Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen,
die nicht nur eine hervorragende Tritium-Emissionsleistung und hervorragende Quellhemmungseigenschaften
aufweisen, sondern auch hervorragende Aufprallfestigkeit und Wärmeübertragungseigenschaften.
Die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Berylliummetall-Kügelchen
können vorteilhaft für Neutronenmoderatoren und -reflektoren sowie auch für Neutronen-Multiplier-Materialien
von Kernfusions-Brutmänteln und weiters für Raumfahrts-Konstruktionsmaterialien
und dergleichen verwendet werden.
STAND DER TECHNIK
Es ist hervorgehoben worden, dass Berylliummetall-Kügelchen (kugelartiges
Berylliummetall) als Neutronen-Multiplier-Material in einem Kernfusions-Brutmantel
verwendet werden.
Der Grund dafür liegt darin; dass, obwohl die Bildung eines Tritiums
ein Neutron erfordert, die Kollision zwischen einem Neutron und Berylliummetall
das Entstehen zweier Neutronen verursacht. Die Verwendung von Berylliummetall-Kügelchen
als Mantelmaterial ermöglicht daher eine effektive Vervielfachung von Tritium, was
wiederum eine vorteilhafte Verbesserung des Kernfusions-Brennstoffzyklus erwarten
lässt.
Berylliummetall-Kügelchen sind auch für Neutronenmoderatoren und -reflektoren
in einem Kernfusions-Brutmantel nützlich.
Weiters wird von solchen Berylliummetallkügelchen auch die Verwendung
in Raumfahrts-Konstruktionsmaterialien und dergleichen erwartet, indem ihre Merkmale
eines geringen Gewichts und eines hohen Schmelzpunkts ausgenützt werden.
Als Verfahren zur Herstellung solcher Berylliummetall-Kügelchen ist
ein Verfahren bekannt, in dem Berylliumfluorid durch Magnesium reduziert wird (im
Nachstehenden als „Magnesium-Reduktionsverfahren" bezeichnet).
Das Magnesium-Reduktionsverfahren, das in den USA und anderen Ländern
als Verfahren zur industriellen Extraktion von Berylliummetall entwickelt wurde,
besteht darin, durch Anwendung der folgenden Reaktionsformel kugelartiges Berylliummetall
herzustellen:
BeF2 + Mg → Be + MgF2
Beim oben erwähnten Magnesium-Reduktionsverfahren wird in der Berylliumfluorid-Lösung
kugelartiges Berylliummetall gebildet, das dann durch Dichtesortierung auf der flüssigen
Oberfläche des geschmolzenem Berylliumfluorid aufschwimmt. Die so erhaltenen Berylliummetall-Kügelchen
weisen jeweils einen Teilchendurchmesser von nicht weniger als 5 mm auf, wodurch
die Ausbeute an Berylliummetall-Kügelchen mit einem kleinen Teilchendurchmesser
von weniger als 5 mm, der für die Verwendung in einem nuklearen Multiplikationsmaterial
des Kernfusions-Brutmantels ermittelt worden ist, wesentlich verringert wird.
Abgesehen davon sind die durch das Magnesium-Reduktionsverfahren erzeugten
Berylliummetall-Kügelchen Zwischenprodukte, die erhalten werden, wenn Berylliummetall
industriell extrahiert wird, wobei jedes Kügelchen verschiedene Arten von Verunreinigungen
enthält. Insbesondere schließen sie Fluor, Magnesium und dergleichen in großen Mengen
als flüchtige Verunreinigungen ein, die möglicherweise das Entstehen von korrodierenden
Gasen verursachen. Darüber hinaus ist die Form der Kügelchen keineswegs kugelförmig,
wodurch die Packungsdichte in der eigentlichen Vorrichtung verringert wird, was
eine zufrieden stellende Neutronen-Multiplikationsleistung unmöglich macht.
Dementsprechend wurde vor kurzem ein neues Verfahren, genannt Rotationselektrodenverfahren
(japanische Patentveröffentlichungsschrift Nr. 3-226508, japanische Patentveröffentlichungsschrift
Nr. 6-228674), entwickelt, um die oben erwähnten Probleme beim Magensium-Reduktionsverfahren
zu lösen.
Das Rotationselektrodenverfahren umfasst folgende Schritte: das Erzeugen
eines Lichtbogens oder eines Plasmas zwischen einer Plasma-löslichen Elektrode und
einer selbstverzehrenden, zylindrischen, säulenartigen Berylliummetall-Elektrode,
die beide in einem mit Inertgas gefülltem geschlossenen Behälter angeordnet sind,
um dadurch das vordere Ende der selbstverzehrenden Elektrode aufgrund der durch
obigen Lichtbogen oder Plasma erzeugten Wärme zu schmelzen, während aufgrund der
durch die die Rotation der selbstverzehrenden Elektrode verursachten Zentrifugalkraft
Beryllium-Tröpfchen weggeschleudert werden, die in der Inertgas-Atmosphäre verfestigt
werden und somit kugelförmige Beryllium-Kügelchen bereitgestellt werden.
Die durch obiges Verfahren erhaltenen Beryllium-Kügelchen besitzen
verschiedene Vorteile, nämlich dass ihr Teilchendurchmesser nicht nur kleiner und
einheitlicher ist, sondern sie im Vergleich zu durch das Magnesium-Reduktionsverfahren
ausgebildeten Kügelchen auch reiner, stärker kugelförmig und geringer in der Oberflächenrauheit
sind.
Diese Berylliummetall-Kügelchen dienen effektiv als Neutronen-Multiplikationselement,
wie oben beschrieben wurde. Die Abstrahlung der Neutronen auf das Berylliummetall
verursacht jedoch die Entstehung von Helium, das anschließend im Kristall kondensiert,
wodurch eine Volumensausdehnung, genannt „Quellen", stattfindet.
Durch diese Volumsausdehnung werden die Berylliummetall-Kügelchen
rissig oder zerbrechen, wodurch der Widerstand gegen externe Belastung, Wärmeleitfähigkeit
und dergleichen häufig verringert wird.
Die durch das oben erwähnte Rotationselektrodenverfahren erhaltenen
Beryllium-Kügelchen weisen im Vergleich zu den durch das Magnesium-Reduktionsverfahren
ausgebildeten eine hervorragende Quellhemmungseigenschaft auf. Es ist jedoch immer
noch schwer zu sagen, ob die Quellhemmungseigenschaft ausreicht.
Um obiges Problem zu lösen, haben die Erfinder eine Technologie entwickelt,
um eine Volumsausdehnung der Kügelchen durch Speichern von Helium in einer in den
Berylliummetall-Kügelchen angeordneten Fehlstelle zu verhindern, wie in der japanischen
Patentoffenlegungsschrift Nr. 6-228673 offenbart ist.
Das oben erwähnte Verfahren verhindert effektiv das Auftreten von
Quellung. Das im Beryllium erzeugte Tritium wird jedoch auch in der Fehlstelle des
Kügelchens gespeichert, wodurch notwendigerweise die Tritiumemissionsmenge verringert
wird.
Andererseits ist es in jüngster Zeit zum Ziel geworden, die Speichermenge
des im Beryllium vorkommenden Tritiums zu senken, d.h. die Tritiumemissionsleistung
zu verbessern.
Abgesehen davon wird die Verwendung der Berylliummetall-Kügelchen
für Raumfahrts-Konstruktionsmaterialien und dergleichen erwartet, indem deren Merkmale
eines geringen Gewichts und eines hohen Schmelzpunkts ausgenutzt werden. Eine derartige
Verwendung macht Aufprall- und Wärmeübertragungseigenschaften erforderlich, wobei
das Problem besteht, dass die Werte dieser Eigenschaften bei herkömmlichen Berylliummetall-Kügelchen
nicht ausreichend sind.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung dient dazu, die obigen Anforderungen zu erfüllen. Es
ist daher ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren für die Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen
bereitzustellen, die das Auftreten von Quellung verhindern können und auch die Tritium-Emissionsleistung
effektiv verbessern sowie hervorragende Aufprallfestigkeits- und Wärmeübertragungseigenschaften
aufweisen.
Im Nachstehenden werden hierin Details der Entwicklung beschrieben,
die zur vorliegenden Erfindung geführt hat.
Die Erfinder haben sorgfältige Untersuchungen in Bezug auf den Tritium-Emissionsmechanismus
und den Quellungsmechanismus bei Berylliummetall-Kügelchen durchgeführt und sind
der unten erläuterten neuartigen Erkenntnis gekommen.
Tritium kommt in den Berylliummetall-Kügelchen aufgrund der Bestrahlung
von Neutronen vor. Die Tritiumemission von der Oberfläche der Berylliummetall-Kügelchen
erfordert, dass diese durch Diffusion vom Inneren des Kristallkorns an die Oberfläche
der Kügelchen bewegt werden. Die Diffusion geht im Allgemeinen an den Kristallkorngrenzen
gleichmäßiger vor sich als im Kristallkorn selbst. Um die Tritium-Emissionsleistung
zu verbessern, wäre daher eine Erhöhung der Anzahl an Kristallkorngrenzen, d. h.
eine Verkleinerung des Kristallkorndurchmessers, äußerst effektiv.
Der mittlere Kristallkorndurchmesser der durch das Rotationselektrodenverfahren
unter Bedingungen, die vom normalen Verfahren abhängen, hergestellten Berylliummetall-Kügelchen
beträgt normalerweise etwa 0,6 bis 0,8 mm. Daher würde eine weitere Verringerung
des Kristallkorndurchmessers und eine weitere Erhöhung der Anzahl an Kristallkorngrenzen
in einer Verbesserung der Tritium-Emissionsleistung resultieren.
Andererseits wirkt die Kristallkorngrenze als Ausgangspunkt, an dem
sich durch die Neutronen-Bestrahlung erzeugtes Helium in Form von Blasen sammelt.
Eine Erhöhung der Anzahl an Kristallkorngrenzen würde daher möglicherweise zu einer
stärkeren Quellung führen. Dadurch wäre eine Verringerung des Kristallkorndurchmessers
vom Standpunkt der Quellhemmungseigenschaft nicht bevorzugt.
Die Erfinder haben auch herausgefunden, dass Quellen mit Verunreinigungen,
insbesondere Einschlüssen auf Eisen-Basis (Be11Fe und dergleichen) in
den Kügelchen, als Ausgangspunkte auftritt.
Die Erfinder sind als Ergebnis der Untersuchungen, um die oben erwähnten
ambivalenten Probleme zu lösen, zu der Erkenntnis gekommen, dass durch ein Begrenzen
nicht nur des Teilchendurchmessers und des mittleren Kristallkorndurchmessers der
Berylliummetall-Kügelchen, sondern auch der Verunreinigungen, insbesondere des Fe-Gehalts
in einem spezifizierten Bereich, vorteilhaft die Tritium-Emissionsleistung wirksam
verbessert wird, ohne dass es zu Quellung kommt.
Anders gesagt haben die obigen Untersuchungen gezeigt, dass, wenn
der Teilchendurchmesser der Berylliummetall-Kügelchen in einem Bereich von 0,1 bis
1,8 mm und der mittlere Kristallkorndurchmesser in einem Bereich von 0,05 bis 0,06
mm gehalten wurde, die Tritium-Emissionleistung effektiv verbessert werden konnte,
ohne dass es zu Quellung kam, und zudem die Aufprallfestigkeit und die Wärmeübertragungseigenschaften
verbessert werden konnten.
Die Erfinder haben die Untersuchungen daher fortgesetzt, um ein Verfahren
zur reproduzierbaren Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen zu finden, in dem
der Teilchendurchmesser und der mittlere Kristallkorndurchmesser innerhalb der oben
erwähnten Bereiche liegen.
Die Erfinder kamen zu dem Ergebnis, dass die Berylliummetall-Kügelchen
mit der erwünschten Struktur ausgebildet werden können, indem die Produktionsbedingungen
des Rotationselektrodenverfahrens auf spezifizierte Bereiche eingegrenzt werden.
Zudem hat sich herausgestellt, dass, obwohl die oben erwähnten Produktionsbedingungen
eher rau waren, das Einschließen einer sehr kleinen Menge an Fe in das Berylliummaterial
als Rohmaterial zu wesentlich schonenderen Herstellungsbedingungen führt.
Das heißt, die Erfinder haben folgende Erkenntnis gewonnen:
(1) Wie oben beschrieben wurde, bildet Fe Einschlüsse auf Eisen-Basis (Be11Fe
und dergleichen), wenn es in großen Mengen in den Kügelchen eingeschlossen ist,
wodurch Heliumatome mit den Einschlüssen auf Eisen-Basis als Ausgangspunkte angesammelt
werden, das wiederum das Auftreten von Quellung beschleunigt. Dies kann jedoch verhindert
werden, wenn der Fe-Gehalt so gesteuert wird, dass er nicht mehr als 0,04 Gew.-%
ausmacht.
(2) Die Einschlüsse auf Eisen-Basis wirken effektiv als Kristallkeime, wenn
Berylliummetall-Kügelchen hergestellt werden. Das Heranziehen der Wirkung solcher
Einschlüsse auf Fe-Basis ermöglicht ein effektives Abgrenzen der Kristallkörner,
wodurch die Herstellungsbedingungen gelockert werden.
Die Erfindung beruht auf der oben erwähnten Erkenntnis.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen durch Erzeugung eines Lichtbogens
zwischen einer Plasma-löslichen Elektrode und einer selbstverzehrenden, zylindrischen,
säulenartigen Elektrode aus metallischem Beryllium bereitgestellt, die beide in
einem geschlossenen Behälter angeordnet sind, der mit einem Inertgas als Atmosphäre
gefüllt ist, während die selbstverzehrende Elektrode rotiert wird, um dadurch die
selbstverzehrende Elektrode zu schmelzen und aufgrund von Zentrifugalkraft Tröpfchen
wegzuschleudern, worin das Verfahren unter folgenden Bedingungen durchgeführt wird:
Atmosphären-Gasdruck im geschlossenen Behälter: 706 kPa bis 1,53 MPa (5.300 bis
11.500 Torr); Lichtbogenstrom: 100 bis 200 A, Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der
selbstverzehrenden Elektrode: 4 bis 1.000 m/s, wodurch Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser im Bereich von 0,1 bis 1,8 mm und einem mittleren
Kristallkorndurchmesser von 0,05 bis 0,6 mm bereitgestellt werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen durch Erzeugung eines Lichtbogens
zwischen einer Plasma-löslichen Elektrode und einer selbstverzehrenden, zylindrischen,
säulenartigen Elektrode aus metallischem Beryllium bereitgestellt, die beide in
einem geschlossenen Behälter angeordnet sind, der mit einem Inertgas als Atmosphäre
gefüllt ist, während die selbstverzehrende Elektrode rotiert wird, um dadurch die
selbstverzehrende Elektrode zu schmelzen und aufgrund von Zentrifugalkraft Tröpfchen
wegzuschleudern, worin die selbstverzehrende Elektrode aus metallischem Beryllium
einen Fe-Gehalt von 0,01 bis 0,04 Gew.-% aufweist und worin das Verfahren unter
folgenden Bedingungen durchgeführt wird: Atmosphären-Gasdruck im geschlossenen Behälter:
307 kPa bis 1,53 MPa (2.300 bis 11.500 Torr); Lichtbogenstrom: 100 bis 200 A, Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
der selbstverzehrenden Elektrode: 4 bis 1.000 m/s, wodurch Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser im Bereich von 0,1 bis 1,8 mm und einem mittleren
Kristallkorndurchmesser von 0,05 bis 0,6 mm bereitgestellt werden.
Im oben erwähnten ersten und zweiten Aspekt der Erfindung ist vorzugsweise
die Beziehung 0,3D ≤ d ≤ 0,8 D erfüllt, wobei der Teilchendurchmesser der
Berylliummetall-Kügelchen durch D (mm) und der mittlere Kristallkorndurchmesser
durch d (mm) dargestellt ist.
Die Erfindung wird hierin nachstehend im Detail beschrieben.
Als Erstes wird der Grund erläutert, warum die oben erwähnten Bereiche
für den mittleren Kristallkorndurchmesser (d) und den Teilchendurchmesser (D) sowie
das Durchmesserverhältnis d/D angenommen wurden.
Mittlerer Kristallkorndurchmesser: 0,05 bis 0,6 mm
Wenn der mittlere Kristallkorndurchmesser der Berylliummetall-Kügelchen
weniger als 0,05 mm beträgt, ist die Anzahl der Kristallkorngrenzen so groß, dass
das Auftreten von Quellung nicht vollständig verhindert werden kann, während bei
einem Kristallkorndurchmesser von über 0,6 mm die Anzahl der Kristallkorngrenzen
so gering ist, dass keine effektive Tritiumemission erwartet werden kann. Es hat
sich herausgestellt, dass es von großem Vorteil ist, den mittleren Kristalkorndurchmesser
innerhalb von 0,05 bis 0,6 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,2 bis 0,5 mm, zu halten.
1 zeigt die Tritium-Emissionsleistung
und die Quellhemmungseingeschaft unter derselben Bedingung wie bei der später beschriebenen
Ausführungsform, wenn Berylliummetall-Kügelchen verwendet werden, deren Korndurchmesser
(D) im bevorzugten Bereich von 0,5 bis 1,0 mm liegt und deren mittlerer Kristallkorndurchmesser
(d) verändert wird.
Die Tritium-Emissionleistung ist zufrieden stellend, wenn der Diffusionskoeffizient
von Tritium im Berylliummetall-Kügelchen nicht unter 1,0 × 10–11
cm2/s liegt, während die Quellhemmungseigenschaft einen zufrieden stellenden
Wert erreicht, wenn das auftretende Quellausmaß nicht mehr als 6 Vol.-% beträgt.
Wie aus 1 hervorgeht, waren die Tritium-Emissionsleistung
und die Quellhemmungseigenschaft zufrieden stellend, wenn der mittlere Kristallkorndurchmesser
(d) im Bereich von 0,05 und 0,6 mm liegt.
Kristallkorndurchmesser: 0,1 bis 1,8 mm
Bei der Erfindung ist der Teilchendurchmesser aus dem Grund auf einen
Bereich von 0,1 bis 1,8 mm beschränkt, da es bei einem Teilchendurchmesser von weniger
als 0,1 mm schwierig ist, einen mittleren Kristallkorndurchmesser von nicht mehr
als 0,05 mm sicherzustellen, während bei mehr als 1,8 mm die Packungsdichte der
Kügelchen verringert wird, wodurch wiederum die Neutronen-Multiplikationsleistung
und somit die Tritium-Emissionsleistung gesenkt wird. Dieser Teilchendurchmesser
bewegt sich vorzugsweise von 0,2 bis 1,5 mm.
Darüber hinaus kann der Teilchendurchmesser durch Steuern der Rotationsgeschwindigkeit
und des Durchmessers der selbstverzehrenden Elektrode, des Lichtbogenstroms zwischen
den beiden Elektroden und dergleichen angepasst werden.
2 zeigt weiters, in Bezug auf das Verhältnis
D/d, die auf dieselbe Art und Weise wie in 1 erhaltene
Tritium-Emissionleistung und Quellhemmungseigenschaft, wobei Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser (D) von 0,1 bis 1,5 mm und einem mittleren Kristallkorndurchmesser
(d) von 0,05 bis 0,6 mm verwendet werden.
D/d: 0,3 bis 0,8
2 veranschaulicht, in Bezug auf das Verhältnis
D/d, die Ergebnisse der auf dieselbe Art und Weise wie in 1
erhaltenen Tritium-Emissionleistung und Quellhemmungseigenschaft, wobei Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser (D) von 0,1 bis 1,5 mm und einem mittleren Kristallkorndurchmesser
(d) von 0,05 bis 0,6 mm verwendet werden.
Wie in 2 ersichtlich ist, waren die Tritium-Emissionsleistung
und die Quellhemmungseigenschaft bei einem D/d-Verhältnis in einem Bereich von 0,3
bis 0,8 besonders hervorragend.
Als Nächstes werden genauere Produktionsbedingungen beschrieben, um
die oben erwähnten bevorzugten Berylliummetall-Kügelchen zu erhalten.
Die Erfinder haben als Ergebnis der Untersuchungen herausgefunden,
dass der Gasdruck der Atmosphäre, der Lichtbogenstrom und die Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
der selbstverzehrenden Elektrode im Rotationselektrodenverfahren besonders wichtig
sind, um den mittleren Kristallkorndurchmesser und den Teilchendurchmesser der Berylliummetall-Kügelchen
zu steuern, und dass ein geeignetes Einstellen dieser Parameter ein Steuern der
mittleren Kristallkorngrenze und des Teilchendurchmessers ermöglicht.
Das heißt, Folgendes wurde zum ersten Mal klargestellt:
(1) Ein Erhöhen des Gasdrucks in der Inertgas-Atmosphäre führt zu einer verbesserten
Wärmeabsorptionsfähigkeit, wodurch die Verfestigungsrate der Beryllium-Tröpfchen
erhöht wird und die Kristallkörner abgegrenzt werden.
(2) Wenn der Lichtbogenstrom zwischen beiden Elektroden in einem möglichen Ausmaß
gehalten wird, innerhalb dem die Bearbeitbarkeit nicht beeinträchtigt wird, und
die Anfangstemperatur der zu erzeugenden Beryllium-Tröpfchen verringert wird, kann
die Verfestigungs-Fertigungszeit verkürzt werden, wodurch ein Definieren der Kristallkörner
hervorgerufen wird.
(3) Wenn die Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden Elektrode, die auf
Basis der Rotationsgeschwindigkeit und deren Durchmesser ermittelt wird, der Lichtbogenstrom
zwischen beiden Elektroden und andere ähnliche Verfahrensbedingungen gesteuert werden,
kann auch der Teilchendurchmesser vorteilhaft gesteuert werden.
Im Einklang mit obiger Erkenntnis und obigen Ergebnissen haben die
Erfinder sorgfältige Untersuchungen durchgeführt, um den erwünschten mittleren Kristallkorndurchmesser
und Teilchendurchmesser zu erhalten. Die Erfinder kamen zu dem Ergebnis, dass oben
angeführte Probleme vorteilhaft gelöst werden können, indem der Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre
bei 706 kPa bis 1,53 MPa (5300 bis 11500 Torr), der Lichtbogenstrom
zwischen beiden Elektroden bei 100 bis 200 A und die Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
der selbstverzehrenden Elektrode bei 4 bis 100 m/s gehalten wird.
In diesem Zusammenhang sind die Gründe, den Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre,
den Lichtbogenstrom zwischen den beiden Elektroden und die Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
der selbstverzehrenden Elektrode auf den oben erwähnten Bereich. zu begrenzen, Folgende:
– Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre: 706 kPa bis 1,53
MPa (5300 bis 11500 Torr)
Wenn der Gasdruck unter 706 kPa (5300 Torr) liegt, können die Kristallkörner
nicht ausreichen definiert werden, während bei mehr als 11500 Torr die Rotationselektrode
nur sehr schwer geschmolzen werden kann. Dementsprechend wird der Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre
auf einen Bereich von 706 kPa bis 1,53 MPa (5300 bis 11500 Torr), vorzugsweise auf
einen Bereich von 1,01 bis 1,53 MPa (7600 bis 11500 Torr), beschränkt.
– Lichtbogenstrom: 100 bis 200 A
Wenn der Lichtbogenstrom weniger als 100 A beträgt, lässt sich die
Rotationselektrode nur schwer schmelzen, während bei mehr als 200 A die Temperatur
des Beryllium-Lösemittels so hoch ist, dass die Kristallkörner unzureichend ausgebildet
werden. Dementsprechend wird der Lichtbogenstrom zwischen den beiden Elektroden
innerhalb des Bereichs von 100 bis 200 A, vorzugsweise innerhalb des Bereichs von
100 bis 150 A, gehalten.
– Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden
Elektrode: 4 bis 1000 m/s
Wenn die Rotations-Umfangsgeschwindigkeit bei weniger als 4 m/s liegt,
lassen sich nur schwer grobe Körner mit einer zufrieden stellenden Gestalt herstellen,
während bei mehr als 1000 m/s feine Körner mit einer zufrieden stellenden Gestalt
schwer herstellbar sind. Dementsprechend wird die Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
auf einen Bereich von 4 bis 1000 m/s beschränkt.
Zudem sind dieser Parameter beim herkömmlichen Rotationselektrodenverfahren
normalerweise auf einen Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre von 101 bis 307 kPa (760
bis 2300 Torr), einen Lichtbogenstrom zwischen beiden Elektroden von 150 bis 250
A und eine Rotations-Umfangsgeschwindigkeit von 4 bis 100 m/s festgelegt. Der unter
diesen Bedingungen erhaltene mittlere Kristalkorndurchmesser beträgt etwa 0,6 bis
0,8 mm und der Teilchendurchmesser etwa 0,1 bis 1,8 mm.
Die Erfinder haben darüber hinaus auf Basis ihrer Untersuchungen herausgefunden,
dass der Einschluss von großen Mengen an Fe in den Kügelchen zum Ansammeln von Heliumatomen
an den Einschlüssen auf Eisen-Basis (Be11Fe und dergleichen) als Ausgangspunkte
führt, was wiederum das Auftreten von Quellung beschleunigt, während die Einschlüsse
auf Eisen-Basis effektiv als kristalline Nuclei bei der Herstellung der Berylliummetall-Kügelchen
dienen. Die Verwendung dieses Vorgangs ermöglicht daher ein wirksames Definieren
der Kristallkörner.
Weitere Untersuchungen wurden durchgeführt, um die zulässige Fe-Menge
vom Standpunkt der Quellhemmungseigenschaft zu ermitteln. Es hat sich herausgestellt,
dass bei einem Fe-Gehalt von weniger als 0,04 Gew.-% das Auftreten von Quellung
effektiv gesteuert werden kann.
Andererseits hat die Untersuchung hinsichtlich des Definierens der
Kristallkörner gezeigt, dass der Einschluss von zumindest 0,01 Gew.-% Fe erforderlich
ist.
Anders gesagt, es hat sich herausgestellt, dass, wenn der Fe-Gehalt
innerhalb eines Bereichs von 0,01 bis 0,04 Gew.-% gehalten wird, das Ausbilden der
Kristallkörner wirksam beschleunigt werden kann, ohne dass das Auftreten von Quellung
vorangetrieben wird. Die Bedingungen zum Erhalten des mittleren Kristallkorndurchmessers
und des Teilchendurchmessers, die in die oben erwähnten vorbestimmten Bereich fallen,
können beim Gasdruck der Inertgas-Atmosphäre auf 307 kPa bis 1,53 MPa (2300 bis
11500 Torr) und beim Lichtbogenstrom der beiden Elektroden auf 100 bis 250 A ausgeweitet
werden.
Eine deutliche Lockerung der Produktionsbedingungen auf diese Art
und Weise ist natürlich für die industrielle Herstellung der Berylliummetall-Kügelchen
äußerst wichtig.
KURZBESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN
1 ist eine graphische Darstellung, die
den Einfluss des mittleren Kristallkorndurchmessers (d) eines Berylliummetall-Kügelchens
auf die Tritium-Emissionsleistung und die Quellhemmungseigenschaft veranschaulicht.
2 ist eine graphische Darstellung, die
die Beziehung zwischen dem Verhältnis d/D des mittleren Kristallkorndurchmessers
(d) zum Teilchendurchmesser (D) und der Tritium-Emissionsleistung und der Quellhemmungseigenschaft
veranschaulicht.
3 ist eine schematische Darstellung einer
bevorzugten Rotationselektrodenvorrichtung, die vorzugsweise für die Herstellung
von Berylliummetall-Kügelchen verwendet werden kann.
BESTE DURCHFÜHRUNGSART DER ERFINDUNG
In 3 wird schematisch eine Rotationselektrodenvorrichtung
veranschaulicht, die zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen verwendet worden
ist. In 3 kennzeichnet die Verweiszahl 1 einen
geschlossenen Behälter, 2 eine selbstverzehrende zylindrische Elektrode
aus Berylliummetall, 3 eine Lichtbogen-lösliche Elektrode oder eine Plasma-lösliche
Elektrode aus wassergekühltem Wolfram, 4 ein Loch zum Einführen eines Inertgases
wie Helium, Argon und dergleichen, 5 ein Abgasloch des Inertgases und
6 eine Rotationsantriebsvorrichtung der selbstverzehrenden zylindrischen
Elektrode.
Die selbstverzehrenden Elektrode besteht aus Berylliummetall mit einem
Fe-Gehalt von 0,08 Gew.-%.
Bei der in 3 dargestellten Vorrichtung
wird das Inertgas in den geschlossenen Behälter 1 eingefüllt, und dann
wird ein Lichtbogen oder ein Plasma zwischen der Lichtbogen-löslichen Elektrode
oder der Plasma-löslichen Elektrode und der selbstverzehrenden zylindrischen Elektrode
aus Berylliummetall erzeugt, wodurch ein vorderes Ende der selbstverzehrenden Elektrode
geschmolzen wird, während Berylliummetall-Tröpfchen aufgrund der durch die Rotation
der selbstverzehrenden Elektrode erzeugten Zentrifugalkraft weggeschleudert werden,
so dass sich die weggeschleuderten Tröpfchen rasch verfestigen, was in der Herstellung
kugelartigen Berylliummetalls resultiert.
Wie oben beschrieben wurde, wird dabei der Stromwert zwischen den
beiden Elektroden gesteuert, wodurch die Temperatur der am vorderen Ende der selbstverzehrenden
Elektrode geschmolzenen Beryllium-Tröpfchen gerade- über dem Schmelzpunkt liegt
und zudem der Druck der Inertgas-Atmosphäre erhöht wird, um dadurch die Wärmeabsorptionsleistung
zu verbessern. Dies beschleunigt die Verfestigungsgeschwindigkeit der Beryllium-Tröpfchen,
wodurch der Teilchendurchmesser der Berylliummetall-Kügelchen verringert wird.
Ausführungsform 1
Anhand der oben erwähnten Rotationselektrodenvorrichtung wurden Berylliummetall-Kügelchen
unter den folgenden Bedingungen hergestellt:
– Gasdruck der Atmosphäre: 1,28 MPa (9600 Torr)
– Lichtbogenstrom: 150 A
– Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden Elektrode: 6,0
m/s
Die durch die Erfindung (Erfindungsbeispiel) erhaltenen Berylliummetall-Kügelchen
wiesen einen Teilchendurchmesser von 1,0 mm, einen mittleren Kristallkorndurchmesser
von 0,4 mm und einen Fe-Gehalt von 0,075 Gew.-% auf.
Zu Vergleichszwecken werden untenstehend herkömmliche Bedingungen
gezeigt:
– Gasdruck der Atmosphäre: 107 kPa (800 Torr)
– Lichtbogenstrom: 200 A
– Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden Elektrode: 6,0
m/s
Die unter herkömmlichen Bedingungen (Vegleichsbeispiel) hergestellten
Berylliummetall-Kügelchen wiesen einen Teilchendurchmesser von 1,0 mm, einen mittleren
Kristallkorndurchmesser von 0,7 mm und einen Fe-Gehalt von 0,075 Gew.-% auf.
Die zwei somit erhaltenen Arten von Berylliummetall-Kügelchen wurden
gleichzeitig jeweils einer Neutronenbestrahlung (Menge an schneller Neutronenbestrahlung:
etwa 1 × 1020 n/cm2, Bestrahlungstemperatur: 200°C)
sowie einem Tritium-Heiz- und -Emissionstest (Heiztemperatur: 600°C) unterzogen.
Als Nächstes wurde der Tritium-Diffusionskoeffizient in den Berylliummetall-Kügelchen
auf Basis der erhaltenen Tritium-Emissionsmengen berechnet. Es hat sich herausgestellt,
dass der Tritium-Diffusionskoeffizient gemäß der Erfindung bei 2,0 × 10–11
cm2/s lag, während der des Vergleichsbeispiels 0,7 × 10–11
cm2/s betrug.
Dies zeigt, dass die Tritium-Diffusionsemission im Berylliummetall
wesentlich von der Menge an Kristallkorngrenzen abhängt und dass die Berylliummetall-Kügelchen,
die gemäß der Erfindung eine große Menge an Kristallkorngrenzen aufwiesen, eine
bessere Tritium-Emissionsleistung besaßen.
Als Nächstes wurden die beiden Arten von Berylliummetall-Kügelchen
einer Neutronenbestrahlung unter derselben Bedingung und dann einer Wärmebehandlung
bei 800°C und 1 h in Argon-Atmosphäre unterzogen, um die Quellung zu evaluieren.
Die Quellung der Berylliummetalls betrug 2 bis 4 Vol.-% bei beiden
Erfindungsbeispielen und 1 bis 2 Vol.-% beim Vergleichsbeispiel,
wobei beide Ergebnisse zufrieden stellend waren.
Die Quellung des Berylliummetalls, das durch die herkömmliche Magnesium-Reduktionsmethode
hergestellt worden war, lag übrigens bei 8 bis 12 Vol.-%.
Ausführungsform 2
Als Nächstes wurden Beryllium-Kügelchen durch Verwendung der selbstverzehrenden
Beryllium-Elektrode mit einem Fe-Gehalt von 0,03 Gew.-% unter folgenden Bedingungen
hergestellt:
– Gasdruck der Atmosphäre: 507 kPa (3800 Torr)
– Lichtbogenstrom: 200 A
– Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden Elektrode: 6,0
m/s
Die erhaltenen Berylliummetall-Kügelchen (Erfindungsbeispiel) wiesen
einen Teilchendurchmesser von 1,0 mm, einen mittleren Kristallkorndurchmesser von
0,5 mm und einen Fe-Gehalt von 0,03 Gew.-% auf.
Der erhaltene Diffusionskoeffizient der Berylliummetall-Kügelchen
lag bei 1,8 × 10–11, cm2/s, wobei die Tritium-Emissionsleistung
zufrieden stellend war.
Auch die Quellhemmungseigenschaft brachte mit 0 bis 2 Vol.-% zufrieden
stellende Ergebnisse.
Zudem wird empfohlen, Berylliummetall mit hoher Reinheit, das unter
Anwendung des Vakuumschmelz-Vakuumgießverfahrens hergestellt worden ist, als selbstverzehrende
Elektrode zu verwenden, um Berylliummetall-Kügelchen mit einem geringeren Fe-Gehalt
auszubilden.
Ausführungsform 3
Beryllium-Kügelchen wurden durch Verwendung der selbstverzehrenden
Beryllium-Elektrode mit einem Fe-Gehalt von 0,03 Gew.-% unter folgenden Bedingungen
wie bei der Ausführungsform 2 hergestellt:
– Gasdruck der Atmosphäre: 1,53 MPa (11500 Torr)
– Lichtbogenstrom: 150 A
– Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der selbstverzehrenden Elektrode: 6,0
m/s
Die erhaltenen Berylliummetall-Kügelchen (Erfindungsbeispiel) wiesen
einen Teilchendurchmesser von 1,0 mm, einen mittleren Kristallkorndurchmesser von
0,5 mm und einen Fe-Gehalt von 0,03 Gew.-% auf.
Der erhaltene Diffusionskoeffizient der Berylliummetall-Kügelchen
lag bei 2,3 × 10–11 cm2/s, wobei die Tritium-Emissionsleistung
zufrieden stellend war.
Auch die Quellhemmungseigenschaft brachte mit 0 bis 2 Vol.-% zufrieden
stellende Ergebnisse.
Für die Berylliummetall-Kügelchen gemäß der Erfindung mit einem Teilchendurchmesser
von 1,0 mm und einem mittleren Kristallkorndurchmesser von 0,4 mm wurde eine Aufprall-Festigkeit
von 11 bis 15 kp ermittelt, während die Aufprall-Festigkeit beim Vergleichsbeispiel
(Teilchendurchmesser: 1,0 mm, mittlerer Kristallkorndurchmesser: 0,4 mm) 7 bis 12
kp betrug. Dies zeigt, dass die Berylliummetall-Kügelchen gemäß der Erfindung eine
bessere Aufprall-Festigkeit als die des Vergleichsbeispiels aufwiesen.
Zudem verringert die aufgrund der Neutronenbestrahlung auftretende
Quellung die Wärmeleitfähigkeit. Die Erfinder haben daher die Wärmeleitfähigkeit
für die Proben an Neutronen-bestrahltem Berylliummetall ermittelt, die Quellung
aufwiesen, um das Ausmaß der durch die Quellung verursachten Verschlechterung der
Wärmeleitfähigkeit zu bestimmen.
Heißgepresstes Berylliummetall mit einem mittleren Kristallkorndurchmesser
von etwa 0,01 mm wurde als Probe verwendet. In Tabelle 1 ist das Ergebnis der Wärmeleitfähigkeitsmessungen
bei Raumtemperatur, 400°C und 600°C für die Berylliummetall-Proben angeführt,
die bereits einer Neutronenbestrahlung von 100 % T. D., wobei es zu keiner Quellung
kam, von 80 % und 60 % T. D., wobei es zu Quellung kam, unterzogen worden waren.
Die obigen Ergebnisse zeigen offensichtlich, dass die Wärmeleitfähigkeit
von Beryllium, das bereits einer Neutronenbestrahlung unterzogen worden ist, durch
die Quellung deutlich abnimmt, und weisen darauf hin, dass es wichtig ist, die Quellung
der Berylliummetall-Kügelchen, die als Neutronen-Multiplikationsmaterial verwendet
werden, zu steuern.
GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
Gemäß der Erfindung kann das Auftreten von Quellung effektiv gesteuert
werden, wodurch eine Verschlechterung des Widerstands gegen externe Belastung, der
Wärmeleitfähigkeit und dergleichen der Berylliummetall-Kügelchen, die als Neutronen-Multiplikationsmaterial
des Kernfusions-Brutmantels verwendet werden, vorteilhaft verhindert werden kann
und zudem die Tritium-Emissionsleistung und die Sammeleffizienz des Tritiums als
Kernfusionsreaktorbrennstoff verbessert werden kann.
Weiters weisen die Berylliummetall-Kügelchen der Erfindung eine so
hervorragende Aufprall-Festigkeit und Wärmeübertragungeigenschaft auf, dass sie
nicht nur als Neutronen-Multiplikationsmaterial im Kernfusions-Brutmantel, sondern
auch als Neutronen-Moderator und -Reflektor geeignet sind.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen durch Erzeugung
eines Lichtbogens zwischen einer Plasma-löslichen Elektrode und einer selbstverzehrenden,
zylindrischen, säulenartigen Elektrode aus metallischem Beryllium, die beide in
einem geschlossenen Behälter angeordnet sind, der mit einem Inertgas als Atmosphäre
gefüllt ist, während die selbstverzehrende Elektrode rotiert wird, um dadurch die
selbstverzehrende Elektrode zu schmelzen und aufgrund von Zentrifugalkraft Tröpfchen
wegzuschleudern, worin das Verfahren unter folgenden Bedingungen durchgeführt wird:
Atmosphären-Gasdruck im geschlossenen Behälter: 706 kPa bis 1,53 MPa (5.300 bis
11.500 Torr); Lichtbogenstrom: 100 bis 200 A, Rotations-Umfangsgeschwindigkeit der
selbstverzehrenden Elektrode: 4 bis 1.000 m/s, wodurch Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser im Bereich von 0,1 bis 1,8 mm und einem mittleren
Kristallkorndurchmesser von 0,05 bis 0,6 mm bereitgestellt werden.
Verfahren zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen durch Erzeugung
eines Lichtbogens zwischen einer Plasma-löslichen Elektrode und einer selbstverzehrenden,
zylindrischen, säulenartigen Elektrode aus metallischem Beryllium, die beide in
einem geschlossenen Behälter angeordnet sind, der mit einem Inertgas als Atmosphäre
gefüllt ist, während die selbstverzehrende Elektrode rotiert wird, um dadurch die
selbstverzehrende Elektrode zu schmelzen und aufgrund von Zentrifugalkraft Tröpfchen
wegzuschleudern, worin die selbstverzehrende Elektrode aus metallischem Beryllium
einen Fe-Gehalt von 0,01 bis 0,04 Gew.-% aufweist und worin das Verfahren unter
folgenden Bedingungen durchgeführt wird: Atmosphären-Gasdruck im geschlossenen Behälter:
307 kPa bis 1,53 MPa (2.300 bis 11.500 Torr); Lichtbogenstrom: 100 bis 200 A, Rotations-Umfangsgeschwindigkeit
der selbstverzehrenden Elektrode: 4 bis 1.000 m/s, wodurch Berylliummetall-Kügelchen
mit einem Teilchendurchmesser im Bereich von 0,1 bis 1,8 mm und einem mittleren
Kristallkorndurchmesser von 0,05 bis 0,6 mm bereitgestellt werden.
Verfahren zur Herstellung von Berylliummetall-Kügelchen nach Anspruch
1 oder 2, worin der Teilchendurchmesser der Berylliummetall-Kügelchen durch D (mm)
dargestellt ist und der mittlere Kristallkorndurchmesser durch d (mm) dargestellt
ist und die Beziehung 0,3 D ≤ d ≤ 0,8 D erfüllt ist.