Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung des Lagerbocks
einer Andruckvorrichtung am Anschlaggehäuse einer Holzfräsmaschine.
Gegenstand der EP-B 637 276 des Anmelders ist eine derartige Andruckvorrichtung,
die in 5 dargestellt ist. Dort ist gezeigt, daß auf
einem Maschinentisch 10 einer Holzfräsmaschine ein Gehäuse 12
angebracht ist, das über einen Rohrstutzen 14 an eine Absaugeinrichtung
angeschlossen werden kann und die nicht dargestellte Frässpindel abdeckt. Das Gehäuse
12 kann über einen Deckel 16 geöffnet werden, der an zwei Scharnieren
18 angelenkt ist. An der Vorderseite des Gehäuses 12 ist ein Anschlag
20 zur Führung eines zu fräsenden Werkstücks 22 angebracht.
Auf der Oberseite des Gehäuses 12 ist ein Lagerbock
24 befestigt, an dem über einen horizontalen Drehzapfen 26 schwenkbar
ein Tragarm 28 absteht, der in der eingezeichneten Betriebsstellung waagrecht
verläuft. Am vorderen Ende des Tragarms 28 ist eine Andruckvorrichtung
44 befestigt, die ein Führungsorgan 30 aufweist, welches das Werkstück
22 in horizontaler Richtung gegen den Anschlag 20 drückt. Ferner
hat die Andruckvorrichtung 44 einen an dem Tragarm 28 höhenverstellbar
gelagerten Druckschuh 32, der auf die Oberseite des Werkstücks
22 wirkt und dieses dabei in fester Anlage gegen den Maschinentisch
10 drückt.
In der Praxis sind Anschlaggehäuse 12 im Einsatz, die eine
sichere und funktionelle Befestigung der Andruckvorrichtung 44 nicht erlauben.
Nicht selten sind bei den handelsüblichen Anschlaggehäusen die Platzverhältnisse
so beengt, daß entweder der Lagerbock nicht oder nicht ausreichend stabil befestigt
werden kann oder ein Öffnen des Deckels des Gehäuses bei hochgeschwenkter Andruckvorrichtung
44 nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen
und eine Vorrichtung der eingangs umrissenen Bauart zur Verfügung zu stellen, die
auch dann eine stabile Befestigung der Andruckvorrichtung möglich macht, wenn die
Stützfläche am Anschlaggehäuse zu klein ist oder wenn der Deckel des Anschlaggehäuses
bei hochgeschwenkter Andruckvorrichtung nicht bis zur Senkrechten geöffnet werden
kann.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine im wesentlichen
rechteckige, steife Tragplatte aus Metall, die im Bereich einer ihrer beiden Schmalseiten
Bohrungen für die Schraubbefestigung des Lagerbocks und im gegenüberliegenden Bereich
Bohrungen für ihre Schraubbefestigung auf dem Anschlaggehäuse aufweist.
Mit Hilfe dieser verblüffend einfachen Lösung ist es möglich, Andruckvorrichtungen
der eingangs erläuterten Konstruktion so auf dem Anschlaggehäuse zu befestigen,
daß der Lagerbock an einer nach hinten verlegten Stelle steht.
In Weiterbildung der Erfindung haben die Bohrungen für die Schraubbefestigung
des Lagerbocks an der Unterseite der Tragplatte eingesenkte Sitze für die Aufnahme
des Kopfes von Zylinderschrauben.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Bohrungen für die
Schraubbefestigung der Tragplatte in Längserstreckung der Tragplatte paarweise angeordnet,
so daß die Tragplatte zwischen den Bohrungspaaren in der Länge gekürzt werden kann.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert,
das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:
1 die Ansicht einer Tragplatte gemäß der
Erfindung,
2 eine entsprechend den Bedürfnissen gekürzte
Tragplatte,
3 eine Untersicht der Tragplatte im Bereich
der Bohrungen für die Schraubbefestigung des Lagerbocks,
4 eine perspektivische Darstellung einer
Andruckvorrichtung, die mittels der Tragplatte am rückseitigen Ende des Anschlaggehäuses
montiert wird, und
5 eine perspektivische Darstellung der
Andruckvorrichtung gemä? EP-B 637 276.
1 zeigt eine Tragplatte 34, wie
sie entsprechend der Erfindung vorgesehen ist. Diese besteht aus Metall und hat
eine Rechteckform. Im Bereich ihrer hinteren Schmalseite 36 sind versetzt
angeordnete Bohrungen 38 für die Schraubbefestigung des Lagerbocks
24 der in 5 gezeigten Andruckvorrichtung
44 eingearbeitet. Die Tragplatte 34 hat im gegenüberliegenden
Bereich Bohrungen 40 für ihre Schraubbefestigung auf dem Anschlaggehäuse
12.
Wie 3 zeigt, haben die Bohrungen
38 für die Schraubbefestigung des Lagerbocks 24 an der Unterseite
der Tragplatte 34 eingesenkte Sitze 42, welche jeweils den Kopf
von nicht weiter dargestellten Zylinderschrauben aufnehmen können.
1 zeigt weiter, daß die Bohrungen
38 für die Schraubbefestigung der Tragplatte 34 auf dem Anschlaggehäuse
12 in Längserstreckung der Tragplatte 34 paarweise angeordnet
sind. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Tragplatte 34 zwischen den Bohrungspaaren
in der Länge zu kürzen, was in 2 angedeutet ist.
4 zeigt die Ansicht eines Anschlaggehäuses
12, bei dem im Bereich hinter dem Deckel 16 nicht genügend Platz
für die Befestigung des Lagerbocks 24 zur Verfügung steht. In diesem Fall
gewährleistet die erfindungsgemäß vorgesehene Tragplatte 34 dennoch eine
stabile Befestigung des Lagerbocks 24, da ihr vorderes Bohrungspaar
40 für die Montage auf der sehr kleinen Fläche 46 hinter dem Deckel
16 des Gehäuses 12 sorgt, während der Lagerbock 24 weit
hinter dem hinteren Ende des Gehäuses 12 auf der Tragplatte 34
angebracht werden kann. Damit wird gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen, ein
vollständiges Öffnen des Deckels 16 bis in die senkrechte
Stellung durchzuführen, wenn der Tragarm 28 der Andruckvorrichtung
44 in seine vertikale Stellung hochgeschwenkt ist.