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Dokumentenidentifikation DE10231749B4 29.07.2004
Titel Saug-Druck-Pumpe zum Ausgeben einer Flüssigkeit aus einem Behältnis
Anmelder AERO Pump GmbH, Zerstäuberpumpen, 65239 Hochheim, DE
Erfinder Masuzzo, Ettore, 65817 Eppstein, DE;
Christ, Stefan, 65239 Hochheim, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 13.07.2002
DE-Aktenzeichen 10231749
Offenlegungstag 05.02.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.07.2004
IPC-Hauptklasse F04B 9/14
IPC-Nebenklasse B05B 11/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Saug-Druck-Pumpe zum Ausgeben einer Flüssigkeit aus einem Behältnis, mit einem Gehäuse, in dem ein axial durchbohrter Kolben über einen ersten Gehäuseabschnitt abgedichtet axial verschiebbar ist, mit einer die Kolbenbohrung fortsetzenden hohlen Kolbenstange, die in einer Öffnung einer Verschlußhaube von Gehäuse und Behältnis verschiebbar ist und auf ihrem freien Ende einen dicht befestigten Betätigungskopf aufweist, durch dessen Betätigung der Kolben gegen die Kraft einer Rückstellfeder in einem Druckraum des Gehäuses einen Druck aufbaut, wobei der Betätigungskopf von einem sich an die Bohrung anschließenden Auslaßkanal über ein Rückschlagventil bis zu einer Auslaßöffnung für die Flüssigkeit durchsetzt ist und ein sich an das Rückschlagventil anschließender Abschnitt des Auslaßkanals zwischen zwei topfartigen Hülsen des Betätigungskopfes, die seitlich dicht aneinander anliegend zusammengesteckt sind, eine in der Außenseite der inneren Hülse ausgebildete Nut aufweist, die von der äußeren Hülse abgedeckt ist und sich bis zu einem Expansionsraum vor der im Boden der äußeren Hülse ausgebildeten Auslaßöffnung erstreckt, mit wenigstens einer Öffnung in einem zweiten Gehäuseabschnitt zwischen dem ersten Gehäuseabschnitt und der Verschlußhaube.

Eine bekannte Saug-Druck-Pumpe dieser Art (DE 197 42 559 C2) ist zum Ausspritzen oder Versprühen eines Produkts aus dem Behältnis geeignet, jedoch nicht zur Ausgabe einzelner Tropfen einer Flüssigkeit, insbesondere auch nicht in einer Kopfüber-Haltung, wie es häufig zur Ausgabe flüssiger Medikamente erforderlich ist, die tropfenweise beispielsweise in die Augen, Ohren oder Nase eingeführt werden sollen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Saug-Druck-Pumpe der eingangs genannten Art anzugeben, die zur tropfenweisen Ausgabe einer Flüssigkeit geeignet ist und gleichzeitig eine Verunreinigung der Flüssigkeit durch von außen über die Ausgabeöffnung eindringende Keime und Bakterien verhindert.

Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Kolben im unbetätigten Zustand unter der Rückstellfederkraft einen Durchlaß zwischen dem Druckraum und der oder jeder Öffnung im zweiten Gehäuseabschnitt freigibt, daß in dem Expansionsraum ein Keime und Bakterien abtötendes Mittel angeordnet ist, das die Flüssigkeit zur Auslaßöffnung durchläßt, daß das Ausgabehubvolumen des Kolbens dem Volumen eines Tropfens der Flüssigkeit entspricht, und daß die Öffnungsweite der Auslaßöffnung eine Sprühwirkung verhindert.

Während die Öffnung im zweiten Gehäuseabschnitt ein weitgehendes Entleeren des Behältnisses in der Kopfüber-Haltung ermöglicht, gestattet der Durchlaß ein Ansaugen der Flüssigkeit im Saughub des Kolbens in der Kopfüber-Haltung. Die Nut in der Außenseite der inneren Hülse des Betätigungskopfes erleichtert die Ausbildung des sich an das Rückschlagventil anschließenden Abschnitts des Außlaßkanals vor dem Zusammenstecken der beiden Hülsen und das Abdichten der Nut gegen eine Kontamination. In dem sich an die Nut anschließenden Expansionsraum verringert sich der Druck und die Geschwindigkeit der Flüssigkeit während eines Ausgabehubs des Kolbens, so daß die Flüssigkeit in Verbindung mit der eine Sprühwirkung verhindernden Öffnungsweite der Auslaßöffnung nur als Tropfen austritt, ohne versprüht zu werden.

Es ist zwar möglich, den Durchlaß durch eine axiale Verlängerung der im zweiten Gehäuseabschnitt ausgebildeten Öffnung(en) herzustellen, doch ist vorzugsweise dafür gesorgt, daß der Durchlaß durch wenigstens eine axiale Nut in der Innenseite eines mittleren Gehäuseabschnitts zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseabschnitt gebildet ist. Dadurch wird die Wand des Gehäuses in geringerem Maße als bei einer Verlängerung der Öffnung en) geschwächt.

Das Keime und Bakterien abtötende Mittel kann eine Legierung aus Silber und Kupfer aufweisen. Eine solche Legierung hat sich als sehr wirksam gegen Keime und Bakterien erwiesen.

Ferner kann dieses Mittel als Wendel ausgebildet sein, die das innere Ende der inneren Hülse umgibt und hinreichend Raum für den ungehinderten Durchlaß der auszugebenden Flüssigkeit freiläßt. Diese Ausbildung des Mittels ergibt auf einfache Weise eine große Oberfläche des Mittels für die Berührung mit der Flüssigkeit, um gegebenenfalls darin enthaltende Keime und Bakterien abzutöten.

Sodann kann dafür gesorgt sein, daß in einer an die Öffnung der Verschlußhaube angrenzenden, die Kolbenstange umgebenden Aussparung ein ringförmiger Luftfilter, an der Kolbenstange anliegend, fest eingesetzt ist, der für in der Luft enthaltene Keime undurchlässig ist. Dadurch wird erreicht, daß sich ein in dem Behältnis bei der Ausgabe entstehender Unterdruck durch über den Filter und die die Kolbenstange führende Öffnung in der Verschlußhaube nachströmende Luft ausgeglichen werden kann, aber eine Kontamination der Flüssigkeit durch in der Luft enthaltende Keime verhindert wird.

Vorzugsweise enthält der Filter ebenfalls eine Silber-Kupfer-Legierung und darüber hinaus Aktivkohle, wodurch nicht nur Keime, sondern auch Bakterien wirksam abgetötet werden.

Ferner kann dafür gesorgt sein, daß der Betätigungskopf einen zur Kolbenstange koaxialen Rohrstutzen und die Verschlußhaube einen zur Kolbenstange koaxialen Rohrstutzen aufweist, die nahezu dicht ineinandergreifen und relativ zueinander axial, durch Hinterschneidungen begrenzt, verschiebbar sind. Diese Rohrstutzen ermöglichen nicht nur die Verschiebung des Kolbens in dem Gehäuse bei der Betätigung des Betätigungskopfes und eine Führung des Betätigungskopfes durch den Rohrstutzen der Verschlußhaube, sondern auch eine weitgehende Abdichtung des Hohlraums in den Stutzen, aber dennoch einen Ausgleich des Luftdrucks in dem Hohlraum während der relativen Verschiebung der beiden Stutzen bei der Betätigung und Entlastung des Betätigungskopfes.

Sodann kann ein Öffnungsrand des Gehäuses in einer Ringnut der Verschlußhaube im Schnappsitz eingerastet sein. Dies erleichtert den Zusammenbau von Verschlußhaube und Gehäuse sowie deren Herstellung aus Kunststoff im Spritzgußverfahren.

Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Darin stellen dar:

1 einen Axialschnitt einer erfindungsgemäßen Saug-Druck-Pumpe im unbetätigten Zustand vor dem Aufsetzen auf einem Behältnis für ein tropfenweise auszugebendes flüssiges Medikament,

2 einen Axialschnitt durch die erfindungsgemäße Saug-Druck-Pumpe, aufgesetzt auf einem Behältnis in der Kopfüber-Haltung, vor einer Ausgabebetätigung und

3 die gleiche Ansicht wie die nach 2, jedoch am Ende einer Ausgabebetätigung.

Die dargestellte Saug-Druck-Pumpe 1 ist auf dem radial etwas vorstehenden Rand 6 der Öffnung eines Behältnisses 2 über eine dazwischen angeordnete Dichtringscheibe 3 im Schnappsitz dicht befestigt. Die Saugdruckpumpe 1 hat ein topfartiges Gehäuse 4, dessen Boden 5 geschlossen ist. In dem Gehäuse 4 ist ein hohlzylindrischer Kolben 7, gegen die Innenseite 4 des Gehäuses in einem ersten Gehäuseabschnitt 4a abgedichtet, axial verschiebbar. Die Bohrung 8 des Kolbens 7 setzt sich in einer am Kolben 7 angeformten hohlen Kolbenstange 9 fort. Die Kolbenstange 9 ist in einer Öffnung 10 einer Verschlußhaube 11 von Gehäuse 4 und Behältnis 2 bis auf ein geringes Spiel weitgehend abgedichtet verschiebbar.

Auf dem freien Ende der aus dem Gehäuse 4 herausragenden Kolbenstange 9 ist ein Betätigungskopf 12 der Saug-Druck-Pumpe 1 dicht und fest aufgesetzt. Den Betätigungskopf 12 durchsetzt ein Auslaßkanal 13, der sich an die Bohrung 8 anschließt. Der Auslaßkanal 13 setzt sich über ein Rückschlagventil 14 mit einem Ventilverschlußstück 15 und einer Rückstellfeder 16 bis zu einer Ausgabeöffnung 17 in einer topfartigen äußeren Hülse 18 des Betätigungskopfes 12 fort. In die äußere Hülse 18 ist eine zweite Hülse 19 an der Innenseite der äußeren Hülse 18 dicht anliegend eingesetzt. Der Innendurchmesser eines am Boden der äußeren Hülse 18 angrenzenden Endabschnitts der Hülse 18 verringert sich gegenüber dem übrigen Abschnitt der Hülse 18. Desgleichen verringert sich der Außendurchmesser der inneren Hülse 19 bis zu einem in den Abschnitt mit geringerem Durchmesser der Hülse 18 ragenden Endabschnitt der Hülse 19, der einen weiteren stufenartigen Übergang 20 zu einem geringeren Durchmesser aufweist und bis in die Nähe der Öffnung 17 ragt. Dadurch wird zwischen den Hülsen 18 und 19 in ihren Endabschnittsbereichen ein Expansionsraum 21 begrenzt. In diesem Expansionsraum 21 ist ein Keime und Bakterien abtötendes Mittel 22 angeordnet. Dieses Mittel bildet eine Wendel, die das innere, den kleinsten Durchmesser aufweisende Ende der inneren Hülse 18 umgibt und hinreichend Raum für den weitgehend ungehinderten Durchfluß einer aus dem Behältnis 2 tropfenweise auszugebenden Flüssigkeit 23, hier eines Medikaments, freiläßt. Das Mittel 22, hier eines Medikaments, enthält eine Legierung aus Silber und Kupfer, die zur Abtötung von Keimen und Bakterien wirksam ist. Die Öffnungsweite der Auslaßöffnung 17 ist so groß bemessen, daß die Flüssigkeit 23 bei der Ausgabe nur tropfenweise ausgegeben werden kann und nicht versprüht wird.

Das Ventilverschlußstück 15 besteht aus gummielastischem Material, hier einem Elastomer, und hat einen zylindrischen Körper, der etwa in seiner axialen Mitte von einer Dichtlippe 24 umgeben ist. Die Dichtlippe 24 liegt unter einer durch ihre Eigenelastizität bewirkten Federkraft an der Innenseite eines sich koaxial zur Kolbenstange 9 erstreckenden ersten Abschnitts des Auslaßkanals 13 an und versperrt im unbetätigten Zustand des Betätigungskopfes 12 eine Querbohrung 25 im daran anschließenden Abschnitt 13b des Auslaßkanals 13. Dieser Abschnitt weist ferner eine Nut 26 in der Außenseite der inneren Hülse 19 auf. Die Nut 26 ist von der äußeren Hülse 18 abgedeckt und erstreckt sich bis zu dem Expansionsraum 21, d.h. bis zum Durchmesserübergang 20. Der sich am Übergang 20 anschließende und sich gegenüber der Durchflußweite der Nut 26 schließlich erheblich erweiternde Expansionsraum 21 unterstützt die tropfenweise Ausgabe der Flüssigkeit 23.

In der an das freie Ende der Kolbenstange angrenzenden Stirnseite des Verschlußstücks 15 ist eine quer durchgehende Nut 27 für den Durchtritt der auszugebenden Flüssigkeit ausgebildet.

Die äußere Hülse 18 hat eine ringsum laufende Schulter 28 zum Niederdrücken des Betätigungskopfes 12 mittels zweier Finger einer Hand und ist durch eine im Schnappsitz aufgesetzte Schutzhaube 29 abgedeckt. Vor der Betätigung der Saug-Druck-Pumpe 1 wird diese Schutzhaube 29 abgenommen.

Der Kolben 7 liegt in seiner unbetätigten Lage nach den 1 und 2 mit einer an seinem freien Ende umlaufenden Dichtlippe 30 eng an der Innenseite des Gehäuses 4 an. Oberhalb der Dichtlippe 30 läßt der Kolben ein Spiel zwischen sich und der Innenseite des Gehäuses 4 frei. Eine Rückstellfeder 31, die unterbrochen dargestellt ist, stützt sich einerseits im Kolben 7 am Boden eines Ringraums 32, der von der äußeren Wand des Kolbens 7 und einem Rohrstutzen 33 begrenzt ist, und andererseits an einer Schulter 34 im Gehäuse 4 ab. Das Gehäuse 4 hat an dem in 1 unteren Ende eines durch das Gehäuse 4 begrenzten Druckraums 35 eine Abstufung 36, unterhalb der der Innendurchmesser des Gehäuses 4 etwas größer als der Außendurchmesser der Dichtlippe 30 des Kolbens 7 ist.

Oberhalb der in 1 dargestellten oberen Endlage des Kolbens 7 sind in einem zweiten Abschnitt 4b des Gehäuses 4, der an der Verschlußhaube 11 angrenzt, schlitzförmige Öffnungen 37 ausgebildet, die den Innenraum des Gehäuses 4 mit dem Innenraum des Behältnisses 2 oberhalb des maximalen Füllstands der im Behältnis 2 enthaltenen Flüssigkeit 23 in der aufrechten Haltung nach 1 verbinden. Grundsätzlich würde jedoch nur eine Öffnung 37 genügen. Im unbetätigten Zustand nach den 1 und 2 gibt der Kolben 7 unter der Kraft der Rückstellfeder 31 einen Durchlaß 38 in Form axialer Nuten in der Innenseite eines mittleren Gehäuseabschnitts 4c zwischen dem ersten Gehäuseabschnitt 4a und dem zweiten Gehäuseabschnitt 4b frei. Auch hier würde nur eine Nut 38 in dem mittleren Gehäuseabschnitt 4c ausreichen.

In einer an die Öffnung 10 der Verschlußhaube 11 angrenzenden, die Kolbenstange 9 umgebenden Aussparung 39 ist ein ringförmiger Luftfilter 40, an der Kolbenstange 9 anliegend, fest eingesetzt. Der Luftfilter 40 ist für in der Luft enthaltene Keime undurchlässig und enthält eine Silber-Kupfer-Legierung sowie Aktivkohle, um durch den Filter 40 und die Öffnung 10 durch den im Behältnis 2 aufgrund der Ausgabe der Flüssigkeit 23 auftretenden Unterdruck eindringende Luft von Keimen und Bakterien zu befreien.

Der Öffnungsrand 6 des Gehäuses 4 ist in einer Ringnut 41 der Verschlußhaube 11 hinter einer flachen Rippe 42 im Schnappsitz eingerastet.

Der Betätigungskopf 12 hat einen zur Kolbenstange 9 koaxialen Rohrstutzen 43, und die Verschlußhaube 11 hat einen zur Kolbenstange 9 koaxialen Rohrstutzen 44. Die Rohrstutzen 43 und 44 greifen nahezu dicht ineinander und sind relativ zueinander axial, durch Hinterschneidungen begrenzt, verschiebbar.

Nachdem das Behältnis 2 mit der tropfenweise auszugebenden Flüssigkeit 23, einem Medikament für Augen, Ohren oder Nase, gefüllt worden ist, wird die Verschlußhaube 11 einschließlich der mit ihr verbundenen Teile der Saug-Druck-Pumpe 1 auf den Öffnungsrand 6 des Gehäuses 4 im Schnappsitz aufgesetzt, wobei die Dichtringscheibe 3 die Verbindung abdichtet.

Bei der erstmaligen Betätigung des Betätigungskopfes 12 in der in 2 dargestellten Kopfüber-Haltung von Saugdruckpumpe 1 und Behältnis 2 durch manuelle Ausübung eines Drucks auf die Ringschulter 28 bewegt sich der Kolben 7 gegen die Kraft der Rückstellfeder 31 in dem Druckraum 35 in Richtung auf die Abstufung 36. Durch den dabei im Druckraum 35, in der Bohrung 8 und im ersten Abschnitt 13a des Außlaßkanals 13 entstehenden Luftdruck wird die Dichtlippe 24 des Ventilverschlußstücks 15 dicht an die Innenseite des ersten Abschnitts 13a des Auslaßkanals 13 gedrückt und das Ventilverschlußstück 15 gegen die Kraft der Rückstellfeder 16 weiter in die Hülse 19 gedrückt, so daß die Querbohrung 25 freigegeben wird. Die zunächst noch im Druckraum 35 enthaltene Druckluft kann dann über die Bohrung 8 und den Auslaßkanal 13 entweichen. Nach Wegnahme des manuellen Drucks drückt die Rückstellfeder 31 den Kolben 7 und die Rückstellfeder 16 das Ventilverschlußstück 15 wieder in die Ausgangslage nach 1 und 2. Durch den dabei im Druckraum 35 entstehenden Unterdruck wird die Flüssigkeit 23 in der Kopfüber-Haltung der Anordnung nach 2 über die Schlitze 37 und den Durchlaß 38 in den Druckraum 35 gesaugt. Nach mehreren derartigen Druck- und Saughüben des Kolbens 7 ist die Saug-Druck-Pumpe 1 bis zur Auslaßöffnung 17 mit der Flüssigkeit 23 gefüllt, wie es in 3 dargestellt ist. Nach einem weiteren Druckhub des Kolbens 7 tritt dann ein Tropfen der Flüssigkeit 23 aus der Auslaßöffnung 17 aus, ohne zerstäubt zu werden, weil zum einen die Öffnungsweite beziehungsweise der Durchmesser der Auslaßöffnung 17 sehr groß bemessen ist, etwa 1,1 bis 1,3 mm, vorzugsweise etwa 1,2 mm, und zum anderen der Expansionsraum 21 ebenfalls so groß bemessen ist, daß die Flüssigkeit 23 bei der Ausgabe darin nicht gegenüber der im Auslaßkanal-Abschnitt 13b bewirkten Strömungsgeschwindigkeit beschleunigt wird. Das Hubvolumen des Kolbens 7 entspricht dem Volumen des jeweils auszugebenden Tropfens und ist entsprechend der jeweils erforderlichen in Milligramm gemessenen Tropfenmasse bemessen. Durch jeden weiteren Saug- und Druckhub wird daher ein weiterer Tropfen ausgegeben. Der während eines Druckhubs im Druckraum 35 ausgeübte Druck hört in dem Augenblick auf, in dem die Dichtlippe 30 die Stufe 36 überschreitet.

Eventuell von außen durch die Auslaßöffnung 17 eindringende Keime und Bakterien werden in dem wendelförmigen Mittel 22 abgetötet. Desgleichen werden etwaige in der Flüssigkeit 23 enthaltende Keime und Bakterien an der großen Oberfläche des Mittels 22 abgetötet, so daß sie nicht in die jeweils mit dem Medikament behandelten Augen, Ohren oder Nasenlöcher gelangen können.

Beim Entleeren des Behältnisses 2 entsteht darin ein Unterdruck. Dieser wird durch über den Filter 40, das Spiel zwischen der Öffnung 10 und der Kolbenstange 9 sowie die Öffnungen 37 in das Behältnis 2 gesaugte Luft ausgeglichen. Dabei werden etwaige Keime und Bakterien durch die im Filter 40 enthaltende Silber-Kupfer-Legierung und Aktivkohle abgetötet. Zu diesem Zweck ist der Filter 40 aus porösem Kunststoff, vorzugsweise einem Polyethylen, hergestellt, in dem die Legierung und die Aktivkohle enthalten sind.

Eine Abwandlung des dargestellten Ausführungsbeispiels kann beispielsweise darin bestehen, daß die Nuten 38 weggelassen und statt dessen die Öffnungen 37 bis an das in 1 untere Ende der Nuten 38 verlängert werden. Der Durchlaß würde dann in der Lage des Kolbens 7 nach 1 oder 2 unmittelbar über die Öffnungen 37 freigegeben. Die Ausbildung des Durchlasses in Form von Nuten 38 hat jedoch den Vorteil, daß die Wand des Gehäuses 4 dadurch weniger geschwächt wird, so daß sie dem beim Hineindrücken des Gehäuses 4 in die Ringnut 41 der Verschlußhaube 11 auftretenden Druck eher standhält.


Anspruch[de]
  1. Saug-Druck-Pumpe (1) zum Ausgeben einer Flüssigkeit (23) aus einem Behältnis (2), mit einem Gehäuse (4), in dem ein axial durchbohrter Kolben (7) über einen ersten Gehäuseabschnitt (4a) abgedichtet axial verschiebbar ist, mit einer die Kolbenbohrung (8) fortsetzenden hohlen Kolbenstange (9), die in einer Öffnung (10) einer Verschlußhaube (11) von Gehäuse (4) und Behältnis (2) verschiebbar ist und auf ihrem freien Ende einen dicht befestigten Betätigungskopf (12) aufweist, durch dessen Betätigung der Kolben (7) gegen die Kraft einer Rückstellfeder (31) in einem Druckraum (35) des Gehäuses (4) einen Druck aufbaut, wobei der Betätigungskopf (12) von einem sich an die Bohrung (8) anschließenden Auslaßkanal (13) über ein Rückschlagventil (14) bis zu einer Auslaßöffnung (17) für die Flüssigkeit (23) durchsetzt ist und ein sich an das Rückschlagventil (14) anschließender Abschnitt (13b) des Auslaßkanals (13) zwischen zwei topfartigen Hülsen (18, 19) des Betätigungskopfes (12), die seitlich dicht aneinander anliegend zusammengesteckt sind, eine in der Außenseite der inneren Hülse (19) ausgebildete Nut (26) aufweist, die von der äußeren Hülse (18) abgedeckt ist und sich bis zu einem Expansionsraum (21) vor der im Boden der äußeren Hülse (18) ausgebildeten Auslaßöffnung (17) erstreckt, mit wenigstens einer Öffnung (37) in einem zweiten Gehäuseabschnitt (4b) zwischen dem ersten Gehäuseabschnitt (4a) und der Verschlußhaube (11), dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (7) im unbetätigten Zustand unter der Rückstellfederkraft einen Durchlaß (38) zwischen dem Druckraum (35) und der oder jeder Öffnung (37) im zweiten Gehäuseabschnitt (4b) freigibt, daß in dem Expansionsraum (21) ein Keime und Bakterien abtötendes Mittel (22) angeordnet ist, das die Flüssigkeit (23) zur Auslaßöffnung (17) durchläßt, daß das Ausgabehubvolumen des Kolbens (7) dem Volumen eines Tropfens der Flüssigkeit (23) entspricht, und daß die Öffnungsweite der Auslaßöffnung (17) eine Sprühwirkung verhindert.
  2. Saug-Druck-Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaß (38) durch wenigstens eine axiale Nut in der Innenseite eines mittleren Gehäuseabschnitts (4c) zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseabschnitt (4a, 4b) gebildet ist.
  3. Saug-Druck-Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Keime und Bakterien abtötende Mittel (22) eine Legierung aus Silber und Kupfer aufweist.
  4. Saug-Druck-Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Keime und Bakterien abtötende Mittel (22) eine Wendel bildet, die das innere Ende der inneren Hülse (19) umgibt und hinreichend Raum für den ungehinderten Durchlaß der auszugebenden Flüssigkeit (23) freiläßt.
  5. Saug-Druck-Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einer an die Öffnung (10) der Verschlußhaube (11) angrenzenden, die Kolbenstange (9) umgebenden Aussparung (39) ein ringförmiger Luftfilter (40), an der Kolbenstange (9) anliegend, fest eingesetzt ist, der für in der Luft enthaltene Keime undurchlässig ist.
  6. Saug-Druck-Pumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter eine Silber-Kupfer-Legierung und Aktivkohle enthält.
  7. Saug-Druck-Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungskopf (12) einen zur Kolbenstange (9) koaxialen Rohrstutzen (43) und die Verschlußhaube (11) einen zur Kolbenstange (9) koaxialen Rohrstutzen (44) aufweist, die nahezu dicht ineinandergreifen und relativ zueinander axial, durch Hinterschneidungen begrenzt, verschiebbar sind.
  8. Saug-Druck-Pumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Öffnungsrand (6) des Gehäuses (4) in einer Ringnut (41) der Verschlußhaube (11) im Schnappsitz eingerastet ist.
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