PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69909429T2 22.07.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001036867
Titel Vorrichtung zur Unterstützung des Wiedereintritts der Fäden in deren jeweilige Vorlegekanäle Einzelfaden-Schärmaschinen
Anmelder Age s.n.c. di Vieri A. & C., Prato, Le Fontanelle, IT
Erfinder Vieri, Roberto, Loc. Fontanelle, 59100 Prato, IT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69909429
Vertragsstaaten DE, IT, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.10.1999
EP-Aktenzeichen 998306468
EP-Offenlegungsdatum 20.09.2000
EP date of grant 09.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.07.2004
IPC-Hauptklasse D02H 3/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterstützung der Rückkehr von Fäden in entsprechende Präsentationskanäle in Zettlern, die ein Faden für Faden erfolgendes Anscheren durchführen.

Es ist dem Fachmann bekannt, daß das sogenannte Faden für Faden erfolgende Anscheren mit Hilfe von Trommel-Zettlern bzw. Ketten-Anscherern und durch Vertikal- oder Hergeth-Zettler durchgeführt wird. Erstere umfassen eine zylindrische Trommel, auf die man sich die Fäden in einer Anzahl und Reihenfolge aufwickeln läßt, die durch das gewählte Anschermuster vorgegeben ist, wobei die Fäden einer nach dem anderen auf diese Trommel mit der Hilfe eines Faden-Haltestabes aufgewickelt werden, der sich um seine Längsachse dreht und an seinem freien Ende einen Haken trägt, der immer nur mit einem der Fäden nacheinander in Eingriff tritt, die aufgewickelt werden. Auf den Umfang der Trommel ist eine Reihe von ringförmig geschlossenen Gurten montiert, die sich parallel zur Drehachse des den Faden haltenden Stabes erstrecken und auf die die Fäden abgelegt werden. Dadurch, daß diese Gurte bewegt werden, wird eine fortschreitende Bewegung der auf die Trommel aufgewickelten Windungen des Fadens vom Punkt ihrer Ablage weg erreicht, d. h. eine fortschreitende Bewegung der Windungen von der Vorderseite der Trommel weg, d. h. von der Seite der Trommel weg, die der Liefervorrichtung gegenüberliegt, die die Fadenspulen trägt. Im Bereich des unteren Teils der Tommelvorderseite, d. h. stromabwärts von der Liefervorrichtung sind Faden-Präsentations- oder -verweilkanäle vorgesehen, wobei im Bereich von jedem dieser Kanäle Elemente montiert sind, die dazu dienen, die betreffenden Fäden dann, wenn dies vom Anscherprogramm gefordert wird, dem Haken des sich drehenden Faden-Haltestabes anzubieten, wobei die Präsentation der Fäden nach der Freigabe aus diesem Haken erfolgt, da, wie oben erläutert, diese Art des Anscherens zu jedem gegebenen Zeitpunkt die Behandlung immer nur eines Fadens vorsieht. Die erwähnten Präsentationskanäle sind auch diejenigen, in die sich die Fäden zurückbewegen, wenn sie von dem Faden-Haltestab kommen. Um die Fäden aus diesem Stab zu auszustoßen, können ein oder mehrere Ausstoßvorrichtungen vorgesehen werden, von denen jede in einem entsprechenden Kanal montiert ist, wie dies in EP 832 998 beschrieben ist. Um das Wiedereintreten der aus dem Haken des Faden-Haltestabes gelösten Fäden zu führen, ist ein Nocken vorgesehen, ein sogenannter „Sabre-Nocken", der sich über den gesamten Bereich der Kanäle für das Verweilen, die Präsentation und die Rückkehr der Fäden erstreckt, um so das Wiedereintreten dieser Fäden durch seinen unteren Rand zu führen. Der obere Rand des Sabre-Nockens wirkt als Fadenführungskörper für die Fäden, die von dem sich drehenden Stab getragen werden und durch diesen Bereich hindurch verlaufen.

Bei den Hergeth-Zettlern hat der Träger für die abgelegten Windungen der Fäden, der den Zettler bildet, eine im wesentlichen senkrechte statt einer zylindrischen Erstreckung, und der Fadenführungshaken ist fest mit einem Gurt verbunden, der über zwei einander gegenüberliegende Riemenscheiben des Trägers gewickelt ist. Der oben beschriebene Vorgang des Verweilens, der Präsentation, des Wickelns und des Wiedereintritts der Fäden wird auch bei diesem Typ von Anscherern ausgeführt.

Eines der Hauptprobleme bei dieser Technologie betrifft die Vereinfachung und die Beschleunigung des Vorganges der Rückkehr der Fäden in die betreffenden Präsentationskanäle nachdem sie vom Haken des Faden-Haltestabes freigegeben worden sind. Tatsächlich hat aufgrund der Trägheit jeder Faden die Tendenz, sich nachdem er aus dem Haken des Faden-Haltestabes freigegeben worden ist, über den Bereich dieser Kanäle hinaus zu bewegen und eine Schlaufe zu bilden, deren Rückbildung eine Zeit benötigt, die um so länger ist, je größer die Ausdehnung der Schlaufe ist.

Zu diesem Zweck wird das Wiedereintreten der Fäden üblicherweise durch die Verwendung einer Reihe von schweren Scheiben beschleunigt, durch die man die Fäden hindurchlaufen läßt. Das Gewicht dieser Scheiben, d. h. die Spannung der in Arbeit befindlichen Fäden kann jedoch nicht den Wert übersteigen, der zu einem Reißen dieser Fäden während der Ausbildung des Zettels bzw. der Kette führen würde.

Häuptziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung anzugeben, die in der Lage ist, den Vorgang der Rückkehr der Fäden in die betreffenden Verweil- und Präsentationskanäle zu optimieren.

Dieses Ergebnis wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß eine Vorrichtung vorgesehen wird, welche die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 niedergelegten Merkmale aufweist. Weitere Merkmale sind in den abhängigen Ansprüchen niedergelegt.

Dank der vorliegenden Erfindung erfolgt die Rückkehr der Fäden in die entsprechenden Präsentationskanäle schneller, in zuverlässigerer Weise und kann vor allem ausgeführt werden, ohne daß es erforderlich ist, die auf die Trommel des Zettlers aufgewickelten Fäden abzufangen, um sie aus dem Haken des Faden-Haltestabes außer Eingriff zu bringen, was zu dem weiteren Vorteil führt, daß die strukturelle Integrität dieser Fäden auch dann aufrechterhalten wird, wenn die Winkelgeschwindigkeit des Faden-Haltestabes, d. h. die Geschwindigkeit der Ablage der Fäden auf den betreffenden Träger des Zettlers, sehr hoch ist. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Vorrichtung liegt darin, daß sie einen einfachen Aufbau und eine einfache Arbeitsweise besitzt, sowie mit relativ gemäßigten Kosten herstellbar ist.

Darüber hinaus kann die vorliegende Vorrichtung sowohl bei Hegeth- als auch bei Trommel-Zettlern zum Einsatz kommen und erfordert nicht die Verwendung von zu schweren Scheiben zum Strecken der Fäden.

Diese und weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich für den Fachmann am besten aus der folgenden Beschreibung, die in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung ein praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert, das jedoch nicht einschränkend zu verstehen ist. In der Zeichnung zeigen:

1A bis 1C jeweils eine Seitenansicht, eine Draufsicht und eine Schnittansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung im Ruhezustand, d. h. wenn alle Abschnitte des Fadenführungsnockens abgesenkt sind,

2A bis 2C eine Seitenansicht, eine Draufsicht und eine Querschnittsansicht der in Rede stehenden Vorrichtung, wenn sie dem Haken des Faden-Haltestabes eines Trommel-Zettlers einen Faden anbietet,

3A bis 3C die obigen Ansichten der in Rede stehenden Vorrichtung in einem Zustand, in dem ein Kanal für das Wiedereintreten des betreffenden Fadens vorbereitet ist,

4A bis 4C die gleichen Ansichten wie oben der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Wiedereintreten eines Fadens,

5 schematisch die Arbeitsweise eines Faden-Haltehakens mit einer ihm zugeordneten Vorrichtung zum Außer-Eingriffbringen, und

6 eine weitere schematische Darstellung der Betätigung des Faden-Haltehakens mit der Vorrichtung zum Außer-Eingriffbringen des Fadens.

Die folgende Beschreibung bezieht sich auf den Fall eines Trommel-Zettlers mit einem Faden-Haltehaken, der um die Längsachse der Trommel rotiert. Die gleiche Beschreibung ist jedoch auch für Vertikal-Zettler des Hergeth-Typs zutreffend, bei dem der Faden-Haltehaken, obwohl er in anderer Weise betrieben wird, die gleiche Funktion des Entfernens und Aufwickelns von Fäden ausführt, die jeweils dargeboten werden.

Was seine grundlegende Struktur anbelangt, so umfasst, wie in den Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellt, eine Vorrichtung gemäß der Erfindung eine Vielzahl von im wesentlichen plattenförmigen Elementen 1, deren Zahl gleich der Zahl der Kanäle des Zettlers ist, für den die Vorrichtung gedacht ist, wobei diese Elemente kaskadenartig unidirektional in einem Bereich H angeordnet sind, wobei dieser Bereich für das Verweilen, die Präsentation und den Wiedereintritt der Fäden dient und sich ein Faden-Haltehaken 2 durch ihn hindurchbewegt, um auf der Zettler-Trommel (nicht dargestellt) die Fäden abzulegen, die den Kanälen einzeln dargeboten werden, wobei letztere durch besagte Elemente 1 begrenzt sind. Jedes Element 1 hat einen oberen Rand 10, der zusammen mit dem entsprechenden Rand des anderen Elementes 1 als Führung für die Fäden dient, die einzeln nacheinander vom Haken 2 getragen werden, der sich durch den Bereich H hindurchbewegt. Darüber hinaus besitzt jedes der Elemente 1 eine Vertiefung 11, deren Funktion später beschrieben wird, und einen Basisteil 12, der an einem festen Träger 13 angesenkt ist, um seine Drehung um die Achse des Gelenks 14 unter der Steuerung einer entsprechenden elektrischen oder pneumatischen Betätigungsvorrichtung 15 zu ermöglichen. Die Achse des Gelenkes 14 verläuft senkrecht zur Erstreckungsebene des Elementes 1, so daß die Drehung des letzteren in dieser Ebene erfolgt. Die vorliegende Erfindung ist zwischen der Zettler-Vorderseite und der Liefervorrichtung der Spulen angeordnet, welche die zu behandelnden Fäden A, B, C zuführen, und ist an Stelle des Sabre-Nockens vorgesehen, der üblicherweise verwendet wird, um die Fäden bei ihrer Rückbewegung in die betreffenden Kanäle zu führen. Diese Kanäle werden seitlich durch eine Reihe von Platten 3 begrenzt, die zueinander parallel und voneinander im Abstand angeordnet und senkrecht zur Richtung D ausgerichtet sind, in der die Fäden hereinkommen, und wird vorderseitig (d. h. auf der dem Zettler zugewandten Seite) durch einen Stab 4 begrenzt, der als Begrenzer für den Winkel dient, mit dem die Fäden dargeboten werden (siehe 2C), und ist am Boden (d. h. an der der Liefervorrichtung zugewandten Seite) durch einen Stab 5 begrenzt, der die hereinkommenden Fäden veranlasst, auf einem Niveau zu bleiben, das niedriger ist, als das obere Ende der Elemente 1, die sich in einem angehobenen Zustand (siehe 4C) befinden. Im Bereich eines jeden Kanals ist ein Faden-Präsentationselement 6 herkömmlicher Art mit einem Haken 6 vorgesehen, dessen unterer Teil mit dem entsprechenden Faden in Eingriff tritt, um ihn im Verweilzustand auf einem Niveau unterhalb dem Niveau des Durchgangs des Faden-Haltehakens 2 (wie in 1C gezeigt), und im Präsentationszustand auf einem höheren Niveau zu halten, d. h. einem Niveau, das das Abfangen dieses Fadens durch den Haken 2 ermöglicht (wie in 2C gezeigt). Zu diesem Zweck ist jede Faden-Darbietungsvorrichtung 6 so montiert, daß sie um eine entsprechende horizontale Achse unter der Einwirkung einer entsprechenden Betätigungsvorrichtung (nicht dargestellt) drehbar ist, um jedes Mal entsprechend dem voreingestellten Programm für die Präsentation und das Wiedereintreten der Fäden abgesenkt und angehoben werden zu können.

Vorteilhafterweise sind die Elemente 1 zueinander gleich und so ausgerichtet, daß sie einen Winkel mit einem vorbestimmten Wert bezüglich der Richtung D des Durchganges der Fäden im Bereich H bilden.

Die Arbeitsweise der vorliegenden Vorrichtung ist die folgende:

Im Ruhezustand sind bei dem Aufwickeln irgendeines Fadens und wenn der Faden-Haltehaken erforderlichenfalls einen oder mehrere leere Umläufe auszuführen hat, alle Elemente 1 abgesenkt, wie in den 1A bis 1C gezeigt. In dieser Konfiguration bilden dann, wenn ein Faden über die Zettler-Trommel gewickelt ist, die oberen Kanten 10 der Elemente 1 im Zusammenwirken miteinander eine Führung für den in Aufwicklung befindlichen und durch den Bereich H verlaufenden Faden. Bei der Präsentation eines Fadens wird, wie in den 2A bis 2C für den Kanal des Fadens B gezeigt wird, das entsprechende Element 1 vor der Ankunft des Faden-Haltehakens 2 angehoben. In diesem Zustand wird der entsprechende Faden (in diesem Beispiel der Faden B), der normalerweise vom Element 1 im Bereich der Vertiefung 11 gehalten wird, vom Haken 2 abgefangen und von letzterem bei einem Anheben der entsprechenden Faden-Präsentationsvorrichtung 6 übernommen, um die programmierten Windungen des Zettels um die Zettler-Trommel auszubilden. Danach wird das besagte Element 1 abgesenkt und die Vorrichtung nimmt die in den 1A bis 1C gezeigte Stellung ein. Nach dem Vorbereiten des Kanals für das Wiedereintreten des betreffenden Fadens wird, wie in den 3A bis 3C gezeigt, das entsprechende Element angehoben, da es die betreffende Faden-Präsentationsvorrichtung 6 ist. Beim Wiedereintreten des Fadens wird letzterer, wie in den 4A bis 4C gezeigt, mit dem Fadenhalter 2 unmittelbar hinter dem Element 1 außer Eingriff gebracht, das so wie oben erwähnt positioniert ist, so daß sich aufgrund der Spannung, die von den Spannscheiben ausgeübt wird, der betreffende Faden zu der Vertiefung 11 des angehobenen Elementes 1 nach oben bewegt. Während dieser Bewegung wird der Faden von der Kante 100 des Elementes 1 geführt, die den oberen Rand 10 mit der Vertiefung 11 verbindet. 4C zeigt den Faden B noch im Eingriff mit dem Fadenhalter 2 (als durchgezogene Linie dargestellt) und den gleichen Faden B bei seinem Wiedereintritt, wie er von besagter Kante 100 des Elementes 1 geführt wird (in gestrichelter Linie dargestellt).

Hinsichtlich des Außer-Eingriffbringens des Fadens mit dem Faden-Haltehaken 2 kann entweder ein Fadenhalter verwendet werden, dessen Orientierung so geändert werden kann, wie dies in der italienischen Patentanmeldung FI/96/A/279 beschrieben ist, oder eine Vorrichtung, wie die in 5 dargestellte, bei der ein Stab 7 dem Körper des Fadenhalters zugeordnet ist, wobei der Stab 7 um eine Achse 70 schwenkbar montiert ist, die senkrecht zum Stab 20 des Faden-Haltehakens 2 verläuft und einer Rückholfeder 8 zugeordnet ist, um ihr freies Ende auf der Seite des Hakens 2 zu halten, das dem freien Ende des letzteren gegenüberliegt, mit Ausnahme der Situation des Außer-Eingriffbringens des Fadens, der in dieser Figur zwecks der Gleichförmigkeit über alle Zeichnungsfiguren hinweg mit B bezeichnet und aus dem gleichen Grund in den Zustand, in dem er mit dem Haken 2 außer Eingriff ist, durch eine gestrichelte Linie wiedergegeben wird. Das Außer-Eingrifftreten des Fadens vom Haken 2 wird bei dieser Art von Vorrichtung lediglich dadurch erreicht, daß der Stab 7 um seine Achse 70 unter der Einwirkung einer Betätigungsvorrichtung 9 gedreht wird, die dazu dient, auf einen Fortsatz 700 des Stabes 7 einzuwirken, der auf der bezüglich der Achse 70 dem freien Ende dieses Stabes gegenüberliegenden Seite vorgesehen ist. Die Betätigungsvorrichtung 9 kann elektrisch oder elektromagnetisch und direkt auf dem Stab 20 montiert sein, um direkt durch die elektronische Einheit betätigt zu werden, die die Durchführung des Zettelprogrammes steuert. Beispielsweise kann sie aus einem am Stab 20 befestigten Elektromagneten bestehen, der dazu dient, den Fortsatz 700 des Stabes 7 durch magnetische Wirkung anzuziehen, wenn ein entsprechender elektrischer Impuls erzeugt wird, um den Faden außer Eingriff zu bringen. Der Deutlichkeit der Darstellung halber ist die Betätigungsvorrichtung 9 in der Figur als ein vom Stab 20 getrenntes Element dargestellt. Es sei darauf hingewiesen, daß aufgrund der typischen Labilität der Verbindung zwischen dem Haken 2 und dem jeweils in Eingriff befindlichen Faden eine Drehung mit einer sehr kleinen Winkelamplitude für den Stab 7 ausreicht; um den Faden vom Haken 2 außer Eingriff zu bringen. Dies führt zu einem ausreichend schnellen Ablauf ohne daß ein Übermaß an Belastung in dem außer Eingriff zu bringenden Faden auftritt.

Bei der beispielhaft in 6 dargestellten Ausführungsform besitzt der Faden-Haltehaken 2 einen geraden Fortsatz 200, der für eine freie Drehung um seine eigene Längsachse von einem Arm 201 getragen wird, dem ein Antriebselement zugeordnet ist, das den Haken 2 für eine Drehung um die Achse Q des Zettlers bei der Ausbildung des Zettels antreibt. Am freien Ende des Fortsatzes 200 ist ein Nocken 202 befestigt, der durch eine einer Vielzahl von Betätigungsvorrichtungen 203 betätigbar ist, die längs eines Bogens mit vorbestimmter Ausdehnung angeordnet sind. Das Profil des Nockens 202 ist derart, daß dann, wenn irgendeine der Betätigungsvorrichtungen 203 (bezüglich der Zeichenebene der 6) herausgezogen ist, d. h. sich in ihrer aktiven Position befindet, die Berührung zwischen dem Nocken und der betreffenden Betätigungsvorrichtung die Drehung des Nockens und damit die des Fortsatzes 200 und des Hakens 2 bewirkt. Auf diese Weise wird das Außer-Eingrifftreten des Fadens aus dem Haken 2 im Bereich der gewünschten Position gemäß dem ausgewählten Zettelprogramm erzielt. Die Betätigungsvorrichtungen 203 werden in einer Reihenfolge betätigt, die in Relation zu dem Zettelprogramm festgelegt ist. Wie in 6 gezeigt, können die Betätigungsvorrichtungen 203 ziemlich nahe zur Drehachse des Arms 201 angeordnet werden, so daß sie einen verminderten Aufprall erfahren, wenn die Betätigungsvorrichtungen 203 den Nocken 202 abfangen.

Um die Fadenschleife vom Faden-Haltehaken 2 außer Eingriff zu halten, kann jedem der Elemente 1 ein (in den Figuren der beigefügten Zeichnung nicht dargestellter) Körper zugeordnet sein, der stromab von den in Richtung D hereinkommenden Fäden angeordnet und in der Lage ist, bei der Freigabe der Fäden angehoben zu werden, um deren vordersten Teil abzufangen (der durch Trägheit die Tendenz besitzt, sich über den Freigabepunkt, d. h. den Punkt hinaus zu bewegen, in dem die Fäden vom Haken 2 freigegeben werden) und dadurch deren Wiedereintritt zu beschleunigen.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, die typischen Nachteile der herkömmlichen Zettler zu überwinden, bei denen die Rückkehr der Fäden in die jeweiligen Kanäle in Abhängigkeit von der Aufarbeitung der Schlaufe, die beim Ausstoßen des Fadenhalters aus dem Haken gebildet wird, eine Zeit benötigt, die im Vergleich zu den gegenwärtigen Produktionsanforderungen relativ lang ist. Die vorliegende Vorrichtung soll anstelle der Saber-Fadenführungsnocken eingebaut werden, die gegenwärtig verwendet werden, um die Fäden in die jeweiligen Kanäle zurückzuführen, und kann mit den üblichen Zettlern ohne Schwierigkeit eingesetzt werden. Darüber hinaus ergibt sich aus der Beschreibung und der Zeichnung ganz klar, daß diese Vorrichtung einen einfachen Aufbau besitzt und somit relativ gemäßigte Herstellungskosten aufweist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Unterstützung der Rückkehr von Fäden in entsprechende Verweil- und Präsentationskanäle in Zettlern, die ein Faden für Faden erfolgendes Anscheren durchführen, mit einem einen Faden haltenden Haken (2), der dazu dient, einzelne Fäden aufzugreifen und auf einen Träger zu wickeln, der von dem Zettler angeboten wird, gemäß einem dem gewählten Anscherprogramm entsprechenden Ablauf, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung eine Vielzahl von flachen Elementen (1) umfaßt, die in der Übergangsrichtung (D) der Fäden, die jeweils mit dem Fadenhalter (2) in Eingriff stehen, in einem Bereich (H) zwischen dem Zettler und einer Spule für das Tragen der Fäden unidirektional kaskadenartig angeordnet sind, wobei jedes dieser Elemente (1) einen Teil (11) besitzt, der mit dem entsprechenden Faden, der sich in einer Verweil- und Präsentations-Situation befindet in Eingriff tritt und zwischen einer Stellung, in der dieser Teil (11) mit dem entsprechenden Faden in Eingriff tritt, und einer Stellung bewegbar ist, in der der Faden von diesem Teil (11) mit Hilfe des den Faden haltenden Hakens (2) außer Eingriff gebracht wird, der sich durch diesen Bereich (H) hindurch bewegt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (11) des Elementes (1) eine im Körper des letzteren ausgebildete Vertiefung aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Elemente (1) für eine Drehung um eine Achse (14) senkrecht zu seiner Abwicklungsebene unter der Steuerung einer Betätigungsvorrichtung montiert ist, die auf den entsprechenden Basisteil (12) einwirkt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Vorderseite und ihre Rückseite von entsprechenden Stäben (4, 5) begrenzt sind, die sich parallel zu besagter Richtung (D) erstrecken.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Elemente (1) ein Körper zugeordnet ist, der stromab von den hereinkommenden Fäden in der Richtung (D) angeordnet und in der Lage ist, bei der Freigabe der Fäden angehoben zu werden, um den vordersten Teil hiervon abzufangen und somit deren Rückeintritt zu beschleunigen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (1) bezüglich der Richtung (D) der durchlaufenden Fäden, die aufgewickelt werden, so ausgerichtet sind, dass sie mit dieser einen Winkel mit vorbestimmter Größe bilden.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenhalter (2) ein Halter mit veränderbarer Ausrichtung ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab (20) des Fadenhalters (2) eine Vorrichtung zum Außereingriffbringen des Fadens trägt, die in gesteuerter Weise betätigbar ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche


Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com