Gebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Audioverstärkungssysteme
und insbesondere auf jene Systeme und Verfahren, welche entworfen wurden, um den
Realismus einer räumlichen bzw. Stereo-Klangreduktion zu verbessern. Insbesondere
bezieht sich diese Erfindung auf ein Gerät zum Überwinden der akustischen Abbildungs-
und Frequenzantwortmängel eines Ton- bzw. Klangsystems, wie diese durch einen Zuhörer
wahrgenommen werden.
Hintergrund der Erfindung
In einer Ton- bzw. Klangreproduktionsumgebung können verschiedene
Faktoren dazu dienen, die Qualität eines reproduzierten Tons bzw. Klangs, wie er
von einem Zuhörer wahrgenommen wird, zu verschlechtern. Solche Faktoren unterscheiden
die Klangreproduktion bzw. -wiedergabe von jener einer originalen Ton- bzw. Klangbühne.
Ein derartiger Faktor ist der Aufstellungsort von Lautsprechern in einer Klangbühne,
welche bei unpassender Plazierung zu einer verzerrten Schalldruckantwort über das
hörbare Frequenzspektrum führen können. Der Aufstellungsort von Lautsprechern beeinflußt
ebenso die wahrgenommene Breite einer Klangbühne. Beispielsweise wirken Lautsprecher
als Punktquellen für Schall, was ihre Fähigkeit begrenzt, hallende bzw. reflektierende
Klängen zu reproduzieren, welche in einer Lifeklangbühne leicht wahrgenommen werden.
Tatsächlich ist die wahrgenommene Breite einer Klangbühne von vielen Audioreproduktionssystemen
auf jene Distanz begrenzt, welche ein Paar von Lautsprechern trennt, welche vor
einem Zuhörer aufgestellt sind. Ein anderer Faktor zum Verschlechtern der Qualität
eines reproduzierten Klangs bzw. Tons kann von Mikrofonen herrühren, welche einen
Ton unterschiedlich von der Art aufnehmen, wie das menschliche Gehörsysteme Schall
wahrnimmt. In einem Bemühen, jene Faktoren, welche die Qualität eines reproduzierten
Tons vermindern, zu überwinden, wurde zahllose Anstrengungen unternommen, um die
Charakteristika bzw. Merkmale einer Ton- bzw. Klangreproduktionsumgebung zu ändern,
um jene nachzuahmen, wie sie durch einen Zuhörer in einer Lifeklangbühne gehört
wird.
Einige Anstrengungen bei einer räumlichen bzw. Stereo-Bild-Verstärkung
waren auf die akustischen Möglichkeiten und Begrenzungen des menschlichen Ohrs fokussiert.
Der hörbare Bereich des menschlichen Ohrs ist empfindlich für die Schallintensität,
Phasendifferenzen zwischen bestimmten Klängen bzw. Tönen, die Frequenz des Tons
selbst und für die Richtung, von der der Ton herrührt. Ungeachtet der Komplexität
des menschlichen Gehörsystems ist die Frequenzantwort bzw, der Frequenzbereich des
menschlichen Ohrs relativ konstant von Person zu Person.
Wenn Schallwellen, welche einen konstanten Schalldruck über alle Frequenzen
aufweisen, von einer einzigen Örtlichkeit auf einen Zuhörer gerichtet werden, wird
das menschliche Ohr unterschiedlich auf die individuellen Frequenzkomponenten des
Schalls reagieren. Wenn beispielsweise Schall bzw. Ton gleichen Schalldrucks von
vorne auf den Zuhörer gerichtet wird, unterscheidet sich der im Ohr des Zuhörers
erzeugte Schalldruckpegel für einen Ton von 1000 Hertz von jenem bei 2000 Hertz.
Zusätzlich zur Frequenzempfindlichkeit reagiert das menschliche Gehörsystem
unterschiedlich auf Töne bzw. Klänge, welche aus verschiedenen Winkeln auf das Ohr
treffen. Insbesondere wird sich der Schalldruckpegel innerhalb des menschlichen
Ohrs mit der Richtung des Tons verändern. Die Gestalt des äußeren Ohrs oder der
Ohrmuschel und der innere Ohrkanal sind in hohem Maße für die Frequenznachbildung
von Tönen als eine Funktion der Richtung verantwortlich.
Der menschliche Gehörantwort ist für Veränderungen sowohl im Azimut
als auch in der Höhe eines Schallursprungs empfindlich. Dies ist insbesondere richtig
für komplexe Ton- bzw. Schallsignale, d. h. für solche, welche über mehrfache bzw.
multiple Frequenzkomponenten verfügen, und für höhere Frequenzkomponenten bzw. -anteile
im allgemeinen. Die Abweichung im Schalldruck unter den Frequenzkomponenten innerhalb
des Ohrs wird durch das Gehirn interpretiert, um Anzeigen für den Ursprung eines
Tons anzubieten. Wenn ein aufgenommener Ton reproduziert wird, werden die Richtungshinweise
auf den Ursprung des Tons, wie sie durch das Ohr aus der Schalldruckinformation
interpretiert werden, somit abhängig vom tatsächlichen Aufstellungsort von Lautsprechern,
welche den Ton reproduzieren.
Ein konstanter Schalldruckpegel, d. h. ein "flacher" Schalldruck gegen
die Frequenzantwort, kann an den Ohren eines Zuhörers durch Lautsprecher erzielt
werden, welche direkt vor dem Zuhörer positioniert sind. Eine derartige Antwort
ist oft wünschenswert, um ein realistisches Klangbild zu erzielen. Jedoch kann die
Qualität eines Satzes von Lautsprechern weniger als ideal sein und sie können nicht
an der akustisch wünschenswertesten Stelle plaziert sein. Diese beiden Faktoren
führen auch zu zerrissenen bzw. gespalteten Charakteristika der Schalldrucks. Tonsysteme
des Standes der Technik haben Verfahren geoffenbart, um den von Lautsprechern herrührenden
Schalldruck zu "korrigieren", um eine räumlich korrekte Antwort zu erzeugen, wodurch
das resultierende Klangbild verbessert wird.
Um eine räumlich korrektere Antwort für ein gegebenes Klangsystem
zu erzielen, ist es bekannt, auf den Kopf bezogene Transferfunktionen bzw. Außenohrübertragungsfunktionen
(HRTFs) auszuwählen und auf ein Audiosignal anzuwenden. HRTFs basieren auf der Akustik
des menschlichen Gehörsystems. Eine Anwendung einer HRTF wird dazu benützt, um die
Amplituden von Abschnitten bzw. Bereichen des Audiosignals zur Kompensation einer
räumlichen Verzerrung anzugleichen. HRTF-basierende Prinzipien können ebenso benützt
werden, um ein räumliches bzw. Stereo-Bild von nicht optimal plazierten Lautsprechern
zu relokalisieren. Beispielsweise offenbart EP-A-0 756 437 ein akustisches Gerät,
welches über eine Stereo-Bild-Korrekturschaltung für eine räumliche Korrektur verfügt,
welche an eine Stereobild-Verstärkungsschaltung gekoppelt ist.
Ein zweiter Typ eines Mangels kommt des öfteren vor, weil es schwierig
ist, niederfrequente Töne, wie Baß, adäquat zu reproduzieren. Verschiedene konventionelle
Annäherungen zur Verbesserung des Ausgangs von niederfrequenten Tönen beinhalten
die Verwendung qualitativ höherwertiger Lautsprecher mit größeren Konusflächen,
größeren Magneten, größeren Gehäusen oder größeren Konus- bzw. Membranauslenkungseigenschaften.
Zusätzlich dazu versuchten konventionelle Systeme, niederfrequente Töne mit Resonanzkammern
und Hörnern zu reproduzieren, welche die akustische Impedanz der Lautsprecher an
die akustische Impedanz des den Lautsprecher umgebenden freien Raums anpassen. Beispielsweise
WO offenbart 99/26454 ein Niederfrequenz-Audiosimulationssystem zur Verstärkung
des wahrgenommenen Niederfrequenzanteils, der durch einen akustischen Wandler erzeugten
akustischen Energie.
Nicht alle Systeme jedoch können einfach teurere oder leistungsstärkere
Lautsprecher zur Reproduktion von niederfrequenten bzw. Niederfrequenztönen verwenden.
Einige konventionelle Tonsysteme, wie z. B. Kompaktaudiosysteme und Multimedia-Computersysteme
stützen sich auf kleine Lautsprecher. Zusätzlich dazu verwenden viele Audiosysteme
weniger genaue Lautsprecher, um die Kosten zu sparen. Solche Lautsprecher verfügen
typischerweise nicht über die Fähigkeit einer geeigneten Reproduktion von niederfrequenten
Tönen und als Folge davon sind die Töne typischerweise nicht so robust bzw. kernig
oder erfreulich, wie Systeme, welche niederfrequente Töne mit höherer Genauigkeit
reproduzieren.
Einige konventionelle Verstärkersysteme versuchen, die ärmliche Reproduktion
von niederfrequenten Tönen zu kompensieren, indem die niederfrequenten Signale vor
der Zuführung der Signale an den Lautsprecher verstärkt werden. Ein Verstärken der
niederfrequenten Signale liefert eine größere Menge an Energie an die Lautsprecher,
welche ihrerseits die Lautsprecher mit größerer Kraft betreibt. Solche Versuche,
die niederfrequenten Töne zu verstärken, kann jedoch in einem Übersteuern der Lautsprecher
zu resultieren. Unglücklicher Weise kann ein Übersteuern der Lautsprecher das Hintergrundrauschen
erhöhen, störende Verzerrungen einführen bzw. einbringen und die Lautsprecher zerstören
bzw. beschädigen.
Noch andere konventionelle Systeme verzerren in einem Bemühen bzw.
Versuch, den Mangel an niedrigen Frequenzen zu kompensieren, die Reproduktion der
höheren Frequenzen auf Arten, welche eine unerwünschte Klangfärbung hinzufügen.
Eine dritte Schwierigkeit entsteht, weil Töne, welche von vielfachen
Örtlichkeiten herrühren, oft nicht geeignet in einem Audiosystem reproduziert werden.
Eine Annäherung, welche sich auf die Verbesserung der Reproduktion eines Tons richtet,
beinhaltet umgebende bzw. Surround-Tonsysteme, welche über mehrfache bzw. mehrere
Aufnahmespuren verfügen. Die mehrfachen Aufnahmespuren werden dazu benützt, um die
räumliche Information in Verbindung mit Tönen, welche von vielfachen Örtlichkeiten
herrühren, aufzunehmen.
Beispielsweise beinhalten bei einem umgebenden Schallsystem einige
der Aufnahmespuren Töne, welche ihren Ursprung vor dem Zuhörer haben, während andere
Aufnahmespuren Töne beinhalten, welche ihren Ursprung hinter dem Zuhörer haben.
Wenn mehrfache bzw. mehrere Lautsprecher rund um den Zuhörer angeordnet sind, läßt
die in den Aufnahmespuren beinhaltete Audioinformation den produzierten Ton für
den Zuhörer realistischer erscheinen. Solche Systeme sind jedoch typischerweise
teurer als Systeme, welche keine mehrfachen Aufnahmespuren und Mehrfach-Lautsprecheranordnungen
benützen.
Um Kosten zu sparen, versuchen viele konventionelle Systeme mit zwei
Lautsprechern, einen Eindruck von umgebenden Schall zu simulieren, indem unnatürliche
Zeitverzögerungen bzw. Laufzeitverzögerungen oder Phasenverschiebungen zwischen
linker und rechter Signalquelle eingeführt werden. Unglücklicher Weise leiden solche
Systeme oft unter unrealistischen Effekten in dem reproduzierten Klang.
Andere bekannte Ton- bzw. Klangverstärkertechniken arbeiten mit sogenannten
"Summen"- und "Differenz"-Signalen. Das Summensignal, welches auch das monophone
Signal genannt wird, ist die Summe des linken und rechten Signals. Dies kann als
Addieren oder Kombinieren des linken und rechten Signals (L + R) aufgefaßt werden.
Andererseits repräsentiert das Differenzsignal die Differenz zwischen
den zwei linken und rechten Audiosignalen. Dies wird am besten durch ein Subtrahieren
des rechten Signals von dem linken Signal (L – R) aufgefaßt. Das Differenzsignal
wird auch oft als das ambiente bzw. Umgebungssignal bezeichnet.
Es ist bekannt, daß ein Modifizieren von bestimmten Frequenzen im
Differenzsignal den wahrgenommenen Klang, welcher von dem linken und rechten Lautsprecher
abgestrahlt wird, ausweiten kann. Das ausgeweitete bzw. verbreiterte Klangbild resultiert
typischerweise aus einer Änderung der reflektierten bzw. hallenden Klänge, welche
im Differenzsignal vorhanden sind.
Die Schaltungs- bzw. Schaltanordnung, welche die Summen- und Differenzsignale
erzeugt, erzeugt jedoch die Summen- und Differenzsignale durch Bearbeiten bzw. Verarbeiten
des linken und rechten Eingangssignals. Sobald die Schaltanordnung die Summen- und
Differenzsignale erzeugt, bearbeitet und rekombiniert eine zusätzliche Schaltanordnung
die Summen- und Differenzsignale, um einen verstärkten Klangeffekt zu produzieren.
Typischerweise werden die Erzeugung und ein Bearbeiten des Summen-
und Differenzsignals mit digitalen Signalprozessoren, Operationsverstärkern und
dgl. erzielt. Solche Implementierungen erfordern üblicherweise komplizierte Schaltanordnungen,
welche die Kosten eines solchen Systems steigern. Somit besteht, ungeachtet der
Beiträge des Standes der Technik, ein Bedarf für ein vereinfachtes Audioverstärkersystem,
welches Kosten reduziert, welche in Verbindung mit der Erzeugung eines gesteigerten
Höreindrucks stehen.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung löst diese und andere Probleme, indem eine
Signalverarbeitungstechnik zur Verfügung gestellt, welche die Größe des Bilds, Baßwiedergabe
und Dynamik eines Audiosystems bemerkenswert verbessert, indem der Zuhörer mit einer
einnehmenden und wuchtigen Darstellung des Audiovortrags umgeben wird. Es verbessert
den Höreindruck für eine Vielzahl von Anwendungen, einschließlich Computer, Multimedia,
Fernsehgeräte, Resonanz- bzw. Reflexboxen, Automobile, Heimaudio und tragbare Audiosysteme.
In einer Ausführung korrigiert das Klangkorrektursystem für die offensichtliche
Aufstellung bzw. Anordnung der Lautsprecher, das durch die Lautsprecher erzeugte
Bild und die für niedere Frequenzen durch die Lautsprecher produzierte Antwort.
In einer Ausführung verstärkt das Klangkorrektursystem räumliche und Frequenzantwort-Charakteristika
eines durch zwei oder mehrere Lautsprecher reproduzierten Klangs. Das Audiokorrektursystem
beinhaltet ein Spiegelsignal- bzw. Bildkorrekturmodul, welches das vom Zuhörer wahrgenommene
vertikale Bild bzw. Spiegelbild des durch die Lautsprecher reproduzierten Tons korrigiert,
ein Baßverstärkermodul, welches die vom Zuhörer empfundene Baßantwort der Lautsprecher
verbessert, und ein Bildverstärkungsmodul, welches das vom Zuhörer wahrgenommene
horizontale Bild der augenscheinlichen Klangbühne verstärkt.
In einer Ausführungsform werden drei Verarbeitungstechniken benützt.
Räumliche Hinweise, welche für ein Positionieren eines Klangs außerhalb der Ränder
der Lautsprecher verantwortlich sind, werden durch Benützen der Außenohrübertragungsfunktionen
(HRTFs) entzerrt. Diese HRTF-Korrekturkurven begründen bzw. sind dafür verantwortlich,
wie das Gehirn die Örtlichkeit von Tönen an den Seiten des Zuhörers sogar dann wahrnimmt,
wenn diese durch Lautsprecher, welche sich vor dem Zuhörer befinden, wiedergegeben
werden. Als Ergebnis erfolgt die Darstellung von Instrumenten und Sängern an ihrem
geeigneten Platz mit der Addition von indirekten und reflektierten Tönen, welche
sich überall im umgebenden Raum befinden. Ein zweiter Satz von HRTF-Korrekturkurven
dehnt bzw. expandiert und erhebt die offenbare bzw. augenscheinliche Größe des räumlichen
bzw. Stereo-Bilds, so daß die Klangbühne einen Maßstab einnimmt, welcher in einem
immensen Verhältnis im Vergleich zu den Aufstellungsorten der Lautsprecher steht.
Schließlich wird eine Baßwiedergabe durch eine psychoakustische Technik verstärkt,
welche die Wahrnehmung von niederfrequenten Grundtönen wieder herstellt, indem harmonische
bzw. Oberschwingungen dynamisch vergrößert werden, welche der Lautsprecher leichter
reproduzieren kann.
Das akustische Korrektursystem und die damit verbundenen Verfahren
einer Arbeitsweise stellen ein hoch entwickeltes und effektives System zur Verbesserung
des vertikalen, horizontalen und spektralen Klangbilds in einer nicht perfekten
Reproduktionsumgebung zur Verfügung. In einer Ausführungsform korrigiert das System
zuerst das vertikale Bild, welches durch die Lautsprecher erzeugt wird, danach wird
der Baß verstärkt und schließlich wird das horizontale Bild korrigiert. Die vertikale
Bildverstärkung beinhaltet typischerweise eine ziemliche Betonung der niedrigen
Frequenzbereiche des Tons, und somit trägt ein Bereitstellen einer vertikalen Verstärkung
vor der Baßverstärkung zum Gesamteffekt der den Baß verstärkenden Verarbeitung bei.
Die Baßverstärkung bietet ein gewisses Mischen der gemeinsamen Bereiche der linken
und rechten Bereichen der niederfrequenten Information in einem stereophonen bzw.
Raumtonsignal (Gleichtakt) an. Im Gegensatz dazu stellt die horizontale Bildverstärkung
eine gewisse Verstärkung und Formung der Differenzen zwischen den linken und rechten
Bereichen (Differentialtakt bzw. -modus) zur Verfügung. Somit wird in einer Ausführungsform
in vorteilhafter Weise eine Baßverstärkung vor der horizontalen Bildverstärkung
zur Verfügung gestellt, um die im Gleichtakt und Differenzmodus befindlichen Bereiche
des stereophonen Signals auszugleichen, um einen angenehmen Effekt für den Zuhörer
zu erzeugen.
Zum Erzielen eines verbesserten räumlichen Bilds in der vertikalen
Ebene teilt eine Bildkorrekturvorrichtung ein Eingabe- bzw. Eingangssignal in erste
und zweite Frequenzbereiche, welche gemeinsam im wesentlichen das gesamte Audiofrequenzspektrum
beinhalten. Die Frequenzantwort-Charakteristika des Eingangssignals innerhalb der
ersten und zweiten Frequenzbereiche werden getrennt korrigiert und kombiniert, um
ein Ausgabe- bzw. Ausgangssignal zu erzeugen, welches mit Bezug auf einen Zuhörer
über eine relativ flache Frequenzantwort-Charakteristik verfügt.
Der Pegel einer Frequenzkorrektur, d. h. eine Schallenergiekorrektur, hängt von
der Reproduktionsumgebung ab und ist darauf zugeschnitten, die akustischen Begrenzungen
einer solchen Umgebung zu überwinden. Der Entwurf des akustischen Korrekturgeräts
erlaubt es, daß eine leichte und unabhängige Korrektur des Eingangssignals innerhalb
individueller Frequenzbereiche ein räumlich korrigiertes und verschobenes Ton- bzw.
Klangbild erzielt.
Innerhalb einer Audioreproduktionsumgebung können Lautsprecher schlecht
aufgestellt sein, wodurch ein von dem Zuhörer wahrgenommenes Klangbild nachteilig
beeinflußt wird. Beispielsweise erzeugen Kopfhörer oft ein unerfreuliches Klangbild,
weil die Wandler in nächster Nähe zu den Ohren des Zuhörers angeordnet sind. Das
akustische Korrekturgerät der vorliegenden Erfindung verschiebt das Klangbild an
eine angenehmer erscheinende Position.
Durch Anwendung des akustischen Korrekturgeräts kann ein räumliches
Bild, welches aus einer Wiedergabe eines Audiosignals erzeugt wird, räumlich korrigiert
werden, um eine wahrgenommene Ursprungsquelle zu übertragen, welche über eine vertikale
und/oder horizontale Position verschieden von der Position der Lautsprecher verfügt.
Die exakte Quelle des Ursprungs bzw. Ursprungsquelle, welche durch einen Zuhörer
wahrgenommen wird, wird vom Pegel bzw. dem Niveau einer räumlichen Korrektur abhängen.
Sobald ein wahrgenommener Schallursprung durch Korrektur der räumlichen
Verzerrung erzielt wird, kann das korrigierte Audiosignal verstärkt werden, um ein
erweitertes Stereo-Bild zur Verfügung zu stellen. In Übereinstimmung mit einer Ausführungsform
berücksichtigt eine räumliche bzw. Stereo-Bildverstärkung eines verschobenen Audiobilds
akustische Prinzipien des menschlichen Hörens, um den Zuhörer in einer realistischen
Klangbühne zu umhüllen. In diesen Schall- bzw. Klang- bzw. Tonreproduktionsumgebungen,
in welchen eine Hörposition relativ fixiert ist (wie das Innere eines Automobils,
Multimedia-Computersysteme, Bücherregal- bzw. Regallautsprechersysteme usw.), ist
der Betrag bzw. das Ausmaß an Raumbildverstärkung, welche auf das Audiosignal angewendet
wird, teilweise durch die tatsächliche Position der Lautsprecher in Bezug auf den
Zuhörer bestimmt.
In Lautsprechern, welche bestimmte, niederfrequente Töne nicht reproduzieren,
erzeugt die Erfindung die Illusion, daß die fehlenden niederfrequenten Töne existieren.
Somit nimmt ein Zuhörer niedere Frequenzen wahr, welche unter jenen Frequenzen liegen,
die von dem Lautsprecher tatsächlich genau reproduziert werden können. Dieser illusionäre
Effekt wird erzielt, indem auf einzigartige Weise ausgenützt wird, wie das menschliche
Gehörsystem Schall bzw. Ton verarbeitet.
Eine Ausführungsform der Erfindung nützt aus bzw. verwertet, wie ein
Zuhörer Musik oder andere Klänge mental wahrnimmt. Die Verarbeitung einer Schall-
bzw. Klangreproduktion endet nicht bei der durch die Lautsprecher erzeugten akustischen
Energie, sondern beinhaltet die Ohren, Hörnerven, Gehirn und Gedankenvorgänge des
Zuhörers. Ein Hören beginnt mit der Aktion des Ohr und des Hörnervensystems. Das
menschliche Ohr kann als ein empfindliches Übersetzungssystem betrachtet werden,
welches akustische Vibrationen empfängt, diese Vibrationen in Nervenimpulse umwandelt
und schließlich in die "Sensation" oder Wahrnehmung von Schall umwandelt.
Vorteilhafter Weise nützen einige Ausführungsformen der Erfindung
aus, wie das menschliche Ohr Obertöne und Harmonische bzw. Oberschwingungen von
niederfrequenten Tönen verarbeitet, um die Wahrnehmung zu erzeugen, daß nicht existierende,
niederfrequente Töne von einem Lautsprecher abgestrahlt bzw. ausgesandt werden.
In einigen Ausführungsformen werden die Frequenzen in Bändern höherer Frequenz selektiv
verarbeitet, um die Illusion von niederfrequenten Signalen zu erzeugen. In anderen
Ausführungsformen werden bestimmte Bänder höherer Frequenz mit einer Vielzahl an
Filterfunktionen modifiziert.
Zusätzlich sind einige Ausführungsformen der Erfindung dazu entworfen,
um die Niederfrequenzverstärkung von populärem Audioprogrammaterial, wie z. B. Musik,
zu verbessern. Die meiste Musik ist reich an Harmonischen. Demgemäß können diese
Ausführungsformen eine breite Vielzahl von Musiktypen modifizieren, um auszunützen,
wie das menschliche Ohr niederfrequente Töne bzw. Töne niederer Frequenz verarbeitet.
Vorteilhafter Weise kann Musik in existierenden Formaten verarbeitet werden, um
die erwünschten Effekte zu erzeugen.
Diese neue Annäherung erzeugt eine Anzahl von bemerkenswerten Vorteilen.
Da ein Zuhörer niederfrequente Töne wahrnimmt, welche nicht wirklich bzw. tatsächlich
existieren, ist der Bedarf an großen Lautsprechern, größeren Konus- bzw. Membranauslenkungen
oder zugefügten Hörnern reduziert. Somit können in einer Ausführungsform kleine
Lautsprecher so erscheinen, als würden sie die niederfrequenten Töne von größeren
Lautsprechern abstrahlen. Wie erwartet werden kann, erzeugt diese Ausführungsform
die Wahrnehmung an niederfrequentem Audio, wie Baß, in Klangumgebungen, welche für
große Lautsprecher zu klein sind. Große Lautsprecher werden ebenfalls begünstigt,
indem sie die Wahrnehmung erzeugen, daß sie verstärkte niederfrequente Töne erzeugen.
Zusätzlich können mit einer Ausführungsform der Erfindung die kleinen
Lautsprecher in hand-held und tragbaren Tonsystemen eine angenehmere Wahrnehmung
von niederfrequenten Tönen erzeugen. Somit muß der Zuhörer die niederfrequente Klangqualität
nicht der Portabilität opfern.
In einer Ausführungsform der Erfindung erzeugen billige Lautsprecher
die Illusion von niederfrequenten Tönen. Viele billige bzw. Billiglautsprecher
können niederfrequente Töne nicht angemessen reproduzieren. Anders als niederfrequente
Töne mit teuren Lautsprechergehäusen, Hochleistungskomponenten und großen Magneten
zu reproduzieren, benützt einer Ausführungsform höherfrequente Töne bzw. Töne mit
höherer Frequenz, um die Illusion von niederfrequenten Tönen zu erzeugen. Als Ergebnis
können niederpreisige bzw. billigere Lautsprecher benützt werden, um einen realistischeren
und robusten Höreindruck zu erzeugen.
Darüber hinaus erzeugt in einer Ausführungsform die Illusion von niederfrequenten
Tönen einen gesteigerten Höreindruck, welcher den Realismus des Klangs anhebt. Somit
reproduziert, anstelle der Reproduktion der schwammigen oder wackeligen Niederfrequenztöne,
wie sie in vielen Niedrigpreissystemen des Standes der Technik existieren, eine
Ausführungsform der Erfindung Töne, welche als genauer und klarer wahrgenommen werden.
Derartige niederpreisige Audio- und audiovisuelle Geräte können beispielsweise Radios,
mobile Audiosysteme, Computerspiele, Lautsprecher, Compact-Disk-(CD)-Player, DVD-Player,
Multimedia-Präsentationsgeräte, Computersoundkarten und dgl. beinhalten.
In einer Ausführungsform erfordert ein Erzeugen der Illusion von niederfrequenten
Tönen weniger Energie als ein tatsächliches Reproduzieren der niederfrequenten Töne.
Somit können Systeme, welche Batterie-betrieben sind, Niederleistungsumgebungen,
kleine Lautsprecher, Multimedia-Lautsprecher, Kopfhörer und dgl. die Illusion niederfrequenter
Töne erzeugen, ohne soviel kostbare Energie zu konsumieren wie Systeme, welche niederfrequente
Töne einfach nur verstärken oder anheben.
Ändere Ausführungsformen der Erfindung erzeugen die Illusion von niederfrequenten
Signalen mit besonderen Schaltanordnungen. Diese Schaltungen sind einfacher als
Niederfrequenzverstärker des Standes der Technik und reduzieren somit die Herstellungskosten.
Vorteilhafter Weise sind diese Kosten geringer als Tonverstärkungsgeräte des Standes
der Technik, welche komplexe Schaltanordnungen hinzufügen.
Noch andere Ausführungsformen der Erfindung stützen sich auf einen
Mikroprozessor, welcher die geoffenbarten Niederfrequenz-Verstärkungstechniken implementiert.
In einigen Fällen können existierende, verarbeitende Audiokomponenten neu programmiert
werden, um die geoffenbarten einzigartigen Niederfrequenz-Signalverstärkungstechniken
einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung zur Verfügung zu stellen. Als
Ergebnis werden die Kosten eines Hinzufügens einer Niederfrequenzverstärkung zu
existierenden Systemen bemerkenswert reduziert.
In einer Ausführungsform empfängt das Tonverstärkungsgerät ein oder
mehrere Eingangssignal e) von einem Hostsystem bzw. Zentralsystem und generiert
bzw. erzeugt in der Folge ein oder mehrere verstärktes) Ausgangssignal(e). Insbesondere
werden die zwei Eingangssignale verarbeitet, um ein Paar von spektral verstärkten
Ausgangssignalen zur Verfügung zu stellen, so daß sie, wenn sie auf einem Lautsprecher
wiedergegeben und von einem Zuhörer gehört werden, die Empfindung eines ausgeweiteten
bzw. verbreiterten Basses produzieren. In einer Ausführungsform wird die niederfrequente
Audioinformation in einer unterschiedlichen bzw. anderen Art modifiziert als die
hochfrequente Audioinformation.
In einer Ausführungsform empfängt das Klangverstärkungsgerät ein oder
mehrere Eingangssignal(e) und erzeugt ein oder mehrere verstärkte s) Ausgangssignal(e).
Insbesondere die Eingangssignale umfassen Wellenformen, welche über einen ersten
Frequenzbereich und einen zweiten Frequenzbereich verfügen. Die Eingangssignale
werden verarbeitet, um die verstärkten Ausgangssignale zur Verfügung zu stellen,
so daß diese, wenn sie auf einem Lautsprecher wiedergegeben und von einem Zuhörer
gehört werden, die Empfindung eines verbreiterten Basses produzieren. Zusätzlich
kann die Ausführungsform die Information in dem ersten Frequenzbereich in einer
unterschiedlichen Art als die Information des zweiten Frequenzbereichs modifizieren.
In einigen Ausführungsformen kann der erste Frequenzbereich Baßfrequenzen betreffen,
welche für den gewünschten Lautsprecher zu tief für eine Reproduktion sind, und
der zweite Frequenzbereich kann mittlere Baßfrequenzen betreffen, welche der Lautsprecher
reproduzieren kann.
Eine Ausführungsform modifiziert die Audioinformation, welche beiden
Stereokanälen gemeinsam ist, auf eine Weise, welche sich von der Energie unterscheidet,
welche nicht gemeinsam bzw. üblich für beide Kanäle ist. Auf die Audioinformation,
welchen beiden Eingangssignal gemeinsam vorliegt, wird als das kombinierte Signal
Bezug genommen werden. In einer Ausführungsform form das Verstärkungssystem spektral
die Amplitude der Phase und Frequenzen im kombinierten Signal, um das Clipping bzw.
Aussetzen zu reduzieren, welches aus Eingangssignalen hoher Amplitude resultieren
kann, ohne die Wahrnehmung zu entfernen, daß die Audioinformation eine räumliche
bzw. in Stereo ist.
Wie unten detaillierter besprochen werden wird, formt eine Ausführungsform
des Klangverstärkungssystem spektral das kombinierte Signal durch eine Vielzahl
bzw. Anzahl von Filtern, um ein verbessertes bzw. verstärktes Signal zu erzeugen.
Durch Verstärken von ausgewählten Frequenzbändern innerhalb des kombinierten Signals,
stellt die Ausführungsform eine wahrgenommene Lautsprecherbandbreite zur Verfügung,
welche breiter ist als die tatsächliche Lautsprecherbandbreite.
Eine Ausführungsform des Tonverstärkungsgeräts beinhaltet Feedforward-
bzw. Mitkopplungssignalwege bzw. -pfade für die zwei Stereokanäle und drei parallele
Filter für den kombinierten Signalweg bzw. Weg des kombinierten Signals. Jedes der
vier parallelen Filter umfaßt ein Bandpaßfilter sechster Ordnung, bestehend aus
drei in Serie geschalteten bzw. verbundenen biquadratischen Filtern. Die Übertragungsfunktionen
für diese vier Filter sind speziell ausgewählt, um eine Phasen-
und/oder Amplitudenformgestaltung verschiedener Harmonischer des niederfrequenten
Inhalts eines Audiosignals zur Verfügung zu stellen. Das Gestalten erhöht unerwarteter
Weise die wahrgenommene Bandbreite des Audiosignals, wenn dieses über Lautsprecher
wiedergegeben wird. In einer anderen Ausführungsform werden die Filter sechster
Ordnung durch Chebychev-Filter niedrigerer Ordnung ersetzt.
Da das spektrale Formen bzw. Gestalten an dem kombinierten Signal
auftritt bzw. vorgenommen wird, welches dann mit der räumlichen bzw. Stereoinformation
in dem Mitkopplungspfad kombiniert wird, können die Frequenzen in dem kombinierten
Signal so verändert werden, daß beide Stereokanäle beeinflußt werden, und einige
Signale in bestimmten Frequenzbereichen werden von einem Stereokanal zu dem anderen
Stereokanal gekoppelt. Als ein Ergebnis erzeugen verschiedenen Ausführungsformen
einen verbesserten Audioklang in einer gänzlich einzigartigen, neuartigen und unerwarteten
Weise.
Das Klangverstärkungsgerät kann in der Folge mit einer oder mehreren
nachfolgenden Signalverarbeitungsstufe(n) verbunden werden. Diese nachfolgenden
Stufen können eine verbesserte Klangbühne oder räumliche Verarbeitung zur Verfügung
stellen. Die Ausgangssignale können auch zu anderen Audiogeräten bzw. -vorrichtungen
gerichtet werden, wie z. B. Aufnahmegeräte, Leistungsverstärker, Lautsprecher und
dgl., ohne den Betrieb des Klangverstärkungsgeräts zu beeinflussen.
Die vorliegende Erfindung bietet auch ein einzigartiges differentielles,
perspektivisches bzw. Differentialperspektive-Korrektursystem an, um die horizontalen
Aspekte des Klangbilds zu verbessern. Das Differentialperspektiven-Korrektursystem
verbessert den Klang bzw. Ton auf eine völlig andere Art als andere Klangverstärkungseinrichtungen.
Vorteilhafter Weise kann die Ausführungsform des Perspektivenkorrektursystems dazu
eingesetzt werden, um den Klang über einen weiten Bereich von niederpreisigen Audio-
und audiovisuellen Einrichtungen zu verbessern, welche beispielsweise Radios, mobile
Audiosysteme, Computerspiele, Multimedia-Präsentationseinrichtung und dgl. beinhalten
können.
Allgemein gesprochen, empfängt das Differentialperspektive-Korrekturgerät
zwei Eingangssignale von einem zentralen bzw. Host-System und erzeugt in der Folge
zwei verstärkte bzw. verbesserte Ausgangssignale. Insbesondere werden die beiden
Eingangssignale kollektiv bzw. gemeinsam verarbeitet, um ein Paar von räumlich korrigierten
Ausgangssignalen zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich modifiziert eine Ausführungsform
die Audioinformation, welche beiden Eingangssignalen gemeinsam ist, auf eine andere
Art als die Audioinformation, welche nicht beiden Eingangssignalen gemeinsam ist.
Auf Audioinformation, welche beiden Eingangssignalen gemeinsam ist,
wird als die Gleichtaktinformation oder das Gleichtaktsignal Bezug genommen. Die
Gleichtakt-Audioinformation unterscheidet sich von einem Summensignal dadurch, daß
sie, anstelle die Summe der Eingangssignale zu enthalten, nur jene Audioinformation
beinhaltet, welche in beiden Eingangssignalen zu jedem gegebenen Augenblick der
Zeit existieren.
Im Gegensatz wird auf die Audioinformation, welche nicht beiden Eingangssignalen
gemeinsam ist, als die Differentialinformation oder das Differentialsignal Bezug
genommen. Obwohl die Differentialinformation auf eine andere Weise verarbeitet wird
als die Gleichtaktinformation, ist die Differentialinformation nicht ein diskretes
Signal. Wie weiter unten detaillierter diskutiert werden wird, formt das Differentialperspektiven-Korrekturgerät
das Differentialsignal spektral mit einer Anzahl von Filtern, um ein entzerrtes
Differentialsignal zu erzeugen. Durch ein Entzerren von ausgewählten Frequenzbändern
innerhalb des Differentialsignals verbreitert das Differentialperspektiven-Korrekturgerät
ein wahrgenommenes Klangbild, welches von einem Paar von Lautsprechern projiziert
bzw. abgestrahlt wird, welche vor einem Zuhörer plaziert sind.
Da die Übergangsimpedanznetzwerke die Frequenzbereiche in dem Differentialeingang
entzerren bzw. ausgleichen, können die Frequenzen im Differentialsignal verändert
werden, ohne die Frequenzen in dem Gleichtaktsignal zu beeinflussen. Als ein Ergebnis
ist der Audioton auf eine gänzlich einzigartige und neuartige Weise verbessert bzw.
verstärkt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die obigen und andere Aspekte, Eigenschaften bzw. Merkmale und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden besonderen Beschreibung ersichtlicher
werden, welche in Verbindung mit den folgenden Zeichnungen präsentiert wird, worin:
1 ein Blockdiagramm eines Stereo- bzw.
Raumbildkorrektursystems ist, welches operativ mit einem Stereoverstärkungssystem
und einem Baßverstärkungssystem zur Erzeugung eines realistischen Stereo- bzw. Raumbilds
aus einem Paar von Eingangsstereosignalen verbunden ist.
2 ein Diagramm eines Stereosystems ist,
beinhaltend einen Stereoempfänger und zwei Lautsprecher.
3 ein Diagramm eines typischen Multimedia-Computersystems
ist.
4A eine graphische Darstellung eines
gewünschten Schalldrucks gegenüber der Frequenzcharakteristik für ein Audioreproduktions-
bzw. -wiedergabesystem ist.
4B eine graphische Darstellung eines
Schalldrucks gegenüber einer Frequenzcharakteristik entsprechend
einer ersten Audioreproduktionsumgebung ist.
4C eine graphische Darstellung eines
Schalldrucks gegenüber einer Frequenzcharakteristik entsprechend einer zweiten Audioreproduktionsumgebung
ist.
4D eine graphische Darstellung eines
Schalldrucks gegenüber eine Frequenzcharakteristik entsprechend einer dritten Audioreproduktionsumgebung
ist.
5 ein schematisches Blockdiagramm eines
Energiekorrektursystems ist, welches operativ mit einem Stereobildverstärkungssystem
verbunden ist, um ein realistisches Stereobild bzw. Raumbild aus einem Paar von
Eingangsstereosignalen zu erzeugen.
6A eine graphische Darstellung der verschiedenen
Niveaus bzw. Pegel einer Signalmodifikation ist, welche von einem Niederfrequenz-Korrektursystem
in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform zur Verfügung gestellt wird.
6B eine graphische Darstellung der verschiedenen
Pegel einer Signalmodifikation ist, welche durch ein Hochfrequenz-Korrektursystem
zur Verfügung gestellt wird, um hochfrequente Anteile eines Audiosignals in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform zu verstärken.
6C eine graphische Darstellung der verschiedenen
Pegel einer Signalmodifikation ist, welche durch ein Hochfrequenz-Korrektursystem
zur Verfügung gestellt wird, um hochfrequente Anteile eines Audiosignals in Übereinstimmung
mit einer Ausführungsform zu dämpfen.
6D eine graphische Darstellung einer
zusammengesetzten Energiekorrekturkurve ist, die den möglichen Bereich einer Schalldruckkorrektur
zum Verschieben eines Stereobilds veranschaulicht.
7 eine graphische Darstellung von verschiedenen
Pegeln einer Entzerrung ist, welche an einem Audiodifferenzsignal angewendet werden,
um unterschiedliche Mengen bzw. Beträge einer Stereobildverbesserung bzw. -verstärkung
zu erhalten.
8A ein Diagramm ist, welches die wahrgenommenen
und tatsächlichen Ursprünge von Klängen bzw. Tönen veranschaulicht, welche von einem
Zuhörer von Lautsprechern gehört werden, welche an einer ersten Stelle plaziert
sind.
8B ein Diagramm ist, welches die wahrgenommenen
und tatsächlichen Ursprünge von Tönen veranschaulicht, welche durch einen Zuhörer
von Lautsprechern gehört werden, welche an einer zweiten Stelle plaziert sind.
9 ein Diagramm der Frequenzantwort eines
typischen kleinen Lautsprechersystems ist.
10 das aktuelle und wahrgenommene Spektrum
eines Signals illustriert, welches durch zwei diskrete Frequenzen repräsentiert
wird.
11 das aktuelle und wahrgenommene Spektrum
eines Signals darstellt, welches durch ein kontinuierliches Spektrum von Frequenzen
repräsentiert wird.
12A eine Zeitwellenform eines modulierten
Trägers darstellt bzw. illustriert.
12B die Zeitwellenform von
12A nach einer Detektion durch einen Detektor darstellt.
13A ein Blockdiagramm eines Klangsystems
mit einer baßverstärkenden Verarbeitung ist.
13B ein Blockdiagramm eines Baßverstärkerprozessors
ist, welcher eine Vielzahl von Kanälen zu einem einzelnen Baßkanal kombiniert.
13C ein Blockdiagramm eines Baßverstärkerprozessors
ist, welcher mehrere Kanäle getrennt verarbeitet.
14 ein Signalverarbeitungs-Blockdiagramm
eines Systems ist, welches eine Baßverstärkung mit einer wählbaren Frequenzantwort
zur Verfügung stellt.
15 ein Diagramm der Übertragungsfunktionen
des Bandpaßfilters ist, welches in dem Signalverarbeitungsdiagramm verwendet wird,
welches in 14 gezeigt ist.
16 ein Zeitbereichsdiagramm ist, welches
die Zeit-Amplitudenantwort des Schlagsystems zeigt.
17 ein Zeitbereichsdiagramm ist, welches
die Signal- und Hüllbereiche einer typische Baßnote zeigt, welche durch ein Instrument
wiedergegeben bzw. gespielt wird, wobei die Hülle bzw. Umhüllende die Anstiegs-,
Abkling-, Halte- und Freigabe- bzw. Abfallbereiche zeigt.
18 ein Signalverarbeitungs-Blockdiagramm
eines Systems ist, welches eine Baßverstärkung zur Verfügung stellt, indem ein Spitzenkompressor
bzw. Spitzenverdichter und ein Baßschlagsystem verwendet werden.
19 ein Zeitbereichsdiagramm ist, welches
den Effekt eines Spitzenkompressors auf eine Hülle mit einem schnellen Anschwingen
bzw. Anstieg zeigt.
20 ein schematisches Blockdiagramm eines
Stereo- bzw. Raumbild-(Differentialperspektive)-Korrektursystems ist.
21 ein Blockdiagramm eines Raumbild-(Differentialperspektive)-Korrektursystems
ist, welches nicht explizit Summen- und Differenzsignale entwickelt.
22 eine graphische Darstellung der Gleichtaktverstärkung
des Differentialperspektiven-Korrektursystems darstellt bzw. illustriert.
23 eine graphische Darstellung der gesamten
Differentialsignal-Abgleich- bzw. Entzerrkurve des Differentialperspektiven-Korrektursystems
ist.
24 Blockdiagramm von einer Ausführungsform
eines Klangverbesserungssystems ist, welches auf einem einzelnen Chip implementiert
werden kann.
25A ein schematisches Diagramm eines
linken Kanals eines Vertikalbild-Verstärkungsblock ist, welcher für eine Verwendung
in dem in 24 gezeigten System passend bzw. geeignet
ist.
25B ein schematisches Diagramm eines
rechten Kanals eines Vertikalbild-Verstärkungsblock ist, welcher für eine Verwendung
in dem in 24 gezeigten System passend ist.
26 ein schematisches Diagramm eines
Baßverstärkungsblocks ist, welcher für eine Verwendung in dem System, welches in
24 gezeigt ist, passend ist.
27 ein schematisches Diagramm eines
Filtersystems ist, welches für eine Verwendung in dem Baßverstärkungssystem, welches
in 26 gezeigt ist, passend ist.
28 ein schematisches Diagramm eines
Kompressorsystems bzw. Verdichtersystems ist, welches für eine Verwendung im Baßverstärkungssystem,
welches in 26 gezeigt ist, passend ist.
29 ein schematisches Diagramm eines
Horizontalbild-Verstärkungsblocks ist, welches für eine Verwendung in dem System,
welches in 24 gezeigt ist, passend ist.
30 ein schematisches Diagramm eines
Differentialperspektiven-Korrektursystems ist, welches als das Raumbild-Verstärkungssystem
verwendet werden kann.
31 ein Differentialperspektiven-Korrektursystem
zeigt, welches eine Frequenzweiche benützt.
32 ein schematisches Diagramm eines
Differentialperspektiven-Korrekturgeräts ist, welches zwei Frequenzweichen benützt.
33 ein Differentialperspektiven-Korrekturgerät
zeigt, welches es einem Anwender gestattet, den Betrag einer Gesamtdifferentialverstärkung
zu variieren.
34 ein Differentialperspektiven-Korrekturgerät
illustriert, welches es einem Anwender gestattet, den Betrag einer Gleichtaktverstärkung
zu variieren.
35 ein Differentialperspektiven-Korrekturgerät
illustriert, welches eine erste Frequenzfläche, welche sich zwischen den Emittern
der Transistoren von einem Differentialpaar angeordnet sind, und eine zweite Frequenzweiche
aufweist, welche zwischen den Kollektoren des Differentialpaars angeordnet ist.
36 ein Differentialperspektiven-Korrekturgerät
mit Ausgangspuffer bzw. Ausgangspufferspeichern zeigt.
37 eine Sechs-Operationsverstärker-Version
eines Bildverstärkungssystems zeigt.
38 ein Blockdiagramm einer Software-Ausführungsform
des akustischen Korrektursystems.
39 ein Diagramm der Übertragungsfunktion
eines 40 Hz Bandpaßfilters für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches
in 38 gezeigt ist.
40 ein Diagramm der Übertragungsfunktion
eines 60 Hz Bandpaßfilters für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches
in 38 gezeigt ist.
41 ein Diagramm der Übertragungsfunktion
eines 100 Hz Bandpaßfilters für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches
in 38 gezeigt ist.
42 ein Diagramm der Übertragungsfunktion
eines 150 Hz Bandpaßfilters für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches
in 38 gezeigt ist.
43 ein Diagramm der Übertragungsfunktion
eines 200 Hz Bandpaßfilters für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches
in 38 gezeigt ist.
44 ein Diagramm der Übertragungsfunktion eines Tiefpaßfilters
für eine Verwendung mit dem Blockdiagramm ist, welches in 38
gezeigt wird.
Detaillierte Beschreibung
1 ist ein Blockdiagramm einem akustischen
Korrekturgeräts 120, umfassend, in Serie ein Stereo- bzw. Raumbildkorrektursystem
122, ein Baßverstärkungssystem bzw. Baßverbesserungssystem 101
und ein Raumbildverstärkungs- bzw. -verbesserungssystem 124. Das Bildkorrektursystem
122 stellt ein linkes Raum- bzw. Stereosignal und ein rechtes Raum- bzw.
Stereosignal für die Baßverstärkungseinheit 101 zur Verfügung. Die Baßverstärkungseinheit
gibt linke und rechte Stereosignale an die linken bzw. rechten Eingänge der Raumbildverstärkungseinrichtung
124 aus. Das Raumbildverstärkungssystem 124 verarbeitet die Signale
und stellt ein linkes Ausgangssignal 130 und ein rechtes Ausgangssignal
132 zur Verfügung. Die Ausgangssignale 130 und 132 können
in der Folge mit irgend einer anderen Form eines Signalaufbereitungssystems verbunden
werden oder sie können direkt mit Lautsprechern oder Kopfhörern (nicht gezeigt)
verbunden werden.
Bei einer Verbindung mit Lautsprechern korrigiert das Korrektursystem
120 Mängel in der Plazierung der Lautsprecher, das von den Lautsprechern
erzeugte Bild und die Niederfrequenzantwort, welche durch die Lautsprecher erzeugt
wird. Das Ton- bzw. Klangkorrektursystem 120 verbessert bzw. verstärkt
die Raum- und Frequenzantwortcharakteristika bzw. -merkmale des Klangs bzw. Tons,
welcher durch die Lautsprecher reproduziert wird. In dem Audiokorrektursystem
120 korrigiert das Bildkorrekturmodul 122 das vom Zuhörer wahrgenommene
vertikale Bild einer scheinbaren Klangbühne, welche durch die Lautsprecher reproduziert
bzw. wiedergegeben wird, das Baßverstärkungsmodul 101 verbessert die vom
Zuhörer wahrgenommene Baßantwort des Klangs und das Bildverstärkungsmodul
124 verbessert bzw. verstärkt das vom Zuhörer wahrgenommene horizontale
Bild der scheinbaren Klangbühne.
Das Korrekturgerät 120 verbessert den von den Lautsprechern
erzeugten Klang durch ein Kompensieren von Mängeln in der Klangreproduktionsumgebung
und Mängeln der Lautsprecher. Das Gerät 120 verbessert eine Reproduktion
der Originalklangbühne durch ein Kompensieren des Aufstellungsorts der Lautsprecher
in der Reproduktionsumgebung. Die Klangbühnenreproduktion wird auf eine Weise verbessert,
welche sowohl die horizontalen wie auch die vertikalen Aspekte der scheinbaren (d.
h. reproduzierten) Klangbühne über das hörbare Frequenzspektrum verstärkt. Das Gerät
120 modifiziert vorteilhafter Weise die reflektierenden bzw. hallenden
Töne bzw. Klänge, welche in einer Lifeklangbühne leicht wahrgenommen werden, so
daß die reflektierenden Töne bzw. Klänge ebenso durch den Zuhörer in der Reproduktionsumgebung
wahrgenommen werden, obwohl die Lautsprecher als Punktquellen mit begrenzten Möglichkeiten
wirken. Das Gerät 120 kompensiert ebenso die Tatsache, daß Mikrophone im
Klang häufig unterschiedlich von der Art aufnehmen, wie das menschliche Gehörsystem
Klang bzw. Ton wahrnimmt. Das Gerät 120 verwendet Filter und Übertragungsfunktionen,
welche das menschliche Gehör nachahmen, um die durch das Mikrophon erzeugten Töne
zu korrigieren.
Das Klangsystem 120 stellt den scheinbaren Azimut und Höhenpunkt
eines komplexen Klangs ein, indem die Charakteristika der menschlichen Gehörantwort
benützt werden. Die Korrektur wird vom Gehirn des Zuhörers benützt, um Hinweise
auf den Ursprung des Klangs zur Verfügung zu stellen. Das Korrekturgerät
120 korrigiert ebenso Lautsprecher, welche unter Bedingungen plaziert sind,
welche schlechter als ideal sind, sowie Lautsprecher, welche sich nicht an der akustisch
am wünschenswertesten Stelle bzw. Örtlichkeit befinden.
Zum Erzielen einer räumlich korrekteren Antwort für ein gegebenes
Klangsystem benützt das akustische Korrekturgerät 120 bestimmte Aspekte
der Außenohrübertragungsfunktionen (HRTFs) in Verbindung mit einem Formen bzw. Gestalten
einer Frequenzantwort der Klanginformation, um sowohl die Planierung bzw. Anordnung
der Lautsprecher zu korrigieren, die scheinbare Breite und Höhe der Klangbühne zur
korrigieren, wie auch Unzulänglichkeiten in der Niederfrequenzantwort der Lautsprecher
zu korrigieren.
Somit stellt das akustische Korrekturgerät 120 eine natürlichere
und realistischere Klangbühne für den Zuhörer zur Verfügung, selbst wenn die Lautsprecher
an schlechteren als idealen Örtlichkeiten plaziert sind und wenn die Lautsprecher
selbst für eine geeignete Reproduktion der erwünschten Klänge bzw. Töne ungeeignet
sind.
Die verschiedenen Ton- bzw. Klangkorrekturen, welche durch das Korrekturgerät
zur Verfügung gestellt werden, werden in einer Anordnung bzw. Reihenfolge zur Verfügung
gestellt, daß eine nachfolgende Korrektur die vorangegangenen Korrekturen nicht
stört bzw. beeinflußt. In einer Ausführungsform werden die Korrekturen in einer
wünschenswerten Anordnung zur Verfügung gestellt, so daß vorangegangene Korrekturen,
welche durch das Gerät 120 zur Verfügung gestellt werden, die nachfolgenden
Korrekturen, welche durch das Gerät 120 zur Verfügung gestellt werden,
verstärken und unterstützen.
In einer Ausführungsform simuliert das Korrekturgerät 120
ein umgebendes bzw. Surround-Klangsystem mit verbesserter Baßantwort. Das Korrekturgerät
120 erzeugt die Illusion, daß mehrere Lautsprecher rund um den Zuhörer
plaziert sind und daß Audioinformation, welche in mehreren Aufnahmespuren enthalten
ist, der Mehrfachlautsprecheranordnung zur Verfügung gestellt wird.
Das akustische Korrektursystem 120 stellt ein anspruchsvolles
und effektives System zur Verfügung, um das vertikale, horizontale und spektrale
Klangbild in einer nicht perfekten Reproduktionsumgebung zu verbessern. Das Bildkorrektursystem
122 korrigiert zuerst das Vertikalbild, welches durch die Lautsprecher
erzeugt wird. Danach paßt das Baßverstärkungssystem 101 die niederfrequenten
Teile bzw. Komponenten des Klangsignals in einer Art und Weise an, welche den Niederfrequenzausgang
von kleinen Lautsprechern verbessert bzw. verstärkt, welche keine angemessenen Niederfrequenz-Reproduktionseigenschaften
zur Verfügung stellen. Abschließend wird das horizontale Klangbild durch das Bildverstärkungssystem
124 korrigiert.
Die vertikale Bildverbesserung bzw. -verstärkung, welche durch das
Bildkorrektursystem 122 zur Verfügung gestellt wird, beinhaltet typischerweise
einige Betonung der tieferen bzw. niederfrequenten Bereiche des Klangs, und stellt
somit eine vertikale bzw. Vertikalverstärkung zur Verfügung, bevor das Baßverstärkungssystem
101 zu dem Gesamteffekt der Baßverstärkungsverarbeitung beiträgt. Das Baßverstärkungssystem
101 stellt ein gewisses Mischen bzw. Abmischen der gemeinsamen Bereiche
der linken und rechten Bereiche der niederfrequenten Information in einem stereophonen
Signal (Gleichtakt) zur Verfügung. Im Gegensatz dazu stellt die Horizontalbildverbesserung,
welche durch das Bildverstärkungssystem 124 zur Verfügung gestellt wird,
eine Verstärkung und Gestaltung der Differenzen zwischen den linken und rechten
Bereichen (Gegentakt bzw. Differentialmodus) des Signals zur Verfügung. In dem Korrektursystem
120 wird somit eine Baßverstärkung vorteilhafter Weise vor einer Horizontalbildverstärkung
zur Verfügung gestellt, um die Gleichtakt- und Gegentaktbereiche bzw. -abschnitte
des stereophonen Signals ab- bzw. auszugleichen und für den Zuhörer einen angenehmen
Effekt zu erzielen bzw. zu erzeugen.
Wie dies oben geoffenbart wurde, kooperieren das Raumbildkorrektursystem
122, das Baßverstärkungssystem 101 und das Raumbildverstärkungssystem
124, um akustische Mängel einer Klangreproduktionsumgebung zu überwinden.
Die Klangreproduktionsumgebungen können dabei so groß wie ein Theaterkomplex oder
so klein wie ein tragbares, elektronisches Keyboard sein. Das akustische Korrekturgerät
stellt ebenso große Vorteile für Multimedia-Computersysteme (siehe z. B.
3), Heimaudio, Fernsehgeräte, Kopfhörer, Baßreflexboxen,
Automobile und dgl. zur Verfügung.
2 zeigt ein stereophones Audiosystem,
welches einen Empfänger 220 aufweist. Der Empfänger 220 stellt
ein linkes Kanalsignal bzw. Signal eines linken Kanals für einen linken Lautsprecher
246 und ein rechtes Kanalsignal für einen rechten Lautsprecher
247 zur Verfügung. Alternativ dazu kann der Empfänger 220 durch
ein Fernsehgerät, ein tragbares Stereosystem (z. B. "boom box", "Dröhnkasten"),
ein Uhrenradio und dgl. ersetzt werden. Der Empfänger 220 stellt ebenso
die linken und rechten Kanalsignale für Kopfhörer 250 zur Verfügung. Ein
Zuhörer (Benützer bzw. Anwender) 248 kann die linken und rechten Kanalsignale
hören, indem er die Kopfhörer 250 oder die Lautsprecher 246,
247 benützt. Das akustische Korrekturgerät 120 kann implementiert
werden, indem analoge Einrichtungen in dem Empfänger 220 benützt werden,
oder durch eine Software, welche auf einem digitalen Signalprozessor (DSP) in dem
Empfänger 220 läuft.
Die Lautsprecher 246, 247 sind oft nicht optimal
positioniert, um dem Verwender das gewünschte Raumbild zur Verfügung zu stellen
– wodurch das Hörvergnügen eines Zuhörers vermindert wird. Auf ähnliche Art
und Weise erzeugen Kopfhörer, wie die Kopfhörer 250, häufig einen Klang,
welcher nicht angenehm ist, da die Kopfhörer näher beim Ohr plaziert sind anstelle
vor dem Zuhörer. Darüber hinaus weisen viele kleine Regallautsprecher, Multimedia-Lautsprecher
und Kopfhörer mäßige bzw. schlechte Niederfrequenzantwort-Charakteristika auf, welche
das Hörvergnügen des Zuhörers weiter vermindern. Die akustische Korrekturvorrichtung
(oder Software) 120 innerhalb des Empfängers 220 korrigiert die
linken und rechten Signale, um einen angenehmeren Klang bzw. Ton bei Reproduktion
durch die Lautsprecher 246, 247 oder die Kopfhörer 250
zu erzeugen. In einer Ausführungsform beinhaltet der Empfänger 220 Regler
(wie z. B. einen Breitenregler 3846, welcher in 38
gezeigt ist, und/oder ein Baßregler 3827, welcher in 38
gezeigt ist), um es dem Zuhörer 248 zu ermöglichen, den in den linken und
rechten Kanälen erzeugten Klang entsprechend dazu einzustellen, ob der Zuhörer
248 über die Lautsprecher 246, 247 oder die Kopfhörer
250 zuhört.
3 illustriert ein typisches Computeraudiosystem
300, welches vorteilhafter Weise eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung benützen kann, um die Audiodarbietung zu verbessern, welche durch die
Lautsprecher 246, 247 erzeugt wird. Die Lautsprecher
246, 247 sind typischerweise mit einer Soundkarte (nicht gezeigt)
innerhalb einer Computereinheit 304 verbunden. Die Soundkarte kann irgendeine
Computerschnittstellenkarte sein, welche einen Audioausgang erzeugt, beinhaltend
eine Radiokarte, Fernsehempfängerkarte, PCMCIA-Karte, internes Modem, ansteckbare
Digitalsignalprozessor (DSP)-Karte usw. Der Computer 304 veranlaßt die
Soundkarte zum Erzeugen von Audiosignalen, welche durch die Lautsprecher
246 in Schallwellen umgewandelt werden.
4A veranschaulicht eine graphische Darstellung
einer erwünschten Frequenzantwortcharakteristik, die an den Außenohren eines Zuhörers
innerhalb einer Audioreproduktionsumgebung auftritt bzw. erscheint. Die Kurve
460 ist eine Funktion eines Schalldruckpegels bzw. -niveaus (SPL), gemessen
in Dezibel, über der Frequenz. Wie aus 4A gesehen
werden kann, ist der Schalldruckpegel relativ konstant für alle hörbaren Frequenzen.
Die Kurve 460 kann erzielt werden, indem rosa Rauschen durch ein Paar idealer
Lautsprecher reproduziert wird, welche direkt vor einem Zuhörer ungefähr auf Ohrhöhe
plaziert sind. Rose Rauschen bezieht sich auf einen Klang, welcher über das hörbare
Frequenzspektrum geliefert wird, welche eine gleichbleibende Energie pro Oktave
aufweist. In der Praxis kann die flache Frequenzantwort der Kurve 460 in
Antwort auf inhärente akustische Begrenzungen bzw. Beschränkung der Lautsprechersysteme
schwanken bzw. fluktuieren.
Die Kurve 460 repräsentiert die Schalldruckpegel, welche
vor einer Verarbeitung durch das Ohr eines Zuhörers existieren. Wiederum unter Bezugnahme
auf 2 ist die flache Frequenzantwort, welche durch
die Kurve 460 repräsentiert wird, konsistent mit Klang bzw. Schall, wie
er zum Zuhörer 248 hinausströmt, wenn die Lautsprecher voneinander räumlich
getrennt und im allgemeinen vor dem Zuhörer 248 aufgestellt bzw. angeordnet
sind. Das menschliche Ohr verarbeitet einen derartigen Klang, wie er durch die Kurve
460 repräsentiert wird, indem seine eigene Gehörantwort auf die Schallsignale
angewendet wird. Diese menschliche Gehörantwort wird durch die äußere Ohrmuschel
und die inneren Kanalbereiche bzw. Gehörgänge des Ohrs diktiert.
Unglücklicher Weise stellen die Frequenzantwortcharakteristika vieler
Heim- und automobiler Klangreproduktionssysteme nicht die erwünschten Charakteristika
bzw. Eigenschaften zur Verfügung, wie sie in 4A gezeigt
sind. Andererseits können Lautsprecher an akustisch unerwünschten Orten plaziert
werden, um andere ergonomische Erfordernisse unterzubringen bzw. diesen zu genügen.
Schall bzw. ein Ton, wie er von den Lautsprechern 246 und 247
ausströmt bzw. stammt, kann spektral lediglich durch die Plazierung der Lautsprecher
246 und 247 bezüglich des Zuhörers 248 verzerrt werden.
Darüber hinaus können Objekte und Oberflächen in der Hörumgebung zu einer Absorption
oder Amplitudenverzerrung der resultierenden Klangsignale führen. Eine derartige
Absorption ist häufig unter höheren Frequenzen vorherrschend.
Als ein Ergebnis von sowohl spektraler als auch Amplitudenverzerrung
ist ein Stereo- bzw. Raumbild, welches durch den Zuhörer 248 wahrgenommen
wird, räumlich verzerrt, wobei es einen unerwünschten Höreindruck zur Verfügung
stellt. 48–4D veranschaulichen
graphisch die Pegel einer räumlichen Verzerrung für verschiedene Klangreproduktionssysteme
und Hörumgebungen. Die Verzerrungscharakteristika, welche in den 4B–4D
veranschaulicht werden, repräsentieren Schalldruckpegel, gemessen in Dezibel, welche
nahe den Ohren eines Zuhörers anwesend sind bzw. vorliegen.
Die Frequenzantwortkurve 464 von 4B
besitzt einen sinkenden bzw. abnehmenden Schalldruckpegel bei Frequenzen über ungefähr
100 Hz. Die Kurve 464 repräsentiert eine mögliche Schalldruckcharakteristik,
wie sie von Lautsprechern erzeugt wird, beinhaltend Tieftöner und Hochtöner, welche
unter einem Zuhörer montiert sind. Beispielsweise könnte unter der Annahme, daß
die Lautsprecher 246 aus 2 Hochtöner beinhalten,
ein Audiosignal, welches nur durch derartige Lautsprecher 246 wiedergegeben
bzw. gespielt wird, die Antwort von 4B aufweisen.
Die bestimmte Neigung, welche der fallenden Kurve 464 zugeordnet
ist, wird variieren und möglicherweise nicht vollständig linear sein, in Abhängigkeit
vom Hörgebiet bzw. – bereich, der Qualität der Lautsprecher und der exakten
Positionierung der Lautsprecher innerhalb des Hörbereichs. Beispielsweise wird eine
Hörumgebung mit relativ harten Oberflächen für Audiosignale reflektierender sein,
insbesondere bei höheren Frequenzen, als eine Hörumgebung mit relativ weichen Oberflächen
(z. B. Tuch bzw. Stoff, Teppich, Akustikplatten usw.). Der Pegel einer spektralen
Verzerrung wird variieren, wenn die Lautsprecher weiter weg und weg von einem Zuhörer
positioniert bzw. angeordnet sind.
4C ist eine graphische Darstellung eines
Schalldrucks gegenüber einer Frequenzcharakteristik 468, worin ein erster
Frequenzbereich von Audiosignalen spektral verzerrt ist, jedoch ein höherer Frequenzbereich
der Signale nicht verzerrt ist. Die charakteristische Kurve 468 kann von
einer Lautsprecheranordnung erzielt bzw. erhalten werden, welche Tief- bis Mittelfrequenz-Lautsprecher,
welche unter einem Zuhörer plaziert sind, und Hochfrequenz-Lautsprecher aufweist,
welche nahe bei oder auf einem Niveau des Ohrs des Zuhörers plaziert sind. Das aus
der charakteristischen Kurve 468 resultierende Klangbild wird eine Niederfrequenzkomponente,
welche unter dem Zuhörer 248 von 2 positioniert
ist, und eine Hochfrequenzkomponente aufweisen, welche nahe dem Niveau des Ohrs
des Zuhörers positioniert ist.
4D ist eine graphische Darstellung eines
Schalldrucks gegenüber einer Frequenzcharakteristik 470, welche über einen
reduzierten Schalldruckpegel in den unteren Frequenzen und über einen ansteigenden
Schalldruckpegel unter den höheren Frequenzen verfügt. Die Charakteristik
470 wird von einer Lautsprecheranordnung erzielt, welche Mittel- bis Niederfrequenz-Lautsprecher,
welche unter dem Zuhörer plaziert sind, und Hochfrequenz-Lautsprecher aufweist,
die oberhalb eines Zuhörers positioniert sind. Wie die Kurve 470 von
4D anzeigt, kann der Schalldruckpegel bei Frequenzen
oberhalb von 1000 Hz bemerkenswert höher sein als tiefere Frequenzen, was einen
unerwünschten Audioeffekt für einen in der Nähe befindlichen Zuhörer erzeugt. Das
aus der charakteristischen Kurve 470 resultierende Klangbild wird über
eine Niederfrequenzkomponente, welche unterhalb des Zuhörers 248 von
2 positioniert ist, und über eine Hochfrequenzkomponente
verfügen, welche oberhalb des Zuhörers 248 positioniert ist.
Die Audiocharakteristika der 4B–4D
repräsentieren verschiedene Schalldruckpegel, welche in einer gemeinsamen Hörumgebung
erzielbar sind und vom Zuhörer 248 gehört werden. Die Audioantwortkurven
der 4B–4D
sind aber nur einige Beispiele dafür, wie an den Ohren eines Zuhörers vorliegende
Audiosignale durch verschiedene Audioreproduktionssysteme verzerrt werden. Der genaue
Pegel einer räumlichen Verzerrung bei irgendeiner gegebenen Frequenz wird in einem
weiten Bereich abhängig von dem Reproduktionssystem und der Reproduktionsumgebung
variieren. Der scheinbare Aufstellungsort kann für ein Lautsprechersystem erzeugt
werden, welches durch scheinbare Höhen- und Azimutkoordinaten bezüglich eines feststehenden
Zuhörers definiert ist, welche unterschiedlich von jenen von tatsächlichen Lautsprecheraufstellungsorten
sind.
5 ist ein Blockdiagramm eines Raumbildkorrektursystems
122, welches die linken und rechten Stereosignale 126 und
128 eingibt. Das Bildkorrektursystem 122 korrigiert die verzerrten,
spektralen Dichtheiten verschiedener Ton- bzw. Klangsysteme, indem in vorteilhafter
Weise das hörbare Frequenzspektrum in eine erste Frequenzkomponente, welche relativ
niedrige Frequenzen beinhaltet, und in eine zweite Frequenzkomponente unterteilt
wird, welche relativ höhere Frequenzen beinhaltet. Jedes der linken und rechten
Signale 126 und 128 wird getrennt durch entsprechende Niederfrequenz-Korrektursysteme
580, 582 und Hochfrequenz-Korrektursysteme 584 und
586 verarbeitet. Es sollte aufgezeigt werden, daß in einer Ausführungsform
die Korrektursysteme 580 und 582 in einem relativ "niedrigen"
Frequenzbereich von ungefähr 100 bis 1000 Hz arbeiten werden, während die Korrektursysteme
584 und 586 in einem relativ "hohen" Frequenzbereich von ungefähr
1000 bis 10000 Hz arbeiten werden. Dies sollte nicht mit der generellen Audioterminologie
vermischt werden, in welcher niedrige Frequenzen Frequenzen bis zu 100 Hz repräsentieren,
mittlere Frequenzen Frequenzen zwischen 100 bis 4 kHz repräsentieren und hohe Frequenzen
Frequenzen über 4 kHz repräsentieren.
Durch Teilen bzw. Unterteilen der niederen und höheren Frequenzkomponenten
der Eingabe- bzw. Eingangsaudiosignale können Korrekturen im Schalldruckpegel in
einem Frequenzbereich unabhängig von dem anderen vorgenommen werden.
Die Korrektursysteme 580, 582, 584 und 586 modifizieren
die Eingangssignale 126 und 128 zum Korrigieren einer spektralen
und Amplitudenverzerrung des Eingangssignals bei einer Reproduktion durch Lautsprecher.
Die resultierenden Signale, gemeinsam mit den Eingangssignalen 126 und
128, werden an jeweiligen Summierverbindungen 590 und
592 kombiniert. Das korrigierte linke Stereosignal Lc und das
korrigierte rechte Stereosignal Rc werden an den Ausgängen zu der Baßverstärkungseinheit
101 zur Verfügung gestellt.
Die korrigierten Stereosignale, welche der Baßeinheit 101
zur Verfügung gestellt werden, verfügen über eine flache, d. h. gleichförmige Frequenzantwort,
welche an den Ohren des Zuhörers 248 erscheint (gezeigt in 2
und 3). Diese räumlich korrigierte Antwort
erzeugt eine scheinbare Quelle eines Klangs, welcher, bei Wiedergabe durch die Lautsprecher
246 der 2 oder 3,
scheinbar direkt vor dem Zuhörer 248 positioniert ist.
Ist die Schallquelle einmal durch eine Energiekorrektur des Audiosignals
passend positioniert, korrigiert die Baßverstärkungseinheit 101 für niedere
Frequenzen Unzulänglichkeiten in den Lautsprechern 246 und stellt baßkorrigierte
linke und rechte Kanalsignale bzw. Signale für den linken und rechten Kanal für
das Stereoverstärkungssystem 124 zur Verfügung. Das Stereoverstärkungssystem
124 konditioniert bzw. gestaltet die Stereosignale dahingehend, daß das
Stereobild, welches von der scheinbaren Schallquelle ausgeht, (horizontal) verbreitert
wird. Wie in Verbindung mit 8A und 8B
besprochen werden wird, kann das Stereobildverstärkungssystem 124 durch
eine Stereoausrichtungseinrichtung bzw. Stereoorientierungseinrichtung eingestellt
werden, um den tatsächlichen Aufstellungsort der Schallquelle zu kompensieren.
In einer Ausführungsform entzerrt das Stereoverstärkungssystem
124 die Differenzsignalinformation, welche in den linken und rechten Stereosignalen
vorliegt.
Die linken und rechten Signale, welche von der Baßverstärkungseinheit
101 zur Verfügung gestellt werden, werden durch das Verstärkungssystem
124 eingegeben und einem Differenzsignalgenerator 501 und einem
Summensignalgenerator 504 zur Verfügung gestellt. Ein Differenzsignal (Lc
– Rc), welches den Stereoinhalt der korrigierten linken und rechten
Eingangssignale repräsentiert, ist an einem Ausgang 502 des Differenzsignalgenerators
501 vorhanden. Ein Summensignal (Lc + Rc), welches
die Summe der korrigierten linken und rechten Stereosignale repräsentiert, wird
an einem Ausgang 506 des Summensignalgenerators 504 erzeugt.
Das Summen- und Differenzsignal an den Ausgängen 502 und
506 werden jeweils optionalen Niveau- bzw. Pegeleinstellgeräten
508 und 510 zur Verfügung gestellt. Die Vorrichtungen
508 und 510 sind typischerweise Potentiometer oder ähnliche Geräte
bzw. Vorrichtungen variabler Impedanz. Ein Einstellen der Einrichtungen
508 und 510 erfolgt typischerweise manuell zum Regeln bzw. Steuern
des Basispegels von Summen- und Differenzsignal, welche in den Ausgangssignalen
vorhanden sind. Dies gestattet es einem Anwender, den Pegel und Aspekt bzw. Seite
einer Stereoverstärkung gemäß dem Typ eines reproduzierten Klangs und in Abhängigkeit
von den persönlichen Vorlieben des Anwenders zuzuschneiden bzw. anzupassen. Ein
Ansteigen im Basispegel des Summensignals betont die Audioinformation an einer zentralen
bzw. Mittelstufe, welche zwischen einem Paar von Lautsprechern positioniert ist.
Umgekehrt verstärkt ein Anstieg in dem Basispegel des Differenzsignals die Umgebungsklanginformation,
welche die Wahrnehmung eines breiteren Klangbilds erzeugt. In einigen Audiozusammenstellungen,
in welchen der Musiktyp und die Systemkonfigurationsparameter bekannt sind, oder
wo manuelles Einstellen nicht praktisch ist, können die Einstelleinrichtungen
508 und 510 eliminiert werden, was es erforderlich macht, die
Summen- und Differenzsignalpegel vorzubestimmen und zu fixieren.
Der Ausgang der Einrichtung bzw. Vorrichtung 510 wird einem
Stereoverstärkungsentzerrer 520 an einem Eingang 522 zugeführt.
Der Entzerrer bzw. Equalizer 520 formt spektral das Differenzsignal, welches
am Eingang 522 aufscheint, wie in 7 unten
gezeigt wird.
Das geformte Differenzsignal wird einem Mixer 542 zur Verfügung
gestellt, welcher auch das Summensignal von der Einrichtung 506 empfängt.
In einer Ausführungsform werden die Stereosignale 594 und 596
ebenso dem Mischer 542 zur Verfügung gestellt. Alle diese Signale werden
im Mischer 542 kombiniert, um ein verbessertes bzw. verstärktes und räumlich
korrigiertes linkes Ausgangssignal 530 und rechtes Ausgangssignal
532 zu erzeugen.
Obwohl die Eingangssignale 126 und 128 typischerweise
korrigierte Stereoquellsignale repräsentieren, können sie auch von einer monophonen
Quelle synthetisch erzeugt werden.
BILDKORREKTURCHARAKTERISTIKA
Die 6A–6C
sind graphische Darstellungen der Pegel einer räumlichen Korrektur, welche durch
"Nieder-" und "Hoch"-Frequenzkorrektursysteme 580, 582,
584, 586 zur Verfügung gestellt werden, um ein relokalisiertes
Bild zu erhalten, welches aus einem Paar von Stereosignalen erzeugt wird.
Zunächst mit Bezug auf 6A, werden mögliche
Pegel einer räumlichen Korrektur, welche durch die Korrektursysteme 580
und 582 zur Verfügung gestellt werden, als Kurven veranschaulicht, welche
über verschiedene Charakteristika bzw. Merkmale von Amplituden
gegenüber Frequenz verfügen. Der Maximalpegel einer Korrektur oder Verstärkung (in
Dezibel gemessen), welcher durch die Systeme 580 und 582 zur Verfügung
gestellt wird, wird durch eine Korrekturkurve 650 repräsentiert. Die Kurve
650 stellt einen ansteigenden Pegel an Verstärkung innerhalb eines ersten
Frequenzbereichs von ungefähr 100 Hz bis 1000 Hz zur Verfügung. Bei Frequenzen über
1000 Hz wird der Pegel der Verstärkung auf einem ungefähr konstantem Pegel gehalten.
Eine Kurve 652 repräsentiert einen nahezu Null-Pegel einer Korrektur.
Für diejenigen, welche in der Technik erfahren sind, ist ein typisches
Filter üblicherweise durch eine Durchlaßbandbreite bzw. ein Durchlaßband und eine
Stopbandbreite bzw. Sperrbandbreite bzw. ein Sperrband von Frequenzen charakterisiert,
welche durch eine Abschaltfrequenz getrennt werden. Die Korrekturkurven der
6A–6C
können, obwohl sie für typische Signalfilter repräsentativ sind, durch ein Durchlaßband,
ein Sperrband und ein Übergangsband charakterisiert werden. Ein Filter, welches
übereinstimmend mit den Charakteristika der 6A konstruiert
ist, verfügt über ein Durchlaßband oberhalb von ungefähr 1000 Hz, ein Übergangsband
zwischen ungefähr 100 Hz und 1000 Hz und ein Sperrband unter ungefähr 100 Hz. Filter
gemäß 6B und 6C
verfügen über Durchlaßbänder oberhalb von ungefähr 10 kHz, Übergangsbänder zwischen
ungefähr 1 kHz und 10 kHz und ein Sperrband unter ungefähr 1 kHz. In einer Ausführungsform
sind die Filter Filter erster Ordnung.
Wie aus 6A–6C
ersehen werden kann, ist eine räumliche Korrektur eines Audiosignals durch die Systeme
580, 582, 584 und 586 im wesentlichen einheitlich
innerhalb der Durchlaßbänder, wobei sie jedoch stark frequenzabhängig innerhalb
der Übergangsbänder ist. Der Betrag bzw. die Größe an akustischer Korrektur, welche
an ein Audiosignal angewendet wird, kann als eine Funktion der Frequenz durch eine
Einstellung des Stereobildkorrektursystems 622 verändert werden, welches
die Steigung der Übergangsbänder bzw. Übergangsbandbreiten von 6A–6C
variiert. Daraus resultierend wird eine frequenzabhängige Korrektur auf einen ersten
Frequenzbereich zwischen 100 und 1000 Hz angewendet und auf einen zweiten Frequenzbereich
von 1000 bis 10000 Hz angewendet. Eine unendliche Anzahl an Korrekturkurven ist
möglich durch eine unabhängige Einstellung der Korrektursysteme 580,
582, 584 und 586.
In Übereinstimmung mit einer Ausführungsform erfolgt eine räumliche
Korrektur der Stereosignalkomponenten höherer Frequenz zwischen ungefähr 1000 Hz
und 10000 Hz. Eine Energiekorrektur dieser Signalkomponenten kann positiv sein,
d. h. verstärkt sein, wie in 6B veranschaulicht, oder
negativ, d. h. abgeschwächt, wie in 6C veranschaulicht
bzw. dargestellt. Der Bereich an Verstärkung, welcher durch die Korrektursysteme
584, 586 zur Verfügung gestellt wird, ist durch eine Maximalverstärkungskurve
660 und eine Minimalverstärkungskurve 162 charakterisiert. Kurven
664, 666 und 668 repräsentieren noch weitere Pegel an
Verstärkung, welche erforderlich sein können, um einen Klang räumlich zu korrigieren,
welcher von verschiedenen Klangreproduktionssystemen ausgeht. 6C
veranschaulicht Energiekorrekturkurven, welche im wesentlichen das Inverse bzw.
die Umkehrung jener in 6B sind.
Da die niederfrequenten und höherfrequenten Korrekturfaktoren, welche
durch die Kurven der 6A–6C
repräsentiert werden, addiert werden, gibt es einen weiten Bereich von möglichen
räumlichen Korrekturkurven, welche zwischen den Frequenzen von 100 bis 10000 Hz
anwendbar sind. 6D ist eine graphische Darstellung,
welche einen Bereich von zusammengesetzten räumlichen Korrekturcharakteristika veranschaulicht,
welche durch das Stereobild-Korrektursystem 522 zur Verfügung gestellt
werden. Besonders die als durchgezogene Linie dargestellte Kurve 680 repräsentiert
einen maximalen Pegel an räumlicher Korrektur, welcher durch die Kurve
650 (in 6A gezeigt) und die Kurve
660 (in 6B gezeigt) umfaßt wird. Eine Korrektur
der unteren Frequenzen kann von der durchgehenden Kurve 680 durch den Bereich,
welcher als &thgr;1 bezeichnet wird, abweichen. In ähnlicher Weise kann
eine Korrektur der höheren Frequenzen von der durchgehenden Kurve 680 durch
den Bereich, welcher als &thgr;2 bezeichnet wird, abweichen. Demgemäß
variiert der Betrag einer Verstärkung, welcher auf den ersten Frequenzbereich von
100 bis 1000 Hz angewendet wird, zwischen ungefähr 0 und 15 dB, während die Korrektur,
welche auf den zweiten Frequenzbereich von 1000 bis 10000 Hz angewendet wird, von
ungefähr 13 dB bzw. –15 dB variieren kann.
BILDVERSTÄRKUNGSCHARAKTERISTIKA
Mit Hinwendung auf den Aspekt einer Stereo- bzw. Raumbildverstärkung
der vorliegenden Erfindung wird eine Serie von Perspektive-Korrektur bzw. Normalisierungskurven
in 7 graphisch dargestellt. Das Signal (Lc
– Rc)p in Gleichungen 1 und 2 oben
repräsentiert das verarbeitete Differenzsignal, welches spektral gemäß den Frequenzantworten-Charakteristika
von 7 geformt wurde. Diese Frequenzantwort-Charakteristika
bzw. -Merkmale werden durch den Entzerrer 520 angewendet, welcher in
5 dargestellt wird und teilweise auf HRTF-Prinzipien
basiert.
Im allgemeinen verstärkt eine selektive Verstärkung des Differenzsignals
jegliche umgebenden oder reflektierenden Klangeffekte, welche im Differenzsignal
vorhanden sein können, jedoch durch intensivere Direktfeldklänge maskiert bzw. überlagert
werden bzw. sind. Diese umgebenden Klänge werden in einer Lifeklangbühne leicht
auf dem passenden Pegel wahrgenommen. In einer aufgenommenen Vorstellung werden jedoch
die umgebenden Klänge relativ zu einer Lifevorstellung bzw. -darbietung abgeschwächt.
Durch ein Verstärken des Pegels des Differenzsignals, welches aus einem Paar linker
und rechter Stereosignale hergeleitet wird, kann ein projiziertes Klangbild bemerkenswert
verbreitert werden, wenn das Bild von einem Lautsprecherpaar herrührt, welches vor
einem Zuhörer plaziert wird.
Die Perspektivenkurven 790, 792, 794,
796 und 798 von 7 werden als eine
Funktion einer Verstärkung gegenüber hörbaren Frequenzen in logarithmischem Format
gezeigt bzw. dargestellt. Die unterschiedlichen Pegel einer Entzerrung zwischen
den Kurven von 7 sind erforderlich, um verschiedenen
Audioreproduktionssystemen Rechnung tragen zu können. In einer Ausführungsform ist
der Pegel einer Differenzsignalentzerrung eine Funktion der tatsächlichen Aufstellung
der Lautsprecher relativ zu einem Zuhörer innerhalb eines Audioreproduktionssystems.
Die Kurven 790, 792, 794, 796 und
798 zeigen im allgemeinen eine Frequenzkonturcharakteristik, in welcher
niedrigere und höhere Differenzsignalfrequenzen relativ zu einem mittleren Band
an Frequenzen verstärkt wird.
Gemäß einer Ausführungsform ist der Bereich für die Perspektivenkurven
von 7 durch eine maximale bzw. Maximalverstärkung
von ungefähr 10 bis 15 dB definiert, welche sich bei ungefähr 125 bis 150 Hz befindet.
Die Maximalverstärkungswerte bezeichnen einen Wendepunkt für die Kurven von
7, wodurch die Steigungen der Kurven 790,
792, 794, 796 und 798 von einem positiven Wert
auf einen negativen Wert wechseln. Solche Wendepunkte werden als Punkte A, B, C,
D und E in 7 gekennzeichnet. Die Verstärkung der Perspektivenkurven
sinkt unter 125 Hz mit einer Rate von ungefähr 6 dB pro Oktave. Oberhalb von 125
Hz sinkt die Verstärkung der Kurven von 7 ebenfalls,
jedoch bei variablen Raten zu einem Wendepunkt einer minimalen Verstärkung von ungefähr
–2 bis + 10 dB. Die Wendepunkte einer minimalen Verstärkung variieren bemerkenswert
zwischen den Kurven 790, 792, 794, 796 und
798. Die Wendepunkte einer minimalen Verstärkung sind jeweils als Punkte
A', B', C', D' und E' gekennzeichnet. Die Frequenzen, an welchen die Wendepunkte
einer minimalen Verstärkung vorkommen bzw. auftreten, variieren von etwa 2,1 kHz
für die Kurve 790 bis zu ungefähr 5 kHz für die Kurve 798. Die
Verstärkung der Kurven 790, 792, 794, 796 und
798 steigt über ihre jeweiligen Minimumverstärkungsfrequenzen bis zu ungefähr
10 kHz an. Oberhalb von 10 kHz beginnt die Verstärkung, welche an die Perspektivenkurven
angewendet wird, auszupegeln. Ein Ansteigen einer Verstärkung wird fortgesetzt durch
alle der Kurven angewendet werden, jedoch nur bis etwa 120 kHz, d. h. ungefähr zur
höchsten für das menschliche Ohr wahrnehmbaren Frequenz.
Die vorangegangenen Verstärkungs- und Frequenzfiguren sind nichts
als Entwurfziele und die tatsächlichen Figuren werden wahrscheinlich von System
zu System variieren. Darüber hinaus wird eine Einstellung der Signalpegeleinrichtungen
508 und 510 die maximalen und minimalen Verstärkungswerte ebenso
beeinflussen wie die Verstärkungstrennung zwischen der maximalen Verstärkungsfrequenz
und der minimalen Verstärkungsfrequenz.
Eine Entzerrung des Differenzsignals übereinstimmend mit den Kurven
von 7 wird beabsichtigt, um die Differenzsignalkomponenten
von statistisch geringerer Intensität zu verstärken, ohne die Differenzsignalkomponenten
höherer Intensität überzubetonen. Die Differenzsignalkomponenten höherer Intensität
eines typischen Stereosignals werden in einem mittleren Bereich von Frequenzen zwischen
ungefähr 1 bis 4 kHz gefunden. Das menschliche Ohr verfügt über eine erhöhte Empfindlichkeit
in genau diesem Mittelbereich an Frequenzen. Dementsprechend erzeugen die korrigierten
linken und rechten Ausgangssignale 530 und 532 einen stark verbesserten
Audioeffekt, weil die Umgebungsklänge selektiv betont werden, um einen Zuhörer innerhalb
einer reproduzierten Klangbühne vollständig zu umfassen.
Wie in 7 ersehen werden kann, empfangen
Differenzsignalfrequenzen unterhalb von 125 Hz einen verringerten Betrag an Verstärkung,
wenn überhaupt, durch die Anwendung der Perspektivenkurve. Diese Verringerung ist
beabsichtigt, um eine Überverstärkung von sehr tiefen, d. h. Baßfrequenzen, zu verhindern.
Bei vielen Audioreproduktionssystemen kann ein Verstärken eines Audiodifferenzsignals
in diesem Bereich niederer Frequenz ein unangenehmes und unrealistisches Klangbild
erzeugen, welches über eine zu starke Baßantwort verfügt. Beispiele solcher Audioreproduktionssysteme
beinhalten Nahfeld- oder Niederleistungs-Audiosysteme, wie z. B. Multimedia-Computersysteme
ebenso wie Heimstereosysteme. Ein starkes Ziehen von Leistung in diesen Systemen
kann bei Verstärkern ein "Beschneiden" während Perioden hoher Verstärkung verursachen
oder es kann Komponenten des Audiosystems inklusive der Lautsprecher zerstören bzw.
beschädigen. Eine Begrenzung der Baßantwort des Differenzsignals hilft ebenso bei
einer Vermeidung dieses Problems bei den meisten Nahfeldaudio-Verstärkungsanwendungen.
In Übereinstimmung mit einer Ausführungsform ist der Pegel einer Differenzsignalentzerrung
in einer Audioumgebung mit einem stationären Zuhörer abhängig von den tatsächlichen
Lautsprechertypen und deren Aufstellungsort bezüglich des Zuhörers. Die akustischen
Prinzipien, welche dieser Entscheidung zu Grunde liegen, können am besten in Verbindung
mit 8A und 8B
beschrieben werden. 8A und 8B
beabsichtigen, derartige akustische Prinzipien mit Bezug auf Änderungen im Azimut
eines Lautsprechersystems zu zeigen.
8A veranschaulicht eine Draufsicht einer
Klangreproduktionsumgebung, welche über Lautsprecher 800 und
802 verfügt, die leicht vor einem Zuhörer 804 plaziert und zu
den Seiten desselben gerichtet sind. Die Lautsprecher
800 und 802 sind auch unterhalb des Zuhörers 804 an einer
Höhenposition ähnlich zu jener der Lautsprecher 246, welche in
2 gezeigt sind, plaziert. Bezugsebenen A und B sind
mit Ohren 806, 808 des Zuhörers 804 ausgerichtet. Die
Ebenen A und B sind parallel zu der Sichtlinie bzw. Blickrichtung des Zuhörers,
wie dies gezeigt wird.
Der Aufstellungsort der Lautsprecher entspricht vorzugsweise den Aufstellungsorten
der Lautsprecher 810 und 812. In einer Ausführungsform kann, wenn
die Lautsprecher nicht an der gewünschten Position aufgestellt werden können, eine
Verstärkung bzw. Verbesserung des scheinbaren Klangbilds erreicht werden, indem
das Differenzsignal selektiv entzerrt wird, d. h. die Verstärkung des Differenzsignals
wird mit der Frequenz variieren. Die Kurve 790 aus 7
repräsentiert den gewünschten Pegel einer Differenzsignalentzerrung mit tatsächlichen
Lautsprecheraufstellungsorten, welche den angedeuteten bzw. Phantomlautsprechern
810 und 812 entsprechen.
BASSVERSTÄRKUNG
Die vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren und ein System
zum Verstärken von Audiosignalen zur Verfügung. Das Klangverstärkungssystem verbessert
den Realismus eines Klangs mit einem einzigartigen Klangverstärkungsprozeß. Im allgemeinen
empfängt der Klangverstärkungsprozeß zwei Eingangssignale, ein linkes Eingangssignal
und ein rechtes Eingangssignal, und erzeugt in der Folge zwei verstärkte Ausgangssignale,
ein linkes Ausgangssignal und ein rechtes Ausgangssignal.
Die linken und rechten Eingangssignale werden gemeinsam verarbeitet,
um ein Paar von linken und rechten Ausgangssignalen zur Verfügung zu stellen. Insbesondere
die verstärkte bzw. verbesserte Systemausführung entzerrt die Differenzen, welche
zwischen den beiden Eingangssignalen bestehen, auf eine Weise, welche die wahrgenommene
Bandbreite der Klänge verbreitert und verstärkt. Zusätzlich stellen viele Ausführungsformen
den Klangpegel, welcher beiden Eingangssignalen gemein ist, so ein, daß ein Beschneiden
bzw. Clippen reduziert wird. Vorteilhafter Weise erzielen einigen Ausführungsformen
eine Klangverstärkung mit vereinfachten, niedrigpreisigen und leicht zu erzeugenden
Analogsystemen, welchen keine digitale Signalverarbeitung erforderlich machen.
Obwohl die Ausführungsformen hierin mit Bezug auf ein Klangverstärkungssystem
beschrieben werden, ist die Erfindung nicht so begrenzt, und kann in einer Vielzahl
anderer Zusammenhänge benützt werden, in welchen es wünschenswert ist, unterschiedliche
Ausführungsformen des Klangverstärkungssystems an unterschiedliche Situationen anzupassen.
Ein typisches kleines Lautsprechersystem, wie es für Multimedia-Computer,
Automobile, kleine Stereosysteme, tragbare Stereosysteme, Kopfhörer und dgl. verwendet
wird, wird über eine akustische Ausgangsantwort verfügen, welche bei etwa 150 Hz
ausrollt bzw. ausklingt. 9 zeigt eine Kurve
906, welche ungefähr bzw. angenähert der Frequenzantwort des menschlichen
Ohrs entspricht. 9 zeigt auch die gemessene Antwort
908 eines typischen kleinen Computerlautsprechersystems, welches einen
Hochfrequenztreiber (Hochtöner), um die hohen Frequenzen zu reproduzieren, und einen
vierzölligen Mittelbereich-Baßtreiber (Tieftöner) zur Reproduktion der mittleren
Bereiche und Baßfrequenzen benützt. Ein derartiges System, welches zwei Treiber
einsetzt, wird oft als ein Zweiwegsystem bezeichnet. Lautsprechersysteme, welche
mehr als zwei Treiber einsetzen, sind in der Technik bekannt und werden mit einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung arbeiten. Lautsprechersysteme mit einem
einzelnen Treiber sind ebenfalls bekannt und werden auch mit der vorliegenden Erfindung
arbeiten. Die Antwort 908 ist in einem rechtwinkeligen Diagramm aufgetragen,
mit einer X-Achse, welche Frequenzen 20 Hz bis 20 kHz zeigt. Dieses Frequenzband
entspricht dem Bereich eines normalen menschlichen Gehörs. Die Y-Achse in
9 zeigt eine normalisierte Amplitudenantwort von 0
dB bis –50 dB. Die Kurve 908 ist relativ flach in einem mittleren
Frequenzband von ungefähr 2 kHz bis 10 kHz, wobei sie oberhalb von 10 kHz etwas
ausrollt. In den unteren Frequenzbereichen zeigt die Kurve 908 ein niederfrequentes
Ausrollen, welches in einem mittleren Baßband zwischen ungefähr 150 Hz und 2 kHz
beginnt, so daß unterhalb von 150 Hz das Lautsprechersystem einen sehr kleinen akustischen
Ausgang erzeugt.
Die Anordnung der Frequenzbänder, wie sie in 9
gezeigt werden, werden nur als Beispiel und nicht als Beschränkung bzw. Begrenzung
benützt. Die tatsächlichen Frequenzbereiche des Tiefbaßbands, Mittelbaßbands und
Mittelbereichbands variieren entsprechend dem Lautsprecher und der Anwendung, für
welche der Lautsprecher benützt wird. Der Ausdruck Tiefbaß wird im allgemeinen verwendet,
um sich auf Frequenzen in einem Band zu beziehen, in welchem der Lautsprecher einen
Ausgang erzeugt, der weniger genau ist im Vergleich zu dem Lautsprecherausgang bei
höheren Frequenzen, wie z. B. in dem Mittelbaßband. Der Ausdruck Mittelbaßband ist
im allgemeinen verwendet, um sich auf Frequenzen oberhalb des Tiefbaßbands zu beziehen.
Der Ausdruck Mittelbereich ist allgemein verwendet, um sich auf Frequenzen oberhalb
des Mittelbaßbands zu beziehen.
Viele Konustypentreiber sind sehr ineffizient, wenn sie akustische
Energie bei tiefen Frequenzen erzeugen, bei welchen der Durchmesser des Konus geringer
ist als die Wellenlänge der akustischen Schallwelle. Wenn der
Konusdurchmesser kleiner ist als die Wellenlänge, erfordert ein Erhalten eines gleichförmigen
Schalldruckpegels des akustischen Ausgangs von dem Konus, daß die Konusauslenkung
bzw. der Konushub um einen Faktor vier für jede Oktave (Faktor von 2) erhöht wird,
um den die Frequenz abfällt. Die maximale erlaubbare Konusauslenkung des Treibers
ist schnell erreicht, wenn man versucht, die niederfrequente Antwort zu verbessern,
indem man einfach die elektrische Energie, welche an den Treiber geliefert wird,
verstärkt.
Somit kann der niederfrequente Ausgang eines Treibers nicht über ein
bestimmtes Limit hinaus erhöht werden und dies erklärt die mangelhafte niederfrequente
Klangqualität bzw. Klangqualität bei niedriger Frequenz der meisten kleinen Lautsprechersysteme.
Die Kurve 908 ist typisch für die meisten kleinen Lautsprechersysteme,
welche einen Niederfrequenz-Treiber von ungefähr vier Zoll im Durchmesser einsetzen.
Lautsprechersysteme mit größeren Treibern werden dazu tendieren, einen nennenswerten
akustischen Ausgang bis zu Frequenzen hinunter zu erzeugen, welche etwas unter jenen
liegen, welche in der Kurve 908 gezeigt sind, und Systeme mit kleineren
Niederfrequenztreibern werden typischerweise keinen Ausgang erzeugen, welcher so
niedrig ist wie jener, der in Kurve 908 gezeigt ist.
Wie oben besprochen wurde, hatte ein Systementwickler bis heute wenig
Auswahl bei einer Entwicklung von Lautsprechersystemen mit einer erweiterten niederfrequenten
bzw. Niederfrequenz-Antwort. Bisher bekannte Lösungen waren teuer und erzeugten
Lautsprecher, welche zu groß für den Desktop bzw. Schreibtisch waren. Eine populäre
Lösung für das Niederfrequenzproblem ist die Verwendung eines Tief-Tieftöners bzw.
Sub-Woofers, welcher üblicherweise auf dem Boden nahe dem Computersystem plaziert
ist. Tief-Tieftöner können einen angemessenen Niederfrequenzausgang zur Verfügung
stellen, sind aber teuer und somit relativ unüblich im Vergleich zu den billigen
Desktoplautsprechern.
Anstatt Treiber mit Konussen großen Durchmessers oder einen Tief-Tieftöner
zu benützen, überwindet eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Niederfrequenzbegrenzungen
bzw. -beschränkungen von kleinen Systemen durch den Einsatz von Charakteristika
des menschlichen Gehörsystems, um die Wahrnehmung von niederfrequenter, akustischer
Energie sogar dann erzeugen, wenn eine derartige Energie durch das Lautsprechersystem
nicht erzeugt wird.
Von dem menschlichen Gehörsystem ist bekannt, daß es nicht linear
ist. Ein nicht lineares System ist, einfach genommen, ein System, in welchem ein
Ansteigen im Eingang nicht von einem proportionalen Anstieg im Ausgang gefolgt wird.
Somit erzeugt beispielsweise in dem Ohr eine Verdoppelung des akustischen Schalldruckpegels
nicht eine Wahrnehmung, daß die Lautstärke der Schallquelle verdoppelt worden ist.
Tatsächlich ist das menschliche Ohr, in einer ersten Näherung, eine Quadratgesetzeinrichtung,
welche mehr auf die Leistung als auf die Intensität der akustischen Energie reagiert.
Diese Nicht-Linearität des Gehörmechanismus erzeugt Intermodulationsfrequenzen bzw.
Kreuzmodulationsfrequenzen, welche als Obertöne oder Harmonische der tatsächlichen
Frequenzen in der akustischen Welle gehört werden.
Der Intermodulationseffekt der Nicht-Linearitäten in dem menschlichen
Ohr ist in 10 gezeigt, welche ein idealisiertes Amplitudenspektrum
von zwei reinen Tönen darstellt bzw. illustriert. Das Spektraldiagramm in
10 zeigt eine erste Spektrallinie 1004, welche
akustischer Energie entspricht, die durch einen Lautsprechertreiber (z. B. Tief-Tieftöner)
bei 50 Hz erzeugt wird. Eine zweite Spektrallinie 1002 ist bei 60 Hz gezeigt.
Die Linien 1004 und 1002 sind tatsächliche Spektrallinien, welche
einer realen akustischen Energie entsprechen, wie sie durch den Treiber erzeugt
wird, und es wird angenommen, daß keine andere akustische Energie existiert. Nicht
desto weniger wird das menschliche Ohr, aufgrund seiner inhärenten Nicht-Linearitäten,
Intermodulationsprodukte erzeugen, welche der Summe der beiden tatsächlichen Spektralfrequenzen
und der Differenz zwischen den beiden Spektralfrequenzen entsprechen.
Beispielsweise wird eine Person, welche der akustischen Energie zuhört,
die durch die Spektrallinien 1004 und 1002 repräsentiert wird,
akustische Energie bei 50 Hz, wie dies durch die Spektrallinie 1006 gezeigt
ist, bei 60 Hz, wie dies durch die Spektrallinie 1006 gezeigt ist, und
bei 110 Hz, wie dies durch die Spektrallinie 1010 gezeigt ist, wahrnehmen.
Die Spektrallinie 1010 entspricht nicht einer realen akustischen Energie,
welche durch den Lautsprecher erzeugt wird, sondern entspricht eher der Spektrallinie,
welche innerhalb des Ohrs durch die Nicht-Linearitäten des Ohrs erzeugt wird. Die
Linie 1010 tritt bei einer Frequenz von 110 Hz auf, welche die Summe der
beiden aktuellen bzw. tatsächlichen Spektrallinien (110 Hz = 50 Hz + 60 Hz) ist.
Es soll beachtet werden, daß die Nicht-Linearitäten des Ohrs auch eine Spektrallinie
bei der Differenzfrequenz von 10 Hz (10 Hz = 60 Hz – 50 Hz) erzeugen wird,
wobei diese Linie jedoch nicht wahrgenommen wird, da sie unterhalb des Bereichs
des menschlichen Gehörs liegt.
10 illustriert den Prozeß einer Intermodulation
innerhalb des menschlichen Ohrs, ist jedoch im Vergleich mit realem Programmaterial,
wie z. B. Musik, etwas vereinfacht. Typisches Programmaterial, wie z. B. Musik,
ist reich an Harmonischen, und zwar soviel, daß die meiste Musik ein fast kontinuierliches
Spektrum zeigt, wie dies in 11 gezeigt ist.
11 zeigt denselben Typ eines Vergleichs zwischen tatsächlicher
und wahrgenommener akustischer Energie, wie dies in 10
gezeigt ist, außer daß die Kurven in 11 für kontinuierliche
Spektren gezeigt sind. 11 zeigt eine tatsächliche
akustische Energiekurve 1120 bzw. Kurve tatsächlicher akustischer Energie
und das entsprechende wahrgenommene Spektrum 1130.
Wie bei den meisten nicht linearen Systemen ist die Nicht-Linearität
des Ohrs ausgeprägter, wenn das System große Auslenkungen macht
(z. B. große Signalpegel) als bei kleinen Auslenkungen. Somit sind beim menschlichen
Ohr die Nicht-Linearitäten bei niedrigen Frequenzen ausgeprägter, wo das Trommelfell
und andere Elemente des Ohrs relativ große mechanische Auslenkungen selbst bei kleineren
Lautstärkepegeln machen. Somit zeigt 11, daß die Differenz
zwischen der tatsächlichen akustischen Energie 1120 und der wahrgenommenen
akustischen Energie 1130 dazu neigt, im unteren Frequenzbereich bzw. Bereich
niedriger Frequenz am größten zu sein, und relativer kleiner im höheren Frequenzbereich
wird.
Wie in 10 und 11
gezeigt, wird niederfrequente, akustische Energie, welche mehrfache Töne oder Frequenzen
umfaßt, bei dem Zuhörer die Wahrnehmung erzeugen, daß die akustische Energie im
Mittelbaßbereich mehr spektralen Inhalt beinhaltet, als tatsächlich existiert. Das
menschliche Gehirn wird im Angesicht einer Situation, in welcher die Information
als fehlend erachtet wird, bestrebt sein, fehlende Information auf einer unterbewußten
Ebene "aufzufüllen". Dieses Phänomen eines Auf- bzw. Einfüllens ist die Basis für
viele optische Täuschungen. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann das Gehirn zum Einfüllen von niederfrequenter Information überlistet werden,
welche nicht wirklich vorliegt bzw. vorhanden ist, indem die Mittelbaßeffekte einer
solchen niederfrequenten Information dem Gehirn zur Verfügung gestellt werden.
Mit anderen Worten wird, wenn dem Gehirn jene Harmonischen dargeboten
werden, die durch das Ohr erzeugt würden, wenn die niederfrequente, akustische Energie
vorläge (z. B. die Spektrallinie 1010), das Gehirn unter den richtigen
Bedingungen unbewußt bzw. unterbewußt die niederfrequenten Spektrallinien
1006 und 1008 einfüllen, von welchen es denkt, daß sie vorliegen
"müßten". Dieser Einfüllvorgang wird durch einen anderen Effekt der Nicht-Linearität
des menschlichen Ohrs vergrößert, welcher als der Detektoreffekt bekannt ist.
Die Nicht-Linearität des menschlichen Ohrs veranlaßt das Ohr auch
dazu, sich wie eine Detektor zu verhalten, ähnlich einem Diodendetektor in einem
Amplitudenmodulations-(AM)-Empfänger. Wenn ein Mittelbaß-harmonischer Ton durch
einen Tiefbaßton AM moduliert wird, wird das Ohr den modulierten Mittelbaßträger
demodulieren, um die Tiefpaßhüllkurve zu reproduzieren. 12A
und 12B illustrieren graphisch das modulierte
und demodulierte Signal. 12A zeigt auf einer Zeitachse
ein moduliertes Signal, welches ein Trägersignal höherer Frequenz umfaßt (z. B.
den Mittelbaßträger), das durch ein Tiefbaßsignal moduliert ist.
Die Amplitude des höherfrequenten Signals bzw. Signals höherer Frequenz
wird durch einen niederfrequenten Ton moduliert und somit variiert die Amplitude
des höherfrequenten Signals entsprechend der Frequenz des niederfrequenten Tons.
Die Nicht-Linearität des Ohrs wird das Signal teilweise derart demodulieren, daß
das Ohr die niederfrequente Hüllkurve des höherfrequenten Signals detektieren wird,
und somit die Wahrnehmung des niederfrequenten Tons erzeugen, obwohl keine tatsächliche
akustische Energie bei der niederen Frequenz erzeugt wurde. So wie bei dem Intermodulationseffekt
bzw. Kreuzmodulationseffekt, der oben besprochen wurde, kann der Detektoreffekt
durch passende bzw. geeignete Signalverarbeitung der Signale in dem Mittelbaß-Frequenzbereich
verstärkt werden. Durch ein Verwenden der passenden Signalverarbeitung ist es möglich,
ein Klangverbesserungs- bzw. -verstärkungssystem zu entwerfen, welches die Wahrnehmung
von niederfrequenter, akustischer Energie erzeugt, selbst wenn Lautsprecher verwendet
werden, welche nicht geeignet bzw. fähig für oder ineffizient bei einer Erzeugung
einer derartigen Energie sind.
Die Wahrnehmung der tatsächlichen Frequenzen, welche in der akustischen
Energie vorliegen, welche durch den Lautsprecher erzeugt wurde, kann als Effekt
der ersten Ordnung betrachtet werden. Die Wahrnehmung von zusätzlichen Harmonischen,
welche nicht in den tatsächlichen akustischen Frequenzen vorliegen, ob solche Harmonische
durch Intermodulationsverzerrung oder Detektion erzeugt wurden, kann als ein Effekt
zweiter Ordnung betrachtet werden.
Baßverstärkungs-Dynamikdehner bzw. -Expander
13A ist ein Blockdiagramm eines Ton-
bzw. Klangsystems, in welchem die Klangverstärkungsfunktion durch eine Baßverstärkungseinheit
1304 zur Verfügung gestellt wird. Die Baßverstärkungseinheit
1304 empfängt Audiosignale von einer Signalquelle 1302. Die Signalquelle
1302 kann eine beliebige Signalquelle sein, einschließlich des Signalverarbeitungsblocks
122, der in 1 gezeigt ist. Die Baßverstärkungseinheit
1304 führt eine Signalverarbeitung durch, um die empfangenen Audiosignale
zum Erzeugen von Audioausgangssignalen zu modifizieren. Die Audioausgangssignale
können an Lautsprecher, Verstärker oder andere Signalverarbeitungseinrichtungen
zur Verfügung gestellt werden.
13B ist ein Blockdiagramm einer Topologie
für eine Zweikanal-Baßverstärkungseinheit 1304, welche über einen ersten
Eingang 1309, einen zweiten Eingang 1311, einen ersten Ausgang
1317 und einen zweiten Ausgang 1319 verfügt. Der erste Eingang
1309 und der erste Ausgang 1317 entsprechen einem ersten Kanal.
Der zweite Eingang 1311 und der zweite Ausgang 1319 entsprechen
einem zweiten Kanal. Der erste Eingang 1309 wird an einen ersten Eingang
eines Kombinators 1310 und an einen Eingang eines Signalverarbeitungsblocks
1313 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1313 wird an einen ersten Eingang eines Kombinators 1314 zur Verfügung
gestellt. Der zweite Eingang 1311 wird an einen zweiten Eingang des Kombinators
1310 und an einen Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1315
zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1615 wird an einen ersten Eingang eines Kombinators 1316 zur Verfügung
gestellt. Ein Ausgang des Kombinators 1310 wird an einen Eingang eines
Signalverarbeitungsblocks 1312 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des
Signalverarbeitungsblocks 1312 wird an einen zweiten Eingang des Kombinators
1314 und an einen Eingang des Kombinators 1316 zur Verfügung gestellt.
Ein Ausgang des Kombinators 1314 wird an den ersten Ausgang 1317
zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des zweiten Kombinators 1316 wird an
den zweiten Ausgang 1319 zur Verfügung gestellt.
Signale von dem ersten und zweiten Eingang 1309 und
1311 werden kombiniert und durch den Signalverarbeitungsblock
1312 verarbeitet. Der Ausgang bzw. die Ausgabe des Signalverarbeitungsblocks
1312 ist ein Signal, das bei Kombination mit den jeweiligen Ausgängen bzw.
Ausgaben der Signalverarbeitungsblöcke 1313 und 1315 die baßverstärkten
Ausgänge 1317 und 1319 erzeugt.
13C ist ein Blockdiagramm einer anderen
Topologie für eine Zweikanal-Baßverstärkungseinheit 1344. In
13C wird der erste Eingang 1309 an einen
Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1321 und an einen Eingang eines
Signalverarbeitungsblocks 1322 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang bzw.
eine Ausgabe des Signalverarbeitungsblocks 1321 wird an einen ersten Eingang
eines Kombinators 1325 zur Verfügung gestellt und ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks
1322 wird an einen zweiten Eingang des Kombinators 1325 zur Verfügung
gestellt. Der zweite Eingang 1311 wird an einen Eingang eines Signalverarbeitungsblocks
1323 und an einen Eingang eines Signalverarbeitungsblocks 1324
zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1323
wird an einen ersten Eingang eines Kombinators 1326 zur Verfügung gestellt
und ein Ausgang des Signalverarbeitungsblocks 1324 wird an einen zweiten
Eingang des Kombinators 1326 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des Kombinators
1325 wird an den ersten Ausgang 1317 zur Verfügung gestellt und
ein Ausgang des zweiten Kombinators 1326 wird an den zweiten Ausgang
1319 zur Verfügung gestellt.
Anders als die in 13B gezeigte Topologie
kombiniert die in 13C gezeigte Topologie nicht die
beiden Eingangssignale 1309 und 1311, sondern im Gegenteil werden
die beiden Kanäle getrennt gehalten und die Baßverstärkungsverarbeitung wird an
jedem einzelnen Kanal durchgeführt.
14 ist ein Blockdiagramm 1400
einer Ausführungsform des Baßverstärkungssystems 1304, welches in
13A gezeigt wird. Das Baßverstärkungssystem
1400 benützt eine Baßschlageinheit 1420 zum Erzeugen eines zeitabhängigen
Verstärkungsfaktors. 14 kann auch als ein Flußdiagramm
benützt werden, um ein Programm zu beschreiben, welches auf einem DSP oder anderen
Prozessor läuft, welcher die Signalverarbeitungsvorgänge einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung implementiert. 14 zeigt zwei
Eingänge, einen linken Kanaleingang 1402 und einen rechten Kanaleingang
1404. Wie bei vorangegangenen Ausführungsformen werden links und rechts
als Vereinfachung, aber nicht als eine Beschränkung benützt. Die Eingänge
1402 und 1404 werden beide an einem Addierer 1406 zur
Verfügung gestellt, welche einen Ausgang erzeugt, der eine Kombination dieser beiden
Eingänge bzw. Eingaben ist.
Der Ausgang des Addierers 1406 wird an einen Eingang eines
Tiefpaßfilters 1409 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang des Tiefpaßfilters
1409 wird an ein erstes Bandpaßfilter 1412, ein zweites Bandpaßfilter
1413, ein drittes Bandpaßfilter 1415, ein viertes Bandpaßfilter
1411 und an ein fünftes Bandpaßfilter 1414 zur Verfügung gestellt.
Der Ausgang des Bandpaßfilter 1413 wird an einen Eingang eines Addierers
1418 zur Verfügung gestellt.
Der Ausgang des Bandpaßfilters 1415 wird einer ersten Stellung
eines einpoligen Doppelumschalters (SPDT) 1416 zur Verfügung gestellt.
Der Ausgang des Bandpaßfilters 1411 wird einer zweiten Stellung des SPDT-Schalters
1416 zur Verfügung gestellt. Der Pol des Schalters 1416 wird einem
Eingang des Addierers 1418 zur Verfügung gestellt.
Der Ausgang des Bandpaßfilters 1412 wird einer ersten Stellung
eines einpoligen Doppelumschalters (SPDT) 1419 zur Verfügung gestellt.
Der Ausgang des Bandpaßfilters 1414 wird einer zweiten Stellung des SPDT-Schalters
1419 zur Verfügung gestellt. Der Pol des Schalters 1419 wird einem
Eingang des Addierers 1418 zur Verfügung gestellt.
Ein Ausgang des Addierers 1418 wird an einen Eingang der
Baßschlageinheit 1420 zur Verfügung gestellt. Ein Ausgang der Baßschlageinheit
1420 wird einer ersten Stellung eines (SPDT) Schalters 1422 zur
Verfügung gestellt. Eine zweite Stellung des SPDT-Schalters 1422 wird an
Masse zur Verfügung gestellt. Die Stellung bzw. Umschaltung des SPDT-Schalters
1422 wird an einen ersten Eingang eines linken Kanaladdierers
1424 und an einen ersten Eingang eines rechten Kanalsaddierers
1432 zur Verfügung gestellt. Der linke Kanaleingang 1402 wird
an einen zweiten Eingang des linken Kanaladdierers 1424 zur Verfügung gestellt
und der rechte Kanaleingang 1404 wird an einen zweiten Eingang des rechten
Kanaladdierers 1432 zur Verfügung gestellt. Die Ausgänge des linken Kanaladdierers
1424 und des rechten Kanaladdierers 1432 sind jeweils ein linker
Kanalausgang 1430 und ein rechter Kanalausgang 1433 des Signalverarbeitungsblocks
1400. Die Schalter 1422 und 1416 sind optional und können
durch feste Verbindungen ersetzt werden.
Die Schalter 1416 und 1419 gestatten es, daß die
Filter 1411–1415 für drei verschiedene Frequenzbereiche,
nämlich für 40–100, 60–150 und
100–200, konfiguriert sind.
Die Filtervorgänge, welche durch die Filter 1411–1415
und den Kombinator 1418 zur Verfügung gestellt werden,
können in ein zusammengesetztes Filter 1407 kombiniert werden, wie dies
in 14 gezeigt ist. Beispielsweise sind in einer alternativen
Ausführungsform die Filter 1411–1415 in ein einzelnes Bandpaßfilter
kombiniert, welches über eine Durchlaßbandbreite verfügt, die sich von ungefähr
40 Hz bis 250 Hz erstreckt. Zur Verarbeitung von Baßfrequenzen erstreckt sich die
Durchlaßbandbreite bzw. das Durchlaßband des zusammensetzten Filters 1407
vorzugsweise von ungefähr 20 Hz bis 100 Hz am unteren Ende und von ungefähr 150
bis 350 Hz oberen Ende. Das zusammensetzte Filter 1407 kann ebenso über
andere Filtertransfer- bzw. Filterübertragungsfunktionen verfügen, z. B. einschließlich
eines Hochpaßfilters, eines Kuhschwanzfilters usw. Das zusammengesetzte bzw. Zusammensetzungsfilter
kann auch so konfiguriert sein, daß es in einer Weise ähnlich zu einem graphischen
Entzerrer bzw. Equalizer arbeitet und einige Frequenzen innerhalb seines Durchlaßbands
relativ zu anderen Frequenzen innerhalb seines Durchlaßbands abschwächt.
Wie gezeigt, entspricht die 14 ungefähr
der in 13B gezeigten Topologie, wo die Signalverarbeitungsblöcke
1313 und 1315 über eine Einheits-Übertragungsfunktionen verfügen
und der Signalverarbeitungsblock 1312 das zusammensetzte Filter
1407 und die Baßschlageinheit 1420 umfaßt. Jedoch ist die in
14 gezeigte Signalverarbeitung nicht auf die in
13B gezeigte Topologie begrenzt bzw. beschränkt. Die
Elemente von 14 können ebenso in der in
13C gezeigten Topologie benützt werden, wo die Signalverarbeitungsblöcke
1321 und 1323 über eine Einheits-Transfer- bzw. Übertragungsfunktion
verfügen und die Signalverarbeitungsblöcke 1322 und 1324 das zusammensetzte
Filter 1407 und die Baßschlageinheit 1420 umfassen. Obwohl dies
nicht in 14 gezeigt ist, können die Signalverarbeitungsblöcke
1313, 1315, 1321 und 1323 eine zusätzliche Signalverarbeitung
zur Verfügung stellen, wie z. B. ein Hochpaßfiltern zum Entfernen niedriger Baßfrequenzen,
ein Hochpaßfiltern zum Entfernen von Frequenzen, welche durch die Baßschlageinheit
1402 verarbeitet werden bzw. wurden, eine Hochfrequenzverstärkung zum Verbessern
der hochfrequenten Klänge, eine zusätzliche Mittelbaßverarbeitung als Ergänzung
zu dem Baßschlagsystem, usw. Andere Kombinationen werden ebenso überdacht.
15 ist ein Frequenzdomänendiagramm,
welches die allgemeine Gestalt bzw. Form der Übertragungsfunktionen der Bandpaßfilter
1411–1413, 1415 zeigt. 15
zeigt die Bandpaßübertragungsfunktionen 1501–1505 entsprechend
den jeweiligen Bandpaßfiltern 1411–1415. Die Transfer- bzw.
Übertragungsfunktionen 1501–1505 werden als Bandpaßfunktionen
gezeigt, welche bei jeweils 40, 60, 100, 150 und 200 Hz zentriert sind.
In einer Ausführungsform ist das Bandpaßfilter 1411 auf eine
Frequenz unter 100 Hz, z. B. 40 Hz, eingestellt. Wenn sich der Schalter
1416 in einer ersten Position, entsprechend der ersten Stellung, befindet,
wählt er das Bandpaßfilter 1411 aus und scheidet das Bandpaßfilter
1415 aus, wodurch die Bandpaßfilter bei 40, 60 und 100 Hz zur Verfügung
gestellt werden. Wenn sich der Schalter 1416 in einer zweiten Position
entsprechend der zweiten Stellung befindet, scheidet er das Bandpaßfilter
1411 aus und wählt das Bandpaßfilter 1415, wodurch Bandpaßfilter
bei 60, 100 und 150 Hz zur Verfügung gestellt werden.
Somit erlaubt der Schalter 1416 in wünschenswerter Weise
dem Benützer, den Frequenzbereich auszuwählen, der verstärkt bzw. angehoben werden
soll. Ein Anwender mit einem Lautsprechersystem, das kleine Tieftöner zur Verfügung
stellt, wie z. B. Tieftöner mit einem Durchmesser von drei bis vier Zoll, wird typischerweise
den oberen Frequenzbereich auswählen, welcher durch die Bandpaßfilter
1412– 1413, 1415 zur Verfügung gestellt wird, welche
jeweils auf 40, 60, 100 und 150 Hz eingestellt sind. Ein Anwender mit einem Lautsprechersystem,
das etwas größere Tieftöner zur Verfügung stellt, z. B. Tieftöner mit ungefähr fünf
Zoll im Durchmesser oder größer, wird typischerweise den niedrigeren Frequenzbereich
bzw. Bereich niedriger Frequenz auswählen, welcher durch die Bandpaßfilter
1411–1413, 1515 zur Verfügung gestellt wird, welche
jeweils auf 40, 60, 100 und 150 Hz eingestellt sind. Ein Fachmann wird erkennen,
daß mehr Schalter zur Verfügung gestellt werden könnten, um eine Auswahl von mehr
Bandpaßfiltern und mehr Frequenzbereichen zu gestatten. Ein Auswählen verschiedener
Bandpaßfilter zum Bereitstellen verschiedener Frequenzbereiche ist eine wünschenswerte
Technik, da die Bandpaßfilter billig sind und da verschiedene Bandpaßfilter mit
einem einfachen Umschalter ausgewählt werden können.
In einer Ausführungsform benützt die Baßschlageinheit 1420
eine automatische Verstärkungskontrolle bzw. -regelung (AGC), umfassend einen linearen
Verstärker mit einem internen Rückkopplungsregelungskreis bzw. einer internen Servorückkopplungsschleife.
Der Servo stellt automatisch die Durchschnittsamplitude des Ausgangssignals ein,
um die durchschnittliche Amplitude eines Signals an den Regelungs- bzw. Steuerungseingang
anzupassen. Die durchschnittliche Amplitude des Regelungseingangs wird typischerweise
dadurch erzielt, daß die Hüllkurve bzw. Umhüllende des Regelungssignals abgetastet
wird. Das Steuer- bzw. Regelsignal kann auch durch andere Verfahren erzielt werden,
beispielsweise beinhaltend ein Tiefpaßfiltern, Bandpaßfiltern, eine Spitzenwertabtastung
bzw. -detektion, RMS-Mittelwertbildung, Durchschnittswert-Mittelwertbildung usw.
Als Antwort auf ein Ansteigen der Amplitude der Hüllkurve des Signals,
welches am Eingang der Baßschlageinheit 1420 zur Verfügung gestellt wird,
erhöht der Regelkreis bzw. Servoschleife die Vorwärts- bzw. Durchlaßverstärkung
der Baßschlageinheit 1420. Umgekehrt erhöht als Antwort auf ein Absinken
der Amplitude der Hüllkurve des Signals, welches am Eingang der Baßschlageinheit
1420 zur Verfügung gestellt wird, der Regelkreis die
Durchlaßverstärkung der Baßschlageinheit 1420. In einer Ausführungsform
steigt die Verstärkung der Baßschlageinheit 1420 schneller als die Verstärkung
sinkt. 16 ist ein Zeitdomänendiagramm, welches die
Verstärkung der Baßschlageinheit 1420 in Antwort auf eine Einheitsstufeneingabe
zeigt. Ein Fachmann wird erkennen, daß 16 eher ein
Diagramm einer Verstärkung als Funktion der Zeit als ein Ausgangssignal als eine
Funktion der Zeit ist. Die meisten Verstärker verfügen über eine Verstärkung, die
fest eingestellt ist, weshalb eine Verstärkung selten gezeichnet wird. Jedoch variiert
die automatische Verstärkungsregelung (AGC) in der Baßschlageinheit 1420
die Verstärkung der Baßschlageinheit 1420 in Antwort auf die Hüllkurve
des Eingangssignals.
Der Einheitsstufeneingang ist als eine Kurve 1609 gezeichnet
und die Verstärkung ist als eine Kurve 1602 gezeichnet. In Antwort auf
die führende Kante bzw. ansteigende Flanke des Eingangsimpulses 1609 steigt
die Verstärkung während einer Periode 1604 entsprechend einer Anstiegszeitkonstante
an. Am Ende der Zeitperiode 1604 erreicht die Verstärkung 1602
eine gleichbleibende bzw. Gleichgewichts-Verstärkung von A0. In Antwort
auf die nachlaufende Kante bzw. Abfallflanke des Eingangsimpulses 1609
fällt die Verstärkung während einer Zeitperiode auf Null zurück, welche einer Abfallszeitkonstante
1606 entspricht.
Die Anstiegszeitkonstante 1604 und die Abfallszeitkonstante
1606 sind wünschenswerter Weise ausgewählt, um eine Verstärkung der Baßfrequenzen
zur Verfügung zu stellen, ohne andere Komponenten des Systems, wie den Verstärker
und die Lautsprecher, zu übersteuern. 17 ist ein Zeitbereichsdiagramm
1700 einer typischen Baßnote, welche durch ein Musikinstrument gespielt
wird, wie z. B. einer Baßgitarre, einer Baßtrommel, eines Synthesizers usw. Die
Zeichnung bzw. das Diagramm 1700 zeigt einen höherfrequenten Bereich
1740, welcher durch einen niederfrequenten Bereich mit einer Modulationshüllkurve
1742 Amplituden-moduliert ist. Die Hüllkurve 1742 verfügt über
einen Anstiegsbereich 1746, gefolgt durch einen Abfallsbereich
1747, gefolgt von einem Haltebereich 1748 und schließlich gefolgt
von einem Auslösebereich 1749. Die größte Amplitude der Zeichnung
1700 ist bei einer Spitze 1750, welche an dem Zeitpunkt zwischen
dem Anstiegsbereich 1746 und dem Abfallsbereich 1747 auftritt.
Wie festgestellt wurde, ist die Wellenform 1744 typisch für
viele, wenn nicht die meisten Musikinstrumente. Beispielsweise wird eine Gitarrensaite,
wenn sie gezogen und losgelassen wird, anfänglich wenige große Amplitudenvibrationen
bzw. -schwingungen machen und dann in einen Zustand einer mehr oder weniger gleichbleibenden
Vibration absinken, welche langsam über eine lange Periode ausklingt. Die anfänglichen
Vibrationen großer Auslenkung der Gitarrensaite entsprechen dem Anstiegsbereich
1746 und dem Ausklingbereich 1747. Die langsam abklingenden Vibrationen
entsprechen dem Haltebereich 1748 und den Auslösebereichen 1749.
Pianosaiten arbeiten auf ähnliche Weise, wenn sie durch einen an einer Pianotaste
angebrachten Hammer geschlagen werden.
Pianosaiten können einen ausgeprägteren Übergang von dem Haltebereich
1748 zum Auslösebereich 1749 aufweisen, da der Hammer nicht in
seine Ruhelage auf der Saite zurückkehrt, bis die Pianotaste losgelassen wird. Während
die Pianotaste nach unten gehalten wird, schwingt während der Halteperiode
1748 die Saite frei mit einer relativ geringen Abschwächung. Wenn die Taste
losgelassen wird, kommt der mit Filz überzogene Hammer in seine Ruhelage auf der
Taste und dämpft rasch die Vibration der Saite während der Freigabe- bzw. Auslöseperiode
1749.
Ähnlich wird ein Trommelfell, wenn es geschlagen wird, einen Anfangssatz
von Schwingungen bzw. Vibrationen großer Auslenkung erzeugen, welche dem Anstiegsbereich
1746 und dem Abklingbereich 1747 entsprechen. Nachdem die Vibrationen
großer Auslenkung (entsprechend dem Ende des Ausklingbereichs 1717) ausgeklungen
sind wird das Trommelfell bzw. der Trommelkopf damit fortfahren, für eine Zeitperiode,
welche dem Halte- bzw. Verweilbereich 1748 und dem Auslösebereich
1749 entspricht, zu vibrieren. Viele Musikinstrumentenklänge können lediglich
durch ein Regeln der Länge der Perioden 1746–2049 erzeugt
werden.
Wie in Verbindung mit 12A beschrieben
wurde, wird die Amplitude des höherfrequenten Signals durch einen niederfrequenteren
Ton (die Hüllkurve) moduliert und somit variiert die Amplitude des höherfrequenten
Signals entsprechend der Frequenz des Tons niederer Frequenz. Die Nicht-Linearität
des Ohrs wird das Signal teilweise demodulieren, so daß das Ohr die niederfrequente
Hüllkurve des höherfrequenten Signals aufnimmt und somit die Wahrneh