PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69915019T2 26.08.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001014569
Titel Kabelfernsehtuner
Anmelder Mitsumi Electric Co., Ltd., Chofu, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ogino, Toshikazu, Atsugi-shi, Kanagawa, JP;
Yamasaki, Masashige, Atsugi-shi, Kanagawa, JP;
Shibano, Hayato, Atsugi-shi, Kanagawa, JP
Vertreter Flaccus, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 50389 Wesseling
DE-Aktenzeichen 69915019
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.12.1999
EP-Aktenzeichen 993104173
EP-Offenlegungsdatum 28.06.2000
EP date of grant 25.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.08.2004
IPC-Hauptklasse H03G 3/20

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG (1) Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kabelfernsehtunervorrichtung (CATV-Tunervorrichtung), die ein auf einem Kabelfernsehkanal geliefertes Sprachsignal empfängt.

(2) Allgemeiner Stand der Technik

Ein Kabelfernsehsystem wird gewöhnlich durch Verwendung eines Koaxialkabels zum Führen eines Kabelfernsehsignals von zentralen Geräten gestaltet. Zum Beispiel zeigt 3 eine Gestaltung des Kabelfernsehsystems dieses Typs.

Bei dem Kabelfernsehsystem von 3 werden zentrale Geräte 20 und mehrere bidirektionale Verbindungsleitungsverstärker 10 bis 19 durch ein Koaxialkabel mit relativ großem Durchmesser verbunden. Dieses Verbindungskabel verläuft durch das Kabelfernsehsystem und verteilt das Kabelfernsehsystem an jede Nachbarschaft. Jeder der Verbindungsleitungsverstärker 1019 enthält Zuführungsleitungen, die die Verbindungsleitung abzweigen, verwenden in der Regel ein Kabel mit kleinerem Durchmesser, um das Signal an der Wohnung jedes Teilnehmers vorbei in die Nachbarschaften zu führen. In 3 bedeutet "A" einen mit dem Verbindungsleitungsverstärker 19 verbundenen Teilnehmer, "B" einen weiteren mit dem Verbindungsleitungsverstärker 13 verbundenen Teilnehmer und "C" einen weiteren mit dem Verbindungsleitungsverstärker 16 verbundenen Teilnehmer.

Kabelfernsehsignale aus den zentralen Geräten 20 werden gewöhnlich auf dem Verbindungskabel mit einem bestimmten Pegel pro Kanal verteilt. Es ist notwendig, dass der an die Wohnung abgelieferte Signalpegel größer als der gewünschte niedrigste Pegel pro Kanal ist. Um den Signalpegel aufrechtzuerhalten, sind die Verbindungsleitungsverstärker 1019 entlang den Leitungen in bestimmten Abständen angeordnet, die kleiner als ein zulässiger Maximalabstand sind.

Die Verbindungsleitungsverstärker 1019 dienen zum Abzweigen des durch die zentralen Geräte 20 übertragenen Kabelfernsehsignals signalabwärts an Teilnehmer und zur Ablieferung dieses Signals an die einzelnen Teilnehmer. Ferner dienen die Verbindungsleitungsverstärker 1019 zum Einfügen der Teilnehmerinformationen in das signalaufwärts an die zentralen Geräte 20 abgelieferte Signal. Daher wird mit dem Kabelfernsehsystem die zweiseitige Kommunikation zwischen den Teilnehmern und den zentralen Geräten 20 ausgeführt.

In dem Kabelfernsehsystem von 3 werden Videoinformationen aus den zentralen Geräten 20 an die Verbindungsleitungsverstärker 10, 14, 17, 18 und 19 auf dem Verbindungskabel entlang dem Signalabwärtsweg in dieser Reihenfolge abgeliefert. Zum Beispiel zweigt der Verbindungsleitungsverstärker 19 das Videosignal aus den zentralen Geräten 20 ab und liefert es an den mit dem Verbindungsleitungsverstärker 19 verbundenen Teilnehmer A. Ferner fügt der Verbindungsleitungsverstärker 19 Teilnehmerinformationen von dem Teilnehmer A in das Signal ein, das signalaufwärts in der entgegengesetzten Richtung an die zentralen Geräte 20 abgeliefert wird.

2 zeigt eine Kabelfernsehtunervorrichtung gemäß dem Stand der Technik. Spezifisch ist die Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 auf ein Eingangsmodul eines Kabelfernsehtuners anwendbar. Der Kabelfernsehtuner befindet sich in der Wohnung jedes Teilnehmers und ist durch ein Koaxialkabel mit einem der mehreren Verbindungsleitungsverstärker in dem Kabelfernsehsystem von 3 verbunden.

Wie in 2 gezeigt, enthält die Kabelfernsehtunervorrichtung gemäß dem Stand der Technik einen Tracking-Filter 1, einen Bandpassfilter (BPF) 2, eine automatische Verstärkungsregelung (AGC) 3, einen Verstärker (AMP) 4, einen Bandpassfilter (BPF) 5, einen Frequenzsynthesizer (FS) 6 und einen Überlagerungsoszillator (OSC) 7. In 2 bedeutet die Bezugszahl 8 ein Eingangsmodul des Kabelfernsehtuners, der sich in der Wohnung jedes Teilnehmers befindet. Der Überlagerungsoszillator 7 erzeugt eine vorbestimmte Oszillationsfrequenz, die dem Frequenzsynthesizer 6 zugeführt wird.

In der Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 dient der Tracking-Filter 1 dazu, durch einen Filterungsprozess eine Kanalauswahl durchzuführen, bei der ein spezifischer von mehreren auf dem Koaxialkabel gelieferten Kabelfernsehkanälen auf der Basis eines Eingangssignals Vin (zum Beispiel eines Videosignals), das an einer Eingangsklemme der Vorrichtung empfangen wird, ausgewählt wird. Der Bandpassfilter 2 beseitigt die Rauschkomponenten außerhalb des Durchlassbandes aus dem empfangenen Signal aus dem Tracking-Filter 1 und lässt nur die Signalkomponenten innerhalb des Durchlassbandes durch den Bandpassfilter 2 durch.

Bei der Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 erfasst die automatische Verstärkungsregelung 3 den Pegel des aus dem Bandpassfilter 2 empfangenen Signals und vergrößert oder verkleinert die Amplitude des Signals, bevor sie das Signal an den Verstärker 4 weiterleitet. Der Tracking-Filter 1, der Bandpassfilter 2 und die automatische Verstärkungsregelung 3 dämpfen alle den Pegel des empfangenen Eingangssignals Vin. Der Verstärker 4 verstärkt den Pegel des aus der automatischen Verstärkungsregelung 3 empfangenen Signals. Der Bandpassfilter 5 beseitigt die Rauschkomponenten außerhalb des Durchlassbandes aus dem empfangenen Signal aus dem Verstärker 4 und läßt nur die Signalkomponenten innerhalb des Durchlassbandes durch den Bandpassfilter 5 durch. Der Frequenzsynthesizer 6 erzeugt ein Zwischenfrequenzsignal (IF-Signal) durch eine Multiplikation (oder eine Division) einer Frequenz des Signals, das aus dem Bandpassfilter 5 empfangen wird, mit der bzw. durch die Oszillationsfrequenz, die durch den Überlagerungsoszillator 7 geliefert wird. In der Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 wird das durch den Frequenzsynthesizer 6 ausgegebene IF-Signal der Ausgangsklemme zugeführt.

Wieder mit Bezug auf 3 wird in dem oben beschriebenen Kabelfernsehsystem, wenn das Kabelfernsehsignal aus den zentralen Geräten 20 über einige der Verbindungsleitungsverstärker 1019 an die Kabelfernsehtunervorrichtung (oder die Wohnung des Teilnehmers) abgeliefert wird oder umgekehrt, der an die Kabelfernsehtunervorrichtung abgelieferte Signalpegel durch die bidirektionalen Verbindungsleitungsverstärker auf einem angemessenen Pegel gehalten. Im Fall einer Signalübertragung zwischen den zentralen Geräten 20 und dem Teilnehmer A zum Beispiel wird der an die (mit dem Verbindungsleitungsverstärker 19 verbundene) Kabelfernsehtunervorrichtung abgelieferte Signalpegel durch die Transit-Verbindungsleitungsverstärker 10, 14, 17, 18 und 19 auf dem angemessenen Pegel gehalten. Im Fall der Signalübertragung zwischen den zentralen Geräten 20 und dem Teilnehmer B wird der an die (mit dem Verbindungsleitungsverstärker 13 verbundene) Kabelfernsehtunervorrichtung abgelieferte Signalpegel durch die Transit-Verbindungsleitungsverstärker 10, 11, 12 und 13 auf dem angemessenen Pegel gehalten. Im Fall der Übertragung eines Sprachsignals zwischen dem Teilnehmer A und dem Teilnehmer B über das Kabelfernsehsystem von 3 wird der an die Kabelfernsehtunervorrichtung abgelieferte Signalpegel jedoch nicht ordnungsgemäß auf dem angemessenen Pegel gehalten. Die Signalübertragung von dem Teilnehmer A zu dem Verbindungsleitungsverstärker 10 in der Aufwärtsrichtung kann so durchgeführt werden, dass der an den Verbindungsleitungsverstärker 10 abgelieferte Signalpegel ordnungsgemäß durch die Transit-Verbindungsleitungsverstärker aufrechterhalten wird. Die nachfolgende Übertragung desselben Signals von dem Verbindungsleitungsverstärker 10 zu dem Teilnehmer B muß jedoch in der Abwärtsrichtung durchgeführt werden, und der an den Teilnehmer B abgelieferte Signalpegel wird nicht durch die Transit-Verbindungsleitungsverstärker ordnungsgemäß aufrechterhalten. In dem obigen Fall wird der an die Kabelfernsehtunervorrichtung auf der Empfängerseite abgelieferte Signalpegel zu niedrig.

Im Fall der Sprachsignalübertragung zwischen den Teilnehmern über das Kabelfernsehsystem, wie zum Beispiel das in 3 gezeigte, entstehen die folgenden Probleme mit der Kabelfernsehtunervorrichtung von 2, weil der Pegel des an der Eingangsklemme empfangenen Eingangssignals Vin relativ niedrig ist.

  • 1. Der Pegel des empfangenen Eingangssignals ist signifikant niedrig, und der Tracking-Filter 1, der BPF 2 und die AGC 3 der Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 dämpfen den Pegel des empfangenen Signals und fügen ein bestimmtes Rauschen zu dem empfangenen Eingangssignal hinzu. Das Träger-Rausch-Verhältnis (CNR) des empfangenen Signals verschlechtert sich beträchtlich. Im Fall des Empfangs eines analogen Sprachsignals verschlechtert sich die Qualität des wiedergegebenen Signals. Im Fall des Empfangs eines digitalen Sprachsignals wird die Bitfehlerrate des empfangenen Signals erhöht.
  • 2. Im Fall des Empfangs eines digitalen Audiosignals von einem anderen Knoten über das Kabelfernsehsystem wird die Bitfehlerrate des empfangenen Signals signifikant erhöht. Es ist schwierig, dass die Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 ein qualitativ hochwertiges Signal aus dem empfangenen Signal erzeugt.
  • 3. Wenn das Sprachsignal durch Verwendung eines aus einer großen Anzahl von Kabelfernsehkanälen (zum Beispiel 700 Kanälen) auf dem Koaxialkabel empfangen wird, ist eine CNR-Verschlechterung des empfangenen Signals, die durch Zwischenkanalbeeinflussungen verursacht wird, größer. Es ist schwierig, dass die Kabelfernsehtunervorrichtung von 2 eine stabile Signalempfangsfähigkeit liefert.

KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer verbesserten Kabelfernsehtunervorrichtung, bei der die oben beschriebenen Probleme beseitigt worden sind.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Kabelfernsehtunervorrichtung, die die Bitfehlerrate des empfangenen Eingangssignals effektiv minimiert und auch dann ein qualitativ hochwertiges IF-Signal aus dem empfangenen Eingangssignal erzeugt, wenn der Pegel des zwischen den Teilnehmern über das Kabelfernsehsystem abgelieferten Sprachsignals signifikant niedrig ist.

Die oben erwähnten Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch eine Kabelfernsehtunervorrichtung gelöst, die an einer Eingangsklemme ein Eingangssignal empfängt und aus dem Eingangssignal an einer Ausgangsklemme ein Zwischenfrequenzsignal erzeugt, wobei die Vorrichtung folgendes enthält: einen ersten rauscharmen Verstärker, der einen Pegel des an der Eingangsklemme empfangenen Eingangssignals verstärkt, wobei dieser erste rauscharme Verstärker eine angemessen geringe Rauschzahl aufweist, um eine Verstärkung des empfangenen Eingangssignals ohne wesentliche Verschlechterung eines Träger-Rausch-Verhältnisses des Eingangssignals zu ermöglichen; eine automatische Verstärkungsregelung, die den Pegel des durch den ersten rauscharmen Verstärker verstärkten Signals erfasst und eine Amplitude des Signals einstellt, bevor sie das Signal an einen Bandpassfilter weiterleitet; den Bandpassfilter, der dazu vorgesehen ist, Rauschkomponenten außerhalb des Durchlassbandes aus dem von der automatischen Verstärkungsregelung empfangenen Signal zu entfernen und nur Signalkomponenten innerhalb des Durchlassbandes durch den Bandpassfilter durchzulassen; einen zweiten rauscharmen Verstärker, der einen Pegel des von dem Bandpassfilter empfangenen Signals verstärkt; und einen Frequenzsynthesizer, der an der Ausgangsklemme das Zwischensignal durch eine Multiplikation einer Frequenz des durch den zweiten rauscharmen Verstärker verstärkten Signals mit einer Oszillationsfrequenz erzeugt.

Bei der Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Verwendung des ersten rauscharmen Verstärkers an der Eingangsklemme und des zweiten rauscharmen Verstärkers an dem Ausgang des Bandpassfilters, dass ein Minimum an Rauschen zu dem empfangenen Eingangssignal hinzugefügt wird, und ermöglicht der Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Erfindung, an der Ausgangsklemme ohne wesentliche Verschlechterung des Träger-Rausch-Verhältnisses (CNR) ein qualitativ hochwertiges Zwischenfrequenzsignal (IF-Signal) zu erzeugen. Im Fall des Empfangs eines digitalen Audiosignals von einem anderen Knoten über das Kabelfernsehsystem ist die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Erfindung effektiv bei der Minimierung der Bitfehlerrate des empfangenen Signals und der Erzeugung eines qualitativ hochwertigen IF-Signals. Im Fall einer CNR-Verschlechterung des empfangenen Signals, die durch Zwischenkanalbeeinflussungen verursacht wird, ist die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Erfindung weiterhin effektiv bei der Bereitstellung einer stabilen Signalempfangsfähigkeit.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen deutlicher. Es zeigen:

1 ein Blockschaltbild einer bevorzugten Ausführungsform der Kabelfernsehtunervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 ein Blockschaltbild einer Kabelfernsehtunervorrichtung gemäß dem Stand der betreffenden Technik; und

3 ein Diagramm zur Erläuterung einer Gestaltung eines Kabelfernsehsystems.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Es wird nun eine Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen gegeben.

1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Kabelfernsehtunervorrichtung gemäß der Erfindung.

Spezifisch ist die Kabelfernsehtunervorrichtung von 1 auf ein Eingangsmodul eines Kabelfernsehtuners anwendbar. Der Kabelfernsehtuner befindet sich in der Wohnung jedes Teilnehmers und ist durch ein Koaxialkabel mit einem der mehreren Verbindungsleitungsverstärker in dem Kabelfernsehsystem von 3 verbunden.

Wie in 1 gezeigt, enthält die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform einen ersten rauscharmen Verstärker (1. RAV) 31, eine automatische Verstärkungsregelung (AGC) 32, einen Bandpassfilter (BPF) 33, einen zweiten rauscharmen Verstärker (2. RAV) 34, einen Frequenzsynthesizer (FS) 35 und einen Überlagerungsoszillator (OSZ) 36. In 1 bedeutet die Bezugszahl 37 das Eingangsmodul des in der Wohnung jedes Teilnehmers befindlichen Kabelfernsehtuners. Der Überlagerungsoszillator 36 erzeugt eine vorbestimmte Oszillationsfrequenz, die dem Frequenzsynthesizer 35 zugeführt wird.

Der erste rauscharme Verstärker 31 verstärkt den Pegel eines Eingangssignals Vin (das entweder ein Videosignal oder ein Sprachsignal ist), das an einer Eingangsklemme der Kabelfernsehtunervorrichtung empfangen wird. Der erste rauscharme Verstärker 31 ist so gestaltet, dass er eine angemessen kleine Rauschzahl aufweist, um eine Verstärkung des empfangenen Eingangssignals Vin ohne wesentliche Verschlechterung des Träger-Rausch-Verhältnisses (CNR) auch bei einem sehr niedrigen Pegel des Eingangssignals Vin zu ermöglichen.

Im Allgemeinen fügen Verstärker etwas Rauschen (zum Beispiel thermisches Rauschen oder Schrotrauschen) zu dem den Verstärker durchlaufenden Signal hinzu, und dies führt zu einer Verschlechterung des Signal-Rausch-Verhältnisses (SNR). Die SNR-Verschlechterung während des Verstärkungsprozesses wird durch einen (normalerweise als die Verstärker-Rauschzahl bezeichneten) Parameter NF quantisiert, der als das SNR-Verhältnis zwischen dem Eingang und dem Ausgang definiert ist: NF = SNRin/SNRout. Es ist eine übliche Praxis, das SNR auf die elektrische Leistung zu beziehen, die erzeugt wird, wenn das Signal verstärkt wird.

Da der Verstärker das Signal-Rausch-Verhältnis verschlechtert (d. h. SNRin > SNRout) genügt die Rauschzahl NF immer der Beziehung NF > 1. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der erste rauscharme Verstärker 31 so gestaltet, dass er eine angemessen kleine Rauschzahl NF aufweist, um eine Verstärkung des Eingangssignals Vin ohne wesentliche Verschlechterung des Träger-Rausch-Verhältnisses CNR zu ermöglichen.

Bei der Kabelfernsehtunervorrichtung von 1 erfasst die automatische Verstärkungsregelung 32 den Pegel des durch den Verstärker 31 verstärkten Signals und vergrößert oder verkleinert die Amplitude des Signals, bevor sie das Signal an den Bandpassfilter 33 weiterleitet. Der Bandpassfilter 33 beseitigt die Komponenten außerhalb des Durchlassbandes aus dem empfangenen Signal und läßt nur die Signalkomponenten innerhalb des Durchlassbandes durch den Bandpassfilter 33 durch.

Bei der Kabelfernsehtunervorrichtung von 1 verstärkt der zweite rauscharme Verstärker 34 den Pegel des aus dem BPF 33 empfangenen Signals. Ähnlich wie der erste rauscharme Verstärker 31 ist der zweite rauscharme Verstärker 34 so gestaltet, dass er eine angemessen kleine Rauschzahl aufweist, um eine Verstärkung des empfangenen Signals ohne wesentliche Verschlechterung des Träger-Rausch-Verhältnisses zu ermöglichen. Der Frequenzsynthesizer 35 erzeugt ein Zwischenfrequenzsignal (IF-Signal) durch eine Multiplikation (oder eine Division) der Frequenz des verstärkten Signals aus dem zweiten rauscharmen Verstärker 34 mit der (bzw. durch die) Oszillationsfrequenz aus dem Überlagerungsoszillator 36. Das IF-Signal aus dem Frequenzsynthesizer 35 wird über eine Ausgangsklemme der Kabelfernsehtunervorrichtung einem nächsten Modul zugeführt. In dem nächsten Modul wird eine Kanalauswahl, bei der ein spezifischer der auf dem Koaxialkabel gelieferten Kabelfernsehkanäle ausgewählt wird, ausgeführt.

Bei der Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform ist der erste rauscharme Verstärker 31 an seinem Eingang mit der Eingangsklemme der Vorrichtung und an seinem Ausgang mit den nachfolgenden Komponenten der Vorrichtung verbunden. Auch wenn der Pegel des an der Eingangsklemme der Vorrichtung empfangenen Eingangssignals Vin sehr niedrig ist, kann der erste rauscharme Verstärker 31 den Pegel des empfangenen Eingangssignals Vin ohne wesentliche Verschlechterung des Träger-Rausch-Verhältnisses (CNR) zu einem angemessen hohen Pegel verstärken. Die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform ist effektiv bei der Umsetzung des Eingangssignals Vin an der Eingangsklemme in das IF-Signal an der Ausgangsklemme ohne wesentliche CNR-Verschlechterung.

Wie zuvor mit Bezug auf 2 beschrieben wurde, wird bei der herkömmlichen Kabelfernsehtunervorrichtung durch den Tracking-Filter 1, den BPF 2 und die AGC 3 der Pegel des empfangenen Eingangssignals Vin erniedrigt und ein bestimmtes Rauschen (zum Beispiel thermisches Rauschen) zu dem Eingangssignal Vin hinzugefügt, wenn das Eingangssignal Vin diese Komponenten durchläuft. Der AMP 4 verstärkt nicht nur den Pegel des empfangenen Signals aus der AGC 3, sondern auch den Pegel des hinzugefügten Rauschens. Dieser Verstärkungsprozess durch den AMP 4 führt zu einer signifikanten Verschlechterung des CNR des IF-Signals, das der Ausgangsklemme zugeführt wird, von dem CNR des an der Eingangsklemme empfangenen Eingangssignals Vin.

Bei einer Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Aufführungsform sind der erste rauscharme Verstärker 31, die automatische Verstärkungsregelung 32, der Bandpassfilter 33, der zweite rauscharme Verstärker 34 und der Frequenzsynthesizer 35 in dieser Reihenfolge in Serie geschaltet, wie in 1 gezeigt. Die Verwendung des ersten rauscharmen Verstärkers 31 an der Eingangsklemme und des zweiten rauscharmen Verstärkers 34 am Ausgang des BPF 33 ermöglicht, dass ein Minimum an Rauschen zu dem empfangenen Eingangssignal hinzugefügt wird, und ermöglicht der Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform, ein qualitativ hochwertiges IF-Signal an der Ausgangsklemme ohne wesentliche CNR-Verschlechterung zu erzeugen. Im Fall des Empfangs eines digitalen Audiosignals von einem anderen Knoten in dem Kabelfernsehsystem ist die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform effektiv bei der Minimierung der Bitfehlerrate des empfangenen Signals und der Erzeugung eines qualitativ hochwertigen IF-Signals. Ferner ist im Fall einer CNR-Verschlechterung des empfangenen Signals, die durch Zwischenkanalbeeinflussungen verursacht wird, die Kabelfernsehtunervorrichtung der vorliegenden Ausführungsform effektiv bei der Bereitstellung einer stabilen Signalempfangsfähigkeit.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt, und es können Abänderungen und Modifikationen vorgenommen werden, ohne von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Kabechlfernsehtuner, der an einer Eingangsklemme ein Eingangssignal (Vin) empfängt und aus diesem Eingangssignal an einer Ausgangsklemme ein Zwischenfrequenzsignal (IF) erzeugt, umfassend:

    einen ersten rauscharmen Verstärker (31), der einen Pegel des an der Eingangsklemme empfangenen Eingangssignals verstärkt, wobei dieser erste rauscharme Verstärker eine angemessen geringe Rauschzahl aufweist, um eine Verstärkung des empfangenen und zu verstärkenden Eingangssignals ohne wesentliche Verschlechterung eines Träger-Rausch-Verhältnisses des Eingangssignals zu ermöglichen;

    eine automatische Verstärkungsregelung (32), die den Pegel des durch den ersten rauscharmen Verstärker verstärkten Signals erfasst und eine Amplitude des Signals einstellt, bevor sie das Signal an einen Bandpassfilter (33) weiterleitet;

    den Bandpassfilter (33), der dazu vorgesehen ist, Rauschkomponenten außerhalb des Durchlassbandes aus dem von der automatischen Verstärkungsregelung empfangenen Signal zu entfernen und nur Signalkomponenten innerhalb des Durchlassbandes durch den Bandpassfilter durchzulassen;

    einen zweiten rauscharmen Verstärker (34), der einen Pegel des von dem Bandpassfilter empfangenen Signals verstärkt; und

    einen Frequenzsynthesizer (35), der an der Ausgangsklemme das Zwischensignal durch eine Multiplikation einer Frequenz des, durch den zweiten rauscharmen Verstärker verstärkten, Signals mit einer Oszillationsfrequenz erzeugt.
  2. Kabelfernsehtuner nach Anspruch 1, bei dem der erste rauscharme Verstärker (31) an seinem Eingang mit der Eingangsklemme des Tuners verbunden ist und die automatische Verstärkungsregelung (32) mit einem Ausgang des ersten rauscharmen Verstärkers verbunden ist.
  3. Kabelfernsehtuner nach Anspruch 1, bei dem der erste rauscharme Verstärker (31), die automatische Verstärkungsregelung (32), der Bandpassfilter (33), der zweite rauscharme Verstärker (34) und der Frequenzsynthesizer (35) in dieser Reihenfolge in Serie geschaltet sind.
  4. Kabelfernsehtuner nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1–3, bei dem das an der Eingangsklemme empfangene Eingangssignal ein digitales Audiosignal ist.
  5. Kabelfernsehtuner nach Anspruch 1, bei dem die automatische Verstärkungsregelung an ihrem Eingang mit einem Ausgang des ersten rauscharmen Verstärkers (31) verbunden und die automatische Verstärkungsregelung (32) an ihrem Ausgang mit einem Eingang des Bandpassfilters verbunden ist.
  6. Kabelfernsehtuner nach Anspruch 1, bei dem der zweite rauscharme Verstärker (34) an seinem Eingang mit einem Ausgang des Bandpassfilters (33) verbunden ist und der zweite rauscharme Verstärker (34) an seinem Ausgang mit einem Eingang des Frequenzsynthesizers (35) verbunden ist.
  7. Kabelfernsehtuner nach einem der Ansprüche 1–6, der weiterhin einen Überlagerungsoszillator (36) umfasst, welcher die dem Frequenzsynthesizer (35) zugeführte Oszillationsfrequenz erzeugt.
  8. Kabelfernsehtuner nach einem der Ansprüche 1–7, bei dem der zweite rauscharme Verstärker (34) so gestaltet ist, dass er eine angemessen niedrige Rauschzahl aufweist, um eine Verstärkung des empfangenen Signals ohne wesentliche Verschlechterung eines Träger-Rausch-Verhältnisses des empfangenen Signals zu ermöglichen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com