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Dokumentenidentifikation DE69724971T2 22.07.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000915459
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Belichtung eines Bildaufzeichnungsmediums
Anmelder Fujifilm Electronic Imaging Ltd., London, GB
Erfinder Bradburn, Grahame, Stevenage, Herts SG2 8SP, GB;
Manley, George Charles, St. Albans, Herts AL2 3QX, GB
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69724971
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.11.1997
EP-Aktenzeichen 973090178
EP-Offenlegungsdatum 12.05.1999
EP date of grant 17.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse G11B 7/135
IPC-Nebenklasse H01S 3/06   G03B 27/74   C12N 1/21   G03G 13/04   G03G 15/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Belichten eines Bildaufzeichnungsmediums, wie beispielsweise eine thermische Druckplatte.

1 zeigt eine Seitenansicht eines herkömmlichen Einstrahl-Interntrommelbelichters. Ein Laser 1 erzeugt einen Laserstrahl 2, der auf eine geneigte Reflektorfläche 3 eines Drehspiegels 4 fällt. Der Drehspiegel 4 wird durch einen Motor 5 gedreht, der auf einem Träger (nicht dargestellt) befestigt ist. Der Träger (nicht dargestellt) wird parallel zu der Trommelachse 7 durch Drehung einer Führungsspindel 7 angetrieben. Gegenstände 36 sind innerhalb der Trommel 7 aufgenommen. Ein oder mehrere Bildaufzeichnungsplatten (nicht dargestellt) sind auf der Innenfläche der Trommel 7 befestigt. Um die Bildaufzeichnungsplatten auf der Trommel 7 zu belichten, bewegt der Motor 5 sich entlang der Achse der Trommel 7 und dreht den Drehspiegel 4 um die Achse der Trommel 7, wobei der reflektierte Laserstrahl 8 eine Reihe von Umfangscanlinien belichtet.

Wie in 2 ersichtlich, die eine endseitige Ansicht der Vorrichtung aus 1 zeigt, ist der reflektierte Laserstrahl 8 während der unteren 80° seiner Drehung durch den Träger 136 blockiert. Dies erzeugt einen Schattenbereich 9, der den Scanner von einer Belichtung von vollen 360° der Trommel 7 abhält und die Geschwindigkeit und Effizienz des Systems vermindert. Der Winkel des Bereichs außerhalb des Schattenbereichs 9 wird herkömmlich als „Trommelwinkel" bezeichnet: Eine bekannte Maßnahme zur Verbesserung der Effizienz und der Scanzeit des Systems aus 1 besteht darin, einen zweiten Dreher und einen zweiten Laser wie in 3 dargestellt hinzuzufügen.

3 verdeutlicht die untere Hälfte 10 der Zylindertrommel. Ein erster Spiegel 11 und einer zweiter Spiegel 12 sind mit 180° zueinander auf einer gemeinsamen Welle 13 befestigt, die durch einen Motor (nicht gezeigt) gedreht wird. Ein erster Laser 14 ist auf den Drehspiegel 11 gerichtet und ein zweiter Laser 12 ist auf den Drehspiegel 12 gerichtet. Der Abstand zwischen den Reflektionsflächen des Drehspiegels 11, 12 entspricht der halben Trommellänge. Der Laser 14 richtet Belichtungsstrahlen auf den Spiegel 11 während einer Zyklushälfte, um eine Linie in der oberen Hälfte der Trommel zu belichten. Der Laser 15 richtet während der nächsten Zyklushälfte Belichtungsstrahlen auf den Spiegel 12, um eine andere Linie auf der Unterseite der Trommel zu belichten. Der Prozeß wird fortgesetzt bis der rechte Dreher 12 das rechte obere Viertel der Trommel 12 belichtet hat und der linke Dreher 11 das linke untere Viertel der Trommel belichtet hat. Daher ist die gesamte obere Hälfte der Trommel in der Hälfte der Zeit belichtet im Vergleich zu dem System aus 1. Zusätzlich ist die Gesamteffizienz erhöht, da die untere Hälfte der Trommel (die den Schattenbereich 9 einschließt) nicht belichtet ist.

Ein mit dem System in 3 zusammenhängendes Problem liegt darin, daß zwei Laser 14, 15, erforderlich sind. Die Kosten für die Laser können sehr hoch sein.

JP-A-4-208916 beschreibt die Versorgung eines synthetisierten Laserstrahls bestehend aus mehreren unterschiedlichen Wellenlängen zu einer Reihe von Strahlteilern, von denen jeder auf eine der Wellenlängen anspricht, und das Licht dieser Wellenlänge auf das Bildaufzeichnungsmedium umlenkt.

In Übereinstimmung mit einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Belichtung eines Bildaufzeichnungsmediums bereitgestellt, wobei der Apparat einen optischen Faserverstärker aufweist, der einen oder mehrere codierte Strahlung erzeugende Datenstrahlungsquelle(n), eine Abschaltstrahlungsquelle (dump radiation source) und eine Pumpstrahlungsquelle, die in den optischen Verstärker Pumpstrahlung pumpt, wobei die Leistung der Pumpstrahlungsquelle größer als die Leistung der Datenstrahlungsquelle(n) und der Abschaltstrahlungsquelle ist, ein Verteilgerät, das einen zum Empfang von Strahlung des optischen Faserverstärkers ausgelegten Eingang und eine Vielzahl Bildausgängen besitzt, einen Energieabschalter (dump), wobei das Umlenkgerät wahlweise die am Eingang empfangene Strahlung von der Datenstrahlungsquelle(n) zu einem ausgewählten der Bildausgänge und von der Abschaltstrahlungsquelle zu dem Energieabschalter umlenkt, und Verteilmittel für die Strahlung von jedem Bildausgang zu den Bildaufzeichnungsmedium, um das Bildaufzeichnungsmedium zu belichten.

In Übereinstimmung mit einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung, wird ein Verfahren zur Belichtung eines Bildaufzeichnungsmediums bereitgestellt, das einen optischen Faserverstärker verwendet, der ein oder mehrere Datenstrahlungsquelle(n) aufweist, die codierte Strahlung erzeugen, eine Abschaltstrahlungsquelle und eine Pumpstrahlungsquelle, die in den optischen Verstärker Pumpstrahlung pumpt, wobei in die Leistung der Pumpstrahlungsquelle größer als die Leistung der Datenstrahlungsquelle(n) und der Abschaltstrahlungsquelle ist, das Verfahren weist folgendes auf: Verstärken der Strahlung von der Daten- und Abschaltstrahlungsquelle, bereitstellen der verstärkten Strahlung an mehrere Bildausgänge bzw. zu einem Energieabschalter, abhängig von seiner Quelle, und belichten des Bildaufzeichnungsmediums mit Strahlung von den Bildausgängen.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Verteilgerät bereit, das einer einzelnen Strahlungsquelle erlaubt, in einem Scanner von der in 3 dargestellten Art, verwendet zu werden und ebenfalls einem optischen Faserverstärker ermöglicht, in einer Abbildungsanwendung eingesetzt zu werden. Dies führt zu einem deutlich vereinfachten System bei reduzierten Kosten.

Die Strahlung, die das Bildaufzeichnungsmedium belichtet, ist mit Bildinformationen codiert, um das gewünschte Muster von Pixeln zu belichten. Üblicherweise gibt die Strahlungsquelle Strahlung in Form von Pulsreihen an das Verteilgerät ein. Dies ermöglicht, Pixel auf dem Bildaufzeichnungsmedium mit kurzen Hochleistungspulsen zu belichten, was zu einem geringen thermischen Verlust führt.

Die Verwendung eines optischen Verstärkers mit einer Pumpenergiequelle erlaubt, die durchschnittliche Leistung eines optischen Verstärkers herkömmlich durch Einstellen der Eingangsleistung durch die Pumpenergiequelle anzupassen. Die Pumpenergiequelle besitzt bevorzugt ein Feld von Laserdioden.

Der Verstärker kann in einem kontinuierlichen Wellenmodus betrieben werden, wie schematisch in 4 dargestellt. Eine Leistungsquelle (nicht gezeigt) schafft ein Leistungssignal an Eingangsleitung 16. Wenn Schalter 17 geschlossen ist, gibt der Laserhohlraum 18 einen Laserstrahl 19 aus. Ein Problem mit dem kontinuierlichen Wellenmodus besteht darin, daß der Ausgangsstrahler 19 nicht eine größere Leistung als die Leistung an der Eingangsleitung 16 besitzen kann. Die ist ein besonderes Problem bei thermischen Druckbelichters, bei denen hohe Laserenergien verwendet werden können.

Daher wird der Verstärker bevorzugt im Pulsmodus betrieben, wie schematisch in 5 dargestellt. In diesem Fall schafft eine Leistungsquelle ein Leistungssignal an Eingangsleitung 20, das kontinuierlich in den Laserhohlraum 20 eingegeben wird. Der Laserhohlraum 21 speichert die Energie aus der Eingangsleitung 20 bis Schalter 22 geschlossen wird, um die Energie in Form eines gepulsten Hochleistungslaserstrahls abzugeben. Ergebnis kann die Leistung des gepulsten Laserstrahls 23 größer als die Leistung an der Eingangsleitung 20 sein. Dies ermöglicht Pixel auf dem Bildaufzeichnungsmedium mit kurzen Hochleistungspulsen zu belichten, was zu einem geringen thermischen Verlust führt.

Ein Beispiel für einen geeigneten Verstärker ist in 6 dargestellt. 6 verdeutlicht einen Faserverstärker der in WO95/10868 beschriebenen Art. Der Faserverstärker weist eine Faser 30 mit einem Erbium-Ytterbium dotierten Einmode-Innenkern 31 und einem konzentrischen Mehrmode-Außenkern 32 auf. Ein Einmodelaser (seed) 33 richtet einen codierten Laserstrahl 34 in den Innenkern 31. Die Pumpstrahlung wird durch eine Pumpquelle 35 bereitgestellt (ein Feld von Mehrmodelaserdioden), die transversal zu der optischen Achse der Laser 30 an die äußere Quelle 32 gekoppelt ist. Dies Verfahren der Kopplung einer Pumpquelle 35 mit der Faser 30 ist in WO96/20519 näher beschrieben. Die Pumpstrahlung von der Pumpquelle 35 bereitet sich durch den Außenkern 32 aus und koppelt an den verstärkenden Innenkern 31, und pumpt das aktive Material in den Innenkern 31. Folglich stellt der faseroptische Verstärker einen hochverstärkten Ausgangsstrahl 36 mit der Wellenlänge von Strah 34 bereit.

Der in 6 dargestellte faseroptische Verstärker ist primär zur Verwendung in der Telekommunikation ausgelegt, bei der der codierte Eingangslaserstrahl 34 nicht für eine bedeutende Zeitdauer ausgeschaltet ist. Wenn der Seed-Laser 33 für eine längere Dauer ausgeschaltet ist, fährt die Faser 30 fort, Energie von der Pumpquelle 35 zu akkumulieren, und daher geht die Faser 30 zur spontanen Emission über. Dieses Problem haben alle gepulsten Laserquellen gemeinsam, was dazu führt, daß gepulste Laserquellen allgemein nicht für Bildanwendungen verwendet werden, bei denen der Laser für eine längere Dauer ausgeschaltet ist.

Um dieses Problem zu lösen, besitzt die erfindungsgemäße Vorrichtungen einen Energieabschalter und Mittel, um die Strahlung der Strahlungsquelle entweder zu dem Energieabschalter oder zu dem Bildaufzeichnungsmedium zu lenken. Dies löst das Problem der spontanen Emission durch einen Energieabschalter, der verwendet wird, um einen übermäßigen Aufbau von Energie in der Strahlungsquelle zu verhindern.

Bevorzugt erzeugen die Datenstrahlungsquelle(n) und eine Abschaltstrahlungsquelle Strahlung mit unterschiedlichen Wellenlängen und das Verteilgerät weist einen Filter auf, der die verstärkte Strahlung zu dem Bildaufzeichnungsmedium oder zu dem Energieabschalter lenkt in Übereinstimmung mit der Wellenlänge der verstärkten Strahlung. In diesem Fall besitzt die Vorrichtung üblicherweise Mittel zum Codieren der Strahlung von der Abschaltstrahlungsquelle, wobei Strahlung nur durch die Abschaltstrahlungsquelle erzeugt wird, wenn keine Strahlung durch eine der Datenstrahlungsquelle(n) erzeugt wird. Dies erhöht die Effizienz und reduziert das Risiko der spontanen Emission. Dies ist ein besonders effizientes und schnelles Verfahren zur selektiven Umlenkung der Strahlung von der Strahlenquelle. Insbesondere sind keine akustisch/optischen Modulatoren erforderlich, um die Strahlung von der Strahlungsquelle zu codieren.

Die Strahlung kann durch die Luft zu dem Bildaufzeichnungsmedium übertragen werden, jedoch weisen die Mittel zum Richten der Strahlung von jedem Bildausgang auf das Bildaufzeichnungsmedium mehrere faseroptische Kabel auf, von denen jedes mit einem der Bildausgänge verbunden ist. Diese Anordnung verbessert die Kopplungseffizienz, reduziert Ausrichtprobleme und macht die Vorrichtung durch Beschränken der Bildstrahlen (die eine gefährliche Hochleistung besitzen können) sicherer. Bevorzugt besitzt der Verstärker einen Faserlaser, der einen zur Kopplung der faseroptischen Kabel geeigneten Ausgang besitzt.

Die Vorrichtung kann in einem herkömmlichen Belichter verwendet werden. Sie ist jedoch besonders für thermische Belichter geeignet, in denen die Strahlungsquelle die Strahlung eine Wellenlänge und Leistung erzeugt, die zum Belichten einer thermischen Bildplatte geeignet sind. Geeignete Wellenlängen liegen im Infrarotbereich. Üblicherweise besitzt das Bildaufzeichnungsmedium eine Empfindlichkeit von 50– 200 mJcm–2. Die üblicherweise von der Strahlungsquelle an dem Bildbelichtungsmedium bereitgestellte Durchschnittsleistung beträgt 2–10 W (in dem Fall, in dem das Bildaufzeichnungsmedium gleichzeitig belichtet wird).

Eine Anzahl von Beispielen der vorliegenden Erfindung wird nun mit Bezug auf die begleitenden Figuren beschrieben, es zeigt:

1 eine Seitenansicht eines herkömmlichen Einspiegelbelichters, 2 eine Endansicht des Belichters aus 1,

3 eine Seitenansicht eines Doppelspiegelbelichters,

4 eine schematische Darstellung eines kontinuierlichen Wellenlasers, 5 eine schematische Ansicht eines gepulsten Lasers,

6 eine schematische Ansicht eines gepulsten Lasers von der in WO95/10868 und WO96120518 beschriebenen Art,

7 eine schematische Seitenansicht eines Doppelspiegelbelichters, in den ein Beispiel für die erfindungsgemäße Vorrichtung eingebaut ist, 8 zeigt die Oberfläche der in 7 gezeigten Trommel,

9 ist ein Beispiel für die Strahlungsquelle und Steuermittel aus 7, 10 verdeutlicht ein erstes Codierschema für das System aus 9 und 11 verdeutlicht ein zweites Codierschema für das System aus 9.

Mit Bezug auf 7: Ein thermischer Belichter mit interner Trommel besitzt eine Trommel 50, die ein oder mehrere thermische Bildplatten (nicht gezeigt) auf ihrer Innenfläche trägt. Zwei Drehspiegel 51, 52 sind um 180° zueinander versetzt auf einer gemeinsamen Welle 45 befestigt, die durch einen Motor 46 auf einem Wagen (nicht dargestellt) gedreht wird, der durch eine Schraubenspindel 47 angetrieben wird. Eine Codiereinheit 48 codiert die Winkelposition der Welle 45, um eine Reihe von Pulsen zu schaffen, die mit einem gewünschten Faktor multipliziert sind, um ein Zeitgebersignal 49 der gewünschten Frequenz (üblicherweise 20–120 MHz) zu erzeugen. Ein Laser ist schematisch mit 53 bezeichnet und besitzt ein Paar von Bildausgängen 54, 55. Strahlung von dem Bildausgang 54 wird in ein faseroptisches Kabel 56 geleitet, das an seinem entfernt liegenden Ende mit einer Linse 57 gekoppelt ist, die relativ zu dem Drehspiegel 52 befestigt ist. Strahlung aus dem Bildausgang 55 wird in das faseroptische Kabel 58 eingegeben, das in seinem entfernten Ende mit einer Linse 59 befestigt ist, die in Bezug auf den Drehspiegel 51 fest ist. Schematisch mit 159 bezeichnete Steuermittel steuern den Laser 53 derart, daß codierte Strahlung wahlweise auf einen der Drehspiegel 51, 52 gerichtet wird.

8 ist eine flache Darstellung der Außenfläche der Trommel 50. Der Schattenbereich 9 liegt zwischen 140° und 220° und die obere Hälfte der Trommel liegt zwischen 270° und 90°. Vier thermische Bildplatten 6063 sind auf der oberen Hälfte der Trommel befestigt. Der linke Spiegel 51 belichtet Platten 60 und 61 (in dem unteren Viertel 64 der Trommel) mit zyan und magenta Bildtrennungen und der rechte Spiegel 52 belichtet Platten 62 und 63 (in dem oberen rechten Viertel 65 der Trommel) mit gelb und schwarzer Bildtrennungen.

9 zeigt ein erstes Beispiel der Strahlungsquelle 53 und Steuereinrichtung 159, die in 7 schematisch dargestellt ist. Die Strahlungsquelle 53 weist einen optischen Faserlaserverstärker der in 6 gezeigten An auf (gleiche Referenzzeichen werden für gleiche Komponenten verwendet) und wie in WO95/105868 und WO96/20519 beschrieben. Eine geeignete Strahlungsquelle ist der IRE-Polus, YLPM-Serien gepulste Ytterrbium dotierte Faserlaser. Drei Seed-Laser 7375 mit einem Paar von Datenlasern 73, 74 und einem Abschaltlaser 75 sind auf ein Ende des Innenkerns 31 gerichtet. Die Seed-Laser 7375 senden Strahlungen bei gering unterschiedlichen Wellenlängen aus, die um die gewünschte Infrarotwellenlänge von ungefähr 1015 nm liegen. In einem Beispiel senden die Datenlaser 73, 74 Strahlung bei 1010 nm und 1020 nm und der Abschaltlaserstrahlung von 1030 nm aus. Ein Filter 76 filtert den verstärkten Strahlungsausgang von dem anderen Ende des Innenkerns 31 und richtet Strahlung bei der Wellenlänge des ersten Datenlasers 73 zu dem Ausgang 54, Strahlung von dem zweiten Datenlaser 74 zu den Ausgang 55 und Strahlung von dem Abschaltlaser 75 zu einem Energieabschalter 72. Das Paar von Bildausgängen 54, 55 (Ausgang 1 und Ausgang 2) sind an die faseroptischen Kabel 56, 58 gekoppelt. Die Seed-Laser 7375 sind Niederenergie Einmodlaser, die durch einen Mikroprozessor 78 wie nachfolgend beschrieben, geschaltet werden: Die Leistung der Pumplaserdioden 35 kann in Übereinstimmung mit der auf den Film zubringenden gewünschten Leistung ausgewählt werden. Die erforderliche Energie wird durch die Medienempfindlichkeit (üblicherweise 50–200 mJcm2), Trommelwinkel (üblicherweise 209°), Auflösung (üblicherweise 48-144 Linien/mm), Filmhöhe (üblicherweise 930 mm), Filmbreite (üblicherweise 1130 mm), Drehgeschwindigkeit (üblicherweise 30.000 U/min) und die optische Effizienz (üblicherweise 90%) bestimmt. Als ein Ergebnis ist die Leistung der Abschaltdioden üblicherweise gewählt, um eine Ausgangsleistung von 3–10 W zu geben. In dem Beispiel aus 9 liefern die Pumpdioden 35 8 W.

Ein erster Datenspeicher 90 enthält binäre Bilddaten, die als ein Muster von Pixel auf dem oberen linken Viertel der Trommel 50 über den ersten Bildausgang 54 (Ausgang 1) aufgezeichnet werden sollen. Ein zweiter Datenspeicher 91 enthält binäre Bilddaten, die als ein Pixelmuster auf dem oberen rechten Viertel der Trommel über einen zweiten Bildausgang 55 (Ausgang 2) aufgezeichnet werden sollen. Der Mikroprozessor 78 liest die Daten aus dem Speicher 90, 91 ansprechend auf das Zeitgebersignal 49 von der Codiereinheit 48 aus. Der Mikroprozessor 78 steuert die Laser 73-75 wie in den Beispielen aus 10 und 11 beschrieben.

10 und 11 verdeutlichen den Strahlungsausgang durch den Bildausgang 54 (Ausgang 1), Bildausgang 55 (Ausgang 2) und Abschaltausgang 72. Die aus den Datenspeichern 90 (Daten 1) und 91 (Daten 2) ausgelesenen binären Bilddaten sind ebenfalls gezeigt, gemeinsam mit dem Zeitgebersignal 49, das eine Zeitperiode 130 von 20 ns besitzt.

10 verdeutlicht das Codierschema, wenn die Datenströme aus den Speichern 90, 91 sich nicht überlappen, d. h. wenn nur die untere Hälfte der Trommel belichtet wird. Für die erste Halbdrehung der Welle 45 (links von der Linie 110), wird der Spiegel 52 (Ausgang 1) eine Linie in dem oberen rechten Viertel 65 der Trommel belichten. Nur ein Teil der Linie ist in 10 dargestellt. Für die zweite Halbdrehung der Welle 45 (rechts von der Linie 110), belichtet der Spiegel 51 (Ausgang 2) eine Linie in dem unteren linken Viertel 64 der Trommel.

Der Mikroprozessor 78 steuert die Seed-Laser 7375 derart, daß ein Strahlungspuls von dem Verstärker bei jedem positiven Zeitgeberschritt ausgegeben wird. Wenn Daten 1 hoch sind, dann wird ein Strahlungspuls an dem ersten Ausgang 54 ausgegeben, um einen einzelnen Pixel zu belichten. Wenn Daten 2 hoch sind, dann wird ein Strahlungspuls auf den zweiten Ausgang 55 ausgegeben, um ein einzelnes Pixel zu belichten. Wenn keine der Datenlinien hoch ist, dann wird ein Strahlungspulse zu dem Energieabschaltschalter 72 ausgegeben. Daher ist der Abschaltlaser 75 codiert als NICHT (Daten 1 ODER Daten 2). In dem Codierschema aus 10 (in dem nur die obere Hälfte der Trommel belichtet wird) wird deutlich, daß Daten 1 und 2 nie gleichzeitig hoch sind.

Beispielsweise sind an dem ersten positiven Zeitgeberschritt 100 weder Daten 1 noch Daten 2 hoch. Daher veranlaßt der Mikroprozessor den Abschaltlaser 75 einen 2 ns Puls auszusenden, der verstärkt wird, um einen 2 ns verstärkten Strahlungspuls 101 an den Energieabschalter 72 auszugeben. Nach einer kurzen Zeitverzögerung 140 (in 10 zur Verdeutlichung vergrößert) nach dem positiven Zeitgeberpuls 100 empfängt der Mikroprozessor einen Puls 103 vom Speicher 90. Folglich sind bei dem zweiten positiven Zeitgeberschritt 102 Daten 1 als hoch und der Mikroprozessor 78 veranlaßt den Laser 73 einen 2 ns Puls auszusenden, der einen verstärkten 2 ns Strahlungspuls 104 verursacht, der an Ausgang 54 ausgegeben wird.

Die Dauer der durch die Seed-Laser 7375 ausgesendeten Pulse kann durch einen RS 232 Befehl vor einem Bildlauf angepaßt werden. Die Pulsdauer kann gleich der Zeitgeberdauer von 20 ns gesetzt werden, was zu einem kontinuierlichen Wellenmodus führt, in dem die Pulse 101, 104 nicht zeitlich getrennt sind und in dem Strahlung kontinuierlich an dem Filter 76 eingegeben wird. Bevorzugt ist die Pulsdauer jedoch auf weniger als die 20 ns Zeitgeberdauer gesetzt (beispielsweise 2 ns wie in 10 dargestellt), was zu einem gepulsten Modus führt, in dem die Pulse zeitlich voneinander getrennt sind (in dem Beispiel aus 10 um 18 ns) und in dem Strahlung als eine Folge von Pulsen an den Filter 76 ausgegeben wird. Die insgesamt über einen 20 ns Zeitgeberzyklus abgegebene Energie ist im kontinuierlichen gepulsten Mod gleich und wird durch die Leistung der Pumpdioden 35 (in diesem Fall 8 W × 20 ns = 0,16 Mikrojoules) gesetzt. Es wird jedoch bevorzugt die Energie in einer kurzen Zeit (z. B. 1 ns oder 2 ns) zu deponieren, da dies zu weniger thermischen Verlusten führt. Zusätzlich ist die auf dem Film deponierte Energie weniger über den Film verteilt, wenn die Pulsdauer kurz ist.

11 verdeutlicht ein alternatives Codierschema, das erforderlich ist, wenn die Daten 1 und 2 einander überlappen (beispielsweise, wenn die Trommel in den gesamten Bereich außerhalb des Schattenbereichs 9, beispielsweise von 220°–140°) belichtet werden sollen. In diesem Fall steuert der Mikroprozessor 78 die Seed-Laser 7375 derart, daß ein Strahlungspuls durch den Verstärker bei jedem positiven Zeitgeberschritt und jedem negativen Zeitgeberschritt ausgegeben wird. Wenn die Daten 1 während einem positiven Zeitgeberschritt hoch sind, dann wird ein Strahlungspuls an dem ersten Ausgang 54 ausgegeben. Wenn Daten 2 während einem negativen Zeitgeberschritt hoch sind, dann wird ein Strahlungspuls an dem zweiten Ausgang 55 ausgegeben. Ansonsten wird ein Strahlungspuls an den Energieabschalter 72 ausgegeben. Im Ergebnis ist auf Grund der verkürzten Speicherzeit die von jedem Puls bereitgestellte Energie die Hälfte der durch die Puls in 10 gelieferte Energie.

Beispielsweise sind bei dem negativen Zeitgeberschritt 120 mit Daten 1 und Daten 2 beide niedrig und daher emittiert Abschaltlaser 75 einen Seed-Puls, einen auf den Abschalter 72 gerichteten verstärkten Strahlungspuls 121 erzeugt. Bei positiven Zeitgeberschritt 122, sind Daten 1 hoch und daher emittiert Laser 73 einen Seed-Puls, der einen auf den ersten Ausgang 54 gerichteten, verstärkten Strahlungspuls 123 erzeugt. Bei dem nachfolgenden negativen Zeitgeberschritt 124 sind Daten 2 hoch und daher emittierten Laser 74 einen Seed-Puls, der einen auf den zweiten Ausgang 55 gerichteten verstärkten Strahlungspuls 125 erzeugt.

In dem Beispiel auf 11, werden beide Flanken des Zeitgebers verwendet, jedoch in einer ersten Alternativen zwei Zeitgeber können phasenverschoben zueinander laufen, von denen jeder einen der Datenkanäle steuert, oder in einer zweiten Alternativen kann der Zeitgeber bei der doppelten Frequenz des Zeitgebers aus Figur 10 laufen, wobei jeder Kanal durch abwechselnde positive Zeitgeberschritte gesteuert wird.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Belichtung eines Bildaufzeichnungsmediums, mit einem optischen Faserverstärker (53), der eine oder mehrere Datenstrahlungsquelle(n) (73, 74) einschließt, die die codierte Strahlung erzeugen, eine Abschaltstrahlungsquelle (75) und eine Pumpstrahlungsquelle (35), die in den optischen Verstärker Pumpstrahlung pumpt, wobei die Leistung der Pumpstrahlungsquelle größer als die Leistung der Datenstrahlungsquelle(n) und der Abschaltstrahlungsquelle ist, einem Verteilgerät (76), das einen zum Empfangen von Strahlung von dem optischen Faserverstärker vorgesehenen Eingang aufweist, und mehrere Bildausgänge (54, 55), einen Energieabschalter (72), wobei das Verteilgerät (76) wahlweise die Strahlung an dem Eingang von den/r Datenstrahlungsquelle(n) zu einem der ausgewählten Bildausgänge und von der Abschaltstrahlungsquelle zu dem Energieabschalter lenkt, und Mittel (56, 58) zum Richten der Strahlung von jedem Bildausgang auf das Bildaufzeichnungsmedium, um das Bildaufzeichnungsmedium zu belichten.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Daten und Pumpstrahlungsquellen (7375) Strahlung bei jeweils unterschiedlichen Wellenlängen erzeugen und wobei das Verteilgerät (76) einen Filter aufweist, der die verstärkte Strahlung auf das Bildaufzeichnungsmedium oder den Energieabschalter richtet, abhängig mit der Wellenlänge der verstärkten Strahlung.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, die zusätzlich Mittel (48) zum Codieren der Strahlung von der Abschaltstrahlungsquelle aufweist, wobei die Strahlung nur durch die Abschaltstrahlungsquelle erzeugt wird, wenn keine Strahlung durch eine der Datenstrahlungsquellen erzeugt wird.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Mittel zum Richten der Strahlung von jedem Bildausgang auf das Bildaufzeichnungsmedium mehrere faseroptische Kabel (56, 58) aufweisen, von denen jedes jeweils an einen der Bildausgänge gekoppelt ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der optische Verstärker Strahlung an den Bildausgängen (54, 55) bei einer Wellenlänge und Leistung erzeugt, die zur Belichtung einer thermischen Bildplatte geeignet ist.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der optische Verstärker ausgelegt ist, um Strahlung in Form einer Pulsreihe an das Umlenkgerät (76) einzugeben.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Strahlungsquelle Laser aufweist.
  8. Ein Belichter mit einem Träger zum Halten eines Bildaufzeichnungsmediums und einer Vorrichtung nach einen der vorangegangenen Ansprüche zum Belichten des Bildaufzeichnungsmediums.
  9. Verfahren zum Belichten eines Bildaufzeichnungsmediums, das einen optischen Faserverstärker (53) einschließlich einer oder mehrerer Datenstrahlungsquelle(n) (73, 74) verwendet, die eine codierte Strahlung erzeugt(en), eine Abschaltstrahlungsquelle und Pumpstrahlungsquelle (35) besitzt, die in den optischen Verstärker Strahlung pumpt, wobei die Leistung der Pumpstrahlungsquelle größer als die Leistung der Datenstrahlungsquelle(n) und der Abschaltstrahlungsquelle ist, wobei das Verfahren folgendes aufweist: Verstärken der Strahlung von den Daten und Abschaltstrahlungsquellen (7375), Versorgen einer von mehreren Bildausgängen (54) bzw. von einem Energieabschalter (72) mit der verstärkten Strahlung abhängig von ihrer Quelle und Belichten des Bildaufzeichnungsmediums mit Strahlung von den Bildausgängen.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei zu verstärkende Strahlung von den Daten und Abschaltquellen (7375) in Übereinstimmung mit einem Zeitgebersignal ausgewählt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, wobei Strahlung von der Strahlungsquelle verstärkt wird, wenn Strahlung von der Datenquelle(n) nicht verstärkt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die verstärkte Strahlung aus einer Reihe von Pulsen besteht.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die Strahlungsquelle Laser aufweisen.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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