| Dokumentenidentifikation |
DE69819241T2 22.07.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0000879807 |
| Titel |
Kompostiervorrichtung |
| Anmelder |
Visno Machinefabriek B.V., Haarlem, NL |
| Erfinder |
Workum, Jan, 1975 DR IJmuiden, NL |
| Vertreter |
WINTER, BRANDL, FÜRNISS, HÜBNER, RÖSS, KAISER, POLTE, Partnerschaft, 85354 Freising |
| DE-Aktenzeichen |
69819241 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, DE, IT, LI, NL |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
20.05.1998 |
| EP-Aktenzeichen |
982016909 |
| EP-Offenlegungsdatum |
25.11.1998 |
| EP date of grant |
29.10.2003 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
22.07.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
C05F 17/02
|
| IPC-Nebenklasse |
B65G 65/20
|
| Beschreibung[de] |
|
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kompostiervorrichtung
zur Umwandlung von Kompostmaterial in einer Halle, die mit einem Fördersystem versehen
ist, das ein sich nach oben erstreckendes Förderband hat, das an seinem Bodenende
bzw. benachbart zu diesem wenigstens ein Abtragungsrad mit einem Radkörper hat,
der an einer Seite offen ist, wobei das Abtragungsrad entlang seiner Umfangsseite
Abtragungselemente hat, die in Richtung der Rotation des Abtragungsrades offen sind,
wobei das abgetragene Kompostmaterial auf das Förderband über eine Öffnung an der
Innenseite jedes der Abtragungselemente und über die offene Seite des Radkörpers
des Abtragungsrades seitlich bewegt wird, und durch die Verwendung dieses Förderbandes
abgeladen wird, um in der Halle andernorts gelagert zu werden.
Eine derartige Kompostiervorrichtung ist bekannt und dient insbesondere
zur Kompostierung von Gemüse-, Frucht- und Gartenabfällen. Bei dieser bekannten
Vorrichtung sind die Abtragungselemente jeweils durch einen Container gebildet,
der an zwei Seiten durch eine Platte geschlossen ist, wobei der Container in die
Rotationsrichtung des Abtragungsrades offen ist, wobei das abgetragene Kompostmaterial
über eine Öffnung an der Innenseite jedes der Abtragungselemente und über die offene
Seite des Radkörpers des Abtragungsrades seitlich abgeladen wird. Der Nachteil dieser
bekannten Vorrichtung besteht darin, dass die Abtragungselemente des Abtragungsrades
dadurch einfach verstopft werden können, dass auf der einen Seite das Kompostmaterial
an der Innenseite der containerförmigen Abtragungselemente haften kann und auf der
anderen Seite, dass Kompostmaterial grobe Komponenten, wie z. B.
Astrückstände, enthalten kann, die in den Abtragungselementen stecken
bleiben können oder den Abwurf des abgetragenen Kompostmaterials auf das Förderband
zumindest verkomplizieren. Als ein Ergebnis ist die Kapazität der Kompostiervorrichtung
stark begrenzt.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kompostiervorrichtung nach
Anspruch 1 vorzusehen, in der diese Nachteile wenigstens zu einem hohen Grad verhindert
werden.
Aus diesem Grund ist erfindungsgemäß die Kompostiervorrichtung durch
Abtragungselemente gekennzeichnet, die ebenfalls an der Seite gegenüber dem Förderband
offen ist.
Um zu erreichen, dass die Abgrabung des Komposts auf wirksame Art
und Weise erfolgt, sind zwei derartiger Abtragungsräder vorgesehen, die an beiden
Seite des Förderbandes mit den offenen Seiten der Radkörper gegenüber dem Förderband
angeordnet sind.
Um die gesamte Halle abdecken zu können, kann das Förderband, das
vorzugsweise ein s-förmiges Design hat, mit den Abtragungsrädern durch die Halle
sowohl in die Längs- als auch in die Querrichtung zurück und nach vorne bewegbar
sein, wobei die Abtragung des Kompostmaterials, das in der Halle gelagert wird,
in die Querrichtung erfolgt. Die s-Form, d. h. die nach oben gerichtete Bahn mit
einem virtuellen horizontalen Bereich am oberen Teil und am Boden, des sich nach
oben erstreckenden Förderbandes hat den Vorteil, dass das Kompostmaterial, das zu
befördern ist, einfacher auf diesem Förderband durch die Abtragungsräder abgeworfen
werden kann, während es am oberen Teil einfacher von dem Förderband übernommen werden
kann, das mit diesem in Verbindung steht und sich in die Querrichtung erstreckt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat das Fördersystem ein sich
quer erstreckendes Förderband, auf dem das Kompostmaterial, das von dem sich nach
oben erstreckenden Förderband kommt, gelagert und seitlich abgeladen wird, wobei
das sich quer erstreckende Förderband zusammen mit dem sich nach oben erstreckenden
Förderband in die Längsrichtung bewegbar ist. Insbesondere hat das Fördersystem
desweiteren ein Förderband, das sich auf einer seitlichen Seite der Halle in die
Längsrichtung erstreckt, zum Fördern des Kompostmaterials, das von dem sich quer
erstreckenden Förderband kommt, in die Längsrichtung zu einer Auswurfbrücke, während
das sich längs erstreckende Förderband und die Auswurfbrücke in die Längsrichtung
zusammen mit dem sich quer erstreckenden Förderband bewegbar sind. Aufgrund einer
derartigen Konstruktion des Fördersystems in Kombination mit den Abtragungsrädern
kann ein Haufen Kompostmaterial, der sich über die Breite der Halle erstreckt, in
jedem Fall in die Längsrichtung auf eine relativ einfache Art und Weise versetzt
werden.
Da jedes Mal, wenn das Kompostmaterial auf diese Weise über eine bestimmte
Entfernung in die Längsrichtung der Halle versetzt worden ist, der Haufen Kompostmaterial
geschrumpft ist, ist es günstig festzulegen, dass der Abstand zwischen dem sich
quer erstreckenden Förderband und der Auswurfbrücke einstellbar ist. Auf diese Art
und Weise kann der verfügbare Platz in der Halle auf eine wirksamere Art und Weise
verwendet werden.
Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf eine Kompostiervorrichtung,
sondern ebenso auf ein Abtragungsrad, das geeignet ist zur Verwendung in einer Kompostiervorrichtung,
die zuvor beschrieben ist. Dieses Abtragungsrad ist dann dadurch gekennzeichnet,
dass es einen Radkörper, der an einer Seite offen ist, und Abtragungselemente hat,
die entlang der Umfangseite von diesem vorgesehen sind, wobei die Abtragungselemente
sowohl in die Rotationsrichtung des Abtragungsrades als auch, nachdem sie in die
Kompostiervorrichtung eingebaut sind, auf der Seite, die dem sich nach oben erstreckenden
Förderband der Kompostiervorrichtung gegenüber liegt, offen sind. Um die Abtragungswirkung
des Abtragungsrades weiter zu verbessern, ist jedes der Abtragungselemente
an einer Seite durch ein Plattenstück geschlossen, das leicht nach innen geneigt
ist, d. h. schräg gerichtet in die Richtung des sich nach oben erstreckenden Förderbandes,
nachdem es in die Kompostiervorrichtung eingebaut worden ist, und in die radiale
Richtung des Abtragungsrades betrachtet wird. Desweiteren ist bewiesen, dass es
für die Abtragungswirkung günstig ist, wenn die Umfangskante der Abtragungselemente
angeordnet ist, um sich in Rotationsrichtung des Abtragungsrades zu verjüngen.
Die Kompostierung von Gemüse-, Frucht- und Gartenabfällen ist ein
aerobes Verfahren. Um eine ausreichende Lieferung von Sauerstoff in das Kompostmaterial
zu erhalten, wird Luft durch Einblasung über ein Belüftungssystem im Boden der Halle
in das Material eingebracht. Aus diesem Grund hat der Boden der Halle erfindungsgemäß
perforierte Belüftungsrohre, die in einem Kiesbett vorgesehen sind. Für eine geeignete
Belüftung sollte die offene Struktur des Kiesbettes erhalten bleiben. Das Kompostmaterial
wird auf dem Kiesbett abgelagert.
Wenn es zum Beispiel auftritt, dass ein Ausgrabungselement den Boden
der Halle berührt oder den Boden des Kiesbettes, der auf diesem vorgesehen ist,
kann es passieren, dass aufgrund diesem oder aus irgendeinem anderen Grund ein Abtragungselement
beschädigt wird. In diesem Fall ist es wegen der hohen Kosten eines Abtragungsrades
wünschenswert, nur das beschädigte Abtragungselement zu ersetzen. Daher bezieht
sich die Erfindung ebenfalls auf ein Abtragungselement, das geeignet ist insbesondere
durch Schweißen, an einem Abtragungsrad in einer Kompostiervorrichtung, wie zuvor
beschrieben, montiert zu werden. Dieses Abtragungselement ist dann dadurch gekennzeichnet,
dass es an einer Seite offen ist, d. h. die Seite, die nach Befestigung am Abtragungsrad
und nach Anordnung des Abtragungsrades in der Kompostiervorrichtung dem sich nach
oben erstreckenden Förderband der Kompostiervorrichtung gegenüberliegt. Insbesondere
ist das Abtragungselement dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem das Abtragungselement
am Abtragungsrad befestigt ist, die Umfangskante des Abtragungselements seine Schneidkante
in die Rotationsrichtung des Abtragungsrades verjüngt hat, wobei die Schneidkante
desweiteren in die Richtung der Achse des Abtragungsrades ausgelenkt ist, wenn es
in seitliche Richtung des Abtragungselementes betrachtet wird. Insbesondere wird
durch die beiden letzten Merkmale die Berührung mit dem Kiesboden derart begrenzt,
dass ein "Puddeln", das durch das Kompostmaterial, das (durch die Drehung des Abtragungsrades)
in das Kiesbett eingebracht wird, zu einem erträglichen Maß verhindert wird. Entsprechend
wird die offene Struktur des Bodens gut erhalten, was der Belüftung zu Gute kommt.
Die Erfindung wird vorliegend mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen
beschrieben, worin:
1 eine schematische Draufsicht auf eine
Halle ist, die die erfindungsgemäße Kompostiervorrichtung enthält;
2 eine schematische Seitenansicht in
die Längsrichtung dieser Halle ist;
3 eine schematische Seitenansicht in
die Querrichtung dieser Halle ist;
4 ein Abtragungsrad entsprechend des
Standes der Technik zeigt; während
5 ein erfindungsgemäßes Abtragungsrad
zeigt.
Die 1–3
zeigen eine Halle 1, die durch Wände 2–5 begrenzt
ist. In dieser Halle 1 ist eine Einfülleinrichtung 6 dargestellt,
durch die zu kompostierendes Material, das von außen geliefert wird, zu einem Komposthaufen
gekippt wird, der sich in die Querrichtung der Halle 1 erstreckt. Zu diesem
Zweck ist die Einfülleinrichtung mit einem endlosen Förderband 7 versehen,
über das das zu kompostierende Material in die Halle durch eine Öffnung in der Wand
3, über ein endloses Förderband 8, das in der Längsrichtung der
Halle 1 angeordnet ist, entlang der Wand 3 zum Versetzen des zu
kompostierenden Material entlang der Wand 3 zum hinteren Teil (nach rechts
in 1) und über eine Einfüllbrücke 9, auf der
das zu kompostierende Material bewegt wird, um gleichmäßig verteilt über die Breite
der Halle 1 anschließend ausgekippt zu werden, zugeführt wird. Die Einfüllbrücke
9 kann über Schienen 10 in die Längsrichtung der Halle
1 versetzt werden. Da das zu kompostierende Material vom oberen Ende des
Förderbandes 8 zur Einfüllbrücke 9 gefördert werden muß, die an
einer viel höheren Position angeordnet ist, ist ein Auswurf wagen 11 entlang
der Wand 3 vorgesehen, der fest mit der Einfüllbrücke 9 verbunden
ist und zusammen mit dieser Einfüllbrücke in die Längsrichtung der Halle
1 versetzbar ist. Der Auswurf wagen 11 führt das Förderband
8 bis zum oberen Ende der Einfüllbrücke 9 und anschließend wieder
nach unten in entgegengesetzte Richtung, wonach das Förderband wieder weiter in
die ursprüngliche Richtung in Richtung des hinteren Teils (in 1
weiter nach rechts) läuft und auf die gewöhnliche Art und Weise über eine Rückholrolle
zurückgeführt wird. Die Rollen, über die das Förderband 8 geführt wird,
und der Antriebsmechanismus des Förderbandes 8 sind nicht in den Figuren
dargestellt. In der Tat gilt dieses ebenso für die weiteren Förderbänder in der
Kompostiervorrichtung, die hier beschrieben sind. Während einer Versetzung der Einfüllbrücke
9 mit dem Auswurf wagen 11 wird der Auswurfpunkt 12 des
Förderbandes 8 ebenso verschoben. Die Einfüllbrücke 9 ist mit
einem ersten endlosen Förderband 13 versehen, das sich über ungefähr die
halbe Breite der Halle 1 erstreckt und auf der das zu kompostierende Material
von dem Förderband 8 transportiert wird. Auf halber Breite der Halle
1 wirft dieses Förderband 13 das zu kompostierende Material auf
ein zweites endloses Förderband 14, das sich unter diesem über die halbe
Breite der Halle 1 erstreckt, wobei das zweite endlose Förderband
14 über die halbe Breite der Halle 1 in die Querrichtung
von dieser versetzbar ist und einen Teil der Einfüllbrücke bildet.
Durch Bewegung des Auswurfpunktes des Förderbandes 14 zurück
und nach vorne über die halbe Breite der Halle kann erreicht werden, dass das zu
kompostierende Material gleichmäßig über die halbe Breite der Halle auf den Boden
von dieser abgeworfen wird. Wenn der sich ergebende Komposthaufen über diese halbe
Breite ausreichend hoch ist, wird die Drehrichtung des Förderbandes 14
umgekehrt, und der Auswurfpunkt des Förderbandes wird in die Querrichtung über die
andere Hälfte der Breite der Halle zurück und nach vorne bewegt.
Im Laufe der Zeit, wenn ein gewisser Grad der Kompostierung stattgefunden
hat, wird das zu kompostierende Material wieder miteinander vermischt. Dies bedingt
ein Versetzen des Haufens Kompostmaterial, der sich in die Querrichtung der Halle
1 erstreckt, was durch Abtragung des Haufens Kompostmaterial und Lagerung
des abgetragenen Materials erneut andernorts in der Halle bewirkt wird. Dafür wird
eine Umkehr- und Versetzungsmaschine 15 verwendet. Diese Maschine besteht
aus einer Baggereinrichtung 16, einem Fördersystem 17 und einer
Auswurfbrücke 18. Die Umkehr- und Versetzungsmaschine 15 erstreckt
sich in die Querrichtung der Halle 1 und kann als ganzes in die Längsrichtung
der Halle 1 bewegt werden. Aus diesem Grund ist sowohl der Stützrahmen
19 der Baggereinrichtung 16 als auch die Auswurfbrücke
18 über die Schienen 10 versetzbar. Die Baggereinrichtung
16 ist aus einem sich nach oben erstreckenden endlosen, vorzugsweise s-förmigen
Förderband 20 aufgebaut, das benachbart zu seinem Bodenende oder an diesem
Abtragungsräder 21 und 22 hat. Das Förderband 20 mit
den Abtragungsrädern 21, 22 ist in die Querrichtung der Halle
1 über Teile 23 und 24 des Stützrahmens 19 zurück
und nach vorne bewegbar, wobei sich die Teile in die Querrichtung der Halle
1 erstrecken. Das Fördersystem 17 hat ein endloses Förderband
25, das sich in die Querrichtung der Halle 1 erstreckt, und ein
endloses Förderband 26, das mit diesem verbunden ist und sich entlang der
Wand 5 in die Längsrichtung der Halle 1 erstreckt. Das Kompostmaterial,
das mittels der Abtragungsräder 21, 22 abgetragen wurde, wird
seitlich auf dem sich nach oben erstreckenden Förderband 20 abgeworfen,
nach oben gefördert und auf dem Förderband 25 abgeworfen, das das Kompostmaterial
zur seitlichen Seite in die Richtung der Wand 5 ablädt, wo es von dem Förderband
26 übernommen wird. Das Förderband 26 fördert das Kompostmaterial
zur Auswurfbrücke 18. Die Auswurfbrücke 18 ist ähnlich wie die
Einfüllbrücke 9 ebenso mit einem ersten endlosen Förderband 28
versehen, das sich über ungefähr die halbe Breite der Halle 1 erstreckt,
und auf dem das Kompostmaterial von dem Förderband 26 transportiert wird.
Auf halber Breite der Halle 1 wirft dieses Förderband 28 das Kompostmaterial
auf ein zweites endloses Förderband 29, das sich unter diesem über die
halbe Breite der Halle 1 erstreckt und einen Teil der Auswurfbrücke
18 bildet. Auch hier wird auf ähnliche Art und Weise wie mit dem Förderband
14 das Kompostmaterial ausgekippt, um gleichmäßig auf dem Boden verteilt
zu werden, zuerst über eine erste Hälfte der Breite und dann über die andere Hälfte
der Breite. Da, nachdem das Kompostmaterial abgetragen, befördert und ausgekippt
ist, das Gesamtvolumen des Haufens Kompostmaterial durch ein Fortschreiten der Kompostierung
verringert ist, kann der versetzte und wieder vermischte Haufen Kompostmaterial
nach jedem Versetzen jedes Mal in einem ein wenig kleineren Abstand von dem vorherigen
ausgekippt werden. Aus diesem Grund ist der Abstand zwischen dem Förderband
25 und der Auswurfbrücke 18 einstellbar.
Um eine ausreichende Lieferung von Sauerstoff zum zu kompostierenden
Material, insbesondere zu kompostierende Gemüse-, Frucht- und Gartenabfälle, zu
erhalten, hat der Boden der Halle ein Belüftungssystem zum Einblasen von Luft in
das Kompostmaterial auf eine gezwungene Art und Weise. Auch, wenn dieses nicht in
den Figuren gezeigt ist, hat der Boden der Halle 1 perforierte Belüftungsrohre,
die in einem Kiesbett angeordnet sind. Das Kompostmaterial wird auf dem Kiesbett
gelagert.
4 zeigt ein Abtragungsrad gemäß des Standes
der Technik. Das Abtragungsrad hat einen Radkörper 30, der an der oberen
Seite in der Fig. offen ist und Abtragungselemente 31, die entlang der
Umfangseite vorgesehen sind. Jedes der Abtragungselemente 31 wird durch
einen Container gebildet, der an zwei Seiten durch Platten 32 und
33 geschlossen ist. Der Container ist in die Drehrichtung, die durch einen
Pfeil angezeigt ist, offen. Über eine Öffnung 34 an der Innenseite jedes
der Abtragungselemente 31 und über die offene Seite des Radkörpers
30 wird das abgetragene Kompostmaterial seitlich auf das Förderband
20 abgeladen. Wie bereits oben genannt, können diese Abtragungselemente
des bekannten Abtragungsrades leicht verstopfen.
5 zeigt ein erfindungsgemäßes Abtragungsrad.
Dieses Abtragungsrad unterscheidet sich von dem in 4
gezeigten Abtragungsrad, dadurch, dass die Abtragungselemente ebenso an der Seite
offen sind, die dem Förderband 20 gegenüberliegen. In anderen Worten, das
Abtragungsrad in 5 unterscheidet sich hauptsächlich
von dem in 4 gezeigten Abtragungsrad, dadurch, dass
die Platte 32, die in dieser gezeigt ist, weggelassen ist, während weiterhin
die Gestalt angepasst ist, um eine optimale Abtragungswirkung zu erhalten. Insbesondere
sind die Plattenstücke 35 in der Ausführungsform der 5
leicht nach innen geneigt, d. h. leicht geneigt in die Richtung des Förderbandes
20, wenn sie aus der Radialrichtung des Abtragungsrades betrachtet werden.
Desweiteren ist die Umfangskante 36 der Abtragungselemente 31
leicht in die Richtung, die durch den Pfeil angezeigt ist, verjüngt.
Jedes der Abtragungselemente 31 des Abtragungsrades
entsprechend des Standes der Technik hat eine flache und breite Schneidkante
37, die sich bei jeder Drehung des Rades flach über den Kiesboden bewegt.
Dies hat eine "Puddel"-Wirkung; das Kompostmaterial wird zu einem bestimmten Grad
in die Öffnungen des Kiesbodens gedrückt, wodurch die offene Struktur des Kiesbettes,
die für eine geeignete Belüftung notwendig ist, verlorengeht. Mit den erfindungsgemäßen
Abtragungselementen 31 wird dieser Nachteil durch Verengung der Schneidkante
38 der Abtragungselemente 31 oder, wie hier bereits oben genannt,
durch leichte Verjüngung der Umfangkante 36 der Abtragungselemente
31 in die Richtung, die durch den Pfeil in 5
angezeigt wird, verhindert. Desweiteren wird durch leicht nach innen vorgesehene
Auslenkung der Schneidkante der Abtragungselemente 31, d. h. dadurch, dass
sich die Schneidkante nicht parallel zur Drehachse des Abtragungsrades erstreckt,
der Teil der Abtragungselemente, der sich flach über den Boden bewegt, weiter reduziert,
wodurch der "Puddel"-Effekt weiter verringert wird.
Die Kompostiervorrichtung arbeitet auf die folgende Art und Weise:
über die Förderbänder 7 und 8 und unter Verwendung des Abwurfwagens
11 wird das zu kompostierende Material zur Einfüllbrücke 9 gebracht,
wo es in dem hinteren Teil der Halle 1 (nach rechts in 1)
ausgekippt wird, um über die Breite der Halle verteilt zu werden. Dieser Platz legt
eine erste Kompoststelle fest. Nach einer ersten Kompostierungsphase wird die Umkehr-
und Versetzungsmaschine 15 zu dem ausgekippten Haufen Kompostmaterial bewegt,
wobei das Kompostmaterial durch die Baggereinrichtung 16 abgetragen wird,
während sie eine Zurück- und Nach-Vorne-Bewegung in die Querrichtung ausführt, und
es wird zur Auswurfbrücke 18 über die Förderbänder 20,
25 und 26 gefördert. Von dort wird das Kompostmaterial wieder
ausgekippt, um über die Breite der Halle verteilt zu werden. Auf diese Art und Weise
wird der Haufen Kompostmaterial, der im hinteren Teil der Halle ausgekippt ist,
zu einer zweiten Kompostzelle versetzt. Die erste Kompostzelle ist dann frei für
einen neuen Haufen Kompostmaterial. Auf die Art und Weise werden fortlaufend sämtliche
Zellen gefüllt, während in jeder Zelle das Kompostierungsverfahren weiter fortgeschritten
ist. In der Halle können zum Beispiel 6 bis 8 derartiger Zellen
vorgesehen sein. Durch das Schrumpfen des Kompostmaterials während der fortlaufenden
Kompostierungsphasen kann der Abstand zwischen den aufeinanderfolgenden Zellen entsprechend
dem Fortschreiten des Kompostierungsverfahrens verringert werden. Von der letzten
Zelle kann das kompostierte Material von der Halle 1 über ein endloses
Förderband 30 abgeladen werden.
Die Erfindung ist nicht auf die beispielhafte, hier oben beschriebene
Ausführungsform begrenzt, sondern umfasst sämtliche Modifikationen von dieser, insofern,
als dass sie in den Bereich der folgenden Ansprüche fallen.
|
| Anspruch[de] |
- Kompostiervorrichtung zur Verarbeitung von Kompostmaterial in einer
Halle (1), die mit einem Fördersystem (17) versehen ist, das ein
sich nach oben erstreckendes Förderband (20) hat, das an oder benachbart
zu seinem Bodenende wenigstens ein Abtragungsrad (21, 22) hat,
was aufweist
– einen Radkörper (30), der an einer Seite offen ist, die zum Förderband
(20) zeigt,
– Abtragungselemente (31), die sich von dem Radkörper entlang einer
Umfangsseite des Radkörpers (30) erstrecken, wobei die Abtragungselemente
(31) eine erste Öffnung an einer Seite, die starr in eine Drehrichtung
des Abtragungsrades (21, 22) zeigt, eine zweite Öffnung (34),
die starr in Richtung des Radkörpers (30) zeigt, eine geschlossene Fläche
(33) an einer Seite, die in eine Richtung entgegengesetzt zur Drehrichtung
des Abtragungsrades (21, 22) zeigt, und eine Umfangsfläche (36)
an einer Seite haben, die starr von dem Radkörper (30) weg zeigt, wobei
das abgetragene Kompostmaterial von den Abtragungselementen (31) auf dem
Förderband (20) via der zweiten Öffnung und via der offenen Seite des Radkörpers
(30) seitlich bewegt wird, und durch die Verwendung dieses Förderbandes
(20) entladen wird, um anderenorts in der Halle (1) gelagert zu
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtragungselemente (31)
ebenfalls an der Seite offen sind, die zum Förderband zeigen.
- Kompostiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Abtragungsräder (21, 22) vorhanden sind, wobei sie an einer
Seite des Förderbandes (20) angeordnet sind, wobei die offenen Seiten der
Radkörper (30) in Richtung des Förderbandes zeigen.
- Kompostiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Förderband (20) von S-artiger Gestalt ist und mit den Abtragungsrädern
(21, 22) durch die Halle (1) zurück und vor beweglich
ist, sowohl in der Längs- als auch in der Breitenrichtung, wobei die Abtragung des
Kompostmaterials, das in der Halle (1) gelagert ist, in der Breitenrichtung
erfolgt.
- Kompostiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Fördersystem ein sich der Breite nach erstreckendes Förderband (19)
aufweist, auf dem das Kompostmaterial, das von dem sich nach oben erstreckenden
Förderband (20) kommt, gelagert und seitlich entladen wird, wobei das sich
der Breite nach erstreckende Förderband (19) zusammen mit dem sich nach
oben erstreckenden Förderband (20) in die Längsrichtung beweglich ist.
- Kompostiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Fördersystem ein Förderband (8) aufweist, das sich auf einer seitlichen Seite
der Halle (1) in die Längsrichtung erstreckt, um das Kompostmaterial, das
von dem sich der Breite nach erstreckenden Förderband (19) kommt, in die
Längsrichtung zu einer Auswurfbrücke (9) zu fördern, wobei das sich längs
erstreckende Förderband (8) und die Auswurfbrücke (9) in die Längsrichtung
beweglich sind zusammen mit dem sich der Breite nach erstreckenden Förderband.
- Kompostiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstand zwischen dem sich der Breite nach erstreckenden Förderband (19)
und der Auswurfbrücke (9) einstellbar ist.
- Kompostiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Boden der Halle (1) perforierte Belüftungsrohre
aufweist, die in einem Schotterbett vorgesehen sind.
- Abtragungsrad, das für die Verwendung in einer Kompostiervorrichtung
nach Anspruch 1 geeignet ist, um Material auf einem Förderband (30) zu
bewegen, wobei das Rad aufweist
– einen Radkörper (30), der an einer Seite offen ist, die zum Förderband
zeigt, nachdem er in der Kompostiervorrichtung montiert ist,
– Abtragungselemente (31), die sich von dem Radkörper entlang einer
Umfangsseite des Radkörpers (30) erstrecken, wobei die Abtragungselemente
(31) eine erste Öffnung an einer Seite, die starr in Drehrichtung des Abtragungsrades
(21, 22) zeigt, eine zweite Öffnung (34) an einer Seite,
die starr zum Radkörper (30) zeigt, eine geschlossene Fläche (33)
an einer Seite, die von dem Förderband weg zeigt, und eine Umfangsfläche (36)
an einer Seite haben, die starr von dem Radkörper (30) weg zeigt, wobei
das abgetragene Kompostmaterial von den Abtragungselementen (31) auf dem
Förderband (30) via der zweiten Öffnung und via der offenen Seite des Radkörpers
(30) seitlich bewegt wird, und durch Verwendung des Förderbandes (20)
abgelegt wird, um anderenorts in der Halle (1) gelagert zu werden, dadurch
gekennzeichnet, dass die Abtragungselemente (31) ebenfalls an einer Seite
offen sind, die zum Förderband zeigen.
- Abtragungsrad entsprechend Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Abtragungselement (35) an einer Seite durch ein Plattenstück (38)
geschlossen ist, das leicht nach innen geneigt ist, d. h. schief ausgerichtet in
die Richtung des sich nach oben erstreckenden Förderbandes (20), nachdem
es in der Kompostiervorrichtung montiert ist und in die radiale Richtung des Abtragungsrades
(21, 22) betrachtet wird.
- Abtragungsrad entsprechend Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umfangskante (36) der Abtragungselemente angeordnet ist, um sich
in die Drehrichtung des Abtragungsrades zu verjüngen.
- Abtragungsrad entsprechend Anspruch 8, 9 oder 10, wobei die geschlossene
Fläche (33) auf der Seite, die von dem Förderband weg zeigt, aus einer
Platte, die an einer Umfangsseite der Radkörpers (30) befestigt ist, und
aus Rippen gemacht ist, die sich von zumindest einigen der Abtragungselemente zur
Radachse erstrecken.
- Abtragungselement, dass zur Verwendung an einem Rad für eine Kompostiervorrichtung
nach Anspruch 1 geeignet ist, dass angeordnet ist, um von dem Radkörper entlang
einer Umfangsseite eines Radkörpers sich erstreckend montiert zu werden, wobei die
Abtragungselemente (31) eine erste Öffnung an einer Seite starr in Drehrichtung
des Abtragungsrades (21, 22), eine zweite Öffnung (34)
an einer Seite, die starr in Richtung des Radkörpers (30) zeigt, eine geschlossene
Fläche (33) an einer Seite, die von dem Förderband weg zeigt, und eine
Umfangsfläche (36) haben, die starr von dem Radkörper (30) weg
zeigt, wobei das abgegragende Kompostmaterial von den Abtragungselementen (31)
auf dem Förderband (20) via der zweiten Öffnung und via der offenen Seite
des Radkörpers (30) seitlich bewegt wird, und durch Verwendung des Förderbandes
(20) abgeladen wird, um anderenorts in der Halle (1) gelagert
zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtragungselemente (31) ebenfalls
an einer Seite offen sind, die zum Förderband zeigt.
- Abtragungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass,
nachdem das Abtragungselement an dem Abtragungsrad montiert ist, die Umfangskante
(36) des Abtragungselements ihre Schneidekante in Drehrichtung des Abtragungsrades
(21, 22) verjüngt.
- Abtragungselement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass,
nachdem das Abtragungselement an dem Abtragungsrad montiert ist, die Schneidekante
bei Betrachtung von der seitlichen Richtung des Abtragungselements (35)
in die Richtung der Achse des Abtragungsrades (21, 22) ausgelenkt
ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen
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