Die vorliegende Erfindung betrifft Faservliesmatten mit wenigstens
zwei Lagen, wobei eine Oberflächenlage feine Fasern und/oder Partikel darin aufweist,
wobei beide Lagen mit einem selben Harzbindemittel gut zusammen und aneinander gebunden
werden. Die Matten, die gemäß dieser Erfindung hergestellt werden, sind nützlich
als Deckschicht für alle Arten von Platten, wie z. B. Holzplatten, Holzproduktplatten,
Isolierplatten und Hartfaserplatten aller Art, und auch als Verstärkung und Dimensionsstabilisatoren
für die Herstellung einer großen Zahl an Laminatprodukten und für eine Unzahl anderer
Verwendungsmöglichkeiten. Diese Matten werden auf einer herkömmlichen Vorrichtung
für nassabgelegte Vliesmatten hergestellt mit Ausnahme einer Modifikation am Bindemittelherstellungssystem,
einem erfinderischen Schritt bei der Herstellung des Bindemittels und bei der Auswahl
der Inhaltsstoffe für eine Bindemittelmasse.
Es ist bekannt, Vliesfasermatten aus Fasern, wie z. B. Glas-, Polyester-,
Polypropylen-, Polyethylen-, Zellulose-, Keramik- und vielen anderen Arten von Fasern
herzustellen und diese Fasern mit einem wärmehärtbaren oder thermoplastischen Harzbindemittel,
wie z. B. Harnstoff-Formaldehyd, Akryl, Melaminformaldehyd mit oder ohne Harnstoffzusätze,
Polyvinylazetat und anderen Harzen oder Gemischen daraus zu Matten aneinander zu
binden, um Faservliesmatten herzustellen (siehe EP
0 138 657 A). Solche Matten werden verwendet, um eine Unzahl von Dach-,
Bau- und Fahrzeugprodukten herzustellen. Es ist auch bekannt, ein Akrylcopolymerlatex,
wie z. B. ein selbstvernetzendes Akrylcopolymer von der Art eines anionischen Emulsionsbildners,
als eine Komponente eines Bindemittels aus wenigstens zwei Komponenten zu verwenden,
um Glasfasern und thermoplastische Partikel zu binden, um ein glasfaserverstärktes
Blatt herzustellen, das später zu verschiedenen Formen und Artikeln heiß geformt
werden kann, wie in US-Patentschrift Nr. 5,393,379 offenbart. Es ist auch bekannt,
Gipskartonplatten mit Faservliesmatten zu bedecken, wie in US-Patentschrift Nr.
5,772,846 und 4,647,496 offenbart.
Es ist auch bekannt, Partikel von thermoplastischem Harz zu einer
wässrigen Fasermasse hinzuzufügen, die verwendet wird, um eine Matte herzustellen,
die später heißgestampft oder warmgeformt werden kann. Wenn das gemacht wird, ist
die entstehende Vliesmatte durch ihre Dicke gleichmäßig. Beispiele für Glasfaservliesmatten,
die Partikel von thermoplastischem Material wie z. B. Polyvinylchlorid, Polypropylen
usw. enthalten, sind in der offengelegten Europäischen Patentanmeldung 0148760 und
0148761 offenbart. In EP 0148760 ist die
Matte mit wässrigen Bindemitteln wie z. B. Polyvinylalkohol, Stärke, Phenolformaldehyd
usw. zusammengebunden. Gemäß den Offenbarungen dieser beiden EP-Anmeldungen liegt
(liegen) die partikuläre(n) thermoplastischen(n) Komponente(n) in der Matte in Mengen
von 40– 80 Gewichtsprozent vor, und die Matte wird einer erhöhten Temperatur
und erhöhtem Druck ausgesetzt, um die thermoplastischen Partikel zu einer durchgehenden
thermoplastischen Matrix zu verschmelzen und verfestigen, die mit Glasfasern verstärkt
ist. Solche Matten wären nicht als Deckschicht für das Isolier-Gipskartonplattenprodukt
geeignet, wie z. B. die Platte, die in US-Patentschrift 4,647,496 offenbart ist.
Eine Oberfläche von Faservliesmatten, die auf einer Vorrichtung für
nassabgelegte Matten hergestellt werden, die keine Beschichtungsausrüstung darauf
aufweist, unterscheidet sich leicht von der gegenüberliegenden Oberfläche auf Grund
der Bindemittelmigration und/oder auf Grund dessen, dass eine Seite auf einem Drahtband
liegt, während die andere Seite vollständig freiliegend ist und während des Bildens
und Trocknens nicht in physischem Kontakt mit irgendeinem begrenzenden Artikel steht.
Dennoch sind die zwei Seiten in ihrer Durchlässigkeit und Glattheit ziemlich ähnlich
und beide Seiten weisen freiliegende Fasern auf. Es ist bekannt, eine Matte auf
der Fertigungslinie nach dem Trocknen zu beschichten und vor dem Trocknen sehr leichte
oder sehr dünne Beschichtungszusammensetzungen auf eine nasse Matte zu sprühen.
Diese Beschichtungsverfahren erfordern entweder eine extra Ausrüstung und Behandlung
der Matte oder sind für schwerere Beschichtungen ungeeignet, wenn nicht die Bildungsgeschwindigkeit
auf ein unannehmbares Maß verlangsamt wird, oder für Beschichtungen, die Partikel
über bestimmten Größen enthalten. Es ist auch bekannt, eine Vliesmatte üblicherweise
in einem sekundären Vorgang zu beschichten, um eine Oberfläche der Matte abzudichten
und/oder eine glattere Oberfläche herzustellen.
Es wäre erstrebenswert, eine Matte mit einer glatten und weniger durchlässigen
Oberfläche bei normalen Mattenbildungsgeschwindigkeiten herzustellen, ohne dass
über der gebildeten Matte zu der Vorrichtung eine Ausrüstung hinzugefügt werden
muss, wo sie schmutzig wird und schwierig zu reinigen ist, ohne dass Fremdmaterial
in die Matte, die hergestellt wird, eingebracht wird und ohne dass wesentliche zusätzliche
Verarbeitungsvorgänge zu den Vliesmattenverfahren und -fertigungslinien hinzugefügt
werden. Obwohl Gipskartonplatten, die mit Glasfasermatten bedeckt sind, in der Vergangenheit
gute Leistungen erbracht haben, ist es erstrebenswert, die Glasfasern besser zu
verstecken, um zu verhindern, dass sich die Fasern an der Oberfläche der Matte teilweise
oder gänzlich loslösen und eine rauhe Oberfläche bilden; aber das ist vor dieser
Erfindung nicht im erforderlichen Ausmaß umgesetzt worden.
Kurzdarstellung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung umfasst eine mehrlagige Faservliesmatte
mit einem Körperabschnitt, wobei der Körperabschnitt eine Masse aus Vliesfasern
mit oder ohne Partikel, die mit einem Harzbindemittel zusammen gebunden sind, und
einen Oberflächenabschnitt umfasst, der Fasern und/oder Partikel enthält, die mit
dem selben genannten Harzbindemittel zusammen gebunden sind, wobei der Oberflächenabschnitt
im Wesentlichen anders ist als der Haupt- oder Körperabschnitt der Vliesmatte. Der
Körperabschnitt macht einen Hauptabschnitt des Flächengewichtes (Gewicht pro Flächeneinheit)
der Matte aus, während der Oberflächenabschnitt einen kleineren Abschnitt des Flächengewichtes
der Matte ausmacht. Die Fasern, die für den Oberflächenabschnitt verwendet werden,
sind vorzugsweise kürzer als ein Viertel Inch und länger als 100 Mikron.
Wenn sie in dem Oberflächenabschnitt gemäß dieser Erfindung verwendet
werden, sind Partikel vorzugsweise so groß, dass weniger als einige Prozent, vorzugsweise
weniger als ein Gewichtsprozent der Partikel durch die Öffnungen zwischen den Fasern
in der Vliesmatte treten. Je kleiner der Durchmesser der Fasern im Körperabschnitt,
desto kleiner sind die Öffnungen im Körperabschnitt und desto kleiner sind die Partikel
und Fasern, die im Oberflächenabschnitt verwendet werden können. Vorzugsweise liegen
die Partikel im Größenbereich von minus 40 und plus 100 US-Standard-Mesh und können
eine niedrigere Bauschdichte als Wasser aufweisen. Wenn die Partikel zu klein sind,
fließen zu viele ein Stück oder ganz durch den Körperabschnitt der Matte, was weniger
erstrebenswert ist. Es ist zulässig, dass manche oder ein kleiner Teil der Partikel
in wenigstens einen Zwischenabschnitt des Körperabschnittes der Matte fließt. Diese
letztere Ausführungsform stellt eine bessere Bindung zwischen den zwei Lagen, dem
Körperabschnitt und dem Oberflächenabschnitt, her und hilft auch, die Durchlässigkeit
der geschichteten Matten zu verringern. Der Oberflächenabschnitt der Matte der vorliegenden
Erfindung weist eine im Wesentlichen niedrigere Durchlässigkeit oder Porengröße
oder beides auf, als der Körper- oder Hauptabschnitt der Faservliesmatte. Eine freiliegende
Oberfläche des Oberflächenabschnittes kann auch im Wesentlichen glatter als eine
freiliegende Oberfläche des Körperabschnittes der Faservliesmatte sein. Vorzugsweise
enden wenigstens 99 Prozent der Partikel oder Fasern im Bindemittel, das auf die
Matte gegeben wird, in der Oberflächenabschnittslage der mehrlagigen Vliesmatte.
Vorzugsweise weisen die mehrlagigen Matten der vorliegenden Erfindung zwei Lagen
auf, eine Körperabschnittslage und einen Oberflächenlagenabschnitt.
Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Herstellung der Faservliesmatte,
die oben beschrieben ist, umfassend das Dispergieren von Fasern, wie z. B. Glasfasern,
in einer wässrigen Masse, das Sammeln der dispergierten Fasern auf einer sich bewegenden
durchlässigen Unterlage, um eine Faservlieslage zu bilden, das Entfernen von überschüssigem
Wasser aus der Faservlieslage, das Aufbringen eines wässrigen Harzlatexbindemittels,
das Partikel und/oder Fasern enthält, auf die oberste Oberfläche der sich rasch
bewegenden, nassen Vliesfaserlage, das Entfernen von überschüssigem Latex oder wässrigem
Harz, das Trocknen der Vliesmatte und das Vulkanisieren des Harzbindemittels, um
eine Vliesmatte mit einer Oberflächenlage zu bilden, die sich wesentlich vom Faservlieskörper
der Matte unterscheidet. Das wässrige Harzbindemittel kann auch vor der Verwendung
geschäumt werden.
Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine schematische Darstellung eines
herkömmlichen Nassmattenverfahrens, das einen wahlweisen Bindemittelmischtank aufweist,
gemäß der vorliegenden Erfindung.
2 ist ein schematischer Querschnitt eines
Abschnittes des Verfahrens von 1 und zeigt den Bindemittel-Aufbringungsabschnitt
und die Anwendung der vorliegenden Erfindung, um Matten der vorliegenden Erfindung
herzustellen.
Genaue Beschreibung der Erfindung
Es ist bekannt, Verstärkungsvliesmatten aus Glasfasern herzustellen
und diese Matten als Substrate bei der Herstellung einer großen Zahl an Dach- und
anderen Produkten zu verwenden. Jedes bekannte Verfahren zur Herstellung von Vliesmatten
kann in dieser Erfindung verwendet werden, wie z. B. die herkömmlichen Nassablegeverfahren,
die in US-Patentschrift 4,129,674, 4,112,174, 4,681,802, 4,810,576 und 5,484,653
beschrieben sind, deren Offenbarungen hier zum Zwecke der Bezugnahme zitiert werden.
In diesen Verfahren wird eine Masse aus Glasfasern hergestellt, indem Glasfasern
zu einem typischen Siebwasser in einem Pulper hinzugefügt werden, um die Fasern
im Siebwasser zu dispergieren und eine Masse mit einer Faserkonzentration von etwa
0,2–1,0 Gew.-% zu bilden, die Masse in einen Strom von Siebwasser zugemessen
wird, um die Faserkonzentration auf 0,1 Gewichtsprozent oder weniger zu verdünnen,
und dieses Gemisch zum Entwässern auf ein sich bewegendes Gitterformsieb abgelegt
wird, um eine nasse Faservliesmatte zu bilden. Diese nasse Vliesmatte wird dann
durch eine Bindemittelaufbringung geführt, wo ein wässriges Harzbindemittel im Überfluss
aufgebracht wird, das Überschüssige durch Saugen entfernt wird, und die nasse, mit
Bindemittel versehene Matte wird dann getrocknet und das Bindemittel
vulkanisiert, um ein Vliesmattenprodukt zu bilden.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung umfasst eine Modifikation
am Bindemittelherstellungsabschnitt des ansonsten herkömmlichen Mattenherstellungsverfahrens.
Die meisten Verfahren und Bildevorrichtungen für Vliesmatten sind geeignet für eine
Modifikation und Verwendung bei der vorliegenden Erfindung, es sind aber die Verfahren
und Vorrichtungen für nassabgelegte Vliesmatten, bei denen eine wässrige Masse,
die Fasern enthält, auf ein sich bewegendes, durchlässiges Gitter oder Band, das
als Formsieb bezeichnet wird, geführt wird, um eine durchgehende nasse Vliesfasermatte
zu bilden.
1 ist eine schematische Darstellung eines
bevorzugten Nassablegesystems, um die Erfindung anzuwenden. Fasern 5 werden
fortlaufend mit einer gesteuerten Geschwindigkeit in einen Pulper 1 zugeführt,
zusammen mit einem herkömmlichen Siebwasser durch ein Rohr 7, ebenfalls
fortlaufend und mit einer gesteuerten Geschwindigkeit. Ein Rührwerk 3 im
Pulper 1 mischt und dispergiert die Fasern. im Siebwasser. Die entstehende
konzentrierte Fasermasse fließt fortlaufend durch ein Rohr 9 in eine wahlweise
Pumpe 11, die die konzentrierte Masse in einen Fasermasse-Haltetank
13 pumpt. Die konzentrierte Fasermasse wird vorzugsweise fortlaufend vom
Haltetank 11 mit einem Ventil 14 in einen gemessenen Strom von
entlüftetem Siebwasser 27 zugemessen, um eine verdünnte Fasermasse zu bilden.
Das Ventil 25 misst eine richtige Menge an entlüftetem Siebwasser über
das Rohr 7 zu dem Pulper 1 zu und eine richtige Menge an entlüftetem
Siebwasser 27, um die verdünnte Fasermasse zu bilden. Die verdünnte Fasermasse
fließt in die Pumpe 15 und wird zu der Mattenbildevorrichtung
17 gepumpt, die jede beliebige Breite aufweisen kann und typischerweise
breit genug ist, um eine fertige Matte von 12 Fuß Breite oder mehr herzustellen.
Alternative Bildeverfahren zur Herstellung des Körperabschnittes der Vliesmatte
umfassen die Verwendung von gut bekannten Papier- oder Kartonherstellungsverfahren,
wie z. B. Zylinderbildung, Trockenbildung oder Luftablegen usw.
Die bevorzugten Verfahren für die Herstellung von Matten der vorliegenden
Erfindung sind jene bekannten Verfahren, bei denen Mattenbildevorrichtungen
17 verwendet werden, wie z. B. ein HydroformerTM, hergestellt
von Voith-Sulzer, Appleton, WS, oder ein DeltaformerTM, hergestellt von
North County Engineers, Glens Falls, NY. Bei diesen Vorrichtungen fließt die verdünnte
Fasermasse horizontal gegen ein geneigtes, sich bewegendes, durchlässiges Band oder
Formsieb (nicht gezeigt), wo die Fasern gesammelt werden und sich in einem unregelmäßigen
Muster aufbauen, um eine nasse Matte 28 zu bilden, während das Siebwasser
durch das Formsieb tritt und dabei irgendwie schaumig wird (durch die enthaltende
Luft) und über ein Rohr 19 zu einem Entlüftungstank 21 transportiert
wird. Die nasse Matte wird mit einem Saugkasten 29 auf das gewünschte Maß
entwässert, und das entfernte schaumige Siebwasser wird durch ein Rohr 32 zum Entwässerungstank
21 geführt, vorzugsweise über das Rohr 19.
Diese nasse Vlieslage an Fasern 30, der Körperabschnitt,
wird dann vorzugsweise aber nicht unbedingt zu einem zweiten, sich bewegenden Gitter
33 übertragen und durch eine Bindemittelaufbringungs-Sättigungsstation
31 geleitet, wo ein wässriges Bindemittel auf eine von vielen bekannten
Arten auf die Matte aufgebracht wird. Gemäß dem Verfahren der Erfindung enthält
dieses wässrige Bindemittel auch eine bedeutende Menge an Partikeln und/oder Fasern,
die größer als Poren oder Öffnungen zwischen den Fasern in der nassen Vliesmatte
sind. Eine Bindemittelmasse wird mit einer gesteuerten Geschwindigkeit von einem
Bindemittelmasse-Haltetank 45 über eine Pumpe 46 mit gesteuerter
Geschwindigkeit gepumpt, so dass mehr Bindemittel als erforderlich durch ein Rohr
37 zu einem Bindemittelapplikator 35 zugeführt wird, wo die Bindemittelmasse
im Überfluss auf den nassen Mattenkörperabschnitt 30 aufgebracht wird.
Die Bindemittelmasse wird hergestellt, indem ein wässriges Harzbindemittel
52 mit einer gewünschten Geschwindigkeit und Fasern, Partikel oder beides
51 zu einem Bindemittelmischtank 47 zugeführt werden, der ein
Rührwerk 49 darin aufweist, um die Fasern, Partikel oder beides
51 in dem wässrigen Bindemittel 52 zu dispergieren. Die Bindemittelmasse
wird dann mit einer Messpumpe 53 und einem Rohr 55 zu dem Bindemittelhaltetank
45 gepumpt. Die Messpumpe 53 beschleunigt oder verlangsamt sich
mit der Geschwindigkeit der Mattenlinie oder -aufwickelung 59. Die Messpumpe
53 wird auch gesteuert, um die gewünschte Dicke des Oberflächenabschnittes
der zweilagigen Matte bereitzustellen. Der Harzgehalt in der Bindemittelmasse und
die Menge an Vakuum in den Saugkästen 39 und 41 werden variiert,
um den Bindemittelharzgehalt des Körperabschnittes und des Oberflächenabschnittes
der zweilagigen Matte zu steuern. Die Bindemittelmasse kann fortlaufend oder in
Chargen hergestellt werden, wie gut bekannt ist. wenn sie fortlaufend hergestellt
wird, werden alle Zutaten der Masse sorgfältig auf bekannte Art zugemessen, um sicherzustellen,
dass die gewünschte Zusammensetzung der fertigen Matte erhalten bleibt.
Wenn die wässrige Bindemittelmasse auf die nasse Vliesmatte
30 aufgebracht wird, bauen die Partikel und/oder Fasern darin einen Oberflächenabschnitt
40 (2) auf der Bindemittelaufbringungsseite
des nassen Vlieskörperabschnittes 30 auf, während der wässrige Harzbindemittelabschnitt
der Bindemittelmasse sowohl den Oberflächenabschnitt 40 als auch den Körperabschnitt
30, die ursprüngliche nasse Vliesfaserlage, der entstehenden nassen Vliesmatte
sättigt. Vorzugsweise wird übermäßig viel wässrige Bindemittelmasse aufgebracht
unter Verwendung eines Gießbeschichters, wie z. B. von North County Engineers, Glens
Falls, New York, aber es funktionieren auch andere bekannte Aufbringungsverfahren
und -ausrüstung, die die Partikel und/oder Fasern im Bindemittel verarbeiten und
diese mit der erforderlichen Geschwindigkeit auf die Oberseite
des nassen Körperabschnittes der Matte aufbringen. Wie in 2
gezeigt, fließt die Bindemittelmasse über eine Lippe einer geneigten Oberfläche
38 eines gießbeschichterartigen Bindemittelapplikators 35 und
auf den Körperabschnitt 30 und baut einen Oberflächenabschnitt
40 von Fasern und/oder Partikeln 52 auf, die in der Bindemittelmasse
waren. Wie gezeigt fließt der wässrige Bindemittelabschnitt auch in den Körperabschnitt
30 und beschichtet auch die Fasern im Körperabschnitt 30, und
der überschüssige wässrige Bindemittelabschnitt fließt aus dem Körperabschnitt
30 hinaus durch das durchlässige Band 33 und in einen ersten Saugkasten
39. Die mit Bindemittel gesättigte Matte wird dann über einen oder mehrere
Saugkästen 41 geleitet, während sie noch auf dem sich bewegenden, durchlässigen
Band 33 ist, um überschüssiges Bindemittel und Wasser zu entfernen, das
über das Rohr 43 zum Bindemittelmischtank 47 und/oder zum Bindemittelhaltetank
45 zurückgeleitet wird.
Die nasse, mit Bindemittel versehene Vliesmatte 42 wird dann
auf ein herkömmliches, sich bewegendes, durchlässiges Trockenschrankband (nicht
gezeigt) übertragen und durch einen Trockenschrank 57 geleitet, um die
nasse Matte 42 zu trocknen und das Harzbindemittel auf Polymerbasis zu
vulkanisieren (polymerisieren), das die Fasern und Partikel bindet, wenn Partikel
im Oberflächenabschnitt vorliegen, die zusammen die fertige Matte 58 der
Erfindung bilden, die zu einer Rolle 59 gewickelt wird unter Verwendung
einer herkömmlichen Mattenwickelausrüstung. Wenn die Fasern und/oder Partikel im
Oberflächenabschnitt aus einem organischen thermoplastischen Material oder aus einem
fließbaren Thermosetmaterial bestehen, ist es oft erstrebenswert, die trockene Matte
auf eine Temperatur zu erhitzen, die die Fasern und/oder Partikel zu einer Lage
mit einer verhältnismäßig glatten Oberfläche zusammenschmilzt oder zusammenfließen
lässt.
Der Körperabschnitt der Matten der vorliegenden Erfindung enthält
vorzugsweise etwa 80–99,5 Gewichtsprozent des Gesamtgewichtes der Fasern und
Partikel, wenn Partikel vorliegen, in der trockenen, fertigen Vliesmatte, wobei
die Partikel und/oder Fasern im Oberflächenabschnitt der Matte etwa 0,5–20
Gewichtsprozent der Fasern und Partikel in der trockenen, fertigen Vliesmatte ausmachen.
Der Harzbindemittelgehalt der Matte kann stark variieren, beträgt aber üblicherweise
etwa 5–35 Gewichtsprozent der Vliesmatte.
Vorzugsweise sind der Großteil der Fasern Glasfasern, und am meisten
bevorzugt sind alle Fasern Glasfasern, aber diese Erfindung ist gleichermaßen anwendbar
für Keramik-, Natur- und Polymerfaservliesstoffe und Vliesstoffe, die aus Gemischen
aus jeder beliebigen Kombination dieser Arten von Fasern hergestellt sind. Die Fasern,
die im Vlieskörperabschnitt verwendet werden, sollten wenigstens 0,25 Inch lang
oder länger, mehr bevorzugt wenigstens einen halben Inch oder drei Viertel Inch
lang und am meisten bevorzugt wenigstens etwa einen Inch lang sein, aber Gemische
aus Fasern mit verschiedenen Längen und/oder Faserdurchmessern können verwendet
werden, wie bekannt ist. Es ist bevorzugt, dass diese Fasern mit einer silanhaltigen
Leimungszusammensetzung beschichtet werden, wie in der Industrie gut bekannt ist.
Die Glasfasern können E, C, T, S oder jede bekannte Art von Glasfaser
mit guter Festigkeit und Dauerhaftigkeit in Gegenwart von Feuchtigkeit sein und
Gemische von Längen und Durchmessern. Die bevorzugten Fasern sind K oder M 137 und
K oder M 117 E Glasfasern, erhältlich von Johns Manville International, Inc., Denver,
CO, aber es ist beinahe jedes im Handel erhältliche nasse Hackglasfaserprodukt geeignet.
Obwohl die Mehrheit der Fasern im bevorzugten Körperabschnitt Glasfasern sind, kann
auch ein kleinerer Abschnitt von Nicht-Glasfasern eingeschlossen sein, wie z. B.
künstliche oder natürliche organische Fasern wie NylonTM, Polyester,
Polyethylen, Polypropylen, Zellulose oder Zellulosederivate usw.
Das Bindemittel, das verwendet wird, um die Fasern zusammen zu binden,
kann jedes beliebige Bindemittel sein, das in der Lage ist, Fasern zusammen zu binden.
Eine große Zahl verschiedener Bindemittel kann verwendet werden, um Vliesstoffe
mit Harnstoff-Formaldehyd (UF), Melaminformaldehyd (MF), Polyester, Akryl, Polyvinylazetat
herzustellen, UF- und MF-Bindemittel, modifiziert mit Polyvinylazetat und/oder Akryl
werden typischerweise verwendet.
Nachdem das Bindemittel aufgetragen und auf das gewünschte Maß eingestellt
worden ist mit einem oder mehreren Saugkästen, wird die nasse, mit Bindemittel versehene
Matte auf ein Trockenschrankband oder -sieb übertragen und die Matte wird getrocknet
und das Bindemittel wird vulkanisiert, um die fertige Matte zu bilden. Die Matte
wird auf Temperaturen bis zu etwa 500 Grad F im Trockenschrank erhitzt in Abhängigkeit
von der Art des verwendeten Bindemittels und/oder der Natur der Partikel und/oder
Fasern im Oberflächenabschnitt.
Die Partikel und/oder Fasern, die verwendet werden, um den Oberflächenabschnitt
der zweilagigen Matte herzustellen, sollten nicht in der wässrigen Harzbindemittelmasse
löslich sein, könnten aber leicht löslich sein. Ansonsten können die Partikel und
Fasern aus fast jedem Material sein. Einige Beispiele für geeignete Materialien
sind Plastikpartikel wie z. B. Phenolformaldehyd, reguläres oder modifiziertes Polyethylen
und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol, Glasperlen oder Mikrokügelchen, expandierter
Ton, Glimmer, Flockenglas, roher oder expandierter Vermikulit, roher oder expandierter
Perlit, Ton, organische oder anorganische Pulver, Mikrofasern, Mineralwolle und
ähnliches.
Eine bevorzugte Matte weist ein Flächengewichtziel von 1,8 Pfund pro
100 Quadratfuß auf und enthält ¾ Inch lange 13 Mikron Glasfasern, zusammen
gebunden mit einem bekannten modifizierten Harnstoff-Formaldehyd (UF) Harzbindemittel
im Körperabschnitt, und ¼ Inch lange 3 Denier Zelluloseazetatfasern, zusammen
gebunden mit dem selben UF-Harzbindemittel in einem Oberflächenabschnitt auf einer
Seite der bevorzugten Matte. Die Zusammensetzungsziele für die Matten dieser bevorzugten
Ausführungsform sind etwa 75 Gewichtsprozent Glasfasern, 20–22,5 Gewichtsprozent
UF-Harzbindemittel und 2,5–5 Gewichtsprozent Zelluloseazetatfasern.
Beispiel 1
Eine Fasermasse wurde auf eine gut bekannte Art hergestellt, indem
drei Viertel Inch lange E Glas Typ H 117 nasse Hackglasfasern von Johns Manville
International, Inc., mit einer silanhaltigen chemischen Leimung auf der Oberfläche,
wie gut bekannt ist, zu einem bekannten kationischen Siebwasser, das Natrosol" Verdickungsmittel,
erhältlich von Aqualon, Inc., Wilmington, DE, enthielt, und einem kationischen oberflächenaktiven
Mittel C-61, einem ethoxylierten Talgamin, erhältlich von Cytec Industries, Inc.,
Morristown, NJ, als Dispersionsmittel hinzugefügt wird, um eine Faserkonzentration
von etwa 0,8 Gewichtsprozent zu bilden. Nachdem die Masse für etwa 5 Minuten gerührt
worden war, um die Fasern gut zu dispergieren, wurde die Masse in einen sich bewegenden
Strom des selben Siebwassers zugemessen, um die Faserkonzentration auf eine durchschnittliche
Konzentration von etwa 0,05 bis 0,06 Gewichtsprozent zu verdünnen, bevor die verdünnte
Masse zu einem Auflaufkasten eines Pilotmodells eines Voith HydroformerTM
gepumpt wurde, wo eine nasse Vliesmatte fortlaufend gebildet wurde.
Die nasse Matte wurde vom Formsieb entfernt und zu einem Gießbeschichter-Bindemittelapplikator
übertragen, wo eine wässrige Bindemittelmasse auf die Matte aufgebracht wurde. Diese
Bindemittelmasse wurde hergestellt durch Mischen eines plus 100 Mesh NovolacTM,
eines Phenolharzpulvers, erhältlich von Georgia Pacific Corporation, Atlanta, Georgia,
mit einem wässrigen modifizierten UF-Harz. Das modifizierte Harz wurde hergestellt
durch Hinzufügen von etwa 7,5 Gewichtsprozent, bezogen auf die UF-Feststoffe, DurasetTM
827, erhältlich von Franklin International, Columbus, Ohio, und etwa 5 Gewichtsprozent
Hexymethylentetramin als Vernetzungsmittel zu einem Georgia Pacific 2928 OF Harzlatex,
der 54–56 Gewichtsprozent Feststoffe enthielt. Die Menge an NovolacTM-Pulver
in der wässrigen UF-Bindemittelmasse war ausreichend, um eine Matte mit einem Oberflächenabschnitt
herzustellen, der etwa 15 Gewichtsprozent NovolacTM-Partikel enthielt,
bezogen auf das Gewicht der Fasern im Körperabschnitt der Matte.
Die nasse Matte wurde dann auf ein Trockenschrankband übertragen und
durch einen Trockenschrank getragen, um die Matte zu trocknen und die Matte auf
eine Temperatur von etwa 350–400 Grad F für etwa einige Sekunden zu erhitzen,
um das Harzbindemittel zu vulkanisieren und die NovolacTM-Partikel zu
verschmelzen und zu vulkanisieren. Die NovolacTM-Partikel flossen auch,
um eine Beschichtungslage auf dem Körperabschnitt der zweilagigen Matte zu bilden.
Das Flächengewicht der hergestellten Matte betrug etwa 1,83 Pfund/100
Quadratfuß. Die entstehende zweilagige Matte wies die folgenden Eigenschaften auf:
Dicke30 milGlühverlust33,4 GewichtsprozentZugfestigkeit in Maschinenrichtung 120 Pfund/3 Inch BreiteZugfestigkeit in Querrichtung136 Pfund/3 Inch BreiteLuftdurchlässigkeit565 Kubikfuß/Min./Quadratfuß
Die Luftdurchlässigkeit dieser Matte ist mit einer Luftdurchlässigkeit
von mehr als 700 auf einer herkömmlichen Glasfaser-Vliesmatte mit diesem Flächengewicht
vergleichbar. Der gebundene NovolacTM-Oberflächenabschnitt der Matte
von diesem Beispiel ist viel glatter als die gegenüberliegende Seite der Matte;
und wesentlich weniger Glasfasern des Körperabschnittes sind auf der Oberfläche
des Oberflächenabschnittes sichtbar. Es wird erwartet, dass diese Matte, wenn sie
so an die Gipskartonplatte gebunden wird, dass der Körperabschnitt neben der Gipskartonplatte
ist und der Oberflächenabschnitt der Matte freiliegt, so gut wie die herkömmlichen
Glasfasermatten funktioniert, die normalerweise auf Gipskartonplatten verwendet
werden. Außerdem sollte eine Gipskartonplatte, die mit der Matte von diesem Beispiel
überzogen ist, sich angenehmer anfühlen und kein Jucken bei den Personen hervorrufen,
die mit der überzogenen Gipskartonplatte arbeiten und diese installieren, was eine
deutliche Verbesserung darstellt.
Ähnliche Ergebnisse können mit anderen Mengen an Oberflächenlage erreicht
werden, wie z. B. wenn das Phenolharzpulver in der Oberflächenlage im Bereich von
etwa 5 bis etwa 20 Gewichtsprozent der Fasern im Körperabschnitt liegt. Andere Arten
von Phenolharz können verwendet werden. Andere Arten von wässrigem Harzbindemittel
können ebenfalls verwendet werden, insbesondere wenn die Matte für andere Anwendungen
verwendet werden soll.
Beispiel 2
Eine andere Matte wurde genau auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1
hergestellt mit der Ausnahme, dass drei Viertel Inch lange K 117 Fasern von Johns
Manville International, Inc. für den Körperabschnitt verwendet wurden. Die Bindemittelmasse
für die Matte enthielt ein Viertel Inch lange Zellulosetriazetatfasern mit 3 Denier
(genug um einen Zellulosetriazetatgehalt, im Wesentlichen alles im Oberflächenabschnitt,
in der zweilagigen Matte von etwa 15 Gewichtsprozent herzustellen, bezogen auf das
Gewicht der Glasfasern im Körperabschnitt), und die Vulkanisierungstemperatur betrug
etwa 400 Grad F. Das Flächengewicht der Matte betrug 1,92 Pfund pro 100 Quadratfuß.
Die anderen Eigenschaften waren wie folgt:
Dicke35 milGlühverlust31 GewichtsprozentZugfestigkeit in Maschinenrichtung99 Pfund/3 Inch BreiteZugfestigkeit in Querrichtung119 Pfund/3 Inch BreiteMD + CD Reißfestigkeit (Elmendorf)455 Gramm
Diese Matte kann als Deckschicht für Glasfaserisolierung und für Plattenprodukte
verwendet werden, wobei der Glasfaserbasisabschnitt an die Isolierung oder das Plattenprodukt
gebunden ist und der Oberflächenabschnitt aus gebundenen Zelluloseazetatfasern freiliegt.
Beispiel 3–8
Feuerbeständige Matten und Matten mit einer verringerten Durchlässigkeit
werden hergestellt durch Verwendung eines feuerfesteren Materials für den Oberflächenabschnitt.
In diesem Beispiel war die Vorgangsweise ähnlich zu jener, die in Beispiel 1 verwendet
wurde, mit der Ausnahme, dass das Bindemittel wässrige Akrylharze waren und Glimmerflocken
mit einer anderen durchschnittlichen Partikelgröße zu diesem wässrigen Bindemittel
in anderen Konzentrationen hinzugefügt wurden, um Bindemittelmassen zu bilden, mit
denen zweilagige Matten mit unterschiedlichen Dicken des Oberflächenabschnittes
hergestellt wurden, wodurch Matten mit unterschiedlichen Durchlässigkeiten hergestellt
wurden. Zuerst wurde eine Kontrollmatte mit einem Flächengewicht von etwa 1,55 Pfund
pro 100 Quadratfuß (7.04 Gramm/Quadratfuß) hergestellt durch Dispergieren von 0,5
Inch langen H 117 Glasfasern mit einem Durchmesser von 10 Mikron in dem Siebwasser
und Verwenden eines wässrigen Akrylharzbindemittels, zum die Matte zu sättigen.
Ausreichend Akrylharzbindemittel blieb in der nassen Matte, um in der getrockneten
und vulkanisierten Matte einen LOI-Wert von etwa 25 Gewichtsprozent herzustellen.
Das wässrige Akrylharzbindemittel enthielt wässriges Akrylharz 26138 von B. F. Goodrich
und ein Vernetzungsmittel, wie z. B. etwa 5– 25 Gewichtsprozent Harnstoff-Formaldehyd
oder Melamin-Formaldehyd, und wurde mit Siebwasser auf einen Feststoffgehalt von
etwa 25 Gewichtsprozent verdünnt, wobei Siebwasser von der Nassmattenvorrichtung
verwendet wurde, die verwendet wurde, um den Basisabschnitt der Matte zu bilden.
Nachdem eine Mattenkontrollprobe mit einlagiger Basis gebildet worden
war, wurden F120 Glimmerflocken mit einer mittleren Partikelgröße von 405 Mikron
zu dem Bindemittel hinzugefügt, um eine Masse mit ansteigender Glimmerkonzentration
zu bilden, um zweilagige Matten mit verschiedenen Dicken des Oberflächenlagenabschnittes
und in der Folge ansteigenden Flächengewichten und verschiedenen Durchlässigkeiten
zu bilden, wie folgt:
Durch Wiederholen der oben angeführten Vorgangsweise, wobei aber V115
Glimmerflocken mit einer mittleren Partikelgröße von 550 Mikron eingesetzt wurden,
wurden die folgenden Matten und Matteneigenschaften hergestellt:
Beispiel 9–11
Durch Wiederholen der oben angeführten Vorgangsweise, aber Verändern
des Akrylharzes auf V-29 Akrylharz von B. F. Goodrich, wobei die selbe Art von Vernetzungsmittel
beibehalten wurde, durch Verwenden von viel feineren Glimmerflocken (C1000) mit
einer mittleren Partikelgröße von 26 Mikron und Verwenden einer Kombination aus
86 Gewichtsprozent 0,75 Inch langen K117 Glasfasern mit einem durchschnittlichen
Faserdurchmesser von 13 Mikron und 14 Gewichtsprozent von Code 206 TEMPSTRANTM*Code
206 TEMPSTRANTM ist eine Glasmikrofaser mit einem durchschnittlichen
Faserdurchmesser zwischen 2 und 3 Mikron.
Glasmikrofasern, erhältlich von Johns Manville International, Inc., wurden die
folgenden Matten und Eigenschaften hergestellt.
Beispiel 12 Und 13
Diese Beispiele waren ähnlich wie Beispiel 3–8 mit der Ausnahme,
dass ein Gemisch aus 87 Gewichtsprozent 0,5 Inch K117 nassen Hackglasfasern von
Johns Manville mit einem durchschnittlichen Faserdurchmesser von 13 Mikron und 13
Gewichtsprozent Code 206 TEMPSTRANTM Mikrofasern von Johns Mansville
verwendet wurde, um die Kontrollmatte und den Basisabschnitt der zweilagigen Matten
herzustellen. Ein anderer Unterschied war, dass genug von dem wässrigen Akrylbindemittel
in der Matte zurückblieb, um einen LOI-Wert von etwa 35 Gewichtsprozent herzustellen.
Ein 100K Glimmerflockenprodukt mit einer mittleren Partikelgröße von 81 Mikron wurde
zu dem Bindemittel in unterschiedlichen Konzentrationen hinzugefügt, um verschiedene
zweilagige Matten herzustellen. In diesen Beispielen wurde das Flächengewicht der
Matte auf 8+/–0,25 gehalten, indem das Gewicht der Glasfasern und des Bindemittels
im Basisabschnitt der Matte in einer Menge verringert wurde, die ähnlich dem Flächengewicht
der Glimmerflocken und des Bindemittels im Oberflächenabschnitt der zweilagigen
Matte war:
Beispiel 3–13 zeigen, dass diese Erfindung verwendet werden
kann, um die Durchlässigkeit von Vliesmatten wesentlich und unter
das bisherige Maß zu verringern und mit einem feuerbeständigen Material, wodurch
eine feuerbeständige Matte mit zwei oder mehr Lagen auf eine neuartige, bequeme
und wirtschaftliche Weise hergestellt wird. Viele andere Kombinationen von Materialien
und zweilagigen Produkten oder Produkten, die zweilagige Matten enthalten, die unter
Verwendung dieses neuartigen Verfahrens hergestellt werden, bieten sich dem Fachmann
an. Durch Verwendung eines wässrigen Harzbindemittels im B-Zustand, wie z. B. wässriges
Melamin-Formaldehyd, Phenol-Formaldehyd oder Furfurylalkohol-Formaldehyd-Bindemittel
an Stelle von Akryl- oder anderen Harzen, die oben erwähnt wurden, und indem die
Matte während des anfänglichen Vulkanisierens in einen B-Zustand gebracht wird,
können die entstehenden zweilagigen Matten später heißgeformt werden, um eine dreidimensionale
Form herzustellen und die Vulkanisierung des Harzbindemittels abzuschließen. Mit
ausreichendem Heißformdruck wird die Durchlässigkeit der Matte wesentlich weiter
verringert als jene der Matten von Beispiel 3–13.
Die zweilagigen Matten können mit jedem bekannten feuerbeständigen
Klebstoff an ein brennbares Material, wie z. B. ein Holzprodukt, wie z. B. Hartfaserplatte,
Holzspanplatte, Platten aus orientierten Strängen oder Sperrholz, gebunden werden,
wobei der Körperabschnitt der Matte gegen das brennbare Material angeordnet wird
und der Glimmeroberflächenabschnitt freiliegt, durch Heißpressen bei einer geeigneten
Temperatur, um das Bindemittel oder den Klebstoff vollständig zu vulkanisieren,
und mit einem Druck, der ausreichend ist, um die zweilagige Matte zur gewünschten
Form der Matte zu formen. Diese zweilagige Mattendeckschicht erhöht die Zeit, die
es dauert, bis Feuer im Wesentlichen durch das brennbare Material brennt, und ermöglicht,
dass weniger teure Materialien die Feuercodetests bestehen, die sie sonst nicht
bestehen würden. Die zweilagigen Matten der vorliegenden Erfindung können auch als
Deckschichten für Isolierungsmaterialien, wie z. B. Glasfasern, Mineralwolle, Keramikwolle
usw., und erhöhen auch die Feuerbeständigkeit und Festigkeit jener Materialien,
insbesondere von Glasfaserisolierungen.
An Stelle von Glimmerflocken können auch rohe oder abgeblätterte Vermikulitpartikel,
rohe oder expandierte Perlitpartikel, feuerfeste Mikrobälle, roher oder expandierter
Ton und andere feuerfeste Pulver verwendet werden, um feuerbeständige Mattendeckschichten
herzustellen. Es kann auch Melamin-Formaldehyd-Harzbindemittel an Stelle des Furfurylalkohol-Formaldehydharzes
verwendet werden. Eine Schleifoberfläche kann durch Verwendung von Schleifpartikeln
oder -fasern hergestellt werden, um den Oberflächenabschnitt zu bilden.
Obwohl die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung im Detail offenbart
worden sind, gelten andere Ausführungsformen im Rahmen der beschriebenen Erfindung
und mit anderen funktionellen Zusatzstoffen, die Fachleuten bekannt oder offensichtlich
sind, als Teil der vorliegenden Erfindung und sollen in der nachfolgend beanspruchten
Erfindung eingeschlossen sein.
Anspruch[de]
Mehrlagige Matte umfassend einen Faservlieskörperabschnitt (30)
und einen Oberflächenabschnitt (40), wobei der Körperabschnitt (30)
und der Oberflächenabschnitt (40) Fasern und/oder Partikel umfassen, wobei
die Fasern im Körperabschnitt (30) und die Fasern und/oder Partikel im
Oberflächenabschnitt (40) und die Lagen der mehrlagigen Matte mit einem
selben Harzbindemittel aneinander gebunden werden.
Matte nach Anspruch 1, wobei die Fasern und/oder Partikel im Oberflächenabschnitt.
(40) sich auf etwa 0,5–20 Gew.-% der Fasern im Körperabschnitt (30)
der Matte belaufen und wobei die Fasern und/oder Partikel im Oberflächenabschnitt
(40) groß genug sind, dass mehr als 99 Prozent der Partikel und/oder Fasern
größer als die Öffnungen zwischen den Fasern im Körperabschnitt (30) sind.
Matte nach Anspruch 1, wobei der Oberflächenabschnitt (40)
Fasern mit 0,63 cm (ein Viertel Inch) Länge oder kürzer, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus Glas- oder Polymermikrofasern, Zellulosetriazetatfasern, Mineralwollfasern
und Keramikfasern oder Faserkristallen, enthält.
Matte nach Anspruch 2, wobei der Oberflächenabschnitt (40)
Partikel enthält, die größer als 100 Mesh sind, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Phenolformaldehyd, regulärem oder modifiziertem Polyethylen und Polypropylen,
Nylon, Polyvinylalkohol, Hotmelt und reaktiven Hotmelts, Glasperlen, Flocken oder
Mikrokügelchen, expandiertem Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln, Kieselgur, rohem
oder expandiertem Vermikulit, rohem oder expandiertem Perlit, Ton, organischen oder
anorganischen Pulvern, Mikrobällen, Mikrofasern, Mineralwolle und expandiertem Tonaggregat.
Verfahren zur Herstellung einer mehrlagigen Matte mit einem Faserkörperabschnitt
(30) und einem Oberflächenabschnitt (40), wobei der Körperabschnitt
(30) und der Oberflächenabschnitt (40) Fasern und/oder Partikel
enthalten, wobei der Körperabschnitt (30) einen Hauptteil der Matte darstellt,
wobei das Verfahren umfasst: a) Bilden des Körperabschnittes (30) durch Aufbauen von
Fasern in einer unregelmäßigen Ausrichtung auf die gewünschte Dicke,
b) Aufbringen einer Harzbindemittelmasse (36) auf die oberste Oberfläche
des Körperabschnittes, wobei die Bindemittelmasse (36) Fasern und/oder
Partikel enthält, so dass die Fasern und/oder Partikel in der Bindemittelmasse (36)
eine Oberflächenlage auf der Oberseite des Körperabschnittes aufbauen, während das
Harzbindemittel durch den Körperabschnitt (30) durchfließt, und
c) Trocknen und Erhitzen der Matte, um das Harzbindemittel im Körperabschnitt (30)
und im Oberflächenabschnitt (40) zu vulkanisieren.
Verfahren nach Anspruch 5, wobei wenigstens einige der Partikel in
der Bindemittelmasse (36) kleiner als manche Öffnungen zwischen den Fasern
im Faserkörperabschnitt (30) der Matte sind.
Verfahren nach Anspruch 5, wobei wenigstens einige der Partikel in
der Bindemittelmasse größer als die meisten der Öffnungen zwischen den Fasern im
Faserkörperabschnitt (30) der Matte sind.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei die meisten oder im Wesentlichen alle
Partikel in der Bindemittelmasse größer als die meisten Öffnungen zwischen den Fasern
im Faserkörperabschnitt (30) der Matte sind.
Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Fasern und/oder Partikel in der
Bindemittelmasse (36) ausgewählt sind aus einer Gruppe bestehend aus Phenolformaldehyd,
regulärem oder modifiziertem Polyethylen und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol,
Hotmelt und reaktiven Hotmelts, Glasperlen, Flocken oder Mikrokügelchen, expandiertem
Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln, Kieselgur, rohem oder expandiertem Vermikulit,
rohem oder expandiertem Perlit, Ton, organischen oder anorganischen Pulvern, Mikrobällen,
Mikrofasern, Mineralwolle und expandiertem Tonaggregat.
Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Fasern und/oder Partikel in der
Bindemittelmasse (36) ausgewählt sind aus einer Gruppe bestehend aus Phenolformaldehyd,
regulärem oder modifiziertem Polyethylen und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol,
Hotmelt und reaktiven Hotmelts, Glasperlen, Flocken oder Mikrokügelchen, expandiertem
Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln, Kieselgur, rohem oder expandiertem Vermikulit,
rohem oder expandiertem Perlit, Ton, organischen oder anorganischen Pulvern, Mikrobällen,
Mikrofasern, Mineralwolle und expandiertem Tonaggregat.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Fasern und/oder Partikel in der
Bindemittelmasse (36) ausgewählt sind aus einer Gruppe bestehend aus Phenolformaldehyd,
regulärem oder modifiziertem Polyethylen und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol,
Hotmelt und reaktiven Hotmelts, Glasperlen, Flocken oder Mikrokügelchen, expandiertem
Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln, Kieselgur, rohem oder expandiertem Vermikulit,
rohem oder expandiertem Perlit, Ton, organischen oder anorganischen Pulvern, Mikrobällen,
Mikrofasern, Mineralwolle und expandiertem Tonaggregat.
Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Fasern und/oder Partikel in der
Bindemittelmasse (36) ausgewählt sind aus einer Gruppe bestehend aus Phenolformaldehyd,
regulärem oder modifiziertem Polyethylen und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol,
Hotmelt und reaktiven Hotmelts, Glasperlen, Flocken oder Mikrokügelchen, expandiertem
Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln, Kieselgur, rohem oder expandiertem Vermikulit,
rohem oder expandiertem Perlit, Ton, organischen oder anorganischen Pulvern, Mikrobällen,
Mikrofasern, Mineralwolle und expandiertem Tonaggregat.
Laminat umfassend eine Materiallage, die an einen Körperabschnitt
(30) einer mehrlagigen Matte gebunden ist, wobei die Matte einen Körperabschnitt
(30) und einen Oberflächenabschnitt (40) aufweist, wobei der Oberflächenabschnitt
(40) und der Körperabschnitt (30) Fasern und/oder Partikel enthalten,
wobei die Fasern im Körperabschnitt (30) und die Fasern und/oder Partikel
im Oberflächenabschnitt (40) mit dem selben Harzbindemittel aneinander
gebunden werden, wobei die Fasern und/oder Partikel von ausreichender Größe sind,
dass wenigstens etwa 99 Prozent der Partikel und/oder Fasern größer als die Öffnungen
zwischen den Fasern im Körperabschnitt (30) sind.
Laminat nach Anspruch 13, wobei die Partikel und/oder Fasern ausgewählt
sind aus einer Gruppe bestehend aus Phenolformaldehyd, regulärem oder modifiziertem
Polyethylen und Polypropylen, Nylon, Polyvinylalkohol, Hotmelt und reaktiven Hotmelts,
Glasperlen, Flocken oder Mikrokügelchen, expandiertem Ton, Glimmerflocken, Schleifpartikeln,
Kieselgur, rohem oder expandiertem Vermikulit, rohem oder expandiertem Perlit, Ton,
organischen oder anorganischen Pulvern, Mikrobällen, Mikrofasern, Mineralwolle und
expandiertem Tonaggregat.
Laminat nach Anspruch 14, wobei die Materiallage ein brennbares Material
ist.
Laminat nach Anspruch 15, wobei das brennbare Material ein Holzprodukt
ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hartfaserplatte, Holzspanplatte, Spanplatte,
organischer Deckenplatte, Sperrholz und Platten aus orientierten Strängen.
Laminat nach Anspruch 14, wobei die Materiallage ausgewählt ist aus
der Gruppe bestehend aus Glasfaserisolierung, Keramikfaserisolierung und Mineralwolle.