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Dokumentenidentifikation DE202004007479U1 12.08.2004
Titel Außenwand von Gebäuden
Anmelder SMALT spol. s.r.o., Komarov, CZ
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Aktenzeichen 202004007479
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.08.2004
Registration date 08.07.2004
Application date from patent application 07.05.2004
IPC-Hauptklasse E04B 2/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Außenmantel für Gebäude, wobei der Außenmantel mit viereckigen, mit Glasscheiben ausgefüllten Rahmen versehen ist.

Die Gebäudeaußenwände werden bisher mit Konstruktionen versehen, deren Skelett mit viereckigen Rahmen versehen ist, deren gegenüberliegende Arme parallel und geradlinig sind. Diese Rahmen sind mit Glasscheiben ausgefüllt. Wenn kleinere Bauten, wie Abdächer bei Stationen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs, betroffen sind, dann sind die Arme im unteren Teil ausgelassen und die Glasfüllung endet frei in einem bestimmten Abstand oberhalb der begehbaren Fläche. Ähnlich sind auch Ausfüllungen von Brücken- oder Balkongeländern ausgeführt. Es handelt sich immer um Glasfüllungen, die aus flachen Glasscheiben bestehen.

Es gibt jedoch Fälle, in denen die Architektur ein Sichtelement verlangt und eine nach außen oder nach innen gewölbte durchsichtige Scheibe Anwendung findet. Wenn verlangt wird, dass die Füllung eine Glasfüllung ist, dann wird eine vorher warm gebogene Glasscheibe eingesetzt, deren Biegekurve den Biegekurven der gegenüberliegenden Arme der viereckigen Rahmen entspricht. Die so vorbereitete Glasfüllung wird einfach im gleich gebogenen Rahmen befestigt. Es handelt sich um eine sehr kostenreiche Technologie, die den Erfolg trotz der erheblichen Kosten nicht garantiert. Wenn die Fensterfüllung zerstört wird, und zwar zum Beispiel infolge einer durch atmosphärische Einflüsse oder durch Sonnenstrahlung verursachten Innenspannung, ist deren Ersatz durch eine identische Füllung sehr kompliziert.

In diesen Fällen, in denen die architektonische Anforderung des Objekts eine durchsichtige oder durchscheinende Füllung in einer nach außen oder nach innen gewölbten Form war, wurden deshalb lieber Füllungen aus einem Kunststoffmaterial eingesetzt, das bei der Montage eine angemessene Biegeformgebung zulässt. Keine der zugänglichen Kunststoffmaterialien hat eine Abriebfestigkeit wie Glas. Deswegen kommt es nach einer gewissen Zeit infolge von Staub- und Windeinwirkungen zum Zerkratzen der Außenoberfläche. Zur Alterung der Kunststoffmaterialien tragen ebenfalls die Sonneneinstrahlung und das Ozon bei.

Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Mäntel für Gebäudeaußenwände dadurch, dass ein Mantel vorgesehen ist, der mit viereckigen, mit Glasscheiben ausgefüllten Rahmen versehen ist. Die ersten zwei gegenüberliegenden Rahmenleisten sind in gleicher Richtung nach außen oder nach innen gewölbt, und zwar je nach der ununterbrochenen Umlenkkurve.

Der Mindestradius jeder Umlenkkurve ist gleich oder größer als das 250-fache der Glasscheibendicke. Die beiden anderen gegenüberliegenden Leisten sind geradlinig. An den zwei ersten Leisten liegt eine elastisch gebogene Glasscheibe, die mindestens aus einer Schicht Hartglas besteht. Ein derartiger Mantel ermöglicht kerbenlose Übergänge zwischen den einzelnen, mit Glasscheiben gebildeten Flächen. Die Hartglasscheiben können bei der Montage je nach den konkreten Kurven der gegenüberliegenden Leisten in gewünschte Biegungen geformt werden und zwar direkt auf der Baustelle.

Wenn die Glasscheibe aus mehreren Hartglasschichten besteht, dann sind die einzelnen Hartglasschichten mit einer Kunststofffolie verbunden. Bei der Zerstörung einer so zusammengebauten Glasscheibe hält diese durch die Adhäsion der Kunststofffolie zusammen, und einzelne Scherben können beim Absturz keinen weiteren Schaden verursachen.

Für eine perfekte Verbindung der Glasscheibe mit einem Rahmen ist es günstig, wenn die Glasscheibe an den gegenüberliegenden Leisten liegt und zwischen den gegenüberliegenden Leisten und den Druckleisten eingeklemmt ist. Die Druckleisten sind entweder mit den gegenüberliegenden Leisten oder mit dem Rahmen fest verbunden. Der so zusammengebaute Mantel ist statisch stabil.

Nach dem Ausschließen der Entstehung von Rissen an der Glasscheibe, die durch den lokalen Druck zwischen der Glasscheibe und einer der Leisten, zum Beispiel durch einen Metallgrat, Sandkern o. ä., verursacht werden, ist es günstig, zwischen die Glasscheibe und die Leisten eine elastische Dichtung oder Kitt einzufügen. Es kommt dadurch auch zur Aufteilung des Raums außerhalb und innerhalb des Mantels. Bei kleineren Radien der Umlenkkurve kann die Glasscheibe mit den Leisten mit einem passenden Klebestoff verbunden werden. Beim Klebstoffeinsatz fallen Druckleisten aus und die an der Außenwand verwendeten Glasscheiben werden noch ästhetischer.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, das eine gerundete Ecke eines Außenmantels an einer Außenwand eines Gebäudes darstellt. Es zeigen:

1 eine perspektivische Teilansicht eines Außenmantels gemäß der Erfindung,

2 einen vergrößerten Ausschnitt T des Außenmantels der 1 und

3 einen Schnitt durch eine Verbindungsanordnung für Glasscheiben der 1 und 2.

Die Gebäudeaußenwand ist vor allem von einer Stahlkonstruktion K gebildet, die mit viereckigen Rahmen 1 in einzelne Felder aufgeteilt ist. Die viereckigen Rahmen 1 sind mit Glasscheiben T, T' ausgefüllt. Im gerundeten Teil der Außenwand ist die Glasscheibe T nach der Umlenkkurve mit dem Radius r gebogen, und im geraden Teil der Außenwand gibt es Planglasscheiben T'. Es ist von Vorteil, wenn die Glasscheiben T aus mehreren, mit einer Kunststofffolie verbundenen Hartglasschichten bestehen. Aus den horizontalen Seiten des Rahmens 1 der Konstruktion K, der die Rundung bildet, ragen die ersten gegenüberliegenden Leisten 11 heraus, die nach einer ununterbrochenen Umlenkkurve gebogen sind, mit der sie den Radius r, im Beispiel 1000 mm, bilden. Die vertikalen Rahmenseiten 1 sind plan, und es ragen aus ihnen ebenfalls die anderen gegenüberliegenden Leisten 12 heraus. An den gegenüberliegenden Leisten 11, 12 liegt eine Glasscheibe T aus Hartglas, in diesem Beispiel mit einer Dicke von 4 mm. An den Rändern der Glasscheibe T liegen Druckleisten 21, 22, die mit den gegenüberliegenden Leisten mit Schraubverbindungen 4 verbunden sind. An den ersten zwei gegenüberliegenden Leisten 11 sind Druckleisten 21 befestigt, deren Biegungen die Außenfläche der Glasscheibe T kopieren. Zwischen der Glasscheibe T und den gegenüberliegenden Leisten 11, 12, sowie zwischen der Glasscheibe Tt und den Druckleisten 21, 22 ist eine elastische Dichtung 3 eingelegt, welche die Druckverteilung zwischen der Glasscheibe T und den Leisten 11, 12, 21, 22 sicherstellt und dadurch die durch übermäßigen Druck entstehende Gefahr eines Bruchs der Glasscheibe T minimiert.

Der Druck zwischen der Glasscheibe T und den Rahmen 11, 12, 21, 22, kommt einerseits aus der durch die Biegung verursachten Vorspannung der zu biegenden Glasscheibe T und andererseits auch aus der durch die Schraubverbindungen 4 verursachten Klemmkraft. Die elastische Dichtung 3 verhindert auch das Eindringen von Regenwasser. Ebenso sind die planen Glasscheiben T an der Konstruktion K befestigt.

Die gegenüberliegenden Leisten 11, 12 werden mit der elastischen Dichtung 3 versehen. An die gerade gegenüberliegende Leiste 12 wird auf die Dichtung 3 die Glasscheibe T gelegt. An den Rand der Glasscheibe T wird die gerade Druckleiste 21 gelegt. Beide geraden Leisten 11, 12 werden mit Schraubverbindungen 4 zusammengeschraubt. Durch die Einwirkung von Druck auf die Glasscheibe T beginnt diese durch das Andrücken an die gegenüberliegenden Leisten 11 des Rahmens 1, die den Radius der Umlenkkurve ver-folgen, diese Kurve zu kopieren und schrittweise anzuliegen. Anschießend werden die beiden gegenüberliegenden Druckleisten 21, die auch nach der Umlenkkurve gebogen sind, und anschließend auch die gerade Druckleiste 22 am Rahmen 1 mit Schraubverbindungen 4 befestigt. So wird die Glasscheibe T zu einem integralen Bestandteil der Konstruktion K.

Die Eingliederung von Glasfüllungen in feste Rahmen hat breitere Anwendungsmöglichkeiten in der Architektur als nur für Gebäudeaußenwände. Somit können auch Innenwände von Gebäuden, Füllungen von Treppengeländern oder Überdachungen von Gebäuden gestaltet werden.


Anspruch[de]
  1. Gebäudeaußenwand bestehend aus einem Mantel (K), der mit viereckigen, mit Glasscheiben (T) ausgefüllten Rahmen (1) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten zwei gegenüberliegenden Leisten (11) des Rahmens (1) in gleicher Richtung nach außen oder nach innen gewölbt sind, jede nach einer ununterbrochenen Umlenkkurve, und dass die zwei anderen gegenüberliegenden Leisten (12) gerade sind, wobei der Mindestradius (r) jeder Umlenkkurve gleich oder größer als das 250-fache der Dicke der an den Leisten (11, 12) anliegenden Glasscheibe (T) ist, wobei die Glasscheibe (T) mindestens mit einer Hartglasschicht gebildet ist.
  2. Gebäudeaußenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Hartglasschichten mit einer Kunststofffolie verbunden sind.
  3. Gebäudeaußenwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Rand der an den zwei ersten gegenüberliegenden Leisten (11) liegenden Glasscheibe eine Druckleiste (21) liegt, die nach der identischen Umlenkkurve gebogen und mit den gegenüberliegenden Leisten (11) oder mit dem Rahmen (1) fest verbunden ist.
  4. Gebäudeaußenwand nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Leisten (11, 12, 21, 22) und der Glasscheibe (T) eine elastische Dichtung (3) eingelegt ist.
  5. Gebäudeaußenwand nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Leisten (11, 12, 21, 22) und der Glasscheibe (T) Kitt eingefügt ist.
  6. Gebäudeaußenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasscheibe (T) in die ersten und zweiten gegenüberliegenden Leisten (11, 12) geklebt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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