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Dokumentenidentifikation DE10252640B3 05.08.2004
Titel Ölbrenneranordnung
Anmelder Danfoss A/S, Nordborg, DK
Erfinder Jensen, Finn, Nordborg, DK;
Christensen, Mikael, Nordborg, DK;
Seitzberg, Otto Kjul, Soenderborg, DK
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 11.11.2002
DE-Aktenzeichen 10252640
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.08.2004
IPC-Hauptklasse F23K 5/04
Zusammenfassung Es wird ein Ölbrenneranordnung (1) angegeben mit einer Pumpe (2), einem die Pumpe antreibenden Motor (11) und einer Düse (4), die über eine Speiseleitung (3) mit der Pumpe (2) verbunden ist und einen Mindestbetriebsdruck aufweist.
Man möchte auf kostengünstige Weise eine gute Verbrennung erzielen.
Hierzu weist der Motor (11) eine Startbeschleunigung auf, die an der Düse einen Startdruck erzeugt, der mindestens dem Mindestbetriebsdruck der Düse (4) entspricht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ölbrenneranordnung mit einer Pumpe, einem die Pumpe antreibenden Motor und einer Düse, die über eine Speiseleitung mit der Pumpe verbunden ist und einen Mindestbetriebsdruck aufweist.

Derartige Ölbrenneranordnungen sind allgemein bekannt. Sie werden vor allem im Bereich der Gebäudeheizung verwendet, beispielsweise in einem Kessel einer Zentralheizungsanlage.

In einer aus WO 95/07439 A1 bekannten Ölbrenneranordnung ist in der Speiseleitung ein Magnetventil angeordnet, das über einen vorbestimmten Zeitraum nach dem Starten der Pumpe geschlossen bleibt, zum Beispiel 15 Sekunden. Damit wird u.a. erreicht, daß der Druck am Ausgang der Pumpe einen Wert erreicht, der für eine ausreichende Zerstäubung des Öls in der Düse ausreicht.

Das schnelle Erreichen einer ausreichenden Zerstäubung ist wichtig, um in der Startphase des Brenners die Abgasbelastung nicht zu groß werden zu lassen. Solange das Magnetventil geschlossen ist, wird das von der Pumpe geförderte Öl über eine Bypassleitung wieder in den Tank oder zum Pumpeneinlaß zurückgefördert. Die Bypassleitung dient auch im Betrieb dazu, überschüssiges Öl zum Tank oder zum Pumpeneinlaß wieder zurückzuführen.

Eine derartige Ölbrenneranordnung hat sich zwar im Hinblick auf günstige Abgaswerte bewährt. Sie erfordert jedoch einen relativ großen Aufwand im Betrieb. Insbesondere muß man ein Magnetventil in der Speiseleitung und/oder in einer Bypassleitung vorsehen. Die Pumpe muß auch im Betrieb mehr Ö1 fördern, als eigentlich für die Verbrennung notwendig ist.

DE 40 29 020 A1 zeigt ein Düsenabsperrventil für einen Ölzerstäubungsbrenner, dessen Ausgangsbohrung von einem dünnen Ende eines Stufenkolbens verschlossen ist. Der Stufenkolben wird durch den Druck in einer Ventilkammer gegen die Kraft einer Feder in eine Öffnungsstellung bewegt. Bei dieser Bewegung wird das Volumen einer an die Auslaßbohrung angeschlossenen Ventilkammer vergrößert und beim Schließen verkleinert. Hierdurch soll beim Abschalten und beim Starten des Brenners das Einsetzen oder Unterbrechen der Zerstäubung beschleunigt und eine vollständige Verbrennung des aus der Brennerdüse austretenden Öls erreicht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf kostengünstige Art auch beim Starten eine gute Verbrennung zu erzielen.

Diese Aufgabe wird bei einer Ölbrenneranordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Motor als drehzahlgeregelter Motor ausgebildet ist, eine Steuerung aufweist und eine Startbeschleunigung aufweist, die an der Düse einen Startdruck erzeugt, der mindestens dem Mindestbetriebsdruck der Düse entspricht.

Mit dieser Ausgestaltung wird kurz nach dem Starten am Pumpenausgang ein Öldruck erzeugt, der ausreicht, um an der Düse das Öl mit dem notwendigen Druck zu zerstäuben. Natürlich kann der Druck am Ausgang nicht springen, er steigt aber so rasch an, daß ungünstige Verbrennungswerte nur für einen sehr kurzen Zeitraum auftreten. Die Abgasbelastung insgesamt bleibt daher klein. Der Motor, der die Pumpe antreibt, muß nicht erst eine Weile im Startbetrieb arbeiten, um den gewünschten Öldruck zu erzeugen. Vielmehr hat der Motor ein so hohes Startmoment und damit eine so hohe Startbeschleunigung, daß praktisch unmittelbar nach dem Start, jedenfalls aber nach einer sehr kleinen und damit tolerierbaren Zeitspanne an der Düse der notwendige Betriebsdruck zur Verfügung steht. Damit wird die Antriebsleistung des Motors wesentlich besser ausgenutzt, d.h. die Energie, die zum Antreiben des Motors verwendet wird, erzeugt sofort den gewünschten und für die Zerstäubung des Öls in der Düse notwendigen Öldruck. Anlaufverluste werden erheblich verringert. Mit Hilfe der Drehzahl läßt sich die Leistung des Motors am einfachsten ändern und auf gewünschte Werte einstellen. Gerade ein Reluktanzmotor läßt sich mit einer entsprechenden Steuerung relativ einfach in der Drehzahl regeln.

Vorzugsweise erzeugt der Motor den Startdruck innerhalb von 25 Millisekunden oder weniger. Die Startphase des Motors ist also außerordentlich kurz. Dies setzt natürlich voraus, daß der Rotor eine relativ geringe Masse hat im Verhältnis zu den Kräften, die beim Anfahren des Motors zur Verfügung stehen. Dies läßt sich jedoch mit bestimmten Motoren erreichen, die heute zur Verfügung stehen. Wenn ein Rückschlagventil zwischen dem Pumpenausgang und der Düse angeordnet ist, dann wird der Startdruck erst nach Überwindung des Öffnungsdrucks dieses Rückschlagventils aufgebaut. Der genannte kurze Zeitraum zählt dann ab dem Öffnen des Rückschlagventils, d.h. ab Erreichen des Öffnungsdrucks des Rückschlagventils.

Auch ist von Vorteil, daß der Motor den Startdruck spätestens nach 20 Millisekunden erzeugt. Je kürzer die Phase ist, in der Öl ohne den Mindestbetriebsdruck aus der Düse ausgestoßen wird, desto geringer sind die Abgasbelastungen.

Vorzugsweise ist der Motor als geschalteter Reluktanzmotor ausgebildet. Ein geschalteter Reluktanzmotor hat eine außerordentlich große Startbeschleunigung, weil die Masse seines Rotors im Verhältnis zu den beim Anfahren des Motors wirkenden Kräften relativ gestaltet werden kann.

Bevorzugterweise ist weder in der Speiseleitung noch in einem aus der Speiseleitung abzweigenden Bypass-Pfad ein Magnetventil angeordnet. Derartige Magnetventile sind nicht mehr erforderlich. Sie hielten bislang in einer Vorventilationszeit die Speiseleitung geschlossen und/oder den Bypass-Pfad offen, bis danach der notwendige Druck von der Pumpe zur Verfügung stand. Da die Pumpe aufgrund der hohen Startbeschleunigung des Motors den Druck nun praktisch unmittelbar nach dem Starten zur Verfügung stellt, kann man auf die Magnetventile verzichten. Der Verzicht hat zwei Vorteile: Zum einen wird die Herstellung der Brenneranordnung unter Kostengesichtspunkten günstiger. Zum anderen wird auch der Betrieb günstiger, weil kein Strom zum Schalten oder zum Offenhalten der Magnetventile notwendig ist. Außerdem wird keine Energie zum Antreiben der Pumpe während der Vorventilationszeit benötigt.

Vorzugsweise ist ein Ölsensor vorgesehen, der einen Ölverbrauch ermittelt, wobei die Steuerung den Motor in Abhängigkeit von Signalen des Ölsensors steuert. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der Anordnung, und zwar insbesondere dann, wenn man einen geschalteten Reluktanzmotor verwendet. Mit Hilfe des Ölsensors ist es möglich, genau so viel Öl zu fördern, wie verbraucht wird. Man kann die Drehzahl des Reluktanzmotors damit relativ genau auf den Bedarf abstimmen.

Hierbei ist bevorzugt, daß der Ölsensor als Drucksensor oder Durchflußsensor ausgebildet ist. Mit Hilfe des Drucksensors überwacht man, ob der Druck vor der Düse einem vorgegebenen Wert entspricht. Der Motor wird dann so eingeregelt, daß der Druck nicht zu groß und nicht zu klein ist. Auf ähnliche Weise kann man mit Hilfe eines Durchflußsensors überwachen, ob die richtige Ölmenge fließt. Wenn die Ölmenge zu groß wird, wird der Motor heruntergeregelt. Wenn die Ölmenge zu klein wird, wird die Leistung des Motors entsprechend vergrößert.

Damit ist es möglich, erhebliche Mengen an Energie zu sparen, weil man nicht mehr Öl fördert, als benötigt. Bei herkömmlichen Anlagen wird viel mehr Öl gefördert, als verbrannt wird. Das überschüssige Öl wurde über den Bypass wieder zum Tank oder zum Pumpeneinlaß geleitet. Dies bedeutet eine zum Teil erhebliche Verlustleistung, da man beispielsweise bislang ca. 20 l/h förderte, aber nur ca. 1 l/h verbrannte.

Vorzugsweise ist der Motor als drehzahlgeregelter Motor ausgebildet. Mit Hilfe der Drehzahl läßt sich die Leistung des Motors am einfachsten ändern und auf gewünschte Werte einstellen. Gerade ein Reluktanzmotor läßt sich mit einer entsprechenden Steuerung relativ einfach in der Drehzahl regeln.

Vorzugsweise zweigt aus der Speiseleitung nur eine Entlüftungsleitung ab. Die Entlüftungsleitung gestattet es, beim Anfahren der Pumpe die Leitung zu entlüften. Sie erlaubt aber normalerweise keinen Durchtritt von Öl. Man verwendet also das gesamte Ö1, das mit Hilfe der Pumpe gefördert worden ist, um über die Düse den Brenner zu speisen. Natürlich können darüber hinaus Meßleitungen aus der Speiseleitung abzweigen. Durch sie geht kein Öl verloren.

Auch ist von Vorteil, wenn vor dem Ausgang der Düse ein vorgespanntes Rückschlagventil angeordnet ist. Ein derartiges Rückschlagventil sichert beispielsweise dagegen, daß Öl aus einem höhergelegenen Tank über die Düse abfließt, wenn die Pumpe nicht arbeitet. Bevor das Rückschlagventil öffnet, muß also ein gewisser erhöhter Druck anstehen, der normalerweise nur über die Pumpe erzeugt werden kann. Da die Pumpe aber bereits in der Startphase die erforderlichen Drücke erzeugt, wird das Rückschlagventil unmittelbar öffnen, wenn die Pumpe in Betrieb gesetzt wird.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:

1 eine erste Ausführungsform einer Ölbrenneranordnung,

2 ein Vergleich zwischen dem Energieverbrauch einer herkömmlichen Ölbrenneranordnung und der Ölbrenneranordnung nach 1,

3 ein Vergleich zwischen den Startemissionen CxHy (Kohlenwasserstoffe) bei einer herkömmlichen Ölbrenneranordnung mit Rückschlagventil und einer Anordnung nach 1,

4 ein Vergleich zwischen den Startemissionen CxHy (Kohlenwasserstoffe) bei einer herkömmlichen Öl-brenneranordnung ohne Rückschlagventil. und der Anordnung nach 1 ohne Rückschlagventil und

5 eine vergleichende Darstellung zum Druckaufbau zwischen einer herkömmlich angetriebenen Pumpe und einer mit einem geschalteten Reluktanzmotor angetriebenen Pumpe.

Eine Ölbrenneranordnung 1 weist eine Pumpe 2 auf, die über eine Speiseleitung 3 mit einer Düse 4 verbunden ist. In der Speiseleitung 3 ist ein zur Düse hin öffnendes vorgespanntes Rückschlagventil 5 angeordnet, zu dessen Öffnung ein gewisser Druck erforderlich ist, der von einer Schließfeder 20 bestimmt wird. Der Druck liegt etwa 2 bis 3 bar über dem Druck der Umgebung. Dies gilt vor allem dann, wenn der Tank 6 oberhalb der Düse 4 angeordnet ist.

Aus der Speiseleitung 6 zweigt eine Entlüftungsleitung 7 zum Tank ab. In der Entlüftungsleitung 7 ist ein Ansaugventil 8 angeordnet. Dieses Ansaugventil 8 erlaubt den Durchtritt von Luft, nicht jedoch den Durchtritt von Öl. Mit Hilfe des Ansaugventils 8 kann die Versorgungsleitung entlüftet werden, wenn die Pumpe 2 erstmalig oder nach einer längeren Pause in Betrieb gesetzt wird.

Aus der Speiseleitung 6 zweigt noch eine Druckmeßleitung 9 ab, die zu einem Drucksensor 10 führt.

Die Pumpe 2 ist durch einen Motor 11 angetrieben, der im vorliegenden Fall als geschalteter Reluktanzmotor ausgebildet ist. Der geschaltete Reluktanzmotor hat ein außerordentlich großes Startmoment, so daß er praktisch beim Start die Pumpe 2 so antreiben kann, daß in der Speiseleitung 3 gleich der Druck ansteht, der zum Betrieb der Düse erforderlich ist, dem sogenannten Mindestbetriebsdruck der Düse 4. Die Düse 4 kann also unmittelbar nach dem Starten des Motors 11 einen Ölstrahl 12 ausgeben, bei dem das Öl fein zerstäubt ist. Es ist nicht erforderlich, daß der Motor 11 die Pumpe 2 über einen längeren Zeitraum antreibt, um in der Speiseleitung 3 den erforderlichen Druck aufzubauen.

Der Motor 11 ist Teil einer Antriebseinheit 13, die in 1 noch einmal vergrößert herausgezeichnet ist. Die Antriebseinrichtung weist eine Steuerelektronik 14 auf, die Antriebssignale für den elektrischen Reluktanzmotor 11 erzeugt. Die Steuerelektronik 14 wird von einer elektrischen Leistungsversorgung 15 gespeist, die wiederum mit einem Netz 16 verbunden sein kann. Ferner ist ein Prozessor 17 vorgesehen, der die Steuer-elektronik 14 mit den notwendigen Daten versorgt. Ein Eingang 18 des Prozessors 17 ist vorgesehen, um einen Vorgabewert für einen Druck vorzugeben, der in der Speiseleitung 3 herrschen soll. Der Druck wird durch den Drucksensor 10 überwacht und über einen zweiten Eingang 19 an den Prozessor 17 weitergemeldet.

Wie oben erwähnt, hat der geschaltete Reluktanzmotor nicht nur ein relativ großes Startmoment und damit eine hohe Startbeschleunigung, sondern auch einen breiten Dynamikbereich, so daß seine Geschwindigkeit während des Betriebs geregelt werden kann. Mit anderen Worten ist die Geschwindigkeit des Motors und damit die Förderleistung der Pumpe veränderbar. Die Drehzahlveränderung kann auch während des Betriebs erfolgen. Man kann mit geringer Drehzahl bei niedrigem Wärmebedarf fahren und damit weniger Energie verbrauchen.

Somit läßt sich mit Hilfe des Reluktanzmotors 11 die Förderung durch die Pumpe 2 so gestalten, daß nur so viel Öl gefördert wird, wie in der Düse 4 bei dem Düsenbetriebsdruck oder dem Mindestbetriebsdruck abgegeben werden kann. Man vermeidet also die Förderung von überflüssigen Ölmengen.

5 zeigt im Vergleich in einer Kurve A den Verlauf des Drucks über der Zeit bei einer Pumpe, die durch einen geschalteten Reluktanzmotor angetrieben ist und in einer Kurve B den Druckverlauf für eine Pumpe, die durch einen Standardmotor, zum Beispiel einen einphasigen Wechselstrommotor, angetrieben ist. Der Druck in bar ist hierbei nach oben und die Zeit in Sekunden nach rechts aufgetragen.

Die Beschleunigung des Motors 11 ist nach Kurve A so groß, daß bereits ca. 13 Millisekunden nach dem Öffnen des Rückschlagventils eine ausreichende Ölmenge und Öl mit ausreichendem Druck gefördert wird, um in der Speiseleitung 3 einen Druck zu erzeugen, der ausreicht, um durch die Düse 4 den gewünschten Sprühstrahl 12 zu erzeugen. Hierzu ist der Mindestbetriebsdruck von 7 bar erforderlich. Der Mindesbetriebsdruck kann in Abhängigkeit von der konkret verwendeten Düse auch eine anderen wert als 7 bar haben. Ein Wert von 7 bar ist jedoch ein üblicher Wert. Bei einer herkömmlich angetriebenen Pumpe (Kurve B) benötigt man für den gleichen Vorgang ca. 36 Millisekunden, also fast dreimal so lange. Man kann sich also ein Magnetventil in der Speiseleitung 3 sparen, das bislang notwendig war, um die Pumpe so lange arbeiten zu lassen, bis der notwendige Druck zur Verfügung stand.

Die damit verbundene Leistungsersparnis geht aus 2 hervor. In 2 ist nach rechts der Druck in bar aufgetragen und nach oben die relative Leistungsaufnahme einer Pumpenanordnung, die bei einem Druck von 20 bar 100 % betragen soll, wenn man den Verbrauch der elektrischen Leistung durch den Motor und das im stromlosen Zustand geschlossene Magnetventil innerhalb der Speiseleitung 3 zusammen aufträgt. Dies ist in einer Kurve 21 dargestellt. Aus der Kurve 21 ist zu erkennen, daß die Leistungsaufnahme mit zunehmendem Druck ansteigt. Dabei bleibt die Differenz zwischen der Leistungsaufnahme durch den Motor alleine (Kurve 22) und die Leistungsaufnahme durch die Summe aus Magnetventil und Motor im wesentlichen konstant.

Im Gegensatz dazu ist durch eine Kurve 23 die Leistungsaufnahme dargestellt, die sich bei der Ölbrenneranordnung nach 1 ergibt. Die Leistungsaufnahme ist wesentlich geringer. Sie beträgt bei einem Druck von 20 bar nur etwas über 60 % der Leistungsaufnahme einer herkömmlichen Ölbrenneranordnung. Je geringer die Drücke sind, desto größer wird der Abstand. Der Unterschied ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß die Pumpe nicht mehr Öl fördern muß, als in der Düse 4 benötigt wird.

3 zeigt die Gegenüberstellung von Startemissionen CxHy, die gemessen werden mit einer Ölbrenneranordnung nach 1 (Kurve 26) und mit einer herkömmlichen Öl-brenneranordnung (Kurve 27), bei der ein normalerweise geschlossenes Magnetventil in der Speiseleitung 3 oder ein normalerweise offenes Magnetventil in einer Bypassleitung vorhanden ist, die aus der Speiseleitung 3 abzweigt. Es ist zu erkennen, daß bei der Ausführungsform nach 1 die Startemissionen auf dem gleichen Niveau wie bei einem herkömmlichen System sind. Die Zeit ist in 3 nach rechts aufgetragen. Kurz nach dem Zeitpunkt 10 sek erfolgt die Freigabe des Öls. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Anstieg der Emissionen zu erwarten. Der Anstieg ist aber durch die Ausführungsform nach 1 nur unwesentlich größer als in einem herkömmlichen System. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, daß das neue System nur sehr kurz unter ungünstigen Bedingungen arbeitet.

4 stellt in ähnlicher Weise die Startemissionen gegenüber von einem System, das nicht über das Rückschlagventil 5 verfügt, und einem herkömmlichen System, das ein Magnetventil, aber kein Rückschlagventil in der Speiseleitung hat. Auch hier ist durch eine Kurve 28 die Startemission für die neue Ölbrenneranordnung dargestellt, während eine Kurve 29 ein herkömmliches System zeigt, das normalerweise geschlossene Magnetventile verwendet.

Von der dargestellten Ausführungsform kann in vielerlei Hinsicht abgewichen werden. Anstelle eines Drucksensors 10 kann man auch einen Durchflußmesser verwenden, der überwacht, ob der Durchfluß durch die Speiseleitung 3 den gewünschten Wert hat. Auch hier kann die Verdrängung der Pumpe 2 durch eine Änderung der Drehzahl geändert werden, um die Leistung dem Verbrauch anzupassen.

Man kann einen zweiphasigen geschalteten Reluktanzmotor 11 verwenden, der vier Pole am Stator und damit vier Spulen hat. Natürlich ist es auch möglich, einen drei- oder mehrphasigen Reluktanzmotor zu verwenden. Stator und Rotor können aus dem gleichen Material gebildet sein.

Wenn ein Zusammenhang zwischen der Motorgeschwindigkeit und der Ölförderung eindeutig und bekannt ist, kann man anstelle eines Drucksensors und eines Durchflußmessers auch eine Geschwindigkeitsmessung am Motor verwenden.


Anspruch[de]
  1. Ölbrenneranordnung mit einer Pumpe, einem die Pumpe antreibenden Motor und einer Düse, die über eine Speiseleitung mit der Pumpe verbunden ist und einen Mindestbetriebsdruck aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (11) als drehzahlgeregelter Motor ausgebildet ist und eine Steuerung (13) mit einer Startbeschleunigung aufweist, die an der Düse einen Startdruck erzeugt, der mindestens dem Mindestbetriebsdruck der Düse (4) entspricht.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (11) den Startdruck innerhalb von 25 Millisekunden oder weniger erzeugt.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (11) den Startdruck spätestens nach 20 Millisekunden erzeugt.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (11) als geschalteter Reluktanzmotor ausgebildet ist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß weder in der Speiseleitung (3) noch in einem aus der Speiseleitung abzweigenden Bypass-Pfad ein Magnetventil angeordnet ist.
  6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ölsensor (10) vorgesehen ist, der einen Ölverbrauch ermittelt, wobei die Steuerung (13) den Motor (11) in Abhängigkeit von Signalen des Ölsensors (10) steuert.
  7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ölsensor (10) als Drucksensor oder Durchflußsensor ausgebildet ist.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Speiseleitung (3) nur eine Entlüftungsleitung (7) abzweigt.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ausgang der Düse (4) ein vorgespanntes Rückschlagventil (5) angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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