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Dokumentenidentifikation DE20304177U1 02.09.2004
Titel Absperrschranke
Anmelder Kwasny, Siegfried, 33334 Gütersloh, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 20304177
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 02.09.2004
Registration date 29.07.2004
Application date from patent application 15.03.2003
IPC-Hauptklasse E01F 13/00

Beschreibung[de]

Solche Absperrschranken werden beispielsweise als Absturzsicherung an Baugruben aufgestellt. Herkömmliche Absperrschranken weisen einen Rahmen auf, der zwei durch Rohre gebildete vertikale Stützen aufweist, die beispielsweise mit ihren unteren Enden in Fußplatten eingesteckt werden können. Zwischen den Stützen sind oben ein Schrankenblatt und weiter unten eine etwas schmalere Tastleiste angeordnet. Der Zwischenraum zwischen dem Schrankenblatt und der Tastleiste ist zumeist durch ein Metallgitter ausgefüllt.

Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 202 12 301.4 ist eine Absperrschranke bekannt, die durch einen Blaskörper aus Kunststoff gebildet wird und bei der das Schrankenblatt und die Tastleiste durch vertikale Gitterstäbe verbunden werden. Diese Absperrschranke hat u.a. die Vorteile, daß sie sich einfach herstellen läßt, ein geringes Gewicht sowie eine hohe Haltbarkeit aufweist und eine hohe Verletzungssicherheit bietet.

Die vorliegende Erfindung bietet darüber hinaus den Vorteil, daß der Zwischenraum zwischen dem Schrankenblatt und der Tastleiste zusätzlich für Markierungsflächen genutzt werden kann.

Dieser Vorteil wird erfindungsgemäß bei einer Absperrschranke der eingangs genannten An dadurch erreicht, daß unterhalb des Schrankenblattes eine Absperrwand angeordnet ist, die durch einen Blaskörper aus Kunststoff gebildet wird.

Die Absperrwand bietet Raum für Markierungsflächen, die beispielsweise richtungsweisende Funktion für einer Baustelle ausweichende Fahrzeuge haben können, und kann durch ihre Absperrwirkung die Absicherung einer Baustelle unterstützen. Insbesondere bietet sie Schutz vor durch Kraftfahrzeuge hochgeschleudertem Sand oder Steinen.

Durch die Ausbildung als hohler Blaskörper wird eine einfache Herstellung im Blasformverfahren sowie ein geringes Gewicht erreicht. Der Blaskörper aus Kunststoff zeichnet sich durch große Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit und aufgrund der Eigenelastizität des Kunststoffs durch eine hohe Haltbarkeit aus. Darüber hinaus können durch die Ausbildung als Hohlkörper beide Seiten der Absperrwand für Markierungsflächen genutzt werden. Da Blaskörper aus Kunststoff generell sanft gerundete Kanten aufweisen, werden verletzungsträchtige, außen liegende scharfe Blech- oder Metallkanten vermieden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bevorzugt weist die Absperrwand mehrere in einer Reihe angeordnete Markierungsflächen auf. Diese sind bevorzugt von einer versteifenden Profilierung oder von einer Sollbruchlinie begrenzt. In letzterem Fall ist die Absperrwand bevorzugt jeweils um die Sollbruchlinien der Markierungsflächen herum durch Profilierungen versteift, und die Markierungsflächen sind bevorzugt an den Sollbruchlinien aus der Absperrwand herausbrechbar. Die Form der Markierungsflächen ist zum einen durch die genannten Ausformungen der Absperrwand als solche erkennbar, zum anderen kann sie dadurch hervorgehoben werden, daß die Absperrwand an den Markierungsflächen mit Folie beklebt wird.

Die Markierungsflächen sind bevorzugt auf beiden Seiten der Absperrwand sich spiegelsymmetrisch gegenüberliegend ausgebildet. Bevorzugt haben die Markierungsflächen im wesentlichen die Form von senkrechten oder schrägen Streifen oder winkelförmigen, aus zwei Parallelogrammen zusammengesetzten Richtungszeichen. Durch schräge Streifen oder winkelförmige Richtungszeichen kann die Absperrschranke eine richtungsweisende Funktion übernehmen. Sind solche Markierungsflächen in der oben genannten Art auf beiden Seiten der Absperrwand ausgebildet, so kann die Absperrschranke auf der einen Seite nach links weisende und auf der anderen Seite nach rechts weisende Funktion haben.

Bevorzugt ist die Absperrwand mitsamt dem Schrankenblatt und der Tastleiste in einem Stück ausgebildet. Die insgesamt durch einen Blaskörper gebildete Absperrschranke hat den Vorteil, daß sie bei einem Aufprall elastisch nachgeben kann, was sowohl zur Verringerung der Verletzungsgefahr als auch zur Steigerung der Haltbarkeit beiträgt. Durch eine gewisse Profilierung des Schrankenblattes, der Absperrwand und der Tastleiste kann für eine ausreichende Stabilität gesorgt werden. Der Blaskörper läßt sich problemlos in unterschiedlichen Farben herstellen. Außerdem kann durch einfaches Einlegen von geeigneten Formelementen in die Blasform ein Unternehmenskennzeichen der jeweiligen Bauunternehmung eingeprägt werden.

Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Ansicht einer Absperrschranke;

2 einen Schnitt längs der Linie II-II in 1, der von links bis zur Linie A-A reicht; und

3 eine Ansicht einer weiteren Absperrschranke.

Die in 1 gezeigte Absperrschranke weist wie üblich zwei rohrförmige vertikale Stützen 10 auf, zwischen denen ein Schrankenblatt 12 und eine Tastleiste 14 angeordnet sind. Den Raum zwischen dem Schrankenblatt 12 und der Tastleiste 14 füllt eine Absperrwand 16 aus. Eine Besonderheit besteht darin, daß all die oben genannten Elemente in einem Stück als hohler Blaskörper 18 aus Kunststoff ausgebildet sind. Die Absperrwand 16 weist mehrere in einer Reihe angeordnete Markierungsflächen 20 auf, die jeweils mit einer Folie 22 beklebt und von einer wulstförmigen Profilierung 24 umgeben sind. Die Absperrwand 16 wird durch die Profilierungen 24 versteift. Die Absperrwand 16, das Schrankenblatt 12 und die Tastleiste 14 sind außerdem durch horizontale Profilierungen 26 an ihren oberen und unteren Rändern versteift.

Wie in 1 zu sehen ist, haben die Markierungsflächen im wesentlichen die Form von schrägen Streifen, die von oben links nach unten rechts verlaufen und für den Straßenverkehr eine nach rechts weisende Wirkung besitzen. Die Markierungsflächen 20 sind auf beiden Seiten der Absperrwand 16 sich spiegelsymmetrisch gegenüberliegend ausgebildet, wie in 2 zu erkennen ist. In der Schnittdarstellung von 2 ist ferner zu erkennen, daß am Rand der Markierungsflächen 20, die beidseitig mit der Folie 22 beklebt sind, Sollbruchlinien 28 zwischen der Markierungsfläche 20 und der wulstförmigen Profilierung 24 ausgebildet sind.

Anstatt die Markierungsflächen 20 mit der vorzugsweise farbig kontrastierenden Folie 22 zu bekleben, können die Markierungsflächen 20 auch an den Solbruchlinien 28 aus der Absperrwand 16 herausgebrochen werden, so daß die stehenbleibenden Teile der Absperrwand 16 eine Art Gitter bilden.

Die Stützen 10 der Absperrschranke sind als zylindrische Rohre aus Kunststoff ausgebildet, die an den unteren Enden offen sind, so daß Metallrohre 30 eingesteckt werden können, die die Stützen versteifen und zugleich das Einstecken der Absperrschranke in nicht gezeigte Fußplatten ermöglichen.

Auf dem oberen Rand des Schrankenblattes 12 sind zapfenartige Vorsprünge 32 vorgesehen, die das Aufstecken und die Befestigung von Warnleuchten ermöglichen. Diese Vorsprünge haben einen viereckigen Querschnitt und ermöglichen so eine verdrehsichere Befestigung der Leuchten. Die Vorsprünge sind in einem gleichmäßigen Raster, beispielsweise in Abständen von 22cm, über die gesamte Breite der Absperrschranke verteilt, so daß je nach Anwendungsfall beispielsweise drei Leuchten (für eine Teilsperrung einer Straße) oder fünf Leuchten (für eine Vollsperrung) mit geeigneten Abständen angebracht werden können.

Mit einem einzigen Blasformwerkzeug, das herausnehmbare Zwischenstücke aufweist, lassen sich Absperrschranken in verschiedenen Rastermaßen herstellen, z.B. mit Breiten von etwa 1,60m, 2,00m und 2,40m, jeweils mit einem gleichmäßigen Raster der Vorsprünge 32.

3 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der die Markierungsflächen 20 im wesentlichen die Form von winkelförmigen, aus zwei Parallelogrammen zusammengesetzten Richtungszeichen haben. Im gezeigten Beispiel sind die Markierungsflächen 20 nicht mit Folien beklebt. Sie sind jedoch aufgrund der sie begrenzenden Sollbruchlinien 28 sowie der um sie herum verlaufenden Profilierungen 24 deutlich zu erkennen.


Anspruch[de]
  1. Absperrschranke zur Absicherung von Straßenbaustellen, mit einem zwischen vertikalen Stützen (10) angeordneten Schrankenblatt (12), gekennzeichnet durch eine unterhalb des Schrankenblattes (12) angeordnete Absperrwand (16), die durch einen Blaskörper aus Kunststoff gebildet wird.
  2. Absperrschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrwand (16) mehrere in einer Reihe angeordnete, jeweils von einer versteifenden Profilierung (24) begrenzte Markierungsflächen (20) aufweist.
  3. Absperrschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrwand (16) mehrere in einer Reihe angeordnete, jeweils von einer Sollbruchlinie (28) begrenzte Markierungsflächen (20) aufweist.
  4. Absperrschranke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrwand (16) jeweils außerhalb der Sollbruchlinien (28) der Markierungsflächen (20) durch Profilierungen (24) versteift ist.
  5. Absperrschranke nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsflächen (20) an den Sollbruchlinien (28) aus der Absperrwand (16) herausbrechbar sind.
  6. Absperrschranke nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsflächen (20) auf beiden Seiten der Absperrwand (16) sich spiegelsymmetrisch gegenüberliegend ausgebildet sind.
  7. Absperrschranke nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrwand (16) an den Markierungsflächen (20) mit Folie (22) beklebt ist.
  8. Absperrschranke nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsflächen (20) im wesentlichen die Form von vertikalen oder schrägen Streifen oder winkelförmigen, aus zwei Parallelogrammen zusammengesetzten Richtungszeichen haben.
  9. Abspenschranke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blaskörper (18) auch das Schrankenblatt (12) und die vertikalen Stützen (10) bildet und die Absperrwand (16) sich an das Schrankenblatt (12) anschließt.
  10. Abspenschranke nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Blaskörper (18) auf der Oberseite des Schrankenblattes (12) vorspringende Zapfen (32) für die Befestigung von Warnleuchten bildet.
  11. Abspenschranke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Blaskörper (18) auch eine sich unterhalb der Absperrwand (16) anschließende Tastleiste (14) bildet.
  12. Abspenschranke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Stützen (10) die Form von an den unteren Enden offenen Rohren haben, in die weitere Rohre (30) zur Versteifung oder als Fußrohre einsteckbar sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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