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Dokumentenidentifikation DE60006838T2 02.09.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001218994
Titel ELEKTRISCHE ANSCHLUSSVORRICHTUNG FÜR LEISTUNGSSCHALTER
Anmelder ABB Service S.r.l., Mailand/Milano, IT
Erfinder DOSMO, Renato, I-24040 Brembate di Sopra, IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60006838
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.10.2000
EP-Aktenzeichen 009694241
WO-Anmeldetag 04.10.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/EP00/09753
WO-Veröffentlichungsnummer 0001028054
WO-Veröffentlichungsdatum 19.04.2001
EP-Offenlegungsdatum 03.07.2002
EP date of grant 26.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.09.2004
IPC-Hauptklasse H02B 11/12

Beschreibung[de]

Der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Anschlussvorrichtung für Niedervolt-Leistungsschalter, welche besondere Funktionen und Charakteristika aufweist; genauer ist der Ausdruck "Niedervolt-Leistungsschalter" so zu verstehen, dass ein Leistungsschalter bezeichnet wird, welcher für Anwendungen mit Arbeitsspannungen unter 1000 Volt geeignet ist.

Spezifische Vorrichtungen, allgemein in der Technik bekannt als automatische Leistungsschalter, werden allgemein in industriellen elektrischen Niedervolt-Systemen verwendet; diese Leistungsschalter arbeiten mit hohen Strömen, deren Nominalwert, abhängend von den Anwendungen, über einen weiten Bereich variieren kann, typischerweise von ein paar hundert bis zu einigen tausend Ampere, und welche so konzipiert sind, damit sie eine Leistung bieten, welche erforderlich ist, um den korrekten Betrieb der elektrischen Leistungszufuhrschaltung, welche sie schützen, und der daran angeschlossenen Lasten sicher zu stellen.

Sie schützen insbesondere die Lasten von unnormalen Ereignissen, z.B. bedingt durch Fehler, welche mit Kurzschlüssen oder Überlastungen durch automatisches Öffnen der Leistungsversorgungsschaltung zusammen hängen; sie erlauben den korrekten Anschluss/Abtrennen von Lasten an/von der elektrischen Leistungszufuhrschaltung; sie stellen sicher, dass der nominale Strom für die verschiedenen angeschlossenen Nutzer eigentlich gleich zu dem erforderlichen Strom ist; sie erlauben durch einen manuellen Eingriff an einem Betätigungshebel des Leistungsschalters und damit verbundene Trennung der sich bewegenden Kontakte von den festen Kontakten, die vollständige Isolation einer Last bezüglich einer Leistungsquelle und die konsequente Trennung der Schaltung, welche sie schützen.

Im momentanen Stand der Technik sind automatische Leistungsschalter allgemein in praktischen Anwendungen in drei unterschiedlichen konstruktiven Ausführungsformen verfügbar, d.h. eine erste Ausführungsform, allgemein bezeichnet als "feste Konfiguration", eine zweite Ausführungsform, bezeichnet als "Einsteck-Konfiguration" und eine dritte Ausführungsform, bezeichnet als "zurückziehbare Konfiguration"; diese Schalter haben in ihren verschiedenen Ausführungsformen einige Nachteile und unvorteilhafte Aspekte, obwohl sie eine adäquate Zurverfügungstellung der erforderlichen Leistung gestatten.

Insbesondere ist im Fall eines automatischen Leistungsschalters in einer "festen Konfiguration", schematisch gezeigt in 1, der Schalter bestehend aus einem einzelnen Körper 10, welcher ein isolierendes Gehäuse 1 aufweist, das Unterbrechungsmechanismen enthält, welche feste Kontakte und bewegliche Kontakte umfassen, allgemein bezeichnet mit dem Bezugszeichen 7 in 1; der Schalter ist weiter versehen mit einem Hebel 4 für die manuelle Betätigung der Kontakte 7 und mit geeigneten Anschlüssen 2 und 3, welche einen elektrischen Anschluss in Eingang und Ausgang an eine elektrische Schaltung 5 erlauben, in welche dieser Schalter eingesetzt ist.

Obwohl diese Lösung aus konstruktiver Sicht eher einfach ist und daher verhältnismäßig einfach herzustellen, ist es besonders unvorteilhaft, wenn der Schalter installiert wird. In dieser Situation ist es, falls es nötig wird, den Schalter zu ersetzen oder daran eine Wartung durchzuführen, in der Tat unvermeidbar, direkt an den elektrischen Kabeln der Leistungsschaltung zu arbeiten und diese von den Verbindungsanschlüssen 2 und 3 des Schalters abzutrennen, mit dem entsprechenden Einsatz an Ressourcen bezüglich Zeit und Kosten.

Falls der Schalter in einer "Einsteck-Konfiguration" realisiert wird, wie in 2 gezeigt, weist er einen festen Block 15 auf, versehen mit Anschlüssen 2 und 3 zur Verbindung in Eingang und Ausgang zu dem elektrischen Schaltkreis 5, und einen bewegbaren Teil, welcher einen Unterbrecherblock 11 aufweist, welcher einen Unterbrechermechanismus und einen manuellen Hebel 4 zum Betätigen der Kontakte aufweist, ähnlich zu dem, was bereits beschrieben wurde. Des Weiteren sind sowohl der feste Block 15 als auch der bewegbare Unterbrecherblock 11 mit geeigneten Trennkontakten 6 versehen; diese Trennkontakte 6 erlauben es, den Trennblock 11 und den festen Block 15 elektrisch zu verbinden, um so eine gegenseitige Trennung zu gestatten, obwohl sie erlauben, eine Kontinuität der elektrischen Schaltung zu haben, in welche der Schalter eingesetzt ist.

Des Weiteren, wie schematisch in 3 gezeigt, umfasst der bewegbare Teil des Schalters allgemein ein Hilfskopplungsmodul 8, welches, abhängend von den Anwendungen, beispielsweise durch ein Reststrom-Schutzrelais oder durch ein Strombegrenzungsmodul gebildet sein kann; diese Hilfsmodule 8 umfassen Kontaktelemente, welche elektrisch mit den Kontakten der Unterbrecherblocks 11 verbunden sind, und welche auch mit Trennkontakten versehen sind.

In diesen Fällen dienen die elektrischen Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen des Schalters zur Ankopplung der Trennkontakte 6 des festen Blocks 15 an die entsprechenden Trennkontakte, welche jeweils an dem Unterbrecherblock 11 und an dem Hilfsmodul 8 vorgesehen sind.

Die Lösung eines Leistungsschalters in der "Einsteck-Konfiguration" bietet den großen Vorteil, ein Ersetzen der bewegbaren Teile des Schalters oder eine Inspektion davon für eine Wartung zu erleichtern; in solchen Fällen ist es kraft des Vorhandenseins der Trennkontakte 6 in der Tat ausreichend, die bewegbaren Teile von dem festen Block 15 zu trennen, ohne an den elektrischen Leistungskabeln zu arbeiten, welche mit den Anschlüssen 2 und 3 verbunden sind, und daher mit einfachen und raschen Eingriffen.

Ähnliche Vorteile treten auf, falls der Schalter in einer "zurückziehbaren Konfiguration" angeordnet ist; diese konstruktive Ausführungsform unterscheidet sich in der Tat von der Einsteck-Art nur darin, dass eine zusätzliche tragende Struktur verwendet wird, welche an der Außenseite des Schalters fixiert ist und ein Herausziehen der bewegbaren Teile von den festen Teilen durch Verwendung geeigneter Werkzeuge erleichtert.

Ein signifikanter Nachteil von Leistungsschaltern in Einsteck- oder zurückziehbaren Konfigurationen ist die Tatsache, dass eine Bezugsdimension des bewegbaren Teils des Schalters, bezeichnet durch das Bezugszeichen 9 in 3, und als Unterbrecherblock 11 plus Kopplungsmodul 8 verstanden, verbunden ist mit der entsprechenden Dimension des festen Blocks 15. Demgemäß ist es entsprechend nötig, wenn die Version des bewegbaren Teils, das verwendet wird, sich ändert und sich daher seine Dimensionen verändern, die Dimensionen des damit zusammen hängenden festen Teils auch zu modifizieren. Dies führt zu einer sehr geringen Flexibilität in praktischen Anwendungen, da es nötig ist, viele Serien an festen Teilen zu produzieren, mit niedriger Standardisierung des Bereichs der hergestellten Komponenten und schließlich mit einem signifikanten Anstieg in Herstellungskosten. Dieser Mangel an Flexibilität führt auch zu einem Anstieg in Installationsschwierigkeiten; z.B. ist es in elektrischen Konsolen in jedem Fall nötig, Aufnahmen unterschiedlicher Größen vorzusehen gemäß der An und Konfiguration der zu verwendenden Schalter. Dokument EP-A-0 859 438 offenbart eine Anschlussvorrichtung für einen Niederspannungs-Leistungsschalter gemäß dem Stand der Technik. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es erlaubt, einen einzelnen Typ von festem Teil des Schalters zu verwenden, ungeachtet der Dimensionen und Komponenten des bewegbaren Teils, der daran gekoppelt werden kann.

Innerhalb des Rahmens dieses Zwecks ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es erlaubt, eine höhere Standardisierung des Bereichs an hergestellten Komponenten bezüglich des Stand der Technik zu erreichen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es erlaubt, Herstellungskosten bezüglich dem Stand der Technik signifikant zu verringern.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche es erlaubt, Installation und Wartung des Schalters zu vereinfachen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche bezüglich dem Stand der Technik eine bessere Standardisierung der Aufnahmen von Konsolen erlaubt, in welche der Schalter eingesetzt werden soll.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter vorzusehen, welche hoch zuverlässig, verhältnismäßig einfach herzustellen und von konkurrenzfähigen Kosten ist.

Dieser Zweck, diese Ziele und andere, welche im Folgenden klar werden werden, werden erreicht durch eine Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter, wobei der Schalter aufweist:

  • – einen festen Teil, welcher Anschlüsse zur Verbindung an eine elektrische Schaltung aufweist, in welche der Schalter einzusetzen ist, und Trennkontakte;
  • – einen bewegbaren Teil, welcher an den festen Teil gekoppelt werden kann, und der ein Zusatzmodul, welches Kontaktmittel aufweist, und einen Unterbrecherblock umfasst, welcher zumindest einen festen Kontakt und einen beweglichen Kontakt enthält, der wechselseitig gekoppelt werden kann, und die elektrisch verbunden sind mit den Kontaktmitteln; dadurch gekennzeichnet, dass sie ein erstes leitendes Element umfasst, welches geeignet ist, um mit einem entsprechenden Trennkontakt und einem zweiten leitenden Element verbunden zu sein, welches jeweils geeignet ist, um mit dem ersten leitenden Element und den Kontaktmitteln verbunden zu sein.

Die so konzipierte Vorrichtung wirkt als eine elektrische Verbindungsbrücke und beseitigt in der Praxis den Effekt der dimensionalen Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen; demzufolge wird es möglich, einen einzelnen Typ eines festen Teils des Schalters zu verwenden, ungeachtet der Dimensionen und Komponenten des damit zusammen hängenden bewegbaren Teils, mit einem Nutzen vom Gesichtspunkt von Herstellung und Flexibilität im praktischen Gebrauch her. Des Weiteren erlaubt die Verwendung eines einzelnen Typs eines festen Teils des Schalters vorteilhafterweise eine bessere Standardisierung des Bereichs von hergestellten Komponenten zu haben.

Ein weiterer signifikanter Vorteil ist die Tatsache, dass die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung es erlaubt, eine hohe Standardisierung der Aufnahmen der Konsolen zu haben, in welche der Schalter eingesetzt ist, ungeachtet seiner ursprünglichen Konfiguration oder der während seiner Benutzung gewählten Modifikationen; in solchen Fällen ist es in der Tat ausreichend, die Dimensionen des festen Teils des Schalters nicht auch die Dimensionen der bewegbaren Teile zu betrachten.

Weitere Vorteile werden deutlich werden aus der Beschreibung einer bevorzugten, aber nicht ausschließlichen Ausführungsform einer elektrischen Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter gemäß der Erfindung, nur dargestellt im Weg eines nicht beschränkenden Beispiels in den beigefügten Zeichnungen, wobei:

1 eine schematische Ansicht eines bekannten Niedervolt-Leistungsschalters in einer "festen Konfiguration" ist;

2 eine schematische Ansicht eines bekannten Niedervolt-Leistungsschalters in einer "Einsteck-Konfiguration" ist;

3 eine schematische Ansicht eines bekannten Niedervolt-Leistungsschalters in einer "Einsteck-Konfiguration" ist, in welcher der bewegbare Teil des Schalters ein Zusatzkopplungsmodul umfasst;

4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des bewegbaren Teils eines Niedervolt-Leistungsschalters ist, in welchem die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung verwendet wird;

5 eine perspektivische Ansicht des bewegbaren Teils eines Niedervolt-Leistungsschalters während einer Installation in einer "zurückziehbaren Konfiguration" ist, die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung verwendend;

6 eine perspektivische Ansicht eines Niedervolt-Leistungsschalters ist, installiert in einer "zurückziehbaren Konfiguration";

7 eine perspektivische Ansicht eines Niedervolt-Leistungsschalters ist, installiert in einer "Einsteck-Konfiguration".

Die Anschlussvorrichtung gemäß der Erfindung wird mit besonderer Bezugnahme auf deren Verwendung beim Vorsehen eines Leistungsschalters in der "zurückziehbaren Konfiguration" beschrieben, ohne dabei zu beabsichtigen, deren Umfang einer Anwendung in irgendeiner Art und Weise zu beschränken.

Wie in 46 gezeigt, umfasst der bewegbare Teil des Leistungsschalters, allgemein bezeichnet durch das Bezugszeichen 100, einen Unterbrecherblock 20, welcher einen Unterbrechermechanismus, in der Figur nicht gezeigt, enthält, dessen Ausführungsform und Operation in der Technik weit bekannt sind. Insbesondere umfasst der Unterbrechermechanismus zumindest einen sich bewegenden Kontakt und zumindest einen festen Kontakt 21, teilweise in 4 gezeigt, welche wechselseitig gekoppelt/entkoppelt werden können während Schließ-/Öffnungsvorgängen des Schalters. Der Unterbrecherblock 20 ist weiter mit Trennkontakten 22 versehen; jeder Trennkontakt 22 ist im Wesentlichen tulpenförmig und ist an der Struktur des Trennblocks 20 fixiert kraft geeigneter Fixiermittel, welche z.B. eine Befestigungsmutter 23, eine Fixierschraube 24 und einen Abstandshalter 25 umfassen, in Arten, welche in der Technik weit bekannt sind.

Der bewegbare Teil 100 des Schalters umfasst weiter ein Zusatzkopplungsmodul 80, welches mit dem Unterbrecherblock 20 verbunden ist; in der in den 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform ist das Zusatzmodul 80 gebildet durch ein Strombegrenzungsmodul. Als eine Alternative und in einer völlig äquivalenten An und Weise ist es möglich, als ein Kopplungsmodul 80 z.B. ein Reststrom-Schutzrelais oder optional irgendein anderes Kopplungsmodul zu verwenden, welches zur Durchführung irgendeiner gewünschten Funktion verwendet werden kann, solange es mit den Anwendungen kompatibel ist.

Wie in 4 gezeigt, umfasst das Strombegrenzungsmodul 80 eine Bogenkammer 12 und Kontaktmittel, welche elektrisch verbunden sind mit den Unterbrechermitteln des Blocks 20; insbesondere umfassen die Kontaktmittel ein festes Kontaktelement 13 und ein sich bewegendes Kontaktelement 14, welche gekoppelt/entkoppelt sein können bezüglich dem festen Kontaktelement 13, und sie sind ausgestattet mit Bewegungsmitteln, z.B. vom Federtyp. Das sich bewegende Kontaktelement 14 ist wiederum elektrisch verbunden mit dem festen Kontakt 21 des Unterbrecherblocks 20 kraft Leitungsmitteln 16, z.B. flexiblen Kupfersträngen; des Weiteren sind das sich bewegende Kontaktelement 14 und sein Bewegungssystem in einer tragenden Struktur 17 enthalten.

Der feste Teil des Schalters, in 4 und 5 aus Gründen der Einfachheit in einer Beschreibung nicht gezeigt, weist eine Struktur auf, welche in der Technik weit bekannt ist, und umfasst Verbindungsanschlüsse in Eingang und in Ausgang bezüglich einer elektrischen Schaltung, in welche der Schalter eingefügt ist, und Trennkontakte, welche operativ mit den Verbindungsanschlüssen verbunden sind: die Trennkontakte sind unterteilt entlang zweier im Wesentlichen wechselseitig paralleler Reihen, und sie sind geeignet, um eine Verbindung mit dem bewegbaren Teil des Schalters in der hierauf folgend beschriebenen An und Weise zu erleichtern.

Vorteilhafterweise tritt die elektrische Verbindung unter den verschiedenen Komponenten des Schalters auf durch Verwendung der Vorrichtung gemäß der Erfindung; diese Vorrichtung verwendet ein erstes leitendes Element 30, welches geeignet ist, um mit einem entsprechenden Trennkontakt verbunden zu sein, welcher zu dem festen Teil des Schalters gehört, und einem zweiten leitenden Element 40, welches geeignet ist, um jeweils mit dem ersten leitenden Element 30 und mit den Kontaktmitteln des Strombegrenzungsmoduls 80 verbunden zu sein.

In der in den 4 bis 6 gezeigten Ausführungsform umfasst das erste leitende Element 30 einen Kontakt 30, welcher im Wesentlichen tulpenförmig ist; vorteilhafterweise ist die Struktur des tulpenförmigen Kontakts 30 praktisch identisch mit der Struktur des Trennkontakts 22, somit gestattend, vorteilhafte Ökonomien eines Maßstabs vom Standpunkt der Herstellung her vorzusehen. Des Weiteren wirkt der tulpenförmige Kontakt 30 nicht nur als eine Komponente der Anschlussvorrichtung, sondern auch als ein Trennkontakt, erlaubend, die Anzahl der verwendeten Komponenten zu optimieren.

Als eine Alternative, und gemäß den Anforderungen der Anwendung, ist es möglich, anstelle des tulpenförmigen Kontakts 30 ein erstes leitendes Element zu verwenden, welches eine unterschiedliche Konfiguration hat, solange dies kompatibel ist mit der Anwendung.

Das zweite leitende Element 40 weist wiederum einen verlängerten Körper auf, welcher einen zentralen Teil 41 aufweist, versehen mit einem gewellten transversalen Querschnitt, in welchem sich dort ein Loch 42 befindet, welches geeignet ist, um Mittel aufzunehmen zum Fixieren an der tragenden Struktur 17 des sich bewegenden Kontaktelements 14. Zwei im Wesentlich flache Enden 43 und 44 ragen von dem zentralen Teil 41 in weichselseitig gegenüber liegende Richtungen vor und bilden jeweils Anschlagsebenen für die Basis 31 des tulpenförmigen Kontakts 30 und für das feste Kontaktelement 13; des Weiteren sind Löcher 45 und 46 vorgesehen an dem Ende 43 und an dem Ende 44 und sind geeignet, um jeweils Fixiermittel mit dem tulpenförmigen Kontakt 30 und mit dem festen Kontaktelement 13 aufzunehmen. Insbesondere ist das Loch 46 mit einem Gewinde versehen.

Alternativ und gemäß einer in den Figuren nicht gezeigten Lösung könnten das erste Element 30 und das zweite Element 40 strukturell in einem einzelnen Stück realisiert sein.

Der Zusammenbau der verschiedenen Teile des Schalters mittels der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird nun beschrieben; in dieser Beschreibung und rein zum Zweck von einer Einfachheit in einer Beschreibung wird spezifisch Bezug genommen auf die Verbindung eines einzelnen Pols des Schalters, obwohl eine Anschlussvorrichtung offensichtlich für jeden Pol verwendet werden kann, wie in 5 gezeigt.

Vor einem Zusammenbau der verschiedenen Teile, welche den Schalter bilden, wird in der Praxis der tulpenförmige Kontakt 30 an dem Ende 43 des leitenden Elements 40 fixiert; in der dargestellten Ausführungsform sind die zwei Teile wechselseitig durch Einfügen eines Fixierstifts 32 in den tulpenförmigen Kontakt 30 und Umbiegen des Stifts gegen die Kanten der perforierten Basis 31 und des Lochs 45 fixiert. Auf diese Weise erhält man mittels einfacher und rascher Operationen eine exzellente mechanische Anbindung zwischen dem Fixierstift 32 und dem Kontakt 30, mit der Sicherstellung, eine adäquate elektrische Leitung zwischen den Teilen zu haben. Als eine Alternative könnte ein Fixieren vorgesehen sein durch Schweißen des tulpenförmigen Kontakts 30 an die Basis 31, oder durch ein Versehen des Lochs 45 mit einem Gewinde und Verwendung einer gewindetragenden Schraube, oder auf irgendeine andere An und Weise, welche mit der Anwendung kompatibel ist.

Während eines Zusammenbaus wird als erstes eine Isolationsmembran 33 nahe an dem festen Kontakt 21 platziert; dann wird der Zusammenbau, gebildet aus dem tulpenförmigen Kontakt 30 und dem leitenden Element 40, so positioniert, um die zwei Enden 43 und 44 jeweils an der isolierenden Membran 33 und an dem festen Kontaktelement 13 zu platzieren. Das Ende 44 des leitenden Elements 40 und das feste Kontaktelement 13 werden wechselseitig fixiert mittels einer Gewindeschraube 26, welche durch eine Öffnung 48 des Moduls 80 eingefügt wird in ein Loch, welches in dem festen Kontaktelement 13 ausgebildet ist, und sie wird in das gewindetragende Loch 46 eingeschraubt; eine Unterlegscheibe 47 kann zwischen den Kopf der Schraube 26 und das Loch des festen Kontaktelements 13 eingefügt sein. Ein Fixieren wird dann abgeschlossen durch Einfügen einer zusätzlichen fixierenden Schraube 49 in das Loch 42, welche mit einem gewindetragenden Blindsitz 34 eingreift, der in der tragenden Struktur 17 ausgebildet ist; eine Unterlegscheibe 19 ist zwischen dem Kopf der fixierenden Schraube 49 und dem Element 40 zwischengeordnet.

Demzufolge ist das leitende Element 40 fest mit dem Kopplungsmodul 80 fixiert und kraft seiner Form und des verwendeten Fixierungssystems ist der tulpenförmige Kontakt 30 ausgerichtet mit dem entsprechenden Trennkontakt 22 des Unterbrecherblocks 20; in dieser An und Weise ist es möglich, jegliche Drehung des leitenden Elements 40 oder irgendeinen axialen Offset zwischen dem Kontakt 30 und dem Kontakt 22 zu verhindern. Letztlich wird eine isolierende Wand 36 fixiert und sie deckt den Bereich, welcher von dem leitenden Element 40 beansprucht wird, ab.

Wie in 6 gezeigt, kann der so erhaltene Zusammenbau des bewegbaren Teils 100 des Schalters dann mit dem festen Teil 90 gekoppelt werden, die Trennkontakte 22 und die tulpenförmigen Kontakte 30 mit den entsprechenden Trennkontakten, vorgesehen an dem festen Teil 90 verbindend; die Figur zeigt auch Anschluss-Schutzmembrane 91, ein System 92 für die manuelle Betätigung des Unterbrecherblocks und eine Kopplungsstruktur 93, welche extern an dem Schalter fixiert ist und es erlaubt, den bewegbaren Teil kraft geeigneter Werkzeuge zu entfernen. Die Form und Funktionen der Wände 91 des Betätigungssystems 92 und der Kopplungsstruktur 93 sind von der An, wie sie in der Technik weit bekannt ist, und sie werden demzufolge nicht im Detail beschrieben.

Falls man wünscht, einen Leistungsschalter in einer "Einsteck-Konfiguration" vorzusehen, trifft die obige Beschreibung in exakt der gleichen An und Weise zu; in diesem Fall, wie in 7 gezeigt, bestehen die einzigen Unterschiede darin, nicht das Betätigungssystem 92 und die Kopplungsstruktur 93 zu verwenden, da ein Entfernen des bewegbaren Teils von dem festen Teil manuell auftritt.

In der Praxis ist gefunden worden, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung voll den angestrebten Zweck und die Aufgaben erreicht, da, falls die Komponenten, welche den bewegbaren Teil des Schalters variieren und daher deren entsprechende Dimensionen variieren, der feste Teil, der verwendet wird, immer derselbe sein kann. Die dimensionalen Veränderungen werden in der Tat praktisch eliminiert durch die Verwendung der Vorrichtung, welche wie eine Verbindungsbrücke wirkt, und in welcher es ausreicht, falls nötig, nur die Länge des leitenden Elements 40 zu modifizieren.

Aufmerksamkeit wird auch gerichtet auf die Tatsache, dass alle innovativen Funktionen und die erfinderischen Aspekte der Vorrichtung erreicht werden können durch Verwendung gemeinsam kommerziell verfügbarer Elemente und Materialien mit extrem niedrigen Kosten gemäß einer konstruktiven Lösung, welche einfach ist und leicht in der Praxis zu installieren.

Die so erhaltene Vorrichtung ist Modifikationen und Variationen unterziehbar, von denen alle innerhalb des Rahmens der angehängten Ansprüche sind. Zum Beispiel ist es möglich, die Anschlussvorrichtung als ein einzelnes Teil vorzusehen anstelle von zwei Komponenten, die gekoppelt werden können; oder es ist möglich, ein einzelnes Zusatzkopplungsmodul, wie oben beschrieben, oder zwei Module zu verwenden. In diesem Fall können die zwei Module, z.B. ein Strombegrenzungsmodul und ein Reststrom-Schutzrelais, an gegenüber liegenden Seiten bezüglich des Unterbrecherblocks installiert werden, wie oben beschrieben.

Alle Details können weiter ersetzt werden mit technisch äquivalenten Elementen.

In der Praxis können die verwendeten Materialien irgendwelche sein, solange sie kompatibel mit der spezifischen Verwendung sind, wie auch hinsichtlich der Dimensionen, gemäß den Erfordernissen und dem Stand der Technik.


Anspruch[de]
  1. Anschlussvorrichtung für einen Niedervolt-Leistungsschalter, wobei der Leistungsschalter aufweist:

    – einen festen Teil, welcher Anschlüsse zur Verbindung mit einem elektrischen Schaltkreis aufweist, in welchen der Schalter einzufügen ist, und Trennkontakte (22);

    – einen bewegbaren Teil, welcher an den festen Teil gekoppelt werden kann und ein Zusatzmodul (80), welches Kontaktmittel aufweist, und einen Unterbrecherblock (20) umfasst, welcher zumindest einen festen Kontakt (13) und einen sich bewegenden Kontakt (14) enthält, welche wechselseitig gekoppelt werden können, und welche elektrisch verbunden sind mit den Kontaktmitteln; dadurch gekennzeichnet, dass sie ein erstes leitendes Element (30), welches geeigneterweise mit einem entsprechenden Trennkontakt (22) zu verbinden ist, und ein zweites leitendes Element (40) aufweist, welches geeigneterweise jeweils mit dem ersten leitenden Element (30) und den Kontaktmitteln zu verbinden ist.
  2. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste leitende Element (30) einen Kontakt umfasst, welcher im Wesentlichen tulpenförmig ist.
  3. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite leitende Element (40) einen verlängerten Körper aufweist, welcher einen zentralen Teil (41) aufweist, mit einem gewellten transversalen Querschnitt, von welchem ein erstes Ende (43) und ein zweites Ende (44) in wechselseitig gegenüber liegende Richtungen vorragen, wobei die Enden eine Anschlagebene jeweils für das erste leitende Element (30) und die Kontaktmittel (13, 14) ausbilden.
  4. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchgangsloch (45) in dem ersten Ende (43) ausgebildet ist, und es geeignet ist, um Mittel (32) aufzunehmen zum Fixieren des ersten leitenden Elements (30).
  5. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Fixieren mit dem ersten leitenden Element (30) einen Fixierstift (32) umfassen, welcher geeignet ist, um in das Durchgangsloch (45) eingefügt zu werden und darin vernietet zu sein.
  6. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Gewinde versehenes Durchgangsloch (46) in dem zweiten Ende (44) ausgebildet ist und geeignet ist, um Mittel zum Fixieren mit den Kontaktmitteln (13) aufzunehmen.
  7. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Fixieren mit den Kontaktmitteln eine Gewindeschraube (26) umfassen.
  8. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchgangsloch (42) in dem zentralen Teil ausgebildet ist und geeignet ist, um Mittel zum Fixieren mit einer Struktur (17) zum Enthalten der Kontaktmittel aufzunehmen.
  9. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel eine Gewindeschraube (49) umfassen, welche geeignet ist, um in einen Blindsitz (43) einzugreifen, ausgebildet in der enthaltenden Struktur (17).
  10. Anschlussvorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine isolierende Membran (33) umfasst, welche geeignet ist, um zwischen dem ersten leitenden Element (30) und dem festen Kontakt (13) zwischengeordnet zu sein.
  11. Anschlussvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten (30) und zweiten (40) leitenden Elemente monolithisch ausgebildet sind.
  12. Anschlussvorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzmodul (80) gebildet wird durch ein Reststrom-Schutzrelais oder durch ein Strombegrenzungsmodul.
  13. Niedrigvolt-Leistungsschalter, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Anschlussvorrichtung gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche umfasst.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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