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Dokumentenidentifikation DE102004006760A1 26.08.2004
Titel Läufer und Ständer für eine hydrodynamische Bremse
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder Hagen, Torger, Södertälje, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 11.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004006760
Offenlegungstag 26.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.08.2004
IPC-Hauptklasse F16D 57/04
IPC-Nebenklasse B60T 10/02   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Ständer und einen Läufer für eine hydrodynamische Bremse. Der Läufer (2) umfasst einen Körper mit einer ringförmigen Aussparung (5), welche eine Mehrzahl von Schaufeln (6) aufweist. Die Schaufeln (6) sind so verteilt, dass zumindest zwei verschiedene Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (6) in der ringförmigen Aussparung (5) vorkommen. Der Ständer (1) umfasst ebenfalls einen Körper mit einer ringförmigen Aussparung, welche eine Mehrzahl von Schaufeln (4) aufweist. Die Schaufeln (4) sind auch hier so verteilt, dass zumindest zwei verschiedene Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (4) in der ringförmigen Aussparung (3) vorkommen. Durch den Einsatz eines derartigen Läufers (2) oder eines derartigen Ständers (1) in einer hydrodynamischen Bremse wird ein geringerer Geräuschpegel erhalten.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG UND STAND DER TECHNIK

Die Erfindung bezieht sich auf einen Läufer und einen Ständer für eine hydrodynamische Bremse der in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 bzw. 6 angegebenen Arten.

Zusatzbremsen in Form hydrodynamischer Retarder kommen häufig bei schweren Fahrzeugen zum Einsatz. Ein hydrodynamischer Retarder umfasst einen Läufer und zumindest einen Ständer. Ständer und Läufer umfassen je eine ringförmige Aussparung mit einer Reihe von Schaufeln, die gleichmäßig entlang der jeweiligen ringförmigen Aussparung verteilt angeordnet sind. In einem montierten Zustand sind Ständer und Läufer koaxial zueinander angeordnet, so dass die Aussparungen des Ständers und des Läufers zusammen einen ringförmigen Raum bilden. Wenn der Retarder aktiviert wird, wird Hydraulikflüssigkeit in den ringförmigen Raum eingeleitet. Das zugeführte Öl befindet sich durch die Schaufeln des Läufers und Ständers in einem Umlauf mit hoher Geschwindigkeit zwischen dem Läufer und dem Ständer. Die Schaufeln des Läufers sind so angeordnet, dass das Öl darauf in einem Winkel auftrifft, durch den eine bestmögliche Bremswirkung erhalten wird.

In Verbindung mit dem Einsatz hydrodynamischer Retarder in Fahrzeugen besteht das Bestreben, das vom Retarder erzeugte Betriebsgeräusch zu reduzieren. Das Betriebsgeräusch eines hydrodynamischen Retarders wird im Allgemeinen als sehr störend empfunden.

Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Läufer und einen Ständer einer hydrodynamischen Bremse bereitzustellen, welche während des Betriebs in einer hydrodynamischen Bremse ein erheblich weniger störendes Geräusch erzeugt als ein Läufer und ein Ständer konventioneller Ausführung.

Der vorstehend angegebene Zweck wird durch den Läufer der eingangs genannten Art durch die im Anspruch 1 genannten Merkmale erfüllt. Bei Messungen des Geräusches von hydrodynamischen Retardern ist festgestellt worden, dass in diesem Geräusch ein Geräusch mit einer spezifischen Frequenz überwiegt, Dieses Auftreten eines vorwiegenden Geräuschs mit einer spezifischen Frequenz dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Schaufeln des Läufers und des Ständers gleichmäßig entlang der jeweiligen ringförmigen Aussparungen angeordnet sind. Dadurch werden sich sämtliche Läuferschaufeln in ein und demselben Augenblick an einer jeweils gegenüberliegenden Ständerschaufel vorbeibewegen. In Verbindung mit solchen Schaufelbewegungen, die in regelmäßigen Zeitabständen auftreten, wird ein Geräusch erzeugt, das eine spezifische Frequenz aufweist, die von der Anzahl Schaufeln und der Drehgeschwindigkeit des Läufers abhängig ist. Durch eine Verteilung der einander benachbarten Schaufeln mit zumindest zwei unterschiedlichen Winkelabständen im Verhältnis zueinander wird eine ungleichmäßige Verteilung der Schaufeln in der Aussparung erhalten. Dadurch werden sich zumindest nicht alle Läuferschaufeln jeweils gleichzeitig an einer korrespondierenden gegenüberliegenden Ständerschaufel vorbeibewegen. Auf diese Weise wird beim Vorbeibewegen der Schaufeln aneinander ein Geräusch erzeugt, das eine Verteilung über mehr als eine Frequenz aufweist. Ein solches Geräusch, das sich aus mehreren Frequenzen zusammensetzt, wird als weniger störend empfunden als ein Geräusch, das im Wesentlichen aus einem durchdringenden reinen Ton besteht. Auch der Gesamtschallpegel eines solchen Geräuschs, das aus mehreren Frequenzen zusammengesetzt ist, wird als niedriger empfunden als der eines reinen Tons.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung variiert der genannte unterschiedliche Winkelabstand in der Aussparung zwischen einander benachbarten Schaufeln nach einem vorgegebenen Muster. Vorzugsweise bietet ein derartiges vorgegebenes Muster eine solche Anordnung der Schaufeln des Läufers, dass nur eine geringe Anzahl von Läuferschaufeln sich zu ein und demselben Zeitpunkt an den korrespondierenden gegenüberliegenden Ständerschaufeln vorbeibewegt. Das Geräusch kann dabei über eine große Anzahl unterschiedlicher Frequenzen verteilt werden, wodurch die Intensität des Geräuschs und dessen störende Eigenschaft zusätzlich verringert wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst der Läufer n Schaufeln in der Aussparung, wobei die Winkelabstände zwischen den einander benachbarten Schaufeln im Bereich 360°/n±6° liegen. Bei einem Läufer mit n Schaufeln sollte sich der Winkelabstand zwischen den einander benachbarten Schaufeln nicht übermäßig von einem durchschnittlichen Winkelabstand unterscheiden, der somit 360°/n beträgt. Vor allem sollte der Winkelabstand nicht übermäßig groß gewählt werden, da andernfalls die Kapazität des Läufers herabgesetzt werden kann. Vorzugsweise weicht der Winkelabstand zwischen einander benachbarten Schaufeln von 360°/n in den Fällen ab, wenn vorgesehen ist, dass der Läufer mit einem konventionellen Ständer arbeitet. Ein konventioneller Ständer, der mit n Schaufeln versehen ist, hat einen konstanten Winkelabstand von 360°/n zwischen benachbarten Schaufeln. Durch Vermeiden dieses Winkelabstands zwischen den Schaufeln des Läufers wird vermieden, dass zwei benachbarte Läuferschaufeln zumindest zu ein und demselben Zeitpunkt sich an den korrespondierenden gegenüberliegenden Ständerschaufeln vorbeibewegen. Dadurch wird verhindert, dass benachbarte Läuferschaufeln ein Geräusch von gleicher Frequenz erzeugen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Läufers liegt die Anzahl Schaufeln im Bereich zwischen 17 und 21. Konventionelle Läufer mit einem konstanten Winkelabstand zwischen den Schaufeln haben gegenwärtig einen Durchmesser, bei dem es vorteilhaft ist, 17, 19 oder 21 Schaufeln anzuwenden. Die Verwendung der gleichen Anzahl an Schaufeln bei Läufern mit variierendem Winkelabstand zwischen den Schaufeln dürfte ebenfalls vorteilhaft sein.

Der vorstehend angegebene Zweck wird auch durch den Ständer der eingangs bezeichneten Art durch die im Anspruch 6 genannten Merkmale erfüllt. Eine alternative Lösung zur Reduzierung des Geräuschs von einem hydrodynamischen Retarder besteht in der Anordnung der benachbarten Schaufeln des Ständers in unterschiedlichen Winkelabständen in der ringförmigen Aussparung des Ständers. Während des Betriebs einer hydrodynamischen Bremse, die mit einem solchen Ständer und einem konventionellen Läufer ausgestattet ist, welcher einen konstanten Winkelabstand zwischen benachbarten Läuferschaufeln aufweist, wird ebenfalls erreicht, dass sich die Läuferschaufeln zu mehreren verschiedenen Zeitpunkten an korrespondierenden gegenüberliegenden Ständerschaufeln vorbeibewegen. Während des Betriebs einer hydrodynamischen Bremse mit einem derartigen Ständer wird somit ebenfalls verhindert, dass ein auftretendes Geräusch innerhalb einer spezifischen Frequenz erzeugt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Endung variieren die genannten unterschiedlichen Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln in der Aussparung beim Ständer nach einem vorgegebenen Muster. Die Herstellung eines solchen Ständers vereinfacht sich dadurch. Vorzugsweise umfasst der Ständer n Schaufeln in der Aussparung und vorzugsweise liegt der Winkelabstand zwischen benachbarten Schaufeln im Bereich 360°/n±6°. In Entsprechung zu dem Läufer sollten übermäßig große Winkelabstände zwischen den Schaufeln vermieden werden, da sich hierdurch die Kapazität der hydrodynamischen Bremse verringern kann. Wenn der Ständer zusammen mit einem konventionellen, konstante Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln aufweisenden Läufer benutzt wird, ist es zweckmäßig, diesen konstanten Winkelabstand beim Ständer zu vermeiden. Bei einer Anzahl von n Schaufeln beträgt der konstante Winkelabstand zwischen den Schaufeln des Läufers 360°/n. Durch eine Anordnung der Schaufeln des Ständers auf solche Art, dass der Winkelabstand zwischen benachbarten Schaufeln sich vom konstanten Winkelabstand der Läuferschaufeln unterscheidet, wird zumindest verhindert, dass zwei benachbarte Läuferschaufeln sich zu ein und demselben Zeitpunkt an gegenüberliegenden Ständerschaufeln vorbeibewegen. Vorzugsweise liegt die Anzahl Ständerschaufeln im Bereich 17 bis 21, d.h. es handelt sich um die gleiche Anzahl wie bei einem konventionellen Ständer.

Ein deutlich weniger störendes Geräusch wird somit erzeugt, wenn eine hydrodynamische Bremse einen Läufer, wie vorstehend beschrieben, und einen konventionellen, einen konstanten Winkelabstand zwischen den benachbarten Schaufeln aufweisenden Ständer aufweist. Alternativ kann eine hydrodynamische Bremse einen Ständer, wie vorstehend beschrieben, umfassen und einen konventionellen, einen konstanten Winkelabstand zwischen den benachbarten Schaufeln aufweisenden Läufer aufweisen. Selbstverständlich kann eine hydrodynamische Bremse, die ein weniger störendes Geräusch erzeugt als eine konventionelle hydrodynamische Bremse, auch einen Läufer und einen Ständer umfassen, die beide eine ungleichmäßige Schaufelverteilung aufweisen.

Nachstehend folgt eine Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf beiliegende Zeichnung, in der:

1 eine hydrodynamische Bremse zeigt;

2 einen Läufer gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;

3 einen Ständer gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

In 1 ist eine hydrodynamische Bremse in Form eines hydrodynamischen Retarders für ein Kraftfahrzeug dargestellt. Der Retarder umfasst einen Ständer 1 und einen Läufer 2. Der Ständer 1 weist eine ringförmige Aussparung 3 auf, welche eine Mehrzahl von Schaufeln 4 aufweist. Der Läufer 2 ist entsprechend ausgebildet und mit einer ringförmigen Aussparung 5 versehen, die eine Mehrzahl von Schaufeln 6 aufweist. Die Aussparungen 3, 5 des Ständers 1 bzw. Läufers 2 sind koaxial zueinander auf solche Weise angeordnet, dass sie zusammen einen ringförmigen Raum 7 bilden. Der Ständer 1 ist an einer stationären Fläche am Fahrzeug befestigt. Der Läufer 2 umfasst einen Wellenabschnitt 8, welcher mit einer drehbaren Welle 9 verbunden ist. Die drehbare Welle 9 ist ihrerseits mit einer Antriebswelle im Antriebsstrang des Fahrzeugs verbunden. Der Läufer 2 wird somit synchron mit dem Antriebsstrang des Fahrzeugs angetrieben.

Um eine Bremswirkung durch den Retarder zu erhalten, ist ein Medium in Form einer geeigneten Hydraulikflüssigkeit vorhanden, das bei Aktivierung der Bremse in den ringförmigen Raum 7 eingeleitet wird. Die Hydraulikflüssigkeit wird durch eine Mehrzahl hier nicht abgebildeter Öffnungen im Ständer 1 eingeleitet. Während eines Bremsvorgangs des Retarders wird die Hydraulikflüssigkeit durch die Schaufeln 4, 6 des Ständers 1 bzw. Läufers 2 mit hoher Geschwindigkeit zwischen dem Ständer 1 und dem Läufer 2 in Umlauf gebracht. Die Schaufeln 6 des Läufers haben eine derartige Winkelstellung, dass die Hydraulikflüssigkeit in einer solchen Richtung darauf auftrifft, dass eine im Wesentlichen bestmögliche Bremswirkung des Läufers 2 erhalten wird. Die Bremsung des Läufers 2 resultiert in einer entsprechenden Bremsung des Antriebsstrangs des Fahrzeugs und der Antriebsräder, die mit dem Antriebsstrang verbunden sind. Wenn der Retarder nicht mehr aktiviert ist, wird die verbliebene Hydraulikflüssigkeit über eine Reihe von nicht abgebildeten Öffnungen aus dem ringförmigen Raum 7 abgeleitet. Hierbei handelt es sich um herkömmliche Technik in Verbindung mit dem Einsatz eines Retarders, die deshalb hier nicht näher beschrieben wird.

In Verbindung mit dem Einsatz eines hydrodynamischen Retarders besteht der Wunsch, das vom Retarder während dessen Aktivierung erzeugte Geräusch zu reduzieren. Es ist festgestellt worden, dass das Geräusch von einem konventionellen Retarder ein hervortretendes Geräusch in Form eines durchdringenden Tons umfasst. Dieses hervortretende Geräusch dürfte seine Erklärung darin haben, dass konventionelle Läuferschaufeln 6 und Ständerschaufeln 4 gleichmäßig in ihren ringförmigen Aussparungen 3, 5 angeordnet sind. Dies führt mit sich, dass sämtliche Läuferschaufeln 6 in regelmäßigen Zeitabständen sich gleichmäßig an einer gegenüberliegenden Ständerschaufel 4 vorbeibewegen. Hierbei wird ein Geräusch erzeugt, das eine spezifische Frequenz aufweist, welche von der Anzahl der Schaufeln des Läufers und der Drehzahl des Läufers abhängt. Konkret ausgedrückt bedeutet dies: Das bei einer spezifischen Frequenz auftretende Geräusch wird somit bei einer hohen Läuferdrehzahl hochfrequenter als bei einer niedrigeren Läuferdrehzahl.

In 2 ist ein Läufer gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Läufer umfasst in diesem Fall 19 Schaufeln 6, die mit vier unterschiedlichen Winkelabständen im Verhältnis zu benachbarten Schaufeln 6 verteilt sind. Die Schaufeln 6 sind hier innerhalb von vier Sektorwinkeln verteilt, von denen acht einen Winkel von 17°, sieben einen Winkel von 19°, zwei einen Winkel von 21° und zwei einen Winkel von 24,5° aufweisen. Die Sektorwinkel sind hier in der ringförmigen Aussparung 5 in einem solchen Muster verteilt, dass die entsprechenden Sektorwinkel im Wesentlichen auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Läufers 2 vorkommen. Bei einer Anzahl von 19 Schaufeln beträgt der durchschnittliche Winkelabstand zwischen aneinandergrenzenden Schaufeln 6 etwa 19°. Um die guten Bremseigenschaften des Läufers 2 beizubehalten, sollte jedoch der Winkelabstand zwischen den Schaufeln 6 nicht zu stark vom durchschnittlichen Winkelabstand abweichen. Wenn ein solcher Läufer 2 zusammen mit einem konventionellen Ständer 1 mit 19 in einem gleichmäßigen Winkelabstand von ca. 19° in der Aussparung 3 angeordneten Schaufeln zum Einsatz kommt, werden sich die Läuferschaufeln 6 zu einer Reihe von unterschiedlichen Zeitpunkten an den gegenüberliegenden Ständerschaufeln vorbeibewegen. Dadurch wird beim Betrieb des Läufers 2 ein Geräusch erzeugt, das eine Streuung über mehrere Frequenzen aufweist. Ein solches zusammengesetztes Geräusch wird als angenehmer empfunden als ein Geräusch, das im Wesentlichen aus einem reinen, durchdringenden Ton besteht. Ein solches Geräusch besitzt empfindungsgemäß auch einen deutlich niedrigeren Gesamtschallpegel als ein im Wesentlichen monofrequentes Geräusch.

Die Läuferschaufeln 6 umfassen auch innere Anfasungen 6a. Solche Anfasungen verringern die Gefahr einer Kavitation der Hydraulikflüssigkeit, wenn diese auf die Läuferschaufeln 6 auftrifft. Eine Kavitation des Mediums tritt dann auf, wenn der Druck den Dampfdruck des Mediums unterschreitet, so dass das Medium vorübergehend in Gasform übergeht und Gasblasen bildet. Wenn der Druck dann erneut auf ein Niveau über dem Dampfdruckniveau ansteigt, kondensiert das Medium und die Gasblasen kollabieren, was kräftige Druckstöße zur Folge hat. Durch die Anfasungen 6a wird die Gefahr einer Kavitation und störender Geräusche im Wesentlichen ausgeschaltet.

In 3 ist ein Ständer 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Ständer 1 umfasst in diesem Fall 19 Schaufeln 4, die mit drei unterschiedlichen Winkelabständen im Verhältnis zu benachbarten Schaufeln 4 in der Aussparung 3 verteilt sind.

Die Schaufeln 4 sind hier innerhalb von vier Sektorwinkeln verteilt, von denen neun einen Winkel von 17°, drei einen Winkel von 20° und sieben einen Winkel von 21° aufweisen. Die Sektorwinkel sind hier nach einem Muster verteilt, bei dem die kleineren Sektorwinkel von 17° im Wesentlichen auf der einen Seite des Ständers 1 angeordnet sind, während die größeren Sektorwinkel von 21° auf der gegenüberliegenden Seite des Ständers 1 angeordnet sind. Wenn dieser Ständer 1 zusammen mit einem konventionellen Läufer mit einem konstanten durchschnittlichen Winkelabstand von 19° zum Einsatz kommt, liegen die Ständerschaufeln 4 in sukzessivem Versatz im Verhältnis zu den gegenüberliegenden Läuferschaufeln. Dadurch bewegt sich die Mehrzahl der Läuferschaufeln zu unterschiedlichen Zeitpunkten an den gegenüberliegenden Ständerschaufeln 4 vorbei. Das Geräusch, das erzeugt wird, wenn sich die Schaufeln des Läufers an den Schaufeln des Ständers vorbeibewegen, erhält dadurch eine sehr günstige Frequenzstreuung. In diesem Fall ist auch der durchschnittliche Winkelabstand von 19° zwischen aneinandergrenzenden Ständerschaufeln 4 vermieden worden. Dadurch ist sichergestellt, dass die angrenzenden Schaufeln des konventionellen Läufers sich nicht zu ein und demselben Zeitpunkt an den gegenüberliegenden Ständerschaufeln 4 vorbeibewegen. Das Auftreten eines Geräuschs mit gleicher Frequenz von angrenzenden Ständerschaufeln 4 wird dadurch verhindert. Bei einer hydrodynamischen Bremse, die einen solchen Ständer 1 umfasst, wird ein Geräusch erzeugt, das über mehrere Frequenzen gestreut ist. Durch einen solchen Ständer 1 wird somit ein zusammengesetztes Geräusch erhalten, das als weniger störend empfunden wird, als ein monofrequentes, stärker durchdringendes Geräusch.

Die Erfindung ist in keiner Weise auf die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform begrenzt, sondern kann im Rahmen der Patentansprüche frei verändert werden. Die Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln bei Läufer und Ständer können im Wesentlichen beliebig variiert werden. Ein Läufer mit einer ungleichmäßigen Verteilung der Schaufeln muss nicht notwendigerweise zusammen mit einem konventionellen Ständer zum Einsatz kommen, sondern kann auch zusammen mit einem Ständer mit ebenfalls ungleichmäßiger Verteilung der Schaufeln eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. Läufer für eine hydrodynamische Bremse, wobei der Läufer (2) einen Körper mit einer ringförmigen Aussparung (5) aufweist, welche eine Mehrzahl von Schaufeln (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (6) bezogen auf dem Umkreis in bestimmten Winkelabständen entlang der ringförmigen Aussparung (5) verteilt sind, wobei zumindest zwei verschiedene Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (6) in der Aussparung (5) vorkommen.
  2. Läufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (6) in der Aussparung (5) nach einem vorgegebenen Muster variieren.
  3. Läufer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Mehrzahl von n Schaufeln (6) umfasst und die Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (6) in einem Bereich von 360°/n±6° liegen.
  4. Läufer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelabstand zwischen benachbarten Läuferschaufeln (6) von 360°/n abweicht.
  5. Läufer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schaufeln (6) im Bereich 17 bis 21 liegt.
  6. Ständer für eine hydrodynamische Bremse, wobei der Ständer (1) einen Körper mit einer ringförmigen Aussparung (3) aufweist, welche eine Mehrzahl von Schaufeln (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (4) bezogen auf den Umkreis in bestimmten Winkelabständen entlang der ringförmigen Aussparung (3) verteilt sind, wobei zumindest zwei verschiedene Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (4) in der Aussparung (3) vorkommen.
  7. Ständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (4) in der Aussparung (3) nach einem vorgegebenen Muster variieren.
  8. Ständer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Anzahl von n Schaufeln (4) umfasst und die Winkelabstände zwischen benachbarten Schaufeln (4) in einem Bereich von 360°/n±6° liegen.
  9. Läufer nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelabstand zwischen benachbarten Schaufeln (4) von 360°/n abweicht.
  10. Läufer nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schaufeln (4) im Bereich 17 bis 21 liegt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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