Von besonderem Interesse sind Stoffe und Stoffgemische mit Anteilen
von Fasern verschiedener Art. Bekannt sind zur Zerlegung solcher Stoffe oder Stoffgemische
Zerkleinerungsmaschinen, Granulierer, Zerfaserungsmaschinen u. ä. Sieht man von
schneidenden Maschinen ab, so sind in erster Linie Schlagkreuzmühlen, Hammermühlen,
Shredder und deren Derivate zu nennen.
Schlagkreuzmühlen, Querstrommühlen, Doppelstrommühlen weisen als
konstruktive Hauptmerkmale einen Rotor und als Wechselwirkungsbauteil mit dem Aufgabegut
einen den Rotor vollständig umgebenden Sieb- oder Mahlring oder eine Kombination
von beiden auf. Das Aufgabegut wird axial auf den Rotor aufgegeben und von den
Rotorschaufeln auf den umgebenden Sieb- oder Mahlring zentrifugalbeschleunigt.
Die an den Enden der Rotorschaufeln oder anderweitig befestigten Verschleißleisten
ziehen das Aufgabegut so lange über die umgebende Sieb-/Mahlbahn, bis es so fein
zerlegt ist, daß es durch die Sieblochung hindurchtreten kann. Die Sieblochungen
sind der Flaschenhals des Systems. Je kleiner sie sind, um so häufiger muß das
Aufgabegut vom Rotor über den Siebring gezogen werden, bis es ausreichend zerlegt
ist und endlich hindurchtreten kann. Die Leistung sinkt entsprechend, der Energieverbrauch
steigt. Wenn mit Mahlbahnen statt mit Siebringen gearbeitet wird, muß das ausreichend
zerkleinerte Material durch seitliche Mahlspalte oder die Mahlbahnen begrenzende
Siebringe austreten. Auch das sind Flaschenhälse, deren Auswirkungen um so schwerwiegender
werden, je feiner zerlegt werden soll und vor allem, je feuchter das Aufgabegut
ist.
Bei sehr feuchtem oder gar klebrigem Aufgabegut versagen genannte
Maschinen ganz, weil die Sieblochungen und Mahlspalte verstopfen und die Maschinen
funktionsuntüchtig werden. Aus diesem Grund werden o.a. Maschinen fast nur bei
Aufgabegütern mit einem Feuchtigkeitsgehalt zwischen 1 und 5 %, bezogen auf absolut
trocken (atro), eingesetzt, z.B. als Spanzerleger in der Holzwerkstoffindustrie.
Trockene Holzspäne mit nur 1 - 5 % Feuchtigkeit (atro) sind aber sehr
spröde. Bei der Zerlegung zu Fein- oder Feinstspänen, wie sie für gute Deckschichten
benötigt werden, brechen sie nicht nur in gewünschter Weise parallel zur Faser,
sondern wegen ihrer hohen Sprödigkeit auch mehrfach in nachteiliger Weise quer
zur Faser. Es entstehen kurze Feinspäne mit einem schlechten Schlankheitsgrad (Verhältnis
Länge: Durchmesser". Schlechte Schlankheitsgrade wiederum ergeben geringe
Werte für die Biegefestigkeit und eine nicht befriedigende Homogenität der Oberfläche.
Im feuchten Zustand ist Holz dagegen flexibel und zäh. Es bricht dann bevorzugt
an natürlichen Schwachstellen, z.B. in den dünnwandigen Leitgefäßsträngen oder
im Frühholz. Die Zahl der unerwünschten Querbrüche geht stark zurück. Es entsteht
ein vorteilhafter Span mit hohem Schlankheitsgrad, also ein langer, dünner Span
mit dem höhere Biegefestigkeitswerte und geschlossenere, harte Oberflächen erzeugt
werden können.
Zielsetzung der Erfindung:
Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, Roh- und Werkstoffe einschließlich
Abfallstoffen, welche sich aus zwei oder mehr physikalisch ausreichend unterschiedlichen
Bestandteilen zusammensetzen, in deren Einzelbestandteile zu zerlegen. Ebenso sollen
Gefüge aus einem Bestandteil, z.B. Zellstoffasern im Papierverbund, welche z.B.
durch Bindungen irgendeiner Art miteinander verbunden sind, wieder in ihre Einzelbestandteile
zerlegt werden können. Eine weitere Zielsetzung besteht darin, dies schonend unter
weitgehender Erhaltung der Partikelgrößen, Faserlängen u.ä. durchzuführen, um eine
möglichst häufige Wiederholung von Recyclingsvorgängen zu gewährleisten. Zur zusätzlichen
Zielsetzung gehört insbesondere, daß insbesonders eine Zerlegung in allen Feuchtigkeitsbereichen,
auch in Flüssigkeitssuspensionen möglich ist und selbst klebrige Materialien oder
zugemischte klebrige Bestandteile verarbeitbar sind. Weiterhin soll gewährleistet
sein, daß die Zerlegung ohne nennenswerte Wärmeentwicklung erfolgt, um beispielsweise
das Aroma von Aufgabegütern nicht durch Reibungswärme zu beeinträchtigen, leicht
flüchtige Inhaltsstoffe nicht zu verdampfen etc. etc.
Beschreibung der Erfindung:
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabenstellung gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 gelöst. Der Grundgedanke der Erfindung besteht in einer
Kombination von mehreren Maßnahmen:
Im Gegensatz zu allen Maschinen nach dem Stand der Technik besitzt der Werkzeugring
einen ausgeprägt
offenen Umfang". Darunter ist das Verhältnis von freien Zwischenräumen
zwischen den Werkzeugen (lichte Weite) zum Gesamtumfang zu verstehen. Dies ist
die entscheidende Voraussetzung dafür, daß Verstopfungen auch bei feuchtem und
klebrigen Material nicht auftreten können.
Beispiel:
Die Gesamtheit aller freien Zwischenräume des Umfangs = 4.100 mm,
der esamtumfang = 5.100 mm, dann ist der offene Umfang"
= 80,4 %. D.h. 80,4 % des Umfangs sind völlig frei, und können daher dem Material
einen ungehinderten Durchgang gewähren. Maschinen nach dem Stand der Technik weisen
eine offenen Umfang in diesem Sinne von nur 25 bis 45 % auf. Aus dem sehr großen
offenen Umfang ergibt sich bei den in der Praxis vorgesehenen Baugrößen solcher
Maschinen auch, daß die freie Stützweite" zwischen
je zwei Werkzeugen der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Durchschnitt 15 bis 25
mal größer ist als bei Maschinen nach dem Stand der Technik. Sieblochungen bei
Maschinen nach dem Stand der Technik bewegen sich um 1,5 - 3,0 mm bei Conidursieben.
Schlitzsiebe bewegen sich bei der Feinspanherstellung um 1,5 x 15 mm bis 3,0 x
30,0 mm. Dagegen betragen die freien Felder zwischen den Werkzeugen bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung beispielsweise zwischen 40 x 400 mm und 55 x 500 mm, je nach Größe
der Maschine. Das bedeutet, daß bei Maschinen nach den Stand der Technik das Aufgabegut
eine Vielfache Größe der Sieblochung hat, sich also voll darauf abstützen kann
und muß. Selbst das zerlegte Gut hat eine größere Länge als die Breite einer Schlitzlochung,
so daß auch nach der Zerlegung noch eine gewisse Abstützungs- und somit Verstopfungsgefahr
bleibt.
Völlig anders sieht es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung aus:
Hier sind die Stützweiten von Werkzeug zu Werkzeug in der Regel größer als die
Längen des Aufgabegutes. Bei Stützweiten von z.B. 40 bis 55 mm ist kein Stück des
überwiegend 10 bis 50 mm langen Aufgabegutes in der Lage, sich auf den Werkzeugen
abzustützen. Selbst bei längerem Aufgabegut besteht diese Gefahr nicht, da die
hohe Zentrifugalkraft bewirkt, daß sich lange Teile durchbiegen und hindurchgeschleudert
werden.
Letztlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch Freischneidmesser/Räumwerkzeuge
beinhalten , die jeglichen Materialaufbau auf dem Rücken von Werkzeugen über 2
mm Höhe automatisch wegschneiden bzw. abräumen.
Das Wirkprinzip der vorbekannten und auch erfindungsgemäßen Vorrichtung
besteht darin, daß ein Rotor das Aufgabegut radial beschleunigt. Die erfindungsgemäßen
Werkzeuge rotieren mir relativen Umfangsgeschwindigkeiten vorzugsweise um 30 bis
100 m/sek. um den Rotor. Die Wirkkanten der Werkzeuge fangen das radial beschleunigte
Aufgabegut im Fluge ungefähr im rechten Winkel ab und bewirken, daß es sich um
die Wirkkante biegen bzw. um diese schmiegen muß. Dabei entstehen im einzelnen
Stück Aufgabegut impulsartig sehr hohe Biege- und Scherspannungen, welche
dazu führen, daß sich das Aufgabegut an seinen Schwachstellen zerlegt. Solche Schwachstellen
sind z.B. das Frühholz, die Leitgefäß- oder Parenchymstränge des Holzes oder natürliche
Spannungs- und Trocknungsrisse, aber auch Verbindungsstellen gleichartiger Bestandteile.
Maschinen nach dem Stand der Technik werden werkseitig auf eine als optimal ermittelte
Drehzahl eingestellt, die dann in der Regel nicht mehr verändert wird. Die Stellgrößen
für den Zerlegungsgrad sind in erster Linie die Größe der Sieblochung, der Abstand
der Reibleisten des Rotors zum Sieb oder der Mahlbahn, das Profil der Mahlbahn
und deren Orientierung. Die Leistung ist eine Funktion der gewählten Sieb- und/oder
Mahlbahnen und nicht weiter einstellbar.
Völlig anders sieht es bei einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung aus: Die Stellgrößen sind hier die Umfangsgeschwindigkeiten
von Rotor und Wirkkante der Werkzeuge. Rotor und Werkzeugring werden daher in der
Regel mit Drehzahlregeleinrichtungen ausgestattet;
Hohe Geschwindigkeiten bedeuten in der Regel hohen Zerlegungsgrad
und somit hohe Leistung
Mäßige Geschwindigkeiten bedeuten niedrigeren Zerlegungsgrad und niedrigere Leistung.
Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich in der Wahl, ob der Rotor oder
der Werkzeugring schneller oder langsamer drehen soll. Die Regel ist zwar, daß
Rotor und Ring gegenläufig rotieren sollen, aber für einige Anwendungen ist auch
ein Arbeiten im gleichen Drehsinn mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten anwendbar.
Eine weitere Stellgröße gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist die Luftmenge und die Luftgeschwindigkeit
in der Maschine.
Sowohl Rotor als auch Werkzeugring wirken als Radialgebläse und erzeugen die 3
bis 6-fache Menge Eigenluft verglichen mit Maschinen nach dem Stand der Technik.
Das ist auf den großen offenen Umfang" zurückzuführen,
welcher dem Eigenluftabfluß keine Widerstände oder Drosselung entgegensetzt.
Die hohe Luftmenge bei gleichzeitig hoher Luftgeschwindigkeit trägt
in nicht unbeträchtlichem Maße dazu bei, den Maschineninnenraum schnell von zerlegtem/gemischtem
Material freizuräumen.
Über eine Drossel an der Materialaufgabe läßt sich hierzu die Luftmenge
als Stellgröße stufenlos regeln, welche von Rotor und Werkzeugring angesaugt wird.
Dies ermöglicht nicht nur die Luftmenge zu begrenzen, sondern auch die Luftgeschwindigkeit
in der Maschine und somit die Verweilzeit, die wiederum Zerlegungsgrad und Durchsatzleistung
beeinflusst.
Eine weitere Möglichkeit, diese Stellgröße in hohem Maße zu beeinflussen,
besteht in der Höhe der Werkzeuge des Werkzeugrings. Eine Mindestanzahl
an Werkzeugen, ca. R bis 1/6 , muß eine große Höhe haben, um dem Ring eine ausreichende
Quersteifigkeit zu sichern. Diese müssen eingeschweißt werden. Der Rest ist auswechselbar.
Bei diesen auswechselbaren Werkzeugen wird die Höhe je nach Bedarf des jeweiligen
Anwendungsgebietes gewählt . Werkzeuge mit großer Höhe bewirken einen hohen Gebläseeffekt.
Je mehr davon eingebaut sind, um so größer wird die Luftmenge. Soll weniger Eigenluft
erzeugt werden, dann kann die Mehrzahl der nicht eingeschweißten Werkzeugpositionen
durch Werkzeuge mit geringer Höhe und somit geringer Gebläsewirkung bestückt werden.
Weitere Ausgestaltungen sind weiteren Unteransprüchen zu entnehmen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
Fig. 1
zeigt einen Längsschnitt durch die Vorrichtung in der Ebene A-A der Fig. 2
Fig. 2
zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung in der Ebene B-B der Fig. 1
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung:
Im mühlenartigen Maschinengehäuse 1 befinden sich die zwei Hauptaggregate,
nämlich Rotor 2 und Werkzeugring 3. Die Wirkweise der Vorrichtung wird in erster
Linie vom Werkzeugring 3 erbracht. Zwischen einer Grundscheibe 3.1 und einem Gegenring
3.9 sind Werkzeugträger 3.6 eingeschweißt. Diese besitzen eine große Höhe, um über
ein großes Widerstandsmoment die Steifigkeit des Werkzeugringes auch bei hohen
Drehzahlen sicherzustellen. Vorzugsweise sind die eingeschweißten großen Werkzeugträger
3.6 keilförmig zur Außenkante hin ausgeführt, um einerseits eine schmale Wirkkante
3.5 zu bieten und somit eine hohe Biegebeanspruchung auf das Aufgabegut ausüben
zu können, andererseits über die verbreiterte Außenkante eine hohe Steifigkeit
des Werkzeugringes auch über die Tangente zu erzielen.
Die Mehrzahl der Werkzeuge bzw. Werkzeugträger 3.4 ist austauschbar.
Sie werden eingesteckt und/oder eingeschraubt. Sie können mit oder ohne austauschbarer
Wirk- und/oder Verschleißkante 3.5 ausgeführt sein. Über die Austauschbarkeit wird
eine besonders große Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen
Anwendungsgebiete erreicht. Soll z.B. ein hoher Zerlegungsgrad von relativ trockenem
Material erreicht werden, bei dem keine große Eigenluftleistung benötigt wird,
dann können die austauschbaren Werkzeuge 3.4 als Rundstäbe mit kleinem Radius von
beispielsweise 5 mm ausgeführt werden. Der kleine Radius bewirkt eine hohe Durchbiegung
des Aufgabegutes in der Zerlegungsphase und damit hohe Biege- und Scherspannungen,
welche zu einer starken Zerlegung führen.Aufgrund der geringen Oberfläche der Rundstäbe
bewirken sie keinen nennenswerten Ventilatoreffekt. Die Eigenlufterzeugung ist
entsprechend gering. Bei relativ trockenem Material, das sehr leicht fließt, reicht
die geringe Eigenluftmenge zum sicheren Freiräumen der Maschine aus. Soll dagegen
sehr feuchtes oder klebriges Material zerlegt oder gemischt werden, dann stellt
eine hohe Eigenluftmenge eine wertvolle Ergänzung der Zentrifugalkraft beim Austragen
des Materials aus der Maschine dar. Zu diesem Zweck werden Werkzeuge 3.4 mit großer
Werkzeughöhe eingebaut. Sie stellen dann Gebläseschaufeln dar und führen zur Erzeugung
einer großen Eigenluftmenge. Je höher die Eigenluftmenge und die Eigenluftgeschwindigkeit,
um so gründlicher wird die Maschine von feuchtem und klebrigem Material freigeblasen.
Alle Werkzeugträger 3.4 und 3.6 können mit austauschbaren Elementen
3.5 mit unterschiedlichen Wirkkanten ausgestattet werden. Auch dies geschieht mit
dem Ziel, der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine große Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit
an die unterschiedlichen Anwendungsgebiete zu verleihen. Wie bereits erläutert,
bewirken kleine Radien eine hohe Biege- und Scherbeanspruchung und somit eine starke
Zerlegung. Eine Vergrößerung des Radius ergibt eine schonende und geringere Zerlegung.
Sie ist insbesondere bei trockenem und daher sprödem Material angemessen, um eine
unerwünschte Kürzung zu vermeiden Das andere Extrem wären beispielsweise mit ausgeprägten
Kanten versehene Wirkkanten bis hin zur Messerform, um z.B. Verbundwerkstoffe
mit Duromermatrix und Bewehrungsfasern in Einzelbestandteile zu zerlegen.
Die Austauschbarkeit der Elemente 3.5 ist auch erforderlich, weil
naturgemäß ein Verschleiß stattfindet, die Elemente 35 mit den Wirkkanten sind
auch Verschleißteile.
Das Aufgabegut wird über eine Materialaufgabeöffnung 1.2 in der Maschinentür
1.1 in etwa mittig auf die Abdeck- und Verteilscheibe/Konus 2.4 des Rotors 2 aufgegeben
und von diesem verteilt und zentrifugal an die Rotorblätter 2.1 weitergeschleudert.
Die Rotorblätter haben die Aufgabe, die Beschleunigung zu steigern und das Material
radial den Wirkkanten der Elemente 3.5 zuzuführen.
Rotor 2 und Werkzeugring 3 drehen vorzugsweise gegenläufig. Die Drehzahlen
des Rotor 2 bewegen sich im Bereich zwischen 100 und 4.000 UpM, vorzugsweise 400
bis 1.500 UpM. Die Drehzahlen des Werkzeugrings 3 bewegen sich zwischen 0 und
4.000 UpM, vorzugsweise zwischen 200 und 2.000 UpM. Rotor und Ring können aber
auch im Gleichlauf arbeiten.
Durch den Rotor 2 wird das Aufgabegut mit hoher Geschwindigkeit weitgehend
radial abgeschleudert. Dabei muß es die Kreisbahn der Werkzeuge 3.4 und 3.6 in
etwa im rechten Winkel schneiden. Entsprechend der jeweils eingestellten Drehzahl
des Werkzeugrings wird es mehr oder minder vollständig von den Wirkkanten der
Werkzeuge erfaßt und auf Biegung und Scherung mit dadurch bewirkter Zerlegung in
den Schwachzonen beansprucht. Hohe Drehzahl des Werkzeugrings bewirkt ein weitgehend
vollständiges Abfangen des Aufgabegutes bei gleichzeitig hohem Energieeintrag ins
Material. Das ergibt somit eine weitgehend vollständige Zerlegung und einen hohen
Zerlegungsgrad. Eine langsame Drehzahl des Werkzeugrings ergibt eine entsprechend
unvollständigere Zerlegung des Materials und einen geringeren Zerlegungsgrad. Auch
das ist für eine Reihe von Anwendungsgebieten erwünscht. Obige Effekte können durch
eine Veränderung der Drehzahl des Rotors 2 in vorteilhafter Weise stufenlos ergänzt
oder gesteigert werden.
Für Anwendungsgebiete, bei denen eine besonders starke Zerlegung/Zerfaserung
angestrebt wird, z.B. Feinstdeckschichten von Spanplatten, ist als Option der
Einbau eines Stauch-und Reibrings 4 vorgesehen. In der Regel umschlingt er den
Werkzeugring bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur zu ca. ¾ von einem
Ende des Auswurfschachts 1.5 zum anderen, da er ja nur eine beschränkte Nachzerlegung
oder eine Homogenisierung beim Mischen durchführen soll. Im Gegensatz zu Maschinen
nach dem Stand der Technik ist bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung der Stauch- und Reibring nicht für die eigentliche Zerlegung verantwortlich.
Ebenfalls im Gegensatz zu Maschinen nach dem Stand der Technik erfährt das Material
nicht so viele Umläufe wie nötig, um aus dem Mahlspalt austreten zu können, sondern
lediglich ca. einen ca. ¾ Umlauf. Sofern eine Steigerung der Nachmahlung
erwünscht ist, kann der Stauch- und Reibring 4 auch als Vollkreis um den Werkzeugring
angeordnet werden, um eine Wiederholung des Mahlvorgangs durch mehrere Umläufe
zu bewirken. Der Materialabfluß erfolgt dann über die Seiten des Stauch- und Reibrings
4 nur im Bereich des Materialauswurfschachts 1.5, während der Austrag bei Maschinen
nach dem Stand der Technik über den gesamten Umfang erfolgt.
Da die erfindungsgemäße Vorrichtung aufgrund des extrem
offenen Umfangs" und der intensiven Durchspülung durch
die großen Eigenluftmengen nicht verstopfen kann, können Feucht- und Trockenadditive
zugegeben und getrennt oder gleichzeitig mit der Zerlegung intensiv eingearbeitet
werden. Dazu ist eine Flüssigadditivzugabe 5.1 und eine Feststoffadditivzugabe
5.2 vorgesehen.
Beschreibung von Anwendungsbeispielen der Vorrichtung:
Die im folgenden beispielhaft angeführten Anwendungsbeispiele sollen
die Breite des Anwendungsspektrums der oben erläuterten Vorrichtung verdeutlichen,ohne
daß dies im einschränkenden Sinn zu verstehen wäre.
Die Anwendungsbeispiele betreffen Anwendungsgruppen,die sich im Wesentlichen durch
die Schlagworte Zerkleinern", "Zerlegen" und
Mischen" charakterisieren lassen,jeweils bezogen auf konkrete
Stoffe oder Materialien als Aufgabegut. Insbesondere gibt die Auflistung dem Fachmann
auf dem jeweiligen Gebiet Hinweise,wie die oben beschriebene Ausführungsform der
Vorrichtung gemäß Figuren 1 und 2 modifiziert und optimiert werden kann ,um das
gewünschte Arbeitsergebnis mit den angegebenen Vorteilen zu erzielen:
Spanzerlegung:
Es wurde bereits erwähnt, daß in der Spanwerkstoffherstellung lange,
schlanke Fein- oder Feinstspäne erwünscht sind, aber derzeit unter wirtschaftlichen
Bedingungen noch nicht hergestellt werden können. Spanzerleger nach dem Stand
der Technik können nur trockene Späne zerlegen. Bei höheren Feuchtigkeiten verstopfen
sie. Trockene Späne sind aber spröde und erfahren bei der Spanzerlegung durch Reibung
und Scherung eine unerwünschte starke Kürzung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist aufgrund ihres großen offenen
Umfangs und der hohen Eigenluftmenge völlig feuchtigkeitsunempfindlich. Sie kann
Späne, die von der Zerspanung in der Regel mit einer Feuchtigkeit über 40 % kommen,
ohne Probleme zerlegen. Da die Zerlegung als Folge der hoben Biege- und Scherbeanspruchung
in den natürlichen Schwachstellen erfolgt, also parallel zur Faserachse, und da
die Späne aufgrund der hohen Feuchtigkeit wenig bruchempfindlich sind und Querbrüche
wenig auftreten, erhält man einen ideal langen und schlanken Fein- bzw. Mikrospan,
mit dem hohe Biegefestigkeiten erreicht werden können.
Wird z.B. ein Feinspan mit großer Länge angestrebt, ist die Biegebeanspruchung
an der Wirkkante der Werkzeuge gering zu halten, da sie u.a. für Querbrüche verantwortlich
ist. Dies wird erreicht, indem ein Element mit einer Wirkkante mit großem Radius
eingebaut wird, welche keine hohe Biegebeanspruchung bewirkt. Die Drehzahlen von
Rotor 2.0 und Ring 3.0 werden für diese Zielsetzung vorzugsweise im Bereich zwischen
je 600 und 800 UpM gegenläufig einzustellen sein.
Soll dagegen eine besonders starke Zerlegung erfolgen, wobei auch eine stärkere
Kürzung in Kauf genommen wird, dann ist die Wirkkante mit kleinem Radius bis hin
zu fast messerartigen Geometrie zu wählen, um durch hohe Biegung des Aufgabegutes
um die Wirkkante hohe innere Spannungen, insbesondere Scherspannungen im Aufgabegut
zu bewirken und somit Risse vorzugsweise parallel zur Holzfaser. Der Zerlegungsgrad
kann weiter gesteigert werden, indem die Drehzahlen von Rotor 2.0 und Ring 3.0
in Bereiche um oder über je 1.000 UpM angehoben werden. Eine weitere Steigerung
des Zerlegungsgrades wird bewirkt, indem die Luftdrossel 6.0 stark geschlossen
wird, um die Luftmenge zu verringern, welche die Vorrichtung ansaugen kann. Das
erhöht die Verweilzeit des Aufgabegutes im Wirkbereich und trägt zur Erhöhung des
Zerlegungsgrads bei. Als letzte Steigerung des Zerlegungsgrades kann die Stauch-
und Reibbahn 4 eingebaut werden, auf der je nach Schärfe des Profils und Abstand
zwischen den äußeren Abschnitten der Werkzeuge (Reibleiste) 3.7 und der Stauch-
und Reibbahn 4 eine stufenlos einstellbare Nachzerlegung erreicht wird.
Spanwerkstoffrecycling:
Stand der Technik ist es, Spanwerkstoffe vorzuzerkleinern und dann
in einem Autoklav einer Dampfdruckbehandlung zu unterziehen, welche die Bindemittel
auflöst. Die Späne können dann der Spanplattenproduktion wieder zugeführt werden.
Anwendbar ist dieses Verfahren aber nur bei feuchtigkeitslöslichen oder hydrolisierbaren
Klebstoffen. Bei Phenolharzen z.B. geht es nicht. Das Verfahren ist teuer.
Unter Anwendung der Erfindung kann auf die Dampfdruckbehandlung verzichtet und
das Recycling von Spanwerkstoffen u.ä. kostengünstiger gestaltet werden. Zu diesem
Zweck ist lediglich eine Vorzerkleinerung mit nachfolgender Aufbringung von kaltem
Wasser als Vorbereitung erforderlich. Dabei sollte die Vorzerkleinerung in einer
Maschine erfolgen , welche möglichst viele Spannungsrisse erzeugt, die als Kapillaren
das Wasser ins Innere des zerkleinerten Gutes saugen. Durch die nachfolgende Quellung
des Holzes wird der Verbund Quellspannungen unterworfen, die zu einer weiteren
Lockerung des Gefüges führen. Hinzu kommt die feuchtigkeitsbedingte Schwächung
der Klebstoffugen. Wird dieses Material der Einwirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
unterworfen, dann fällt es weitgehend in Einzelspäne auseinander. Die Stauch- und
Reibbahn 4 führt zu einer weiteren Auflösung ohne nennenswerte Kürzung, da das
Material aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehaltes flexibel und relativ plastisch
ist.
Beim Recycling von aufgeweichten/plastifizierten Spanplatten ist zwischen
solchen mit quellfähiger und teilweise wasserlöslicher Harzbindung und solchen
zu unterscheiden, die eine feuchtigkeitsbeständige Verleimung besitzen:
Bei quellfähiger und teilweise wasserlöslicher Verbindung genügen
Werkzeuge 3.4.....3.6 mit großem Radius ihrer Wirkkanten , um eine Zerlegung zu
bewirken. Der große Radius bewirkt eine mäßige Biegebeanspruchung und somit eine
schonende Behandlung der Spanlängen. Die Luftdrossel 6 wird dagegen stärker geöffnet,
um eine intensive Durchspülung der Vorrichtung zu gewährleisten. Diese ist erforderlich,
weil teilweise wasserlösliche Klebeharze einen Schmierenfilm erzeugen, der zu Ansätzen
führt, wenn die Vorrichtung nicht kontinuierlich freigeblasen wird.
Bei Spanwerkstoffen mit feuchtigkeitsbeständiger Verleimung müssen
alle Möglichkeiten der Vorrichtung ausgeschöpft werden, um eine Zerlegung zu erzielen.
Die Werkzeuge 3.4 ........3.6 müssen mit kleinen Radien ihrer Wirkkanten ausgestattet
werden, um eine hohe Biege- und Scherspannung im Material aufzubauen und so die
Zerlegung zu fördern. Die Drehzahlen von Rotor 2 und Werkzeugring 3 werden im oberen
Bereich gefahren, um einen hohen Energieeintrag ins Aufgabegut zu bewirken. Die
Stauch- und Reibbahn 4 mit geringem Abstand zur Reibleiste 3.7 bewirkt in diesem
Anwendungsfall eine intensive Nachzerlegung.
Recycling von Kfz-Innenverkleidungen:
Innenverkleidungen von Kraftfahrzeugen bestehen überwiegend aus einer
duroplastischen Matrix mit Faserbewehrung. Die Matrix ist vielfach geschäumt.
Nach einer Vorzerkleinerung kann das Material ähnlich wie Spanwerkstoffe behandelt
werden. Die duroplastische Matrix wird aufgrund ihrer Sprödigkeit zerbrochen, die
elastischen Bestandteile lösen sich ab und können anschließend durch Siebe und
pneumatische Sichter in ihre Einzelbestandteile fraktioniert werden. Auch für diesen
Anwendungsfall stellt der Stauch- und Reibring 4 eine wertvolle Ergänzung dar,
um spröde Bestandteile von flexiblen zu lösen.
Entmarkung von Bagasse:
Zuckerrohrbagasse ist eine wertvolle Faser für die Herstellung von
Spanplatten, Homogenplatten, MDF-Platten, Zellstoff und Papier, Furfurol u.a.m.
Die Faser ist in eine Matrix von Parenchymgewebe eingebettet. Für Platten und Zellstoff
wird nur die Faser benötigt, für Furfurol nur das Parenchymgewebe. Nach dem Stand
der Technik ist eine Aufbereitung nur in zwei Prozeßstufen möglich, nämlich Vorentmarkung
im nassen Zustand und nachfolgende Zerfaserung durch Schlagkreuzmühlen, Doppelstrommühlen
u.ä. nach künstlicher Trocknung. Nasse oder feuchte Bagasse würde Schlagkreuzmühlen
sofort verstopfen. Wie bei Holzspänen ist auch hier die Sprödigkeit nach der Trocknung
dafür verantwortlich, daß es im Zuge der Zerfaserung zu einer starken Kürzung der
Fasern kommt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist absolut feuchtigkeitsunempfindlich.
Sie zerschlägt das schwammige Parenchymgewebe zu Feingut. Es kann beispielsweise
der Furfurolerzeugung zugeführt werden. Den Fasern passiert aufgrund ihrer Flexibilität
im feuchten Zustand nichts. Man erhält in nur einem Arbeitsgang eine sehr viel
längere Faser als dies mit Maschinen nach dem Stand der Technik möglich ist und
somit Platten, Zellstoff, Papier u.a. mit wesentlich besseren Festigkeitswerten.
Bei der Entmarkung und Zerfaserung der Bagasse und vergleichbarer
Pflanzen ist bei der Wahl der Stellgrößen zu unterscheiden, ob das Aufgabegut trocken,
feucht, naß oder gar in Suspension aufgegeben wird. Bei trockenem Material ist
mit großen Radien der Wirkkanten der Werkzeuge 3.4.....3.6 und mittleren Drehzahlen
zu arbeiten, wenn die Kürzung in Grenzen gehalten werden soll. Auf den Einsatz
eines Stauch- und Reibrings 4 wird in der Regel verzichtet werden. Bei nassem
Aufgabegut dagegen oder gar in Suspension sind Werkzeuge mit kleinen Wirkkanten-Radien,
hohe Drehzahlen und der Einsatz eines Stauch- und Reibrings angezeigt, wenn ein
hoher Zerlegungsgrad bei gleichzeitig großem Schlankheitsgrad gewünscht sind. Die
austauschbaren Werkzeuge 3.4 werden dann vorzugsweise als Werkzeuge mit großer
Höhe eingebaut werden, um einen großen Gebläseeffekt zu bewirken und die Vorrichtung
stets gründlich zur Vermeidung von Ansätzen freizublasen.
Zerlegung von Getreide- und Reisstroh, Riesengräsern u.ä.:
Auch Getreide- und Reisstroh sind Monokotyledone wie Zuckerrohr, bei
denen die Fasern in einer Parenchymmatrix eingebettet sind. Auch sie sind im trockenen
Zustand brüchig und ergeben bei Verwendung von Maschinen nach dem Stand der Technik
zu kurze Fasern. Wie bei der Zuckerrohrbagasse lassen sich die Fasern mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im feuchten Zustand ohne schädigende Kürzung aus der Matrix lösen.
Bezüglich der Maschineneinstellung gilt hier im Prinzip das, was für die Bagasse
bereits ausgeführt wurde.
Altpapierrecycling:
Für die Herstellung von Gips-Faserplatten u.ä. wird Altpapier nach
dem Stand der Technik in Hammermühlen o.ä. in trockenem Zustand vorzerkleinert
und dann in Schlagkreuzmühlen ebenfalls in trockenem Zustand zerfasert, weil sie
feuchtes oder nasses Papier nicht verarbeiten können. Das Ergebnis ist eine starke
Faserkürzung und ein hoher Verlust an Feingut. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann Papier in jedem Feuchtigkeitsgrad ohne jegliche Verstopfungsgefahr in Einzelfasern
zerlegt werden. Es ist bekannt, daß fast alle Papiere bei Feuchtigkeitszufuhr ihre
Festigkeit verlieren und dann leicht aufzulösen sind. Es ist daher naheliegend,
das Papier nach der Vorzerkleinerung anzufeuchten und nach starker Schwächung des
Verbundes in der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Einzelfasern zu zerlegen. Die
Feuchtigkeit stört bei der Weiterverarbeitung in keiner Weise, da sowohl Verfahren
zur Herstellung von Recyclingpapier als auch zur Herstellung von Gips-Faserplatten
o.ä. Naß- oder Feuchtverfahren sind, bei denen die Feuchtigkeit ohnehin benötigt
wird.
In ähnlicher Weise lassen sich auch Zellstofftafeln und Holzschlifftafeln
bzw. - rollen für Zwecke der Papier- und Pappeherstellung auflösen, wobei dies
auch in Wassersuspension erfolgen kann.
Angefeuchtetes und aufgeweichtes Altpapier ist in Bezug auf die Wahl
der Stellgrößen relativ anspruchslos. Die Fasern sind ohnehin schon kurz. Sie sind
weiterhin durch die Feuchtigkeit schmiegsam und wenig bruchgefährdet. Es können
daher Werkzeuge 3.4 und 3.5 jeder Geometrie eingesetzt werden. Ein geringer Energieeintrag
genügt in der Regel, daher genügen auch geringe Drehzahlen von Rotor 2 und Werkzeugring
3. Die Drossel 6 wird in der Regel auf großen Luftdurchsatz eingestellt werden,
um durch intensive Luftdurchspülung eine Ansatzbildung zu verhindern. Papiere enthalten
nämlich eine Reihe von wasserlöslichen Additiven, die zur Schmierenbildung und
zu Klebeeffekten neigen. Bei der Auflösung von Zellstoffplatten und Holzschliffrollen
bzw. -platten kann im Einzelfall der zusätzliche Einsatz des Stauch- und Reibrings
4 zwecks Nachzerlegung nützlich sein. Für diesen Anwendungszweck bietet sich auch
das Arbeiten in Wassersuspension an, um den Zerlegungsgrad zu steigern.
Mischen von Fasern u. ä.:
Für die Herstellung von Verbundwerkstoffen ist es meist erforderlich,
Fasern unterschiedlicher Art homogen miteinander zu mischen. Fasermischanlagen
nach dem Stand der Technik haben insbesondere mit auf Stapellänge geschnittenen
feinen Polymerfasern erhebliche Probleme. Die Schnittenden werden durch den Schnitt
micellenartig zusammengepreßt und können von den Nadelbandmischern nach dem Stand
der Technik nur unvollständig aufgelöst werden. Durch den hohen Energieeintrag
der erfindungsgemäßenm Vorrichtung werden die zusammengequetschten Enden aufgeschlagen.
Die hohen Luftsrömungen in der Vorrichtung führen anschließend zu einer intensiven
Verwirbelung und somit zur Vermischung. Die Stauch- und Reibbahn 4 zieht anschließend
evtl. noch verbliebene Micellenreste auseinander und führt zu einer weiteren Homogenisierung
der Mischung. Die Verwirbelung und Vermischung wird in einem nachfolgenden Radialgebläse
fortgesetzt, welches erforderlich ist, um das Material aus der erfindungsgemäßen
Vorrichtung abzufördern und die Eigenluft aufzunehmen.Zum Mischen von Fasern unterschiedlicher
Art genügt in der Regel jede Werkzeugausstattung. Der Homogenitätsgrad der Mischung
steigt mit zunehmender Drehzahl von Rotor 2 und Werkzeugring 3 und mit abnehmender
Luftgeschwindigkeit, also längerer Verweilzeit. Der Stauch- und Reibring 4 bewirkt
eine Nachhomogenisierung.
Zumischung von Flüssig- und Trockenadditiven:
Dank der Tatsache, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung aufgrund des
extrem offenen Umfangs im Zusammenspiel mit der hohen Zentrifugenbeschleunigung
und der hohen Eigenluftmenge gegenüber feuchten und klebrigen Materialien völlig
unempfindlich ist, kann sie auch zum Zumischen von flüssigen und trockenen Additiven
eingesetzt werden. Dabei ist das Flüssigadditiv zuerst zuzufügen, da sonst das
Trockenadditiv keine Haftung zum Grundmaterial bekommt.
Die Zumischung kann entweder dadurch erfolgen, daß dem Grundmaterial
die Additive schon vor dem Eintritt in die Vorrichtung zudosiert werden. Sie kann
aber auch über die hierfür vorgesehenen Flüssigkeitszugabe 5.1 und Festadditivzugabe
5.2 erfolgen.. Die Flüssigkeitsadditivzugabe ist auch über das Kanalsystem 4.2/4.3
möglich.
Kottonisieren von Rohfasern:
Kottonisieren von zu derben Rohfaserbündeln zu Elementarfasern ist
ein weiteres Anwendungsgebiet. Nach dem Stand der Technik wird dies mechanisch
durch Nadelwalzen oder Sägezahnwalzen durchgeführt. Dabei erfolgt eine starke
Faserschädigung. Andere Bestrebungen zielen darauf ab, das Rohmaterial zuerst einer
chemischen Behandlung zu unterziehen, um die Klebstoffverbindungen zwischen den
Elementarfasern zu schwächen. Anschließend wird das Material unter Dampfdruck gesezt.
Indem der Dampfdruck dann mittels eines Schnellschlußventils schlagartig zum Expandieren
gebracht wird, werden die Faserbündel explosionsartig in Elementarfasern zerlegt.
In den USA ist dieses Verfahren in der Holzfaserplattenindustrie als
steam explosion process" bekannt. Das Verfahren ist mit
hohem Kostenaufwand verbunden und stirbt in den USA deshalb langsam aus.
Weitere Bestrebungen hoffen ebenfalls, chemisch angelöste Faserbündel
durch Ultraschall in Einzelfasern zerlegen zu können. Über das Laborstudium ist
das Verfahren nicht hinausgekommen.
Chemisch angelöste Rohfasern können durch den hohen Energieeintrag
der erfindungsgemäßen Vorrichtung feucht oder in Suspension in Einzelfasern zerlegt
werden, wobei mit geringeren Kosten zu rechnen ist.
Je höher die Drehzahl von Rotor 2 und Werkzeugring 3 ist, umso intensiver
ist die Kottonisierung. Da der Kottonisierung in der Regel ein chemischer Aufschluß
vorausgeht, bilden sich im Aufgabegut Pflanzenschleime mit starker Tendenz zur
Ansatzbildung. Hohe Luftgeschwindigkeiten sind angebracht, um die Vorrichtung
stets freizublasen.
Zerfasern von gekochten Hackschnitzeln aus Holz und Einjahrespflanzen:
Nach dem Stand der Technik werden Fasern für die Pappen- und Kartonherstellung,für
Faserplatten,MDF-Platten u.ä. durch Heißkochung und anschließende Druckzerfaserung
in Zahnscheibenmühlen hergestellt.Zweifellos nicht ganz so fein zerfaserte und
weniger gleichmäßige Fasern lassen sich durch Kaltkochung z.B. nach dem Natronverfahren
und anschließender Zerlegung in der erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Verwendung
von schärfer profilierten Elementen 4.1 des Stauch- und Reibrings 4 zu wesentlich
günstigeren Kosten herstellen.Zumindest für Karton und Pappen sowie Dämmstoffe
reicht die erreichbare Qualität aus.
Granulierung/Pulverisierung:
Festbrennstoffe vor der Verbrennung zu granulieren oder zu pulverisieren
erleichtert die Dosierung und fördert die Verbrennung .Sie werden daher schon
heute durch reibende/scherende Mühlen gemahlen,um in Staubfeuerungen eingesetzt
werden zu können.Dabei entsteht durch die Reibung/Scherung ein hoher Energieverlust.Die
Brandgefahr ist hoch,da harte Fremdkörper auf den Reib- und Scherbahnen so lange
zu kometenähnlichen Funkenschweifen führen,bis sie zerrieben sind. Eine andersartige
Möglichkeit aus dem Mahlvorgang herauszukommen, gibt es bei Maschinen nach dem
Stand der Technik nicht. Bei der erfindungsgemäßen Grundvorrichtung gibt es keine
energieverschwendende Reib/Scherarbeit und es entsteht keine Reibungswärme. Ebenso
gibt es den Zwang zum Verweilen bis zur völligen Zermahlung nicht, vielmehr beträgt
die Verweilzeit nur Bruchteile einer Sekunde.Dementsprechend verlassen zum Funkenschlag
befähigte Fremdkörper die Vorrichtung sofort wieder,ohne Schaden anzurichten.Die
unzerlegten Fremdkörper landen im Ascheauswurf der Kesselanlage.
Granulierung und Pulverisierung ist auch bei Kalk,Rohgips,Kunststoffen u.ä.Roh-
und Abfallstoffen nach dem gleichen Prinzip durchführbar,ebenso,wie bei durch
Frost versprödeten Materialien.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann aufgrund ihrer Wirkweise auch zum Verarbeiten
von Getreide,Reis,Mais,fetthaltigen Samen und Früchten u.ä. zu Schrot,Gries und
Mehlen oder als Aufschluß zur Fett/Ölgewinnung,Herstellung von Maischen usw. eingesetzt
werden.
Für diese Anwendungsgebiete ist eine Wirkkante mit kleinen Radien an den Werkzeugen
3.4 und 3.5 zerlegungsfördernd.Hohe,gegenläufige Drehzahlen von Rotor 2 und Werkzeugring
3 und somit hoher Energieeintrag in das Aufgabegut steigern den Zerlegungsgrad..Eine
starke Drosselung des Lufteintritts über die Drossel 6 verlängert die Verweilzeit
in der Wirkzone und steigert ebenfalls den Zerlegungsgrad.
Kaltzerlegung:
Eine Reihe von Materialien, insbes. aus den Sektoren Lebensmittel
Gewürze,Genußmittel,Heilpflanzen,Duftstoffe,Pharmazeutika u.a. verlieren bei der
Mahlung unter Wärmeeinwirkung einen Teil ihres Aromas oder der flüchtigen Wirk-
und Inhaltsstoffe oder erfahren sonstige unerwünschte Veränderungen z.B. des Geschmacks.Maschinen
nach dem Stand der Technik erzeugen Reibungswärme in erheblichem Maße,sie müssen
daher gekühlt werden ,wenn sie zum Mahlen wärmeempfindlicher Rohstoffe/Materialien
eingesetzt werden sollen.
Bei der erfindungsgemäßen Grundvorrichtung entsteht annähernd keine Wärme.Für Anwendungszwecke,bei
denen der Zerlegungsgrad ohne Stauch- und Reibring 4 ausreicht,ist daher eine aroma-
und inhaltsstoffschonende Zerlegung ohne Kühlung möglich,da keine Reibungswärme
entsteht. Sofern eine weitergehende Zerlegung den Einsatz des Stauch- und Reibrings
erfordert,wird in der Regel auch keine Kühlung erforderlich,da die Verweilzeit
des Materials extrem kurz ist.Im äußersten Fall,also bei sehr empfindlichen Materialien,ist
eine Kühlung über das integrierte Kanalsystem 4.2/4.3 hinter und im Stauch- und
Reibring 4 sehr leicht mit geringem Aufwand durchführbar.
Geschmacksempfindliche Aufgabegüter,Aufgabegüter mit ätherischen o.ä. Inhaltsstoffen
,wärmeempfindliche Güter werden vorzugsweise mit weit geöffneter Luftdrossel 6
gefahren,um durch den hohen Luftstrom die Vorrichtung kalt zu halten.Zusätzlich
kann über das Kanalsystem 4.2/4.3 kalte oder gekühlte Luft oder sogar Kühlmittel
an das Mahlgut herangeführt werden,um alle nachteiligen Einflüsse einer Erwärmung
bei der Zerlegung auszuschließen.Der Zerlegungsgrad wird primär über die Drehzahl
von Rotor 2 und Werkzeugring 3 stufenlos eingestellt.Je höher die Drehzahlen,umso
höher der Zerlegungsgrad. Der Zerlegungsgrad kann weiter über die Geometrie der
Werkzeuge 3.4 und 3.5 gestaltet werden.Bei trockenen Kräutern wird ein großer Radius
der Wirkkanten ein auseinanderplatzen bewirken.Bei harten Körnern oder trockenen
Früchten wird ein kleiner Radius der Wirkkanten ,evtl. sogar in Form einer messerartigen
Wirkkante die bevorzugte Werkzeugbestückung sein.Sofern das Zerlegungsergebnis
durch den Werkzeugring noch zu grob oder zu körnig ist,wird der Stauch- und Reibring
4 zum Einsatz kommen,der unterschiedlich scharf eingestellt werden kann.Mittels
des Kanalsystems 4.2 und 4.3 kann jegliche Reibungswärme sofort abgeführt oder
es kann sogar unterkühlt werden.
Anspruch[de]
Vorrichtung zur Behandlung oder Weiterverarbeitung ,insbesondere zur Zerlegung
von Stoffen oder Stoffgemischen in unterschiedliche oder gleichartige Bestandteile
mittels eines Rotors, dem derartiges Aufgabegut axial zugeführt wird. und mittels
Bauteilen zur Wechselwirkung mit den vom Rotor zugeführten Bestandteilen des Aufgabeguts,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor ( 2 ) das Aufgabegut im wesentlichen radial
angeordneten Werkzeugen (3.4...3.6 ) zuführt, die umfangsseitig so weit voneinander
beabstandet sind ,daß ein weitgehend offener Umfang (3.8) entsteht ,der einen
ungehinderten Austrag der Bestandteile des Aufgabegutes nach der Wechselwirkung
mit den Werkzeugen (3.4...3.6 ) gewährleistet, und daß zur Festlegung der Eigenschaft
des Produktes die Stärke der Wechselwirkung über Stellgrößen festlegbar ist, die
die dynamische Beanspruchung des Aufgabeguts insbesondere durch Biege- und/oder
Scherbeanspruchung beim Auftreffen auf die Wirkflächen der Werkzeuge ( 3.4...3.6
) bestimmen.
Vorrichtung nach Anspruch 1 ,dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (3.4...3.6)
an einem Werkzeugring ( 3 ) gehalten sind .
Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Stellgröße
die Drehzahl des Rotors ( 2 ) ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 , dadurch gekennzeichnet ,daß eine zweite
Stellgröße die Drehzahl des Werkzeugrings ( 3 ) ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 ,dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte
Stellgröße die dem Rotor ( 2 ) und dem Werkzeugring (3) zur Ansaugung zur Verfügung
gestellte Luftmenge/Luftgeschwindigkeit ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Gattung
der Werkzeuge (3.6) mit dem Werkzeugring (3) zur mechanischen Stabilisierung flächig
verbunden, insbesondere verschweißt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Gattung
der Werkzeuge (3.4) mit dem Werkzeugring (3) insgesamt austauschbar verbunden
ist.
Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (3.6)
der ersten Gattung eine nach außen sich keilförmig verbreiternde Form aufweisen.
Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die
erste Gattung der Werkzeuge (3.6) austauschbare Elemente (3.5) mit Wirkflächen
unterschiedlicher Geometrie aufweisen.
Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die austauschbaren
Elemente (3.5) eine unterschiedliche Höhe haben, die eine vierte Stellgröße zur
Beeinflussung von Luftenge und/oder Luftgeschwindigkeit innerhalb der Vorrichtung
bildet.
Vorrichtung nach Anspruch 7- 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge
(3.4) der zweiten Gattung im Wesentlichen formgleich mit den Werkzeugen (3.6) der
ersten Gattung sind.
Vorrichtung nach Anspruch 6 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge
der ersten und der zweiten Gattung abwechselnd auf dem Umfang des Werkzeugrings
(3) gehalten sind, wobei auf N Werkzeuge der ersten Gattung M Werkzeuge der zweiten
Gattung kommen.
Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Luftdrossel (6)
an der Aufgabeöffnung (1.2) des Maschinengehäuses (1) vorgesehen ist, in dem sich
der Rotor (2) befindet.
Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftdrossel (6)
aus mindestens einem Einzugsband (6.1) und einem querschnittsbegrenzenden Gegendruckaggregat
(6.2) besteht.
Vorrichtung nach Anspruch 5 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Veränderung
der dritten Stellgröße der Ausgangsquerschnitt von Einzugsband (6.1) und/oder Gegendruckaggregat
(6.2) verstellbar ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Rotorblättern
(2.1) des Rotors (2) mindestens ein Freischneidmesser/Freiräumwerkzeug (2.6) angebracht
ist, das mit den austauschbaren Elementen (3.5) des Werkzeugrings (3) zusammenwirkt,
um dortige Ablagerungen des Aufgabegutes zu verhindern und/oder zu beseitigen.
Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am feststehenden
Teil der Vorrichtung mindestens ein Werkzeug (1.6) angebracht ist, um Materialaufbauten
an den Hinterkanten der Rotorblätter (2.1) des Rotors (2.0) kontinuierlich zu beseitigen.
Vorrichtung nach Anspruch 2 ,6 und 7 dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch
zum Werkzeugring (3) sich ein Stauch- und Reibring (4) über einen Umfangsbereich
(UB ) erstreckt, dessen Elemente (4.1) mit den äußeren Abschnitten (3.7) von Werkzeugen
(3.4,3.6) beider Gattungen zusammenwirken, um das bearbeitete Aufgabegut einer
ergänzenden Behandlung zu unterziehen.
Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kanalsystem (4.2)
mit Öffnungen (4.3) Teil des Stauch- und Reibrings (4) ist.
Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Kanalsystem (4.2)
mit den Öffnungen (4.3) mit Druckluft beaufschlagbar ist, um Ablagerungen des Aufgabegutes
zu verhindern und zu beseitigen.
Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß über das Kanalsystem
(4.2) mit den Öffnungen (4.3) Zuschlagstoffe ( z.B. Trocknungsmittel, Kühlmittel,
Heizmittel, Schmälzmittel, Flammschutzmittel, Klebstoffe) in den Bereich zwischen
Werkzeugring (3) und Stauch- und Reibring (4) einbringbar sind, um eine Konfektionierung
des Aufgabegutes zu erzielen.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Maschinengehäuse
(1.0) mindestens eine Werkzeugabstrahlung (7.1) zum Abblasen von Anlagerungen
und/oder zum Aufsprühen von ansatzlösenden, schmälzenden o.ä. Mitteln vorgesehen
ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-22, gekennzeichnet durch ihre Verwendung
zur Zerkleinerung von weitgehend amorphen, organischen oder anorganischen Stoffen
als Aufgabegut zu Granulat, Gries oder Pulver.
Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ihre
Verwendung zur Zerlegung von hinsichtlich der Struktur und/oder der Zusammensetzung
seiner Komponenten heterogenem Aufgabegut in vorzugsweise zwei untereinander im
wesentlichen gleichartige Bestandteilgruppen.
Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufgabegut aus
Roh- oder Werkstoffen besteht, deren physikalische Struktur Schwach- oder Bruchstellen
aufweist, an denen die Zerlegung durch die dynamische Beanspruchung durch die Werkzeuge
(3.4...3.6) erfolgt.
Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufgabegut aus
Roh- oder Werkstoffen besteht, deren physikalische Struktur mindestens einen spröden
und einen flexiblen Bestandteil aufweist, die durch die von den Werkzeugen (3.4...3.6)
ausgeübten Biege- und/oder Scherbeanspruchungen in die entsprechenden Bestandteilgruppen
zerlegt werden.
Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, gekennzeichnet durch Nahrungsmittel,
Genußmittel oder wirkstoffhaltige Stoffe als Aufgabegut.
Vorrichtung nach Anspruch 27, gekennzeichnet durch die Kaltzerlegung des Aufgabeguts.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-22 ,gekennzeichnet durch ihre Verwendung
zur Mischung oder Homogenisierung von zumindest zwei untereinander gleichartigen,
festen oder flüssigen Bestandteilen des Aufgabegutes zu einem im wesentlichen homogenen
Mischprodukt.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 23-29 ,dadurch gekennzeichnet ,daß das
Aufgabegut einen Feuchtigkeitsanteil von bis zu 99 % aufweist.
Vorrichtung nach Anspruch 30,dadurch gekennzeichnet, daß das Aufgabegut viskose,
insbesondere hochviskose oder klebrige Bestandteile enthält.