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Dokumentenidentifikation DE202004002076U1 26.08.2004
Titel Hufbeschlag mit abnehmbarem Deckel
Anmelder Donauer, Andreas, Breidenbach, FR
Vertreter Bartling, J., Rechtsanw., 80331 München
DE-Aktenzeichen 202004002076
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.08.2004
Registration date 22.07.2004
Application date from patent application 12.02.2004
IPC-Hauptklasse A01L 7/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Hufbeschlag mit abnehmbaren Deckel, der in verschiedenen Größen und aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein kann.

Hufbeschläge mit einer Abdeckung aus Kunststoff, Leder oder Metall sind bereits bekannt. Diese Abdeckungen werden dann angebracht, wenn die Hufsohle zu dünn, also druckempfindlich, verletzt oder wenn eine den Huf unterstützende Polsterung notwendig ist. Auch gegen die Aufstollung von Schnee werden Deckelbeschläge eingesetzt. Diese Deckel werden dann entweder auf der dem Huf zugewandten Seite oder auf der dem Boden zugewandten Seite des Hufbeschlags angebracht. Bei den Deckeln, die auf der dem Huf zugewandten Seite angebracht werden, wird der Deckel beim Aufnageln des Hufbeschlags mitgenagelt und somit fixiert. Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass die Hufsohle während der gesamten Beschlagsperiode permanent abgedeckt ist. Eine Wundversorgung an der Hufsohle oder das Auswechseln eines eingebrachten Polsters ist somit unmöglich. Auch eine notwendige Reinigung der Hufsohle ist unmöglich, was zur Folge hat, dass sich Fäulnisbakterien ungestört vermehren und die Hornsubstanz der Hufsohle und des Strahlbereichs schädigen. Bei den Deckeln, die auf der dem Boden zugewandten Seite des Hufbeschlags angebracht werden, entstehen diese Probleme nicht, da sie in der Regel auf dem Hufbeschlag mittels Schrauben befestigt werden, somit abnehmbar sind. Der entscheidende Nachteil dieser Anbringungsart ist, dass auf den aufgeschraubten Deckeln keine Profilierung vorhanden ist, was zur Folge hat, dass die damit beschlagenen Pferde vermehrt rutschen und somit eine Nutzung während der Beschlagsperiode mit dem Deckel unmöglich ist.

Meiner Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hufbeschlag mit Deckel herzustellen, bei dem die Hufsohle durch einen abnehmbaren Deckel zugänglich ist und der durch die Erhaltung der Rutschfestigkeit des Hufbeschlags eine uneingeschränkte Nutzung des damit beschlagenen Tieres zulasst.

Erfindungsgemäß werden diese Vorgaben durch die Merkmale des Hufbeschlags in Anspruch 1 gelöst.

Gemäß meiner Erfindung wird ein Hufbeschlag (3) hergestellt, bei dem der die Hufsohle abdeckende Deckel (1) zwischen den Hufbeschlagsschenkeln angebracht wird. Die horizontale Lage dieses Deckel ist zwischen der dem Huf zugewandten Oberseite (6) und der dem Boden zugewandten Unterseite des Hufbeschlags (5). Der Deckel (1) kann aus jedem geeigneten Material, wie z.B. Kunststoff, Alu, Stahl hergestellt werden. Der Hufbeschlag (3) kann ebenfalls aus jedem geeignetem Material hergestellt werden. Die Befestigung des Deckels (1) erfolgt mittels Schrauben, Treibstiften, Nieten usw. Im Hufbeschlag (3) selbst können dafür vorgegebene Befestigungslöcher (2) vorhanden sein oder nachträglich gebohrt werden. Durch die Befestigung des Deckels (1) mittels wiederlösbaren Befestigungen, wie Schrauben, Treibstiften oder Ähnliches kann der Deckel (1) zu jeder Zeit während der Beschlagsperiode abgenommen und die Hufunterseite zugänglich gemacht werden. Die Rutschfestigkeit wird dadurch gewährleistet, dass die dem Boden zugewandte profilierte (4) Unterseite (5) des Hufbeschlags (3) über die Unterseite des Deckels (1) hinaussteht.


Anspruch[de]
  1. Hufbeschlag, mit einem abnehmbaren, die Sohlenseite des Hufes abdeckenden, Deckel.
  2. Hufbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1) lösbar angebracht ist und somit die Unterseite des Hufs jederzeit während der Beschlagsperiode zugänglich gemacht und wieder verschlossen werden kann.
  3. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der angebrachte Deckel (1) zwischen der dem Huf zugewandten (6) und der dem Boden zugewandten Seite (5) positioniert ist und somit die Bodenseitige Profilierung (4) des Hufbeschlags über den Deckel (1) zum Boden hin heraussteht, wodurch die Rutschfestigkeit des Hufbeschlags erhalten bleibt.
  4. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Hufbeschlag (3), als auch der Deckel (1), aus jeden erdenklichen, auch unterschiedlichen Materialien hergestellt werden können.
  5. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungslöcher (2) im Hufbeschlag (3) als auch im Deckel (1) sowohl vorgegeben, oder nachträglich eingebohrt werden können.
  6. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1) teilbar ist, was auch eine teilweise Abdeckung der Hufunterseite zulässt.
  7. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1) in jeder benötigten Dicke gefertigt sein kann.
  8. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1) sowohl auf der dem Huf zugewandten Seite (6) als auch auf der dem Boden zugewandten Seite (5) eine den Strahl unterstützende Verdickung aufweisen kann.
  9. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (1) sowohl mit als auch ohne Profilierung sein kann.
  10. Hufbeschlag nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass beliebig viele Befestigungslöcher (2) vorhanden bzw. eingebohrt werden können.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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