Verteilerblocks innerhalb des Verteilerknotens
zu erleichtern, können zwischen der Halteplatte und dem Verteilerblock ein elastisches
Element, beispielsweise eine Positionierfeder, und/oder ein durchtrennbares Fixierelement,
wie z.B. ein Positionierstift, vorgesehen sein. Sofern der Positionierstift ebenfalls
in einer Ausnehmung der Halteplatte geführt wird, die größer ist als die Abmessung
des Positionierstiftes, jedoch kleiner als die Ausnehmung für das verschiebbare
Befestigungselement, entsteht eine für den Montagevorgang durch die Abmessung dieser
Ausnehmung begrenzter Bewegungsspielraum. Die Begrenzung des Bewegungsspielraumes
wird dabei dadurch aufgehoben, dass die Positionierfeder oder der Positionierstift
derart ausgelegt werden, dass bei einer Längenänderung innerhalb der Rohrleitungsanordnung
beispielsweise infolge von Temperaturschwankungen der Verteilerblock
innerhalb des Verteilerknotens gegen die Kraft des elastischen Elements oder nach
Durchtrennen des Positionierstifts verschoben werden kann. Bei der Verwendung von
einem oder mehreren Positionierstiften ist daher insbesondere bei der Materialwahl
und Dimensionierung darauf zu achten, dass bei den auftretenden Längenschwankungen
der Rohre die auftretenden Scherkräfte ausreichen, um den oder die Positionierstifte
sicher abzubrechen und damit ihre Fixierfunktion zu eliminieren.
Das Verhältnis der Abmessungen der Ausnehmungen für das verschiebbare
Befestigungselement und den Positionierstift wird so festgelegt, dass die Abmessung
der Ausnehmung für den Positionierstift den in einer Ebene allseitigen Bewegungsspielraum
des Verteilerblocks für den Montagevorgang in optimaler Weise bestimmt, dies sind
bspw. etwa 2 bis 3 cm. Gleichzeitig wird die Abmessung der Ausnehmung für das verschiebbare
Befestigungselement so gewählt, dass bei vollständiger Ausnutzung des Bewegungsspielraumes
für den Montagevorgang in einer Richtung zusätzlich ein noch ausreichender Bewegungsspielraum
in die gleiche Richtung verbleibt, um die Längenänderungen infolge von Temperaturschwankungen
auszugleichen.
Da die Rohre der Rohrleitungsanordnung in den Verteilerknoten sowie
in den Luftverteilrohren verschiebbar gelagert sind und an Einspeiseknoten oder
an Endgeräten eine ortsfeste Anbindung dieser Rohre erforderlich ist, müssen die
infolge von Temperaturdehnung auftretenden Längenschwankungen der Rohre zwischen
den Verteilerknoten und den Versorgungsanschlüssen für Endgeräte bzw. den Einspeiseknoten
ausgeglichen oder ausgenommen werden. Hierzu ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass
das Gehäuse des Verteilerknotens Öffnungen oder über Sollbruchstellen öffenbare
Bereiche zur Durchführung z.B. wenigstens eines flexiblen Edelstahlwellschlauches
aufweist.
Die Längenschwankungen der Rohre werden somit nicht in jedem Verteilerknoten,
in welchem die Rohre über den Verteilerblock verschiebbar sind, sondern auf dem
Weg zwischen den Verteilerknoten und den Versorgungsanschlüssen bzw. den Einspeisknoten
über flexible Kompensationselemente, insbesondere einen Edelstahlwellschlauch, aufgenommen.
Die Anzahl der erforderlichen Kompensationselemente wird somit auf ein Minimum reduziert,
wodurch die Montage eines Rohrnetz- und Verteilsystems erheblich vereinfacht wird.
So kann die Anzahl der flexibel auszuführenden Verbindungen innerhalb
eines erfindungsgemäßen Rohrnetz- und Verteilsystems im Vergleich zu einem herkömmlichen
System um mindestens 30 % bis zu über 70 % reduziert werden. Alternativ zu dem Vorsehen
von beispielsweise flexiblen Edelstahlwellschläuchen zwischen den Verteilerknoten
und Versorgungsanschlüssen bzw. Einspeiseknoten kann auch der dazwischenliegende
Rohrleitungsbereich als ein Längendehnungen aufnehmender Ausgleichsbogen ausgelegt
werden.
Zum Anschluss eines Endgerätes zur Temperierung von Räumen wird üblicherweise
eine Vorlauf- und eine Rücklaufleitung für das erwärmte oder gekühlte Trägermedium
vorgesehen. Es wird daher bevorzugt, wenn die Rohrleitungsanordnung des Verteilerknotens
ein Paar erster Versorgungsrohre und ein Paar davon abzweigender zweiter Versorgungsrohre
sowie wenigstens ein Paar Anschlussrohre aufweist, die von dem ersten oder zweiten
Paar Versorgungsrohre abzweigen.
Weitere Ziele, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
und der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten
Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch
unabhängig von ihrer Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Es zeigen schematisch:
1 den Aufbau eines erfindungsgemäßen
Rohrnetz- und Verteilsystems,
2 in vergrößerter Darstellung einen Verteilerknoten
des Rohrnetz- und Verteilsystems nach 1,
3a in vergrößerter Darstellung den Verteilerknoten
nach 2,
3b den Verteilerknoten nach
3a bei veränderter Temperatur
4 in vergrößerter Darstellung eine Draufsicht
auf einen Verteilerknoten,
5 eine Schnittansicht durch den Verteilerknoten
nach 4 gesehen in Richtung des Pfeils V in
4,
6 eine Schnittansicht durch den Verteilerknoten
nach 4 gesehen in Richtung des Pfeils VI in
4 und
7 eine Schnittansicht durch den Verteilerknoten
gemäß 6 nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
In 1 ist ein Rohrnetz- und Verteilsystem
dargestellt, welches aus mehreren gitterförmig angeordneten Luftverteilrohren
1 sowie einer darin aufgenommenen Rohrleitungsanordnung 2 gebildet
ist. Die Rohrleitungsanordnung 2 ist in 1
lediglich in dem mittleren der in der Figur von oben nach unten verlaufenden Luftrohre
dargestellt. Die Luftverteilrohre 1 sowie die Rohrleitungsanordnung
2 sind dabei untereinander über Verteilerknoten 3 verbunden.
Das Rohrnetz- und Verteilsystem weist mehrere Versorgungsanschlüsse
4 auf, mit denen nicht dargestellte Endgeräte der Heizungs- und/oder Klimatechnik
mit einem Trägermedium versorgt werden. Die Versorgungsanschlüsse 4 sind
dabei ortsfest an den Endgeräten befestigt, die üblicherweise in Räumen eines Gebäudes
fixiert sind. Die Einleitung des Trägermediums in das Rohrnetz- und Verteilsystem
kann über einen Einspeiseknoten 5 erfolgen, der in der gezeigten Ausführungsform
einem Verteilerknoten 3 zugeordnet ist.
Die Versorgung kann in gleicher Weise durch direkten Anschluss des
Rohrnetz- und Verteilsystems an eine Versorgungsschacht 6 erfolgen, wie
dies in 1 beispielhaft für die Luftverteilrohre
1 dargestellt ist. Der Einspeisekonten 5 sowie der Versorgungsschacht
6 sind dabei ebenfalls ortsfest in einem Gebäude oder dgl. angeordnet.
Der in 2 vergrößert dargestellt Verteilerknoten
3 weist ein Gehäuse 7 auf, in welches drei Luftverteilrohre
1 münden. In dem in der Figur von oben nach unten verlaufenden Luftverteilrohr
1 ist ein Paar erster Versorgungsrohre 8a und 8b angeordnet,
während in den in der Figur von rechts nach links verlaufenden Luftverteilrohren
1 ein Paar zweiter Versorgungsrohre 9a und 9b vorgesehen
sind. Die Versorgungsrohe 8a und 9a können dabei die Vorlaufrohre
für mit dem Versorgungsanschluss 4 verbindbare Endgeräte, beispielsweise
Heizkörper, bilden, während die Versorgungsrohre 8b und 9b die
Rücklaufrohre bilden. Aus dem Gehäuse 7 des Verteilerknotens
3 zweigen zwei flexible Edelstahlwellschläuche 10 ab, über die
die Versorgungsrohre 8a, 8b, 9a und 9b mit dem
Versorgungsanschluss 4 über Leitungen verbunden werden.
Zur Verbindung der Wellschläuche 10 mit den Versorgungsrohren
zweigen von diesen Anschlussrohre ab. Wie insbesondere aus den 4
bis 6 ersichtlich ist, weist das Versorgungsrohr
8a, welches mit dem Versorgungsrohr 9a verbunden ist, zwei Anschlussrohre
11a und 12a auf, deren Enden zur Verbindung mit einem Wellschlauch
10 bzw. einem Verschlussstopfen oder dgl. ausgebildet sind. In gleicher
Weise ist das Versorgungsrohr 8b, welches mit dem Versorgungsrohr
9b verbunden ist, mit zwei Anschlussrohren 11b und 12b
ausgestattet. Die Versorgungsrohre und die Anschlussrohre bilden dabei die in
1 nur schematisch angedeutete Rohrleitungsanordnung
2.
Diese Rohrleitungsanordnung 2 ist in einem Verteilerblock
13 aufgenommen, wobei die Versorgungsrohre und die Anschlussrohre den Verteilerblock
13 teilweise durchdringen. Der Verteilerblock liegt auf einer Halteplatte
14 auf, die mittels einer Verschraubung 15 mit dem Gehäuse
7 verbindbar ist. In den Verteilerblock 13 ist ein Führungsbolzen
16 eingeschraubt, der durch eine kreisförmige Öffnung 17 in der
Halteplatte 14 ragt und auf der dem Verteilerblock 13 abgewandten
Seite der Halteplatte 14 mit einer kreisförmigen Arretierungsscheibe
18 verbunden ist. Der Verteilerblock 13 lässt sich somit gemeinsam
mit der Rohrleitungsanordnung 2 relativ zu dem Gehäuse 7 und der
Halteplatte 14 verschieben, wobei der Führungsbolzen 16 in der
Ausnehmung 17 der Halteplatte 14 gleiten kann. Ein Abheben des
Verteilerblocks 13 mit der Rohrleitungsanordnung 2 von der Halteplatte
14 wird dadurch vermieden, dass die Arretierungsscheibe 18, deren
Durchmesser größer als der der Ausnehmung 17 ist, auf der Halteplatte aufliegend
mit dem Führungsbolzen 16 verbunden ist.
Durch diese verschiebbare Lagerung des Verteilerblocks 13
auf der Halteplatte 14 können Längenänderungen der Versorgungsrohre innerhalb
des Rohrnetz- und Verteilsystems ausgeglichen werden. So ist in 3a
eine Position des Verteilerblocks 13 innerhalb des Verteilerknotens
3 dargestellt, in welcher sich die Versorgungsrohre 8a und
8b infolge einer Temperaturerhöhung ausgedehnt haben. Dagegen stellt
3b die Position des Verteilerblocks 13 innerhalb
des Verteilerknotens 3 dar, wenn in den Versorgungsrohren ein gekühltes
Medium fließt. Die Versorgungsrohre 8a und 8b haben sich daher
in 3b im Vergleich zu der Darstellung aus
3a verkürzt, so dass der gesamte Verteilerblock
13 mit den daran angeschlossenen Versorgungsrohren 9a und
9b in der Figur nach unten verschoben wurde. Diese Verschiebebewegung kann
durch die Wellschläuche 10, die mit den Anschlussrohren 12a bzw.
12b verbunden sind, aufgenommen werden. Die Rohranordnung 2 kann
sich somit relativ zu einem ortsfest angeordneten Versorgungsanschluss
4 bewegen, der mit den flexiblen Wellschläuchen 10 verbunden ist.
Um den Verteilerblock 13 während der Montage in einer vorbestimmten
Position fixieren zu können, ist eine in 4 dargestellte
Feder 19 vorgesehen, die den Verteilerblock 13 an der Halteplatte
14 hält. Eine Verschiebung des Verteilerblocks 13 ist jedoch gegen
die Kraft der Feder 19 bei einer Temperaturdehnung der Versorgungsrohre
möglich.
In 7 ist eine weitere Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, bei welcher zur Erleichterung der Montage der Verteilerblock
13 zusätzlich zu der Feder 19 durch einen Positionierstift
20 verschiebbar mit der Halteplatte 14 verbunden ist. Der Positionierstift
20 ist hierzu fest mit dem Verteilerblock 13 verbunden und ragt
mit einem Ende durch eine weitere Ausnehmung 21 in der Halteplatte
14. Diese weitere Ausnehmung 21 in der Halteplatte 14
hat einen größeren Durchmesser als der Positionierstift 20, so dass sich
der Verteilerblock 13 begrenzt durch den Positionierstift 20 relativ
zu der Halteplatte 14 bewegen kann. Selbst bei voller Ausnutzung des durch
den Positionierstift 20 und die weitere Ausnehmung 21 definierten
Montagespielraums ist der verbleibende Bewegungsspielraum ausreichend groß, um Längenänderungen
der Rohre infolge von Temperaturschwankungen auszugleichen. Durch geeignete Materialwahl
und/oder Dimensionierung des Positionierstiftes 20 kann erreicht werden,
dass dieser bei großen Längenschwankungen der Rohre abgeschert wird, um die Beweglichkeit
des Verteilerblockes 13 relativ zu der Halteplatte 14 sicherzustellen.
1
- Luftverteilrohr
2
- Rohrleitungsanordnung
3
- Verteilerknoten
4
- Versorgungsanschluss
5
- Einspeiseknoten
6
- Versorgungsschacht
7
- Gehäuse
8a, 8b
- Versorgungsrohre
9a, 9b
- Versorgungsrohre
10
- Wellschlauch
11a, 11b
- Anschlussrohre
12a, 12b
- Anschlussrohre
13
- Verteilerblock
14
- Halteplatte
15
- Verschraubung
16
- Führungsbolzen
17
- Ausnehmung
18
- Arretierungsscheibe
19
- Positionierfeder
20
- Positionierstift
21
- Ausnehmung