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Dokumentenidentifikation DE202004002519U1 26.08.2004
Titel Billard-Queue
Anmelder Keil, Robert, 94315 Straubing, DE;
Santl, Stefan, 94032 Passau, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Aktenzeichen 202004002519
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 26.08.2004
Registration date 22.07.2004
Application date from patent application 18.02.2004
IPC-Hauptklasse A63D 15/08

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft einen Billiard-Queue bestehend aus einem stabförmigen Billiard-Stock mit sich verjüngendem Querschnitt aus Holz oder ähnlichem Material, und einem die Stockspitze darstellenden, elastisch nachgiebigen Oberteil, das in herkömmlicher Weise auch „Leder" genannt wird.

Es ist üblich, Billiard-Queues aus einem homogenen Vollmaterial herzustellen, z.B. aus Holz, und am Griffende durch ein Gewicht zu beschweren, um die gewünschte Stoß-Charakteristik und Masse zu erzielen, während an dem Ende des Stockes, das vom Griff abgewandt ist, üblicherweise eine Lederkappe aufgesteckt wird, mit der die Kugel gestoßen wird.

Des weiteren ist bekannt, Billiard-Queues aus einem Vollmaterial aus glasfaserverstärktem Kunststoff auszubilden, wobei hierfür eine Vielzahl von Kunststoffmaterialien, beispielsweise Duroplaste verwendet werden.

Das Stoßende des Billiard-Queues ist in der Regel als Ferrule aus Kunststoff oder Metall ausgebildet und besitzt eine gerundete Stoßfläche aus Leder oder vergleichbarem Kunststoffmaterial, wobei dieses Endstück bzw. Oberteil bei bestimmten Stößen sehr stark belastet wird und deshalb häufig repariert oder ausgewechselt werden muss. Die Beanspruchung beim Spiel ist insbesondere hoch, wenn von oben Stöße auf die Spielkugel ausgeführt werden sollen, die zur Folge haben, dass die Spielkugel eine im Abstand vor ihr liegende Kugel überspringen soll.

Aufgabe der Neuerung ist, einen Billiard-Queue vorzuschlagen, dessen Stoßende kappenförmig ausgebildet ist und das mit dem Stab so verbunden ist, dass die hohe Belastung aufgenommen wird, ohne dass dieses Oberteil des Stabes Schaden nimmt.

Gemäß der Neuerung wird dies dadurch erreicht, dass der Stab am zum Handgriff entgegengesetztem Ende einen zentrischen Zapfen aufweist, der aus dem gleichen Material wie der Stab besteht und einteilig mit diesem Stab ausgebildet ist,das Oberteil eine der Form des Zapfens angepasste Bohrung aufweist, wobei Zapfen und Oberteil zusammengefügt, vorzugsweise zusammengesteckt und in der Bohrung fest miteinander verklebt werden, und das Oberteil aus einem Mehrschicht- bzw. Laminatmaterial aus Kunststoff und/oder Holz und/oder textilem Gewebe besteht.

In weiterer Ausgestaltung der Neuerung wird vorgeschlagen, dass die Stange am zum Handgriff entgegengesetztem Ende eine Bohrung aufweist, und das Oberteil einen der Form der Bohrung angepassten zentrischen Zapfen besitzt, wobei Zapfen und Oberteil in der Bohrung fest mieinander verklebt sind, und das Oberteil aus einem Mehrschicht- bzw. Laminatmaterial aus Kunststoff und/oder Holz und/oder textilem Gewebe besteht.

Weitere Ausgestaltungen der Neuerung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Durch die neuerungsgemäße Verbindung zwischen dem Schaft aus Massivholz und dem Oberteil aus laminiertem Material ergibt sich bei einwandfreier und genauer Auslegung des Zapfendurchmessers und der diesen Zapfen aufnehmenden Bohrung sowie des die Verbindung zwischen Zapfen und Bohrung herstellenden Klebstoffes eine dauerhafte Verbindung, die die hohen Beanspruchungen beim Stoßen und umpen aufnimmt, so dass eine Auswechslung des Oberteiles bei sachgemäßer Behandlung praktisch entfällt. Das Oberteil bzw. die Kappe besteht aus einer Vielzahl von laminierten Schichten aus Holz, Kunststoff bzw. Kunststoff und Gewebe, wobei die Schichten unterschiedlicher Materialien miteinander abwechselnd angeordnet sind und in ihrer Gesamtheit eine der gewünschten Stoß-Charakteristik entsprechende Spieleigenschaft ergeben. Das Oberteil bzw. die Kappe und der damit fest verbundene Stab sind dabei aufgrund der vorgeschlagenen Verbindung als eine Einheit ausgeführt.

In weiterer Ausgestaltung der Neuerung wird vorgeschlagen, zwischen Stab und Oberteil einen Ring bzw. ein Ferule einzusetzen, wobei der eingesetzte Ring auf dem Zapfen des Oberteiles, der in die Bohrung des Stabes eingesetzt ist, in Richtung der Zapfenachse wie auch stirnseitig mit Stab und Oberteil verklebt ist. Eine derartige Ausführungsform hat den Vorteil des geringeren Kraftaufwandes für den Anstoß und erleichtert insbesondere den Stoß beim Jumpen. Dieses zwischen Stab und Oberteil eingesetzte Ferule besteht vorzugsweise aus Kunststoff, z.B. einem Duroplast, wie dies bei herkömmlichen Ferules der Fall ist.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Neuerung weist der Stab an dem dem Oberteil zugewandtem Ende bzw. der Kappe eine tiefere Bohrung konzentrisch zu der den Zapfen aufnehmenden Bohrung auf, in die ein Metallzylinder eingesetzt ist, der zur Erzielung einer Gewichtsverlagerung des gesamten Stabes dient, um damit für den Spieler bestimmte Spieleigenschaften des Billiard-Stockes zu erzielen. Dieser zylinderförmige Einsatz kann aus Metall, Kunststoff oder dergl. bestehen und wird in seiner Länge und seinem Gewicht entsprechend den gewünschten Spieleigenschaften des Stockes entsprechend ausgelegt.

Nachstehend wird die Neuerung in Verbindung mit der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt:

1 das der Kappe zugewandte Ende des Schaftes mit einteiligem Zapfen und einem Oberteil, beide nicht miteinander verbunden,

2 das vordere Ende des Schaftes mit Bohrung und in die Bohrung eingesetztem Zapfen des Oberteils,

3 eine andere Ausführungsform der Neuerung mit Schaft und Bohrung, Oberteil mit Zapfen und zwischen Stab und Oberteil angeordnetem Ferule, und

4 einen Schaft mit Bohrung, einem im Schaft angeordneten Metallzylinder und mit Zapfen des Oberteils.

Der Schaft 1 eines Billiard-Queues, der aus Vollholz besteht, weist an dem dem Oberteil 3 zugewandten Ende einen einteiligen Zapfen 2, der aus dem Vollholz des Schaftes herausgedreht ist, auf. Der Zapfen 2 ist so dimensioniert, dass er genau in die Bohrung 4 des Oberteils 3 eingepasst ist, wobei Mantelfläche des Zapfens und Innenfläche der Bohrung zur dauerhaften Verbindung miteinander verklebt sind.

Bei der Ausführungsform nach 2 ist das Verbindungsende mit einer Bohrung 6 ausgeführt, in die ein Zapfen 8 eines Oberteils 7 eingeführt ist. Zapfen und Bohrung sind genau zueinander passend so ausgeführt, dass eine Klebstoffschicht 9 zwischen beiden angebracht werden kann. Des weiteren sind die Stirnflächen 10 und 11 zwischen Schaftende und Oberteil 7 miteinander verklebt. Das Oberteil ist in allen Ausführungsformen geschichtet und laminiert, wobei die Schichten mit S1, S2, S3, Sn bezeichnet sind und abwechselnd aus Holz und Kunststoff, vorzugsweise Gewebe-Kunststoff bestehen und das Oberteil aus einem derartigen Laminat-Materialblock gedreht wird. Die Anzahl der Schichten S1 – Sn kann etwa zwischen 20 und 60 betragen, je nach den gewünschten Eigenschaften, wobei die Holzschichten aus besonderem Hartholz bestehen und die Kunststoffschichten aus einem der bekannten Duroplaste oder gleichwertigen Materialien hergestellt sind. Durch die Laminatschichten 7 des Oberteils ergibt sich eine besonders hohe Beanspruchbarkeit des Oberteils, was gerade für Jump-Stöße von ausschlaggebender Bedeutung ist und eine außergewöhnliche Haltbarkeit gegenüber Belastungen beim Spiel sowie die Erzielung gewünschter Stoßcharakteristiken, so dass durch Veränderung der Schichtung des Laminats eine individuelle Charakteristik erzielt werden kann.

Bei der in 3 dargestellten Ausführungsform eines Billiard-Queues sind Schaft 5 und Oberteil 7 entsprechend der Anordnung nach 2 ausgebildet, jedoch ist anstelle der Bohrung 6 im Stab eine Bohrung 13 größerer Länge vorgesehen, in die ein Zapfen 14 des Oberteiles 7 mit entsprechend größerer Längenabmessung eingesetzt ist. Zwischen der Stirnseite 10 des Stabes und der zugewandten Stirnseite des Oberteiles 7 ist auf-grund dieser größeren Länge des Zapfens zwischen beiden Teilen ein Ringraum aus-gebildet, der zur Aufnahme eines Ferules bzw. eines ringförmigen Einsatzes 15 dient, der auf der radialen Innenseite mit dem Zapfen 14 über eine Klebeschicht 16 verbun-den ist, während die beiden entgegengesetzten Stirnflächen des Ferules mit der zuge-wandten Stirnfläche 10 bzw. 11 mit Hilfe einer Klebeschicht 17, 18 fest verbunden ist. Durch diesen Ferule-Einsatz reduziert sich der Kraftaufwand des Stoßes, insbesondere wird damit erreicht, dass ein Jump-Stoß leichter vorgenommen werden kann.

Bei Billiard-Stöcken aus Vollholz werden häufig am Griffende Beschwerungen durch ein Gewicht vorgenommen, damit der Stab eine gewünschte Stoß-Charakteristik und Masse erhält. Um diese Eigenschaften zu erzielen, wird eine Ausführungsform nach 4 vorgeschlagen, bei der ausgehend von der Anordnung nach 2 die Bohrung 6 durch eine wesentlich längere koaxiale Bohrung 19 ersetzt wird, in die ein Metallstab oder Metallzylinder 20 eingesetzt und darin durch den Zapfen 8 festgelegt wird. Durch entsprechende Wahl des Metallzylinders 20 kann individuell eine optimale Gewichts-verteilung des Billiard-Queues erzielt werden.


Anspruch[de]
  1. Billiard-Queue mit einem stangenförmigen Stab und sich verjüngendem Querschnitt aus Holz oder ähnlichem Material und einem die Stoßspitze darstellenden, elastisch nachgiebigen Oberteil, dadurch gekennzeichnet, dass

    a) der Stab am zum Handgriff entgegengesetztem Ende einen zentrischen Zapfen aufweist, der aus dem gleichen Material wie der Stab besteht und einteilig mit diesem Stab ausgebildet ist,

    b) das Oberteil eine der Form des Zapfens angepasste Bohrung aufweist, wobei Zapfen und Oberteil zusammengesteckt und in der Bohrung fest miteinander verklebt sind, und

    c) das Oberteil aus einem Mehrschicht- bzw. Laminatmaterial aus Kunststoff und/oder Holz und/oder textilem Gewebe besteht.
  2. Billiard-Queue mit einem stangenförmigen Stab und sich verjüngendem Querschnitt aus Holz oder ähnlichem Material und einem die Stoßspitze darstellenden, elastisch nachgiebigen Oberteil, dadurch gekennzeichnet, dass

    a) die Stange an zum Handgriff entgegengesetztem Ende eine Bohrung aufweist,

    b) das Oberteil einen der Form der Bohrung angepassten zentrischen Zapfen besitzt, wobei Zapfen und Oberteil über die Bohrung fest mieinander verklebt sind, und

    c) das Oberteil aus einem Mehrschicht- bzw. Laminatmaterial aus Kunststoff und/oder Holz und/oder textilem Gewebe besteht.
  3. Billiard-Queue nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil aus einer Vielzahl von miteinander abwechselnden Schichten aus Kunststoff und/oder Holz und/oder textilem Gewebe besteht, wobei die Schichten Vollmaterial sind.
  4. Billiard-Queue nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl von miteinander abwechselnden Schichten etwa zwischen 20 und 60 beträgt.
  5. Billiard-Queue nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Gewebe Leinengewebe ist.
  6. Billiard-Queue nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten aus Holz und Kunststoff miteinander abwechselnd, und dass Einzelschichten aus Gewebe, Nylon, Leder, Lederersatz zwischen den Schichten aus Kunststoff oder Holz vorgesehen sind.
  7. Billiard-Queue nach einem der Ansprüche 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Zapfen zwischen Schaft und Oberteil ein mit dem Schaft/Oberteil fest verklebter Ring aus Kunststoff, Hartgummi oder dergl. in begrenztem Umfang elastisch nachgiebigem Material aufgesetzt und verklebt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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