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Dokumentenidentifikation DE69233236T2 19.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000933892
Titel Ton- und Bild-Daten Verteilungsverfahren
Anmelder Acacia Media Technologies Corp., Newport Beach, Calif., US
Erfinder Yurt, Paul, Scottsdale, US;
Browne, Lee H., Greenwich, US
Vertreter Maikowski & Ninnemann, Pat.-Anw., 10707 Berlin
DE-Aktenzeichen 69233236
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.01.1992
EP-Aktenzeichen 992013466
EP-Offenlegungsdatum 04.08.1999
EP date of grant 15.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.08.2004
IPC-Hauptklasse H04H 1/02
IPC-Nebenklasse H04N 7/173   H04N 7/54   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Audio- und Video-Sende- und Empfangssystem und insbesondere ein solches System, bei dem der Benutzer den Zugriff und die Abspielfunktionen ausgewählten Materials steuert.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erlaubt es nur ein Videokassettenrecorder (VCR) oder ein Laserdiskabspielgerät (LDP), daß ein Zuseher die Auswahl von bestimmtem Audio-/Videomaterial steuern kann. Das Verwenden entweder eines VCR oder eines LDP verlangt vom Zuseher, sich ein Videoband entweder durch Mieten oder durch Erwerben zu besorgen. Ferngesteuerter Zugriff auf das Material ist bislang noch nicht in ein wirkungsvolles System integriert worden.

Stand der Technik

Mehrere Konstruktionen sind entwickelt worden, die den Zuseher mit komfortableren Mitteln zum Zugreifen auf Material ausstatten. Eine solche Konstruktion ist in dem an Walter erteilten US-Patent Nr. 4,506,387 offenbart. Das Patent von Walter offenbart ein völlig diesem Zweck gewidmetes optisches Mehrleiter-Kabelsystem, welches mit den Räumlichkeiten des Zusehers verkabelt ist. Obwohl das System dem Zuseher einige Kontrolle über den Zugriff auf das Material erlaubt, verlangt es doch, daß ein Ort, der vom Zuseher bestimmt wird, mit einem dafür bestimmten Kabel verkabelt wird. Das System von Walter verlangt von Zuseher des weiteren, daß er an jenem Ort sowohl zum Bestellen als auch zum Betrachten des Audio-/Videomaterials anwesend ist.

Das an Monslow erteilte US-Patent Nr. 4,890,320 beschreibt ein System, das vom Zuseher ausgewähltes Material zu einem vorgeschriebenen Zeitpunkt an den Zuseher ausstrahlt. Dieses System ist insofern begrenzt, als es erfordert, daß eine Vielzahl von Zusehern an einer Vielzahl von Orten das Audio-/Videomaterial zu dem Zeitpunkt, zu dem es ausgestrahlt wird, betrachten, es dem einzelnen Zuseher aber nicht erlaubt, seine eigene Sendezeit zu wählen. Das von Monslow offenbarte System berücksichtigt auch nicht die Halte-, Pausen- und Mehrfachbetrachtungsfunktionen bestehender VCR-Technik.

Das Abraham erteilte US-Patent Nr. 4,590,516 offenbart ein System, das anstelle von mehreren öffentlichen Netzen einen fest zugeordneten Signalweg zur Übertragung von Audio-/Videoprogrammen benutzt. Der Empfänger besitzt keine Speichermöglichkeit. Das System stellt nur Darstellungsfunktionen bereit, was das Betrachten auf den Zeitraum beschränkt, für den das Material bestellt ist. Wie bei Monslow berücksichtigt das System von Abraham nicht die Halte-, Pausen- und Mehrfachbetrachtungsfunktionen bestehender VCR-Technik.

Das Lang erteilte US-Patent Nr. 4,963,995 offenbart einen Audio-/Video-Sender-Empfänger mit der Fähigkeit des Bearbeitens und/oder Kopierens von einem Videoband auf ein anderes unter Verwendung nur eines einzelnen Bandgeräts. Lang offenbart nicht ein System mit einer oder mehreren Bibliotheken, in denen eine Mehrzahl von Systemabonnenten Zugriff auf in der Film- und Bandbibliothek oder -bibliotheken gespeicherte Informationen hat und die ausgewählten Informationen zu einem von Abonnenten gewählten Zeitpunkt und an einem vom Abonnenten gewählten Ort abspielt.

EP-A-0355697 offenbart ein Rundsendeübertragungssystem zum Bereitstellen von Informationen, die an entfernte Orte zu übertragen sind, wobei das Übertragungssystem eine Datenbank mit gespeicherten Informationen, einen Bildcodierer zur Bandbreitenkomprimierung auf einem Videosignal, einen Zellenassembler zum Verarbeiten von Daten, die auf eine Breitbandübertragungsleitung übertragen werden sollen, um eine Zelle der Daten zu erzeugen, und einen Programmsender umfaßt.

US-A-4 295 154 offenbart ein digitales Video- und Audiokarteisystem. Das System ist fest verdrahtet und überträgt Informationen über das Telefon, um eine Bestellung aufzugeben, und umfaßt eine Bibliothek und einen Sender. Das offenbarte Karteisystem digitalisiert Signale, so daß sie in Luminanz- und Chrominanz-Komponenten getrennt werden, und verarbeitet dann diese Komponenten mittels eines Differenzcodeverfahrens und eines Codierungsverfahrens mit veränderlicher Länge.

WO 84/00863 offenbart ein Zweiweg-Fernsprechnetz zwischen einem Abonnementfernseh-Senderort und einer Mehrzahl von Abonnentenstationen, die herkömmliche Fernsehrundfunkempfänger besitzen. Das Netz stellt Telefonwählverbindungen bereit, über die Abonnenten aufgezeichnete Programme aus einer Bibliothek auswählen. Ein fest zugeordneter Signalweg wird zum Übertragen der Audio-/Videoprogramme verwendet. Die Betrachtung ist auf den Zeitpunkt beschränkt, zu dem das Material bestellt wird.

In US-A-4 975 771 wird eine Videorundsendevorrichtung besprochen, bei der mehrere Kanäle komprimiert, gemultiplext und über eine einzige Basisfrequenz übertragen werden. Von einem Empfänger wird ein ausgewählter Kanal gedemultiplext und die empfangenen Signale zeitweilig für eine vorbestimmte Zeit auf Grundlage der Multiplex-Zeitdauer gespeichert.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein flexibles und wirkungsvolles Verteilungsverfahren bereitzustellen, das auf Anforderungen reagiert, die von einem Übertragungssystem zu fernen Standorten zu sendende Informationen identifizieren.

Zusätzliche Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung aufgeführt.

Darstellung der Erfindung

Es wird ein Verteilungsverfahren bereitgestellt, das auf Anforderungen reagiert, die von einem Übertragungssystem zu fernen Standorten zu sendende Informationen identifizieren, mit den folgenden Schritten: Speichern von Audio- und Videoinformationen als Dateien in einer komprimierten Sequenzdatenform in dem Übertragungssystem; Anfordern der Übertragung mindestens eines Teils der gespeicherten komprimierten Sequenzdaten zu einem vom Benutzer gewählten fernen Standort durch einen Benutzer; Senden mindestens eines Teils der gespeicherten komprimierten Sequenzdaten zu dem fernen Standort; Empfangen der gesendeten Daten an dem fernen Standort; Puffern der empfangenen Daten an dem fernen Standort; Dekomprimieren der gepufferten Daten; und Abspielen der dekomprimierten Daten in Echtzeit zu einem vom Benutzer angeforderten Zeitpunkt.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die beiliegenden Zeichnungen, die in der Beschreibung aufgenommen sind und einen Teil derselben darstellen, zeigen die derzeit bevorzugte Vorrichtung und das Verfahren der Erfindung und dienen gemeinsam mit der obigen allgemeinen Beschreibung und der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform zur Erläuterung der Grundsätze der Erfindung. In den Zeichnungen sind:

1a1f Übersichts-Blockschaltbilder von unterschiedlichen Anordnungen des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung;

2a und 2b ausführliche Blockschaltbilder bevorzugter Ausführungsformen des Übertragungssystems der vorliegenden Erfindung;

3 ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verfahrens zum Bestellen einer Auswahl aus einer Bibliothek gemäß der vorliegenden Erfindung;

4 ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verfahrens einer Benutzeranfrage über eine Benutzerschnittstelle der vorliegenden Erfindung;

5 ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verfahrens zur Realisierung eines Warteschlangeverwaltungsprogramms der vorliegenden Erfindung;

6 ein Blockschaltbild einer bevorzugten Ausführungsform des Empfangssystems der vorliegenden Erfindung;

7 ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verteilungsverfahrens der vorliegenden Erfindung; und

8a8e Blockschaltbilder bevorzugter Ausführungsformen von Datenstrukturen und Datenblockierung für Elemente im Audio- und Video-Verteilungssystem der vorliegenden Erfindung.

Beste Ausführungsart der Erfindung

1a1f sind Übersichts-Blockschaltbilder verschiedener Anordnungen des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung. 1a, 1b, 1d, 1e und 1f zeigen jeweils das unten ausführlicher unter Bezugnahme auf 2a und 2b beschriebene Übertragungssystem 100. Ein Benutzer des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung greift vorzugsweise auf das Übertragungssystem 100 durch Anrufen einer Telefonnummer oder durch Eingeben von Befehlen in einen Computer zu. Der Benutzer wählt dann Audio- und/oder Videomaterial aus einer Liste von verfügbaren Artikeln aus, welcher er oder sie anhören und/oder betrachten möchte.

Wie in 1a dargestellt, kann das Übertragungs- und Empfangssystem vorzugsweise eine gleichrangige Anordnung umfassen, wo ein Übertragungssystem 100 mit einem Empfangssystem 200 kommuniziert. Wie in 1b dargestellt kann das Übertragungs- und Empfangssystem der vorliegenden Erfindung als Alternative eine Mehrzahl von Empfangssystemen 200, 200', 200'' und 200''' umfassen, die jeweils einem einzigen Übertragungssystem 100 zugeordnet sind.

1c zeigt ein Übersichts-Blockschaltbild des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung mit der ausführlicher unter Bezugnahme auf 3 beschriebenen Fernauftragsbearbeitungs- und Artikeldatenbank 300. Die Fernauftragsbearbeitungs- und Artikeldatenbank 300 ermöglicht vorzugsweise den Benutzern, durch Fernkommunikation auf gewünschte Artikel zuzugreifen. Die Fernauftragsbearbeitungs- und Artikeldatenbank 300 kann mit einer Mehrzahl von Übertragungssystemen 100, 100', 100'' und 100''' kommunizieren, die jeweils mit einer entsprechenden Menge von Empfangssystemen 200, 200', 200'' und 200''' kommunizieren. Jedes der Empfangssysteme in den Mengen 200, 200', 200'' und 200''' kann vorzugsweise mit einer Mehrzahl von Benutzern kommunizieren.

1d zeigt ein Übersichts-Blockschaltbild des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung mit einem Übertragungssystem 100, das an eine Mehrzahl von Benutzern über ein als Kabelfernsehsystem aufgebautes Empfangssystem 200 verteilt.

1e zeigt ein Übersichts-Blockschaltbild des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung mit einem Übertragungssystem 100, das an eine Mehrzahl von Empfangssystemen 200 und 200' verteilt. In ein in 1e dargestellten Anordnung ist das Empfangssystem 200 ein Direktverbindungssystem, wobei ein Benutzer direkt mit dem Übertragungssystem 100 verbunden ist. Das Empfangssystem 200' umfaßt vorzugsweise ein erstes Kabelfernsehsystem 200a und ein zweites Kabelfernsehsystem 200b. Benutzer der Kabelfernsehsysteme 200a und 200b sind indirekt mit dem Übertragungssystem 100 verbunden.

1f zeigt ein Übersichts-Blockschaltbild des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung mit dem Übertragungssystem 100, das über mehrere Kanäle an die Empfangssysteme 200 und 200' verteilt. In einem derartigen System sind die Benutzer wie im Empfangssystem 200 der 1e direkt mit dem Übertragungssystem 100 verbunden.

Das in 1f dargestellte Empfangssystem 200' ist ein Kabelfernsehsystem wie das im Empfangssystem 200' der 1e gezeigte. In der 1f puffert vorzugsweise das Empfangssystem, was bedeutet, daß der Benutzer das angeforderte Material zu einem verzögerten Zeitpunkt empfangen kann. Das Material wird in einer Zwischenspeichervorrichtung 200c im Empfangssystem 200' gepuffert.

Bei der Anordnung der 1f kann Dekomprimierung des angeforderten Materials vorzugsweise am Kabelfernseh-Empfangssystem 200' erfolgen. Daher kann die Verteilung an die Benutzer mittels herkömmlicher Fernsehcodierungsverfahren bereitgestellt werden. Dieses Verfahren wird für Benutzer bevorzugt, die nur Kabelfernsehdecodierer und herkömmliche Fernsehgeräte besitzen.

Hinsichtlich der in 1a1f dargestellten Übertragungs- und Empfangssysteme kann das angeforderte Material voll komprimiert und codiert sein. Das Empfangssystem 200 kann das angeforderte Material zur späteren Betrachtung puffern.

Bei Anordnungen mit direkter Verbindung, wie die in 1e und 1f dargestellten Empfangssysteme 200, wählt der Benutzer vorzugsweise das Empfangssystem 200, zu dem das angeforderte Material gesendet wird, und wählt wahlweise die Zeit, zu der das Abspielen des angeforderten Materials gewünscht wird. Dementsprechend kann der Benutzer auf das Übertragungssystem 100 von einem anderen Ort, als dem Ort des Empfangssystem 200, wohin das Material gesendet und/oder abgespielt wird, fernzugreifen. Daher kann beispielsweise ein Benutzer vorzugsweise das Übertragungssystem 100 vom Arbeitsplatz aus anrufen und einen Film zu seiner Wohnung schicken, damit es nach dem Abendessen oder zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt seiner Wahl abgespielt wird.

Bei Empfangssystemen mit nicht direkter Verbindung, wie im Empfangssystem 200' der 1f gezeigt, kann die Zwischenspeichervorrichtung 200c vorzugsweise z. B. 16 Stunden interner Audio- und Videospeicherung zum Direktzugriff umfassen. Ein Empfangssystem mit solch einer Speicherung ist in der Lage, mehrere angeforderte Artikel zum späteren Abspielen zu speichern. Der Benutzer könnte dann eine Kopie des dekomprimierten angeforderten Materials in Echtzeit oder komprimiert in Nicht-Echtzeit zum Zeitpunkt seiner Wahl betrachten und/oder aufzeichnen. Dementsprechend würde der Benutzer sich den Weg zum Geschäft zum Erwerben oder Mieten des erwünschten Materials ersparen.

Bei jedem der in 1a1f dargestellten Übertragungs- und Empfangssystemen kann das angeforderte Material kopiergeschützt werden. Um Kopierschutz zu erzielen, wird das angeforderte Material als Artikel als kopiergeschützt während der Speichercodierung im Übertragungssystem 100 verschlüsselt. Der Benutzer kann dann den Artikel nur einmal abspielen. Auch kann der Benutzer wahlweise ausgewählte Abschnitte des Artikels vor seiner automatischen Löschung aus dem Speicher des Empfangssystems 200 prüfen. Auf diese Weise kann angefordertes Material sowohl an Benutzer zum alleinigen Betrachten als auch an Benutzer zum Betrachten und Kopieren, die Kopien des verteilten Artikels behalten möchten, verteilt werden.

Bei kopiergeschützten Programmen würde, wenn sie dekomprimiert und abgespielt werden, ein Kopierschutzverfahren an die analogen und digitalen Ausgangssignale angewendet werden. Die analoge Videoausgabe wird durch Verwendung unregelmäßiger Synchronsignale, durch die das Signal auf einem herkömmlichen Fernsehgerät ansehbar aber nicht auf einem Audio-/Videorecorder aufzeichenbar gemacht wird, vor dem Kopieren geschützt. Digitaler Ausgangsschutz wird durch Kopierschutz-Biteinstellungen im digitalen Ausgangssignal bewirkt, wodurch ein kompatibler Digitalrecorder daran gehindert wird, den digitalen Audio- und/oder Videosignalstrom aufzunehmen. Ein geschützter Artikel wird nicht an den Anschluß für komprimierte Daten des Digitalrecorders für Offline-Speicherung weitergeleitet.

2a und 2b veranschaulichen ausführliche Blockschaltbilder von bevorzugten Ausführungsformen des Übertragungssystems 100 der vorliegenden Erfindung. Das Übertragungssystem 100 kann sich entweder in einer Einrichtung befinden oder über eine Mehrzahl von Einrichtungen verteilt sein. Eine bevorzugte Ausführungsform des Übertragungssystems 100 kann vorzugsweise nur einige der in 2a und 2b gezeigten Elemente umfassen.

Das Übertragungssystem 100 einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt vorzugsweise Quellmaterial-Bibliotheksmittel zur zeitweiligen Speicherung von Artikeln vor der Umsetzung bzw. Umwandlung und Speicherung in ein Bibliotheksmittel für komprimierte Daten. Die Informationen können sowohl analoge und digitale Audio- und Videoinformationen als auch physikalische Gegenstände wie Bücher und Aufzeichnungen umfassen, die die Umwandlung in eine kompatible Medienart vor der Umwandlung, Komprimierung und Speicherung ihrer Audio- und Videodaten in dem Bibliotheksmittel für komprimierte Daten erfordern.

Nach der Darstellung in 2a umfaßt das im Übertragungssystem 100 enthaltene Quellmaterial-Bibliotheksmittel vorzugsweise eine Quellmaterialbibliothek 111. Die Quellmaterialbibliothek 111 kann verschiedene Arten von Materialien einschließlich Fernsehprogrammen, Kinofilmen, Tonaufnahmen, Standbildern, Dateien, Büchern, Computerbändern, Computerdisketten, Dokumenten verschiedener Art, Musikinstrumenten und anderen physikalischen Gegenständen enthalten. Diese Materialien werden vor ihrer Komprimierung und Speicherung in einer komprimierten Datenbibliothek 118 in ein Medienformat umgewandelt oder darauf aufgezeichnet, das mit den digitalen und analogen Eingängen des Systems kompatibel ist. Die verschiedenen Medienformate umfassen vorzugsweise digitale und analoge Audio- und Videobänder, Laserplatten, Filmbilder, optische Platten, magnetische Platten, Computerbänder, Disketten und Kassetten.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Quellmaterialbibliothek 111 vorzugsweise eine einzelne Quellmaterialbibliothek oder eine Mehrzahl von Quellmaterialbibliotheken umfassen. Wenn eine Mehrzahl von Quellmaterialbibliotheken besteht, können sie geographisch nahe beieinander oder weit voneinander entfernt angeordnet sein. Die Mehrzahl von Quellmaterialbibliotheken kann unter Verwendung von Verfahren und Kanälen ähnlich den Verfahren und Kanalarten, die Bibliotheken zur Kommunikation mit dem Empfangssystem 200 des Benutzers einsetzen können, kommunizieren, oder die Quellmaterialbibliotheken können über ein beliebiges verfügbares Verfahren kommunizieren.

Bevor der Artikel für einen Benutzer des Übertragungsund Empfangssystems der vorliegenden Erfindung zugreifbar gemacht wird, muß er in mindestens einer komprimierten Datenbibliothek 118 gespeichert werden und einen eindeutigen Identifikationscode durch den Identifikationscodierer 112 zugewiesen bekommen. Abgesehen davon, daß sie dem Artikel einen eindeutigen Identifikationscode erteilt, beinhaltet die vom Identifikationscodierer 112 durchgeführte Speichercodierung wahlweise die Protokollierung von als Programmanmerkungen bezeichneten Einzelheiten über den Artikel und die Zuweisung eines Beliebtheitscodes für den Artikel. Die Speichercodierung kann knapp vor der Umwandlung des Artikels zur Übertragung zum Empfangssystem 200, jederzeit nach dem Beginn des Umwandlungsvorgangs oder nach Speichern des Artikels in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten durchgeführt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfaßt das Verfahren zur Codierung der Informationen das Zuweisen eines eindeutigen Identifikationscodes und einer Dateiadresse für den Artikel, Zuweisen eines Beliebtheitscodes und die Eingabe der Programmanmerkungen. Dieser Vorgang ist der für alle in der Quellmaterialbibliothek 111 gespeicherten unterschiedlichen Medienarten gleich.

Das Übertragungssystem 100 der vorliegenden Erfindung umfaßt auch vorzugsweise Umwandlungsmittel 113, um die Artikel aus der Quellmaterialbibliothek 111 in ein vorbestimmtes Format als formatierte Daten zu versetzen. In der bevorzugten Ausführungsform werden die abgerufenen Informationen nach Durchführung der Identifikationscodierung durch den Identifikationscodierer 112 vom Umwandler 113 in ein vorbestimmtes Format als formatierte Daten versetzt. Die in der Quellmaterialbibliothek 111 gespeicherten und durch den Identifikationscodierer 112 codierten Artikel können entweder in analoger oder in digitaler Form vorliegen. Der Umwandler 113 enthält daher den Analogeingangsempfänger 127 und den Digitaleingangsempfänger 124. Wenn Artikel nur ein Format aufweisen, ist nur eine Art von Eingangsempfänger 124 oder 127 notwendig.

Wenn die Informationen vom Identifikationscodierer 112 digital sind, wird das Digitalsignal in den Digitaleingangsempfänger 124 eingegeben, wo es in die entsprechende Spannung umgewandelt wird. Ein Formatierer 125 setzt die richtigen Bitraten und codiert erste pulscodemodulierte Daten (PCM) in niedrigstwertige Bit (LSB). Der Formatierer 125 umfaßt den digitalen Audioformatierer 125a und den digitalen Videoformatierer 125b. Die digitalen Audioinformationen werden in einen digitalen Audioformatierer 125a und etwaige digitale Videoinformationen werden in den digitalen Videoformatierer 125b eingegeben. Die Daten werden vom Formatierer 125 in einem vorbestimmten Format ausgegeben.

Wenn die abgerufenen Informationen vom Identifikationscodierer 112 analog sind, werden die Informationen in einen Analog-Digitalwandler 123 eingegeben, um die analogen Daten der abgerufenen Informationen in einen Reihe von digitalen Datenbyte umzuwandeln. Vom Umwandler 123 werden die digitalen Datenbyte vorzugsweise in dasselbe Format wie die Ausgabe des Formatierers 125 gebracht.

Der Umwandler 123 umfaßt vorzugsweise einen analogen Audiowandler 123a und einen analogen Videowandler 123b. Der analoge Audiowandler 123a wandelt vorzugsweise das abgerufene Audiosignal in PCM-Datenabtastwerte mit einer festen Abtastrate um. Der analoge Videowandler 123b wandelt vorzugsweise die vom Identifikationscodierer 123 abgerufenen analogen Videoinformationen in PCM-Daten mit ebenfalls festen Abtastraten um.

Wenn die umgewandelten abgerufenen Informationen nur Audioinformationen enthalten, dann wird das Audiosignal in den entsprechenden digitalen Audioeingang oder analogen Audioeingang eingespeist. Wenn die abgerufenen Informationen sowohl Audio- als auch Videoinformationen enthalten, werden die Audio- und Videosignale gleichzeitig zu den Audio- und Videowandlereingängen weitergegeben. Auf diese Weise kann Synchronisation zwischen den Audio- und Videodaten aufrechterhalten werden.

Wenn beispielsweise die abgerufenen, umzuwandelnden Informationen von der Quellmaterialbibliothek 111 ein Kinofilm sind, werden die Einzelbilder im Film durch einen digitalen Filmabtaster zum digitalen Eingangsempfänger 124 weitergegeben. Die Formatumwandlung wird dann vorzugsweise vom digitalen Videoformatierer 125b durchgeführt. Begleitende Audioinformationen werden durch eine optische oder magnetische digitale Abspielvorrichtung durchgeleitet. Diese Vorrichtung ist mit dem digitalen Audioformatierer 125a verbunden.

In einigen Fällen, wie bei Übermittlungen zwischen Bibliotheken, kann das ankommende Material in einer vorher komprimierten Form vorliegen, so daß es nicht erforderlich ist, Komprimierung durch den Vorkomprimierungsprozessor 115 und die Komprimierer 128 und 129 durchzuführen. In einem solchen Fall werden die abgerufenen Artikel direkt vom Identifikationscodierer 112 zum Formatierer 117 für komprimierte Daten weitergeleitet. Die artikelbezogenen Datenbankaufzeichnungen wie beispielsweise die Programmanmerkungen können auch von einem anderen System aus in den Formatierungsteil 117 für komprimierte Daten eingegeben werden, wo diese Daten gegebenenfalls neu formatiert werden, um sie mit dem in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Material kompatibel zu machen. Dieses Material kann in Form von digitalen Bändern oder über bestehende Kommunikationskanäle empfangen werden und kann vorzugsweise direkt in einen Zwischenspeicher 117' im Formatierungsteil 117 für komprimierte Daten eingegeben werden.

Das Übertragungssystem 100 der vorliegenden Erfindung enthält auch vorzugsweise Ordnungsmittel, um die formatierten Informationen in einer Abfolge adressierbarer Datenblöcke anzuordnen. Nach der Darstellung in 2a umfaßt das Ordnungsmittel in der bevorzugten Ausführungsform den Zeitcodierer 114. Nachdem die abgerufenen Informationen vom Umwandler 113 umgewandelt und formatiert worden sind, können sie vom Zeitcodierer 114 zeitcodiert werden. Vom Zeitcodierer 114 werden die Blöcke von umgewandelten formatierten Informationen vom Umwandler 113 in eine Gruppe adressierbarer Blöcke angeordnet. Bei dem bevorzugten Adressierungsschema wird Zeitcodierung eingesetzt. Zeitcodierung erlaubt die Neuausrichtung der Audio- und Videoinformationen im Formatierungsteil 117 für komprimierte Daten nach der getrennten Audio- und Videokomprimierungsverarbeitung vom Vorkomprimierungsprozessor 115 und Komprimierer 116.

Die umgewandelten formatierten Informationen des abgerufenen Materials liegen dann vorzugsweise in der Form einer Reihe von digitalen Datenbyte vor, die Übertragungsblöcke von Videodaten und Abtastwerte der Audiodaten darstellen. Ein bevorzugtes Verhältnis der Audio- und Videobyte zueinander ist in 8 dargestellt. Ankommende Signale werden eingegeben und in Reihenfolge beginnend mit dem ersten und endend mit dem letzten Übertragungsblock der Videodaten und beginnend mit dem ersten und endend mit dem letzten Abtastwert der Audiodaten umgewandelt. Zeitcodierung vom Zeitcodierer 114 wird durch Zuweisung relativer Zeitmarkierungen zu den Audio- und Videodaten erreicht, während sie vom Umwandler 113 aus den Zeitcodierer 114 zum Vorkomprimierungsprozessor 115 durchlaufen. Durch Zeitcodierung wird die Neuausrichtung von Audio- und Videodaten, Systemadressierung bestimmter Datenbyte und Benutzeradressierung bestimmter Artikelabschnitte ermöglicht.

Durch die Verwendung der Adresse eines Artikels und seiner Übertragungsblocknummer wird die Adressierung jedes bestimmten Blocks von gewünschten Audio- und Videodaten ermöglicht. Von hier aus ist eine weitere Adressierung bis hinunter zum einzelnen Byte möglich. Übertragungsblöcke und Übertragungsblockgruppen können vorzugsweise weiter aufgelöst werden, je nach Notwendigkeit bis zu den einzelnen Byte und Bit für bestimmte Verarbeitungen innerhalb des Systems.

Benutzer- und Systemadressierungserfordernisse bestimmen den Grad an Granularität, der für jeden bestimmten Abschnitt des Systems zur Verfügung steht. Benutzer sind in der Lage, sich durch Daten auf verschiedene Arten hindurch zu bewegen, wobei sie sich dabei durch Einzelbildadressen mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegen. Zum Beispiel kann ein Benutzer wünschen, sich ein bestimmtes Lied anzuhören. Er kann vorzugsweise die Liednummer entweder dann eingeben, wenn er den Artikel aus der Bibliothek 118 für komprimierte Daten anfordert und sich nur dieses Lied zu seinem Empfangssystem 200 senden lassen, oder er kann vorzugsweise dieses bestimmte Lied aus den in seinem Empfangssystem 200 gepufferten Artikeln auswählen. Innerhalb des Systems ist das Lied einer Anfangsübertragungsblocknummer zugeordnet, die vom Systembetreiber über den Speichercodierungsvorgang indiziert wurde. Die Systemartikeldatenbank kann Informationsaufzeichnungen für einzelne Übertragungsblöcke oder Übertragungsblockgruppen enthalten. Diese können Standbilder, Kapitel, Lieder, Buchseiten usw. darstellen. Die Übertragungsblöcke sind eine Teilmenge von den in der Datenbibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikeln und sind darin enthalten. Zeitcodierung vom Zeitcodierer 114 macht die Artikel und Teilmengen von Artikeln im gesamten Übertragungssystem 100 abrufbar und adressierbar. Durch die Zeitcodierung kann die nachfolgende Komprimierung der Informationen verbessert werden, da Datenreduktionsvorgänge im Zeitbereich durchgeführt werden können. Dies wird ausführlicher unten beschrieben.

Das Übertragungssystem 100 der vorliegenden Erfindung umfaßt auch vorzugsweise Datenkomprimierungsmittel zum Komprimieren der formatierten und in Reihenfolge geordneten Daten. Die Abfolge adressierbarer Datenblöcke, die zeitcodiert und vom Zeitcodierer 114 ausgegeben wurde, wird vorzugsweise zum Vorkomprimierungsprozessor 115 gesendet. Die vom Zeitcodierer 114 ankommenden Daten können in verschiedenen Einzelbildraten und verschiedenen Formaten vorliegen. Der Vorkomprimierungsprozessor 115 umfaßt vorzugsweise den Audiovorkomprimierer 115a und den Videovorkomprimierer 115b.

Vom Videovorkomprimierungsprozessor 115b werden ankommende Videodaten gepuffert und das Bildzeitenverhältnis und die Einzelbildrate der Daten wie vom Komprimierungsprozessor 116 gefordert umgewandelt. Der Datenübertragungspuffer 131 des Videovorkomprimierungsprozessors 115b hält alle ankommenden Daten, bis die Daten vom Datenkomprimierer 116 komprimiert worden sind. Die ankommenden Videodaten werden für Abtastraten und Optimierung und Bildzeitenverhältnisanpassung verarbeitet und im Pufferspeicher 130 für die Komprimierungsverarbeitung durch den Videovorkomprimierungsprozessor 115b gespeichert.

Der Videovorkomprimierungsprozessor 115b verarbeitet die ankommenden Videodaten, so daß sie in das Bildzeitenverhältnis des Übertragungs- und Empfangssystems der vorliegenden Erfindung passen. Wenn ankommendes Material mit einem unterschiedlichen Bildzeitenverhältnis als das Bildzeitenverhältnis des Systems ausgewählt wird, wird vorzugsweise ein ausgewählter Hintergrund um den inaktiven Bereich der Videoinformationen herum angeordnet. Auf diese Weise gehen keine Daten aufgrund von Unterschieden im Bildzeitenverhältnis zwischen ankommendem Material und den umgewandelten und komprimierten Daten, die im Übertragungssystem 100 gespeichert sind, verloren. Bilder, die sich aus einem unterschiedlichen Bildzeitenverhältnis ergeben, können einen inaktiven Bereich aufweisen, in dem Hintergrundinformationen enthalten sind, oder können in eine Anordnung der besten Anpassung umgewandelt werden. Die Ausgabe des Videovorkomprimierungsprozessors 115b wird im Datenübertragungspuffer 131 gespeichert, der mit zwei Anschlüssen versehen und direkt vom Videokomprimierer 129 adressierbar ist.

Die ankommenden Audiodaten werden für Abtastraten- und Wortlängenoptimierung verarbeitet und dann im Pufferspeicher 130 für die Komprimierungsverarbeitung durch den Audiovorkomprimierungsprozessor 115a gespeichert. Der Audiovorkomprimierungsprozessor 115a kann vorzugsweise den Code ankommender Audioinformationen nach Erfordernis so umsetzen, daß die optimale Abtastrate und die optimalen Wortlängen für die Komprimierungsverarbeitung geschaffen werden. Die Ausgabe des Audiovorkomprimierungsprozessors 115a ist ein Signal mit konstanter Abtastrate und fester Wortlänge, das im Übertragungsblockpuffer 130 gepuffert wird. Der Übertragungsblockpuffer 130 hat zwei Anschlüsse und ist direkt vom Audiokomprimierer 128 adressierbar. Durch Blockbildung der Audiodaten in Übertragungsblöcke am Audiovorkomprimierungsprozessor 115a wird ermöglicht, mit den Audiodaten als adressierbare Informationspakete zu arbeiten.

Sobald die Vorkomprimierungsverarbeitung beendet ist, werden die Übertragungsblöcke vom Datenkomprimierer 116 komprimiert. Der Komprimierer 116 umfaßt vorzugsweise einen Audiodatenkomprimierer 128 und einen Videodatenkomprimierer 129. Die Vorteile der vom Datenkomprimierer 116 durchgeführten Datenkomprimierung liegen in der verkürzten Übertragungszeit, schnelleren Zugriffszeit, der größeren Speicherkapazität und den geringeren Speicherraumerfordernissen. Von den Komprimierern 128 und 129 durchgeführte Komprimierungsverarbeitung erfordert mehrere Datenabtastwerte zur Durchführung einer optimalen Komprimierung. Audio- und Videoinformationen werden vorzugsweise in Datenblöcke umgewandelt, die in Gruppen zur Komprimierungsverarbeitung durch den Audiokomprimierer 128 bzw. Videokomprimierer 129 organisiert sind. Diese Blöcke sind als Übertragungsblöcke organisiert und eine Anzahl von Übertragungsblöcken ist jeweils in den Puffern 130 und 131 enthalten. Durch Auswertung einer Reihe von Übertragungsblöcken ist es möglich, den Komprimierungsvorgang zu optimieren.

Audiodaten werden vorzugsweise vom Audiokomprimierer 128 durch Anwendung eines adaptiven Differenz-Pulscodemodulationsverfahrens (ADPCM) auf die Audiodaten komprimiert. Dieser Komprimierungsvorgang, der durch das digitale Audiokomprimierungssystem apt-x 100 implementiert werden kann, wird von Audio Processing Technology (APT) hergestellt. Mit dem APT-System werden Audiokomprimierungsverhältnisse von 8 × oder mehr erreicht.

Komprimierung durch den Komprimierer 116 kann an einer Gruppe von 24 Videobildern durchgeführt werden, die vorzugsweise in Reihenfolge an den Bildspeicher 130 des Videovorkomprimierungsprozessors 115b weitergeleitet werden, wo sie vom Videokomprimierer 129 ausgewertet werden, der an den Videodaten Datenreduktionsverarbeitung durchführt. Videokomprimierung wird vorzugsweise vom Videokomprimierer 129 durchgeführt. Die Videokomprimierung wird durch die Verwendung von Prozessoren erreicht, auf denen Algorithmen ablaufen, die zur Bereitstellung der größtmöglichen Datenkomprimierung ausgelegt sind. Die Videodatenkomprimierung umfaßt vorzugsweise die Anwendung von zwei Vorgängen: eine diskrete Cosinustransformation und Bewegungskompensation. Dieser Vorgang ist in „A Chip Set Core of Image Compression" von Artieri und Colavin beschrieben. Mehrfache Übertragungsblöcke von Videodaten können vorzugsweise auf Muster in der Horizontalen (H), Vertikalen (V), Diagonalen (Zickzack) und Zeit-Achse (Z) ausgewertet werden. Durch Feststellung von Wiederholungen in den Videodaten kann Redundanz entfernt werden und die Videodaten können mit minimalem Informationsverlust komprimiert werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann das Übertragungssystem 100 weiterhin an das Komprimierungsmittel angekoppelte Speichermittel für komprimierte Daten zum Speichern der vom Datenkomprimierungsmittel empfangenen komprimierten, in Reihenfolge geordneten Daten mit dem eindeutigen Identifikationscode als Datei umfassen. Nach der Komprimierungsverarbeitung durch den Komprimierer 116 werden die komprimierten Audio- und Videodaten vorzugsweise formatiert und durch das Speichermittel 117 für komprimierte Daten in einer einzigen Datei abgelegt. Die Datei kann die komprimierten Audio- und/oder Videodaten, Zeitmarkierungen und die Programmanmerkungen enthalten. Die Datei ist über den den Daten durch den Identifikationscodierer 112 zugewiesenen eindeutigen Identifikationscode adressierbar.

Weiterhin umfaßt nach der vorliegenden Erfindung das Übertragungssystem vorzugsweise Bibliotheksmittel für komprimierte Daten zur getrennten Speicherung von zusammengesetzten formatierten Datenblöcken für jede der Dateien. Das Speichermittel für komprimierte Daten umfaßt vorzugsweise die Bibliothek 118 für komprimierte Daten nach der Darstellung in 2b. Nachdem die Daten vom Speichermittel 117 für komprimierte Daten zu einer Datei verarbeitet worden sind, werden sie vorzugsweise in einer Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeichert. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Bibliothek 118 für komprimierte Daten ein Netzwerk von Massenspeichervorrichtungen, die durch ein hochratiges Netz miteinander verbunden sind. Zugriff auf eine beliebige der in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Dateien steht von dem mit dem Übertragungs- und Empfangssystem verbundenen Mehrfach-Empfangssystem 200 aus zur Verfügung.

Auf gespeicherte Artikel wird in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten vorzugsweise über einen eindeutigen Adresscode zugegriffen. Der eindeutige Adresscode ist eine Dateiadresse zur eindeutigen Kennzeichnung der im Bibliotheksabschnitt für komprimierte Daten eines Bibliotheksystems gespeicherten komprimierten Datenartikel. In Verbindung mit der Übertragungsblocknummer und der Bibliotheksystemadresse ermöglicht diese Dateiadresse vollständige Adressierbarkeit aller in einer oder mehreren Bibliotheken 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikel. Adressen für eine Bibliothek für komprimierte Daten werden gemeinsam mit Empfangssystemadressen dazu benutzt, eine vollständig unverwechselbare Adresse zur Steuerung des Verteilungssystems zu bilden.

Der eindeutige Adresscode ist eine Adresse, die dem Artikel durch den Systembetreiber während der Speichercodierung zugewiesen wird, was vorzugsweise vor der Langzeitspeicherung in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten geschieht. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der eindeutige Adresscode zum Anfordern von und Zugreifen auf Informationen und Artikel im gesamten Übertragungs- und Empfangssystem verwendet. Der eindeutige Adresscode ermöglicht den Zugriff auf die angeforderten Daten.

Der durch den Codierer 112 durchgeführte Speichercodierungsvorgang erlaubt auch die Eingabe von Artikelanmerkungen und Produktionserwähnungen. Produktionserwähnungen können den Titel, Namen der Schöpfer des Artikels wie beispielsweise des Produzenten, Regisseurs, der Schauspieler usw. umfassen. Andere Einzelheiten bezüglich des Artikels, die interessieren können und die die Artikel leichter verfügbar machen, werden in einer Artikeldatenbank aufbewahrt.

Artikeladressen werden vom Identifikationscodierer 122 auf Artikelnamen abgebildet und können vorzugsweise als alternatives Verfahren zum Zugreifen auf Artikel verwendet werden. Man erinnert sich leichter an die Artikelnamen, wodurch der Benutzerzugriff durch die Verwendung von Artikelnamen intuitiver wird. Der im Identifikationscodierer 112 durchgeführte Speichercodierungseingabevorgang betreibt ein Proramm, mit dem eine Fakten in bezug auf Artikel im Bibliothekssystem für komprimierte Daten enthaltende Haupt-Artikeldatenbank aktualisiert wird. Der Speichercodierungsvorgang kann vom Systembetreiber gefahren werden, wobei der Systembetreiber auf die Haupt-Artikeldatenbank zugreift, um in einer oder mehreren Bibliotheken für komprimierte Daten gespeicherte Artikel zu verfolgen und zu beschreiben. Die Namen und andere Fakten in der Artikeldatenbank können vorzugsweise zu jedem beliebigen Zeitpunkt mittels des Speichercodierungsvorgangs aktualisiert werden. An der Haupt-Artikeldatenbank durchgeführte Änderungen können periodisch an die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 gesendet werden.

Wie später ausführlicher beschrieben, kann ein Benutzer vorzugsweise auf einen Artikel über seinen eindeutigen Identifikationscode bzw. über seinen Titel zugreifen, oder der Benutzer kann andere bekannte Fakten für den Zugriff auf einen Artikel verwenden. Der Benutzer kann direkt auf Artikel in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten zugreifen, indem er den eindeutigen Adresscode verwendet, oder der Benutzer kann Zugriff über die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 erlangen. Indirekter Zugriff über die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 ist beispielsweise unter Verwendung eines synthetisierten Sprachsystems, einer Abfrage-Computerprogrammschnittstelle oder von Kundenunterstützungs-Mitarbeitern möglich. Zusätzlich zur Bereitstellung eines dialogfähigen Zugriffs auf die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 kann auch vorzugsweise ein Katalog veröffentlicht werden, in dem einige oder alle verfügbaren Titel aufgeführt sind. Mit einem veröffentlichten Katalog kann der Benutzer den eindeutigen Adresscode für einen Artikel sehr leicht erhalten, wodurch der Abruf aus der Bibliothek 118 für komprimierte Daten ohne jegliche Hilfe eines dialogfähigen Systems ermöglicht wird.

Um Benutzerzugriff über ein dialogfähiges System zu bewerkstelligen, können Fakten über die Artikel in Dateien als ein Teil der Artikel aufbewahrt werden oder die Fakten können getrennt, beispielsweise in Systemen, die nur Benutzer über die verfügbaren Artikel informieren und Bestellungen entgegennehmen, aufbewahrt werden. Zum Beispiel können in Systemen mit auf getrennte Orte aufgeteilten Teilen die Fakten über die Artikel von den Artikeln selbst getrennt und in eigenen Dateien gespeichert sein. Ein System dieser Art kann Benutzeraufträge an andere Teile des Übertragungs- und Empfangssystems zur endgültigen Verteilung an den abrufenden Benutzer verteilen. Weiterhin können, um eine Mehrzahl von Benutzern zu unterstützen, mehrere Versionen der Artikeldatenbank vorzugsweise entweder in Vielfach-Datenbankservern, in Katalogen oder auf anderen Computersystemen abgelegt sein.

Die Haupt-Artikeldatenbank kann im Systemsteuercomputer 1123 residieren, wo sie aktualisiert und auf dem Stand des Inhalts der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gehalten wird. Auf die in der Haupt-Artikeldatenbank gespeicherten Daten können Benutzer mittels Anwendungsprogrammen zugreifen, die auf dem Systemsteuercomputer 1123 und auf dem Empfangssystem 200 des Benutzers ablaufen. Benutzer können sich in die Artikeldatenbank über alle verfügbaren Telekommunikationskanäle einwählen. Kopien der Haupt-Artikeldatenbank können aktualisiert und über neue Einträge in die Bibliothek 118 für komprimierte Daten zu vom Systemmanager bestimmten periodischen Zeitabstänen informiert werden.

Andere Kopien der Haupt-Artikeldatenbank können den Benutzern auch von der Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 aus verfügbar gemacht werden, von der Benutzeranforderungen stapelweise bearbeit und über Standardtelekommunikationskanäle oder hochratige Kommunikationskanäle auf den Steuercomputer 1123 der Bibliothek 118 für komprimierte Daten heruntergeladen werden. Darüber hinaus wird durch vielfache Fernauftragsverarbeitung und Orte der Artikeldatenbank 300 mehr Stellen ermöglicht, Aufträge zu verarbeiten, als Bibliothekseinrichtungen vorhanden sind, und die Auftragsverarbeitung daher wirkungsvoller gestaltet.

Vorzugsweise läuft der Zugriff auf einen angeforderten Artikel über die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 wie folgt ab. Wenn der Benutzer den Titel des gewünschten Artikels nicht kennt, kann er oder sie den Artikel durch Nennen anderer, auf den Artikel bezogener eindeutiger Fakten anfordern. Beispielsweise wäre ein Benutzer in der Lage, auf einen Artikel über tibetanische Medizin durch Fragen nach allen Artikeln, die Informationen über „Tibet" und Informationen über „Medizin" enthalten, zuzugreifen. Die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 würde dann nach allen Aufzeichnungen durchsucht werden, die dieser Anfrage entsprechen. Wenn es mehr als einen zutreffenden Artikel gibt, wird dem Benutzer vorzugsweise jeder der Namen der entsprechenden Artikel angezeigt. Der Benutzer wählt dann den oder die Artikel, die er oder sie wünscht, aus. Nach Auswahl und Bestätigung durch den Benutzer wird eine Anforderung zur Übertragung eines bestimmten Artikels oder bestimmter Artikel an das Verteilungsverwaltungsprogramm des Systemsteuercomputers 1123 gesendet. Die Anforderung enthält die Adresse des Benutzers, die Adresse des Artikels und umfaßt wahlweise bestimmte Datenübertragungsblocknummern und einen gewünschten Betrachtungszeitpunkt für den Artikel.

Der vom Identifikationscodierer 112 durchgeführte Speichercodierungsvorgang erlaubt auch die Eingabe eines Beliebtheitscodes. Der Beliebtheitscode wird vorzugsweise auf der Basis, wie oft der entsprechende Artikel erwarteterweise von der Bibliothek 118 für komprimierte Daten angefordert wird, zugewiesen. Dieser Beliebtheitscode kann zur Bestimmung der am besten geeigneten Medienform für die Speicherung der komprimierten Daten in einem Medienmischsystem benutzt werden. Medienmischsysteme werden vorzugsweise als kostengünstigere Speicherung in sehr großen Bibliotheken 118 für komprimierte Daten eingesetzt. Nach seiner Zuweisung kann der Beliebtheitscode dynamisch durch Faktorisieren von Artikelgebrauch gegen Systemgebrauch aktualisiert werden. So werden gespeicherte Artikel im Verlauf ihrer Lebensdauer in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten dynamisch zu den am besten geeigneten Medien verlegt. Wenn ein bestimmter, in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherter Artikel häufig von Benutzern abgerufen wird, wird die Speicherung in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten vorzugsweise auf einem schnelleren, verläßlicheren und wahrscheinlich teureren Medium stattfinden. Zu solchen Medien gehören Winchester- und magnetooptische Platten.

Wenn ein in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherter Artikel nicht so häufig abgerufen wird, kann er in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten auf einem digitalen Kassettenband gespeichert werden. Beispiele für solche Kassettenbänder sind ein Honeywell RSS-600 (Honeywell Inc. Minneapolis Minnesota), Summus-JukeBoxFilm und -Bandbibliothek (Summus Computer Systems, Houston, TX 800-255-9638) oder gleichwertige Kassettenbänder. Alle in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikel sind on-line und mit dem hochratigen Netz verbunden. So kann leicht auf sie zugegriffen werden.

Anstatt eine Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 zu verwenden, kann die Bibliothek 118 für komprimierte Daten die Programmanmerkungen enthalten, die vom Systembetreiber angegeben wurden. Die Programmanmerkungen können vorzugsweise den Titel des in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikels, Kapitel- oder Liedtitel, Laufzeiten, Programmerwähnungen, den Produzenten des Artikels, Schauspieler- und Produktionserwähnungen usw. umfassen. Die Programmanmerkungen eines in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikels können daher in der im Formatierer 117 für komprimierte Daten gebildeten Datei komprimierter Daten enthalten sein.

In einigen Fällen, in denen mehrere Bibliotheken 118 für komprimierte Daten organisiert sind, kann der Beliebtheitscode die Verteilung eines bestimmten Artikels an mehrere Verteilungssysteme festlegen. In solchen Fällen wird eine Kopie der komprimierten Daten an eine andere Bibliothek gesendet und die andere Bibliothek kann dann die komprimierten Daten zur gleichen Zeit wie die ursprüngliche Bibliothek 118 für komprimierte Daten an Benutzer verteilen.

Die Bibliothek 118 für komprimierte Daten besteht aus einem Netz von Speichervorrichtungen, die über einen (von Maximum Strategy Inc., San Jose, Kalifornien, erhältlichen) High Performance Parallel Interface (HPPI) Super Controller (Supersteuerung einer Hochleistungs-Parallelschnittstelle) verbunden sind. Daher können mehrere Kommunikationssteuerungen vorzugsweise auf die in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten großen Datenmenge mit sehr hohen Geschwindigkeiten zur bedarfsweisen Übertragung zu einem Empfangssystem 200 eines Benutzers zugreifen. Weitere Einzelheiten über diese Konfiguration sind aus Ohrenstein „Supercomputers Seek High Throughput and Expandable Storage", Computer Technology Review, Seiten 33–39, April 1990, ersichtlich.

Die Verwendung einer HPPI-Steuerung erlaubt die Anordnung von Dateien auf Vielfach-Massenspeichervorrichtungen der Bibliothek 118 für komprimierte Daten mit minimalem Verwaltungsaufwand. Die Lokalisierung und Verfolgung der Bibliothek 118 für komprimierte Daten, die über eine Vielzahl von Clustern von Dateiservern, die miteinander durch ein oder mehrere hochratige Netze über vielfache Systeme verbunden sind, angeordnet sein kann, wird durch Datenbankverwaltungssoftware gesteuert.

Das Übertragungssystem 100 der vorliegenden Erfindung kann auch vorzugsweise ein Bibliothekszugriffs-/-Schnittstellenmittel zum Empfangen von Übertragungsanforderungen zur Übertragung von Artikeln und zum Abrufen von in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten formatierten Datenblöcken entsprechend den Anforderungen von Benutzern umfassen. Auf die komprimierten Audio- und/oder Videodatenblöcke kann zusammen mit einem beliebigen Teil der Informationen über den in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikel über die Bibliothekszugriffsschnittstelle 121 zugegriffen werden. Die Bibliothekszugriffsschnittstelle 121 empfängt Übertragungsanforderungen entweder direkt vom Benutzer oder indirekt durch die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300. Das Übertragungsformatmittel 119 empfängt die Anforderung und ruft den zusammengesetzten formatierten Datenblock des angeforderten, in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikels ab und wandelt den komprimierten formatierten Datenblock in ein für die Übertragung geeignetes Format um. Der angeforderte Artikel wird dann über den Sender 122 oder direkt über die Schnittstelle 121 zum Benutzer gesendet.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Kundenzugriff auf einen in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikel über die Bibliothekszugriffsschnittstelle 121 auf verschiedene Weisen durchgeführt werden. Die Verfahren zur Anforderung eines gespeicherten Artikels sind ähnlich der Bestellung eines Flugtickets oder der Überweisung von Geldern zwischen Bankkonten. Ebenso wie es dort verschiedene verfügbare Verfahren für diese Vorgänge gibt, ist es wünschenswert, mehrere Bestellverfahren für die Benutzer des Systems der vorliegenden Erfindung verfügbar zu haben. Beispielsweise können Telefon-Tondecodierer und Sprachausgabegeräte eingesetzt werden. Zusätzlich können handvermittelte Dienste oder Benutzerendgeräteschnittstellen benutzt werden.

Kundenzugriff über Telefon-Tondecodierer und Sprachausgabegeräte findet vollelektronisch statt und kann vorzugsweise zwischen einem Systembenutzer und einem Computer-Auftragseingabesystem durchgeführt werden. Der Benutzer kann Hilfe bei der Bestellung eines Artikels von einer synthetischen Computerstimme erhalten. Bei einem solchen Zugriffsverfahren wird der Benutzer üblicherweise auf einen dynamischen Katalog zugreifen, der ihn unterstützt. Bestätigung von ausgewählten Artikeln und Preisinformationen können dem Benutzer vorzugsweise vor Abschluß der Transaktion übermittelt werden.

Der Zugriffsvorgang, der durch die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbankkonfiguration 300 durchgeführt wird, wie in 1c gezeigt, umfaßt vorzugsweise die folgenden Schritte, die im Flußdiagramm 3000 der 3 dargestellt sind. Zuerst ruft der Benutzer die Systemzugriffsnummer an (Schritt 3010). Nach erfolgreicher Wahl der Systemzugriffsnummer empfängt der Benutzer Anweisungen vom System (Schritt 3020). Die Anweisungen können vorzugsweise Schritte umfassen, die der Benutzer zum Aufgeben einer Bestellung ergreifen muß. Vorzugsweise können die Anweisungen von erfahrenen Benutzern, die wissen, wie eine Bestellung aufzugeben ist, übersprungen werden.

Der Benutzer gibt dann einen Kundenidentifizierungscode ein, mit dem das System auf das Kundenkonto zugreift und das dem System anzeigt, daß der Benutzer ein Abonnent des Systems ist (Schritt 3030). Als Reaktion auf die Eingabe des Identifikationscodes durch den Benutzer im Schritt 3030 bestätigt das System, ob der Benutzer kreditwürdig ist (Schritt 3040). Wenn der Benutzer kreditwürdig ist, reiht das System den Benutzer in die Warteschlange ein, um seine Anforderung einzugeben (Schritt 3050).

Die Benutzeranforderung kann vorzugsweise aus einem Katalog erfolgen, der jedem der Abonnenten des Systems zugesendet wird. Der Benutzer wird vorzugsweise seine Wahl identifizieren und den entsprechenden Identifikationscode des Artikels eingeben (Schritt 3060). Vom System wird dann vorzugsweise die vom Benutzer getroffene Auswahl bestätigt und der Benutzer über den Preis seiner Auswahl informiert (Schritt 3070).

Der Benutzer zeigt dann an, ob die im Schritt 3070 durchgeführte Bestätigung richtig ist (Schritt 3080). Wenn die im Schritt 3070 durchgeführte Bestätigung richtig ist, bestätigt der Benutzer dies und gibt dann einen gewünschten Liefertermin und Lieferort ein (Schritt 3090).

Wenn die im Schritt 3070 durchgeführte Bestätigung nicht zu der vom Benutzer gewünschten Auswahl führt, gibt der Benutzer erneut den Artikelidentifizierungscode im Schritt 3060 ein und die Bestätigungsschritte 3070 und 3080 werden wiederholt. Die richtige Auswahl des ausgewählten Artikels ist daher sichergestellt. Sobald die Bestätigung vorliegt, gibt der Benutzer die Abspielzeit und das Abspielziel im Schritt 3090 ein.

Der Benutzer bestätigt dann vorzugsweise, daß die Bestellung richtig ist (Schritt 3100). Die im Schritt 3100 durchgeführte Bestätigung umfaßt die Bestätigung der gesamten Transaktion einschließlich des ausgewählten Artikels, des ausgewählten Abspielzeitpunkts und des Abspielortes. Die Transaktion ist dann abgeschlossen und die Anforderung wird in eine Übertragungswarteschlange in der zutreffenden Bibliothek 118 für komprimierte Daten eingereiht (Schritt 3110).

Zugriff durch die Benutzer mittels Handvermittlungsdienst umfaßt Vermittlungskräfte, die Anrufe von Benutzern entgegennehmen. Die Vermittlungskräfte können neue Kunden einschreiben, Aufträge entgegennehmen und bei etwaigen Zahlungsproblemen behilflich sein. Die Vermittlungskräfte sind vorzugsweise mit Computerendgeräten ausgestattet, die ihnen Zugriff auf Kontoinformationen und verfügbare Programminformationen gewähren. Vermittlungskräfte können auch einem Benutzer behilflich sein, der einen Titel nicht kennt, indem sie in wie oben beschrieben möglicherweise die Programmanmerkungen enthaltenden Dateien gespeicherten Informationen nachschlagen. Sobald das gewählte Programm identifiziert worden ist, informiert die Vermittlungskraft den Benutzer über den Preis. Nachdem der Benutzer den Auftrag bestätigt hat, bezeichnet der Benutzer den gewünschten Abspielzeitpunkt und -ort. Von der Vermittlungskraft wird dann die Benutzeranforderung in das System eingegeben. Die Anforderung wird in die Übertragungswarteschlange eingereiht.

Ein Zugriff durch ein Schnittstellenverfahren eines Benutzerendgeräts bietet dem Benutzer Zugriff auf verschiedene Endgeräte einschließlich von Personal Computern und spezialisierten Schnittstellen, die in das Empfangssystem 200 für den Benutzer eingebaut sind. Ein derartiger Zugriff erlaubt einem Benutzer, eine Suche nach verfügbaren Programmen auf einem Computerbildschirm durchzuführen. Dieser Vorgang umfaßt die in 4 gezeigten Schritte 4000.

4 ist ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verfahrens von Benutzeranforderungen über eine Benutzerschnittstelle der vorliegenden Erfindung. Im bevorzugten Verfahren gemäß 4 meldet sich der Benutzer zuerst bei der Schnittstelle des Benutzerendgeräts an (Schritt 4010). Nach Anmeldung des Benutzers kann der Benutzer vorzugsweise einen gewünschten Artikel durch Durchsuchen der Datenbank nach verfügbaren Titeln im Steuercomputer 1123 des Bibliotheksystems oder einer beliebigen Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 auswählen (Schritt 4020). Die Suche kann vorzugsweise unter Verwendung der die Programmanmerkungen enthaltenden Datenbank, die oben unter Bezugnahme auf 2a und 2b beschrieben ist, durchgeführt werden. Es ist möglich, Aufträge zu verarbeiten und eine Datenbank von verfügbaren Titeln an mehreren Orten zu betreiben, die sich entfernt von der Quellmaterialbibliothek 111 befinden. Benutzer und auftragsverarbeitende Mitarbeiter können vorzugsweise auf derartige entfernte Systeme zugreifen und Übertragungsanforderungen von diesen Systemen aus eingeben. Auf diesen Systemen eingegebene Aufträge werden verarbeitet und an die entsprechenden Bibliotheken verteilt. Nachdem der gewünschte Artikel gefunden worden ist, wählt der Benutzer den Artikel zur Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort aus (Schritt 4030).

Um einen Auftrag abzuschließen, stellt die Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 vorzugsweise mit der gewählten Bibliothek 118 für komprimierte Daten eine Verbindung über die Bibliothekszugriffsschnittstelle 121 her und kommuniziert mit dem Bibliothekssystemsteuercomputer 1123. Vorzugsweise werden die Konto-Kennummer des Benutzers, Identifizierung des zu übertragenden Artikels und der gewählte Zielort für den Artikel übermittelt. Durch Einsatz von derartigen verteilten Auftragsverarbeitungssystemen können viele Aufträge mit minimalem Bibliotheksverwaltungsaufwand verarbeitet werden.

Alle Übertragungsanforderungen der Zugriffsverfahren werden in eine vom Bibliothekssystemsteuercomputer 1123 verwaltete Übertragungswarteschlange eingereiht. Diese Warteschlange wird durch ein Programm verwaltet, das die Verteilung der angeforderten Artikel an das Empfangssystem 200 des Benutzers steuert. Das Warteschlangenverwaltungsprogramm arbeitet auch im Systemsteuercomputer und bleibt auf dem laufenden über die Benutzeridentifikation, das gewählte Programm und den Preis, die Kanalart des Benutzers, die Anzahl von Anforderungen für ein gegebenes Programm, die letzte Zulieferzeit und die Medienart der Bibliothek für komprimierte Daten (beispielsweise hochratig oder niederratig). Aus diesen Informationen abgeleitet setzt das Warteschlangenverwaltungsprogramm die verfügbaren Verteilungskanäle und Medien für eine wirkungsvolle Übertragung und Speicherung der angeforderten Artikel bestmöglich ein.

Das Warteschlangenverwaltungsprogramm verwaltet auch den Dateiübertragungsvorgang für mehrfache Anforderungen einer einzelnen Datei, die in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeichert ist. Während einer gegebenen Zeitdauer optimiert das Warteschlangenverwaltungsprogramm den Zugriff auf die Bibliothek 118 für komprimierte Daten und wo immer es möglich ist, wird es die Daten auf mehrere Ausgänge zur gleichzeitigen Übertragung an mehr als einen anfordernden Benutzer legen.

Durch die vom Übertragungsdatenwandler 119 durchgeführte Umwandlung werden die Daten für den Übertragungskanal codiert. Der Übertragungsdatenwandler überträgt die gewünschten Datensegmente von der Bibliothek 118 für komprimierte Daten auf den Kommunikationskanal, der zur Abgabe der Daten an das Empfangssystem 200 benutzt wird.

Das Übertragungssystem 100 der vorliegenden Erfindung umfaßt vorzugsweise weiterhin das an die Bibliothek 118 für komprimierte Daten angekoppelte Sendermittel 122 zum Senden mindestens eines Teils einer bestimmten Datei zu mindestens einem entfernten Ort. Das Übertragungs- und Empfangssystem der vorliegenden Erfindung arbeitet vorzugsweise mit jedem verfügbaren Kommunikationskanal. Auf jede Kanalart wird durch Verwendung einer Kommunikationsadapterkarte oder eines -Prozessors zugegriffen, der die im Übertragungsformatwandler 119 verarbeiteten Daten mit dem Übertragungskanal verbindet.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält auch Mittel, über die Benutzer über gemeinsame Zugangsleitungen Zugang erhalten. Dazu können herkömmliche Fernsprechgeräte, ISDN oder B-ISDN, Mikrowellen, DBS, Kabelfernsehsysteme, MAN-Netze, hochratige Modems oder Kommunikationskoppler gehören. Stadtnetze (MAN – Metropolitan Area Networks), die öffentliche Netze oder private Kommunikationskanäle sind, sind dafür ausgebildet, Standorte in einem Gebiet miteinander zu verbinden. MAN werden von Morreale und Campbell in „Metropolitan Area Networks" (IEEE Spectrum, Mai 1990, Seiten 40–42) beschrieben. Die Kommunikationsleitungen werden zur Übertragung der komprimierten Daten mit Übertragungsraten von typischerweise 10 Mb/s verwendet.

Um eine Vielzahl von Kanalarten bedienen zu können, umfaßt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine Vielzahl von Ausgangsanschlüssen jedes Typs, die mit einem oder mehreren Computern des Übertragungs- und Empfangssystems verbunden sind. Die Verwaltung der Übertragung ist dann verteilt. Das heißt, daß der Computer, der die Sendewarteschlange steuert, dem Übertragungscodiercomputer dessen Aufgabe mitteilt und die Aufgabe dann vom Übertragungscodiercomputer unabhängig vom Sendewarteschlangencomputer ausgeführt wird. Der Sendewarteschlangencomputer stellt die Daten für die Übertragung durch den Dateiserver bereit, der auch an andere Sender verteilt, die sich im selben oder in anderen Übertragungscodiercomputern befinden.

5 ist ein Flußdiagramm eines bevorzugten Verfahrens zur Implementierung eines Warteschlangenverwaltungsprogramms der vorliegenden Erfindung. Das Warteschlangenverwaltungsprogramm bestätigt im Verteilungsvorgang vorzugsweise die Verfügbarkeit eines Artikels in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten und verbindet den in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Artikel logisch mit der in der 2a dargestellten Kommunikationssteuerung (Schritt 5010). Nachdem die Verfügbarkeit im Schritt 5010 bestätigt worden ist, warten die Daten auf die Übertragung durch den Sender 122.

Nachdem die Verfügbarkeit im Schritt 5010 bestätigt worden ist, stellt die Kommunikationssteuerung vorzugsweise die physikalische Verbindung mit dem Empfangssystem 200 des Benutzers her (Schritt 5020). Dies geschieht normalerweise durch Anwählen der Empfangsvorrichtung des Benutzers. Das Empfangssystem 200 beantwortet vorzugsweise den Anruf und bestätigt die Verbindung (Schritt 5030).

Sobald die in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeicherten Daten in Schritten 5020 und 5030 mit dem Empfangssystem 200 verbunden sind, werden sie vorzugsweise in Datenblöcken von der Bibliothek 118 für komprimierte Daten zur Kommunikationssteuerung übertragen (Schritt 5040). Die Datenblöcke werden von der Kommunikationssteuerung gepuffert. Die gepufferten Daten werden vom Sender 122 den Kommunikationskanal entlang zum Empfangssystems 200 gesendet (Schritt 5050).

Vom Sender 122 werden die formatierten Daten auf den Kommunikationskanal gesetzt. Dies ist ein Teil elektrischer Umwandlung und die Ausgabe ist von dem gewählten Kommunikationsweg abhängig. Das Signal wird entweder in einem Zweiweg- oder einem Einweg-Kommunikationsvorgang zum Empfangssystem 200 gesendet. Bei einer standardmäßigen Telefonverbindung ist der Sender 122 vorzugsweise ein Modem. Wenn ein ISDN-Kanal verwendet wird, ist der Sender 122 vorzugsweise ein Datenkuppler.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können viele Formen von Kommunikationskanälen eingesetzt werden. Verteilung von Informationen findet wenn möglich über Kommunikationskanäle des öffentlichen Netzes statt. Zu diesen Kanälen gehören der öffentliche Fernsprechdienst, ISDN und Breitband-ISDN, DBS, Kabelfernsehsysteme, Mikrowellen und MAN.

Damit der Empfang wirkungsvoll durchgeführt wird, bestätigt das Empfangssystem 200 den Empfang des anfänglichen Datenblocks, bevor es die übrigen Datenblöcke wenn möglich empfängt (Schritt 5060). Nachdem alle Datenblöcke empfangen worden sind und der Empfang bestätigt worden ist, bricht die Kommunikationssteuerung die physikalische Verbindung mit dem Empfangssystem 200 ab (Schritt 5070). Dann wird die Bestätigung der Übertragung an den Wartenschlangenverwalter gesendet (5080). Abschließend aktualisiert der Warteschlangenverwalter die Liste und sendet die Informationen zum Gebührenberechnungsprogramm, das das Konto des Benutzers aktualisiert (Schritt 5090).

Die Echtzeit-Ausgabesignale werden an ein Abspielsystem wie beispielsweise einen Audioverstärker und/oder ein Fernsehgerät ausgegeben. Diese Ausgabe kann auch für längere Speicherung an einen Audio-/Videorecorder gesendet werden. Darüber hinaus können in der bevorzugten Ausführungsform nur nicht kopiergeschützte Daten auf einem Audio-/Videorecorder aufgezeichnet werden. Jedes kopiergeschützte Material wird am Videoausgang derartig verwürfelt, daß es auf einem standardmäßigen Audio-/Videoempfänger betrachtet werden kann, aber die Aufzeichnung des Materials nicht zuläßt.

Das Empfangssystem 200 weist Abspiel-Bedienelemente ähnlich den auf einem herkömmlichen Audio-/Videorecorder verfügbaren Bedienelementen auf. Dazu gehören Abspielen, Schnellvorlauf, Rücklauf, Stop, Pause und Zeitlupe. Da die Artikel vorzugsweise auf Direktzugriffsmedien gespeichert sind, sind die Schnellvorlauf- und Rücklauffunktionen Simulationen der wirklichen Vorgänge, die bei einem herkömmlichen Audio-/Videorecorder stattfinden. Die Bilder zerreißen nicht wie bei einem Audio-/Videorecorder, laufen aber in Schnellauf-Betriebsarten sehr schnell vorbei.

Die Bibliothekszugriffsschrittstelle 121 im Empfangssystem 200 enthält vorzugsweise ein Titelfenster, in dem eine Liste der verfügbaren Titel alphabetisch aufgelistet ist. Dieses Fenster besitzt zwei Anzeigearten: örtliche Auflistung von im Bibliothekssystemsteuercomputer 1123 enthaltenem Material, und eine Bibliotheksauflistung aller verfügbaren Titel, die von den erreichbaren, aus der Entfernung zugänglichen Bibliotheken empfangen werden können. Die in diesem Fenster aufgeführten Titel werden von der Datenbank im Bibliothekssystemsteuercomputer 1123 oder von der Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 aus gesendet.

Das System kann auch vorzugsweise Versandsteuerungssoftware umfassen, die von der Fernauftragsverarbeitungs- und Artikeldatenbank 300 Eingaben empfängt und Versandanforderungen an die Verteilungssysteme sendet. In Fällen, wo nicht alle Artikel in jeder der Bibliotheken 118 für komprimierte Daten enthalten sind, führt die Versandsoftware eine Liste der verfügbaren Titel in einer bestimmten Bibliothek 118 für komprimierte Daten. Die Versandsoftware kann auch vorzugsweise den Netzverkehr, die Nutzung der Quellmaterialbibliothek 111, den Inhalt der Quellmaterialbibliothek 111 und Verbindungskosten koordinieren. Durch richtiges Faktorieren dieser Variablen kann eine wirkungsvolle Verwendung der verfügbaren Verteilungskanäle erreicht werden.

6 zeigt ein Blockschaltbild einer bevorzugten Implementierung des Empfangssystems 200 nach der vorliegenden Erfindung. Das Empfangssystem 200 reagiert auf Benutzeranforderungen von in der Quellenmaterialbibliothek 111 gespeicherten Informationen. Das Empfangssystem 200 umfaßt den Sendeempfänger 201, der die vom Sender 122 des Übertragungssystems 100 übertragenen Audio- und/oder Videoinformationen empfängt. Vom Sendeempfänger 201 werden die Informationen vom Sender 122 automatisch als komprimierte formatierte Datenblöcke empfangen.

Der Sendeempfänger 201 ist vorzugsweise mit dem Empfänger-Formatwandler 202 verbunden. Der Empfänger-Formatwandler 202 wandelt die komprimierten formatierten Datenblöcke in ein für die Echtzeit-Abspielung durch den Benutzer geeignetes Format um.

Im Empfangssystem 200 der vorliegenden Erfindung möchte der Benutzer den angeforderten Artikel aus der Quellmaterialbibliothek 111 eventuell zu einem späteren Zeitpunkt als dem ursprünglich angeforderten abspielen. Wenn dies der Fall ist, werden die komprimierten formatierten Datenblöcke vom Empfänger-Formatwandler 202 im Speicher 203 gespeichert. Der Speicher 203 erlaubt eine zeitweilige Speicherung des angeforderten Artikels, bis das Abspielen verlangt wird.

Wenn das Abspielen verlangt wird, werden die komprimierten formatierten Datenblöcke zum Datenformatierer 204 gesendet. Der Datenformatierer 204 bearbeitet die komprimierten formatierten Datenblöcke und unterscheidet zwischen Audioinformationen und Videoinformationen.

Die getrennten Audio- und Videoinformationen werden vom Audiodekomprimierer 209 bzw. Videodekomprimierer 208 dekomprimiert. Die dekomprimierten Videodaten werden dann gleichzeitig zum Ausgangswandler 211 für komprimiertes digitales Video und Ausgangswandler 213 für analoges Video gesendet. Die dekomprimierten Audiodaten werden gleichzeitig zum digitalen Audioausgangswandler 212 und analogen Audioausgangswandler 214 gesendet. Die Ausgaben von den Umwandlern 211214 werden in Echtzeit hergestellt.

Die Echtzeit-Ausgangssignale werden an ein Abspielsystem wie beispielsweise ein Fernsehgerät oder einen Audioverstärker ausgegeben. Sie können auch zu einem Audio-/Videorecorder des Benutzers gesendet werden. Durch Verwendung des Empfangssystems 200 der vorliegenden Erfindung kann der Benutzer die Funktionen Stop, Pause und Mehrfachbetrachtung des Empfangsgeräts nutzen. Darüber hinaus können die Ausgangsformatwandler in einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einem Recorder verbunden sein, der dem Benutzer die Aufzeichnung des angeforderten Artikels für zukünftige mehrmalige Wiedergaben ermöglicht.

7 ist ein Flußdiagramm 400 eines bevorzugten Verteilungsverfahrens der vorliegenden Erfindung. Das Verteilungsverfahren reagiert vorzugsweise auf Anforderungen, die vom Übertragungssystem 100 an entfernte Stellen zu sendende Informationen identifizieren. Das Verfahren 400 geht davon aus, daß die Artikel bereits in der Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeichert worden sind.

Nach der Darstellung in 7 umfaßt der erste Schritt des Verteilungsverfahrens 400 das Abrufen der Informationen für ausgewählte Artikel in der Quellmaterialbibliothek 111 bei einer Anforderung eines Benutzers des Verteilungssystems (Schritt 412). Dies ist vergleichbar mit dem Herausnehmen von Büchern aus einem Regal in der örtlichen öffentlichen Bibliothek, nachdem sich die Person entschlossen hat, daß sie oder er sie gerne lesen möchte.

Nachdem die Informationen für die ausgewählten Artikel im Schritt 412 abgerufen worden sind, umfaßt das Verteilungsverfahren 400 der vorliegenden Erfindung weiterhin den Schritt des Verarbeitens der Informationen zur wirkungsvollen Übermittlung (Schritt 413). Die im Schritt 413 durchgeführte Verarbeitung umfaßt vorzugsweise die Zuweisung eines eindeutigen Identifikationscodes zu den abgerufenen Informationen, die von dem in bezug auf 2a dargestellten und beschriebenen Identifikationscodierer 112 durchgeführt wird (Schritt 413a). Die Verarbeitung umfaßt auch vorzugsweise das Umsetzen der abgerufenen Informationen in ein vorbestimmtes Format als formatierte Daten durch den Umwandler 113 (Schritt 413b) und das Anordnen der formatierten Daten in eine Reihe von adressierbaren Datenblöcken durch das Ordnungsmittel 114 (Schritt 413c).

Der Verarbeitungsschritt 413 umfaßt auch das vom Datenkomprimierer 116 durchgeführte Komprimieren der formatierten und in Reihenfolge angeordneten Daten (Schritt 413d) und Speichern der vom Datenkomprimierungsmittel empfangenen komprimierten, in Reihenfolge angeordneten Daten als eine Datei mit der vom Identifikationscodierungsmittel zugewiesenen eindeutigen Identifikation (Schritt 413e).

Nachdem die Informationen in Teilschritten 413ae des Schritts 413 für wirkungsvolle Übermittlung verarbeitet worden sind, umfaßt das Verteilungsverfahren 400 der vorliegenden Erfindung vorzugsweise den Schritt des Speicherns der verarbeiteten Informationen in einer Bibliothek für komprimierte Daten (Schritt 414). Die Bibliothek für komprimierte Daten ist vorzugsweise der in bezug auf 2a beschriebenen Bibliothek 118 für komprimierte Daten analog.

Nachdem die Informationen in einer Bibliothek 118 für komprimierte Daten gespeichert sind, wartet das Übertragungs- und Empfangssystem vorzugsweise auf den Empfang einer Übertragungsanforderung (Schritt 415). Bei Erhalt einer Übertragungsanforderung vom Übertragungssystem 100 werden die komprimierten formatierten Daten vorzugsweise zur Ausgabe an ein vom Benutzer ausgewähltes Empfangssystem 200 umgewandelt.

Die Informationen werden vorzugsweise über einen bestehenden Kommunikationskanal an ein Empfangssystem 200 übertragen und von diesem System empfangen (Schritt 417). Wenn die Informationen im Schritt 417 empfangen werden, werden sie vorzugsweise für die bestimmte Art von Empfangssystem 200 formatiert, an das die Informationen gesendet werden.

Die empfangenen Informationen werden vorzugsweise von einem zu dem in 3 gezeigten Element 203 analogen Speichermittel gepuffert (Schritt 418). Die Informationen werden vorzugsweise gepuffert, so daß sie vom Benutzer für mögliche zukünftige Abspielungen gespeichert werden können. Die angeforderten Informationen werden dann zu der vom Benutzer angeforderten Zeit zum Empfangssystem 200 des Benutzers zurückgespielt (Schritt 419).

8a8e sind Blockschaltbilder von bevorzugten Ausführungsformen von Datenstrukturen und Datenblockierung für Artikel im Audio- und Videoverteilungssystem. 8a zeigt die Blockstruktur von Videodaten, wobei ein Videodatenübertragungsblock 812 aus einer Mehrzahl von Videoabtastwerten 811 und einer Sekunde Video 813 aus einer Mehrzahl von Videodatenübertragungsblöcken 812 zusammengesetzt ist.

8b zeigt die Blockstruktur von Audiodaten, wobei ein Audiodatenübertragungsblock 822 aus einer Mehrzahl von Audioabtastwerten 821 und eine Sekunde Audio 823 aus einer Mehrzahl von Audiodatenübertragungsblöcken 822 zusammengesetzt ist. 8c zeigt die Blockstruktur eines aus einer Mehrzahl von Datenbyte 831 zusammengesetzten Datenübertragungsblocks 832. Die Kombination der Audiodatenübertragungsblöcke 812, Videoübertragungsblöcke 822 und Datenübertragungsblöcke 832 umfaßt die Elemente eines einzelnen Artikels. 8d zeigt eine Blockdarstellung von drei beispielhaften Artikeln, die in der Quellmaterialbibliothek 111 gespeichert sein können. Jeder der Artikel 1–3 enthält seine eigene Anordnung von Videoübertragungsblöcken 812, Audioübertragungsblöcken 822 und Datenübertragungsblöcken 832.

8e zeigt Verfahren zur Verteilung an Empfangssysteme 200 mit sowohl gemultiplexten als auch nicht gemultiplexten Signalwegen, sowohl adressierten als auch nicht adressierten Artikelblöcken. Ein Block eines Artikels kann ein ganzer Artikel sein oder als Alternative nur ein Teil eines Artikels entsprechend der Wahl eines Benutzers sein. Weiterhin können die Blöcke je nach Erfordernis durch die Konfiguration des Empfangssystems 200 aus komprimierten Daten zusammengesetzt sein.

Nach der Darstellung in 8e kann derselbe Block, beispielsweise Block 1, gleichzeitig über verschiedene Verteilungskanäle übertragen werden. Wenn die Blöcke über einen der Verteilungskanäle übertragen werden, können daran Empfängeradressen angehängt werden oder das Empfangssystem 200 kann so voreingestellt sein, daß es die Blöcke mit Datenübertragungsblöcken für bestimmte Artikel vom aktiven Verteilungskanal empfängt.

Dem Fachmann werden aus der Betrachtung der hier offenbarten Beschreibung und Ausübung der Erfindung weitere Ausführungsformen der Erfindung offenbar sein.


Anspruch[de]
  1. Verteilungsverfahren, das auf Anforderungen reagiert, die von einem Übertragungssystem (100) zu fernen Standorten (200) zu sendende Informationen identifizieren, mit den folgenden Schritten:

    Speichern von Audio- und Videoinformationen als Dateien (413e) in einer komprimierten Sequenzdatenform in dem Übertragungssystem;

    Anfordern der Übertragung (415) mindestens eines Teils der gespeicherten komprimierten Sequenzdaten zu einem vom Benutzer gewählten fernen Standort durch einen Benutzer;

    Senden (416) mindestens eines Teils der gespeicherten komprimierten Sequenzdaten zu dem fernen Standort;

    Empfangen (417) der gesendeten Daten an dem fernen Standort;

    Puffern (419) der empfangenen Daten an dem fernen Standort;

    Dekomprimieren der gepufferten Daten; und

    Abspielen der dekomprimierten Daten in Echtzeit zu einem vom Benutzer (419) angeforderten Zeitpunkt.
  2. Verteilungsverfahren nach Anspruch 1, wobei die Dateien auf einem Massenspeichergerät (118) gespeichert werden.
  3. Verteilungsverfahren nach Anspruch 1, wobei die Dateien auf einem Netzwerk von Massenspeichergeräten (118) gespeichert werden.
  4. Verteilungsverfahren nach Anspruch 1, bei dem weiterhin in dem Übertragungssystem (100) von einem Benutzer eine Anforderung einer Liste verfügbarer Artikel, die einem Suchkriterium entsprechen, empfangen und dem Benutzer eine Antwortliste gegeben wird, so daß der Benutzer aus der Ferne einen bestimmten zu übertragenden Artikel anfordern kann.
  5. Verteilungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Informationen analoge und digitale Signale umfassen und wobei der Schritt des Speicherns die folgenden Schritte umfaßt: Umsetzen (123) analoger Signale der Informationen in digitale Komponenten; Formatieren (125) der digitalen Datensignale der Informationen; Ordnen (114) der umgesetzten analogen Daten und der formatierten digitalen Daten in einer vorbestimmten Sequenz; und Komprimieren (115, 116) der Informationen.
  6. Verteilungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Schritt des Speicherns von Informationsartikeln den Teilschritt des Speicherns der Artikel in mehreren komprimierten Bild- und Klanginformationsblöcken umfaßt.
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






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