| Dokumentenidentifikation |
DE10302120A1 29.07.2004 |
| Titel |
Stabilisierungsmittel für Gemälderestaurierungen, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung |
| Anmelder |
bonapharm GmbH, 53507 Dernau, DE |
| Vertreter |
Patentanwälte Dr. Solf & Zapf, 42103 Wuppertal |
| DE-Anmeldedatum |
21.01.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10302120 |
| Offenlegungstag |
29.07.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
29.07.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
B44D 7/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft ein Stabilisierungsmittel für eine Gemälderestaurierung, zumindest enthaltend a) mindestens ein Wachslösemittel, b) mindestens ein Wachs und gelöstes Wachs, c) mindestens ein Adsorptionsmittel, ein Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein Stabilisierungsmittel zur Restaurierung
eines ein textiles, insbesondere gewebtes Flächengebilde als Farbträgerelement aufweisenden
Gemäldes. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung des Stabilisierungsmittels
sowie seine Verwendung.
Ein Gemälde, z.B. ein Ölgemälde oder eine Acrylmalerei, besteht aus
einem Farbträgerelement und der Farbbeschichtung bzw. der Farbe. Als Farbträgerelement
wertvoller, insbesondere alter Gemälde dient i.d.R. ein textiles Flächengebilde,
vornehmlich ein Gewebe z.B. aus Leinen.
Der textile Originalfarbträger kann im Laufe der Zeit verwittern oder
durch unsachgemäße Behandlung oder Lagerung angegriffen werden, so dass das Farbträgermaterial
und damit das Gemälde schadhaft werden. Die Folge sind häufig auch Haarrissbildung
und Brüche in der Farbschicht.
Bekannt ist zur Restaurierung eines Gemäldes das sog. Doublieren.
Dabei wird vorzugsweise ein textiles Flächengebilde von hinten gegen den Originalfarbträger
gesetzt. Beispielsweise wird auf eine schadhafte, z.B. brüchige gewebte Originalleinwand
Stabilisierungswachs und eine neue gewebte Leinwand aufgebracht. Hierzu wird zunächst
Wachs durch Erhitzen streichfähig gemacht und das weiche warme Wachs mit einem Spachtel
auf die Rückseite des Bildes bzw. auf die freie Oberfläche des textilen Originalfarbträgers
vorsichtig aufgespachtelt. Danach wird auf die Wachsschicht das neue textile Flächengebilde
angesetzt. Anschließend wird das Schichtelement aus altem Gemälde und Stabilisierungsbeschichtung
aus Wachs und textilem Flächengebilde zur Fixierung des Flächengebildes gepresst,
wobei vorher aber die Wachsschicht erwärmt wird, so dass sie pressweich wird.
Nach dem Pressen und Erkalten des Wachses ist das Gemälde restauriert.
Nachteilig bei diesem bekannten Verfahren ist, dass Wachs in einer
relativ dicken Schicht aufgetragen werden muss, weil es andernfalls zur Ausbildung
einer gleichmäßig dicken Schicht nicht spachtelfähig ist. Insofern wird auch relativ
viel Wachs verbraucht, was zudem zu einer unerwünscht steifen Beschichtung führt.
Darüber hinaus erfordert das bekannte Verfahren relativ viel Wärmeenergie zum Schmelzen
des Wachses und beim Warmpressen. Dabei besteht die Gefahr, dass die Farbbeschichtung
durch die Erwärmung Schaden nimmt. Außerdem muss der Restaurator sehr sorgfältig
arbeiten, weil sich das neue textile Flächengebilde nach dem Pressen nicht wieder
abziehen lässt. Dies verhindert ggf. notwendige, zukünftige wiederholte Doublierungen
auf dem Original-Farbträgerelement. Ein besonderer Nachteil des bekannten Verfahrens
aber ist, dass Haarrisse oder Farbbrüche in der Farbschicht nicht zufrieden stellend
beseitigt werden können und Wachs beim Erkalten schrumpft, so dass auch das gesamte
Gemälde mitschrumpft. Hinzu kommt, dass das bekannte Doublierverfahren sehr zeitaufwändig
ist, weil insbesondere das Spachteln des Wachses viel Zeit beansprucht.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Stabilisierungsmittel für die Gemälderestaurierung
zu schaffen, mit dem das Restaurieren vereinfacht wird und schneller durchgeführt
werden kann. Zudem sollen damit Haarrisse und/oder Farbbrüche in der Farbschicht
behandelt werden, so dass sie weitgehend nicht mehr sichtbar sind. Aufgabe der Erfindung
ist ferner, ein einfaches Verfahren zur Herstellung des Restaurierungsmittels aufzufinden
sowie eine einfache Verwendbarkeit des Restaurierungsmittels zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1, 13 und 17 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Nach der Erfindung enthält das Stabilisierungsmittel zumindest
- a) mindestens ein Wachslösungsmittel,
- b) mindestens ein Wachs,
- c) mindestens ein Adsorptionsmittel
und weist vorzugsweise eine pastöse, leicht streichfähige Konsistenz auf.
Als Lösungsmittel sind alle bekannten Wachslösungsmittel verwendbar.
Bevorzugt werden Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt verwendet, die leicht an
der Luft verdunsten. Vorzugsweise wird Aceton verwendet. Bevorzugte Lösungsmittel
sind ferner Terpentin, Methylenchlorid, Benzol, Essigester und Ether. Verwendbar
sind z.B. auch Lösungsmittelkombinationen aus zwei und mehreren Lösungsmitteln.
Wachse sind künstliche und natürlich gewonnene Stoffe. Es gibt Naturwachse,
modifizierte Naturwachse, teilsynthetisierte Wachse und vollsynthetisierte wachse.
Für das erfindungsgemäße Restaurierungsverfahren kommen alle bekannten Wachssorten
in Frage, die sich entsprechend verarbeiten lassen. Bevorzugt werden jedoch Naturwachse
und modifizierte Naturwachse sowie teilsynthetische Wachse.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Stabilisierungsmittels wird
bevorzugt Wachs in zerriebener Form und/oder in Schuppen- und/oder in Pulverform
verwendet. Verwendbar sind z.B. auch Gemenge von verschiedenen Wachsen bzw. verschiedenen
Wachsformen.
Wesentlich ist, dass das erfindungsgemäße Stabilisierungsmittel ein
feinteiliges Adsorptionsmittel und/oder Füllstoffe, die in dem
jeweiligen Lösungsmittel unlöslich sind, enthält. Das Adsorptionsmittel und/oder
die Füllstoffe dienen als Trägerstoff für das Lösungsmittel und Wachs und gewährleisten
die gewünschte Konsistenz z.B. für das Aufspachteln oder Aufpinseln oder dergleichen.
Bevorzugt werden sehr feinteilige, mineralogische, insbesondere anorganische, vorzugsweise
amorphe Adsorptionsmittel mit spezifischen Oberflächen von 90 bis 400 m2/g,
insbesondere von 150 bis 250 m2/g. Das Adsorptionsmittel soll Lösungsmittel
speichern und Wachs adsorbieren können. Verwendbar sind z.B. auch Gemenge verschiedener
Adsorptionsmittel.
Besonders wirksam sind hoch disperse, pyrogene Kieselsäuren, wie z.B.
Aerosil (Römpp Band 1, B. Auflage, 1979, Seite 79).
Bevorzugte kristalline und/oder amorphe Adsorptionsmittel sind ferner:
Kieselgur, Bentonit, Steinmehle oder dergleichen.
Ein erfindungsgemäßes, pastöses, leicht streichfähiges Stabilisierungsmittel
weist z.B. die folgenden Zusammensetzungen auf:
15 bis 38, insbesondere 24 bis 28 M-% Wachs, insbesondere Stearinwachs (gebleicht),
60 bis 75, insbesondere 68 bis 70 M-% Lösungsmittel, insbesondere Aceton,
2 bis 10, insbesondere 4 bis 6 M-% hoch disperse pyrogene Kieselsäure, vorzugsweise
Aerosil.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Stabilisierungsmittels erfolgt
in einem Gefäß, in das z.B. zunächst Adsorptionsmittel und Wachs und anschließend
Lösungsmittel gegeben werden. Dann wird das Gefäß entweder dampfdicht verschlossen
oder ein Gefäß mit Rückflusskühlung verwendet und das System auf eine Siedetemperatur
des Lösungsmittels bei Verwendung von Aceton von z.B. über 40°C, insbesondere
zwischen 55 und 62 °C, vorzugsweise zwischen 58 und 60 °C gebracht. Dabei
wird eine milchige, flüssige Phase aus übersättigter Wachslösung/Wachsschmelze erzeugt.
Der Inhalt des Gefäßes wird anschließend im Gefäß kräftig durchmischt und abgekühlt.
Während des Abkühlens, jedoch vor dem Erstarren, wird das Material in ein verschließbares
Gefäß abgefüllt.
Die Konsistenz des Stabilisierungsmittels ist auf einfache Weise einstellbar
durch die verwendete Menge an Lösungsmittel in Relation zu den anderen Komponenten.
Das erfindungsgemäße Stabilisierungsmittel lässt sich kalt und in
dünnerer transparenter Schicht auf das schadhafte textile Flächengebilde eines Gemäldes
auftragen als herkömmliches geschmolzenes Wachs und erhärtet nicht so schnell wie
Wachs, sondern bleibt längere Zeit geschmeidig und streichfähig. Dadurch können
fehlerhaft aufgetragene Stellen auf einfache Weise korrigiert werden.
Das erfindungsgemäße Stabilisierungsmittel ermöglicht zudem ein einfacheres,
und zwar kalt arbeitendes Stabilisierungsverfahren. Denn nach dem Auftragen des
erfindungsgemäßen Stabilisierungsmittels in dünner transparenter Schicht verdunstet
das Lösungsmittel aus der Schicht in überraschender Weise lediglich in Richtung
der freien Oberfläche, ohne dass es die Farbschicht des Gemäldes schädigt, was zur
Schädigung der Farbe führen könnte. Insofern lag die Verwendung von Lösungsmitteln
in einem Stabilisierungsprodukt nicht nahe. Aufgrund dieser möglichen Gefahr wurden
bislang keine Lösungsmittel verwendet.
Beim Verdunsten verfestigt sich die Stabilisierungsbeschichtung durch
Abtrocknung, ohne dass ein Schrumpfen auftritt; das Adsorptionsmittel oder der Füllstoff
und das Wachs werden miteinander verbunden und bilden einen weißen Belag, ohne dass
die Beschichtung brüchig wird; sie bleibt vielmehr geschmeidig bzw. flexibel. Zudem
wird vom Adsorptionsmittel noch eine geringe Menge Lösungsmittel zurückgehalten
bzw. gespeichert.
Vorteilhaft ist, dass anhand der Gleichmäßigkeit bzw. Ungleichmäßigkeit
der sich nach dem Verdunsten des Lösungsmittels einstellenden Belagsfarbe erkannt
werden kann, ob Fehlstellen bzw. mangelhafte Stellen vorhanden sind, die auf einfache
Weise durch z.B. Nachspachteln oder Nachpinseln, z.B. mit dem entsprechenden Lösungmittel,
beseitigt werden können. Insoweit ist der Erfolg des erfindungsgemäßen Restaurierungsverfahrens
auf einfache Weise schon in diesem Stadium kontrollierbar. Zudem ist es sogar möglich,
die Beschichtung oder Teile davon schadlos wieder zu entfernen, wenn festgestellt
wird, dass gravierende Mängel vorliegen, indem die Beschichtung erwärmt wird; sie
lässt sich anschließend problemlos wieder abziehen.
Die Erfindung geht einen anderen Weg zur Stabilisierung eines Gemäldes,
indem das neue, insbesondere textile Flächengebilde nicht durch Druckpressen im
erwärmten Zustand in die Beschichtung eingedrückt wird (Doublieren), sondern auf
die Stabilisierungsbeschichtung aufgeklebt wird. Anschließend wird ohne Erwärmung
gepresst, wobei in überraschender Weise sogar Haarrisse und Brüche in der Farbbeschichtung
ausgeheilt werden. Offenbar dringt durch das Kaltpressen gespeichertes Lösungsmittel
bis zur Farbe vor und erweichte letztere derart, dass sich Haarrisse und Farbbrüche
wieder verengen bzw. sogar schließen.
Zum Aufkleben des neuen Flächengebildes, das vorzugsweise ein textiles
Flächengebilde, insbesondere ein Gewebe ist, aber auch z.B. aus Kunststoff oder
Papier bestehen kann, wird vorzugsweise ein wasserhaltiger bzw. mit Wasser angesetzter,
streichbarer bzw. gut verarbeitbarer, durch Trocknung verfestigender Leim oder Kunstharzkleber
verwendet, die die Farbbeschichtung nicht angreifen, sofern sie nicht bis zur Farbbeschichtung
durchdringen. Überraschend ist, dass die erfindungsgemäße Stabilisierungsbeschichtung
trotz der Anwesenheit von Wachs den wasserhaltigen Kleber nicht abperlt, was bei
einer reinen Wachsbeschichtung erfolgen und eine Klebung unmöglich machen würde.
Das Adsorptionsmittel, das nach dem Verdunsten von Lösungsmittel wieder
frei gewordene Adsorptionskapazität aufweist, wirkt synergistisch, indem es Wasser
adsorbiert und den Kleber bindet und damit verhindert, dass das Wasser zur Farbbeschichtung
durchdringen kann, denn das Wasser würde die Farbbeschichtung beeinträchtigen.
Gegen den Klebstoff, der vorzugsweise ganzflächig, aber auch teilflächig
oder punkthaft aufgetragen werden kann, wird das neue Flächengebilde gesetzt und
angeheftet. Nach der Verfestigung der Klebeverbindung wird ein Andrücken bei relativ
geringen gleichmäßigen Drücken von 0,1 bis 0,8, insbesondere von 0,2 bis 0,4 bar
durchgeführt. Beim Kaltpressen schließen sich Haarrisse oder Farbbrüche in der Farbbeschichtung
zumindest teilweise.
Danach ist die Restaurierung beendet. Das alte, poröse, schadhafte
Flächengebilde wird durch das Bindemittel Wachs vernetzt bzw. stabilisiert. Neu
ist, dass die Stabilisierungsschicht nicht mehr die Trägerschicht des neuen Flächengebildes,
sondern lediglich eine Sperrschicht ist, die relativ flexibel bleibt im Gegensatz
zu einer reinen Wachsbeschichtung nach dem Doublierverfahren, bei dem das neue Flächengebilde
in die Wachsschicht eingedrückt wird. Die erfindungsgemäße Klebeschicht vermittelt
den Verbund zwischen der Stabilisierungsbeschichtung und dem neuen Flächengebilde;
insofern ist das erfindungsgemäße Restaurierungsverfahren ein Dreischichtverfahren.
Das erfindungsgemäße Stabilisierungsmittel enthält zumindest mindestens ein Wachslösungsmittel,
mindestens ein Wachs und gelöstes Wachs sowie mindestens ein Adsorptionsmittel,
das Wachslösemittel, Wachs und gelöstes Wachs adsorbiert hat.
Das auf die Sperrschicht aufgebrachte textile Flächengebilde kann
durch Erwärmen wieder von dem original textilen Flächengebilde gelöst werden, was
zukünftige weitere Restaurierungen z.B. bei Beschädigungen des Gemäldes ermöglicht
bzw. erleichtert.
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| Anspruch[de] |
- Stabilisierungsmittel für eine Gemälderestaurierung, zumindest enthaltend
a) mindestens ein Wachslösemittel,
b) mindestens ein Wachs und gelöstes Wachs,
c) mindestens ein Adsorptionsmittel.
- Stabilisierungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Adsorptionsmittel Wachslösemittel, Wachs und gelöstes Wachs adsorbiert aufweist.
- Stabilisierungsmittel nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass es eine pastenförmige, streichfähige, insbesondere weichwachsartige Konsistenz
aufweist.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wachslösemittel ein niedrig siedendes Lösungsmittel,
insbesondere Aceton enthält.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, dass es als Wachs ein Naturwachs und/oder modifiziertes
Naturwachs und/oder teilsynthetisiertes Wachs enthält.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass es ein mineralisches Adsorptionsmittel enthält.
- Stabilisierungsmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
es ein anorganisches Adsorptionsmittel enthält.
- Stabilisierungsmittel nach Anspruch 6 und/oder 7, dadurch gekennzeichnet,
dass es ein sehr feinteiliges Adsorptionsmittel enthält.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis
8, dadurch gekennzeichnet, dass es ein amorphes Adsorptionsmittel enthält.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis
9, dadurch gekennzeichnet, dass es eine hoch disperse, pyrogene Kieselsäure enthält.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass das Adsorptionsmittel eine spezifische Oberfläche
zwischen 90 und 400, insbesondere 150 bis 250 m2/g aufweist.
- Stabilisierungsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
10,
gekennzeichnet durch
die folgende Zusammensetzung:
15 bis 38, insbesondere 24 bis 28 M-% Wachs,
60 bis 75, insbesondere 68 bis 70 M-% Lösungsmittel,
2 bis 10, insbesondere 4 bis 6 M-% hoch disperse pyrogene Kieselsäure
- Verfahren zur Herstellung eines Stabilisierungsmittels nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Gefäß
Adsorptionsmittel und Wachs und anschließend Lösungsmittel gegeben und danach das
Gefäß verschlossen oder mit einer Rückflusseinrichtung versehen wird, der Inhalt
des Gefäßes erwärmt und eine flüssige Phase aus übersättigter Wachslösung und Wachsschmelze
erzeugt wird, anschließend der Inhalt des Gefäßes kräftig durchmischt, dann gekühlt
und insbesondere flüssig abgefüllt wird.
- Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Inhalt
des Gefäßes über 40 °C erwärmt wird.
- Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
55 und 62 °C, insbesondere zwischen 58 und 60 °C erwärmt wird.
- Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass Wachs in geriebener Form und/oder in Schuppenform und/oder
in Pulverform verwendet wird.
- Verwendung eines Stabilisierungsmittels nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 12, insbesondere hergestellt nach einem oder mehreren der Ansprüche
13 bis 16, zur Restaurierung eines Gemäldes,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine mindestens dreischichtige Restaurationsbeschichtung auf der Rückseite eines
schadhaften Gemäldes hergestellt wird, aufweisend zumindest
a) eine Stabilisierungsschicht,
b) eine Kleberschicht,
c) ein aufgeklebtes Flächengebilde.
- Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungsmittel
auf das textile Flächengebilde der Rückseite des Gemäldes aufgetragen, nach Verdunstung
von Lösungsmittel und gewisser Verfestigung der Stabilisierungsbeschichtung ein
Kleber aufgebracht, danach ein neues Flächengebilde aufgeklebt und anschließend
gepresst wird.
- Verwendung nach Anspruch 17 und/oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass
als Kleber ein wasserhaltiger Kleber verwendet wird.
- Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein wasserhaltiger
Leim verwendet wird.
- Verwendung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein wasserhaltiger
Kunstharzkleber verwendet wird.
- Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, dass der Kleber ganzflächig und/oder teilflächig und/oder punkthaft
aufgebracht wird.
- Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, dass ein textiles Flächengebilde verwendet wird.
- Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, dass als Flächengebilde eine Kunststofffolie verwendet wird.
- Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, dass als Flächengebilde Papier verwendet wird.
- Verwendung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schichten aus altem Gemälde und erfindungsgemäßer Restaurationsbeschichtung
ohne Erwärmung gepresst werden.
- Verwendung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass bei Drücken
von 0,1 bis 0,8, insbesondere von 0,2 bis 0,4 bar kalt gepresst wird.
- Verwendung nach Anspruch 26 und/oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass
derart kalt gepresst wird, dass vorhandene Haarrisse oder Farbbrüche in der Farbbeschichtung
des Gemäldes sich zumindest verengen, vorzugsweise sich wieder schließen.
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