Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Unterstützung
der Rückkehr von Fäden in entsprechende Präsentationskanäle in Zettlern, die ein
Faden für Faden erfolgendes Anscheren durchführen.
Es ist dem Fachmann bekannt, daß das sogenannte Faden für Faden erfolgende
Anscheren mit Hilfe von Trommel-Zettlern bzw. Ketten-Anscherern und durch Vertikal-
oder Hergeth-Zettler durchgeführt wird. Erstere umfassen eine zylindrische Trommel,
auf die man sich die Fäden in einer Anzahl und Reihenfolge aufwickeln läßt, die
durch das gewählte Anschermuster vorgegeben ist, wobei die Fäden einer nach dem
anderen auf diese Trommel mit der Hilfe eines Faden-Haltestabes aufgewickelt werden,
der sich um seine Längsachse dreht und an seinem freien Ende einen Haken trägt,
der immer nur mit einem der Fäden nacheinander in Eingriff tritt, die aufgewickelt
werden. Auf den Umfang der Trommel ist eine Reihe von ringförmig geschlossenen Gurten
montiert, die sich parallel zur Drehachse des den Faden haltenden Stabes erstrecken
und auf die die Fäden abgelegt werden. Dadurch, daß diese Gurte bewegt werden, wird
eine fortschreitende Bewegung der auf die Trommel aufgewickelten Windungen des Fadens
vom Punkt ihrer Ablage weg erreicht, d. h. eine fortschreitende Bewegung der Windungen
von der Vorderseite der Trommel weg, d. h. von der Seite der Trommel weg, die der
Liefervorrichtung gegenüberliegt, die die Fadenspulen trägt. Im Bereich des unteren
Teils der Tommelvorderseite, d. h. stromabwärts von der Liefervorrichtung sind Faden-Präsentations-
oder -verweilkanäle vorgesehen, wobei im Bereich von jedem dieser Kanäle Elemente
montiert sind, die dazu dienen, die betreffenden Fäden dann, wenn dies vom Anscherprogramm
gefordert wird, dem Haken des sich drehenden Faden-Haltestabes anzubieten, wobei
die Präsentation der Fäden nach der Freigabe aus diesem Haken erfolgt, da, wie oben
erläutert, diese Art des Anscherens zu jedem gegebenen Zeitpunkt die Behandlung
immer nur eines Fadens vorsieht. Die erwähnten Präsentationskanäle sind auch diejenigen,
in die sich die Fäden zurückbewegen, wenn sie von dem Faden-Haltestab kommen. Um
die Fäden aus diesem Stab zu auszustoßen, können ein oder mehrere Ausstoßvorrichtungen
vorgesehen werden, von denen jede in einem entsprechenden Kanal montiert ist, wie
dies in EP 832 998 beschrieben ist. Um das
Wiedereintreten der aus dem Haken des Faden-Haltestabes gelösten Fäden zu führen,
ist ein Nocken vorgesehen, ein sogenannter „Sabre-Nocken", der sich über
den gesamten Bereich der Kanäle für das Verweilen, die Präsentation und die Rückkehr
der Fäden erstreckt, um so das Wiedereintreten dieser Fäden durch seinen unteren
Rand zu führen. Der obere Rand des Sabre-Nockens wirkt als Fadenführungskörper für
die Fäden, die von dem sich drehenden Stab getragen werden und durch diesen Bereich
hindurch verlaufen.
Bei den Hergeth-Zettlern hat der Träger für die abgelegten Windungen
der Fäden, der den Zettler bildet, eine im wesentlichen senkrechte statt einer zylindrischen
Erstreckung, und der Fadenführungshaken ist fest mit einem Gurt verbunden, der über
zwei einander gegenüberliegende Riemenscheiben des Trägers gewickelt ist. Der oben
beschriebene Vorgang des Verweilens, der Präsentation, des Wickelns und des Wiedereintritts
der Fäden wird auch bei diesem Typ von Anscherern ausgeführt.
Eines der Hauptprobleme bei dieser Technologie betrifft die Vereinfachung
und die Beschleunigung des Vorganges der Rückkehr der Fäden in die betreffenden
Präsentationskanäle nachdem sie vom Haken des Faden-Haltestabes freigegeben worden
sind. Tatsächlich hat aufgrund der Trägheit jeder Faden die Tendenz, sich nachdem
er aus dem Haken des Faden-Haltestabes freigegeben worden ist, über den Bereich
dieser Kanäle hinaus zu bewegen und eine Schlaufe zu bilden, deren Rückbildung eine
Zeit benötigt, die um so länger ist, je größer die Ausdehnung der Schlaufe ist.
Zu diesem Zweck wird das Wiedereintreten der Fäden üblicherweise durch
die Verwendung einer Reihe von schweren Scheiben beschleunigt, durch die man die
Fäden hindurchlaufen läßt. Das Gewicht dieser Scheiben, d. h. die Spannung der in
Arbeit befindlichen Fäden kann jedoch nicht den Wert übersteigen, der zu einem Reißen
dieser Fäden während der Ausbildung des Zettels bzw. der Kette führen würde.
Häuptziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung anzugeben,
die in der Lage ist, den Vorgang der Rückkehr der Fäden in die betreffenden Verweil-
und Präsentationskanäle zu optimieren.
Dieses Ergebnis wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, daß eine
Vorrichtung vorgesehen wird, welche die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 niedergelegten
Merkmale aufweist. Weitere Merkmale sind in den abhängigen Ansprüchen niedergelegt.
Dank der vorliegenden Erfindung erfolgt die Rückkehr der Fäden in
die entsprechenden Präsentationskanäle schneller, in zuverlässigerer Weise und kann
vor allem ausgeführt werden, ohne daß es erforderlich ist, die auf die Trommel des
Zettlers aufgewickelten Fäden abzufangen, um sie aus dem Haken des Faden-Haltestabes
außer Eingriff zu bringen, was zu dem weiteren Vorteil führt, daß die strukturelle
Integrität dieser Fäden auch dann aufrechterhalten wird, wenn die Winkelgeschwindigkeit
des Faden-Haltestabes, d. h. die Geschwindigkeit der Ablage der Fäden auf den betreffenden
Träger des Zettlers, sehr hoch ist. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Vorrichtung
liegt darin, daß sie einen einfachen Aufbau und eine einfache Arbeitsweise besitzt,
sowie mit relativ gemäßigten Kosten herstellbar ist.
Darüber hinaus kann die vorliegende Vorrichtung sowohl bei Hegeth-
als auch bei Trommel-Zettlern zum Einsatz kommen und erfordert
nicht die Verwendung von zu schweren Scheiben zum Strecken der Fäden.
Diese und weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung
ergeben sich für den Fachmann am besten aus der folgenden Beschreibung, die in Verbindung
mit der beigefügten Zeichnung ein praktisches Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert, das jedoch nicht einschränkend zu verstehen ist. In der Zeichnung zeigen:
1A bis 1C
jeweils eine Seitenansicht, eine Draufsicht und eine Schnittansicht der Vorrichtung
gemäß der Erfindung im Ruhezustand, d. h. wenn alle Abschnitte des Fadenführungsnockens
abgesenkt sind,
2A bis 2C
eine Seitenansicht, eine Draufsicht und eine Querschnittsansicht der in Rede stehenden
Vorrichtung, wenn sie dem Haken des Faden-Haltestabes eines Trommel-Zettlers einen
Faden anbietet,
3A bis 3C
die obigen Ansichten der in Rede stehenden Vorrichtung in einem Zustand, in dem
ein Kanal für das Wiedereintreten des betreffenden Fadens vorbereitet ist,
4A bis 4C
die gleichen Ansichten wie oben der erfindungsgemäßen Vorrichtung beim Wiedereintreten
eines Fadens,
5 schematisch die Arbeitsweise eines
Faden-Haltehakens mit einer ihm zugeordneten Vorrichtung zum Außer-Eingriffbringen,
und
6 eine weitere schematische Darstellung
der Betätigung des Faden-Haltehakens mit der Vorrichtung zum Außer-Eingriffbringen
des Fadens.
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf den Fall eines Trommel-Zettlers
mit einem Faden-Haltehaken, der um die Längsachse der Trommel rotiert. Die gleiche
Beschreibung ist jedoch auch für Vertikal-Zettler des Hergeth-Typs zutreffend, bei
dem der Faden-Haltehaken, obwohl er in anderer Weise betrieben wird, die gleiche
Funktion des Entfernens und Aufwickelns von Fäden ausführt, die jeweils dargeboten
werden.
Was seine grundlegende Struktur anbelangt, so umfasst, wie in den
Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellt, eine Vorrichtung gemäß der Erfindung
eine Vielzahl von im wesentlichen plattenförmigen Elementen 1, deren Zahl
gleich der Zahl der Kanäle des Zettlers ist, für den die Vorrichtung gedacht ist,
wobei diese Elemente kaskadenartig unidirektional in einem Bereich H angeordnet
sind, wobei dieser Bereich für das Verweilen, die Präsentation und den Wiedereintritt
der Fäden dient und sich ein Faden-Haltehaken 2 durch ihn hindurchbewegt,
um auf der Zettler-Trommel (nicht dargestellt) die Fäden abzulegen, die den Kanälen
einzeln dargeboten werden, wobei letztere durch besagte Elemente 1 begrenzt
sind. Jedes Element 1 hat einen oberen Rand 10, der zusammen mit
dem entsprechenden Rand des anderen Elementes 1 als Führung für die Fäden
dient, die einzeln nacheinander vom Haken 2 getragen werden, der sich durch
den Bereich H hindurchbewegt. Darüber hinaus besitzt jedes der Elemente
1 eine Vertiefung 11, deren Funktion später beschrieben wird,
und einen Basisteil 12, der an einem festen Träger 13 angesenkt
ist, um seine Drehung um die Achse des Gelenks 14 unter der Steuerung einer
entsprechenden elektrischen oder pneumatischen Betätigungsvorrichtung
15 zu ermöglichen. Die Achse des Gelenkes 14 verläuft senkrecht
zur Erstreckungsebene des Elementes 1, so daß die Drehung des letzteren
in dieser Ebene erfolgt. Die vorliegende Erfindung ist zwischen der Zettler-Vorderseite
und der Liefervorrichtung der Spulen angeordnet, welche die zu behandelnden Fäden
A, B, C zuführen, und ist an Stelle des Sabre-Nockens vorgesehen, der üblicherweise
verwendet wird, um die Fäden bei ihrer Rückbewegung in die betreffenden Kanäle zu
führen. Diese Kanäle werden seitlich durch eine Reihe von Platten 3 begrenzt,
die zueinander parallel und voneinander im Abstand angeordnet und senkrecht zur
Richtung D ausgerichtet sind, in der die Fäden hereinkommen, und wird vorderseitig
(d. h. auf der dem Zettler zugewandten Seite) durch einen Stab 4 begrenzt,
der als Begrenzer für den Winkel dient, mit dem die Fäden dargeboten werden (siehe
2C), und ist am Boden (d. h. an der der Liefervorrichtung
zugewandten Seite) durch einen Stab 5 begrenzt, der die hereinkommenden
Fäden veranlasst, auf einem Niveau zu bleiben, das niedriger ist, als das obere
Ende der Elemente 1, die sich in einem angehobenen Zustand (siehe
4C) befinden. Im Bereich eines jeden Kanals ist ein
Faden-Präsentationselement 6 herkömmlicher Art mit einem Haken
6 vorgesehen, dessen unterer Teil mit dem entsprechenden Faden in Eingriff
tritt, um ihn im Verweilzustand auf einem Niveau unterhalb dem Niveau des Durchgangs
des Faden-Haltehakens 2 (wie in 1C gezeigt),
und im Präsentationszustand auf einem höheren Niveau zu halten, d. h. einem Niveau,
das das Abfangen dieses Fadens durch den Haken 2 ermöglicht (wie in
2C gezeigt). Zu diesem Zweck ist jede Faden-Darbietungsvorrichtung
6 so montiert, daß sie um eine entsprechende horizontale Achse unter der
Einwirkung einer entsprechenden Betätigungsvorrichtung (nicht dargestellt) drehbar
ist, um jedes Mal entsprechend dem voreingestellten Programm für die Präsentation
und das Wiedereintreten der Fäden abgesenkt und angehoben werden zu können.
Vorteilhafterweise sind die Elemente 1 zueinander gleich
und so ausgerichtet, daß sie einen Winkel mit einem vorbestimmten Wert bezüglich
der Richtung D des Durchganges der Fäden im Bereich H bilden.
Die Arbeitsweise der vorliegenden Vorrichtung ist die folgende:
Im Ruhezustand sind bei dem Aufwickeln irgendeines Fadens und wenn
der Faden-Haltehaken erforderlichenfalls einen oder mehrere leere Umläufe auszuführen
hat, alle Elemente 1 abgesenkt, wie in den 1A
bis 1C gezeigt. In dieser Konfiguration
bilden dann, wenn ein Faden über die Zettler-Trommel gewickelt ist, die oberen Kanten
10 der Elemente 1 im Zusammenwirken miteinander eine Führung für
den in Aufwicklung befindlichen und durch den Bereich H verlaufenden Faden. Bei
der Präsentation eines Fadens wird, wie in den 2A bis
2C für den Kanal des Fadens B gezeigt wird,
das entsprechende Element 1 vor der Ankunft des Faden-Haltehakens
2 angehoben. In diesem Zustand wird der entsprechende Faden (in diesem
Beispiel der Faden B), der normalerweise vom Element 1 im Bereich der Vertiefung
11 gehalten wird, vom Haken 2 abgefangen und von letzterem bei
einem Anheben der entsprechenden Faden-Präsentationsvorrichtung 6 übernommen,
um die programmierten Windungen des Zettels um die Zettler-Trommel auszubilden.
Danach wird das besagte Element 1 abgesenkt und die Vorrichtung nimmt die
in den 1A bis 1C
gezeigte Stellung ein. Nach dem Vorbereiten des Kanals für das Wiedereintreten des
betreffenden Fadens wird, wie in den 3A bis
3C gezeigt, das entsprechende Element angehoben,
da es die betreffende Faden-Präsentationsvorrichtung 6 ist. Beim Wiedereintreten
des Fadens wird letzterer, wie in den 4A bis
4C gezeigt, mit dem Fadenhalter
2 unmittelbar hinter dem Element 1 außer Eingriff gebracht, das
so wie oben erwähnt positioniert ist, so daß sich aufgrund der Spannung, die von
den Spannscheiben ausgeübt wird, der betreffende Faden zu der Vertiefung
11 des angehobenen Elementes 1 nach oben bewegt. Während dieser
Bewegung wird der Faden von der Kante 100 des Elementes 1 geführt,
die den oberen Rand 10 mit der Vertiefung 11 verbindet.
4C zeigt den Faden B noch im Eingriff mit dem Fadenhalter
2 (als durchgezogene Linie dargestellt) und den gleichen Faden B bei seinem
Wiedereintritt, wie er von besagter Kante 100 des Elementes 1
geführt wird (in gestrichelter Linie dargestellt).
Hinsichtlich des Außer-Eingriffbringens des Fadens mit dem Faden-Haltehaken
2 kann entweder ein Fadenhalter verwendet werden, dessen Orientierung so
geändert werden kann, wie dies in der italienischen Patentanmeldung FI/96/A/279
beschrieben ist, oder eine Vorrichtung, wie die in 5
dargestellte, bei der ein Stab 7 dem Körper des Fadenhalters zugeordnet
ist, wobei der Stab 7 um eine Achse 70 schwenkbar montiert ist,
die senkrecht zum Stab 20 des Faden-Haltehakens 2 verläuft und
einer Rückholfeder 8 zugeordnet ist, um ihr freies Ende auf der Seite des
Hakens 2 zu halten, das dem freien Ende des letzteren gegenüberliegt, mit
Ausnahme der Situation des Außer-Eingriffbringens des Fadens, der in dieser Figur
zwecks der Gleichförmigkeit über alle Zeichnungsfiguren hinweg mit B bezeichnet
und aus dem gleichen Grund in den Zustand, in dem er mit dem Haken 2 außer
Eingriff ist, durch eine gestrichelte Linie wiedergegeben wird. Das Außer-Eingrifftreten
des Fadens vom Haken 2 wird bei dieser Art von Vorrichtung lediglich dadurch
erreicht, daß der Stab 7 um seine Achse 70 unter der Einwirkung
einer Betätigungsvorrichtung 9 gedreht wird, die dazu dient, auf einen
Fortsatz 700 des Stabes 7 einzuwirken, der auf der bezüglich der
Achse 70 dem freien Ende dieses Stabes gegenüberliegenden Seite vorgesehen
ist. Die Betätigungsvorrichtung 9 kann elektrisch oder elektromagnetisch
und direkt auf dem Stab 20 montiert sein, um direkt durch die elektronische
Einheit betätigt zu werden, die die Durchführung des Zettelprogrammes steuert. Beispielsweise
kann sie aus einem am Stab 20 befestigten Elektromagneten bestehen, der
dazu dient, den Fortsatz 700 des Stabes 7 durch magnetische Wirkung
anzuziehen, wenn ein entsprechender elektrischer Impuls erzeugt wird, um den Faden
außer Eingriff zu bringen. Der Deutlichkeit der Darstellung halber ist die Betätigungsvorrichtung
9 in der Figur als ein vom Stab 20 getrenntes Element dargestellt.
Es sei darauf hingewiesen, daß aufgrund der typischen Labilität der Verbindung zwischen
dem Haken 2 und dem jeweils in Eingriff befindlichen Faden eine Drehung
mit einer sehr kleinen Winkelamplitude für den Stab 7 ausreicht; um den
Faden vom Haken 2 außer Eingriff zu bringen. Dies führt zu einem ausreichend
schnellen Ablauf ohne daß ein Übermaß an Belastung in dem außer Eingriff zu bringenden
Faden auftritt.
Bei der beispielhaft in 6 dargestellten
Ausführungsform besitzt der Faden-Haltehaken 2 einen geraden Fortsatz
200, der für eine freie Drehung um seine eigene Längsachse von einem Arm
201 getragen wird, dem ein Antriebselement zugeordnet ist, das den Haken
2 für eine Drehung um die Achse Q des Zettlers bei der Ausbildung des Zettels
antreibt. Am freien Ende des Fortsatzes 200 ist ein Nocken 202
befestigt, der durch eine einer Vielzahl von Betätigungsvorrichtungen
203 betätigbar ist, die längs eines Bogens mit vorbestimmter Ausdehnung
angeordnet sind. Das Profil des Nockens 202 ist derart, daß dann, wenn
irgendeine der Betätigungsvorrichtungen 203 (bezüglich der Zeichenebene
der 6) herausgezogen ist, d. h. sich in ihrer aktiven
Position befindet, die Berührung zwischen dem Nocken und der betreffenden Betätigungsvorrichtung
die Drehung des Nockens und damit die des Fortsatzes 200 und des Hakens
2 bewirkt. Auf diese Weise wird das Außer-Eingrifftreten des Fadens aus
dem Haken 2 im Bereich der gewünschten Position gemäß dem ausgewählten
Zettelprogramm erzielt. Die Betätigungsvorrichtungen 203 werden in einer
Reihenfolge betätigt, die in Relation zu dem Zettelprogramm festgelegt ist. Wie
in 6 gezeigt, können die Betätigungsvorrichtungen
203 ziemlich nahe zur Drehachse des Arms 201 angeordnet werden,
so daß sie einen verminderten Aufprall erfahren, wenn die Betätigungsvorrichtungen
203 den Nocken 202 abfangen.
Um die Fadenschleife vom Faden-Haltehaken 2 außer Eingriff
zu halten, kann jedem der Elemente 1 ein (in den Figuren der beigefügten
Zeichnung nicht dargestellter) Körper zugeordnet sein, der stromab von den in Richtung
D hereinkommenden Fäden angeordnet und in der Lage ist, bei der Freigabe
der Fäden angehoben zu werden, um deren vordersten Teil abzufangen (der durch Trägheit
die Tendenz besitzt, sich über den Freigabepunkt, d. h. den Punkt hinaus zu bewegen,
in dem die Fäden vom Haken 2 freigegeben werden) und dadurch deren Wiedereintritt
zu beschleunigen.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, die typischen Nachteile der
herkömmlichen Zettler zu überwinden, bei denen die Rückkehr der Fäden in die jeweiligen
Kanäle in Abhängigkeit von der Aufarbeitung der Schlaufe, die beim Ausstoßen des
Fadenhalters aus dem Haken gebildet wird, eine Zeit benötigt, die im Vergleich zu
den gegenwärtigen Produktionsanforderungen relativ lang ist. Die vorliegende Vorrichtung
soll anstelle der Saber-Fadenführungsnocken eingebaut werden, die gegenwärtig verwendet
werden, um die Fäden in die jeweiligen Kanäle zurückzuführen, und kann mit den üblichen
Zettlern ohne Schwierigkeit eingesetzt werden. Darüber hinaus ergibt sich aus der
Beschreibung und der Zeichnung ganz klar, daß diese Vorrichtung einen einfachen
Aufbau besitzt und somit relativ gemäßigte Herstellungskosten aufweist.