Im weltweiten Anti-Terrorkampf stellt sich für Anti-Tenor-Spezialeinheiten
das Problem des Auffindens von Verstecken, Lagern und Hinterhalten von Terroristen
in unübersichtlichem Gelände bei schlechten Witterungsbedingungen und schlechter
Sicht. Im Hochgebirge (etwa Verstecke der PKK im Nordirak, Al-Kaida im Hindukusch
in Afghanistan), im Dschungel (etwa Vietnam), in vom Nebel überzogenen Gebieten
(etwa Dhofar-Gebirge in Oman), in ausgedehnten Buschland- und Waldgebieten, im Winter
oder in arktischen Regionen mit Eis und Schnee, in Sumpfgebieten, Mangroven-Küstenwäldern
und bei Einsätzen bei Nacht oder in Sandstürmen haben Terroristen oft Vorteile gegenüber
den Anti-Terror-Spezialeinheiten durch ihre gute Ortskenntnis, das „Untertauchen"
bei der einheimischen Bevölkerung, das Legen von Hinterhalten, die gedeckten Absetzmöglichkeiten
vom Gegner. Die Vorteile liegen bei den Terroristen. Wenige Terroristen können überlegene
Anti-Tenor-Spezialeinheiten schlagen. Al-Kaida und Osama bin Laden entkamen in Afghanistan,
die PKK entkam fast 20 Jahre lang den türkischen Truppen, in Dhofar hielten nur
2.000 kommunistische Rebellen den omanischen Regierungstruppen und der SAS zehn
Jahre stand, in Vietnam mussten die USA eine schwere Niederlage hinnehmen.
Dieses Problem wird durch den Kampfhelm für UN-Luftsturmsoldaten im
Anti-Terroreinsatz mit elektronischem Spürhund gelöst.
1 zeigt einen Kampfhelm für UN-Luftsturmsoldaten
im Anti-Terroreinsatz. Der Helm aus Kunststoff verfügt über ein Helmvisier, auf
das die GPS-Daten aufgespiegelt werden, so dass ein Verlaufen im Gelände unmöglich
ist. Weiterhin werden die Sensordaten des Rundum-Sensors des Helmes aufgespiegelt:
Wärmebildgerät, Bewegungsmelder, Geräuschemelder. Reichweite: nach oben: 50 m, nach
hinten: 50 m, zur Seite: 50 m, nach vorn: 1.000 m. Dadurch werden auch Baumwipfel,
Bewegungen im Rücken und an den Seiten ständig gescannt.
Auf das Helmvisier können auch über das Kampffahrzeug Zieldaten und
andere Informationen des Bataillonsstabes (Daten von AWACS, Heeresflieger, Aufklärungseinheiten,
Drohnen UAV, Aufklärungssatelliten) übertragen werden.
Integriert ist ein Übersetzungsprogramm für die jeweiligen Landessprachen
und Dialekte, verbunden mit dem Bordcomputer des Kampffahrzeuges. So können belauschte
Gespräche und Verhandlungen mit der einheimischen Bevölkerung simultan übersetzt
und auf das Helmvisier gespiegelt werden. Die Übersetzung erfolgt durch den Bordcomputer
des Kampffahrzeuges.
Wird das Helmvisier fest geschlossen, ist ABC-Schutz gegeben. Über
einen Schlauch ist der Helm mit einem ABC-Filter am Gürtel verbunden. Ein weiterer
Schlauch stellt eine Verbindung zu einem Atemgerät dar, so dass der UN-Luftsturmsoldat
bis zu 30 Minuten unter Wasser agieren kann.
Im Helm ist ein Freund-Feind-Gerät integriert, dessen Code im Kampfeinsatz
häufig gewechselt wird. So wird ausgeschlossen, dass die UN-Luftsturmsoldaten in
friendly fire geraten können. Außerdem ist auch in extrem unübersichtlichem Gelände
bei schlechter Sicht ein Kampfeinsatz möglich, da Terroristen eindeutig identifiziert
werden können.
Ein Headset im Kampfhelm ermöglicht die Kommunikation innerhalb der
Gruppe der UN-Luftsturmsoldaten und mit dem Kampffahrzeug.
Die Energieversorgung der Sensoren und des Kampfhelmes erfolgt durch
Sensoren, die die Energie der Körperwärme, der Bewegungsenergie, der Atmungsenergie
des UN-Luftsturmsoldaten nutzen. Außerdem wird ein Akku im elektronischem Spürhund
genutzt, der über IR-Datenübertragung mit dem Helm verbunden ist. Ein weiterer Akku
wird in einer Gürteltragetasche mitgeführt.
Der elektronische Spürhund (2) ergänzt
die Rundum-Sensoren des Kampfhelmes durch ein Minensuchgerät und Geruchssensoren,
die es ermöglichen sollen, die Spuren eines bestimmten Terroristen zu verfolgen
und ihn auch in einer Menschengruppe zu identifizieren. So soll es auch möglich
sein, Terroristen bis in Dörfer oder Städte zu verfolgen und sie dort zu identifizieren.
Das Gewicht des elektronischen Spürhundes beträgt nicht mehr als 1,5 kg. Er ist
wasser- und stoßfest. Die Teleskopstange ist einschiebbar. Dann kann der elektronische
Spürhund in einer Tragetasche am Gürtel verstaut werden.
Über das Helmvisier erfolgt auch die Zielauffassung der Gewehrgranaten
(3). Der UN-Luftsturmsoldat führt in einem Rucksack
vier Gewehrgranaten mit, die bis etwa 1.000 m Entfernung Ziele vernichten können.
Als weitere Variante der Zielsuche ist ein autonomer IR-Zielsuchkopf zuschaltbar
(fire and forget).