| Dokumentenidentifikation |
DE10303626A1 12.08.2004 |
| Titel |
Tunnelbaustaubfilter mit Vorabscheider |
| Anmelder |
CFT GmbH Compact Filter Technic, 45964 Gladbeck, DE |
| Erfinder |
Both, Reinhold, Dipl.-Ing., 45889 Gelsenkirchen, DE |
| Vertreter |
Schulte & Schulte, 45219 Essen |
| DE-Anmeldedatum |
30.01.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10303626 |
| Offenlegungstag |
12.08.2004 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
12.08.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
E21F 5/20
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| Zusammenfassung |
Für den Einsatz im Tunnelbau ist ein Staubfilter 1 vorgesehen, dessen Gehäuse 2 eine Vielzahl von Filterelementen 3 aufnimmt. Auf Seiten des Rohgaszugangsrohrs 4 ist ein austauschbares Grobsieb 9 erkennbar, dem ein Vorabscheider 10 vorgeordnet ist, in dem über Abscheiderprofile 12, 13, 14 und auch eine Schikane 16 die von den Wettern bzw. dem Rohgas mitgeführten Wassertropfen und Aerosole entnommen werden. Dadurch gelangt in den Bereich der empfindlicheren Filterelemente 3 nur ein weitgehend getrockneter Rohgasstrom, sodass diese Filterelemente auf Dauer auch bei Einsatz hinter mit Wasser besprühten Gewinnungsmaschinen betrieben werden können.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Staubfilter für den Einsatz im Berg-
und Tunnelbau, insbesondere einen einer Vortriebsmaschine zugeordneten Filter, mit
einem die einzelnen Filterelemente aufnehmenden Gehäuse, einem Rohgaszugangsrohr,
Reingasaustritt und einem bodenseitig angeordneten Austragsförderer.
Sowohl im Berg- wie auch im Tunnelbau werden dort Staubfilter eingesetzt,
wo aufgrund von Gewinnungsarbeiten oder auch Reparaturarbeiten Staub in größeren
Mengen anfällt. Beim Einsatz von Vortriebsmaschinen und ähnlichen für das Auffahren
von Strecken dienenden Maschinen werden die Staubfilter unmittelbar hinter der Maschine
angeordnet, um den entstehenden Staub möglichst frühzeitig zu erfassen und niederzuschlagen.
Weil aber betriebsbedingt ein mehr oder weniger größerer Abstand eingehalten werden
muss und weil das Entstehen von Staub möglichst gleich im Bereich des in das Gestein
eindringenden Arbeitswerkzeuges verhindert und der Staub niedergeschlagen werden
soll, werden diese Gewinnungswerkzeuge mit Wasser beaufschlagt, insbesondere wird
versucht, einen Wassernebel zu erzeugen, der das unbeaufsichtigte und unbeabsichtigte
Staubabziehen in die nachgeordneten Bereiche verhindern soll. Die mehr oder weniger
fein verteilten Wassertropfen stellen aber dann bei den nachgeordneten Staubfiltern
eine unter Umständen sehr erhebliche Beeinträchtigung dar. Dabei legt sich der sehr
feucht gewordene Staub entweder frühzeitig in den Filterelementen ab, oder aber
das Wasser beeinträchtigt die einzelnen Filterelemente, beispielsweise indem es
als Antistatikmaterial eingesetzte Beschichtungen auf dem Filtertuch entfernt. Dabei
handelt es sich meist um Salze, die naturgemäß sich durch Feuchtigkeit bzw. das
Wasser auflösen und dann zu erheblichen Problemen in dem Weiterbetrieb des Staubfilters
führen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Staubfilter
zu schaffen, der auch in Betrieben mit feuchten Wettern bzw. bei mit Wasserbedüsung
arbeitenden Maschinen seine Wirksamkeit behält.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass ein in das
Rohgaszugangsrohr integriertes, austauschbar ausgebildetes Grobsieb vorgesehen ist
und dass das Rohgaszugangsrohr einen Anschluss für einen Vorabscheider aufweist,
der leicht an- und abkoppelbar und mit strömungsgünstig geformten Abscheiderprofilen
ausgerüstet und dadurch Wassertropfen und Aerosole abscheidend ausgebildet ist.
Bei einem derart ausgebildeten Staubfilter wird dann, wenn der Staubfilter
hinter solchen mit Wasserbedüsung ausgerüsteten Vortriebsmaschinen angeordnet ist,
dem eigentlichen Staubfilter ein die Wassertröpfchen niederschlagender Vorabscheider
zugeordnet. Um den Widerstand nicht unnötig hochzuschrauben, wird dann das in das
Rohgaszugangsrohr integrierte Grobsieb herausgenommen, was ohne Probleme möglich
ist, weil es austauschbar angeordnet und ausgebildet ist. Das Gehäuse des Staubfilters
weist von vornherein einen Anschluss auf, an den der Vorabscheider angeschraubt
werden kann, um so bei Bedarf schnell zur Verfügung zu stehen bzw. bei Nichteinsatz
leicht auch wieder entfernt zu werden, um eben den Luftwiderstand in Grenzen zu
halten. Das das Rohgaszugangsrohr durchströmende Rohgas wird zwangsweise über die
Abscheideprofile geführt, die so ausgebildet sind, dass sie Wassertropfen und Aerosole
zurückhalten, die dann nach unten tropfen und im Gehäuse gesammelt und dann abgeführt
werden, wozu der Austragsförderer dient. Die entsprechend sauberen und Wasser nicht
mehr enthaltenden Gase werden nach Passieren der Abscheiderprofile in den eigentlichen
Staubfilter geführt, wo sie vom mitgeführten Staub bzw. den entsprechenden Partikeln
befreit werden. Da diese Rohgase keine oder nur noch unwesentliche Feuchtigkeit
mitführen, ist einmal der Abscheideprozess begünstigt und zum anderen wird verhindert,
dass sehr trockene Staubpartikel in irgendeiner Weise in den Reingasstrom gelangen
und dann zu einer Beeinträchtigung der Umwelt führen. Hier wird vielmehr erreicht,
dass die noch immer leicht angefeuchteten Staubpartikel sicher niedergeschlagen
werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie ihre Restfeuchte an Filtermaterial
bzw. an das Filtertuch oder sonstige Dinge abgeben. Aufgrund dieser Restfeuchte
ist ein ganz sicheres Anhaften an das Filtertuch gewährleistet, sodass dann nach
einer bestimmten Betriebszeit durch Stöße oder entsprechende Abschüttelvorrichtungen
eine Reinigung des Filtertuches möglich wird. Natürlich geht ein Teil des mitgeführten
Staubmaterials in den Abscheiderprofilen mit in das Wasser und wird mit diesem in
Form von Schmutzwasser oder Schlamm abgeführt. Dies wiederum hat den Vorteil, dass
die ganz feinen, sonst vielleicht am ehesten die Filtertücher durchdringenden Staubpartikel
hier sicher niedergeschlagen werden, um dann auf die beschriebene Art und Weise
entsorgt werden zu können. Damit ist eine optimale und auch vom Aufwand sehr verträgliche
Reinigung der Wetter in Abbaubetrieben, insbesondere Vorrichtungs- und Herrichtungsbetrieben
möglich.
Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Vorabscheider verstellbare Abscheiderprofile aufweist. Die Abscheiderprofile
können im Winkel so verstellt werden, dass je nach Wasserbeaufschlagung eine mehr
oder weniger große Umlenkung der einzelnen Teilströme des Rohgases verwirklicht
wird. Werden nur gering mit Feuchtigkeit beaufschlagte Rohgasströme
erwartet, können die Abscheiderprofile sehr steil eingestellt werden oder aber rechtwinklig,
je mehr an Feuchtigkeit in den Wettern mitgeführt wird.
Um größere Wassertropfen, aber auch größere Staubpartikel aus dem
Rohgas frühzeitig herauszunehmen, ist den Abscheiderprofilen entgegen der Strömungsrichtung
des Rohgases eine Schikane vorgeordnet. Durch diese Schikane kommt es zum Niederschlagen
dieser Partikel, die dann nicht zu einer Beeinflussung der Abscheiderprofile führen
können. Auch dieses Material wird aufgefangen und entsprechend entsorgt.
Eine weitere zweckmäßige Ausführung der Erfindung sieht vor, dass
den Abscheiderprofilen auf die Profile gerichtete Wasserdüsen vorgeordnet sind und
bodenseitig ein Schmutzwassersammler mit Pumpenanschluss zugeordnet ist.
Das von den Abscheiderprofilen aufgefangene oder niedergeschlagene
Schlammmaterial bzw. die entsprechende Feuchtigkeit, wird an den Abscheiderprofilen
herabgeführt und im Bereich des Bodens durch einen Schmutzwassersammler aufgefangen.
An diesen Schmutzwassersammler ist ein Pumpenanschluss angeschlossen, sodass in
gewissen zeitlichen Abständen dieses Staubwassergemisch bzw. Schlamm abgeführt werden
kann. Um die Abscheiderprofile immer aufnahmefähig zu halten, sind diesen Wasserdüsen
zugeordnet, die in gewissen zeitlichen Abständen aktiviert werden, d.h. mit Wasser
beaufschlagt werden, um den angesetzten Schlamm und Schmutz zu entfernen und herabzuspülen.
Er wird auf die gleiche Weise dem Schmutzwassersammler und dem Pumpenanschluss zugeführt,
also gleich und wirksam entsorgt. Die Wasserdüsen sind dabei so angeordnet, dass
sie die Gesamtheit der Abscheiderprofile beaufschlagen und dafür sorgen, dass es
nicht zu die Wirksamkeit beeinträchtigenden Ansätzen kommt. Solche Reinigungszyklen
werden dann vorgenommen, wenn die Vortriebsmaschine aufgrund von Ausbauarbeiten
oder anderen Gründen nicht im Einsatz ist, d.h. also keine staubhaltigen Wetter
anfallen und entstaubt werden müssen.
Insbesondere beim Auffahren von Gesteinsstrecken oder Strecken mit
mehr oder weniger hohem Steinanteil werden die Abscheiderprofile auch verschleißmäßig
stark beaufschlagt. Um dabei auftretenden Verschleiß schnell bekämpfen zu können,
sieht die Erfindung vor, dass die Abscheiderprofile zu austauschbar ausgebildeten
und angeordneten Austauschpaketen zusammengefasst sind und dass in der Wandung des
Gehäuses eine Inspektionsöffnung in Höhe der Austauschpakete vorgesehen ist. Zunächst
einmal kann der Zustand der Abscheiderprofile gut überwacht werden, insbesondere
dann, wenn die Inspektionsöffnungen mit Scheiben versehen sind. Da auch hier in
Schneidpausen der Vortriebsmaschine der Staubfilter für solche Revisionsmaßnahmen
oder Reparaturmaßnahmen zur Verfügung steht, kann in solchen Pausen auch schnell
ein Austausch der Abscheiderprofile bzw. der Austauschpakete vorgenommen werden.
Gerade bei derartigen Vortriebsmaschinen wird auch grober Staub mit
in den Staubfilter hineingezogen, wobei hier Beeinträchtigungen des Vorabscheiders
dadurch wirksam vermieden werden, dass auch der Schikane Wasserdüsen vorgeordnet
sind und dass bodenseitig ein zum Schmutzwassersammler führendes Verbindungsrohr
angeordnet ist. Diese Schikanen sorgen also dafür, dass der gröbere Staub schon
vor Passieren der Abscheiderprofile niedergeschlagen wird, um dann abgesaugt bzw.
abgefördert zu werden. Zum Säubern der Schikane sind Wasserdüsen vorgesehen, die
auf die Schikane bzw. auf deren Winkelbleche gerichtet sind, sodass es auch hier
zu bleibenden Beeinträchtigungen nicht kommen kann.
Zu hohe Geschwindigkeiten im Bereich der Abscheiderprofile und damit
eine Beeinträchtigung der Niederschlagsleistung erreicht man gemäß der Erfindung
dadurch, dass die Abscheiderprofile in einem Bereich des Vorabscheidergehäuses angeordnet
sind, der einen wesentlich vergrößerten, vorzugsweise um 50 bis 100% gegenüber dem
Einzugsbereich mit der Schikane vergrößerten Querschnitt aufweist. Damit ist eine
gleichmäßige und sichere Beaufschlagung der Abscheiderprofile gegeben, die die feuchten
Partikel bzw. das Wasser oder den Wasserdampf aus dem Rohgasstrom herausnehmen,
sodass die nachfolgende Beaufschlagung der Filtertücher keine Beeinträchtigung mehr
zu erwarten hat. Die Verlangsamung der Wetter wird dann anschließend in Richtung
Anschluss zum Gehäuse des Staubfilters wieder aufgehoben, d.h. hier wird der Querschnitt
wieder verringert, sodass die entfeuchteten Staubmengen entsprechend gesichert wie
üblich in das eigentliche große Gehäuse des Staubfilters gelangen können.
Ein Niederschlag des Wassers und der Aerosole wird gemäß der Erfindung
im Bereich der Abscheiderprofile dadurch sichergestellt, dass die Abscheiderprofile
entgegen der Strömungsrichtung der Rohgase vorspringende, eine Art Tasche ergebende
Nasen aufweisen. In diese Taschen strömen aufgrund der entsprechenden Führung durch
die Abscheiderprofile die das Wasser enthaltenden Wetter, wobei sie aufgrund dieser
Führung im Bereich der Taschen den wasserförmigen Inhalt weitgehendst abgeben, sodass
diese „getrockneten" Rohgase/Wetter dann problemlos in das eigentliche Gehäuse
des Staubfilters hineingeleitet werden können, um sie vom Staub zu befreien.
Eine einfache und zweckmäßige Verwirklichung der entsprechend geformten
Abscheiderprofile wird dadurch erreicht, dass die Abscheiderprofile als Winkelbleche
mit die Nasen bildenden, angesetzten Flacheisen ausgebildet sind.
Weiter vorn ist darauf hingewiesen worden, dass die zu Austauschpaketen
zusammengefassten Abscheiderprofile leicht montierbar und demontierbar
sein sollen, was man gemäß der Erfindung dadurch erreicht, dass sowohl den als Austauschpaket
ausgebildeten Abscheiderprofilen, wie auch der Schikane auf der Oberseite und der
Seitenflanke Aufhängehaken zugeordnet sind. Dadurch ist es möglich, die Austauschpakete
bzw. die Schikanen an einen Hubzug oder ein ähnliches Fördermittel zu hängen, um
das Austauschpaket bzw. auch die Schikane schnell aus dem Vorabscheidergehäuse herauszunehmen
und durch ein neues zu ersetzen. Entsprechende Maßnahmen sind dann auch zweckmäßig,
wenn dieser entsprechend ausgebildete Staubfilter in normal trockenen Bereichen
zum Einsatz kommt. Natürlich kann man dann auch das ganze Vorabscheidergehäuse demontieren
und den Grobabscheider bzw. das Grobsieb wieder einsetzen, um auf diese Art und
Weise den vereinfachten Betrieb der Staubreinigung vornehmen zu können.
Der Staub wird über einen Austragsförderer aus dem Gehäuse des Staubfilters
herausgenommen. Hier kann es zu Verschmutzungen und Störungen kommen, wobei gemäß
der Erfindung vorgesehen ist, dass das Gehäuse im Bereich des Austragsförderers
verteilt über seine Länge Reinigungsklappen aufweist, um nämlich den Austragsförderer
inspizieren und ggf. reinigen oder reparieren zu können und zwar ohne dass es erforderlich
ist, das ganze Gehäuse zu öffnen oder gar zu demontieren.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Staubfilter
geschaffen worden ist, der auch beim problematischen Einsatz hinter Vortriebsmaschinen
mit Wasserbedüsung eingesetzt werden kann, ohne dass die Leistung des Staubfilters
durch die von den Wettern bzw. vom Rohgas mitgeführten Wasserpartikel beeinträchtigt
wird. Vielmehr ist es erstmals möglich, auf einfache und zweckmäßige Weise Wassertröpfchen
und Aerosole vor Eintritt der Rohgase in das eigentliche Filtergehäuse niederzuschlagen,
ohne den Staub wirklich zu trocknen. Der noch mit Restfeuchte behaftete Staub wird
vielmehr dann in den Filtertüchern bzw. im eigentlichen Filterelement von der Trägerluft
getrennt, sodass er dann in regelmäßigen Abständen abgeklopft werden kann. Der im
Vorabscheider niedergeschlagene sehr feuchte Staub, besser gesagt Schlamm, wird
über geeignete Schlammpumpen abgezogen und entweder mit dem üblichen Staub aus den
Filterelementen wieder zusammengebracht oder aber getrennt über eine entsprechende
Pumpeinheit. Vorteilhaft ist dabei, dass zum Schutz der eigentlichen Filterelemente,
beispielsweise aber der mit Salzen beschichteten Tuche nur so viel an Feuchtigkeit
aus den Rohgasen bzw. den Wettern herausgenommen wird, wie dies unbedingt erforderlich
ist, um die Wirksamkeit der nachgeordneten Filterelemente zu bewahren, dass dennoch
aber ein Feuchtigkeitsrestgehalt erhalten bleibt, der ja vorteilhaft ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt
ist. Es zeigen:
1 eine Seitenansicht eines im Tunnelbau
einzusetzenden Staubfilters,
2 eine Draufsicht auf den Staubfilter
nach 1,
3 eine vergrößerte Wiedergabe des dem
Staubfilter vorgeordneten Vorabscheiders,
4 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt
gemäß 3,
5 eine Vorkopfansicht im Bereich des
Vorabscheiders,
6 einen Schnitt durch das Gehäuse des
Staubfilters,
7 eine Seitenansicht eines Austauschpaketes
mit Abscheiderprofilen,
8 eine Draufsicht gemäß 7,
9 eine vergrößerte Wiedergabe eines Abscheiderprofiles
und
10 eine Seitenansicht einer einem Austauschpaket
vorgeordneten Schikane.
1 zeigt einen Staubfilter 1,
der im Tunnelbau eingesetzt werden kann und der aus einer Vielzahl von Filterelementen
3 zusammengesetzt ist. Diese Filterelemente 3 sind in einem lang
gestreckten Gehäuse 2 untergebracht und zwar zwischen Rohgaszugangsrohr
4 und Reingasaustritt 5. Bodenseitig ist ein Austragsförderer
6 vorgesehen, über den der niedergeschlagene Staub in vorgegebenen Zeitintervallen
aus dem Gehäuse 2 herausgefördert wird.
Im Bereich des Rohgaszugangsrohres 4 bzw. in dieses integriert
ist ein Grobsieb 9, über das bei Normalbetrieb Grobstäube so niedergeschlagen
werden, dass die einzelnen Filterelemente 3 nur mit dem von ihnen optimal
niederzuschlagenden feinkörnigeren Staub beaufschlagt sind.
Das Rohgaszugangsrohr 4 ist mit einem Anschluss
11 versehen, über den ein Vorabscheider 10 angeschlossen ist,
der über eine Vielzahl von Abscheiderprofilen 12, 13,
14 dafür sorgt, dass das in Strömungsrichtung 15 in den Vorabscheider
10 einströmende staubhaltige Rohgas von Wassertröpfchen und Aerosolen befreit
wird. Auf diese Weise ist es möglich, den dahinter angeordneten Staubfilter
1 ohne sonstige Vorkehrungen problemlos weiter zu betreiben und insbesondere
ohne Verstopfungsgefahr.
Zum Schutz der Abscheiderprofile 12, 13,
14 ist eine Schikane 16 vorgesehen, die dafür sorgt, dass gröbere
Staubpartikel aber eben auch entsprechender Schlamm niedergeschlagen wird, ohne
erst in den Bereich der Abscheiderprofile 12, 13, 14
zu gelangen. Diese Schikane 16 ist hierzu mit entsprechend
angeordneten und in den Wetterstrom gestellten Winkelprofilen 17,
18 versehen.
2 zeigt in Draufsicht sowohl die Anordnung
der Abscheiderprofile 12, 13, 14 wie auch der Winkelprofile
17, 18 und diesen vorgeordnet Wasserdüsen 20 bzw.
23, über die eine Abreinigung der Abscheiderprofile 12,
13, 14 und der Winkelprofile 17, 18 möglich
ist. Angedeutet ist, und dies noch besser in 4, dass
die Wasserdüsen 20, 23 an eine Druckwasserleitung 21
mit einem Düsenrohr 22 angeschlossen sind und so angestellt sind, dass
sie Reinwasser in die Eingangsschlitze der Abscheiderprofile 12,
13, 14 hineinspritzen, wenn ein Reinigungsprozess notwendig ist.
Dieser Reinigungsprozess läuft vorzugsweise bei Stillstand der Vortriebsmaschine,
beispielsweise während der Ausbauarbeiten. Gleichzeitig werden die Wasserdüsen
30, die der Schikane 16 vorgeordnet sind, mit Wasser beaufschlagt
und zwar über das Versorgungsrohr 31.
Das Schmutzwasser bzw. der Schlamm aus dem Bereich der Schikane
16 wird über das Verbindungsrohr 32 dem Schmutzwassersammler
24 zugeführt, in den auch das die Abscheiderprofile 12,
13, 14 verlassende Schmutzwasser gelangt. Von hier aus wird über
einen Pumpenanschluss 25 dafür gesorgt, dass das staubhaltige Wasser bzw.
der Schlamm abgesaugt und entsorgt wird. Erkennbar ist in 3
und auch in 4, dass das Düsenrohr 22,
22' so angeordnet und geführt ist, dass die Wasserdüsen 20,
23 alle Teile der Abscheiderprofile 12, 13,
14 beaufschlagen können. Gleiches gilt für die Wasserdüsen 30
des Versorgungsrohrs 31 vor der Schikane 16.
In der Wandung 27 des Vorabscheiders 10 sind Inspektionsöffnungen
28 vorgesehen, um so den Zustand der Abscheiderprofile 12,
13, 14 leicht überwachen zu können. Außerdem ist in diesem Vorabscheidergehäuse
34 eine Art Schublade vorgesehen, in der ein Austauschpaket 44
angeordnet ist, was weiter hinten noch näher erläutert wird.
Auch in der Wandung 27' des Gehäuses 2 des Staubfilters
1 sind mehrere Inspektionsöffnungen 28 vorgesehen, um den Zustand
der einzelnen Filterelemente 3 gut überprüfen und überwachen zu können.
6 zeigt, dass diese Filterelemente 3 jeweils
so angeordnet sind, dass sie durch den durchströmenden Wetterstrom so beaufschlagt
werden, dass die darin enthaltenen staubhaltigen Partikel festgehalten werden. Bodenseitig
ist der Austragsförderer 6 erkennbar.
5 zeigt eine Vorkopfansicht gemäß
3 und 4, wobei erkennbar
wird, dass vom Einzugsbereich 35 des Vorabscheidergehäuses 34
sich dieses in Richtung Abscheiderprofile 12, 13, 14
erweitert, um eine optimale Beaufschlagung der einzelnen Profile zu gewährleisten.
Erkennbar sind in 5 auch die übereinander angeordneten
Düsenrohre 22, 22', 22''. Sie sind jeweils mit drei oder
mehr Wasserdüsen 20, 22 bestückt.
7 zeigt in Seitenansicht ein aus einer
Vielzahl von Abscheiderprofilen 12, 13, 14 bestehendes
Austauschpaket 44. Dieses Austauschpaket 44 weist an der Oberseite
43 sowie an der Seitenflanke 45 Aufhängehaken 46,
46' auf, die ein leichtes Herausnehmen und Austauschen dieser Austauschpakete
44 ermöglichen. Es versteht sich, dass während des Einsatzes im Vorabscheidergehäuse
34 der Aufhängehaken 46 flachgelegt ist, wie dies in
8 erkennbar ist. Der Aufhängehaken 46' liegt
in einer Griffmulde, sodass er beim Normalbetrieb keine Behinderung darstellt. Er
kann bei Bedarf hochgeklappt werden, sodass er dann durch einen Zughub oder ähnliches
schnell erreichbar ist.
Die Draufsicht nach 8 lässt die Vielzahl
von Abscheiderprofilen 12, 13, 14 erkennen, die aus Winkelblechen
40 bestehen, an die ein Flacheisen 41 angesetzt ist bzw. Nasen
36, 37. Diese Nasen 36, 37 bilden eine Art Tasche
38, die beim Auftreffen des Feuchtigkeit mitführenden Wetterstroms die
mitgeführten Wassertröpfchen und alle Aerosole so auffangen, dass der Wetterstrom
anschließend weitgehend getrocknet in den Bereich der Filterelemente 3
eintreten kann.
9 zeigt ein solches Abscheiderprofil
12 in vergrößerter Wiedergabe, wobei insbesondere auch die Taschen
38, 38' erkennbar werden. Jedes dieser Abscheiderprofile
12, 13, 14 verfügt also über zwei solcher Taschen
38, 38'.
10 zeigt schließlich eine Seitenansicht
einer Schikane 16, die ebenfalls die Form eines Arbeitspaketes
50 aufweist, dessen Draufsicht in 4 wiedergegeben
ist. Hier sind auch die Winkelprofile 17, 18 wiedergegeben. Bei
der Seitenansicht nach 10 ist weiter erkennbar, dass
auch hier der Oberseite 43' ein Aufhängehaken 47 zugeordnet ist,
während die Seitenflanke 45' einen Aufhängehaken 47' aufweist.
Zur erwähnen ist noch, dass das Gehäuse 2 im Bereich des
Austragsförderers 6 Reinigungsklappen 49 aufweisen kann, die in
1 nur angedeutet sind. Diese Reinigungsklappen
49 dienen dazu, bei Verstopfungen des Austragsförderers 6 einen
schnellen Zugriff zu ermöglichen oder aber auch Reinigungsarbeiten oder ähnliches
durchzuführen bzw. eine Überwachung dieses wichtigen Aggregates zu ermöglichen.
Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden,
werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
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| Anspruch[de] |
- Staubfilter für den Einsatz im Berg- und Tunnelbau, insbesondere ein
einer Vortriebsmaschine zugeordneter Filter mit einem die einzelnen Filterelemente
(3) aufnehmenden Gehäuse (2), einem Rohgaszugangsrohr (4),
Reingasaustritt (5) und einem bodenseitig angeordneten Austragsförderer
(6), dadurch gekennzeichnet, dass ein in das Rohrgaszugangsrohr
(4) integriertes, austauschbar ausgebildetes Grobsieb (9) vorgesehen
ist und dass das Rohgaszugangsrohr (4) einen Anschluss (11) für
einen Vorabscheider (10) aufweist, der leicht an- und abkoppelbar und mit
strömungsgünstig geformten Abscheiderprofilen (12, 13,
14) ausgerüstet und dadurch Wassertropfen und Aerosole abscheidend ausgebildet
ist.
- Staubfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorabscheider
(10) verstellbare Abscheiderprofile (12, 13,
14) aufweist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass den Abscheiderprofilen (12, 13, 14) entgegen der
Strömungsrichtung (15) des Rohgases eine Schikane (16) vorgeordnet
ist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass den Abscheiderprofilen (12, 13, 14) auf die Profile
(12, 13, 14) gerichtete Wasserdüsen (20) vorgeordnet
sind und bodenseitig ein Schmutzwassersammler (24) mit Pumpenanschluss
(25) zugeordnet ist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abscheiderprofile (12, 13, 14) zu austauschbar
ausgebildeten und angeordneten Austauschpaketen (44) zusammengefasst sind
und dass in der Wandung (27) des Gehäuses (2) eine Inspektionsöffnung
(28) in Höhe der Austauschpakete (44) vorgesehen ist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass auch der Schikane (16) Wasserdüsen (30) vorgeordnet sind
und dass bodenseitig ein zum Schmutzwassersammler (24) führendes Verbindungsrohr
(32) angeordnet ist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abscheiderprofile (12, 13, 14) in einem Bereich
des Vorabscheidergehäuses (34) angeordnet sind, der einen wesentlich vergrößerten,
vorzugsweise um 50 bis 100% gegenüber dem Einzugsbereich (35) mit der Schikane
(16) vergrößerten Querschnitt aufweist.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abscheiderprofile (12, 13, 14) entgegen der
Strömungsrichtung (15) der Rohgase vorspringende, eine Art Tasche (38)
ergebende Nasen (36, 37) aufweisen.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abscheiderprofile (12, 13, 14) als Winkelbleche
(40) mit die Nasen (36, 37) bildenden, angesetzten Flacheisen
(41) ausgebildet sind.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl den als Austauschpaket (44) ausgebildeten Abscheiderprofilen
(12, 13, 14), wie auch der Schikane (16), auf
der Oberseite (43) und der Seitenflanke (45) Aufhängehaken (46,
47) zugeordnet sind.
- Staubfilter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (2) im Bereich des Austragsförderers (6) verteilt
über seine Länge Reinigungsklappen (49) aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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