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Dokumentenidentifikation DE69913926T2 29.07.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001004370
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Rollformen von Wärmetauschermetallplatten
Anmelder Modine Manufacturing Co., Racine, Wis., US
Erfinder Grippe, Frank M., Oak Creek, Wisconsin 53154, US
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69913926
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.10.1999
EP-Aktenzeichen 993084177
EP-Offenlegungsdatum 31.05.2000
EP date of grant 02.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.07.2004
IPC-Hauptklasse B21D 31/04

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf Wärmetauscher und insbesondere auf Verfahren und Vorrichtungen zum Formen von Metallplatten, die zur Verbesserung der Wärmeübergangseigenschaften von Wärmetauschern verwendet werden können.

Der Einsatz von Metallplatten in Wärmetauschern zur Verbesserung der Wärmeübergangseigenschaften der Wärmetauscher, indem man durch regelmäßig wiederkehrende Kontaktstellen mit den Wänden der Wärmetauscheranlagen oder mit den Rohren der Wärmetauscher zusätzliche wärmeleitende Wege herstellt, ist bekannt. Metallplatten können entweder an der Außenseite oder an der Innenseite oder an beiden Seiten der Wärmetauscheranlagen angebracht werden. Eine übliche Art von Metallplatten, die manchmal auch Wirbler oder Turbulatoren genannt werden, befindet sich im Innern der Wärmetauscheranlagen oder in den Rohren von Wärmetauschern, um die Wärmeübergangseigenschaften der Wärmetauscher zu verbessern. Im allgemeinen wird durch solche Metallplatten erreicht, dass die Flüssigkeit, die durch diese Wärmetauscheranlagen fließt, aufgewirbelt wird, so dass sich die Wärmeübergangseigenschaften der Wärmetauscher dadurch noch weiter verbessern. Beispiele für einige Metallplatten sind in den US-Patenten Nr. 3.732.921 von Hillicki et al.; 3.743.011 von Frost; 3.734.135 von Mosier; 3.763.930 von Frost; 4.360.055 von Frost; 4.561.494 von Frost; 4.967.835 von Lefeber; und 5.078.209 von Kerman et al. gezeigt.

Rollformen ist ein allgemein übliches Verfahren zur Herstellung von Metallplatten. Meistens lässt man ein Stück Flachstahl mit einer Grundbreite durch eine Rollformmaschine laufen, um eine Metallplatte mit der gewünschten Breite zu erhalten. Der Flachstahl wird dabei entweder auf dem freien Markt in der auf die Ausgangsbreite zugeschnittenen Form eingekauft oder er kann auch mit einer größeren Breite eingekauft werden und wird dann von dem Metallplatten-Hersteller in einer den Formstationen vorgelagerten Schneidestation auf die Ausgangsbreite zugeschnitten. Dieser Ansatz erfordert entweder : a) dass jeweils immer nur ein einzelnes Flachstahlband durch die Rollformmaschine läuft, was den Ausstoß der Rollformmaschine eher begrenzt; oder b) dass mehrere Bänder von Flachstahl parallel durch die Rollformmaschine laufen, was zwar den Ausstoß der Rollformmaschine erhöht, doch umfangreiche Einrichtzeiten erforderlich macht, da jedes einzelne Band durch die Rollformstationen geleitet werden muss.

Hauptaufgabe der Erfindung ist es, ein neues und verbessertes Verfahren und eine neue und verbesserte Vorrichtung zum Rollformen von Wärmetauschermetallplatten aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband zu liefern.

Dieses Ziel wird durch ein Verfahren mit den folgenden Schritten erreicht: Lieferung von verlängertem Flachstahlband mit einer Länge und einer Querbreite; Rollformen eines Paares aneinander angrenzender, längsverlaufender Reihen alternierender Erhöhungen und Vertiefungen in dem verlängerten Flachstahlband, wobei die Erhöhungen und Vertiefungen einer Reihe des Paares gegenüber den Erhöhungen und Vertiefungen der anderen Reihe des genannten Paares in Längsrichtung versetzt sind, so dass die beiden Reihen durch eine Vielzahl einzelner Verbindungen im Längsabstand miteinander verbunden sind, wobei diese Verbindungen eine längsverlaufende Schnittstelle zwischen den beiden Reihen bilden; und Unterbrechen der Verbindungen, indem man die beiden Reihen zueinander verschiebt, so dass sie ein Paar Metallplatten bilden, wobei jede Metallplatte eine Seitenkante besitzt, die durch die jetzt abgetrennte Schnittstelle gebildet wird.

Nach einem Ausführungsbeispiel sind die Reihen in einer Richtung versetzt, die während des Unterbrechungsschrittes sowohl zur Länge als auch zur Querbreite quer verlaufen.

Nach einem anderen Ausführungsbeispiel gehören zu dem Unterbrechungsschritt darüber hinaus zwei Paar zusammenpassender Rollwerkzeugscheiben. Jedes Paar besitzt eine Scheibe, die drehend um eine erste Achse montiert ist, und eine zweite Scheibe, die drehend um eine zweite Achse montiert ist. Eines der Paare greift in eine der beiden Reihen alternierender Erhöhungen und Vertiefungen ein und drückt diese eine Reihe entlang eines ersten Weges. Das andere Paar greift in die andere der beiden Reihen ein und drückt die andere Reihe entlang eines zweiten Weges, der von dem ersten Weg in der Richtung der Verschiebung versetzt ist.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel sind die Reihen in einer Richtung versetzt, die während des Unterbrechungsschrittes im wesentlichen parallel zu der Länge des Bandes verläuft.

Nach einem Ausführungsbeispiel besteht der Unterbrechungsschritt darin, die Erhöhungen und Vertiefungen des Bandes an einer ersten Stelle entlang der Bandlänge mit einem ersten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge in Eingriff zu bringen; die Erhöhungen und Vertiefungen des verlängerten Bandes an einer zweiten Stelle entlang der Bandlänge mit einem zweiten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge in Eingriff zu bringen, wobei die zweite Stelle entlang der Bandlänge einen Abstand zu der ersten Stelle hat; und das verlängerte Band zwischen dem ersten und dem zweiten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge unter Spannung zu bringen, um die beiden Reihen zueinander in der Richtung zu versetzen, die im wesentlichen parallel zu der Länge des Bandes ist, um die Verbindungen zu unterbrechen.

Nach einem Ausführungsbeispiel wird ein Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge zum Formen von Metallplatten aus einem einzelnen, verlängerten Flachbandstahl geliefert, das ein Paar aneinander angrenzender, längsverlaufender Reihen alternierender Erhöhungen und Vertiefungen besitzt, wobei die Erhöhungen und Vertiefungen einer Reihe des Paares gegenüber den Erhöhungen und Vertiefungen der anderen Reihe des genannten Paares in Längsrichtung versetzt sind, so dass die beiden Reihen durch eine Vielzahl einzelner Verbindungen im Längsabstand miteinander verbunden sind. Die Rollwerkzeuge besitzen eine erste, zweite, dritte und vierte Zahnscheibe.

Nach einem Ausführungsbeispiel besitzt die erste Zahnscheibe einen Außendurchmesser D1 und einem Innendurchmesser d1 und ist an einem der Rollwerkzeuge montiert, um sich mit ihm um eine erste Achse zu drehen, wobei die Verzahnung der ersten Scheibe in eine der genannten zwei Reihen alternierender Erhöhungen und Vertiefungen einrasten kann. Die zweite Zahnscheibe besitzt einen Außendurchmesser D2 und einen Innendurchmesser d2 und ist an dem anderen der Rollwerkzeuge montiert, um sich mit ihm um eine zweite Achse zu drehen, wobei die Verzahnung der zweiten Scheibe in die gleiche Reihe wie die erste Zahnscheibe einrasten kann. Die dritte Zahnscheibe besitzt einen Außendurchmesser D und einen Innendurchmesser d3 und ist angrenzend an die erste Zahnscheibe an dem gleichen Rollwerkzeug montiert wie die erste Zahnscheibe, um sich mit ihm um die erste Achse zu drehen, wobei die Verzahnung der dritten Scheibe in die andere der beiden Reihen einrasten kann. Die vierte Zahnscheibe besitzt einen Außendurchmesser D4 und einem Innendurchmesser d4 und ist angrenzend an die zweite Zahnscheibe an dem gleichen Rollwerkzeug wie die zweite Zahnscheibe montiert, um sich mit ihm um die zweite Achse zu drehen, wobei die Verzahnung der vierten Scheibe in die gleiche Reihe wie die dritte Zahnscheibe einrasten kann.

In einem Ausführungsbeispiel ist mindestens einer der Durchmesser D2 und d2 kleiner als D1 bzw. d1 und mindestens einer der Durchmesser D3 und d3 kleiner als D1 bzw. d1.

Bei einem Werkzeug ist D2 kleiner als D1, d2 kleiner als d1, D3 kleiner als d1 und d3 kleiner als d1. Die Aussparungen 140 haben sich als vorteilhaft erwiesen, da sie übermäßige Gratbildung und andere inakzeptable Fehler in den Seitenkanten 40 und 42 der Metallplatten 36 bzw. 38 minimieren.

Nach einem Ausführungsbeispiel ist der Durchmesser D4 größer als D3 und d4 ist größer als d3.

Nach einem anderen Ausführungsbeispiel entspricht D4 im Nenndurchmesser D3 und d4 entspricht im Nenndurchmesser d3.

Nach einem Ausführungsbeispiel entspricht D1 im Nenndurchmesser D4 und d1 entspricht im Nenndurchmesser d4, D2 entspricht im Nenndurchmesser D3 und d2 entspricht im Nenndurchmesser d3.

Die Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigen

1 eine perspektivische Ansicht eines verlängerten Flachstahlbandes, aus dem eine Vielzahl von Metallplatten geformt werden kann;

2 eine vergrößerte, fragmentarische Ansicht eines Teils des in 1 gezeigten, verlängerten Flachstahlbandes;

3 eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 aus 1;

4 eine perspektivische Ansicht eines Paares von Metallplatten, die aus dem in 1 gezeigten, verlängerten Flachstahlband geformt wurden;

5 eine schematische Darstellung von drei Rollformstationen und dazugehörige Paare zusammenpassender Rollwerkzeuge, die in dem Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden können;

6a eine schematische Darstellung der axialen Auslegung eines ersten Ausführungsbeispiels des ersten Paares von Rollwerkzeugen entlang der Linie 6-6 aus 5, wobei die Werkzeuge aus Darstellungsgründen abgetrennt wurden;

6b eine schematische Darstellung ähnlich 6A, jedoch mit einem zweiten Ausführungsbeispiel des ersten Paares von Rollwerkzeugen;

7a eine schematische Darstellung entlang der Linie 7-7 aus 6A, welche die Umfangsanordnung einer Vielzahl von Rollscheiben zeigt, aus denen eines der Rollwerkzeuge aus dem ersten Ausführungsbeispiel besteht;

7b eine schematische Darstellung entlang der Linie 7-7 aus 6B, welche die Umfangsanordnung einer Vielzahl von Rollscheiben zeigt, aus denen eines der Rollwerkzeuge aus dem zweiten Ausführungsbeispiel besteht;

8a eine perspektivische Ansicht des verlängerten Flachstahlbandes, nachdem es von den in den 6A und 7A gezeigten Rollwerkzeugen geformt wurde;

8b eine perspektivische Ansicht des verlängerten Flachstahlbandes, nachdem es von den in den 6B und 7B gezeigten Rollwerkzeugen geformt wurde;

9 eine schematische Darstellung entlang der Linie 9-9 aus 5, welche die axiale Auslegung eines zweiten Paares von Rollwerkzeugen zeigt, wobei die Werkzeuge aus Darstellungsgründen abgetrennt wurden;

10 eine schematische Darstellung entlang der Linie 10-10 aus 9, welche die Umfangsanordnung einer Vielzahl von Scheiben zeigt, aus denen eines der in 9 gezeigten Rollwerkzeuge besteht;

11 eine schematische Darstellung entlang der Linie 11-11 aus 5, welche die axiale Auslegung eines dritten Paares von Rollwerkzeugen zeigt, wobei die Werkzeuge aus Darstellungsgründen abgetrennt wurden;

12 eine schematische Darstellung entlang der Linie 12-12 aus 11, welche die Umfangsanordnung einer Vielzahl von Scheiben zeigt, die eines der in 11 gezeigten Rollwerkzeuge bilden;

13 eine vergrößerte, fragmentarische Ansicht des Bereichs, der durch die Linie 13-13 in 5 angegeben ist;

14 eine Ansicht ähnlich 13 mit einer fragmentarischen Veranschaulichung des in 1 gezeigten, verlängerten Flachstahlbandes;

15 eine schematische Darstellung einer der in 5 gezeigten Formstationen;

16 eine Ansicht ähnlich 7, die jedoch die Umfangsanordnung von Scheiben zum Formen 10 von Metallplatten aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband zeigt;

17 eine Ansicht ähnlich 10, die jedoch die Umfangsanordnung von Scheiben zum Formen 10 von Metallplatten aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband in Verbindung mit der in 16 gezeigten Anordnung zeigt;

18 ist eine Ansicht ähnlich wie 12, die jedoch die Umfangsanordnung von Scheiben zum Formen 10 von Metallplatten aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband in Verbindung mit der in 16 und 17 gezeigten Anordnung zeigt;

Die Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in Verbindung mit einer sogenannten "eingeschnittenen und versetzten" Metallplatte hierin beschrieben und in den Zeichnungen veranschaulicht. Doch man sollte wissen, dass die Erfindung auch für andere Konfigurationen von Metallplatten Anwendung finden wird und dass es keine Beschränkungen für die Verwendung im Zusammenhang mit der speziellen Konfiguration, die veranschaulicht wurde, gibt, außer wie es in den beiliegenden Patentansprüchen dargelegt wurde.

Die Erfindung bezieht sich auf das Rollformen einer Vielzahl von Metallplatten 10 aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband 20 mit einem längsverlaufende Abschnitt L und einer Querbreite W wie in 1 zu sehen ist. Wie man am besten auf den 2 und 3 sehen kann, besitzt die Metallplatte ein Paar aneinander angrenzender, längsverlaufender Reihen 22 und 24 alternierender Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28, wobei die Erhöhungen 26 und die Vertiefungen 28 der Reihe 22 gegenüber den Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 der anderen Reihe 24 in Längsrichtung versetzt sind, so dass die beiden Reihen 22 und 24 durch eine Vielzahl einzelner Verbindungen 30 im Längsabstand miteinander verbunden sind, wobei diese Verbindungen zwischen den beiden Reihen 22, 24 eine längsverlaufende Schnittstelle definieren, die durch die Linie 32 schematisch dargestellt ist. Wie in 1 und 2 zu sehen ist, wird für die "eingeschnittenen und versetzten" Metallplatten bevorzugt, dass in dem verlängerten Flachstahlband 20 an jeder Seite des Paares aneinander angrenzender Reihen 22, 24 zusätzliche Längsreihen 32A34F alternierender Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 vorgesehen werden. Während diese zusätzlichen Reihen 34A34F eine gewünschte Konfiguration für die Metallplatten 10 liefern, die schließlich aus dem verlängerten Flachstahlband 20 geformt werden, sollte man wissen, dass einige Metallplatten 10:

  • a) weitere zusätzliche Reihen 34A34F benötigen könnten,
  • b) keine zusätzlichen Reihen 34A34F benötigen könnten,
  • c) erfordern könnten, dass sich die Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 jeder der Reihen 23, 24 über die gesamte Breite jeder der Metallplatten 10 erstrecken, oder
  • d) für ihre gewünschte Konfiguration eine andere Anordnung der zusätzlichen Reihen benötigen könnten.

Folglich veranschaulichen die zusätzlichen Reihen 34A34F lediglich eine Option für ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Metallplatte und die Verfahren zum Rollformen der anderen Abschnitte der Metallplatten 10 als die Reihen 22 und 24 stehen nicht im Mittelpunkt der Erfindung.

Die Erfindung bietet ein einmaliges und effizientes Verfahren zum Trennen des Flachstahlbandes 20 an der Schnittstelle 32, um ein Paar Metallplatten 36 und 38 zu formen, wobei jedes Flachstahlband eine Seitenkante 40 bzw. 42 besitzt, die von der abgetrennten Schnittstelle 32, wie in 4 zu sehen, definiert wird.

Das Flachstahlband 20 kann in drei Rollformstationen 44, 46 und 48 geformt werden, wie in 5 schematisch dargestellt ist. Jede dieser Rollstationen 44, 46, 48 besitzt jeweils Paare zusammenpassender Zackenrollwerkzeuge 50 und 52, 54 und 56 und 58 und 60, die zur Drehung um jeweilige Paare nominell paralleler Achsen 62 und 64, 66 und 68 und 70 und 72 montiert sind. Jedes der jeweiligen parallelen Achsenpaare 62 und 64, 66 und 68 und 70 und 72 ist durch jeweilige Rollkreisdurchmesser PD1, PD2 und PD3 in einem Abstand zueinander angeordnet. Wie weiter unten genauer erläutert wird, wird jedes der Rollwerkzeuge 5060 durch einen axialen Stapel gezahnter Rollwerkzeugscheiben gebildet, die nach einem speziellen Versatz-Schema zwischen der Verzahnung jeder der Scheiben am Umfang angeordnet sind, um die gewünschte Rollform-Konfiguration des Flachstahlbandes 20 zu liefern. Das Flachstahlband 20 läuft durch die Rollstationen 44, 46 und in die Rollstation 48 in einer Richtung parallel zu Abschnitt bzw. Länge L, wie durch die Pfeile A angezeigt, wobei sich die Breite W des Flachstahlbandes über die Zahnbreite der Werkzeuge 5060 erstreckt (d. h. die Breite W erstreckt sich parallel zu den Achsen 6272).

Die Rollwerkzeuge 5060 der ersten beiden Rollstationen 44 und 46 bilden das Paar aneinander angrenzender Reihen 22 und 24 in dem Flachstahlband 20 unter Verwendung von Techniken, die im wesentlichen herkömmlich und für das Formen von Metallplatten, und insbesondere eingeschnittenen und versetzten Metallplatten, bekannt sind.

In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wirken die Rollwerkzeuge 54 und 56 der zweiten Rollstation 46 mit den Rollwerkzeugen 58 und 60 der dritten Station 48 darin zusammen, das Flachstahlband 20 in einzelne Metallplatten 36 und 38 zu trennen, wobei die jeweiligen Seitenkanten 40 und 42 durch die abgetrennte Schnittstelle 32 definiert werden. Genauer gesagt, wirken die Rollwerkzeuge 54, 56 und 58, 60 darin zusammen, die Verbindungen 30 zu unterbrechen, indem sie das Flachstahlband 20 zwischen der zweiten und der dritten Rollstation 46, 48 unter Spannung bringen.

In einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die zusammenpassenden Rollwerkzeuge 58 und 60 der dritten Rollstation 48 allein und dienen dazu, das Flachstahlband 20 in einzelne Metallplatten 36 und 38 zu trennen, wobei ihre jeweiligen Seitenkanten 40 und 42 von der abgetrennten Schnittstelle 32 definiert werden. Genauer gesagt, die Verbindungen 30 werden an der dritten Station 48 unterbrochen, indem die beiden Reihen 22, 24 in einer durch die B-Pfeile angezeigten Richtung zueinander versetzt werden, die weder zu dem Abschnitt bzw. zu der Länge L, noch zu der Querbreite W des Flachstahlbandes 20 parallel verläuft. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel verläuft die Richtung B sowohl zu dem Abschnitt bzw. zu der Länge L als auch zu der Breite W quer.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel wirken die Rollwerkzeuge 54 und 56 darin zusammen, das Flachstahlband 20 in die einzelnen Metallplatten 36 und 38 zu trennen. Genauer gesagt, die Scheiben sind so konfiguriert, dass durch die Verzahnung der zusammenpassenden Rollwerkzeuge 54 und 56 jede Verbindung zwischen den beiden Reihen 22 und 24 an der Schnittstelle 32 durchtrennt wird, wodurch die einzelnen Metallplatten 36 und 38 geformt werden und die jeweiligen Seitenkanten 40 und 42 durch die abgetrennte Schnittstelle 32 definiert wird. Dieses Ergebnis kann durch Anpassung des Abstandes PD2 zwischen den Achsen 66 und 68 und durch Anpassung des Längsversatzes zwischen den Reihen 22 und 24 erreicht werden.

Wie am besten in einem Ausführungsbeispiel in 6A zu sehen ist, besteht jedes der Rollwerkzeuge 50, 52 aus drei gezahnten Rollwerkzeugscheiben 74A, 76A, 78A bzw. 74B, 76B, 78B, die zusammen drehend um ihre jeweiligen Achsen 62 und 64 montiert sind, wobei die Scheibe 74A mit der Scheibe 74B, die Scheibe 76A mit der Scheibe 76B und die Scheibe 78A mit der Scheibe 78B zusammenpasst. Da die relative Umfangsanordnung der Verzahnung der Rollwerkzeugscheiben 74A78A durch die Umfangsanordnung der Verzahnung der Rollwerkzeugscheiben 74B78B widergespiegelt wird, muss die Umfangsanordnung lediglich in Verbindung mit den Scheiben 74A78A des Rollwerkzeugs 50 beschrieben werden. Wie in 7A zu sehen ist, besitzt die Scheibe 74A eine Vielzahl von Verzahnungen 80A, die um eine Umfangsdistanz C1 zu einer Vielzahl von Verzahnungen 82A an Scheibe 78A versetzt sind. Die Scheibe 76A besitzt eine Vielzahl von Verzahnungen 84A, die in einem Winkel zur jeweiligen Achse 62 und 64 so gebildet sind, dass ein Ende eines jeden Zahns 84A am Umfang mit einem Zahn 80A der Scheibe 72A fluchtet, und das andere Ende von Zahn 84A am Umfang mit einem Zahn 82A der Scheibe 76A fluchtet. Die Scheiben 74B78B besitzen eine spiegelbildliche Anordnung der Verzahnung 80B84B, die so konfiguriert ist, dass sie sich in die Zahnzwischenräume erstreckt bzw. in die Verzahnung 80A84A eingreift. In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass die Verzahnung 84B mit einem linkssteigenden Steigungswinkel zu den Achsen 62 und 64 geschnitten ist, wenn die Verzahnung 84A mit einem rechtssteigenden Steigungswinkel zu den Achsen 62 und 64 geschnitten ist. Zusammen formen die Scheiben 74A78A und 74B78B das Flachstahlband 20 in die Konfiguration, die in 8A zu sehen ist, wenn das Flachstahlband 20 die zusammenpassenden Rollwerkzeuge 50, 52 durchläuft.

Wie in einem anderen Ausführungsbeispiel in den 6B und 7B gezeigt, wurden die Rollwerkzeugscheiben 76A und 76B von den Rollwerkzeugen 50 bzw. 52 entfernt und die Breite der Rollwerkzeugscheiben 74A, 74B und 78A, 78B wurde vergrößert, um die Breite der entfernten Scheiben 76A, 76B auszugleichen. In allen anderen Punkten sind die in den 6B und 7B gezeigten Ausführungsbeispiele identisch mit den Ausführungsbeispielen, die in den 6A, 7A gezeigt sind. Zusammen formen die Scheiben 74A, 78A und 74B, 78B das Flachstahlband 20 in die Konfiguration, die in 8B zu sehen ist, wenn das Flachstahlband 20 die zusammenpassenden Rollwerkzeuge 50, 52 durchläuft.

Man sollte wissen, dass mit den Rollwerkzeugen 50, 52 an dem Flachstahlband 20 ein Vorform-Schritt durchgeführt wird, der nicht immer für alle Konfigurationen der endgültigen Metallplatten 36 und 38 erforderlich ist. Das veranschaulichte Paar Metallplatten 36 und 38 beispielsweise kann gemäß der Erfindung ohne die Verwendung der Rollwerkzeuge 50, 52 geformt werden. Doch mit dem Vorformen des Flachstahlbandes 20 durch die Rollwerkzeuge 50, 52 lässt sich der Verschleiß an den Rollwerkzeugen 54, 56 der zweiten Rollstation 46 reduzieren. Außerdem lassen sich mit dem Vorformen durch die Rollwerkzeuge 50, 52 Metallplatten 20 herstellen, die in der Konfiguration der Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 eine höhere Genauigkeit aufweisen.

Wie in 9 zu sehen ist, besteht jedes der Rollwerkzeuge 54 und 56 aus 14 gezahnten Rollwerkzeugscheiben 86A, 88A, 90A, 92A, 94A, 96A, 98A, 100A, 102A, 104A, 106A, 108A, 110A, 112A bzw. 86B, 88B, 90B, 92B, 94B, 96B, 98B, 100B, 102B, 104B, 106B, 108B, 110B, 112B, die zusammen drehend um ihre jeweiligen Achsen 66 und 68 herum montiert sind, wobei die gleichnummerierten Paare A-B jeweils zusammenpassen. Auch hier muss nur die Umfangsanordnung der Verzahnung der Scheiben 86A112A von Rollwerkzeug 54 im Detail beschrieben werden, weil sich die Umfangsanordnung der Verzahnung der Scheiben 86A112A in der Umfangsanordnung der Verzahnung der Scheiben 86B112B widerspiegelt. Wie in 10 zu sehen ist, besitzt die Scheibe 98A eine Vielzahl von Verzahnungen 114A, die durch die Umfangsdistanz C2 zu einer Vielzahl von Verzahnungen 116A an Scheibe 100A versetzt sind. Die Scheiben 98B und 100B besitzen eine spiegelbildliche Anordnung der Verzahnung 114B und 116B, die sich in die Zahnzwischenräume zwischen der Verzahnung 114A bzw. 116B erstreckt, so dass sie in die Verzahnung 114A und 114B eingreift.

Wenn das Flachstahlband 20 die Verzahnung 114A-B und 116A-B durchläuft, wirken die Scheiben 98A und 98B zusammen und bilden die Reihe 22 alternierender Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28, während die Scheiben 100A und 100B zusammenwirken und die Reihe 24 alternierender Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 bilden. Aus dem Umfangsversatz C2 ergibt sich der Längsversatz zwischen den beiden Reihen 22 und 24, so dass die Reihen nur durch die einzelnen Verbindungen 30 miteinander verbunden sind. Demzufolge hängt die Größe der Verbindungen 30 zumindest teilweise von der Größe des Umfangsversatzes C2 ab. Außerdem hängt die Größe der Verbindungen 30 auch von der Konfiguration der Verzahnung 114A, 116A und von dem Rollkreisdurchmesser PD2 zwischen den Achsen 66 und 68 ab.

Jede der Scheiben 86A, 90A und 94A hat eine Verzahnung 118A, die am Umfang mit der Verzahnung 114A an der Scheibe 98A fluchtet, während die Scheiben 88A, 92A und 96A eine Verzahnung 120A haben, die durch die Umfangsdistanz C3 zu der Verzahnung 114A und 118A versetzt ist. In ähnlicher Weise besitzen die Scheiben 104A, 108A und 112A eine Verzahnung 122A, die mit der Verzahnung 116A an Scheibe 100A am Umfang fluchtet, während die Scheiben 102A, 106A und 110A eine Verzahnung 124A besitzen, die durch die Umfangsdistanz C3 zu der Verzahnung 114A und 122A versetzt ist. Auch hier besitzen die Scheiben 86B96B und 102B112B eine Verzahnung 118B124B, welche die Verzahnung 118A124A widerspiegelt, und die sich in die Zahnzwischenräume zwischen der Verzahnung 118A124A hinein erstreckt und dadurch in die Verzahnung 118A124A eingreift. Wenn das Flachstahlband 20 die zusammenpassenden Rollwerkzeuge 54, 56 durchläuft, wirken die Scheiben 86A96A und 102A112A mit den Scheiben 86B96B bzw. 102B112B zusammen und bilden auf jeder Seite der Reihen 22 und 24 die optionalen Reihen 34A34F. Wie oben bereits gesagt, liegt der Hauptschwerpunkt der Erfindung nicht auf der Bildung der zusätzlichen Reihen 34A34F auf jeder Seite der Reihen 22 und 24. Doch es sollte erwähnt werden, dass es sich als vorteilhaft erwiesen hat, Aussparungen 126A und 126B vorzusehen, die sich am Umfang über die gesamten radialen, äußeren Stirnflächen der Verzahnung 118A-118B, 120A120B, 114B und 116B in alternierendem Schema erstrecken, wie in 9 gezeigt, so dass die Schnittstellen zwischen jeder der Reihen 34A-34F entweder durch die Aussparungen 126A oder durch die Aussparungen 126B einrasten. Die Aussparungen 126A, 126B erleichtern das Ablösen des Flachstahlbandes von den Rollwerkzeugen 54, 56. Die Größe der Aussparung hängt von der An des Flachstahlbandes und seiner Stärke ab. Man sollte wissen, dass es auch wünschenswert sein könnte, diese Aussparungen an den Schnittstellen zwischen den Verzahnungen 114A und 116A und zwischen den Verzahnungen 114B und 116B vorzusehen.

Wie in 11 gezeigt, besteht jedes der Rollwerkzeuge 58, 60 aus zwei gezahnten Rollwerkzeugscheiben 130A, 132A bzw. 130B 132B, die zusammen drehend um die jeweiligen Achsen 70 und 72 montiert sind, wobei die Scheibe 130A mit der Scheibe 130B zusammenpasst und die Scheibe 132A mit der Scheibe 132B zusammenpasst. Weil sich die relative Umfangsanordnung der Verzahnung der Rollwerkzeugscheiben 130A und 132A in der Umfangsanordnung der Verzahnung der Scheiben 130B und 132B widerspiegelt, muss nur die Umfangsanordnung der Verzahnung der Scheiben 130A, 132A im Detail beschrieben werden. Wie in 12 zu sehen ist, besitzt die Scheibe 130A eine Vielzahl von Verzahnungen 134A, die durch eine Umfangsdistanz C4 zu einer Vielzahl von Verzahnungen 136A an der Scheibe 132A versetzt sind. Die Scheiben 130B und 132B besitzen die Verzahnung 134B bzw. 136B, welche die Verzahnung 134A bzw. 136A widerspiegelt, und sich in die Zahnzwischenräume zwischen der Verzahnung 134A und 136A hinein erstreckt, so dass sie in die Verzahnung 134A und 136A eingreift. Wenn das Flachstahlband 20 die zusammenpassenden Rollwerkzeuge 58 und 60 durchläuft, wirken die Verzahnung 134A und 134B zusammen, und rasten die Reihe 22 sowie die optionalen Reihen 34A34F der Metallplatte 36 ein, während die Verzahnung 136A und 136B die Reihe 24 sowie die optionalen Reihen 34A34F der Metallplatte 38 einrastet.

Wie in 13 zu sehen ist, besitzt die Scheibe 130A einen Außendurchmesser D1 und einen Innendurchresser d1, die Scheibe 130B besitzt einen Außendurchmesser D2 und einen Innendurchmesser d2, die Scheibe 132A besitzt einen Außendurchmesser D3 und einen Innendurchmesser d3 und die Scheibe 132B besitzt einen Außendurchmesser D4 und einen Innendurchmesser d4.

Wie am besten in 11 zu erkennen ist, besitzen die Enden der Verzahnungen 134A, 132A, 134B, 136B vorzugsweise Aussparungen 144, die sich über die ganze Zahnstirnfläche erstrecken. Mit den Aussparungen 144 soll verhindert werden, dass die Verzahnungen 136A, 136B in die Reihe 22 eingreifen und dass die Verzahnungen 134A, 134B in die Reihe 24 eingreifen.

In einem Ausführungsbeispiel wird der Drehtakt zwischen den Rollwerkzeugen 54, 56 an der zweiten Rollstation 46 und den Rollwerkzeugen 58, 60 an der dritten Rollstation 48 aufrechterhalten, so dass das Flachstahlband 20 durch das Eingreifen der Verzahnung 134A, 134B und 136A, 136B in die jeweiligen Reihen 22, 24 ausreichend unter Spannung gerät, um die beiden Reihen 22, 24 zueinander in eine Richtung zu verschieben, die parallel zur Bandlänge verläuft, so dass die Verbindungen 30 unterbrochen und die beiden Metallplatten 36 und 38 geformt werden, wobei die Seitenkanten 40 und 42 von der abgetrennten Schnittstelle 32 bestimmt werden. Wieviel Spannung benötigt wird, hängt zumindest teilweise von der Stärke des Flachstahlbandes 20, dem Scherquerschnitt der Verbindungen 30 und den Materialeigenschaften des Flachstahlbandes 20 ab. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Außendurchmesser D1, D2, D3 und D4 vorzugsweise alle untereinander gleich und die Innendurchmesser d1, d2, d3 und d4 vorzugsweise alle untereinander gleich.

In einem anderen Ausführungsbeispiel ist der Außendurchmesser D2 der Scheibe 130B kleiner als der Außendurchmesser D1 der Scheibe 130A und der Innendurchmesser d2 der Scheibe 130B kleiner als der Innendurchmesser d1 der Scheibe 130A. Der Außendurchmesser D3 der Scheibe 132A, der kleiner ist als D1, und der Innendurchmesser d3 der Scheibe 132A, der kleiner ist als d1. Nach einer anderen Version dieses Ausführungsbeispiels ist D4 der Scheibe 132B größer als D3 und der Innendurchmesser d4 der Scheibe 132B ist größer als d3. Nach einer weiteren Version der Erfindung entspricht D4 im Nenndurchmesser D3 und d4 entspricht im Nenndurchmesser d3. Nach einer sehr bevorzugten Version dieses Ausführungsbeispiels entspricht D1 im Nenndurchmesser D4, d1 entspricht im Nenndurchmesser d4, D2 entspricht im Nenndurchmesser D3 und d2 entspricht im Nenndurchmesser d3. Wie bereits oben gesagt, greift die Verzahnung 134A und 134B in die Reihe 22 ein, während die Verzahnung 136A und 136B in Reihe 24 eingreift. Entweder allein oder zusammen ermöglichen die Unterschiede in den Außendurchmessern D1–D4 bzw. die Unterschiede in den Innendurchmessern d1–d4 der Scheiben 130A, 130B, 132A, 132B, dass die Scheiben 130A, und 130B die Reihe 22 einen ersten Weg entlang drücken, der in 13 durch eine unterbrochene Linie 140 gekennzeichnet ist, während die Scheiben 132A und 132B die Reihe 24 einen zweiten Weg entlang drücken, der durch die unterbrochene Linie 142 in 13 gekennzeichnet ist, und der von dem ersten Weg um eine Distanz X in der Verschieberichtung, veranschaulicht durch die B-Pfeile, versetzt ist, die vorzugsweise sowohl zur Länge L als auch zur Breite W des Flachstahlbandes 20 quer verläuft. Die relative Verschiebung X der Wege 140 und 142 der beiden Reihen 22 und 24 unterbricht die Verbindungen 30, so dass die beiden Metallplatten 36 und 38 geformt werden, wobei die Seitenkanten 40 und 42 durch die abgetrennte Schnittstelle 32 definiert wird. Das Ausmaß der relativen Verschiebung X hängt zumindest teilweise von der Stärke des Flachstahlbandes 20, dem Scherquerschnitt der Verbindungen 30 und den Materialeigenschaften des Flachstahlbandes 20 ab. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel entspricht X für ein Band 20 aus gelötetem Aluminium mit einer Stärke von 0,012 inch (Zoll) beispielsweise im Nennwert 0,010'' und die Verbindungen 30 mit einem Scherquerschnitt entsprechen ungefähr 7,2 × 10–2 Quadratzoll (sq. inch).

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Rollwerkzeuge 58 und 60 auch zum Formen der Endhöhe H der Metallplatten 36, 38 quer zur Länge L und zur Breite W verwendet. Weil die Wechselwirkung eines jeden der zusammenpassenden Scheibenpaare die gleiche ist, wird diese Funktion nur in Bezug auf die Scheiben 130A und 130B beschrieben. Wie in 14 zu sehen ist, werden die Erhöhungen 26 und Vertiefungen 28 über die Breite der Metallplatte 36 parallel zu den Achsen 70, 72 durch die Innendurchmesser d1, d2 der Scheiben 130A und 130B verbunden und die Metallplatte 36 wird auf die gewünschte Höhe H zusammengedrückt. Dieses Ergebnis kann zumindest teilweise durch Reduzieren des Rollkreisdurchmessers PD3 im Vergleich zu Rollkreisdurchmesser PD2 erreicht werden.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Rollwerkzeuge 58 und 50 auch dazu verwendet, um den Abstand zwischen jeder der Erhöhungen 26 und jeder der Vertiefungen 28 genauer festzulegen.

Wie in 6, 9 und 11 zu sehen ist, besitzt jedes der Rollwerkzeuge 50, 52, 54, 56, 58 und 60 ein Paar Endscheiben 150, die sich jeweils an den gegenüberliegenden Enden des Werkzeugs befinden. Die Endscheiben 150 der Werkzeuge 52, 56 und 60 haben kreisförmige Außendurchmesser, die größer sind als der Außendurchmesser der Zahnscheiben an dem Werkzeug, während die Endscheiben 150 an den Werkzeugen 50, 54 und 58 kreisförmige Außendurchmesser haben, die kleiner als der Innendurchmesser oder gleich dem Innendurchmesser der Verzahnung an den Scheiben ihrer jeweiligen Werkzeuge sind. Dadurch können die Endscheiben 150 das Band 20 über den Zahnbreiten ihrer jeweiligen zusammenpassenden Werkzeuge 5052, 5456 und 5860 halten, während das Band 20 durch jedes der zusammenpassenden Werkzeuge läuft.

Wie in 15 zu sehen ist, wird am Austrittsende der ineinander eingreifenden Rollwerkzeuge 54, 56 bevorzugt ein Paar Abstreifstäbe 150 fest montiert. Die Abstreifstäbe 150 werden auf den gegenüberliegenden Seiten des Weges des Bandes 20, der durch Pfeil A angezeigt wird, montiert, während sich das Band von der zweiten Station 46 zur dritten Station 48 bewegt, wobei die Flächen 152 parallel zur Länge L und Breite W des Bandes 20 verlaufen. Die Abstreifstäbe 150 helfen dabei, das Band 20 von den Rollwerkzeugen 54 und 56 zu trennen. Vorzugsweise werden ähnliche Abstreifstäbe 150 an der Austrittsseite der ineinander eingreifenden Werkzeuge 50, 52 der ersten Station 44 und an der Austrittsseite der ineinander eingreifenden Werkzeuge 58, 60 der dritten Station 48 vorgesehen. Außerdem können ähnlich konfigurierte und angeordnete, nicht dargestellte Führungsstäbe an der Eintrittsseite jeder der zusammenpassenden Rollwerkzeuge 5052, 5445 und 58-60 vorgesehen werden, um das Band 20 in jedes der ineinander eingreifenden Werkzeuge zu führen.

Bei einigen Konfigurationen von Metallplatten wird bevorzugt, dass der Versatz am Umfang C1, C2 und C4 untereinander gleich ist. Doch für andere Konfigurationen von Metallplatten muss dies nicht unbedingt ein Erfordernis sein. Der Versatz C1, C2 und C4 hängt zumindest teilweise von der Materialstärke und von der Materialart ab.

Während die Erfindung in Bezug auf Flachstahlband 20 beschrieben wurde, das in die zwei separaten Metallplatten 36 und 38 geformt wird, sollte man wissen, dass die Rollwerkzeuge 5060 auch dahingehend verändert werden können, so dass sie eine beliebige Anzahl einzelner Metallplatten aus einem einzelnen Flachstahlband 20 liefern, indem das oben beschriebene Versatzschema der einzelnen Scheiben 74A78A, 74B78B, 86A112A, 86B-112B, 130A132A und 130B132B einfach wiederholt wird. Wie in den 16-18 zu sehen ist, sind die Rollwerkzeuge 5060 beispielsweise schematisch dargestellt, wobei ihre Scheiben so konfiguriert sind, dass aus einem einzelnen Flachstahlband 20 zehn (10) einzelne Metallplatten hergestellt werden können. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass jede der Scheiben 74A, 78A, 74B und 78B, die zwischen zwei der Scheiben 84A bzw. 84B angeordnet sind, eine Breite parallel zu den Achsen 62 und 64 aufweisen muss, die um der Breite einer der Scheiben 76A, 76B reduziert sein muss, um die zusätzlichen Scheiben 76A, 76B aufzunehmen.

Man wird es begrüßen, dass mit der Erfindung das Formen einer Vielzahl von Metallplatten 10 aus einer Flachstahlbandbreite möglich ist, ohne dass bereits zugeschnittenes Flachstahlmaterial erforderlich ist. Außerdem können mit der Erfindung viele Metallplatten 10 gleichzeitig in einer Rollformmaschine hergestellt werden, ohne dass die umfangreiche Einrichtzeit im Zusammenhang mit dem Durchleiten einzelner Metallplatten durch die Rollstationen erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Rollformen von Metallplatten (10) aus einem einzelnen, verlängerten Flachstahlband (20), wobei das Verfahren aus folgenden Schritten besteht:

    Lieferung von verlängertem Flachstahlband (20) mit einer Länge und einer Querbreite; und Rollformen eines Paares aneinander angrenzender, längsverlaufender Reihen (22, 24) alternierender Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) in dem verlängerten Flachstahlband (20), wobei die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) einer Reihe des genannten Paares (22, 24) gegenüber den Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) der anderen. Reihe des genannten Paares (22, 24) in Längsrichtung versetzt sind, so dass die beiden Reihen (22, 24) durch eine Vielzahl einzelner Verbindungen (30) im Längsabstand miteinander verbunden sind, wobei diese Verbindungen eine längsverlaufende Schnittstelle (32) zwischen den beiden Reihen bilden; wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verbindungen (30) unterbrochen werden, indem man die beiden Reihen (22, 24) zueinander verschiebt, so dass sie ein Paar Metallplatten (36, 38) bilden, wobei jede Metallplatte eine Seitenkante (40, 42) besitzt, die durch die abgetrennte Schnittstelle (32) gebildet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Unterbrechungsschritt darin besteht, die Verbindungen (30) zu unterbrechen, indem die beiden Reihen (22, 24) zueinander in einer Richtung versetzt werden, die sowohl zur Länge als auch zur Querbreite nicht parallel ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Richtung der Verschiebung sowohl zur Länge als auch zur Querbreite quer verläuft.
  4. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Unterbrechungsschritt weiterhin folgendes aufweist: Lieferung von zwei Paar zusammenpassender Rollwerkzeugscheiben (130A, 130B, 132A, 132B), wobei jedes Paar eine Scheibe besitzt, die drehend um eine erste Achse (70) montiert ist und die andere Scheibe drehend um eine zweite Achse (70) montiert ist, wobei eines der Paare in eine der beiden Reihen (22, 24) alternierender Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) eingreift, und eine Reihe entlang eines ersten Weges drückt und das andere Paar in die andere der genannten Reihen eingreift, und die andere Reihe entlang eines zweiten Weges drückt, der von dem ersten Weg in der genannten Richtung der Verschiebung versetzt ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Unterbrechungsschritt außerdem darin besteht, die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) jeder der Metallplatten so zu verformen, dass für jede der Metallplatten eine Fertighöhe erreicht wird, die zur Länge und Querbreite quer verläuft.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Unterbrechungsschritt darin besteht, die Verbindungen (30) zu unterbrechen, indem die beiden Reihen (22, 24) zueinander in einer Richtung versetzt werden, die im wesentlichen parallel zu der Länge des Bandes (20) verläuft.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Unterbrechungsschritt weiterhin darin besteht, die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) des Bandes an einer ersten Stelle entlang der Bandlänge (20) mit einem ersten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge (54, 56) in Eingriff zu bringen; und die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) des verlängerten Bandes an einer zweiten Stelle entlang der Bandlänge (20) mit einem zweiten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge (58, 60) in Eingriff zu bringen, wobei die zweite Stelle entlang der Bandlänge (20) einen Abstand zu der ersten Stelle hat; und das verlängerte Band (20) zwischen dem ersten und dem zweiten Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge unter Spannung zu bringen, um die beiden Reihen (22, 24) zueinander in der Richtung zu versetzen, die im wesentlichen parallel zu der Länge des Bandes (20) ist, um die Verbindungen (30) zu unterbrechen.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Schritt des Rollformens weiterhin folgendes aufweist: Rollformen weiterer Reihen (34A34F) alternierender Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) jeweils zu beiden Seiten des Paares aneinander angrenzender Längsreihen (22, 24) alternierender Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) in dem verlängerten Flachstahlband (20), wobei die Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) jeder genannten, weiteren Reihe (34A34F) von den Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) jeder angrenzenden Reihe (22, 24, 34A34F) versetzt sind.
  9. Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge (58, 60) zur Verwendung in dem Verfahren von Anspruch 1, wobei die Rollwerkzeuge folgendes besitzen:

    eine erste Zahnscheibe (130A) mit einem Außendurchmesser D1 und einem Innendurchmesser d1, wobei die erste Zahnscheibe (130A) an einem der Rollwerkzeuge (58, 60) montiert ist, um sich mit ihm um eine erste Achse zu drehen, und die Verzahnung (134A) der ersten Scheibe (130A) in eine der genannten zwei Reihen (22, 24) alternierender Erhöhungen (26) und Vertiefungen (28) einrasten kann; wobei die Rollwerkzeuge (58, 60) durch die folgenden Elemente gekennzeichnet sind

    eine zweite Zahnscheibe (130B) mit einem Außendurchmesser D2 und einem Innendurchmesser d2, wobei mindestens einer der Durchmesser D2 und d2 kleiner ist als D1 bzw. d1, und die zweite Zahnscheibe (130B) an dem anderen der Rollwerkzeuge (58, 60) montiert ist, um sich mit ihm um eine zweite Achse zu drehen, und die Verzahnung (134B) der zweiten Scheibe (130B) in die genannte eine der genannten zwei Reihen (22, 24) einrasten kann;

    eine dritte Zahnscheibe (132A) mit einem Außendurchmesser D3 und einem Innendurchmesser d3, wobei mindestens einer der Durchmesser D3 und d3 kleiner ist als D1 bzw. d1, und die dritte Zahnscheibe (132A) angrenzend an die erste Zahnscheibe (130A) an einem der Rollwerkzeuge (58, 60) montiert ist, um sich mit ihm um die erste Achse zu drehen, und die Verzahnung (136A) der dritten Scheibe (132A) in die andere der genannten zwei Reihen (22, 24) einrasten kann; und

    eine vierte Zahnscheibe (132B) mit einem Außendurchmesser D4 und einem Innendurchmesser d4, wobei die vierte Zahnscheibe (132B) angrenzend an die zweite Zahnscheibe (130B) an dem genannten anderen der Rollwerkzeuge (58, 60) montiert ist, um sich mit ihm um die zweite Achse zu drehen, und die Verzahnung (136B) der vierten Scheibe in die genannte andere der genannten zwei Reihen (22, 24) einrasten kann.
  10. Paar zusammenpassender Rollwerkzeuge (58, 60) nach Anspruch 9, wobei der Außendurchmesser D2 kleiner ist als D1 und der Innendurchmesser d2 kleiner ist als d1; der Außendurchmesser D3 kleiner ist als D1 und der Innendurchmesser d3 kleiner ist als d1.
  11. Rollwerkzeuge (58, 60) nach Anspruch 10, wobei D4 größer ist als D3 und d4 größer als d3.
  12. Rollwerkzeuge (58, 60) nach Anspruch 10, wobei D4 im Nenndurchmesser D3 entspricht und d4 im Nenndurchmesser d3 entspricht.
  13. Rollwerkzeuge (58, 60) nach Anspruch 10, wobei D1 im Nenndurchmesser D4 entspricht, d1 im Nenndurchmesser d4 entspricht, D2 im Nenndurchmesser D3 entspricht und d2 im Nenndurchmesser d3 entspricht.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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