Der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Anschlussvorrichtung
für Niedervolt-Leistungsschalter, welche besondere Funktionen und Charakteristika
aufweist; genauer ist der Ausdruck "Niedervolt-Leistungsschalter" so zu verstehen,
dass ein Leistungsschalter bezeichnet wird, welcher für Anwendungen mit Arbeitsspannungen
unter 1000 Volt geeignet ist.
Spezifische Vorrichtungen, allgemein in der Technik bekannt als automatische
Leistungsschalter, werden allgemein in industriellen elektrischen Niedervolt-Systemen
verwendet; diese Leistungsschalter arbeiten mit hohen Strömen, deren Nominalwert,
abhängend von den Anwendungen, über einen weiten Bereich variieren kann, typischerweise
von ein paar hundert bis zu einigen tausend Ampere, und welche so konzipiert sind,
damit sie eine Leistung bieten, welche erforderlich ist, um den korrekten Betrieb
der elektrischen Leistungszufuhrschaltung, welche sie schützen, und der daran angeschlossenen
Lasten sicher zu stellen.
Sie schützen insbesondere die Lasten von unnormalen Ereignissen, z.B.
bedingt durch Fehler, welche mit Kurzschlüssen oder Überlastungen durch automatisches
Öffnen der Leistungsversorgungsschaltung zusammen hängen; sie erlauben den korrekten
Anschluss/Abtrennen von Lasten an/von der elektrischen Leistungszufuhrschaltung;
sie stellen sicher, dass der nominale Strom für die verschiedenen angeschlossenen
Nutzer eigentlich gleich zu dem erforderlichen Strom ist; sie erlauben durch einen
manuellen Eingriff an einem Betätigungshebel des Leistungsschalters und damit verbundene
Trennung der sich bewegenden Kontakte von den festen Kontakten, die vollständige
Isolation einer Last bezüglich einer Leistungsquelle und die konsequente Trennung
der Schaltung, welche sie schützen.
Im momentanen Stand der Technik sind automatische Leistungsschalter
allgemein in praktischen Anwendungen in drei unterschiedlichen konstruktiven Ausführungsformen
verfügbar, d.h. eine erste Ausführungsform, allgemein bezeichnet als "feste Konfiguration",
eine zweite Ausführungsform, bezeichnet als "Einsteck-Konfiguration" und eine dritte
Ausführungsform, bezeichnet als "zurückziehbare Konfiguration"; diese Schalter haben
in ihren verschiedenen Ausführungsformen einige Nachteile und unvorteilhafte Aspekte,
obwohl sie eine adäquate Zurverfügungstellung der erforderlichen Leistung gestatten.
Insbesondere ist im Fall eines automatischen Leistungsschalters in
einer "festen Konfiguration", schematisch gezeigt in 1,
der Schalter bestehend aus einem einzelnen Körper 10, welcher ein isolierendes
Gehäuse 1 aufweist, das Unterbrechungsmechanismen enthält, welche feste
Kontakte und bewegliche Kontakte umfassen, allgemein bezeichnet mit dem Bezugszeichen
7 in 1; der Schalter ist weiter versehen mit
einem Hebel 4 für die manuelle Betätigung der Kontakte 7 und mit
geeigneten Anschlüssen 2 und 3, welche einen elektrischen Anschluss
in Eingang und Ausgang an eine elektrische Schaltung 5 erlauben, in welche
dieser Schalter eingesetzt ist.
Obwohl diese Lösung aus konstruktiver Sicht eher einfach ist und daher
verhältnismäßig einfach herzustellen, ist es besonders unvorteilhaft, wenn der Schalter
installiert wird. In dieser Situation ist es, falls es nötig wird, den Schalter
zu ersetzen oder daran eine Wartung durchzuführen, in der Tat unvermeidbar, direkt
an den elektrischen Kabeln der Leistungsschaltung zu arbeiten und diese von den
Verbindungsanschlüssen 2 und 3 des Schalters abzutrennen, mit
dem entsprechenden Einsatz an Ressourcen bezüglich Zeit und Kosten.
Falls der Schalter in einer "Einsteck-Konfiguration" realisiert wird,
wie in 2 gezeigt, weist er einen festen Block
15 auf, versehen mit Anschlüssen 2 und 3 zur Verbindung
in Eingang und Ausgang zu dem elektrischen Schaltkreis 5, und einen bewegbaren
Teil, welcher einen Unterbrecherblock 11 aufweist, welcher einen Unterbrechermechanismus
und einen manuellen Hebel 4 zum Betätigen der Kontakte aufweist, ähnlich
zu dem, was bereits beschrieben wurde. Des Weiteren sind sowohl der feste Block
15 als auch der bewegbare Unterbrecherblock 11 mit geeigneten
Trennkontakten 6 versehen; diese Trennkontakte 6 erlauben es,
den Trennblock 11 und den festen Block 15 elektrisch zu verbinden,
um so eine gegenseitige Trennung zu gestatten, obwohl sie erlauben, eine Kontinuität
der elektrischen Schaltung zu haben, in welche der Schalter eingesetzt ist.
Des Weiteren, wie schematisch in 3 gezeigt,
umfasst der bewegbare Teil des Schalters allgemein ein Hilfskopplungsmodul
8, welches, abhängend von den Anwendungen, beispielsweise durch ein Reststrom-Schutzrelais
oder durch ein Strombegrenzungsmodul gebildet sein kann; diese Hilfsmodule
8 umfassen Kontaktelemente, welche elektrisch mit den Kontakten der Unterbrecherblocks
11 verbunden sind, und welche auch mit Trennkontakten versehen sind.
In diesen Fällen dienen die elektrischen Verbindungen zwischen den
verschiedenen Teilen des Schalters zur Ankopplung der Trennkontakte 6 des
festen Blocks 15 an die entsprechenden Trennkontakte, welche jeweils an
dem Unterbrecherblock 11 und an dem Hilfsmodul 8 vorgesehen sind.
Die Lösung eines Leistungsschalters in der "Einsteck-Konfiguration"
bietet den großen Vorteil, ein Ersetzen der bewegbaren Teile des Schalters oder
eine Inspektion davon für eine Wartung zu erleichtern; in solchen Fällen ist es
kraft des Vorhandenseins der Trennkontakte 6 in der Tat ausreichend, die
bewegbaren Teile von dem festen Block 15 zu trennen, ohne an den elektrischen
Leistungskabeln zu arbeiten, welche mit den Anschlüssen 2 und
3 verbunden sind, und daher mit einfachen und raschen Eingriffen.
Ähnliche Vorteile treten auf, falls der Schalter in einer "zurückziehbaren
Konfiguration" angeordnet ist; diese konstruktive Ausführungsform unterscheidet
sich in der Tat von der Einsteck-Art nur darin, dass eine zusätzliche tragende Struktur
verwendet wird, welche an der Außenseite des Schalters fixiert ist und ein Herausziehen
der bewegbaren Teile von den festen Teilen durch Verwendung geeigneter Werkzeuge
erleichtert.
Ein signifikanter Nachteil von Leistungsschaltern in Einsteck- oder
zurückziehbaren Konfigurationen ist die Tatsache, dass eine Bezugsdimension des
bewegbaren Teils des Schalters, bezeichnet durch das Bezugszeichen 9 in
3, und als Unterbrecherblock 11 plus Kopplungsmodul
8 verstanden, verbunden ist mit der entsprechenden Dimension des festen
Blocks 15. Demgemäß ist es entsprechend nötig, wenn die Version des bewegbaren
Teils, das verwendet wird, sich ändert und sich daher seine Dimensionen verändern,
die Dimensionen des damit zusammen hängenden festen Teils auch zu modifizieren.
Dies führt zu einer sehr geringen Flexibilität in praktischen Anwendungen, da es
nötig ist, viele Serien an festen Teilen zu produzieren, mit niedriger Standardisierung
des Bereichs der hergestellten Komponenten und schließlich mit einem signifikanten
Anstieg in Herstellungskosten. Dieser Mangel an Flexibilität führt auch zu einem
Anstieg in Installationsschwierigkeiten; z.B. ist es in elektrischen Konsolen in
jedem Fall nötig, Aufnahmen unterschiedlicher Größen vorzusehen gemäß der An und
Konfiguration der zu verwendenden Schalter. Dokument EP-A-0
859 438 offenbart eine Anschlussvorrichtung für einen Niederspannungs-Leistungsschalter
gemäß dem Stand der Technik. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen,
welche es erlaubt, einen einzelnen Typ von festem Teil des Schalters zu verwenden,
ungeachtet der Dimensionen und Komponenten des bewegbaren Teils, der daran gekoppelt
werden kann.
Innerhalb des Rahmens dieses Zwecks ist es ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter
vorzusehen, welche es erlaubt, eine höhere Standardisierung des Bereichs an hergestellten
Komponenten bezüglich des Stand der Technik zu erreichen.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische
Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es
erlaubt, Herstellungskosten bezüglich dem Stand der Technik signifikant zu verringern.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische
Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es
erlaubt, Installation und Wartung des Schalters zu vereinfachen.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische
Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche bezüglich
dem Stand der Technik eine bessere Standardisierung der Aufnahmen von Konsolen erlaubt,
in welche der Schalter eingesetzt werden soll.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische
Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche hoch
zuverlässig, verhältnismäßig einfach herzustellen und von konkurrenzfähigen Kosten
ist.
Dieser Zweck, diese Ziele und andere, welche im Folgenden klar werden
werden, werden erreicht durch eine Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter,
wobei der Schalter aufweist:
- – einen festen Teil, welcher Anschlüsse zur Verbindung an eine elektrische
Schaltung aufweist, in welche der Schalter einzusetzen ist, und Trennkontakte;
- – einen bewegbaren Teil, welcher an den festen Teil gekoppelt werden kann,
und der ein Zusatzmodul, welches Kontaktmittel aufweist, und einen Unterbrecherblock
umfasst, welcher zumindest einen festen Kontakt und einen beweglichen Kontakt enthält,
der wechselseitig gekoppelt werden kann, und die elektrisch verbunden sind mit den
Kontaktmitteln; dadurch gekennzeichnet, dass sie ein erstes leitendes Element umfasst,
welches geeignet ist, um mit einem entsprechenden Trennkontakt und einem zweiten
leitenden Element verbunden zu sein, welches jeweils geeignet ist, um mit dem ersten
leitenden Element und den Kontaktmitteln verbunden zu sein.
Die so konzipierte Vorrichtung wirkt als eine elektrische Verbindungsbrücke
und beseitigt in der Praxis den Effekt der dimensionalen Unterschiede zwischen den
verschiedenen Teilen; demzufolge wird es möglich, einen einzelnen Typ eines festen
Teils des Schalters zu verwenden, ungeachtet der Dimensionen und Komponenten des
damit zusammen hängenden bewegbaren Teils, mit einem Nutzen vom Gesichtspunkt von
Herstellung und Flexibilität im praktischen Gebrauch her. Des Weiteren erlaubt die
Verwendung eines einzelnen Typs eines festen Teils des Schalters vorteilhafterweise
eine bessere Standardisierung des Bereichs von hergestellten Komponenten zu haben.
Ein weiterer signifikanter Vorteil ist die Tatsache, dass die Anschlussvorrichtung
gemäß der Erfindung es erlaubt, eine hohe Standardisierung der Aufnahmen der Konsolen
zu haben, in welche der Schalter eingesetzt ist, ungeachtet seiner ursprünglichen
Konfiguration oder der während seiner Benutzung gewählten Modifikationen; in solchen
Fällen ist es in der Tat ausreichend, die Dimensionen des festen Teils des Schalters
nicht auch die Dimensionen der bewegbaren Teile zu betrachten.
Weitere Vorteile werden deutlich werden aus der Beschreibung einer
bevorzugten, aber nicht ausschließlichen Ausführungsform einer
elektrischen Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter gemäß der
Erfindung, nur dargestellt im Weg eines nicht beschränkenden Beispiels in den beigefügten
Zeichnungen, wobei:
1 eine schematische Ansicht eines bekannten
Niedervolt-Leistungsschalters in einer "festen Konfiguration" ist;
2 eine schematische Ansicht eines bekannten
Niedervolt-Leistungsschalters in einer "Einsteck-Konfiguration" ist;
3 eine schematische Ansicht eines bekannten
Niedervolt-Leistungsschalters in einer "Einsteck-Konfiguration" ist, in welcher
der bewegbare Teil des Schalters ein Zusatzkopplungsmodul umfasst;
4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
des bewegbaren Teils eines Niedervolt-Leistungsschalters ist, in welchem die Anschlussvorrichtung
gemäß der Erfindung verwendet wird;
5 eine perspektivische Ansicht des bewegbaren
Teils eines Niedervolt-Leistungsschalters während einer Installation in einer "zurückziehbaren
Konfiguration" ist, die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung verwendend;
6 eine perspektivische Ansicht eines
Niedervolt-Leistungsschalters ist, installiert in einer "zurückziehbaren Konfiguration";
7 eine perspektivische Ansicht eines
Niedervolt-Leistungsschalters ist, installiert in einer "Einsteck-Konfiguration".
Die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung wird mit besonderer Bezugnahme
auf deren Verwendung beim Vorsehen eines Leistungsschalters in der "zurückziehbaren
Konfiguration" beschrieben, ohne dabei zu beabsichtigen, deren Umfang einer Anwendung
in irgendeiner Art und Weise zu beschränken.
Wie in 4–6
gezeigt, umfasst der bewegbare Teil des Leistungsschalters, allgemein bezeichnet
durch das Bezugszeichen 100, einen Unterbrecherblock 20, welcher
einen Unterbrechermechanismus, in der Figur nicht gezeigt, enthält, dessen Ausführungsform
und Operation in der Technik weit bekannt sind. Insbesondere umfasst der Unterbrechermechanismus
zumindest einen sich bewegenden Kontakt und zumindest einen festen Kontakt
21, teilweise in 4 gezeigt, welche wechselseitig
gekoppelt/entkoppelt werden können während Schließ-/Öffnungsvorgängen des Schalters.
Der Unterbrecherblock 20 ist weiter mit Trennkontakten 22 versehen;
jeder Trennkontakt 22 ist im Wesentlichen tulpenförmig und ist an der Struktur
des Trennblocks 20 fixiert kraft geeigneter Fixiermittel, welche z.B. eine
Befestigungsmutter 23, eine Fixierschraube 24 und einen Abstandshalter
25 umfassen, in Arten, welche in der Technik weit bekannt sind.
Der bewegbare Teil 100 des Schalters umfasst weiter ein Zusatzkopplungsmodul
80, welches mit dem Unterbrecherblock 20 verbunden ist; in der
in den 4 bis 6
gezeigten Ausführungsform ist das Zusatzmodul 80 gebildet durch ein Strombegrenzungsmodul.
Als eine Alternative und in einer völlig äquivalenten An und Weise ist es möglich,
als ein Kopplungsmodul 80 z.B. ein Reststrom-Schutzrelais oder optional
irgendein anderes Kopplungsmodul zu verwenden, welches zur Durchführung irgendeiner
gewünschten Funktion verwendet werden kann, solange es mit den Anwendungen kompatibel
ist.
Wie in 4 gezeigt, umfasst das Strombegrenzungsmodul
80 eine Bogenkammer 12 und Kontaktmittel, welche elektrisch verbunden
sind mit den Unterbrechermitteln des Blocks 20; insbesondere umfassen die
Kontaktmittel ein festes Kontaktelement 13 und ein sich bewegendes Kontaktelement
14, welche gekoppelt/entkoppelt sein können bezüglich dem festen Kontaktelement
13, und sie sind ausgestattet mit Bewegungsmitteln, z.B. vom Federtyp.
Das sich bewegende Kontaktelement 14 ist wiederum elektrisch verbunden
mit dem festen Kontakt 21 des Unterbrecherblocks 20 kraft Leitungsmitteln
16, z.B. flexiblen Kupfersträngen; des Weiteren sind das sich bewegende
Kontaktelement 14 und sein Bewegungssystem in einer tragenden Struktur
17 enthalten.
Der feste Teil des Schalters, in 4 und
5 aus Gründen der Einfachheit in einer Beschreibung
nicht gezeigt, weist eine Struktur auf, welche in der Technik weit bekannt ist,
und umfasst Verbindungsanschlüsse in Eingang und in Ausgang bezüglich einer elektrischen
Schaltung, in welche der Schalter eingefügt ist, und Trennkontakte, welche operativ
mit den Verbindungsanschlüssen verbunden sind: die Trennkontakte sind unterteilt
entlang zweier im Wesentlichen wechselseitig paralleler Reihen, und sie sind geeignet,
um eine Verbindung mit dem bewegbaren Teil des Schalters in der hierauf folgend
beschriebenen An und Weise zu erleichtern.
Vorteilhafterweise tritt die elektrische Verbindung unter den verschiedenen
Komponenten des Schalters auf durch Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung;
diese Vorrichtung verwendet ein erstes leitendes Element 30, welches geeignet
ist, um mit einem entsprechenden Trennkontakt verbunden zu sein, welcher zu dem
festen Teil des Schalters gehört, und einem zweiten leitenden Element
40, welches geeignet ist, um jeweils mit dem ersten leitenden Element
30 und mit den Kontaktmitteln des Strombegrenzungsmoduls 80 verbunden
zu sein.
In der in den 4 bis 6
gezeigten Ausführungsform umfasst das erste leitende Element 30 einen Kontakt
30, welcher im Wesentlichen tulpenförmig ist; vorteilhafterweise ist die
Struktur des tulpenförmigen Kontakts 30 praktisch identisch mit der Struktur
des Trennkontakts 22, somit gestattend, vorteilhafte Ökonomien eines Maßstabs
vom Standpunkt der Herstellung her vorzusehen. Des Weiteren wirkt der tulpenförmige
Kontakt 30 nicht nur als eine Komponente der Anschlussvorrichtung, sondern
auch als ein Trennkontakt, erlaubend, die Anzahl der verwendeten
Komponenten zu optimieren.
Als eine Alternative, und gemäß den Anforderungen der Anwendung, ist
es möglich, anstelle des tulpenförmigen Kontakts 30 ein erstes leitendes
Element zu verwenden, welches eine unterschiedliche Konfiguration hat, solange dies
kompatibel ist mit der Anwendung.
Das zweite leitende Element 40 weist wiederum einen verlängerten
Körper auf, welcher einen zentralen Teil 41 aufweist, versehen mit einem
gewellten transversalen Querschnitt, in welchem sich dort ein Loch 42 befindet,
welches geeignet ist, um Mittel aufzunehmen zum Fixieren an der tragenden Struktur
17 des sich bewegenden Kontaktelements 14. Zwei im Wesentlich
flache Enden 43 und 44 ragen von dem zentralen Teil
41 in weichselseitig gegenüber liegende Richtungen vor und bilden jeweils
Anschlagsebenen für die Basis 31 des tulpenförmigen Kontakts
30 und für das feste Kontaktelement 13; des Weiteren sind Löcher
45 und 46 vorgesehen an dem Ende 43 und an dem Ende
44 und sind geeignet, um jeweils Fixiermittel mit dem tulpenförmigen Kontakt
30 und mit dem festen Kontaktelement 13 aufzunehmen. Insbesondere
ist das Loch 46 mit einem Gewinde versehen.
Alternativ und gemäß einer in den Figuren nicht gezeigten Lösung könnten
das erste Element 30 und das zweite Element 40 strukturell in
einem einzelnen Stück realisiert sein.
Der Zusammenbau der verschiedenen Teile des Schalters mittels der
Vorrichtung gemäß der Erfindung wird nun beschrieben; in dieser Beschreibung und
rein zum Zweck von einer Einfachheit in einer Beschreibung wird spezifisch Bezug
genommen auf die Verbindung eines einzelnen Pols des Schalters, obwohl eine Anschlussvorrichtung
offensichtlich für jeden Pol verwendet werden kann, wie in 5
gezeigt.
Vor einem Zusammenbau der verschiedenen Teile, welche den Schalter
bilden, wird in der Praxis der tulpenförmige Kontakt 30 an dem Ende
43 des leitenden Elements 40 fixiert; in der dargestellten Ausführungsform
sind die zwei Teile wechselseitig durch Einfügen eines Fixierstifts 32
in den tulpenförmigen Kontakt 30 und Umbiegen des Stifts gegen die Kanten
der perforierten Basis 31 und des Lochs 45 fixiert. Auf diese
Weise erhält man mittels einfacher und rascher Operationen eine exzellente mechanische
Anbindung zwischen dem Fixierstift 32 und dem Kontakt 30, mit
der Sicherstellung, eine adäquate elektrische Leitung zwischen den Teilen zu haben.
Als eine Alternative könnte ein Fixieren vorgesehen sein durch Schweißen des tulpenförmigen
Kontakts 30 an die Basis 31, oder durch ein Versehen des Lochs
45 mit einem Gewinde und Verwendung einer gewindetragenden Schraube, oder
auf irgendeine andere An und Weise, welche mit der Anwendung kompatibel ist.
Während eines Zusammenbaus wird als erstes eine Isolationsmembran
33 nahe an dem festen Kontakt 21 platziert; dann wird der Zusammenbau,
gebildet aus dem tulpenförmigen Kontakt 30 und dem leitenden Element
40, so positioniert, um die zwei Enden 43 und 44 jeweils
an der isolierenden Membran 33 und an dem festen Kontaktelement
13 zu platzieren. Das Ende 44 des leitenden Elements
40 und das feste Kontaktelement 13 werden wechselseitig fixiert
mittels einer Gewindeschraube 26, welche durch eine Öffnung 48
des Moduls 80 eingefügt wird in ein Loch, welches in dem festen Kontaktelement
13 ausgebildet ist, und sie wird in das gewindetragende Loch
46 eingeschraubt; eine Unterlegscheibe 47 kann zwischen den Kopf
der Schraube 26 und das Loch des festen Kontaktelements 13 eingefügt
sein. Ein Fixieren wird dann abgeschlossen durch Einfügen einer zusätzlichen fixierenden
Schraube 49 in das Loch 42, welche mit einem gewindetragenden
Blindsitz 34 eingreift, der in der tragenden Struktur 17 ausgebildet
ist; eine Unterlegscheibe 19 ist zwischen dem Kopf der fixierenden Schraube
49 und dem Element 40 zwischengeordnet.
Demzufolge ist das leitende Element 40 fest mit dem Kopplungsmodul
80 fixiert und kraft seiner Form und des verwendeten Fixierungssystems
ist der tulpenförmige Kontakt 30 ausgerichtet mit dem entsprechenden Trennkontakt
22 des Unterbrecherblocks 20; in dieser An und Weise ist es möglich,
jegliche Drehung des leitenden Elements 40 oder irgendeinen axialen Offset
zwischen dem Kontakt 30 und dem Kontakt 22 zu verhindern. Letztlich
wird eine isolierende Wand 36 fixiert und sie deckt den Bereich, welcher
von dem leitenden Element 40 beansprucht wird, ab.
Wie in 6 gezeigt, kann der so erhaltene
Zusammenbau des bewegbaren Teils 100 des Schalters dann mit dem festen
Teil 90 gekoppelt werden, die Trennkontakte 22 und die tulpenförmigen
Kontakte 30 mit den entsprechenden Trennkontakten, vorgesehen an dem festen
Teil 90 verbindend; die Figur zeigt auch Anschluss-Schutzmembrane
91, ein System 92 für die manuelle Betätigung des Unterbrecherblocks
und eine Kopplungsstruktur 93, welche extern an dem Schalter fixiert ist
und es erlaubt, den bewegbaren Teil kraft geeigneter Werkzeuge zu entfernen. Die
Form und Funktionen der Wände 91 des Betätigungssystems 92 und
der Kopplungsstruktur 93 sind von der An, wie sie in der Technik weit bekannt
ist, und sie werden demzufolge nicht im Detail beschrieben.
Falls man wünscht, einen Leistungsschalter in einer "Einsteck-Konfiguration"
vorzusehen, trifft die obige Beschreibung in exakt der gleichen An und Weise zu;
in diesem Fall, wie in 7 gezeigt, bestehen die einzigen
Unterschiede darin, nicht das Betätigungssystem 92 und die Kopplungsstruktur
93 zu verwenden, da ein Entfernen des bewegbaren Teils von dem festen Teil
manuell auftritt.
In der Praxis ist gefunden worden, dass die Vorrichtung gemäß der
Erfindung voll den angestrebten Zweck und die Aufgaben erreicht, da, falls die Komponenten,
welche den bewegbaren Teil des Schalters variieren und daher deren entsprechende
Dimensionen variieren, der feste Teil, der verwendet wird, immer derselbe sein kann.
Die dimensionalen Veränderungen werden in der Tat praktisch eliminiert durch die
Verwendung der Vorrichtung, welche wie eine Verbindungsbrücke wirkt, und in welcher
es ausreicht, falls nötig, nur die Länge des leitenden Elements 40 zu modifizieren.
Aufmerksamkeit wird auch gerichtet auf die Tatsache, dass alle innovativen
Funktionen und die erfinderischen Aspekte der Vorrichtung erreicht werden können
durch Verwendung gemeinsam kommerziell verfügbarer Elemente und Materialien mit
extrem niedrigen Kosten gemäß einer konstruktiven Lösung, welche einfach ist und
leicht in der Praxis zu installieren.
Die so erhaltene Vorrichtung ist Modifikationen und Variationen unterziehbar,
von denen alle innerhalb des Rahmens der angehängten Ansprüche sind. Zum Beispiel
ist es möglich, die Anschlussvorrichtung als ein einzelnes Teil vorzusehen anstelle
von zwei Komponenten, die gekoppelt werden können; oder es ist möglich, ein einzelnes
Zusatzkopplungsmodul, wie oben beschrieben, oder zwei Module zu verwenden. In diesem
Fall können die zwei Module, z.B. ein Strombegrenzungsmodul und ein Reststrom-Schutzrelais,
an gegenüber liegenden Seiten bezüglich des Unterbrecherblocks installiert werden,
wie oben beschrieben.
Alle Details können weiter ersetzt werden mit technisch äquivalenten
Elementen.
In der Praxis können die verwendeten Materialien irgendwelche sein,
solange sie kompatibel mit der spezifischen Verwendung sind, wie auch hinsichtlich
der Dimensionen, gemäß den Erfordernissen und dem Stand der Technik.